Donnerstag den 31. Januar. M14. nzeiger für Oberhessen. 1 enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Inkelligenzblatt Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. 8 Bestellungen auf den„Anzeiger für Oberhessen“ für das erste Halbjahr werden fortwährend 5 bei den auswärtigen Postämtern angenommen, für Friedberg bei der Expedition. Hessen. Darmstad t. Folgender aller- jetzige Ausschuß verweise daher im Ganzen auf— Mit Bezug auf die bevorstehenden löchster Tagesbefehl ist erlassen worden: die vorhandene Berichterstattungen.(Forts. eg. soll den Beamten die Darmstadt, den 20. Jan. 1867. In Folge der weiteren Ferichte, welche seit dem Tagesbefebl vom 18. Sept. v. J. lber das Verbalten Angehöriger Meiner Armeediwision im Feldzuge 1866 erstattet worden find, spreche Ich den seldgeistlichen für die mit Wärme geübte Seelsosge meine Tnerkennung aus. Sodann belobe Ich den während des eldzuges als Chef des inneren Dienstes im Generalstabe es Armeccerpa vecwendeten, inzwischen gestorbenen Major Brodrück vom 3. Infanterieregiment, und erwähne rühm⸗ ich die auf dem Felde der Ehre gefallenen Oberlieutenaut Diessendach und Lieutenant Hebberling vom 3. Juf.⸗Reg. Ferner belobe Ich den während des Feldzuges als Commandant der Gendarmerie im Generalstabe des Krmeecocps verwendeten Rittmeister v. Hombergk vonn Sendarmericcorpo, den Chevauxleger Biegner vom 2. Reiter⸗ egiment, den Feldwebel Metz, den Corporal Plag vom -Infanterieregiment. Endlich gereicht es Mir zur Befriedigung, daß sämmt⸗ chen Uebrigen, welche nach den bekannt gegebenen Ver— ustlisten vor dem Feinde geblieben, oder an ihren Wunden estorben, oder zur Zeit als vermißt aufgeführt sind, von gren Vorgesetzten das ebrende Zeugniß eines pflichttreuen, raven und muthigen Verhaltens im Gefechte ertheilt ird. Ludwig. Die Frankf. Ztg. will wissen, unsere nilitärischen Angelegenheiten hätten ihren definitiven Abschluß erhalten. Die hessischen Truppen blieben n einer Stärke von 18,000 Mann vereinigt im Froßherzogthum. Zu diesem activen Stamm rete in Kriegszeiten eine Reserve von 12,000 Nann, welche alsdann unter den Oberbefehl des Königs von Preußen gestellt würden. Andere Nachrichten wollen mit Bestimmtheit berichten önnen, die Reise des Prinzen Ludwig sei in rwähnter Beziehung ohne Resultat geblieben. — Prinz und Prinzessin Ludwig sind nicht, wir ein hiesiges Blatt meldete, hierher zurückgekehrt, sondern werden erst nächsten Sonntag wieder zier eintreffen. — In der Sitzung zweiter Kammer vom 28. d. lagen folgende neue Eingaben vor: An— rag der Abg. Kaibel, Wadsack und Genossen im Vorlage eines Gesetzes, wornach den Besitzern don Vieh, welches wegen Verdacht der Rinder- est getödtet wurde, vom Staate Entschädigung zeleistet werden soll. Antrag des Abg. Backe zuf Erbauung einer Eisenbahn von Bensheim nach Worms, der Abg. Heß und Bindewald auf Erbauung einer technischen Aula in Gießen, des Abg. Forstmeister Hoffwann auf Aufbesserung der Behalte der Oberförster. Antwort des Kriegs- ministeriums auf die Interpellation des Abg. K. J. Hoffmann, betr. die Wegnahme von Militärrequisiten aus dem hiesigen Zeughause durch die preußischen Occupationstruppen, welche die Auskunft dahin gibt, daß die einleitenden Schritte, um zu ermitteln, ob eine strafbare Nach- lässigkeit vorliege, geschehen seien, über das Resultat könne noch nichts mitgetheilt werden. Abg. Heß richtet an das Finanzministerium eine auf die Uebergangsabgaben auf Branntwein bezügliche Interpellation. Die Kammer tritt hierauf in die Tagesordnung, Rechenschaftsablage pro 1860 bis 18062, ein. Der von Wernher erstattete Aus- schußbericht führt aus, daß die betreffenden Acten- stücke auch dem vorigen Landtage vorlagen, die Berathungen darüber aber nicht zu ihrem legalen Abschluß gelangt seien. Der Aueschuß des 18 Landtages habe die ihm vorgelegte definitive Rechenschaft der Periode 1860/02 einer sebr ins Detail gehenden Prüfung unterzogen und der nächster Nummer.) Mainz. Ein Beschluß des hiesigen Gemeinde raths binsichtlich der Aufbesserung der Lehrer- gehalte, dem die Regierung bisher ihre Genehmigung versagte, ist nun Seitens derselben genehmigt worden. Preußen. Berlin. Wie die ministerielle „Provinzial- Correspondenz“ meldet, soll die Dienstpflicht im preußischen Wehrsysteme künftig⸗ hin mit vollendetem 32. Lebensjahre beendet sein. Diejenigen, welche über dieses Lebensalter hin— aus sind, sollen fortan jeder Wehrpflicht in Krieg und Frieden ganz entboben und auch die vor⸗ hergehenden Jahrgänge von 30— 32 nur in höchst seltenen Fällen zum Waffendienste heran- gezogen werden. Prinz Nicolaus von Finanzpräsident Hemekerk befinden sich noch hier, da die Domänenfrage noch nicht gelöst ist. Ueber den Eintritt ves Prinzen in die preußische Armee ist hier nichts bekannt. — Die Kreuzzeitung meldet, daß jetzt ernstlich um ein baldiges Eingehen der Wiesbadener und Homburger Spielbanken verhandelt wird.(97) — General v. Manteuffel erbat sich wegen geschwächter Gesundheit wiederholt seine Ent⸗ lassung. Er ist daher unter Beibehaltung seiner Stellung als General-Adjutant des Königs von dem Commando des neunten Armeecorps und Behufs Wiederherstellung seiner Gesundheit für ein Jahr von jeder anderen Dienstleistung ent⸗ bunden worden. Düsseldorf. Der 27. d. M. war für Hunderte unserer Bewohner ein bedrohlicher Tag, der glücklicherweise endete, ohne daß ein Menschen⸗ leben verloren ging. Die stehende Schiffbrücke war gegen Mittag wieder aufgefahren worden, obgleich noch einzelne Eisschollen im Flusse trieben. Als sie eben wieder über den Strom reichte und Hunderte von Menschen den langgehemmten Ueber- gang versuchten, als selbst ein Frachtwagen über⸗ zusetzen begann, trieb plötzlich eine große Eis- masse gegen die Brücke und zersprengte dieselbe in ihre einzelne Joche, welche nun durch die Gewalt der Wogen den Strom hinabtrieben. Das Geschrei der Leute auf den Brückentrümmern, wie auf den beiden Ufern war herzzerreißend. Die Dampfer, welche gerade am Ufer lagen, stießen in den Strom, die treibenden Joche zu sichern und ins Schlepptau zu nehmen. Es gelang dieses nach einer Stunde angestrengter Arbeit, ohne daß einer der auf den Jochen befindlichen Leute ins Wasser gefallen wäre. Auch der Frachtwagen stand so vortheilhaft auf dem betreffenden Joche, daß das Gleichgewicht desselben nicht gestört wurde, und der Fuhrmann ohne allen andern Schaden, als der Zeitversäumniß, davon kam. Hannover. Die„N. Hann. Ztg.“ bestätigt die Unterdrückung der„Deutschen Volkszeitung“, die dadurch herbeigeführt ist, daß dem Drucker und Redakteur bei 500 Thlr. Strafe die fernere Herausgabe des Blattes verboten wurde. Die nächste Veranlassung zu dieser Maßregel hat der Abrruck einer Ansprache des Hrn. v. Alten zu Hemmingen an die Wähler des 8. Wahlbezirks gegeben,. Nassau und der amtliche Mittheilung gemacht sein, wie man von ihnen erwarte, daß sie im richtigen Erkeunnt⸗ niß ihrer dienstlichen Verpflichtungen von der Be⸗ theiligung an solchen Wahlagitationen sich ferne halten würden, welche eine preußenfeindliche parti⸗ cularistische Tendenz verfolgen. Das Recht der Wahl nach eigener bester Ueberzeugung ist damit selbstverständlich den Beamten nicht genommen. — Die in Wien geprägte Medaille für Langen⸗ salza wird nun an die hannoverschen Truppen, welche dort im Kampfe waren, vertheilt. Dieselbe ist von Bronze und zeigt auf der Vorderseite die Worte: Langensalza, 17. Juli 1866, auf der Rückseite das Brustbild des Königs Georg, während auf dem Rande der Name des Inhabers eingtravirt ist. Die Medaille wird an einem gelb- weißen Bande getragen und ist die gleiche für Offiziere, Unteroffiziere und Soldaten. Frankfurt. Die Poststellen in Kurhessen, Nassau, Homburg, Frankfurt a. M. und den abgetretenen Theilen von Oberhessen, so wie in Hohenzollern sind angewiesen worden, die preußische Gesetzsammlung, das Amtsblatt für Hannover, das Amtsblatt der Stadt Frankfurt a. M.(excl. Intelligenzblatt), das Amtsblatt für Nassau, das Regitrungsblatt für den Bezirk des k. preußischen Civilcommissariats zu Homburg v. d. H., so wie die übrigen preußischen Regierungsblätter, in so weit die Postanstalten mit dem Debit derselben befaßt werden, ohne Postaufschlag an die Abonnenten zu verabfolgen. — Da der im Handel vorkommende Stoff „grüner Tarlatan“ nach vorgenommener chemischer Untersuchung mit einer stark arsenik⸗ baltigen und der Gesundheit äußerst nachtheiligen Farbe gefärbt ist, so hat das Polizeiamt den Verkauf des Stoffes unter Bezug auf Art. 304 des Strafgesetzbuchs untersagt. Hanau. Für den 28. d. war abermals eine Controlversammlung auf dem Heiligenstock bei Vilbel anberaumt, da bei den neulich stattgehabten Excessen eine Anzahl der Erschienenen den Fahneneid verweigert hatte. Nachdem die Vorgeladenen sich versammelt, wurde mit Verlesung der Kriegs- artikel begonnen und hierauf eine von Berlin eingetroffene Ordre bekannt gemacht. Hiernach wurden die Truppen mit nur wenigen Ausnahmen zu achtwöchigem Dienst bei den bezüglichen Re⸗ gimentern unter Bedeckung sosort ab⸗ geführt und trafen hier etwa 70 Mann ein. Da die Leute meist verbeirathet sind, trifft sie diese strenge Maßregel um so härter und Manchen auch unverdient, weil doch nicht alle Anwesenden bei den Excessen betheiligt waren.— In den betreffenden Orten soll das Ausbleiben der Fa⸗ milienväter eine große Bestürzung und Aufregung hervorgerufen haben. Bayern. Zu der bevorstehenden Welt- ausstellung in Paris werden die Rheinbapern manches Interessante liefern, sowohl an Landes- produkten wie an Fabrikaten. Unter Andern liefert die Gießerei des Hrn. v. Gienauth einen Hirsch in Lebensgröße, zu dem das in München angefertigte Modell 6000 fl. gekostet bat. Baden. Die„Karler. Z.“ theilt offleibs mit:„Die Arbeiten der Commission für die Aus- 0 — —— ———— — gleichung der Kriegskosten sind soweit gediehen, daß die materiell liquiden Ansprüche in der kürzesten Frist befriedigt werden sollen. Für die nicht liquiden Forderungen dürften Vorschuß⸗ zahlungen erfolgen. Der Gesammtbetrag dieser Auszablungen wird sich auf 6— 700,000 fl. be⸗ laufen. Zur Deckung derselben steht eine erste Umlage, und zwar mit 10 kr. per Gulden Steuerschuldigkeit(also/ vom Betrag der or dinären Steuern) bevor.“— In Folge des Vorschreitens der Rinderpest aus Holland nach Rheinpreußen und deren erneuertem Auftreten in den östlichen Theilen von Oesterreich sind auch unsere betreffenden technischen Behörden mit den Vorarbeiten für die erforderlichen Schutzmaß⸗ regeln beauftragt. 5 — Die K. Z. berichtet vom Neckar: Eine vertrauliche Sendung des Grafen Tauffkirchen an die Höfe von Stuttgart, Karlsruhe und Darm- stadt hatte den Zweck, die Geneigtheit dieser Regierungen zur Verständigung über eine gemein- same Politik zu sondiren, und war vom besten Erfolge gekrönt. Eine Punktation, welche die bayerische Regierung vorlegte, fand allgemeine Annahme und wird die Grundlage der Be— rathungen bilden, zu denen am 3. Februar die Minister der auswärtigen Angelegenheiten und die Kriegsminister der genannten Staaten in Stuttgart zusammentreten werden. Nach dieser Punktation wird die Neubildung der süddeutscheu Armeen, wenigstene so weit dies Infanterie und Cavallerie betrifft, der preußischen Heeres⸗Organi⸗ sation völlig entsprechen und das in der bayerischen zweiten Kammer von dem Fürsten Hohenlohe aufgestellte Programm von den sämmtlichen süd⸗ deutschen Staaten adoptirt werden. Oesterreich. Bon Prag wird gemeldet: Hier will man von den großartigsten Rüstungen in Preußen wissen, von der Aufstellung bedeuten⸗ der und starker Observationscorps gegen die öster⸗ reichische und russische Gränze u. s. w. Thatsache ist, daß die Gränze bei Nachod bereits seit vier⸗ zehn Tagen vollständig abgesperrt ist, wodurch Handel und Verkehr nicht bloß im östlichen Böhmen, sondern auch im benachbarten Schlesien empfind⸗ lichen Abbruch leiden. Großbritannien. Von London wird ge⸗ meldet, daß der Frost mit einer dort zu Lande seltenen Stetigkeit anhält. In Schottland wie in Irland und London und allenthalben ist die Zahl der unbeschäftigten Arbeiter sehr groß und unter den ärmeren Klassen macht sich die drückendste Noth fühlbar. Aus öffentlichen und Privatmitteln wird viel zur Linderung des Elends gethan, aber im gegenwättigen Falle erweisen sich die gewöhn⸗ lichen Unterftützungsmaßregeln als vollkommen unzulänglich und die Nothwendigkeit springt in die Augen, mit vereinten Kräften von Seiten der Bemittelten den Armen zu Hülfe zu kommen. Itallen. Auf der Insel Sardinien soll eine Hungeraneih in Schrecken erregender Weist um sich greifen. Berichte von dort melden:„Die Theuerungen, welche in früheren Jahren diest sonst so fruchtbare Insel heimgesucht haben, wie die von 1812, 1816 und 1818, und bei welchen noch lebende Augenzeugen viele Menschen vor Mangel sterben sahen, werden von der dies⸗ jährigen noch übertroffen. Jene traten erst im März oder April ein, diese schon im Deceriber, was zu den schlimmsten Befürchtungen Anlaß gibt; und auf dem Lande ist es noch schlimmer, wie in den Städten und größeren Flecken,— zu Haufen wird man jeden Augenblick von Leuten überlaufen, welche Arbeit suchen, oder ein Dar- lehen in Korn oder Geld erbitten, oder welche ein Stück Landes um jeden Preis verkaufen wollen, oder welche ihre Ackergeräthe, ihr Küchen ⸗ geschirr, Kleider oder alle möglichen sonstigen Dinge zum Verkauf anbieten. Auf den Land- straßen begegnet man auf jedem Schritte Leuten, welche die bittende Hand ausstrecken, und man fieht ganze Züge von Männern und Frauen, welche ihre Sachen zum Verkauf tragen, aber oft dergeblich den ganzen Ort durchlaufen und ihre Zeit verlieren, weil es überall an Geld fehlt. — Das verbreitet gewesene Gerücht von einem Mordversuch auf den König wird als jeder thatsächlichen Grundlage entbehrend und als rein erfunden bezeichnet. Amerika. Die dem Hause der Repräsen⸗ tanten behufs der Anklage des Präsidenten Johnson vorgelegten Resolutionen lauten: „Ich klage Andreas Johnson, Vicepräsidenten und zur Zeit Präsidenten der Vereinigten Staaten, hoher Staals⸗ verbrechen und Gesetzüberschreitungen an. Ich beschuldige ihn der Ueberschreitung der Amtsgewalt und gewaltsamer Eingriffe in die Gesetze insosern, als er von seinem Stell— vergebungs-, Begnadigungs- und Vetorechte einen ungesetz⸗ lichen Gebrauch gemacht, Staatseigenthum unrechtmäßiger⸗ weise verwendet, die Wahlen in gesetzwidriger Weise beeinflußt und selbst Handlungen begangen und sich mit Andern zu Handlungen vereinigt hat, die nach der Con⸗ stitution hohe Staatsverbrechen und Vergehen sind. Deßhalb sei es beschlossen, das richterliche Comite hier— durch zu autorisiren, die Amtsführung des Andreas Johnson, Vicepräsidenten und betraut mit den Geschäften als Präsident der Vereinigten Staaten, einer Untersuchung zu unterwerfen und diesem Hause zu berichten, od nach seiner Ansicht der besagte Andreas Johnson während seiner Regierung sich Handlungen hat zu Schulden kommen lassen, die darauf hingingen oder berechnet waren, die Regierung oder irgend welche Departements oder Beamten derselben zu stürzen, zu verkehren oder zu corrumpiren, und ob er sich Handlungen hat zu Schulden kommen lassen, die als hohe Staatsverbrechen oder Vergehen nach der Constitution das Dazwischentreten der constitutionellen Gewalt dieses Hauses erfordern; und ferner sei beschlossen, das besagte Comite zu bevollmächtigen, die nöthigen Personen und Papiere herbeizuschaffen und den gewöhn⸗ lichen Zeugeneid abzunehmen.“ New⸗Nork. Nachrichten aus Veracruz reichen bis zum 29. und aus Mexico bis zum 26. Dezember. Sämmtliche französische Truppen sollten sich in Vorbereitung zu ihrer Einschiffung in der Hauptstadt concentriren. Die österreichische Dampfyacht„Elisabeth“ aus Triest war ein⸗ getroffen, wie man muthmaßte, bestimmt, Maximilian nach Europa zurückzuführen. Der Transport der Truppen aus dem Innern nach Veracruz soll am 15. beginnen. h. Friedberg. Wieviel des Angenehmen das benach⸗ barte Nauheim als Badeort bietet, wissen die in seiner Nähe Wohnenden, sowie nicht wenige Fremde zu schätzen. Doch wird die Großherzogl. Regierung, welcher Nauheim jetzt unterstellt ist, darauf bedacht und in der Lage sein, noch manches Nützliche und Wünschenswerthe daselbst zu⸗ zufügen. Einem Mitglied Großherzogl. Oberbaukollegs wurde dieser Tage bei seiner Anwesenheit dahier, während der Unterhaltung, der Wunsch zu erkennen gegeben, daß es für Viele angenehm und nützlich sei, wenn die zahl⸗ reichen, zum Theil seltenen Pflanzen des Parks zu Nauheim mit Etiquetten versehen würden; und sind wir nun guter Zuversicht, daß unserer Bitte willfahrt werden wird. Allgemein wird diese Ausführung Freude erregen; die Lehrer und Schüler aber, deren bolanisches Studium dadurch wesentlich gefördert werden wird, werden besonders dankbar dafür sein. Aus der Wetterau. Die Ludwig⸗ und Alicen⸗ stiftung hat ihren zweiten Jahresbericht(Vereinsjahr 1865) veröffentlicht. Wir ersehen daraus, daß sich dieselbe in er⸗ freulichsler Weise weiter entwickelt hat und zu den besten Hoffnungen auf immer segensreichere Wirksamkeit berech⸗ ligt. Die Zahl der ordentlichen Mitglieder ist während dieses Jahres von 1198(von denen im Laufe des ersten Jahres 8 starben) auf 1319(von denen im Jahre 1865 auch 8 starben), das Vereinsvermögen von 2933 fl. auf 7625 fl. gestiegen. Frankfurt. Wer längere Zeit den hiesigen Circus nicht besucht hat, wird erstaunt sein, welche Veränderungen mit demselben, seiidem Herr Petsch Sonntags wie in der Woche Concerte, verdunden mit sonstigen Darstellungen aufführen läßt, vorgegangen sind. Die Arena, wo sich sonst die Rosse der englischen Reiter tummelten, wo die Acrobaten ihre Kunsistücke zeigten, ist überdeckt und durch die Hinzuziehung des ersten Platzes bedeutend vergrößert, so daß schon eine ziemlich starke, ausdauernde Constitution bazu gehört, den Kreis auch nur einmal zu durchtanzen. Zu dem am Samstag im Circus stattgehabten Masken“ dalle wurden noch weitere umfassende dauliche Verände⸗ rungen vorgenommen. Hundert fleißige Hände waren damit beschäftigt, die an dem Circus liegenden Räumlich⸗ keiten in einen Garten, geschmückt mit iropischen Pflanzen ꝛc., umzuwandeln. Laube reihte sich an Laube, die, mit Lampions erleuchtet, einen ftenhaften Eindruck machten. Springdrunnen waren angelegt, während blühende Pflanzen weithin angenehmen Duft verbreiteten. Um den Theil⸗ nehmern an dem Maskenballe heitere Stunden zu bereiten, fanden mehrere Aufzüge wie Maskenschwänke statt. Wer den Circus besuchte, staunte über die Veränderungen, die die schaffende Hand mit demselben vorgenommen hatte. Demnächst wird ein zweiter Maskenball in den Räumen des Circus stattfinden. Mainz. Der Gemeinderath unserer Stadt sah sich in seiner Sitzung vom 29. d. veranlaßt, gegen den städti⸗ schen Gasunternehmer Sonntag wegen vertragswidrige Leuchtkraft des Gases den Rechtsweg zu beschreiien.— Aus Rheinhessen. Unsere Provinz bereift gegen⸗ wärtig ein Industrieller aus Oesterreich in Begleitung seiner Frau, der Mädchen und Frauen gegen klingende Münze von ihren Haarzöpfen befreit. In hiesiger Gegend machte er schlechte Geschäfte, während er in Oberhessen mehrere Centner zusammengebracht haben soll.(2) Mit geringen Ausgnahmtn weitern sich die rheinhessischen Frauen, selbst die ärmeren, ihren Haarschmuck zu verhandeln. So schreibt der Mainzer Anzeiher. Wir machen zu den mehreren Centnern ein kräftiges Fragezeichen, da wir die Ueber⸗ zeugung haben, daß unsere oberhessischen Frauen und Mädchen, und auch die ärmeren, ebenso stolz auf ihrs vollen und schönen Haarflechten sind, als das schöne Ge⸗ schlecht in Rheinhessen. Paris. Es ist interessant, das Wachsthum der Stadt im Zeitraume von fünf Jahrhunderten zu verfolgen. Im 13. Jahrhundert zählte Paris 120,000 Einwohner; im Jahre 1474 150,000; im Jahre 1590 200,000, unter Ludwig XIV. 492,600; im Jahre 1710 509,640; im Jahre 1776 658,000; im Jahre 1802 672,000; im Jahre 1846 1,053,897; im Jahre 1861 1,696,141 und im Jahre 1866 1,825,294 Einwohner. Holzversteigerung. 225 Dienstag den 5. und Mittwoch den 6. Februar J. J., jedesmal des Morgens um 9 Uhr anfangend, sollen tm hiesigen und Rockenberger Markwalds nachbe · r Holzsortimente öffentlich meifibietend verfleigert werden. il. Stecken Buchen⸗Scheidholz II. Sorte, * Eichen ·* 35½„ Buchen⸗Prügelbolz 1. Sorte, 44½ 7. 7 6 II.* 1„Eichen⸗„ 1½ 4 Kiefern-„ 342 Wellen Buchen ⸗Reisholz II. Sorte, 486„ Elchen⸗ 175„ Kiefern- 46 Stamme Eschen-Werkholz, 695 Cbksg, haltend, 4„ Kiefern Bauholz, 867„ 56 Cbkfß. Eichen ⸗Stangenholz und „ Kiefern⸗. Die Zusammenkunft ist den ersten sowie den zweiten Tag in der Aue am Judenpfad, wohin man die Steig · liebhaber höͤflichst einladet. E wird noch bemerkt, daß den ersten Tag das Stamm- und Stangenholz zur Versteigerung kommt. Oppershofen am 2. e g e il, Markgegenschreiber. Mobiliar⸗Versteigerung. 224 Wegen Auswanderung ist der Unterzeichneie Willens, Montag den 4. Februar, Morgens 9 Uhr an⸗ fangend, nach verzeichnete Gegenftände verkaufen zu lassen, als: 1) 3½ Fuder Kornstrob, 74„ Waizenstroh, N 5„ Gerflenftroh, 99 5„ Daforstroh, 5) 100 Körbe Spreu, 6) 40 Centner Heu, 79 20„ Grummet, Malter Kartoffeln, 9) eine Partte Dickwurz, „„ Flachs, 11) einen vollständigen einspännigen Wagen, 12) einen Schaufelpflug, 13) einen Wendepflug, 12 eine Egge, 15) eine Fruchtfegemühle, 16) eine Strohbank, 17) ein An Pferdegeschirr, 18) eine Partie Mist, 19) Ketten, Tische, Bänke, Stühle, Bettstellen, einen Küchenschrank, einen Klelderschrank, mehrere FJässer, Bütten und sonstige Hausgeräthschaften Wölfetskeim den 29. Jonuar 1867. Christian Görg II. Holz ⸗Versteigerung. 223 Im Licher Stadtwald, Distrikten Zappenan, Mönchkopf und Langenbuchen, kommen den 7. Februar nachverzeichnete Holzsortimente zur Versteigerung Donnerstag den 7. Februar. 1800 Gbifs. Eichenflammholz in 5—33“ Durchm., 1555 Länge; darunter eine Eiche von 194 Cbks, 400 Cbkss. Welchbolgamm⸗ und Stangenbolz, 800„ Fichtenstangen von 2—5“ Durchmesser und 25— 60 Länge 10 Stecken zebnfüßige Eichenstangen, 255 Buchen- und Eichen Scheid und Prügelbolz, 100„ desgleichen Stockholz, 12125 Stück 5 Wellen Der Anfang ist Morgens 9 Uhr am Licherfeld. Lich den 29. Januar 1867. l ordhtedsdüge en panebeu Lich elm. Nechnungen mit Geschäfts⸗Firma per Buch 32 kr., in größeren Quantitäten billiger, liefern Bindernagel 8 Schimpff. in 5 Unter Tanonal. Diese wingen, manche 7 borstehende aue D — 218 ist das Sisten mit fichte Genuß 1 namenllich a ö inbertranlhe. Kinbentan A boseiben nir Mibesoffnung. Jide fin Ditelau. 1 200 zur imaschinen Mit lauch sehr pibligsten Zur schaftliche G11 — 1. 2 * zuustt un * ibu 4 Gun Gt⸗ Für u bis 6 kr. wöchentlich saͤmmtliche deutsche Classiker in vollstaͤndigen Ausgaben ihrer sämmtlichen Meisterwerke! 95 Unterzeichnete Buchhandlung erhielt so eben eine Zusendung der neuen wohlfeilen National-Bibliothek der deutschen Classiker. Dieselbe wird die Meisterwerke aller deutschen Classiker in neuen schönen Ausgaben bringen, nicht in Aus zugen, sondern vollständig, dabei zu so beispiellos niedrigen Preisen, daß nanches Werk in dieser Ausgabe kaum den zehnten Theil der bisherigen Preise bsten wird, z. B. 5 ö Schillers sämmtliche Gedichte nur 18 kr., Schillers sämmtliche poetische und dramatische Werke nur 1 f. 21 kr., de sämmtlichen Meisterwerke von Göthe nur 7 fl., Lessing nur 1 fl. 48 kr., Wieland 3 fl. 24 kr. Jeder Band kostet nur 9 kr. Land 3. Seume, Band 4. Gellert. Die 3 ersten Hefte sind bei uns vorräthig und nehmen wir jeder Zeit Bestellungen auf torstehende Sammlung an. Bindernagel& Schimpff. Der L. W. Egers'sche Fenchel-Honig-Extract 18 ist das lieblichste, aus dem edelsten Blumenhonig(mel hortense), der Fenchelpflanze und vielen heilsamen Cäften mit größter Gewissenhaftigkeit bereitete, für Magen, Lunge, Unte leib und Blut vortheilhafteste und unschäd— liyste Genußmittel 1 für alle Kranke, tmentlich aber bei Hals: und Brustleioen, Husten, Heiserkeit, Verschleimung ꝛc. Bei Keuchhusten, Bräune u. a Fnderkrankheiten gibt man ihn erwärmt. Kinder nehmen ihn für ihr Leben gern. Ber Häworrhoidal- und Unter⸗ Kosleiden nimmt man ihn rein für sich oder in gutem Trinkwasser aufgelöst. In größeren Gaben bewirkt er leichte Kbesöffnung. Band 1. enthält Bürger, Band 2. Jean Paul, Jede Flasche trägt die eingebrannte Firma, sowie Siegel, Etiquette nebst Facsimile des Erfinders L. T Breslau. Die alleinige Niederlage ist bei Jos. Hoffmann in Friedberg. Den Herren Oekonomen 290 zur Nachricht, daß Auftrage auf Heuwende-, Fruchtschneide- und Kartoffelausheb— taschinen für die 18671. Ernte bis spätestens Ende April eingereicht sein müssen. Mit den renommirtesten englischen Maschinenfabriken in Verbindung stehend, besorge tuch sehr leistungsfähige, nach den neuesten Systemen gebaute Dampfdreschmaschinen zu den blligsten Preisen. Zur Exkundigung nach der Leistungsfähigkeit meiner voriges Jahr gelieferten landwirth— sthaftlichen Maschinen werde ich auf Verlangen Adressen mittheilen. Arge Georg Nenzel, Maschinenfabrikant. Geschäfts⸗Eröffnung. 193 Einem verehrten hiesigen sowie auswärtigen Publikum hiermit die ergebene Anzeige, daß ich dahier ein Schirmgeschäft etablirt habe und fortwährend bemüht sein werde, unter Zusscherung reellster Bedienung, ein gutes Sortiment von Regen- und Sonnen⸗ schirmen auf Lager zu führen. f Gleichzeitig bemerke ich, daß alle Reparaturen prompt und billig besorgt werden. M. W. Baer, Ludwigstraße Nr. 483 neben Hotel Trapp. W. Egers ver ruhmlichst bebaunte E. G. Walter'sche FTenchel-Honig-Extract, ewährtes Mittel bei allen Hals- und Brustleiden, Katarrh, Husten zc. sowie bei Jer dauungs stockungen und Hamorrhoidalbeschwerden ist die/ Flasche zu J f. ue ½ Flasche zu 7½ Sgr. in sitts srischer Waart acht zu haben in Friedberg bei . A. Windecker. 17 Holz- Versteigerung. Holversteigerung. 214 Montag den 4. Zebruar, des Morgens 9 Uhr, 213 Dienstag den 5. Februar, Morgens 10 Uhr, werden el im Rieber: Wetseler Gemeindewalde nachfiebendes in dem blesigen Gemeindewald, Sebölz melftbletend versteigert werden: Difritt Setenstetn, 50% Stecken Buchen⸗Scheid holz, 6 Gchamme von 510 Gbtsß. wovon einer 235 **— 7 500* 8 5 5. 144 lafter Eichenholz, 2„ Buchen- Prügelpolz, 19% ee 25„. 15 22% 9 a Holz, 1 N 4 1 odbolz 147 1— Stodhbol endete Das Holz sitzt bet Eschbach in guter Abfahrt. ir eschbach den 24. Januar 1867. * Stück n Born, Bärgermeister. 4* chen · 7— 80„ Klefern⸗ i ö 7 %: te ver gener wr oboh Kapitalverleihung! 1„ Llcen.arstämme, 173 Aus der Gemeindekasse zu Kirch-Göns können dis 2„ Erlen- Werkpolz, zum 1. März d. J. 385 fl. Pfarrbesoldungs kapital Ble———— anderwelt ausgeliehen werden. 3 Nleder-Welsel den 26. Januar 1867. Kirch⸗Göns am 21. Januar 1867. Oroßberzogliche Bürgerm lere! Nieder ⸗Wessel Der Gemeinde Einnehmer —————— Nur 43 Kreuzer kostet ein Loos, 3 Loose kosten 2 fl., 10 Loose 6 21 Loose 12 fl., zu der schon am 15. Februar 1867 stattfindenden großen Ziehung, der von ber Re— Merung gegründeten und garautirien Staats ⸗Gewinn⸗ Verloosung, welche nachstehende Treffer enthält, als: 60,000, 50,000, 45,000, 40,000, 35000, 32000, 39,009, 25%, 2000, 18000, 16090. 1% 10000, 6,000, 5,000, 4,000, 3,000, 2,000, 1,000, u. s. w. und 17 Frcs. eines jeden gezogenen Looses. Es ist mithin Jedermann di Gelegenheit ge— boten, mit einer kleinen Einlage einen der oben⸗ stehenden Treffer zu machen. Durch Unterzeichneten sind Loose mit Serie— und Gewinnnummer für obige Ziehung gegen Einsendung des Betrags, Postnachnahme oder Post⸗ einzahlung zu beziehen. Ein Loos für alle Zie⸗ hungen gültig, kostet nur 4 Thlr. Jeder Auftrag wird schnell und sorgfältigst ausgeführt, Pläne den Bestellungen beigefügt und nach erfolgter Ziehung die Ziehungslisten jedem Theilnehmer franko und gratis zugesandt. Man beliebe sich daher bald und direkt zu wenden an L. Wenzel, Staats-⸗Effectenhandlung in Frankfurt a. M. Fabegasse No. 111. Briefmarken und Coupons werden in Zahlung angenommen. 127 1CCCCCCCC(CC(ͤͤ ĩ ͤ TT Katarrhalische Affecttonen. 222 Die Jahreszeit hal zwar den gefährlichsten Feind des Lebens, die Cholera, vertrieben; aber sie hat dafür einen zwar nicht gefährlichen, aber nur um so lästigeren Feind der Gesundheit herbeigeführt:„die katarrhalischen Affecttonen,“ die sich— aller Vorsicht ungeachtet— bet gewissen Witterungszuständen stets einstellen, und zwar meist gerade bei den gesundesten Menschen,— weshalb denn auch diese Vorboten oft sehr langwieriger wirklichen Uebel haufig unbeachtet bleiben, da begreiflicherweise Niemand, der sich sonst wohl fühlt, Lust hat, beim Ein⸗ tritte von etwas Husten, Schnupfen, Rauhheit des Halses, Heiserkeit oder sonstiger Affection der Brust⸗, resp. Respi⸗ rationsorgane gleich den teuren Besuch des Arztes zu ver⸗ anlassen, zumal es bekannt ist, daß dessen Kun st gerade bei dieser Art von Uebeln auch nicht weiter reicht, als die von den sogenannten Hausmitteln unterstützte Natur. Von jeher bat sich denn auch die Hausmittel⸗Fabrikatlon mit besonderem Fleiße auf diejenigen Präparale gelegt, welche die Heilkraft der Natur bei solchen katarrhalischen U ffectionen unterstützen sollen, und die Zahl dieser Eruft-Bonbons, Brust⸗Caramellen, Brustsäfte, Brustthers ꝛc. ift eine ziemlich beträchtliche. Wenn sie gegenwärtig durch den Fabrikanten R. F. Daubitz, Berlin, Charlottenstraße 19, der sich— wie sein so erfolgreicher Ligucur bewiesen hat— durch eine be⸗ sonders reiche Kenntniß der Pflanzen und ihrer Wirkungen auszeichnet, mit einem neuen Fabrikat, dem R. F. Dau⸗ bitz'schen Brust-Gelse(4 Flasche 10 Sgr.), vermehrt worden ist, so darf man voraussetzen, daß dies in der Er⸗ kenntniß einer gewissen Unzulänglichkeit der schon bestehen⸗ den Präparate geschah, welche in ihrer Zusammensetzung meist auf Eines hinauslaufen und sich nur in der Form unterscheiden. Das Daubitz sche Brust⸗Gelse hingegen hat sich die Aufgabe gestellt. auf die R sultate der Beobachtungen unferer in der Hausmittellehre so praktischen Vor fa hren zurück⸗ zugreifen, bei denen die ärztliche Kunst noch wenig ver⸗ breitet war, und die daher vorzugsweise auf das Studium der Hausmittel engewiesen waren, über welche sich in den Manuscripten der Klöster und in den Ueberlieferungen det Schäfer unbezahlbare Schätze vorfinden, die von der neueren Medicin um deswillen meist übersehen werden, weil dieselbe nach anderen Heilprincipien verfährt, als die Hausmittellehre der früheren Zeit. Während diese ihre Mittel feis der ganzen Gattung eines Uebels anzupassen suchte, richtet sich die moderne ärztliche Praris mit ihren Mitteln nach den Symptomen des einzelnen Falles.— Es mag dies Letztere sehr gut, ader dabei kann das Erstere auch nicht schlecht sein; und bei den Uebeln, die durch allgemeine Ge⸗ legenheitsursachen entstehen, wie eben die durch Witterungs⸗ verhältnisse erzeugten katarrhalischen Affectionen, wird man sogar dem Ersteren den Vorzug geben können.— Aus allen diesen Gründen möchten wir denen, welche sich in der gegenwärtigen Jahreszeit durch katarrbalische Afsectionen beläaͤstigt finden, den Rah geben, mit dem neuen R. F. Daubiß'schen Brust⸗Gelsse einen Versuch zu machen und die Resultate desselsen der Oessentlichkelt zu übergeben.. r fl., N. F. Daubitz'sches Brusl⸗Gelce allein nur fabricixt von dem Apotheker R. 4. Daubitz in Berlin empflebhlt 2 Fl. 11 Sgr. die alleinige Niederlage von J. A. Windecker in Friedberg. Dau b. Ble hn. — —— Parlaments⸗Wahl. 209 In der am 13. l. Mts. in Friedberg stattgehabten öffentlichen Versammlung wurde am Schlusse der Verhandlungen der Wunsch ausgesprochen, daß eine nochmalige Versammlung ausgeschrieben werden möge, und brachte man als Ort für den Zusammentritt derselben Nieder⸗Wöllstadt in Vorschlag. Nachdem dem unterzeichneten Comite mittlerweile von verschiedenen Seiten Mittheilungen gleichen Sinnes geworden, so laden wir zu einer wiederholten Versammlung auf Sonntag den 38 Februar, Nachmittags 2 Uhr, in Nieder⸗Wöllstadt, (Gasthaus zum Darmstädter Hof) zahlreiches Erscheinen. Januar 1867. Für das Comite: Ed. Trapp IV., Hofgerichtsadvocat, C. Scriba, Buchhändler, Vorsitzender. Schriftführer. Einladung. 207 Auf den Wunsch des verehrl. Vorstandes des hiesigen Frauenvereins der Gustav⸗ Adolf⸗Stiftung beabsichtigt der Unterzeichnete, zum Besten dieses Vereins eine Reihe von kirchengeschichtlichen Vorträgen zu veranstalten. Den Gegenstand derselben werden einige besonders wichtige und interessante Abschnitte aus der Geschichte der Reformation bilden, als: 1) Luthers Jugendgeschichte bis zu dem Ablaßstreit. 2) Der Reichstag zu Augsburg 1530, in Verbindung mit den Hauptpunkten der deutschen Reformations⸗ geschichte. 3) Johann Calvin und die Reformation in Genf. Jeder dieser Gegenstände wird in zwei Vorträgen von 1 bis 1½ Stunde Dauer, jedesmal Dienstag Abends um 8 Uhr, behandelt werden. Als Local ist der Saal des Rathhauses gütigst zur Verfugung gestellt worden. erste Vortrag findet Dieustag den 5. Februar statt. Alle, die sich für die gute Sache des Gustav⸗Adolf-Vereins interessiren, werden zu zahl— reicher Betheiligung eingeladen, wobei ich noch bemerke, daß wissenschaftliche Vorkenntnisse zum Verständniß der Vorträge nicht vorausgesetzt werden. Prof. Dr. Köhler. Friedberg den 26. Januar 1867. Indem der Vorstand des Frauenvereins dahier um recht zahlreichen Besuch der Vor— lesungen des Herrn Professor Dr. Köhler bittet, wird bemerkt, daß Karten für sämmtliche Vorlesungen zu 30 kr. fur eine Person von Herrn Professor Dr. Köhler und den unterzeich— neten Mitgliedern des Vorstandes ausgegeben werden. Emilie Trapp. Ernestine Bindernagel. Charlotte Schwabe. Louise preußer. Emilie Huber. Marie Fertsch. Louise Vitriarius. W. Wickenhöfer. J. Sebastiany. Charlotte Meyer. Ein rauer Junge Wohnungsberänderung. hiermit ein, und bitten um Friedberg den 26. Der Wuns ch. 219 Es wäre angenehm, wenn sich die biesigen Herren Fastenbrezel-Steder dahin verständigen wollten, daß man täglich frische Fastenbrezeln bei dem einen odere dem andern derselben baben könnte. 0 Mehrere Fastenbrezeleonsumenten. J . 10 bis 350 Ctr. Dickwurz 190 hat zu verkaufen Christian Hanstein. * Für Hrauntweinbrenner. 183 Fische Untergährhefe per Maas 3 kr. bei Ph. Windecker. 77 7 5 5 4 Tüchtige Agenten 113 für eine Hagel Versicherungs⸗Gesellschaft C. F. Kemmler werden gesucht. Näheres zu erfragen bei in Darmstadt. 1 „de d 6 Ne — — Gute Kartoffeln Breite Straße Nr 65. 216 sind zu verkaufen. W. Nr.“ Staatsrat Steinkohlen, 220 pr. Centner 30 kr., bei Abnahme eines Waggons à 100 Ctr. ohne Fracht 11 Thlr. Bad Naubeim. Jae. Schimpf. Plaluten de elanptmach rn uuf Nr, engen if ber b. 9 ub J. Ole Brodpreise vom 1. bis 15. Februar Nach eigener Angabe der Bäcker. Erste Sorte 47 „* *„ 935 Für Friedberg 18½ kr. Zweite Sorte 9 2 17 e 4.. Für Butzbach: 7 — * „ * 1 Oeneffen kr. „ 7e* 1 0 4„ A meinde isst die N. kr. Sie werd 0 welchem Erste Sorte 4 7 18 kr. Zweite Sorte 4 8 16 2 5 214708 *„ „„ 125 . Mine 4 1* — * 1„ „„ein, so Fleisch: ꝛce. Preise vom 1. bis 18. Februar a Nach eigener Angabe der Metzger. Für Friedberg und Butzbach: unverändert. 1805 221 2577 die Lehre treten bei 1. 1 904. 6 Arabiens, 3 5 215 Mein seitheriges Logis bei Herrn Messerschmied FJ rucht pre i s e. wurd F meister Friedr. Schäfer habe ich verlassen und wohne 5„ ker Malter. lich en 7 7 1 nunmehr bei Herrn Peter Mann auf dem Haagk, Friedberg, 29. Januar. Waizen 14 fl. 55 kr.; Korn 1800 f In neider 7 Gesell, eine Stiege hoch. 0 ee 9 15 f. 5 5 ae uten a 2 05 8 rankfurt, 28. Januar. Weizen 8 g 217 guter Arbeiter, findet dauernde Veschaftigung bei Friedberg. E. F. Göring, 11 fl 40 fr.; Gerste 92 1 Hafer 8 fl. 30 fe.— Assenheim. B. Kreß. Buchbinder. Grünberg, 26. Januar. Waizen 15 745 7 Nat 7—— 10 fl. 40 kr.; Gerste 8 fl. 36 kr.; Hafer fl. 53 kr.; 0 anhmezuwmb s o 2 Molter 10 fl. 30 kr.; Erbsen 10 fl. 50 kr.; Linsen— fl N 120 e usqeuuv. kr.; Saamen und Lein 16 fl. 34 kr.; Kartoffeln 4 fl. 3 A0 fin- znuỹ,me i mae et eee enen unt eig uv hoh 36 va140 f n f 9000 bee un-en eh be eee eee eee eee eee eee Mainz, 25. Januar. Waizen 16 fl. 12 kr. Korn ui ubßud meg u ien usb neee een eee eee NN. 10 fl. 35 r.; Gerste 8 fl. 2t kr.; Hafer 5 fl. 22 kr. 4500 n e. 5 A 955 a Kartoffeln 3 fl. 44 kr.; Roggenstroh per 100 Gebund 1 Georg usapisbuls uon aun ub a Smaua gun gas zune aun 20 fl.— kt. 9 usb zh ni een been en eee eee e eee eee en g g 5 4 1 „ausbunuv aqn s squsqwd bonmocg ushꝙppu i Preise verschiedener Gegenstände. 2 de z un eee ee e eee eee eee en ennie 8. Friedberg am 30. Januar. 4 Spaun eee eee ene ehe ieee sog un 21 d 18 Butter pr. E 26 kr. Eier 1 Stack 2 bre n * l Brennholz, Buchen- Scheitholz I., pr. Stecken 7 fl 30 kr. 18 0 Bud dusbibun 120 Jun gungen nau II W Veraniw. Red.: Hermann Schimpfj. 9 * 0 Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. 3 K 5 8 Ca Mitgetheilt von* 9 250 fl. b. R. 1839 P s. Lindheimer. Frankfurter(Cours. N 1055 5 5 2 5 5 0 0 Be 30. Januar 1867. Cours der Staatspapiere. D 3 1 0 18605 3 625 2 Oesterr. 50% Met. 1859 1. Lest. 59½¼ P. ö Gr. Hess. 4% Obligat. 95 P—„ 100 Pr. v. 186472 f. 12 900 5 5% Nat.-Anl. 18545,/ 5 3½0% Obligation. 88 G. 2 Schwed. Tulr. 10-L. 4 b. U Fart 5 5% do. 1864 59 k. FNi.assau 4½% Obl. b. tb. 95½ P. 2 Bad. 35 fl. Loose. 14 Karl Preussen 4¼% Obligat. b. Rt.—— 7 4% do de 89¼ P. Kam. 40 Thi.-L. b. x. 15 55 15 Geo 5 4% do. do.— Kurhess. 4% Obl. b. k. à 105 92½ P. Sar less. 50 fl. L. b. K. 17% Reh Bayeru 5% Obligation. 100% P Frankf. 3½0% Obligat. 80½ b. u. 6.—„ 25, 477 p: 10 Mal . 4½% ½ jähr. b. Kth. 95 P. 5 30% do 72 6. 2 Nass, 25. 37% P. Ae 4 4 d. do 903/ F. Russland 5% Opl. i. L. à fl. 12 84½ P. 2 IL-d. 26 Fr. E.... ee Würtemb. 4½% Obl. b. Eth. 94½, 3,8 6 Finnland 4½% Pfdbr. i. R. 105 82½ G. + J Pistolen fl. 9 42—44 8 Fon 5 3 4% do do—— Schweden 4½% O. i. R. à 105 83% P. 2 Doppeltes„ẽ 9 43—45 0 Baden 4½0% Obligat. 94½ P. ö 5 4½% Pfb. i. k. à 105 83½ P. 2 I preuss. Friedrd'or„ 9 56—57 alen 5 4% Obligat. 89½ P N.-Amer. 60% St. I. E. 1882 76s/, 77 2 Hell. f. 10 Stücke„ 9 4850 1 Voll einbezahlte Eisenbahn- Aetien und Prioritäten. + r res, dio er 4½% Bayr. Ostbahn 119 6.% Liv. C. D. 4 P/. fr. 4 28 kr. 347% F. 5 Eugl. Sovereigns.„ 14 48—52 9 9 4% Pfandbr, d. Frkf. Hzp.-B. 22 5% Toese. Centr.-Eisenb.-Pr. 53½ P. 2 Kuss. Imperiales 370 443 NN dun 3% Oesterr. St.-Eisenb.-Prior. 47¼ P 1 5% Elisabethbahn-Prior. e 2 Geld pr. Zoll- Fr.—— U 1 % Oest. Süd. St. u. Lemb. E. B. 91½ P. J% doe. neueste Emiss.% 69 6. I Hchk. Silb. pr. Z. PT.„—— 2 Lal 3% Oest. Süd. St. u. Lomb. E. B. 45 6. E 4½% Hess. Ladwigeb.-Prior. 94½ P. I Preude. Kassensch.„ 1 44%—45½* dil. Wiener Wechgel-Ceurs 90 I polare in Geld„ 2 2027 0 — Für An- und Verkauf aller Werthpapiere empfiehlt sich bestens unter Zusicherung reeller Bedienung und ertheilt gerne jede gewünschte 20 Nit Ankunft über Verloosungen, Coupons Zahlungen u. 8. w. S. Lindheimer in Friedberg.* aug