25. 14 71. 10⁰ Gebun! 1867. Samstag den 31. Auguft.. 103. Anzeiger für berhessen. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. * Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. 2 Amtlicher Theil. Betreffend: Das zu frühe Etnerndten des Obstes in den Gemeinden des Kieises Friedberg. an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Das Großherzogliche Kreis amt Friedberg Bei der zum Theil sehr reichen Obsterndte weisen wir Nr. 74 des Intelligenzblattes von Einhaltung zu überwachen und durch die Polizeidiener und die Feldschützen überwachen zu Bestrafung zu bringen. Die nach F. 1. von uns festzusetzenden Ta ge Sie an, 1860 und in Nr. 70 des Intelligenzblattes von 1864 enthalten) in Anwendung zu bringen, deren pünktliche der Einerndtung des Obstes zu bestimmen, mehrerer Baumstückbesitzer, es bedarf daher einer Vorlage hierüber an uns nücht. Friedberg den 29. August 1867. die Bestimmungen des Reglements vom 18. September 1860(in lassen und Zuwiderhandlungen zur Anzeige und überlassen wir Ihnen unter Zuziehung „„. Betreffend: Die Liquidation der im Feldzuge von 1866 an die Großherzogliche Armeedivision geschehenen, unbezahlt gebliebenen Lieferungen und Le istungen. sselbe a n Friedberg am 28. August 1867. die selben. Indem wir Ihnen die in obigem Betreffe erfolgte Entschließung Großherzoglichen Ministeriums des Innern vom 27. d. M. zur Nr. M. d. J. 9511 nachstehend im Abdruck zur Nachricht mittheilen, tragen auf, uns so zeitig Bericht unter Beischlu Fristen die ersorderliche Vorlage bei Großh. Kriegsministerium zu machen im geltend gemacht werden wollen, wir Ihnen für den Fall, daß von Ihren Gemeinden noch Forderungen ß der Beurkundungen zu erstatten, daß wir innerhalb der bestimmten Stande sind. Tei Darmstadt am 27. August 1867. Das Großherzogliche Ministerium des Innern an die Großherzoglichen Kreisämter. Da nach Mittheilungen des Großherzoglichen Kriegs winisteriums ein baldiger Abschluß der Feldkriegskasse⸗Rechnung sehr wünschens⸗ werth ist, ein solcher aber durch verspätete Anzeige von Forderungen, welche inländische Gemeinden für Kriegsleistungen an die Großh. Armeedivision zu erheben haben, verzögert wird, so bestimmen wir, im Einvernehmen mit dem Großherzoglichen Kriegsministerium das Nachstehende: 1) Etwa noch unerbobene Ansprüche für Lieferungen und Leistungen an die Großherzogliche Armee⸗Division während des Feldzuges im Jahre 1866 find bis zum 30 September laufenden Jahres durch Sie bei dem Großherzoglichen Kriegsministerium anzumelden; 2) Etwaige Reclamationen gegen Abstriche, welche an den bereits angemeldeten Forderungen durch die von dem Großherzoglichen Kriegsministerlum niedergesetzte Revisionsbehörde vorgenommen worden sind, sind innerhalb einer Frist von sechs Wochen, welche vom Tage der Mittheilung des Nevisionsergebnisses an die Ortsbehörde an zu laufen beginnt, durch Sie bei dem Großherzoglichen Kriegsministerium zu erheben und zu begründen. Für die Erhebung und Begründung von Reclamationen gegen Revisionsabstriche welche den Orts⸗ bebörden vor dem 1. September l. J. bekannt gegeben worden sind, beginnt diese Frist mit dem 1. September l. J. Wir beauftragen Sie, dieß mit dem Anfügen zur Kenntniß Ihrer Kreiseingesessenen zu bringen, daß alle noch nicht angemeldeten Ansprüche für Lieferungen und Leistungen an die Großherzogliche Armee⸗Division während des Feldzuges des Jahres 1866, welche auch in dem, nach Nr. 1 festgesetzten Termin bei dem Großherzoglichen Kriegs ministerium durch Sie nicht zur Anzeige gebracht werden würden, auf administrativem Wege keine Berücksichtigung finden könnten, und daß das Nämliche bezuglich der Reclamationen gegen Revisionsabstriche der Fall sei, welche innerhalb der unter N. 2 anberaumten Frist bei dem Großherzoglichen Kriegsministerium durch Sie nicht eingereicht und begründet worden seien. Sie wollen das Nothige anordnen, damit die in vorstehendem Ausschreiben bestimmmten Fristen durch Sie gewahrt werden konnen. v. Dal wig k. Lotheißen. 1 Die Tilgungsrenten des Jahres Zahltagen, Dienstags und Donnerstags, erhoben und erfolgt vom Die Heberegister über die Tilgungsrenten liegen bei den Friedberg den 29. August 1867. kannt m a ch u 1867 werden in den Monaten September, October und November mit der directen Steuer an den 15. jeden Monats ab das Beitreibungsverfahren. betreffenden Bürgermeistereien drei Tage zur Einsicht offen. n g. Großherzogliche Distriets-Einnehmerei Friedberg Bit sch. Hessen. Darmstadt. Der Finanzaus⸗ schuß zweiter Kammer hat einen„Abschluß des jährliche Ueberschuß beträgt biernach in Folge der ständischen Beschlüsse 420,529/ fl., also lera angenommen haben, daß an dem wirklichen Vorhandensein derselben nicht mehr zu zweifeln ist. Wenn auch die Bösartigkeit der Krankheit in der Haupt⸗Voranschlags der Staats⸗Einnahmen und Aus gaben für 1866— 1868 nach den Beschlüssen der Stände“ zusammengestellt, welchem wir nach stehende Ziffern entlehnen: Der Voranschlag, so wie er von großherzoglichem Finanzministerium vorgelegt worden war, hatte die durchschnittliche jährliche Einnahme auf 9,297.088 fl., die Aus- gabe dagegen auf 9,237,451 fl. berechnet, so daß ein durchschnittlicher jährlicher Ueberschuß von 59,637 fl. verblieb. Nach den Beschlüssen der zweiten Kammer dagegen, welchen die erste Kam⸗ mer(nachdem eine Einigung über den Mehrbetrag von 6000 fl. für Gesandtschaftsgehalte erzielt worden war) in allen Punkten beigetreten ist, be⸗ rechnet sich die durchschnittliche jährliche Einnahme auf 9,248,357 ¼ fl., also 48,730/ fl. weniger als im Voranschlage vorgesehen, die durchschnitt⸗ liche jährliche Ausgabe dagegen auf 8,827,827 ¼ fl., also jährlich um 409,623¼ fl. weniger als im Voranschlage vorgesehen. Der durchschnittliche 360,892¾ fl. mehr als im Voranschlage vorge- sehen war. — Nach der„Darmstädter Zeitung“ sind Geheimerath Seitz zum Genexalstaatsprocurator beim Ober⸗Appellations- und Cassations-Hofe an Stelle des in Ruhestand getretenen Generalstaats- procurators Emmerling und der bisherige Geheime Hofgerichtsrath Eigenbrodt und Be⸗ zirksrath Röder zu Mitgliedern des höchsten Gerichtshofes ernannt. — Des Großberzogs K. H. ist am 27. d. M. von Leopoldskron hierher zurückgekehrt. Auf An⸗ regung des Gemeinderaths wurde demselben unter Vorantritt eines Musikcorps und unter Betheili⸗ gung von etwa 300 Sängern am Abend im Schloßhof eine Serenade gebracht. — ueber die choleraartigen Erscheinungen in Gernsheim berichtet die„Darmstädter Zei— tung,“ daß dieselben in den letzten Tagen so ent- schieden den Character der asiatischen Cbo⸗ letzten Zeit gestiegen, so ist dies die Zahl der Erkrankungen keineswegs. Von Seiten der Be⸗ hörde sind die umfassendsten und energischesten Maßregeln ergriffen worden. — Die neueste Nummer der Mittheilungen Großherzoglicher Centralstelle für Landesstatistik enthält eine Uebersicht des Viehstandes in unserem Lande nach der zu Ende des vorigen Jahres erfolgten Aufnahme. Die Zusammenstellung bezieht sich indessen nur auf diejenigen Landes- theile, welche von den in Folge des Friedensver⸗ trages mit Preußen eingetretenen Territorsalver⸗ änderungen nicht berührt wurden. Es sind in derselben also die Bestände aus den abgetretenen und den neuen Gebietstheilen nicht enthalten. Es betrug der Bestand an Pferden 42,370 Stück, an Rindvieh 258,886 Stück, an Schafen 168,157 Stück, an Schweinen 162,444 Stück u. s. f. An Pferden und Schweinen lieferte die Provinz Starkenburg das größte Contingent, während die größte Menge von Rindvieh und Schafen sich in Oberhessen vorfand. Ein absolutes Maximum ergibt sich für den Viehstand der Provinz Rhein— hessen nur bezüglich der Bienenzucht, deren Um⸗ fang beinahe dem der beiden anderen Provinzen gleichkommt. Der Gesammtviehstand unseres Lan- des, auf Rindvieh redueirt, betrug 350,730 Stück, welcher Zahl ein Capitalwerth von 29,993,226 Gulden entspricht. Preußen. Berlin. Die„Kreuzzeitung“ sagt: Wenn Oesterreich und Frankreich sich über die Lösung aller europäischen Fragen vereinbaren, würden Rußland, England und Preußen auch nicht müßig bleiben; die Salzburger Zu— sammenkunft trage die Schuld, wenn das Mißtrauen wiederum wachse und eine Vermehrung der Rüstungen nöthig werde.(I)— Dasselbe Blatt will weiter wissen, daß in Berlin, auf den Wunsch Dänemarks, vertrauliche Besprechungen über die preußischerseits geforderten Garantien betreffs Nordschleswigs gepflogen würden. — Dem Reichstage soll auch ein Gesetz— entwurf über die Verpflichtung zum Kriegsdienst im norddeutschen Bunde vorgelegt werden. — Um einen Anhalt für die künftige Stärke der süddeutschen Heere zu erhalten, möge die Thatsache angeführt werden, daß Preußen nach seiner jetzigen Heeresgestaltung auf 23,578,000 Einwohner folgendes Heer stellt: 304 Bataillone Linien⸗Infanterie(mit Jägern,) 320 Schwadro— nen Cavallerie und 180 Feldbatterien, also in runden Zahlen auf 77,500 Einwohner ein Ba— taillon, auf 74,000 eine Schwadron und auf 43,100 Einwohner eine Feldbatterie von sechs Geschützen. Nach diesen Ansätzen würden zu stellen haben: Bayern(auf 4,744,000 Einwohner) 62 Bataillone, 64 Schwadronen, 36 Batterien; Württemberg 22 Bataillone, 24 Schwadronen, 13 Batterien; Baden 18 Bataillone, 19 Schwa⸗ dronen, 11 Batterien; Hessen 11 Bataillone, 11 Schwadronen und 6 Batterien; gibt im Ganzen 113 Bataillone, 118 Schwadrenen und 66 Bat— terieen auf 8,768,000 Einwohner. — Von Preußen sind bis jetzt Militär⸗Con⸗ ventionen mit folgenden norddeutschen Staaten abgeschlossen worden: Weimar, Meiningen, Co- burg, Altenburg, Schwarzburg⸗Rudolstadt, beide Reuß, Oldenburg, Anhalt, Schwarzburg⸗Sonders⸗ hausen, beide Lippe, Lübeck, Bremen, Hamburg. Mit Waldeck steht der Abschluß einer Convention bevor. Es bleiben demzufolge nur noch Braun- schweig und die beiden Mecklenburg, welche letzte⸗ ren die neue Organisation ihrer Streitkräfte de⸗ sinitiv in die eigene Hand genommen haben. Endlich ist auch noch, aber auf wesentlich anderer Grundlage, als mit den angeführten Staaten, eine Militär Convention mit Darmstadt abge⸗ schlossen worden. — Die„Provinzial⸗Correspondenz“ bestätigt, daß in Kurzem in Berlin mündliche Verhandlun⸗ gen über die Bedingungen der Abtretung nord- schleswiger Districte stattfinden werden, so⸗ bald die dänischen Commissarien ernannt sind. — Die Hauptberathungsgegenstände der hes⸗ sischen Vertrauensmänner soll die Kreis- vertretung und Ständevertretung im Regierungs- bezirk Kassel sein; sonstigen etwaigen Wünschen der Vertrauensmänner will die Regierung möglichst entgegenkommen. — Noch fortwährend forschen verschiedene Re⸗ gimenter nach Verschollenen aus dem vorjährigen Kriege. Von den in dem preußischen Heere ver⸗ mißten 2925 Militärpersonen haben über 2198 sichere Ermittlungen gewonnen werden können. Der Verbleib der übrigen 727 Militärs ist bis. her nicht festzustellen gewesen, während die übri⸗ gen theils von ihren Truppentheilen abgeschnitten oder als Verwundete in Privatpflege übergegangen waren. Auch von österreichischer Seite wird noch nach Vermißten gesucht. — Die preußische General ⸗Postbehörde hat mit der Lebens versicherungs⸗Gesellschaft„Nordstern“ in Berlin einen Vertrag geschlossen wegen Ver⸗ sicherung der Unterbeamten im ganzen Ressort dieser Behörde; der Handelsministex hat eine be— deutende jährliche Subvention zu diesem Zwecke bewilligt. Wiesbaden. Die Einführung der preu— ßischen Medieinaltaxe erscheint als eine Besteuerung, welche besonders von unserer Landbevölkerung sehr schmerzlich empfunden werden dürfte, da das Kranksein in Nassau seither mit außerordentlich geringen Kosten verbunden war. Ein Recept kostete nur 8 Kreuzer, während in der Folge der Arzt 8 gute Groschen S 35 Kreuzer dafür be— rechnen kann. Bremen. Kaum noch hat die Vorstand⸗ schaft der deutschen Gesellschaft zur Ret— tung Schiffbrüchiger einen mit reichen Ga— ben gezierten Rechenschaftsbericht veröffentlicht, so ist die Gesellschaft auch schon wieder in der Lage, von einer Rettung von sechs Schiffbrüchigen durch eines ihrer Rettungsboote berichten zu können. Der Vorfall ereignete sich bei der ostfriesischen Station Spiekeroog am 2. d. M. und betraf das gestrandete Schiff„Christine,“ Capitän Laiß, wel⸗ cher selbst nebst Frau und zwei Kindern, sowie seinen zwei Matrosen trotz heftiger Brandung und augenscheinlichster Todesgefahr für die Hülfesuchen⸗ den und Hülfebringenden durch ein neues 20füßi⸗ ges Francis-Patent-Boot unter dem Vormann K. Janßen gerettet wurde. Möge das gemein— nützige patriotische Unternehmen stets Förderung und Unterstützung finden. Bayern. München. Eine unter der Redaction von Julius Fröbel dahier neu er⸗ scheinende Zeitung„Süddeutsche Presse“ spricht sich in ihrem Programm dahin aus: Bayern als Hauptrepräsentant der Südstaaten nimmt die Ver⸗ mittelung zwischen Preußen und Oesterreich zur Vermeidung eines Conflictes beider Staaten auf sich. — Der jetzige regierende König Ludwig II. von Bapern war am 25. August d. J. 22 Jahre alt, während an demselben Tage sein Großvater, König Ludwig I., 81 Jahre zurückgelegt hat. — Der deutsche Juristentag zählte dießmal, die hiesigen inbegriffen, etwa 500 Mitglieder. Bayern war erklärlicherweise am zahlreisten ver⸗ treten. Viele Oesterreicher, sehr wenige Preußen, verhältnißmäßig mehr Sachsen waren anwesend. Der sächsische Geheimerath v. Wächter wurde durch Aecclamation zum Präsidenten gewählt. — Graf Beust hat hier erklären lassen, daß die Salzburger Verhandlungen sich nicht auf Süddeutschland bezogen hätten, und daß beide kaiserliche Regierungen in der Absicht einig seien, sich von einem Eingriffe in die Verhältnisse zwi⸗ schen anderen Staaten fern zu halten. Frankreich Paris. Marschall Bazaine, der von vielen Seiten wegen seiner Verwaltung in Mexico aufs Heftigste angegriffen wurde, soll sich, wie es heißt, an die Regierung gewendet haben, um von ihr eine Art offitiellet Gutheißung seiner in jenem Lande ergriffenen Maßregeln zu erhalten und sich so gegen die erwähnten Angriffe zu decken. Da er hiermit nicht durchgedrungen wäre, so hätte er beschlossen, ein Memoire aus⸗ zuarbeiten, um sich über Alles, was man ihm zur Last gelegt hat, zu verantworten. — Ueber die Salzburger Zusammenkunft sagt der Abend„Moniteur:“ Dieselbe sollte, anstalt die Mächte zu beunruhigen und gegen sich einzu⸗ nehmen, vielmehr als eine neue Garantie des Friedens betrachtet werden. — Die revolutionäre Bewegung in Spanien soll im Zunehmen begriffen, die Zahl der Insur⸗ genten bereits auf 18,000 herangewachsen sein. — Die französische Regierung bereitet ein Circular an ihre diplomatischen Agenten über die Salzburger Zusammenkunft vor. — Die Pariser„Presse“ will wissen, daß auch die römische Frage Gegenstand der Bespre⸗ chung in Salzburg gewesen sei. Franz Joseph hätte ein lebhaftes Interesse für Erhaltung der weltlichen Macht des Papstes bekundet, worauf Napoleon erwiedert habe, daß seine Anhänglichkeit für das Papstthum unerschütterlich sei. Aus Rußland wird gemeldet, daß eine geheime Ordonnanz des Unterrichts⸗Ministeriums die Entfernung aller Lehrer und Lehrerinnen fran⸗ zösischer Abstammung anordnet. Diese Maßregel soll motivirt sein durch die Immoralität der fran⸗ zösischen Gesellschaft, die sich in dem Urtheil der Jury in dem Proceß Bereczowski manifestirte!! Amerika. Die Ermordung Lopez', des Verräthers Kaiser Maximilians, findet in Privatbriefen aus Mexico, welche in Newyork eingetroffen, ihre Bestätigung. Es heißt in den⸗ selben: In einem Hotel in Puebla hielt sich der Verräther auf, nachdem sein Weib sich von ihm losgesagt hatte. Eines Morgens frühe traf ein Fremder ein, der sich mit den Stallburschen zu schaffen machte und nach dem General fragte. Er war nicht zu Hause, sollte aber zum Mittagessen zurückkehren. Der Fremde wartete, ließ sich bei seiner Rückkehr Lopez zeigen und nahm ihm gegen⸗ über am Tische Platz. Nachdem er dann ein Glas Wein getrunken, stand er bedächtig auf, zog plötz⸗ lich ein Messer, mit dem er sich auf Lopez warf und ihn mit neun Stichen durchbohrte. Dann nahm er seinen Hut und verließ das Haus mit den Abschiedsworten:„So sollte man alle Ver⸗ räther belohnen.“ Niemand trat ihm in den Weg; Niemand suchte ihn festzuhalten; ungehin⸗ dert verließ der Rächer den Ort.(7) Friedberg. Am 27. d. M. fiel in der Nähe bes früheren Nauheimer Chausseehauses ein kleines Kind aus dem Abends 629 unsere Station passirenden Franlfurt⸗ Berliner Schnellzuge durch die nicht fest verschlossene Wa⸗ genthüre, wunderbarerweise so glücklich, daß es nur unbe⸗ deutende Verletzungen davontrug. Die Gefahr für das Kind war um so größer, als ein in entgegengesetzter Rich⸗ tung heranbrausender Zug der betreffenden Stelle sich schon sehr genähert hatte, so daß der herzueilende Bahnwärter Schmidt kaum Zeit gewann, das Kind von dem Geleise zu entfernen und so aus drohendster Lebensgefahr zu retten.— Wir benutzen diese Veranlassung, darauf auf⸗ merksam zu machen, wie sehr dem reisenden Publikum Vorsicht in Bezug auf richtigen Verschluß der Thüre an den Eisenbahnwaggoas zu empfehlen ist und wie diese Mahnung ganz besonders in Begleitung von Kindern nicht genug beherzigt werden kann. rankfurt. Der Pferdemarkt ist zu Ende und Nun die Berichte Über denselben dahin, daß man in Anbetracht ber Zeitverhältnisse mit dem Ergebniß zufrieden sein könne; die gehegten mäßigen Erwartungen seien über⸗ troffen worden. Der Thätigkeit des Comite's wäre es ge⸗ lungen, Käufer aus weiter Ferne hierher zu ziehen und wohl nur dem Mangel an entsprechender Waare sei es zuzuschreiben, daß viele Käufer mit leeren Händen und vollem Beutel wieder abziehen mußten. Von den zu Markt gebrachten Acker⸗ und Arbeitspferden, welche sich auf 623 Stück beliefen, wurde etwas über die Hälfte verkauft, von den 445 feineren Wagen- und Reilpferden etwa ein Drittel. Was das Resultat der Verloosung anlangt, so gewann den Hauptpreis, Wagen mit vier Pferden, Herr K. Beierle in St. Gallen auf Nr. 33241; den 2. Preis Hr. Geissert hier auf Nr. 1532; 3. Preis Hr. Ch. Misser in Fauerbach Kreis Nidda auf 6989; 4. Preis Hr. Popp in Eckertshausen auf 10606; 5. Preis Hr. Dr. med. Ohlenschlager hier auf 1779: 6. Pceis Hr. Gillermann hier auf 3001; 7. Preis Hr. Veit hier auf 29707; 8. Preis Hr. Zimmermann jun. in Schims⸗ heim bei Wörrstadt auf 15330; 9. Preis Hr. Schmitus in Wiesbaden auf 20410; 10. Preis Hr. M. Abentritt hier auf 14857 u. s. w. Hr. H. Focbach in Butzbach gewann auf 3 Loose 5 Pferde, und zwar 1 englischen dunkelbraunen Wallach, Loos 18529, 1 Paar Wagenpferde, Loos 19364, und 2 hannover'sche Stuten, Loos 21190. Frankfurt. Gegenüber den vielen Gerüchten, welch e sich fortwährend über das Befinden des alten Domes verbreiten, wird von authentischer Seite erklärt, daß nach vorgenommener Untersuchung die Gewölbe des Querschiffes und Chores bis auf Unwesentlichkeiten nicht beschädigt sind und daher erhalten bleiben. Von dem Langhaus wird der schadhafte Theil vorerst durch eine Bretterwand von dem übrigen Raum der Kirche getrennt, damit der letztere ür den Gottes dienst alsbald wieder benutzt werden kann. Die Kirche wird ein provisorisches Dach mit Dachpappe e erhalten, denn es liegt im Interesse der noch wohl erhaltenen Gewölbe, dieselben so schnell als möglich gegen Nässe zu schützen. Mit dieser Arbeit ist bereits begonnen worden. Mainz. Die„Nürnb. K.“ schreibt: Am 20. Mai l. J. wurde ein gewisser Peter Reiland aus Schenken⸗ hausen, Bezirksamt Kaiserslautern, in Mainz durch einen von einem preußtschen Soldaten abgefenerten Schuß ver⸗ wundet und starb am 1. Junt l. J. in Folge dieser Verwundung. Die Verhandlungen über diesen Fall sind nunmehr zum Abschlusse gelangt. Aus denselben ist. zu entnehmen, daß dem preußischen Patrouillenführer eine Absicht, irgend Jemanden zu ködten, nicht nachgewiesen werden konnte, derselbe aber wegen fahrläͤssiger Tödtung zu dreimonatlicher Festungsstrase verurtheilt wurde. Zu⸗ gleich sah sich die königlich preußische Regierung veranlaßt, dem Vater des Reiland, welcher durch den Tod seines Sohnes hülflos geworden, eine Unterstützung zu gewähren, und übermittelte zu diesem Zwecke der bayerischen Gesandl⸗ schaft die Summe von 200 Thalern. Mainz. Das fünfzigjährige Stiftungsfest des hiesigen Turnvereins verlief in der schönsten Ordnung. Nachdem Guntersblt wöched am 2.3 ein Mann und in einer Alte e gelöbtt. Das Sllaße geschleubde Aus Bade m den Melen der Wofenden nicht unegecl Pforzheim, Gewitter fiat zerriß solche, wilstungen an in Folge ber ungen; in f Boden geworf Glück ohne we Heidelberg der mitiag fiel e brachte eine so teißenben Sire Sirömung aus und in den Str a N Fuß Wulde Not s Einwohner da sein Schild d und in allen * les Morgens eine allgemeine Besprechung über Turn⸗ ingelegenheiten statigefunden, zog man des Nachmittags unter den Klängen der Musik auf den Turnplatz, wo ein Freisturnen abgehalten wurde. Das Fest schloß mit einer Abendunterhaltung, wobei, außer einer Festrede, Decla- mationen mit Musik abwechselten. Hofheim. Im Landeshospital wurde der Ludwigs⸗ ug durch einen Festball gefeiert, an dem 180 Pfleglinge Theil nahmen. Worms. Im benachbarten Dorfe Eich war Kirch⸗ Veihe. In der Nacht vom vor. Montag auf Dienstag Fieg ein vagabondirender Harmonikaspieler in ein Haus, in welchem nur ein 76jähriger Mann zurückgeblieben war, vährend die übrigen Insassen sich im Wirthshause ver⸗ znügten. Er fand in einem der Zimmer zu ebener Erde zin Gewehr, nahm es an sich und dehnte, damit bewaffnet, einen Streifzug auf die obere Etage aus, wo er den Aten Mann im Bette vorfand und— mit dem Gewehre rschlug. Ein Schrei war in dem benachbarten Hause zehoͤrt worden, und als der Raubmörder die Früchte seiner olutigen That einernten wollte, drangen die Nachbarn in's Haus, so daß er vorzog, die Flucht zu ergreifen. Seine Ziehharmonika, sowie ein Paar Stiefel ließ er dabei zurück. Worms. Das starke Gewitter, welches sich am letzten Freitag Abend auch über unsere Gegend mit wolkenbruch— irtigen Regengüssen entlud, hat an vielen Orten der Pfalz, namentlich bei Dahn und Landstuhl, große Ver⸗ gerungen an den Straßen, Gebäuden, Gärten und Feldern angerichtet Guntersblum. Bei dem furchtbaren Gewitter, welches am 27. August in unserer Gegend wüthete, wurden ein Mann und zwei Kinder, welche unter einem Baume an einer Allee Schutz suchten, vom Blitz getroffen und Zetödtet. Das dritte Kind wurde auf die Mitte der Straße geschleudert, ohne daß es jedoch Schaden litt. Aus Baden treffen Nachrichten ein, daß auch dort än den letzten Tagen der vorigen Woche und zu Anfang der laufenden schwere Gewitter und heftige Regengüsse micht unerheblichen Schaden anrichteten. So wird von Wforzheim gemeldet, daß am 23. d. ein heftiges Gewitter statthatte; der Elitz schlug in Bäume und zerriß solche, richtete an verschiedenen Blitzableitern Ver⸗ wüstungen an oder beschädigte Anderes; Fenster zerbrachen in Folge der dadurch verursachten heftigen Lufterschütter⸗ ungen; in Häusern befindliche Personen wurden zu Boden geworfen. All Das aber erfolgte zum großen Glück ohne weiteres Unheil.— Aus Schriesheim bei Heidelberg berichten Bad. Blätter vom 26.: Heute Nach⸗ mittag fiel ein Wolkenbruch im Thale nieder und brachte eine solche Wassermenge, daß die Kanzelbach einem reißenden Strom glich. Bäume, von der Gewalt der Strömung aus der Erde gewühlt, wurden fortgeschwemmt, und in den Straßen des Orts stand das Wasser im Nu jast drei Fuß hoch. In den Weinbergen und Feldern wurde großer Schaden angerichtet und sind dadurch viele Einwohner hart betroffen. „ Auch eine Speculation. In New Pork chat ein Kaufmann dadurch sein Glück gemacht, daß er auf sein Schild bei der Eröffnung seines Ladens schreiben ließ mnd in allen Zeitungen bekannt machte:„Materialwaaren aller Art bei John Digelaw, der sich auch zu verbeitathen wünscht.“— Diese Anzeige lockte eine große Zahl neu⸗ gieriger Käuferinnen herbei, und um solche nicht abnehmen Zu lassen, hütete er sich wohl, eine Frau zu nehmen.— Binnen Kurzem ist er ein reicher Mann geworden. % Geständnisse der Frigard. Die wegen des Mordes im Walde von Fontainebleau zu lebenslänglicher Zwangsarbeit verurtheilte Frigard hat jetzt ganz aus freien Stücken gestanden, daß sie das Verbrechen verübt Hat. Ein Pariser Blatt meldet darüber, wie folgt:„In der Angelegenheit von Fontainebleau soll sich Alles seltsam gestal ten. Die Frigard, die während der ganzen Debatte sich für unschuldig ausgab, legte kein Cassationsgesuch gegen f 1 ihr Urtheil ein. Diese während der Debatte Jo ruhlge Schwurgericht der Provinz Oberhessen. Frau, deren Geistesgegenwart sich keinen Augenblick ver⸗ läugnete, die mit der größten Kaltblütigkeit die unglaub⸗ lichsten Geschichten erzählte, die zu allen Antworten schnell bereit war, die zuweilen ironisch war, hat zu ihren frühe— ren Ironieen eine neue hinzugefügt. Nach Ablauf der Frist für die Cassation ließ sie den General-Procurator von Melun bitten, sie in ihrem Gefängnisse zu besuchen. Dort sagte ihm die Frigard, daß die Geschworenen, welche sie schuldvoll erklärt hätten, weil sie die Frau Mertens ge— tödtet, indem sie einen gewissen Druck auf den Hals und die Brust ausgeübt, irre geführt worden seien.„Ich habe,“ so fügte sie hinzu,„keinen Druck, weder auf den Hals, noch auf die Brust der Frau Mertens ausgeübt,“ und dann die ironische Miene annehmend, die man in der Gerichtssitzung so oft an ihr bemerkt, setzte sie hinzu: „Was Sie nicht wissen, und was die Aerzte nicht haben herausbringen können, ist, daß ich die Frau Mertens mit Blausäure vergiftet habe.“ Es ist unnütz, das Erstaunen des General-Procurators zu malen. Beim Beginne der Untersuchung fiel eine Thatsache vor, die man unglücklicher Weise wenig beachtet hat und welche die Vergiftung hätte lassen entdecken können; man hatte neben der Leiche der Frau Mertens ein weißes Fläschchen gefunden; man ließ es von einem Apotheker von Fontainebleau untersuchen, der erklärte, daß er nichts Verdächtiges daran gefunden habe. Diese Erklärung wurde für genügend gehalten, und seitdem dachte Niemand mehr an dieses Fläschchen. 2 Der Oesterreichische Hof hat noch immer Geld, wie aus den Notizen über die Empfangsfeierlichkeiten für Napoleon hervorgeht. 80 Pferde und 40 Wagen des Hof— marstallamts waren nach Salzburg abgegangen, und mehr als 100 Eisenbahnwaggons hatten Einrichtungsstücke, Teppiche, Gemälde u. s. w. für die Ausstattung der von den Monarchen zu bewohnenden Räume nach Salzburg gebracht. Ein eigenthümliches Spiel des Zufalls war es, daß die Gemächer, welche Napoleon bewotznte, mit jenen Möbeln versehen waren, welche Kaiser Maximilian seiner Zeit für die glänzende Einrichtung des Palazzo reale in Venedig angeschafft hatte. Das Schlafgemach der Kaiserin Eugenie war genau nach dem Muster ihres Ruhegemaches in den Tuilerien eingerichtet. % Der Untergang des„Atlas“. Dem Tou⸗ lonnais zufolge wurde dieser Tage bei der Insel If eine Flasche aufgefischt, in welcher sich ein Zettel befand, auf dem mit Bleistift folgende Worte geschrieben standen: „Der Atlas sinkt in Sicht der Balearen⸗Inseln. Gott erbarme sich unser!“ Man erinnert sich, daß ein Paket⸗ boot, Namens„Atlas“, im December 1863 auf der Fahrt von Marseille nach Algier verschwunden ist. Telegraphischer Bericht. Mitgetheilt von Chr. Hecht in Friedberg, Spec.-Agent. Das Hamburger Postdampfschiff Saxonia, Capt. Haack, welches am 10. August von Hamburg via Southampton abging, ist nach einer sehr schnellen und glücklichen Reise von 11 Tagen 2 Stunden wohlbehalten in New-York angekommen. Das Bremer Postdampfschiff Union, Capt. v. Santen, welches am 10. August von Bremen abging, ist nach einer schnellen und glücklichen Reise von 11 Tagen wohlbehalten in New⸗York angekommen. Das Bremer Postdampfschiff Amerika, Capt. C. Meyer, welches am 15. August New. Pork verließ, ist nach einer schnellen und glücklichen Reise von 11 Tagen wohl. behalten in Cowes angelangt, und hat, nachdem es daselbst die für England und Frankreich bestimmten Passagiere und Posten gelandet, unverzüglich die Reise nach Bremen forige setzt. Dasselbe bringt 108 Passagiere, 1000 Tons Ladung und 200,000 Dollars Contanten. IV. Quartal 1867. Hauptgeschworne: 1) Friedrich Helfrich, Oeconom zu Fauerbach bei Frieb⸗ berg.— 2) Georg Münch I., Bürgermeister zu Harbach — 3) Philipp Lerch, Spinnereiunternehmer zu Blitzen⸗ rod.— 4) Ludwig Ohnacker, Bürgermeister zu Nieder⸗ Ohmen.— 5) Wilhelm Wenzel, Fabrikant zu Lauterbach.— 69 Benedict Kübel, Packtuchhändler zu Herbstein.— 7) Georg Winter III., Müller zu Glauberg.— 8) Philipp Simmerock, Bierbrauer zu Friedberg.— 9) Ernst Klein, Reallehrer zu Friedberg.— 10) Karl Braubach, Cigarren⸗ fabrikant zu Heuchelheim, Kr. Gießen.— 11) Konrad Reutzel II., rgermeister zu Kefenrod.— 12) Julius Königer, O ster zu Düdelsheim.— 13) Dr. Gustav Heyer, Professor zu Gießen.— 14) Heinrich Raab, Ge⸗ richts⸗Accessist zu Lich.— 15) Johannes Sehrt IV., W. S., Zeugfabrikant zu Grünberg. 16) August Peppler, Kaufmann zu Grünberg.— 17) August Stammler, Liqucurfabrikant zu Grünberg.— 18) Johannes Otter⸗ bein II., Landwirth zu Uetzhausen.— 19) Christoph Keil, Bürgermeister zu Melbach.— 20) Georg Friedrich Väth, Oeconom zu Bauernheim.— 21) Hermann Hoffmann, Gastwirth zu Grünberg.— 22) Johannes Pröscher V., Metzger zu Schotten.— 23) Joseph Klein III., Wirth zu Ilbenstadt.— 24) Theodor Bücking, Zeug⸗ fabrikant zu Alsfeld.— 25) Ludwig Adam Ubl, Wirth zu Borsdorf.— 26) Heinrich Weil II., Bürgermeister zu Berstadt.— 27) Martin Stephan, Landwirth zu Pfordt. — 28) Peter Haas, Schildwirth zu Nieder-Wöllstadt.— 29) Heinrich Feick, Landwirth zu Unter-Wegfurth.— 30) Gilbert Müller II., Landwirth zu Bellersheim. Landwirthschastliches und Gewerbliches. Veränderungen des Mehles durch die Ein⸗ wirkung der Sonne. Häufig kommt es vor, daß man aus Waizen- oder Roggenmehl, trotz aller Sorgfalt beim Backen doch keine schöne Backwaaren erhält, wobei man dem Mehle sogleich eine Fälschung zuerkennt. Man läßt es untersuchen, findet aber weder mikroskopisch noch chemisch eine Verfälschung. Solches Mehl bekommt der Müller oder der Verkäufer wieder zugeschickt, weil es fast unbrauchbar ist. Der Müller sagt, es hat sich beim Mahlen auf den Steinen erhitzt und der Verkäufer gibt dem Umstande die Schuld, daß beim Transporte die Sonne auf die Mehlsäcke geschlenen haben müsse. Man hat schon viele Versuche angestellt und hat gefunden, daß das Mehl die Einwirkung der Sonnenstrahlen nicht ver⸗ tragen kann, selbst wenn dieselben auch nicht direkt darauf fallen. Sobald die Sonnenstrahlen auf das Mehl ein⸗ wirken, geht dieselbe Veränderung des Klebers vor, wie auch beim Mahlen der Frucht, wenn das Mühlwerk zu schnell geht und die Mahlsteine sich erhitzen. Aus diesem Grunde wäre zu empfehlen, den Transport des Mehles, womöglich bei kühlen Tagen oder des Nachts vorzunehmen, sowie das Mehl an einem kühlen(nicht aber an einem von den Sonnenstrahlen betroffenen) Orte aufzubewahren. 1700 Wenn in gesundheitlicher Beziehung ein Mittel verdient, die allgemeine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, so ist es in der That die Bruchsalbe des Herrn Gottlieb Sturzenegger in Herisau, Kant. Appenzell. Schweiz, — gegen Unterleibsbrüche. Sie verdient dies aus zwer Gründen,— einmal, weil dieselbe in weitaus den meisten Fällen die Brüche, die nur ohne Operation zu heilen moͤg⸗ lich sind, ohne jede Entzündung u. ogl. vollkommen heilt; zweitens weil unsers Wissen die ganze medicinische Wissen⸗ schaft zur Stunde noch kein Mittel gegen Unterleibsbrüche zu Tage gefördert.— Es ist deßhalb erfreulich, daß schon eine bedeutende Anzahl der Herren Aerzte die Praxis über die Theorie hinwegsetzen und in Anerkennung der wirklich vorzüglichen Eigenschaft der Sturzenegger'schen Bruch⸗ salbe dieselben bei Unterleibsbrüchen verschreiben. Bekanntmachung. 2054 Sämmtliche Quartierträger der Stadt Friedberg kwerden hlerdurch aufgefordert, Montag den 2. September J. J., und zwar: won Daus Nr. I bis 100, von 8 bis 10 Ubr Morgens, 1 0 45 10* 00,. 1 0 L 1 2 9. . „„ 201„ 300.„ 2, 1„ Kachmtg., 4 n eee 4 EF e e auf hiesigem Rathhaus ihre Quartterbillete von den Monaten Juni und Juli 1866 zum Zwecke der Aufßellung einer Verthetlungsliste nieder zu legen. zrledberg den 30. August 1867. Großherzogliche Bürgermeisteret Friedberg J. B. d. B.: Der Großherzogliche Beigeordnete F o ucar. Aechten englischen Portland Cement 1923 in Tonnen und Anbruch billigst bet H. W. Hatteroth. Eine Grube Dung 2040 hat zu verkaufen Jos. Hoffmann. macht werden. Haser-Petsteigerung. 2050 Mittwoch den 4. September l. J., Nachmittags 4 Uhr, läßt der Unterzeichnete an Ort und Stelle in den nachstehenden Gemarkungen, nämlich: Gemarkung Friedberg. Morgen Nuthe. 72. 16. Acker an der Rosbacher Chausset mit Hafer. Gemarkung Ockstadt. Morgen. Rutbe. . Acker im Ried mit Hafer auf dem Halmen öffentlich meistbletend versteigern, und soll der Anfang an der Ober Rosbacher Chaussee ge⸗ Friedberg den 30. August 1867. Ph. Werner, Apotbeter— Ein große Auswahl von sehr billigen Bildern, zum Ausschmücken von Wirthslohalitäten geeignet, halten wir vorräthig, worauf wir die Besitzer von Gasthöfen aufmerksam machen. Bindernagel& Schimpff in Friedberg und Nauheim. 2033 Der wegen seiner vortrefflichen Eigenschaften rühmlichst bekannte Ligueur Daubitz ist stets in frischer, guter Waare vorrͤthig in Fried berg dei J. A. Windecker, in Assendeim der Carl Bauer. Neu e 2 holländische Vollhäringe 1833 bei W.. Fertsch. Ein kleines Logis, 2056 welches sogleich bezogen werden kann, bat zu vermiethen Pbiltpp Koch, Küfermeister. 7 6 1 Negenschirme 1237 in Seide, Alpaka und Baumwolle, zu sehr billigen Pressen bei K. Friedrich neben der Post r N n — ———— a 2——— r 3 e — 9*** 1 2 Landwirthichaftliche Lehr-Anstalt zu Friedberg i. d. Wetterau. Winter ⸗Semester 1867— 68. Beginn des Cursus am 1. November l. J.— Lehrkräfte und Lehrgegenstände: a) Dr. Henkel⸗ mann, Allgemeine Experimental⸗Chemie, Bodenkunde, Bodenbearbeitung und Düngerlehre, Grund⸗ züge der Betriebslehre und Volkswirthschaft, allgemeiner Pflanzenbau, Kleinviehzucht, Geräthe⸗ und Maschinen⸗Kunde; b) Ober-Veterinärarzt Dr. Zimmer: Exterieur des Pferdes und Rindes, Hufbeschlag, Thierheilkunde mit thierärztlichen Demonstrationen; c) Dr. Uloth: Anatomie und Physiologie der Pflanzen und Hausthiere mit mikroskopischen Demonstrationen, Anleitung im Ge⸗ brauch des Mikroskopes; d) Hilfslehrer: Buchführung und landwirthschaftliches Rechnen, An- leitung und Uebung im Anfertigen von Briefen und Geschäfts-Aufsätzen. Die Zöglinge, welche sich in einem Alter von 16 bis 26 Jahren befinden, wohnen in der Anstalt. man baldigst an unterzeichneten Vorstand gelangen Anmeldungen beliebe zu lassen, der auch jederzeit bereit ist, auf münd⸗ liche oder frankirte schriftliche Anfragen nähere Auskunft zu ertheilen. Friedberg, im August. 1929 Dr. Henkelmann. Frankfurt a. M. 1968 Mein jetzt vollständig assortirtes Lager in Strickwolle halte ich bestens empfohlen. Gestreifte(Rayé) Strickwolle in der bekannten seit Jahren von mir gefuͤhrten guten Qualität verkaufe ich dieses Jahr zu 2 fl. 48 kr. per Zollpfund(¼ Pfund 42 kr., im ganzen Pack entsprechend billiger.) Eine größere Partie Strickwolle, welche ich ausnahmsweise billig gekauft habe, und für deren solide Qualität ich garautire, verkaufe ich zu 1 fl. 30 kr. per Zollpfund. Eine Partie Reste verschiedener Farben aus vorjähriger Saison zu verschiedenen sehr billigen Preisen. Alle Strickwolle, Strickbaumwolle, Vigonia ꝛc. wird bei mir nach vorgewogenem Zollgewicht verkauft. Joh. Friedrich Quilling am Liebfrauenberg Nr. 33. ofraithe- und Mobiliar-Versteigerun Hf 0 in eee 0 0 2022 Samstag den 31. d. M., Abends 8 Ühr, lassen die Unterzeichneten wegen plötzlicher Abreise ihre Hof— taube, bestehend aus Wohnhaus, Scheuer, Nebenb au und Hofraum, in welcher seher Wirtbschaft mit günstigem Erfolg betrieben wurde und welche sich überhaupt wegen chrer guten Lage zu jedem G.schäftsbetrieb eignet, öffentlich nach den vor der Verffeigerung bekannt ge— macht werdenden Bedingungen an den Meifibietenden versteigern und wird bei annehmbarem Gebot der Zuschlag ertheilt werden. Ferner kommen Mittwoch den 4. und Donnerfiag den 5. September l. J., jedesmal Vormittags 9 Ubr anfangend, die Mobilten zur Versteigeruyg und zwar in gachstehender Reihenfolge. Vuthschaftsgeräthschaften, als: 1 Kelter und 1 Aepfel⸗ müble nach neuster Construkt on, Fässer, Bütten, Züber, Flaschen, Gläser, Trichter, Tische, Bänke, Stühle ꝛc., circa 9 Ohm guten Aepfelwein, Brannt⸗ wein und verschiedene Sorten Liqueure. Zerner eine Partie Bretter, Brennholz, circa 80 Ctr. Herborner Braunkohlen, Baumstützen, 3 Schleb⸗ karren, circa 30 Ctr. Wlesen⸗ und Kleeheu, circa 2½ Fuder Korn-, Weizen⸗ und Erbsenstroh ꝛc. Ferner Hausgerätbschaften. In Nußbaumholz fein polirt: 1 zweischläfrige Bettlade mit Sprungfeder mattrazze, Nachttischchen, runder Tisch, Kommode, Sopha, 6 Rohrstühle und Spiegel; ferner 1 zwel⸗ schläfrige eichene, 3 einschläfrige tannene und 1 Kinderbettlade mit Bettzeug, Kommode, Sopha, Kleider- und Küchenschränke ꝛc.; ferner sämmtliches Küchengeräth, sowie 1 Habn, 12 Hühner, und 2 Gänse ꝛc Ober⸗Rosbach den 2. August 1867. H. Wettstein& Frau. 2 tüchtige Brenner 2021 finden gegen guten Lohn dauernde Beschaftigung in zwet großen Brennereien. Nähcres zu erfragen bei Gottfried Mondigler, Kupferschmied, in der Vorffadt. Messina Cittonen! 1975 find wieder eingetroffen bei W. Fertsch. Ein kleines Logis 2044 für eine fille Familie ist zu vermiethen bet P. F. Schmittner. Zu verkaufen. 2045 Ein Chaischen, halbverdeckt und ein Couré, beide noch in gutem Zustande. Friedberg. Dr. Melchior, wohnhaft bei Restaurateur Ulrich an der Eisenbahn. Rechnungen mit Geschäfts-Firma per Buch 32 kr., in größeren Quantttäten billiger, liefern Bindernagel& Schimpff. Neuer Jucaruat-Saamen! 1915 bei W. Fertsch. Alle Sorten Diele, Sandsteinplatten, Steinkohlen ꝛc. im neuen Dielhof bet Eduard Ruths. Eine brillante Malerei 2053(nicht Aufkleben) auf Papier, Seide, Holz, Por⸗ zellan ꝛc. ꝛc., können Erwachsene oder Kinder vom 9. Jahre an auch ohne Vorkenntnisse in 4 Stunden bet schneller Anmeldung für 1 fl. 45 kr.(später 3 fl.) erlernen. Die bereits theilnehmenden Damen, als auch Schüler und Schülerinnen aus der Realschule und höheren Töchterschule haben durch ihre gütigen Em ⸗ pfeblungen die Wahrbeit dereits hinlänglich bestätigt. Proben liegen zur gefälligen Anficht bereit. Jagermann, Hötel Schott, Zimmer Nr. 3. Die folgenden 8 Stück 4% Nassauer Oblig. à fl. 500: Nr. 3052— 3057, 4127 und 4948 find abhanden ge⸗ kommen und wird vor deren Ankauf gewarnt. 2035 Aepfelmühlen 2039 neuester Construetton zu äußerst billigen Preisen, sowie alle sonstigen landwirthschaftlichen und gewerblichen Maschinen empfiehlt der Unterzeichnete. Alte Aepfel⸗ mühlen werden entweder zu den höchsten Preisen in Zahlung angenommen, oder vortheilhaft umgeändert. Für sämmtliche Arbeiten und Lieferungen wird garautirt. Friedberg. Karl Reuß, Mechantikus. Halsbinden 1487 und Shlips ꝛc. in schöner Auswahl, sowie Foulards, seidene Umknöpftücher und schwarze seldene Halstücher bel K. Friedrich neben der Poft. 1867 (Hierzu Unterhaltungsblatt Nr. 37 und eine Beilage.) Bindernagel& Schimpff in Friedberg und Nauheim empfehlen zur Subseriptlon: 1 4 95 1 Göthe's Werke. Auswahl in 12 Bänden oder 30 Lieferungen. Preis à Heft 7 kr., à Band 18 kr. Erschienen find bereits 6 Bände; jeder Band und jedes Heft können während des Erscheinens einzeln bezogen werden. Entlaufen 2055 ist ein schwarzer Rauhpinscher mit weißer Brust und weißen Vorder⸗ 2 pfoten. Dem Wiederbringer eine 2 Belohnung. Vor Ankauf wird ge⸗ warnt. Näheres bei der Exp. d. Bl, Korb⸗Waaren 1 r ua J 2 * — — ter den vol! — J Gemarkt Singtaben I beuchelhen 5 Leihen 2052 in großer Auswahl bei ele Geschwister Schloß. eee 5 5 79 ena Brodpreise vom 1. bis 15. September. 9 115 Nach eigener Angabe der Bäcker. N Für Friedberg: ane Erste Sorte 4 8 19 kr. Zweite Sorte 4 7 17½ kr. E „„ 1 0 47„ 7* 1 4 811„ 0 alert Sa 1 1„ 4 1 4„ uernbein 2½ Loth Milchwwaaren 1 kr. 3 Loth Wasserwaaren 1 k. 1 955 Für Nauheim: Juice um! Kasseler Brod 4 f 20 kr. ee 1** 0*—— ** 1* 5„1 Erste Sorte 43 19 kr. Zweite Sorte 4 8 17 kr, „„„ 52 77„*„ 80„5 *** 43/1* 1* 1 1 404 1 Für Butzbach: Jus Der Erste Sorte 4 19 kr. Zweite Sorte 4 7 16 k 0. Septemd * 1„ 90* E„„ 8„ Reich „„ 1* 4594*„„„* Fleisch⸗ ꝛe. Preise vom 1.— 18. Sept. Nach eitener Angabe der Metzger. Leferung Für Friedberg: a dn 1 Ochsenfleisch pr. 3 19 kr., Schweinefleisch pr. 20 kr. mud die Nee Leber⸗ u. Blutwurst 20 Oebund Ger Kuhfleisch, gem. 17„ Rindfleisch, gem. 17„ Bratwurst 24 Hammelfleisch 16„ Schwartenmagen 24„ Keil und Carre 17„ Geräucherter Speck32„ Kalbfleisch 14„ Doörrfleisch 26 Keil und Carre 15„ Schinken 26 Nierenfett 24„ẽ Schmalz, ausgel. 32„ Hammelsfett 16„ Schmalz, unausgl. 28„ Ausnahmspreise: Hammelskeil und Carre bei B. Bieler 18 kr., bei H. Gröninger und J. Hanstein 16 kr.— Hammelfleisch bei J. Hanstein und W. Kreuter 15 kr.— Kalbskeil und Carre bei W. Bieler und J. Hanstein 16 kr.— Leber⸗ und Blut⸗ wurst bei A. Vogt's Erben 24 kr.— Bratwurst bei Ph. Engel und H. Gerth 26 kr., bei A. Vogt's Erben 28 kr.— Schwartenmagen bei A. Vogt's Erben, G. F. Walz, J. Walz und H. Weller 26 kr.— Ge⸗ räucherter Speck bei A. Vogt's Erden 36 kr.— Schinken bei C. F. Walz. J Walz und. durch Summ/ ur Cl. f die Anacbole au d 100 Gedund Irledderg Großherzog 92 1 er 1 Nino Uhr, 4 Wunftoh n me Nasen Oroß fer : 08 5 a mage 1 Sid zer* Wanna Lußvag Aae Weller 28 kr., bei H. Blum, H. Engel und A. Vogts Erben 24 kr. Für Butzbach: Ochsenfleisch pr. 2 19 kr. ,] Schweinefleisch pr. Z 20 kr. Kuhfleisch, gem,—„ Leber- u. Blutwurst 24 Rindfleisch, gem,—„ Bratwurst 1 Hammelfleisch 16 Schwartenmagen 26„ Keil und Carre 17„ Geräucherter Speck 32„ Kalbfleisch 13„ Doörrfleisch 88 Schaaffleisch—„Schinken 28 Nierenfett 24„ Schmalz, ausgel. 30, Hammelsfett 20„ Schmalz, unausgel. 28, Ausnahmspreise. Bei G. L. Fischer, W. Fischer un N. Rübsamen Kalbfleisch 14 kr, Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Sonntag den 1. September. Eöueʒangelische Gemeinde. Pfarramiswoche: Herr Pfarrer Köhler. Gottesdienst in der Stadtkirche: Vormittags: Herr Candidat Marguth. Nachmittags: Herr Diakonus Meyer. Gottesdienst in der Burgkirche. Vormittags: Herr Candidat Draudt. Nachmitiegs: Herr Candidat Strack. Katholische Gemtinde. Sonntag Hochemt und Predigt; Mittags halb 2 Uhr sacramentalische Bruderschafts-Andacht. Mon lag und Mittwoch sind heilige Messen. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Berlag von Bindernagel& Schimpff. ren Schloß eptember — 2 *„ „888 * A 1 — — — Beilage zum Anzeiger für Oberhessen. u 103. Grummetgras⸗Versteigerungen. 2037 Das 1867er Grummetgras von den Großherzoglichen Domantalwiesen des Rentamts Nidva kommt unter den vorber bekannt gemacht werdenden Bedingungen in folgenden Terminen zur öffentlichen Verstelgerung: 8 Größe 9 5 N 8— Versteigerungstermin. Ort der 8 Gemarkung. 5a 5. — F 1867. Zusammenkunft. Morgen. Bingenbeim 40[ Montag den 2. September Vorm. 10 Uhr J Brüßtlwtese. Heuchelheim 9 Montag den 2„„ 115 im Ried. „ Leidhecken 8 Dienstag den 3 15 1 11„] Gastwirth Dieblmann. Blofeld 30 Dienstag den 3.* Nachm. 40 Brühlwiese. 3J Nidda 85 Mittwoch den 4. 95 Vorm. 1 Seewiese. 40 Berstadt 24 Donnerflag den 5. 2 75 11 Gastwirth Vöglers Wtw. 5 Gettenau 5 Freitag den 6 3 Mittags 12„ Gastwirth Bachs Wiw. Bisses 4 Freitag den 6. 5 Nachm. 6„] Bürgermeister Dinkel. 1. Lißberg 89 Montag den 9. 1 Vorm. 10„ e Mann. Vorm. 10„ Echzeller Teich. 71 Echzell 97 Dienstag den 10. 1 Multage 12„ Gastwirth Steffan. 8 Salzbausen 15 Mittwoch den 11. 5 Vorm. 10„ am Gesundbunnen Unter ⸗Schmiten 7 Mittwoch den 11. Mittags 12„ auf der Wiese. 9 Dauernheim 2 Donnerstag den 12. 0 12 5 Gastwirth Weith. Zu Nidda kommt Zweischen zum Ausgebot. Bingenbheim im August 1867. vor der Grasversteigerung an der Seewiese daselbst eine Quantität Aepfel und Großherzogliches Rentamt Nidda We sbete c. Markt 2029 Der dießjährige letzte Reichelsheimer 10. September abgehalten, Reichelsheim den 28. August 1867. Anzeige. Vieh- und Krämermarkt wird Dienstag den was hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird. Großherzogliche Bür germeisterei Reichelsheim V o gt. Lieferung von Korn⸗ und Gerstenstroh. 2016 Montag den 2. k. Mis., Vormittags 11 Uhr, wird die Lieferung von 1000 Gebund Korn- oder 2000 Gebund Gerstestroh auf unserem Verwaltungsbüreau durch Summission vergeden, woselbst die Bedingungen zur Einsicht offen liegen. Die Summissionen müssen die Angebote auf 100 Gebund Kornstroh 2 16 Pfund und 100 Gebund Gerstestroh à 8 Pfund enthalten. Friedberg den 27 Augusft 1867. Großherzogl. Berwaltungsratd des 2. Bataillons 2. Infanierteregiments. In Verhinderung des Präsidenten: v. Der ff, Hauptmann. Lieferung von Roggenstroh. 2019 Mittwoch den 11. September d. J., Vormittags 10 Uhr, wird dahler die Lieferung von 27 Fuder Roggenftroh in Ausgeboten don 5 Fudern öffentlich versteigert. Narkenschloß den 27. August 1867. Großherzogliche Landes zuchthaus: Direktion rn iter Pferde- Versteigerung. 2032(Butzbach.) Donnerstag den 5. k. Mts., Vor · mittags 11 Uhr, werden in biesiger Reitercaserne zwe! Stück für den Militärdtenst untaugliche Reitpferde gegen Baarzaplung öffentlich versteigert. Buß bach den 28. Auguft 1867. Groß berzoglicher Verwaltungerath der vereinigten Schwadronen der Reiterbrigade v. Du se ck, Major. Bekanntmachung. 2027 Mittwoch den 11. September l. J., Vormittags 11 Uhr, lassen die Erden des Franz Carl Anfang von Cransberg ihre in der Gemarkung Cransberg belegene Mahlmüble mit Wohn, und Oeconomlegebäuden, die Kreuzmühle genannt, nebst ven blerzu gehörigen 5 Morgen haltenden Ländereien, zusammen taxirt 4181 fl., an Ort und Stelle öffentlich freiwillig meistbtetend ver steigern. Bemerkt wird, daß die Mühle an der Usffraße, eiwa 1 Stunde von Ufingen und 1½ Stunde von Nauheim und Butzbach, gelegen und sich wegen ihrer Lage zu jedem größeren Geschäftsbetriebe eignet. uftngen den 2. August 1867. Königliche r Frummetgras-Versteigerung. 2030 Montag den 2. Seplember, Vormittags 10 Uhr, soll das hiesige Gemeinde Grummetgras in Abtheilungen in der Wirthschaft zum Schwanen dahter meistbietend versteigert werden. Bauernhe lm den 27. August 1867. Großherzogliche Bürgermelsterel Bauernhelm en Immobiliar-Versteigerung. 2028 Mittwoch den 4. September l. J., Vormittags 11 Uhr, werden in biefigem Rathhaus auf freiwilligen Antrag des hiesigen Bürgers und Wagnermeisters Wilbelm Hansteln II. nachstehend deschriebene Immobilien, als: Gemarkung Friedberg. Flur. Nr. Klftr. 5. 145. 67. Grabgarten am Schüßenrain, 7. 157. 247. Acker im kleinen Wartfeld, 10. 252. 186. Acker an der Marburgerhohl, 14. 119. 209. Acker im Großgalgenfeld, 14. 69. 310. Acker im Großgalgenfeld. Gemarkung Fauerbach b. F. Flur. Nr. Klftr. 4. 262. 169. Acker an der Wingertsgasse öffentlich meiftbietend versteigert. Friedberg den 28. August 1867. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg B. d. B.: Der dienstälteste Gerichtsmann Fouc ar. Arbeits⸗Versteigerung. 2049 Otenstag den 3. September, Vormittags 11 Uhr⸗ sollen auf dem hiesigen Rathhause nachstehende Arbeiten an dle Wenigsinebmenden in Accord gegeben werden: 1) Das Ausräumen der Seebach und des langen Weihers von der Ockstädter Grenze bis zur Usa in 7 Abtheilungen 2 2) Für den Auguftin er Schulsond gehörig: 3. Glaserarbelt, lt. Ueberschlag 8 fl. 47 kr. b. Manrerarbeit r o, Leit- und Schuttfuhren n Friedberg den 30. August 1867. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. A de 8 Der Großberzogliche Belgeordnele Fou ear. Holz ⸗Versteigerung. 2026 Mittwoch den 4. September l. J. Vormittags 9 Uhr, sollen in dem Freiherrlich v. Rothschild'schen Walde Altenberg: 8650 Stück geschälte Eichen Prügel Wellen öffentlich meistbtetend versteigert werden. Okarben den 26. August 1867. i Der Fretherrl. Ripvierförster Dillgen reiner. Grummetgras-Versteigerung. 2036 Montag den 2. September l. J., des Morgens 10 Uhr, soll auf hiesigem Rathhause das biesige Ge meinde⸗Grummeigras, circa 70 Morgen, in Abtheilungen meistbietend verstelgert werden. 1 Ober⸗Florstadt den 29. August 1867. Großherzogliche Bürgermetsteret Ober-Florstadt Schmidt. Grummetgras-Versteigerung. 2046 Donnerstag den 5. September d. J., Vormittags 10 Uhr, soll das Grummetgras von den Gräfl. Solms Laubach'schen Wiesen in Altenftädter Gemackung bei Herrn Gastwirth Holzapfel daselbst, und Mittags 2 Uhr das in Oberauer und Höchster Be⸗ markung bel Herrn Gastwirth Belzer zu Höͤchst ver⸗ steigert werden. Freitag den 6. September d. J., Vormittags 10 Uhr, soll das dem Gräfl. Solms Laubach'schen Hofgute zu Engelthal gehörige Grummetgras von circa 60 Morgen Wiesen veisteigert werden. Die Zusammenkunft ist am sog. Gänsstege, zwischen Engelthal und Oberau. Engelthal den 29. Auęeuft 1867. Die Gräfl. Solms-Laubach'sche Rentei und Oeconomie⸗ Verwaltung. O bst⸗-Versteigerung. 2047 Mittwoch den 4. September d. J., Vormittags von 8 Uhr an, wird das der Gemeinde Rodheim zu⸗ gehörige Obst, circa 40 Mafter Aepfel und 40 Malter Birnen, öffentlich meistbietend verstelgert. Rodheim den 29. August 1867. Großherzogliche Bürgermeisterei Rodheim 3.. B.: Wehrheim, Beigeordneter. Grummetgras-Versteigerung. 2051 Nächsten Dlenstag den 3. September l. J., Vor⸗ mittags 9 Uhr anfangend, soll auf dem hiesigen Rath⸗ bause das Gemeinde⸗Grummetgras von circa 150 Morgen öffentlich versteigert werden. Staden den 29. August 1867. Großherzogliche Bürgermeisterei Staden Dau ch. Mobiliar-Versteigerung. 2042 Nächsten Dienstag den 3. k. M., von Morgens 9 Ubr ab, werden in der Wohnung der Frl. Ludwig dahter, Karlsstraße Nr. 290, abzugs halber öffentlich an den Meistbietenden versteigert, und zwar: 3 Sopha, 2 Glasschränke und 5 Commoden in Mabagont und Nußbaum, 6 Rohr- und 6 ge⸗ polsterte Stüble, 8 Tische, 3 Spiegel, 1 Etagsre, mehrere Bettstellen, 2 Seegras⸗ und 8 Roß baar⸗ Matrazzen mit Schrägkissen, Porzellan, Daus⸗ und Küchengeräthschaften. Nauheim den 28. August 1867. Der Stadtschreider Schutt. Grummetgras-Versteigerung. 2043 Montag den 2. September l. J., von Vorm tags 9 Uhr anfangend, soll dahler auf Ort und Stelle das Grummetgras von den Gemeindewiesen öffentlich meistbietend versteigert werden. Bönstadt den 29. August 1867. Großherzogliche Bürgermeisteret Bönstadt Geibel. Grummetgras-Versteigerung. 2038 Dtenstag den 3. September d. J., Vormittags um 10 Ubr, soll das diesjährige Grummetgras von sämmtlichen Gemetndewiesen, circa 70 Morgen, meist⸗ bietend versteigert werden. Nieder⸗Mörlen den 28. August 186 7. Großherzogliche 1 Nieder⸗Mörlen ö bus. Grummetgras-Versteigerung. 2031 Montag den 2. September d. J., Mittags 1 Uhr, wird auf dem Ratbbause zu Ober⸗Rosdach das Grummet⸗ gras von chea 15 Morgen Gemeinde“ und 3 Morgen Schäfereiwiesen in Abtheilungen öffentlich meistbietend verstetgert. Oder Rosbach den 26. August 188 7. Großberzogliche Bürgermeisterel Ober⸗Ros bach Blecher. Arbeits-Versteigerung. 2041 Montag den 2. September, Vormittags 9 Ubr, sollen zu Wickstadt die an den Einfriedigungsmanern um die Kirche und bet Herftellung des Kirchthurmdachs daselbst erforderlichen Arbeiten an die Wenigstfordernden oͤffentlich an Ort und Stelle versteigert werden. 1) Maurerarbett, veranschlagt zu 59 fl. 53 kr. 2) Dachdeckerarbeit 66„ 45„ 3) Die Lieferung von 16 Bütten Kalk und 4) Die Lieferung von 0,7 Cubik-Klafter Sand. Wickstadt den 28. August 1867. Für den Kirchenvorstand: Schneider, Pfarrer. Nepskuchen 1916 ftets frisch von der Müble bei Wilhelm Fertsch. 1996 Mein sortirtes Lager in Cattun, Kleiderstoffen, Rock-, Hosen- und Westenzeugen s̃ 7 7 4 37% eds, Untertgespe sowie alle Sorten weiße Waaren, empfehle ich hierdurch Durch ichtige Glycerin Seise, ö 1 bestens. 2 1994 anerkannt bestes Mittel zur Verschönerung der 0 sten N C Hau er Haut, empfiehlt in Stücken 2 4. 6, 9, 10, 12 fr. 1 0 0* 9 Wilhelm Fertsch. 1 Römerberg Nr. 30 in Frankfurt a. M.( II. 0— 52— Emser Pastillen 14 1701 Die Mineralwasseranstalt von Carl Henrich, Alleehaus, Hom- f 0 g empfiehlt ihre Fabrik S: Selters-& Sodaws 41 30 seit einer Reihe von Jahren unter Lettung der 0 burg v. d. 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