Nalilätez machen bimyf 1867. Samstag den 27. Juli. M88. Anzeiger für Oberhessen. 1 Entbält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg.“ Friedberger Juttlligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Beireffend: Die Wahlen für den Reichstag des Norddeutschen Bundes in den nördlich des Mains gelegenen Gebictstbeilen des Großberzogthums. Amtlicher Theil. Friedberg den 26. Juli 1867. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Es stehen noch wir hieran binnen 24 Stunden bei Meidung unangenehmer Verfügung erinnern. viele von Ihnen mit Erstattung des durch unsere Verfügung vom 18. d. M. geforderten Berichts zurück, weshalb ir. Hessen. Darmstadt. Die„Hessischen Volksbläiter“ machen darauf aufmerksam, daß in der letzten Zeit mehrfach Personen von der Post— behörde mit Strafen belegt worden seien, weil sie Drucksachen unter Kreuzband versandt haben, welche beschrieben oder unterstrichen waren. Das Postreglement schreibt ausdrücklich vor, daß der- gleichen Druckschriften unter Kreuzband bei Ver— sendungen in keiner Weise beschrieben oder unter— strichen sein dürfen und hat fur den Fall der Nichtbeachtung dieser Vorschrift eine Contraven- tionsstrafe von 10 Thaler angesetzt. Die Post— beamten sind darauf angewiesen, die unter Kreuz— band versandten Sachen einer strengen Controle zu unterwerfen, da es schon öfters vorgekommen ist, daß die Rückseiten der Kreuzbände, größten⸗ theils aus Maculaturpapier bestehend, mit Schrift— zeichen versehen waren. Die Postbeamten sind der Ansicht, daß selbst in dem Falle, wo die Schriftzeichen nichts weiter zu bedeuten haben, dennoch eine Contravention vorliege, da eine Prüfung, ob das Geschriebene etwas bedeutet oder nicht, nicht Sache der Post sei. — In Folge der Unterzeichnung des Post⸗ vertrags ist den hiesigen Postbeamten die Weisung zugegangen, sich in kürzester Zeit mit der in Preu⸗ ßen eingeführten Postuniform zu equipiren, und werden sich von nun an die hessischen Postbeamten von den preußischen nur durch die roth und weiße Cocarde unterscheiden lassen. Die hessischen Wap— pen werden demnächst von den Posthäusern herab- genommen und durch die preußischen Adler ersetzt werden. — Sämmtliche Militärs, welche in diesem Jahre ihre Dienstzeit beendigen, werden sofort als Landwehrmänner eingezeichnet und soll bereits im nächsten Jahre mit der Errichtung der Cadres für die Landwehr Bataillone begonnen werden. Um die Einübung der Landwehr und die Heran- bildung geeigneter Officiere und Unterossiciere zu ermöglichen steht demnächst die Bildung eines Lehr- bataillons in Aussicht. — Der Großherzog ist zu einem längeren Aufenthalt auf dem königlich bayerischen Schloß Leopoldskron bei Salzburg abgereist und nicht, wie lrrthümlich gemeldet wurde, nach Edenkoben. — Die zum Zweck ihrer Instruirung nach Mainz commandirten hessischen Infanterieofficiere sind heute wieder in ihre resp. Garnisonen zurück gekehrt. — 25. Juli. II. Kammer. Für Erwer⸗ bung und Einfriedigung der Gräber bei Laufach und Frohnhofen werden circa 4000 fl. gefordert. — Die Kammer setzte sodann die Budgetberathung fort. Auf eine Anfrage H. v. Gagern's er- klärt die Regierung, daß das Nervensieber in dem Schullehrerseminar zu Friedberg in Abnahme be— griffen und der Zustand ein befriedigender sei.— Bei der Frage, ob auch für das dritte Jahr des Lehrerseminareurses das Internat beibehalten wer— den solle oder nicht, bringen Volhard und Metz den Zusland des Seminargebäudes in Fried⸗ berg zur Sprache und heben hervor, wie sehr der schlechte Zustand der Gebäulichkeiten die Entwick- lung des Typhus herbeigeführt habe.— Metz wünscht, daß auch das Verhalten des Seminar— Arztes mit untersucht werde.— Der Regierungs Commissär bebauptet, daß der bauliche Zustand an dem Ausbruch der Epidemie nicht schuld sei und spricht von ungerechten Angriffen in Blättern der Fortschrittspartei.— Die Kammer macht durch Schlußrufen der Debatte ein Ende und entscheidet sich dafür, daß für das dritte Jahr das Internat als Regel nicht beizubehalten sei. — Zu dem am 1. August l. J. dahier be⸗ ginnenden landwirthschaftlichen Lehrcur⸗ sus für Schullehrer haben sich bis jetzt nicht weniger als 50 Theilnehmer gemeldet. Als Lehr- local hat die Stadt Darmstadt einen Saal im Kyritz'schen Stiftungsgebäude zur Verfügung ge stellt. „Friedberg. Eine Commission von Offfcie⸗ ren aller Waffengattungen bereist gegenwärtig Oberhessen, um in verschiedenen Städten von den vorhandenen, etwa zu Casernen sich eignenden Localitäten Einsicht zu nehmen und die von dort dem Kriegsministerium gemachten Anerbietungen an Ort und Stelle zu prüfen.— Ein bei dem neuesten Militäravancement in bevorzugter Weise zum Major avancirter hessischer Officier hat sich vor einigen Tagen in Mainz entleibt, indem er sich den Hals abschnitt. Derselde gehörte zu den zur Erlernung des preußischen Exercitiums nach Mainz commandirten Officieren. „ Friedberg, 26. Juli. Gestern war in Frankfurt und Darmstadt allgemein das Gerücht verbreitet, ein Hannoveraner habe gelegentlich der Revue bei Coblenz auf König Wilhelm von Preu⸗ ßen geschossen und denselben am Halse schwer ver⸗ wundet. Bis jetzt ist nichts bekannt geworden, was für die Glaubwürdigkeit dieses Gerüchtes spräche. S. Gießen. Die hiesige Bevölkerung glaubt mit Sicherheit vom 1. October an ein Regiment Infanterie als Garnison zu bekommen. Beruht dieses Gerücht auf Wahrheit, so würde der Stadt eine schwere Last mit jener Garnison auferlegt werden, denn solange die nöthigen Casernenräume nicht hergestellt sind, müßte die Mannschaft als Einquartierung in die ganze Stadt verthei Uperden. Preußen. Coblenz. Der Sultan, der in Begleitung Fuad Pascha's nebst einem zahlreichen Gefolge hier eintraf, wurde vom Könige von Preu⸗ ßen, der hiesigen Generalität und den Spitzen der Behörden auf dem Bahnhofe empfangen. Hierauf Empfang auf dem Schlosse, Parade und Rhein- fahrt. Die Empfangsseene, welcher eine große Volksmenge beiwohnte, war vom schönsten Wetter begünstigt. Bayern. München. Der Großberzog von Hessen ist, von Darmstadt kommend, am 22. ds. hier eingetroffen und im„Bayerischen Hof“ abgestiegen. Frankreich. Paris. Die„Presse“ mel- det: Mazzini befindet sich in Italien und will in Gemeinschaft mit Garibaldi ein Unternehmen gegen Rom ausführen. Garibaldi's Plan geht dahin, eine mit einer Invasion in's römische Gebiet übereinstimmende Insurrection in Rom zu veran— lassen und die Republik zu proclamiren. — Dem Besuch der Kaiserin Eugenie am Londoner Hof wird vielseitig eine politische Be— deutung beigelegt. Höchst merkwürdig ist ein Gerücht, das in Paris coursirt. Die Königin von Preußen habe darnach die Einladung ver— anlaßt und die Königin Victoria sich des Ein— flusses der Kaiserin Eugenie bei ihrem Gemahl bedient, um freundlichere Beziehungen zwischen den Cabinetten von Berlin und Paris herzustellen und so den europäischen Frieden zu befestigen. Diese Version wird mit dem ganz besonders herz⸗ lichen Verkehr motivirt, welchen die Königin Augusta hier mit der Kaiserin der Franzosen pflegte. — Im gesetzgebenden Körper verlas der Präsident ein kaiserliches Decret, durch welches die Session des Jahres 1867 geschlossen wird. Die Versammlung trennte sich unter dem Rufe: „Es lebe der Kaiser!“ Daneben hörte man ver- einzelte Rufe:„Es lebe die Freiheit und Frank- reich!“ „Friedberg, 26. Juli. Als der gestern um 2 Uhr von Frankfurt ankommende Zug in den Darmstädter Bahnhof einfahren sollte, wurde plötzlich eine kurze Strecke außerhalb desselben stille gehalten. Durch diesen Halt er⸗ lebten wir Passagiere des Zuges die Freude, von dem mit dem Zweigespann eines Extrazugs aus dem Bahnhof nach Aschaffenburg langsam abfahrenden Sultan gesehen zu werden. Die Darenstädter hatten sich in großer Anzahl ini Bahnhofe eingefunden, allein ihnen war das Glück weniger günstig als uns der Zufall, sie kehrten meistens ungesehen in die Stadt zurück, da der den Sultan von Mainz bringende Bahnzug sich am äußersten Ende des Bahnhofes nur so lange aufgehalten hatte, bis die beiden Locomotiven vorgefahren waren. Frankfurt. Am 24. ds. Morgens waren auf dem Wehr an der Sachsenhäuser Brücke zwei schwarze Fahnen aufgebißt. Das Standbild Karls des Großen, sowie das Wahrzeichen Frankfurts auf der Brücke, der vergoldete Hahn über dem Crucifix, waren schwarz umflort.— Auf das in Offenbach erschienene Flugblatt„Pfeffernüsse, ge⸗ backen für die Frankfurter,“ wird seit gestern polizei⸗ lich gefahndet. Bis jetzt gelang es, nur weniger dieser Blätter habhast zu werden.— Am 23. ds. wurde, in Folge einer eingegangenen Weite, der Verkehr des Fuhr⸗ werks an der Hauptwache von Morgens 7 Uhr bis Adends 9 Uyr gezäblt. Es passirten nach der darüber geführten Liste diesen Kreuzpunkt 2366 Droschken, 236 Postwagen und Omnibus und 604 Herrschafts⸗ und Bauern ⸗Wagen. Darmstadt. Die Obmannschaft der hiesigen Turner⸗ Feuerwehr hat beschlossen, gegen Mitte September d. J. ein großes Feuerwehr-Manbver hier abzuhalten, wozu die Feuerwehren der Nachdarstädte eingeladen werden. Nach den Uebungen soll eine allgemeine Besprechung über Feuer- löschwesen staltfinden. Mainz. Seit einiger Zeit treibt eine Rotte von Falschspielern in hiesiger Stadt ihr schändliches Gewerbe. So wurden am 23. ds. einem jungen Burschen aus Waldülversheim, welcher von seinem Vater beauftragt war, seiner Schwester die Heirathomitgabe von etlichen hundert Gulden zu überbringen, in einem Wirthshause in der Kapuzinergasse 211 fl. in falschem Spiele abgenommen. Nieder Ingelheim. Am 15. d. M. gingen die hiesigen Consersputonspflichtigen an den Rhein, um sich zu baden. Einer derselben wagte sich beim Schwimmen zu weit in den Strem; er bekam Krampf und war dem — Ertrinken nahe. Da stürzte sich Christian Saalwächter, einer seiner Kameraden, mit eigener Lebensgefahr in die hohe Fluth und brachte es mlt äußerster Anstrengung da⸗ hin, den mit dem Tode Ringenden so lange über dem Wasser zu halten, bis der zur Rettung abgegangene Kahn herbeikam und Beide aus ihrer gefährlichen Lage befreite. In dem Bewußtsein eine schwere Pflicht erfüllt zu haben, möge der muthige Jüngling seinen größten Lohn finden, wir aber wollen diefe edle That zu seiner Ehre nicht ver⸗ schweigen. Lahnstein. Vor Kurzem wurde von einer Vergiftung berichtet, die in Lahnstein durch Friedrichshaller Bitterwasser vorgekommen sein soll. Wie die inzwischen angestellte Unter— suchung ergeben bat, ist das Friedrichshaller Vitterwasser hierbei vollkommen unschuldig. Es ist außerhalb Friedrichs— hall ein alter Krug, der den Stempel des Friedrichshaller Bitterwassers trug, mit Mutterlauge, welche zum Baden dient, gefüllt worden. Der Krug war schon äußerlich durch sein Fabrikzeichen und am Halse haftendes Pechsiegel als ein alter gebrauchter Krug kenntlich; sodann kann in Friedrichshall schon seit mehreren Jahren gar keine Mutter lauge producirt werden. Der Inhalt des Kruges, welcher in Lahnstein vorkam, scheint Kreuznacher Mutterlauge ge⸗ wesen zu sein. Edenkoben. Ein erst 17jähriger Schneidergeselle, Namens Flach, hat in der Nähe der Stadt zuerst seine 19jährige Geliebte, die Stieftochter seines Meisters, nach⸗ dem er ihr vorher die Augen verbunden hatte, und dann sich selbst mit einer Pistole erschossen. Als Ursache dteser Handlung wird angegeben, daß der Stiefvater des Mäd⸗ chens dieses zwingen wollte, gegen ihre Neigung, einen Feilenhauer zu heirathen, welcher ihm bleibende Wohnung in dem der Stieftochter gehörigen Häuschen für alle Zu⸗ kunft versprochen hatte. 2˙ Briefsendungen nach Amerika. Der „Staalsanzeiger“ vom 15. Juli bringt eine Bekannt⸗ machung üver die Beförderung der Correspondenz aus Deutschland nach den Vereinigten Staaten von Nord⸗ amerika, der wir Folgendes entnehmen:„Briefe nach Nordamerika werden jeden Sonnabend Vormittag und jeden Sonnabend Abend von Bremen und Hamburg ab unter 1 Loth zu 6½ Sgr. befördert, dagegen kosten die von Köln ab jeden Montag, Dienstag und Freitag über Belgien gehenden Briefe frankirt 12 Sgr., unfrankirt 13 Sgr. Die Correspondenten sind hiernach in den Stand gesetzt, für ibre Correspondenz nach den Vereinigten Staaten in jedem einzelnen Fall den Weg, welchen sie mit Rücksicht auf die sehr große Verschiedenheit des fremden Portos und den geringen Unterschied in der Zeit der Ueberkunft der Briefe gewählt zu sehen wünschen, auf ben Briefen zu bezeichnen. Vermag der Absender sich so einzurichten, daß seine Briese behufs Erreichung der Schiffe in Bremen oder Hamburg abgelassen werden, und kommt es Hinsichts der Ueberkunft der Briefe nach Amerika überdies auf einen mäßigen Zeitunterschied nicht an, so empfiehlt es sich, daß die Correspondenten dergleichen Briefe mit der allgemeinen Bezeichnung „via Bremen“ auch„via Hamburg“ versehen; der Postbeamte leitet danach die Briese, gemäß der Abgangsstunden der Schiffe, auf Bremen oder auf Hamburg. Fehlt diese Bezeichnung, so wird der schnellste, indeß wegen des fremden Portos auch ungleich kostspieligere Weg über die außerdeutschen Häfen benutzt. Telegraphischer Bericht. Mitgetheilt von Chr. Hecht in Friedberg, Spec.-Agent. Das Hamburger Postdampsschiff„Saxonia“, Capt. Haack“, welches von New-York am 13. Juli abging, ist nach einer ausgezeichnet schnellen Reise von 10 Tagen 9 Stunden wohlbehalten in Cowes angelangt, und hat, nachdem es daselbst die für England und Frankreich be— stimmten Passagiere und Posten gelandet, unverzüglich die Reise nach Hamburg fortgesetzt. Dasselbe bringt 130 Passagiere, 1100 Tons Ladung, 686982 Dollars Contanten und 49 Briuessäcke. Das Bremer Postdampsschiff„Amerika“, Capitain G. Ernst, trat am 20. Juli wiederum eine Reise via Southampton nach New-Hork an und hatte außer einer starken Brief- und Packelpost 632 Passagiere und 490 Tons Ladung an Bord. Friedberg. Wir Bewohner der Wetterau haben ein Desinfectionsmittel, d. i. ein Mittel zur Geruchlosmachung der Aborte, Miststätten, übelriechender Pfützen u. s. w, welches uns gar nichts kostet und doch ziemlich wirksam ist, ich meine den Braunkohlenstaub, von dem man wiederholt einige Schippen voll, je nach Umstän⸗ den mehr oder weniger, an jene Orte bringt, bis der Geruch verschwindet. Die Kohle nimmt die mephitischen und der Gesundheit schädlichen, den Krankheitsstoff verbreitenden Luftarten auf.— Die Abgänge von Kranken desinficire man jedes⸗ mal, nachdem man sie in die Grube geschüttet. Frische Luft und reines Wasser sind zwei Haupt⸗ mittel, womit man der Ansteckung einer gefähr⸗ lichen Krankheit entgegenarbeitet.— Die Desin⸗ fection hilft aber Nichts, wenn man sie nicht aus⸗ führt. Wichtig genug aber ist sie. Drum ermahne ein Nachbar den andern zu ihrer Ausführung. Pücher-Anzeigen. 3. Die Gedichte von Ed. Mörike sind nunmehr in einer vierten, vervollständigten Auflage erschienen. Diese, besonders in den lyrischen Parlhieen von ächt poelischem Geist durcwehte Sammlung, hat durch die gewinnende Innigkeit und Gemüthlichkeit, wie sie dem schwäbischen Dichter eigenthümlich ist, schon gar mancher dürstenden Seele, reine und lautere Erquickung geboten. Doch ist unser Dichter, wiewohl schon derschiedene seiner Werke in Gedichtesammlungen übergingen, immer noch nicht zu der gebührenden Anerkennung gelangt. 5 Helgi⸗ und Sigrun Lieder übertragen und er⸗ läutert von W. Hahn. Diese Uebersetzung der, durch poetischen Werth wohl am Meisten hervorragenden, Lieder der älteren Edda, hat es möglich gemacht, daß jene alt⸗ ehrwürdige Liedersammlung des Nordens, welche uns das Leben des 5. und 6. Jahrhunderts n. Chr., welchem sie ihre Entstehung verdanken, poetisch vergegenwärligt, nun auch jedem Laien bei aufmerksamer Lectüre verständlich wird, was bei der, sonst alle Anerkennung verdienenden Simrock'schen Uebertragung, insbesondere wegen Beibehal⸗ ung der zahlreichen symbolischen Namen in der Sprache der Edda, leider nicht vollständig erreicht wurde. Für die Hinterlassenen der verun⸗ glückten Lugauer Bergleute sind uns weiter folgende Gaben zugekommen: Pfarrer Buchhold in Ossenheim 1 fl., K. 1 fl., Hdt. 1 fl., L. St 1 fl. 45 kr., Frau Dr. Siebert in Nauheim 6 fl., zusammen 11 fl. 45 kr. In Summa bis jetzt ein⸗ gegangen 22 fl 55 kr. Die Red. Güter ⸗ Verpachtung. 1722 Dtenstag den 30. Inli d. J., Vormittags 10 Uhr, sollen im Rathhause zu Friedberg die am 22. Februar 1868 leibfällig werdenden Augustine: Schulgüter in den Gemarkungen Dorbeim und Schwalheim, sodann Nach ⸗ mittags 2 Uhr das in Nieder-Wöllstärter Gemarkung gelegene Gut anderweit auf 12 Jahre verpachtet werden. Friedberg den 12. Jult 1867. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg 32 Der Großberzogliche Beigeordnete Fouc ar. Güter- Versteigerung. 1723 Montag den 29. Juli d. J., Vormkttags 10 Ubr, sollen im Raihhause zu Friedberg die dem Pospftal, jetzt vereinigten Armenfonde zu Friedberg zufehenden Güter in den„Gemarkungen Assenbeim und Wölfers⸗ heim, welche am 22. Februar 1868 leibfällig werden, anderweit auf weitere 12 Jahre und zwar um Geld⸗ pachte verpachtet werden. Friedberg den 12. Jult 1867. Großherzogliche Bürgermelsterel Friedberg e Der Gros derzogliche Beigeordnete Foucar. Versteigerunz zu Salzhausen. 1784 Dienstag den 30. d. M., Morgens um 9 Uhr anfangend, sollen die Matectalien von der abgebrochenen Zimmerei, sowie ein Theil des Holzwerks von dem zum Theil abgebrochenen Gradirbau Nr. 2 zu Salzhausen, bestehend aus: 517 Stück Eichenbauholz, 5“ 257 lang, 598„ Tannenbauholz, 5—30“ lang, 51 Haufen Brennholz, 725 Stück Latten, 525„— Doppeldielen, 118 einfache Dielen, 246 lf. Fuß Holzröhren, 6000 Stück Dachziegel und 70„ Firstziegel, an Ort und Stelle unter den bei der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen partienweise versteigert werden. Nidda den 23. Juli 1867. Der Großherzogliche Kreis baumeister Amelung. Barterzeugungstinctur. Bar ee selbst noch jungen Leuten in kürzester Zeit den stärksten Bartwuchs zu erzielen, empfiehlt à Fl. 36 kr. und 1 fl. Ph. Dan. Kümmich in Friedberg. 1482 NB. Für den ficheren Erfolg garantirt der Erfinder Leder- Versteigerung. 1790 Mittwoch den 31. d. Mts., Vormitzags 11 Uhr, wird in der Kloslercaserne dahler eine große Quantität Abfälle von Rindsleder, welche sich für Schuhmacher ꝛc eignen, gegen baare Zahlung parihtenweise verfleigert. Die Großh. Bürgermeister der Umgegend werden ersucht, dieses im Interesse ihrer Ortsangehörigen auf geeignete Weise bekannt machen zu lassen. Friedberg den 25. Juli 1867. In Verhinderung des Malers Ra m ff ä d ter, Daupimann. Bekanntmachung. 1795 Für die hiesige Saline find 100 Achtel Korn d 180 Pfund und 50 Achtel Gerßen 160 Pfund Zellgewicht auf dem Sut missionswege anzukaufen und Lieserungs⸗ anerbietungen verfiegelt und mit der Aufschrift„Fruct lieferung betreffend“, bis zum 30. d. Mie. Morgens 10 Uhr einzureichen. Die Bedingungen find an den gewöhnlichen Wochentagen dahier einzusehen. Nauheim am 24. Juli 1867. Großberzogliches Sal inenamt Nauheim 5. Schreiber. Wett. Hofraithe- und Güterversteigerung. 1802 Montag den 5. August d. J., Vor mitta zs 11 Ude, sollen in hiesigem Rathhause auf freiwilligen Antrag des Bürgere und Feilenhauers Phillpp Schuchmann dahter dessen nachbeschriedene Immoblien, als: Gemarkung Friedberg. Flur. Nr. Klftr. 3. 90. 17. Hofraithe in der Vorstadt zum Garten mit Loosholzderechtigung und einer anerbauten Schlosser⸗ werkstätte. 3. 87. 11.6. Grab garten daselbst, 4. 73. 143. Acker im Ellern, abzugshalber öffentlich meistbietend versteigert werden. Friedberg am 25. Juli 1867. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg J B. d. V.: Der dienftälteste Gerichtsmann Fouc ar. 12125 Au 2 E L 0 8 Emser Pastillen 30 seit einer Reihe von Jahren unter Leitung der göniglichen Brunnenverwaltung aus den Salzen des Emser Mineralwassers bereitet, bekannt durch ihre vor züglichen Wirkungen gegen Hals und Bruft⸗ leiden, wie gegen Mag ensch wäche find stets vor⸗ rätbig in Friedberg bei Pru, Hofapotheker C. Wahl, in Nauheim bei Herrn Ph. J. Weiß. Die Pastillen werden nur k in etikettirten Schachteln versand:. Apotheker Bergmann in Parts, 70 Boulevard Magenta. Königliche Frunnenperwaltung zu Bad⸗Ems. Bekanntmachung. 1800 Nächsten Dienssag den 30. d. M., Nachmittags 2 ÜUbr, werden auf den Antrag der Vormünder der Gaffwirth Gottlieb Stamm' schen Kinder dahier: 24 Ohm Aepfelwem mit Faß, und 2„ Essig mit Faß, im Darmstädter Hof bierselbst öffentlich meistbietend versteigert und bel annehmbaren Geboten der Zuschlag sofort ertbeilt. 5 Nauheim am 25. Juli 1867. Großherzogliche Bürgermeisterei Nauheim RR der Beigeordnete Fu feet vdt. Schutt. Bekanntmachung. 1801 Auf freiwilliges Anstehen des Bäckers Konrad Meter dabler wird nächsten Donnerstag den 1. k. M., Nachmittags 5 Uhr, die demselben zustehende in der Friedrlchsstraße dabier delegene Hofraithe, besßehend aus Wohnbaus, Scheuer, Stallung, neuerbautem Back⸗ baus mit Backofen und Hofraum, sowie drei Morgen Ländereien, öffentlich an den Meifbietenden versteigert. Naubeim am 25. Juli 1867. Großherzogliche Bürgermeistrrel Nauheim ans f der Beigeordnete Eu ser. vdt. Schutt. C. 5. Krauß Thee-Geschäft (Mineing lane) Lon do n. Niederlage en gros und en détail bei Ehr. Werner in Friedberg. Empfehlung. 697 Unverfälschte Waare, wie sie direkt von China importirt, ist zu mäßigen festen Preisen zu haben in/ und ½¼ Driginalpacketen. 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Kranz Kölnische Feuer-Versicherungs-Gesellschaft Colonia. 1785 Der Geschäftsstand der Gesellschaft ergibt sich aus folgenden Resultaten des letztjährigen Rechnungsabschlusses: Grundkapital Prämien- und Zinsen⸗Einnahme für 1866(excl. der Prämien für spaͤtere Jahre) Gesammte Reserven Versicherungen in Kraft am 31. December 1866 fl. 5 250 000. fl. 2 145 092. fl. 3 206 528. fl. 10 601 620 fl. 1177 585 957 Zur Vermittlung von Versicherungen bei dieser Gesellschaft gegen feste und mäßige Prämien empfehlen sich: Darmstadt den 22. Juli 1867. Die General⸗Agentur J. G. Kahlert& Söhne. Die Agenten der Gesellschaft: J. C. Hagemann in Friedberg. Chr. Grünewald in Nauheim. Che. Funck in Hungen. L. Brüchweh auf dem Ludwigsbrunnen, A. Reuning in Nidda. Carl Löffler in Gambach. Gemeinde-Einnehmer Mörschel in Altenstadt. 1 Mineralwasser 1679 als Ludwigs⸗, Selterser⸗, Pomburger⸗, Schwal bacher⸗, Kiffinger, Karlsbader, Wildunger unt Irtedrichshaller Bitterwasser in flets srischester Füllung bei Ph. Dan. 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August auf der neuen Schießplatz⸗Anlage bei meinem Hause abgehalten. Indem ich mich beehre, alle Freunde des Schießens und des geselligen Vergnügens freundlichst einzuladen, kann ich allen mich beehrenden Gästen die beste und aufmerksamste Bedienung und eine angenehme Unterhaltung versprechen, da auch die rühmlichst bekannte Musik des früheren Frankfurter Linienbataillons zu dem Feste engagirt ist. Friedrichsdorf. A. Foucar. Kür Desizer von Dampf-Oreschmaschinen Fertige Rothguß Lager für Dampf-⸗Dreschmaschinen, Lager⸗ Metall zum Ausgießen von ausgelaufenen Lagern, empfiehlt in bester Qualität billigst Ludwig Becker in Offenbach a. M. 1615 Metallgießerei und Fabrik für Dempfmaschinen- und Kessel⸗Armaturen. Eisenbahn-Frachtbriefe Bindernagel& Schimpff in Friedberg. hotographien 1791 in jeder Größe, mit und ohne Retouche, sowie solche in Lebensgröße von 1 bis 7 Fuß Höhe werden auf das Sorgfältigste angefertig durch die photographische Anstalt von Ludwig Schmidt in Friedberg, Augustiner⸗Schulstraße Nr. 357, neben der Realschule. Mihdebürger Lebensverscherungs Gesellschaft. Landes herrliche Genkthmigung vom 19. December 1855. Grundeapital: 3,500, 000 fl. 1796 Obige Gesellschaft schließt unter den liberalsten Bedingungen zu festen und billigen Prämien: Lebens., Renten-, Aussteuer · und Begräbniß⸗Versicherungsverträge. Prospecte und Antragsformulare verabreicht unentgeldlich unter bereitwilligster Er⸗ sind zu haben bei n f Einladung. 1793 Sämmtliche Herren Ortsgerichts⸗ Vorsteher des Landgerichtsbezirks Friedberg werden hiermit eingeladen, sich Mittwoch den 31. d. Mts., Nachmittags um 2 Uhr, auf dem Windecker' schen Felsen⸗ keller in Friedberg gefälligst ein⸗ zufinden und die höhere Entschließung auf die Vorstellung vom 18. Juni l. J., „Entlassung als Ortsgerichtsvorsteher be⸗ treffend“ entgegenzunehmen resp. weitere Berathung zu pflegen. Beienheim am 25. Juli 1867. Muth, Ortsgerichtsvorsteher. Einen Lehrling 1786 sucht Fr. Franck, Schreinermeister, in Friedberg. Nr. 27. 1794 bat die beiten Oelgemälde gewonnen T öen ge. Ein tüchtiger Fahrknecht, 1798 welcher seine Solidität und Ebrlichkett durch Zeugnisse nachweisen kann, findet gegen guten Lohn einen dauernden Platz. Wo sagt die Exped. d. Bl. unter Nr 1798. Danksagung. 1787 Für die unserem abgeschsedenen lieben Sohn und Bruder August Stotz ertheilten Liebesgaben und ihm erzeigte letzte Ehre durch Begleitung zu seiner Ruhestätte sagen wir hier⸗ durch den Betreffenden unseren wärmsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Sonntag den 28. Juli. Evaugelische Gemeinde. Pfarramtswoche: Herr Diakonus Meyer. Gottes dienst in der Stadtkirche: Vormittags: Herr Candidat Windhaus. Nachmittags: Herr Diakonus Meyer. Gottesdienst in der Burgkirche. Vormittags: Herr Pfarrer Köhler. Nachmittegs: Herr Candibat Bichmann. theilung jeder weiteren Auskunft n Agentur Butzbach Adam Simbel, „ Friedberg Jos. Hoffmann, „ Nauheim Heinrich Hartmann. Die General- Agentur für Hessen Offenbach a. M. Wm. Göbel. Katholische Gemtindt. Sonntag halb 10 Uhr ist Hochamt mit Predigt. Nachmittags halb 2 Uhr Andacht. Mittwoch sind heilige Messen. Montag und 2 4 Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. Mitgetheilt von S. Lindelmer- Frankfurter Cours. Oos. 250 fl. b. k. 1839 109 0. „ 250%„ 1854 58 Pp. 42 26. Juli 1867. Cours der Staatspapiere. „100 Pr. L. 1858 17 r. 500. v. 1860% 69 d 70 * 2 2 8 Deter. 55% Met. 1859 1. Lst. 60 ¼, ¼1 Gr. Hess. 40% Obligat. 1747555—„ 100 Pr. v. 1864 70 P 5 50% Nat.-Anl. 1854 52 4/ 15 3½0% Obligation.— Schwed. Tulr. 10-L. 10 P. 4 50% steuerfreie Oblg. 46½¼ Nassau 4½0% Obl. b. tu. 93 ½ͤ P. Bad. 35 fl. Loose 52 8 Preussen 4½0% Obligat. b. Rth. 97½ P. 4 40% do do 87 P. 2 Kurh. 40 Thl.-L. b. R. 725 2 1125 4% do. do. 90½ G. Kurhess. 40% Obl. b. R. à 105 92 P. 7 Gr. Hess. 50 fl. L. b. R. 142 ½ P. Bayern 50% Obligatien. 100 G. Frankf. 3½0% Obligat. 82¼ G— e. 0 4½0% ½ jähr. b. Rtu. 99 ½ P. 7 30% do—— 2 Nass. 25 fl. L. b. R. 34 P. * 40⁰ do do 89 P. Russland 5% Obl. i. L. à fl. 12 85 ½ 6. ard. 56 Fr. L. b. B. Würtemb. 40%% Obl. b. Rth. N. Finnland 4½% PIdbr. 1. R. 105 82½ P. + D Pistolen H. 9 44—40 5 4% do do—— Schweden 4½% O. i. R. à 105 85 C. 2 Doppelt?„ 9 45—47 Baden 4½% Obligat. 92 G. 0 J%% ins, 2 I preuss. Fried-d'or““„ 9 57—58 2 lee 87 P. N-Amer. 60/9 St. 1. E. 1882 764 Holl. fl. 10 Stücke„ 9 50—52 Voll einbdezahice Eisenbahn- Actien und Prioritäten. 2 Bange che 21 0. r. 15*— 4¼½/ Bayr. Ostbahn 115½ 6. 30% Liv. G 0/4 fr. à 28 kr. 30½ G. 2 Engl. Soverelgns. 5 11 52—56 4% Pfandbr. d. Frkf. HzprB EI 50% Tosc. Ceutr-Eisenb.-Pr. 45 P. 2 Russ. Imperiales ö„ 9 30% Oesterr. St.-Eisenb.-Prior. 49¾ P 50% Elisabethbahn-Prior. r dla pr. Zoll-Pf. 3 6% Oest. Süd. St. u. Lomb. E. B. 92 E. 50% do. neueste Emiss.% 70 P.— Hchh. Siib. pr. Z. Pf. D 30% Oest. Süd. St. a. Lomb. E. B. 44%/ P. 1 4¼% Hess. Ludwigsb.-Prior.. 2 Preuss. Kassensch. 5 1 45— 74 Wiener Wechsel- Cours 92% G. I pollrs in Goa(„ 2 26— 27 ½ Für An- und Verkauf aller Werthpapiere empfichlt sich bestens unter Zusicherung reeller Bedieuung und ertheilt gerne jede gewünschte S. Lindheimer in Friedberg. (Hierzu Unterhaltungsblatt Nr. 32.) Auskunft über Verloosungen, Coupons- Zahlungen 3. 8. W. geltend: d Untet 1805 und k. nachstebende 1) Die hfindete Me hringen u liefern; sem! resp. des ee meund ist, für termine Garar haltung ihrer Y Enisa weise dazu, oder ohne en weiter dem garantirt, a pfändeten E und dem Se 8) Da, Pfänder noc Kreisamts, ausreichende Hessen. Kammer. die Kammer Antrags des die Steuerfre zuheben. G mann, Seit Kraft, v. G dere. Die mit allen ge in die Bra beitzrechte de ker neuen fehenden gest nd den dies dier Staaletaf sahen, woe Inhältmise wüpsen, in fesgeseh hat besinmen Minsrilre eit neun 9 f der gegenwä