N amen Wozu f 5 1 freund. ri 116 . 24. Oc. — Narkt in Detoder der derden unn! dd da geladen. tenstadt 0 dedungungen dat Anspruch gere ö Dersscherten enber v. J Nrw 1 Lerddeulschen schaft untei tien, sowie heim. Wale 05 eliten 40 bielseitigtt ernbeim. * uf. 1 etiesige Be⸗ Orettsulget 16 in gutem ettitb. Bieler, t. — jeselle mti. — rnal und dn ein Mitleset b. Bl. — itt. il Görz, 60 Decans 15 b dune 5 Tech ut k udn 1 1 915 ent, 0 A230. N 04 bouhn 1 717601. 10 7 1 „1 l. * 25 0. 1868. Donnerstag den 1. October. N 116. Anzeiger für Oberhessen. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. U Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. —— B—y—ä— Betreffend: Die Feuervisitation des Jahres 1868. Amtlicher Theil. Friedberg am 26. September 1868. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Der Rücksendung der Feuervisitationsprotokolle, soweit solche noch nicht erfolgt ist, sehen wir unfehlbar binnen 8 Tagen entgegen. Betreffend: Die Anlegung und Führung der Militär⸗Stammrollen, sowie die Anfertigung der hierzu erforderlichen Geburts- und Sterbelisten. F Friedberg den 26. September 1868. An die evangelischen und katholischen Pfarrämter und die Großherzoglichen Bürgermeistereien. In dem ich Sie, die Pfarrämter, darauf aufmerksam mache, daß die Frist zur Einreichung der Listen bei den betreffenden Großh. Bürgermeistereien über in den Jahren 1851, 1850 und 1849 Geborenen männlichen Geschlechts nach§. 6 des Reglements vom 20. Mai d. J. verstrichen ist, empfehle ich gleichzeitig den Großherzoglichen Bürgermeistereien die vorschriftsmäßige Anlegung und demnächstige Einsendung Der Civil⸗Vorsteher der Kreis-Ersatz-Commission der Stammrollen. i Hessen. Darmstadt. Prinz Alexander ist mit seinem ältesten Sohne, der in die englische Marine eintritt, nach London abgereist.— Bei der neulichen Ankunft des russischen Kaisers fanden auch dießmal die größten Sicherheitsmaßregeln statt; der Bahnhof war für das Publikum total abgesperrt. — Von den Ministerien des Innern und des Krieges ist ein Reglement erlassen worden, wonach, conform mit den Einrichtungen in Preußen, für den Fall der Mobilmachung die Gestellung des erforderlichen Pferdebedarfs innerhalb fünf Tagen erfolgen kann, nachdem die Mobilmachungsordre erlassen. Die großh. Kreisämter, bzw. Bürger⸗ meistereien, haben sofort die nöthigen Vorbereitungen und Aufstellungen der Listen sämmtlicher dienst⸗ tauglichen Pferde vorzunebmen und dem Ministerium hierüber Bericht einzureichen. — Die am letzten Samstag dahier abgehaltene Landesversammlung der Fortschrittspartei hat die Gründung eines Vereins dieser Partei beschlossen, der sich über das ganze Großherzogthum erstrecken soll. Der Beitrag der Vereinsmitglieder ist auf 30 kr. festgesetzt. — Das„Frankf. Journ.“ läßt sich aus dem Großherzogthum Hessen über Postverhältnisse Fol gendes schreiben: So lange die Post Thurn und Taxisch war, wurde von jedem auf der Post er⸗ hobenen Gulden eine Taxe von 3 Kreuzern, und wenn weniger als 20 Kreuzer erhoben worden, nichts berechnet. Dermalen werden von so geringen Postvorlagen 6, sage sechs Kreuzer und überdies 2 Kreuzer Bestellgeld erhoben. Eine Benachrich⸗ tigung des großberzoglichen Landgerichts Offenbach 3. B. an einen Einwohner Frankfurts kostete früher 4 Kreuzer Vorlage und 3 Kreuzer Porto, also 7 Kreuzer; jetzt kostet ein solches Schreiben 4 Kreuzer Vorlage, 6, Kreuzer Postgebühr, 3 Kreuzer Porto, 2 Kreuzer Bestellgeld, also 15 Kreuzer. Einfache Briefe kosten frankirt 3 Kreuzer, unfrankirt 7 Kreuzer. Die großh. Behörden sranliren natürlich ibre Briefe an die Parteien nicht, somit mußten für alle ihre Briefe 7 Kreuzer Porto auch bei der geringsten Entfernung bezahlt werden. Eine einfache Beschwerde genügte, diesen Uebelstand zu beseitigen: die Behörden schreiben auf ihre Briefe„Portopflichtige Dienstsache“, und ts werden nur 3 Kreuzer Porto erhoben(früher kostete also ein Brief, wie oben angegeben, nicht 15, sondern sogar 19 Kreuzer). Es darf wohl als bestimmt angenommen werden, daß auch der oben hervorgehobene Mißstand beseitigt wird. — Von Berlin ist die Nachricht eingetroffen, daß der Großh. Geh. Rath Seitz am Mittag des 28. Sept. an einem heftigen Anfall von Cholerine verschieden ist. Der Verstorbene weilte seit längerer Zeit in Berlin, um als hessisches Mitglied der Commission für Redaction einer allgemeinen deut⸗ schen Civilprozeßordnung thätig zu sein. Gießen. Für das Studienjahr von Michaelis 1868 bis dahin 1869 ist Professor Leuckhard vom akademischen Senate zum Rector gewählt und regierungsseitig bestätigt worden. Preußen. Wiesbaden. Die am 27. d. unter Vorsitz des Procurators v. Eck abgehaltene Landesversammlung zählte an 3000 Theilnehmer. Die bereits bekannten vier Anträge des liberalen Comites, betreffend die Landesbank, die Gemein de— verwaltung, den Provinzialfonds und die Schul- frage, wurden mit an Einstimmigkeit gränzender Majorität angenommen. Die social⸗demolratischen Redner mußten unter großem Lärm die Tribüne verlaffen. Bayern. München. Die aus Wien als ein„in diplomatischen Kreisen circulirendes Gerücht“ von einigen Blättern mitgetheilte, vom 25. Sept. datirte Nachricht, daß die in München tagende Militärconferenz auch eine authentische Interpre⸗ tation der mit Preußen abgeschlossenen Schutz- und Trutzbündnisse seststellen soll, ist, wie aus zuverlässiger Quelle versichert wird, völlig un⸗ begründet. Oesterreich. Wien. nicht nach Galizien gehen. deßwegen einige Aufregung. — Die Organe des Cardinals Rauscher und Grafen Leo Thun fassen den Rücktritt des Fürsten Auersperg als eine Niederlage des Parlamentaris- mus auf. Der Premier⸗-Minister geht und die andern werden ihm folgen! sagen sir. Alle unab- hängigen Blätter sprechen sich über die Situation in besorgnißvoller Weise aus. Wenn auch die Acußerung, daß das Ministerium Giskra durch den Austritt des Fürsten Auersperg„ein masten⸗ loses Wrack“ geworden sei, eine Uebertreibung enthält, so sind andererseits die ofsiziösen Behauptun⸗ gen, daß das Ministerium Giskra und die Ver⸗ fassung gerade jetzt fester als je stehen, nur Symptome der bekannten Vertuschungssucht. — Der oberösterreichische Landtag hat beschlossen, daß das Stimmrecht der Geistlichen in den Oris, Bezirks- und Landesschulräthen auf die Gegen- stände des Religionsunterrichts beschränkt werde. Der schlesische Landtag hat beschlossen, daß in die Bezirksschulräthe gar keine Geistlichen eintreten dürfen. Im mährischen Landtage erklärte der Berichterstatter der Minorität, Dr. Fux, es handle sich bei dem Schulrathsgesetz um eine hochwichtige und heilige Sache des Volkes; wenn man die Vorlage des Cultus- und Unterrichtsministers Der Kaiser wird In Krakau herrscht v. Hasner annehme, so werde der Lehrerstand, dessen Unabhängigkeit so heiß ersehnt worden, wieder in Fesseln geschlagen und die Autonomie der Gemeinden würde in ihrem wertbvollsten Theile vernichtet werden. Der Landtag nahm hierauf den Minoritätsantrag an. — Der galizische Landtag zeigt sich schwi-ri⸗ ger, als man hier erwarten zu dürfen glaubte. Statt die den Grundprineipien der Dezember- verfassung widersprechenden Anträge abzulehnen, nimmt die Majoritä: desselben trotz der Warnungen des Statthalters eine Resolution nach der andern an. Es mag nachgerade in den maßgebenden Kreisen sich die Ansicht feststellen, daß es mehr taugt, auftretenden Schwierigkeiten mit Energie zu begegnen, als zu beschwichtigen und zu ver⸗ tuschen. Bezeichnend für die Situation ist der Umstand, daß ein notorisch mit dem Preßministe⸗ rium in Verbindung stehendes Blatt in gesperrter Schrist die Worte des Wanderers utirt:„Der deutsche nationale Einhtitestaat mit der Haupt⸗ stadt Berlin ist eine unwiderrufliche Thatsache von dem Augenblick an, wo Wien abermals zu einem Brutneste der Reaction und unsere Ministerial⸗ gebäude wieder zu Filialen des Jesuitenordens würden.“ Schweiz. Bern. Der Friedenscongreß hat nachstebendes Manifest beschlossen:„Das französische und deutsche Volk ist von seinen Re⸗ gierungen mit einem Kriege bedroht. Dieser Krieg würde ein Bürger- und Bruderkrieg sein. Die Völker weisen diesen Krieg mit Abscheu zurück. Weder die deutsche noch die französische Demokratie wollen eine Veränderung der disher bestandenen Landesgrenzen; nur ein Wettstreit kann zwischen diesen beiden Nationen bestehen, nämlich der Kampf für die Freiheit, die Bildung und den Wohlstand. Der Bund zwischen der deutschen und französischen Demokratie ist eine Demokratie des Friedens!“ Die Communisten haben ihren Austritt aus dem Congreß erklärt, weil derselbe sich nur als ein„Werkzeug für die Interessen der Bourgeoisie“ erwiesen habe.— Der Congreß ist nunmehr geschlossen. Frankreich. Paris. Der„Moniteur“ schweigt am 27. gänzlich über die spanischen Er⸗ eignisse. Der„Constitutionnel“ seinerseits enthält über denselben Gegenstand nur folgende Zeilen: „Wir haben beute kein Telegramm aus Spanien erhalten und sind mithin auf die Nachrichten der spanischen Blätter beschränkt, die älter sind als die gestern von uns gegebenen Neuigkeiten. Wir fügen nur hinzu, daß die Anwesenheit des General Prim in Cadix bis jetzt nicht in authentischer Weise bestätigt ist.“ * — — Der„Siecle“ berichtet:„Die der Regie; rung ergebenen Journale sagen, oaß dite Insur⸗ rection still steht und nahe daran ist, bewältigt zu werden; unsere speciellen Erkundigungen be⸗ zeugen dagegen, daß sie sich ausbreitet und auf dem Punkte steht, zu triumphiren.“ Belgien. Brüssel. Das zwischen dem Sohne des Ministers Baroche und Rochefort, dem Herausgeber der„Lanterne“, erwartete Duell hat in Seeland wirklich stattgefunden. Rochefort trug eine leichte Verletzung am Arm, Baroche drei Wunden auf der Brust, in der Seite und am Beine davon. Großbritannien. London. Wie vor Kurzem über die österreichischen Manöver in Bruck, läßt die„Times“ sich jetzt über die preußischen in den Rheinlanden Bericht erssatten. Er findet sie in jeder Beziehung überaus praktisch und hebt besonders den Ernst hervor, mit dem Offiiere und Mannschaften an die Arbeit gehen und nicht minder das freundliche Zusammenwirken der Artillerie, Infanterie und Cavallerie bei der Ausführung der ihnen gestellten Aufgabe. — Nach einem aus Gibraltar datirten Briefe der„Times“ hat General Prim Southampton am 17. Sept auf einem nach Spanien fahrenden Dampfer in der Verkleidung eines Kammerdieners eines schwedischen Grasen verlassen. Spanien. Während das spanische Volk ziemlich einig ist in dem, was man nicht mehr will, scheint dies leider weniger der Fall zu sein in Betracht dessen, was geschaffen werden soll, nachdem der Aufstand wird niedergerissen haben. Schon zeigen sich die Spuren der Un⸗ einigkeit zwischen den Führern der Erhebung. Wenn irgend Etwas, so könnte dieser Umstand ein Stützpunkt werden für die Hoffnungen des „verfaulten Thrones der Bourbonen“, wie ihn eine Kundgebung aus Barcelona nennt. Die so kräftig begonnene Bewegung würde dann in einen langwierigen, das Fleisch des unglücklichen Volkes noch mehr zerwühlenden Bürgerkrieg übergehen. Madrid. Die Bewegung greift immer weiter um sich und scheint der Sieg der Sache des Volkes nach allen bis jetzt vorliegenden Nach⸗ richten nicht mehr zweifelhaft zu sein. Herzog Torre steht mit 10,000 Mann Insurgenten nahe bei Cordova. In Andalusien werden zur Unter⸗ stützung des Aufstandes 25,000 Mann National- garde organisirt.— Die Insurgenten, welche strenge auf Disciplin halten, haben in Anteguera acht von ihren Leuten erschossen, die sich der Haus⸗ plünderung schuldig gemacht hatten.— Madrid hat sich bis jetzt noch nicht erhoben, jedoch muß man den Ausbruch daselbst als gewiß ansehen und jeden Tag erwarten. Sevilla. Eine hier veröffentlichte Procla mation Prim's vom 20. Sept. empfiehlt allge⸗ meines Stimmrecht, absolute Preßfreiheit, Freiheit des Unterrichts, des Cultus, des Handels und der Industrie, und eine weise liberale Reform aller Gesetze. Das Manifest schließt:„Es lebe die Freiheit, es lebe die Vollssouveränetät, nieder mit der Dynastie!“ Asien. In Calcutta ist an mehreren Stellen die Cholera ausgebrochen und in Ahme⸗ dabad haben gewaltige Regengüsse viele tausend Häuser der Eingebornen schwer beschädigt oder ganz zerstört. Andererseits klagt man in den nordwestlichen Distrikten sehr über Mangel an Regen, der für die Indigo⸗Ernte sehr nothwendig wäre. Gießen. Die biesige Dahnhofofrage soll nun end⸗ gültig dahin entschieden sein, daß der neue Bahnhof mit demi seitherigen vereinigt wird und die nach Oslen führenden neuen Bahnlinien mittelst einer Curve an der katholischen Kirche vorbelgeführt werden. Frankfurt. Die Aepfel sind, da viele Leute, welche sonst dieselben einkelterten, heuer davon aostehen und die meisten Producenten ihre Fässer gefüllt haben, im Preise erheblich gesunken. An den Thoren konnte man sie gestern und heute zu 2 fl. 15 kr. bis 2 fl. 42 kr. kaufen. Letz⸗ lerer Preis wurde nur sür ausgezeichnet schöne Waare gegeben; ein kleiner Posten wurde zu 1 fl. 45 kr. verkauft. Händler, welche mit gefallenem Obste, das sie gewaschen und auf diese Weise aufgefrischt hatten, zu Markt kamen, konnten, da man hierorts biese Pfiffe kennt, nichts ver⸗ kaufen. S. Darmstadt, 29. Sept. Unsere Stadt ist gegen⸗ wärtig von Festen der verschiedensten Art förmlich durch⸗ wogt. Auf das Fest der Bienenwirthe, die Darmstädt mit hymettischem Honig begrüßten, sind in rascher Folge die Feste der Landwirthe mit ihren Maschinen, Geräthen und Produclen gefolgt; die Musiker, deutsche Mühlen⸗ besitzer und Nationalliberalen hatten sich gleichfalls zu ihren theils sehr schwärmerischen, theils auf dem Boden blassester Realität beruhenden Zwecken festlich vereinigt. Zu alledem gellen in unsren Ohren noch die Töne der Drehorgel, des Proklamators einer Mordgeschichte auf einem bezaubernden Gemälde dargestellt und die Stimme des Verkäufers, der zur Verherrlichung der hiesigen Messe, denn auch sie hat ihre Buden in dem sonst so friedlichen Darmathen aufgeschlagen, gleichfalls das Seinige beizu⸗ tragen gedenkt. Ueber so manichfaltigen Eindrücken ist es allerdings erklärlich, wenn auch die Ruhe der hiesigen Be⸗ wohner gestört und durch den Alles bedrohenden Strom von freudigen Ereignissen in offenbarste Aufregung umge⸗ wandelt wird. Ueber das landwirthschaftliche Fest und den Reichthum der Ausstellung an landwirthschaftlichen Maschinen und Geräthen, an Obst und Früchten aller Act, an allen Gattungen von Pferden, Rindvieh, Schwei⸗ nen und sogar Federvieh hat Ihr Blatt bereits referirt. tächst dem landwirthschaftlichen Feste, war es jedenfalls das sechste mittelrheinische Musikfest, welches mit Recht die größte Anziehungskraft selbst auf Laien ausübte. Die sinnige Inschrift an der Festkneipe:„Ewig bleiben treu die Alten, bis das letzte Lied verhallt“ scheint wirklich auf diese Feste, die sich immer durch das Einheitliche, durch die Harmonie ihres Verlaufs in allen Theilen aus⸗ zeichneten, ihre passendste Anwendung gefunden zu haben. Kein Umstand, welcher die allgemeine Festfreude zu trüben vermocht hätte, konnte sich hier geltend machen.„Alle für Einen“ so standen die Dirigenten der verschiedenen Vereine da, sich unbedingt dem Festdirigenten Herrn Hof⸗ musikdirektor Mangold in allen ihren so eifrigen Bestre⸗ bungen zur Verherrlichung des Festes stets unterordnend. — Von Alzey, Mainz, Gießen, Worms, Darmstadt und Wiesbaden waren im Ganzen 619 Sänger und Sängerin⸗ nen erschienen. Orchestermitglieder aus Darmstadt, Heidel⸗ berg, Gießen, Wiesbaden, Leipzig, Düren, Mainz, Mann⸗ heim, dessen Gesangverein, wie der Präsident des Fest⸗ comites Prosessor Felsing auf der Festkneipe zu wissen that, wegen der Hochzeitsreise seines Dirigenten nicht mit⸗ wirken konnte und endlich die Herren Peters(erste Vio⸗ line), Derckum(zweite Violine), Breuer(Contrabaß) aus Köln, in deren Anwesenheit sich der Festdirigent, wie er selbst geäußert, so fest fühlte, wie auf einem Fels im wogenden Meer, der allen Sturmeswellen Trotz bietet. Erwägen wir nun, daß zu diesen 619 Choristen und 128 Instrumentalpartieen noch fünf Soli kommen, Sopran durch Frau Peschkta⸗Leutner aus Leipzig vertreten, Alt durch Frl. Hausen aus Mannheim, Tenor durch Herrn Ruff aus Cöln, die Bässe durch die Herren Greger und Oppenheimer aus Darmstadt, so wird man glauben, daß selbst der Raum des Zeughauses für ein solches Zusammenwirken nicht zu groß war. — Nachdem der 1. Festiag, der 26. September, mit den üblichen Empfangs⸗ und Begrüßungsscenen der Gäste, einem Fesizug der Mitwirkenden und zwei Haupfproben, von schönem Weiter begünstigt, zu allgemeiner Befrie⸗ digung avgelaufen war, sollte uns der 27. Sepiember mit dem ersten Hauptconcert einen, in solcher Weise selbst von dem Kühnsten nicht geahnten Genuß verschaffen. Händels klassisches Oratorium»Samson,“ das ganz dem Character des Künstlers als dem Manne rascher aber bewußter künst⸗ lerischer That entspricht und in unmittelbarer überwäl⸗ ligender Kraft das Gemüth des Hörers ergreift, wurde unter der wärmsten Hingebung der Mitwirkenden und begeisterter Theilnahme der Festgenossen in jeder Beziehung vollendet wiedergegeben.— Das zweile Concert am 28. September brachte Beethovens herrliche Symphonie in A., bestehend in Introduction mit Vivace, Allegretlo, Scherzo und Finale, ferner die Sopranarie Gabriels„Auf starkem Fittige schwinget sich der Adler stolz“ aus Haydns Schöpfung, dann als drittes Stück Bachs Moiette„Lob und Ehre und Weisheit“ für achtstimmigen Chor und 4 Soli, deren Klarheit und einfache Größe zumal, als von vollem Chor und Orchester der Schlußchoral ertönte: „Wer faßt wie groß du Schöpfer bist“, alle Gemüther bis in den tiefsten Grund erfaßle um dann das majestätische Schweigen, welches die Größe, das Ueberwältigende des Eindrucks am Treffendsten charakterisirte, in einen wahren Sturm von Begeisterung und Beifall umzukehren.— Den würdigen Schluß des ganzen Festes bildete ein in der That klassisches Werk unseres hochverdienten C. A. Mangold, dessen Frithjof wenigstens zum größten Theil durch die gestrige Aufführung der Verborgenheit enttissen wurde. So war es denn der allgemeine Ausdruck aller Herzen, wenn dem Fesidirigenten, nachdem er zuletzt sein eignes großes Werk dirigirt hatte, der wohlderdiente Lorbeerkranz überreicht ward. Denn nur Mangolds Be⸗ mühungen war es gelungen in kurzer Frist eine solche Menge von Stimmen unter einen Hut zu bringen und die vereinigten Chöre mit sicherer, kunstgeübter Hand zu diri⸗ giren.— Der verschiedenen geselligen Zusammenkünfte der Festgenossen wollen wir vier nur noch vorübergehend ge⸗ denken, indem wir die Aufmerksamkeit besonders auf die Festkneipe in der Turnhalle hinlenken, wo die Gemüth⸗ lichkeit neben verschiedenen Toasten auch durch musikalische und musikalisch⸗humoristische Vorträge gewürzt wurde. Insbesondere sind wir der Mainzer Liedertafel und ihrem trefflichen Tenoristen Bleicher, sowie dem Bassisten Vohsen in dieser letzten Hinsicht zu großem Danke verpflichtet. Möge denn dieses so wohlgelungene Fest baldmöglichst wiederkehren! Aus Herrieden, 27. Sept., schreibt man der„Fr. Z.“: Während in Nordeuropa bei hohem Barometerstand das Thermometer Morgens 7 Uhr noch unser dem Ge⸗ frierpunkt steht und dort fast täglich Nordlichter zu sehen sind, bringen vom Hafen von Gascogne kommende Luft⸗ thäler für den Westen Regen, und bei uns mehr gemischtte Witterung, ohne das heitere Wetter auf die Dauer zu unterbrechen. * Der Genuß von Pferdefleisch scheint in Osnabrück besondere Geschmackssache zu sein. Es wird nämlich von dort berichtet, daß, nachdem daselbst schon seit einigen Jahren zwei Pferdeschlachter mit gutem Erfolg thätig waren, jetzt von zwei Unternehmern eine dritte Pferdeschlachterei ins Leben gerufen worden sei. Bisher kostete dort ein Pfund knochensreies gutes Fleisch 2 Gr. „ Eine Vogelspinne. Ein Schiffer, welcher Blauholz von Stettin nach Graudenz gebracht hatte, fand beim Ausschaufeln seiner Ladung im Holz eine amerikani⸗ sche Buschspinne oder Vogelspinne aus Brasilien noch le⸗ bend an. Das Insect, von dem wohl noch kein Exemplar lebend nach Europa gekommen sein mag, wurde der hie⸗ sigen Töchterschule übergeben. Es ist, nach einer von der „D. Z.“ gebrachten Beschreibung, rauhhaarig, rostfarben, mit Kiefern von fast einem Zoll Länge, und ist mit aus⸗ gestreckten Füßen handgroß; der Biß ist giftig, doch heilbar. O Die Bourbonen. Die Geschicke Spaniens sind für den Augen⸗ blick in den Vordergrund getreten. Die Zeitungs- Artikel, die uns Nachricht von der dortigen B. wegung bringen, werden mit Spannung gelesen, geographische Handbücher und Atlasse werden zur Hand genommen, um die sehr vernachlässigte Geographie dieses Landes aufzufrischen, Geschichts⸗ bücher werden durchblättert, um die spanische Ge⸗ schichte nachzulesen, die uns freilich in den meisten ihrer Kapitel„spanisch“ genug vorkommt. Woher aber das allgemeine Interesse? Spanien ist schon lange her ziemlich abgeschlossen von der lebendigen Völkerbewegung, direkte Beziehungen dahin haben wir blitzwenig. In erster Linie ist es die Theilnahme mit dem Geschick eines Jahrhunderte hindurch miß handelten, geknechteten Volkes. Kein Wunder, meint mancher Leser, die Bourbonen herrschen ja da! In der That, die Bourbonen sind ein heruntergekommenes, entartetes Geschlecht. In Frankreich, in Neapel, in Spanien haben sie gleichmäßig ihre Unfähigkeit zu regieren bewiesen. Wie ein Fluch lastet's auf den Völkern, denen sie gebieten, alles Leben er⸗ stirbt unter ihren Händen. Nur den spanischen Thron hat die Familie noch inne; auf wie lange noch? Die Bourbonen gelangten in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts mit Heinrich IV. auf den französischen Königsthron. Seltsames Geschick eines Hauses, das mit einem so glänzen ⸗ den Namen beginnt, um gänzlicher Entartung anheimzufallen. Der Name Heinrichs IV., der da wollte, daß auch der geringste seiner Unterthanen des Sonntags sein Huhn im Topfe habe, ist heute noch im Segen in Frankreich, und schon Ludwiz XIII., XIV., XV.? Ihr Despotismus und ihre Sittenlosigkeit, ihre Ueppigkeit und ihre gewissen⸗ lose Verschwendung haben die Saat der blutigen Revolution gereift, die den schwachen Ludwig XVI. für die Sünden seiner Väter auf das Schaffot führte. Die Restauration brachte zwar die Bour⸗ bonen in der Person des unfähigen Karl X. auf den Thron zurück, aber schon 1830 vertrieb die Julirevolution ihn und sein Haus— wohl für immer— vom französischen Herrschersitz. Die spanische Krone kam in den Besitz der Bourbonen in Folge des Ausgangs des spanischen Erbfolgekrieges 1714. Der Enkel Ludwig XIV., Philipp, ist der erde Bourbon in Spanien. Seit der Zeit herrscht die Familie da mit wo möglich noch weniger Einsicht, als vorher die Nachkommen Karls V. Das Schreckensgericht der Inquisition, welches über 30,000 Menschen zur Ehre Gottes dem Feuertode überlieferte, die Hunderttausende ungerechnet, die zu andern schweren Strafen ver⸗ urtheilt wurden, schwang seine Geißel fort bis in die neuere Zeit herein, wo man aus Humanitäl anfing, sich mit Galeerenstrafen zu begnügen für die, die der Ketzerei beschuldigt waren oder vielleicht eine Bibel verbreitet hatten.— Der unwürdige Streit zwischen Ferdinand III. und seinem Vater lockte 1808 Napoleon in's Land, und als ein Sei 1844 Lesern genug gibt davon Für den das Stepler e allerall von Afurstl der Jsabeler — b 2351 Der eingetragen der Weise Kraͤmermar Inden handelnde u Alte. Oefft 249 Forden Uberschuldete! tars angetret Noth don 9 derüchschtigur De dahler anzun dried. heimer 9 bur Jurüdha en tt⸗ mischen di jwtiter 9 IN tsamei länjen· tartung der da thantn beute ud pig d ihtt wiser · Mutige XVI. schafe Bout⸗ X AI tb dit l für sig del inischen XIV., S0 nöglid bonn isitict Holte sausenbt „bl N bis hochherziger Volkskampf den fremden Eroberer vertrieben hatte, da riefen neue Zwiste in dem entarteten Königshause neue Spaltungen und neue Kämpfe um den Thron hervor. Ferdinands Ge— mahlin nämlich, die ränkesüchtige Christine, wußte ihn, der keinen Sohn hatte, zu bereden, daß er, den Bestimmungen des salischen Hausgesetzes ent- gegen, seine Tochter Isabella zur Nachfolge be- stimmt. Sein Bruder, Don Karlos, widersetzte sich dem als legitimer Thronerbe, und es kam rach Ferdinands Tode zum langjährigen Kampfe zwischen den Karlisten und den Christinos, den Anhängern der Königin Mutter, die während der Minderjährigkeit ihrer Tochter die Regentschaft führte. Der Kampf endete mit der Vertreibung der Karlisten und der Thronbesteigung Isabellens, die ihren dummen Vetter Franz zum Gemahl nahm. Seit 1844 herrscht Isabella. Wie? das ist den Lesern genugsam bekannt, die heutige Revolution gibt davon Zeugniß. Für den Fall, daß Isabella„veranlaßt“ würde, das Scepter niederzulegen, kämen zum Ersatz für sie allenfalls in Betracht ihr Sohn, der Prinz von Asturien, Don Karlos, Neffe jenes Karlos, der Isabellen den Thron streitig machte und Erbe seiner Ansprüche, und Maria Louise Ferdinande, die Schwester der Königin und Gemahlin des Herzogs von Montpensier. Die„Kölner Ztg.“ brachte dieser Tage eine Schilderung dieser Präten— denten, der wir nachstehende Personalien entnehmen. 1. Prinz von Asturien, 11 Jahre alt, bleich und kränkelnd. Auch der Scharfsinn der Höflings— schmeichelei ist nicht im Stande, einen Zug an dem Knaben aufzufinden, der zu der Prophezeihung berechtigte, er möchte ein tüchtiger König werden. Von der Art, wie er erzogen wird, weiß die gute „Kölnerin“ Merkwürdiges zu erzählen. 2. Don Karlos, geboren in Oberösterreich, 20 Jahre alt, verheirathet mit Margaretha, Tochter des verstorbenen Herzogs von Parma, hat eine schmale Stirne, dichte, fast sich kreuzende Augenbrauen, herabhängende Wangen und trägt den Mund offen. Der berühmteste satyrisch⸗ Poet Spaniens, Quevedo, hat den Satz auf— gestellt:„Dumm sind alle die, die es scheinen, und die Hälfte derer, die es nicht scheinen.“ Es ist dem Leser anheimgegeben zu vergleichen, zu welcher und Korn. vertriebene Familie lehrte ihn die Kunst, sich bei den Völkern beliebt zu machen. N 3. Die Infantin Marie Louise Ferdinande, 36 Jahre alt. Sie verdankt ihrem Gatten eine etwas bessere Erziehung, als die war, die sie von ihrer Mutter Christine erhielt. Trotzdem soll sie weit entfernt sein, sich die Sympathien des Volkes gewinnen zu können. Eine Geschichte davon: In Sevilla räumte ihr einst der Besitzer des schönsten Hauses bei einem Volksfest seinen Balkon ein. Auch ein reich besetztes Büffet läßt er aufstellen und bemüht sich auf alle Weise, ihr seine Ergeben- heit zu beweisen. Die Dame des Hauses empfängt die Fürstin und bestrebt sich, ein Gespräch anzu⸗ knüpfen, das ihr gefallen möge, erhält aber keine Antwort. Endlich thut die Gnädige der Mund auf und ertheilt die hohe Weisung:„Es ist Hofssitte, eine Infantin nicht ohne Erlaubniß anzureden!“— Freilich ist sie die Gemahlin des Herzogs von Mentpensier, und die Prinzen des Hauses Orleans sind sonst von besserem Schrot Leider weiß die„Kölnerin“ auch Hälfte dieses Ausspruchs die Photographie des nichts sonderlich Schmeichelhaftes von dem Herzog Don Karlos paßt. Seine Erziehung erhielt er übrigens von den Jesuiten, und die aus Parma von Montpensier zu sagen.— Die armen Spanier! Markt- Verlegung. 2351 Der diesjährige hiesige Herbstmarkt ist eingetragen, welches aber auf einem Versehen beruht. der Weise auf den richtigen Datum verlegt werden, daß Montag den 19 Oetober der Krämermarkt und Dienstag den 20. October der Viehmarkt abgehalten werden wird. Indem die unterzeichnete Stelle solches dandelnde und gewerbtreibende Publikum zugleich zu recht zahlreichem Besuche eingeladen. Altenstadt den 27. September 1868. Großherzogliche Bürgermeisterei Altenstadt in dem Landkalender auf den 23. u. 24. Oct. Statt dessen soll nun dieser Markt in zur öffentlichen Kenntniß bringt, wird das Kreuder. Oeffentliche Aufforderung. 2249 Forderungen und Ansprüche jeder Art an die überschuldete und unter der Rechtswohlthat des Inven⸗ tars angetretene Erbschaft des Jobannes Konrad Noth von Nieder⸗Florstadt find bei Meidung der Nicht⸗ derücksichtigung Donnerstag den 8. October, Morgens 9 Uhr, dahier anzumelden, Friedberg den 12. September 1868. Groß herzogliches Landgericht Friedberg Reitz, Hofmann, Landrichter. Landgerichts ⸗Assessor. Bekanntmachung 2321 Bei der diesjährigen Verloosung der Framers. heimer Partial⸗ Obligationen wurde die Nummer 12 zur Zurückzahlung gezogen. Dem Inhaber derselben wird der Betrag bis 1. Jan. 1869, von wo die Verzinsung aufhört, gegen Einsendung der Original ⸗Obligalton durch das Handlungshaus J. Lindheimer in Frankfurt a. M. bezahlt werden. Jramersheim am 22. September 1868. SDroß herzogliche R Framers heim rug. Mobilien⸗Versteigerung. 2343 Die zu der Concursmasse des pirsch Maper Sohn dahier gehörigen, zu 14,000 fl. taxirten Mobilien sollen einer öffentlichen Versteigerung gegen Baarzahlung im Laufe des nächsten Monats ausgesetzt und MNontag und Dienstag den 14. u. 18. October, Vormittags 8 Uhr, der Anfang mit den in dem Laden befindlichen Gegen⸗ Händen gemacht werden. Zur Versteigerung kommen: Montag den 12. October, Specereiwaaren ver⸗ schiedener Art, Tabak, Cigarren, Lichter, Seife, Farb waaren, Lacke, 2 Faͤsser Oel ꝛc. ꝛc. Dienstag den 13. Oktober, Eisen⸗, Messing⸗, Stahl⸗ und Blechwaaren aller Art. Butzbach den 25. September 1868. Großherzogliches Ortsgericht Butzbach Küche l. Haus Verkauf. 2348 Ich beabfichtige mein Haus gegen günstige Be⸗ dingungen Abzugs halber zu verkaufen. Dreiftoͤckigee Wohnhaus neren der Post, beste Lage und in gutem Zuftande. Eignet sich zu jedem Geschästsbetrieb. Wilhelm Bieler, C Metzger. Ein guter Schreinergeselle 2340 findet dauernde Beschaͤftigung bet Heinrich Wagner, Schrelnermelfler. Mobiliar- Versteigerung 2356 Montag den 5. October d. J., Vormittags 10 Uhr, sollen in der Wohnung des Chrtstian Philipp Keller dahier die zu dessen Concursmasse geboͤrigen Mobilien, als: 2 Kühe, 1 Wagen, 1 Pflug, 1 Egge, 1 Fruchtfege⸗ mühle, 1 Küchenschrank, 1 Klelderschrank und eine Wanduhr meistbietend gegen baare Zahlung versleigert werden. Beienheim am 26. September 1868. In Auftrag Großberzoglichen Landgerichts Friedberg wum deen Belenheim u t h. Bekanntmachung. Betreffend: Die Verloosung Stadt Alzeper Odligatlonen. 2255 Bet der diesjährigen Berloosung zur Rückzahlung Stadt Alzeper Obligatlonen wurden folgende Nummern der dritten Serie gezogen: 99, 110, 113, 138, 140, 182, 185, 191 und 214. Den Inbabern dieser Obli⸗ gatlonen wird vom 1. anuar 1869 an gegen Aus- bändigung der Original- Obligationen und der nicht fälligen Zinscoupons der Nennwerth durch die Gemeinde⸗ kasse zu Alzey oder durch das Handlungshaus S. Lind⸗ beimer in Friedberg, sogleich dei Anmeldung aus bezahlt. Vom 1. Januar 1869 an hört der Zinsenlauf der gezogenen obigen Nummern auf. Alzey am 15. September 1868. Großherzogliche Bürgermelsserei Alzey Per pennt. Gefunden. 2362 Eine schwarzseidene Mantille ist in der Sand⸗ gasse zu Friedberg gefunden worden. Der Eigentbümer kann sie gegen Erstattung der Inseratgebühren auf hits. Bürgermeisterei in Empfang nehmen. Schwalheim am 28. September 1868. Großberzogliche ne Schwalheim en sel. Ein Bäckerbursche 2360 kann sogleich eintreten bei a Muͤller Bopp, in Reichelsheim. Eine Wohnung, 2365 bestehend in 6 Zimmern, Küche und Kammer, ist von October an zu vermiethen in der Hofapotbeke. Wilh. Sturmfels. „„ eee Neueste Erfindung:! 1747 Die von Sr. Maj. dem Kaiser von Oesterreich 51 ö 1802⁴ lau! Reskript Nr. 1908 ausschl. privo. Politur- Composition ist äußerst beachtenswertb für Tischler, Drechsler und Holzarbeiter zum Fertigpoliren von neuen Möbeln, und für Private ꝛc. zum Aufpoliren von alten und abgestandenen, ober solchen Möbeln, wo das Oel hervortritt.— Dutch diese Composition wird das zeitraubende und kostspielige Fertigpoliren von neuen Möbeln durch Spiritus gänzlich beseitigt, da durch Anwendung einiger Tropfen in wenigen Minuten ein Tisch oder Kasten fertig polirt ist, und kann dei einem mit dieser Composilion polirten Gegenstand das Oel nie hervortreten.= Die Anwendung ist höchst einfach, das Resultat überraschend 2 Ate und abgestandene Möbel können durch ein- faches Reiben minelst eines befeuchteten Leinwand⸗ lappens überpolirt werden und erhalten einen Hoch- Zlanz, welcher durch das Poliren mit Spiritus nie erzielt werden kann.— Mit einem Fläschchen dieser Composition kann man ohne Beihilfe des Tischlers in einigen Stunden eine complete Zimmereinrichtung renoviren. Haupt- Versendungs- Depöt en- gros et en- détail dei Friedrieh Müller, k. k. Privilegtums⸗Inhaber, in Wien, Gumpendorf, Hirschengasse Nr. 8, wohin die schriftlichen Aufträge erbeten, und gegen Zinsendung des Betrages(da bei Versendungen nach dem Auslande Postnachnahme nicht möglich ist) ningehend effestuirt werden. Preis: 1 Flacon(mit Belehrung) 15 Sgr.— 1 Dutz. Flacons 4½ Thlr. 2 Weniger wie 2 Flacons können nicht ver⸗ sendet werden. Aviso 11! Man bittet diese Annonce nicht un⸗ berücksichtigt zu lassen. Da bei richtiger Anwendung dieser Composition solche Vortheile erzielt werden, daß die bis jetzt übliche Art des Polireus bald ganz dieser neuen praktischen und billigen Erfindung weichen muß, so ersucht man das P. T. Publikum sich durch einen Probeversuch davon zu überzeugen, und weisen wir auf das veröffentlichte Zeugniß eines der ersten wissenschaftlichen Kapacitäten Deuischlands, sowie auf die Resultate, welche in Oesterreich durch die Politur⸗ Composition erzielt wurden, hin. Eleichzeitig wird auf die neu ermäßigten Fracht⸗ Tarife ausmerksam gewacht, durch welche die Fracht⸗ spesen bedeutend reduzirt wurden. Es wird ersucht, bei brieflichen Bestellungen den Betrag gleich mitzu— senden, da Versendungen nach dem Auslande pr. Postnachnahme oder Postvorschuß hier nicht angenom— men werden. Zeugniss: Sehr geehrter Herr! Vor einigen Tagen wurde mir eine Probe Ihrer Politur-Composition übergeben mit dem Ersuchen, selbe einer chemischen Analyse ihrer Bestandtheile zu unterziehen. Ich babe mit einem Patent bevorzugte diese Probe einer genauen sowohl qualitativen als quantitativen Analyse unterworfen und deren zweck— mägige Zusammensetzung völlig für gut befunden zc. ze. Ihr ergebenster Dr. Werner, Olrektor des polytechnischen Institutes in Breslau. Glace-Handschuhe“. e 3 Vom 1. October an kann auf den Anzeiger wieder abonnirt werden. Nie Henkel. 2361 Sonntag den 4. und Montag den 5. October findet zur Feier des hiesigen Kirchweih⸗ festes gutbesetzte Tanzmusik bei mir statt, wozu freundlichst einladet Bad Nauheim. Carl Henkel. Kirchweihfest zu Vauernheim. 2363 Sonntag den 4. und Montag den 5. und Tanzmusik statt, wozu freundlichst einladet Joh. Dechert's Wittwe. Bauernheim. October findet bei mir gut besetzte Harmonie⸗ Wirthschaft zum Schwanen. Spiel ⸗ Karten, 2258 mit Stempel von 0 kr. an per Dutzend. Schul-Schteibhefte in blauen Umschlägen à 3 Bogen, starkes weißes Pap er, liniirt 2 fl. 24 kr. und 2 fl. 48 kr. per 100 Stück. Linürtes Papier zu Schul⸗-Schreibheften 2 fl. 48 kr. und 3 fl. 18 kr. per Ries. Vollständiges Lager aller Verwaltungs- Formulare. Ganß in Vübel. Juchdruckerti, Juchbindetei, Spielkartensabrik und Schttibmaterialienhandlung. Kleider⸗-Magazin von C. F. Schleuning. 2350 Zur bevorstehenden Herbst⸗ und Winter⸗Saison empfehle mein reichhaltiges Lager sehr eleganter Haveloks, Paletots, Jacquettes, Hosen, Westen, Schlafröcke, ꝛc. ꝛc. zu äußerst billigen Preisen. Hofapotheke a Mohren. Friedberg. 2364 Aechten alten 8* per Schoppen 5 8 „ Flasche 1 fl. 12 kr. e, sowie felusten Madeira und Xeres empfiehlt billigst Wilb. Sturmfels. Ein Regeuschirm 7368 wurde von einem Reisenden, Namens pemmer de, in einer Spezereihandlung oder Bierwirtbschaft vor circa 10 Tagen stehen gelassen. Man bittet, denselben im ee zu den 3 Schwertern abgeben zu Ein Mitleser 2359 des Frankfurter Journals, wo möglich in der Nähe des Mainzer Thores, wird gesucht. Näheres bet der Expedition d. Bl. Wiener Bier 2366 in Schoppen bei M. Hertlein. Eine Parthie Mist& Pfahl, 2367 auch elnen guten Hof hund verkauft Heinrich Weller. Kegenschirme 501 in Seide, Alpaka und K. Friel zu sehr billigen Preistn bei K. Friedrich, neben der Post in Friedberg. Fruchtpreise. Per Malter. Friedberg, 29. September. Waizen 12 fl. 15 kx; Korn 8 fl. 40 tr.; Gerste 7 fl. 45 kr.; Haser 5 fl.— tr. Frankfurt, 28. September. Walzen 12 fl.— kr.; Kort 10 fl. 15 kx.; Gerste— fl.— kr.; Hafer 9 fl. 10 tr. Grünberg, 26. September. Waizen 12 fl. 21 tr.; Koti 9 fl. 6 kr.; Gerste 7 fl. 28 kr.; Hafer 4 f. 55 kr Molter 8 fl. 35 kr.; Erbsen 9 fl. 5 kr.; Wicken— fl. — kr.; Saamen 14 fl. 10 kr.; Kartoffel» 2 fl. 5 kr Mainz, 25. Sept. Waizen 12 fl. 26 kr.; Korn 9 fl. 35 kr.; Gerste— fl.— kr.; Hafer 6 fl. 7 kr.; Kartoffeln 3 fl. 40 kr.; Roggenstroh per 100 Gebune 23 fl.— kr. Kirchweihfest zu Söͤdel. 2357 Nächsten Sonntag den 4. und Montag den 5. October findet zur Feier der hiesigen Kirchweihe bei mir gut besetzte Tanzmufik stalt unter Mitwirkung des Musikcorps des 1. Jägerbataillons. Für gute Spelsen und Geiränke ist besfens gesorgt. 1 Södel. E. Schneider, Gastwir th. Brodpreise vom 1. bis 18. October. Nach eigener Angabe der Bäcker. Für Friedberg: 2 Waizen, ½ 1/ Korn, ½ Waizen. Erste Sorte 4. 15 Zweite Sorte 4 8 13 kr. 7% 1 77* 2 4 67* ** 1* 4 L 3½„ 2½ Loth Milchwaaren 1 kr. *** 125 95 Loth Wasserwaaren 1 r. Für Nauheim: Kasseler Brod 4 8 18 kr. 2 „ Erste Sorte 4 8 16½½ kr. Zweite Sorte 4 8 1 kr. **„ 87*„ 0 ** 1*.„ 0 1* 3½* Für Butz bach: Erste Sorte 48 15 kr. Zweite Sorte 48 13 kr. 1 7„ 2„ 1 3½ *** 12 3%„ 1„ 1 75 Fleisch⸗ ꝛce. Preise vom 1.— 18. Oet. Nach eigener Angabe der Metzger. Für Friedberg: Ochsenfleisch pr. 15 kr., Schweinefleisch pr. J 18 kr. Kuhfleisch, gem. 2 Leber⸗ u. Blutwurst 24„ Rindfleisch, gem. 17„ Bratwurst 26„ Hammelfleisch 15„ Schwartenmagen 28„ Keil und Carre 15„ Geräucherter Speck 32„ Kalbfleisch 14„ Doörrfleisch 268 Keil und Carre—„ Schinken 26 Nierenfett 24„ Schmalz, ausgel. 32„ Hammelsfett 16„ Schmalz, unausgl. 8„ Ausnahmspreise: Dörrfleisch bei Heinrich Gerth, Jacob Ruppel, A. Vogt's Erben 24 kr.— Schinken bei Peter Engel, Philipp Engel II., Heinrich Gerth 28 kr. und A. Vogt's Erben 24.— Hammellleisch, Keil und Carre 16 kr. bei H. Gröninger.— Ochsen⸗ 810 und Kuhfleisch 16 kr. bei Neuhof und Imroth's itiwe. Für Butzbach: Kuhfleisch, gem, 16 Ochsenfleisch Pr. J 19 kr. Schweinefleisch pr. 18 kr. „Leber- u. Blutwurst 20 Rindfleisch, gem.,„ Bratwurst 24. Hammelfleisch 16„ Schwartenmagen 24„ Keil und Carre 17„ Geräucher ter Speck 28 7 Kal bfle isch 14„ Doörrfleisch 1 Schaaffleisch—„ Schinken 28 7 Nierenfett 20„ Schmalz, aus gel. 30 Hammelsfett 20„ Schmalz, unaus gel. 8 Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. Wiener Werse Mitgetheilt von 5 1 e Oest. 250 fl. b. R. 1839 140½ G. S. Lindhaeltmer. F ran 14 u r t er C O Urs. 1„ 20 66 P 5 2„100 Pr. L. 1858 142 4 30. September 1868. Cours der Staatspapiere. 8„ 500 v. 1860% 71% 6 Oesterr. 50% Met. 1859 1. Lst.] 60½½ 6. Gr. Hess. 4% Obligat. 90% P. 2 4. 100 fr. v. 4864 9% 50% Nat.-Aul. 1554 52 0. 5 3½)% Obligation. 85 ½ 0 2 sches Tol. 10-L. 10% F. 5 50% steuerfreie Oblg. 50½ G Nassau 4½% Obl. b. Rth. 94% P 7 ned. 35 fl. Leose 1 rreussen I 4½1/ Obiigat. b. Kth. 95 8% P, bee e 2 Korb. 40 Thl.-K. b. B. 54/0 5 3% nne do. 89 P. burbes, 4% Ob. b. 1. 4 10588 P 2. Hess. 50 fl T. b. k. 40% 2 Bayern e Obligation. 10155 E Frankl. 3½% Obligat. 80%(— 12„„* 2„ 5 19 70 lahr. b. kth. 96½ 5 55 2 30% 1 17 5 5 8 Nass. 25 fl. 2 b. R. 35¾ P. 2 0 do 90&. Kussland 5% Obl. 1. L. à fl 12 85½½ C La. Würtemb. 47 5% Obl. o. Rth. 94½ G6 0 Finnland 4½% Pfdbr. R. 105 80 P.* Pistolen e 5 4% do do 88 G. Schwede 4½% O. 1. R. à 105 86 ¼ G 12 7 Doppelte„ 9 50 Badeu 4% Obligat. 94½ G. 5 4½0ÿ% Prb. i. R. 4 105——„2 Preuss. Friedrd'or„ 9 58½—59½ 5 4% Obligat. 186¼½/ G F.-Amer. 60% St. 1. E. 1882[76½¼ G. 3 Holl. fl. 10 Stücke„ 9 54.56 Voll einbezahlte Eisenbahn- Actien und Prioritäten.*. 5 9 2977 0 —„ 4½% Bayr. Ostbahn 127% 6. s 2% Lis. C. B.& P. Z. fr. 2 25 Kr. 20 C. 2 Engl. Sovereigns,.„ 11 5438 50% sächsische Pfandbr. b. R. 93 ¼%/ P. 5% Tos. Centr- 5 Pr. 13 Kuss. Imperiales 9 30 30% Oésterr. St.-Eisenb.-Prior. 52½ G. ö 50% R% 1 6.„ doeld pr. Zoll- FI. 8% Oest. Sül St. u. Lomb. E. B. 95¼ P 5% do. neueste Emiss.% 73½ 6 Anh. Sub. pr. Z. PT... 30% Oest. Süd. St. u. Lomb. E. BB. 43½ G. 4 4¼/%% Kaas. Lud wiesen Prior. 94½ G 8 Preuss. Kassensch.„ 1 44%%j'— 45 ½ — Für An- und Verkauf aller Werthpapiere eiupsiehlt sich bestens unter Zusicherung reeller Bedienung und ertheilt gerne jede gewünschie — 0 155—1102³¼1 6. Auskunft über Verloosungenu, Coupons- Zahlupgen u. 3. W. Dollars in Gold(, 22728. . Lindheimner in Friedberg. Anekdokel, Annoncen 3 kr. berec Zum geneig 3 17 — Betreffend Das Unt Auschaffung Inhalt erlei Beltefsend De aus Oberh. über Schult Di für ihren! Un des Provin D U. ——— Hessen Kegierungsb J. Geset, fa Wen II. Metann a Gase n Giaßhe 0 Vasteue wum 0 delcher mit de dis zum g. nicht vor dem Theil gekündi aue dem Auel, Wahn be del 1. U hum i dan ungen fg 5 de 0 N.