1867. Famstag den 29. Juni. 4 76. ur 4 Geschütze. Anzeiger für Oberhessen. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Iutelligenzblatt Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samsag. ——ͤ——————̃— Abonnements ⸗ Einladung. Mit dem 1. Juli beginnt ein neues halbjährliches Abonnement auf den Anzeiger für Oberhessen, welcher auch ferner wöchentlich sreimal, Dienstag, Donnerstag und Samstag, erscheinen wird. Derselbe bringt die kreisamtlichen Erlasse, sodann eine kurze Uebersicht der interessantesten ind wichtigsten Tagesbegebenheiten, allgemein belehrende und unterbaltende Aufsätze, landwirthschaftliche und gewerbliche Mittheilungen, geschäftliche Nachrichten, Markt- und Cours-Berichte, Verloosungen von Staatspapieren und locale Notizen, außerdem wöchentlich einmal in dem beigegebenen Unterhaltungs- Blatt interessante Novellen und Erzählungen, Gedichte, Anekdoten, Räthsel ꝛc. uns die erfreulichste Aufmunterung sein, die Geschäfte der Redaction in der bisher eingehaltenen Weise fortzuführen. Das Abonnement beträgt halbjährlich: für die Abonnenten in hiesiger Stadt 1 fl., bei sämmtlichen Postämtern des Großherzogthums 1 fl. 6 kr. 1 Bestellungen bei der Post be Unterbrechung eintritt. — Den verehrlichen Abonnenten in hiesiger Stadt werden wir das Abbestellung erfolgt. Die stets wachsende Zahl der Abonnenten muß iebe man baldigst zu machen, damit in der Zusendung des Blattes keine Blatt auch für das neue Halbjahr zusenden, wenn nicht ausdrücklich Die Redaction. — Amtlicher Theil. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien und die Großherzogl. Gensdarmerie des Kreises. Anter Bezugnahme auf nachstehendes Ausschreiben des Gr. Polizei⸗Commissariats Offenbach beauftragen wir Sie, auf die darin beschriebene Elisabetha Werner von Kehlenbach zu fahnden, sie im Betretungsfalle zu arretiren und uns gefänglich vorzuführen. Friedberg den 26. Juni 1867. Aus schrei ben. Tyr a p p. Werner, Elisabetha, von Kehlenbach, Kreis Biedenkopf, 19 Jahre alt, ledig, blond, kräftig, mit blauen Augen, ovalem Besicht, trägt schwarzen mit Perlen besetzten Sommer- Paletots, grauen Lüstrerock, ausgeschnittene Lederschuhe, weiße Strümpfe mit durch⸗ krochenen Borden, welche heute von bier abereist ist, steht hier wegen Gelddiebstahls in Untersuchung, und ersuchen wir deßhalb um deren Jerhaftung und Benachrichtigung, Offenbach den 24. Juni 1867. * 2 Groß herzogliches Polizei-Commissariat Offenbach W̃ . Hessen. Darmstadt. Nach dem von dem Abg. Zentgraff erstatteten Ausschußbericht be⸗ süglich der mit Preußen abgeschlossenen Militär- Onvention wird sich der Sitz des General— mmandos des 11. Armeecorps, in dessen Verband is auf anderweitige Verständigung die bessische Division tritt, in Kassel befinden. Die wirk- iche Stärke des stebenden Heeres wird eine Summe von 19,400 Mann(darunter 14,400 Nann Feld- und 5000 Mann Besatztruppen) trgeben. Die seitherige Kriegsstärke betrug 12,749 Mann inel der Nichtstreitenden. Die Friedens- sräsenzstärke dürfte nach der Convention auf 860 Mann ohne, etwa auf 8200 Mann mit Officieren zu berechnen sein. Die seitberige Friedensstärke einschließlich der Officiere und Be- emten war 4281 Mann, es wird mithin eine Bermehrung von 3380 Mann, also fast das Doppelte eintreten. Die seitherige Infanterie- formation ist im Wesentlichen beibehalten. Das Regiment besteht aus 2 Bataillonen, dieses anstatt pie bisher aus 5 nunmehr blos aus 4 Compagnien. Es gehen deshalb, trotz Errichtung eines zweiten Jägerbataillons, mehrere Hauptmannsstellen ein. Die beiden Cavallerieregimenter hatten im Frieden J Escadrons, wozu im Kriege noch 2 Ersatz- Scadrons traten. Künftig wird für Krieg und Frieden die Stärke gleich und zwar 10 Escadrons (in. Es sind daher 554 Pferde mehr als seither unzuschaffen. Die Artillerie bestand seither im Frieden aus 4 Feld- und 1 Belagerungs-Batterie; either zählte die reitende Batterie 6, künftighin l Es ist die Belagerungsbatterie meine Feldbatterie umzuwandeln, während eine „te Batterie neu zu beschaffen ist. Das Militär- ludget wird sich also sehr beträchtlich erhöhen. Die ständige Unterhaltung des Militärs würde, zen Ansatz von 225 Thlrn. per Kopf einmal unterstellt, 7860* 225= 1,768,500 Thlr., also etwa so viel Thaler als seither Gulden kosten. — 26. Juni. II. Kammer. Bürgermeister Rieß von Nauheim, Abgeordneter für die neuen Landestheile, tritt ein. Zimmer interpellirt, wie weit der aschuß mit der Bearbeitung der ateeeh gehe sei. Der Referent Zent- graf erklärt, daß er mit der Bearbeitung des massenhaften Matkrials beschäftigt sei; er hoffe bald dem Ausschuß Mittheilungen machen zu können.— Das Gesetz, betreffend die Ausdehnung der Militärdienstpflicht auf die neu erworbenen Gebietstheile, wird nach kurzer Debatte ange— nommen; deßgleichen der Gesetzentwurf, welcher die Steuergesetze für die neuen Gebietstheile ein- führt.— Die Vorlage, betreffend die Verordnung vom 17. Januar l. J. über die Ausübung der Gerichtsbarkeit und die dort einzuführenden Ge— setze, wird nach kurzer Debatte, in der Volhard das Ministerium tadelt, da es diese Verordnung auf Grund des Art. 73 der Verfassung erlassen, ohne daß ein Nothstand vorgelegen, angenommen. Die Petition verschiedener Gemeinden um Errichtung eines Landgerichts in Reichelsheim, gibt zu einer längeren Debatte Anlaß. Die Kammer beschließt, das Gesuch der Regierung bei einer demnächstigen Organisation des gerichtlichen Verfahrens zur geeigneten Berücksichtigung zu überweisen. — Il. Kammer. Die zweite Kammer ver- längerte heute das Finanzgesetz auf 3 Monate und lehnte den Antrag des Abg. George auf neue Bonitirung des Landes und vorläufige Steuererhöhung der Waldunzen ab. — 27. Juni. l. Kammer. Die Militär⸗ eonvention wird ohne Debatte mit allen gegen 3 Stimmen angenommen. Den Bündnißvertrag nimmt die Kammer mit allen gegen Moufang's Stimme einfach zur Kenntniß. Das von der zweiten Kammer beschlossene Ersuchen, das preu⸗ ßische Militärpensionsgesetz einzuführen, wird ab⸗ gelehnt.— Der Antrag Goldmann's au Eintritt in den norddeutschen Bund wird nach lebhafter Debatte einstimmig abgelehnt, aber sonst kein Beschluß gefaßt. 5 — Wie die„Darmstädter Zeitung“ mittheilt, wird der Großherzog zur dreihundertjährigen Jubelfeier der Erhebung Darmstadts zur Residenz am 15. Juli den Gemeinderath empfangen, um denselben vor seiner Abreise zu sprechen. Die öffentliche Feier ist auf einen späteren Tag verschoben. — Obersteuerrath Ewald hat sich zu den in Berlin zu eröffnenden Zollconferenzen begeben. Mainz. Der„Rh. K.“ schreibt: Die hier zur Einübung des preußischen Felddienstes an- wesenden zwölf großherzoglichen Offiziere werden Seitens der Stadt als Gäste behandelt und sind auf Kosten der Stadtcasse einquartirt. Die gleich- falls beorderten 68 Unteroffiziere sind kasernirt. Sie haben neben ihren Commando und Zünd- nadelgewehr Studien an den militärischen Uebungen der Truppen Theil zu nehmen und sollen nach Beendigung derselben diese Offiziere als Instruc- toren in die hessische Armee zurückkehren. Preußen. Berlin. Die Nachrichten über Aufhebung der Lotterien in den neuen Landes- theilen und über Vermehrung der Anzabl der Loose der preußischen Klassenlotterie werden durch die„Nordd. Allg. Zig“ als voreilig bezeichnet. — Ein königlicher Erlaß vom 25. Mai ver- fügt, daß vom 1. Juli d. J. ab die Bestimmungen des preußischen internen Posttarifs und des Zeitungs- Provisionstarifs auf den Austausch zwischen den gegenwärtig preußischen und den 00 bisherig Thurn und Taxis'schen Postbezirken aus- gedehnt werden sollen. — Die Einberufung von Hanno ver'schen Vertrauensmännern nach Berlin soll zwischen dem 15. und 20. Juli erfolgen. — In der Person eines heruntergekommenen Handlungsreisenden, seines Complicen und zweier Frauenzimmer glaubt man ietzt die Mörder des unglücklichen Bäckerlehrlings Corny entdeckt zu haben. Dieselben sind verdächtig, mehrfache Ein- brüche und Diebstähle in der Oranienburger Vorstadt verübt zu haben und man vermuthet, daß Corny an dem Morgen ihnen, als sie mit dem Bergen der von ihnen geraubten Gegenstände beschäftigt waren, in die Hände gelaufen ist. Wie verlautet, haben diese vier Personen durch Widersprüche in ihren Aussagen und dadurch, daß sie ihren Aufenthalt in der bewußten Nacht nicht nachweisen können, zu verstärkten Verdachts— gründen Veranlassung geben. — Zur Beseitigung verschiedener Zweifel ist bestimmt worden, daß die Apothekergehülfen aus den dem preußischen Staate durch die Gesetze vom 20. Sept. und 24. Dec. 1866 einverleibten neuen Landestheilen zur Condition in den Apotheken der älteren Provinzen ohne Weiteres zugelassen werden können. — Die„Nordd. Allg. Ztg.“ meldet:„Die Einführung der preußischen Justizorganistrung in den Elbherzogthümern steht bevor. Die Nachricht von einer beschlossenen Aenderung der Zeitungs- steuer ist verfrüht. In der Spielbankfrage stehen mit den Spielgesellschaften Verhandlungen über Bedingungen bevor, unter welchen die Fortdauer des Spiels noch wenige Jahre gestattet würde“. — Die„N. Pr. Ztg.“ schreibt: Man sagt, daß die französische Regierung auch in Getreide gegenwärtig große Ankäufe mache; wir hören beispielsweise, daß in nächster Zeit aus Ungarn bedeutende Massen(angeblich 500,000 Ctr. Eisen⸗ bahnfracht) nach Frankreich versendet werden. Hannover. Der General-Gouverneur v. Voigts⸗Rheetz hat einen Erlaß veröffentlicht, durch welchen die Gemeinden fuͤr die Verheimlichung oder Entfernung von Deserteuren und Militär⸗ pflichtigen solidarisch haftbar gemacht werden. Die Gemeinden, in denen erwähnte Fälle vor— kommen, sollen mit Einquartirung auf ihre Kosten belegt, die Gemeindevorsteher aber mit doppelter Bequartirung berücksichtigt werden,„da diese Personen in erster Reihe für solch strafbares Treiben verantwortlich zu erklären sind“. Eine Gemeinde, die des Dorfes Scharrel im Amte Neustadt am Rübenberg, ist bereits von einer solchen Strafe betroffen worden, da die in die Wälder dieses Amts geflüchteten Deserteure Unter- stützung bei Bewohnern des Dorfes gefunden haben sollen. Frankfurt. Am 25. d. wurde die erste Beilage des Frankfurter Journals von der Polizei mit Beschlag belegt. Anlaß zu dieser Maßregel hat vermuthlich der Abdruck einer angeblichen Proclamation Maximilians von Mexiko, worin gegen Napoleon III. sehr scharfe Ausdrücke gebraucht werden, gegeben. Wiesbaden. Am Nachmittag des 25. d. hatte dahier ein furchtbarer Wolkenbruch statt, bei dem zwei Kinder das Leben einbüßten. Der Weiher vor dem Kurhaus trat über, und das Wasser stand in den Spielsälen, wo eine furcht⸗ bare Verwirrung herrschte, mehrere Fuß hoch. Der Schaden ist sehr bedeutend. Bayern. München. Die preußische Staatsregierung hat sich bereit erklärt, alle die Kosten, welche die Einquartirung und Ver- pflegung ihrer Truppen in unserem Lande vom Tag des Friedensschlusses mit Bayern an ver⸗ ursachte, anzuerkennen und in der nächsten Zeit aus bezahlen zu lassen. Frankreich. Paris. Der Budgetcommission wurde in außerordentlicher Sitzung ein Gesetz— entwurf mitgetheilt, welcher 158 Millionen Frs. für die neue Bewaffnung der Marine und der Armee verlangt. Diese Summe soll durch Aus⸗ gabe von Schatzscheinen beschafft werden. Anvere Ausgaben für Vermehrung des Militäretats werden auf das Budget des Jahres 1868 übertragen. Holland. In der Mitte des Monats Mai hatten sich auf holländischem Gebiete 160 ehemalige hannover'sche Offiziere, Unteroffiziere und Soldaten eingefunden. Ihre ausgesprochene Absicht war, eine Legion zu bilden, sobald der Krieg aus brechen würde, und dann einen bewaffneten Einfall in Hannover zu unternehmen. Da dieselben nun bis auf die letzte Zeit ihre früheren Projecte noch verfolgten und im Auge behielten, so ist ihnen vor Kurzem von der holländischen Regierung bemerkt worden, daß sie innerhalb 3 Wochen das Land zu verlassen hätten. Italien. Rom. In dem vom Papste abgehaltene Consistorium sagte derselbe in der Ansprache an die Versammelten:„Die Vereinigung so vieler Bischöfe und Vicarien Christi beweise die Kraft der katholischen Kirche; er hege die Absicht, ein allgemeines Concil zu berufen, sobald die Gelegenheit sich dazu als günstig darbieten werde.“ — Nach Nachrichten aus Florenz bestand der Plan der Bewaffneten, welche ins römische Gebiet einfielen und nach Viterbo wollten, darin, daß dort eine provisorische Regierung, eingesetzt und von dort aus Rom in Aufstand gebracht werden sollte. Viterbo selbst war als Operations— punct gewählt. An der Spitze der Bewaffneten stand ein gewisser Perelli, früher Unter-Officier unter Garibaldi. Rußland. Die russischen Journale heben auf Grund der publicirten Documente den Antheil Rußlands an der Beilegung der Luxemburger Frage hervor, welche keineswegs ausschließlich ein Verdienst Englands und Oesterreichs gewesen sei. * Friedberg. Alle Blätter der letzten Tage sind voll von Berichten über die während des 24. und 25. ds. stattgehabten schweren und ungewöhnlich lange andauern— den Gewitter, welche sich in einer sehr bedeutenden Aus— dehnung über der Rhein- und Main⸗Gegend entwickelten und entluden. So viel wir bis jetzt aus diesen Berichten entnehmen konnten, hat der Blitz in sehr vielen Orten eingeschlagen, meistens jedoch ohne großen Schaden zu verursachen. Wir wollen kurz aufzählen, was wir Bezüg⸗ liches in er dcie g Zeitungen fanden. Bekannt ist be— reits, daß der Blitz in hiesiger Stadt zwei Bäume zer⸗ schlug, von Melbach berichten wir unten, daß es dort viermal eingeschlagen, weiter schlug der Blitz in Gräven— wiesbach bei Usingen in einen Stall, der mit dem darin befindlichen Vieh ein Raub der Flammen wurde, ferner in die Kirche zu Echzell, in das Stationsgebäude zu Langgöns, in die Scheuer des Bürgermeisters daselbst, in Leihgestern und Großenlinden, worüber wir Näheres nicht angeben können, in das Haus der barmherzigen Schwestern zu Darmstadt, in die Kirche zu Niederra in die Krugs⸗ mühle bei Eberstadt, in die Signalla r Eisenbahn⸗ station Weiterstadt, in das Pfarrhau nbsheim und erschlug endlich einen jungen Mann alde bei Wies⸗ baden. Das sind die bis jetzt bekannt gewordenen Fälle, wobei wohl angenommen werden darf, daß noch viele Orte heimgesucht wurden, von welchen bis jetzt keine Kunde in die Oeffentlichkeit gekommen ist. K. Meldach. Am 25. d. M., Nachmittags 6 Uhr, entlud sich über die Gemarkung Melbach ein von Osten kommendes schweres Gewitter, welches zwar den lang ersehnten Regen brachte, aber auch die Gemeinde in großen Schrecken versetzte. Der Blitz schlug nämlich ohne zu zünden und ohne erheblichen Schaden anzurichten in ein Wohnhaus, jedoch schon einige Minuten darauf traf ein anderer Blitzurahl eine mit Stroh, Heu und frischem Kleeheu angefüllte Scheuer, welche alsbald in lichten Flammen land. Ein Glück war es, daß der größte Theil der Melbacher Einwohner zu Hause war, hierdurch und insbesondere durch den bethätigten Eifer derselben beim Löschen gelang es, die ganz nahe daran stehenden Gebäude zu retten, was auch hauptsächlich noch dadurch erreicht wurde, daß die Gemeinde drei Spritzen besitzt und hin⸗ längliches Wasser vorhanden ist. Hierdurch war man, ehe die Nachbargemeinden zur Brandstätte kamen, schon Herr über das Feuer geworden. Bemerkenswerth erscheint es, daß der Blitz in Zeit von 24 Stunden viermal in Melbach eingeschlagen hat; am 24. Juni in das besagte Wohn⸗ haus, dann gleich darauf in die abgebrannte Scheuer und Abends in einen Baum und am 25. Juni nochmals in ein Wohnhaus, wodurch jedoch ebenfalls kein weiterer Schaden angerichtet wurde, als daß der Strahl am Hause hergelaufen und in einen Stall gedrungen ist, in welchem eine Ziege erschlagen wurde.— Man kann sich leicht den Schrecken denken, in welchen die Melbacher Einwohner versetzt wurden, als der Blitz in 24 Stunden Amal ein⸗ schlug. Es war auch kein Wunder, daß sich schwere Wetter bilden mußten, indem am 24. Juni Morgens um 7 Uhr schon die ungemein schwüle und drückende Luft mit Elektricität so angefüllt war, daß man sich großer [Besorgniß nicht erwehren konnte. „e Verdient Nachahmung. Jünglinge vom 14. bis 20. Lebensjahre. Der Gemeinde⸗ rath bewilligte zu biesem Behufe, so lange die Anstalt] besteht und ihren Zweck erreicht, dem damit betrauten! Lehrer für Unterricht und Heizung jährlich 100 fl. Die Zweckmäßigkeit einer solchen Anstalt kann nicht in Frage gestellt werden und der gefaßte Beschluß zeugt von dem gesunden Sinn und der Einsicht des Gambacher Gemeinde raths, der auch in andern Beziehungen keine Kosten scheul, wenn es sich um die Beförderung des Wohlstandes und die Bildung der Gemeindeglieder handelt. Möchten die Gemeindevorstände anderer Gemeinden dasselbe thun!— (Schulbote für Hessen). Frankfurt. Mehrere Frankfurter Blätter berichten; Die hies. Herbergen flir Dienstboten sind eben außerordentlich stark mit Stellesuchenden angefüllt. Viele Familien, welche seither zwei Dienstmädchen hielten, begnügen sich mit einem, viele entließen jedoch auch diese und beschränken sich in jeder möglichen Weise. Daß diese Erscheinung auf den Lohn wirkt, ist selbstverständlich. Wenn auch manchmal noch Forderungen von 60 fl. von Hausmädchen in jüngster Zeit erhoben worden sind, so ist es doch Thatsache, daß eben die meisten Dienstmädchen froh sind, wenn sie für 35—40 fl. per Jahr dienen können. Mainz. Als ein Curiosum verdient Erwähnung, daß in dem Gepäckwagen 374. der hessischen Ludwigs eisenbahn, welcher täglich die Tour auf der Strecke zwischen Bingen, Mainz und Frankfurt hin und zurück macht, ein Rothschwänzchenpaar sich ein Nest gebaut hat, in welchem haben zwei Eier befinden. Bingen, 22. Juni. Der Weinstock ist bereits in det Blüthe. Er bedarf jetzt einiger heißen Tage, um rasch und gleichmäßig zu verblühen. Mannheim, 22. Juni. Um die Mitte voriger Woche verschwand auf eine unbegreifliche Weise der 18 Jahr alte Sohn eines hiesigen Bahnangestellten unter Umständen, die eine Flucht nicht vermuthen ließen. Alle daraufhin gemachten Recherchen blieben erfolglos, bis derselbe am Mittwoch in Worms im Rhein geländet wurde. Der Umstand, daß die Leiche des Geldes und der Uhr beraubt war und sich eine bedeutende Wunde am Vorderkopf vor⸗ fand, läßt auf ein an demselben begangenes Verbrechen zweifellos schließen. „ Die kaiserliche Dienerschaft zu Paris macht in Folge der Ausstellung die besten Geschäfte: der Kaiser von Rußland hat ihr 50,000, der König 40,000 und der Kronprinz von Preußen 30,000 Francs gegeben. Telegraphischer Bericht Mitgetheilt von Chr. Hecht in Friedberg, Spec.-Agent. Das Hamburger Postdampfschiff Saxonia, Capt. Haack von der Linie der Hamburg- Amerikanischen Packetfahrt⸗ Aktien⸗Gesellschaft trat am 22. Juni wiederum eine Reise direct nach New-York an und hatte außer einer starken Brief- und Packetpoft 450 Tons Ladung, 62 Passagiere in der Cajüte und 554 im Zwischendeck an Bord. Das Hamburger Postdampfschiff Borussia, Capt. Franzen von der Linie der Hamburg- Amerikanischen Packetfahrt⸗ Aktien⸗Gesellschaft, welches von New-⸗Pork am 8. Juni abging, ist nach einer glücklichen Neise von 13 Tagen wohlbehalien in Cowes angelangt, und hat, nachdem es daselbst die für England und Frankreich bestimmten Passagiere und Posten gelandet, unverzüglich die Reise nach Hamburg fortgesetzt. Dasselbe bringt 91 Passagierk, 500 Tons Ladung, 192800 Dollars Contanten und 18 Briessäcke. Das Hamburger Postdampfschiff„Hammonia“, Capt. Ehlers, welches am 8. Juni von Hamburg via Sout⸗ hampton abging, ist nach einer sehr schnellen und glücklichen Reise von 12 Tagen wohlbehalten in New⸗York angekommen. Das Hamburger Postdampfschiff„Allemania“, Capt. Meier, welches von New-York am 15. Juni abging, ist nach einer ausgezeichnet schnellen Reise von 9 Tagen 22 Stunden wohlbehalten in Cowes angelangt, und hat, nachdem es daselbst die für England und Frankreich be⸗ stimmten Passagiere und Posten gelandet, unverzüglich die Reise nach Hamburg fortgesetzt. Dasselbe bringt 203 Passagiere, 1100 Tons Ladung und 181500 Dollars Contanten. Das Bremer Postdampfschiff des Norddeutschen Lloyd „Deutschland', Capt. Wessels, welches am 13. Juni New⸗Pork verließ, ist nach einer glücklichen Reise von 11 Tagen wohlbehalten in Cowes angelangt, und hat, nachdem es daselbst die für England und Frankreich bestimmten Passagiere und Posten gelandet, unverzüglich die Reise nach Bremen fortgesetzt. Dasselbe bringt 211 Passagiere und volle Ladung. a Eingesandt. Dit Landspritze und deren Bedienung. Sobald die Sturmglocke das Signal verkündet, daß in einem unserer Nachbarorte Feuer ausgebrochen, sammelt sich die berreffende Spritzenmannschaft in möglichster Eile am Rathhause, um zu erfahren, ob und wohin die Spritze abfahren wird. Eine bestimmte Antwort auf die Frage — wohin?— ist gewöhnlich nicht zu erhalten bei dem die Spritzenmeister c. sichtlich beherrschenden Eifer, den bedrohten Nachbarn Hülfe zu bringen. Die für die Spritze bestimmten Pferde sind rasch zur Hand und ebenso rasch eilt man fort der Brandstätte zu. Mittlerweile steht die zur Lanbspritze gehörende Bedienungsmannschaft berathend und manchmal auch rathlos zusammen, welcher Weg als der nächste nach der unbestimmt bezeichneten Brandstätte 8 Ver! In Gambach, im Kreise Friedberg, besteht eine Fortbildungsschule für ih ber ess und wenn dieß ohne I 85 5 nähen. Iven aber balten fenen, gemeine bsie ehenso raschen eines reilen absichtigen Et Mui d Das Gr. Einem At entnehmen w Großherzog intetessant besten, was m gien hervordrt stellungen sin. Möbel des 5 untet Anderm W Wider Wee n Busset iu schd mann Pargu; in Marogun Herten J. F. „In der vi. webereien vo manufactur u. Co, von dungen ber! von Mafnz. Inbusrien zeichnen im Offuboch; di heim; die Ulle berg und die und kommen wüklic dewu di beiden dre lichen Fabri dare Bake Namen: C. 9 a0. er Lacklede gebietet de Berühmtheit * U Docht t alle Amfanden 5 — detautt wohl einzuschlagen sein möge. Ohne Führung geht's nun truppweise fort, zuweilen unter Regen und Sturm in die Nacht hinaus. CEbenso vertrippelt, wie wir Friedberger sagen, als der Abmarsch ist, gelangen die zur Bedienung der Spritze gehörenden Leute ½, auch zum Theil 7 ja einige 1 Stunde und mehr später als die Spritze in dem Orte des Brandes an, und jeder kann von Glück reden, wenn er sich in der Dunkelheit nicht irre gelaufen, oder, die Brandstätte anderwärts suchend, dieselbe ohne Umwege und Akwege erreicht hat. Von den hierbei leicht möglichen, nachtheiligen Folgen für die Gesundheit der einzelnen Leute wollen wir gar nicht reden. Erst wenn der größere Theil der Mannschaft bei der Spritze angelangt ist, wird dieselbe in Thätigkeit gesetzt und die beapsichtigte Hülfe und der oft dringend erwartete Beistand geleistet werden können. Warum nun, fragen wir, wird das Abfahren der Spritze ohne Vedkenung so sehr berilt? Warum so eilen, da auf der Brandstätte wenigstens doch ½ Stunde Rast gemacht werden muß, bis die ersten der Maunschaft nur anlangen können? Gegen die Eile an sich haben wir nichts einzuwenden und wollen nichts einwenden, im Gegensheil, bei der Eile ist uns noch zu viel Wetle, denn zur Bedie- nung der Spritze gehört offenbar die erforderliche Mann⸗ schaft, welche nicht von der Spritze geirennt werden darf, und wenn deßhalb die Eile bei Abfahrt der Spritze nicht ohne Zweck, wenn sie gerechtfertigt sein sell, müssen die nöthigen Leute bei der Spritze sein und bleiben. Da die⸗ selben aber nun nicht gleichen Schritt mit den Postpferden balten kennen, so wird mit der Eile der Speitze die wohl⸗ gemein le Absicht nur erreicht werden können, enn für ebenso raschen Transport der Mannschaft etwa vermhelst eines dazu rasch und leicht herzurichtenden oder steis be— reiten Leiterwagens gesorgt ist.— Gründe der Verwaltung und Sparsamkeit können wohl hier nicht in Betracht kom⸗ men, zumal zugestanden werden wird, daß die Ausgaben für Trausport der Spretze ꝛc. in der oben geschilderten Weise doch meistens halbwegs zwecklos und ohne den be— absichtigten Erfolg gemacht werden. Auf diese verkehrte Einrichtung aufmerksam zu machen und zu zweckentsprechender Abhülfe Anregung zu geben, ist die Absicht des Schreibers dieser Zeilen. Das Großherzogthum Hessen auf der Pariser Ausstellung. Einem Artikel des Pariser Journals„L'Exhibition“ entnehmen wir folgende Stellen:„Die Ausstellung des Großherzogthums Hessen ist in mehr als einer Hinsicht interessant und einzelne Erzeugnisse rivalisiren mit dem besten, was man in England, in Frankreich und in Bel⸗ gien hervorbringt.“„Einige der bemerkenswertbesten Lus⸗ stellungen sind diese: In der 3. Gruppe finden wir die Möbel des Herrn J. Heininger von Mainz, darunter unter Anderm ein durch die Schönheit seiner Zeichnung und Bildhauerarbeit hervorragendes Buffet. Herr A. Bembs, gleichfalls in Mainz, hat Parquetböden und ein großes Buffet in schöner Ausführung, ebenso Here M. W. Knuß⸗ mann Parquetis und Möbel ausgestellt.“„Die Arbeiten in Maroquin, Necessaires, Portemonnaies u. s. w. der Herren J. F. Knipp und E. Posen u. Co. von Offenbach. „In der vierten Gruppe erwähnen wir die Leinwand⸗ webereien von G. Langheinrich in Schlitz; die Kunstwoll⸗ manufactur von Worms; die Knöpfe der Herren L. Kolbe u. Co. von Bessungen bei Darmstadt und die Fußbeklei⸗ dungen der Herren Otto Herz und Jof. Schumacher Sohn von Mainz.“„Die fünfte Gruppe schließt die wichrigsten Industriceen des Großherzogthum Dessen ein. Wir ver⸗ zeichnen im Vorübergehen die Cigarren von Dubary in Offenbach; die Phosphol⸗Sulphate von F. Koch in Oppen⸗ heim; die Ultramarine des Blaufarbenwerks von Marten⸗ berg und die chemischen Produkte der Mainzer Gesellschaft und kommen zur Ausstellung der Leder und Häute, welche wirklich bewundernswerth sind. Worms und Mainz sind die beiden großen Centren der Production die ses beträcht⸗ lichen Fabrikanionszweiges.“„In Worms zählen wir, ihrer Bekeutung und ihrem Renomms folgend, nachstehende Namen: C. Heyl, Dörr und Reinhardt, L. Melas u. Co., Wormatia, A. Beller, welche vorzüglich die Specialität der Lackleder vertreten.“„Die Ausstellung der Klasse 46 gebietet die meiste Aufmerksamkeit durch die ungemeine Berühmtheit ihrer Erzeugnisse, durch die vollkommene Aus⸗ schmückung und den guten Geschmack ihrer Ausstellung; es ist diejenige der Herren Mayer, Michel und Denninger von Mainz. Die großen Industriellen haben die glückliche Idee gehabt, an der Seite des Rohsioffs den fabricirien Gegenstand aufzustellen. So sehen wir eine ganze Serie von Fußbekleidungen, Buchbinder⸗ und Maroquin⸗Arbeiten, Tapeten, Ameublements, Sättel und milttärische Cquipi⸗ rungen, alle aus ihren Produkten sabricirt. Es ist, mit einem Wort, die vollständigste Darlegung des vielfältigen Gebrauchs dieser so ausgedehnten Fabrikation, welche eine Summe von mehr als sechs Millionen erreicht.—— — Land wirthschaftliches und Gewerbliches. Ueber das Putzen der Thiere. Für gewöhnlich saßt man das Putzen nur als Reinigungsmittel auf. Man will, wie man sagt, die durch den Schmutz verklebten Hautporen öffnen und die Ausdünstung frei und offen erhalten. Das ist aber nur ein Theil, und vielleicht wohl der gexingste des Erfolges; denn die eigentliche Ausdünstung, der Schweiß, bricht sich schon Bahn, auch wenn die Thiere nicht geputzt werden. Das Putzen ist zugleich noch ein bie gesammte Haulthäligkeit erregendes und belebendes Mittel, und wird hierdurch von entschiedenem Einfluß auf das körperliche Gedeihen und Wohlbefinden der Thiere. Ja das Bürsten, Reiben und Frottiren ist es vorzugsweise, was auf die inneren Organe erregend und belebend einwirkt. Ein tüchtiges Bearbeiten der Haut mit Kardätschen oder Strohwiepen ist demnach jedenfalls wirksamer als ein bloßes Abkratzen des Schmutzes mit einem Striegel.— Die Gesammtwirkung einer guten Hautpflege läßt sich in wenigen Worten dahin bezeichnen, sie befördert die Ausfuhr verbrauchter Stoffe und belebt! den ganzen Stofswechsel. Man hielt das Putzen beim Milchvieh deswegen ungeeignet, weil es den Säftetrieb nach der Haut fördere und dem Körper Nährstoffe entziehe. Das ist falsch. Nur von einer übertriebenen Hauscultur ist das gültig, wie sie beim Milchvieh nicht vorkommt. Fördert die Hautreinigung überhaupt das körperliche Gedeihen und darüber kann kein Zweifel sein, dann muß es auch auf die Milchsecretion von Einfluß sein. vergleichenden Versuchen fehlt es allerdings noch sehr; doch soll der Wohlgeschmack der Milch bei unrein gehaltenen Thieren leiden, was freilich wieder in anderer Art gedeutet werden kann. An *„ Putzpulver zum Reinigen von Silber⸗ Waaren. Man mische zusammen 4 Theile auf das feinste gepalverten Pfeifenthon und 1 Theil gereinigten, sehr feinen Weinstein. Braun angelaufene Gegenstände werden erst min Esssg und einem leinenen Lappen gesäubert. Einladung zur Gründung eines Frauen-Vereins im Großherzogthum Hessen. Die Ereignisse des Jahres 1866 haben vielfach die Aufmerksamkeit auf die unzureichende Zahl der vorhandenen Krankenpfleger und Krankenpflegerinnen gelenkt. Wenn die hieraus hervorgegangenen Nachthei'e in Folge der durch den Krieg veranlaßten Zusammenhäufung von verwundeten und erkrankten Soldaten besonders auffällig hervorteeten mußten, so ist es doch hinlänglich bekannt, daß auch in gewöhnlichen Verhältnissen, namentlich in den ärmeren Landestheilen, die Kranken häufig unter dem Mangel einer ausreichenden und angemessenen Pflege Noth leiden, und daß richtige Grundsätze in Beziehung auf die Behandlung der Kranken und Reconvalescenten vielsach noch keinen Eingang gefunden haben. Die opferwillige Thätigkeit der Genossenschaften, welche sich, wie die evangelischen Diakonen und Diakonissinnen oder die katholischen barmherzigen Schwestern der Krankenpflege widmen, und deren ausgezeichnete Leistungen, namentlich seitdem dieselben durch die Pflege Verwundeter in den Kriegsspitälern mehr als in dewöhn⸗ lichen Zeiten in die Oeffentlichkeit getreten sind, allgemein auf das Wärmste anerkannt werden, kann dem bestehenden Mangel an geübtem Pflegepersonal, vorerst wenigsteus, nicht vollständig abhelfen. Auch sind nicht alle Männer und Frauen, welche die Neigung und Befähigung besitzen, die Krankenpflege zu erlernen und als Lebensberuf oder vorübergehend während der durch Seuchen oder den Krieg geschaffenen Nothzu— stände auszuüben, in der Lage, sich von ihren Familien und häuslichen Beziehungen ganz zu trennen und in eine der bestehenden Genossenschaften für die Krankenpflege einzutreten. Man hat in Folge dessen in verschiedenen Ländern Vereine in das Leben gerufen, welche sich die Aufgabe stellen, zur Verbesserung der Krankenpflege überhaupt und zur Hülfeleistung bei Epidemien und in Kriegszeiten be⸗ sondere Krankenpfleger u. Krankenpflegerinnen auszubilden und für deren Unterhalt, angemessene Ver⸗ wendung und Erhaltung in Krankheitsfällen oder im Alter Sorge zu tragen. Diese Krankenpfleger und Krankenpflegerinnen werden in geeigneten Heilanstalten unter ärztlicher Leitung auf Vereinskosten in der Krankenpflege unterrichtet und kehren dann in ihre Heimath zurück, um dort unter der Mit⸗ wirkung der Vereins-Comites ihrem Beruf obzuliegen. Letztere übernehmen es, die der Pflege Beduͤrftigen aufzusuchen, bei den Armen die Bestreitung der Kurkosten zu vermitteln und für das Pflegepersonal soweit nöthig zu sorgen. Neben den Personen, welche die Krankenpflege zu ibrem Lebensberuf machen, lassen die Vereine auch solche Männer und Frauen in der Krankenpflege ausbilden, welche ihre Kräfte den Vereinen nnr in den Zeiten der Noth, namentlich bei weitverbreiteten Seuchen und im Krieg, zur Verfügung stellen, im Uebrigen jedoch ihren gewöhnlichen Berufs⸗ geschäften obliegen. Ein in Baden durch J. K. H. die Großherzogin Lu ise, in das Leben gerufener Frauen⸗Verein bildete in der Zeit vom Frühjahr 1860 bis 1866 bereits 64 Krankenpflegerinnen in den Spitälern zu Carlsruhe, Pforzheim und Mannheim aus, von denen 12 während des Kriegs von 1866 mit den Diakonissinnen und Ordensschwestern in den Mainspitälern sehr erfolgreich thätig waren. In England ist die Betheiligung der Frauen aller Stände an der berufsmäßigen Krankenpflege auf Anregung der edlen Miß Nightingale, deren außerordentliche Erfolge in den Krimspitälern das dringende Bedürfniß eines ausreichenden Pflegepersonals in Kriegszeiten in das hellste Licht gestellt haben, und welche seitdem unab lässig an der Verbesserung der Krankenpflege arbeitet, sorlgesetzt im Wachsen begriffen. f Dabei zt nicht zu verkennen, daß die allseitige Belebung des Interesses an der Fürsorge für Kranke und Noth⸗ leidende, wie sie die Verbreitung von freiwilligen Kranken⸗ pflegern und Krankeupflegerinnen über alle Landestheile zur Folge haben würde, und ein vermehrtes Verständniß von der hohen Aufgabe und dem ehrenpollen Beruf ber⸗ selben wesentlich dazu beitragen müssen, den Genossenschaften für bie Krankenpflege, namentlich den erprobten Diako⸗ nissinnen und barmherzigen Schwestern, neue Kräfte zuzuführen, und überhaupt die Gemüther für eine werkthätige Menschenliebe empfänglich zu machen. Unsere Zeit ist reich an Beispielen der Hingebung von Frauen für das Wohl der Einzelnen, wie der Allgemeinheit. Die Erfahrung hat gelehrt, daß die Frauen gern zu helseu bereit sind, wo es gilt der Noth zu steuern, und daß es ihnen nicht an Ausdauer zur Vollendung eines begonnenen Werkes und an Opferwilligkeit fehlt. Auch die Frauen des Großherzogthums werden gern an den auf die Verbesserung der Krankenpflege und der Hülfeleistung in andern Nothzuständen gerichteten Bestrebungen sich betheiligen und, sei es durch persönliche Antheilnahme an der Krankenpflege, oder durch Sammlung von Geld und Beiträgen, Aussuchen von der Pflege bedürftigen Kranken, durch Fürsorge für letztere und fur das Pflegepersonal, zur Lösung der hohen Aufgaben, welche in unserer Zeit der freiwilligen Hülfsthätigkeit gesetzt sind, mit beizutragen. Zur Erzielung großer und nachhaltiger Erfolge bedarf es jedoch der Vereinigung und Organisation der vor⸗ handenen Kräfte. Die Frauen⸗Vereine können des Beiraths erfahrener Männer nicht entbehren. Nur eine einheitliche Leitung kann vor Zersplitterung der Kräfte bewahren und die Erreichung der vorgesteckten Ziele sichern. Von diesen Voraussetzungen ausgehend hat sich in Darmstadt im Anschluß an den für die Krankenpflege der Soldaten im Felde wirkenden Hülfs verein im Großherzogthum Hessen, dessen Vorstand daselbst seinen Sitz hat, das unterzeichnete Central-Comite gebildet. 7 Ucberzeugt, daß das Bedürfniß einer Vereinigung zu gemeinsamem Handeln im Geiste ächter Humanität allseitig einpfunden und anerkannt wird, laden wir die Frauen und Jungfrauen des Großherzogthums ein, auf Grund der entworfenen Statuten) zu Frauen⸗Vereinen zusammenzutreten, unter Beischluß von Verzeichnissen der Vereins- und Comite⸗Mitglieder eine bezügliche Anzeige an das unterzeichnete Central⸗Comite gelangen zu lassen und mit Vertrauen auf den Erfolg einer guten Sache in die Vereinsthätigkeit einzutreten. Bereits bestehende Vereine, welche ausschließlich oder theilweise gleiche Zwecke wie der Frauen⸗Verein verfolgen, werden zugleich eingeladen, ihre Wirksamkeit mit diesem zu vereinigen. 4 Namentlich ergeht diese Einlodung an die während des Kriegs von 4366 zur Unterstützung der im Felddienste verwundeten und erkrankten Soldaten gebildeten Frauen⸗ Comites, welchen der neu gegründete Frauen ⸗Verein die Gelegenheit zur Fortsetzung ihrer erfolgreich begonnenen Hüljsthätigkeit auf einem verwandten Gebiet eröffnet, und denen durch den Anschluß an den Frauen ⸗ Verein die Möglichkeit gewährt wird, die in Kriegszeiten so nöthige feste Organisation bereits in Friedenszeiten vorzubereiten und eine die Theilnahme an den Bestrebungen der Hülfs⸗ vereine belebende und erhaltende organisirte Thätigkeit zu entfalten, ferner an die Frauen⸗Comites, welche sich dem Hülfsverein auf Grund des F. 20 der vor Kurzem veröffentlichten Statuten unmittelbar anschließen werden. Das unterzeichnete Central⸗Comite hat sich seinerseits bereits mit verschiedenen Heilanstalten in Verbindung gesetzt, um in denselben die Ausbildung der activen Mit⸗ glieder des Vereins zu ermöglichen, und hat hierbei auf Seilen der Vorstände dieser Anstalten ein höchst erfreuliches und anerkennenswerthes Entgegenkommen gefunden. In Folge der demselben bereits gemachten gütigen Aner⸗ dietungen wird der Verein seinen activen Mitgliedern, zunächst in Darmstadt und Mainz, eine vollständige Ausbildung in der Krankenpflege vermitteln können. Außerdem werden sich schon in den nächsten Tagen zwei active Mitglieder des hiesigen Localvereins nach einer der bedeutendsten Heilanstalten Deutschlands(Diakonissenhaus Bethanien in Berlin) begeben, um sich zu Kranken⸗ pflegerinnen auszubilden. Anmeldungen zum Eintritt als active oder inactive Mitglieder des Frauen-Vereins können jeder Zeit bei den unterzeichneten Central-Comite⸗ Mitgliedern stattfinden. Auch werden Listen zur Anmeldung als inactive Mitglieder, sowie zur Einzeichnung desonderer Bei für die de des Bekeins, den 10 en des§. 3 der Vereins⸗Statuten gemäß, in Umlauf gesetzt werden. Darmstadt den 1. Juni 1867. Das Central-Comite des Frauen ⸗ Vereins. Prinzessin Ludwig von Hessen, Prinzessin von Großbritannien und Irland, Präsidentin. Die Comite- Mitglieder: Fräulein Sophie von Follenius.— Frau Oberarzt Dr. Fuchs.— Frau Gebeimerath Maurer.— Freifrau Riedesel zu ne geb, von Stosch.— Frau Pfarrer Stahl.— Frau Regierungsrath Strecker. Die Geschäftsführer: Dr. Eigenbrodt, praktischer Arzt.— Dr. Orth, praklischer Arzt.— Dr. Pfeifer, Hospitalarzt.— Dr. Weber, Leibarzt. *) Interessenten wollen sich Exemplare dieser Statuten von dem Central-Comite erbitten. Kirschenfest 1633 Morgen, Sonntag den 30. Juni, zu findet in meinem Saale gut besetzte Tanzmusik statt. Getränke, sowie aufmerksame Für gute Speisen und gesorgt und lade zu diesem Vergnügen meine Georg Ober⸗Rosbach. bei Gelegenheit des diesjährigen Kirschenfestes Bedienung ist zur Zufriedenheit von nah und fern höflichst ein. Philipp Winter. Freunde Kür Besitzer von Dampf- Dreschmaschinen Fertige Rothguß⸗Lager für Metall zum Ausgießen von ausgelaufene Dampf-⸗Dreschmaschinen, Lager⸗ bester Qualität billigst n Lagern, empfiehlt in Ludwig Becker in Offenbach a. M. 1615 Metallgießerei und Fabrik für Dampfmaschinen- und Kessel-Armaturen. 1630 Für junge Damen: Französische& englische Mittwoch und Samstag Nachmittags von 2 Honorar 6 fl., fur Schwestern je 3 fl. Anme Conversation, bis 4 Uhr. Anfang 3. Juli. Vierteljähriges ldungen nimmt jederzeit entgegen Zinßer. Strohhüte, Jonnen- s Megenschirme, 1515 sowie alle sonstigen Putz:& Mode⸗ artikel empfiehlt zu reellen Preisen K. Friedrich neben der Post. Beste s engl. Waschpulver 1564 in Paqueten à 4 kr. bei H. W. Hatteroth. 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Gicht-& Hämorrhoidalkranke, 1597 welche sich um das Dr. Mü ller'sche Heilver⸗ sahren interessiren, können dessen Schriften über Gicht⸗ und Hämorrboiden in der Exped. d. Bl. gratis erhalten. Mobilien Versteigerung. 1621 Montag den 1. Juli d. J. läßt der Unterzeichnete in seiner Wohnung verschtedene Mobilien, bestehend in einem Commode, Bettstellen, Bettwerk, Weißzeug c., öffentlich meifibietend versteigern Friedberg am 7. Juni 1867. Christian Gros. Schuhmacher Gesellen 1585 können in neuen Arbeiten dauernde Beschäftigung erhalten bei Leopold, Schubmachermeister. Corseten& Crinolines 1625 werden lu sehr billigen Pretsen abgegeben dei Geschwister Schloß. Brod Mehl, 1631 aus der Mühle des Derr Dietz hier, verkauft malterweise und gestattet auf Verlangen Zahlungs srif bis Martini. Löb. Straus J. Dr. Müller, 1596 pract. Arzt aus Coburg, consultirt am 4. Juli Gicht und Hämorrboidal⸗ kranke im Hetel Landsberg in Frarkfurt. Zu haben bei Bindernagel& Schimpf: Sommer- 5 Dienst. N 70 e Taschen-ahrplan Mittel Rheingegend, Hessen, Nassau, Frankfurt, Rhein-⸗Preußen. Kirschenfest zu Ockstadt. 1632 Sonntag den 30. Juni, Harmonte⸗ und Tanzmustk im Fretherrlich von Franckenstein'schen Garten, wozu höflichst einladet Karl Hermes. Strohhüte, 1059 in schöner Auswabl und zu sebr billigen Preisen bei Jof. Hoffmann, Posamentier. Zwei Weißbindergesellen 1613 finden dauernde Beschäftigung bei Georg Schenck, Weißbindermeister. Für Uhrmachergehülfen. 1618 Ein tüchtiger Gehülfe, der sofort eintreten kann, wird gegen hohes Salalr gesucht. Ludwig Heimann, Frankfurt a. M. Fahrgasse 119. Brodpreise vom 1. bis 15. Juli. „ Nach eigener Angabe der Bäcker. Für Friedberg:. Erste Sorte 4 7 20 kr. Zweite Sorte 4 8 1 kr. *** 1** 5 4 „** 5 77 5 5 15 471* 2½ Loth Milchwaaren 1 kr. 3 Loth Wasserwaaren 1 94 5 Für Nauheim: Kasseler Brod 4 8 21. kr. 0* 2„ 10½* *„ 1„ 74 1 Erste Sorte 4 7 20 kr. Zweite Sorte 4 4 18 kr. *** 10 9 E N** *** 5*„* 1„ 4„ Für Butzbach: Erste Sorte 4 8 20 kr. Zweite Sorie 4 17 kr. ** 1 1„ 7„ 2„ 8* *„* Wii 5„„*„ 1„ 47„ Fleisch⸗ ꝛc. Preise v. 1. bis 18. Juli. Nach eigener Angabe der Metzger. Für Friedberg: Ochsenfleisch pr. 8 19 kr., Schweinefleisch pr. Z 18 1 75 Kuhfleisch, gem. 17 Leber⸗ u. Blutwurst 20 Rindfleisch, gem. 17 Bratwurst Hammelfleisch 15„ Schwartenmagen 24„ Keil und Carre 15„ Eräucherter Speck 32„ Kalbfleisch 12„ Doörrfleisch 1 Schaaffleisch—, Schinken 1 Nierenfett 24„ Schmalz, ausgel. 28 Hammelsfeti 16„ Schmalz, unausgl. 28 Ausnahmspreise: Hammelsfett bei W. Bieler 20 ke., bei J. Hanstein III. und K. Söllner k., bei H. Gröninger und W. Kreuter II. 16 kr.— Schmalz ausgelass. bei N. Engel, A. Vogt's Erben, C. F. Walz, J. Walz III. und H. Weller 32 kr. Für Butzbach: Ochsenfleisch pr. F 19 kr., Schweinefleisch pr. g 18 kr., Kuhfleisch, gem., 16 Leber⸗ u. Blutwurst 20 Rindfleisch, gem., 16 Bratwurst 22 Hammelfleisch 16 Schwartenmagen 24 1 * Keil und Carre— Geräucher ier Speck 32 Kalbfleisch 12 Dörrfleisch 24 Schaaffleisch— Schinken 24 S 2 2* Nierensett 24 Schmalz, ausgel. 30 f Hammelsfett 18 Schmalz, wnausgel. 8 Ausnahmspreise. C. Kaiser und C. Gruner Nieren⸗ fett 20 kr. Kirchliche Anzeigen sür Friedberg. Sonntag den 30. Juni. Evangelische Gentindt. Pfarramiswoche: Herr Diakonus Meyer. Sottesdienst in der Stadtkirche Vormittags: Herr Candidat Bender. Nachmittags: Herr Diakouns Meper. Gottesdienst in der Burgkirche. Vormittags: Herr Piarrer Köhler. Nachmittags: Herr Candidat Schlosser. —— Kethslischt Gemtindt. Morgen, als am Feste Peter und Paul findet die Säcularfeter des Martyrtodes dieser Heiligen statt; um halb 10 Uhr Hochamt mit Predigt. Moniag und Mittwoch sind heilige Messen. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. (Hierzu Unterhaltungs blatt Nr. 28 und eine Beilage.) — Per! öl Monlag welden in hieft dient uubrauc herfttigert. Butzbach Oroßherzog! 2 S —— Bel Holpdergeiger Oder 1029 Ftedag walddiffrict& geschälte Eich. Nadelholz 0 Vagen 500 Stüc öffentlich wei Zusammer Porgens 8 U Ob er- Otoßber Im m. 1623 Mont werden ir Nach gebole Füllers 0 steigert, und Gebote der Fried, be Jun elend perf Fri db 0 ddttatun sülfen. Hurt a N ————— J. Juli. . s 1 20„ 9 n ** „ n * 0 4 —244ʃTB me run N- Beilage zum Anzeiger für Oberhessen. 2 76. — Oeffentliche Aufforderung. 1333 Eva Katbartue Vecker, Tochter des Johann Georg Becker von Ober Rosbach und dessen zweiten Edefrau Eva Elisadetba, einer geb. Rabn, ist seit dielen Jabren unbekannt wo? abwesead. f Auf Antrag ergebt an die Eda Katbarine Becker, deren Teftaments- oder Lelbeserben die Aufforderung, so gewiß innerhalb 3 Monaten, dom ersten Erscheinen diefer Erictalladung in den öffentlichen Bättern ge rechnet, das seither curator! ch vetwaltete Vermögen im Betrage von 30 fl. 21 kr dabier in Empfang zu nehmen, widrigenfalls dasse be den sich legitimirenden nächsten Seiten verwandten, vorerst gegen Caution, nach zurückgelegtem 90. Lebensjahre der am 13. November 1787 geborenen Eva Katharine Becker aber ohne solche üderantwortet werden wird Friedberg den 23. Mat 1867 Großberzogliches Landgericht Friedberg Reitz, Hofmann, Landrichter. Landgerichts⸗Assessor. Pferde ⸗Versteigerung. 1614 Montag den 1. Juli d. J., Vormittags 11 Uhr, werden in hiesiger Reitereaserne zweit für den Militär⸗ dienst unbrauchbare Reitpferde meistbletend öffentlich verstelgert. Butzdach den 26. Junt 1867. f Grosberzoglicher Verwaltungsrath der vereinigten Schwadronen der Reiterbrigade „ Buße ck, Major. Bekanntmachung. Holzversteigerung in den Domantialwaldungen Oberförsteret Ober-Rosbach betreffend. 1629 Freitag den 5 Juli d. J., werden im Domansal⸗ walddistrict Burgwald, Schlag Nr. 23. der Scheid⸗ Prügel. S'ock. Reiser⸗ Stecken. Wellen. geschälte Eichen 3 42— 16283 Nadelholz— 174 õ7— 300 6 Wagen Späne und 500 Stück geschälte Eichenstangen, von 2— 2½“ 5 Durchmesser und 15“ Länge, öffentlich meistbietend versteigert Zusammenkunft und Anfang der Versteigerung Morgens 8 Uhr am Forsthaus Winter“ ein. Ober⸗Rosbach den 27. Junt 1867. Großberzogliche Oberförsterei Ober⸗Ros bach . di. Bo ck, Zotst⸗Acceffist. Immobiliar⸗Versteigetrung. 1623 Montag den 1. Juli l. J., Vormittags 11 Uhr, werden in blesigem Skathhaus in Folge eingelegten Nachgebots die Juzmodisten der verstorbenen Leonhardt züllers Eheleute nochmals öffentlich meistbtetend ver⸗ fleigert, und wird zugleich bemerkt, daß ber annehmbarem Gebote der Zuschlag sogleich ertheilt werden wird. Friedberg den 28. Juni 1867 In Austeag Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. WW Der dienftälteste Gerichtsman; hee Schaafpferch- Versteigerung. 1611 Montag den 1. Juli d. J., Vormittags 11 Uhr, sollen in biesigem Rathhause 5— 10 Schaafpferche, welche den 6. Juli d. J. ihren Anfang nehmen, öffentlich meist btetend versteigert werden. Friedberg den 25. Juni 1867. Großberzogliche Bürgermeisterei Friedberg J. Be B. Der Großbeizogliche Beigeordnete Fo uc ar. Kapital⸗Gesuch! 1612 Bei der wemeinde Berstadt soll gegenwärtig eln Kapital von 3000 fl. im Ganzen oder auch in kleineren Beträgen aufgenemmen werden. Berstadt den 25. Juni 1867. Großberzogliche— Berstadt „ti. — ˙ůu Vw 7ĩ„2 1566 Durch das in dem Buche:„Keine Hä⸗ morrhoiden mehr!“ emploblene ausgezeichnete Mittel wurde ich von meinen Hämorrhoidalletven ganz und gar befreit und halte ich es für meine Pflicht, rem Haämortholdarlus diese nüßliche Schrift, welche in allen Buchhandlungen für 5 Sgr. vorrälhlg ist, zu empfeblen. Pfarrer N. 2 8 1 Brannkohlen- Verhauf. 1619 Für die gegen Credit zu beziehenden Braunkohlen begtant guf dem Großberzoglichen Dorheimer Bergwerke mit dem 1. Juli 1867 eine neue Ereditperlode, laufend bis Ende September, und verbunden mit einer Zablungefrist bis Ende December d. J. Der Preis der Kohlenklötze st wie seither 12 kr. für 1 Ctr. 14 Stück Klötze Holzkohlen werden sowelt der Vorrath reicht, der gemessene Centner zu 16 kr. verabfolgt. Im Interesse der Consumenten wird es liegen, wenn sie sich vorher durch Anfrage bei der unterfertigten Stelle vergewissern wollten, ob die gewünschte Kohlenquantitöt grade vorrätbig und abgebbar ist. Die Kubrleute wollen die Gegenscheine, weiche ihnen bet Abgabe des Bürgscheines eingehändigt werden, bei jedem Kohlenbezuge mitbringen, damtt die einzeinen Bezüge in dem Gegenschein notirt werden können. Bei Zablung der Creditsumme an Großberzogliche Bergkasse zu Friecberg ist gleichfalls die Vorzeigung des Gegen— scheincs erforderlich. Dorbeimer Bergwerk den 26. Juni 1867. Großberzogliches Bergamt Dorheim eschäfts-Empfehlung. 1595 Einem hiesigen sowie auswärtigen Publikum mache hiermit die ergebene Anzeige, daß ich dahier eine mit Dampf betriebene Cigarrenkisten-Fabrik und weitere Holz- und Fournir⸗ Schneiderei errichtet habe, welche ich bis zum 1. Juli in Thätigkeit zu setzen im Stande bin, weshalb ich mich zum Schneiden fur alle Gattungen und Dimensionen von Holz bestens empfehle und eine prompte und reelle Bedienung zusichere. Friedberg. 8 1 Fr. Rodaug, vor dem Mainzerthore. Einladung zum Abonnement auf die„Hessischen Volnsblätter“. Mit dem 1. Jult 1867 beginnt ein neues Abonnement auf die Hessischen Volksblätter. 1608 Diese Zeitung wird fortfahren, die politischen Tagesfragen im Sinne freiheitlicher Entwicklung nach Innen und nach Außen zu besprechen und blerbet, dem Laufe der Weltbegebenheiten in Leitartikein und Torrespondenzen folgend, dem Geoßberzogtbum Hessen desonderes Augenmerk zuwenden.— Die„Hessischen Vonksblätter“ er⸗ scheinen an allen Wochentagen in großem Format. Das Feuilleton bringt neben auserwählten Novellen gemeinnützige Erzäblungen, gedrängten Erörterungen über Kunst und klteratur, Miscellen, Aufsätze und Recen⸗ fionenshber Schauspiel, Oper und Concerte 1e Die„Local nachrichten aus Hessen“ enthalten in gedrängter Darstellung alle Neuigketten innerbalb des Großberzogtbums und find wir durch unsere in sämmtlichen Landes⸗ thellen tbätigen Correspondenten in der Lage, diese Berichte mit größter Rasc beit und Voll⸗ frändigkeit zu bringen. Die Landtagsverhandlungen werden wir ebenso rasch als erschöpfend bringen.— Inserate finden geeignetste Verbreitung und beträgt die Einrückungsgedühr drei Kreuzer für die vterspatige Hetitzelle, Localanzeigen nur 2 kr.— Der viertelfäprige Abonnements preis beträgt in Darmftadt 46 kr, im früberen Tburn⸗ und Taxis'schen Postgebiele(einsclteßlich des Postaufschlage undder Bestellgebüdren) 1. 9 kr. und dürfen die„Hessischen Volksblätter“ trotz ibres reichen Inhaltes wohl 4 15 1 billigste aller politischen Zeitungen des Inlandes sein. die Wir bitten auswärtige Abonnenten itte Besiellungen bei ihrem betreffenden Postamte sofort aufzugeben, damit keine Unterbrechung in der Zusendung eintritt und vollhändige Exemplare geliefert werden können. Für die geehrten auswärtigen Abonnenten Der vierteljäbrice Abonnementspreis ift vom 1. Juli 1867 ouf I fl. 9 kr. incl. Postausschlag und Be⸗ flellgebühr herabgesetzt. Darmsftadt im Jun 1867. Die Expedition. Geschäfts Empfehlung. 1620 Unterzeichnete empfiehlt einem hiesigen und auswärtigen Publikum ihr wohl assortirtes Lager in allen Sorten Wasch- und Putzlseife, sowie Lichter Parfürmerien,. Stärke, Soda, Bleu, Waschpulver u. s. w. zu den billigsten Preisen, unter Zusicherung prompter Bedienung. L. Simon's Wittwe, vis-A-vis der Post. Dampfmaschinen 1582 in allen Dimensionen, Einrichtung von Dampffägewerken, Brauereien und Brennereien nach den neuesten Systemen, landwirthschaftliche und Haushaltungs⸗ Maschinen zu den verschiedensten Zwecken, in verbesserten und neuen Constructionen, empfehle billigst unter den ausgedehntesten Garantien und günstigen Zahlungsconditionen. Zeichnungen und Preislisten stehen auf Verlangen gerne zu Diensten. Gießen. Georg Nenzel, Maschinenfabrik. Bauholz⸗ Verkauf! 1617 Durch vortheilhafte Einkäufe sind wir in den Stand gesetzt frische neue Böden als % 7% 87, 95& 10“, in ganz gesundem und vor züglichem Holze sehr stark gespannt, billigst und unter vortheilhaften Bedingungen zu verkaufen. Auch unterhalten wir stets ein reichhaltiges Bretterlager, womit uns bestens empfohlen halten. Nosenbaum& Loewi, Holzhandlung. e Obermainanlage 6 in Frankfurt a. M Bei G. G. Lange in Darmstadt ist erschienen und in der Buchhandlung von Binder nagel& Schimpff in Frirdberg zu haben: Supp, Gemüs und Neisch. Ein Kochbuch fur bürgerliche Haushaltungen oder leicht verständliche Anweisung alle Arten von Speisen und Backwerk billig und gut zuzubereiten.— Nebst einem Anhang vom Einmachen der Früchte.— 14. unveränderte Auflage mit 1 Stahl— stich. 80. geh 54 kr. Dasselbe fein geb. in englische Leinwand 1 fl. 12 kr. Der Verkauf von 66,000 Exemplaren seit kurzer Zeit ist wohl der beste Beweis seiner anerkannten Brauchbarkeit. 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Universal-⸗Magen-Ligueur von * Carl von Metternich in Mainz empfiehlt per Flasche 1 fl. 24 kr., per halbe Flasche 45 kr., ver viertel Flasche 24 kr. Ph. Dan. Kümmich. Auswanderer& Reisende nach Amerika 5 jeder Woche über Bremen, Hamburg, Havre unde 29 Liverpool befördert; gute Bedingungen und die billigsten Preise werden zugesichert. Verträge fönnen jeden Tag abgeschlossen werden bei 323 G. Fr. Schweitzer in Friedberg, Concessionirter Agent. 1626 Mittwoch den 3. Juli l. J., Morgens 9 Uhr, Holz-Versteigerung. werden im Gemeindewald Ockstadt, Schlag Nr. XIV. nach verzeichnete Polzsortimente an die Meistbtetenden versleigert: 5 Stecken geschältes Eichen Prügelholz, I Birken-Prügelholz, 9 Lerchen⸗ 15 931 geschälte Etchen Wellen, 180 Birken⸗ und Elchen⸗Wellen, 320 Nadel- Wellen, 25 Läste Schlagabraum. 875 Gebund Ginstern⸗ und Haide Wellen. Die Zusammenkunft ist am Pflanzgacten. Ockstadt den 27. Juni 1867. Großherzogliche Bügermeisterei Ockstadt Gröninger. Holz-⸗Versteigerung. 1628 Montag den 8. Juli d. J., Vormittags 9 Uhr, sollen in dem Langenhainer Gemeindewald, Distriet Eichkopf, folgende Holzsortimente öffentlich versteigert werden, als: 1 8 Stück geschälte Etichen⸗Stämmchen, 46 Cblsß. haltend, i 2) 17 Stück geschälte Eichen⸗Stangen, 57 Cubikfuß haltend, 3) 20 Stecken Eichen⸗Schälholz, 4) 7000 Stück Eichen⸗Schälholz⸗Wellen, 50 1½ Stecken Nadel-Prügelholz, 6)%.„ Stockholz, 7) 200 Stück Nadel⸗Wellen. Ziegenberg den 26. Juni 1867 Großherzogliche Bürgermelsterei Langenhaln Rumpf. 1565 Die vollkommene Beseitigung meiner Zahn- schmerzen habe ich nur dem Buche„Keine Zahnschmerzen mehr“ zu verdanken. Man bekommt es in allen Buchhandlungen für 5 Sgr. und halte ich es für Pflicht, alle Zahnleidende auf diese nützliche Schrift aufmerksam zu machen. A. Holmer, Lehrer. C. HB. Arauß Thee-Geschäft (Mineing lane) Lo n d on. Niederlage en gros und en détail bee Ehr. Werner in Friedberg. Empfehlung. 697 Unverfälschte Waare, wie sie dirert von China imporlirt, ist zu mäßigen festen Preisen 5 zu haben in ½ und ½ Origwalpacketen. Für Lumpenhündler! 1600 Bei S. W. Hammel, Vilbelergasse Nr. 29 in Frankfurt a. M., werden Lumpen, Knochen. Metalle, vom kleinsten dis zum größten Qua tum, zu dem böchssen Preise angekauft. Die Waaren“önnen auf dem Platz in Empfang genommen werden. Mitgetheilt von f Voll einbezante Eisenbahn- Aetien und Prioritäten. Rand-Ducaten 77% Payr. Ostbahn ie 0. 75% Lc. G. 5. 7 5/7 fr. A 8 Kr. 2 d. 4% Pfandbr. d. Erkf. Hyp.-B. 5 5% Tos. Centr.-Eisenb.-Pr. 47 G. 50% Oesterr. St.-Eisenb.-Prlor. 4957 5% Elisabethbahn-Prior. 6 73½ 6. 60% Oest. Süd. St. u. Lomb. E. B. 93 ¼ p. 5% do. neueste Emiss. ½ 70½ G. 30% Ost. Süd. St. u. Lomb. E. B. 45 ½ P. 4½% Hess. Ludwigsw.-Prior. 95 P. 20 Franes- Stücke Engl. Sovereigns. Russ. Imperiales Gold pr. Zoll- Pf. Hchh. Silb. pr. Z. Pf. Preuss. Kassensch. 2** 2 3 3 33„ — — . 7 2 S 1 45— 74 * 18 U „ Iundhelnęr: Frankfurter Cours. Ne 28 Juni 1867. Cours der Staatspaniere. 5 1 500 v. 15000 224 ester. J 37% Net. 1850 7. Te. P. dr. Hess.% Ubligat 9% P.„ 100 Pr. v. 1864 74½ 6. 4 5% Nat.-Anl. 1854] 55½ 6. 8 3½0% Obligation.—— m Schwed. Thlr. 10-L. 10 P. „ 50% steuerfreie Oblg. 49½ 6. Nassau 4½% Obl. b. Rth.. Bed. 35 fl. Loose 33 P Preussen 4½0% Obligat. b. Rth. 98½ 4. mon 4% do do 89 P 2 urh. 40 Thl.-L. b. R. 54 P. 4% d, d, 90½ 6. Kurhess. 40% Obl. b. R. à 105 92½ P S or. Hess. 50 fl. L. b.. 142¾ G. nsyern 50% Obligation. 100 ½ 6. Frankf. 3½% Obligat. 84 G. 2„ 5 4½% ½ jähr. b. Rth. 94/ G. 5 3% do 3 2 Nass. 25 fl. L. b. k. 35 P. * 90 2 40 do 2 Russland 5% Obl. 1. L. à fl. 12 86 6 EI Sard. 36 Fr. L. b. l.. mb. 2% Obl. b. Rth. 3½ P Finnland 4½0%/% Pfdbr. I. R. 105 83 6 a 2 5 4% doe 4.. Schweden 4½% O. l. E. à 105 85 6 5 1. 5. 5— neden 4% Obligst. 92½ 0. f 4½% Pfd. l. k. à 105— EN 9 57—58 2 4 Obligat. 88 G. N.-Amer. 60% St. i. E. 1882 77¼½, ½. fl. 10 Stüeke 9 50—52 1 2 5 — 2 2 8 — Wiener Wechsel- Cours 94/ 6. Dollars in Gold, 2 27½— 8 ½ Für Au- und Verkauf aller Werthpapiere empfiehlt sich bestens unter Zusicherung reeller Bedienung und ertheilt gerne jede gewünschte Auskunst über Verloosungen, Coupons Zahlungen 1. 8. w. i S. Lindheimer i Friedberg.* Bettefsen 1 gestanden gan; leicht N ebe 7. We. ——— Hess. der allgem noch vielf, die Hess. noch eine statt, inde betreffend Bedarf if Loos darül in den Die werden zwa als ncht in den schr wendung. des Ueber während d ale inne elt, if befreit; ledoch auf lulanten Spielleute