— en Kümmich t Hinzenden Donnerstag den 28. November. 141. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. 8 Auf den„Anzeiger“ kann man noch für die Monate November und Dezember bei den Poststellen des Großherzog⸗ thums mit 22 kr. und bei der Verlags-Expedition mit 20 kr. abonniren.. Amtlicher Theil. Betreffend: Die Betiräge der wohlstebenden kathollschen Kirchensonds zu dem allgemeinen katholischen Kirchenfond für kirchliche und geistliche Zwecke für 1868. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die katholischen Kirchenvorstände. Zur Bestreitung der Bureaukosten der katholischen Decane und zu andern kirchlichen Zwecken, sowie zur Bezahlung des Gehalts des Stiftungsanwaltes bedarf der allgemeine katholische Kirchenfond im Jahr 1868 die Summe von 1696 fl., welche nach höchster Ver⸗ fügung auf die betreffenden katholischen Kirchen- und milden Stiftungs— fonds ausgeschlagen worden sind.— Indem wir Ihnen nachstehend einen Auszug aus der gefertigten Repartition mit dem Auftrag über— senden für die Berichtigung zu sorgen, weisen wir Sie zur Zahlung Friedberg den 25. November 1867. der den einzelnen Kirchen zur Last kommenden Beiträge an die Groß— herzoglichen Districtseinnehmereien an, und ertheilen den etwa fehlenden Credit zu Lasten des Reservefonds Ter a 1) Kirche zu Ibenstadt 2 fl. 30 kr.— 2) Kirche zu Nieder⸗Mörlen 4 fl. 11 kr. — 3) Kirche zu Ober-Mörlen 3 fl. 55 kr.— 4) Kirche zu Ober⸗Wöͤllstadt 5 fl. 21 kr. — 5) Kirche zu Ockstadt 3 fl. 27 kr.— 6) Kirche zu Oppershofen 54 fl. 14 kr.— 7) Kirche zu Rockenberg 9 fl. 40 kr.— 8) Kirche zu Wickstadt 13 fl. 41 kr. Juvaliden- Unterstützungs⸗Verein. Aus dem Kreise Friedberg sind uns in dem Jahre 1866 und Außerdem ist uns von dem Mathildenstift ein gleicher Beitcag in dem laufenden Jahre, meistens durch die gütige Vermittlung des für das Jahr 1868 in Aussicht gestellt worden. Großh. Kreisamts daselbst, folgende Gaben Vereinskasse zur statutenmäßigen Verwendung überwiesen worden: zugekommen und der Wir erfüllen hiermit die angenehme Pflicht, allen Bewohnern des Kreises, welche durch ihren in reichem Maße bethätigten Wohl— 1) Von dem Kirchenfond Wohnbach 40 fl.— kr. thätigkeitssinn zur Förderung des gemeinsamen patriotischen Unter⸗ 2) Von dem Unterstützungs-Comité für verwundete nehmens beigetragen haben oder noch beitragen, Namens des Vereins Krieger 100„—, den wärmsten Dank auszusprechen. 3) Von dem Kirchenfond Schwalheim 4% 30„ 4) Von dem Mathildenstift zu Friedberg 100—„ Darmstadt den 21. November 1867. 5) Von den Vorst. d. einzelnen Gemeinden d. Kr. 3017 30 Der Vorstand des Invaliden-Unterstützungs-Vereins. 6) Von dem Kirchenfonds des Kreises 141,—„, Der Dorsitzende Der Schriftführer Zusammen 687 fl.— kr. Hahn, Hofgerichtsrath. Weber, Stadtgerichts⸗Assessor. Hessen. Darmstadt. Das Großherzogliche des. Es lag also für Hessen auch kein formeller tilation der großen Stallungen liegt, und steht Regierungsblatt Nr. 45 enthält: Grund vor, sich durch einen andern deutschen zu hoffen, daß bei etwaigen Umbauten in dieser I. Gesetz, die Erhebung einer Abgabe von Salz beir. II. Verordnung, die Ausführung des Gesetzes über die Erhebung einer Abgabe von Salz betreffend. III. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums des Innern, die amtliche Benennung der Dienststellen der Kreis ⸗Velerinärärzte betressend. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst zu bestimmen geruht, daß die Dienststellen der Kreis⸗Veterinärärzte von nun an die amtliche Benennung„Kreis⸗Veterinärämter“ zu führen haben. ö IV. Bekanntmachung Gr. Finanzministeriums, den Anschluß der Herzogthümer Holstein und Schleswig an den Zollverein betreffend. V. Bekanntmachung Großh. Kreisamts Heppenheim, die Erhebung einer weiteren Umlage zur Bestreitung der Flur⸗ und Parcellenvermessungs⸗ und sonstigen Kosten für 1866/68 in ber Gemeinde Seehof, Kreises Heppenheim, betreffend. 1 N VI. Concurtenz für: die katholische Schulstelle zu Neu⸗ Bamberg, im Kreise Alzey, mit einem Gehalte vou 300 fl. mebst einer Vergütung von 30 fl. für Heizung des Schulsaals. — Die„D. Zig.“ vom 25. Nov. sagt an bevorzugter Stelle: Die Einladung Frankreichs zur Theilnahme an einer Conferenz behufs defi⸗ nitiver Ordnung der Römischen Frage ist auch an die Großherzoglich Hessische Regierung gelangt, und von dieser unbedingt angenommen worden. Gegenüber den Urtheilen gewisser Blätter freuen wir uns aufrichtig dieses Entschlusses. Eine Re- gierung, wie die Großherzoglich Hessische, auf deren Gebiet 250,000 Katholiken wohnen, würde, unseres Erachtens, ihre Pflicht verkannt, haben, wenn sie die ihr dargebotene Möglichkeit, ihre Summe für das polilische und religiöse Recht selbstständig zu erheben, zurückgewiesen hätte. Das Großherzogthum Hessen befindet sich in einer andern Lage, als Sachsen. Seine südlich des Maines liegenden Provinzen, welchen die katholische Be⸗ völkerung des Landes vorzugsweise angehört, bilden keine Bestandtheile des Norddeutschen Bun- Staat auf den bevorstehenden Conferenzen ver- treten zu lassen. Bedingungen zu stellen, wie sie aus der politischen Situation anderer Regierungen sich erklären, dazu hatte Hessen wohl nicht die mindeste Veranlassung.— Wir wünschen, daß die Conferenz, deren schöne Aufgabe es sein wird, neue Garantien für die Erhaltung des Europäischen Friedens, auf der Grundlage des Rechtes, zu schaffen, selbst dann zu Stande komme, wenn die zunächst interessirten beiden Staaten sich nicht be⸗ theiligen wollten. Die Forderung einer vorherigen Aufstellung eines Programmes halten wir nicht blos für überflüssig, sondern geradezu für schädlich. Der freie, mündliche Austausch der Meinungen in der versammelten Conferenz wird besser zum Ziele führen, als eine vorhergehende schriftliche Verständigung, die im günstigsten Falle der Con- ferenz selbst kaum mehr als den Wereh einer diplomatischen Form lassen würde. g — Der Fackelzug zu Ehren Seiner König⸗ lichen Hoheit des Großherzogs wurde am Samstag Abend, wie es das Programm angab, zur Aus- führung gebracht. Der Großherzog ließ eine aus Herrn Oberbürgermeister Fuchs von hier, Bürgermeister Demmel von Bessungen und Geometer Dieter von Reinheim bestehende De— putation zu sich bescheiden und bezeugte denselben von Neuem seine Sympathien für das Bahnpro-⸗ jekt. Nach Beendigung der Feierlichkeit versam⸗ melten sich die Theilnehmer bei Ritsert, sowie in verschiedenen anderen Bierlokalen. — Nach dem„Fr. J.“ wäre, wie beinahe jedes Jahr, so auch jetzt wieder, die sogenannte Influenza bei den Pferden der Reiterei hier und in Butzbach ausgebrochen. Es wird unter- stellt, daß die Ursache in der mangelhaften Ven⸗ Beziehung nöthige Vorsorge getroffen wird. — Am Vormittag des 25. d. starb im nahezu vollendeten 70. Lebensjahre, nach langen Leiden, der Gr. General⸗Staats-Prokurator a. D. August Emmerling. Friedberg. Wie wir vernehmen, wird die Ergänzungswahl des Gemeinderaths hiesiger Stadt in nächster Woche, und zwar Donnerstag, Freitag und Samstag, vorgenommen werden. Es darf wohl eine recht zahlreiche Betheiligung von Seiten der Wähler erwartet werden. — Der hies. Kreisarzt Dr. Müller wurde auf Nachsuchen nach Schotten versetzt und Dr. Lorenz von Vilbel zu dessen Nachfolger bestimmt. Preußen. Berlin. Aus den dem Abge- ordnetenhaus von Seiten des Finanzministeriums ge⸗ machten Vorlagen dürfte interessant sein zu erfahren, daß im vorjährigen Kriege für gebeime politische Zwecke 729,000 Thlr.(1,270,075 fl.) veraus- gabt worden sind.(Wer gut schmiert, der gut fährt.) — Nach dem Etat pro 1868 belaufen sich gegenwärtig die Staatsschulden Preußens für die alten Landestheite auf 306,143,000 Thlr. einschließlich 102,000,000 Thlr. für Eisenbahn⸗ schulden; für Hannover 41,160,000 Thlr., ein- schließlich 25,250,000 Thlr. für Eisenbahnschulden; für Kurhessen 16,535,000 Tolr., einschließlich 16,000,000 Thlr. für Babnen; für Nassau 20,516,000 Thlr., einschließlich 16,589 Thlr. für Bahnen; für Hessen-Homburg 161,000 Thlr., für Schleswig ⸗-Holstein 22,140,000 Thlr., in Summa 406,658,000 Thlr., einschl. 160,112,000 Thlr. für Eisenbahnschulden. Mit Hinzurechnung von 15,842,000 Tyolr. unverzinslicher Schulden (Kasse nanweisungen beläuft sich die gesammte Staatsschuld auf 422,501,000 Tülr. In dem .—— —— —— rr—. 22TTT—TT—TT—T—T—T—T——....—— —— Etat sind zur Verzinsung dieser Schuld 16,454,000 Thlr., für die Amortisation 7,966,000 Thlr. bestimmt. Von der Stadt Frankfurt sollen ferner an Schulden übernommen werden 11,964,000 Thlr., für ihre Verzinsung sind in dem Etat 580,000 Thlr. ausgeworfen. In Beziehung auf die Uebernahme der Staatsschulden der neuen Landestheile wird überdieß in nächster Zeit ein besonderer Gesetzentwurf vorgelegt werden. Wiesbaden. Die Unterhandlungen mit der Homburger Bank sino abgebrochen, die mit der Wiesbadener Aktiengesellschaft sind resultatlos geblieben. Die Regierung verlangt 1 Mill. Thlr. für einen Kurfond gegen sechsjährige Fortdauer des Spiels. Die Spielgesellschaft offerirt fl. 200,000. Bayern. München. Die Militͤr⸗ Conferenz der süddeutschen Staaten wird auf Grund der Stuttgarter Vereinbarungen am 2.5 Dezember d. J. hierselbst zusammentreten. — Gefälschte bayerische 5 fl. Noten sind in Umlauf. In Nürnberg sind einige solche aufgegriffen worden. Als Erkennungszeichen der Fälschung sind hauptsächlich die schlechte Gravirung der Bavaria und das Fehlen des neben die lau⸗ fende Nummer des Scheins gehörigen Punktes zu betrachten. Augsburg. Der Postzug von Lindau ent⸗ ging am 22. d. M., Morgens, einer großen Gefahr. Ruchlose Hände hatten unweit Kempten eine Schiene quer über die Bahn gelegt und, damit dieselbe von der Lokomotive nicht bei Seite geschoben werden sollte, vor der Schiene Pfähle in den Boden getrieben. Glücklicher Weise zer⸗ splitterte die Lokomotive dieses Hinderniß, ohne aus den Schienen zu kommen. Baden. Karlsruhe. Baden wird an der Conferenz theilnehmen in der Erwartung, daß die Versöhnung der gesicherten päpstlichen Würde mit den nationalen Interessen Italiens zum Zweck genommen wird und von den europäischen Staaten namentlich auch die süddeutschen und der nord— deutsche Bund vertreten sein wird. Oesterreich. Wien. Der Cardinal⸗ Fürstbischof von Prag hat nun gleichfalls in der Concordats Angelegenheit einen Hirtenbrief erlassen. Das Aktenstück ist vom 4. Nov. datirt. Er sagt varin, die Civilehe wäre vor der Kirche und daher vor Gott und dem Gewissen nicht einmal gültig, sondern nur ein sündenhaftes und sündenbeflecktes Zusammenleben. Es könnte dann das weltliche Gericht zuletzt auch trennen, was Gott verbunden, und Scheidungen erlauben, wo die sittlichen Gesetze sie nicht erlauben, die kirch⸗ lichen sie nicht erlauben können. Es würden dann bürgerlich gültige und kirchlich ungültige, staatlich gelöste und kirchlich unlösbare Ehen geben. — Der ungarische Ausgleichungs⸗ Ausschuß erhielt am 25. November vom Finanz⸗Minister eine Vorlage, welche die neuerdings richtig fest ⸗ gestellte ungarische Beitragsquote angibt. Danach leistet Ungarn zur Deckung der Zinsen der bis⸗ herigen allgemeinen Staatsschuld einen Jahres⸗ beitrag von 29,105,000 fl., darunter 11,756,000 in Silber. Bis zum Mai 1868 wird eine Ge⸗ setzvorlage eingebracht, wonach die ganze gegen ⸗ wärtige Staatsschuld in eine einheitliche Renten- schuld umgewandelt werden sell. Falls Contra⸗ hirung eines neuen Anlehens auf gemeinschaftliche Rechnung nothwendig werden sollte, so sind Zinsen und die Rückzahlung des Capitals zwischen Cis⸗ leithanien und Ungarn zu theilen. Dieser Regie- rungsvorlage liegt ein Theil des Budgets pro 1868 bei bezüglich der Zinsen der Staatsschulden und Schuldentilgung. Die Verzinsung der Staats⸗ schulden erfordert 122,014,400 Gulden. Der Vor⸗ anschlag bezüglich der Schuldentilgung ergibt ein Erforderniß von 31,319,364 Gulden zur Deckung, sowie 8 Millionen Silber für Staatsschuldzinsen und 6,254,242 Gulden zur Tilgungvon Schulden. Pest. Der Ministerpräsident Graf Andrassy legte in der Sitzung des Unterhauses einen Gesetz⸗ entwurf vor, welcher Israeliten zur Ausübung aller bürgerlichen und politischen Rechte gleich⸗ mäßig für befähigt erklärt und alle hiermit im Widerspruch stehenden Verordnungen aufhebt. Der Entwurf wurde mit lautem Eljen aufgenommen. Frankreich. Paris. Sämmtliche süd⸗ deutsche Staaten haben ihre Bcreitwilligkeit zur Theilnahme an der Conferenz erklärt, und zwar sind die Erklärungen von Bayern, Württemberg und Baden in wesentlicher Uebereinstimmung mit den Aeußerungen Preußens; Darmstadt dagegen behauptet einen selbstständigen Standpunkt. —„Temps“ meldet, der Papst habe der Conferenz zugestimmt; sein Vertreter werde in der Conferenz die Garantie des status quo ver- langen; er werde erklären, daß der Papst durch einen Eid an die Aufrechthaltung seines non possumus in Bezug auf die anderen Forderungen als unmöglich, daß sein Nachfolger mit Italien unterhandeln werde. — ungeachtet der friedlichen Sprache, welche das offizielle Frankreich seit der Thronrede im Munde führt, dauern die kriegerischen Vor— bereitungen des Marschalls Niel fort. Obgleich der gesetzgebende Körper das Contingent der Altersklasse 1867 in der letzten Session in Folge des Militärprojectes nicht votirte, so hat der Kriegs-Minister doch bereits Befehle er— theilt, die Recrutenlisten aufzustellen, so daß er nach dem Votum der Kammer die Classe von 1867 sofort unter die Waffen bringen kann. — Nach dem Blaubuch war der Effectivbestand der französischen Armee am 1. Okt. 1867 ein folgender: Im Innern 358,769 Mann, in Algerien 65,263 Mann, zusammen 424,032 Mann; davon gehen ab als beurlaubt 40,000 Mann, bleiben also 384,032 Mann. Die Reserve be— läuft sich auf 226,466, mithin betrug die Ge— sammtstärfe der französischen Armee 650,498 Mann am 1. Okt. d. J. Die Remontecommission hat im Jahr 1867 ungefähr 30,000 Pferde, zum Theil im Auslande, angekauft. 19,000 Zug- pferde zwischen 4 und 10 Jahren sind einstweilen bei Landwirthen untergebracht. Toulon. Die ganze Flotte wird von hier in See gehen, um eine Division der französischen Truppen von Rom nach Frankreich zurückzuführen. Belgien. Brüssel. Der König hat von Wien den Entwurf eines Vertrages, betreffend die Regelung der Nachlassenschaft des Kaisers Maximilian, erhalten. Man glaubt, daß dieser Entwurf, welcher die bisherigen Differenzen in dieser Frage beseitigt, die Genehmigung des Königs erhalten wird. Großbritannien. In Manchester wurden am 23. ds. drei des Aufruhrs und der Tödtung eines Polizeimannes angeklagte Männer, welche der weitverzweigten Gesellschaft der Fenier angehörten, durch Erhängen hingerichtet. Die vielseitig gehoffte Begnadigung war ihnen nicht zu Theil geworden. Ein dichter Nebel verhüllte gespenstig die Exekution vor den Blicken derer, die gekommen waren, das Ende der Verurtheilten zu sehen, für welche es das Ministerium nicht für gut befunden die Königin um Begnadigung an⸗ zugehen. Daß das Fenierthum mit der Hinrich⸗ tung nicht getödtet ist, beweisen indeß die in Manchester, Belfast, Dublin und London u. a. O. stattgehabten Demonstrationen. In ersterer Stadt zog am 24. eine aus ungefähr 1500 Ferniern bestandene Prozesston durch die Straßen. An demselben Tage zogen in London mehrere Tausend Menschen von dem Stadttheile Clerkenwell mit Trauerfahnen und Trauermusik nach dem Hyde⸗ park, woselbst heftige Reden gehalten wurden. In Dublin wurde auf zwei Polizisten geschossen, der Uebelthäter ist entwischt. In Belfast fand ein dreistündiger Brodkrawall statt, wobei die Polizei Feuer gab. Auch in Birmingham kamen Schlägereien vor.— Die Verhaftung des Fenier⸗ Häuptlings Burke wird bestätigt. Italien. Florenz. Hier eingetroffene Briefe aus Rom melden, daß die Thronrede der Königin von England in den Kreisen der römischen Regierung einen sehr schlechten Eindruck hervor⸗ gerufen habe. Der Papst ist angeblich krank. — Garibaldi war während der letzten Tage leidend. Die Regierung sandte die Professoren Zanetti und Ghinozzi, ihn zu besuchen. Die Professoren erklärten, daß sich das Besinden des Italiens gebunden sei; er betrachte es jedoch nicht Generals in diesem Klima verschlimmert habe. In Folge dieser Erklärung beschloß der Minister⸗ rath unverweilt die Ueberführung Garibaldi's nach Caprera. Garibaldi ist auf dem Aviso „Esploratore“ nach Caprera abgereist; seine Ge⸗ sundheit bessert sich zusehends. — In Orbitello wurden Seitens der päpstlichen Behörden beiläufig 1000 gefangene Garibaldianer an die italienischen Behörden über— geben. Rom. Die französischen Truppen concentriren sich in der Richtung nach Rom zu; eir Regiment ist schon nach Civita- Vecchia abgegangen; drei weitere haben Befehl zum Ab- marsch erhalten. — Man schreibt dem„Journal des Débats“ aus Rom: Die Ursachen, welche den römischen Aufstano am 22. Oktober verunglücken ließen, werden jetzt klar. Als das National-Comite seine Vollmacht an die römische Junta abgab, beobachtete diese, im Wunsche, eine größtmögliche Anzahl von Anhängern zu gewinnen und einen großen Schlag zu thun, nicht die nöthige Vorsicht in ihrer Wahl und nahm, ohne es zu ahyen, Polizei⸗Agenten in ihre Reihen auf. Diese haben denn ihr Amt geübt und sie verrathen. So er- klärt man sich die Beschlagnahme von zwei mit Gewehren beladenen Schiffen auf der Tiber, zwei Tage vor dem Ausbruche, sowie eine andere Be⸗ schlagnahme von Waffen und Munition in der Straße delle Coppelle; so hat man auch einen Hinterhalt organisiren können, um bei einem Waffen⸗Depot auf der Straße nach St. Paul vor den Mauern eine Anzahl von Insurgenten zu tödten, gefangen zu nehmen oder in die Flucht zu jagen, und so hat man endlich den Ueber fall in einem Hause von Trastevere ausführen können, dem bekanntlich eine vollständige Metzelei gefolgt ist.“ Amerika. Der Krieg der nordamerikanischen Union gegen die Indianer-Stämme wurde durch einen Vertrag beendet, wonach die Letzteren gegen eine jährliche Entschädigung von 30,000 Dollars und eine bestimmte Lieferung von Kleidern sich verpflichten, dem Baue der Eisenbahn nach dem stillen Ocean künftig keine Hindernisse mehr in den Weg zu legen. Offenbach. Eine eigenthümliche Industrie treibt ein gewisser L. Walther aus Cleve, früher daselbst Pastor, aber wegen seines üblen Verhaltens und insbesondere wegen seiner Neigung zum Trunke aus dem Kirchendienst entlassen. Derselbe treibt sich in größeren Städten herum, läßt sich durch einen bezahlten Lohndiener bei den reichen Familien herumführen und brandschatzt sie unter dem Vorgeben, er sei mit einem zum Leben nicht ausreichenden Gehalt pensionirt worden, wobei er die rührendsten Ge⸗ schichten über seine angeblich vom Schicksal systemalisch verfolgte Familie zu erzählen weiß. Auch in der hiesigen so wohlhabenden Stadt wußte der ehemalige Pastor das Mitleid der Bewohner in ausgiebigster Weise auszubenten, machte sich aber zu seinem Glück aus dem Staube, als die Polizei ihm das saubere Handwerk legen wollte. Darmstadt. Im Laufe des Winters wird ähnlich wie im vorigen Jahre eine Reihe öffentlicher Vor⸗ lesungen zu einem milden Zwecke stattfinden und hat man als solchen dießmal die Unterstützung der deutschen Kirchen und Schulen evangelischet Confession zu Paris ausersehen. Die Vorlesungen werden wie im vorigen Winter vom Januar an Dienstags um 6 Uhr im Saale der höheren Töchterschule stattfinden. Auch die Preise werden dieselben sein und die Billete in der Buchhandlung des Herrn Waitz ausgegeben werden. Es werden lesen die Herren: Professor Gaß von Gießen über die Lehre vom Gewissen;— Missionar Strobel von Frankfurt über das Evangelium in Africa;— Dr. Rieger zweimal über Dante;— Professor Diegel von Friedberg zweimal über den Pielismus;— Pfarrer Stromberger von Zwingenberg über Armenpflege;— Pfarrer Kayser von Nieder ⸗Weisel über Reform der Strafanstalten;— Pfarrer Stamm von Worms über die widertäuferischen( Eewegungen im Zeitalter der Re⸗ formation;— Professor Hundeshagen von Bonn üder die politischen, veligiösen und silllichen Zustände des jüdischen Volkes zur Zeit der ersten Ausbreitung des Christenthums. 9 Landau. Kürzlich wurde an dem hiesigen Festungs⸗ werk Nr. 36 von einen Genieabtheilung Unter Leilung des Lieutenants Oskar Frhrn. v. Schacky eine Mine gequetscht, bei welcher Veranlassung der genannte Genie⸗ lieutenant mit solcher Gewalt wider einen harten Gegen⸗ stand geschleudert und so schwer am Kopfe verletzt! wurde, daß er in der darauf folgenden Nacht starb. Auch ein Eeniesoldat wurde, jedoch nicht bedeutend, verletzt. Kassel. In der Nacht vom 23. auf den 24. d. wurde der Bahnhofsvorstand Heinmüller zu Zimmersrode schn aus W sche Zusamm 0 forlan vermitbel ih in Ole Paal Vr S0 fob 277 Bei d Marine⸗Post die bei den gelieferten 2 Schiffs Beso und bemnächst n Die gedach Zwedle von de Seitens dis! Bureau in Be Bureau erfosg Brlese nach Monats. Zür gewö von 4 Lolh Personen d beflehn ein ert die wn A. füt ein; incl., at Feuer Boolsse Ober N. Stabs: NN Maaten und Laz Maltos Hehher, so wie Militat bis a B. füt eit incl., den N. von 6 Die Ad. begeht wit, muß e ') den Gg dus 10 Manttilanischen u butt durch Letltten gegen 3/000 Dela 1 Hadern it wor nach del i N 4 ice 1 6% birstgen A Pastot ba cen, n 8 0 Sun 1 durch einen von Gießen nach Kassel gehenden Güterzug überfahren und starb in Folge dessen nach zwei Stunden; derselbe hinterläßt eine Wittwe und fünf unmündige Kinder. „ In Paris ist bei den nenesten Straßen⸗Anlagen jetzt eine höchst zweckmäßige Abweichung von der bisher üblichen Bauart eingeführt worden. Cine Verordnung der obersten Baubehörde schreibt dort in neuester Zeit vor, daß bei den sämmtlichen Neubauten an den Eckhausern die scharfen Kanten in Wegfall zu kommen haben. Die Ecken müssen in Zukunft abgerundet werden. Dies trägt we⸗ sentlich dazu bei, den Verkehr in volksbelebten Straßen, sowohl für Straßengänger, als auch für jede Art von Fuhrwerk, zu erleichtern und gefahrloser zu machen. Wenn die Ecken in Wegfall gekommen, können sich die Passanten schon aus weiter Entfernung sehen, und alles unwillkür⸗ liche Zusammenprallen beim Umbiegen um dieselben wird fortan vermieden. Durch die Abrundung der Ecke entstehen gleichzeitig in sämmtlichen Stockwerken Eckzimmer, welche in Paris meist als Familienzimmer benutzt werden, da sie ihren Bewohnern die Annehmlichkeit bieten, mit einem Blick zwei Straßen überseben zu können. Die Bauart hat sich als eine höchst praklische erwiesen und dürfte für alle größeren Städte, wo und soweit sie nicht besteht, Beach⸗ tung finden. „ Gelreide-Ausfuhr aus Ungarn. Der „Pesier Lloyd“ berechnet die Total-Ausfuhr von Getreide seit Anfang Juli d. J. auf 3,146,000 Metzen im un⸗ gefähren Werthe von 16,912,000 fl. Da nun auf Pest elwa 40 Procent von dem Gesammt-Export Ungarns entfallen dürfte, so läßt sich annehmen, daß die Gesammt⸗ Getreide⸗Ausfuhr Ungarns seit der neuen Ernte sich auf etwa 8 Millionen Metzen, unter denen nahe an 8 Millionen Metzen Weizen, belaufen hat, deren Werth sich auf etwas mehr als 40 Millionen Gulden berechnen läßt. Ver— anschlagt man die Einnahmen, welche die Transport- Anstalten daran gemacht haben, auf 75 kr. per Ctr., so ergibt sich ein Frachtgewinn derselben im Betrage von 6 Millionen⸗Gulden. „Die Pfarrerstochter von Worms. Eine Ge⸗ schichte aus den Schreckenstagen der Stadt. Von Wilhelm Wiener.“ Preis 1 fl. 48 kr. Unter diesem Titel ist soeben ein Buch erschienen, welches es schon darum verdient hier angezeigt zu werden, weil sein Verfasser ein Landsmann ist, aber noch mehr aus dem Grunde weil wir glauben, daß es von recht Vielen gelesen zu werden verdient und fest überzeugt sind daß kein Leser es unbefriedigt bei Seite legen wird. Der Verfasser sagt in der Vorrede des der Stadt Worms ge⸗ widmeten Buches:„Meist gibt die Weltgeschichte blos von den großen Ereignissen und äußeren Erlebnissen ganzer Völker Nachricht; sie hat keine Zeit und keinen Raum, das mehr verborgen wirkende und leidende Einzelleben in Betracht zu ziehen. Doch ist und bleibt das die Aufgabe des Dichters, der, wenn er zu schauen und zu lesen ver⸗ steht, vielleicht das wahrste und wirksamste Bild der ver⸗ zangenen Zeit zu geben vermag: um eine besondre Er⸗ scheinung, welche uns Interesse abnöthigt, dreht und grupp rt sich dann das Ganze in der anschaulichsten Weise. Diesem Satze, dem wir vollkommen beistimmen, ist der Verfasser durchaus gerecht geworden. Indem er die liebliche Gestalt der Wormset Pfarrerstochter und ihre Umgebung schildert, gibt er uns zugleich ein Bild von der ganzen Zeit, in welcher jene lebte und wirkte, und in welcher es möglich war, daß französische Heere ohne allen Widerstand ein schönes Stück des deutschen Vaterlandes, die Pfalz, verwüsten konnten. Das Ganze zerfällt in 4 Bücher;„Fröhliche Pfalz.“„Am Ort der Nibelungen.“ „Die Schrenckenstage von Worms.“„Heimweh und Heimkehr.“ S. Bekanntmachung. Die Privat⸗Briessendungen an Personen der Preußischen Schiffsbesatzungen im Auslande betreffend. 2772 Bei dem Hof- Post- Amte in Berlin ist ein Marine⸗Post-Bureau in Wirksamkeit getreten welches die bei den einzelnen Landes-Postanstalten auf, gelieferten Briefe an Personen der Preupischen Schiffs⸗Besatzungen im Auslande zu sammeln und demnächst nach dem Bestimmungsorte zu befördern hat Die gedachten Briefpoftsenvungen werden zu dem Zwecke von der Postanflalt, bei weicher die Auflieferung Seitens des Absenders stattfindet, dem Marine-Post Bureau in Berlin überwiesen. Von dem Martne-Post⸗ Bureau erfolgt die Weitersendung der in Rede stehenden Briefe nach dem Auslande am 1. und 15, eines jeden Monats. Für gewöbnliche Privatbrlefe— bis zum Gewichte von 4 Loth einschlteßlich— aus der Heimath an Personen der Schiffsbesatzungen im Auslande befleht ein ermäßigtes Porto. Es wird erhoben A. für einen Brief, dis zum Gewichte von 4 Loth incl., an Ober⸗Steuerleute und Steuerleute, Ober Feuerwerker und Feuerwerker, Ober-Bootsleute und Bootsleute, Ober- Maschinisten und Maschinisten, Ober⸗Meister und Meister, Feldwebel, See-Kadetten, Stabs⸗Wachtmetster, Steuermauns-Maaten, Feuer⸗ werks⸗Maaten, Bootsmanns⸗Maaten, Maschintsten⸗ Maaten, Meisters⸗Maaten, Ober-Lazaretb Gehülfen und Lazareth⸗Gehülfen, Stabs Sergeanten, Kadetten, Matrosen, Schifssjungen, Maschinisten⸗Applicanten, Helzer, Handwerker und Unter Lazaretb⸗Gebülfen, so wie an die bei der Marine im Dienste stehenden Militalrpersonen vom Feldwebel abwärts bis auf Weiteres der Betrag von 3 Sgr., B. für einen Brief, bis zum Gewichte von 4 Loth inel., an Offiztere und die im Offiziersrang steben⸗ den Marine ⸗Beamten bis auf Weiteres der Betcag von 6 Sgr. Die Adtresse der Briefe, für welche die vorstehend bezeichnete Porto Ermäßigung in Anspruch genommen wird, muß enthalten: ) den Grad und Dlenst. Character des Adressaten oder vas Amt, wesches derselbe in der Marine ⸗Ver⸗ waltung bekleidet, b) die Angabe: »an Bord Seiner Majefsät Schiff(Name des Schiffes) per Adresse des Königlichen Hof⸗Post⸗ Amts in Berlin. Die Berichtigung des vorgedachten Be⸗ trages muß bei der Post⸗Anstalt am Aufgabe⸗ orte erfolgen N Die in Reve stehenden Briefe unterliegen somtt, in Ansebung dieses Betrages, dem Franco⸗Zwange. Recommandirte Briefe, ferner Geld⸗ und Packet⸗ sendungen find von der gedachten Beförderungsweise und Porto⸗Etmäßigung ausgeschlossen, ebenso die den vorstebenden Besiimmungen nicht entsprechenden Brief. sendungen. Berlin den 15. November 1807. General- Post Amt von Philipsborn. Edictalla dung. 278 Der unbedeutende Nachlaß der im Juli l. J. verflorbenen Wittwe des Johannes Schneider von Ober⸗Wöllstadt, Helene Margarethe, 10 Reltz, ift über ⸗ . Forderungen und sonstige Ansprüche find im mine Dlensag am 24. December l. J., Vormittags 8 uhr, dahler geltend zu machen, wivrigenfalls bet einer ver⸗ leichswelsen e des Nachlasseo unangemeldete orderungen und Ansprüche außer Berückfichtigung bleiben. Friedberg am 7. November 1807. Grofesegliches Landgericht Friedberg Reitz, Steinberger, Landgerichte Assessor. Fand richter. Das goldene Lumilienbuch 00 der köstlichste Hausschaͤtz für je er de Haus- und Landwirthschaft und für Jedermaun. Zei ter, Fee Preis: fl. 1. 48 kr. Der er ste Theil ist in so großer Menge verbreitet und hat einen solchen Anklang allenthalben gefunden, daß das Erscheinen dieses zweiten Theiles von allen Käufern des ersten gewiß mit großer Freude begrüßt wird. Vorräthig in der Buchhandlung von Bindernagel& Schimpff in Friedberg, so⸗ wie bei F. Trebes in Nidda und L. Schneider in Hungen. 2727 Bekanntmachung. Versteigerung von dolz und Ginstern in der Ober⸗ försterei Ober⸗ Rosbach. 2756 Dienstag den 3. Dezember d. J., von Morgens 9 Uhr an, werden in dem zwischen dem Forst⸗ baus Winterstein und der Katsergrube gelegenen Schlag Nr. XIX. tes Domantalwaldes Burgwald an die Meistbietenden öffentlich versteigert: 2 Stecken Prügelholz, 2½ Stecken Stockholz, 300 Wellen Reiserholz, Kiefern, 4875 Wellen Birken, Eichen, 701 weiches Reiserholz. 938 Ge⸗ bund Ginstern. Ober⸗ Rosbach den 23. November 1867. Großherzogliche Oberförsterel Ober-Rosbach Bingmann. Mobiliar⸗Versteigerung. 2777 Freitag den 29 November, Vormittags 9 ÜUbr aufangend, werden in hiesigem Ratbhaus auf freiwilligen Antrag folgende Mobiiiar-Gegenstände, als: 1 Commode, 1 Sopba. I Kleiderschrank, 1 Eckschrank, 1 Spieltisch, 1 Pfelfengestell, mehrere Wanduhren, 1 Relsetasche, 1 Reisekoffer, sowie eine Partie Manns und Frauenkseidern, Stiefel und sonstige Gegenstände, offenklich meistbtetend versteigert. Friedberg am 27. November 1867 ede Friedberg d— Der dienflälteste Gerichts mann Fon car. Vorladung. 2772 Da Johannes Saltenberger aus Matbach, Kreis Friedberg Leurlaubter Gardist in der 2 Compagnie 1. Infanterteregiments, sich ohne Erlaubniß an un⸗ bekannte Orte begeben hat, so daß ihm die Ordre, durch welche er zum Dienst einberufen ist nicht zugestellt werden kann, so wird derselbe bierdurch öffentlich vor⸗ geladen und angewiesen sich längstens innerhalb vier Wochen von dem untergesetzten Tage an bel seiner Compagnie zu stellen, widrigenfalls er als Deserteur in Abgang gebracht und das im Gesetze vorgeschriebene Verfahren gegen ihn eingeleitet werden wird. Worms den 25. November 1867. Das Commando des Großh. 1. Infanterie⸗Retziments Keim, Oberstlteutenant. Arbeits⸗Versteigerung. 2769 Samstag den 30. November l. J. Mittags 1 Uhr, sollen auf dem Bürgermeisterete Bureau zu Bodenrod nachstehende Arbellen unter den vor der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen versteigert und in Accord gegeben werden, nämlich: 1) Reparatur der Thurmuhr, veranschlagt zu 17 fl.— kr. 2) Schreinerarbeit 10„ 3) Schlosserarbeit 9„ 80„, 4) Glaserarbeit 10 48„ Butzbach am 24. November 1867. Der Bezirks- Bauaufseher Bur k. Lahrer Hinkender Bote 1868 2735 flets vorrtäbig bei Bindernagel& Schimpff in Friedberg. Holz-Versteigerung. 2771 Freitag den 29. d. Mts., Vormittags 10 Ubr, sollen in dem Nieder-⸗Mörler Gemeindewald, Difriet Schlag Nr. 16, 17 und 18 nabe beim Hof passelheck, 2300 Gevund Ginflern, guter Qualität und 5 Wagen, 10 Lässe Allerleiholz, größtentbeile Schwarzdorn, öffent- lich an den Meistbietenden versteigert werden. 5 Ote Zusammenkunft ist vor dem Walde am Eichel · acker Nieder ⸗Mörlen den 25. November 1867. Großherzogliche n Nieder⸗Moͤrlen 8. Faselochs⸗Versteigerung. 2770 Freitag den 29. d. M., Vormittags 11 Uhr, soll ein der hiesigen Gemeinde gehöriger FJaselochs, zum Schlachten geeignet, öffentlich meifibietend auf hiesigem Rathbaus versteigert werden. Okarben den 23. November 1867. eee e ee Okarden u t h. In serat. 2746 Eine noch neue Branntwein ⸗ Brennerei mit allem Zubehör ist billig zu verkaufen W. Gladlich in Bad Homburg. 2773 In eine Familie, vorzugsweise in die eines Geistlichen, wünscht man eln Mädchen von elrca 17 Jahren zu iprer Ausbildung im Dauswesen u. s. w., gegen entsprechendes Honorar unterzudringen. Franco Offerten beliede man unter G. G. Nr. 281 an die Jäger' sche Buchhandlung in Frankfurt a. M. einzusenden. Winterhandschuhe 2612 in schöner Auswahl und zu dilligen Preisen bei Friedrich neden der Post. Fruchtpreise. Per Malter. Friedberg, N. November. Waizen 10 fl. 30 kr. Korn 12 fl. 10 kr.; Gerste 9 fl. 15 kr.; Hafer 5 fl. 20 kr. Frankfurt, 25. November. Walzen 17 fl. 10 kr.; Korn 14 f.— kt.; Gerste— fl.— kr.; Hafer 9 fl. 45 kr. Grünberg, 23. November. Walzen 16 fl. 50 kr. Korn 12 fl. 20 kr.; Gersie 9 fl. 7 kr.; Hafer 5 fl. 25 er. Molter 11 fl. 30 kr.; Erbsen 11 fl. 14 kr.; Linsen 12 30 kr.; Wicken 9 fl.— kr.; Saamen 14 fl. 16 kr.; f kr. i D Waizen 16 fl. 40 tr.; Korn 12 fl. s., Gerste 8 fl. 45 kr.; Hafer 6 fl. 19 kr. Kartoffeln 3 fl. 18 kr. Koggenstrob per 100 Gebund 19 fle— kr. Bindernagel& Sehimpff in Friedberg . empfehlen ihr dieses Jahr sehr reichhaltig assortirtes Lager von Weihnachtsgescheuken. 8 Einsichtssendungen können zu jeder Zeit erfolgen. 2 TCTTCTTTTTTVTTTTTVT—T—T—TT—T—T—T—T—— 5 Concert⸗Anzeige. 2775 Das bereits angekündigte zweite Concert der Frau Ritter-Londy findet Mittwoch den 4. December im Saale des Hotel Trapp statt. Billete sind schon jetzt bei Bindernagel& Schimpff zu haben: Einzelkarten zu 30 kr., Familienkarten von 3 Personen aufwärts zu 24 kr. Das Nähere in der nächsten Nummer des Anzeigers. Unterricht im Französischen. 2759 Unterzeichneter beabsichtigt in Verbindung mit Herrn Lèon von Paris vom 1. Dezember an jungen Männern von 14—18 Jahren Unterricht in der französischen Sprache zu ertheilen. Bereits erlangten Kenntnissen soll durch Bildung zweier Abtheilungen Rechnung getragen werden. Um Zeit des Unterrichts rechtzeitig festsetzen zu können, werden Reflektirende ersucht, ihre Anmeldungen bald erfolgen zu lassen. Zinßer, Instituts-Vorsteher. ee eee eee eee eee eee EE E E Es Es. Cs&& S Pariser Pendüles, ö § 2716 acht und vierzehn Tage gehend, ganz vergoldet von fl. 15. an mit zwei- 7 a L jähriger Garantie bei L. Hanau, Hof⸗Uhrmacher und Goldarbeiter. 3 FFECCCCCCCCCCCCCCCCCCCCCCCCCCCCCCCCUCVVCUCVCVCVUVCVVVCVCVCVCVCVCVCVCVCVCCVCVCVCVCVoVT Für Unterleibs⸗Bruchleidende. 481 Schon seit langen Jahren ißt der Unterzeichnete im Befitze einer Bruchsalbe, die er in seiner Umgebung mit außerordentlichem Glück vielsach angewandt hat. Foriwährenden Aufmunterungen von Geheilten nachgebend, trete ich damit vor einen weiteren Wirkungskreis und empfehle dieses vorzügliche, durchaus keine schädlichen Stoffe enthalteade Mittel allen Bruchleldenden. Es ist einfach Morgens und Abends einzureiben, und ist man bei An: wendung desselben keinerlei Unannehmlichkeiten ausgesetzt. Einzig zu beziehen in Töpfen zu 1¼ Thlr. preuß. Ct. beim Erfinder Gottlieb Sturzenegger in Herisau(Schweiz.) Illustrirter Familienkalender. Soeben ist erschienen: 0 00/00: bin E Mit dem gesetzlich vorgeschriebenen Stempel 11 kr. Prämien für 1868: 105 fl., 87 fl. 30 kr., 70 fl., 52 fl. 30 kr., 35 fl., 5 fl. und je der vierte Theil als Verkäuferprämie. Wiederverkäufer erhalten von uns den höchsten Rabatt, und machen wir dieselben darauf aufmerksam, daß die Verlagshandlung den Alleindebit in Oberhessen uns übertragen hat und demzusolge direct bel ihr einlaufende Bestellungen unbeachtet lassen wird. Friedberg. Bindernagel& Schimpff. Eingesandt. Fortschritt& Toleranz in der Stadt Butzbach! 2776 Bei dem gestern stattgehabten Katbarinen⸗ marktball zu Butzbach wurden von dem, an dem Aufgange zur Saaltreppe aufgestellten Hausknecht oder Portier mehrere anständig gekleidete Herren und Damen mit dem Bemerken zurückgewiesen, daß es kein Ball für Israeliten sei und keine Juden hinauf dürften. Der hlerüber zu Rede gestellte Portier erklärte entschieden, daß er von seinem Herrn zu dieser Abweisung beauftragt sei. Einsender dieses, selbst Jude, dem aber gleiches Schicksal nicht widerfahren, war wiederholt Augenzeuge dieser Scenen und glaubt sich verpflichtet diesen Vorfall zu ver⸗ öffentlichen. Ofen-, Alamm- und Schmitdekahlen Neue Ka stanien 2630 empfiehlt Jac. Schimpf. be ste Sort e Bruch⸗Nudeln E. Wind an dem Stadtschulhause. 2762 per Pfund 10 kr. bei Corseten NX Crinolines 2708 bei K. Friedrich neben der Post. C. Th. Kranz. J. A. Wendel, Liebfrauenberg Ur. 259 nächst der Synagoge, 2767 empfiehlt sich einem geehrten Publikum zur An⸗ fertigung von Cigarrenetuis, Portemonnates, Brillen ⸗ etuis, mit und ohne Stickerei ꝛ1c., auf das Eleganteste. ö Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. Mitgetheilt von 0 5 g . Ilndelmner: Frankfurter Cours. 1855 27. November 1867. Cours der Staatspapiere. 8 f 9 2 18600 199% 0 Oesterr. 50% Met. 1859 1. Lst. 60 ½¼½ P. Or. Hess. 40% Obligat. 90% P*„ 100 Pr. v. 1864 77 d. * 50% Nat.-Anl. 1854 54 3 ½ G. 5 3½0% Obligation. 1 Schwed. Thlr. 10-L. 10½ P. 5 50% steuerfrele Oblg. 48½, ½ Nassan 4 ½0% Obl. b. Rth. 95 G. Bad. 35 fl. Loose 51½ P Preussen 4½% Obligat. b. Rch. 98 P. 5 4% do do 86½ P. 2 Kurh. 40 Thl.-L. b. k. 55 G. 9 40⁰ do. do. 90½ G. Kurhess. 40% Obl. b. R. à 105 90½ P. 5 Gr. Hess. 50 fl. L. b. K. 144½ P Bae 50% Obligation. 101 P. Frankf. 3½% Obligat. 80½ d.— a — 4½¼0% ½ jähr. b. Rth. 94½ G. 0 30, do 72½ G. 2 Nass. 25 fl. L. b. R. 37½ P. 5 4% de do 88 G. Russland 50% Obl. i. L. à fl. 12 84¼ P. A Sard. 36 Fr. L. b. B.— Würtemb. 4½% Obl. b. Rt. 925 P. Finnland 4½% Pfdbr. i. R. 105 81/ G. I Pietolen. 77850 4 4% de% 380½ 6. Schweden 4½% O. 1. R. à 105 84/ 6. 2 1 3 49—51 Baden 4½0% Obligat. 92% P. 4½0% Ptb. i. R. à 15—— 5 rene e 857¼1 d. N Aer. 009 St. 1 E. 1882 78¼ SU eee 2 2 2 4. 17 8 Noll einbezahlte Eisenbahn- Aetien und Prioritäten.* 5. F r 0 297% 30 ssss%⁰ Bayr. Oetbahn Is d. 55% LIV. C. P.& P/ Z. rr. 2 0 Er. 4 m enn 40% Pfandbr. d. Frkf. Hyp.-B. 8 2 5000 der cee l 44 2 5 nns. e f 19 1 30% Oesterr. St.-Eisenb.-Prior. 50½¼½ P 5% Elisabethbahn-Prior.% 76 P. 5 8915 e e 6% Oest. Süd. St. u. Lomb. E. B. 90 P. 5% do. neueste Emiss.% 73 P.— 100 1 ne 30% Oest. Süd. St. u. Lomb. E. B. 43 P. 4½0% Hess. Ludwigesd.-Prior. 94½ 6. e W 40„ 144% ½ „Wiener Weehsel- Cours 98¼ I pohars in Geld 2 27528 Für An- und Verkauf aller Werthpapiere empfiehlt sich bestens unter Zusicherung reeller Bedienung und ertheilt gerne jede gewünschte Auskunst über Verloosungen, Coupons Zahlungen 2. 8. W S. Lindheimer in Friedberg. Enthil! bit A — Betressen Vera artuß. lar der An, u worden sei haben wir beauftragen steibende P Bestimmune in jenen —— Hesser forderungen verursachte tontributis gandes un des Landes heblich. zu decken, und die preußischer deffallge N. wiegen der Steuern Ausführu die Einfü nahezu vo * Fr findet in zählung berkits zu zu wünsch erfordersig *