Wer dn kurmfels juchen Ummich alu Irrttitien d.! ngen Windecker, l, fannsperget turmfels. 3 — f Anzeiger für Oberhessen. ticende Ursache, ihre Hülse verweigern, mit dtbedbuße von 20 bis 500 Thlrn. bestraft werden. 1868. Donnerstag den 3. September. M 104. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. tiedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Betreffend: Die Geometeischule zu Wiesbaden. B und in der Technik landwirthschaftlicher Verbe richt während des Laufes eines Semesters, da Der landwirthschafteiche Bezirksverein Beometerschule in Wiesbaden im Laufe des Winters 1868/69 besuch geneigt sind, auf, mir dies bis Ende September dieses Jahres schriftlich anzuzeigen. 2 In Wiesbaden besteht eine Geometerschule, Amtlicher Theil. ein den e m e worin Geometergehülfen im Consoliba sserungen, z. B. der Elemente des Wasser⸗ und Wegbaues, des Feldeintheilung, Fertigung der Voranschläge zur Ausführung solcher Verbesserungen und L s spätestens am 25. des Kreises Friedberg hat nun eine Summe zu schule können auf dem Bureau des Großherzoglichen Kreisamts Friedberg eingesehen werden. Der Director des landwirthschaftlichen Bezirksvereins des Kreises Friedberg T v Friedberg den 1. September 1868. n g. tionsfache(Zusammenlegung der Grundstücke) Wiesenbaues und der Drainage, eitung derselben, theoretischen und practischen Unter⸗ November dieses Jahres beginnen wird, erhalten. r Unterstützung eines Geometergehülfen, der die en will, bewilligt, ich fordere daher diejenigen Geometergehülfen, die hierzu Aufnahmebedingungen wie das Statut der Geometer— a p p. Hessen. Darmstadt. Die Lehrer der hiesigen Volksschulen haben dem Stadtvorstand ne Denkschrift überreicht, in welcher, gestützt auf datistische Nachweisungen, auf das Evidenteste nachgewiesen wird, daß die vor mehr als 20 Jahren ormirten Gehalte, wenn auch vor mehreren fahren um etwas verbessert, in großem Mißver— stältniß stehen mit den jetzigen Lebensbedürfnissen, dwie den in Offenbach, Mainz und Frankfurt en Volksschullehrern gewährten Besoldungen. — Den 14. September kommt vor dem lassationshof die Nichtigkeitsbeschwerde des Ver- gers des„Deutschen Wochenblattes“, Johann Schneider in Mannheim, zur Verhandlung. An semselben Tag wird auch über das Cassations⸗ Esuch der wegen Papiergeldfälschung verurtheilten rbeiter der Steinanuf'schen Fabrik entschieden gerden. — Der älteste Sohn des Prinzen Alexander, telcher ohnlängst das 14 Lebensjahr zurückgelegt, rärd in die englische Marine eintreten. Gießen. Mit den Bauarbeiten an der ober— ssischen Eisenbahn soll am 1. Sept. begonnen gorden sein. Mainz. In der Angelegenheit der Ufer⸗ eweitecung ist in der letzten Gemeinderathssitzung ine ncue Variation erfolgt. Festungsbehörde, friegsministerium in Berlin und Stadtvorstand uren bezüglich des Details und im Prinzip des Fojeltes auch die Staatsregierung einig. Die dusführung des Projektes ist in finanzieller Hin⸗ ut einzig auf die Verwerthung des durch die weiterung des Ufers als Eigenthum der Stadt „ gewinnenden Geländes basirt. Nun aber ver— guigt die Oberbaudirektion auf einem fast ein Dritttheil der Erweiterung betragenden Raum die hrichtung eines Winterhafens für die Equipage e Brücke. Der Gemeinderath hat diese neue gimuthung zurückgewiesen. Preußen. Berlin. Der„Staatsanz.“ ent- län eine Bekanntmachung des Handelsministeriums, zach welcher die in Canada Einwandernden weder literstützung noch Landpassagegeld mehr erhalten. L Der„K. 3.“ zufolge hat sich eine große ahl Aerzte zu einer Eingabe an das Haus n Abgeordneten vereinigt, um die Entfernung % F. 200 des preußischen Strafgesetzbuches aus huselben herbeizuführen. Dieser Bestimmung folge sollen nämlich Medicinal-Personen, welche Fällen einer dringenden Gefahr, ohne hin— Augenblicken dringender Noth Hülfe suchenden Pubkikums wäre eher eine Verschärfung, als eine Aufhehung dieses Paragraphen gerechtfertigt. — Nach offiziöser Mittheilung wird nächstens eine Conferenz von Bevollmächtigten der Staaten des Nordbundes und der süddeutschen Staaten hier zusammentreten, um über einen mit Italien abzuschließenden gemeinsamen Postvertrag zu ver⸗ handeln. — Die„Insterb. Ztg.“ meldet von einer Einrichtung, welche ein Superintendent bei den jährlichen Kirchenvisitationen in seinem Kreise getroffen habe. In jedem Kirchspiele werden sämmtliche Schulen nach vollendeter Prüfung vor der Kirche versammelt und müssen der neugierig herbeiströmenden Menge patriotische und Volks- lieder vorsingen. Der Herr Superintendent gedenkt auf diese Weise dem Volke„Patriotismus“ ein— zuimpfen und die schlechten Volkslieder durch gute zu verdrängen. — Dr. Birch in Berlin ist seiner Frau (Charlotte Birch- Pfeiffer) bald nachgefolgt; er starb am 29. August, 75 Jahre alt. Halberstadt. Am 26. und 27. August tagte hier die Hauptversammlung des Gustav⸗ Adolf⸗Vereins. Dem von Dr. Fricke aus Leipzig erstatteten Bericht über den Stand des Vereins entnehmen wir Folgendes: an 783 Gemeinden konnten im vorigen Jahre 175,197 Thaler ver— wendet werden. 22 Kirchen waren eingeweiht worden und 12 Schulen, im Bau begriffen sind 59 Kirchen, 30 Schulen, 15 Pfarrhäuser. Reich- liche Legate fielen dem Vereine zu. Er besteht jetzt aus 48 Haupt-, 1134 Zweig-, 248 Frauen-, 10 Studenten- und 9 selbstständigen Vereinen und hat seit 25 Jahren an 1798 Gemeinden die Summe von 2,642,408 Thaler verwendet. Die Liebesgabe, zu welcher alle Vereine beitrugen, erhielt Schinotzken(Ostpreußen) mit elrca 5000 Thalern. Kiel. Die norddeutsche Marine ist jetzt in regster Thätigkeit. In vergangener Woche haben nicht weniger als vier Schiffe größere Reisen an— getreten, und zwar das Kanonenboot„Delphin“ nach Konstantinopel, wo es Station nehmen wird, die Brigs„Rover“ und„Mus quito“ nach dem Mittelmeer, um dort Uebungsfahrten abzuhalten, und die Fregatte„Niobe“ nach Westindien. Außerdem wird jetzt die Corvette„Medusa“ auf- gerüstet, um eine auf 3 Jahre festgesetzte Fahrt nach China zu machen; die Corvette„Hertha“ offentlich werden die Herren vergeblich petitioniren. en gewissenhaften Mann fügt eine solche Be— nmnung nichts an, dem gewissenlosen gegenüber (ii solche gibt es doch wohl auch) ist sie aber soll nach ihrer Reparatur nach Japan nachsolgen. Hannover. Das„Tagblatt“ enthält fol⸗ eine sehr wohlthätige und im Interesse des in in dieser Gelegenheit hat der Lordbischof von London die üblichen kirchlichen Ceremonien vollzogen und die Festrede gehalten. Hofbesitzers Volker, Erbe der Stelle, wurde vor einiger Zeit von einem Hunde unbedeutend an der Hand geschrammt; bald darauf stellte sich bei dem Sohne Wasserscheu ein, welches er seinen Eltern mittheilte. Gestern leider hat der Un- glückliche, der an der Tollwuth litt, abgeblutet werden müssen.“(22)(In Bezug auf diesen seltsamen Ausdruck„Abbluten“ theilt das„Hann. Tagblatt“ nachträglich mit, daß derselbe volks- thümlich für„zur Ader lassen“ sei, und für den an der Hundswuth Erkrankten und Verstorbenen lediglich ein Aderlaß angeordnet worden sei. Die Red.) Schmalkalden. Eine Adresse, in welcher Zustimmung zu den in dem Aufrufe des Ausschusses des Protestantenvereins ausgesprochenen Grund sätzen erklärt wird, ist vor einigen Tagen von hier an diesen abgegangen. Unterzeichnet ist die⸗ selbe von 135 der angesehensten Einwohner unserer Stadt. Homburg. Nach dem„Taunusboten“ stehen die Aussichten auf Berücksichtigung des von dem Gemeindevorstand unserer Stadt bei der Staats- regierung gestellten Antrags bezüglich der Veran- lagung und Verwaltung des Kurfonds recht günstig. Homburg v. d. H. Am 2. September um 11 Uhr ist hierselbst die neue englische Kapelle feierlicher Weise eingeweiht worden. Bei Frankfurt. Dieser Tage wird die Beei⸗ digung des hiesigen Consistoriums auf die preuß. Verfassung erfolgen. Es liegt in dieser Beeidigung jedenfalls indirekt die Anerkennung des Consisto⸗ riums als einer legalen Staatsbehörde.— Auch soll im Laufe dieser Woche noch die Beeidigung der Classenlehrer unserer städtischen Schulen auf die Verfassung erfolgen. Wiesbaden Dem„Mz. J.“ wird von hier geschrieben:„Das bischöfliche Ordinariat in Limburg hat die Vorschläge zur Besetzung don 17 Pfarreien nach Kassel gelangen lassen, so daß also vom 1. Oklober an die meisten der erledigten Pfründen Man ist dahin übereingekommen, bis zu aus- gemachter Sache und unter einstweiliger Absehung von dem königl. Patronat den zuletzt unter dem Herzog Adolph vereinbarten Modus für Bestellung der Pfarrer beizubehalten. wieder definitiv besetzt sein werden. — Dieser Tage kam in der Strafkammer die Anklagesache gegen v. Pöhl(Rittergutsbesitzer) und v. Scheither(ehemals sächsischer Offizier) wegen Zweikampfes zur Verhandlung. Das gende Mittheilung:„Aus dem Amte Wennigsen, 21. August. Duell hatte am 20 Der etwa 22 jährige Sohn des wobei v. Scheither in die linke Brust geschossen Juni d. J. stattgefunden, . wurde. Die Wunde ist jetzt geheilt, die Kugel steckt jedoch in der Brust. Der Gerichtshof sprach beide Angeklagte schuldig und verurtheilte sie zu je dreirzonatlicher Einschließung. Hamburg. Die Betheiligung an dem deutschen Juristentage, welcher vom 26. bis 29. August bier abgehalten wurde, war zwar nicht eine so lebhafte, wie in früheren Jahren, doch erreichten die anwesenden Mitglieder die Zahl 568, wozu Norddeutschland naturgemäß das stärkste Contingent gestellt hatte. Unter den Be- schlüssen, welche gefaßt wurden, sind folgende als die hauptsächlichsten hervorzuheben: Erstens, die Aufhebung des Instituts der beeidigten Handels- mäkler zu befürworten; zweitens, die Anfechtbar⸗ keit der Verträge wegen Verletzung über die Hälfte aus den deutschen Gesetzgebungen auszu- merzen; drittens, den Grundsatz festzustellen, daß Angeklagte, welche sich nicht in der Hauptver- handlung für schuldig erklären, nicht zu spezieller Einlassung oder Rechtfertigung auf die Anklage verpflichtet seien; viertens, daß die Erlassung einer Gesetzesbestimmung über die Beweiswirkung der Strafurtheile in bürgerlichen Rechtsstreitigkeiten nothwendig sei; fünftens, daß zur Ausübung der Advokatur jeder geprüfte Rechtsverständige nach zurückgelegter Vorbereitungspraxis berechtigt sein und die Ueberwachung der Advokaten durch eine Advokatenkammer geschehen solle; sechstens, daß die Außercourssetzung von Inhaberpapieren nicht zulässig sein sollte. — Prinz Napoleon ist auf seiner Jacht incognito hier angekommen. Nachdem er die Stadt gesehen, ist er nach Lübeck gegangen, wird jedoch hier zurückerwartet. Mecklenburg⸗ Schwerin. Die Auf⸗ regung im Lande ergreift nach und nach alle Be⸗ völkerungsschichten, und fast bei allen sind es Geldfragen. Die Nachversteuerung ist in den Städten zu dem Unwillen über die Beibehaltung der Mahl-, Schlacht und Handelsclassensteuer trotz des Gesetzes über den Betrieb der stehenden Gewerbe hinzugetreten, die Domanialbauern werden unruhig, weil sich herausgestellt hat, daß. wo man die Verwandlung in Erbpacht in Angriff genommen hat, der jährliche Erbpachtscanon, trotz des zu zahlenden Kaufcapitals, sich höher stelli als der bisherige. Die Bauern fürchten, daß dabei in zweiter oder dritter Generation die Stelle ihrer Familie verloren gehen muß. — In dem Badeorte Dobberan ist diesen Sommer die öffentliche Spielbank aufgehoben worden. Die Frequenz dieses reizenden Seebades soll indeß keineswegs darunter gelitten haben, wie vielfach befürchtet worden war; im Gegentheil sei die Anzahl der Fremden daselbst größer als je, da eine Menge von Familien, welche Dobberan wegen des Spieles mieden, diesen herrlichen Aufenthalt nunmehr aufsuchten. Baden. Karlsruhe. Das ungarische er zu Zweifeln und Mißtrauen keine Veranlassung sehe.„Wir werden mit der Verfassung vorwärts schreiten. Lassen Sie uns Vertrauen und Zuver⸗ sicht säen, und wir werden Vertrauen und Zu⸗ versicht ernten.“ — Die offiziös angekündigte Reise des Kaisers nach Galizien soll in der zweiten Hälfte des Monats September stattfinden. Bis dahin werden die in jenem Kronlande garnisonirenden Truppen in Lemberg concentrirt werden und der Kaiser wird Heerschau über dieselben halten. — Wie es gegenwärtig in Ungarn mit der Sicherheit der Person und des Eigenthums bestellt sein mag, geht daraus hervor, daß jeder Post⸗ wagen, welcher Werthsendungen enthält, von einer Sicherheitsescorte begleitet werden muß. Die Räuberbanden mehren sich und werden immer dreister. So hat die gefürchtete Bande des Räuberhauptmanns Juhaß sich das Vergnügen gemacht, die Justiz- und Polizeibehörden durch Zusendung ihrer Photographien zu überraschen. „Mit Hülfe derselben wird man die Mitglieder der Bande leichter fangen können,“ hatte der Hauptmann beigefügt. Der in der Pußta von Szegedin hausende Räuberhauptmann Ba bap wurde in den Zeitungen als im Kampfe gefallen gemeldet. Vor einigen Tagen aber schickte er einem öfter von ihm heimgesuchten Gutsbesitzer die briefliche Aufforderung:„Du wirst mit Ver- gnügen gelesen haben, daß ich gestorben bin; schicke mir deßhalb ohne Säumen 200 fl. als Beitrag zu den Kosten meines Begräbnisses!“ — Den Petitionen der Gemeindevertretungen um gänzliche Beseitigung des Concordats und consequente Durchführung der Staatsgrundgesetze ist eine ernste Mahnung gefolgt, welche das Ministerium Auersperg-Giskra nicht überhören kann, denn sie enthält zugleich ein entschiedenes Mißtrauensvotum für die k. k. Behörden, deren „Lauheit“ die Bischöfe zu immer gesteigerter Renitenz ermuthige. Diese Mahnung ist in die Form einer Interpellation gekleidet, welche von 23 Mitgliedern des Landtags von Oberbsterreich an die Regierung gerichtet wurde. — Der blödsinnige Haß des mit den Tschechen verbündeten Junkerthums gegen Alles, was deutsch ist, hat sich wieder in Bezug auf die demnächst in Wien stattfindende Wanderversammlung der deutschen Land- und Forstwirthe ausgesprochen. Der Ausschuß des böhmischen Forstvereins hat sich unter dem Präsidium der Fürsten Karl Schwarzenberg und Georg Lobkowitz gegen jede Betheiligung erklärt, mit dem Bedeuten, die deutschen Land- und Forstwirthe sollten ihre Ver⸗ sammlung in Deutschland halten und nicht in einem Lande,„welches sein größtes Glück in der Lostrennung von Deutschland finde“! — Dr. Giskra's neue Weisung an die Statt⸗ halter, die Beamten, welche den verfassungsfeind⸗ lichen Parteien Vorschub leisten, abzusetzen, wird Justizministerium läßt Studien über das deutsche Gefängnißwesen machen. Es hat zu diesem Zwecke mehrer sachverständige Beamte nach dem Großh. Baden, ferner nach Preußen, Sachsen, Oldenburg, nei Bayern und die Schweiz entsendet, um da⸗ selbst nas System der Strafbäuser näher kennen zu lernen. In Baden sollen sich dieselben nament- lich von dem Zellengefängniß in Bruchsal genaue Kenntniß verschaffen. Baden⸗Baden. Der berühmte Chemiker, Professor Schönbein aus Basel, ein geborner Württemberger, der Entdecker des Ozeon, Erfinder der Schießbaumwolle ꝛc., starb dahier am 29. Aug. an einer Karbunkel⸗Entzündung, 69 Jahre alt. Oesterreich. Wien. Herr v. Beust sagte in einem auf dem von dem niederösterreichischen Landtagsmarschall den Abgeordneten gegebenen Bankette ausgebrachten Toast, Bezug nehmend auf seine beim Schützenfest gehaltene Rede, er könne nicht gelten lassen, daß man jene Worte für einen Dämpfer ansehe, den er der damaligen Stimmung aufgesetzt. Er wolle lieber der Puffer sein, wenn 2 Wagen aneinanderprallen. Wenn er aber damals allerdings ein Piano ein- gesetzt habe, so dränge es ihn, der vielleicht etwas gedrückten Stimmung ein Forte aufzusetzen, weil von den unabhängigen Blättern scharf kritisirt. Sie fragen, warum das„Verfassungsministerium“ erst jetzt eine solche Weisung gebe, da es doch schon seit acht Monaten die Pflicht habe, die Verfassung und die übrigen Staats grundgesetze zur Ausführung zu bringen. — Die„N fr. Pr.“ empfiehlt den Ministern und Deputirten folgende Beschwerde eines öster⸗ reichischen Offiziers, an die sich eine höchst beach⸗ tenswerthe Principienfrage knüpft:„Ich babe eine protestantische Braut in Preußen. Trotz der Gesetze vom 25. Mai d. J. verlangt das Kriegs- Ministerium(apostolische Feld⸗Vicariat) den Revers von meiner Braut wegen Erziehung der Kinder in der katholischen Religion, da ich Katholik bin, und macht die Gültigkeit der Ehe von dem zu ertheilenden Dispens abhängig. Ich habe mich auf die consessionellen Gesetze berufen und die Erwiederung erhalten, diese haben auf die Armee keinen Bezug, da die Armee keine cisleithanische sei! In Ungarn besteht aber nun das Contordat auch nicht mehr; sollen wir Soldaten allein seine Segnungen nicht genießen und nicht einmal darin den Staatsbürgern gleich gehalten werdes?“ Schweiz. Bern. werden die schweizerischen Hülfsvereine in der Seit einigen Tagen Schweiz wieder sehr häufig Seitens Deserteure aus päpstlichem Dienste in Anspruch genommen und aus Luzern meldet man, daß neuerdings einzelne 8 bis 12 Mann starke Abtheilungen dieser Leute den St. Gotthardt passirt haben. Ihren Aussagen nach sollen noch größere Haufen folgen, da ganze Compagnieen zur Desertion bei der ersten besten Gelegenheit entscklossen seien. Der Nationalität nach sind die meisten Deutsche, resp. Würtemberger, Bahern und Badenser. Frankreich. Parie. Das„Pays“ will sich bemühen, friedlich gesinnt zu werden, wenn Preußen, das„als eine bewaffnete Drohung über unseren Gränzen schwebt“, sich zur Abrüstung bequemen will.„Es muß vorangehen, dann wird Frankreich ihm nachfolgen. In diesem Falle würde Frankreich seine gerechten Forderungen in sein Herz zurückdrängen und dem allgemeinen Frieden ein Opfer bringen. Entwaffnet aber Preußen nicht, so muß der Sache einmal ein gründliches Ende gemacht werden. Frankreich wurde noch nie umsonst bedroht, und wahrlich unter Napoleon III. wird dieß nicht zum ersten Male geschehen.“ — Man schreibt der„Patrie“ aus Konstan⸗ tinopel, daß die türkische Regierung dem Staats rath einen Entwurf von Zugeständnissen für Bul⸗ garien vorgelegt hat; dieselben sollen sich vorzugs weise auf religiöse Reformen beziehen, welche die Bevölkerung schon lange verlangt hat. — Der Appellhof hat das erstinstanzliche Erkenntniß, welches Rochefort auf Grund der ersten Confiscation der„Lanterne“ zu 1 Jahr Gefängniß und 10,000 Fr. Geldbuße verurtheilte, in seiner Sitzung bestätigt. Rochefort wurde nun außerdem wegen der Nummer 13 der„Lanterne“ zu dreizehn Monaten Gefängniß und 10,000 Fr. Geldstrafe verurtheilt. Derselbe hat jetzt im Ganzen zwei Jahre und fünf Monate Gefängniß zu verbüßen und 22,000 Fr. Geldstrafe zu leisten, scheint aber diesen Verbindlichkeiten nicht nach⸗ kommen zu wollen, da er sich neuerdings wieder nach Belgien begeben hat. meldet, habe der Herzog von Aumale dem Ver⸗ urtheilten eine Zufluchtsstätte in Twickenham an⸗ geboten. — Das„Pays“ enthält folgende halbofftzielle Mittheilung:„Es ist unsere Pflicht, auf förmliche Weise Gerüchte zu dementiren, welche die Speculation unter dem Säulengang der Böcse ausgebeckt hat und die über die Krankheit des Kaisers in Umlauf waren. Nichts ist unrichtiger. Die Gesundheit des Kaisers läßt nichts zu wünschen übrig und war niemals blühender.“ — Der preußische Geschäftsträger Graf Solms soll den Minister des Aeußern wegen der krieger. schen Artikel des„Pays“ officiös interpellirt und die Antwort erhalten haben, das„Pays“ sei kein Organ der Regierung und diese müsse jede Ver⸗ antwortung für die Haltung dieses Blattes ab⸗ lehnen. — Der„Moniteur de l' Armee“ erklärt die Behauptungen einer Pariser Correspondenz des „Nord“ hinsichtlich angeblicher Aufträge zur An⸗ fertigung von Kriegsbedarf für falsch. Gleich- zeitig bemerkt der„Moniteur de l' Armee“, daß niemals mehr Urlaubsbewilligungen ertheilt wur⸗ den als gegenwärtig, und erklärt: die einzigen dermalen stattfindenden Manöver seien im Laget zu Chalons, zu Lanne und Magan. Großbritannien. London. Die„Times“ polemisirt scharf gegen den Gedanken einer fran⸗ zösisch ⸗belgisch-holländischen Zolleinigung, du Frankreich zu verfolgen scheine, obgleich es direllt Schritte vermeide. Die Großmächte würden ent⸗ schieden dagegen opponiren, weil die Unabhängig keit Belgiens dadurch bedroht würde. — Der Dampfer„Great Eastern“ ist zun Legung des französischen Kabels gechartert worden, Der Bau des Bassins, wo die Aufnahme det Kabels erfolgen soll, hat bereits begonnen un wird das Schiff zu diesem Zwecke Jersey wenigen Wochen verlassen. 7 Die Rathsversammlung in Cark nahn eine Adresse an, in welcher um Begnadigung alli verurtheilten Fenier gebeten wird. 0 Wie der„Gaulois“ 2 ersten tonstan⸗ Staats ur Bul⸗ pegugs⸗ elche die Raglliche ud der Jahr ertheilte, rde nun anterne“ 000 Fr. etzt im fängniß leisten, nach⸗ witder Daulois“ dem Bu⸗ Aham an⸗ dboffpel sormlicht daulatiol checkt hal in Umlauf desundhel übrig un af Solm krieger zlirt un! sti ken ede Ver sattes a. lat die ben dis t gut At- FSleich⸗ 10. deß eilt wür einzigen im Lage 1 Time“ iner ftal ung, 2 1 1 — 4000 Droschkenkutscher drohen mit Ar- beitseinstellung. Nachdem am vorigen Freitag sie mit großen Anschlägen„Kein Droschkenmonopol“ an ihren Wagen durch die Straßen gefahren waren, hielten sie Abends ein Meeting, worin beschlossen wurde, sich vorerst von den Bahnhöfen fern zu halten und von Morgens 2 bis 10½ Uhr zu Hause zu bleiben, nach 6 Tagen die Ar- beit aber ganz einzustellen, wenn die Eisenbahn— gesellschaften bis dahin das Privilegiensystem nicht abgeschafft hätten. Die Arbeiten an dem großen Albert— Denkmal, dem größten, welches England aufzu— weisen haben wird(der Kostenanschlag beträgt 100,000 L.), schreiten rüstig vorwärts; der Unterbau ist nahezu vollendet, und von allen Seiten langen große Marmorblöcke für die ein— zelnen Statuen, welche es umgeben sollen, an. Indessen werden wohl noch zwei, vielleicht drei Jahre vergehen, ehe das Riesen-Monument völlig fertig ist. Türkei. Man spricht in Konstantinopel viel von einer Soiree, welche der Virekönig von Egypten in seinem ali am Bosporus veranstaltet hat und die als epochemachend für die türkische Gesellschaft bezeichnet wird. Es war Bankett, schreibt ein Correspondent, im Palaste und Fest im Harem. Auf der einen Seite saßen die Männer, die Minister und Würdenträger des Reiches, auf der anderen Seite die Frauen dieser Herren. Es wurde exquisite französische Küche aufgetragen und trotz Koran ganz etwas Anderes getrunken als klares Quellwasser. In den Annalen der muselmanischen Gesellschaft ist dieses Fest eiwas Unerhörtes, eine sociale Revo— lution. Mit dem alten Orient geht es definitiv auf die Neige Rußland. Petersburg. Ein kaiserlicher Ukas ertheilt den Soldaten aller Heeresgattungen, welche bis 1. Januar 1868 dreizehn Jahre ge— dient, terminlosen Urlaub, und denjenigen, welche zehn Jahre gedient haben, beschränkten Urlaub, ausgenommen den Soldaten des Warschauer Militärbezirks, deren Beurlaubung erst nach den vor dem Kaiser stattfindenden Manövern erfolgt. Amerika. Newyork. Zur Ergänzung der aus Port- au-Prince gemeldeten Nachrichten über den Fortgang der Revolution wird weiter mitgetheilt, daß Salnave, welcher seine Flucht vorbereite, den preußischen Consul ein- gesperrt und auch das Leben der englischen Consuln bedroht habe. Das britische Kriegeschiff „Darowsite“ habe hierauf Anstalten zum Bom⸗ bardement getroffen. — Die Erwählung des Obristen Sarmiento zum Präsidenten der argentinischen Republik hat zu der Hoffnung Anlaß gegeben, daß in nächster Zeit das Freischulsystem auf dem Gebiete der Conföderation eingeführt werde. Sarmiento hat sich nämlich bei seinen Landsleuten mehr noch durch seine Arbeiten auf dem Felde des Erzie— hungswesens, als durch seinen Patriotismus und seine militärischen Fähigkeiten bekannt gemacht. Im Jahre 1811(einem Jahre nach der Unab— hängigkeitserklärung der argentinischen Republik) von spanischen Eltern geboren, widmete er seine Hauptthätigkeit den Studien des Erziehungs— wesens, welches er als die unerläßlichste Vorbe— dingung jeder republikanischen Institution be— trachtete. Darmstadt. Bezüglich des 6. mittelrheinischen Musik⸗ festes wird der Fr. Ztg. u A. von hier geschrieben:„An den Vorstand der„Vereinigten Gesellschaft!“ ist ein Ge— such ergangen, den Sangesgästen die so comfortablen Ge— sellschaftsräume zum Stelldichein und zur Abhaltung eines Festballes einzuräumen. Für den ersten Abend ist Reunion, für den zwelten Festvorstellung im Theater mit nachfolgendem Commerse im Ritsert'schen Saale, für den dritten ein Ball in Aussicht genommen, vorausgesetzt nur, daß die noch ausstehenden Bewilligungen der hierzu angegangenen competenten Stellen keinem Anstand unterliegen. Für den letzten Tag ist für die noch nicht abgereisten Festgäste eine Eisenbahnfahrt nach Auerbach projectirt.“ Darmstadt. Seit dem 30. d. ist die Großherzogliche Division zu den Herbstübungen in der Umgegend unserer Stadt concentrirt. Das 2. Infanterie-Regiment rückte am 30. dahier ein und wurde bei den Einwohnern der Residenz einquartiert. Das 1. Jufanterie-Regiment bat in Griesheim und Pfungstadt Cantonnements bezogen. Das 1. Jägerbataillon in Bessungen Die nun beginnenden Brigade-Uebungen werden acht Tage dauern, worauf die Divisions⸗Manöver folgen.— Der Bischof von Mainz ist dahier eingetroffen, um die Firmung vorzunehmen. Die katholische Gemeinde war zu seinem Empfange in der katholischen Kirche versammelt. Mainz. Nach dem„M. A.“ soll ein Gouvernements⸗ befehl erschienen sein, der Wachen und Patrouillen anweist, bei Streitigkeiten zwischen Civilisten nur in dem Falle ein⸗ zuschreiten, wenn der Vorfall auf Festungsterrain oder im Bereich einer Wache sich ereignet. Ebenso soll die Ab⸗ lieferung eines Ergriffenen nicht mehr auf die Hauptwache und von da auf die Polizei geschehen. Statt dessen soll der Verhaftete auf der nächsten Wache verbleiben, und von der Verhaftung die Polizei verständigt werden, welcher dann der Arrestant auf der Wache selbst zur weiteren Ab⸗ handlung übergeben wird. Wiesbaden, Und sie bewegt sich doch!“ die Erde näm— lich. Von der Richtigkeit dieses Satzes, wenn auch nicht in dem Sinne Galiläi's, hätte sich Pastor Knak vor einigen Nächten hier überzeugen können, wo um 2 Uhr 50 Minuten und um 3 Uhr leichte Erdstöße verspärt wurden. Da in letzter Zeit auch in Ungarn ziemlich hestige Erdbeben vorkamen, fängt die Sache an, verdächtig zu werden. Worms. Wir wir vernehmen sind die„Gedenkblätter zur Erinnerung an die Enthüllungsfeier des Luther⸗ Denkmals“, mit deren Herausgabe Hr. Dr. Eich vom Vereins⸗Ausschusse beauftragt wurde, schon so weit vorge⸗ rückt, daß das Erscheinen derselben Ende September er⸗ wartet werden darf. Da diese Schrift bedeutend umfsang⸗ reicher wird als man anfangs glaubte, so war eine mäßige Preiserhöhung nothwendig. Das Buch, auf welches bereits an vielen Orten Subseriptionslisten in Umlauf gesetzt find, wird 25—26 Bogen stark und ist der Preis nunmehr auf 25 Sgr. oder 1 fl. 30 kr. rheinisch festgesetzt. Marburg. Nach der„H Mrgz.“ ist in dem Archiv des Kreisgerichts ein sehr interessanter literarischer Fund gemacht worden: nämlich verschiedene seiiher unbekannte Briefe Luther's und Götz's von Berlichingen, sowie auch einige Ablaßbriefe von 1517. Bremen. Mit dem Dampfer„Hermann“ ist der wegen bedeutender Unterschlagung verfolgte Postsecretär Wetzki aus Hamburg von New⸗Pork zurückgebracht worden und wird hier behufs Auslieferung an die Hamburger Be⸗ hörde in Haft gehalten. Bremerhaven. Die Schauspielerin Fanny Janauscheck hat sich per Dampfer„Weser“ nach New Pork eingeschifft. Sie wird eine Gastspielreise durch Amerika und Californien unternehmen. , Wider den Hervorrus. Die Direction bes Karlsruher Hoftheaters erläßt folgende Bekanntmachung: „Um eine empfindliche Störung ber künstlerischen Täuschung und des Fortganges der dramatischen Handlung ferner zu vermeiden, ist es den Mitgliedern des groß herzoglichen Hoftheaters nicht mehr gestattet, einem Hervorruf bei offener Scene Folge zu leisten. Das hochverehrte Publikum wird deshalb ersucht, die Ehre des Hervorruses den Mit⸗ gliedern nur angedeihen zu lassen, sobald der Heupt⸗ oder Zwischenvorhang gefallen ist. Karlsruhe den 20 August 1868. Landwirthschaftliches. E. Behandlung der Kartoffeln vor, in und nach der Einerntung. Wenn in jedem Jahre, so ist ge⸗ wiß in diesem Jahre bei dem herrschenden Futtermangel das Abschneiden des Kartoffelkrautes zu empfehlen. Man machte mehrere Versuche und fand: Nach Ansctzung der Samenknollen, also ungefähr Mitte August, wenn das Kraut sich zu gilben anfängt, schneide man dasselbe ab, und verwende es, vermengt mit anderen Futterpflanzen (jedech nicht im Uebermaaß, was leicht Durchfall beim Vieh zur Folge hat) als Viehfutter. Das Abschneiden ist um so rälhlicher, wenn sich Spuren von der Kartoffel⸗ krankheit zeigen; denn sind die Blätter sorgfältig entfernt, an denen sich ja die— die Krankheit hervorbringenden Pilse entwickeln, dann fehlen die Kanäle, durch welche die Krankheit auch den Knollen zugeführt wird. Aber selbst abgesehen von Futtermittel und Krankheit ist das Ab⸗ schneiden unbedingt zu empfehlen, da sich nach demselben höhere Erträge von gesunden, früher reifenden Kartoffeln ergeben. Die Natur gibt ja hier wieder durch Gelbwerden, Absterben des Krautes Fingerzeige. Man mache also Ver⸗ suche, aber ausdauernd, einige Jahre lang, und man wird dem beistimmen, was sich bei rheinhessischen Landwirthen allgemein bewährt hat.— Anläßlich des Einerntens ver⸗ meide man dasselbe, wenn thunlich, bei nasser Wilterung oder auf sehr feuchtem Boden vorzunehmen. Trockene Kartoffeln in trockene Keller! das ist hier die Losung. Zu diesem Behufe bringe man Holz, Braun- oder Steinkohlen⸗ Asche auf den Kellerboden und auch schichtenweise unter den Kartoffelhaufen. Die Asche zieht die Feuchtigkeit des Kellers und der Kartoffeln an, welch letztere einen Theil ihres Wassergehaltes in Dunstgestalt(s. g. Schwitzen) her⸗ geben müssen. Durch Anwendung der Asche wird auch das Forifaulen im Keller verhindert. Bei Mangel an Asche ist's gut, Bretter, Wellen und dergleichen als Unter⸗ lage zu benützen. Für die Wetterbeschädigten im Vogelsberg sind noch folgende Gaben eiugegangen: Bei Professor Diegel von Herrn Pfarrverwaltec Eckhard in Dorheim 1 fl., zur Hälfte für einen besonders bedürftigen alten Mann bestimmt.— Bei H.⸗G.⸗Advocat Trapp II. von zwei Ungenannten 1 fl. 40 kr. Zusammen 2 fl. 40 kr. Früherer Beirag 27 fl. 16 kr. Summe 29 fl. 56 kr. Von der Expedition des Anzeigers f. O. sind uns 15 fl. 49 kr. zur Weiterbeförderung übergeben worden. Mithin Gesammibetrag 45 fl. 45 kr. Indem wir nunmehr unsere Sammlung für geschlossen erklaren, sagen wir allen Gebern herzlichen Dank und versprechen zugleich, daß wir für zweckmäßige Verwendung der Gaben Sorge tragen werden. Für den Vorstand des Hülfsvereins Baur. Verloosungen. Karlsruhe, 31. August. Bei der heutigen Serien. ziehung der badischen fl. 35 Loose wurden nachstehende 50 Serien gezogen: Nr. 4443 3065 3915 8807 433 6232 7319 5886 1948 3921 257 720 696 5967 2317 629 895 4307 4110 3746 6344 225 5707 5415 4194 4027 381 7030 6029 3765 4533 5061 4724 1689 6390 5487 6820 1928 2173 3871 2641 3613 1144 4484 6800 3468 4835 4058 3299 5530. Lieferung von Stroh. 2027 Donnerstag den 10. September l. J., Vormittags 10 Uhr, wird dabier die Lieferung von 23 Fuder Roggenstroh, in Ausgeboten von 5 Fudern, öffentlich versleigert. Marienschloß den 26. August 1868. Großherzogliche Landeszuchthaus⸗Direetton Knispel. Güter ⸗ Verpachtung. 2039 Freitag den 4. September d. J., Vormittags 10 Ubr, sollen in hiesigem Ratbbause die Martinitag d. J. leihfälligen Güterstücke und Wiesen der zweiten Pfarrei Frtedberg, in hiesiger Gemarkung, nochmals öffentlich meistbletend verpachtet werden. Friedberg den 28. August 1868. Großherzogliche Bürgermetsterei Friedberg Fo uc ar. 850 fl. 2079 Ausleihen bereit. Ilbenstadt am 31. August 1868. Markgraf, Kirchenrechner. liegen in der Kirchenkasse zu Wickstadt zum Aufforderung. 2096 Da in nächster Zeit für die Einwohner Fried⸗ bergs in Folge des Mangels an entsprechenden Casernen⸗ räumen wieder ständige Einquartierung zu erwarten steht, so soll von Seiten des Stadtvorstandes die Beschaffung s. g. Massequartiere versucht werden. Demzufolge fordern wir diejenigen Einwohner hiesiget Stadt, welche nicht in der Lage find, ihre Einquartierung selbst aufzunehmen und deren Unterbringung auf ihre Kosten der Ver- mittelung des Stadtvorstandes überlassen wollen, hier- durch auf, ihre Anmeldung binnen 8 Tagen dei dem Unterzeichneten schriftlich einzureichen. Gleichzeitig und in derselben Frift können diejenigen Quartlergeber, welche gegen entsprechende Vergütung für andere Personen Soldaten in Quartier nehmen wollen, zur Anmeldung unter Angabe der zu leistenden Vergütung sich ebenfalls bel dem Unterzeichneten anmelden. Friedberg den 2. September 1868. Großherzogliche Bürgermelsterei Friedberg Foucar. Als Setzerlehrling kann ein mitt den erforderlichen Schulkenntnissen ver⸗ sebener junger Mensch in unsere Buchdruckerei eintreten. Gras- Verstei gerung. 2080 Mittwoch den 9. September d. J., Vormittags 10 Uhr, solu das diesjährige Grummetgras von den hiesigen Gemeindewiesen, circa 200 Morgen haltend, in einzelnen Abtheilungen versteigert werden. Die Großherzoglichen Bürgermeisteresen der um⸗ liegenden Orte und Städte werden ersucht, dieses im e ihrer Ortsangehörigen gefällig bekannt machen zu lassen. Inheiden den 30. August 1868. Großherzogliche S Inheiden o Aepfel, Birnen- und Zwetschen⸗ Versteigerung. 2089 Mittwoch den 9. September sollen die der Ge⸗ meinde gehörigen Aepfel, etirca 150 Malter, sowie 5 Malter Birnen zu Honig und circa 50 Simmer Zwetschen auf Ort und Stelle abtheilungeweise an den Melstbletenden versteigert werden. Die Zusammenkuuft ist an der alten Lehmgrube, Morgens 9 Uhr. Bemerkt wird noch, daß die Borsdorser⸗, Reinetien- und Matb⸗ apfel baumweise verstelgert werden. Ostheim am 31. August 1868. b Bindernagel& Schimpff. Großberzogliche Bürgermeisterei Ostheim Wipp ten Hofapotheke zum Mohren. Bekanntmachung. 2081 Dienstag den 8. d. M., Vormittags 11 Uhr, werden die dem Johann Karl Dürbolz dahier in 5 diesiger Stadt zustehenden Immobillen: F riedb er 1 PMS. 960= 21 Rih.] Hofraithe an der Allee(Villa 1 5 0 ae zum Paradtes genannt), Blauen Vitriol zum Weizenanmachen per Pfund 13 kr., ½ Centner fl. 5. neren abe Eisenvitriol zum Desinficiren per 2 Pfund 5 kr., ½¼ Centner 33 kr., ½ Centner „ 958= 12,6„ f l 1 fl. 6 kr., 1 Centner 4 fl. 18 kr. auf hlesigem Ratbhause letztmals öffentlich an den Meist⸗ Glaubersalz per Pfund 4 kr., ½ Centner 36 kr., 1 Centner 3 fl. 24 kr. zwei igert. 1 1 en a Soda per Pfund 4 kr., ½ Centner 48 kr., 1 Centner fl. 5. 4— Nauheim am 1. e 2070 Wilh. Sturmfels. gaht Großherzoglichen Landgerichts Nauhelm 7— Großherzogliches Ortsgericht A 10 E. „E. d. V. Neueste Erfindung:! 4 1 Der dienstälteste Gerichtsmann 7 1 S ben Kat' 5 Gebering 280 1747 Die von Stu gegal. dem Kaiser von Oesterreich 2097 Wegen der durch den Tod Sr. Durchlaucht des 1. laut Reskript Nr. 1908 mit einem Patent bevorzugte Prinzen Bernhard zu Solms Braunfels eingetretenen 1 Grummetgras-Versteigerung. f Trader wird die Kirchweihe zu Weckesheim nicht am f b ausschl. priv. 6 20. Sept. d. wozu ö 2083 Freitag den 11. September, Vormittags 10 Uhr, 115 5 81 5 7 eie 75 e e ö f soll das ee e 195 1 0 1 5 0 1 1 Ur- Go nm 1 081 1 1011 Weckesheim am 2. September 1868. Sit 1 0 eir„in e e 1 3 f R 5 Abtheilungen öffentlich erden 1 it äußerst beachtenswerth für Tischler, Drechsler und Georg Conrad Lindt. 1 Gegen Bürgschaft wird Credit bts 1. November l. J. J Holzarbeiter zum kertiepolxen den neuen Hobeln, 1 bewilligt. und für Private zc. zum Aufpoliren von alten und kann ö ülpbe den 30. August 1868. abgestandenen. oder solchen Möbeln, wWo das Oel r 0 N Großherzogliche Bürgermeisterei Utphe hervortritt.— Durch diese Co:nposition wird das* 1 unbe ö 1 B ö cher. zeitraubende und kosispielige Fertigpoliten don neuen 2090 Von heute bis 15. d. M. ö 1 Möbeln durch Spirilus gänzlich besertigt, da durch erste Sorte 18 kr 0 42 4 Anwendung einiger Tropfen in wenigen Minuten 8 2 ö ö 8 bst 2 Versteigerung. ein Tisch oder Kasten fertig polirt ist, und kann zweite Sorte 13 kr. 1 0 5 bei einem mit dieser Composinon polirten Gsegenstand bei Bäckermeister Rauch. 95 1 2082 Dienstag den 8. d. M., Nachmittags 1 Ubr, soll I das oel nie hervortreten. Die Anwendung 1 das der biesigen Gemeinde zustehende Obst cirea 150] ist höchst einfach, das Resultat überraschend f Red 0 Malter Aepfel und 2 bis 3 Maiter Birnen, darunter Alte und abgestandene Möbel können durch ein- uter au an e 1 in e e faches Reiben mittelst eines befeuchteten Leinwand⸗ 5 0 14 ödgen b. Fr. am l. 1 1868. larpens überpolirt werden und erhalten einen Hoch- 5 5 ö Großherzogliche Bürgermeisterei Roͤdgen glanz, welcher durch das Poliren mit Spiritus nie 2087 bei Trapp& Münch. f 1 Wolf. erzielt werden kann.— Mit einem Fläschchen 0— ö 5 5 8 dieser Composition kann man ohne Beihilfe 5 ö N 1 ter st ei gerung. des Tischlers in einigen Stunden eine 2 Publicität!. a Or 1 2088 Freitag den 4. l. M., Vormittags 10 Ubr an⸗ complete Zimmereinrichtung renoviren. E e 8 0 N 0 fangend, soll das dießjährige Obst, bestehend in circa Haupt- Versendungs-Depôt en- gros et en- détail 900 Wir empfehlen unser Institur dem ünsertren 25 Kubr 1 14 Malter Aepfel und 7 Malter Zwetschen, meistbietend bei Friedrich Müller, Publikum zur Uebertragung von Jusertions⸗ ö ö versteigert werden. k. k. Privileglums⸗Inhaber, Aufträgen jeden Umfanges und führen nach⸗ g—— ö Nieder-Rosbach am 1. Seplember 1868. ö in Wien, Gumpendorf, Hirschengasse Nr. 8, stehend die hierdurch erwachsenden Vortheile zur ge— N Großherzogliche Bürgermeisterei Nieder-Rosbach wohin die schriftlichen Aufträge erbeten, und gegen fälligen Verücksichigung 0 5 i 4 Jo ft. Einsend des Betrages(da bei Versendungen Durch die uns von sämmllichen Zei⸗ N nsendung des ges( 0 9 5 N 8; Ae tungs- Expeditionen günstigst gestellten 0 8 5 5 nach dem Auslande Postnachnahme nicht möglich ist) 285 5 5 e 5 1 Stein h abet urngehend esfectuirt werden. Conditionen sind wir in den Slaud gesetzt, die N 2085 Freitag den 4. September, Vormittags 10 Uhr, Preis: 1 Flacon(mit Belehrung) 15 Sgr.— S e unter folgenden billigen g 0 soll zu Bruchenbrücken, zur Erweiterung der Wetter⸗[f 1 Dutz. Flacons 4½ Thlr. e W n 14 10 0 drücke, die Lieferung von bearbeiteten Sandsteinen, ca. Weniger wie 2 Flacons können nicht ver⸗ 1. ic berechner. nur die riginal-Zei 20 0 ig. 5 Preise. 2. Porto oder Spesen werden nicht belastet. 1 420 Cubik Fuß veranschlagt zu 140 fl., an den Wenigst sendet werden. 9, Bei größ d Wiederbellen. 8 15 fordernden in Accord gegeben werden. Aviso 111 Man bittet diese Annonce nicht un⸗ 3. Bei 5 10 7 e 1 1 1 75 Friedberg den 1. September 1868. berücksichtigt zu lassen. Da bei richtiger Anwendung e 170 25 17 1 5 1 1 5 5 5 Der Bezirks Bauaufseher dieser Composition solche Vortheile erzielt werden, daß 1105 nne ee en 5 1 Schneider. die bis jetzt übliche Arn des Polireus bald ganz dieser Nee 15 0 e 1 0 550008 ö 7 neuen praktischen und billigen Erfindung weichen 1 8. 15 en en N 1 O bst⸗Versteigerun g. uu. se ersucht man das P.. Publlkum sich durch iet 1 W 675 1 2091 Donnerstag den 10. September l. J., Vormittags] einen Probeversucz davon zu überzeugen, und weisen Auf 195 für mehrere Zeitungen 6. Un esäumle g 10 9 Ubr, sollen die der biesigen Gemeinde gehörigen] wir auf das veröffentlichte Zeugniß eines der ersten Re 0 tion am Tage der Aufira riheilun a 7. be 5 N Aepfel. etwa 5 bis 600 Malter aute Sortimente, auf] wissenschaftlichen Kapaciläten Deuischlands, sowit auf Peelaten en all 2 e 0 91 2 1 1 dem Stamm und abtbeilungsweise öffentlich meistbietend] die Resultate, welche in Oesterreich durch die Politur⸗ 9 füher. 8 25 N läg 1 1 . versteigert werden. Die Zusammenkunft ist im Ort Composiiien erzielt wurden, hin. aunge er e ee eee ö 1 9* ‚ eich e d ö 351 5 9 willigst auf Wunsch vorerst aufgestellt. 9. Corre⸗ 15 Ulfa den 1. September 1868. Gleichzeitig wird auf die neu ermäßigten Fracht⸗ 5 0 5 5 0 195 Großherzogliche Bürgermeifferei Ulfa[ Tarife ausmerksam gerecht, durch welche die ßracht⸗ pine A e 0 5 B a ch. pesen bedeutend reduzirt wurden. Es wird ersucht, Unser neuester und correctester .— bei brieflichen Bestellungen den Betrag gleich mitzu⸗ ti 1 d . Unterleibs 4 Bruchleidende senden, da Versendungen nach dem Auslande pr. U El ons- 0 kl 45 1 0 8 i i 12 3 2 1 5 2„ 1 5 . 1696 selbst solche mit ganz alten Brüchen ben i weh eee, a ee e geg fd feu 1 1 1 8 in 5 2 r 5 ö 9 11 5 5 „ weltaue den meiften Fällen voustand ge Peieng Lagen we mg e Pabde Sörer Pellu-Cenpesthen. dr Baserenen wccigen Neigen, cht gratis zu 1 Gottlieb Sturzeneggers Bruchsalb 1195 f 0 el Diensien 5 776 f 0 Geb f denegge N zruchsalbe. übergeben mit dem Ersuchen', selbe einer chemischen 5 1 ö dender ali Asal gen ulfe Menge Analyse ihrer Bestandtheile zu unterziehen. Ich habe Sachse& Comp. 1 10 0. e In Töpfen 3 1 diese Probe einer genauen sowohl qualitativen als Zeitungs Annoncen⸗Expedition. 1 be ide— 5 den Erfinder Gottlieb Stu aer auen titten Analyze unlerworfen und deren zweck Leipzig. 1 bez 5 1 Sturzenegger mägige Zusammensetzung völlig für gut befunden ꝛc. ꝛc. 5—— ö in Herisan, Kanton Appenzell, Schweiz. Ihr ergebenster Filialhandlungen in: ä Dr. Werner, Bern— Stuttgart— Cassel. 0 l U t E F E II st E 2 5 Direktor des polytechnischen Institutes in Breslau.—— g b 3 e Annen dose ien e N 2041 und eine Hausthüre gibt billig ab meinen Anzeigen der„Gartenlaube“ Auflage 0 1 Eduard Hirsch. Ein Hund 250,000 Cxempl. 0 Zwei Zapfiungen 25 3 1 0 9 2093 kletper, schwarzer, rauhaariger Pinscher, auf Frucht pre i se. 4 2074 werden gesucht von„Bello“ hörend, ist mir gestern Nachmittag am J 1 Ph. Windecker Schwalheimer Brunnen entlaufen.— Dem Finder und per Malter. 1 1——— ee g ueberbringer eine Belohnung. Friedberg, 2. September. Waizen 12 fl. 10 kr.; 1 ti 70 Södel am 2. Septemder 180 Kor! 8 fl. 40 kr.; Gerste 7 fl. 0 9 5 5 fl. 15 kr. 4 2* 2 9 8 reidenstein. Frankfurt, 31. August. aizen 12 fl. 45 kr.; . er ige Hobel 0 165 fl. 45 kr.; 9 9 A Hafer 8 fl. 36 fr. 2— rü 29. August. Wai 1 2 955 207 und Schraubzwingen in schöner und großer S ch reine rwer E 3 e 8 0 4 Gerste 5 12 h 1 3 5 75 Auswaßl billigst bei Wh. Dan Kümmich. 2092 noch wenig gebraucht, und ein Handwägelchen Molter 8 fl. 20 kr.; Erbsen 9 fl. 14 kl.; Wicken— f. bat zu verkaufen Conrad Erhardt, k.; Saamen 15 fl.— kr.; Kartoffel» 1 fl. 55 kr. 7„ 5 7 Mainz, 28. August. Waizen 12 fl. 42 kr.; Korn umecnvor, U 8 fl. 1 1. n n as kee Hale 5% 0 ke 1 1 5 f C löl Kartoffeln 2 fl. tr.; Roggenstroh per 100 Gebun. 2084 besier Qualilät, per Gescheid 17 Kreuzer, bei— ddrerge k en und ug öhner 3 1 . 5 Jakob Stern. 2086 finden dauernde Beschäftigung bei Verantw. Ned.: Hermann Schimpf. 1 1 sagasse Nr. 381. H. Gerster, Mautermeister. Druck und erlag don Eindernagel& Schimpf 11