4 IN * 0 — N— 8 7 0 — . 1* . 5 „ 5 * 1 5 D NN — D 8 1 * 22 enen Stempel K., B f., 5 f tutte u von unt att, ren, daf di trhessen „ deen ie it irt vn Echimyff. 707 Hutbad Fattattses u un. n dn 1 deatterchi der tettt pettn rut zen eien, ru 2 kt Juden „ eit ln Portier em Otrru aer böte, felt A trat, dieltt Sctet! Sera ln der. del, iu mage) Neu eintretende Abonnenten auf den„Anzeiger“ für 1868, welche jetzt schon ihre Bestellungen machen wollen, erhalten das Blatt für den Monat Dezember d. J. gratis. 1867. Damstag den 30. November. 142. Anzeiger für Oberhessen. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. — Betreffend; Den Gewerbebetrieb mit dem Auslande. Amtlicher Theil. Friedberg den 28. November 1867. Das Großherzogliche Kreis amt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Veranlaßt durch die Thatsache, daß in den preuß. Landestheilen schon mehrfach Metzgern aus hiesiger Gegend der An⸗ und Verkauf von Vieh angeblich aus dem Grunde verboten worden sei, weil dieselben keine preuß. Gewerbsscheine besessen hätten, haben wir hierüber die entsprechenden Erkundigungen eingezogen und beauftragen Sie, zur Vermeidung von Nachtheilen für das handels- treibende Publikum, nachstehende, in den preuß. Bestimmungen zur Nachachtung der Metzger und Viehhändler, welche in jenen Gebieten Geschäfte abschließen wollen, zu bringen. neu erworbenen werbsbetriebe Landestheilen geltende Metzger bedürfen zum Ankauf von Vieh keines Gewerbscheins, sondern nur einer, von der betr. Großh. Bürgermeisterei ausgestellten Bescheinigung, daß das Vieh, welches sie aufkausen, zum eignen Ge⸗ bestimmt Umherziehen betreiben, müssen mit Gewerbscheinen versehen sein, welche bei der Regierung desjenigen Bezirks, in welchem das Geschaft be— trieben werden soll, nachzusuchen sind. An- bezw. Verkauf von Vieh auf Viehmärkten ist gewerbsteuerfrei. sei. Viehhändler, welche ihr Geschäft im r u p. Hessen. Darmstadt. Die erhöhten An- forderungen, die der für den vorjährigen Feldzug verursachte Kostenaufwand, die Zahlung der Kriegs— contribution und die Vermehrung des Präsenz⸗ standes unserer Armeedivision an die Steuerkraft des Landes stellen, sind selbstverständlich sehr er⸗ heblich. Um den nöthig werdenden Mehraufwand zu decken, ist die Erhöhung der direkten Steuer und die Einführung einer Einkommensteuer nach preußischem Muster in Aussicht genommen; eine deßfallsige Vorlage dürfte den Ständen in Bälde zugehen. Wie man uns mittheilt, sollen jedoch wegen der umfassenden Vorarbeiten die projektirten Steuern vor dem 1. Januar 1869 nicht zur Ausführung kommen, wenn auch der Gesetzentwurf, die Einführung der Einkommensteuer betreffend, nahezu vollendet sein soll. * Friedberg. Am 3. Dezember d. J. findet im ganzen Zollverein die dreijährige Volks zählung statt. Die nöthigen Formularien sind bereits zur Vertheilung gekommen und wäre nur zu wünschen, daß die Einträge überall mit der erforderlichen Genauigkeit und Sorgfalt geschehen möchten, um ein möglichst richtiges Ergebniß fest⸗ stellen zu können. Preußen. Berlin. Am 227. d. standen die Lasker schen Anträge behufs Wahrung der Redefreiheit auf der Tagesordnung des Abgeord- netenhauses. Der erste Antrag bezweckt speziell die Niederschlagung der Prozesse gegen Twesten und Frenzel. Der zweite Antrag verlangt ein Gesetz, betreffend die Deklarirung des Art. 84 e e Diese Deklarirung soll durch ein Gesetz gegeben werden, welches folgenden Paragraphen enthält:„In Gemäßheit des Art. 84 der Verfassungsurkunde darf kein Mitglied der beiden Häuser des Landtages zu irgend einer Zeit wegen seiner Abstimmung oder wegen der in Ausübung seines Berufes gethanen Aeußerungen ge— richtlich oder diseiplinarisch verfolgt oder sonst außer- halb desjenigen Hauses, zu welchem das Mitglied ge— ört, zur Verantwortung gezogen werden. Hover: eck und Genossen beantragen motivirte Tages- ordnung und erklären, daß der Art. 84 der Declaration nicht bedürfe, daß vielmehr die Com- pelenz der Staats anwaltschaft und der Gerichte in Ansehung der Landtagsreden völlig ausgeschlossen sei und daß das Abgeordnetenhaus bereits am 10. Februar 1866 das Recht in dieser Beziehung gewahrt habe. Braun befürwortet Lasker's Anträge. Wal dec spricht dagegen. Ben nigsen sprach dafür. Der Justizminister sagte, die Auslegung des Obertribunals sel weder neu noch salsch. Man! müsse leidenschaftslos an die Frage herantreten. Die Regierung habe derselben nicht Halt gebieten können. Man solle den Spruch des höchsten Gerichtshofs abwarten, dann würde sich zeigen, welche Schritte geeignet seien. Graf Bismarck erklärte, daß er in dieser Frage seine persönliche und nicht die Ueberzeugung der Regierung aus- sprechen wolle. Er lege der Frage keine besondere praktische Bedeutung bei, wie er auch bereits im Reichstage erklärt habe, wo er sich die freisten Aeußerungen habe gefallen lassen, ohne eine Ka⸗ binetsfrage daraus zu machen. Die Erfahrung habe gelehrt, daß man Ueberschrꝛitungen von Rednern ertragen könne und er habe seine Ueber zeugung dem Zustandekommen der Bundesver- fassung geopfert. Der Konflikt, welcher durch den Mißbrauch der Rednerfreiheit entstanden, sei so eingerissen, daß sämmtliche Minister erklären mußten, daß sie bei fortgesetztem Mißbrauch nicht mehr im Hause erscheinen würden. Die Rechtsfrage halte er für zweifelhaft, die Frage sei jetzt nur, wie man aus der Spannung herauskomme, oder vielmehr, daß man nicht in die alte Spannung wieder hineinkomme. Er gebe zu erwägen, ob eine Scheidung der beiden Stadien der Rede- freiheit, nämlich der Freiheit im Saale und nach- her der der Presse, nicht möglich sei. Das be⸗ leidigende Wort nehme einen schärferen Charakter an, wenn es fortwährend in den Blättern wieder⸗ holt werde. Er wolle das konstitutionelle Leben, eben so wie das Haus von Reibungen befreien und biete die Hand zur Verständigung. Lasker vertheidigt seine Anträge und bedauert das Aus- einandergehen der nationalliberalen und der Fort⸗ schrittspartei in einer Frage des höchsten Rechts In der Spezialdiskussion ist Reichensperger für den Antrag Hoverbeck's. Lasker's Antrag wurde mit namentlicher Abstimmung(181 gegen 160) angenommen.— Der Finanzminister überreicht den Gesetzentwurf, die Uebernahme der Schuld der Herzogthümer Schleswig⸗Holstein im Betrag von 21,750,000 Thalern betreffend. — Im Abgeordnetenhaus brachte der Finanz- minister eine Vorlage um Erhöhung der Civilliste des Königs von 1 Million Thaler ein. Die Verweisung der Vorlage an eine Commission wurde mit 157 gegen 145 Stimmen beschlossen. — In der Bundesrathssitzung machte der Bundeskanzler über die während der Vertagung erledigten Angelegenheiten Mittheilung. Ferner theilte er mit, daß die Commission für die Aus— arbeitung der Civilprozeßordnung am 3. Dezember zusammenträte. Die großh. hessische Regierung hat den Wunsch geäußert, für ihre nicht zum norddeutschen Bunde gehörigen Landestheile in Betreff der inneren Steuern mit dem norddeutschen Bunde in Gemeinschaft zu treten. Die Verhand⸗ lungen sind angebahnt. Oldenburg will seine Rechte bezüglich des Post⸗ und Telegraphenwesens an das Bundespräsidium abtreten. Die Verhand- lungen sind bereits dem Abschluß nahe. Elberfeld. Nach einer Mittheilung der „Elberfelder Zeitung“ aus Saarbrücken vom 25. Nov. sind in der Grube„Kronprinz“ beim Dorfe Griesborn(in der Nähe von Saarlouis) durch ein schlagendes Wetter dreizehn Menschen getödtet worden, darunter der Berg-⸗Direktor Bauer, ein Oberstejger und zwei Steiger. Bayern. München. Die Kriegsminister von Bayern, Württemberg und Baden bilden die am 2. Dezember hier zusammentretende Militär- Conferenz. Hessen wird nicht vertreten sein.— Der neuen bischöflichen, dem Schulgesetz feindlichen Eingabe, gibt der Cultusminister keine Antwort. — Die„Südd. Presse“ meldet aus Paris: Das Programm der Conferenz soll in Form italienischer, von Frankreich approbirter Forderun⸗ gen aufgestellt werden. Der Papst behalte die Herrschaft des Kirchenstaats. Die Römer würden das italienische Bürgerrecht erhalten und Abgeord⸗ nete in das Florentiner Parlament schicken. Oesterreich. Wien. In der Sitzung des Abgeordnetenhauses erklärte der Finanzminister Herr v. Becke beim Beginne der Debatte über die Petition für die Prag⸗Eger⸗Eisenbahn, daß zwischen dem Ministerium und einer Gesellschaft schon Einzelverhandlungen über den Ausbau des Eisen⸗ bahnnetzes in Nordwest⸗Böhmen abgeschlossen seien. Dieses Netz werde umfassen, Prag, Sgaz, Kom⸗ motau, Weipert(2), die sächsische Grenze, sowie Abzweigungen nach Rakonitz, Saaz, Franzensbad, Eger. Der Bau werde in vier Jahren vollendet sein. Eine Vorlage an den Reichsrath wegen des Conzessionsentwurfs sei bevorstehend.— Gelegent- lich der Petition für Einführung des Turnunter- richts erklärte der Unterrichtsminister, daß alle Länderchefs die Welsung erhalten hätten, mit aller Energie die obligate Einführung des Turnunter⸗ richts in allen Volks- und Mittelschulen, so wie in den Lehrerbil ungsanstalten zu betreiben. Frankreich. Paris. In der Kammersitzung verlangte Pelletan den Theil des Gelbbuchs, worin die italienischen Depeschen enthalten sind. Rouher antwortete, daß der diplomatische Brauch nicht die Veröffentlichung dieser Depeschen gestatte, wenn sie der Regierung nicht offieiell mitgetheilt worden seien —— 0 — jj — N —ů—ů— ——————ç— —— In der Kammer erklärt Minister Rouher in Er⸗ wiederung gegen Herrn Pages das Stillschweigen des Gelbbuchs über die deutschen Angelegenheiten folgendermaßen: Die Zusammenkunft in Salzburg, vorzugsweise privater Natur, hat zu einem ein⸗ fachen Rundschreiben Veranlassung gegeben, das der„Moniteur“ veröffentlichen könnte; die An⸗ gelegenheit Schleswigs wurde nur zwischen Berlin und Kopenhagen verhandelt, und da sich zwischen Paris und Berlin keine Unterhandlungen darüber angeknüpft, so batte die Regierung keine Mit⸗ theilung über die deutschen Angelegenheiten zu machen. Holland. Haag. Die Deputirtenkammer lehnte mit 38 gegen 36 Stimmen den Etat des Auswärtigen ab. Die Regierung erklärte hierauf, sie betrachte die Verwerfung des Etats, verbunden mit der vorangegangenen Diskussion, als Miß⸗ trauensvotum gegen das Gesammteabinet, welches demgemäß seine Demission gebe. Auf Antrag der Regierung beschloß die Kammer, die Berathung des Budgets auszusetzen. Großbritannien. London. Im Hause der Gemeinen verlangt die Regierung einen Kredit von 2 Millionen Pfund für die abyssinische Ex⸗ pedition und gibt dabei einen historischen Ueber- blick über den Stand derselben. Nachdem alle Maßregeln ergriffen worden seien, um die Freiheit der abyssinischen Gefangenen zu erlangen und nachdem das Ultimatum vom König Theodoros verworfen worden, sei es unerläßlich geworden, die Ehre des Landes zu vertheidigen. Napier babe die Ordre empfangen, peremptorisch die Be⸗ freiung der Gefangenen zu verlangen und diese Forderung durch Waffengewalt zu unterstützen. Die Kosten der Expedition, wenn sie bis Ende April dauere, würden 3½ Millionen Pfund be tragen und 3,800,000 Pfund mehr, wenn die aus Judien zurückgezogenen Truppen ersetzt werden müßten. Doch seien im laufenden Finanzjahr nur 2 Millionen zu bedecken. Lowe tadelt scharf das übereilte Vorgehen der Regierung, die vor- gegangen sei, ohne das Parlament um Plan und Gang der Expedition zu fragen. — Aus New⸗Nork mit dem Dampfer„Her⸗ mann“ eingetroffene Nachrichten bis zum 14. ds. sagen: Bei einer vom conservativen Vereine in Washington dem Präsidenten gebrachten Serenade versprach derselbe die Abschaffung bestehender Uebel⸗ stände, die Sicherung der verletzten Constitution und die Befreiung des Volks von der Soldaten gewalt. — Der Dampfer„Germania“ bringt Nach⸗ richten aus New Nork bis zum 16. Nov.: Ein starker Druck behufs großer Zollermäßigung auf Baumwolle und Wollefabrikate steht im Congresse bevor. Der jüngste Orkan auf Portorico zerstörte 10,000 und beschädigte 3000 Häuser. Die Zucker⸗ ernte ist total zerstört, der Verlust an Vieh un⸗ geheuer, der Schaden unberechenbar. Italien. Das Insurrektions Comité in Rom hat am 17. November wieder einen Aufruf an die Römer erlassen, der in sehr starken Aus ⸗ drücken abgefaßt ist. Es heißt in demselben: Der is kein Römer, der mit dem... Soldaten sympathisirt, welcher von Neuem den Boden unseres Vaterlandes beschmutzt und bei Mentana unsere Brüder decimirt hat; der ist kein Römer, welcher Fabrikgegenstände von dem Volke kauft, das die unsterblichen Ruhmeserinnerungen von 89 unter der schmachvollen Vertheidigung der Regierung des Syllabus begraben hat — Die ganze Diviston Dumont hat Ordre erhalten, nach Civita-Vecchia abzugehen, von wo sich die Linienregimenter 29 und 59 nach Frank⸗ reich einschiffen werden. Türkei. Der Vertrag über die Grundzüge einer Eisenbahn Verbindung von Konstantinopel nach dem persischen Golf, welcher eine Ausgabe von 36 Millionen erfordert, wurde von der Pforte unterzeichnet. Rußland. Das„Petersburger Journal“ sagt: Die römische Regierung dürfe nicht hoffen, daß Europa sich begnügen würde, nur fromme Wünsche zu formuliren und daß die Evidenz der Thatsachen so weit verkannt würde, um sich zur Herstellung der alten Gränzen des Kirchenstaats oder zur Aufrechthaltung eines anormalen Zustandes bereit zu erklären. 8 — Ein Krakauer Privat- Telegramm der Morgenpost meldet: Eine Verfügung des Statt— halters von Polen verbietet sämmtlichen russisch⸗ polnischen Unterthanen bis zum einunddreißigsten Lebensjahre, Reisen nach dem Auslande zu unter- nehmen. Griechenland. Auf Kandia haben die Feindseligkeiten wieder begonnen. Der Transport von kretensischen Familien durch ausländische Schiffe dauert fort.— Die Eisenbahnlinien zwischen Athen und dem Pyräus unternahmen Engländer. Amerika. New⸗Nork. Der Contrakt⸗ abschluß mit einer Hamburg-Amerikanischen Packet⸗ schifffahrtsgesellschaft wurde von der Unions— regierung kürzlich vollzogen. Die Dampfschiffe derselben nehmen jeden Dienstag die amerikanische Post nach Europa Der Contrakt tritt mit Neu- jahr in Kraft. * Friedberg. Von Augenzeugen wird uns mit⸗ getheilt, daß in dem in der Nähe des Hessendrücker Hammers gelegenen Buderus'schen Braunkohlenwerke durch Entzün⸗ dung der in der Grube lagernden kleinen Kohlen ein Brand ausgebrochen ist und schon etwa 10 Tage andauert. Man ist bemüht durch Einlassen des Wetterflusses in die Grube den Brand zu löschen. Darmstadt. Im Anschluß an die in Preußen be⸗ stehenden Vorschriften sind von nun an bei Militärdienst⸗ sachen Ort, Monat, Vor⸗ und Zunamen bei der Unter⸗ schrift mit lateinischen Buchstaben, Charge und Titel dagegen in deutscher Schrift zu schreiben. Bisher durfte die lateinische Schrift gar nicht zur Anwendung kommen. Aus Rheinhessen. Die Turnzeitung berichtet, daß die beiden Söhne des Realschuldirektors Sander in Bingen zu Batavia einen Turnverein gegründet haben, der un⸗ längst ein Schauturnen abhielt, das allgemein befriedigte. Unterstützt durch die dortigen deutschen Kaufleute baute der Verein eine zweckmäßige Turnhalle, in der Abends von 9 bis 10 Uhr nach deutscher Weise geturnt wird. Mainz. Bei Finthen wurde kürzlich Abends um 8 Uhr ein Mann von hier von einem unbekannten Strolche angefallen, welcher mit den Worten:„Geld oder Blut!“ seine Baarschaft verlangte. Allein unser Mainzer, der damit nicht zufrieden war, schlug so erbärmlich auf den Gauner, daß derselbe die Flucht ergriff und der Mainzer seinen Weg ungestört fortsetzte. Braubach. Vor einigen Tagen ereignete sich dahier ein trauriger Vorfall. Zwei Einwohner von Idstein saßen des Abends in der heitersteu Laune in dem Wirthshause des Herrn Schuppach, jedoch beide in einem etwas an ⸗ getrunkenen Zustande. Es kam bald darauf zu einem Wortwechsel zwischen Beiden. Der Eine, gerade von der Jagd zurückgekehrt, nahm sein Gewehr und wollte seinen Gegner damit schlagen. Dasselbe entlud sich und traf einen jungen Mann von 25 Jahren, welcher sorglos in einer anderen Ecke des Zimmers saß und Karten spielte. Derselbe ist bereits am anderen Morgen seinen Wunden erlegen. Er hinterläßt eine trauernde Wittwe und zwei kleine Kinder. 2% Eigenthümliche Urwahl zu N. im Kreise Rache. Bei der letzten Culm(Preußen) gab ein Urwähler seine Stimme dem Gutsbesitzer W. auf G. Befragt, weßhalb er gerade diesen Herrn wähle, antwortete er:„Ich habe vor mehreren Jahren bei dem Kerl gedient und mal von ihm Schläge bekommen, nun laß ich ihn dafür in der Kammer sitzen.“ „ Nähmaschinen. Nach offiziellen Zusammen⸗ stellungen wurden in den Vereinigten Staaten von Nord⸗ Amerika während des letzten(am 10. Juni zum Abschluß gebrachten) Jahres au Zweifadenmaschinen(Steppstich) nicht weniger als 151,135 Stück, an Einfadenmaschinen (Kettenslich) 18,970 Stück sabrizirt. Unter den Fabri⸗ kanten der ersten Gattung neymen Singer mit 43,053, Wheeler und Wilson mit 38,055, Grover und Baker mit 32,999, unter denen ber letzteren Wileox und Gibbs mit 14,152 Stück weitaus die erste Stelle ein.“ „% Ein Mol? München, 24. Nov.: Gestern wurde die Leiche einer seit einem Jahre hier lebenden Gräfin aus Wien in ihrer Wohnung, in der Amalienstraße, unte Umständen auf⸗ gefunden, die ein Verbrechen leider außer Zweifel stellen. Die von ihrem Manne getrennt lebende Gräfin hatte am 21. d., Avends, eine vor Kurzem aus Wien hier ein⸗ getroffene Dame aus höherem Stande und deren Begleiter zum Thee geladen. Diese Beiden entfernten sich nach kurzem Verweilen, begaben sich in ihren Gasthof und verließen dann sofort unsere Stadt. Die Eigenthümerin der Wohnung, in welcher die Gräfin logirte, erschlen es auffallend, daß dieselbe fast zwei Tage nicht zu sehen war, und daß deren Zimmer verschlossen blieb. Auf erfolgte Anzeige ließ die Polizei sosort das Zimmer öffnen, auf dessen Boden die Gräfin entseelt lag. Allem Anschein nach liegt hier ein schweres Verbrechen, eine Vergiftung, vor, doch muß das erst durch die Obduction der Leiche und durch die Untersuchung festgestellt werden. Verdacht liegt natürlich auf den beiden erwähnten Personen, die denn auch bereits verfolgt werden. Liegt hier ein Mord vor, so ist es jedenfalls kein Raubmord; denn irgend eine Entwendung von Gegenständen hat nicht stattgefunden, selbst die Correspondenz der Gräfin war unberührt. Telegraphischer Bericht. Mitgetheilt von Chr. Hecht in Friedberg, Spec.-Ageut. Das Hamburger Postdampfschiff„Saxonia“, Capitän Haack, welches am 9. November von Hamburg vis Southampton abging, ist nach einer ausgezeichnet schnellen glücklichen Reise von 10 Tagen 10 Stunden wohlbehalten in New⸗York angekommen. Das Bremer Postdampsschiff„Hermann“, Capitän Wenke, welches am 14. November New-⸗York verließ, ist nach einer schnellen glücklichen Reise von 11 Tagen wohl⸗ behalten in Cowes angelangt, und hat, nachdem es daselbst die für England und Frankreich bestimmten Passagiere und Posten gelandet, unverzüglich die Reise nach Bremen fortgesetzt. Dasselbe bringt 66 Passagiere und volle Ladung. Das Bremer Postdampfschiff„Newyork“, Capitän Dreyer, trat am 23. November wiederum eine Reise via Southampton nach New⸗York an und hatte außer einer starken Brief- und Packetpost 245 Passagiere und 500 Tons Ladung an Bord. Fiauür Johanngeorgenstadt ging ferner bei uns ein von: J A. 24 kr.— L. W. F. 30 kr.— M. M. 1 fl.— Hoͤt. 1 fl.— Aus dem Pfarrhause zu M. 1 fl.— Frl. Groß 1 fl.— A. R. 1 fl. — S. L. 36 kr.— Schlosser Fr. Rumpf 36 kr.— Ungenannt 30 kr.— L. C. T. 1 fl. 10 kr. Zusammen 8 fl. 46 kr. In Summa bis jetzt eingegangen 42 fl. 49 kr. Au Kleidungsstücken wurden uns weiter zugestellt von: Ungenannt 3 wollene Kaputzen, 3 wollene Kinderkäppchen, 3 gehäkelte Hütchen, 1 Kinderjäckchen, 1 Paar Kamaschen, 1 Halstuch, 1 Paar Stauchen, 1 Pack wollenes Garn.— Aus dem Pfarr⸗ hause zu M. 1 Kissen, 1 Paar Strümpfe, 1 Kaputze, 2 Hemden, 1 Herrenmütze, 1 Beitluch.— K. Renner 5 Frauenhemden, 1 Frauenjacke, 1 Weste, 1 wollene Unter⸗ hose.— Spengler Frick 2 Knabenröckchen, 1 Paar Hosen. Weitere Gaben werden mit Dank angenommen. Die Expedition des Anzeiger für Oberhessen. Eingesandt. 2668 Im Interesse solcher Personen, die sich für eine anerkannt solide Geld- Verloosung interessiren, wirdahier⸗ durch auf die Annonce der Herren S. Steindecker und Comp. in Hamburg aufmerksam gemacht. Dieses Haus ist steis vom Glück begünstigt, versendet fortwährend pünkilichst die größten wie die kleinnen Gewinne nach den eniferntesten Gegenden und ist überhaupt bemüht seine Interessenten prompt, reell und diseret zu bedienen. Großes Lager aller Sorten Uhren, Gold⸗ und Silberwaaren, sowie Stereoscopen mit Bildern, Microscopen, Brillen, Perspective, Operngläser, Thermometer, Bier, Branntwein-, Oel- und Wasserwagen Friedberg. 2306 f bei L. Hanau, Hof-⸗Uhrmacher und Goldarbeiter. Abziehbilder (zum Aufkleben auf Möbel, Tassen, Gläser ꝛc.) in größter Auswahl bei Bindernagel& Schimpff. Ein Logis 2802 für eine stille Famtlie ist zu vermiehen und kann bis Februar bezogen werden bei Johs. Horn. Colporteure 2707 werden auf die Absatzfähigkelt des Illustrirten Familien Kalenders des Lahrer hinkenden Boten für Hessen aufmerksam gemacht. Undemttelte können durch das Anbieten dleses Kalenders rasch einen an- nehmbaren Gewinn erzielen. 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Es sind hierbei im Ganzen 6 Mitglieder des Gemeinderaths zu wählen, wovon die Wähler der dritten Abtheilung 2 Mitglieder, und die Wähler der zweiten Abtheilung 3 Mitglieder, und die Wähler der ersten Abtheilung 1 Mitglied zu wählen haben. Sämmtliche Stimmberechtigte werden nach Art. 26 des Gesetzes vom 8. Januar 1852 zur Theilnahme an dieser Wabl mit dem Anfügen eingeladen, daß die Abstimmung stattfinden wird: 1) Für die Wähler der dritten Abtheilung, zu welcher die Stimmberechtigten gehoren, deren monatlicher Steuerbeitrag nicht über 1 fl. 29 kr. beträgt, Donnerstag den 5. und Freitag den 6. December, Vormittags von 8 bis 12 Uhr und Nachmittags von 2 bis 5 Uhr. 2) Für die Wähler der zweiten Abtheilung, deren monatlicher Steuerbeitrag über 1 fl. 29 kr. aber unter 3 fl. 32¾ kr. betragt, Samstag den 7. December, Vormittags von 8 bis 12 Uhr. 3) Für die Wähler der ersten Abtheilung, zu welcher die Stimmberechtigten gehören, deren monatlicher Steuerbeitrag über 3 fl 32½ kr. beträgt, Samstag den 7. December, Nachmittags von 2 bis 5 Uhr. Friedberg den 29. November 1867. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. d: Der Großderzogliche Beigeordnete Fouc ar. Unterricht im Französischen. 2759 Unterzeichneter beabsichtigt in Verbindung mit Herrn Léon von Paris vom 1. Dezember an jungen Männern von 14— 18 Jahren Unterricht in der französischen Sprache zu ertheilen. Bereits erlangten Kenntnissen soll durch Bildung zweier Abtheilungen Rechnung getragen werden. ihre Anmeldungen bald erfolgen zu lassen. Zinßer, Instituts⸗Vorsteher. Alle Sorten Winterschuhe, 2797 Unterjacken, Unterhosen, wollene Hemden empfiehlt billigst J. Butzbach. Schlesische Feuer- Versicherungs-Gesellschast in Breslau. Grundkapital: 3,250,000 Gulden. Versichertes Kapital ultimo 1866 fl. 578,391,131. 45 kr. 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Becker S Engel. * 2 SA nnn Das Neueste in Pelzwa ieee 2 FPFPCCCCCCcCPGPPGPTPbGTGbPbPbGbGbGbPbPbPbPTPTbTPTbTPbGTbTPbGTbTbTGTPTPTGTGTGTGTGTGTCbTbTGVbTG—„Tw—ßß—————Tf———— 2796 5 0 6 E. 0 2 4 ö Billige Filzhüte 9 W bet J. Butzbach. 7 1 16 97 47 K Ausverkauf in passenden Weihnachtsgeschentzen. 2786 Für Weihnachten bringe meine Silberplattirwaaren, feine Taschenmesser, feinere ö Portefeuille⸗Waaren, Photographie- Albums, Meerschaumspitzen ꝛc. in Erinnerung, besonders 0 da ich diese Sachen wegen Ausverkauf zu sehr billigem Preise abgebe. I— 1 G. Schwarz. a Osenheiner-Waäldchenk 8 2793 Nächsten Sonntag am 1. December Bockbier. Korndörfer. 52800 Samstag den 7. Dezember, Nachmittags 2 Uhr, Ausschußsitung der Lehrerconserenz des Kreises Friedberg im Confekenzlocale der Sektion Friedberg. Casino. 2808 Generalversammlung Samstag den 7. Dezember d. J. Tagesordnung: Statutenrevision. Die revidirten Statuten liegen von beute an im Lesezimmer zur Einsichtnahme offen. Frtedberg den 30. November 1867. Der Vorstand. 2305 So lang als Brod schon wird gebacken, Heißt man es hier:„den Judenplacken;“ Mitunter„Hecktisch“ auch genannt, —„Liebfrauenberg“— doch unbekannt, Bei Groß und Klein heißt's Judeplacke, Da wohnt der X., da wohne's Macke, Seit neurer Zeit bekommt man hier, Auch Etuis und Schreibpapier; Drum Judenplacken laß sie kleckseln, Es hilft kein Wendeln und kein Drechseln, Bleibst was du warfst selt alter Zeit, Bescheld. Wirst nicht getauft,— dies dein f Schloß. schäft von uren decken, Fußwärmern ꝛc. ic. über⸗ hnachtsverkau i Geschwister sowie Reparaturen und Veränderungen schnell und billig besorgt. den Stickereien zur Fertigung von Fuß ode ⸗/ Wollenwaaren⸗ und Stickereige hr billiger We nommen, Friedberg. uach wer schͤner Auswahl und zu billigen Preisen empfiehlt 2809 in 2 Kirchliche Anzeigen für Friedberg. S 11 7 1.* „ vent. Evangtlische Gemeinde. Pfarramtewoche: Herr Pfarrer Köhler. Gottes dienst in der Stadtbiechet Vormittags: Herr Pfarrer Schwabe (Abendmahl.) Nachmittags: Herr Candibat Fu che Gottesdienst in der Burgkirche. Vormittags: Herr Diakonus Meyer. Nachmittags: Herr Candidat Kra 6. r Katholische Gemeinde. Sonntag halb, 10 Uhr Hochomt und Vorlesung eines Hirtenbrieses des Hochwürdigsten Herrn Bischofs; der werklägige Gottesdienst fällt wegen Restauration der Kapelle aus. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. (Hierzu Unterhaltungsblatt Nr. 50 und eine Beilage.) 7 2 100 N Antbält bit am — Bettesstnd Wi für das Jah nicht vorhan, — 2 Hessen. Ewald, er tion, ist zum über Zollvere Trathes des no — Wie zweite Jäger! ein Bataillon barte Ortschaf jährlich Gar D Dolge ernannt wor Echzell nach von Aliichf Hrsd in Dr. Müller arzt Dr. St Dr. Schen Ulrichstein; nach Friedbe der durch di Uirten Eisenbe