agen— 1 I , A N. Main 1867. Samstag den 30. März. M39. 1 70 für Oberhesse 2 Enthält ausgeführt. — die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Sricdberger Zutelligemzblatt Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Für das II. Quartal l. J. eröffnen wir ein neues Abonnement auf den„Anzeiger für Oberhessen“. Bestellungen werden auswärts von den Poststellen des Großherzogthums zu 33 kr., in Friedberg bei der Expedition zu 30 kr. Amtlicher Theil. Bekanntmachung. Die Feldstrafen von der J. Periode d. J. können bis zum 15. April jeden Dienstag und Donnerstag an das hiesige Rentamt bezahlt werden. Als besonderen Erhebungstag für den Landger ichtsbezirk Butzbach ꝛc. ꝛc. bestimmen wir Freitag den 5. April von Vormittags 8—10 Uhr bei Herrn Gastwirth Joutz zu Butzbach. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien werden ersucht, machen zu lassen, daß nach dem 15. April die Friedberg am 26. März 1867. dieses im Mahnung erfolgt Interesse Ihrer Gemeindeangehörigen mit dem Bemerken bekannt Großherzogliches Rentamt Friedberg Lin deck. Hessen. Darmstadt. Wie verlautet, ollen zum höheren Postdienste wit der Uebernahme der Post durch Preußen nur noch solche junge Leute zugelassen werden, welche zwischen dem 17. und 25. Lebensjahre stehen und die Abgangs— prüfung auf einem Gymnastum oder einer Gewerbe— schule bestanden haben. Die„Hess. Landesztg. macht darauf 85 merksam, daß das in Mannheim erscheinende O gan der deutschen Volkspartei„Das uche Wochenblatt“ in seinen letzten Nummern Cha— rakterschilderungen aus dem Großherzogthum ent— halte, die als Seitenstück zu den in„Unserer Zeit“ erschienenen Aussätzen betrachtet werden könnten und welche ein* 2 großes Aufsehen in Darmstadt erregten. Die„Hess Volksblätter“ nennen als Verfasser Rud. Fendt, ob mit Recht, das wissen wir nicht zu sagen, — Auf den Antrag des Abg. Dumont um Revision des Gesetzes über die Zusammensetzung der Ständekammer und die Wahl der Abgeord— neten, welcher Antrag auch schon bei früheren Landtagen eingebracht worden ist, hat das Großh. Ministerium die Erklärung abgegeben,„daß es mit Prüfung der Frage beschäftigt, ob und welche Bestimmungen der bezeichneten Gesetze abzuändern sein möchten, daß es aber zweifelhaft, ob dem gegenwärtigen Landtage hierüber noch eine Vor— lage zugehen könne.“ Der Ausschuß beantragt daher nur: an die Regierung das Ersuchen zu richten, der ertheilten Zusicherung„baldmöglichst“ entsprechen zu wollen! Auf Antrag der Großherzogl. Centralstelle für die Landwirthschaft und die landw. Vereine bat die Großherzogl. Oberstudien⸗ Direction ge⸗ nehmigt, daß die Centralstelle einen besonderen landw. Lehreursus für Volksschullehrer, welche sich hierfür interessiren und landw. Fort- bildungsschulen einrichten wollen oder leiten, wäh⸗ rend der Sommerferien in Darmstadt errichte. Als Zeitpunkt zum Beginn des Unterrichts ist der 1. August, für den Schluß desselben der 15. September vorgesehen und an Lehrerkräften die Herren Dr. Dölp, Dr. Funk, Dr. Hallwachs, Dr. Krämer, Dr. Metzler, Hofgärtner R. Noack und Dr. Thiel in Aussicht genommen. — Das„Frkft. Journ.“ meldet von hier: Das Erkenntniß des großh. Oberkriegsgerichts gegen mehrere Offiziere und einen Militäxarzt wegen deren Verhaltens im vorjährigen Feldzug lautet auf 1⸗ bis Amonatliche Festungshaft. Dem Vernehmen nach ist solches von dem Kriegsherrn bestätigt, von Seiten des Offiziercorps jedoch be— absichtigt, die Sache hiermit noch nicht auf sich beruhen zu lassen. hierher — Geheimerath Seitz ist von Aschaffenburg übergesiedelt und wird demnächst seinen in der Kammer einnehmen. — Lanbgerichtsassessor Suppes ist von Schlitz nach Nauheim, L.-G.⸗Ass. Hempel von Alsfeld nach Schlitz, Stadtger.⸗Assessor Hofmann von Gießen nach Alsfeld, L.-Gts.⸗Ass. Oppermann von Altenstadt nach Gießen versetzt worden. Hofmann wurde gleichzeitig zum Richter am Gr. Bezirks- strafgericht Alsfeld ernannt. Friedberg. Wie wir von zuverlässiger Seite vernehmen, begibt sich der Großh. Flügel- adjutant Oberst v. Grolman in Begleitung des Oberstlieutenants Hartmann vom Großh. Ar- tillerieregiment am 29. d. M. wieder nach Ber⸗ lin, um unsere Militär-Angelegenheit zum defini⸗ tiven Abschluß zu bringen. Gießen. Professor Leopold Schmid, der s. Z. zum Bischof von Mainz gewählt worden Sitz war, aber die päpstliche Bestätigung nicht erlan⸗ gen konnte, hat eine großes Aufsehen erregende Schrift:„Ultramontan oder katholisch? Die re— ligiöse Grundfrage Deutschlands und der Christen⸗ heit,“ erscheinen lassen. Der Verfasser erklärt seinen Austritt aus der„spezifisch- römischen“ Kirchengemeinschaft und seinen„Anschluß“ an die evangelische Kirche. Ein„Uebertritt“ in letztere wird ausdrücklich in Abrede gestellt. — An die Stelle des nach Karlsruhe abge— gangenen Professor Knop hat für Geologie, Mineralogie und Krystallographie Dr. Streng, bisher Lehrer der Mineralogie u. s. w. an der Bergschule zu Clausthal auf dem Harze, den Ruf als ordentlicher Professor erhalten und angenommen. Mainz Dieser Tage wurden die Ent schä⸗ digungsgelder für die im vorjährigen Sommer in der Feldgemarkung Kastel umgehauenen Obstbaum⸗ pflanzungen ausbezahlt. Einzelne Betheiligte er- hielten Entschädigungen bis über 2000 fl. Die Zahlung erfolgte in preußischem und frankfurter Papiergelde. Man ist in Kastel mit der Abwick⸗ lung dieser Angelegenheit sehr zufrieden. Die Entschädigung für die Gemeinde Kostheim wird ebenfalls in der Kürze ersolgen. Preußen. Berlin, 26. März. Reichs⸗ tag. Es ist ein Antrag des Abg. v. Unruh eingegangen, zu§. 49 der Geschaͤftsordnung den Zusatz zu machen:„Ist ein Mitglied des Reichs- tags, welches ein Amendement beantragt hat, bei der Berathung des Gegenstandes nicht zum Worte gelangt, so erhält dasselbe nach dem Schlusse der Discussion das Wort auf 5 Minuten, worauf ein anderes Mitglied 5 Minuten dagegen sprechen kann.“ Die heutige Tagesordnung führt zunächst zur Specialdiscusston über den Art. 6 des Ver fassungsentwurfs(Stimmenvertheilung.) Zu die sem Artikel sind mehrere Amendements gestellt. [Der Präsident der Bundes- Commissarien Graf Bismarck bemerkt zu den erhobenen Einwen⸗ dungen: Jede derartige Stimmenvertheilung habe immer etwas Willkürliches. Es sei zweckmäßig gewesen, das Stimmenverhältniß so zu vertheilen, daß immer auch noch Preußen gegenüber eine Majorität a bleibe. Die Regierung lege Werth darauf, daß der Art. 6 einfach nach dem Wortlaute des Entwurfs angenommen werde. Die Amendements werden hierauf zurückgezogen und es erfolgt die unveränderte Annahme des Art. 6. Zu Art. 7(Geschäftsgang im Bundesrathe) hat der Abg. Lasker den Antrag gestellt, in dem Satze des 2. Alinea:„Die Beschlußfassung er⸗ folgt mit einfacher Mehrheit, mit Ausnahme von Beschlüssen über Verfassungs veränderungen, welche zwei Drittel der Stimmen erfordern,“ die Worte „mit Ausnahme“ bis„erfordern“ zu streichen und als besonderen Artikel an den Schluß der Ver- fassung zu setzen:„Veränderungen der Verfassung erfolgen im Wege der Gesetzgebung, jedoch ist zu denselben im Bundesrathe eine Mehrheit von zwei Dritteln der vertretenen Stimmen erforderlich.“ Mit dieser Abänderung wird der Art. 7 ange- nommen. Zu Art.(Ausschüsse und deren Thätigkeit) bittet der Abg. v. Hammerstein um Erläuterungen über das Wort„dauernde.“ Auch wünscht er, daß statt des Wortes„Bundes- feldherr“ gesetzt werde:„Bundespräsidium.“ Graf Bismarck: Die Ausschüsse sollen allerdings dauernde sein; sie brauchen darum aber nicht immer versammelt zu sein; es hängt dieß ab von den Beschlüssen des Bundesrathes und von der Bedürfnißfrage. Die gewünschte Wortveränderung hat jedenfalls die Wirkung, daß wir in ganz un- nöthiger Weise Zeit verlieren. Abg. Bouneß beantragt, aus Gründen der Ministerverantwort⸗ lichkeit, die völlige Streichung des Art. 8, wo⸗ gegen der Abg. Twesten wieder für die einfache Annahme des Artikels spricht. Graf Bismarck gibt noch eine kurze weitere Erläuterung zu dem Artikel. Abg. Rée theilt den Standpunkt des Abg. Bouneß und will in eine längere Aus- einandersetzung über das Printip der Minister- verantwortlichkeit eingehen, wobei er jedoch von dem unruhig werdenden Hause vielfach„Zur Sache“ gerufen wird. Abg. v. Bennigsen hält die einfache Annahme des Art. 8 besonders auch mit Rücksicht auf einen künftigen Anschluß der süd⸗ deutschen Staaten für durchaus nöthig. Abg. Ausseld(Gotha) ist für die Streichung. Abg. Zachariä prolestirt dagegen, daß der von ihm gestellte Antrag auf Umänderung des Wortes „Bundesfeldherr“ in„Bundecspr isidium“ darauf berechnet sei, die Berathung hi nzuhalt en und Zeit zu verlieren. Graf Bismarck: Daß der An⸗ Dr. trag darauf berechnet sei, habe ich nicht gesagt, sondern nur ausgesprochen, daß solche Anträge jedenfalls die Wirkung haben würden, daß un⸗ nöthig Zeit verloren gehe. Die gegenwärtige Debatte lieferte den besten Beweis. Abg. Za⸗ chariä zieht seinen Antrag zurück und es werden hierauf, unter Ablehnung aller Amendements, die Artikel 8, 9 und 10 angenommen. Man steht nun am Abschnitt 4:„Bundespräsidium.“ r in f Stimme Majoyrität abgelehnt ist. Es sind mehrere Amendements gestellt, welche zum Theil auf die Ernennung eines verantwortlichen Bundesministeriums, theils auf die Vereidigung des Bundeskanzlers für den Bund und Verant— wortlichmachung desselben dem Reichstage gegen— über gerichtet sind. Für diesen letztern Antrag spricht der Abg. Plank(Celle.) Abg. Dr. v. Wächter: Wir dürfen von dem Principe der Ministerverantworklichkeik nicht lassen. Der Ver⸗ antwortlichkeit kann und darf sich Keiner entziehen. Abg. v. Gerber: Der Entwurf bietet gerade Das, was wir brauchen. Vergessen wir nicht, daß der Entwurf das Product von Verträgen ist. Abg. Grumbrecht: Nehmen wir die betreffen⸗ den Bestimmungen des Entwurfs einfach an, so begründen wir damit den verfassungsmäßigen Ab⸗ folutismus. Die Ministerverantwortlichkeit ist der Grundstein jeder Verfassung, die jetzt noch mög lich ist. Abg. Weber(Stade): Vielleicht war Preußen kurz nach dem Kriege in der Lage, den wirklichen Bundesstaat herzustellen, jetzt ist die Regierung es jedenfalls nicht mehr und sie will es auch nicht. Es ist also auch die Einsetzung eines Bundesministeriums unmöglich. Redner er— klärt sich schließlich für das Amendement v. Ben— nigsen.— Abg. Lasker: Eine geschriebene Ver⸗ fassung ohne Ministerverantwortlichkeit kann ich mir gar nicht denken; sie wäre ein Widerspruch in sich selbst. Abg. v. Vincke: Die politische Verantwortlichkeit genüge, von einer juristischen Verantwortlichkeit, die ohnehin nur ein in der Luft schwebendes Princip sei, könne jedoch nicht die Rede sein. Abg. v. Carlowitz spricht für ein von ihm, eigentlich zu einem anderen Artikel gestelltes Amendement. Abg. Dr. v. Gneist: Wer die rechtliche Verantwortlichkeit der Minister nicht will, der will den Rechtsstaat überhaupt nicht.(Sehr gut!) Aber die Ministerverant⸗ wortlichkeit setzt ein Verwaltungsrecht voraus, welches im Bunde erst noch geschaffen werden muß. Im Wesentlichen bin ich für den Entwurf und behalte mir im Uebrigen vor, eventuell auch auf das Amendement v. Bennigsen einzugehen.— Der Schluß der Discussion wird ange⸗ nommen. Es wird zuerst abgestimmt über Alinea 1 und 4 des Amendements der Linken, Ausfeld und Genossen: In namentlicher Abstimmung wer⸗ den die beiden Alinea mit 177 gegen 86 Stim⸗ men abgelehnt. Die beiden übrigen Alinea des Amendements werden hierauf zurückgezogen. Es folgt das, mit dem vorstehenden im Wesent⸗ lichen übereinstimmende Amendement der Abgg. Erxleben, Jensen und Zachariä. Das⸗ selbe fällt ebenfalls. Es folgt das Amendement des Abg. Dr. Lette: in Art. 11, letzte Zeile, hinter die Worte:„die Zustimmung des Bundes⸗ raths“— einzuschalten:„und zu ihrer Gültig⸗ keit die Genehmigung des Reichstags.“ Mit die⸗ sem Zusatze wird der Art. 11 angenommen. Zu Art. 12:„Das Präsidium ernennt den Bundes“ kanzler, welcher im Bunvesrathe den Vorsttz führt und die Geschäfte leitet,“ beantragt der Abg. v. Bennigsen:„ferner die Vorstände der einzel⸗ nen Verwaltungszweige, welche nach dem Inhalt dieser Verfassoung zur Competenz des Präsidii ge⸗ hören.“ Graf Bismarck hat gegen die Verant- wortlichkeit des Bundeskanzlers in der Form der Contrasignatur nichts einzuwenden. Abgeordn. v. Thielau(Sachsen) hat Bedenken gegen das Amendement, welches die vorhin abgelehnte Bun⸗ desregierung durch die Hinterthür wieder ein⸗ schmuggeln wolle. Abg. Windthorst ist der Meinung, daß irgend eine Bundesregierung doch wohl geschaffen werden müsse. Graf Bismarck spricht nochmals sein Bedenken aus, worauf es zur Abstimmung kommt.— Das Amendement v. Bennigsen wird angenommen.— Es kommt nunmehr der Zusatz mit der Regierungs— vorlage zur Abstimmung. Das Resultat ist zwei— felhaft und die Zählung ergibt, daß 125 für und 125 gegen die Annahme des also amendirten Art. 12 stimmenu. Es wird nunmehr zur na⸗ mentlichen Abstimmung geschritten, deren Re— sultat ist, daß 126 Abgeordnete für und 127 gegen die Annahme des amendirten Art. 12 stim⸗ men, welcher in dieser Form also mit einer — 27. März. Reichstag. Präsident Sim⸗ son eröffnet die Sitzung um 10 Uhr. Abg. Michaelis beantragt, die Abschnitte 7 und 8 über Eisenbahn⸗, Post⸗ und Telegraphenwesen der Commission zu überweisen. Das Haus behält sich den Beschluß vor, bis der Antrag gedruckt sein wird. Die Vorberathung wird fortgesetzt. Art. 13, 14 und 15 werden ohne Debatte ange⸗ nommen. Zu Art. 16 bringt v. Bethusy⸗ Hue den abgelehnten Art. 12 als Amendement ein. Lasker und Bennigsen erneuern ihre früheren Anträge in neuer Form. testirt dagegen, daß abgelehnte Anträge als Amen⸗ dements wieder eingebracht werden. Präsident Simson hält es für zulässig, das Haus gleich— falls nach längerer Debatte. Für den Antrag Bethusy's spricht v. Blankenburg. Redner meint: Lassen wir Amendements und schreiten wir zur Annahme en bloc. Bennigsen spricht ge⸗ gen letzteren Vorschlag für sein Amendement. Graf Bismarck: Einerseits bezeugt man der preußi⸗ schen Politik Vertrauen, andererseits bezeugen die Amendements doch ein gewisses Mißtrauen. Ich wüßte wohl 50 Amendements für den Entwurf, unterdrücke sie aber, weil ich meine Person dem Wunsche für das Zustandekommen des Ganzen unterordne. Ich wiederhole, das gegenwärtige Amendement ist für die Regieren völlig un⸗ annehmbar. v. Bethusy⸗Hue spricht für sei⸗ nen Antrag. Waldeck für das Amendement v. Bennigsen's. Thielau(sächsische Oberlausitz) für Bethusy⸗Huc. Der Antrag auf Schluß wird abgelehnt. Lasker für sein Amendement.(In der Hofloge erscheint der Großherzog von Baden.) — Graf Bismarck erhebt sich nochmals gegen die Amendements v. Bennigsen's und Lasker's: Elissen für Bennigsen. Der Antrag auf Schluß wird abermals abgelehnt. Lasker: Nach den heutigen Erklärungen des Grafen Bismarck sind meine wie vieler Mitglieder Ansichten über den Entwurf wesentlich erschwert. Ich beantrage da— her, die heutige Berathung auf morgen zu ver⸗ tagen. Der Antrag wird abgelehnt. Schulze für Bennigsen. Abg. Miquel spricht für Ben⸗ nigsen. Graf Bismarck sagt: Ich habe nichts Neues gesagt, wir haben unsere Schuldigkeit ge— than, den Block beinahe bis zum Gipfel hinan⸗ gewälzt; wenn Sie den Widerstand nicht aufge⸗ ben, offenen Auges den Block wegen einer kleinen Sache in den Abgrund stürzen, dann wird Volk und Land Ihre Namen nennen; wir tragen die Verantwortlichkeit nicht.— Abg. Pannier be⸗ antragt Vertagung; der Antrag wird abgelehnt. Abg. v. Sybel erklärt sich für Bennigsen; der Schluß wird abgelehnt. Abg. v. Bennigsen vertheidigt nochmals seinen Antrag. Die Debatte wird geschlossen. Nach einigen persönlichen Be⸗ merkungen wird namentliche Abstimmung über die Anträge Bethusy und Bennigsen beschlossen. Berlin. Die„Prov. ⸗Corresp.“ sagt, die Veröffentlichung der preußisch⸗süddeutschen Allianz⸗ Verträge sei erfolgt, um dem Volke das Bewußtsein dessen zu geben, was es an Grundlagen nationaler Einigung bereits besitzt, und um die weitere Arbeit zur Vervollständigung des nationalen Aufbaues zu fördern. 1 Frankfurt. Zur Prüfung für den einjäh⸗ rigen Freiwilligen⸗Dienst haben sich fast eben so viel wie das erste Mal zu Ende verflossenen Jahres, nämlich 130 Militärpflichtige gemeldet. Oesterreich. Wien. Das Abendblatt der„Presse“ theilt mit, daß ein Handels- Vertrag zwischen Oesterreich und Holland unter⸗ zeichnet worden ist. N Frankreich. Paris. Die Anzeichen, daß die Luxemburg'sche Angelegenheit bald ihren desi⸗ Lasker pro⸗ nitiven Abschluß finden werde, mehren sich. Man spricht von der Existenz eines Geheimvertrages zwischen den drei interessirten Mächten(Holland, Frankreich, Preußen) zum Zwecke der Abtretung Luxemburgs an Frankreich gegen eine Abfindungs— summe von 100 Mill. Franes. Die Reise des französischen Generals Frossard nach Luxemburg wird mit dieser Angelegenheit in Verbindung ge— bracht. „— die Commission, welche den Gesetzentwurf über eine dem Dichter Lamartine zu gewäh⸗ rende Dotation zu prüfen hat, hat in einem dem Staatsrathe bereits zugegangenen Amendement verlangt, daß man Herrn v. Lamartine anstatt einer einmaligen Dotation von 400,000 Fr. eine Jahresrente von 25,000 Fr. bewillige. — Man spricht von Unterhandlungen wegen eines zwischen Belgien, Holland, Frankreich und der Schweiz abzuschließenden Zollvereins. Landwirthschaftliches und Gewerbliches. „ Ueber Bullenhaltung. Einen neuen Beleg für die Vortheile der neuerdings vielseitig empfohlenen Trockenfütterung bei Bullen liefert die Gemeinde Södel, über deren Verfahren ein Bericht des Herrn Bürgermeister Reitz daselbst uns vorliegt, welcher lautet:„Die Zuchtbullen der Gemeinde Södel erhalten seit Martini 1858 in einem eigens dazu hergerichteten Stalle durch den Wärker nur Heu, Hafer und Wasser zu ihrer Unterhaltung. Das Heu wird von der Gemeinde angekauft und der Hafer wird von den Rindviehbesitzern in der Art geliefert, daß von jedem Stück Muttervieh, welches begattet wird, 1 Mete gegeben wird. Die Ankaufskosten des Strohes werden durch den Erlös des sehr guten Mistes hin⸗ länglich gedeckt. Je nach der Glöße erhält jeder Zucht⸗ bulle täglich 15—18 Pfd. gutes Wiesenheu und nur 2 Gescheid Hafer. Dennoch kommt diese bei ben seilherigen hohen Heupreisen höher zu stehen, als wenn das Halten der Bullen, wie noch in den meisten Gemeinden, an Landwirthe aus der Hand vergeben oder an den Wenigstnehmenden versteigert wird. Diese größeren Unterhaltungskosten, welche der Gemeinde Södel durch die dermalige Einrichtung erwachsen, werden aber durch folgende Vortheile hinlänglich aufgewogen: 1. Ist seit dieser Einrichtung noch kein einziger Bulle krank geworden oder crepirt, während vor derselben durch⸗ schnittlich alle zwe. Jahre ein Stück am Milzbrand fiel. — 2. Werden und bleiben die Bullen stels sprungfähig und dauerhaft.— 3. Bleiben dieselben immer in sehr guter Haltung. Die Gemeinde Södel erlöst jetzt für einen abgängigen Bullen mehr, als was ein junger, neu au⸗ gekaufter kostet. Endlich,— 4. was die Hauptsache ist, die Kühe und Rinder bleiben trächtig. Im Jahr 1866 sind dahier von 170 Stück bedeckten Kühen nur 6 nicht trächtig geblieben, und die gefallenen Kälber sind stark und gesund. 925 Ich glaube, daß diese günstigen Resultate bei Weitem die Mehrkosten der Haltung im Gemeindebullenstall über⸗ wiegen. Die hiesigen Rindviehzüchter sind auch er gegenwärtigen Verpflegung der Zuchtbullen in dem Gemeinde-Stalle und mit der Einrichtung, daß die Bullen an Nasenringen vom Wärter in die Höfe derselben zum Sprunge gebracht werdeu, sehr wohl zufrieden, und ist noch keine einzige Beschwerde zu meiner Kenntniß gelommen. Indem ich nun schließe, wünsche ich, daß zur Ver⸗ besserung der Rindviehzucht diese Einrichtung Nachahmung finden möge!“ 9 * Der Eierßock der Hühner. Der Eierstock einer Henne enthält ungefähr 600 Ei'chen; daher kann dieselbe während ihrer Lebenszeit nicht mehe als 600 Eier legen. Bei nalurgemäßem Verlauf ihres Lebens, das neun Jahre beträgt, vertheilt sich die Zahl der gelegten Eier auf die Dauer folgendermaßen: 1. Jahr nach dem Ausbrüten 15—20, 2. Jahr do. 100— 120, 3. Jahr 120-135, 4. Jahr 100— 115, 8. Jahr 6080, 6. Jahr 50—60, 7. Jahr 35—40, 8. Jahr 15— 20, 9. Jahr 1— 10 Eer. Hieraus folgt, daß es nicht vortheilhaft ist, Hennen länger als vier Jahre zu halten, da ihre Producte nicht das Futter bezahlen, ausgenommen, wenn sie einer seltenen oder werthvollen Race angehören. “ Gemüsebeete vor Raupen, Schmetterlin⸗ gen, Schnecken ꝛc. ꝛc. zu schützen. Man besprengt die Gemüsebeete mit einer Auflösung von Chlorkalk in Wasser (die Lösung braucht nur dünn zu sein.) Nicht allein Schnecken, Raupen und Schmetterlinge, sondern auch an⸗ dere Insekten werden von den Gemüsebeeten durch dieses einfache und billige Mittel abgehalten. Ebenso verschwin⸗ den in Stallungen unverzüglich alle Arten von Fliegen, wenn man auf eine Bohle im Stall Chlorkalk streut. Auch hat man bemerkt, daß Ratten und Mäuse schnell die Plätze verlassen, an denen eine gewisse Quantität Chlor⸗ kalk hingestreut worden ist. H e Maschinen für Schuhmacher. Seither glaubte man, daß unter den Belleidungskünstlern die Herren Schneidermeister allein das Prä hätten, sich zur Erleichte⸗ rung und schnelleren Förderung ihrer Arbeit der Maschinen zu bedienen. Allein darin irrt man sehr. In Nord⸗ amerika bedienen sich die Schuhmacher bereits fünferlei Maschinen. Die eine derselben dient zum Ausschneiden der Brandsohlen, eine andere für die Haupt⸗ oder Außensohlen und zwar schneidet die erste in der Mi⸗ nute 60 Brandsohlen, die andere in derselben Zeit 40 10 Verpflegung mühen 1 bol Dient la leich gun teln r ach eic i Such gh ah I 4 acht 6 und babes e Bilsn, h 17 le, 5. 0 k, Obel. Wenn wan au kli Zusc Vein zg. mia daß unsete Ole 7 1 5 Umfang in wollen Hierma! den dhe, me man die Abc! keize,— A daß laß been n Woran dies die With i es wenig don sie Unt den. erstend, daß mr den klauen B Mliglieder des sein, die Nan unterstützt wer. durch den Ver noch einmal ga die dem Verein dort seldßt holt Gabe entziehen Nauhei Räume uneres ind bie läglic des Herrn Dire Dieselben finden u den Niumen W d ed e winterliche Te mit den Hoffn liche, lebhaßte 10 Ga 600 por Friedbet, 0 E. E 41 bas alentn Aüßensohlen scharf und glatt aus. Eine dritte Maschine dient zum Ausstoßen der Sohlen, damit sie überall gleiche Dicke erhalten und eine vierte Maschine näht mit⸗ dalst gepichten Haufgarns die Sohlen auf, und zwar lassen sich mit ihr glich während 10 Arbeitsstunden 150 Paar Muideldrogt Sliefel- oder Schuhsohlen aufnähen. Die fünfte Maschine endlich dient zur Herstellung von Absätzen und fertigt ein Paar nicht zu hohe Absäͤtze in der Zeit von einer Minute. H. „Neue patentirte Wagenschmiere. 8 Pfund reines Fichtenharz wird über Feuer zerlassen, C Pfund Graphit zugesetzt und die Masse in siedendem Wasser gut ge mengt. Der bhiesige Armen-Verein ftützte im Jahre 1866 2929 durchreisende burschen. Im Jahre 1865 nur 2304 also ein 625. Der Verein verausgabte an Handwerksbursche 292 fl. 54 kr. Außer diesem wurden Gaben an Arme auf den Orten: Florstadt, Rodenbach, Oberau, Langenhain, Ober Wöllstadt, Petterweil, Ober-Mörlen, Air Reßban Wisselsheim und Dorheim verlheilt. Langenhain mit 47 fl. 12 kr.„Ober-Mörlen 27 fl. 36 kr., Florstadt 15 fl. 39 kr., Ober⸗Rosbach und Ober ⸗Wöllsiadt mit je 9 fl 36 kr., die andern alle mit 4 fl. 48 kr. Die ganze Aus gabe beträgt inel. der Verwaltungskosten 598 fl. 56 kr.— Wenn man erwägt, daß auch 35 viel für andere wohl Hälige Zwecke, Hülfsperein, Blinden⸗Anstalt, Invaliden— Verein zd. nicht kärglich gegeben wird: so glauben wir, daß unsere Stadt hinter andern Städten von gleichem Umfang in der Wohlthätigkeit nicht zurück ist. Wir unter⸗ Handwerks Mehr von Tr. Friedberg. wollen hiermit nicht groß thun, sondern nur die Wahr heit sagen, und das wird doch gestattet sein, zumal wenn man die Absicht hat, auch Andere zu gleicher Liebe zu reizen.— Nach dem Gesagten ist es nur zu wundern daß trotz dessen immer noch viel Bettelei angetroffen wird. Woran dies liegt, können wir nicht beurtheilen, aber Thatsache ist es; besonders kommen wieder viel Kinder, namentlich von Ober⸗Wöllstadt, wenigstens sagen sie, daß sie daher seien. Zwei Mittel dürften sich wirksam erweisen; erstens, daß man nichts gäbe und zweitens, daß die Polizei den kleinen Vagabonden keine Ruhe ließe.— Für die Mitglieder des Armen⸗Vereins dürfte es von Interesse sein, die Namen der Armen, welche auf dem Lande unterstützt werden, zu erfahren, damit man wüßte, wer durch den Verein eine Gabe erhielte, damit man nicht noch einmal gäbe, oder sie zu solchen Einwohnern schickte, die dem Verein nicht angehören, damit sie sich ihre Gaben dort selbst holten, denn einem Armen soll man keine Gabe entziehen, das verlangt sogar der türkische Koran. Nauheim. Mit dem 1. April werden sich die Räume unseres Kurhauses dem Publikum wieder erschließen und die täglichen Concerte der Kurkapelle unter Leitung des Herrn Director Neumann ihren Anfang nehmen. Dieselben finden bis zum Eintritt günstigerer Witterung in den Räumen des prachtvollen Concertsaales statt. Es wird so nach und nach wieder etwas mehr Leben in die winterliche Todesstille unseres Badeortes komen und mit den Hoffnungen und Wünschen für eine recht erfreu⸗ liche, lebhafte Saison werden die Vorbereitungen unserer Wohnungobesitzer gleichen Schritt gehen, um für eine solche, welche wir seit Jahren sehnlichst wünschen, in jeder Weise gerüstet z zu sein. 9 Harbach, Kr Am 20. Grünberg. März l. starb in dem seltenen Alter von 94 Jahren der hiesige Ortsbürger Johann Georg Keil. Er hatte 3 Kinder, 14 Enkel, 10 Urenkel und 1 Ur⸗Urenkel. Frankfurt. Bei den hiesigen Bäckern wurde vor Kurzem eine Brodvisitation durch die Polizei abgehalten und bei vielen die Waare zu leicht befunden und con⸗ fiocirt. Gegen die betreffenden Bäcker ist ein strafrecht— liches Verfahren eingeleitet. Die unteren Beamten, Pedelle, Boten ꝛc. sollen, wie man vernimmk, Nemnächst Dirselbe besteht in einem dunkelblauen Aufschlägen und Dienumütze. Frankfurt. der hiesigen Aemter Uniform erhalten. Waffenrock mit schwarzen Frankfurt. Vom 16. bis 23. März starben dahier 50 Personen. Michelstadt. Liebmann Lehmann, welcher vor einigen Monaten vom Hofgerichte von der Anklage wegen Belrugs freigesprochen wurde, wurde auch von der von L. A. Heil gegen ihn erhobenen Anklage der Schrift— fälschung durch Gr. Bezirksstrafgericht dahier freigesprochen. Staatsanwalt und Gerichtshof nahmen die Schulver bindlichkeit Heils, worüber die Urkunde spricht, als be wiesen an. 4„ Auf der Weltausstellung wird eine, von einem Preslauer, Hru. E. Scholz, gefertigte astronomische Uhr zu sehen sein, welche eben so sehr die Bewunderung der Kenner wie der Laien verdient. Die Uhr zeigt auf einem großen, künstlerisch decorirten Zifferblatte die Breslauer und auf einem kleineren, unmittelbar darunter befindlichen die Berliner Zit mit Secundenschlag an. Außerdem befinden sich aber aus grauem Marmor gebildeten Rückwand des vor welcher der Pendel schwingt, nach links zwei Verticalreihen von le 12 Ziff ittern, welch n 24 r bedeutendsten Orte auf der Erde, als: z. B. von der Sidnep, Kalkutta, Moskau St. Petersburg, Konstantinopel, Rom, Paris, Marseille, London, New⸗Hork, Washington und anderen, bis San Francisco die gleichzeitige Zeit nach Stunde und Minute angeben. Au diesen 24 Zifferblättern rücken bie Mmutenzeiger nur nach Ablauf je einer Minute, also mit dem Schlage der sechszigsten Secunde, zugleich um eine Minute weiter. Außerdem zeigt aber auch jedes Zifferblatt durch einen besonderen Index die Tageszeit an, so daß man ganz genau weiß, wenn z. B. für irgend einen Okt die sechste Stunde durch das betreffende Ziffer⸗ blatt angezeigt ist, ob es dort 6 Uhr Morgens oder Abends ist u. s. w. Unter den Zifferblättern steht unter einer Spiegelplatte ein sauber ausgeführter Erdglobus, der genau innerhalb 24 Stunden ein Umdrehung voll⸗ endet. Ein darüber angebrachter Zeiger weist genau auf den Meridian hin, welcher der Mittagsstunde entspricht, so daß man an dem Globus alle Punkte der Erdoberfläche ablesen kann, in welchen in dem betreffenden Augen⸗ blicke eine richtig gehende Uhr die Mittagsstunde anzeigen muß » Nachfolgende stalistische Notizen der„Triest. Zig.“ über den Klerus in Oesterreich dürften nicht ohne Interesse sein. Derselbe umfaßt 55,370 Personen, darunter 1 Patriarch, 4 Primaten, 11 Erzbischöse, 58 Bischöfe, 24 Weihbischöfe, 12,863 Pfarrer, 589 geistliche Professoren Ferner bestehen 720 Männerklöster mit 59 Aebten, 45 Provinzialen, 6754 Priestern, 645 Klerikern, 240 Novizen 1917 Laienbrüdern. Die meisten Klöster besitzen: die Pia⸗ risten 60, die reformirten Franziskaner 165, die Obser⸗, vanten-Franziskaner 72, die Conventual⸗Franziskaner 45 die Dominicaner 41, die ECistercienser 48, die Benedictiner 37, die e Brüder 31, die Jesuiten 17, die Prämonstratenser 15, die Basilianer(gri chischer Ritus) 26. Die Zahl der Frauenkl öster beträgt 298 mit 5198 Nonnen, worunter die barmherzigen Schwestern des heil. Vincenz mit 85 Klöstern und die Ursulinerinnen mit 25 Klöstern am zahlreichsten sind. Das gesammte Kirchenvermögen beträgt 185,672,967 Gulden mit 19,639,713 Gulden jähr⸗ licher Einkünfte. Am höchsten dotirt sind die Erzbisthll⸗ mer Olmütz mit 300,800 fl., Prag mit 71,680 fl., Bis⸗ hum Linz mit 51,250 fl., das Prager Kapitel mit 80,000 fl., die regulirten Chorherren in Klosierneubur 9 mit 158,000 fl., Herzogenburg mit 51,000 fl., St. N tian mit 95,000 fl., Kreuzherren in Prag mit 54 000 fl., Prä⸗ monstratenser in Schlögel mit 52,150 fl., in Tögl mit 223,000 fl., Ba: rnabiten in Wien mit 54,450 fl. Bene⸗ dictiner in Mölk mit 190,000 fl., bei den Schotten in Wien mit 197,000 fl., in Seitenstätten mit 92,600 fl. in Göltlweih mit 71,600 fl., bei St. Peter in Salzburg mit 87,500 fl., in Kremsmünster mit 191,700 fl., in Admont mit 52,760 fl., in St. Lambrecht mit 50,200 fl., Cistercienser in Heiligenkreuz mit 93,900 fl., Zwettl mit 50,000 fl., Hohenfurth mit 51,100 fl. und Ossek mit 87,900 fl. Telegraphischer Bericht. Mitgetheilt von Chr. Hecht in Friedberg, Specialagent. Das Hamburger Postdampfschiff„Germania“, Capt. chwensen, trat am 23. März wied derum eine Reise via ithampton nach New⸗York an und hatte außer einer starken Brief- und Packetpost 350 Tons Ladung, 36 Pas⸗ sagiere in der Cajüte und 460 im Zwischendeck an Bord. Das Bremer Postd dampfschiff des Norddeutschen Lloyd Deutschland“, Capt. Wessels, welches am 9. März New⸗ Jork verließ, ist nach einer glücklichen Reise von 11 Tagen 15 Stunden wohlbehalten in Cowes angelangt, und hat, nachdem es daselbst die Vereinigte Staaten⸗Post, sowie die für England und Frankreich bestimmten Passagiere gelandet, unverzüglich die Reise nach Bremen fortgesetzt. Dasselbe bringt 169 Passagiere, volle Ladung und 145,000 Dollars Contanten. Schiffs nachrichten. Mitgetheilt von Chr. Hecht in Friedberg, Specialagent. Angekommen in New-York: Am 23. Februar Dampfer Hibernia von Liverpool, am 23. Februar Dampfer Tripoli von Liv etpool, am 24. Febr. Dampfer Deutschland von Bremen, am 24. Februar Segelschiff Republik von Bremen, am 26. Februar Dampfer Pennsylvania von Liverpool, am 26. Februar Dampfer Tarifa von Liver⸗ pool, am 26. Februar Dampfer Eity of New⸗Dork von Liverpool, am 27. Februar Dampfer Pereite von Havre, am 27. Februar Segelschiff Harvest Home von Havre. ( Blumen-, Veld und Garten ⸗ Samen 669 vorzüglicher Qualttät bei Friedberg. Jacob Herrmann, Samenbandlung nächst der Burg. Ein Medaillon 817 von Glas mit Goldrand, eine Frauenphotographle und ein getrocknetes Blümchen enthaltend; sowte ein Schlusselchen an einem rothgelben seidenen Bande, wurde verloren. Dem Wiederbringer eine entsprechende Belohnung bel der Exped. d. Bl. Fertige Bauhölzer 819 in allen Dimensionen, Länge und Stärke per Darmstädter Eubikfuß frei an allen Stationen der Main⸗Weser⸗Bahn von Frankfurt bis Gießen zu 20 kr. empfiehlt S. Katzenstein, aus Gießen. Ein Lauf dienst 809 ist für eln braves Mädchen bei einer kleinen Familie offen. Anmeldungen können bei der Exped. d. Bl. geschehen. r... Ü iA mXÄ!AMAm..;?ĩ7.. N. F. 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Weis betriebene Geschäft unter Mitwirkung meines Sohnes in unveränderter Weise fortbetreibe. Indem ich dies zur Keuntniß bringe, vereinige ich damit die Bitte, das Wohlwollen und Vertrauen, welches dem Verstorbenen in so reichem Maaße zu Theil wurde, auch auf seine Nachfolger übertragen zu wollen. Friedberg den 27. März 1867. Minna Weis, geb. Schultheis. Kölnische Hagel-Versicherungs-Gesellschaft. Grundkapital Drei Millionen Thaler, wovon Zwei und eine halbe Million begeben. Die Reserven betragen 458,638 Thlr. 11 Sgr. 7 Pfg. 821 Die so fundirte Gesellschaft versichert gegen Hagelschaden Boden-Erzeugnisse aller Art, sowie Fensterscheiben zu sesten Prämien, wobti Uachzahlungen nicht stattfinden. Dieselbe hat wie früher, so auch in dem vergangenen Jahre die vielen und schweren Schäden prompt iegulirt und binnen längstens vier Wochen nach deren Feststellung sammtliche Entschädigungsbeträge voll ausbezahlt, wobei in den letzten 6 Jahren durchschnittlich auf die achte Versicherung Entschädigung gewährt wurde. Der Geschäfts stand der Gesellschaft ge— währt die Garantie dafür, daß sie auch fernerhin ihre Verpflichtungen so prompt als voll— ständig erfüllen wird. Die Unterzeichneten geben auf Verlangen über die Gesellschaft weitere Auskunft und erbieten sich zur Aufnahme der Versicherungs⸗Anträge. Friedberg im März 1867. J. E. Hagemann in Friedberg.— Carl Löffler in Gambach.— Thr. Funk in Hungen.— L. Brüchweh ir Großkarben.— Aug. Reuning in Nidda.— L. Ph. Mayer in Rödelheim.— Gemeinde⸗ Dan k! 801 Da ich nicht weiß, ob ich wieder genese, sehe ich 799 etwas mehr als einen Morgen haltend, in der mich verpflichtet zum berzlichen, liebevollen Dank an Nähe des Mainzer Thors gelegen, ift zu verpachten allein auf meinem schwachen Krankenlager für mich unter Nr. 799 bei der Exped. d. Bl. sorgte, auf allen Wegen mich suchte zu erquicken. Mir flossen des Dankes Thränen, vergessen, versäumt hat viel Gutes erwiesen hatte, haben mich verlassen. Nur 1 E nume 7 Madame Theobald besuchte mich öfters und suchte mi jedesmal ein Vergnügen zu machen; ihr treues Gesind 754 nur in vorzüglicher Qualttät bei mein Dank ist zu gering und verbinde zugleich die einzige——— Blite zu Gott, dieselbe sowohl als deren Familie und E ill Angehörigen mit Gesundheit und Glück— zu wollen. Em er a ti en Haltet fest an der Demuth, denn Gott widersteht den 30 selt einer Reihe von Jahren unter Leitung der Hoffärtigen, aber den Demüthigen gibt er Gnade und Königlichen Brunnenverwaltung aus den Salzen des daß ich wandle in deinem Lichte. L. Heil. züglichen Wirkungen gegen 173 95 Brust⸗ 8 leiden, wie gegen Mag enschwäche find stets vor⸗ Agenten 7 Gesuch. räthig in Friedberg bei Prn. Hofapotheker C. Wahl, Artikels, wozu weder Raum noch kaufmännische Die Pastillen werden nur in etlkettirten Schachteln Kenntnisse nöihig find, werden Agenten gegen eine versand:. angemessene Provision gesucht.— Reslectanten belieben Königliche Prunnenverwaltung zu Bad⸗Ems. an die Expedition d. Bl. f 0 p franco einzusenden zu vermiethen bei K 1 E e 5 m n Frledberg. Konrad Wörner, a Ee Schneidermeister. 5 2 25 Georg Groß. Einnehmer Mörschel in Altenstadt. 9 Ein Garten, die geehrleste Madame Theobald, welche einzig und oder det annehmdarem Preise zu verkaufen. Näheres sie mich nie meine Bekannten und Berwandten, denen ich that seine Schuldigkeit und kamen zu mir. Ach Gott Gebrüder Löb. Goltes Segen. Hilf mir Perr, daß ich hetlig werde, Emser Mineralwassers bereitet, bekannt durch ihre vor⸗ 796 Zum Absatz eines leicht und überall verkäuflich: in Nauheim bei Herrn Ph. J. Weiß. ihre Adresse unter den Buchstaben BB. B. No. 20 8* f Ein Logi 769 gleicher Erde ist Anzeige. K 1 e E sa 1 1 e I 771 Von mehreren Sesten dazu aufgeforvert, bringe ch in Erinnerung, daß ich zum Todtenauskleider in hiesiger 4 f Stadt ernannt bin. 4 767 empfiehlt J. Schimpf. Johannes Schwalm, Nauheim. wohnhaft neben der katholischen Schule. Freimillige Jeuerwehr. vaufleigge 818 Uebung sämmtlicher Mannschaften Sonntag den 31. März, Nachmittags 3 Uhr. Kommet! Kommet! 0 904 7 815 Neue Meßwaare. S'e misse bezahlt werre, beute Actieng, e Abend im Gasthaus Eisen ne N 20/15% 8„aerichts F Fondgell zum H 8 1 in Ol und e — 8 11 die Mei! Eröffnung 7% Uhr.. Versauge! Hduard guch.* Was'n schöne Schmuck! Ist er ach zwar net von Gold, War ihm doch das Kind gar hold. g a Woher er kömmt, wohl weiß man's schon,— Ich glaub', er kam direkt von Lyon!!— inderwägelchen 820 in verschiedenen Größen bet Jos. Hoffmann, Posamentir. di 794 go bann deab sichligt mit Dorderungen au roßbersoylcen 1 Fellen ju machen 741 In meinem Enshellt werden w Möbel- Lager l 1 5 sind alle Sorten selbstgefertigte Möbel, auf et das Geschmackvollste gearbeltet, und für deren Güte granit würd. in großer Auswahl vorralzig. Ganß, f besonders mache ich auf meine große Auswahl von ch Same Spiegeln, von den kleinsten bis zu den größten, und Strohstühlen in mehreren Sorten aufmerksam. Frledberg. J. Pfeffer, Hofmöbelschreiner nächst dem Bahnhofe. Brodpreise vom 1. bis 15. April. Nach eigener Angabe der Bäcker. Für Friedberg: Erste Sorte 4 8 18½ kr. Zweite Sorte 4 3 17 kr. „* 1 2857* 47„ 2* „* 1 0 4*„„ 1„ Für Butzbach: unverändert, da eine Declaration nicht eingelaufen ist. Fleisch⸗ ꝛc. Preise v 1. bis I8. April. Nach eigener Angabe der Metzger. en meifibletend ver Bemerdt wir Stämme zur Be Bürgschaft Jab. kirk. Groß-A. Großer V 754 Oiensag br anfangend, dem zum dhe Salzpausen if Für Friedberg: f 5 f Ochsenfleisch pr. 8 17 kr., Schweinefleisch pr. g 1„ 1 01 0 Kuhfleisch, gem. 15„ Leber- u. Blutwurst 20 Y g g. Rindfleisch, gem. 15„ Bratwurst 4 1 640 N Hammelfleisch 15 Schwartenmagen 24„ 1 1880 Keil und Carre 15„ Geräucherter Speck 32„ 60 124 Kalbfleisch 12„ Dörrfleisch 24 J 686 Schaaffleisch—„ Schinken 22 5 Y l de Nierenfett 24„ Schmalz, ausgel. 5 0 en ben Hammelsfett 16„ Schmalz, unausgl. 28. Ausnahmspreise: Hammelsfett bei W. Bieler 20 ke, 110 1 Si bei J. Hanstein III. und K. Söllner 18 kr., Nidda d bei H. Gröninger und W. Kreuter II. 16 kr.—* Bratwurst bei W. Reuß 22 kr.— Schmalz ausgelass. bei N. Engel, A. Vogt's Erben, C. F. Walz, R J. Walz III., H. Weller und W. Reuß 32 kr.— + Schmalz ausgelass. bei W. Reuß 26 kr. 793 don Für Batzbach: unverändert, Ur, güne da eine Declaration nicht eingelaufen ist. Diffrick Wige 2 2 2 W 2 Sl Kirchliche Anzeigen für Friedberg. 1 Sountag den 31. März. 1%, Epangelische Gemtinde. 400 Gene 300jähriger Todestag Philipps des Großmüthigen. 150 1 0 Pfarramtswoche: Herr Pfarrer Köhler. 50 Gottesdienst in der Stadtkirche: 0 dichten Vormittags: Herr Candidat Sehrt. d„Deich, Nachmittags: Herr Pfarrer Köhler. eldenbe Gottesdienst in der gkirche Orot Vormittags: Herr Candidgt Vetter. 82 1 Nachmittags: Herr Candidat Marguth. 25 5 An diesem Sonntage wird eine Collecte für die beulsch⸗ W 2 evangelische Mission in Paris erhoben werden. 70 Katholische Gemtinde. en. Oesterliche Communion der Jungfrauen. Um halb 10 Uhr: Hochamt mit Predigt. Montag und Donnerstag Morgens 7 Uhr heil. Messen. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. Beilage zum Anzeiger für Oberhessen. n 35 ——— ersleigerung der Ochstadt. Eisensteingruben„Glückauf“ in der Gewarkung 804 In der Klagesache des Karl Kinzebach von Wetzlar, Kläger gegen die oberhessische Netiengesellschaft für Bergbau und Hüttenbetrieb zu Gießen Beklagte, sollen die genannten Eisensteingruben„Glückauf“, kandgerichts Friedberg vom 13. März l. J. welche sich auf den Grundstücken Flur J. 267— 273 und Flur V. 339, in der Gemarkung Ockstadt befinden, auf Verfügung Großh. 558, J. Weg von Samstag den 11. Mai 1867, Vormittags 11 Uhr, an Ort und Stelle unter den bei der Versteigerung zu Grund gelegten Bedingungen öffentlich Bemerkt wird, daß wir bereit sind die Gruben auf an die Meistbietenden versteigert werden. Verlangen den Steigliebhabern jederzeit vorzuzeigen Ockstadt den 29. März 1867. In Auftrag Großherzoglichen Landgerichts Friedberg: Großherzogliches Ortsgericht Ockstadt Dinger. Edictalladung. 94 Jobannes Dietz II. von Nieder⸗Mörlen leab fichtigt mit Familie nach Amerika auszuwandern. forderungen an denselben find binnen vier Wochen bei Broßberzoglichem Landgericht Nauheim anzuzeigen und seltend zu machen, widrigenfalls die Entlassungsurkunde irtheilt werden wird. Friedberg den 26. März 1867. Großberzogliches Kreisamt Friedberg Trapp. Bekanntmachung. 70 Diensiag den 2. k. M., Vormittags 9 Uhr, sollen in biesigem Gemeindewald, Dißrikt Oberwald, S0 Stämme Eichen- Vau- und Werkbolz, 9000 Cbkfs. enthaltend, neifibietend versteigert werden. Bemerkt wird, daß für diesmal ausnahmsweise schöne Stämme zur Versteigerung kommer und gegen genügende Pari at Zahlungsfrist bis 1. September l. J. gestattet irt. Groß⸗Karben den 25. März 1867. Groß berzogliche Bürgermeisteret Groß⸗Karben Bär. Bekanntmachung. 184 Dienstag den 2. April. l. J., Vormittags um 9 Uhr anfangend, sollen die Sete e Matertalien von 2 gen Gradirbau Nr. 2 zu Meistbietenden versteigert derden, nämlich: 5 Pfund Schmledeisen, 6334„ Gußeisen, 3) 94 Stück Tannenboblen, 4) 640— Doppeldielen, 5) 1830 Latten, 6) 124„ Eichendaußbolz, 7) 686„ Tannendaubolz, 80 84 Haufen Brennholz, 9) 842 laufende Fuß Holzröhren, 10) 33375 Stück Dachziegel, 110 70 Stück Firstziegel. Nidda den 25. März 1867. Der Großberzogliche Kreiebaumeister Amelung. Holz⸗Versteigerung 793 Donnerstag den 4. April d. J., Vormittags 10 Uhr, gelangen im s. g. Stammheimer Domantalwald, Oistrict Wilgenbusch ꝛc. zur Verflelgerung: 23 Stecken Buchen Scheitholz, 12%(„„ 22½„ Buchen⸗Prügelholz, 16½„ Eichen⸗ ie.„ 1139 Wellen Buchen ⸗Reisholz, 550„ n 1750„ Aspen⸗ ꝛc. Reilsholz, 6 Fichten Baubolzstämme von 7—11“ wittleren Durchm. und 30— 40“ Länge. Deldenbergen den 26. März 1867. Groß berzogliche Ober försteret Altenstadt Rumpf. * Kleesamen! 641 in ganz vorzüglicher Qualität bei Wilh. Fertsch. Mehrere Faß Pfuhl 755 find billig abzugeben bet P. Rauch, usagasse. Holzversteigerung im Leustädter Wald. 803 Donnerstag den 4. April l. J. kommt sämmtliches pro 1867 im Leuflädter Wald gefällte Holz zur öffent lichen Versteigerung, nämlich: 385 Stecken Buchen ⸗-Scheitholz, 37 a* Prügelholz, 190 15* Stockholz, 32 7 3 Allerletholz und 3860 Stuck Astbolz⸗Wellen. Die Zusammenkunft ist Vormittags 9 Uhr im Distelkt Steinbruch auf der Höbe bei den sog. Kreisrathstannen. Büdingen den 26. März 1867. Fürstliches Forstamt Büdingen unt ing. Arbeits⸗Versteigerung. 805 Kommenden Mittwoch den 3. April, Vormittags 9 Uhr anfangend, sollen auf dem Rathhaus zu Ober⸗ Rosdach die bei Ecbauung eines Faselochsen- und Pferdestalls bei das dortige Rathbaus vorkommenden Arbeiten und Lieferungen an die Wenigstnehmenden in Accord gegeben werden, und zwar: Ar. 1) Maurerarbeit, lt. Kostenüberschlag zu 173 3 2) Zimmerarbett 445 34 3) Steinbauerarbeit 116— 4) Dachdeckerarbeit 129 49 5) Schreinerarbeit 29 36 6) Glaserarbelt 18— 7) Weiß binderarbeit 118 10 8) Brechen, Fahren und Aufsetzen von 2 Cubikklafter Mauersteinen, 9) Graben Fahren und Messen von 2,5 1 Mauersand, 10) Lieferung von 35 Bütten grauen Kalk, 11) Lieferung von 25,000 Stück hartgebrannten Russen⸗ steinen, 12) Brechen, Fahren und Aufsetzen von 1,5 Cubtk. Klafter Pflastersteinen, 13) Graben, Fahren und Messen von 3,0 Cubik- Klafter Pflastersand, 14) Schlosserarbeit, It. Kostenüberschlag zu 33 fl. 36 kr. 15) Pflasterarbeit W Nach dieser Versteigerung werden die Arbetten, welche bel Elnrichtung des alten Brauhauses in ein Spritzen⸗ baus und Ortsbolzmagazin vorkommen, ausgeboten, als: fl. kr. 2 Maurerarbeit, lt. Kostenüderschlag zu 71 1 2) Zimmerarbeit 67 18 3) Steinhauerarbeit 59 12 4) Schreinerarbeit 70— 5) Dachdeckerarbeit 42 57 6) Glaserarbeit 19 12 7) Schlosserarbeit 30 48 8) Weißbinderarbeit 139 28 90 Pflafterarbelt 20— 10) Lieferung von 8 Bütten grauen Kalk, 11) Lieferung von 3000 Stück hartgebrannten Russen- steinen, 12) Brechen, Fahren und Aufsetzen von Pflaftersteinen, 13) Graben, Fabren und Messen von Mauer- und Pflastersand. Pläne und Kostenüberschläge, sowie Aecordsbedingungen können bei dem Unterzeichneten vorber eingesehen werden. Friedberg den 26. März 1867. Der Bezirksbauausseher Schuelder. Schaafpferch-Versteigerung. 807 Montag den 1. April d. J., Vormittags 11 Übr, sollen in hiesigem Rathhause 3 bis 10 Schaaspferche öffentlich meistbletend versteigert werden. Friedberg den W. März 1867. Großherzogliche Bürgermeisterel Friedberg . V. d. B. Der Großberzogliche Beigeordnete Foucar. Concurssach e. Der Bäcker Konrad Keiling von Kiltanftädten bat dabter angezeigt, daß sein Vermögen überschuldet sel. Es wird deßhalb zur Abwendung des förmlichen Coneurses Termin auf den 23. April d. 3., Vormittags 9 bis 10 Uhr, zum Güteversuch anberaumt, und haben sich dazu dessen Gläubiger einzufinden und ihre Forderungen anzumelden und zu begründen. Die nicht erscheinenden Gläubiger werden als den Beschlüssen der Mehrbeit beitretend betrachtet. Hanau am 25 März 1867. Königliches Jusliz-Amt II. Cõ st er „dt. Frankenberg Bekanntmachung. 806 Montag den 1. April d. J., Nachmittags 2 Uhr, soll an Ort und Stelle im städtischen Fafselstalle eine Partie Dung öffeutlich meistbietend versteigert werden. Friedberg den 28. März 1867. Großherzogliche Bürgermelsterei Friedberg J. B. d. B.: Der Großberzogliche Beigeordnete Foucar. PPP Dank eines Schwindsüchtigen! * (Auszug aus einem Briefe von Hrn. Braig in Biberach.) 792 Weil nun meine Frau, durch den Gebrauch von 3 kleinen Flaschen des weißen Brust⸗ Syrups von G. A W. Mayer in Breslan, von ihrem starzen schwind- suchtartigen Husten vollkommen hergestellt ist, so halte ich es für Pflicht und Schuldigkeit, Ihnen diese Freudennachricht mitzuth ilen, und gebe ich diesem Brust⸗Syrup das Zeugniß als wahrhafte Hülfe und Segen spendend.— Der ecste Dank aber gehört dem guten Gott im Himmel, denn er hat dem Herrn Mayer den Erfindungs⸗ geist gegeben, dieses allen Hals- und Lungen- leidenden Menschen Hülfe spendende Mittel zu er⸗ finden.— Aber auch dem Herrn Mayer sei Dank gesagt für dies gute Mittel, wodurch er seinen Mitmenschen zum Nutzen und Segen geworden ist. Weil hier nun mebrere mit solchen Leiden Be⸗ haftete sind und von diesem Brust⸗Syrup Gebrauch machen möchten, so ersuche ich Sie, mir wieder 14 Flaschen davon zu schicken. Joh. Klause. Mühlhofen bei Biberach(Würtemberg), den 5. Februar 1866. Dieser weltberühmte Brust⸗Syrup ist allein zu haben bei Herrn Ph. D. Kümmich in Friedberg. Düngemittel der Chemischen Fabrik Griesheim in Frankfurt am Main. Sauere phosphorsauere Kalke(Superpbospbate) zur Düngung des Getreides, fur Rüden, Wiesen, Gemüse, Futtergewächse, Reps u. s. w. in drei Sorten. Gedämpftes Knochenmehl,(guaulfirt) in feinem und groͤderem Pulver, für Getrelde u. s. w.(zur Maschinen, und zur Handsaat.) Rohes Knochenmehl. Baker⸗Guano⸗Superphssphat. Sombrero⸗Superphosphat. Pern Guano Phosphat.(Gesänerter Peru; Guano.). Phosphor Guano. a Griesheimer Guano(concentrirter Dünger,) fein Pulver, für Getreide, Reps, Tadak, Kartof- feln, Dopfen u. s. w. Weinberg Guano(Weinderg⸗Dünger.) Peruanischer Guano. Baker Guano. Kali⸗Superphosphat. Kali Dünger für Wiesen. Wiesendünger Kalisalze. Schwefelsaures Kali. utterknochenmehl. odagyps, fein gemahlen. Schwefel⸗Milch, gegen die Traudenkrankbelt. Reichthum an Gehalt. Vorzügliche Löslichkelt. 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Die Dalerlandische Hagel-Versicherungs⸗ OGesellschaft in Elberfsel! 791 hat mir die Agentur für Hier und Umgegend übertragen. Ich empfehle mich demnach zur Vermittelung von Hagel-Versicherungs-Abschlüssen aller Art, indem ich mich erbiete, jede zu wünschende Auskunft auf das Bereitwilligste zu ertheilen. Friedberg den 25. Mär; 1867. D 0 P. Kar! Gebmeter, wohnhaft neden Herrn Büchsenmacher H. Engel(Vorstadt.) — 2 Für Landwirthe! Dombasle Pflüge No. 0& 1 Waschmaschinen Häckselmaschinen Bentall No. 1 8 2. Wringmaschinen. do. Dean Weißzeugmangen mit Schwungrad. Richmond& Chandler. do. ohne do. a. M. do. bei Louis Marburg& Söhne in Frankfurt CC f„Zur RNeichskrone.“ 187 Der wegen einer vorzüglichen Eigenschaften allseitig anerkannte R. F. Daubitz'sche Kräuter-Liqueur, bereitet von dem Apotheker R. F. Daubitz in Berlin, Charlottenstraße 19, ist nur allein echt zu bezichen in: Friedberg bei J. A. Windecker, in Nauheim bei Jacob Schimpf, in Assenbeim bei Carl Bauer. Pferdemarkt& Pferdeverloosung Zu Frankfurt a. ll. 466 Laut Programm des landwirthschaftl. Vereins findet am Schlusse des Pferdemarkts am 10. April d J., mit Genehmigung k. pr. Regierung große Verloosung statt. Die Gewinne bestehen demgemäß aus: 61 der schönsten Reit-, Wagen und Arbeitspferde, 10 Wagen nebst completen Geschirren, wobei eine Equipage mit A sehönen Pferden u. completer Schirrung. Auͤßerdem Hollstendige Geschirre, Sartelzeuge, Fahr- und Reit-Requisiten ꝛc Bestellungen auf Loose à 1 Nthlr.(fl. 1 48 ke.) sind bald bei mir einzureichen, wenn mit Sicher⸗ heit auf, Zutheilung gerechnet werden soll. 5 Nach Ziehung sende ich Liste franco. Gustav Schwarzschild, Zeil 38, Frankfurt a. N. Der rühmlichst bekannte E. 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Diese angencbm schmecken⸗ den, sich leicht ii Munde lösenden Brustzelichen bestehen aus gut gewählien dienen und Zucker ohne sonstige fremdartige Beimischung Die Wirkung dieser Zelichen ist reizmildernd, nach Um⸗ ständen krampflindernd, vorzüglich aber gelinde auflösend und beruhigend; daher die Anwendung derselben mit gutem Ersolge in allen katarrhalischen Hals⸗ und Brust⸗ beschwerden und daher rührender Heiserkeit, nicht als arznei⸗ liches, sondern als diätetisches Mittel mit Grund empfohlen werden kann. München, 28. Januar 1866. Dr. Kopp, königl. Kreis⸗Stadigerichts- und Polizei- Arzt. Obige rühmlichst bekannten Stollwerck'schen Brust⸗ Bonbons sind echt zu haben à 14 kr. per Paket in Fried⸗ werg bei J. A. Windecker, in Nauheim bei Ph. J. Weiß, in Assen beim bei Carl Bauer, in Bellersheim bei B. Stern Sohn, in ZBusbach bei Wilh. Wießler, in Berstadt bei Chr. Eichel⸗ in E. mann Sohn, in Hungen bei A. Buch. Windeck 568 Soh 0 bei A. Buch Mitgetheilt von ö e 1 5 st. 250 fl. b. R. 1839113 ¼ G. 8. Lindener 2 E Frallkfurter Cours. 247 250.„ 1854 60560 5 f 57 8 5 8 e„ 100 Pr. L. 1858 120 G. 29. März 1867. Cours der Staatspapiere. S„ 500, v. 1860% 685¾, 69 Oesterr. J 55/ Met. 1859 1. I 6 0 Gr. Hess. 40% Obligat. 94 G.*„ 100 Pr. v. 186475 P. 50% Nat.-Anl. 1854 8 2 5 3½0/ Obligation. 86½ G. Schwed. Thlr. 10-L. 10 P „ 5% steuerfreie Obis. 8/8 Nassau 4½0% Obl. b. Rü. 97 ½ P. bad. 35 fl. Loose 53.6. Preussen 4½% Obligat. b. Rth.— 5 ee, e i 2 Kurh. 40 Thl.-I. b. K. 5% F 9 40%„ do, do, 0/8 G Kurhess. 40% Obl. b. R. à 105 92 P. ene 50 fl. L.b. K. 142 6. nefern 50% Obligation. 401% f Frankf. 3½½0% Otbligat. 83% P.— 8 P eb . 4½0% ½ ant. b. Rtll, 96 ½ P. 5 30% do 72½ g. 2 Nass. 25 fl. L. b. R. 35¼ P. „ 0 do 0 9 ½ E. Russland 50% Obl. i. L. à fl. 12 84 6. I Sard. 36 Fr. L. b. 5. Würtemb. 40% 7% Obl. b. Rt. 96½ P. Finnland 4½0% Pfdbr. i. R. 105 83 ¾ 6. 2 Pistolen l. 9 42—44 8 4% do do 1 Schweden 4½0% O, i. R. à 105 85/ P. 2 Doppelte„ 9 43-45 Baden 42% Obligat. 96 ½ P, g 1 4½0/ Pfb. i. R. à 105 83½ G. 2 Preuss: Fried d'or„ 9 56½—57½ 2 4% Obligat. 91 ½ P. g N.-Amer. 60% St. i. E. 1882 77¾ 8 ½ Holl. fl. 10 Stücke]„ 95133 Voll einbezahlte Eisenbahn- Actien und Prioritäten. 2 2944 2 E 4½0% Payr. Ostbahn 1 30% Liv. C. P.& D/. fr. à 28 kr. 38 ½ G.. Engl. Soxereigns. 1 11 51—55 1 4% Pfandbr. d. Frkf. Hyp.-B.—— 50% Tose. Centr.-Eiseub.-Pr. 52 P. 2 EKuss. Imperiales„ 9 44-46 30% Oesterr. St.-Eisenb.-Prior. 49 P. 50% Elisabethbahn-Prior. 6% 73 G. old pr. Zoll- Pf.—— 8% Oest. Süd. St. u. Lomb. E. B.—— 5% do. neueste Emiss.% 68/8 G. I Hchh. Silb. pr. Z. Pf.„—— 30% Oest. Süd. St. u. Lomb. E. B. 453½ P. ö 4½0% Hess. Ludwigsb.-Prior. 96 P. Preuss. Kassensch. 1 44¼6 45 ½ Wiener Wechsel- Cours 92¾. I bpollars in Gold 2 275.280 Für An- und Verkauf aller Werthpapiere empfiehlt sich bestens unter Zusicherung reeller Auskunft über Verloosungen, Coupons Zahlungen 4. s. w. S. 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