wii Prein 722146 1 1867. Dienstag den 30. Juli. N. Sg. A — e — — Sang 2 herhessen. Enthält die amtlichen Exlasse für den Kreis Friedberg Friedberger Intelligenzblatt yrs 1 8 1 0 9 2 8 Erscheint jeden ustag, Donnerstag und Samstag. 43 Amtlicher Theil. Betreffend: Das Executionsverfahren und dessen Fortleitung— tasbesondere wenn Mobtlien gepfändet find. 9 Friedberg den 26. Juli 1867. Das Großherzogliche Landgericht Friedberg an die Großherzoglichen Ortsgerichte des Landgerichtsbezirks. Unter Bezugnahme auf unser Ausschreiben vom 27. December 1865 und 4. August v. J. lassen wir Ihnen höherer Weisung zufolge nachstehende Verfügung zur Nachachtung und Bemessung zugehen: 1) Die Gerichtsdiener haben bestehender Instruction gemäß ge— pfändete Mobilien stets aus dem Besitze des Schuldners zu bringen und in das von der Gemeinde zu stellende Pfandlocal zu liefern; sowie es durchaus nicht Sache des Ortsgerichtsvorstehers resp. des dessen Stelle in Verhinderungs-Fällen versehenden Gerichts— manns ist, für die Herbeischaffung der Pfänder zum Versteigerungs— termine Garantie zu leisten und dadurch die Gerichtsdiener von Ein— haltung ihrer Dienstinstruction zu entbinden. 2) Entschließt sich indessen ein Ortsgerichts-Vorsteher ausnahms— weise dazu, die Pfänder— sei es gegen Bürgschaft eines Dritten, oder ohne eine solche— für überliefert anzunehmen, und dies, sowie weiter dem Gerichtsdiener zu bescheinigen, daß er für die Pfänder garantirt, dann muß der Vorsteher auch dafür sorgen, daß die ge— pfändeten Gegenstände bei der Versteigerung im Pfandlocal anwesend und dem Schuldner entzogen sind. 3) Da, wo es an den nöthigen Localen zur Aufbewahrung der Pfänder noch zur Zeit fehlt, ist nöthigenfalls mit Hülfe Großherzogl. Kreisamts, welchem wir hiervon Nachricht gegeben haben, für deren ausreichende Beschaffung alsbald zu sorgen— weshalb die betreffenden Ortsgerichte sofort zur Herstellung des fehlenden Locals die geeigneten Schritte zu thun haben. 4) Ist eine Zwaungsversteigerung von Mobilien fruchtlos ge— blieben, weil kein Gebot erfolgte, so hat das Ortsgericht in dem Bericht, womit dasselbe das Protokoll hierüber einsendet, ausdrücklich anzuführen, daß die Pfänder im Pfandlocal zur Disposition stunden. 5) In allen Fällen, in welchen die Pfandgegenstände am Orte der Pfändung nicht verwerthet werden konnten, wird ein benachbartes Ortsgericht mit der weiteren Versteigerung beauftragt werden. Dieses Ortsgericht hat die Verpflichtung, die Pfänder abholen zu lassen und zu dem Ende dem Ortsgerichte der Gemeinde, wo sich die Pfänder in Verwahrung befinden, den Tag der Abholung zu notificiren.— Bedarf es zu dieser Abholung eines besonderen Transportmittels, so hat der mit der anderweiten Versteigerung beauftragte Vorsteher für dessen Beschaffung zu sorgen— und es versteht sich von selbst, daß die Kosten dieses Transports nur nach vorgängiger Decretur zu er— heben und falls sie vergeblich aufgewendet wurden, z. B. wenn das ab zuholende Pfand im Pfandlocale sich nicht vorfindet, von dem zu tragen sind, welcher sie schuldvoll veranlaßt hat. Zuwiderhandlungen gegen diese Vorschriften werden sofort mit entsprechender Disciplinar— strafe geahndet werden. Reitz. Hessen. Darmstadt, 26. Juli. II. Kammer. In heutiger Sitzung beschäftigt sich die Kammer zunächst mit der Berathung eines Antrags des Finanzausschusses, der dahin geht, die Steuerfreiheit der Pfarr- und Schulgüter auf— zuheben. Gegen diesen Antrag sprachen d. Leh- mann, Seitz, Kritzler, Backé; dafür Wernher, Kraft, v. Gagern, Volhard, Hunsinger und An- dere. Die Kammer nimmt den Ausschußantrag mit allen gegen 9 Stimmen an und tritt sodann in die Berathung ein über das Ersuchen, die Ho heitsrechte des Staates über die Kirche bis zu einer neuen Gesetzgebung über dieselbe, den be⸗ stehenden gesetzlichen Normen gemäß, zu wahren und den diese übertretenden Geistlichen die aus der Staatskasse verwilligten Temporalien zu ent⸗ ziehen, woran sich auch Anträge bezüglich der Verhältnisse der Mainzer Pfarrei zu St. Christoph Tnüpfen, in welcher sich eine Anzahl von Jesuiten festgesetzt haben und einen Theil der dieser Pfarrei bestimmten Einkünfte beziehen. Zunächst nahm Ministerialrath v. Rodenstein das Wort: Nicht seit neun Jahren, sondern seit März 1859 bestehe der gegenwärtige Zustand der fraglichen Mainzer Pfarrei; die darin wohnenden Jesuiten besorgten die geistlichen Functionen nicht als solche, sondern als katholische Geistliche; sie besorgten diese Fune⸗ tionen nicht neben, sondern unter dem Pfarrer von St. Quintin. Die Mainzer Jesuiten besäßen keine Corporationsrechte, weßhalb ihre Anwesenheit in Mainz nicht gegen die Staatsgesetze verstoße; die Regierung habe kein Recht, in eine innere Angelegenheit der katholischen Kirche einzugreifen. Die Jesuiten seien nicht als Orden im Großher- zogthum geduldet, sondeen es hielten sich nur einige Geistliche im Lande auf, welche sich frei— willig als Jesuiten bezeichnet hätten. Seitz greist den Ausschuß heftig an, welchem er vorwirft, den derfassungsmäßigen Weg halte derselbe für zu sehr nit gesetzlichen Bestimmungen beladen, um ihn zegen den Bischof von Mainz zu betreten. Der Ausschuß wolle den katholischen Geistlichen das hecht, nach den Gesetzen behandelt zu werden, welches doch allen andern ehrlichen oder unehr— lichen Leuten nicht verkürzt werde, abschneiden. Die Spitze des Antrages aber sei gegen den Bi⸗ schof von Mainz gerichtet. In dem Bericht werde die Nothwendigkeit der Erhaltung der Hoheits— rechte des Staates eifrig betont, und zwar ge⸗ schehe dies von Seiten derselben Herren, welche vor einigen Wochen die Mediatisirung des Groß— herzogthums durch einen Antrag auf Eintritt in den norddeutschen Bund hätten herbeiführen wollen. Goldmann legt Verwahrung gegen die von Seitz gegen die Ausschußmitglieder und fraglichen Antragsteller geschleuderten persönlichen Vorwürfe ein. Er glaube seinem dem Großherzog und der Verfassung geschworenen Eid stets treu geblieben zu sein. Für die Entfernung der Jesuiten habe er deßhalb sich ausgesprochen, weil er die Ueber— zeugung hege, daß sie auf Störung des confessio⸗ nellen Friedens ausgingen, daß ihr Einfluß weit über die Mauern der Christophspfarrei hinaus- reiche. Diese Ueberzeugung habe er theilweise während seiner Thätigkeit als Verwaltungsbeamter gewonnen, während deren er beobachtet, wie die Sodalitäten und Congregationen dieses Ordens, deren Stiftungsurkunden die Unterschrift des Je— suitengenerals in Rom trügen, in Gemeinden und Familien eingedrungen seien. Dumont recapi- tulirt den ganzen Verlauf, weichen die Angelegen— heit genommen hat, und constatirt, daß in der mehrgenannten Pfarrei allerdings ein förmliches Jesuiten-Convent, daß die dortige Association als Orden bestehe, da der Bischof selbst in öffentlichen Schriften diese Stellung für sie in Anspruch ge— nommen habe. Der Letztere habe die Besetzung der fraglichen Pfarrei durch Jesuiten dadurch mo— tivirt, daß die Bevölkerungszahl der Stadt Mainz bedeutend gewachsen, daher eine Vermehrung der Seelsorger geboten gewesen sei. Aber warum man dann nicht einzelne Pfarreien stärker besetzt habe? Nein, den Patres sei das Pfarrhaus zu St. Christoph angewiesen worden, damit sie ihren Ordenszwecken dienen, für Ausbreitung ihrer So— dalitäten und Congregationen wirken könnten, Das sei ihnen so gut gelungen, daß diese sogar in die gelehrten Anstalten eingedrungen seien, wie u. A. in das Mainzer Gymnasium, dessen Sta- tuten dieß ausdrücklich untersagten. Warum, das frage er die Regierung, diese Statuten nicht ge⸗ handhabt würden? Der Redner kritisirt die Aus⸗ führungen des Abg. Seitz auch vom Standpunkt des Juristen aus und gelangt zu dem Resultat, daß die Leistung der in Frage stehenden Trajte⸗ ments allerdings verweigert werden könne Die Debatte wird wegen vorgerückter Tageszeit hier abgebrochen und soll morgen fortgesetzt werden. — 27. Juli. II. Kammer. Es wird heute die Berathung der Jesuitenfrage fortgesetzt. Die Debatte eröffnet Wernher, der Seitz scharf angreift, ihm folgte Hunsinger in gleicher Weise. v. Gagern halt es aus formellem Be⸗ denken(er meint damit den am Kassationshef wegen dieser Frage schwebenden Rechtsstreit der Stadt Mainz) nicht für angemessen, diese Frage heute zu erörtern. Im weiteren Verlauf seines Vortrags bestreitet er den Ständen das Recht, den Gehalt des Pfarrers zu St. Christoph zu verweigern. Aus rechtlichen Gründen könne er dem Ausschußantrag nicht beistimmen, obwohl er prinzipiell ein Gegner des Jesuitenordens sei. Schließlich stellt v. Gagern den Antrag, die angeforderte Summe unter der Verwahrung zu verwilligen, daß dadurch ihre Verwendung nicht gutgeheißen werde. Metz, der unter allgemeiner Aufmerksamkeit spricht, weist nach, daß der Bischof sowohl das kanonische Recht, wie die weltlichen Gesetze und Verordnungen vielfach verletzt babe. Es sprechen noch Becker, Dernburg und Hallwachs für den Ausschußantrag. Backs vertheidigt unter großer Aufregung des Hauses die Jesuiten. Die noch weiter folgende Debatte ist eine sehr erregte und führt schließlich dahin, daß die Kammer die regierungsseitig eingeforderte Bewilligung zur Besoldung der bisher von den Jesuiten verwalteten Pfarrei zu St. Christoph in Mainz bis zu deren ordnungsmäßiger Besetzung verweigert. * Friedberg, 29. Juli. Heute in der Mit⸗ tagsstunde unterlag Major Hannesse, bisher Commandeur unserer Garnison, seinen schweren Leiden. Wie wir hören, wird die Leiche nach Darmstadt verbracht und dort am Morgen des 31. d. M. zur Ruhe bestattet werden. Der Ver⸗ storbene war in unserer Stadt allgemein beliebt und geschätzt und bei seinen Untergebenen ein in hohem Grade verehrter Vorgesetzter. Friedberg. Der„Rheinhessische Beobachter“ schreibt: Mehr wie zuvor wird wieder die Frage besprochen:„Wird der Frieden erhalten bleiben oder nicht?“ Man erwägt dabei die politischen Verhältnisse Frankreichs, die nach der Mei⸗ nung des Einen und Andern entweder zur Frei⸗ heit oder zum Kriege führen müssen, und daß Napoleon eher zum Kriege sich entschließen werde, als zur Gewährung der Freiheit. Dann glaubt man von Oestreich, es strebe darnach, für die seit einer Reihe von Jahren erlittenen Niederlagen Genugthuung zu erlangen und das Verlorene wieder zu erwerben; es sammle sich im gegen— wärtigen Augenblick, um für den kommenden ge⸗ rüstet zu sein. Als dritte Ursache, welche den Ausbruch des Kriegs befürchten lasse, bezeichnet man die Nothwendigkeit für Preußen, auf dem begonnenen Wege der Einigung Deutschlands auf Grundlage des Nationalitätsprincips, also selbst Deutsch-⸗Oesterreichs, fortzuschreiten, was den bei⸗ den andern Mächten ein willkommener Anlaß zur Bekämpfung biete. Diesen Beweisgründen ist nicht alle Wahrscheinlichkeit abzasprechen, allein man muß nicht vergessen, auch die Gründe abzuwä⸗ gen, welche selbst den Regierungen das Krieg⸗ führen als ein ungeheures, nicht blos für die Völker, sondern auch für sie verderbenbringendes Wagestück erscheinen lassen. Napoleon setzt in einem Kriege Alles aufs Spiel, denn der Sieg ist ihm keineswegs sicher; Oestreich würde sich sagen müssen, daß bei einer abermaligen Nieder- lage der Sieger nicht mehr so großmüthig handeln könnte wie im Jahre 1866, denn es hat nicht einen Fuß breit Landes an den Eroberer abzu⸗ geben brauchen. In beiden Ländern aber, wie nicht minder in Deutschland, sind die Geldver⸗ hältnisse derart, daß eine, wenn auch nur einiger maßen humane Siegierung ihnen jede Rücksicht schenkt und das Misere, wie es besteht, nicht noch verschlimmert, dadurch, daß sie die Ursache zum Krieg vom Zaune bricht. An das Volk werden immer größere Anforderungen gestellt,— wer kann aber zahlen, wenn Alles ruinirt ist? Auf die freundschaftlichen Händedrücke, Umarmungen und Versicherungen geben auch wir nichts, desto⸗ mehr aber auf die mächtige Stimme der Völker, die sich nicht mehr gegenseitig zerfleischen wollen im Interesse des einen oder andern Machthabers. Die sranzösischen Rüstungen betrachten wir nicht gleichgültig, allein sie sind vielleicht mehr gegen das französische Volk selbst gerichtet, und das dürfte der von Napoleon, in der ihm gelassenen Wahl, erwählte Ausweg sein, daß er Krieg im Innern führt, da dieser ihm leichter werden würde als der gegen Deutschland. Zu unbeding⸗ ter Vertrauensseligkeit möchten wir mit diesem nicht verleiten, da die Verhältnisse wirklich sehr ernster Natur sind, allein man soll doch auch nicht vor jedem Schreckschuß schon allen Muth verlieren. Gießen. Vor einigen Tagen war auch hier die in der vorigen Nummer d. Bl. erwähnte Militär ⸗Commission anwesend um die Räumlich ⸗ Pferd sprengten nach allen Richtungen hin. Nach- dem das Militär sich an seinen betreffenden Posten gesammelt, zog es theils unter Trommelschlag, theils unter den Klängen der Musik auf die Festungswerke, während von der Citadelle mehrere Kanonensalven gegeben wurden Der General— stab, vom Palais des Gouverneurs aus reitend, begab sich nach verschiedenen Stellen der Festung. Das Manöver dauerte beinahe die ganze Nacht hindurch. Preußen. Berlin. Berliner Blätter ent- halten einige Mittheilungen über den Inhalt der jüngsten Note, welche der dänische Gesandte dem dortigen Cabinette überreicht hat als Antwort auf die preußischen Propositlonen in der nordschles⸗ wig'schen Angelegenheit. Hiernach soll der Ein⸗ gang der qu. Note die Erklärung der Kopenhagener Regierung enthalten, daß die dänische Regierung in Betreff der Garantiefrage ihren bisher einge- nommenen Standpunkt nicht verlassen könne. Die dänischen Gesetze, die bekanntlich durchaus liberal seien und allen Staatsangehörigen ohne Unterschied die gleichen Rechte sicherten, gewährten auch den Deutschen völlig ausreichenden Schutz und es seien daher keinerlei specielle Garantien für die Deutschen Nordschleswigs erforderlich. Was die in der preußischen Depesche berührte Mitwirkung Dänemarks an der Feststellung der Grenzen für die Retrocession Nordschleswigs betreffe, so sei Dänemark von dieser Feststellung durch die be treffende Bestimmung des Prager Friedensvertrages ausgeschlossen, und es müsse daher lediglich erwar— ten, welche Vorschläge Preußen in dieser Ange ⸗ legenheit machen werde. Schließlich spricht die Note die Bereitwilligkeit aus, über die weiteren preußischen Vorschläge mit dem Berliner Cabinet in Unterhandlung zu treten. — Der„Staats-Anzeiger“ meldet, daß der König den Marschällen Canrobert und Regnault und dem Minister v. Moustier den schwarzen Adlerorden verliehen. — Wie die„National-Zeitung“ versichert, hat die französische Regierung im Betreff der nord⸗ schleswigschen Frage eine Interpellation hieher gerichtet, in welcher zugleich das Recht beansprucht wird, in dieser Frage mitzusprechen. — Die„Nord. Allg. Zig.“ bestätigt den Ein⸗ gang einer französischen Note über die nord- schleswig'sche Frage, will sich aber vorerst eines Urtheils darüber enthalten, indem sie anführt, die„Nat.⸗Ztg.“ betrachte die Note als eine Ein⸗ mischung. — Die„Kreuzztg.“ sagt: die dänische Note enthalte nichts, was irgend eine bestimmte Beant⸗ wortung erfordere, und soll vielmehr einen voll⸗ kommen conciliatorischen Charakter haben. Hannover. Die Königin Marie hat am 28. d. M. das Land Hannover verlassen. Der „Augsb. A. Ztg.“ schreibt man von hier über die Abreise derselben:„Die Königin Marie bestieg gestern Morgen mit dem ersten Donnerschlag eines furchtbaren Gewitters, welches sich über das ganze Land ausgedehnt zu haben scheint, auf der Station Nordstemmen den Bahnzug, der sie aus dem Lande führte, in welchem sie, wie sie oft gesagt, das reichste Glück, aber schließlich auch das schwerste Leid erfahren. Trotz des schlechten Wetters hatten sich auf allen Stationen, an denen der Zug hielt, die Umwohner in großer Zahl versammelt, um ihrer Königin dus letzte Lebewohl zu sagen. In Göt⸗ tingen zeigte sich die Theilnahme am lebhaftesten. keiten zu inspiciren, in denen Infanterie, welches dom 1. October an die Gar⸗ nison in Gießen bilden wird, untergebracht werden könnte. Wenn auch vorläufig das Zeughaus, das gegenwärtig hauptsächlich als Lagerstätte für das Zollamt benutzt wird, dazu in Aussicht genommen und hergerichtet wird, wie thatsächlich die Mieth⸗ verträge bereits gekündigt sind, so dürfte doch der Neubau einer allen Erferdernissen genügenden Caserne nicht zu umgehen sein. Mainz. Am 26. fand ein großes Festungs⸗ manbver hier statt. Gegen 2½ Uhr wurde General- marsch geschlagen, welcher gegen 6 Uhr wiederholt wurde. Das Militär eilte, bewaffnet mit Sack ein Pataillon Halberstadt. Einer Bekanntmachung der Polizeiverwaltung von Halberstadt über den Ver⸗ lauf der Trichinenkrankheit entnehmen wir Folgendes: Die Zahl der biesigen erkrankten Einwohner beläuft sich auf 197, die der Verstorbenen auf 30. Außer⸗ dem sind in Folge des Geuusses von hier gekauftem Schweinefleisch etwa 30 Personen auf dem Lande erkrankt und etwa 40 wandernde Handwerksgesellen haben hier auf der Durchreise vermuthlich trichinöses Schweinefleisch gegessen und sind daher wahrschein⸗ lich ebenfalls von der Krankheit ergriffen. Bei Weitem der größte Theil der Erkrankungen rührt von einem bei Pickert auf der Woort geschlachteten Schweine her, ein sehr geringer Theil scheint von und Pack, durch die Straßen, und Offiziere zu Fleisch herzurühren, welches aus einem andern Geschäfte entnommen war. Die Voruntersuchung gegen den Fleischer Pickert ist von Seiten des Kreisgerichts auf Antrag der Oberstaatsanwaltschaft eröffnet, der Angeschuldigte befindet sich in gericht⸗ licher Haft. Kassel. Die„Kasseler Zeitung“ schreibt: „Sicheren Nachrichten zufolge werden überall, wo jetzt Justizämter ihren Sitz haben, bei der Ein⸗ führung der neuen Gerichtsorganisation Amts- gerichte ihren Sitz erhalten, so daß die viel- als beseitigt angesehen werden können.“ — Im Herbste dieses Jahres, wahrscheinlich im October, werden die deutschen Bischöfe eine Versammlung in der Stadt Fulda abhalten, um sich über die Fragen und Ziele des im Jahre 1868 zu Rom auftretenden Coneils zu berathen. Frankfurt. Die Einführung des ziemlich hohen Kartenstempels(5 Sgr.), so wie die durch das Gesetz vorgeschriebenen Einrichtungen in den Kartenfabriken und die damit verbundenen Ueberwachungen haben zwei der größten Kartenfabriken, welche circa 160 Arbeiter aus der Umgegend beschäftigen, bestimmt, ihre Etablissement von hier weg zu verlegen. Das eine kommt nach Offenbach. das andere nach Isenburg. Nach dem beireffenden Gesetz darf der Raum, in welchem die Karten aufbewahrt werden, nur einen Zugang haben; die Fenster müssen enge vergittert sein, so daß keine Karte hindurch kann; jeden Abend müssen die Karten unter Verschluß eines Beamten genemmen werden ꝛc. Das sind nur einige wenige Bestimmungen von den vielen. Bayern. München. Der an den Masern erkrankte Exkönig Otto von Griechenland ist am Abend des 26. d. M. in Bamberg diesem Uebel erlegen. Derselbe war der zweite Sohn des Königs Ludwig I. von Bayern und geboren am 1. Juni 1815. Seine Wahl zum Beherrscher des durch die griechische Revolution geschaffenen und durch den Londoner Vertrag von 1827 an⸗ erkannten Hellenenstaates erfolgte im Jahre 1832. Im Februar des folgenden Jahres bestieg er den schwankenden Thron unter Vormundschaft einer Regentschaft, deren Wirksamkeit erst im Juni 1835 erlosch. Nach einer sturmvollen Regierung von fast drei Decennien mußte er in Folge einer der zahlreichen Revolutionen auf diesem Boden im October 1862 das Land für immer verlassen, unbeklagt von der Bevölkerung und schnell ver⸗ gessen von der winzigen Partei seiner Anhänger. Er lebte seitdem in seinem Heimathlande Bayern. Würzburg, 25. Juli. des Denkmals zu Tauberbischofsheim wurde gestern mit großem Pomp vollzogen und waren trotz der regnerischen Witterung Tausende von Menschen aus der Umgebung zugegen.— Zur Feier der Einweihung des Denkmals zu üettingen, welches morgen, als am Jahres- tage des Gefechtes, stattfindet, sind namhafte Vor⸗ bereitungen getroffen und wird die hiesige Garni⸗ son(Artillerie und Infanterie) heute acht dahin abmarschiren. Oesterreich. Wien. In der Sitzung des Unterhauses vom 25. ds. bemerkte der Einanz⸗ minister nach der Verlesung des Berichts des Finanzausschusses: die Ziffer des Budgets sei noch nicht endgiltig festgestellt, die einzubringende Re⸗ gierungsvorlage werde die Deckung des Deficits ohne jede Gefährdung der Staatsgläubiger nach⸗ weisen. wortlichkrit der Minister sanctionirt hat. Die Sitzung wurde auf unbestimmte Zeit vertagt. — Der Sultan ist hier eingetroffen und vom Kaiser und den Erzherzogen im Bahnhof empfangen worden. Die Kaisergarden und anderes Militär bildeten ein Paradespalier bis zum Lustschloß Schönbrunn, woselbst der Sultan ab⸗ stieg.— Die hiesige alte„Presse“ erfährt über die Depesche Frankreichs an das Berliner Cabinet: Die Depesche lasse sich in zwei Puncte zusammenfassen. Erstlich führt sie aus, Frankreich habe ein Interesse, das Recht und Pflicht, sich um die Ausführung des Prager Friedens zu kümmern; zweitens sei die preußischerseits für die Abtretung Nordschleswigs gestellte Bedingung, daß fachen in dieser Beziehung gehegten Besorgnisse Die Einweihung Der Reichskanzler theilte schließlich mit, daß die Regierung das Gesetz über die Verant⸗ ö Gala Däuemal non deussc* anktel — gierende K Marmorbüste baus bestell. — Die! Nota i habe Mgierung an daß eine slal Großb ning Post“ unbegründet nordschleswi lands und unterhandelt — Die zweitägiger! gekehrt und heit bekannt der Königin zusammen e. 3— Defse 1300 Dem Georg Sch n daß gegen ihr Gerichte anke 0 ben det 00 „Volt rl. call Kehle „0 fl. habe ö „ e »büte e. Den 3 „19, N. „iu eit d) vom Letz „Klage „unler »lichee don . ahte 1801 nieg er ß ait J i e Negierung Fel duet en Boedu in derlasen, ae del · 1 Arbänggl. dt Bapen Cinpeihun Sesftbels Dänemark Garantien für Aufrechterhaltung der deülschen Nationalität gebe, unerfüllbar. Frankreich. Paris. Die dänische Ant⸗ wortsnote ist nach Berlin abgegangen; sie ist vom 15. Juli datirt. Ihr Inhalt wird von der „France“ in folgender Weise zusammengefaßt: „Die dänische Regierung besteht darauf, die ver- Nähe von Pisa. Garibaldi gegen Rom. an das Ufer Geleit gegeben und dort der„Reine Hortense“ Abschiedsgrüße nachgewinkt. Italien. Die Pariser Presse sagt: Mazzini ist in Italien und handelt im Einverständnisse mit Garibaldi ist in der Der Plan Garibaldi's besteht Englands Herrscherin mit ihrer Familie ihr bis selektrische Strom schlug im Posiwagen ein, ohne weiteren Schaden anzurichten, als daß er ein Paar Packete Druck⸗ sachen beschaͤbigte. Ein anderer Blitzschlag traf die Maschine eines Zugs auf der Linie von Saint-Rambert nach Grenoble, hat aber ebenfalls nur sehr unbedeutende Beschädigungen * Folge gehabt. g „ eee dem Londoner„International“ war die sonst in der Regel schlecht besuchte Kirche des Reverend Rowland langten Garantien für die in Nordschleswig ver- darin, einen Aufstand in Rom gleichzeitig mit Jil an einem der letzten Sonntage ganz überfüllt mit bleibenden Deutschen zu verweigern; sie drückt einer Invasion zu veranstalten und die Republik]; wiederholt ihren Wunsch aus, alle in Schleswig wohnenden Dänen mit Dänemark vereinigt zu sehen.“ Mit anderen Worten heißt das, Däne mark hat die preußischen Vorschläge abgelehnt, es besteht wiederholt auf der Demarcationslinie Flensburg⸗Tondern. — Zur Erinnerung an die Fürstenbesuche sollen im Hotel de Ville, auf Anregung des Seine präfecten, Baron Haußmann, die Büsten aller Souveräne zur Ausstellung kommen, welche den Kaiser Napoleon III. seit seiner Thronbesteigung besucht haben. Unter Anderem ist auch nach München die Bitte um den Gypsabguß einer Büste des verstorbenen Königs Maximilian II. von Bayern ergangen und hat deßhalb der jetzt regierende König beim Bildhauer Zumbusch eine Marmor büste seines Vaters für das Pariser Stadt— haus bestellt. — Die Pariser„Presse“ sagt unter Vorbehalt, Ratazzi habe am 23. d. M. bei der päpstlichen Regierung angefragt, ob dieselbe zugeben wolle, daß eine italienische Brigade in Rom einrücke. Großbritannien. London. Die Mor⸗ ning Post“ hält etwaige Kriegsbesorgnisse für unbegründet und behauptet, es werde über die nordschleswig'sche Frage unter Theilnahme Ruß- lands und Frankreichs in Berlin freundschaftlichst unterhandelt. — Die Kaiserin der Franzosen ist nach kaum zweitägiger Anwesenheit in Osborne wieder heim⸗ gekehrt und das Einzige, was über ihre Anwesen— heit bekannt geworden, ist, daß sie zweimal mit der Königin ausgefahren, daß sie mit der Königin zusammen einem Photographen gesessen und daß zu proclamiren. Von anderen Blättern wird die Anwesenheit Mazzini's in Italien widersprochen. — Die Wiener Blätter melden die Existenz einer römischen Circulardepesche an die katholischen Höfe, um deren Aufmerksamkeit auf die Debatten in der italienischen Kammer zu lenken und die widersprechende Haltung der italienischen Regierung mit den mit dem päpstlichen Stuhle getroffenen Verabredungen zu constatiren, indem die Circular— depesche gleichzeitig auf die von den italienischen Freischaaren getroffenen Vorbereitungen hinweist. 4 Darmstadt. Die Familie Amelung, von welcher ein Mitglied nach Texas auswanderte und dort sammt seiner Frau ermordet wurde, ist die des veestorbenen Oberbaurath Amelung, der als Kreisbaumeister in Groß— gerau stand und zuletzt in Darmstadt lebte. % Man hat ausgerechnet, daß es unmöglich sei, alle Gegenstände, welche die große Pariser Ausstellung enthält, während ihrer sechsmonatlichen Dauer zu besehen. Die Aussteller sind 45,000 an der Zahl; angenommen, daß jedem nur 5 Minuten gewiomet werden, was doch ein Minimum ist, so macht das 225,000 Minuten— 3750 Stunden— 156 Tage und 6 Stunden— 5 Monate, 3 Tage, 6 Stunden, die Tage zu 24 Stunden gerechnet. Nun kann man aber die Ausstellung nur während 8 Stunden täglich besuchen, also brauchte man 468 Tage, 6 Stunden— 15 Monate, 8 Tage, 6 Stunden, dann müßte man aber täglich von der Eröffnung bis zum Schlusse da sein und keine Minute an die sonstigen Schau⸗ stellungen, Cafés. Chantants, Restaurants, Vierhäuser ꝛc. verwenden. 4 Im allgemeinen schlägt der Blitz nur äußerst selten in Eisenbahnzügen ein. In letzterer Zeit ist jedoch der Fall auf französischen Bahnen an einem einzigen Tage zweimal vorgekommen. Einmal auf der Linie von Paris durch Burgund nach Lyon, wo der ersie von Paris um 11 Ubr Morgens abgesandte Zug getroffen wurde. Der Zuhörern, welche Schutz vor einem Gewitterregen suchten. Als der auf der Kanzel stehende Prediger sich plötzlich in so ungewöhnlicher großer Gesellschaft sah, rief er aus: Es gibt Viele, welche aus der Religion einen Mankel machen. Sind aber diejenigen besser, welche sich der Religion als eines Regenschirms bedienen? „„ Vom Berliner Stadtgericht wurde eine Frau, welche aus Malice eine andere Hausbewohnerin auf der Retirade etwa 10 Minuten eingeschlossen und den Schlüssel au sich genommen hatte,„wegen Freihcitsberaubung eines Menschen“ zu drei Monaten Gefängniß verurtheilt. Sie fiel aus Schreck über dieses Urtheil in Ohnmacht und mußte aus dem Gerichtssaal getragen werden. „ Die letzten Reste der deutschen Flotte, Geschütz⸗ rohre, Lafetten, und sonstige Geräthschaften, werden dieser Tage als ehemaliges Bundeseigenthum in Mainz auf dem Submissionswege zur Veräußerung gebracht. „% Den Verrath liebt, den Verräther verachtet man. Lopez, der Max um 3000 Unzen Goldes verkauft, wird die Auszahlung von Juarez verweigert, und auf sein Gesuch um Anstellung in der republikanischen Armee wurde ihm von einem General zur Antwort:„Wenn man mich wegen ihrer Beförderung befragen sollle, so würde ich rathen, Sie mittelst eines Strickes an einen Baum zu befördern.“ 1700 Wenn in gesundheitlicher Beziehung ein Mittel verdient, die allgemeine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, so ist es in der That die Bruchsalbe des Herrn Gottlieb Srurzenegger in Herisau, Kant. Appenzell. Schweiz, — gegen Unterleibsbrüche. Sie verdient dies aus zwei Gründen,— einmal, weil dieselbe in weitaus den meisten Fällen die Brüche, die nur ohne Operation zu heilen mög⸗ lich sind, ohne jede Entzündung u. dgl. vollkommen heilt; zweitens weil unsers Wissen die ganze medicinische Wissen⸗ schaft zur Stunde noch kein Mittel gegen Unterleibsbrüche zu Tage gefördert.— Es ist deßhalb erfreulich, daß schon eine bedeutende Anzahl der Herren Aerzte die Praxis über die Theorie hinwegsetzen und in Anerkennung der wirklich vorzüglichen Eigenschaft der Sturzenegger'schen Bruch⸗ salbe dieselben bei Unterleibsbrüchen verschreiben. Oeffentliche Aufforderung. 1305 Dem in Amerika undekannt wo? abwesenden Georg Schneider von Södet wird hiermit eröffnet, daß gegen ihn nachstehende Klagen bei dem unterzeichneten Gerichte anhängig gemacht worden find, nämlich: 2) von Johannes Kleberger von Melbach, dahm gehend „Käger hobe für seinen— des Beklagten— „Vater,— dem inzwischen insolvent gewordenen „Karl Schneider don Södel— in Folge Bürg „schaftoübernahme an dessen Gläubiger Jakob „Kießler II. von Nierer- Weisel 300 fl. nebst „20 fl. rückffändigen Zinsen bezahlt; Beklagter „habe laut Urkunde vom 24. Jebruer 1866 ihm „— dem Kläger— Rückbürgschaft geleistet und „bitte er nunmehn, den Bekagten zur Zablung „von 320 fl. nebst 5% Zinsen daraus vom „19. März l. J., sowie zum Kostenersatze schuldig „zu erkennen.“ d) vom Lehrer W. Leos in Södel, dahin gehend: „Kläger babe feinem— des Beklagten— Vater „unterm 13. Januar 1865 ein zu 5% verzins⸗ „liches, auf Martini e. a. rüczanbares Darleben „von 100 fl. gegeben, bezüglich dessen sich „Beklagter als Bürge und Selbszähler hiuge⸗ „stellt habe; da der Hauptschuldener insolvent „geworden, werde gebeten, den Beklagten zur „Zohlung von 100 fl. nebst 5% Zinsen daraus „vom 13. Januar 1865 an, sowte zum Ersatze „der Kosten zu verurthetlen.“ Dem Beklagten Georg Schue der wird, unter Ge⸗ faltung der Acleveinsicht aufgegeben, sich(nnerbalb 90 agen— vom exsten Erscheinen dieser Edictalladung an gerechnet— auf die vorstebenden Klagen, bei Meidung der Aunabme des Zugeständnisses des tbatsächlichen Klagevorbringcas und Elnrebeausschlusses zu erklären und gleichzritig eröffnet, daß die Jufizuation weiterer an ibn ergebenden Verfügungen durch Unschlag in dem Gerichistocale crtoigen werde. Friedberg den 14. Mai 1867. Großherzogliches Landgericht Friedberg Reiß, Hofmann, Land richtet. Laurgerichts Assessor. Rechnungen mit Geschäfts Zuma per Buch 32 kr, in größeren Quantitäten billiger, liefern Bindernagel& Schimpff g Edietalladung. 1307 Nachdem über das Vermögen des Wirths und Metzgers Heinrich Werler zu Frtedberg das förm- liche Concurs verfahren eröffnet worden ist wird Tag ⸗ fahrt zur Anmelr ung von Korderxungen and Ansprüchen jeder Art an den Gemeiuschuldner, sowie zur Anzeige und Begründung der etwa angesprochen werdenden Vorzugsrechte auf Mutwoch an 4. September l. J. Murgens 9 Uor, bei dem unterzeichneten Gerichte unter dem Rechtsnach- theile des stillschwelgends erfolgenden Ausschlusses von der Concursmasse unt beziehungoweise des unterstellten Verzichte auf Vorzug echte andergumt Da in demsetben Termin über Verwaltung und Verwerthung der Masse Beschluß gefaßt, auch uber Liqumduät und Priorität der angemeldet werdenden Forderungen verhandelt und beschlossen, sowie ein Arrangement versucht werden soll, so werden die weder persönlich erscheinenden, noch durch Bevollmächlgte genügend vertretenen Gläubiger in allen diesen Punklen als den Besch üssen der Mehrheit der Erschienenen lediglich deltretend erachtet werden. Friedberg am 16. Mai 1867. Großberzogliches Landgericht Friedberg Reitz, Steinberger. Landrichter Landger chis⸗Assessor. Bekanntmachung. 1800 Nächsten Dienstag den 30. d. M., Nachmittags 2 Uhr, werden auf den Annag der Vormünder der Gaßwirth Gottlieb Stamm' schen Kinder dahier: 24 Ohm Aepfelwein mit Faß, und 2„ Essig mit Haß, im Darmsfädter Hof bierselbst öffentlich meistbietend versteigert und bei annehmbaren Geboten der Zuschlag sofort ertheilt. Nauheim am 25. Juli 1867. Großherzogliche Vürgermelsteret Nauhelm J. A. d. V. der Beigeordnete Euer. »dt. Schutt 2 2—. Ein tlichtiger Fahrknecht, 1798 welcher seine Solidität und Ehrlichkeit durch Zeugnisse nach veisen kann, finden gegen guten Lohr einen dauernden Platz. Wo sagt Udie Exped. d. Bl. unter Nr 1798. Bekanntmachung. 1805 Vom 20. Juli d. J. ab Utrttt auf der Preußisch⸗ Dänischen Seepoft Route e in Folge der Einrichtung von Schnellzügen auf der Eisenbahn zwischen Kopenbagen und Korsör, sowie auf der Kiel⸗ Altonaer Eisenbahn ein neuer Fahrplan in Kraft. Die Fahrten finden in beiden Richtungen läglich statt, und zwar in folgender Weise: aus Kiel 125 Uhr Nachts nach Ankunft des letzten Zuges(Schnellzuges) aus Altona in genauer Verbindung mit dem Dampiboet aus Parburg und dem Schnellzuge aus Cöln und Paris, in Korsör Morgens, Auschluß an den Frühzug nach Kopen⸗ dagen(780 lor früh) und an die Dampf⸗ schffe nach Nydorg und Aarhun se in Kopendagen 9% Uhr Vormittags. in Npdorg 11 Ubr Vormittags in Aatbuus 4 Uhr Nachmittags, aus Korsör 1036 Uhr Abends nach Ankunft des letzten Zuges(Schnell utzes) aus Kopen⸗ bagen, in Kiel am nächften Morgen. Anschluß an den Schnellzug nach Altona (54 Uhr frah), an das Dampfboot nach Harburg und an den Schnellzug nach Cöln und Parts. in Altona 88 Uhr Morgens, in Pan nover 145 Uhr Nachmittags, in Cöln d Ubr Abends, in paris 1016 Ubr Morgens] am folgen- in London 553 Uhr Nachm. den Tage. b Bertin den 17. Juli 1867. General-Pofl- Amt v. Philipo donn. Edietalladung. 800 Katharina Jäper, Tochter der Juliane Jäger, nachderigen Ebefrau des Jobannes Tengel von Staden, geboren zu Nieder Wöͤllstadt den 25. Junt 1797 und Ernst Ferdinand Lobmeter von da, üder 70 Jahre alt oder ihre Erben werden aufgefordert sich binnen drei Monaten zur Empfangnabme des bier ver⸗ walteten Vermögens jener zu melden, widrigenfalls dasselbe dem ßiskus aderwiesen wird. Altenstadt am 8. Juli 1867. Großberzogliches Landgericht Altenstadt Dr. Strmmler. — — 0 Joologis 1812 cher Garten in Sonntag den 4. August, Vormittags von 6 bis 12 Uhr, ist der Eintrittspreis auf 6 Kreuzer per Person ermäßigt. Von 12 bis 2 Uhr bleibt der Garten für Jedermann geschlossen. Kraukfurt a. Ml. Der Verwaltungsrath. 1820 In der neu errichteten Kunst⸗Färberei, Druckerei& Wascherei von J. Küchel in 1820 werden alle mögliche seidene, wollene, Bänder, Blonden, Schirme, Federn, Glagé-Haadschuhe u. s. w., Herrenkleider unzertrennt in Mustern in brillantesten Farben bedruckt und auf das Beste auf eine ganz neue chemische Art gewaschen, so daß weder die Güte der Stoffe noch Die Zeuge werden mit den besten und neusten Maschinen appretirt allen Farben gefarbt, mit den neuesten der Farben Noth leidet. und wieder wie neu hergestellt. dienung wird garantirt. Bei Herrn Conrad Diehl 1 Die Aechtheit neben Herrn Hofapotheker Carl Wahl liegen Muster zur gefälligen Ansicht offen und können Bestellungen abgegeben werden. Homburg v. d. H. halb- und baumwollene Stoffe und Kleider, der Farben sowie eine rasche und billige Be⸗ Bei G. G. Lange in Darmstadt Bindernagel& Schimpff in Friedberg zu haben: Jupp, Gemüs und Neisch. Ein Kochbuch für bürgerliche Haushaltungen oder leicht verständliche Anweisung 40 alle Arten von Speisen und Backwerk billig und gut zuzubereiten.— Nebst einem Anhang vom Einmachen der Früchte.— 14. unveränderte Auflage mit 1 Stahl⸗ . Dasselbe fein geb. in englische Leinwand 1 fl. 1 - Der Verkauf von 66,000 Exemplaren seit kurzer Zeit ist wohl der beste Beweis seiner anerkannten Brauchbarkeit. stich. 86. geh 54 kr. 0 1 1 ist erschienen und in der Buchhandlung von Fraukfurter Lebens- Versichecungs-Gesellschaft. Grund ⸗Kapital fl. 3,000,000. Reserven „ 1,729,653. 25½ kr. 1098 Lebens-, Leibrenten, Altersversorgungs⸗ und Aus steuer⸗Versicherungen mit und ohne Gewinnbetheiligung der auf Lebenszeit Versicherten, werden zu billigsten Prämien und unter den liberalsten Bedingungen abgeschlossen bei a J. Schott in Friedberg. B. Kalbfleisch; dee. Für Unterleibs Bruchleidende. 481 Schon sell langen Jahren ist der Unterzeichnete im Besitze einer Bruchsalbe, die er in selner Umgebung mit außerordentlichem Glück vielsach angewandt hat. Foriwährenden Aufmunterungen von Geheilten nachgebend, trete ich damit dor einen weiteren Wirkungskreis und empfehle dieses vorzügliche, durchaus keine schädlichen Stoffe enthalte ade Mittel allen Bruchleidenden. wendung desselben keinerlei Unannehmlichketten ausgesetzt. b Gottlieb Sturzenegger in Herisau(Schweiz.) Ct. beim Erfinder f Es if einfach Morgens und Abends einzureiben, und ist man bei An⸗ Einzig zu beziehen in Töpfen zu 1½ Thlr. preuß. Arbeits-Versteigerung. 1806 Samstag den 3. August, Nachmittags 2 Uhr, soll auf dem Bureau des Großherzoglichen Vürgermeistere zu Rockenberg für 400 fl. Schreinerarbett(Orgel⸗ gebäust) elner effentlichen Verssetgerung ausgesetzt werden. Accordsbedingungen, Zeichnungen und Kosten überschlag können auf der Bürgermessteret Rocken ⸗ berg eingesehen werden. Gambach den 26. Juli 1887. Schneider, Bezlirks Banuaufseher. Deffentliche Aufforderung. 1808 Forderungen urd Ansprüche an den Nachlaß des im Gefecht von Frobhnhofen gefallenen Corporal Jobannes Balzer von hler find, bei Meidung der Nichtberücksichtigung bei der Vertheilung, dinnen 14 Tagen dahler anzumelden. Friedberg am 23. Juli 1867. Großherzogliches Landgericht Friedberg Reltz, Zimmermann, Landrichter. Landgerichts Assessor. Bekanntmachung. 1815 Es wird zur öffentlichen Kenneniß gebracht, daß Georg Wolf IV. von Wohnbach durch Verfügung Großherzoglichen Hofgerichts zu Gießen wegen Ver⸗ schwendung unter Curatel gestelt worden ist, und daß alle, mit ihm ohne Einwilligung der ihm beilgeßebenen Curatoren, Christian Klein und Ludwig Wolf V. von Wohnbach, abgeschlossen werdenden Rechtsgeschäfte unverbindlich find. Hungen den 25. Juli 186“. Großherzogliches Landgericht Hunger J. b P lg e r, Landgerschts⸗Assessor. Bekanntmachung. 1810 Dienstag den 6. August d. J. Vormittags 10 Uhr, wird im Geschäftslokal der unterzeichneten Bebörde die Anfuhr von 2000 Centner Steinkohlen vom Nauheimer Bahnhof zur Saline, unter den im Termin bekannt gemacht werdenden Bedingungen, an den Mindestfordeen⸗ den vergeben werden. Nauheim den 26. Juli 1867. Großherzogliches Sallnenamt F. Schreiber. Weiß. Proclam. 1817 Der Peter Schäfer von Döringbeim bat an⸗ gezeigt, daß sein Vermögen überschuldet sei, es wird deshalb zur Abwendung dee förmlichen Coneurses Termin auf den 21. August d. J., Vormittags 9 Uhr, bestimmt, in welchem die Gläubiger ihre Forderungen anzumelden und zu begründen, auch sich zum Güte⸗ versuch und eventuell zur Wahl eines Concurs⸗Curators bereit zu halten haben. Die nicht erscheinenden Gläubiger werden als den Beschlüssen der Mehrheit beitretend betrachtet. Hanau am 23. Juli 1867. Königliches Justiz-Amt II. Malkomes. vdt. Franckenberg. Wollen e Unter jacken 38 bet K. Friedrich, neben der Post in Friedberg. Gegen Uerpenschwäche und daher stammende Leiden 1814 findet man ein in tausenden von Fällen erprobtes und in dtesen stets als vollkommen bewährt befundenes Verfahren, dessen Wirksam⸗ keit noch von keinem andern erreicht wurde, und das allein den einzigen Weg zur sichern Genesung zeigt, in den Schrifichen: Die Stärkung der Uerven. Ein Rathgeber für Nervenleidende und Alle, welche geistig frisch und körperlich gesund bleiben wollen von Dr. A. Koch. 10. Aufl Pieis 27 kr. Vorräthig bei Bindernagel und Schimpff in Friedberg und Nauheim. Dreihundert Reiserbesen 1816 find zusammen oder getheilt billig abzugeben. Wo? sagt die Exped. d. Bl. unter Nr. 1816. 1813 Ein überflüssig gewordenes gebrauchtes Schener⸗ thor, cirea 12 Fuß hoch und 16 Fuß breit, zweiflügelig, ist um den billigen Preis von fl. 9. zu erhalten. Wo? sagt die Exped. d. Bl. unter Nr. 1813. 1814 Ein gebrauchter, aber im besten Sustande be find · gubil bit amll. — getteffend 1 Unter herichtlch au, Feiewplartu! Trenplote licher . Ladenerker, A bestehend in zwei Schaufenstern, jedes 5 Fuß breit, Termins 10 Fuß hoch nut 10 großen Scheiben nebst einer zwei⸗ 1. September flügeligen Ladentbüre von 6 Fuß Breile und 10 Fuß vöglichst ver Höbe, mit 8 großen Scheiben and messingenem Kuebel⸗ zr drücker, alles aus Eichenholz, ist billig abzugeben. Bel wem? sagt die Exped. d. Bl. unter Nr. 1814. Empfehlung. 1818 Da ich vom 1. August l. J. au neben meiner Hessen. Profession als Schreiner auch das Glasergeschäft betreibe, Kammer lehr so empfehle ich mich dem verehrlichen Publikum, unter Hfarrhauses Zuficherung prompter und billiger Bedienung, zu ge⸗ Summe ab fälligen Aufträgen. Ossen heim den 28. Juli 1867. 5 Schwalb. Aufforderung. 1807 Diejenigen, welche Forderungen an den Nachlaß des in Gambach verflorbenen Johannes Blehl zu haben vermeinen, werden ersucht, dieselben bis zum 15. August d. J. bet dem Curator Baltbaser Wagner auf der Kreuzmühle bei Gambach einzureichen, widrigen falls sie bei der Aufftellung des Status nicht berück⸗ sichtigt werden können. Einen großen Baum 1811 mit Frübdtrnen bat zu verkaufen Karl Söllner, Metzger. Berichtigung. Bei den in voriger Nummer aufgefübrten Gaben für die Lugauer Bergleute ist ein Diuckfehler unter · laufen, es muß dort heißen: von Pfa rer Buch bold in Ossenbeim 2 fl., statt 1 fl. Die Gesammtsummte ist richtig. l Kirchen buchsanszügt. Evangelische Gemeinde Getraut e: Den 23. Inli. Georg Frledrich Fuchs, evangelischer pfarrer zu Beerfelden, Kreis Erbach Sohn des Pfarrers Georg Fuchs zu Porrweller, Kreis Bingen, und Auguste Louise Wilbelmine Lonni auß, Tochter des pens. Groß h. Majors Job. Peter Hauß dahier. f Getaufte: Den 21. Jull. Dem biej. Büiger und Paydorbelter e Sauer ein Sohn Martin Heinrich, geb. den . Juli. N Beer digte: Den 21. Jull Marie Greim, geb. Reitz, Wittwe des Bürgers zu Babenhausen und Elseubahnardeltere dabier Peter Greim, f den 19. Juli, 52 Jahre, 2 Monate, 3 Tage alt.. Den 22. Juli. Johann Frier rich Herrmann aus Groß⸗Gerau, Musketier in der 7. Comp., 2. Infanterie · Regiments, 20 Jahre, 10 Monate, 26 Tage alt, T den 20. Juli. 5 Den 23. Jult. Heinrich Wilhelm Cbristoph August Stotz, Sohn des Sieners am evang. Predigerseminar Johannes Stotz, 20 Jahre, 11 Monate, 17 Tage alt, T den 21. Juli. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. des Pfarrhau Regierung ge nach dem A Ferner nimm! sen zu Erbach der Ge gallen welchen die 1 au. Dir Ver mettre Saul Jusimt wird nommen. hatten fh f personen zur selben nach in Kraft il, 8 Stage as preußi Richter 10 2 Gelegen näht — Die lo Ob erhesser U lichen Drain die seither il un ausshe Religion, fe latholih