Aelweht. 25 15 sümnt, des Erschei⸗ drd erwatttt. t. Leßbatz. ———— Zurck. 1 0 e. N tit didnsche Fetzen Todten⸗ derschirdene en iesigen trentit Ber⸗ rein mag licht gtwisse et Strgtt. — 2 Irledberg fen Zundes. — Inter Damstag den 28. Dezember. 153. 9 * a 8 Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. ——— 1 2 Abonnements ⸗Ein ladung. Mit dem 1. Januar beginnt ein neues halbjährliches Abonnement auf den Anzeiger für Oberhessen, welcher auch ferner wöchentlich dreimal, Dienstag, Donnerstag und Samstag, erscheinen wird. Derselbe bringt die kreisamtlichen Erlasse, sodann eine kurze Uebersicht der interessantesten und wichtigsten Tagesbegebenheiten, allgemein belehrende und unterhaltende Aussätze, landwirthschaftliche und gewerbliche Mittheilungen, geschäftliche Nachrichten, Markt⸗ und Cours Berichte, Verloosungen von Staatspapieren und locale Notizen, außerdem wöchentlich einmal in dem beigegebenen Unterhaltungs⸗Blatt interessante Novellen und Erzählungen, Gedichte, Anekdoten, Räthsel, Bilderräthsel 1e. Die stets wachsende Zahl der Abonnenten muß uns die erfreulichste Aufmunterung sein, die Geschäfte der Redaction in der bisher eingehaltenen Weise fortzuführen. Das Ahonnement beträgt halbjährlich: für die Abonnenten in hiesiger Stadt I fl., N 0 bei sämmtlichen Postämtern des Großherzogthums 1 fl. 8 kr. 1 Bestellungen bei der Post beliebe man baldigst zu machen, damit in der Zusendung des Blattes keine Unterbrechung eintritt. den verehrlichen Abonnenten in hiesiger Stadt werden wir das Blatt auch für das neue Halbjahr zusenden, wenn nicht ausdrücklich 3. Abbestellung ersolgt. Die Redaktion. 8— 2 1 Amtlicher Theil. Belresfend: Forstftrasen vom 3. und 4. Quartal 1866 und 1. und 2. Quartal 1867 und Feldßrafen von der Friedberg den 20. Dezember 1867 Ir! b 3 8 zemde 5 5. und 6. Periode 1866 und 1. und 2. Periode 1867. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großh. Bürgermeistereien des Kreises. Die nachstehend verzeichneten Beträge haben Sie den betreffenden Gemeinde Einnehmern, welchen Auszüge zuzufertigen sind, in Einnahme zu decretiren und controliren zu lassen. Ter dcp p. 1) Auszug aus dem Verzeichniß über Forststrafen. a) Vo m 3. Quartal 18 6 6 1) Reichelsbeim 12 kr. 2) Weckeobeim 1 fl. 21 kr. 3) Beienbeim 8 ke. bp) Vom 4. Quartal 18 66 1) Nieder⸗Florstadt 20 kr. 2) Hber⸗Flotstadt 36¼ kr. 3) Nieder⸗Wöll⸗ 7 ke, 14) Mark Trats- Munzendere d kr. 15) Södel 3 fl. 9 r. 16) Wobabach fad t 29 kr 4) Butzbach 3 fl. 45 kr. 5) Nieder- Weisel 7 ke, 6) Kirch Gens 15 kr. 7) Wölfe tabeim If. 58 kr. 18) Ober Mörlen 41 kr. 19 Ober ⸗Resbach 34 kr 7) Bodenrod 1 fl. 55 kr. 8) Münstcr 1 fl. 5 fl. 9) Doch Weisel 1 fl. 45 kr. fl. 29 kr. 20) Wecken deim 20 kr. 21) Reichelsbe'im 22“ 10) Landrnbatn 12 kr. 11) Maibach 11 tr. 12). Gambach 1 kr. I Steinf ait wan 855 5 r e a 1) Bönzgadt 23¾ kr. 2) Assenbeim 20 kr. 3) Nieder- Klorstadt. 4 fl. 5½ kr. 13) Ostdeim 7 kr. 14) Gambach 2 fl. 48 kr. 15 Mark Rockenberg 3 fl. 25 K. 4 Nieder⸗Wöllstar 17 kr. 5) Ober⸗Florftadt 55½ kr. 6) Bußzbach 2 fl. 20 kr. 16) Mark Trals Münzenberg 4 kr. 17) Södel 1 fl. 57 kr. 18) Wölfersheim 7) Nieder ⸗Weisel 1 fl. 23 kr. 8) Pohl Göns 1 fl. 1 kr. 9) Kirch Göns 38 kr. 16 ke. 19) Wobndach 55 kr. 20) Ober⸗Mörlen 1 6. 25 kr. 21) Nieder Mörlen 10) Fauerbach v. d. H. 2 fl. 19 fr. 11) Lar genbain 25 kr. 12) Marbach 24 kr. 4 kr. 22) Ober Rosbach 4 b. 23) Belenbeim 35 k.% 24) Weckee deim 1 fl. 26 kr. d) Vom 2. Quartal 18 6 7.. 1) Bénftart 1 fl. 11 kr. 2) Afsenbeim 5 kr. 3) Nieder Nlorstadt 7 fl. Griedel 55 kr. 14) Gambach! fl. 16 kr. 15) Söder 8 kr. 16) Wobndach l fl. 50% kr. 3) Ober glorstadt 33 fl 42% kr.) Butzbach 7 kr. 6 Nieder-Weisel[0 kr. 17) Wölersdaeim 32 kr. 18) Oder Rosbach 19 ke. 19) Naubeim 41 kr. a 7) Kirch Göns 1 fl. 8 kr. 8) Pobl⸗Göns 40 kr. 9) Ofibeim 44 kr. 20) Nieder Mörlen 5 kr. 21) Ober-Mörlen 48 ke. 22) Oftbesm 18 ½ kr. 10) Hoch Weisel 27 kr. 11) Langenbain 20 kr. 12) Bodenrod 24 kr. 13) Mark 2) Auszug aus dem Verzeichniß über Feldstrafen. a) Von der 5. Periode 18 6 6. 1) Bönßadt 1 fl. 33 kr. 2) Bodenror 50 kr. 3) Butzbach 15 fl. 31% kr. 9 fl. 9¼ kr. 19) Nieder-Florftabt 8 fl. 11 kr. 20 Mieder Mörlen 9 fl. 10 kr 4) Fauerbach v. d. H. 1 fl. 8 kr. 57 Hoch- Weiße! 1 fi. 23% kr 6) Langendain 21) Nieder⸗Rosbach 6 fl. 8½ kr. 22) Nieder- Wödstart 23 fr. 23). Oder-Florstadt 1 fl. 48 kr. 7) Meidach 25 ½ kr. 8) Münster 22 kr. 9) Oppersdosen 3 fl. 54% kr. 24) Ober-Mörlen d fl. J. 25) Ober Rosbach 2 fl. 49% k.. 26) Ober- 53½ fr. 10) Ofibeim 2 fl. 39 fr. 11) Rockenberg 9 fl. 15% lr. 12) Steinfurib Wöllftadt 3 fl. 55¾ kr. 27) Södel 2 kr. 28) Weckesbeim 19 kr. 29) Kirch Gans 11 kr. 13) Assenteim 8 fl. 12½ kr. 14) Bruchenbrücken 1 fl. 56 kr. 15) Jauer 2 fl. 28 kr. 30) Pobl⸗Göns fl. 33% kr. 31) Staaden bu fl. 55 kr. bach b. Fr. 4 kr. 16) Friedberg 9 fl 21½ kr. 17) ZJlbenstadt 2 kr. 18) Melbach b), V Dünn ere ee rde een I) Bonfadt 27 kt. 2) Bodenror 0% kr. 3) Hußbach 9 fl. 3% kr. 39¾ kr. 15) Meldach 2 fl. 52% kr. 16) Nieder Ftorstadt 40½ kr. 17) Nieder- 9 Zauerbac v d. p. 1 fl. 5% kr. 5) Hoch Weisel 1 fl. 22% kr. 6) Langen⸗] Mörlen 1 fl. 30 kr. 18) Riedel Rospach 5 fl.„uk. 19) Ober dloradt 20½ kr bain 1 fl. 2½ kr. 7) Maibach 15 kr. 8) Oppersbosen 1 fl. 25 ½ kr. 9) Of. 20) Ober⸗Mörlen 12 fl. 40% kr. 21) Ober Rosbach 2 fl. 46 fr. 22) Oder ⸗ beim 52½ kr. 10) Rockenberg 1 fl. 23 kr. 11) Trails Münzenderg 30 kr. Woöllsadt 13% kr. 23) Staden 1 ß. 13½ k. 24) Kirch Göns 32½ kr. 12) Assenbeim 2 fl. 44% kt. 3) Bruchenbrücken 8 ½ kr. 14) Friedberg 34 fl. 25) Pobl⸗Göne 2 fl. 5 fr. C.% U o ee aden P. end ino die 1,, 1) Butzvac 46 kr. 2) Hoch⸗Weisel 29½ kr. 3) Langenhan 3 kr. 4) Assen⸗ 48 kr. 8) Nieder⸗Florfladt 27½ kr.) Oben, Rosbach 54 kr. 10) Ober- Wollstad! beim 1 fl. 55 kr. 3) Bruchenbrücken 31 kr. 6) Friedberg f fl. 14 kr. 7) Melbach[I fl. 47¼ kr. 11) Nieder⸗Mörlen 0¼ kr, 12) Ober⸗Mörsen 288% kr. a Gde.. 1) Bönstadt 1 fl. 15½ fr 2) Butzbach 4 fl. 30 kr. 3) Fauerhach v. d. P. 1) Nieder- Florstadt 51 kr. 11) Ober⸗Ros boch 7 fl. 46 kr. 12) Ober: Wöllstadt 5½ kr. 4) Ostheim 30% 4 5) Rockenberg 16¼ kr. 6) MA 44½ kr. 49½ kr. 13) Nieder⸗Mörlen Jefr. 14) Ober-Mörlen 32¾ kt. 7) Bruchenbrücken 12½ ft 8) Friedberg 2 fl. 26 ½ kr. 9) Meibach 7 fl. 40½ kr. Hessen. Darmstadt. Ju einer am 22. d.— Nach elner dieser Tage erschienenen Ver-] hat, ist es gestattet, vor Erlangung des Offiziers 1 Darmstädter Hof stattgehabten ordnung sollen künftig anstatt der Portepsecorpo- grades den Offizierssäbel zu tragen. Auf den Versammlung, welche von früheren und jetzigen rale Portepeefähnriche in die Organisation der] Aermeln des Waffenrocks und des Mantels hat Landtagsabgeordneten, sowie hiesigen Industriellen Gr. Armeedlviston aufgenommen werden, und ists der Fähnrich kein Gradabzeichen, dagegen am veranlaßt und stark besucht war, wurde die Organi- dabei bestimmt worden, daß jede Compagnie, Kragen des Waffenrocks eine Einfassung von sation der Wahlen für das Zollparlament berathen] Batterie oder Schwadron einen Portepéefähnrichf silberner Borde. und der Erlaß eines Aufrufs zu dem Zwecke einer haben kann. Ein solcher Fähnrich trägt das— Für die Dauer der Abwesenheit des Ge- lebhaften und allseitigen Belheiligung bei den] Ossiziersportepse, steht aber im Rang dem Ober- heimerath Seitz(er begibt sich den 3. Januar Wahlen beschlossen. Den Vorsitz führte der Präst- feldwebel nach. Dem Fähnrich, welcher in der nach Berlin zur Theilnahme an der Berathung dent der großh. Handelskammer, Herr F. Weber. ersten Ofsiziersprüsung ohne Bedingung bestanden feiner gemeinsamen Civilproceßordnung) sind seine Functionen als Generalstaatsprocurator am Cassa— tionshof für linksrheinische Angelegenheiten dem Oberstaatsanwaltssubstituten Dr. Franckübertragen worden, während Obergerichtsrath v. Jungenfeld aus Mainz die Staatsbehörde für Rechtssachen der Provinz Rheinhessen vertreten wird. — Hofgerichtsassessor Knorr in Darmstadt ist zum Hofgerichtsrath, Stadtgerichts At de Langsdorf von Gießen zum Landrichter'in Wald⸗Michelbach ernannt worden. * Friedberg. Wie wir von gutunterrichteter Seite erfahren, bestätigt sich das schon seit einiger Zeit courstrende Gerücht, daß der Begründer und seitherige Herausgeber des„Wetterauer Boten“ Hr. Moritz Kuhl zu Butzbach, sein Buchdruckerei— geschäft, sowie das Verlagsrecht des genannten Blattes an einen seiner Büreaugehülfen, Herrn Chr. Weickhardt, käuflich abgegeben hat. — Auch das„Anzeigeblatt für den Kreis Grünberg“ kündigt seinen Lesern an, daß es mit dem Jahre 1868 in bedeutend vergrößertem Formate erscheinen werde und eine kurze Ueber⸗ sicht der wichtigsten Tagesbegebenheiten ꝛc. zu bringen gedenke. Gießen. Der Adreßkalender der Universi— tät weist folgenden Personalbestand nach: 1) Theologische Faeultät: 5 Docenten, 44 Studi⸗ rende(worunter 2 Ausländer). 2) Juristische Facultät: 7 Docenten, 52 Studirende(worunter 1 Ausländer). 3) Medieinische Facultät: 12 Do- centen, 67 Studirende(worunter 5 Ausländer). ußerdem sind noch 11 Studirende der Thier— arzneikunde hier, während der Lehrstuhl dieser Wissenschaft noch nicht besetzt ist. 4) Philoso⸗ phische Facultät: 31 Docenten, 147 Studirende (worunter 26. Ausländer). Diese 147 Studi- rende auf die einzelnen Fächer vertheilt, zählt man Studirende der Architectur: 30; der Came— ralwissenschaft: 24; der Forstwissenschaft: 233 der Philosophie und Philologie: 45; der Phar- macie und Chemie: 13. Preußen. Berlin. Nach einer amtlichen Zusammenstellung der Hütten⸗Produktion im Zoll⸗ verein während des Jahres 1865 zählte derselbe in dem genannten Jahre 1581 Hüttenwerke, welche 40,606,278 Ctr. Eisen, Gold, Silber, Blei Zink ꝛc. producirten. Der Geldwerth dieser Pr duktion belief sich auf 128,918,887 Thaler. Arbeiter waren in den Hütten 99,812 beschäftigt. Auf Preußen, mit Einschluß der neuen Provinzen, die damals indeß noch nicht zum preußischen Staat gehörten, kommen von jenen Gesammtzahlen 1234 Hüttenwerke, mit 86,322 Arbeitern und 35,665,337 Centner Produktion, die einen Werth von 112,632,877 Thlrn. repräsentirt. Das bedeu- nisse im Werthe von 102,455,138 Thlrn. her⸗ gestellt. In Preußen war die Zahl der Eisen— werke 1054, auf welchen 74,923 Arbeiter 33,060,338 Ctr. Eisenfabrikate im Werthe von 89,586,973 Thlrn. herstellten. Auf Roheisen kamen hiervon 152 Werke mit 13,633 Arbeiter und 15,529,370 Centner im Geldwerthe von 20,130,245 Tylrn.; auf Rohstahleisen 7 Werke, 249 Arbeiter und 1,007,169 Ctr. im Geldwerth von 1,671,165 Thlrn.; auf Gußwaaren aus Erzen 37 Werke, 4145 Arbeiter und 801,993 Ctr. im Geldwerthe von 2,353,682 Thlr.; auf Gußwaaren auf Roheisen 278 Werke, 13,566 Arbeiter und 3,371,858 Ctr. im Werthe von 12,172,742 Thlrn.; auf Stabeisen und gewalztes Eisen 302 Werke, 23,651 Arbeiter und 8,175,813 Ctr. im Werthe von 23,047,038 Thlrn.; auf Eisenblech 34 Werke, 4764 Arbeiter und 1,547,721 Ctr. im Werthe von 7,245,884 Thlrn.; auf Stahl 161 Werke, 12,908 Arbeiter und 1,964,183 Ctr. im Werthe von 16,144,826 Thlrn. — Die seit Jahren verlangte Vorlage über die Einrichtung und Unterhaltung der Volks— schulen und die Pensionsberechtigung der Volks⸗ schullehrer ist nun da. Die beiden hierher gehörenden Gesetzentwürfe bilden ein weitläufiges Material. In der Hauptsache lassen sich dieselben dahin bezeichnen, daß die Volksschullebrer in den Städten unter 10 000 Einwohnern ein Minimaleinkommen, außer freier Wohnung, von 200 bis 250 Thlr. erhalten sollen, welches Einkommen in Städten über 10 000 Einwohnern nach Bedürfniß bis auf den doppelten Betrag erhöht werden kann. Für die Lehrer auf dem Lande enthält der Gesetz⸗ entwurf keine fixirte Bestimmung über das ihnen zu gewährende Diensteinkommen, und das Nähere darüber soll den Provinziallandtagen überlassen bleiben. Nach 15 Dienstjahren soll vie Pension 50 Thlr., nach 30 Dienstjahren 100 Thlr., und nach 40 Dienstjahren 120 Thaler jährlich betragen. Es ist unzweifelhaft, daß diese Sätze dem Ab- geordnetenbause nicht genügen werden. — Der„Fr. Ztg.“ wird von Berlin geschrieben: „Man erzählt sich, die Regierung besitze sichere Nachrichten, nach denen die französischen Rüstungen, von denen auffallender Weise in den letzten Monaten nichts verlautet hat, so weit in der Stille fort- geführt seien, daß sie als nahezu vollendet be⸗ trachtet werden könnten. Auch in Oesterreich seien in den letzten Monaten die Kriegsvorbereitungen ernstlich gefördert worden und hoffe man dort, gegen Ende Februar oder Anfangs März voll- ständig keiegsbereit und schlagfertig zu sein. Napoleon III. und Beust hielten den gegen- wärtigen Zeitpunkt für ganz günstig.“ tendste unter den Hütten⸗Produkten ist das Eisen. Der„Staatsanzeiger“ erklärt amtlich, im Ganzen wie im Einzelnen in Bezug auf jedes genannte Blatt und jeden Theil der angegebenen Summe unwahr ist. Bayern. München. Die Wahlen für das Zollparlament werden in Bayern nächstens ausgeschrieben. Der Zusammentritt des Parlaments findet wahrscheinlich nicht vor März statt.— Die„Süddeutsche Presse“ meldet, daß Württem— berg die Beschlüsse der Militär-Conferenz ratisi⸗ cirt habe. Württemberg. Stuttgart. Abgeord⸗ netenhaus. In der Sitzung vom 23. wurde der Ge⸗ setzentwurf über die künftige Landesvertretung ein⸗ gebracht. Das Zweikammersystem ist beibehalten. Das Abgeordnetenhaus besteht aus 94 Mitgliedern, 64 direct gewählten, 24 hochbesteuerten und 6 Vertretern der Kirche. Die erste Kammer bildet sich aus den Standesherren, den Vertretern der Universität, der beiden Kirchen, der größeren Städte, der acht Kreise, und den vom König er⸗ nannten 10 Mitgliedern, zusammen fünfzig. Außer⸗ dem wurde der Gesetzentwurf über die neue Ver⸗ waltungsorganisation zur Vorlage gebracht. Baden. Karlsruhe. Noch vor der Ver⸗ tagung über Weihnachten sind die Mitglieder beider Kammern privatim zusammengetreten, um über die bevorstehenden Wahlen zum Zollparlament sich zu besprechen. Es wurde beschlossen, eine über die Wichtigkeit dieser Wahlen und des Zoll⸗ parlaments sich verbreitende Ansprache an das badische Volk zu erlassen, welche von den ein- zelnen Mitgliedern der Kammern unterzeichnet werden soll. a — Die Kammer hat den vielgeplagten Wolks⸗ schullehrern ein angenehmes Weihnachtsgeschenk bereitet, indem es die Besoldungen derselben in einer den Forderungen der Zeit entsprechenden Weise erhöhte. Ein Hauptlehrer erster Klasse (in Orten bis zu 500 Seelen) bezieht künftig neben der freien Wohnung einen festen Gehalt von jährlich 400 fl., ein solcher zweiter Klasse (in Orten bis zu 1500 Einwohnern) 425 fl., in der dritten Klasse(bis 3000 Einwohner) 475 fl., in der vierten Klasse(in Orten über 3000 Einwohner) 525 fl. Außerdem beziehen die Lehrer nach je fünf Jahren, die sie auf der⸗ selben Schulstelle verbringen, eine Personalzulage von 20 fl., so daß die Gehalte der Lehrer erster Klasse allmälig über 500 fl., die der zweiten über 600 fl., die der dritten über 700 fl. und steigen. Oesterreich. Wien. Präsident Giskra ladet das Unterhaus ein im Sinne der neuen Verfassung die Wahl eines Präsidenten vorzu⸗ nehmen. Unter Vorsitz des Alterspräsidenten wird die der vierten Klasse sogar über 1000 fl. hinauf⸗ Im gesammten Umfang des Zollvereins wurden daß die von dem französischen Deputirten Ker⸗ 1376 Eisenwerken von veguen im gesetzgebenden Körper vorgelesene Be- 87,097 Arbeitern 37,849,055 Cir. Eisenerzeug⸗hauptung des belgischen Journals„Finance“ im Jahre 1865 auf darauf Giskra fast einstimmig wieder zum Präsi⸗ denten gewählt. Auf der Tadesordnung des Hauses steht die Bewilligung zur Forterhebung der Steuern f O Der Fenierbund. Das Fenierunwesen, wie es gegenwärtig durch scheußliche Verbrechen die Bevölkerung Englands ängstigt, ist eine so merkwürdige und dabei von der Tagespresse so wenig aufgeklärte Erscheinung, daß ein paar Worte darüber den Lesern dieses Blattes erwünscht sein dürften. Schon seit Wochen solgt Bericht auf Bericht von Mord ver suchen und Mord⸗ thaten, von plötzlichen Angriffen auf die Polizei zur Befreiung der gefangenen Fenier⸗Männer, von großartigen Meetings und Prozessionen zu Ehren der der Mordwuth(1) der Regierung zum Opfer gefallenen Märtprer(1), von Drohbriefen,„fenischem“ Feuer und grͤßlichen Explo⸗ sionen, von dem allgemeinen Entsetzen, das die unheimliche Mörderbande hervorruft, und von der Rathlosigkeit der Polizei dem im Finstern schlei⸗ chenden Feinde gegenüber, der, überall und nirgends, vor keiner Unthat, auch der schwärzesten nicht, zurückbebt. Was für ein Feind ist das, und was hat seine Wuth so gereizt und seine Rachgier so gestachelt, daß er friedlichen Bewohnern, ja der gonzen Gesellschaft Krieg bis auf's Messer, Tod und Verderben geschworen zu haben scheint? Daß wir es mit einer irischen Verschwörung zu thun haben, ist so ziemlich Alles, was gewöhnlich aus den Tagesberichten hervorgeht. Ist diese Verschwörung eine politische, religibse oder sociale, oder ist sie vielleicht das Alles zusammen 7 Um einigermaßen darüber klar zu werden, ist es nöthig, daß wir einen Blick auf die englisch⸗irische Geschichte werfen, und da treten uns alsbald zwei Gegensätze entgegen, die im Laufe der Jahrhunderte zwischen England und Irland eint tiefe Kluft gegraben haben, der Gegensatz der Race und der Religion. Als im 5. Jahrhundert die Angelsachsen nach Britannien hinübergingen, wurden sie zwar alsbald die Herren von England, nicht so gelang es ihnen aber, die keltische Bevölkerung von Irland zu verdrängen, die unabhängig von dem Germanenthum sich unter der Herrschaft eigner Häuptlinge erhielt. Erst im 12. Jahrhundert begannen ernstliche Versuche, Irland zu erobern. Blutige Kriege der Häuptlinge unter einander und gegen die Eroberer zerfleischten das Land und pflanzten tiefen Nationalhaß zwischen Eroberern und Eroberten, den Germanen und den Kelten. Zu diesem nationalen, durch Gewaltthätigkeiten und Be⸗ drückungen von Seiten der Engländer stets genährten und gesteigerten Haß gesellte sich später zur Zeit der Reformation, die bei den Iren wenig Eingang fand, der Gegensatz der Religion, und so ist es gekommen, daß Irland für England das geworden ist, was Polen für Rußland— ein gewaltsam unterworfenes Land, dessen Bewohner von glühendem Haß gegen ihre Unterdrücker erfüllt, keine Gelegenheit zur blutigen Erhebung gegen dieselben haben ungenützt vorüber geben lassen. Das beweist die Geschichte Englands auf manchem Blatt und findet seine Bestätigung ir der von der franz. Republik in den 90 er Jahren des vor. Jahrhunde unterstützten Empörung Irlands, die mit überlegener Waffengewg geworfen, zur völligen Vereinigung Irlands mit England in und Gesetzgebung führte. Der erste bedeutungsvolle Se 7 nung geschah 1829 durch die Emancipationsacte, die den Irländern d Zutritt zum engl. Parlament gewährte. Hier trat der„große Agitator“ O'Coneel mit Nachdruck für die Rechte Irlands in die Schranken, und wäre auf englischer Seite weniger Hochmuth und Anmaßung, auf irischer mehr Mäßigung und Bildung gewesen, ein dauerndes Band der Versöh⸗ nung hätte geknüpft werden können, anstatt daß die ausgehungerte, ver⸗ zweifelnde Masse auf's neue auf den Weg der Empörung und— zur schluß der wenn. mal, tichntl. at Rufen 11 fürs 100 000 Ein an seine J schen; doss es einerseil nern die 0 bab den Sieg d klar und de fürchtet, de welche in Scenen Ar anlassung; gewisse düst Alper gekol erschtinen enffalten, 9 — An einiger Ze doch mehr von solch gewohnt verraths Ausdebnur öffenlich einige Nen worden. gegen 500 selbst in gehabt un — G. entwickelt stehenden Nation ver und Wehr der Friede Kiitgemin gute milie die Auftech Armer- Or — Auswande gerade ein von Amer iunigen Aulönnli, New- Jork bis zum 1. April 1868, ferner die Wahl der erkauft hat, n 8 auf eine Million und darüber zu bringen. Italien organisirt seine Armee auf dem Fuße von 1,041,000 Mann, wovon 120,000 Mann Nationalgarde. Preußen verfügt mit den Staaten des Nordbundes über eine Armee von 900,000 Mann, mit Ein- schluß der Landwehr, und von 1,240,000 Mann, wenn man die Contingente der Südstaaten dazu rechnet. Auf dem gegenwärtigen Friedensfuße hat Rußland 735,000 Mann kann es aber bei den natürlichen Hülfsmitteln der Rekrutirung auf 1,300,000 Soldaten bringen.“ — Ein Rundschreiben des Polizei- Präfekten an seine Polizei-Commissare erregt einiges Auf— sehen; dasselbe ist auch nicht ohne Wichtigkeit, da es einerseits beweist, daß die Partei, welche im Innern die bisherige Strenge und Willkür fort- gesetzt baben will, in dem Rathe des Kassers den Sieg davongetrragen hat, und es andererseits klar und deutlich darthut, daß man ernstlich be- fürchtet, daß die Unzufriedenheit und Erregtheit, welche in Paris herrscht, zu neuen unruhigen Scenen Anlaß geben könnte. Die nächste Ver anlassung zu dem Rundschreiben scheinen übrigens gewisse düstere Andeutungen, die von jenseits der Alpen gekommen sind, und die es wünschenswerth erscheinen lassen, den ganzen Eifer der Polizei zu entfalten, gewesen zu sein. — An der Verschwörung, von welcher vor einiger Zeit aus Paris berichtet wurde, scheint doch mehr gewesen zu sein, als man gewöhnlich von solchen Pariser Nachrichten zu halten gewohnt ist. Der Prozeß gegen die des Hoch— verraths Beschuldigten hat begonnen. Die ganze Ausdehnung der Verschwörung soll aber nicht öffentlich bekannt werden und sind deshalb nur einige Wenige aus den Verschwörern herausgegriffen worden. Statt gegen 50 hätte man die Anklage gegen 500 erheben können; die Verbindung habe selbst in Italien und Deutschland ihre Glieder gebabt und sei sehr schlimmer Natur gewesen. — Gesetzgebender Körper. Jules Simon entwickelt seine Ideen über Unterdrückung des stehenden Heeres und Bewaffnung der ganzen Nation vermittelst einer Diensizeit von 13 Monaten und Wehrübungen von Jugend auf. So würde der Friede und nicht der Krieg organisirt. Der Kriegsminister verwirft die Massenaufgebote. Die gute militärische Situation des Landes garantire die Aufrechterhaltung des Friedens. Wenn das dung gebracht wäre, würde der Effektivbestand der] die Polizei zwei Versammlum gen von Irländern Armee 750,000 Mann betragen. Marschall Niel bekämpft des Ministeriums Kenntniß genommen, das nationale das System Simon's, hinter welchem er die ver- Programm bezüglich Roms als Hauptstadt Italiens hängnißvolle Utopie der Volks- Erhebungen in unversehrt aufrecht zu erhalten, beklagt sie, daß Masse zu bemerken glaubt. Er weist die über wan versucht habe, dieses Programm mit gegen die das Heer ausgesprochene Kritik zurück; dasselbe Gesetze verstoßenden Mitteln durchzuführen, billigt sei keine Schaar von Prätorianern. Es bestehe die Haltung des Ministeriums und geht zur eine enge Verbindung zwischen dem Heer und der Tagesordnung über.“— Die Kammer verwarf Nation; der militärische Geist, den man zerstören diese Tagesordnung mit 201 gegen 199 Stimmen. wolle, mache die Größe des Landes aus. Durch Rom. In der im Consistorium gehaltenen Vollendung der Heeresorganisation glaubt der Allocution sagte der Papst: Der Beistand Gottes Marschall für den Frieden gearbeitet zu haben, habe seine Bettübniß gelindert und er freue sich Armee- Organisationsgesetz vollständig in Anwen- dessen Erhaltung er wünscht. Mit Bezug auf die Höhe des Contingentes sagt er: Der wirkliche Zweck des Gesetzes ist ein normales Contingent für eine Effektivstärke, die nic unter 750,000 Mann sein soll, zu schaffen. Das diesjährige Contingent werde sich auf 100,000 Mann be⸗ laufen. Das Ergebniß des Gesetzes wird 777 jede Macht von einem leichtsinuigen Angriff auf Frankreich abzuhalten — Die„Presse“ versichert, die französischen Truppen würden von Neuem nach Rom dirigirt; der Befehl sei ausgegeben, in Toulon Schiffe für den sofortigen Transport von 20,000 Mann bereit zu machen. — Der Prozeß des Geheimbundes ist geschlossen. Accolas ist zu einem Jahr Gefängniß verurtheilt, Professor Naques, Verlière und Chonteau zu 15 Monaten, Playot zu einem Jahr; die sechs an- deren Angeklagten sind zu 3 Monaten, verurtheilt. Alle, außer Accolas, verlieren auf 5 Jahre die bürgerlichen Rechte. — Geseggebender Körper. Bei Fortsegung der Debatte über das Militärgesetz schlägt Glais— Bizoin die Annahme des preusischen Wehrsystems vor. Garnier Pagss schätzt die Ausgaben für die neue Organisation auf 50— 60 Millionen. Der Kriegsminister entgegnet, daß sie nur 11 Mill. betragen würden. Das Amendement Bizoin wird verworfen, ebenso das Amendement Clary betreffs der Nationalgarde und das Amendement Janzé, das auf ein Contingent von 80 000 M. geht. Das Amendement Tillancourd, das verlangt, daß kleiner Wuchs vom Dienst nicht ausschließt, wird in Erwägung gezogen. Fortsetzung der Debatte Donnerstag. Grofibritannien wird fortdauernd von den Feniern in Aufregung erhalten. In War— rington versuchten einige derselben die Gasfabrik in die Luft zu sprengen. In dem durch die Ex— zu sehen, daß die Bischöfe sich zur Verthei igung des päpstlichen Stuhles eng verbunden haben, und daß die Laien zu dieser Vertheidigung auch ihrerseits in öffentlichen Versammlungen mitwirkten, namentlich im Senat und im gesetzgebenden Körper von Frankreich. Indem er sich über die freiwillige Hingebung belobend ausspricht, dankt er dem mächtigen und großmüthigen Frankreich und dessen Kaiser für die ihm geleistete Unter⸗ stützung und empfiehlt den Kaiser und sein Volk dem Gebet der Gläubigen, auf daß Gott die Herzen seiner Feinde bekehre. Friedberg. Dem Vernehmen nach hat der wegen Raubversuchs in Untersuchungshaft befindliche Soldat des hiesigen Bataillons, Adam Gaul aus Planig, in der Nacht vom 21. auf den 22. d. M. seinem Leben durch Erhängen im Arrestlokase zu Offenbach ein Ende gemacht. F. Friedberg. Nach der am 3. Dezember d. J. staugebabten Volkszählung hat Friedverg nachstehende Be⸗ völkerung: Ortsanwesende 4773 Personen, wovon 3195 beständig, 1198 zeitweilig und 80 vorübergehend anwesend sind. Von diesen 4773 Personen gehͤren 4499 dem Großberzogthum und 274 anderen Staaten an, und er⸗ höhr sich die Bevölkerung gegen 1864 um 204 Personen. Die Zollabrechnungs-Bevölkerung beträgt 4794 Personen. Unter der auwesenden Bevölkerung sind 29 Blinde, 48 Taudstumme, 1 Irrsinnige, 4 Blödsinnige und 43 Almosen⸗ empfänger enthalten. Die Wohnungsräume sind folgende: zu 2 und mehr Personen 831 Wohnungen, 1958 Woh⸗ nungeräume mit 4400 Person en; für 1 Person 174 Wohnungen, 275 Wohnungsräume mit 174 Personen; für Insassen 14 Wohnungen, 76 Wohnungsräume mit 199 Personen; Unbewohnt 21 Wohnungen mit 68 Woh— nungsräumen; zusammen 1040 Wohnungen, 2377 Woh⸗ nungsräume mit 4773 Personen. 5 Frankfurt. Am verflossenen Samstag wurde ein Bubenstieich ausgeführt, wie er in hiesiger Stadt wohl noch nicht, wenigstens nicht in diesem Umsang, vorgekom⸗ men sein mag. Etwa 50 Briefe, welche namhafte Be— stellungen gegen Baar enthielten und die Unterschrift eines hiestgen achtbaren Bürgers und Bierbrauers trugen, wurden an verschiedene Firmen und Handwerker gesandt. Die⸗ selben betilten sich, alsbald den Austrag auszuführen. So wurden z. B. mehrere Körbe Champagner, einige Dutzend Servietten mit den entsprechenden Tafeltüchern, 50 Stühle plosion bekannten Stadtviertel Clerkenwell mußte und einige Dutzend Tische, verschiedene Pasteten und Büchsen Auswanderung gedrängt wurde. von Amerika zählen reichlich 4 Mill. Irländer. Diese irische Auswanderung hat nach- gerade eine gewaltige Ausdehnung angenommen; die vereinigten Staaten In diese Massen, die in nach Irland überschiffen staaten sollte einstweilen land. Wir wissen, es i würde. Der Kampf unter den Fahnen der Nord- eine Vorschule sein für den Kreuzzug gegen Eng— st anders gekommen. Der Bürgerkrieg in Amerika innigem Verkehr mit der Heimath blieben und deren Reihen durch neue Ankömmlinge stets vermehrt wurden, kam allmählich Organisation. In New-Nork bildete sich ein irisches Direktorium, dem bald namhafte Sum- men zur Verfügung standen. Die Loosung wurde Befreiung der Brüder in der Heimath von der Tyrannei Englands, dem alles Uebel in Irland, selbst Kartoffelkrankheit und Hungersnoth, zur Last gelegt wurde. Die Stellung Englands zu den vereinigten Staaten während des Bürgerkrieges in amerika leistete der irischen Conspiration daselbst großen Vorschub; die Amerikaner sahen mit Schadenfreude dem den Südstaaten günstigen Eng⸗ land Verlegenheiten erwachsen. Da trat plötzlich zu Anfang 1863 ein irischer Wühler, Oberst John O'Mahony, mit einem Bund von Brüdern an die Oeffentlichkeit unter dem Namen der Fenier. Die Welt dlieb im Zweifel darüber,„ob der Name vom Vogel Phönix stamme, aus dessen Asche das keltische Paradies entstehen solle, oder ob er sich von Finn M'Loul berleite und deßhalb eigentlich Finnier heißen solle.“ Bezeianend für den Fenierbund ist die Notiz, die„Blackwoods Magazin“ von dem Haupte desselben, der sich nun„Centralorganisator der irischen Republik“ unterzeichnete, gibt. Er habe nicht arbeiten, aber trinken wollen, und sei zu pertraulichem Umgang mit der Branntweinflasche und zu genauer Bekannt chaft mit dem New⸗Norker Polizeigefängniß gekommen, wo aufgelesene Betrunkene Nachts untergebracht werden. Bon dem Feuterbund sprach man frei und offen, und bezeichnete ihn als eine Macht, die mit 100,000 Mann auf amerikanischen Schiffen —: ð..——„ ist zu Ende gegangen und die große„fenische“ Flotte ist noch nicht nach Europa abgesegelt. Nichtsdestoweniger hat sich die Bewegung nach Irland und England verpflanzt, nur hat sie den Weg des Meuchelmordes betreten, und die Welt vernimmt ihre Thaten mit Abscheu und Entsetzen. Darf ganz Irland dafür verantwortlich gemacht werden? Es würde grauenhaft sein, unterstellen zu müssen, eine ganze Nation sei auf der abwärtsgehenden Stufenleiter menschlicher Verwilderung zu solcher Tiefe der Ruchlosigkeit hinabgestiegen. Wir wollen vielmehr gerne annehmen, nur der schmutzigste Abschaum, nur die verworfensten Elemente des irischen Stammes haben sich in dem Verbrecherbund der Fenier zufsammengefunden; immerhin aber muß zur Erklärung einer solchen Erscheinung neben der Stammes und Religiousverschiedenheit, neben aller Unbill, welche die Bewohner der grünen Insel Jahrhunderte hindurch mögen erduldet haben, in erster Linie die Eigenartigkeit des irischen Nationalcharakters mit seinem Mangel an Achtung vor dem Gesetz, seiner tief im Blute steckenden Arbeitsscheu und entsittlichenden Neigung zum Brandy und seiner Rach sucht und Tücke in Betracht gezogen werden. Die paar Hunderte oder Tausende von Bösewichtern werden schließlich versprengt und vernichtet werden, das irische Volk aber kann nur Heil finden in dem Aufgeben des traditionellen Hasses gegen seine Staatsgenossen, mit denen es nunmehr schon seit Jahren gleiche politische Rechte genießt, in sittlicher Erstarkung und in ehrlichem Kampf um Verbesserung seiner Lage durch Tüchtigkeit und Ausdauer in den verschiedenen Berufszweigen des bürgerlichen Lebens. mit eingemachten Fri hien, eine Masse Blumenbou⸗ guets und Blumenstöcke, serner Vorhäng- und Kleider— flosse in die Wohnung des angeblichen Bestellers gebracht, wäbrend vor der Thüre vier Wagen mit Steinkohlen und ein Wagen mit Dieblen beladen hielten. Der Betreffende war höchlich überrascht, denn er wußte von alledem nichts und war sein Name lin solch frivoler Weise mißbraucht worden. Eine Untersuchung ist eingeleitet. Offenbach. In der Nacht von Dienstag auf Mitiwoch wurden an den Straßienecken und. öffentlichen Plätzen hier geschriebene Zettel angeschlagen. Dieselben forderten in den allergewöhnlichsten bekannten Schlag wörtern die Akbeiter auf sich zu erheben ꝛc. ꝛc. Büdingen. Die„D. Zig.“ berichtet vom 23 d. M.: Oeute Nachmittag wurde der frühere Großherzoglich Badische Oberst Pfunorr, dessen Leiche von Baden-Baden seinem letztem Wohnorte, hierher gebracht worden war, auf dem hiesigen Friedhofe feierlich und mit militärischen Ehren, deren Ausführung die hiesige Schützengesellschaft über— nommen hatte, zur Erde bestattet. Pfnorr wurde im Jahre 1784 dahier geboren, trat schon in seinem 16. Le- bens jahre in das badische Militär und bat die bebeutendsten Kriege der napoleonischen Periode bis in's Jahr 1815 ruhmvoll mitgekämpft. Er hinterläßt der Stadt Büdingen, zum Zwecke der Unterstützung hülfsbedürfttger Gemeinde— angehörigen und zur Abgabe unverzinslicher Darlehen an unverschuldet zurückgekommene Handwerker ꝛc., ein Ver⸗ mächtniß, dessen Werth vrach dem Stande der an den Stadworstand bereits früher überlieferten Schuldverschrei⸗ bungen, sich demnächst auf 21,000 fl. verechnen wird. Sein Andenken wird daher in seiner Vaterstadt, der er auch im Tode angehören wollte, dauernd im Segen bleiben. Darmstadt. Ein äußerst frecher Diebfsahl wurde dieser Tage zwischen 12—2 Uhr auf dem hiesigen Stadt⸗ gericht verübt. Ein bis jetzt unbekannter Thäter stahl aus dem Actuariatszimmer durch Aufzwängen des Pultes die etwa 120 fl. enthaltende Stempelkasse des Actuars Bartha. Das Schönste bei der ganzen Sache ist, daß der Zimmer⸗ schlüssel auf der Polizeiwachtstube aufbewahrt wird, die Wachtmannschaft aber keine Auskunft zu geben vermag. Wahrscheinlich hat sich der localkundige Thäter eines falschen Schlüssels zur Oeffnung der Stube bedient. Darmstadt. Am 21. d. M., Abends zwischen 5 und 6 Uhr, brach in dem Etablissement der Gebrüder Merck in der Mühlstraße Feuer aus, welches das Innere des Trockenhauses in Asche legte. Durch die rasch herbei— deeilte Hülse ward man in Zeit von zwei Stunden des verheerenden Elemenis der Aetherkeller ziemlich entfernt lag. Wenn die Flamme in diesen Zugang gefunden hätte, so wäre eine Explosion und damit die verheerendste Wirkung die unvermeidlichste Folge gewesen. Darmstadt. In der vorigen Woche sand in Bessungen zwischen zwei Chevauxlegerscadetlen ein Säbelduell slatt, wobei dee Eine eine bedeutende Kepfwunde erhielt. Wenige Tage vorher soll auch zwischen zwei Offizieren ein solches Duell staltgesunden haben. Mainz. Der Sergeant Kurz ist bereits vor einigen Tagen seinen Wunden erlegen, während der Verbrecher an den Folgen der von den Soldaten ihm zu Theil ge⸗ wordenen Behandlung sich noch, unter ärzllicher Pflege befindet. Er soll sich des ganzen verhangnißvollen Vor⸗ ganges nicht im Mindesten mehr erinnern zu können angeben. „ Verschiedene Blätter theilen nachstehende Uebersicht der Ciwillisten der europäischen Monarchen in den größeren Staaten, nebst Angabe der Einnahmen der letzteren mit. Civilliste. Staatseinnahme, Francs. Francs. Wilhelm J. von Preußen. 15,000,000 795 000,000 Mäander i 42,500,000 1,700.000,000 Napoleon III.. 26,000,000 1,862.000,000 Victoria I. 11,750,000 1,719,000,000 Franz Joseph II. 20,000,000 1,016.000,000 Victor Emanuel. 12,000,000 863,000,000 Abdul Aziz 33 500,000 300,000,000 Ifabella II. 1 9,000,900 585,000,000 Karl XV. von Schweden 1,900,000 86,000,000 Christian IX. von Dänemark 1200,000 67,000,000 Leopold II. von Belgien 3,000,000 168.000.000 Wilhelm II. von Holland. 2,500,000 180,000, 000 Karl J. von Württemberg. 1,100,000 35,000,000 Georg J. von Griechenland 1,300,000 23,000 000 Luiz I. von Portugal 3,750,000 92,000,000 Plus i:! 1,000,000 58,000,000 Den höchsten Procentsatz von der Staatseinnahme bezieht sonach Adul Aziz, namlich mehr denn 11PCt. des gesammten Einkommens des lürkischen Reiches. Den niedrigsten Procentsatz bezieht die Königin von England, nämlich nur sieben Zehntel Procent. Präsident Johnson erhält nur 25,000 Doll. in Gold, während die Einnahme der Unien sich auf ca. 289,000,000 Doll Papier, d. h. nach dem gegenwärtigen Course etwa 1,082,000,000 Frs. deläuft. Nach dieser Darstellung haben wir in Preußen Oesterreich und selbst Frankreich. Nur Rußland und die Türkei haben größere Hofausgaben. Telegraphischer Bericht. Mitgetheilt von Chr. Hecht in Friedberg, Spec.-Agent. Das Hamburger Postdampfschiff„Hammonia“, Capt. Ehlers, von der Linie der Hamburg-Amerikanischen Packet⸗ sahrt-Actien-Gesellschaft trat am 21. Dezember wiederum eine Reise via Southampton nach New-⸗PYork an und hatte außer einer starken Brief- und Packet⸗Post 600 Tons Ladung, 28 Passagiere in der Cajüte und 152 im Zwischendeck an Bord. 1 ö Schiffsnachrichten. Mitgetheilt von Che. Hecht in Friedberg, Spec.- Agent. Angekommen in New⸗Pork: Am 28. Nov. Segelschiff Christel don Bremen, am 9. Nov. Dampfer Weser von Bremen und Dampfer Eily of Paris von Liverpool, am 30. Nov. Dampfer Aleppo von Liverpool, am 1. Dez. Segelschiff Germania von Rotterdam, am 2. Dez. Dampfer Pereire von Havre, am 3. Dez. Segelschiff Idatique von Antwerpen und Segelschiff Jupiter von Bremen, am 4. Dez. Dampfer France von Liverpool und Segelschiff Alemene von Havre, Abgehend nach New- Pork: Am 31. Dez. Dampfer Wm. Penn von Havre und 1867. f gubült die am Mit mul, Dien 17 vichtügst Bavaria von Hamburg. 5 Wegen Frachten und Passagen beliebe man sich an obige Specialagentur zu wenden. Der Herr Expeditionsrath ist auch in Paris gewesen und theilt seine Erlebnisse und Beobachtungen in köstlichen Briefen mit, welche an den Lahrer hinkenden Boten gerichtet sind und in der Lahrer Illustr. Dorfzeilung, mit Bildern geschmückt, er⸗ scheinen. Er hat Steff für den ganzen Winter und seine Freunde werden nicht verfeblen, ihm auf seinen Irrfahrten nach und durch Paris zu folgen. Die Illustr. Dorfzeitung, welche außerdem Original-Erzählungen von Bürklin, Temme, Gerstäcker Gustav Höcker e. und einen großen Stahlstich als Prämie liefert, ist von allen Vuchhandlungen und Poslämtern zu beziehen(monal⸗ licher Preis nur 3½ Sgr.— 12 kr.) Subscriptions⸗ listen für diese absatzfähigste Zeilschrift sind in allen Buchhandlungen zu haben. Bei 50 Bestellungen 11 Thlr. 20 Sgr.= 20 Gulden Provision. Der Jahrgang 1868 Unterhalt Ubonnenten Da B U. Den Abbes Die zu einer lar derr. Eln Glück war es, daß verbäbenißmäßig eine größere Civilliste als England, Italien, hat soeben begonnen. U D D 2 5 8 1 g 5 3 257 und Fleiß d 4 Abonnenten, welche den„Anzeiger“ von der Post beziehen, wollen ihre Bestellungen für das* 1 95 erste Halbjahr 1868 baldigst machen, damit in der Zusendung keine Unterbrechung eintritt. und Gute — N K 8 Existenz fin a 2 1 2 Verlobungs⸗ Anzeige. kage der E 5 3033 An ftart besonderer Anzeige setzen wir hiermit deen Wede N 2 alle unsere Verwandten und Bekannten von unserer D 2 2 a— a Verlobung in Kenntniß. retsch n 0 f; a 8 355 Marie Falck Louis Rodaug, Leden ger On Au 1 L* U in chöner Al ee hlen— Binder nagel& Sehiiupff. 48570 Falck, Frterterg 550 10 5 N 5 N 5 1 nommen, f N bekanntlich 5 2 0 0 ken. Nach 7 ein ste 3023 Mittwech den 1. Januar, wozu freundlichst sein, den 2 einlade t! ilippi 3) 2 1 2 rrac-Punsch-Essenz e e 1 4 U U hiesigen Ge 40 f . einzeln ee K l, Sete 5. Glace- Handschuhe 2 3027 Fer i s che Marburger Trockenhefe 2780 pr. Pfund 28 kr., pr. Loth 1 kr. in der Hefen⸗ pandlung von H. Schmidt II. 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Nachmittags: Herr Diakonus Meyer. Gottesdienst in der Burgkirche: Vormittags: Herr Pfarrer Diegel. Nachmittags: Herr Candidat Fuchs. atholische Gemeinde. bf. Sonntag Kal 10 Uhr Hochemt mit docdigt der werklägige Goltesbienst fällt wegen Restauration der Kapelle aus. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpf. (Hierzu Unterhaltungsblatt Nr. 54 und zwei Beilagen.) * — Hessen schreiben: 2 berichten, de mit der H. been Fort a ifferenzen schon auf einem vorlah bahngesellsc und Riedb.