1867. Dienstag den 26. Februar. M26. — zeiger für O berhessen. Enthält die amtlichen Exlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. * Bestellungen auf dieses Blatt werden auswärts bei der betreffenden Poststelle, in Friedberg bei der Expedition entgegengenommen, Betreffend: Gesuche um Bau⸗Exlaubniß. Amtlicher Theil. 3 Friedberg den 23. Februar 1867. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Wir machen Sie darauf aufmerksam, daß in den Fällen, wo unsere Erlaubniß zu Neubauten oder Hauptveränderungen an Ge— bäuden von Ihnen einzuholen ist— Küchlers Handbuch II. Auflage§. 1058 und 1060— Sie zu Ihren Berichten nur von den Formu⸗ larien, welche in der hiesigen Buchdruckerei von Bindernagel und Schimpff zu haben sind und keine andern(namentlich auch nicht die zus der Brühl'lchen Universitäts Buch- und Steindruckerei, Fr. Chr. Pietsch in Gießen) verwenden dürfen; die Berichte werden sonst zurückgegeben werden. Betreffend: Verein zur Unterstützung von Invallden und von Hinterbliebenen gefallener hefsischer Soldaten vom Feldzuge 1866. Dassel be Trapp. Friedberg den 25. Februar 1867. aN Fi fh em Wir erinnern Diejenigen, welche mit Erledigung unserer Verfügung vom 31. v. Mis.(Nr. 15 des Intelligenzblattes) noch im Rückstande sind, solche alsbald eintreten zu lassen. Betreffend: Das Landgestüt, hier den Abgang der Landgestütsbeschäler auf die Landgestütsstationen. Dassel be Zur Veröffentlichung setzen wir Sie hierdurch in Kenntniß, daß die Großherzoglichen Landbeschäler am 19. d. M. N eee stationen Altenstadt und am 21. d. M. nach Berstadt und Grünberg abgegangen sind. Betreffend: Darlehen auf Bürgschaft aus der Mathildenstiftskasse. Dasselbe an die Großherzoglichen Ortsgerichts vorsteher. Bei den Bescheinigungen der Ortsgerichte über die Verhältnisse der Bürgen bei Darlehen auf Bürgschaft, wird nur bemerkt, wie oft die Bürgen bereits bei der Kasse Bürgschaft geleistet haben. Hieraus ist aber nicht zu ersehen, ob die Bürgen das hinreichende Vermögen für die neue Bürgschaft besitzen, da jetzt nicht mehr Bürgschaften für 50 oder 100 Gulden allein vorkommen, sondern auch dergleichen für 500 Gulden, weßhalb es nöthig erscheint, daß die Ortsgerichte sich darüber aussprechen, für welche Summe im Ganzen die Bürgen sich bereits früher verbürgt haben. Sie wollen daher bei künftigen Fällen Sorge tragen, daß die Großherzoglichen Ortsgerichte die Bescheinigungen dahin ertheilen, für welche Summe im Einzelnen oder im Ganzen die Bürgen bereits Bürgschaft geleistet haben. f Der Präsident des Mathildenstiftes im Kreise Friedberg Einladung. Trapp. Friedberg den 22. Februar 1867. E N. nach den Gestüts⸗ Trapp. Friedberg den 23. Februar 1867. n Nächsten Samstag den 2. März l. J, Nachmittags 1½ Uhr, findet eine Sitzung der landw. Section Friedberg auf dem Rathhause in Friedberg statt, wozu alle Mitglieder des Vereins und sonstige Freunde der Landwirthschaft hiermit höflichst eingeladen werden. Gegenstände der Besprechung sind: ) Unter welchen Umständen empfiehlt sich die Gründüngung, welche Vor- theile bereltet sie, und welche Pflanzen eignen sich am besten zu ihr? Eingeleitet durch Perrn Oekonomen Hermann Schallas in Wickstadt. 0 2) Wie lassen sich die Abfälle unserer Brennmateriallen, Klötz-, Torf⸗, Braun-, Holz⸗ und Stelnkohlenasche, sowie der Ruß aus Ofen und den Schorn⸗ fleinen am zweckmäßigsten in der Landwirthschaft verwenden? Eingelettet durch Herrn Oekonomen Eduard Berau von Eudorf. 3) Welches find die Ursachen, daß sich vom Gypsen oft keine Wirkung zeigt und wie überzeugt man sich beim Ankaufe des Gypses, ob er nicht verfälscht ift! 4) Gegen das Aufblähen der Thiere wird die Javelische Lauge empfohlen, ist dieselbe in hiesiger Gegend schon angewandt worden, und woraus besteht sie? 5) Es soll vorgekommen sein, daß frisch geschorene Schaafe vom Schmier⸗ vieh durch Waschen mit einer besonders dazu präparirten Flussigkelt in Reinvleh umgewandelt worden find. Ist dieses begründet, wie war die Behandlungsweise und wie der Erfolg? 6) Worin bestehen die Vortheile einer guten Viehwage und auf welche Weise läßt sich dieselbe auch unter kleineren Landwirten einführen? Eingeleitet durch Herrn Dr. Penkelmann in Friedberg. Eingeleitet durch Herrn Oekonomen Edu ard Breidenbach von Groß Zimmern. Nleder⸗-Wöllstadt den 19. Februar 1867. Sto ll. Hessen. Darmstadt. Die verschiedenen Andeutungen über die zukünftige Gestaltung unserer militärischen Verhältnisse, welche durch die Zeitungen die Runde machen, entbehren, wie es scheint, alle der Begründung, denn sie tauchen nur auf, um alsbald wieder in Abrede gestellt zu werden. Es ist bis jetzt überhaupt noch nicht entschieden, ob unsere Division in zwei Theile getrennt wird, und viel weniger festgesetzt, welche Truppentheile künftig der norddeutschen Armee ae bett werden. Daß im Falle der Ausscheidung des oberhessischen Contingents dieses etwa aus einer Brigade beslehen wird, ist wohl richtig, da diese Leistung nach preußischen Einrichtungen der Bevölkerungszahl Oberhessens entspricht.— Sicherem Vernehmen nach wird der Großherzog sich in der Kürze nach München begeben. — Die Darmst. Ztg. macht ihren Lesern die Mittheilung von dem am 24. d. im 71. Lebens- jahre erfolgten Ableben ihres Redacteurs, Geh. Hofrath Pabst, welcher eine lange Reihe von Jahren der Leitung des genannten Blattes vor— gestanden. Aus Oberhessen. Der Abgeordnete des ersten oberhessischen Wahlkreises, Frhr. Adalbert v. Rabenau, wird der Eröffnung des Reichs- tages nicht beiwohnen können, da er leider in diesen Tagen seine Gattin durch den Tod ver— loren hat. Preußen. Berlin. Graf Bismarck muß seit einigen Tagen wegen Unwohlsein das Zimmer hüten. In Folge einer Ueberhäufung mit Staats- geschäften hat sich sein rheumatisch-nervöses Leiden wieder eingestellt. — Sämmtliche Bevollmächtigte der nord- deutschen Regierungen, welche bei den Conferenzen fungirten, werden am 22. d. dahier wieder ein- treffen, um der Eröffnung des auf Sonntag den 24. einberufenen Parlaments beizuwohnen. Die Er- öffnung wird in der feierlichsten Weise im weißen Saale des k. Schlosses und wahrscheinlich vom Könige in Person vollzogen werden; der gemein- schaftliche Gottesdienst findet in der Schloß kapelle statt. — Nach einer Verfügung des königl. Handels- Ministeriums ist den Präsidenten und den Mit⸗ gliedern des Reichstages des norddeutschen Bundes Portofreiheit gewährt unter Beachtung verschledener näherer Bestimmungen. — Graf Bismarck wird die auf ihn gefallene Wahl zum Parlament im Jerichower Kreise und nicht die in Elberfeld annehmen.— Prinz Nicolaus von Nassau erhielt das Großkreuz des rothen Adlerordens. — Bei der Eröffnung der Sitzungen des Landes Oeconomiecollegiums am 18. Februar durch den Minister v. Selchow erklärte derselbe namentlich den Mitgliedern aus den neuen Provinzen gegenüber, daß die Staatsregierung — — stets bemüht sein werde, die landwirthschaftlichen Interessen aller, insonderheit auch der neuen Landestheile, im Ange zu haben. — In dem Staatshaushaltsetat für 1867 ist einstweilen eine Neubewillung von 165,000 Thlrn. zu Besoldungsverbesserungen für Elementar- lehrer ausgesetzt worden. Um die durch jene Bewilligung den Elementarlehrern zugedachte Wohlthat so bald als möglich in umfassender, für das gesammte Volksschulwesen heilsamer Weise in's Leben treten zu lassen, hat der Minister der Unterrichts⸗ Angelegenheiten, v. Mühler, im Zu— sammenhange mit der Vertheilung obiger Summe durch ein Rundschreiben an sämmtliche Prov. Regierungen die allgemeine Wiederaufnahme der neuen Regelung der Lehrergehalte nach einem Gesammtplane und nach bestimmt vorgeschriebenen Grundsätzen angeordnet. Elberfeld. Bemerkenswerth ist der Aus- fall der Nachwahlen in Elberfeld, wo Graf Bis- marck 10,199 Stimmen erhielt, sein Gegencandidat v. Forkenbeck, Präsident des Abgeordnetenhauses, aber nur 6944. Köln. Bis zum 22. d. waren in den letzten vier Tagen 30 Cholera⸗Sterbfälle, am 21. d. allein 10 vorgekommen. Hannover. Aus Hannover wird gemeldet, daß der Rittmeister Klenck, Adjutant des ehe⸗ maligen Kronprinzen von Hannover, bei seinem Eintreffen aus Wien in Nordstemmen verhaftet worden. Die ihm abgenommenen Briefe an die Königin wurden dieser übergeben. Hildesheim. Die allgemeine deutsche Lehrerversammlung wird nach einer Bekannt- machung des geschäftsführenden Ausschusses am 11., 12. und 13. Juni d. J. dahier tagen. Frankfurt. Ueber den Empfang der hiesigen Deputation in Berlin erfährt man, daß dieselbe zunächst bei den Ministern und hierauf bei dem König Zutritt und wohlwollende Aufnahme gefunden. Der König hat eine nochmalige sorg⸗ fältige Prüfung aller bezüglichen Verhältnisse befohlen und die Versicherung gegeben, daß der Stadt Frankfurt, für die er von jeher eine große Theilnahme gehegt habe, nicht mehr anferlegt bleiben solle, als sie ohne Gefährdung des bürger⸗ lichen Wohls tragen könne. Marburg. Wie es heißt, hätte Professor Dr. Pauli, der bekanntlich seine Professur in Tübingen aufgegeben, einen Ruf an die hiesige Universität erhalten. Bayern. München. Wie die„Bayerische Zeitung“ meldet, hat der König die Beschlüsse der Stuttgarter Conferenz gestern genehmigt und sind die Ratificationen an die bayerischen Gesandt⸗ schaften nach Stuttgart, Karlsruhe und Darmstadt abgesendet werden. — In Bischofgrün(Oberfranken) haben Un⸗ ruhen der bei der dortigen Glasperlenfabrik be⸗ schäftigten Arbeiter stattgefunden. Dieselben ver⸗ langten Lohnerhöhung, verweigerten die Arbeit und drohten, die Fabrik zu demoliren. Durch Dazwischenkunft des Districtspolizeivorstandes wur⸗ den jedoch gröbere Excesse vermieden. Die Ar- beiter kehrten zur Arbeit zurück, und darauf hin wurde ihnen vom Fabrikverwalter freiwillig ein höherer Lohn zugesichert. Baden. Die Berufung eines außerordent⸗ lichen Landtags ist wahrscheinlich, und dürfte noch im Laufe des April oder zu Anfang Mai erfolgen. Oesterreich. Wien. Folgender Exlaß der kaiserlichen Regierung wurde den zusammen⸗ tretenden Landtagen mitgetheilt: Bei Einderusung des außerordentlichen Reichsrathes wurde der Kaiser von der Absicht geleitet, allen nicht da Ungarn gehörenden Kronländern die Abgabe der durch as Septzmberpatent von 1865 in Aussicht gestellten gleichgewichtigten Vota bezüglich der Lösung der Verfas⸗ sungsfrage zu sichern und gleichzeitig eine Basis zur Ver⸗ fländigung und Ausgleichung der auch in diesen Ländern vorwaltenden verschiedtenen Rechteansprüche und Rechts⸗ auffassungen zu bieten. Die Absicht des Kaisers fand nicht überall die gehoffte Würdigung, sie war vielmehr vielfach der Mißbeutung ausgesetzt, als gedenke die Regierung hier⸗ durch die durch das Octoberdiplom und das Februarpatent zugesicherten verfassungsmäßigen Rechte zu schmälern oder gar dauernd zu entziehen. So sehr die Regierung diese Auffassung beklagen und als grundlos bezeichnen mußte, so wenig konnte sie sich täuschen, daß hierdurch der im * Auge behaltene Zweck wesentlich gefährdet erschien. Zu diesen Erwägungen trat seither noch ein sehr wichtiger und folgenreicher Umstand, welcher ein Beharren auf dem ein⸗ geschlagenen Wege nicht mehr als zweckmäßig erscheinen lassen konnte. Die seitherigen Verhandlungen führten zu dem erfreulichen Resultat, daß von Seiten des ungarischen Landtages die Zustimmung zu den Anträgen zuversichtlich zu hoffen ist, welche die Machtistellung der Gesammt— monarchie zu wahren geeignet sind und in ihrer Durchführung eine gedeihliche Entwickelung derselben in Aussicht stellen. Als Vorbedingung für die practische Durchführung des Ausgleiches erschien die Ernennung eines verantwortlichen Ministeriums für Ungarn. War es ein Gebot politischer Nothwendigkeit, mit dem definitiven Ausgleiche Ungarn gegenüber nicht länger zu zögern, so vermochte doch die Regierung sich einer Täuschung darüber nicht hinzugeben, daß das ungarische Ministerium eine vereinbarte Grund— lage der Ausgleichung vor dem ungarischen Landtage ver— treten müsse. Hierdurch war der Grundgedanke, welcher bei Berufung des außerordentlichen Reichsraths vorge- waltet, überholt und es trat die wichtige Frage heran, ob bei dieser Sachlage nicht im Interesse des Reiches von der Berufung des außerordentlichen Reichsrathes abzusehen sei. Die Regierung mußte sich, von folgenden maßgeben— den Gesichtspunkten geleitet, für Bejahung dieser Frage entscheiden: Seit einer langen Reihe von Jahreu krankt die constitutionelle Organisation der Monarchie an diesen unlösbar gebliebenen Widersprüchen zwischen dem älteren Verfassungsrechte Ungarns und den freiheitlichen Institu⸗ tionen, deren Durchführung in der Gesammtmonarchie der Kaiser sich zur Lebensaufgabe gemacht. Vor Hebung die— ses Conflictes ist die Wiederherstellung der Größe der alt— geschichtlichen Stellung des Kaiserstaates im europäischen Staatensystem nicht zu hoffen. Bei den durch die letzten unheilvollen Ereignisse geschaffenen Verhältnissen ist jede Ausgleichungsverzögerung mit den entschiedensten Nach— theilen verbunden. Tritt der Ausgleich in's Leben, so er— scheint zugleich der Zweck erreicht, welcher der mit dem Septemberpatent verfügten Verfassungs⸗Sistirung zu Grunde lag. Diese wegen der Einleitung einer Verständigung mit Ungarn ergriffenen Maßregel war fortan nicht mehr noth⸗ wendig, die Rückkehr in verfassungsmäßige Bahnen war von selbst gegeben und. der Regierung Gelegenheit geboten, dem versammelten Neichsrathe über die gepflogenen Unter⸗ handlungen Aufschlüsse zu ertheilen und ihre Schritte zu rechtfertigen. Der Kaiser verordnete demnach mit Ent⸗ schließung vom 4. Febr. d. J., daß von Einberufung des außerorpentlichen Reichsrathes abzukommen sei, daß der verfassungsmäßige Reichsrath am 18. März d. J. in Wien zusammentrete und demselben die rücksichtlich des Ausgleiches mit Ungarn nothwendigen Verfassungsverän⸗ derungen zur Annahme vorgelegt werden. Dem Reichs⸗ rathe sollen sofort noch Gesetzentwürfe über die Entsendung von Deputirten in den Berathungskörper für gemeinsame Angelegenheiten über die Verantwortlichkeit der Minister, über Modificirung des Paragraphen 13 des Februarpalents, über Erweiterung der verfassungsmäßigen Autonomie der einzelnen Kronländer, über eine neue Wehrverfassung, über Verbesserung der Rechtspflege und Hebung der volkswirth⸗ schaftlichen Interessen vorgelegt werden. Die Regierung hofft zuversichtlich, daß die Landtage sofort zur Wahl von Mitgliedern für den verfassungsmäßigen Reichsrath schrei⸗ ten und dadurch beitragen werden, die aur allzulange an⸗ dauernde Verfassungskrisis zu beenden. — Man glaubt, daß die Krönung Franz Joseph's zum König von Ungarn am 14. April vorgenommen wird, an demselben Tage, wo 1849 zu Debreczin das Haus Habsburg des Thrones entsetzt wurde. Sobald der ungarische Landtag in Bezug auf die gemeinsamen Angelegenheiten seine Beschlüsse gefaßt hat und diese vom König gutgeheißen sind, wird der Landtag bis zum Herbst vertagt.— Das Bart⸗Ediet ist jetzt seinem Wortlaut nach veröffentlicht. Der Backenbart ist„für Offiziere und Mannschaften“ ganz nach Maßgabe der für die Flotte geltenden Vorschrif⸗ ten freigegeben, d. h. das Kinn muß„unter dem Mund innerhalb der Senkrechten“ glatt geschoren, und das Barthaar so„gezügelt“ sein, daß es nicht über den Rockkragen herabhängt. Prag. Die Eröffnung des böhmischen Land⸗ tags hat stattgefunden. Die ministerielle Bot⸗ schaft, die Graf Rothkirch verlesen und die den Wechsel der Regierungspolitik darzulegen bestimmt ist, nahm die Theilnahme des Hauses am meisten in Anspruch. Frankreich. Der Gesetzentwurf wegen der Militärorganisation ist vom Staatsrathe an— genommen worden. Die Grundlagen dieses Ent— wurfes gehen auf ein jährliches Contingent von 160,000 Mann in zwei Abtheilungen, von denen die erste fünf Jahre activen Dienst thut, die zweite vier Jahre in der Reserve und fünf Jahre in der mobilen Nationalgarde dient. Es stellt sich hiernach heraus, daß die active Armee 450,000 Mann betragen wird, die Reserve 560,000 Mann, die mobile Nationalgarde 450,000 Mann. Im Kriegsfalle würde Frank⸗ reich über folgende Streitkräfte verfügen können: Erster Theil des Contingents oder Activität 450,000 Mann; zweiter Theil des Contingente oder Reserve, bestehend zur Hälfte aus gedienten Leuten, 560,009 Mann; mobile Nationalgarde, die nicht gedient hat 450,000 Mann; zusammen 1,460,000 Mann. N — Nach einer Verordnung des Staats- und Finanzministers, Vicepräsidenten der Ausstellungs⸗ commission, Herrn Rouher, wird allen Aus- stellenden angezeigt, daß die Gebäude der Universal⸗ Ausstellung soweit vollendet sind, daß, da der Unter- bringung der eingesandten Gegenstände durchaus kein Hinderniß mehr im Wege steht, die Ein⸗ lieferung zur vorgeschriebenen Zeit erfolgt sein muß. In diesem Erlasse wird, in Betracht end⸗ lich, daß man im Auslande sowie in Frankreich selbst dabei beharrt, zu behaupten, die kaiserliche Commission werde den Eröffnungstag verschieben, daß es mithin darauf ankommt, die Aus— steller vor dergleichen irrigen Behauptungen sicher zu stellen und ste hierdurch vor bedenklichen Ent⸗ täuschungen zu wahren, verfügt, Art. 1. Die kaiserliche Commisstion wird am 11. März die Plätze besichtigen und eine Liste derjenigen Aussteller aufnehmen, deren Producte nicht in den Bezirk des Marsfeldes gebracht worden sind. Art. 2, Die Classen-Jurys werden am 29. März die all⸗ gemeine Inspectirn vornehmen und sie werden eine Liste derjenigen Aussteller aufnehmen, deren Ein⸗ richtung nicht vollständig vollendet und mit Pro- ducten versehen sein wird. Art. 3. diesen beiden Listen aufgeführten Aussteller werden nicht zur Bewerbung für die Belohnungen zuge⸗ lassen werden.“ Paris. In der Sitzung des gesetzgebenden Körpers vom 22. d. kam die Interpellation in Betreff des von der Postbehörde bezüglich eines Rundschreibens des Grafen von Chambord verletzten Briefgeheimnisses vor. Eug. Pelletan erklärt, daß zu allen Zeiten in Frankreich das Briefgeheimniß, gleichsam wie eine Art religiösen Cultus, geehrt worden ist. Er bestreitet das Recht des Polizei⸗ präfecten, seine Jurisdiction auch auf die Post auszudehnen, und kann ebenso wenig zugeben, daß man die Postdirectoren beauftragt, Polizeidienste zu verrichten. Außerdem diene diese Maßregel zu Nichts, das Rundschreiben des Grafen von Chambords sei keine Gefahr gewesen. Hr. Van⸗ dal antwortet, als Regierungscommissär, daß dem Pariser Polizeipräfecten, wie den Präfecten über⸗ haupt das Recht zustehe, Alles zu thun, um Ver⸗ brechen und Vergehen zu constatireu. In Bezug auf Briefe bestehe keine Ausnahme. Der gesetz⸗ gebende Körper nahm die Tagesordnung an, nach⸗ dem der Minister Rouher erklärt hatte, daß das Briefgeheimniß nicht mehr verletzt werden und die Einsendung der verdächtigen Briefe nach Paris nicht mehr stattfinden soll. Belgien. Brüssel. Wie von wohl unter- richteter Seite versichert wird, hat unlängst der König von Preußen ein äußerst freundschaftliches Schreiben an Leopold II. gerichtet und unseren Monarchen nicht nur seiner wärmslen Sympathien versichert, sondern sogar die Zusage gemacht, daß Niemand der Unabhängigkeit Belgiens etwas an⸗ haben könne, da es auch im Interesse Deutschlands liege, daß Frankreichs Grenze nicht gegen den Rhein hin weiter hinausgeschoben rürde.— Die Regierung beansprucht einen Credit von 650,000 Fr. bestimmt, die Summe zu decken, welche die Regierung den Viehzüchtern von Hasselt und der Umgegend für das der Viehseuche halber abgeschlachtete Vieh zu zahlen hat. Italien. Rom. Der Papst hat in einer im Consistorium gehaltenen Allocution auf die Verhandlungen mit der italienischen Regierung hingewiesen und gesagt: Die Bischöfe, welche er jetzt aussende, werden die geistlichen Güter ge⸗ raubt, die religibsen Congregationen vertrieben, überall nichts als Betrübniß und Elend finden; demungeachtet sende er sie aus für das Heil der Seelen. In demselben Consistorium ernannte der Papst 32 Bischöfe. Florenz. Garibaldi ist auf der Durchreise nach Venedig hier eingetroffen, wo er mit großem Enthusiasmus empfangen werden wird. Die auf Aialtonele Ar 1 sclen ale Peiheiligt gen ausgeschlossen perden.— erplodirt, we Darmstun Vurscuden hrs 500 f. geg, Le bon 18 öl f. Am schüßse von 100 die Summanlh Veltag duch! wird. Der N Hievon soll n ben Reservefor antheile 80% L Hirschhot fiallfindenden Rinde zum Au Mainz. lofigkeit ind Arbeiter ift br —— G41 440 Mittwoch Wr, word in! nagebsch getz Burg in 20 6 Jahre öffen Friedbe. 0 400 Jus de bißtullen:„ u der Gemar öffentuchen. „Donner! Großbritannien. In Manchester fand ene große Versammlung der Vertreter von 126 zerschledenen Städten und Associationen, die mit er Reform-Union in Verbindungen stehen, statt. Die Resolutionen der Regierung über Reform purden einstimmig verurtbeilt und der Beschluß efaßt, einen Garantiefond zur Fortsetzung der letalen im Betrage von 50,000 L. zu gründen. Es wurde sofort eine Liste aufgelegt und 10,800 b. wurden im Laufe des Abends gezeichnet. Donaufürstenthümer. Bukarest. Die Regierung verhaftete mehrere Offiziere, Beamte und Private wegen des Verdachts einer Verschwö— tung. Gerüchte sprechen von einem Aufstand, der im 23. d. ausbrechen sollte. Amerika. Newyork. Die im Congreß singebrachte Reconstructionsbill will zwar in den Südstaaten Militärregierungen einsetzen, aber je— den Staat wieder herstellen, sobald er unter dem Einflusse des freien Wahlrechts das neue con- titutionelle Amendement annehmen wird; bis da⸗ hin sollen alle Diejenigen, welche bei der Rebellion betheiligt gewesen, von den öffentlichen Aemtern tusgeschlossen und ihnen das Stimmrecht entzogen werden.— Auf dem Mississippi ist ein Dampfer erplodirt, wobei 65 Personen das Leben verloren. Darmstadt. Nach der vom Vorstand des hiesigen Zorschußvereins veröffentlichten Statistik dieses Vereins »ro 1866 ist die Zahl der Mitglieder von 166 auf 200 zestiegen. Vorschüsse wurden gegeben 349 im Betrage on 78,976 fl., gegen das Vorjahr weniger 42 mit 3158 fl. Am meisten gesucht waren die mittleren Vor⸗ schüsse von 100— 500 fl. Im Laufe des Jahres wurden die Stammantheile von 50 fl. auf 100 fl. erhöht, welcher Zetrag durch monatliche Beiträge von je 1 fl. eingezahlt vird. Der Reingewinn pro 1866 beträgt 1125 fl. 35 kr. dievon soll nach den Vorschlägen des Vorstandes ½ in zen Reservefonds fließen und auf die eingezahlten Stamm⸗ zntheile 8% Dividende gegeben werden. Hirschhorn. Bei der am 18. März b. J. dahier stattfindenden Lohrinden⸗Versteigerung kommen 27,754 Ctr. Rinde zum Ausgebot. Mainz. Die Klagen über eine anhaltende Geschäfts lofigkeit sind noch immer groß. Eine bedeutende Anzahl früher 10 und 12 Arbeiter beschäftigte, jetzt aber nur 2—3 Arbeiter ausweist. Von Neubauten hört man kaum sprechen, und es dürfte noch eine geraume Zeit hingehen, bis das vor Allem zu Bauunternehmungen nöͤthige Ver⸗ trauen wiedergekehrt ist. Wie verlautet, sollen nahezu 2000 Arbeiter weniger in hiesiger Stadt beschäftigt sein, als um diese Jahreszeit in den vergangenen Jahren. Bingen. Das bei Sterbefällen übliche Geläute gab den Bewohnern von Büdesheim Kunde von dem Ableben eines Mädchens, das seit einigen Tagen über Unwohlsein klagte. Die Trauer der Anverwandten sollte jedoch nur von kurzer Dauer sein, denn die Verblichene erwachte nach einigen Stunden wieder aus einem Krampfanfalle, den die Angehörigen für den Tod gehalten haben. Das Mädchen befindet sich auf dem Wege der Genesung. Vom Neckar. Dieser Tage wurde im badischen Eisenbahnzuge auf der Fahrt von Heidelberg nach Würz— burg unweit Untereibenheim ein Reisender seiner Brief⸗ tasche und seines Geldes beraubt, und hatte der Dieb bereits die Riemen des Koffers aufgeschnitten, als der eingeschlafene Reisende erwachte. Man sperrte den Dieb unterwegs in ein Bahnwärterhäuschen, bis ein badischer Feldjäger denselden abholte, um ihn— wieder entwischen zu lassen. Freiburg i. Br. Kürzlich ereignete sich im hiesigen Bahnhöfe ein beklagenswerthes Unglück Die Frau des Bahnhof-Restaurateurs, welche während der Abfahrt des Zuges sich in unmittelbarer Nähe desselben noch zu thun machte, wurde von einem Wagen erfaßt und überfahren, so daß sie augenblicklich eine Leiche war. „ Parlamentstagebuch ist der Titel eines im Verlage von Quandt und Händel in Leipzig erscheinenden Unternehmens, dessen Aufgabe sein soll, in einer von der Dauer der Sitzungsperiode begränzten Reihe von Lie⸗ ferungen,„ein in der Darstellung gedrängtes, dem Wesen nach aber vollständiges Resumé der Verhandlungen des norddeutschen Reichstages“ zu bieten. Die einzelnen Hefte sollen mit Porträts hervorragender Redner aus⸗ gestattet sein. Die 1. Lieferung wird u. A. auch ein voll⸗ ständiges Namensverzeichniß der Mitglieder des Parlaments mit Angabe der Wahlkreise enthalten. “ Auf der Weltausstellung zu Paris wird das Großherzogthum durch 205 Aussteller mit den verschteden⸗ artigsten Produkten der Industrie, Oekonomie und Kunst vertreten. Hiervon gehören 53 Aussteller dem landwirth⸗ schaftlichen Verein in Rheinhessen an, 17 dem der Provinz Starkenburg und 2 dem Vereine für Oberhessen. Von den bedeutenderen Städten kommen auf Mainz 59 Aus⸗ steller, Darmstadt 28, Offenbach 17, Worms 16, Bens⸗ heim 7, Erbach 6, Alzey 4, Gießen 3 und Friedberg 2. Oberhessen ist hiernach auffallend schwach vertreten; die in Friebberg mit photographischen Papieren und Chemi⸗ kalen, Glück in Friebberg mit einem Pianino, Ge⸗ brüder Homberger in Gießen mit Baunwollengeweben, W. Bayrer in Gießen mit Kupferstichen, Keller in Gießen mit Druckwerken, Langheinrich in Schlitz mit Lelnenge⸗ weben, Keller in Ulrichstein mit Holzbraht, Bipp von der Haubenmühle bei Nidda und Kirchhof von Unter⸗ schmitten mit Aepfelwein. Besonders zahlreich ist der Wein vertreten durch 67 Aussteller, darunter 57 mit Rhein⸗ wein und 10 mit Bergsträßer Wein.— Es ist bie Ein⸗ richtung getreffen worden, daß bis zum 28. d. M. die Ausstellungsgegenstände von Mainz aus birekt auf die Eisenbahn gegeben werden können, von wo sie gemeinschaft⸗ lich in einen oder mehrere Waggons verpackt, abgehen, ohne daß sich die Aussteller um die Zollformalitäten zu kümmern haben werden. Nach diesem Tage können die Gegenstände nur für eigene Gefahr und Rechnung ber Aussteller nach Paris gesandt werden und müssen sie längstens am 10. März im Ausstellungsgebäude anlangen. » Elnfuhr sranzösischer Weine in Deutsch⸗ land. Nach einer pfälzischen Aufstellung betrug die Ein⸗ fuhr französischer Weine in Fässern im deutschen Zollver⸗ ein, dem Werthe nach: im Jahre 1864: 3.282.349 Fr., 1805: 6,107,369 Fr.; in Bremen wurden eingeführt 1864: 10,696 Orhoft, 1865: 12,717 Oxboft; in Hamburg 1864: 1,033,331 Viertel, 1865: 1,528,476 Viertel. Der Werth der bremischen und hamburger Einfuhr wird auf 8,500,000 Fr. und der in Lübeck, Wiomar ꝛc. auf 1,500,000 Fr. geschätzt, so daß die gesammte deutsche Einfuhr an fran⸗ zösischen Weinen in Fässern sich im Jahre 1865 auf 16 Millionen Francs belaufen haben dürfte. Eine weitere Ermäßigung des Eingangszolls von 4 Thlr. pr. Ctr. auf 3 oder gar 2 Thlr. wür de voraussichtlich die Einfuhr der französischen Weine bedeutend erleichtern, aber auch die Lage der deutschen Weinproducenten sehr erschweren. Es ist daher wohl begreiflich, daß man sich in den Weinge⸗ genden ernste Sorgen macht. Telegraphischer Bericht. Mitgetheilt von Chr Hecht, Spezialagent in Friedberg. Das Hamburger Postdampfschiff Allemannia Capitain Meier, welches am 3. Februar von Hamburg abging, ist nach einer sehr stürmischen Reise von 14 Tagen 10 Stunden wohlbehalten in Newyork angekommen. Das Bremer Postdampfschiff des Norddeutschen Lloyd Union Capt. v. Santen, welches am 9. Februar Newyork verließ, ist nach einer glücklichen Reise von 10 Tagen wohlbehalten in Cowes angelangt, und hat, nachdem es daselbst die Vereinigte Staaten⸗Post, sowie die für England und Frankreich bestimmien Passagiere gelandet, unver⸗ züglich die Reise nach Bremen fortgesetzt. d Arbeiter ist brodlos und es gibt manche Werkstätte, welche l neuen Aussteller sind die Herren: Trapp und Münch Dasselbe bringt 148 Passagiere und volle Ladung. b bh Garten- Verpachtung. 0 W 5 G N b e i de.,„Der Vorstand des Wetterauer Zweigpereins der Gustab- Napa 1 in hi t se d ls Binder⸗ 2 2 e eee ee ee e,, Adolf-Stistung für das Großherzogthum Hessen dr. Ban; Der in e neee Ab tbellungen anderweit auf richtet an alle Gemeinden seines Zweiges die freundliche Bitte, die Beiträge für 1867 bis 8 Jahre öffentlich meiftbietend verpachtet. Friedberg am 20. Februar 1867. zum 15. März erheben und an den Rechner, Herrn Hofapotheker Wahl dahier, einsenden Großberzogliche Bürgermeisterel Friedberg Ji. d. B. Der Großberzogliche Beigeordnete o uc ar. Holzversteigerung. 360 Aus den Freiherrl. v. Franckensteln'schen Wald- difteikten:„Kreuztannen⸗,„Tannenwlese“ und„Heide“, in der Gemarkung Ockstadt bei Friedberg, kommen zur offentlichen Verfleigerung: 1. Donnerstag den 28. Februar d. J., Vormittags um 9 Ubr, 3% Stecken Nadel⸗Scheldholh, 8/ 6 17 Prügelbolz, 28„ Stockholz, 12797 Wellen„ Reioholz, 6089„ Eichen⸗ und Blrken⸗Ausjätreisholz, 331 Gebund Ginstern. 2. Freitag, den 1. und Samstag den 2. März d. J., Vormittags um 9½ Uhr. 68 Weißtannen Stämme] von 5½ bis 24½“ 3 ßichten⸗Stämme Durch. u. 30—80 Länge, 13 Klefern.„ 2676 Cbkfß. enthaltend, 15.— 5“ 1381 Weißtannen Stangen von 1½—5% Durchm. 7 Fichten⸗Stangen und 187 70“ Länge, 0 0 3753 Cbkf. enthaltend, 7900 Stück Weißtannen⸗Bohnenstangen. Sämtliches Reisholz eignet sich vorzugswelse zu Backholz, das Birken⸗Relsholz auch zu Besenreisig. Unter dem Stangenbolz befinden sich Gerüftstangen für Maurer und Weißbinder, sowie Leiterstangen und geringere Stangen zu Latten zc., unter dem Stammpolz sehr schöne Schneidklötze, unter Anderem ein Weißtannenklotz mit 283 Cbkfß. zu wollen.— Friedberg den 17. Februar 1867. Bekanntmachung. 462 Die am 14. Februac J. J. im Gräflichen Forst revier Wickstadt abgehaltene Holzverfleigerung ist ge— nehmigt und der erste Fahrtag auf Donnerstag den 28. Februar l. J. destimmt. Wickfäͤdt den 18. Februar 1867. Schallas, Oberförster. Bekanntmachung. 477 In Folge amilicher Verfügung vom 20. J. Mts., werven Freitag den 1. März l. J., Mittags 12 Uhr anfangend und Samstag den 2. März, Morgens 9 Uhr anfangend, in der Wohnung des Chrtstoph Rupp zu Pfaffenwlesbach folgende zur Concuromasse der Chriffoph Rupps Eheleute von da gehörige Mobilien nämlich: 2 Strumpsweberftühle, circa 50 Dutzend Strumpfformen, 2 Vierohmfässer, elrca 30 Centner Grummet, 4 Fuder Korn⸗ und Gerstenstrob, circa 12 Cir. Waizenftrob, 1 großes und 1 kleines Mutterschwein, 5 Ferkel, 1 schwecer und 1 Kuhwagen, 3 Pflüge, 1 Karren, 68 Malter Kartoffeln und 70 Centner Heu, sowie sonstige Daus, Oeconomte-, Bäckerei- und Färberelgeräthschaften gegen gleich baare Zahlung öffentlich versteigert. Ufingen den 21. Februar 1867. Der Gerichts vollzieher Usinger. Bekanntmach un Donnerstag den 28. d. Mis., des Vormittags 10 Ubr, werden die bei der Chaussirung eines Weges 474 Holz ⸗Versteigerun 478 Im Licher Stadtwald. Dlürikt Grosehäuserderg, kommen den 4. und 5. März d. J. nachverzeichnete Holzsortimente zur Versteigerung: Montag den 4. Marz. 76 Eichen Bau- und Weikbolzstämme von 6—29“ Durchm. und 1040“ Länge, 36 Fichten ⸗ Stämme von 6—12“ Durchmesser und bis zu 707 Länge, 3 Kirschen Stämme von 11—14“ Durchm. und * bis zu 45“ Länge, 11 Hainbuchen⸗Werkholzstämme, 500 Eichen, Buchen- und Fichten Stangen, darunter 200 Langwiden. Dilenustag den 5. März. 220 Stecken Buchen und Eichen⸗Scheld⸗ und Prügelbolz. 100 3 desgleichen Stockholz, 9200 desgleichen Wellen, Der jedesmalige Anfang ist Morgens 9 Uhr am Däuser⸗Hericht. Lich den 21. Februar 1867. Großberzogliche Bürgermeisterel Lich Helm. Frucht⸗Versteigerung. 441 Dienssag den 26. Februar d. J., Nachmittags 2 Uhr, solten in biesigem Rathhause 26 Malter Gerste von den Fruchtvorräthen der milden Stiftungen öffentlich meistbietend versteigert werden. Friedberg am 20. Februar 1867. Großherzogliche Bürgermeisteret Friedberg ai MN gier a Bemerkt wird, daß am Freitag sämmtlich e vorkommenden Arbelten und Lieferungen, als: Der Großberzogliche Beigeordnete wünt ge Bohnenftangen und geringeren Stangen, am Samstag fl. kr. goucar. entitben, sämmtliche Schneidklötze, im Uebrigen aber Stämme 1) Das Llesern von 8 Klstr. Steinen aus g g geben;* Stangen an beiden Tagen zu ungefähr gleichen dem Assenheimer Bruche, veranschl. zu 120— B e k anntm a ch ung. der hellen zum Ausgebot kommen. 2) Das Anfahren dieser Steine 160— 482 Das am 6. d. M. im biesigen Gemeindewalde, Heil Die Zusammenkunft findet sedesmal auf dem„Pasel— 3) Das Aufsetzen dieser Steine 16— Osfrstt Wasserdöll, verstesgerte Holz bat die Genehmigung 1271 ber becker Weg“, zwischen dem Distrikt Kreuztannen und 4) Das Chaufsiren des Weges 173 18 erbalten und ist der erste Fabrtag auf den 1. Maͤrz l. J. Wr Wald statt. 5 auf blesigem Ratbhause veraccordirt. festgesetzt worden. 1 K. tte bab! am 21. Februar 1867. Nieder⸗Wöllstadt den 21. Februar 1867. Ober-Mörlen am 23. Zebruar 1867. n Die Freiherrl, v. Franckenstein'sche Oberförsterel Ockstadt Großherzogliche Bürgermelsterel Nleder-Wöllsiadt Großberzogliche Bürgermeisterel Ober-Mörlen Frey. S to ll. Jeckel. 1 Zu 1 fl. 25 kr. Ichiller's ausgewählte Werke, Cotta'sche Original-Ausgabe. Erscheint in 15 Lieferungen A 7 kr., auch können complete Exemplare in 6 Bänden 1 zu fl. 1. 45 fr. schon jetzt von uns bezogen werden. Friedberg. Bindernagel& Schimpff. In Nidda nimmt für uns Bestellungen an: F. Trebes. „ Hungen„ 1 L. Schneider. 7 7 Aus ver auf 480 sämmtlicher Wollenwaaren wegen Aufgabe dieser Artikel zu außerordentlich billigen Preisen. g jeder Art können bei mir bestel billig angeferti en. 0 lig angefertigt werden * N S. G. Katzenstein Wittwe. Mlasken-Anzüge. 437 Dem geehrten Publikum die ergebene Anzeige, daß ich meine Masken⸗ Garderobe in reichster Auswahl zum Verleihen ausgestellt habe. Anzüge] lt, sowie neue An züge elegant, rasch und Gesichts⸗-Masken unde Federn jeder Art und bemerke zugleich, daß Glacehandschuhe von allen Farben binnen einer halben Stunde gewaschen und glaeirt werden. Conrad Diehl I., neben Hofapotheker Wahl. Ferner empfehle Für Unterleibs Bruchleidende. 481 Schon selt langen Jahren ist der Unterzeichnete im Besitze einer Bruchsalbe, die er in seiner Umgebung mit außerordentlichem Glück vielfach angewandt hat. Foriwährenden Aufmunterungen von Gehellten nachgebend, trete ich damit vor einen weiteren Wirkungskreis und empfehle dieses vorzügliche, durchaus keine schädlichen Stoffe enthalteade Mittel allen Bruchleidenden. Es ist einfach wendung desselben keinerlei Unannehmlichkelten ausgesetzt. 5 0 Gottlieb Sturzenegger in Herisau(Schweiz.) Ct. beim Erfinder Morgens und Abends einzureiben, und ist man bei An- Einzig zu beziehen in Töpfen zu 1½ Thlr. preuß. Holzversteigerung in der Oberförstere i Ortenberg 488 Nächsten Dienstag den 5. März, von Vormittags präris 9 Uhr an, sollen in den Disirikten Hain und Wann nachffehende Holzsortimente: Scheidholz. Prügel. Stockholz. Reiser. e cen. Buchen 135 ½ 365% 63 ½ 15 Eichen 4 150 3 5 Nadelholz 1½ 1½— 1 Weichbolz— 5— 47 10 Hainbuchen⸗Stämme von 9—12“ Durchm. und 20—25“ Länge, 13 Buchen⸗Stämme von 10—28“ Durchm. und 10— 40“ Länge. Ferner Mittwoch den 6. März im Disirikt Tannwald bei Wallernhausen, um dieselbe Stunde ayfangend: 1 N Scheidholz. Prügel. Stockholz. Reiser. re. Nadelholz 34½ 13 40 97 Dorn 10 255 Kiefern⸗Stämme von 6—15“ Durchm und an Ort und Stelle versteigert werden. Die Zusammekunft ist um besagte Stunde am 1. Distrikt Tannwald. Ortenberg den 24. Februar 1867. 1055 Fänge mit 5849 Ebtfug. Tage am Steinbruch im Distrikt Hain, am 2 Tage im Großherzogliche Oberförsterei Ortenberg Haberkorn. Go Las dt ent edge n,. 487 Freitag den 1. März, Vormittags ½10 Uhr anfangend, sollen nachverzeichnete Holzsortimente in dem Fichten⸗Wäldchen des Konrad Jakobi zu Ober⸗Schmitten öffentlich meistbietend versteigert werden: 400 Stück Fichten⸗Stammholz von 5—12“ Durchm. und 45— 55“ Länge, 1000 Stück Fichten⸗Stangenholz von 2½—4½“ Durchmesser, 20 Stecken Kiefern⸗Stockholz und 192„ Kiefern⸗Keiser. Das Stangenholz eignet sich für Wagner zu Leiter. bäumen ꝛc. und das Stammholz zu Dachsparren u. s. w. Das Holz lagert oberhalb Ober Schmitten, ganz nahe an der Staatsstraße von Nidda nach Schotten. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungs⸗ frist bis Ende August d. J. gestattet. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien der um⸗ liegenden Orte werden ersucht, dieses im Interesse ibrer Gemeinden bekannt machen zu lassen. Ober⸗Schmitten den 20. Februar 1867. A Groß herzogliches Oulsgericht Ober⸗Schmitten Freimann. 485 Da ich im Besitze einer Nenzel'schen Wasch⸗ Ning ⸗Maschine bin, so zeige ich hiermit an, daß ich dleselbe außer meinem Gebrauche auch noch tagweise verleihe. Frledberg. Augustiner Schulstraße. L. Schmidt. e e eee 479 Dienstag den 5. k. Mis., Vormittags um 9 Ubr aufangend, soll im hiesigen Stadtwalde, Distrikt Sommerberg, nachverzeichnetes Holz meistbietend ver⸗ steigert werden: 54½ Stecken Buchen-, Birken ⸗, Eichen-, Kiefern-, und Aspen⸗Scheidholz, 920„ desgleichen Prügelholz, 1651 5 2 Stockholz, 2488 Wellen desgleichen Reis holz, sowie 68 Stämme Eichen⸗, Kiefern⸗, Buchen⸗ und Birken⸗ Bau-, Werk⸗ und Nutzholz, 1568 Cbksß. ent⸗ haltend und 3 Stück Fichten⸗ und Eichen⸗Stangen, 12 Cbksß. enthaltend. Die Zusammenkunft ist am Eingang in der Hauptschneise. Buß bach am 22. Februar 1867. Großherzogliche Bürgermeisterei Butzbach Küs ch e l Aufforderung. 483 Diejenigen Herrn Lehrer und Gemeinde⸗Elnnehmer des Kreises Friedberg, welche den Beitrag zur Lehrer⸗ Conferenzkasse für 1866 noch nicht bezahlt haben, werden gebeten dies baldigst zu thun, wenn sie sich Unan⸗ nehmlichkeiten ersparen wollen. Fauerbach b. Fr. Conferenzrechner Söllner. Ein eingezaͤunter Garten Durchsichtige Clycetin-Seise 449 von 4 kr. an das Stück bei l Wilhelm Fertsch. Nächste Gewinnziehung am 1. März 1867. auplgewinn„ 5 Ziehungen f 430,000 Größte in Fabre 186. Gewinn- Aussichten. Nur 7½ Gulden 336 koßtet ein halbes Prämtenloos, 15, Gulden ein ganzes Prämienloos des neuesten k. k. österr. Staats Prämlen⸗Anlebens, ohne jede weitere Zahlung auf sämmtliche 5 Gewinnzlehungen des Jabres 1867 gältig, womit man ömal Prelse von fl. 250,000, 226,000, 200,000, 50,000, 25,000, 15,00 0 c. ꝛc,. gewinnen kann, s halbe Loose kosten 35 Gulden. I ganze Loose kosten 70 Gulden. 0 Da diese voose stete sehr begehrt find, so er⸗ sucht man Bestellungen unter Beifügung des Be⸗ trags oder Posteinzahlung oder gegen Nachnahme baldigst und nur allein direkt zu senven an das Bankgeschäft von Anton Bing, Fahrgasse 107, in Frankfurt a. M. Die amtliche Gewiunliste erhält Jedermann unentgeltlich zugesandt. Zu verkaufen 484 sind 6 runde Bienenstöcke, welche keine Fütterung brauchen, bei Burggräfenrod. Löb Schott. 4 Dung Gyps 489 angekommen bei 155 25 2 Gebrüder Grödel, Friedberg. 1 488 Meine verehrten Kunden werden gebeten ihre zu waschenden Strohbüte baldigst an mich einzusenden. Gonder, vormals M. Steltz. sowie eine Partie Ring; fässer stehen zu verkaufen Wilhelm Knöpp in Reichelsheim. 4 Bienenstöcke 475 bei Todesanzeige. 486 Allen Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß es dem Allmächtigen gefallen hat, meinen unvergeßlichen Gatten Heinrich Deckmann nach langem und schwerem Leiden am 24. d. M., Nachmittags 3 Uhr, zu sich zu nehmen. Um ftille Theilnahme bittet Die trauernde Gattin. Die Beerdigung findet statt Dienstag den 26. d. M., Nachmittage 3 Uhr. 0 Kirchenbuchsauszug. Getraute: 21. Februar. Friedrich Wilhelm Hanstein, blesiger Bürzer und Wagnermelster, Sohn des hlesigen Bürgers und Wagnermeissers Wilhelm Hanstein, und Elisabethe Bechthold, Tochter des jetzt dahler wohnenden Orts⸗ bürgers zu Seinfurth und Oekonomen Ludwig Bechtold. Getauft e: 17. Februar. Dem Bürger zu Fauerbach b. F. und Güterwieger auf hiesiger Statton der Main ⸗Weser⸗ Eisenbahn Daniel Brack ein Sohn Leonhard, geb. am 14. Jauuar. Beerdigte: i 14. Februar.(In Offenbach.) Jobangette Gerhard, unverheirathete Tochter des verstorbenen Peter Gerhard 12. Februar. Preise verschiedener Gegenstände. Friedberg am 23. Februar. Butter pr.& 29—30 kr.] Eier 5 Stück 8 kr. Brennholz, Buchen-Scheitholz I., pr. Stecken 6 fl. 50 kr. 476 und einige Grab fstücke find zu verpachten bei K. Ferro Wittwe. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. (Hierzu Unterhaltungsblatt Nr. 10.) 0 Nach 1 0 Kao 1170 Masch⸗ Strohhüte. Corseten& Ctinolines von hier, alt 30 Jahre, 4 Monate, 12 Tage, T am geses Verein wpinschen, die e — n Hessen Hmgebl I. Berordnung Fuanz; und tach 15 und Na fahnen bettissend II. dannn nern vom aa e stäudigen Se „III. Bekan Sttiütrn und! N cen vom feel delt IV. Acta Umlagen zur! Mh en „Bm Uniberstat Ghz iche Dectotwül Wel Getz 1 an demelden „ Lonoris causs; Vuralsadt; an 27. Nov. Carl A. Dicht. Carl Wrcs. Dr pad an demselden Johann Bind VI. Die Domcapfbular dem dich I. Sen laben aleignä 1 zu Ber arimilan M Iinunt den d Nachuchen von den dapch und am A. We — 7„8 gestrebt wi einen groß ziehung, 1 in den Sad denn wie n den ist, sich Fußboden n desen Fenst ja. daß es Rig würde u 0 50