94 1868. Anzeiger Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Samstag den 3. October. für O Friedberger Intelligenzblatt. M 117. berhessen. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. ———— — Auf den wöchentlich dreimal, Dienstag, Donnerstag und Samstag, erscheinenden Anzeiger für Oberhessen kann man für die Monate October, November und December in hiesiger Stadt bei der unterzeichneten Expedition für 30 kr. und bei allen Postanstalten innerhalb des Großherzogthums für 33 kr. abonniren. Der Anzeiger bringt die kreisamtlichen Erlasse, sodann eine kurze Uebersicht der interessantesten und wichtigsten Tagesbegebenheiten, allgemein belehrende und unterhaltende Aufsätze, land⸗ wirthschaftliche und gewerbliche Mittheilungen, geschäftliche Nachrichten, Markt- und Coursberichte, Verloosungen von Statspapieren und locale Notizen; außerdem wöchentlich einmal in dem beigegebenen Unterhaltungsblatt interessante Novellen und Erzählungen, Gedichte, Anekdoten, Bilderräthsel, Räthsel, Rechenaufgaben ꝛc. Bei der großen Verbreitung dieses Blattes werden amtliche Bekanntmachungen und Versteigerungs-Anzeigen ꝛc., sowie geschäftliche Annoncen und Empfehlungen aller Art stets von dem besten Erfolge begleitet sein.— Die einspaltige Petit-Zeile oder deren Raum wird mit 3 kr. berechnet; bei größeren Aufträgen oder ständigen Annoncen gewähren wir einen entsprechenden Rabatt. Zum geneigten Abonnement, sowie zur Benutzung des„Anzeiger für Oberhessen“ zu Veröffentlichungen aller Art ladet ein Friedberg. Die Expedition. Amtlicher Theil. Betreffend: Bestimmungen über den Militärdtenst im Norddeutschen Bunde. Friedberg am 29. September 1868. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Unter Bezugnahme auf unsere Bekanntmachung vom 22. Juli l. J. in Nr. 87 des Intelligenzblattes, empfehlen wir Ihnen die Anschaffung der darin bezeichneten Schrift, welche in der Buchhandlung von Bindernagel& Schimpff dahier zu haben ist. Deren Inhalt erleichtert Ihnen wesentlich den Dienst und enthält ausführliches Material zur Belehrung der Wehrpflichtigen und deren Angehörigen. * Betreffend: Unterricht im Hufbeschlag 1868/69. F n eee Tyr a p p. nag. Der Unterricht im Hufbeschlag pro 1868/69 wird am Montag den 16. November d. J. zu Butzbach beginnen. Junge Schmiede aus Oberhessen, die an demselben Theil zu nehmen wünschen, haben sich zeitig bei unterzeichnetem Präsidium schriftlich anzumelden und sich über Schulkenntnisse, bestandene Lehrzeit und gutes Betragen sowohl, als auch über die Mittel fur ihren Unterhalt in Butzbach gehoͤrig auszuweisen. Der Unterricht selbst wird unentgeltlich ertheilt; dagegen haben die Theilnehmer an demselben, insoweit sie die für ihren Unterhalt in Butzbach selbst zu sorgen; es werden aber Einrichtungen getroffen, Unbemittelte müssen sich mit Unterstützungsgesuchen an den Vorstand des des Provinzialvereins für derartige Unterstützungen keine Mittel verwilligt sind. Der Unterricht wird ungefähr 2½ Monat dauern. Laubach am 28. September 1868. Mittel dazu besitzen, daß der letztere möglichst billig zu stehen kommt. landwirthschaftlichen Bezirksvereins wenden, da Seitens Der Präsident des landwirthschaftlichen Vereins von Oberhessen. Otto, Graf zu Solms-Laubach. Hessen. Darmstadt. Das Großherzogliche Regierungsblatt Nr. 51 enthält: I. Gesetz, die Erhebung der Stempelabgabe in der Provinz Rheinhessen betr. II. Bekanntmachung des Großherzogl. Ministeriums des Großherzoglichen Pauses und des Aeußern, den zwischen dem Großherzogthum und dem Norddeutschen Bunde wegen Besteuerung des Branntweins und Biers abge⸗ schlossenen Vertrag betreffend.— Der sragliche Vertrag, welcher mit der Ratification in Kraft getreten, ist vorläufig dis zum 31. Dezember 1877 giltig und wird, wenn er nicht vor dem 1. Januar 1876 von einem oder dem andern Theil gekündigt wird, auf 12 Jahre und so fort von 12 ju 12 Jahren ale verlängert angesehen. III. Bekanntmachung Großh. Ministeriums des Innern, das Octroireglement ber Kreisstadt Offenbach betr. IV. Bekanntmachung Großberzoglichen Ministeriums zer Finanzen, die Verwendung von Stempelmarken bei us dem Auslande kommenden Wechseln iu der Provinz Rheinhessen betr. V. Dienslnachricht. Am 26. August wurde dem Heine. kohnes aus Hirschhorn bas Patent als Geometer 2. Klasse ür den Kreis Lindenfels ertheilt. VI. Milttärd ienstnachrichten. — Das Gr. Regierungsblatt Nr. 52 enthält: I. Verordnung, die Einführung der im Großherzog⸗ hum in Bezug auf dase Schulwesen bestehenden Bestim— mungen in den zufolge des Friedensvertrags mit dem Königreich Preußen vom 3. September 1866 mit dem Großherzogthum vereinigten Gebietstheilen betr. II. Dienstnachricht. Se. Königl. Hoheit der Groß— gerzog haben allergnädigst geruht: am 8. September den Obersörsser der Obersörsterki Roßborf Ludwig Erdmann gleicher Diensteigenschaft in die Oberförsterei Laubach zu versetzen. III. Militärdiensinachrichten. IV. Charakterertheilungen. Seine Königliche Hoheit ser Großberzog haben allergnädigst geruht: am 12, Sept. 50 dem Expedttionsgehülfen bei der Güterexpedition Darm⸗ stabt der Main⸗Neckar⸗Eisenbahn Jacob Wilhelm Gerbcaux, — dem Expeditionsgehülfen bei der Baynverwaltung Darmstadt dieser Eisenbahn Wilhelm Funk— und dem Expeditionsgehülfen auf der Station Bensbeim dieser Eisenbahn Tbeod. Gimpel den Charakter als„Expeditoren“ zu verleihen. Preußen. Berlin. Das Bundespräsidium bat neuerdings in Gemäßheit der Beschlüsse und Anträge des Reichstages bei mehreren auswärtigen Staaten und insbesondere bei den Vereinigten Staaten von Nordamerika diplomatische Schritte gethan, um ein gemeinsames Vorgehen in der Richtung zu erzielen, daß künftig die Freiheit des gesammten Privateigenthums zur See im Wege allseitigen Vertrags als allgemein gültiger Grund- satz des Völkerrechts anerkannt werde. England ist bis jetzt die einzige Macht, welche sich weigert, die von dem gesammten Handelsstand wie von der Humanität geforderte Ausdehnung der angebahnten völkerrechtlichen Reform zu adoptiren und so gleiches Recht im Seekrieg wie im Landkrieg ein- treten zu lassen. Es fürchtet davon für sein maritimes Uebergewicht. — Die frühere Bestimmung, wonach den ein— jährigen Freiwilligen bei der Armee das eine Jahr ihrer activen Dienstzeit als drei angerechnet wurde, soll künftig außer Anwendung kommen. Schon die vom 1. Oktober 1867 an in die Armee eingetretenen Freiwilligen obengedachter Kategorie sind zu einer Gesammtdienstzeit im stehenden Heere mit Einschluß des Reserveverhält— nisses von sieben Jahren verpflichtet. Es wird also künftig die Reservepflicht der Einjährigen zwei Jahre länger, nicht wie bisher 4, sondern 6 Jahre dauern — Die„Prov.⸗Corr.“ meldet: Der Gesund— beitszustand des Grafen Bismarck geht einer er⸗ freulichen Besserung entgegen und wird der Minister⸗ Präsident voraussichtlich in der zweiten Hälfte des Monat Oktober nach Berlin zurückkehren. Gotha. Die deutsche Nordpolexpedition ist glücklich nach Bergen zurückgekehrt. Sie war am 15. September 81 Grad 5 Minuten vorgedrungen. Obgleich die dieß jährige Witterung sehr ungünstig, so sind die Resultate doch werthdoll für die Wissenschaft. Die Expedition geht von Bergen nach Bremerhaven. Das Schiff ist brauchbar für eine weitere Expedition. Bayern. München. Die Festlichkeiten am Starnbergersee, welche der König zu Ehren der russischen Kaiserin veranstalten ließ, geben neuerdings zu dem Gerüchte Anlaß, daß zwischen ihm und der russischen Kaiserfamilie eine nähere Verbindung beabsichtigt werde. Baden Karlsruhe. Nach Badischen Blättern bezieht der dortige Kriegsminister General v. Beyer einen Jahresgehalt von 16,000 Gulden. Mit diesem in Baden unerhörten Gehaltsbezuge soll die Niederlegung des Commandos über die badische Division von Seiten des Prinzen Wilhelm zusammenhängen, indem man diesen Gehalt vor den Ständen in der Weise zu rechtfertigen gedenke, daß 8000 fl. dem Kriegsminister v. Beyer und 8000 fl. dem Generallissimus v. Beyer aufgebürdet würden. 3 — — 8 — e . .... 8 5 2 1 — —5 5 eee . — — Der König von Preußen ist zu einem längeren Aufenthalt in Baden eingetroffen. Auf den Wunsch des Königs war offizielle Begleitung und Empfang sowohl auf der Reise durch das Großberzogthum, als bei dessen Ankunft in Baden unterblieben. Oesterreich. Wien. In Krakau herrschte eine große Aufregung, als durch öffentliche Plakate angezeigt wurde, daß die Reise des Kaisers nach Galizien bis auf Weiteres verschoben werde. Vor der Abreise des Erzherzogs Albrecht ersuchten ihn die Vertreter der Stadt in einer Audienz, nach- dem sie ihr Bedauern ausgesprochen über den Aufschub, den die Reise des Kaisers erfahren, der Erzherzog möge seine Fürsprache einlegen, da der Kaiser„bei geänderter Situation“ das Land mit dem in Aussicht gestellten Besuche beglücken möge, und der Erzherzog versprach,„sein Mög⸗ lichstes zu thun.“ — Wie verlautet, ist eine Erhöhung der kaiserlichen Civilliste, welche im Budget für 1868 auf 6¾ Millionen Gulden normirt war, wovon die eine Hälfte auf Cis⸗ und die andere auf Transleithanien fällt, um 300,000 fl. beantragt. Diese Erhöhung wird angeblich durch die Mehr⸗ kosten der kaiserlichen Reisen motivirt, welche wieder eine Folge des dualistischen Systems sind. — Die Abendblätter vom 30. Sept. melden, daß gegen Erzbischof Cardinal Schwarzenberg und die übrigen böhmischen Bischöfe, aus Anlaß ihrer Instructionen über die Behandlung der Ehegesetze, eine Untersuchung wegen des Verbrechens der Störung öffentlicher Ruhe eingeleitet worden sei. Schweiz. Aus St. Gallen wird vom 29. Sept. gemeldet, daß in Folge des gewaltigen Anschwellens des Rheins derselbe seine Ufer bei Montlingen und Diepoldau durchbrochen hat. Mehrere Menschen sind dabei umgekommen. Die Noth ist groß. Die Bahnzüge gehen nur bis St. Margarethen am Anfange des Rheinthals. Gegenwärtig ist das Wasser im Abnehmen begriffen. Frankreich. Paris. Der Cäsarismus gedeiht täglich besser. Europa gebt in Flammen auf, wenn nicht mindestens 2 Mill. Krieger bereit stehen, auf den ersten Wink über einander herzu⸗ fallen. Stither hat man wenigstens mit Bedauern von dieser angeblichen Nothwendigkeit gesprochen und der allgemeinen Sehnsucht nach Abrüstung beigestimmt und dieselbe immer wieder in Aussicht gestellt. Nun sagt uns die„Presse“, Frankreich kann nicht beurlauben. Was sollte auch aus Frankreich werden, wenn sein Militärbudget ein wenig erleichtert würde. Man höre:„Einige Zeitungs⸗Correspondenten verbreiten das Gerücht, daß die französische Regierung eine friedliche Kundgebung vorbereite: es wäre davon die Rede, 80,000 Soldaten in ihre Heimath zu entlassen. Wir haben kaum nöthig, zu sagen, daß wir dieser Nachricht keinen Glauben schenken; was man da meldet, ist schlechterdings unmöglich. Unser Armee⸗Effectiv ift bei seinem Minimum an⸗ gel ingt und die Semester⸗Beurlaubungen werden es auf seine niedrigst mögliche Stufe herabdrücken. Mehr thun hieße Gefahr laufen, in Fehler zurück⸗ zufallen, unter welchen unsere Interessen und unsere Politik in der letzten Zeit schwer zu leiden hatten. Unsere Regimenter sind gegenwärtig so reducirt als möglich.“ — Der am letzten Sonntag in Straßburg, wohin er seine leidende Gattin begleitet hatte, so plötzlich verstorbene Graf Walewski, geboren 4. Mai 1810, natürlicher Sohn des Kaisers Napoleon I. und einer polnischen Gräfin Walewska, schloß sich nach der Februarrevolution seinem Verwandten Louis Napoleon an, fungirte als Gesandter in Florenz und Neapel, 1851 in London. Walewski war später mehrere Male Minister der auswärtigen Angelegenheiten, schloß als solcher den Pariser Frieden 1856, leitete die Verhandlungen von Villafranca— Zürich 18593 ihm folgte 1860 Thouvenel. Später war Walewski eine Zeit lang Minister des kaiserlichen Hauses. Graf Walewski war mit einer Fürstin Poniatowska vermählt. Das Kaiserthum verliert in ihm, wenn auch keinen leitenden Staatsmann, so doch einen sehr geschickten Diener von angenehmen Formen. 3 — Der„Gaulois“ vom 29. Sept. sagt: Concha und Duero hätten der Königin ihre Demission gesandt mit dem Bemerken, sie vermöchten die Situation nicht mehr zu beherrschen. Darauf habe die Königin Cheste mit der Bildung eines Cabinets beauftragt, welches seinen Sitz in San Sebastian nehmen solle. Die Antwort von Cheste sei unbekannt. Belgien. Aus Brüssel kommen sehr trau ⸗ rige Nachrichten über den Zustand der Kaiserin Charlotte, welche in einer schrecklichen Lage sich befindet, indem sie ganze Tage lang in düsterem Hinbrüten zubringt und mit der größten Angst die Nähe sogar der iht am nächsten befreundeten 5[Personen vermeidet, in dem beständigen Wahn, daß diese sie vergiften oder ermorden wollen. Großbritannien. London. Der Pariser Berichterstatter des„Star“ bezeichnet die Existenz eines Vertrages zwischen Preußen, Italien und den spanischen Aufständischen, dessen Zweck die Erhebung der Herzogin von Montpensier auf den spanischen Thron sei, als ein öffentliches Geheimniß. Der Kaiser sei davon längst unter- richtet. Dadurch würde die alte Idee Louis Philipp's endlich doch verwirklicht werden. 1 Spanien. Während man schon meinte, an einem gründlichen Erfolg der spanischen Erhebung zweifeln zu müssen, haben sich die Ereignisse dort rasch vollzogen. Das zunächst entscheidende Moment scheint der Zusammenstoß der königlichen und der aufständischen Truppen bei Cordova gewesen zu sein. Die ersteren geschlagen, ihr Commandant verwundet! Das war das Signal zur Erhebung der Hauptstadt Madrid, deren Bewohner unter eifriger Beihülfe des Militärs Alles beseitigten, was an die Bourbonen erinnerte. Es hatte dem⸗ nach doch seinen guten Sinn, wenn die Actions⸗ partei in Madrid vorher wiederholt zur Ruhe und zum Zuwarten ermahnte, was von französischen Blättern als lächerliche Verdeckung ihrer Schwäche hat ausgelegt werden wollen. Man ließ da die Frucht zeitigen, und sie siel von selbst und ohne Blutvergießen. Die Königin Isabella befindet sich bereits auf sranzösischem Boden im Schlosse Pau, wo Kaiser Napoleon ihr ein Asyl bereitete. Wird er ihren durch die Thränen der Kaiserin unterstützten Bitten nachgeben und durch französische Bayonette den umgestürzten Bourbonenthron wieder aufzurichten suchen? Er hat das müde Haupt geschüttelt, und es wird dabei sein Bewenden haben. Der Aus- gang der Expedition nach Mexiko, sowie das Andenken an das Mißgeschick seines großen Onkels in Spanien mögen ihm solch ein Unternehmen doch gar zu fatal erscheinen lassen.— Die spanische Umwälzung wird hoffentlich für das ausgesogene, verwahrloste spanische Volk, von dessen 16 Mill. weit über 14 Mill. weder lesen noch schreiben können, der Anfang einer glücklicheren Aera werden; wir begrüßen in ihr aber außerdem eine Bürgschaft mehr für die Erhaltung des europäischen Friedens. Mögen sich die Verhältnisse dort ge⸗ stalten, wie sie wollen, von dem süßen Trost der spanischen Allianz wird dem Kaiser Napoleon nichts übrig bleiben als— eine entthronte Königin, die seine Gasifreundschaft in Anspruch nimmt. Daß der Besitz oder Nichtbesitz einer solchen Allianz aber keine ganz gleichgültige Sache ist, zeigt ein Blick auf das spanische Heerwesen. Die spanische Armee besteht aus 169,000 Mann Linieninfanterie, 16,000 Mann Reiterei, 12,000 Mann Artillerie, 4000 Mann Geniecorps und 11,000 Mann Karabinierscorpe, d. h. Gränzwächter, also über 200,000 Mann, während die Kriegsmarine 118 firiegsschiffe, worunter 98 Dampfer, mit 14,000 Matrosen und 8000 Marinesoldaten zählt. — Die Local⸗Junta und die Districte⸗ Comites erhalten vollständig die Ordnung; die Bewaffnung der Nationalmiliz ist decretirt. Prim und Serrano werden hier eintreffen. Concha hat Madrid verlassen. Die in Madrid sich aufhalten⸗ den Engländer haben die neue Regierung beglück⸗ wünscht. Barcelona hat sich erhoben, Cheste hat sich nach Frankreich begeben. — Die Zeitungen stellen folgende Nachrichten als sicher bestätigt zusammen: Granada hat sich erklärt und die Truppen der Königin verjagt. Carthagena hat Prim mit Begeisterung empfangen, Die königlichen Truppen hatten bei der ersten Drohung eines Bombardements die Forts geräumt. Folglich ist das ganze Littorale von Cadix bis Carihagena, sowie ganz Andalusten in Händen der Empörung. — Die theils direkt, theils über London eingelaufenen telegr. Depeschen vom 29. und 30. Sept, melden: General Norvaliches ist von den Insurgenten geschlagen worden und kehrte verwundet nach Madrid zurück. Ganz Madrid hat sich erhoben. Die Truppen fraternisiren mit dem Volke. Es fand kein Blutvergießen statt. Die Büsten und Wappen der Königin wurden durch die Straßen geschleift. Ueberall Rufe: „Nieder mit den Bourbonen, es lebe die Volks⸗ souveränetät“. Der Generalrapitän Concha hat sein Amt niedergelegt. Der Aufstand ist über das ganze Land verbreitet. Eine Junta ist er⸗ nannt und eine provisorische Regierung gebildet, bestehend aus vier Prog ressisten, vier Ministern und vier Demokraten. Serrano wird auf morgen erwartet. Die königlichen Schilder sind von allen Läden und öffentlichen Gebäuden abgerissen worden. In allen Straßen Musik und Illumination. — Aus Bayonne kommen vom 30. Sep⸗ tember Abends wichtige Nachrichten. Die Königin Isabella von Spanien wurde von den Hellebar⸗ dieren über die Gränze geleitet und frühstückte um 11 Uhr in Hendaye. In Biarritz, wo sie um 2½ Uhr anlangte, hatte sie ein Zusammentreffen von einer Viertelstunde mit dem Kaiser Napoleon, der Kaiserin und dem kaiserlichen Prinzen, worauf sie mit einem Specialtrain nach Bayonne reiste, wo sie um 3½ Uhr eintraf. Herr Marfori be⸗ fand sich in dem Wagen der Königin. Letztere hatte hier mit dem Exminister Gonzalez Bravo eine Unterredung von 5 Minuten.— In Madrid herrscht Ruhe. Amerika. Newyork. Ein Rundschreiben des norddeutschen Bundeskanzleramtes wurde ver⸗ öffentlicht, wodurch in Folge des Naturalisations⸗ vertrags nordamerikanische Bürger das Recht haben, unbehindert nach Deutschland zurückzukehren. Afrika. Die neuesten Nachrichten aus Südafrika bestätigen die früheren Angaben über die Reichhaltigkeit der von Karl Mauch entdeckten Goldfelder, zeigen aber auch, daß dieselben doch von der Cap Colonie aus nicht ganz so leicht zu erreichen sind, wie anfänglich Mancher gedach! haben mag. So zeigt der„Natal Mercury“ eine Expedition nach den Viktoriagoldgruben für Ende September an; Passage und Beköstigung während derselben kosten für jeden Passagier 30 L., und dafür darf er nur 100 Pfd. Gepäck,„eine Flinte und 5 Pfd. Pulver ausgenommen“, mitnehmen. Die Expedition ist auf 100 Mann berechnet, und sobald 50 beisammen sind, will der Unternehmer ihr einen Arzt beigeben. Diese Expedition würde die erste von„Natal“ nach den Goldfeldern sein. Darmstadt. Fabrikant Vollmar in Kempten hat einen Branntwein⸗Control⸗Apparat erfunden und construirt, der in der hiesigen landwirthschaftlichen Ausstellung neben dem vielbesprochenen größeren Apparate Siemen's und Halska vielleicht für manche Besucher un⸗ beachtet geblieben ist. Derselbe soll wesentliche Vorzüge vor allen bis jetzt bekannten besitzen und zur allgemeinen Einführung in die Brennereien zum Behufe der Besteuerunt des Productes bis jetzt der practisch allein anwendbare sein. Als Hauptvoriheile wurden erkannt, daß der Boll⸗ mar'sche Apparat den Branntwein nicht mißt, sondern pfundweise wiegt. Dies soll eine wesentliche Noihwendig⸗ keu für sichere Controle sein, weil bei jeder Temperalur⸗ Verschiedenheit der Branntwein im Maße ab⸗ und zu⸗ nimmt, im Gewichte aber stets gleichbleibt. Kelsterbach, Wie gefährlich es ist, aus einem in voller Fahrt begriffenen Eisenbahnzug zu springen, zeigt nachstehender Unglücksfall. Ein junger Mann— Frieb⸗ rich Engisch II. von hier— wollte kürzlich Abends von Mainz nach Hause fahren, versäumte aber den letzten in Kelsterbach abgehenden Zug. Um doch noch heim zu kommen, benutzte er den nächsten Schnellzug und sprang während der Fahrt bei der hiestgen Station ab. Ein gleich darauf seine Bahnstrecke begehender Weichenwärter fand den Unbesonnenen, hart beschädig: und besinnungslos, auf dem Schienengeleise liegend. Mit Hülfe zweier seiner Collegen wurde der Unglückliche ins Stalionshaus gebracht und nachdem seine Familie benachrichtigt worden, nach Hause transportirt, wo er jetzt noch lebensgefährlich dar⸗ nieder liegt. der Herren 5 Land E. Versug! pon Saalgul, dine abholder Gelaldesottüme ersten Sorte wo 92, von der bin Rück, das un 3 demselben Tage Zur Auespal. ohem Grabe, raf ben ber 109 Punt, Ee die best, guserl Ml nun J. schaft nit Anden so kann et auc aucserlesenem — 2407 Das? befindet sich vom Bahnho Fried zin 0 aller im Bus Auftritt Frie! Bestel 0 Jatg I fußt dschreiben ., un tine Flinte nilnthmen. Int, und sernthmkt en würdt dern seil, run 8 euetusg auwend bel g wendiß 0 Tempera und , Die„Italia“ gibt einige Zahlen aus der kürzlich deröffentlichten Uebersicht über den Verkauf der Kirchen⸗ güter während des Monats August. In diesem Monat ind 3195 Stücke verkauft worden, die auf den Preis von 3,032,674 Frs. angesetzt waren. Da sie nun um den Preis von 16,038,826 Francs verkaust worden sind, so ergibt dies ein Zuwachs von 3,005,751 Frs., weschem Ft. entspricht. Die Zahl der Stücke, welche vom 26.658. Der Preisansatz für Alles war 142,729,390 Frs. Der Tor alpreis des Zuschlags war 190,180,916 Francs., nithin ein Zuwachs von 47 451,526 Fr., oder 24 pCt. Ddie au 1. Juli eincassirten Summen bildeten eine Totalsu me von 61,610,797 Frs., wovon 58,392,800 Frs. n Oblig tionen. Die eincassirte Totalsumme mithin 35 pCt. des Zuschlagspreises. Land wirthschaftliches. E. Versuche mit verschiedenen Qualitäten don Saatgut. Ein dem Schlendrian und dem Eigen— fünkel abholder Landmann verschaffte sich mit Hilfe einer Getraidesortirmaschine 3 Sorten Saatwaizen. Von der usten Sorte wog ½ Malter 101 Pfund, von der zweiten 92, von der dritten 83 Pfund. Auf das betreffende Feld— stück, das in 3 gleiche Abtheilungen gebracht war, kam an demselben Tage und unter gleicher Behandlung je ½ Mltr. zur Aussaat. Die Resultate des Extrags überraschten in ohem Grade. Der Ertrag von der ersten Qualität über— raf den der zweiten um 137 und den der dritten um 69 Pfund. Er empfiehlt bei jeder Art der Feldbestellung die beste, auserlesenste Qualität als Saatgut. Will nun Jemand nicht für sich allein oder in Gemein— Haft mit Andern eine Getraide⸗Sortirmaschine anschaffen, o kann er auch ohne eine solche, freilich mühsamer, zu nuserlesenem Saatgut gelangen. Er dresche nur die entspricht Garben(bäuschele sie), suche dann durch sorgfältiges Reuteen die besten Körner aus, und mache auf einem und demselben in gleiche Theile getheilten Acker Versuche mit 3—4 verschiedenen Qualitäten desselben Saatgutes. Zur Erntezeit behandele und wiege er jeden Ertrag der abge— theilten Stücke besonders, dann wird er ebenfalls von den erzielten Resultaten überrascht werden. Waizenkörner, mittelst der Dreschmaschine gewonnen und sonach mehr oder weniger zerquetscht, sollen sich nicht als Saatgut eignen, da durch das nöthige Vitriolen die blos gelegten Keimchen verletzt und leimunfähig würden; deßhalb wurde auch oben das Dreschen zur Gewinnung von Waizensaatgut angerathen. Im Uebrigen sind ja die Vorzüge der Dreschmaschinen anerkannt überwiegend. Man fand, daß von 100 in Rede stehenden Waizenkörnern 40 nicht aufgegangen waren. Wie sehr auf auserlesenes Saatgut Bedacht zu nehmen ist, ersieht man daraus, daß man von Kindern, oder andern sonst wenig beschäftigten, auch armen alten Leuten die dicksten Saatkörner mit der Hand auslesen ließ, damit ein kleines Feldstück besäete, die gewonnene Frucht beson— ders einerntete, mit dem erzielten Quantum Körner im zweiten Jahre ein größeres Felsdstück bestellte undiso zwei bis drei Jahre verfuhr, und dann zu einem beträchtlichen Quantum ganz auserlesenen Saatgutes gelangte, mit dem staunenerregende Resultate erzielt wurden. Also auf! Versuche gemacht laut dem Sprichworte:„Probiren geht über Studiren!“ Die Redaktion ist zur Veröfsent— lichung der betresfenden Resultate erbötig. Schiffs nachrichten. Mitgetheilt von Chr. Hecht in Friedberg, Sper.-Agent. Das Hamburg⸗New⸗Yorker Post⸗Damschiff Allemannia Capitän Bardua, am 15. September von New-York ab⸗ gegangen, ist am 27. v. M. 9 Uhr Morgens in Cowes angekommen, und hat, nachbem es baselbst die Verein Staaten-Post, sowie die für Southampton und Hapre bestimmten Passagtere gelandet, um 11 Uhr die Reise nach Hamburg fortgesetzt. Dasselbe überbringt 99 Passagiere, 67 Briessäcke, 1150 Tons Ladung, 229,710 Contanten. Das Hamburger Post-Dampfschiff Germania, Capitän Schwenzen, ging, expedirt von Herrn August Bolten, William Miller's Nachfolger, am 30. September von Hamburg via Southamton nach New-York ab. Außer einer starken Brief- und Packelpost hatte dasselbe 120 Passagiere in der Cajüte und war auch das Zwischendeck mit Passagieren voll besetzt, sowie 500 Tons Ladung. Das Hamburg-Rew⸗ Yorker PostD⸗ampfschiff Westphalia, Capitän Trautmann, welches am 16. v. M. von Ham⸗ burg und am 18. v. M. von Southamplon abgegangen, ist nach einer ausgezeichnet schnellen Reise von 9 Tagen 2 Stunden am 27. v. M. 11 Uhr 30 Minuten Nach⸗ mittags wohlbehalten in New-Vork angekommen. Verloosungen. Wien, 1. Oct. Bei der heutigen Ziehung der 1854er Loose wurden folgende Nummern mit höheren Treffern gezogen; Serie 781 Nr. 36 erhielt den Haupt⸗ treffer von 60,000 fl.; der zweite Treffer fiel mit 30,000 fl. auf Serie 1775 Nr. 12; mit 5000 fl. wurden gezogen: Serie 159 Nr. 19, Serie 159 Nr. 37, Serie 506 Nr. 36, Serie 1636 Nr. 20, Serie 2589 Nr. 35 Karlsruhe, 30. Sept. Bei der heute dahier statt⸗ gehabten Gewinnziehung der badischen 35 fl.-Loose wurden folgende Nummern mit höheren Prämien gezogen: Nr. 340972 mit 40000 fl., Nr. 187281 mit 10,000 fl., Nr. 108603 mit 4000 fl., Nr. 35952 11206 196011 222146 und 226628 mit je 2000 fl., Nr. 187257 31407 97395 132031 196239 340993 224162 351492 201340 180633 84407 und 164942 mit je 1000 fl. Bekanntmachung. 2407 Das Amtslocal für die Kasse des Großherzoglichen Dorheimer Braunkohlenbergwerks vefindet sich von heute an und bis auf Weiteres in dem neuen Vogt'schen Hause oben an der dom Bahnhof zur Stadt führenden Straße, nördlich von der Stadtkirche. Friedberg den 1. Oktober 1868. aller im Buchhandel erscheinenden Der Großherzogliche Bergrentmeister Nebhuth. Für die herannahende Wintersaison empfehlen sich die Unterzeichneten zur Besorgung illustrirten, belletristischen& wissenschastlichen Jeitschristen, sowie auch aller Modezeitungen u. s. w. u. s. w. Friedberg. Bindernagel& Schimpff. Bestellungen für uns nehmen an für Nidda F. Trebes in Nidda. 7. 7 7 9 1 „ Hungen L Schneider in Hungen. Haasenstein& Vogler Zeitungs- Annoncen- Expedition in Frankfurt a. M. Filialgeschäfte: in Basel, Berlin, Hamburg, Leipzig, Wien. 2395 5 Uuser Lager in Strick- und Cerneaur-Wolle 1325 ist reichhaltig assortirt und verkaufen solche zu den billigsten Preisen. Geschwister Sehloß. Kleider-Magazin von C. F. Schleuning. 350 Zur bevorstebenden Herbst⸗ und Winter⸗Sasson empfehle mein reichhaltiges Lager sehr eleganter Haptloks, Paletots, Zacquettes. Hosen, Westen, Schlafröcke, ꝛc. ꝛc. z äuße st billigen Preisen. 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Kramm. in meinem Saale statt, wozu ich höflichst einlade. E Das alte Teichhaus schmücket sich Für alle frohen Gäste. Gesorgt hat's Wirthchen sicherlich, O Wunder! auf das Beste Und sollte stören Negengußt, So schickt er Euch den Omnibus. WW Meine Mayer 8 Hirseh nach wie vor neben der Synagoge. u hnu ung 2369 befindet sich von heute an breite Straße neben Herrn Metzgermeister H. Schäfer nächst der Burg. Eduard Hirsch, Geschäftslocal Agent der Germania. Bad Nauheim. 2386 Am 4. und 5. October findet zur Feier des Kirchweihfestes bei Unterzeichnetem but besthte Tanzmusfik D. Fritz. Hotel Henkel. 2561 Sonntag den 4. und Montag den 5. October findet zur Feier des hiesigen Kirchweih— festes gutbesetzte Tanzmusik bei mir statt, wozu freundlichst einladet Bad Nauheim. Carl Henkel. Bad Nauheim.— Johannisberg. 2383 Am 4. und 5. October findet zur Feier des Kirchweihfestes bei Unterzeichnetem ut hesetzte* 5 Tanzmusi k A. König. Joologischet Garten in Frankfurt a. M. 2381 Sonntag den 4. October, Vormittags von 7 bis 12 Uhr(zum letztenmale in diesem Jahre) ist der Eintrittspreis auf 6 Kreuzer per Person ermäßigt. Von 12 bis 2 Uhr bleibt der Garten für Jedermann geschlossen. Der Verwaltungsrath. Vorschuß⸗ und Credit⸗Verein zu Reichelsheim. 2379 Sonntag den 4. October, Mittags 3 Uhr, Generalversammilung im Gasthaus zur Lilie daselbst. Israelitische Feiertage. 2385 Nächsten Donnerstag und Freitag. Mayer J. Hirsch. 2370 Die neuesten Winter- Paletots, Jagucts und Jacken Mayer J. Hirsch. 2376 In ein Speeerei⸗Geschäft kann ein Lehrling bei freier Kost und Logis einlreten. Frankirte Offerten besorgt Baruch Hecht. statt, wozu freundlichst einladet M. L. Goldmann. in großer Auswahl bei Ein golduer Ohrring 2390 ift bei Vorzeigen de! Gegensücks zu haben. Gustav Dieffenbach. Filh'schet Felsenkeller. 2384 Sonntag den 4. October d. J. findet ein Preis⸗ kegelschteben statt, und wird das auf der Bahn an⸗ geschlagene Reglement das Nähere besagen, wozu einladet D. Fritz. Zur Waldlust. 2396 Sonntag den 4. d. M. wird auf meiner Kegel⸗ bahn ein Hammel ausgekegelt, zu welchem Vergnügen ich alle Freunde desselben ergebenst einlade. Bad Nauheim. H. Aletter, zur Wald hu st. Kirchweihsest zu Soͤdel. 2357 Nächsten Sonntag den 4. und Montag den 5. October findet ur Feier der hiesigen Kirchweihe bei mir gut besetzte Tanzmusik statt unten Mitwirkung des Mufikcorps des 1. Jäßerbataillons. Für gute Speisen und Geiränke ist bestens gesorgt. Södel. C. Schneider, Gastwir tt. Ball zu Nieder-Florstadt. 2388 Donnerstag den 8. October findet bei dem Unter⸗ zeichneten in seinem neu decorirten Saale ein Ball für Israeliten ffati, wobei ein vorzüglicher Wein verabreicht wird, und find alle Freunde dieses geselligen Vergnügens ergebenst eingeladen. Karl Wagner. Nieder ⸗Florstadt. 2372 Zur Groß⸗Karber Kirchweihe findet Sonn⸗ tag den 4. October auf dem Selzerbrunnen gut besetzte Tanzmufik statt, wozu freundlichst einladet Weitzel. Ochsen⸗ und Kuhfleiseh, 2404 bester Qualltät, das Pfend zu 16 kr., verkaufen K. Neuhof. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Sonntag den 4. Oktober 1868. Evangelische Gemeinde. Pfarramtswoche: Herr Pfarrec Diegel. Gottesdienst in der Stadtkirche: Vormittags: Herr Diakonus Meyer. Nachmittags: Herr Pfarrer Baur. Gottesdienst in der Burgkirche: Vormittags: Herr Pfarrer Köhler. Nachmittags: Fällt aus. Hierzu Unterhaltungsblatt Nr. 40 und eine Beilage.) Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Vindernagel& Schimpff. L Immroth's Wiüttwe. ita 10 szätlischen seigtrt. sedbel 5 Gt „ Gül 2407 Dienf 9 Uhr, hole Antag des besen lihfal und hauerba lich meiflblele griedbt —— ů— Arbe 0 Die nöthigen Abe Maurerat Slelnbau Zimmerart Oachdeche „ Schreinere Solossera Gaaserarbe Besßbinde⸗ Spengler Materiale sollen Donner 10 Uhr, dei die Wensgfine Voranschlag Areisbauamte Nidda! Wobngaus, Wasserbt pal Haß baus dez nochmaligen, ö bondur dll 255 Non. dun Jun i. dae 10 Stec cu Preis. Bahn an Nu einladet 125 ust iner Kegel, Serzvügen Wirkung gute Spein neidet, rt. falt tem Unie em Ball A A btr abt Serartzu Jagnet. 2 iat Sonn · 97 einladel eisch, pt laufen „ Gute, chert 68. Beilage zum Anzeiger für Oberhessen.. 112. DSD— Bettstroh⸗- Lieferung. 2401 ODonnerstag den§. d. M., Vormittags 10 Uhr, wird die Lieferung des Bedarfo an Stroh zur Füllung der Betten des dahter garnisonirenden Bataillons auf dem Soumissionswege in Accord gegeben. Lieferungsbedingungen sind zur Einficht der Interes— senten auf dem Büreau der unterzeichneten Garnksons— verwaltung offen gelegt. Frtedberg den 7. October 1868. Großherzogliche Garnisonsverwaltung Friedberg Nischwitz Stroh⸗ und Hafer lieferung. 2408 Dienstag den 6. Oktober l. J., Vormittags 11 Uhr, wird in hiesigem Raldhause die Lieferung von circa 15 Malter Hafer und 2 Fuder Watzenstroh für den flädtischen Faseistall an den Wenigstuehmenden ver— fleigert. Friedberg den 2. Oktober 1868. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg Fouc ar. Güter ⸗ Verpachtung. 2407 Dienfiag den 13. Oktober d. J., Vormittags 9 Uhr, sollen in hiesigem Rathhause auf freiwilligen Antrag des biesigen Bürgers Ludwig Langsdorff dessen leihfäuig werdenden Güterstücke in Friedberger und Fauerbacher Gemarkung auf weitere 9 Jahre öffent- lich meistbietend verpachtet werden. Friedberg am 1. Oktober 1868. Großherzogliches Ortsgericht Frledberg due d. Arbeits ⸗Versteigerung. 2380 Die zur Erbauung einer Kirche zu Borsdorf nöthigen Arbenen und Materialien, als: H r. Maurerarbeit, veranschlagt zu 1199 17 Steinhauerarbeit 2001 58 Zimmerarbeit 1654 16 Dachdeckerarbeit 781 35 — Schreinerarbeit 1200 25 Schlosserarbeit 545 18 Glaserarbeit 390 4 Welßbinderarbeit 647 37 Spenglerarbeit 15— Materialien zur Maureran beit 2366 17 sollen Donnerstag den 15. October d. J., Vormittags 10 Uhr, bei Gastwirth Uh! in Borsdorf öffentlich an die Wenigfinebmenden versteigert werden. Pläne und Boranschlag liegen auf dem Büreau des Großherzogl. Kreisbauamtes Nidda zur Einficht offen. Nidda den 30. September 1868. Großberzogliches Kreisbauamt Nidda. In Erledigung der Kreisbaumeisterftelle Stein, Vikar. Bekanntmachung. 2399 Freitag den 16. October, Nachmittags 2 Uhr, wird die zur Concutsmasse des Karl Jakob Desor von Dornholzbausen gehörende Gerberei mit Wohnhaus, Scheune und Nebenbau, neu angelegten Wasserbebältern und den entsprechenden Gruben, im Gasthaus des F. P. Scheller in Dornholzhausen einer nochmaligen, jedoch letzten Versteigerung ausgesetzt. omburg den 2. September 1868. Königliches Amtsgericht, Abtheilung II. L. Stumpf. Holz⸗Versteigerung. 2393 Montag den 5. October kommen im Freiherrlich don Franckenstein'schen Walddifirikt„am Engelsborn“ zur öffentlichen Versteigerung: 47 Stecken Buchenstockholz, 14 Eichen⸗Stämme mit= 118 Cudilsuß, 16 Eichen ⸗Stangen mit 45 1 12 Buchen ⸗Stämme mit 213 5 Ole Zusammenkunft findet Vormittags 9 Uhr in dem genannten Distrilt au der Ufinger Straße statt. Odfladt am 1. October 1868. Wilbrand, Freiberrlich v. Frau ckenstein'scher Obersorster eiiies Mung. 2377 Montag den 5, d. M., Vormittags 10 Uhr, soll ein der Gemeinde gehöriger Eber auf hlefigem Gemelnde⸗ bause öffentlich veisteigert werden. Ober⸗Wöllstadt den 1. October 1868. Großherzogliche Bürgermelsteret Ober⸗Wöllstadt Feue nb ach Bekanntmachung. 292 Die em 1. Sepiember. 3, fällig gewesenen Holzgelder sind binnen 14 Tagen, von heute an, zu bezahlen, gegenfalls das gerichtliche Mahnverfahren ein; geleitet werden wird. Schloß Ilbenstad den 30. September 1868. Gräfluch von Leiningen⸗Westerburg'sche Rentel rene s ed., — Markt- Verlegung. 2351 Der diesjährige hiesige Herbstmarkt ist eingetragen, welches aber auf einem Versehen beruht. in dem Landkalender auf den 23. u. 24. Oct. Statt dessen soll nun dieser Markt in der Weise auf den richtigen Datum verlegt werden, daß Montag den 19 HOetober der Krämermarkt und Dienstag den 20. October der Viehmarkt abgehalten werden wird, Indem die unterzeichnete Stelle solches zur öffentlichen Kenntniß bringt, wird das handelnde und gewerbtreibende Publikum zugleich zu recht zahlreichem Besuche eingeladen. Altenstadt den 27. September 1868. Großherzogliche Bürgermeisterei Altenstadt Kere u d. Spiel⸗ Karten, 2258 mit Stempel von 54 kr. an per Dutzend. Schul-Schteibhefte in blauen Umschlägen à 3 Bogen, starkes weißes Papier, liniirt 2 fl. 24 kr. und 2 fl. 48 kr. per 100 Stück. Linürtes Papier zu Schul-Schreibheften 2 fl. 48 kr. und 3 fl. 18 kr. per Ries. Vollständiges Lager aller Verwaltungs- Formulare. Gauß in Vubel. Buchdrucherti, Buchbinderti, Spielkarteusabrik und Schrtibmaterialienhandlung. Dr. Pattison's Gichtuatte 2371 das bewährleste Heilmittel gegen Gicht und Rheumatismen aller Art, als: Gesichts⸗, Brust⸗, Hals und Zahnschmerzen, Kopf., dand- und Kniegicht, Gliederrelzen, Rücken- und Lendenweh u. s. w. Alle anderen Gichtwatten find nur Nachahmungen. J. A. Windecker in Friedberg. In Packeten zu 30 Kr. und halden zu 16 Kr. bei Hofraithe- und Gärten⸗Versteigerung. 2410 Dienflag den 6. Oktober d. J., Vormittags 11 Ubr, sollen in biefsigem Rathbause auf wiederholt freiwilligen Antrag des Bürgers und Schneidermeiflers Johannes Pauli dabier die demselben zuflehende Hofralthe und beiden Grabgärten nochmals öffentlich meistbtetend versteigert und dei annehmbaren Geboten die Genehmigung alsbald ertheilt werden. Friedberg den 2. Oktober 1868. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg Fouc ar. ere 2405 Mittwoch den 7. October, Vormittags 10 Ubr, soll auf dem Rathhause zu Ockstadt das Zerschlagen von 8 bis 10 Cubik.Klafter Unterhaltungssteinen auf die Bizinalwege an die Wenigstnebmenden in Accord ge⸗ geben werden. Friedberg den 1. Ocsoder 1868. Der Bezirks Barausseher Schneider. Handarbeiten. 2406 Montag den 12. October, Nachmittags 1 Uhr, wird au dem Rathhaus zu Assenheim die Unter- daltung der Vizinalwege in der Gemarkung Assenheim auf die Dauer von mehreren Jahren in Accord gegeben. Friedberg den 1. October 1808. Der Bezirks⸗Bauaufseher Schneider. Gentralversammlung des Armtuvertius. 2382 Zu der Samstag den 3. October, Adends 8 Uhr, im Lokal des Herrn Karl Walz stattsindenden General- versammlung des Armenverelns, in welcher 1) die Rechnung für 1867 vorgelegt, 2) die statutenmäßige Ergänzung des Vorstandes vorgenommen und 3) über etwalge Anträge berathen werden soll, werden alle Miglieder hierdurch ergebenst eingeladen. Friedberg, 30. September 1868. Für den Vorstand: GS Aehun berger. Faselochs⸗Versteigerung. 2394 Mittwoch den 7. October d. J., Vormittags 10 Uhr, soll auf dem Gemein dehause dahter ein der biesigen Gemeinde zustehender, schweret, zum Schlachten geeigneter Fachselochse öffentlich meistdietend verfleigert werden. Griedel den l. October 1868. Großherzogliche Bürgermeisteret Griedel Fenchel. Ein Bäckerbursche 2360 kann sogleich eintreten bei Müller Bopp, in Reichelsheim. Versteigerung. 2403 Donnerstag den 8. Oktober d. J., sollen die der Concursmasse gehörige Mobilien des Peinrich Jaeod Deck zu Weckesbeim in dessen Behausung öffentlich gegen Baarzablung verfleigert werden, als: 1) goldene Ohrringe, 2) 1 Schreibpultauffatz, 3) 6 Strohstüdle, 4) 1 Sessel, 5) Bilder, 6) 1 neuer Alrschbaumkleiderschrank, 7) 1 Tisch und sonstige Haus- und Küchengerätb⸗ schasten, 8) Weißzeug, 9) 6 Hübner und 3 Euten, 10) 2 vollständige Pfluge, 1m) 1 nener Schaufelpflug, 12) 1 Egge, 1 neue Walte und sonstiges Oeconomie⸗ geschtr, 13) 1 gegmühle, 14) 2 vellftändige Pferdegeschirre, noch gut, 15) Bitten, Kraut⸗ und Efsigfaß. Weckes term am 1. Oktober 1868. August Stoffel, bestellter Massecututor. — * Rosen⸗Balsam. 2317 Unübertreffliches Hausmittel bel weben Brüsten, Geschwüren, Schnitt⸗, Stich- Hleb⸗, Schuß⸗, Quetsch⸗ und Brandwunden. à Dose 206 kr. allein echt bei Ph. Dan Kümmich, in Friedberg. Eurr Woblgeboten sage ich in Erwieverung auf das gefällige Schreiben vom 17. Jult v. J. für die Einsendung von 240 Dosen Rosen-Balsam zum Besten Verwundeler nachträglich meinen besten Dank. Der⸗ selbe ist in verschtedenen Kriegs-Lazarethen seinem Zwecke gemäß zur Verwendung gekommen und hat fich dabel nach dem mir jetzt zugekommenen Berichte als nützlich erwiesen u.. w. Berlin em 16. Februar 1867. Der Kriegs- Mintster. In Auftrag: d. Storch. 2898 Ein tüchtiger Branntweinbrenner wird gegen guten Lobn und dauernde Beschäftigung gesucht. Näberes dei Gottfried Mondigler, Kupfer⸗ schmledmeister. 2354 Zum Frankfurter Journal und der Darmstädter Zeitung wird ein Mitleser gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bl. 8 Unsere seit Jahren bestehende, einer zahlreichen Betheiligung sich erfreuende Journal-Lele- Anstalt, auf welche wir die Aufmerksamkeit des Publikums hiermit zu lenken uns erlauben, bietet die reiche Auswahl von 22 05 besten und beliebtesten Unterhaltungsblätter, von denen viele mit schönen und interessanten Illustratlonen versehen find. Der Umtausch der Zeitschriften erfolgt jeden Samstag, wobek wir uns eine präcise und geregelte Cireula⸗ tion der Hefte die angelegentlichste Sorge sein lassen. N Ein Verzeichnih der eircultrenden Blätter, sowie die näheren Abonnementsbedingungen stehen den Interessenten mit Vergnügen zu Diensten. Bindernagel& Sehimpff. Dielen⸗Lager 2274 in schönster Auswahl, zu den äußerst billigsten Preisen, empfiehlt Friedrich Hilbrecht. Billigstes illustrirtes Familienblalt: 250,000 Aufl. Wöchentlich 2 Bogen in gr. Quart. Aufl. 250,000. Mit vielen prachtvollen Illustrationen. J Vierteljährlich 54 kr. Mithin der Bogen nur ea. 5½ Pfennige. Hierzu die Feuilleton⸗Beilage„Deutsche Blätter“ nach Belieben apart 21 kr. vierteljährlich. 2412 Mit dem 1. October beginnt das 4. Quartal unserer beliebten Wochenschrift, und laden wir hiermit zum Abonnement darauf ein. Auch diesmal theilen wir nur die Titel einiger weniger der uns vorliegenden Beiträge mit, die wir im 4. Quartale zum Abdruck zu bringen gedenken: Süden und Norden. Eine bairische Dorfgeschichte von 1866. Von Hermann Schmid,(Fortsetzung.)— Das Erkennungszeichen. Erzählung von A. Godin.— Ein Pistolenschuß aus den Erinnerungen eines russischen Officiers.— Novellen von L. Schücking, Paul Heyse und A. Wilbrand t. Nach persönlicher Rücksprache mit der Dichterin E. Marlitt können wir zu unserer Freude diesmal die Mittheilung machen, daß das Manuscript der Erzählung„Reichsgräfin Gisela“ noch im Laufe der nächsten beiden Monate in unseren Händen sein wird. Außer den nevellistischen Beiträgen erwähnen wir noch: Gefangen in Sibirien. Erlebnisse von Th. v. Falken ⸗Plachecki.— Der letzte deuische Landgraf. Von M. v. Humbracht— An der Berliner Börse. Nr. 1. Die Matadore.— Der Kummerhof in London. Mit Illu⸗ strafion.— Beethoven beim Prinzen Louis Ferdinand. Von Elise Polko. Mit Abbildung.— Das Staßfurther Salzlager. Von Prof. Birnbaum.— Oesterreichische Berühmtheiten. Von S. Kolisch. 2. Minister Giskta. 1 5 fg e e e Von Fr. Pilger.— Das Mekka der Bietfreunde. Mit 1.— eutsches Kaisergrab. Mit Illustration ꝛc. Außerde ir, di its frü i hn bringen l. Aan Illust ußerdem hoffen wir, die bereits früher angekündigten Die Verlagshandlung von Ernst Keil in Leipzig. Alle Postämter und Buch handlungen nehmen Bestellungen an, in Friedberg Bindernagel& Schimpff Magdeburger Lebensversicherungs-Gesellschaft Landesherrliche Genehmigung vom 19. December 1855. Grundkapital: 3,500,000 Gulden. 2314 Obige Gesellschaft schließt unter den liberalsten Bedin illi „ gungen zu festen und billigen Prämien: Lebens-, Renten-, Aussteuer- und Begräbniß⸗Versicherungs⸗Ver⸗ träge. Prospecte und Antragsformulare verabreicht tgeltli itwi i de 9 cht unentgeltlich unter dereitwilligster Ertheilung Agentur Friedberg: Joseph Hoffmann, 5 Butzbach: D. Faust, Steuer ⸗Aufseher, 4 Lich: Heinrich Dietz, 5 Nauheim: Heinrich Hartmann. Die General⸗ Agentur: W. Göbel. Thätige Agenten werden durch die General- Agentur angestellt. Die vaterländische Feuer-Versicherungs⸗Ackien-Gesellschast zu Elberfeld, 900 gegründet im Jahre 1822 mit einem G kapi . f m Grundkapital von 3,500,000 fl. und Reserve⸗ 55 9 fl., versichert Mobilien, Früchte, Vieh u. s. w. zu den billigsten, Offenbach am Main. Versicherungs⸗Anträge nimmt entgegen der Agent Paul Karl, Geometer in Friedberg. * Wasserhelles 25 2244 in unübertroffener prima Quolität nebst den dazu gehörigen Lampen aller Art zum Fabrikpreis, bel Wilh. Fertsch. Wechsel auf Uew-Hork zum hiesigen Tagesevurse 1777 stets zu haben bei Mayer Mayer in Frankfurt a. M. Oeffentliche Aufforderung. 2252 Von der Frau Hofapotheker C. Wahl's Witiwe laut Generalvollmacht mit⸗Einziebung ihrer sämmtlichen Ausstände beauftragt, ersuche ich alle Diejenigen, welche meiner Mandantin zar Zahlung verpflichtet find, ihren resp. Verbindlichketten baldgefällig nachkommen zu wollen. Friedberg den 17. September 1868. Ed. Trapp IV., Hofgerichts⸗-Advocat. Emser Pastillen 22 sett einer Reihe von Jahren unter Leitung der Königlichen Brunnenverwaltung aus den Salzen des Emser Mineralwassers bereitet, bekannt durch ihre vor ⸗ züg lichen Wirkungen gegen Hals- und Brust⸗ leiden, wie gegen Mag enschwäche find stets vor⸗ räthig in Friedberg bei Fru. Hofapotheker C. 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