lien! W el e Stan, ö ug de Wang— — N U „e Jonlards, Astücher bel det peß. fd! der Bror⸗ eie werde u Gul nd der e * den J. der din r., hierzu kr derltgenden det don u. n tu gewäbttt int es dan Poligeuart — hoert. *. irche. orembet, 1867. Dienstag den 29. October. 2 128. ger hessen. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. ————— Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Auf den„Anzeiger“ kann man noch für die Monate November und Dezember bei den Poststellen des Großherzog— thums mit 22 kr. und bei der Verlags-Expedition mit 20 kr. abonniren. Hessen. Darmstadt. Wie verlautet wird die zweite Kammer der Stände auf Mitte November wieder einberufen werden. — Dem Berichte der Generalversammlung des Großh. Gewerbevereins entnehmen wir fol— gende Data: Der Landesgewerbeverein zählt der— malen 26 Localgewerbvereine, und zwar an folgenden Orten: Alsfeld mit 127 Mitgliedern, Alzey 107, Beerfelden 27, Bensheim 105, Bingen 149, Darmstadt 354, Erbach 34, Fried⸗ berg 67, Fürth i. O. 56, Gießen 95, Groß⸗ Gerau 74, Groß⸗Umstadt 40, Guntersblum 56, Hirschhorn 29, Homberg a. O. 20, Mainz 226, Michelstadt 50, Neustadt 52, Offenbach 160, Oppenheim 56, Schlitz 84, Sprendlingen(Rhein— hessen) 59, Unterschönmattenwag 23, Westhofen 59, Wöllstein 81, Worms 236. Im Lande zerstreut, ohne einem Lorcalvereine anzugehören, leben 227 Mitglieder. Ein neuer Verein ist in Oberingelheim in der Bildung begriffen Zwei Vereine, zu Biedenkopf und Battenberg, hat der Landesverein durch die Abtretung an Preußen verloren. Im October des vorigen Jahres zählte er 28 Localvereine mit 3053 Mitgliedern, die höchste Anzahl, deren er sich seit seinem Bestand erfreute, die jedoch in Folge der Kriegsereignisse auf 2653 gesunken ist. Die Hauptwirksamkeit des Vereins besteht in der Pflege der Hand- werkerschulen, deren man 56 zählt mit 3000 Schülern. Der Krieg und die Aufhebung der Meisterprüfung hat jedoch die Zahl bedeutend gelichtet, indes soll sie wieder im Zunehmen be— griffen sein, was jedoch nicht von allen Orten behauptet werden dürfte. Zwei neue Schulen find vor Kurzem in Lauterbach und Heppenheim eröffnet worden. Ja ersterem Orte besteht seit 10 Jahren eine Weberschule, die durch freiwillige Beiträge und durch einen jährlichen Zuschuß von 600 fl. vom Staate erhalten wird. Die aus- gestellten Arbeiten der Schüler wurden von der Jury bei der Ausstellung in Paris günstig be⸗ urtheilt, erhielten die silberne Medaille und sollen, einzelne Dinge abgesehen, von keinem Staat über⸗ troffen worden»sein. — a— Friedberg, 24. Oct. Nachdem die große Krise des Jahres 1866 vorüber und der Friede wieder in Deutschland eingekehrt war, da hoffte man allgemein, unser Vaterland werde einer gedeihlichen Entwickelung entgegengehen; auch darüber war man einig, daß keine Störung von außen das begonnene Werk hemmen dürfe; aber merkwürdiger Weise wollte Niemand an einen dauernden Frieven glauben; alle möglichen Fragen harrten ja ihrer Lösung, jede einzelne schien hin- reichend, den europäischen Krieg herauf zubeschwören und auf jede glaubte man darum das noli me tangere(rühre mich nicht an) anwenden zu müssen. Aber wir haben nun zuerst gesehen, daß die orientalische Frage durch die Candioten auf die Tagesordnung gesetzt wurde, und daß deren Aufstand „ Jahre dauerte— doch der Weltbrand brach nicht aus. Nicht lange nachher wurde der politische Hori⸗ zont durch die Luxemburger Frage verdunkelt, aber auch da zog der Sturm vorüber und die Diplo⸗ matie, die in so großen Mißcredit gekommen war, errang noch einmal einen für Viele unerwarteten Triumph. Um ja Europa nicht zur Ruhe kommen zu lassen, tauchte denn die Nordschleswig'sche Frage wieder auf, aber auch sie ging vorüber, sondern auch die leitenden Gesichtspuncte für ohne uns in einen Krieg zu stürzen. Da klammerten ferner zu schaffende Einrichtungen deutlich vor⸗ sich die Kriegspropheten an die römische Frage und kündigten an, daß sie wenigstens den all— gemeinen Krieg heraufbeschwören werde, aber nach den neuesten Nachrichten haben sie sich auch hierin getäuscht. Was aber können wir daraus lernen? Wir sehen, das Friedensbedürfniß ist in Europa allerwärts so groß, daß sich alle Höfe die größte Mühe geben, die schwebenden Fragen friedlich zu beseitigen. Aber Frankreich? Will es nicht den Krieg? In Frankreich fragt man umgekehrt: will Deutschland nicht den Krieg? Es gibt zwischen Frankreich und Deutsch'and keine Frage als die um das Uebergewicht im Rathe der Großmächte. Wir glauben jedoch nicht, daß es im Interesse der Mächte liegt, dies durch einen Krieg zu ent— scheiden; sollte es aber doch noch dazu kommen, so wissen wir, daß wir gerüstet sind; hat doch der Kriegsminister des Norddeutschen Bundes gesagt:„Wir werden im Kriegsfall stets 200 000 Mann mehr auf den Beinen haben, als unsere westlichen Nachbarn!“ Wenn wir auch die national⸗ ökonomischen Nachtheile großer stehenden Heere nicht verkennen, so müssen wir sie doch als trau— rige Nothwendigkeit ansehen und anerkennen, daß gerade durch sie der Friede wahrscheinlich gemacht wird, nach dem Sprüchwort:„si vis pacem, para bellum!“(Wenn du Frieden haben willst, so sei zum Kriege gerüstet.) Dadurch bekommen wir ein Gefühl der Sicherheit, das für Handel und Wandel nur vortheilhaft sein kann und dadurch den angerich⸗ teten Schaden großentheils wieder ausgleicht. Den Pariser Hetzjournalen und den deutschen Kriegs- propheten möchten wir aber rathen:„Laßt endlich davon ab, den Teufel an die Wand zu malen!“ Preußen. Berlin. Eine von den Reichs. tagsabgeordneten Braun und Michaelis eingebrachte, mit 128 Unterschriften versehene Resolution fordert den Reichstag auf, die Zollvereinsverträge mit den süddeutschen Staaten unter der Bedingung zu genehmigen, daß diese Staaten die Allianz⸗ verträge aufrecht erhalten und daß die Zollverträge sofort außer Kraft treten sollen, sobald die süd⸗ deutschen Staaten von den Allianzverträgen zurück- treten. — 25. Oct. In seiner heutigen Sitzung nahm der Reichstag das Bundesconsulatsgesetz an und lehnte sämmtliche dazu gestellte Amendements ab, mit Ausnahme des Lasker'schen, wodurch die Consular- gerichtsbarkeit bezüglich der politischen Verbrechen beschränkt wird. — Am 26. d. wurde die Session des Reichs- tags durch den König mit einer Thronrede ge⸗ schlossen, welcher wir folgende Stellen entnehmen: „Erlauchte, edle und geehrte Herren vom Reichs- tage des norddeutschen Bundes! Die Hoffnungen, mit welchen ich Sie bei dem Beginn Ihrer Thätigkeit willkommen hieß, sind im vollsten Maße in Erfüllung gegangen. Derselbe patriotische Ernst, mit welchem, in klarer Erkenntniß der gemein samen Ziele, die Bundesverfassung begründet wurde, hat Ihre Berathungen über die ersten Schritte zum Ausbau derselben geleitet. In einer kurzen, aber an Ergebnissen reichen Session, haben Sie auf den verschiedensten Gebieten der Gesetzgebung Einrichtungen festgestellt, welche nicht blos in sich selbst eine hohe Bedeutung haben, zeichnen. Für die anstrengende Thätigkeit, deren es zur Erreichung dieser Ergebnisse bedurfte, danke ich Ihnen in meinem und meiner hohen Verbündeten Namen.———— Der von Ihnen genehmigte Vertrag über die Fortdauer des Zollvereins ist im Verhältniß zu allen süddeutschen Staaten noch nicht gesichert. Die verbündeten Regierungen würden es mit Ihnen beklagen, wenn eine Ein— richtung, deren segensreiche Wirkungen allen dazu gehörenden Ländern zugute gekommen sind, sich fortan nicht mehr auf alle diese Länder erstrecken sollte; sie sind sich aber mit Ihnen bewußt, daß die unentbehrlichen Reformen der Verfassung des Zollvereins vorübergehenden Schwierigkeiten nicht geopfert werden dürfen und daß die Gemeinschaft der wirthschaftlichen Interessen die nationale Ver- pflichtung zum gemeinsamen Schutze derselben zur vertragsmäßigen Voraussetzung hat. Der Schiff⸗ fahrtsvertrag mit Italien, welchem Sie Ihre Genehmigung ertheilt haben, wird dazu beitragen, die Beziehungen zu einem Lande zu befestigen, mit welchem uns große gemeinsame Interessen verbinden.— So kehren Sie denn, geehrte Herren, zurück in Ihre Heimath mit dem Bewußtsein, unser nationales Werk thatkräftig gefördert zu haben. Ich hoffe, Sie in nicht langer Zeit hier wieder versammelt zu sehen, und zwar in Gemein⸗ schaft mit Abgeordneten aus Süddeutschland zum Zoll⸗Parlament.“— Der den Zollverein betreffende Passus wurde von lebhaften Bravo's begleitet. Bayern. München. In der Sitzung der Kammer der Reichsräthe vom 26. d wurde nach längerer Debatte der Zollvereinsvertrag mit allen gegen drei Stimmen genehmigt, jedoch unter der ausdrücklichen Bedingung, daß das bisherige Veto Bayerns auch im neuen Vertrage zugestanden werde. — Zahlreiche Dankadressen an die Abgeord— netenkammer und Mahnadressen an die Reich— rathskammer wegen Annahme der Zollvereins- verträge sind fast aus allen Städten Bayerns eingelaufen. Würtemberg. Nach den Mittheilungen des„Schwäb. Merk.“ hat sich der König bei verschiedenen Gelegenheiten über die Verträge mit Preußen dahin ausgesprochen, daß es sein fester Entschluß sei, an den in diesen Verträgen ein⸗ gegangenen Verpflichtungen festzuhalten. Diese Verträge sind nunmehr für nächsten Dienstag für die zweite Kammer auf die Tagesordnung gesetzt. Oesterreich. Wien. Der Kurfürst von Hessen hat durch seinen Bevollmächtigten das Palais des Fürsten Veriand Windischgrätz um den Preis von 78,000 fl. käuflich erworben. Frankreich. Paris. Ueber die Reise des Kaisers von Oesterreich erfährt man aus den spaltenlangen Berichten der franzbösischen Zeitungen, daß der Kaiser beim Metreten Frankreichs sein Incognito abgelegt hat. Bei seirer Ankunft im Bahnhof in Straßburg wurde er Namens des Kaisers von Frankreich empfangen, von wo nach eingenom— menem Frühstück die Reise nach Nancy fortgesetzt wurde. In Nane traf der Kaiser am 22. d., Mit- tags 12 Uhr, ein. Er wurde im Bahnhofe von dem Bürgermeister der Stadt und dem Stadtratbe, sowie von den Civil- und Militairbehörden — 0 1 0 0 11 1 — —— ———————ů—— — — — — —— —— empfangen. Bei der Einfahrt in die Stadt waren alle Hauser mit österreichischen Fahnen geschmückt und eine ungeheure Menschenmasse wogte durch die Straßen, welche der Kaiser lebhaft begrüßte. Alsbald nachdem der Kaiser in seinem Palast an— gekommen, begab er sich mit seinen Brüdern, den beiden Erzherzogen Ludwig und Ludwig Victor, zu den Gräbern der ehemaligen Herzoge von Lothringen und besuchte mehrere Kirchen. Abends wohnte er einer von der Stadt Naney veranstal⸗ teten musikalischen Soirée bei und reiste am Morgen des 23. nach Paris ab, wo er Nachmittags 3 Uhr anlangte. Kaiser Napoleon, der Prinz Napoleon, die Fürstin Metternich, das Personal der öster— reichischen Gesandtschaft, die beiden Pariser Mar⸗ s bälle, die Minister, fast alle Gesandten, viele hochgestellte Beamten und Officiere, so wie eine große Anzahl österreichischer Officiere und Damen erwarteten den Kaiser im Innern des festlich ge⸗ schmückten Bahnhofes. Als der kaiserliche Eisen— bahnzug am Bahnhofe einlief, ging der Kaiser Napoleon mit seinem Gefolge dem Kaiser Franz Joseph entgegen, um ihn zu begrüßen. Sie reichten sich die Hände und umarmten sich. Der Kaiser begrüßte dann die beiden Erzherzoge, worauf das übrige Gefolge seine Aufwartung machte. Nach dem Salon zurückgekehrt, fand eine kurze Vor⸗ stellung der dort anwesenden Personen Statt. Besonders freundlich begrüßte der Kaiser Franz Joseph die Fürstin Metternich. Etwa zehn Mi⸗ nuten nach der Ankunft des Kaisers von Oester⸗ reich fand die Abfahrt von der Eisenbahn Statt. Beim Erscheinen Ihrer Majestäten am Ausgange des Bahnhofes spielte das Musikcorps des Linien⸗ Regiments die österreichische Nationalhymne. Nach⸗ dem die beiden Kaiser mit ihrem Gefolge die bereit stehenden Wagen bestiegen, setzte sich der Zug in Bewegung. Die Menge, welche sich überall eingefunden hatte, war ungeheuer, größer als die beim Einzuge des Czaren. Besonders groß war der Zudrang in den Champs Elysces, wo schon um 2 Uhr das Gedränge so stark war, daß dort Niemand mehr Zulaß finden konnte. Unter den Klängen der österreichischen National⸗ hymne fuhren die beiden Kaiser um drei Uhr 35 Minuten in das Elysée ein. Dort hatte sich die Kaiserin eingestellt, um den hohen Gast zu begrüßen. Die Berichte fügen noch als wichtig und interessant die weitere Mittheilung bei, daß die Kaiserin von Kopf bis zu den Füßen ganz veilchenblau gekleidet war und daß die kanarien⸗ gelb gekleideten Kutscher und Lakaien der Fürstin Metternich bei der Volksmenge Aufsehen erregten. — Wie der„Moniteur“ vom 25. d. meldet, hat am Abend des 22. October ein Aufstands⸗ versuch in Rom stattgefunden, welcher aber bald unterdrückt wurde. Die Bewegung entstand durch auswärtige Agitatoren, die Bevölkerung der Stadt blieb derselben fern. Etwa 50 Ausständische machten einen Angriff auf den Posten auf dem Capitol und gegen die Zuaven⸗Caserne in Borgo; nuovo. Das Resultat war das Zusammenstürzen einer Mauer in Folge einer Explosion und einige Stunden nachher war Alles ruhig.(2)— In Venedig haben bei Gelegenheit der Jahresfeier der Einverleibung der Stadt ins Königreich Italien feindliche Demonstrationen gegen die rö⸗ mische Herrschaft des Papstes stattgefunden. — Der Kaiser Napoleon hat nach Berlin seine Anerkennung dafür ausdrücken lassen, daß Preußen während der französisch⸗italienischen Differenzen sich so ernstlich für die Erhaltung des Friedens bemüht und in diesem Sinne auf das Florentiner Cabinet eingewirkt habe. — In Pariser Blättern liest man, die Thatlosigkeit der italienischen Regierung, oder vielmehr das Nichtvorhandensein irgend welcher Regierung, die Garibaldi gelassene Freiheit der Action, der Forthestand des revolutionären Co- mites in Florenz, dieses Alles zusammen sei wenig in Harmonie mit den Erklärungen, welche Frank⸗ reich am Dienstag erhalten habe und erwecke in den politischen Kreisen ernste Besorgnisse. Es habe deßhalb am 25, d. eine Ministerberathung im Beisein des Kaisers stattgehabt, welche sich wit den italienischen Angelegenheiten beschäftigte und durch die wichtigen Depeschen, die aus Florenz und Rom eingetroffen waren, veranlaßt worden sei. Der„Patrie“ zufolge melden Telegramme von der römischen Gränze, daß Garibaldi bereit ist, dieselbe zu überschreiten und daß die Corps Nicotera's und Menotti's einen Kern bilden, stark genug, die Offensive wieder zu orgreifen. — Der„Moniteur“ berichtet vom 26. Oet.: Alle Anstrengungen der Garibaldianer, einen Auf⸗ stand in Rom zu organisiren, sind gescheitert. Der Deputirte Cairoli, welcher den Versuch machte, mit einigen Anhängern in Rom einzudringen, wurde getödtet und sein Bruder verwundet. Ga— ribaldi ist mit ungefähr 4000 Freiwilligen auf dem Anmarsch nach Rom in der Richtung von Monte Rotendo Weiter sagt dasselbe Blatt: Angesichts der erneuerten Versuche der revolutio- nären Banden, in das päpstliche Gebiet einzufallen, hat der Kaiser den Befehl zurückgenommen, welchen er bezüglich der Einstellung der Einschiffung der in Toulon versammelten französischen Truppen erlassen hatte. — Die aus Florenz eingetroffenen Nach— richten haben die französische Regierung veranlaßt, das Panzergeschwader vor Toulon am Morgen des 28. d. M. in See gehen zu lassen. Fünf Transportschiffe sind mit dem Panzer- geschwader abgegangen, andere sollten im Laufe des heurigen Tages nachfolgen. Bis zum Sonntag Abend wird dasselbe an der italienischen Küste vor Civitavechia angekommen sein. — Nach den in Paris eingetroffenen Nach— richten wäre das Ministerium Cialdini dennoch gebildet und nur noch das Innere sei unbesetzt. — Die„Patrie“ sagt: Sobald die Ruhe in Rom wiederhergestellt und das päpstliche Gebiet von den Eindringlingen befreit ist, werden unsere Truppen zurückkehren. Dieselbe Politik, welche unsere Truppen nach Italien schickt, appellirt an Europa, daß die Lösung der römischen Frage in einer Conferenz versucht werde. Belgien. Brüssel. Die Rindervest ist wieder in Holland ausgebrochen. Die belgische Regierung thut Schritte bei den preußischen Be⸗ hörden, damit das am 1. Oct. im Regierungs- bezirke Aachen aufgehobene Ausfuhrverbot von Vieh nach der holläudischen Gränze wieder her— gestellt werde. — Die Regierung legte der Kammer das Heeresgesetz vor, durch welches die Effectiv⸗ stärke des belgischen Heeres auf 100,000 Mann, die jährliche Aushebung auf 13,000 Mann und die Gesammtkosten auf 36 Millionen Franken festgesetzt werden. Großbritannien. Man meldet aus Lon⸗ don, daß Lord Stanley Ende der vergangenen Woche eine Note an das Tuileriencabinet gesandt babe, worin er erkläre, die Majorität des eng- lischen Volkes werde nur mit Bedauern eine neue Besetzung Roms durch die Franzosen sehen.— Die„Times“ befürwortet einen Congreß zur Ordnung der italienischen Angelegenheit. Italien. Florenz. Wie bereits ge⸗ meldet, war Garibaldi von Livorno aus urplötzlich in Florenz aufgetaucht, wo er, ohne sich viel zu geniren, vor allem Volke eine feurige Rede hielt, in der er der heimischen wie der französischen Regierung ungescheut die härtesten Vorwürfe ins Gesicht schleuderte. Von Florenz aus, nachdem er unter endlosem Jubel gesprochen, bestieg er ruhig die Eisenbahn, um sich über Foligno nach Orte und so ins Römische zu begeben. In Foligno soll ihm nun bedeutet worden sein, daß er nicht weiter vorgehen dürfe, ohne seine noch⸗ malige Verhaftung zu riskiren. Andere Nach⸗ richten aus Florenz melden, es gehe das Gerücht, daß es Garibaldi geglückt sei, zu seinem Sohne Menotti zu gelangen. — Die Nachrichten aus Rom lauten wider— sprechend. Während wiederholt versichert wird, daß dort vollständige Ruhe herrsche, meldet der „Corr. Italiano“, daß am 22. d. in Rom ein Aufstandsversuch stattgefunden hat; die Insurrektion scheine zwar nicht siegreich zu sein, aber es herrsche große Unruhe in der Stadt. Als militärische Maßregel sind einige Stadtthore geschlossen, während andere vom Morgen bis zum Abend offen bleiben. Das„Giornale di Roma“ berichtet über ein hart— näckiges Gefecht, das zwischen Päpstlichen und Insurgenten bei Borghetto stattgefunden. Letztere verloren dabei 4 Todte und mehrere Verwundete; die Päpstlichen erlitten keinen Verlust. — Nachrichten vom 25. d. besagen, das Ministerium Cialdini sei installirt. Florenz. Es bestätigt sich, daß Cialdini bei Bildung eines neuen Ministeriums auf Schwierig— keiten gestoßen ist. Vom 25. wird gemeldet, daß das Ministerium noch nicht constituirt sei. — Neuere Nachrichten aus Florenz vom 25. d. lauten: Abends 9 Uhr. Wie die Jour- nale melden, hat Garibaldi mit den Corps Menotti's Passo-Corese und Monte-Maggiore besetzt und steht die vorderste Insurgentencolonne bei Monte-Rotondo; auch sollen die Insurgenten Bagnorea wiedererobert haben. In Rom so ll der Belagerungszustand erklärt sein. — 11 Uhr 30 Minuten Nachts. In Civita⸗ Vecchia ist der Belagerungszustand erklärt worden; Rom war gestern Morgen ruhig.— Das„Giornale di Roma“ vom 23. Okt. sagt:„Die insurrektionelle Bewegung, welche in Rom am 22. stattgefunden, habe auf dem Colonna-Platze mit dem Werfen einer Bombe begonnen, worauf durch die Ent⸗ zündung eines Pulverfasses unter einer Caserne eine Explosion entstand und mehrere Wachtposten angegriffen wurden. Die Angreifenden zogen allenthalben den Kürzeren und mußten sich mit Verlust von etwa 100 Gefangenen zurückziehen.“ — In Florenz, Livorno und anderen Städten Italiens werden begeisterte und energische Adressen an den König gerichtet, die nationale Sache Italiens zu verfechten zur Erhaltung der Ehre der Nation, deren Freiheit und Einheit. — Nach den neuesten telegraphischen Nach- richten vom 26. d. haben die Angelegenheiten in Italien unerwartet schnell eine den Garibaldianern günstigere Wendung genommen. Wir stellen das Neueste hier kurz zusammen. Cialdini, der vor wenigen Tagen ernannte Minister, hat nach diesen Berichten seine Entlassung als Ministerpräsident eingereicht, da die Bildung eines Ministeriums nicht gelingen wollte. Er soll ferner dem fran⸗ zösischen Gesandten in Florenz erklärt haben, daß die italienische Regierung ihre Ohnmacht erkenne, gegen die Bewegung anzukämpfen, ja daß sie ge ⸗ nöthigt sein würde, selbst gegen Rom Truppen marschiren zu lassen. Die Regierung sehe voraus, daß dann Frankreich interveniren und Italien in Krieg mit demselben gerathen würde; dies wäre aber noch der beste Ausgang, denn es sei un⸗ möglich, gegen Garibaldi und Mazzini anzukämpfen, wobei der König unnöthigerweise seine Krone auf's Spiel setzen würde. Frankreich würde ein groß ⸗ müthiger Feind sein und seine Vortheile nicht miß⸗ brauchen. Cialdini erklärte sich außer Stande, die September ⸗ Convention zu vollziehen. — Aus Turin wird gemeldet, daß dort große Demonstrationen zu Gunsten Rom's statt⸗ gefunden. — Nachrichten aus Terni berichten, daß Garibaldi die Päpstlichen bei Monte rotondo ge schlagen und ihnen drei Kanonen abgenommen hat; dagegen unterlagen die Freischaaren beim Angriff auf Viterbo, wo sie 1000 Mann stark unter dem Befehle Ghirelli's kämpften und ein Stadtthor in Brand steckten. 0 — Toretto steht nahe den Mauern Rom s. Serbien hat wohl die blühendsten finanziellen Zustände in Europa. Der Ausweis des Finanz; ministers zeigt für das laufende Jahr einen Ueber⸗ schuß von 14½ Millionen Piaster. Der Kriegs. minister hat übrigens für dies schöne Sümmchen seine Verwendung angekündigt, indem er die über⸗ flüssigen Piaster für die Rüstungen beansprucht, welche wegen der angeblich immer drohenderen Haltung der Türkei und der Zunahme der Reibungen an der Grenze beschleunigt werden sollen «Friedberg. Am Freitag Abend gingen, die Pferde des Herrn Wilhelm Kleeberger von Melbach auf der um die hiesige Burg führenden Chaussee durch, wobei — Unwillen ols(n und wid. bevorsteheh Nahen Harmste duinilige d Darmft und Verwal g ein baldsäbrige dis auf 30 Vor ein ber jüngsten badischen 8 Darm der Gussav⸗ hat an dl er richlet: Geliel sind 350 3 Dr. Maclün! kirche zu L gesegneten jährigen Re sirengsten e das 7. hal mation ver Blick auf Wi diesem der an z kommt m Nolhburft eine nur den, unter vod der e Dee diesen Su noch nicht bedürsen den allen in unser. bach, die und, wer Oeschent Hauplvet ethalsen wie zu 3 allen Nfl. fein beg Schllhaut underte v —— 0 Bl8 ö concurg dd U 9 dil Me zumelde Ir! zen Nach- endeiten in bald iantrn trllen das „, err vor ach ditsen cad Nmisttriun den fra baben, dat icht erkennt daß sit ge n Truppen che voraut, Valien in dies nün 1 sei un alürpfen, rent auf's „ en koß⸗ nich uh in Staudt, den. daß dor der auf dem Wagen befindliche Eigenthümer in sehr be⸗ denklicher Weise verletzt wurde. Derselbe ist dahier in ärztlicher Behandlung verblieben und soll sein Zustand noch sehr Besorgniß erregend sein. Gießen. In einer der letzten Nächte wurde das Wappen an der königlich preußischen Ctappeninspection dahier mit Koth besudelt und zerstört. Die Bürgermeisterel sieht sich deßhalb veranlaßt in einer offentlichen Erklärung über solch budenhaftes gemeines Beginnen ihren innessten Unwillen und Abscheu auszusprechen und glaubt basselbe als ein Werk eines Einzelnen und der Stadt Gießen nicht angehörigen Menschen bezeichnen zu können. Die Behörden der Stadt werden bemüht sein, den Schuldigen zu ermitteln und dem Gerichte zur Bestrafung zu überliefern, wobei sie auf die Unterstützung des Publikums rechnen. Fraukfurt. Der hiesigen katholischeu Gemeinde wurde von der Glockenfabrik in Bochum eine 2½ Centner schwere Gußstahlglocke zum Geschenk gemacht. Die Vorkehrungen zum Aufhängen derselben sind getroffen und wird diese Glocke nach ihrem in den nächsten Tagen bevorstehenden Eintreffen an der Stelle, wo früher das Rathsglöckchen hing, aufgehängt werden. Darmstadt. Am 20. d. M. ist der erste einjährige Freiwillige zu Darmstadt in Dienst getreten. Darmstadt. Zu dem Staatsexamen für die Justiz und Verwaltung hat sich diesen Herbst nur 1 Candidat, sage ein Candidat gemeldet, während früher in diesen e die Zahl der Candidaten manchmal is auf stieg. Vor einigen Tagen fand in Wien die Vermählung der jüngsten Tochter Heinrichs von Gagern mit dem badischen S taatsminister a. D. von Edelsheim stau. Darmstadt. Der Verwaltungsrath des Haupfvereins der Gustav⸗ Adolfs Stiftung im Großherzogthum Hessen hat an die evangelische Gemeinde folgende Ansprache ge⸗ richtet: Geliebte in Christo! Am 31. October dieses Jahres sind 350 Jahre verflossen, seitdem der Gottesmann Dr. Martin Luther durch die Hammerschläge an der Schloß⸗ kirche zu Wittenberg die ersten Schritte that zur gott⸗ gesegueten Reformation. Wir feiern daher an dem dies⸗ jährigen Reformatiousfiste, wenn auch kein Jubiläum im strengsten Sinn, doch einen Tag, der uns, nachdem nun das 7. halbe Jahrhundert seit dem Beginn der Refor⸗ mation verflossen ist, mehr noch, denn sonst, zum ernsten Blick auf die Lage unserer evangelischen Kirche mahnt. Bei diesem Blicke aber treten uns insbesondere die leiden— den Glieder unserer Kirche enigegen, und auf diese leiden den Glieder Euch hinzuweisen und für sie Eure Herzen und Hände zu öffnen, das ist ja die Aufgabe des Vereins, — an jedem Reformationsfest immer wieder zu Euch — mt mit dem biuenden Ruf: nehmei Euch der Heiligen 3 Es ist zwar auch im verflossenen Jahre enig geringere Summe, als im vorhergehen— den, unter 800 bedrängte Gemeinden vertheilt worden trotz der Stürme, die über unser deutsches Vaterland dahingingen und auch unser inländischer Verein hat unter diesen Stürmen nur wenig gelitten. Aber die Noth ist noch nicht geringer geworden. Unsere alten Pflegekinder bedürfen noch lange Jahre der krästigen Hülfe, und zu den alten treten mit jedem Jahre wieder neue binzu. So in unserem Hessenlande die Gemeinde Bieber bei Offen⸗ bach, die mit allem Eifer für einen Kapellenbau sammelt und, wenn sie auch in diesen Tagen von hoher Hand ein Geschenk von 1000 fl. und früher die Collecte auf der Hauptversammlung zu Zwingenberg nebst anderen Collecten ethalsen hat, doch noch lange nicht am Ziele ist. Und wie zu Bieber eine Kapelle, so thut so manchen unserer alten Pflegekinder im Lande nachhaltige Hülfe noth. Herb⸗ stein bedarf eine Kapelle, Scligenstadt ein Pfarr⸗ und Schulhaus. Und dann die Noth e ee die hunderte von Gemeinden, die an den Verkift herantreten und rufen: komm herüber und hilf uns! Liebe Glaubens— genossen! Dagegen könnt Ihr Herz und Hand nicht ver— schließen. Ihr babt's bisher nicht gethan, Ihr werdet's auch ferner gicht thun. Der Herr aber, der seit 25 Jahren den Gustav-Adolf-Verein so reich gesegnet hat, daß es ihm vergönnt war, bis jetzt über 4 Millionen Gulden für die leidenden Glieder unserer Kirche zu verwenden, der er— wecke Euch, daß Ihr in freudigem Dank für die Segnungen der Reformation und im Hinblick auf die Geschichte von vierthalb Jahrhunderten als fröhliche und willige Geber Euch bewähret. Bingen. Es wird von einem Brobkrawall be⸗ richtet, welcher dieser Tage dahier statifand. Mehrere Strolche versammelten sich vor verschiedenen Bäckers— häusern und verlangten billigeres Brod,(6 Pfund kosten hier 30 kr.) wobei einige Fensterscheiben der betreffenden Bäcker zertrümmert wurden. Dreihundert Meuschen waren in den Straßen versammelt um sich an diesem Skandal zu ergötzen. Sonst verlief die Geschichte ruhig— und nach einer Stunde hatte sich der Volkshaufen wieder verlaufen. Immerhin sind dieß sehr bedauerliche Vorfälle, denen aller Orten möglichst entgegengetreten werden sollte. 2 Abonnementskarten auf der Hessischen Ludwigsbahn. Der Verwaltungsrath genannter Bahn hat beschlossen, für den 1. Nov. eine bedeutende Preisermä⸗ ßigung für Abonnementskarten in Kraft treten zu lassen. An Stelle der seitherigen Abonnementskarten mit 50% Ermäßigung für Erwachsene und 66/3% für Schulkinder bis zu 14 Jahren treten nämlich solche, deren Preis bei größerer Meilenzahl und Zeitdauer, für welche das Abon⸗ nement genommen wird, sich derart veringert, daß auf eine Entfernung von einer Meile und bei einmonatlichem Abonnement die Reduction 50% bei einem jährlichen Abonnement aber 60% beträgt; bei einer Entfernung von 6 Meilen stellt sich die Ermäßigung: bei einem ein⸗ monatlichen Abonnement auf 70% und bei einem jähr⸗ lichen auf 80%. Bei Abonnements der Schulkinder und Lehrjungen unter 18 Jahren beträgt die Ermäßigung ohne Rücksicht auf Entfernung und Zeitdauer 87½%, mit der einzigen Modification, daß als Minimum in der III. Classe 1 fl. und in der II. Classe 1 fl. 30 kr. er⸗ hoben wird. „ Eine Katzenmutter. Die in der Hunds⸗ thürmerstraße in Wien wohnhafte Private Therese A. ist weit und breit als„Katzenmutter“ bekannt. Sie besitzt eine Wohnung von 3 Zimmern, welche aber Niemand betritt, nur ihre Bedienerin hat Einnin in die Küche, um ihr Essen und das Futter für die Katzen zu bringen. Aber seit zwei Tagen öffnete sich auch für die Bedienerin die Wohnung nicht mehr und aus dieser drang ein penetranter Geruch. Auf Veranlassung eines Verwandten der Frau, der im selben Haufe wohnt, wurde endlich die Wohnung geöffnet und den Eintretenden bot sich ein seltsamer An- blick dar. Inmitten des zweiten Zimmers lag Frau A. auf einer Matratze und rund um sie her lagen und saßen bei 20 Katzen, rothe, schwarze, weiße, gefleckte, jeden Ge⸗ schlechts. Das Zimmer war mit einem furchtbaren Ee⸗ stanke gefüllt, dessen Ursache man bald fand, denn neben der Frau auf der Matratze lagen 5 in Verwesung be— findliche Katzenkörper, jeder einzelne in Linnen eingewickelt. Frau A. richtete sich auf und fragt, was das Eindringen! in ihre Wohnung bedeute, und als man ihr sagte, man habe aus dem Verschlossenbleiben der Thiere auf ein ihr zugestoßenes Unglück geschlossen, entgegnete sie,„sie habe sich nur wegen der 5 verendeten Katzen, welche ihre Lieblingsthiere waren, so gekränkt, daß es ihr eine Un⸗ möglichkeit gewesen sei, Speise zu sich zu nehmen.“— Frau A. wurde, da sie Spuren von Irrsinn zeigte, in die Irrenanstalt gebracht, die Katzen verjagt, die Wohnung aber wieder in ordentlichen Zustand gebracht. „% Die Schuld gefangenen. Der norddeutsche Reichstag hat es nicht für schwärmerisch befunden, die Schuldner von einer ungerechten, Last zu befieien. Um so empfindlicher aber fühlen die Gefangenen im Wiener Schuldenarreste die schwere Last, die sie drückt: dieses Ge⸗ fühl veranlaßte sie zu einer Kundgebung. Sie haben nämlich dieser Tage an die Berliner Schuld gefangenen folgendes Telegramm abgehen lassen:„Herzlichsten Glück⸗ wunsch zur baldigen Befreiung. Hoch dem norddeutschen Reichstage! Hoch Blankenburg! Die Wiener Schuld gefangenen.“ „ 4 Eine Seidenpflanze in Peru. Der Konsul der Vereinigten Staaten Nordamerikas in Lambayeque in Peru berichtet, daß kürzlich in Peru die wichtige Ent⸗ deckung einer Seidenpflanze gemacht worden sei und daß Vorkehrungen getroffen worden seien, um den Anbau der⸗ selben im Großen zu betreiben. Die Stauden derselben sind drei bis vier Fuß hoch. Die Seide ist in einer Hülse eingeschlossen und soll an Feinheit und Gäte dem Er⸗ zeugniß der Seidenraupe überlegen sein. Die Pflanze wächst wild und perennirend; die Samenkörner sind klein und leicht von der Schale zu trennen. Die Stengel der Pflanze geben eine lange und sehr glänzende Faser, welche au Stärke und Schönheit dem schönsten Faden des Flachses vorzuziehen ist. Kleine Quanlitäten davon sind in der rohen Art der Indianer davon gewebt worden und das Gewebe und der Glanz der Stoffe sollen ganz unüber⸗ troffen sein. „ Amerikanische Streichhölzchen. Als ein Beispiel des Umfangs, in welchem die Fabrikation eines scheinbar unbedeutenden Artikels in Amerika betrieben wird, wollen wir einige Einzelheiten über die Zündhölzchen⸗ Fabrik zu Frankfurt, im Staat New⸗Vork, geben. Einen Begriff von der Zahl der Streichhölzchen, die alljährlich erzeugt werden, kann man sich einigermaßen aus der Thatsache machen, daß 700,000 Fuß Fichtenholz zur Be⸗ reitung derselben— 400.000 Fuß Lindenholz für die Ver⸗ packungskisten, in welchen man sie versendet, und 400 Fässer Schwefel, sowie 9600 Pfund Phosphor gebraucht werden. Zur Anfertigung der Büchsen braucht man jeden Tag 1900 Pfd. Pappendeckel und Papier und die Tages⸗ kosten der Regierungsstempel⸗Gebühr betragen 1440 Dollars. Die Zahl der Arbeitsleute beläuft sich auf 300, und die der erzeugten Zündhölzchen auf täglich 144,000 Büchsen. „ Norddeutsche Bundes-Postmarken. Dem⸗ nächst werden solche und Franko-Couverts ausgegeben werden. Die Marken werden in der Mitte die Werthzahl tragen, umgeben von einem Eichenkranze, die Unterschrift „Nerddeutscher Postbezirk“ und in den vier Ecken Posthörner und geflügelte Räder erhalten. Die Verschiedenheit in der Gestalt und Zeichnung der Marke soll die Unterscheidung zwischen den Groschen- und Kreuzermarken erleichtern. Ein gesandt. 2550 Sorgsamen Müttern kann der Arrowrool⸗ Zwieback von Friedrich Röhrig in Darmstadt nach spe⸗ eller Angabe und Erfahrungen der berühmten Geburts- belferin und promovirten Doktorin, Frau Professor Dr. Heidenreich, geb. von Sebold, hergestellt und von dicser berühmten Frau und Kinderfreundin überall ein⸗ geführt, wenn das Kind die Muttermilch entbehren muß, oder solche nicht reichlich genug erhält, aufs Wärmste empfohlen werden. Hunderte der rühmendsten Zeugnisse von Arm und Reich, selbst vieler fürstlichen Personen, zu deren die genannte Wohlthäterin ihr Beruf und ihr Re⸗ nommse führte, liegen über den Erfolg des genannten unübertroffenen Nahrungsmittels, als Ecsaß der Mutter⸗ milch vor, und ist solches nebst Zubere itungs-Anweisun zu haben à 10 kr. pr. ½ Paquet dei Ph. D. Kümmi in Friedberg. Edictalladun 2318 Forderungen und sonstige Ansprüche an das concursfällige Vermögen des Peter Schnell daher find im Termine Donnerstag den 12. Dezember l. J., 45 Morgens 9 Uhr, bit Meidung Ausschlusses von der Concutsmasse ar- zumelden. 3 Friedberg den 26. September 1867. Großherzogliches Landgericht Friedberg. i de e ee Zimmermann, Hofmann, Landge ichts Assessor. Landgerichts. Assessor. Versteigerung im Landeszuchthause Marienschloß. 2544 Mittwoch den 6. November, Vormittags 9 Uhr, werden dahler die im Jahre 1868 aus der Menage abfallenden Knochen und faulen Kartoffeln, sodann gegen Baorzahlung die untauglich gewordenen Gegenftände, als: 7 Ctr. Lumpen, 1„ alte Feilen, 1½ Ctr. altes Elsen, Spannketten, Fässer ꝛc. und zum Schluß: 163 Stück alte Bettteppiche, öffent⸗ lich verflelgert. Martenschloß am 24. October 1867. 4 Groß herzoglicht ee asse . e Schäfer Vorschußmehl Gebrüder Löb. 2015 bet Für die herannahende Wintersaison empfehlen sich die Unterzeichneten zur Besorgung aller im Buchhandel erscheinenden illustrirten, belletristischen X wissenschastlichen Jeitschristen, sowie auch aller Modezei Friedberg. B en u. s. w. u. s. 1. nagel& Schimpff. Bestellungen für uns nehmen an für Nidda F. Trebes in Nidda. 77 1 7 77 „ für Hungen L. Schneider in Hungen. Bekanntmachung. 2554 Da mebr Anweldungen zur einstwetligen Unter⸗ bringeng der Soldaten erfolgten, als vorläufig noth⸗ wendig find, so haben vorerst nur die größeren Quartlere Berücksichtigung gefunden, und wurde bereits vom 1. November d. J. den Quartlergebern die ent sprechende Mannschaft zugetheilt. Die weiteren An- meldungen werden demnächst det etwaiger Erhöhung des Olenststandes berücksichtigt werden. Friedberg den 28. October 1867. Ran, ane Friedberg V. d. B. Der Großherzogliche Beigeordnete Foucar. * Weinfaͤsser 2171 in allen Größen billigst bei Ph. Dan. Kümmich. Bekanntmachung. 2553 Bei der diesjährigen Verloosung der Parttal. Obligationen der Gemeinde Eich loch wurde die Nr. 27 mit 100 fl. zur Rückzahlung gezogen, welchen Betrag der Inhaber derselben gegen Rückgabe der Obligatton und der nicht fälligen Zinscoupons am 1. Januar 1868 bei dem Handlungshaus Istdor Lindbeimer zu Frankfurt a. M. in Empfang zu nehmen bat, indem von diesem Tage an der Zinsenlauf aufbort. Eich loch den 15. September 1867. Großberzogliche Bärgermeifterei Eichloch Krets. Bekanntmachung. 2551 Die auf den 17. November l. J. anberaumte Versteigerung des Cbausseehauses bei Friedberg wird hierdurch in Erinnerung gebracht. 0 Frtedberg am 28. October 1867. Großberzogliche Disirtets-Einnehmeret Nieder Mörlen Keim. —— — — ——— —— Indem wir hiermit anzeigen, daß unsere Leihbib für die Wintermonate jeder Zeit stattfinden kann, Breier, Rosenkreuzer; Gerstäcker, Sämmtliche Werke; Spielhagen liothek wieder dahier aufgestellt ist und der Umtausch der Bücher zu machen wir auf folgende neu aufgenommene Werke aufmerksam: Im Busch; Gräfin und Marquise; Höfer das alte Fräulein; Pitawall, Maria Stuart; Reteliffe, Villafranca; J: Pu 0 Romane; Grimm, unüberwindliche Mächte; Gutzkow, Hohen- Grey, Herrin von Goldrauen; Gustav v. See, Mühlbach, Deutschland in Sturm und Drang; Reteliffe, Puebla; Schwartz, Mar. Soph., schwangau; Die Ritter der Industrie; Stisft, Modernes Leiden; Galen, Jane die Jüdin; Marlitt, Goldelse; ꝛc. ꝛc. Lesegebühren per Tag 2 kr., per Mon at 30 kr. Abonnements können zu jeder Zeit angetreten werden. Friedberg. Bindernagel & Schimpff. Markt in Lriedrichsdorf bei Homburg vor der Höhe. 2547 Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß der nächste Markt dahier am Mittwoch den 6. November l. J. abgehalten wird. Garnier, Bürgermeister. F är b er e i von Carl Weber n Rödelheim bei Frankf 2275 unter Garantie und Zuverläffigkeit. urt a. M. effectutrt gefl. Aufträge zum Färben von Leinen und Baumwollen⸗ Garnen in den üblichen Farben, Muster und Pretscourante steben bereiswilligst zu Dtensten. Für Unterleibs⸗Bruchleidende. 481 mit außerordentlichem Glück vielsach angewandt hat. Schon seit langen Jahren ist der Unterzeichnete im Befitze einer Bruchsalbe, die er in seiner Umgebung Foriwährenden Aufmunterungen von Geheilten nachgebend, trete ich damit dor einen weiteren Wirkungskreis und empfehle dteses vorzügliche, durchaus keine schädlichen Stoffe enthaltende Mittel allen Bruchleidenden. wendung desselben keinerlei Unannehmlichkelten ausgesetzt. Gottlieb Sturzeucgger in Heribau Ct. beim Erfinder Es ist einfach Morgens und Abends einzureiben, und ist man bei An Einzig zu beziehen in Töpfen zu 1½ Thlr. preuß. (Schweiz.) Die Leitungs-Aunoncen-EXpedition von M. L. Daube& C in Frankfurt am Hain& Hamburg 2426 besorgt„Inserate jeder Art“ zu den Originalpreisen zuverlässig in die„Zeitungen aller Lander“, liefert für jede Anzeige das Beleg blatt und räumt bei belangreicheren Ordres die liberalsten Conditionen ein. Ausführliche Verzeichnisse der in- und ausländischen Zeitungen gratis und franco. General-Agent für Baden& die Pfalz: Th. Paul jun. in Mannheim. „ Bayern: G. W. Rau in München und Alois Menschiek in Nüruberg. „ Würtemberg: Adolf Haag& Co. in Stuttgart. „ das Grossherzogthum Hessen: Georg Hof in Darmstadt. für Nassau& Rheinhessen: Jos Aumüller in Mainz. General- Agent „ die Rheinprovinz: Arthur Barnick in Cöln a. Rh. ö Kurhessen, Thüringen& Hannover: J. Hornthal, Cassel. „ Westphalen: Carl Heinert in Hamm. Sachsen: J. Wallerstein in Dresden. 9 „ Kartoffelmühlen 2531 ftehen in vorzüglichen und neuesten Modellen in Vorrath zu den Preisen von 18 bis 30 fl., für deren Güte garantirt wird bel Jacob Laufer in Assenheim 2 1 28 2 2 2 19 N 4 Ein geschnittenes Eberfertel, 2549 7 Wochen alt, hat sich vom letzten Friedberger Markte verlaufen. Der gegenwärtige Befitzer ist gebeten, dem Unterzeichneten Anzeige zu machen und wird eine Belohnung und Erstattung der Kosten zugesichert. Oppershofen. Anton Kling III. Erinnerung. 2555 Nachdem ich meinem Sohn mein Geschäft nun⸗ mehr berests ein Jahr übergeben habe, so ersuche ich meine hlesigen und auswärtigen Kunden, noch restirende Guthaben mir bis zum 16. November d. J. gütlgst einschicken zu wollen. Zugieich ersuche ich auch Alle diejenigen, weiche mit mir noch in Abrechnung steben, ihre Gegenforderungen mir zuzuschicken, indem ich an oben⸗ genanntem Datum Jemanden beauftragen werde, meine Forderungen und Gegenrechnungen zu ordnen. Friedberg im October 1867. Jacob Heß, Schuhmachermeister. Ein vollständiges Logis 2552 mit Stallung hat zu vermietbeu Georg Buchecker, usagasse. 292 N 2 Mobiliar ⸗Versteigerung. 2556 Mittwoch den 30. October l. J, Vormittags 9 Uhr, läßt der Unterzeichnete an seiner Behausung ver⸗ schiedene Mobiltar-Gegenstände ꝛc., gegen gleich baare Zahlung öffentlich meistbietend versieigern. Heineich Windecker. egen Tahnschmerz 2179 empfiehlt zum augenblicklichen Stillen Apotheker Bergmann's Zahhnwolle aus partie à Hülse 9 kr, Ph. Dan. Kümmsich. r 2 Nr. 21 2548 hat des zum Besten der hiesigen Kieinkinderschule hexausgesooste Tafeltuch gewonnen. Turnverein. 2545 Sonntag den 3. November, Nachmittags drei Uhr, findet auf dem Turnplatz, bei un⸗ günstiger Witterung in der Turnhalle, das Abturnen des hiesigen Turnvereins statt. Am Abend desselben Tages in dem großen Saale der „drei Schwerter 5 Abendunterhaltung mit Tanzvergnügen, Anfang ½8 Uhr. Die außerordentlichen Mit⸗ glieder werden zu beiden Veranstaltungen hier⸗ mit freundlichst eingeladen. Friedberg den 28. October 1867. Der Vorstand des Turnvereins. Zur Aufklarung. 2546 Das in Friedberg verkauft werdende Brod II. Sorte soll besseben aus/ Korn und ½ Ger“ enmehl. 2. wiegen 360 Pfund und kosten 23 fl. 30 kr., ab für Molter 1/10: 36 Pfund. Kleie und Staub N 87 Pfd. S 23 fl. 30 k. es bleiben 273 Pfd. Mehl. 1 Malter Gerste wiegt 160„ ab an Molter, Kleie und Staub 37 Pfd. bleiben 123 Pfd. Mehl, 5 zusammen 396 Pfd. Mehl. Für Heizung, Backlohn und Oetroi gehen ab 2 Malter 1 15 kr g fl. 15 kr.— 3 fl. 45 1 enn 3 Pfd. Mehl 4 Pfd. Brod geben, so werden au 5 396 P. Mehl 528 5) Brod gebacken werden und wenn dlese zusammen 36 fl. 15 kr. kosten, so kämen 4 Pfd. Brod zu stehen auf 16 kr. 2.073 Heller. Dem Vernehmen nach beabfichtigt Gr. Kreisamt, im Hinblick auf die hier bestehenden enormen Brodpretse, die früher bestandenen Polizeitaxen wieder einzuführen. 9 fl.— kr. — „5— Hofguts⸗ Verpachtung. 511 Das Gräflich von Leiningen⸗Westerburgische Hof⸗ 175 zu Erbsta dl,/ Stunde von der Staatsssraße von Nieder⸗Wöllstadt nach Nidda, Ortenberg, Büdingen; 1½ Stunde von der Main Weser⸗ Bahn, Station Nieder-Wöllstadt, 3 Stunden von Hanau, 2 Stunden von Friedberg gelegen, nach neuer Vermessung enthaltend: Morgen Viertel Ruthen. 1) Hofraithegrund 1 28 2) Gartenland 2 2 9 3) Ackerland 439— 19 4) Wiesen 65 1 29 5) Gewannewege u. Gräben 3 2 10 E. 1 15 Ilbenstädter Ortsmaas 3 369,32[0Klafter, Groß Hessisches Normalmaas, soll von Petrstaa 1869 an auf weitere zwölf Jahre auf dem Summisstlons wege verpachtet werden und liegen die Pachtbedingungen auf dem Bureau der Rentei zu Schloß Ilbenffadt und bei dem Großherzoglichen Ober⸗Domänen⸗Registrator Aug st zu Darm„ woselbst auch sede wetter gewünscht werdende kunft über das Gut ertheilt wied, zur Einsicht offen. a 25 Offerten beliebe man bis längstens den 15. November l. J. in den in der Gräflichen Rentei dahier zu diesem Zwecke aufgehängten verschlossenen Kasten mit der Aufschrift: i „die Verpachtung des Gräflich von Leiningen ⸗Wester⸗ „burgischen Hofguts zu Erbstadt betreffen!“ versehen, einzulegen, wozu bemerkt wird, daß die Ge⸗ bote auf Ilbenstaͤdten Ortsmaae abzugeben find. Schloß Iloenstadt den 15. October 1867. Gräflich von Leiningen ⸗Westerburgische Rentei daselbst Beru hardt. Kirchen buchsanszüge. Evangelische Gemeinde. Getaufte: Dem biesigen Lehrer an 9 24. October. schule Hermann Lang ein Sobn, Friedrich geb. den 3. Oetober. Beer digte: 8 21. Octoder. Wübelm, ein uneheliches Söhnchen, alt 5 Monate, W Tage, 7 den 20. October. (gegenwärtiger Preis des Brodes. Groß⸗Gerau 5 L 20 kr. Neustadt„ 23„ LKoönig 6„ 23 Heppenheim 4. 18„ Lampertheim 4, 18, Viernheim 1„ 106. und f Büdingen 4 19 Bg. Düdesheim 4„ 18„ Verantw. Red.: Hermann Schimpff.. Druck und Verlag von Bindernagel E Schimpff. zt die Entbal — — Bett eien an die 6 1 rubricirten — Hesser Nagierungeb I. Oesch, Ulhen bene mäßigket in Königl. Hehe raths un Art. 1. Da aufgenomme raithe ist ne Bestandiheil der Berth worden ist, rung des Klassenkauß 1836, die neffend, if . Ve treffend. Aerorö nung Getalt det N. e depend J bestimmi gedachten Dienscaltt 1867 an durchschn werden, daß auße den belt Art. 7 de neten Die an auch d geschrieben nahmoweis alter solch Autelung II. Hauseg Brastlian denefend Jotaelit 6 bie Ern der Fre VI. zen, die bereist