Dienstag den 1. Dezember. 3 2 4. 1 142. g 1868. Anzeiger für O 3 erhessen. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. 2 Auf den„Anzeiger“ kann man für den Monat December abonniren. Hessen. Darmstadt. Wie man hört, hat das großb. Steuer tommissariat in Ossenbach gegen die Redaction der„Main-Zeitung“ einen Preßprozeß wegen verletzter Amts- und Dienstehre erhoben, veranlaßt durch Aufnahme mehrerer Corre- spondenzen über die Veranlagung der Einkommen- steuer zu Neu- Asenburg. — Den Ständen des Großberzogthums ist ein Gesetzesentwurf, die privatrechtliche Stellung der Erwerbs- und Wirlbschaftsgenossenschaften in den nicht zum Norddeutschen Bunde gehörenden Gebietstheilen betreffend, zur Berathung und Be⸗ schlußnahme vorgelegt worden. — Nach dem„Fr. J.“ wird mit Jahres- schluß der großg. Staats Telegraph seine Fune⸗ tionen einstellen und es werden krast der mit Preußen getroffenen Uebereinkunft nur preußische Bundes ⸗Telegraphen-Bureaus oder norddeutsche (außer den Bahn⸗Telegraphen) im Großherzog⸗ thum bestehen. so gemindert, daß, Standpunkte aus, lichen Bedeutung ist, indem mit einer größeren Quote betheiligt ist. — Namens des in der Angelegenheit gebildeten Comite's gerichte ad vokat Ohly, Gewißheit darüber vor, daß Se. der Großherzog den Antrag Mitpredigers Mitzenius vom lichen und Lehrers abgelebnt haben. Kgl. Hohei barkeit kundgibt, öffentlicher Versammlung hiesiger zu Theil — Nach einer der Kammer gemachten Mit theilung des Finanzministeriums werden, trotz de enormen Ausgaben für letzten zwei Jahren, die Steuern für die Jahre direkten Steuern Ende 1865 waren in Gulden Ueberschüsse war 2,577,000 Gulden. aufgezehrt, das heißt, sind nach Berlin gekomme und der Schuldenstand wurde durch Aufnahme eines neuen Anlebens um eine Million erhöht. Friedberg. Nachdem nunmehr die vor Behufs der projektirten Erbauung einer Eisenbahn von Fried- derg nach Homburg beendigt sind, hat am ver- eine durch das Homburger Comité veranlaßte Versammlung von Vertrauens- männern aus den bei diesem Bahnprojekt zunächst interessitten Orten auf dem Forsthause Bainhards in weicher die Resultatt der gedachten Vorarbeiten, insbesondere die vorläufig in Auesicht genommene Linie und deren Höhenverhältnisse, zur einiger Zeit gemeldeten Vorarbeiten flossenen Sonntag staltgefunden, Dem Friedensvertrag zufolge blieb Hessen unbenommen, den Staats⸗Telegraphen be⸗ stehen zu lassen, dessen Einnahmen haben sich aber mindestens vom finanziellen das Eingehen von keiner wesent⸗ Hessen dann bei der entsprechenden Einnahme des norddeutschen Bundes Mitzenius'schen erklärt Hof es liege nunmehr volle auf Entfernung des Amte eines Geist⸗ Indem das seither thätig gewesene Comite diesen Sieg des prottstantischen Princips in ehrfurchtsveller Dank⸗ betrachtet dasselbe die ihm in evangelischer Einwohner erthtilten Aufträge als vollzogen und dankt für die ihm aus allen Theilen des Landes gewordene Sympathie und Unterstützung. Militärzwecke in den nächste Finanzperiode gemindert werden und der in diesem erhobene 25 Prozent Zuschlag zu den in Wegfall kommen können. der Staatskasse 4½ Mill. vorhanden und der effektive Schuldenstand der Staate schulden- Tilgungskasst Diese Ueberschüsse sind hierauf bezüglichen Antrags wurde beschlossen, auch noch die Nivellirung einer zweiten Linie zu ver⸗ anlassen um allen Wünschen möglichst gerecht zu werden, und wird, nachdem dieß geschehen und inzwischen mehrere als wünschenswerth erachtete statisische und sonstige Erhebungen gemacht sind, das gesammelte Material zu demnächstigen weiteren Schritten in dieser Sache die geeignete Grund- lage bilden. Gleßen. Nach einer Denkschrift über die projectirte Lenne-Lahnbahn und dem Antrage des hiesigen Gemeinderatbs Buchhändler Ricker hat der Gemeinderath beschlossen, die großh. Regierung zu ersuchen, sich bei der k. preußischen Regierung für die Genehmigung der Bahnrichtung nach Gießen zu verwenden. Mainz. Am 27. Nov. wurde das bezirks gerichtliche Urtheil in der Anklagesache gegen Bamberger und Genossen publicirt. Es wurde erkannt: gegen Bamberger 2 Monate Gefängniß und 200 fl. Geldbuße, gegen Dietrich, Seeger, Goldschmidt und Blum je 1 Monat Gefängniß und 150 fl. Geldbußt, gegen Schäfer 3 Morate Gefängniß und 150 fl. Geldbuße. Worms. Die„Wormser Zeitung“ schreibt: Bei der kürzlich dahier stattgehabten amtlichen Anwesenheit des Superintendenten der Provinz Rheinhessen, Herrn Dr. Schmitt aus Mainz, hat, sicherstem Vernehmen nach, der evangtl. Kirchen; vorstand von Worms sich einstimmig für die 1 Nothwendigkeit der baldigen Einführung einer Presbyterial- und Synodal- Verfassung für die protestantische Kirche des Großherzogthums Hessen ausgesprochen, welchem Ausspruche sich die evan ⸗ gelische Geistlichkeit unserer Stadt erfreulicherweise anschloß. Preußen. Beriin. Im Abgeordneten⸗ hause fand die Berathung über den Antrag der Geschäftsordnungs: Commission statt, betreffend die Mandats- Erlöschung der nordschleswigschen Abgeordneten wegen ihrer Eidesverweigerung. [Mallinckrodt beantragte, als sie den Eid verweigern, ihr sortdauern zu lassen. wurde der nommen. — Die Abgeordunten für des preußischen lassen, um den Bevölkerung der Umfang der dänisch sprechenden n lichen. Texte erläutert. Ministeriums der beschließen: dafür Sorge zu tragen, nommen werde.“ von Graf Bethusy-Hue, v. Bennigsen Vorlage kamen und Gegenstand der daran ge-] v. Hoverbeck. knüpften Besprechung waren. In Folge eines die nordschleswigschen r Deputirten so lange vom Landtage aus zuschließen, Mandat aber Nach sehr lebhafter Debatte Antrag mit großer Malorität ange Nordschleswig, Kryger und Ahlmann, haben unter die Mitglieder Landtags eine Karte vertheilen Elbherzogthümer zu veranschau⸗ Die Karte ist mit— französischem — Die drei Fractionen, Freiconservative, Nationalliberale und Fortschrittspartei, haben in der letzten Sitzung nachstehenden gemeinsamen Antrag zum Staatshaushalts⸗Etat wegen des auswärtigen Angelegenheiten eingebracht:„Das Haus der Abgeordneten wolle die k. Staatsregierung aufzufordern, daß das Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten vom Jahre 1870 ab auf den Etat des Norddeutschen Bunde? über⸗ Unterzeichntt ist der Antrag und Baden. Das bavische Justizministerkum hat für wünschenswerth erachtet, daß öffentliche Bekannt⸗ machungen der bürgerlichen Rechtspflege, welche auch in Amerika verbreitet werden sollen, in amerikanischen Blättern eingerückt werden. Als Veröffentlichungen dieser Art werden namentlich Verfügungen in Verschollenheitsverfahren, Vor- ladungen vermißter wie unbekannter Erben und Vermächtnißnehmer ꝛc. bezeichnet und zugleich be⸗ kannt gemacht, daß sich die Redaction der in Newyork erscheinenden, in den Vereinigten Staaten sehr verbreiteten„Nachrichten aus Deutschland und der Schweiz“ zu unentgeltlicher Aufnabme derartiger Veröffentlichungen bereit erklärt hat und daß sich das auswärtige Ministerium der Mühe unterziehen will, fragliche Veröffentlichungen der genannten Redaction zu übermitteln. Oesterreich. Wien. Das Herrenhaus nahm die Schlußparagraphen des Wehrgesetzes und das Einfübrungsgesetz in der Fassung des Unterhauses in zweiter, und sodann das gesammte Wehrgesetz in dritter Lesung an. Bei der Debatte sprachen sich Feldzeugmeister Hauslab, Graf Wicken⸗ burg, Arndts und Ritter von Schmerling für Annahme des Gesetzes aus, letzterer mit dem Bemerken: er halte es für nothwendig, daß die Volksvertretung es laut ausspreche, sie sei von der Friedensidee beseelt, sie wünsche keine Erobe⸗ rungspolitik und schaffe das Heer nur zum Schutze gegen etwaige Angriffe. Graz. Vom Reichs ⸗Kriegsministerium ist hierher die Anfrage gelangt, welche Vorräthe an Monturen sich in den Magazinen befinden, und ob die bereits gebrauchten sich noch zur Verwen- dung in einem Feldzuge eignen. Pest. Das kürzlich ausgegebene„Rothbuch“ constatirt in der Einleitung, daß die innere Neu⸗ gestaltung und die Kräftigung der Monarchie ungeachtet mancher eingetretener ernster Ereignisse im Auslande doch von keiner Frage der allge- meinen Politik störend berührt werde.— Die nord⸗ schleswig'sche Frage betreffend, hat die kaiserliche Regierung in dem nicht auf ihren Betrieb ent⸗ standenen Artikel 5 des Prager Friedens keine Veranlassung erblickt, nach irgend einer Seite durch eine bestimmte Initiative einen Druck aus- zuüben; andererseits benutzt die kaiserliche Regie ⸗ rung jeden Anlaß, auf die gegenüberstehenden Ansprüche mäßigend einzuwirken.— In Bezug auf Spanien sagt das Rothbuch: Es sei die Aufgabe der kaiserlichen Regierung, ihre Sympathien für die Wohlfahrt und die Unabhängigkeit des Landes an den Tag zu legen, und sie erwarte nur das Zustandekommen einer definitiven Regierungsform, um die regelmäßigen diplomatischen Beziebungen mit Spanien wieder aufzunehmen. Bezüglich des Orients constatirt das Rothbuch den chronischen Charakter des Kampfes auf Krrta und den ver⸗ eitelten Ausstand der Bulgaren. Dennoch liegen in den Zuständen auf der Halbinsel des Balkan hinreichende Keime zu einer fortdauernden Krisis, welche für den europäischen Frieden gefährlich werden könnte. Der freundnachbarliche Verkehr mit der Regentschaft Serbiens ist nicht gestört. Das österreichisch-ungarische Reich ist der auf richtigste, uneigennützigste Freund Serbiens. Mit weniger Befriedigung blickt das Rothbuch auf die Donaufürstenthümer. Die dort statlfindende Anhäufung von Wassen und das zweideutige ——— .———— e N 6 1 Verbhallen der Regierung erregen Bedenken, aus denen man indessen ernste Besorgnisse vorerst nicht abzuleiten gewillt ist.— Bezüglich der Verhand- zungen mit dem Papste sagt das Rothbuch: Mit dem tief eingreifenden Umschwunge in der inneren Organisation der Monarchie war die Nothwen⸗ digkeit einer Abänderung des Concordats von selbst gegeben. Besprechungen mit dem Gesandten Fehrn. v. Hübner stellten nur in untergeordneten Fragen eine Nachgiebigkeit des Papstes in Aus⸗ sicht. Das Rothbuch bespricht sodann die eine Verständigung anstrebende Instruclionen des Ge— sandten v. Crivelli, die zu keiner Verständigung geeignete Antwort des Papstes, sodann die ver⸗ geblichen Verständigungsversuche Hen. v. Meysen⸗ bug's, endlich den Protest des Papstes und die päpstliche Allocution. Triest. Die Levantepost ist hier eingetroffen mit Nachrichten aus Athen vom 22. November. Dieselben melden: Vorgestern ging Petropolaki mit mehrtren Hundert Freiwilligen, zwei Berg⸗ geschützen und Artilleristen nach Kandia ab. Die Freiwilligen zogen mit wehenden Fahnen unter den Fenstern der türkischen Gesandtschaft vorüber. Der Oberst Corontos folgt ihnen nächstens mit weiteren 1000 Freiwilligen. Frankreich. Paris. Die französische Regierung will den Advokaten Gambetta wegen dessen Vertheidigungsrede vor Gericht stellen. Die incriminirte Stelle lautet:„Am 2. Dezember be mächtigte sich Frankreichs ein unbekannter Mensch ohne Halt mit Hilfe von Leuten, von denen man wiederholen kann, was Sallust von dem Schwarme sagt, der Catilina umgab, was Cäsar selbst von seinen Mitschuldigen wiederholt: der Auswurf der Bevölkerung. Mit solchem Gesindel wird die Menschheit seit Jahrhunderten niedergesäbelt, und trotz der erhabenen Erscheivungen der Sokrates, der Ciceronen, der Catonen wird das Recht in der Regel im Stiefel eines Soldaten erstickt.“ 1 Paris. Die Gerichtshöfe zeigen sich in der Baudin'schen Affaire nicht alle so gefügig, wie die goudernementale Anklage es wünschte. Das Zuchtpolizeigericht von Clermont-Ferrand sprach mit sehr freimüthiger Motivirung den Geranten des„Indépendant du Centre“ von der Anschul⸗ digung und den Kosten frei. Gleiches Schicksal hatte die Anklage des„Indépendant du Tarn“ vor dem Zuchtpolizeigericht zu Castres. In Parie pfeift's freilich anders. Die Geranten von„Reveil“, vom„Avenir national“, von der„Tribüne“, vom „Temps“ und von„Journal de Paris“ find zu je 1000 und 2000 Fr. Geldbuße und außerdem theilweise zu Gefängniß verurtheilt. — Die„France“ meldet in einer Correspon⸗ denz aus- Galacz, neue beträchtlicht Quantitäten Waffen und Munition seien in die Walachei ein⸗ geführt worden. Die„France“ fügt bei: That⸗ sachen, deren Genauigkeit durch glaubwürdige Zeugen bestätigt wird, beweisen, daß man nicht genug den Erklärungen der rumänischen Regierung mißtrauen kann, wodurch diese Thatsachen in Ab; rede gestellt werden. — Der stenographische Bericht über den Prozeß Baudin wurde bel dem Buchhändler Le Chevalier veröffentlicht, und in einem Tage find, wie die„Opin. Nat.“ meldet, 4000 Exemplare desselben verkauft worden. — Die Blätter beschäftigen sich mit der Frage, wie viel Preßprozesse dazu gehörten, um eine Regierung in der öffentlichen Meinung zu Grunde zu richten. Unter Louis Philippe hatte die Regierung, als sie fiel, 1179 Preßprozesse angestrengt und 3141 Jahre und acht Monate Gefäugnißstrafe, so wie 7,110,500 Fr. Geldbuße auferlegt und 57 Zeitungen ums Leben gebracht. Der Justizminister Pinard ist auf bestem Wege, auf dieses Golgatha der öffentlichen Meinung nich einen Pilatusberg zu setzen. — Die„Epoque“ hat wieder einmal eine Sensations nachricht:„Man unterhält sich in der politisccen Welt von der eventuellen Abdankung der Königin Viktoria. Man glaubt zu wissen, daß wenn Herr Wladstone zur Regierung gelaugt, J. Maj. diesen Eutschluß sassen wird, um nicht die Acte des Parlauenis zu sauetioniren, die ihren religibösen Grundsätzen zuwider sind. Einst⸗ weilen scheint es gewiß zu sein, daß dem Prinzen v. Wales gerathen worden ist, seine Reise z nach Aegypten aufzuschieben.“ — Die Börsengerüchte von der Krankheit des Kaisers werden entschieden dementirt. Der Kaiser präsidirte am 27. d. einem Ministerrath. Belgien. Brüssel. Der Bericht des Rechnungshofs an die Kammern enthält die höchst interessante Enthüllung, daß die belgische Regierung ihrem ehemaligen Gesandten am kaiserlichen Hofe zu Mexico, Herrn Blondell de Cueleubrouck, der vor der Katastrophe von Queretaro Reißaus ge⸗ nommen und in Newyork den Verlauf des mexi: kanischen Drama's abwartete, bei seiner Rückkehr, angeblich um ihn wegen des Verlustes zu ent schädigen, welchen er bei dem übereilten Verkauf seiner Mobilien in Mexico erlitten, eine Entschä⸗ digungssumme von 7000 Franken auszahlen ließ. Was wohl die Kammer sagen wird? Großbritannien. Englische Blätter be⸗ richten: Bismarck wird, sobald er nach Berlin zurückkehrt, die Unterhandlungen über die Rück gabe Nordschleswigs an Dänemark wieder auf nehmen. Bismarck soll zu Concessionen geneigt sein. London. Wenn von„Wahlkämpfen“ die Rede ist, so denkt man zunächst an Kämpfe auf der Rednerbühne und in den Tagesblättern. In verschiedenen Orten der Provinz haben diese Kämpfe während der letzten Tage eine greisbarere und zugreifendere Gestalt angenommen. In Barnsley prügeltt man sich großartig, bis die Polizei, durch eine mit Seitengewehren bewaffnete Truppe ver stärkt, scharf einhieb und endlich Ruhe stiftete. In Crudley Heath rückte das Gesindel, das für die Tories Partei genommen, aus, um die Liberalen anzugreifen. Mehrmals wurden sie zurückgeschlagen, endlich lieferten sie denselben in der Stärke von 400 Mann auf freiem Felde ein förmliches Treffen. Die Polizei war zu schwach einzuschreiten und sah ruhig zu. Spanien. Madrid. Durch die„Iberia“ wird der Brief eines Geistlichen Victor Paniagua 9 Castuera an den Justizminister Antonio Romero Ortiz veröffentlicht, der also beginnt:„Es ist eine allgemein verbreitete Ansicht, daß wir spanischen Geistlichen die Cultusfreiheit hassen. Gestatten Sie mir, meinerseits gegen dieses Vorurtheil feierlich zu protestiren.“ Das Schreiben ent ⸗ wickelt run mit großer Wärme, wie sehr dit Intoleranz dem wahren Katholicismus zuwider · laufe, und beweist aus der Geschichte, daß gerade das Christenthum durch die Beschränkung der Cultusfreiheit(im alten Rom ic.) am meisten gelitten habe. Donaufürstenthümer. Bukarest. In der Thronrede, womit Fürst Karl den Land ⸗ tag eröffnete, spricht derselbe von den guten Be; ziehungen zum Auslande, dem Ausschwung der Verkehrs einrichtungen und der Zustände im Innern überhaupt, dem blühenden Zustand der Finanzen, welche Anlehen entbehrlich machen, und von der serengen Neutralität, welcht Rumänien gemäß der durch den Pariser Friedensvertrag auferlegten Verpflichtung stets eingehalten habe. Nußland. Petersburg. Die„Russische telegraphische Agentur“ meldet aus Konstantinopel, daß die türkische Regierung eine große Expedition gegen die Sphakier auf Kandia vorbereite. Die Beziehungen der Pforte zu Rumänien seien seit der Zusammenkunft des Fürsten Karl mit Sabri Pascha besser geworden. Friedberg. St. Aus der Art und Weise, wie eine Gemeinde ihren Friedhof bält, kann man auf den Grad der in ihr verbreiteten Bildung, namentlich der Gemiths⸗ bildung schließen. Es war uns darum erfreulich, daß sich im letzten Sommer in diesem Blatte eine Stimme erhub und den Vorschlag machte, man möge dafür Sorge tragen, daß auf unserm Friedhof ein Brunnen angelegt werde, damit die auf den Gräbern gepflanzten Blumen⸗ stöcke zur Zeit des Sommers begossen und so der raschen Vergänglichkeit entzogen werden könnten. Und in der That, wer- unsern Friebhof, den Ort, der für uns alle so sheure Erinnerungen birgt, im Sommer betritt und mit Bedauern wahrnimmt, wie die auf demselben mit Liebe und Sorgfalt gezogenen Zierpflanzen se bald ihren Schmuck verlieren sder gam verwelken, weil kein erfrischendes Wafer in des Näye it, auch wegen Entfernung der Stab: zicht leicht zur Stelle geschafft werben kaun, der wird sicherlich jenen Vorschlag für höchst willkommen erklären müssen. In diesen Tagen nun wurden wir wieber an denselben erinnert, als uns bekannt wurde, daß in dem benachbarten Butzbach die Väter der Stadt in ihrem Gemeinbevoranschlag für 1869 die Summe von 160 fl. zur Anlegung eines Brunnens auf dem dortigen Friedhof vorgesehen haben. Wir fragten uns: könnte nicht bei uns ein Gleiches geschehen, zumal unser Friedhof noch viel weiter von der Stadt entfernt ist, als der Butzbacher, auch kein Wasserreservoir dicht neben sich hat, wie jener? Und wern unsre Stadt als solche wegen vieler gerade jetzt auf ihr lastender Verbindlichkeiten zu einem neuen Opfer nicht die Hand bieten kann, könnte nicht auf anderem Weg die erforderliche unbedeutende Summe zu einem Werke aufgebracht werden, das einem von uns allen schon ost lebhaft gefühlten Wunsche begegnen und über kurz oder lange jedem von uns zu gut kommen würde? Wir denken uns, namentlich im Hinblick auf so manches andere gemeinnützige Unternehmen, das wir in der letzten Zeit durch vereinte Kräfte ins Leben ge⸗ rufen haben, die Sache nicht schwer, bescheiden uns aber vorerst, mit bestimmten Vorschlägen hervorzutreten, weil es uns zunächst nur darum gilt, den früher von anderer Seite her gemachten Vorschlag in erneuerte Anregung zu bringen. Findet derselbe in weiteren Kreisen Anklang, so bleiben spälere Schritte vorbehalten, und zweifeln wir nicht, daß verehrliche Redaction dieses Blattes die Spalten desselben gern zur Besprechung der Sache öffnen wird 5). ) Unsrerseits werden wir die hier wiederholt in An- regung gebrachte, so sehr wünschenswer the Anlegung eines Brunnens auf dem hiesigen Friedhose in jeder Weise zu fördern suchen. D. Re Giessen. Bei der Ausloosung der Haupt⸗ und Ergänzungs⸗Geschwornen für die Monkag den 4. Januar 1869, Vormittags 9 Uhr, eröffnet werdenden Sitzungen des Schwurgerichts vom l. Quartal kommenden Jahres sind folgende Namen aus der Uene gezogen worden. Haupt⸗Geschworne.. 1) Simon Flörsheim, Modewaarenbändler in Gießen. 2) Heinrich Herbst II., Landwirth in Wahlen. 3) Philipp Casimir Feuerbach II., Bürgermeister in Ober⸗Wöllstadt. J) Emil Roth, Buchhändler in Gießen. 5) Johannes Hofmann III., Landwirth in Zahmen. 6) Johannes Onterbein II., Landwirth in Uetzbausen. 7) Georg Löhning, Bürgermeister in Altenburg. 8) Georg Jungblut. Bäcker in Schlitz. 9) Karl Neun, Kaufmann in Büdingen. 10) Johannes Christ, Schildwirih in Grünberg. 11) Carl Jäger, Ellenwaarenhbändler in Schlitz. 12) Conrad Bopp, Müller und Landwirth in Daarbach. 13) Jean Hanstein, Liqueurhändler in Gießen. 14) Johannes Herber III., Landwirth in Angersbach. 15) Friedrich Wagner, Müller in Gambach. 16) Conrad Eifert IV., Landwirth in Dir⸗ lammen. 17) Heinrich Reuther 1, Bürgermeist er in Nieder⸗Mockstadt. 18) Heinrich Bausch I., Landwirth in Nieder⸗Wöllsladt. 19) Jean Becker, Eisenhändler in Lauter⸗ vach. 20) Peter Horst, Landwirth in Leusel. 21) Caspar Gustav Bücking, Ellenwaarenhändler in Alsfeld. 22) Georg Heinrich Weiß. Müller in Altenburg. 23) Albert Schütz II., Müller in Ober⸗Wöllstadt. 24) Seligmann Hirschhorn, Ellenwarenhändler in Friedberg. 25) Rudolf Schlabach, Müller in Homberg a. d. O. 20) Bernhard Schaum, Sammtrath in Lauterbach. 27) Carl Christian Hanner, Kaufmann in Büdingen. Ernst Eberling II., Buchhändler in Büdingen. 29) Heinrich Korell I., Landwirth in Leusel. 30) Carl Christian Berck, Zeugsabrikant in Alsfeld. Frankfurt. Wie alljährlich am 27. Nov. so wurde auch in diesem Jahre dahier das allgemeine amerikanische Danksagungefest gefeiert. Während des Tages wehte das Sternenbanner der Union über dem amerikanischen Ge⸗ neralconsulat. Am Abend versammelten sich die hier und in der Nachbarschaft wohnenden Amerikaner zu dem üb⸗ lichen„Thanksgiving Dinner“ theilweise im„ Hotel l Union“ und sheilweise im„Hotel d'Angleierre.“ Am Diner im „Englischen Hef“ nahm u. A. Madame Linkeln Theil. Frankfürt. Ein in einem hiesigen Hotel lozuender Fremder fiel dieser Tage bei seiner Nachhausekunft in den offenstehenden Keller. Die ducch den Fall erlinene Ge ⸗ hirnerschütterung war der Art. daß der Unglückliche kurze Zeit nachher den Geist aufgab.. München. Der Festungssträfling Gustav Chorins ty ist aus seinem Gefängniß zu Kronach in die Irrenanstall nach Würzburg übergeführt worden. 5 In Ungarn muß es eden höchst gemüthlich zugehen: In Szent⸗Laszlo wurde der Dorfrichter als er in seinem Keller Wein probirte, erschossen; dem Dorfrichter von Marocz wurde von einem Stcäfling der Hals abgeschnitten; tei Demend wurde ein Fremder, der in Erlau Wein ein⸗ „ kaufen wollte, ermordet und beraubt; in dem Dorfe Nara steckte ein Arbeiter das Haus eines Gutsbrsitzers in Brand, die Bevölkerung ertappie den Mordbrenner, erschlug ihn und watf seinen Leichnam in die Flammen. Bitte. Da wir beabsichtigen auch in diesen Jahre eine Christbescheerung für die Kinder, die die hiesige Kleinkinderschule besuchen, zu veranstalten, so bitten wir die Bewohner unserer Stadt, uns dazu mit Gaben, zu veren Empfang jede der Unter⸗ zeichneten bereit it, freundlich unterstügen zn wollen. Frievberg den 21. November 1868. Lina Baur. Euilie Trapp. Julie Sebastiany. Sbristiant Werner. Tb. Dieffen dach. Wil. Wisenböfet Pitse von Aabgtbots Term Vormitt anberaumt Porkonlas und der shümer Elocwerl! Badegafle Lüche un! Das and 1½ dehen dl. im Tein dar 857 1 in dem noch im elbe bin nan sic anderwe! die Sit 11 und heile im gmacht. Wie ge D Mie 7 1 hr, Agareihe a 0 1* ore 25 lone Norbn sodit Sort „ Willaabt. Johumnet Jodꝛuntg era Loburg, t. Badlet Bübingen. 110) Carl er in Laule⸗ Gen Jace von atm 12 Wein ein Derle 5 1 in daun * luz in tgung eines 14 t Wesse U Ned 1 Schiffs nachrichten. Mitgetheilt von Chr. Hecht in Friedberg, Spec. Agen!. Das Hamburg⸗New-Dorker Post⸗Dampfschiff Germania, Capt. Schwensen, welches am 11. November von hier und am 13. November von Southampton abgegangen, ist nach Cajüte und 365 Passagiere im Zwischendeck sowie volle Ladung. 1 bis jetzt bei uns eingegangen 43 fl. 12 kr. Hebich, welches am 1. d. M von hier und am h. b. M.] t Um Zuwendung weiterer Gaben bittet von Hävre abgegangen, ist nach einer Reise von 17 Tagen am 23. d. M. wohlbehalten in Habanna angekommen. Das Hamburger Post⸗Dampsschiff Bavaria, Cpt. Rosbach 1 fl.— Durch Herrn Apotheker C. Görtz 5 fl. 5 kr. Zusammen 10 fl. 45 kr.— Im Ganzen sind Die Expedition. ; ehr schnellen Reise von 10 Tagen 9 Stunden am f 8 9 Uhr Morgens wohlbehalten in New- erk angekommen. Das Hamburger Post⸗Dampfschiff Holsatia, Cpt. Ehlers, von der Linie der Hamburg-Amerikanischen Paketfahrt⸗Actien⸗ Gesellschaft, ging, expedirt von Herrn August Bolten, William Miller's Nachf., am 25. November von Hamburg vis Sauthamton nach NewYork ab Außer einer starken Bries⸗ und Packetpost hatte dasselbe 101 Passagiere in der Kür die Wasserbeschädigten in der Schweiz Weitaus der beste Kalender, 2913 der in Deuischland jetzt für den Bürger und Land⸗ mayn erscheint, ist der Lahrer Hinkende Bote. muß für das Volk geschrieben werden, wenn eine dasselbe sind uns serner folgende Gaben zugekommen von: D. geistig sördernde Wirkung erzielt werden soll. 1 fl. 30 kr.— Herrn Pfarrer Becker in Bruchenbrücken der alte Hebel, wie er leibt und lebt!“ 2 fl.— K. B. i fl.— Herrn Pfarrer Müller in Nieder⸗ So Das ist Ariiische BEA I Oeffentliche Aufforderung. 2818 Forderungen an den von dem Testamentserben unier der Rechtowoblthat des Inventars angetretenen Nachlaß der Natban Keller Wittwe von Nieder— Florstadt find so gewiß innerhalb 3 Wochen dabier an zumelden, als sonst sie bet Regelung des Nachlasses nicht berückfichtigt werden. Friedberg den 12 November 1868. Großberzogliches Landgericht Frledberg Reitz, Hofmann, Landrichter. Landgerichts⸗Assessor. Versteigerung eines Logirhauses in Bad Nauheim. 2875 Das der Königlichen Direction der Landesktedit— Kasse zu Cassel adjudizirte, bisber dem Jobann Karl Dürbolz gebörig gewesene Wohnhaus zu Bad Nauheim, mit Hofraltbe von 23.4 R. b., Garten von 22.6 Rib. und Wiese von 12.6 Rtb., soll im Wege des öffentlichen Aaogebots an den Meisibietenden verkauft werden. Termin hierzu ist auf Montag den 7 k. M., Vormittage 11 Uhr, in das zu versteigernde Haus anberaumt worden. Dasselde liegt unmittelbar an den Parkanlapen in nächster Umgebung des groben Sprudels und der Badthäuser, ift von dem seitbertgen Cigen idümer in ncuefler Zeit erbaut und entbält i zwei Stockwerken und einer Mansarde zum Logiren von Badegästen eingerichtete Zimmer, sowie Waschküche, Küche und Keller. Das Kaufgeld kann zum Theil gegen 4½% Zinsen und 1½% jährlicher Rückzahlung auf dem Kaufobjecic gehen bleiben. Die übrigen Verkaufsbedingungen werden im Termin cröffnet. Hauan am 23. November 1868. Königliche Reutetei Baur. Bekanntmachung. 2887 Diesenigen Steigerer, welcht am 24. Sept. l. J in dem Gräflichen Revier Wickstadt Holz ersteigert und noch im Walde sitzen haben, werden hiermit ersucht, das. selbe binnen 10 Tagen um so gewisser abzufabren, als man sich geger falls genöthigt seben würde, dasselbe einer anderweilen Versteigerung auszusetzen. Zugleich werden die Steigerer auf dit Verstelgerungobedingungen 10, 11 und 12 und die biernach sü: sie entfiebenden Nach⸗ ideile im Zalle eines anderwelten Verkaufs aufmerksam gemacht. Wicksadt ren 24. November 1868. Gräfliche Oberförsterei Assenbeim Schal las. Vergebung von Arbeiten und Neferungen für das Garnison-Lazareth Friedberg. 2916 Montag den 7. December d. J., Vormittags 10 Ubr, sellen auf dem Dürtau des hlesigen Garnison⸗ Tazareihe die nachsolgenden Arbelten und Kieferungen auf die Jahre 1869, 1870 und 1871 durch Summission vergeben werden, nämlich: Schreiner-, Schlosser⸗ Spengle n, Satiler- Schmiede /, Wagner⸗, Käfer, Bürflendinder⸗, Seiler“, Messer⸗ schmied, Weißvinder⸗, HGlaser-, Schneide-, Maurer, Korbmacher-, Schubmacher⸗ und Buchbinderarbeiten, sowie das Neinigen der Oefen, die Eisen und Schrelbmatertalien⸗Lieserung. Ole Bedingungen liegen auf besagtem Bürkau zu Eluficht offen.. riebberg den 29. November 1863. Oroßberzegliche Garnison-Laza etb⸗Commission. Stock, Hauptmann. — Hamburg-Amerikanische Pa Directe Westphalia, Mittwoch, 9. December, Morgens. Allemannia,„ 23. December, und zwischen Hamburg, Ha Saxonia 31. December. l Post⸗Dampfschifffahrt zwischen Hamburg und Uew-Vork — vermittelst der Postdampfschiffe 3 Passagepreise: Zwene Cajüie Pr. Crt. Riblr. 150, 2919 Nähere Auolunft erthellt die alleinige Spectal- Agentur Friedberg chelsahrt-Actiengesellschast. Hammonia, Mittwoch 6. Jan. 1869,. Germania,„ 20. Jau.„ 9 Morgens. Passagepreise: Erste Cajüte Pr. Ert. Rihlr. 165, Zweite Cajute Pr. Crt. Rihlr. 100, Zwischendeck Pr. Ert. Rthlr. 55. vana und New⸗Orleans, Bavaria, 1. Februar 1869. Zwischendeck Pr. Crt. Rihlr. 38. Ehrist. Hecht. Deutscher Versicherungs⸗-Gesellscha Grund⸗ Capital Reserve⸗Fonds Prämien- und Geräthschaf ten, Feld⸗Erzeugnisse un landwirthschaftliche Gegenstände jed so daß unter keinen Umständen Nachzahlungen Prospecte und Antrags- Formulare für verabreicht; auch sind die Unterzeichneten gern C. C. Weis in Friedberg. P. Habermann in Büdingen. V. Kalbfleisch in Butzbach. Schneider in Gambach J. G. Appel in Gießen. J. Schafer in Grünberg. Agenten des De Zinsen⸗ Einnahme für 1807. Versicherungen in Kraft während d. J. 2858 Der Deutsche Phönix versichert gegen Feuerschaden Modilien, Phönir 1 tin Frankfurt am Main. „ 5,500,000 Gulden. 1 8 1,336,129 5 1.329, 100 5. 1867 809,248,367„ Waaren, Fabrik⸗ Scheunen und in Schobern, Vieh und er Art zu möglichst billigen, festen Prämien, zu leisten sind. Versicherungen werden jederzeit unentgeltlich bereit, jede weitere Auskunft zu ertheilen. V. Theis in Hungen. H. C. Bingmann in Lich. Ph. J Weiß in Nauheim. J. P. Müller in Nidda. W. Schmid in Reichelsheim. F. Jacobp in Vuübel. utschen Phönix. Jupentat-Versteigerung auf Oppelebausen bei Altenstadt. 2903 Otenfiag den 15. und Mittwoch den 16. Dezember d. J, ftüh 9 Uhr aufangend, wird wegen Abgade des Gutes Oppelsbausen daseldst nachstehendes Inventar oͤffentlich gegen gleich daart Zahlung an den Meist birtenden versteigert. Die Geuehmigung bleidt vor- behalten. 4 Pierde, 4 Fahrochsen, trächtige Kühe, lunge Bullen, von biefiger Landrace. Reiner Breitenburger Race: 3 Kübe, davon zwei bochträchtig, 1 Bullen, 1 Jahr alt, 2 Rinder, 5 Zuchtschweine, rein eng lischer Ever, ¼ Jahr alt. Ein Btennereiapparat, vier Winter gebraucht, Maischbütten ꝛc. ꝛc., Branntwein hütte und orden, Pfluge, Eggen, Keiten, Handgeschirr Baumsftützen ꝛc. 1ic., Venen 72 Lindheimer, pachter. — Verstei gerung 2020 Die Lleserung des Breunboljtedarfs von 20 Stecken Buchen Scheltpolz erfler Alasse zur Peizung des Land- erichisgesängulsses soll Donnersiag den 17. Dez. d. J., ittags 12 Ur, im Landgerichtslocal an den Wenigsst⸗ Für Nauheim: Lasseler Brod 4 f 16 kr. nehmenden vergeben werden und werden Steiglufsige 5 N hierzu eingelabc n. Bilde en N. Nebember 1868. f eien kandgericht Vilbel Jg er. Das Logis 2014 in dew unteren Stes meines Pausec ist zu ver“,. mitthen. Noth, seller. Fleisch⸗ ꝛc. Preise vom I. bis 18. Dezbr. Nach eigener Angabe der Metzger. Für Friedberg: Ochsenfleisch pr. 8 18 kr., Schweinefleischpr. g 16 kr., Kuhfleisch, gem. 17„ Leber- u. Blutwurst 2 Nindfleisch, gem. 17„ Bratwurst 2 Hammelflcisch 15„ Schwartenmagen 24„ Keil und Carre 15„ Geräucherter Speck 32„ Kalbfleisch 12„ Doörrfleisch 4 Keil und Carre—„ Schinken 2 Nierenfett 24„ Schmalz, ausgel. 28„ Dammelsfett 18„ Schmalz, unausgl. 28 usnahmspreise: Schinken bei Ph. Engel II., A., Vogt's Erben, J. Walz III. 24 kr.— Schmalz, ausg dei Ph. Engel II. 24 kr., A. Vogts Erden 30 kr., W. Reuß 32 kr.— Schmalz, unausgel., dei 4 Engel II. und H. Gerth 24 kr., bei Nic. Eng fässer, Sarmaschine nach Albant, englische Dickwurz⸗ mühle, Jauchepumpe mit Paternosterweik, Schäfer⸗ r Brodpreise vom 1. bis 18. Dezember. Ochsensleisch pr. 2 18 fr., Schweinefleisch pr. A 40 * 1 eigener Angabe der Bäcker. 5 Kuhfleisch, gem. 195„ Leber u. Blutwurst 24 5 g„ ungem. 10 u. 12„ Bratwurst 20 Für Friedberg:. Hammelfleisch 14„ Schwarienmagen 20 2 Waizen, ½ Korn. J½ Korn, ½ Waizen. Keil und Carre—„ Geräucherter Speck 33 Erste Sorte 4 6 13 kr. Zweite Sorte 4 11 kr. Kalbfleisch 15„] Dörrfleisch— 5 5„ 6½„ 1 neee Keil und Carre—„ Schinken 2⁰ 8 5„..„—„ Rierenselt 20„ Schmalz, ausgel. 32 2½ Loth Milchwaaren 1 kr. 3 Loth Wasserwearen 1er Hammelssett 16„ Schmalz, unausgel. 28 „ fleisch 16 kr. bei Neuhof und Imroth's Winwe. Für Nauheim: 20 kr., Schwartenmagen 24 kr., Bratwurst 24 kr. Für Butzbach: 7 e Ochsenfleisch pr. E 18 fr., Schweinelleisch pr. 4 17 ½ kr.] Zweite Sorte 12 kr. Kuhfleisch, gem., 16„ Leber- u. Blutwurst 20 eint Horte 5 1 5. 3 5 ö 4 4 N Nindfleisch, gem, 16„ Bratwurst 24 0. 3¼ 0 eee Hammelfleisch 15„ Schwarten magen 24 9 1 1 a Keil und Carre 17„ Geräucherter Speck 32 Für Butzbach: Kal bfleisch 12„ Doͤrrslelsch 20 Arste Sorte 4 8 14 tr.] Zweite Sorte 48 12 kr. Schaaffleisch—„ Schinken 20 7 1 9 5„ 6„ Niereuseit 20„ Schmalz, ausgel. 30 11 5„ 1% ameisen 18„ Samalz, unansgel. 28 a 4„„ 7 2 nsuahmspreise: Bei D. Fritz Leber⸗ und Blutwn A. Vogt's Erben, Ph. Windecker, J. Wind's Witiwe und W. Reuß 28 kr.— Hammelfleisch, Keil und Carre 16 tr. bei H. Gröninger.— Ochsenfleisch und Kuh⸗ . „„„„„„„„ 1 .— ——— . Oeffentlich 2915 Die Besitzer der unten verzeichneten theils ihren Erwerbtitel nochtragen lassen, weisen. Es werden deßhalb Dritte, glauben bilden zu können, aufgefordert, tingeschrieden werden. ktönnen sich abe welche aus irgend einem Rechtsg solche binnen drei Monaten so duche nach Maßgabe des Art. 29 des Gesetzes vom e Aufforderung. Immobilien wollen dieselben iheils verpfänden, theils veräußern, r über den Erwerb derselben nicht urkundlich aus⸗ runde Ansprüche an diese Immobilten gewiß dahier geltend zu machen, die Veräußerungs- Urkunden ohne Rücksicht auf sie beflätigt, beziehung weise die betreibenden Theile im Grund⸗ 21. Februar 1852 als vermuthete Eigenthümer werden N als sonst Ordn.⸗ Namen 6. Bezeichnung g. 2 3 Nr. der Besitz er. e der Immobilien. 1 Marie Clisabetba Pfaff in Nieder⸗Florstadt Nieder⸗Florstadt 308,14. 312,15, 312,27. N 2 Johannes Hanstein II. in Friedberg Friedberg II. 74. 132,5. 133. 133,5. 10 3 Heinrich Backes I. in Nieder ⸗Rosbach Ober⸗ und Nieder- VIII. 556. XVII. 901. XIX. 234. 11 Ros dach IX. 1295. 5 1 J a. Jobannes Schäfers Erben in Nieder⸗ Nieder⸗Florstadt 1 510. II. 353. III. 350. V. 600. 25 Florstadt VII. 91. VIII. 91. IX. 72. II. 36. 17 VII. 269. 17 Ober-Florstadt IV. 366. 8 d. Heimich und Margaretha Schäfer in[ Ober⸗Florstadt III. 230. VIII. 114. IX. 379,141. 0 Nieder⸗Florffadt . 5 Konrad Schnell Witwe von Bruchenbrücken Bruchenbrücken I. 132. 130. XIV. 133.. 15 6 a. Georg Heinrich Blecher in Ober Rosbach][ Ober⸗ und Nieder⸗ IV. 403. v. 257. 333. 335. VIII. 70 5 Rosbach 821. 268. VI. 275. XII. 248. 243. 5 XI. 687. v. 231. VIII. 104. VI. 764. 0 1 476. XI. 458. XIV. 431. 588. * XV. 681. 116. XI. 257. Xx. 1449 * XIII. 590. XV. 609. 11. 19. J. 690. 1 1063. 11. 221. III. 90 Iv. 417. 7 I. 1117. XXI. 591. XIX. 548. 5 IX 943 XVIII. 192. X. 1054. N 5 XVII. 57. 17. XVIII. 820. 122. I. 1370. 1265. 291. 305. 380. IX. 1127. IX. 1822. 1824. X. 279. 1334. XVII. 765. XVIII. 92. 19 IV. 564. 748. 649. 716. 305. 13 1. 1152. IX. 109. 34. X. 1334. . XVII. 765. XVIII. 92. IV. 564. 1 748. 649. 716. 305. I. 1152. IX. 109. 0 34. IV. 794. IX. 982. X. 968. 5 1279. XIX. 35. I. 1353. X. 7. N d. Wilbelm Werner I. daseldst Ober- und Nieder⸗ VI. 333. 19 Nosbach 1 7 Friedrich Carl Sommerlad in Nieder⸗Wöllftadt Nileder⸗Wöllstadt XII. 367. XIV. 14. 1 1 8 Georg Metzger von da Nieder⸗Wöllstadt XIX. 505. 0 5 9 J Joseph Groͤninger II. von Odftadt Odftadt I. 326. IV. 15. V. 39. VI. 75. 14 10 VIII. 517. XI. 528. IV. 208. 14„ 10 gobannes Bröninger IV. von Odstadt Odstadt 1. 295. 366. 399. 609. 842. 884. 1 5 1000. 1119. 1171. 1227. 11. 77. 14 19 169. 213. 236 266. 311. 337. 386. 0. 524. 716. 111. 99. 134. 560. 571. g 5 IV. 75. 230. 255. 310. 370. 378. 1 8 391. V. 132. 161. 185. VI. 68. 96. 1 112. 238. 366. VII. 93. 191. 679. 1 680. 709. 736. VIII. 10. 100. 177. 1 178. 320. 502. IX. 175. 283. 498. 1104 X. 204. XI. 135. 157. 203. 223. 15„ 497. XII. 183. 317. 417. 550. 654. 04 11a. Wühelm Bickert zu Bruchenbrücken Bruchenbrücken vI. 270. IX. 223. 309. X. 226. 1.. d. Johannes Bickert IV. daselbft Bruchenbrücken I. 116. 249. 507. 875. 998. 636. 761. 1 11. 74. 498. 525. I V. 35. 86. VI. 125. N 189. 338. VII. 57. 154. 201. VIII. 34. 0 305. 323. IX. 51. 181. 276. X. 155. 160 186. XI. 217. XII. 95. 217. 336. 1 0 323. XIII. 4. XIV. 83. X 1152. 1 XIII. 240. ix. 30, viII. 327 1(feht irribümlich auf den Namen 9 Johannes Bickert V.). 3 e. Johannes Bickert V. daselbst Bruchenbrücken I. 116½. 248. 718. 705. II. 67. 101 176. 344. 368. 434. 511. III. 340a. 0 IV. 186. VI. 73. 127 368 VII. 57a. 143. 1543. 7111. 315. 324. IX. 65. 168. 18186. X. 68. XI. 84. 232. XII. 95. 226. 382. 4a. 146. XIV. d. X. 155(steht trrthümlich auf den N Namen Johannes Bickert IV.) 1 122. Jobannes Bender III. von Soͤdel Södel I. 255. 257. N d. Elisabetha Reinbardt daselbff Södel V. 450. 13 Berginspeklor Storch vom Dorhbelmer Bergwerke] Betenhelm VI. 68. 14 J Berabard Schtels Frau von Ober⸗Florstadt] Oder⸗Florstadt 6. 360. 15 J Philipp Väth II. von Södel Soͤdel I. 498. 587. 657. II. 898. 970. IV. 36. 80. 108. 124. 165. 368/10. V. 8. 166. 214. 219. 260. 288. 417. 540. VI. 78. 116. 368. VII. 710. 78. 169. 179(sollen Erbleihe der Kirche Södel sein). 16 Johannes Supp zu Friedberg Friedberg 14 82. 2.9. 17] Ludwig März in Ober⸗Nos bach Ober- und Nieder⸗IV.I9. Ros bach ztiedberg am 17. November 1868. Großherzogliches Landgericht Friedberg Reiß. (Auflage ca./ Million) voträthig. Preis 11 kr. Friedberg. Der Lahrer Hinkende Bote für 1869 paupt- Agentur: Binder nagel& Schi mpff in Herrenkragen 5 0* Zwei Zimmer, 20 in Zimrrer mil Cabinet ohne Möbel, werd 2885 fst siels bel allen Buchhändlern und Buchbirdern 1 5 0 75 11 7 ee 59 neben der Post zur Vetheiligung an einer Gewerbeausstellung, 29022 Es wird beabsichtigt nissen der Handwerker, Gesellen Arbeiterinnen, wozu alle, selbst fie nur tüchtig bergestellt find, in London oder im Großherzogihum zu veranstalten. eine solche Auostellung beweilstelligt werden man auf Veranlassung gewerdvereins alle, daran betheiligen wollen, bei dem unterzeichneten gewerbvereins zu melden. bei K. Friedrich 0 Einladung eine Ausslellung von Erzeug „Fabrikarbeiter und die kleinsten und ge⸗ ingsten Gegenstände eingesandt werden können, wenn Um aber zu ermessen, ob und in welcher Ausdehnung kann, ersucht des Präsidenten des Landes⸗ welche sich mit(hren Erzeugn ssen sich längstens bis zum 15. k. M. Vorstand des hiesigen Local⸗ Friedberg den 30. November 1868. G. Trapp II. 2.——— Bei Bindernagel 8 Schimpff in Friedberg wird gratis abgegeben: 1 Wie ist es mit der protestantischen Lehrfreiheit? ö Ein Wort zur Verständigung an Alle, denen“ es Ernst um die Sache ist. Dukter, Eier, Aas& Gurken 2921 M. Hottes. 2918 Allen Freunden und Bekannten, Damen und Herren, vor meiner Abreise von hier ein herzliches Lebewohl Wer en geseh'n bat, muß'n g'lannt babd'n und wer'n kennt gat, muß'n g'seh'n hab' n. Magz'l. Steinkohlen, 2917 von der Ruhr frisch angekommen, bel Eduard Ruths. Winterhandschuhe 2572 und Manschetten bei M. Volk. Foul ards, 1186 seidene Umknüpftücher und Halsbinden bei K. Friedrich neben der Post in Friedberg. Rechnungen mit Geschäfts-FIirma per Buch 32 kr., in größeres Quantitäten delliger, liefern Bindernagel& Schimpf. Theater in Friedberg im Saale zu den drei Schwertern. 1. Borslellung im Adonnement. Mittwoch den 2. Dezember, Auf Verlangen wiederholt: Lokalsängerin und Postillon. Operette in 3 Akten. Spieltage: Sonntag, Montag, Mittwoch un! Freitag. Kirchenbuchsenszüge. Evangelische Gemeinde. Getan fte: 5 22. November. Dem biesigen Vürger und Schu machermeister Heinrich Wilhelm Kautz ein Sohn Jen Wilhelm Peier Leondard, geb. 21. Octoder. Beerdigte: 24. November. Fran Charlotte Susaune Chrifflal Mänd'l, geb. Hisserich, Wittwe des dahler verftorbenn Großberzoglichen Hauptmanns Friedrich Wuhelm Mändl, alt 78 Jabze, 9 Monat, gest. am 22. Nov. N 26. November. Eva Becker, geb. Thomas, Eheftal des hiesigen Bürgers und Taglöhners Thomas Becker 11 alt 51 Jahre, 8 Monate, 14 Tage, gess. am 25. Nob⸗ 27. November. Adam Karl Wilhelm Reitz, Söhnchll des hiesigen Bürgers und Bäckermeisters Franz Josehh Reitz, alt 7 Jahre, 24 Tage, gess. den 25. Nov.* verkauft Verantw. Red.: Hermann Schimpf. in Friedberg. U Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. . Leit! Abend bes Loc eg Fis zu erkti n der Müller dag an Find e Süne