bach bffnung des Reichstags am 24. d. hatte die Stadt Die vorige Nummer ist irrthümlich als Nr. 26 bezeichnet statt Nr. 25. 1867. Donnerstag den 28. Februar. 26. 72 50 . Anzeiger für Oberhessen. 0 Enthält die am lichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. — Bestellungen auf dieses Blatt werden auswärts bei der betreffenden Poststelle, in Friedberg bei der Expedition entgegengenommen. Amtlicher Theil. Aufforderung. Es werden hiermit die Vormünder und Curatoren aufgefordert, die in diesem Jahre fälligen Verwaltungs-Rechnungen, beziehungsweise Rechenschaftsberichte, binnen 3 Wochen, bei Vermeidung einer Strafe von 1 fl., einzureichen. Die Großherzoglichen Ortsgerichte des Bezirks werden angewiesen, diese Aufforderung lassen und Bescheinigung darüber innerhalb 8 Tagen bei Ordnungsstrafe einzusenden. zu Friedberg den 26. Februar 1867. sofort in Ihren Gemein den bekannt machen Großherzogliches Landgericht Friedberg Hessen. Darmstadt. Mit Bestimmtheit will man wissen, daß in Folge der Ratification der Stuttgarter Conferenzbeschlüsse die preußischen Exereierreglements ohne Verzug bei der großh. Armeedivision eingeführt würden. — Nach einem am letzten Samstag gefaßten Beschluß wird die zweite Kammer alsbald nach Ostern wieder zusammentreten. f — Nach dem Frkf. Journ. beantragen Abg. Dumont und Genossen in Erwägung, daß in Gefolge der territorialien Aenderung auf der rechten Rheinuferseite und der neuen Richtung, welche die Verkehrsverhältnisse dadurch zu nehmen drohen, der Bau einer stehenden Brücke zwischen Mainz und Castel zu dringender Noihwendigkeit geworden ist:„Die Kammer wolle rzogl. Staatsregierung ersuchen, noch auf diesem Land- tage eine Vorlage Zwecks Erbauung einer solchen Brücke zu machen, dabei in das Auge zu sassen, ob nicht wegen des fortificatorischen Interesses der Festung Mainz und des Verkehrsinteresses der Taunus⸗Eisenbahn wegen Betheiligung des königl. preuß. Militärgonvernements, also des Staates Preußen und der Taunus⸗Eisenbahn⸗Gesell⸗ schaft die dienlichen Beredungen einzuleiten sind.“ — Zur Abgabe eines Gutachtens über die Reorganisation unserer technischen Schule, die in ihrer jetzigen Verfassung ihrem sicheren Untergang entgegengeht, ist von Seiten der Regierung eine aus den Herren Obersteuerdirector Hügel, Ober⸗ rechnungskammerdirector Wernher, Oberstudienrath Wagner, Generalsekretär Dr. Krämer und Se⸗ eretär Fink bestehende Commission ernannt worden. Friedberg. Der„Wett. Bote“ enthält eine„An meine Wähler“ überschriebene An- sprache des Reichstags⸗ Abgeordneten für Büdingen⸗ Friedberg⸗Vilbel, Herrn Bergrath Buderus in Hirzenhain. Wir können nicht beurtheilen, welche Gründe vorlagen, diese an die Wähler des ganzen Wahlkreises gerichtete Ansprache nur in genanntem Blatte erscheinen zu lassen, ohne dieselbe gleichzeitig auch den andern Blättern des Wahlkreises zum Abdruck zu übergeben und so zur größlmöglichsten Verbreitung auch unter den⸗ jenigen Wählern des Herrn Buderus zu bringen, welchen oben genanntes Blatt nicht zur Hand kommt. Preußen. Berlin. Zur Feier der Er⸗ schon früh ein festliches Gewand angelegt. Nament⸗ lich prangte die Straße Unter den Linden, die Wilhelmsstraße, der Schloßplatz, die Königs straße ꝛc. in reichern Flaggenschmucke. Mit der preußischen Fahne wechselte ab und zu die neue Bundesflagge— schwarz⸗ weiß roth— wogegen man andere Fahnen gar nicht erblickte. In den wohnung der Eröffnungsfeier von dem Schlosse mehr entfernt liegenden Straßen war der Flaggenschmuck weniger reich. Um 11½ Uhr fand in Schloßkapelle für die königliche Familie, den Hof und die evangelischen Mitglieder des Reichstags ein Gottesdienst statt, für die kath. Mitglieder war zu derselben Zeit der Gottesdienst in der St. Hedwigskirche. Nach dem Gottesdienste versammelten sich die zur Bei— berufenen Personen in den für sie angewiesenen Gemächern im Schlosse, die Abgeordneten zum Reichstage fanden sich in dem weißen Saale ein. Kurz vor dem Erscheinen des Königs traten die Königin, die Königin⸗ Wittwe, die Kronprinzessin und übrigen die 1 2 8 8— 1 Prinzessinnen des k. Hauses, nebst ihrem Gefolge, in für sie bestimmten Logen. Nach 1 Uhr We Zug zum weißen Saale in Be wegung„Eröffnet wurde derselbe von den Hof- fourieren, denen die k. Pagen, der Oberceremonien⸗ meister, die Kammerherren und der Oberhof- und Hausmarschall folgten. Dann kamen die von Generalen und den höchsten Hoschargen getragenen Reichsinsignien, escortirt von Ossizieren der Garde— du-⸗Corps, und zwar das entblößte Reichsschwert, der Reichsapfel, das Scepter, die Krone und das Reichspanier, welche schon bei der Königskrönung im Jahr 1701 gedient haben und bei hohen Hof- feierlichkeiten dem Könige vorgetragen werden. Hierauf erschien der König in großer Generals— uniform, von einem dreimaligen Hoch der Ver— sammlung begrüßt, welches der voraussichtlich als Alterspräsident fungirende wirkliche Geh. Rath v. Frankenberg-Ludwigsdorf ausbrachte. Hierauf folgte der Kronprinz, die übrigen Prinzen des k. Hauses, die General- und die Flügeladjutanten, die Minister, der Cahiuetsrath des Königs und schließlich die Hofstaaten. Der König schritt, sich nach allen Sciten verneigend, auf den Thron zu und bestieg denselben, während der Zug um den Thron Aufstellung nahm. Der König eimpfing nunmehr aus der Hand des Ministerpräsidenten die Thronrede und las dann mit lauter, fester Stimme: Erlauchte, edle und geehrte Herren vom Reichstag des norddeutschen Bundes! Es ist ein erhebender Augenblick, in welchem Ich in Ihre Mitte trete; mächtige Ereignisse haben ihn herbei⸗ geführt, große Hoffnungen knüpfen sich an denselben. Daß es Mir vergönnt ist, in Gemeinschaft mit einer Versamm— lung, wie sie seit Jahrhunderten keinen deutschen Fürsten umgeben hat, diesen Hoffnungen Ausdruck zu geben, da⸗ für danke Ich der göttlichen Vorsehung, welche Deutsch⸗ land dem von seinem Volke ersehnten Ziele auf Wegen uführt, die wir nicht wählen oder voraussehen. m ertrauen auf dlese Führung, werden wir jenes Zlel um so früher erreichen, je klarer wir die Ursachen, welche Uns und unsere Vorfahren von demselben entfernt haben, im Rückblicke auf die Geschichte Deutschlands erkennen. Einst mächtig, groß und geehrt, well einig und von starken Händen geleitet, sank das deutsche Reich nicht ohne Mitschuld von Haupt und Gliedern in Zerrsssenhelt und gehört, Rei tz. Ohnmacht. Des Gewichtes im Rathe Europa's, des Einflusses auf die eigenen Geschicke beraubt, ward Deutsch⸗ land zur Wahlstatt der Kämpfe fremder Mächte, für welche es das Blut seiner Kinder, die Schlachtfelder und die Kampfpreise hergab. Niemals aber hat die Sehnsucht des deutschen Volkes nach seinen verlorenen Gütern auf⸗ und die Geschichte unserer Zeit ist erfüllt von den Bestrebungen, Deutschland und dem deutschen Volke die Größe seiner Vergangenheit wieder zu erringen. Wenn diese Bestrebungen bisher nicht zum Ziele ge⸗ führt, wenn sie die Zerrissenheit, anstatt sie zu heilen, nur gesteigert haben, weil man sich durch Hoffnungen oder Erinnerungen über den Werth der Gegenwart, durch Ideale über die Bedeatung der Thatsachen täuschen ließ, so erkennen wir daraus die Nothwendigkeit, die Einigung deutschen Volkes an der Hand der Thatsachen zu suchen und nicht wieder das Erreichbare dem Wünschens⸗ werthen zu opfern. In diesem Sinne haben die verbündeten Regierun⸗ gen, im Anschlusse an gewohnte frühere Verhältnisse, sich uber eine Anzahl bestimmter und begrenzter, aber prae⸗ tisch bedeutsamer Einrichtungen verständigt, welche eben so im Bereiche der unmjttelbaren Moͤglichkeit als des zweifellosen Bedürfnisses liegen. Der Ihnen vorzulegende des Verfassungsentwurf muthet der Selbständigkeit der Einzel⸗ staaten zu Gunsten der Gesammtheit nur diejenigen Opfer zu, welche unentbehrlich sind, um den Frieden zu schützen, Sicherheit des Bundesgebietes und die Entwickelung Wohlfahrt seiner Bewohner zu gewährleisten. Meinen hohen Verbündeten habe Ich für die Bereit⸗ willigkeit zu danken, mit welcher sie den Bedürfnissen des gemeinsamen Vaterlandes entgegengekommen sind. Ich spreche diesen Dank in dem Bewußtsein aus, daß Ich zu derselben Hingebung für das Gesammtwohl Deutschlands auch dann bereit gewesen sein würde, wenn die Vorsehung Mich nicht an die Spitze des mächtigsten und aus diesem Grunde zur Leitung des Gemeinwesens berufenen Bun⸗ desstaates gestellt haͤtte. Als Erbe der preußischen Krone aber fühle Ich Mich stark in dem Bewußtsein, daß alle Erfolge Preußens zugleich Stufen zur Wiederherstellung und Erhohung der deutschen Macht und Ehre geworden sind. Ungeachtet des allgemeinen Entgegenkommens und ob⸗ schon die gewaltigen Ereignisse des letzten Jahres die Unentbehrlichkeit einer Neubildung der deutschen Ver⸗ fassung zu allseitiger Ueberzeugung gebracht und die Ge⸗ müther für die Annahme derselben empfänglicher gemacht hatten, als sie früher waren und späͤter vielleicht wiederum sein würden, haben Wir doch in den Verhandlungen von Neuem die Schwere der Aufgabe empfunden, eine volle Uebereinstim nung zwischen so vielen unabhängigen Re⸗ gierungen zu erzielen, welche bei ihren Zugeständnissen obenein die Stimmungen ihrer Landstände zu beachten haben. Je mehr Sie, Meine Herren, sich diese Schwierig keiten vergegenwärtigen, um so vorsichtiger werden Sie, davon bin ich überzeugt, bei Prüfung des Verfassungs⸗ entwurses die schwer wiegende Verantwortung für die Gefahren im Auge behalten, welche für die frledliche und ou, die der gesetzmäßige Durchführung des begonnenen Werkes ent⸗ stehen koͤnnten, wenn das für die jetzige Vorlage berge⸗ stellte Einverständniß der Regierungen über die vom Reichs⸗ tage begehrten Aenderungen nicht wieder gewonnen würde. Hier kommt es vor Allem darauf an, den günstigen Moment zur Errichtung des Gebäudes nicht zu versäu⸗ men. Der vollendetere Ausbau desselben kann alsdann etrost dem ferneren vereinten Wirken der deutschen Für⸗ sien und Volksstämme überlassen bleiben. Die Ordnung der nationalen Beziehungen des nord. deutschen Bundes zu unseren Landsleuten im Süden des Mains ist durch die Friedensschlüsse des vergangenen Jahres dem srelen Uebereinkommen beider Theile anheim: gestellt. Zur Herbeiführung dieses Einverstandnisses wird Unsere Hand den süddeutschen Ländern offen und ent⸗ gegenkommend dargereicht werden, sobald der norddeutsche Bund in Feststellung seiner Verfassang weit genug vor⸗ geschritten sein wird, um zur Abschließung von Verträgen befähigt zu sein. 5 5 7 8 Die Erhaltung des Zollvereins, die gemeinsame Pflege der Volkswirthschaft, die gemeinsame Verbürgung für die Sicherheit des deutschen Gebietes werden Grundbedingun⸗ gen der Verständigung bilden, welche voraussichtlich von beiden Theilen angestrebt werden. Wie die Richtung des deutschen Geistes im Allgemeinen dem Frieden und seinen Arbeiten zugewandt ist, so wird die Bundesgenossenschaft der deutschen Staaten wesentlich einen defensiven Charakter tragen. Keine feindliche Tendenz gegen unsere Nachbarn, kein Streben nach Eroberung hat die deutsche Bewegung der letzten Jahrzehende getragen, sondern lediglich das Bedürfniß, den weiten Gebieten von den Alpen bis zum Meere die Grundbedingungen des staatlichen Gedeihens zu gewähren, welche ihnen der Entwickelungsgang frühe⸗ rer Jahrhunderte verkümmert hat. Nur zur Abwehr, nicht zum Angriff einigen sich die deutschen Stämme, und daß ihre Verbrüderung auch von ihren Nachbarvölkern in diesem Sinne aufgefaßt wird, beweist die wohlwollende Haltung der mächtigsten europäischen Staaten, welche ohne Besorgniß und ohne Mißgunst Deutschland von den⸗ selben Vortheilen eines großen staatlichen Gemeinwesens Besitz ergreifen sehen, deren sie sich ihrerseits seit Jahr— hunderten erfreuen. Nur von uns, von unserer Einigkeit, von unserer Vaterlandsliebe, hängt es daher in diesem Augenblicke ab, dem gesammten Deutschland die Bürgschaften einer Zukunft zu sichern, in welcher es, frei von Gefahr, wie— der in Zerrissenheit und Ohnmacht zu verfallen, nach eigener Selbstbestimmung seine verfassungsmaͤßige Wieder herstellung und seine Wohlfahrt pflegen und in dem Rathe der Völker seinen friedliebenden Beruf zu erfüllen vermag. Ich hege das Vertrauen zu Gott, daß die Nachwelt im Rückblick auf die gemeinsamen Arbeiten nicht sagen werde, die Erfahrungen der früheren mißlungenen Ver⸗ suche seien ohne Nutzen für das deutsche Volk geblieben, daß vielmehr unsere Kinder mit Dank auf diesen Reichs⸗ tag als den Begründer der deutschen Einheit, Freiheit und Macht zurückblicken werden. Meine Herren! Ganz Deutschland, auch über die Grenze unseres Bundes hinaus, harrt der Entscheidun⸗ gen, die hier getroffen werden sollen. Möge durch unser gemeinsames Werk der Traum von Jahrhunderten, das Sehnen und Ringen der jüngsten Geschlechter der Erfüllung entgegengeführt werden. Im Namen aller verbündeten Regierungen, im Namen Deutschlands fordere ich Sie vertrauensvoll auf: Helfen Sie uns, die große, nationale Arbeit rasch und sicher durchführen. Der Segen Gottes aber, an welchem Alles gelegen ist, begleite und fördere das vaterländische Werk! Nach dem Schlusse der Thronrede trat aus der Reihe der Regierungs⸗Commissarien der sächsische Minister v. Friesen vor und brachte ein Hoch auf den König aus, in welches die Versammlung drei— mal einstimmte. Der König entfernte sich, die Versammlung grüßend, indem sich gleichzeitig auch der Zug in derselben Ordnung, wie er gekommen war, wieder zurückzog. Nachdem sich der Hof mit Gefolge entfernt hatte, wurde Seitens der Staats⸗ regierung im Namen des Königs der Reichstag des norddeutschen Bundes für eröffnet erklärt, worauf die Versammlung wieder auseinander ging. Unter den Peichstagsmitgliedern befand sich der Prinz Friedrich Karl von Preußen. Die Prinzen Wilhelm von Baden, Nicolaus von Nassau und Heinrich von Hessen wohnten der Feierlichkeit bei. — Der norddeutsche Reichstag wird auf Anordnung des evangelischen Oberkirchenrathes während seiner Sitzungsdauer Gegenstand des Kirchengebetes werden. Die alle Sonntage von der Kanzel abzulesende Gebetsformel soll der „Köln. Ztg.“ zufolge also lauten:„Laß, o ewiger Gott, Deine Gnade walten über den Berathungen, welche zu dieser Zeit zur Gestaltung eines festen Bundes in unserem deutschen Vaterlande gepflogen werden. Heilige Du diese Arbeit und laß sie zum Frieden und Segen unseres deutschen Volkes und seiner Fürsten und zum Preise Deines heiligen Namens gereichen. Sei Du unseres deutschen Vaterlandes starker Schutz und Schirm, und gib, daß alle christliche Obrigkeit mit unserem Könige unter Deinem Segen trachte, Dein Reich auf Erden bauen zu helfen und Deines Namens Herrlichkeit zu preisen.“ — Berliner Blätter berichten, daß während der Verlesung der Thronrede auf der Zuschauer⸗ tribüne der tragische Zwischenfall vorkam, daß ein dort Anwesender plötzlich, vom Schlagflusse getroffen, todt niederstürzte. Der Verstorbene soll ein Kanzleirath Riese gewesen sein. — Der Abgeordnete für Frankfurt a. M., Freiherr M. K. v. Rothschild, hat seinen Platz im Saal des Reichstags neben den Herren v. Vincke⸗Olbendorf(altliberal) und Consul Meier, dem Vertreter Bremens, genommen. — 25. Februar. Reichstag Sitzung. In der heutigen ersten Sitzung waren 220 Mitglieder anwesend, worunter Prinz Friedrich Karl; den Vorsitz führte der Alterspräsident Fran— kenberg. Die provisorische Annahme der Geschäfts— ordnung des preußischen Abgeordnetenhauses und die Aufstellung einer Rednerbühne wurde beschlos— sen. Die Mitglieder des Reichstags werden heute dem Könige vorgestellt und zur königlichen Tafel gezogen werden. Königsberg. Man erzählt sich hier folgende Wahlaneks ote:„Ein höherer Offizier ließ am Wahltage die ihm untergebenen wahlberechtigten Soldaten antreten und theilte ihnen mit, daß sie heute wählen sollten; er halte es doch, fügte er hinzu, für zweckmäßig, daß sie sich vorher über den Candidaten verständigten, dem sie ihre Stimme geben wollten. Es seien zwei Candidaten auf gestellt, der General Vogel v. Falckenstein und Stadtverordnetenvorsteher Dickert. Wer den ersten wählen wolle, trete rechts, wer den zweiten, links. Natürlich traten alle Soldaten auf die rechte Seite.“ Köln. Die Cholera ist in den letzten Tagen milder aufgetreten, indem am 21. sechs und am 22. nur zwei Sterbfälle vorkamen. Frankfurt. Am 24. Vormittags fand große Parade auf dem Theaterplatze statt, und wurden dabei die wegen des letzten Feldzuges verliehenen Fahnenbänder für die drei Bataillone des Infanterie-Regiments Nr. 34 durch den Divisions— Commandeur Generallientenant v. Bayer über— geben. Bei dem darauf folgenden Militärgottes— dienste in der Paulskirche wurden die Fahnen von dem Garnisonsprediger Herrn Gerlach eingesegnet. Oesterreich. Wien. Die„Wiener Ztg.“ publicirt in ihrem amtlichen Theile die Ernennung des auf Andrassy's Vorschlag gebildeten ungarischen Ministeriums. Dasselbe wird bestehen aus dem Obergespan Georg Grafen Festeties(Minister am kaiserl. Hoflager), dem Obergespan Freiherrn v. Wenckheim(Inneres), und den Abgeordneten Melchior v Lonyay(Finanzen), Joseph Frhr. v. Eötvös(Cultus und Unterricht), B. r v. Horvath Justiz), Emrich Grafen Miko (öffentliche Arbeiten und Verkehr) an ben v. Gorove(Handel, Industrie und Landwirthschaft.) Schweiz. Bern. Vom schweizerischen Ge⸗ neralconsul in Washington wird neuerdings vor der Auswanderung nach Nordamerika im Hin- weis auf die dermaligen Zustände gewarnt, indem sich das Land in einer socialen Krise befinde und Tausende von Arbeitern brodlos seien. Belgien. Brüssel. Große Sensation erregt hier die Nachricht aus dem Haag, daß der dortige Minister der auswärtigen Angelegen- heiten vorgestern der zweiten Kammer der Ge⸗ neralstaaten in geheimer Sitzung Mittheilung über Prätensionen gemacht hat, welche Preußen plötzlich Holland gegenüber geltend macht. Wie es scheint fordert Preußen eine Berichtigung der Maasgränze. Im Haag ist die Aufregurg eine gewaltige und dürfte die Regierung sich ge⸗— zwungen sehen, um Uebertreibungen vorzubeugen, officielle öffentliche Mittheilungen zu machen. Italien. Repräsentanten der österreichischen und der italienischen Regierung sind zusammen⸗ getreten um die Präliminarien eines Handels- und Schifffahrtevertrages zwischen Oesterreich und Italien zu berathen 8 * Friedberg. Am 6. März, Vormittags von 8 Uhr 30 Minuten bis 11 Uhr 13 Minuten findet eine bei uns sichtbare Sonnenfinsterniß statt. Der Mond wird um ¼ͤ die Sonne bedecken. Am 20. März, Abends von 7 Uhr 45 Minuten bis 11 Uhr wird eine Mondfinsterniß eintreten. Gießen. Am 22. d. M. wurde die Leiche eines Mädcheus, welches seit 14 Tagen vermißt wurde, in der Lahn aufgefunden. Gießen. Der hiesigen Polizei scheint gelungen zu sein, den Thäter einer vor einiger Zeit am Bahnhofe gestohlenen Reisetasche zu ermitteln, indem ein junger Mensch, als der That verdächtig, kürzlich verhaftet wurde. Worms. In ben letzten Tagen hat sich hier ein Fall ereignet, der zur größten Vorsicht bei Entleerung der Aborte auffordert. Im Reuber'schen Holzhofe dahier waren am Freilag Abend brei Arbeiter mit der Gruben⸗ räumung beschäftigt, als plötzlich einer derselben wegen Einathmung einer allzugroßen Menge Stickluft in die Tiefe sank; der zweite wollte Hülfe leisten, theilte aber das gleiche Schicksal; ebenso auch der dritte. Vermittelst rascher ärztliches Hülfe gelang es, die zwei zuletzt Gesunkenen wieder ins Leben zurückzurufen, der erste aber, Vater von sechs kleinen Kindern, blieb todt. „ Warnung vor der Auswanderung nach Rußland. Jahr für Jahr ist in ostpreußischen Blättern gewarnt worden vor den verlockenden Vorsplegelungen russischer Agenten, welche deutsche Arbeitskräfte zur Aus⸗ wanderung nach dem Süden Rußlands verleiten. Leider meistentheils vergeblich! Nicht oft genug können diese Warnungen, wiederholt und auf die unglücklichen Opfer der nichtswürdigen Speculation hingewiesen werden, welche man immer noch in alter Weise ins Elend verlockt. Ein neues Beispiel berichtet die„Posener Zig...„Ju den letzten Tagen kamen 24 Sachsen in jämmerlichem Zustande aus Rußland zurück. Die halbnackten, ausgehungerten Jammergestallten erregten wahrhaft Mitleid. Der Eine derselben, ein schon bejahrter Mann, ehemals Fleischer in Pirna, erzählt über sich und seine Kameraden Folgendes: Im vorigen Jahre erlteß ein Commisstonär zu Dresden in sächsischen Blättern einen Aufruf, nach welchem männliche Individuen, welche Lust hätten, unter guten Bedingungen sich in der schönsten Gegend des südlichen Rußland eine angenehme Existenz zu gründen, sich ungesäumt bei ihm melden sollten. In Zeit von drei Wochen waren 150 Mann, für welche Zahl sein Auftrag lautete, beisammen und Ende September ging es unter Führung eines Agenten über Breslau nach Warschau, wo ein damit beauftragter Agent die Leute übernahm und über Petersburg nach Wor nesch, als den Ort ihrer Bestimmung, führte. Dort ergab sich denn, daß ein russischer Gutsherr 150 Ackerleute für seine Güter verlangte und dem Dresdener Agenten 15 Tylr, per Kopf bezahlt hatte. Dieser hatte demnach nur die Zahl zusammenzubringen gesucht, um seine Spesen zu erheben. Es wurden von 150 Leuten nur 83 als zur Einslellung auf den Gütern tauglich befunden, der Rest von 67 Personen aber ihlem Schicksale überlassen. Drel⸗ undzwanzig von ihnen haben noch anderweitig Unterkommen gefunden, 40 aber mußten im größten Elend meist zu Fuße sich fortbeiteln, um die Heimath zu erreichen; unterwegs sind 17 dem Hunger und den Strapazen erlegen, zum Theil gestorben und zum Theil krank zurückgeblieben“ Landwirthschastliches und Gewerbliches. , Soll man die Maul würfe fangen oder nicht? Da über diese Frage unter unsern Landwirthen noch die widersprechendsten Ansichten bestehen, so möchte es am Platze sein, eine Stelle aus der von dem königl. preußischen Landes⸗Oekonomie⸗ Collegium mit dem ersien Preise ge⸗ krönten Schrift von Dr. C. L. Taschen berg„Natur⸗ geschichte der wirbellosen Thiere“ ꝛc. hier folgen zu lassen: „Den Engerlingen stellen vor Allem die Maulwürfe nach. Hier eine Beobachtung aus der Schweiz: Auf einer mit Maikäf(Engerlingen) vorzüglich stark heimgesuchten Wiese wurden einige Maulwürse geduldet. Sie vermehrten sich sehr rasch und verbreiteten sich über das ganze von Wegen umgebene Grundstück, eine Vertiefung ausgenommen, in der sich bisweilen Wasser ansammelte. Diese Stelle ward von den Engerlingen vollständig vernichtet, der Ucberrrest der Wiese dagegen, mit Maulwurfshügeln wie besäet, lieferte einen schöͤnen Futterertrag, während andere Wiesen der nämlichen Gegend gerade so aussahen, wie jene Vertiefung. Es war bemerkenswerth, wie sich die Maulwürfe immer genau in derjenigen Höhe aufhielten, wo sich auch die Larven befanden. Waren letztere oben auf, so warfen die Maulwürfe beinahe keine oder nur sehr geringe Hügel und biloͤeten nur Gänge so nahe unter der dünnen Rasendecke, daß man dieselben beim Gehen alle Augenblicke eintrat. Mit dem Sinken der Larven wurden die Erdaufwürfe größer, nahmen zu bis in den Winter, und im Frühjahre wieder mit dem Steigen der Insekteu in gleichem Verhältnisse ab. Also Schonung der Maulwürfe! Daß sie die Wurzeln nicht fressen, sondern nur den Insektenlarven und Regenwürmern nachgehen, ist zwar heut zu Tage allgemein anerkannt, lrotzdem wird ihnen noch immer viel zu sehr nachgestellt. Statt die durch ihre Aufwürfe den Pflanzen zugefügten Schäden und dem Mäher der Wiesen erwachsenden Uebel⸗ stände auf andere Weise zu paralysiren, entfernt man lieber den Urheber, der sich doch nur da einstellt, wo sich dem Pflan⸗ zenwuchse wahrhaft schäbliches Gewürm ein genistet bat.“ * Ein Beitrag zur Wohnung frage. Woher es kommt, daß in den meisten neuen Häusern schon nach dem ersten Vierteljahre in Thuüren und Fenstern sich Nitzen und Oeffnungen zeigen, die der Zugluft freien Spielraum gewähren— diese Frage läßt sich einfach dadurch beantworten, daß gehörig ausgetrocknete Stämme immer seltener werden. Wie it bem Uebel abzuhelfen? Veirachten wir unsere Eisenbahnwagen— die doch gewiß genug heruingeschüttelt werden!— so hat wohl noch Niemand eine Ritze in deren Holzgetäfel bemerkt. Das kommt daher, weil die Eisenbahnwagen⸗Fabriken das Holz auf mechanischem Wege, also in kürzester Zeit, entweder durch Dampf oder ducch heiße Luft in besonderen Apparaten trocknen, während die Bautischler diesen Prozeß der Sonne überlassen. Es ist eine unabweisbare Nothwendigkeit geworden, derartige a einzuführen. Wird das Mittel nicht ergriffen, so dürfen die Beireffenden sich nicht beklagen, wenn— wie dies bereits in Anregung gebracht worden— Fabrik⸗Unternehmer ihnen zuvor⸗ kommen. Wir sehen also auch hier: Das neue, wissen⸗ schaftlich und praktisch Bewährte bringt keine Gefahr; aber der Zwitterstand, das zaghafte Schwanken zwischen Alt und Neu. J . f b dustu! 0 Peibr Jihad Der bel 9 so seht de 144 dei Jo . — 401 De 1800 in nachseberde c 9% Nach em Gläubiger ein tag abgeso Wdttannzen g dle Eiuficht den qu nehmen frei Ju etklaͤren od vor zub Tällgung ert werden wird. Friedot 5. n den Ni ö % Mort Meter 05 Scweinzel,. egg 4 eg An' 1 nen 2710 Bei G. G. Lange in Darmstadt ist soeben erschienen und in der Buchhandlung von Bindernagel& Schimpff in Friedberg zu haben: Supp, Gemüs und Aeisch. Ein Kochbuch für bürgerliche Haushaltungen oder leicht verständliche Anwelsung alle Arten von Speisen und Backwerk billig und gut zuzubereiten.— Nebst einem Anbaug vom Einmachen der Früchte.— 14. unveränderte Auflage mit 1 Stahl— stich. 80 geh 54 kr. Dasselbe fein geb. in englische Leinwand 1 fl. 12 kr. — Der Verkauf von 66,000 Exemplaren seit kurzer Zeit ist wohl der beste Beweis seiner anerkannten Brauchbarkeit. Der Wahrheit die Ehre! 3 Seit dem vergangenen Winter kütt eich stark am Stickhusten, wogegen ich viele Mittel nutzlos anwandte— n Falge dessen brauchte ich den Schlesischen Fenchel-Pontg⸗Extrakt von L. W. Egers in Breslau, schon nach Lerbrauch einer Flasche fühlte ich mich ganz gesund. Ziegenhals, 26. November 1866. Eduard Melcher, Böstchermeisser. Der det Hals- und Brust-Le'den, Katarrh, Husten, Heiserkeit, Verschleimung, namentlich auch beim Keuch- asten so sehr bewährte Schlesische Fenchel Honig Extra h baben bei Jos Hoffmann in Friedberg. et von L. W. Egers in Breslau ist nur allein ächt Fruchtversteigerungen. 91 Die 1866er Fruchtvorrätbe des Großherzoglichen Rentamts Nidda kemmen: 1) von dem Speicher zu Bingenheim, bei Gastwirth Winter daselbst, 2) von dem Speicher in Nidda auf dem Gemein dehause daselbst, n nachflehenden Terminen jedesmol um 9 Uhr Vormittags zur öffentlichen Versteigeru ag: Bingeub im im Februar 1807. 8 f Versteigert werden * Vom Tag der Versteigerung——— 8 Speicher zu 1.8.8. Walzen— Hafer 2 Mitr. Mlte. Mitr.] Mitr. . Velda Montag den 4. März— 80 38 65 2 Bind enbeim Donnerstag den 7. März 24 198 194 44 3 Nidda Mittwoch den 3. April— 80 365 4 Bingenheim Donnerstag den 4. April 24 J 198 19444 5 Nidda Montag den 6 Mai 5 80 38 65 6 Bingenheim Dienstag den 7. Mai e eee (Kornstroh 98 Gebund. Großberzogliches Rentamt Nidda Welcker. Cdictalladung Die Insolvenzanzeige des Metalldrückers C. F. Lang von Frtedberg betreffend. 340 Nach em Rubrikat mit der Mehrhelt seiner bekannten Dläubiger ein Arrangement, kesp. einen Stundungs⸗ Vertrag abgeschlossen hat, werden alle etwa noch unbekannten Gläub ger unter der Eréffnung, daß ihren die Einsicht der erwachsenen Acten auf dem Actuartate iu nehmen freistehe, hiermit aufgefordert, ibren Beitritt lu erklären oder Einwendungen binnen Frist von piet Wochen vorzubringen, als sonst dem Verttage die Be⸗ tätigung erthellt und derselbe in Vollzug gesetzt werden wird. Friedberg am 4. Februar 1867. Grobberzogliches Landgericht Friedberg Reitz, Steinberger, Landrichter. Landgerichts Assessor. Holzversteigerung in dem Münsterer Gemeindewald, försteret Hoch Welsel. 490 Montag den 4. Marz 1867 werden in dem Münsterer Gemeindewald, ODistrikten Happelsheck und Schweinzel, nachstehende Dolzsortimente meistbtetend ver⸗ deigert: 2 Stecken Eichen⸗Prügelholz, 23 N Ober⸗ „ adel⸗ 1 16¼ 7* Stockvolz, 8 1 Eichen⸗ 50 Stück Buchen⸗Reisholzwellen, 575 5 Eichen⸗ 5 5075 0 Nadel⸗ 5 12„ Eichen⸗Stammbolz von 7—10“ Durch⸗ messer und 10—20 Länge, 54* Nadel⸗Stammbolz von 5½—8“ Durch⸗ messer und 10—407 Länge, 1361 5 Stangen, meistentheils ßichten zu Sparten, Gerüststangen, Leiterbäumen, Baumpfählen u. s. w. gecignet, 82⁵ Nadelbolz Bohnenstangen. Zusammenkunft Morgens 9 Ubr in Münffer. Münter den 25. Februar 1867. Großberzogliche Bürgermeisterel Münfler Wörner. Durchsichtige Clycerin-Seise 449 von 4 kr. an das Stück bei Wilhelm Fertsch. Verloren. 507 Ein kleines Taschenmesser, dessen Stiel mit Perl mutter elngelegt, wurde vergangenen Montag verloren. Der revsiche Finder wolle dasselbe an die Exped. d. Bl. abgeben. Nutzholzversteigerung. 500 In dem Gräflich Stolberg-Ortenberg'schen Forst⸗ revier Seemen, in den Districten Delos, Sch ipplichen eichenwald, Dorst und Himmersbach wird Freitag den 3. März l. J. rachstebendes Fichten⸗, Kiefern⸗ und Lärchen Stamm- und Sfangenbolz versteigert: Im Dielos: 365 Stück Fichtenstämme von 30— 80“ Länge, 4-12“ Durchmesser= 4140 Cbkiß. Im Schlipplichenelchenwald: 146 Stück Fichtenstämme von 20—557 Länge, 3—9“ Durchm.= 747 Cbkse. und. 500 Stück Bohnenstangen. Im Horst: 216 Stück Fichten, 77 Stück Kiesern von 35—707 Länge, 4—10“ Durchm.= 4858 Cbkfß. In der Himmersbach: 139 Stück Lärchen, 127 Stück Fichten von 30. 707 Länge, 4-10“ Durchm.= 3805 Cbkfß. Die Zusammen'unft ist Morgens 9 Uhr auf der von Gedern nach Grebenhain führenden Staatsßraße am Dielos und wird sogleich nach Bekanntmachung der Bedingungen mit der Versteigerung angefangen. Ortenberg den 26. Februar 1867. Gräflich Stollberg'sche Rentkammer dasenbst Lauenste hn. Bekanntmachung. 499 Donnerstag den 7 März d. J., Vormttlags 10 Ubr anfangend, soll in dem Vellersheimer Markwald nachbevanntes Polz, unter den det der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen einer öffent lichen Verstetgerung ausgesetzt werden, nämlich: 37 Stück Eichen⸗Bau-, Werk. und Schnittholz⸗Stämme von 16 30“ Durchm. und 10 507 vänge, 5896 Cbk.⸗FJuß haltend, wobei bemerkt wird, daß gegen vorschriftomäßige Bürg⸗ scheine Zahlungofrist bis zum 1. October 1867 ertheilt werden kann. Bellersheim den 25. Februar 1867, Der Markmelster Bo p p. Frucht ⸗Versteigerung. 406 Montag den 4. März, Vormiftags 10 Ubr, wird in der Wohnung des Unterzeichneten der Fruchtvorrath des biesigen Hospltals, bestebend in 33 Malter Korn und 58 Malter Gerste, öffentlich meistbletend versteigert. Münzenberg den 25. Februar 1867. Für den Dogpltalvorstand: Jäger, Bürgermelster. Eine Grube Mist 493 hat zu verkaufen C. Fr. Walz. Arbeits ⸗Verstelgerung. 497 Montag den 4 März, Nachmittags 1 Uhr, werden in der Wobnung dee Unterzeichneten nachstehende, in blesiger Hospitalhofralthe vorkommende Arbeiten durch öffenilsche Verstetgerung in Accord gegeben: Mauretarbelt veranschlagt zu 23— kr. Weißbinderarbeit 18„— 5 Ichreinerarbeit 37—„ Glaserarbett 3 Schlosserarbelt 315— 5 Steinhauerarbeit 14, 4„ Pumpenmacherarbeit 191.7— Münzenberg den 25. Februar 1867. Für den Hospitalvorstand: Jäger, Bürgermeisser. 494 Zwei neue einspännige Kuh⸗Wagen, auch für ein leichtes Pferd geeignet, und einige neue und gebrauchte Hobelbänke hat zu verkaufen Nleder⸗Wöllstadt. J Rahn, Wagnermeisßer. 7—7 1 * 30112 Ein hellgrauer Filzhut 495 mit meinem Namen, Georg Hanstein, Fried⸗ berg, unter dein Schweißleder, wurde am letzten Sonn⸗ tag bei der Abendunterhaltung in der Garderobe ver⸗ tauscht und bitte ich um Wiederaustausch. ——* 0— Hofraithe und Güter verkauf des Dr. Carl Stamm von Dornholzhausen, Amts Nassau 424 Die am 11. d. Mis. zu Nieder⸗Eschbach abge⸗ haltene Verfeigerung ist nicht genehmigt worden und wird deßhalb zu einer zweiten und letzten Ver⸗ sleigerung Termin auf Montag den 4. März d. 3. Vormittags 10 Uhr, auf's Rathhaus in Meder⸗Eschbach anberaumt. Sollte hierbei kein sehr annehmbares Gebot erfolgen, so erfolgt in demselben Termin sofortige Verpachtung des ganzen Anwesens. Bis zum Termin können bel mir, wie meinem Au'traggeber Verkäufe aus freter Hand abge⸗ schlossen werden. Die Bedingun zen find dieselben, wie bei der ersten Verftelgerung. Friedberg den 18. Februar 1867. Curtman, Hofgerichts⸗Advocat. Brodpreise vom 1. bis 15. März. Nach eigener Angabe der Bäcker. Für Friedberg: Erste Sorte 48 18½ kr. Zweite Sorte 4 f 17 kr. —*„—9 7* 6 5 2 7* E 3 Für Butzbach: unverändert, da eine Declaratlon nicht eingelaufen ist. Fleisch⸗ ꝛc. Preise vom 1. bis 13. März,. Nach eigener Angabe der Meßzger. Für Friedberg: Ochsenfleisch pr. 8 17 kr., Schweinefleisch pr. 2 18 kr., Kuhfleisch, gem. 15„ Leber⸗ u. Blutwurst 20 Rindfleisch, gem. 15„ Bratwurst. Hammelfleisch 15 Schwartenmagen 24„ Keil und Carre 15„ Geräucherter Speck 32„ Kalbfleisch 12„ Doͤrrfleisch— Schaaffleisch—„ Schinken 1 Nicrensett 24„ Schmalz, ausgel. 28„ Hammelsfett 10„ Schmalz, unausgl. 8„ Ausnahmspreise: Kalbfleisch 13 kr. bei Wilhelm Bieler, Heinrich Gröninger, Ludwig Kreuter.— Hammelsfett bei W. Bieler 20 kr., bei J. Hanstein III. und K. Söllner 18 kr., bei H. Gröninger und W. Kreutex II. 16 kr.— Bratwurst bei W. Neuß 22 kr.— Schmalz ausgelass. bei N. Engel, A. Vogt's Erben, C. F. Walz, J. Walz III., H. Weller und — Reuß 32 kr.— Schmalz ausgelass. bei W. Reuß 26 kr. Für Butzbach: unverändert, eine Deelaration nicht eingelaufen ist. Preise verschiedener Gegenstände. Friedberg am 27. Februar. Butter pr. 30 kr.] Eier 3 Stack 4 kr. Brennholz, Buchen- Scheitholz I., pr. Stecken 6 fl. 50 kr. * Fruchtpreise. Per Malter. riedberg, 27. Februar. Waizen 14 fl. 45 kr. Korn 10 L. 38 fr.; Gerste B fl. 45 kr. 3 Haser 1 fl. 50 kr. rankfurt, 25. Februar. Weizen 15 fl. 15 kr. Korn 1 fl. 30 kr.; Gerste— fl.— kr.; Hafer 8 fl. 12 fr. Grünberg, 23. Februar. Walzen 14 fl. 52 kr.; Korn 11 fl. 16 kr.; Gerste 8 fl. 51 kr.; Hafer 4 fl. 54 kr.; Molter 10 fl. 30 kr.; Erbsen 10 fl. 5 ki. Linsen— fl. — kr.; Saamen 15 fl. 40 kr.; Kartoffeln 4 fl. 24 kr. Mainz, 22. Februar. Waizen 16 fl. 15 kr. Korn 10 fl. 41 kr.; Gerste fl.— kx.; Hafer 5 fl. 35 kr.; Kartoffeln J fl. 50 kr. Roggenstroh per 100 Gebund 19 fl.— tr. d a — Zu 1 fl. 48 kr. Schiller's ausgewählte Werke, Cotta'sche Original⸗Ausgabe. Erscheint in 15 Lieferungen à 7 kr., auch können complete Exemplare in 6 Bänden zu fl. 1. 45 kr. schon jetzt von uns bezogen werden. Friedberg, Bindernagel 8 Schimpff. In Nidda nimmt für uns Bestellungen an: F. Trebes. r iden 55 77„ L. Schneider. 502 Zu dem am 3. März stattfindenden der Carnevalsgesellschaft Hechtinger sind Karten à 36 kr. zu haben bei F. Steck, Gastwirth H. Simon, C. Seriba, L. Weis, C. F. Walz, H. Gröninger, Ed. Hirsch, Hoftaxator Schwarz, J. Hoffmann, G. Preußer, Bindernagel und Schimpff. Masken- Anzüge. 437 Dem geehrten Publikum die ergebene Anzeige, daß ich meine Masken⸗ J Garderobe in reichster Auswahl zum Verleihen ausgestellt habe. Anzüge jeder Art können bei mir bestellt, sowie neue Anzüge elegant, rasch und billig angefertigt werden. Ferner empfehle Gesichts-Masken und Federn jeder Ar; und bemerke zugleich, daß Glacehandschuhe von allen Farben binnen einer halben Stunde gewaschen und glacirt werden. Conrad Diehl I., neben Hofapotheker Wahl. Geschaͤfts-Eröffnung. 394 Einem verehrlichen Publikum mache ich hiermit die ergebene Anzeige, daß ich mich dahier als Metzger niedergelassen und mit einer Schweinenschlachterei den Anfang gemacht habe. Mein eifrigstes Bestreben ist stets dahin gerichtet, mit guten Fleischwaaren aufzuwarten und bitte ich um geneigten Zuspruch..* Friedberg. Ehristian Göring, wohnhaft bei Herrn Messerschmiedmeister Friedr. Schäfer, Ludwigstraße Nr. 26. Pferdemarkt& Pferdeperloosung zu Frankfurt a.. 466 Laut Programm des landwirthschaftl. Vereins findet am Schlusse des Pferdemarkts, am 10. April d. J., mit Genehmigung k. pr. Regierung große Verloosung statt. Die Gewinne bestehen demgemäß aus: 61 der sehönsten Reit⸗, Wagen⸗ und Arbeitspferde, 10 Wagen nebst completen Geschirren, wobei eine Equipage mit A schönen Pferden u. completer Schirrung. Außerdem vollstöndige Geschirre, Sattelzeuge, Fahr- und Reit⸗Requisiten ꝛc. Bestellungen auf Loose à 1 Nthlr.(fl. 1. 48 kr.) sind bald bei mir einzureichen, wenn mit Sicher⸗ heit auf Zutheilung gerechnet werden soll. Nach Ziehung sende ich Liste franco. Gustav Schwarzschild, 3. 88, Frankfurt a. 408 werden gewaschen und fagonnirt bei Abend- Unterhaltung des Thalia⸗ Vereins Samstag den 2. März 1867 ö im Hotel Trapp. D 492 4 Zur Aufführung kommen: i Zwei Herren und ein Diener. Vaudeville-Burleske in 1 Akt von W. Friedrich. Hierauf folgt: Er Bann licht lesen. Posse in 1 Akt von M. A. Grandfean. Vertauscht 501 wurde auf dem letzten Casinoballe ein buntgewirkter Shawl. Näheres bet der Expeditlon. Strohhüte K. Friedrich neben der Post. Für Glaser. 506 Diamanten hat zu verkaufen. Friedberg. Johs. Bieler. Oeffentlicher Dank. 504 Nachdem ich längere Zeit an einem hartnäckigen Uebel am Fuße gelltten und verschiedene Aerzte gebraucht habe, bin ich durch die ärztliche Hülse des Herrn Kreis⸗ arzt Dr. Müller nun völlig davon befreit, wofür ich demselben hiermit meinen Dank abftatte. Fauerbach 11 Elise Scheuermann. Todes- Anzeige. 505 Heute verschled nach schwerem Leiden Elisabetbhe Wilhelmine Heimburg aus Bönstadt. Allen Freunden und Bekannten dieses zur Nachricht mit der Vitte um stille Theilnahme. Worms den 25. Februar 1867. Im Namen der Trauernden: Riedel, Hauptmann. Todes Anzeige. 498 Allen Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß es dem Allmächtigen gefallen hat, unsere geliebte Tochter und Schwester Marie Christiane Fritz 8 nach schwerem Leiden am 26. d. M., Nachmittags ½3 Uhr, zu sich zu nehmen. 5 Um stille Theilnahme bitten N Nauheim. Eltern und Geschwister. Die Beerdigung findet statt: Donnerstag den 28. d. M., Nachmittags 4 Uhr. 3 Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. Mitgetheilt von S. Lindhelmer. Frankfurter Cours. 27. Februar 1867. Cours der Staatspapiere. Oesterr. 50% Met. 1859 1. Lst. 64½ P. Gr. Hess. 40% Obligat. 94½ C. 8 50% Nat.-Anl. 185456 6G. 2 3½/ Obligation. 88 P. — 5% steuerfreie Oblg. 50, ½, 1 G Nassau 4½!% Obl. b. Rth. 98 P. Preussen 4¼0% Obligat. b. Rth. 100 G. 2 40% do de 92½ P. 17 40 j do. do.—— Kurhess. 40% Obl. b. R. à 105 f 93¼½ P. Bayern 50% Obligation. 102 P Frankf. 3½% Obligat. 84½ P. „ 4½0% ½ jähr. b. Rtu. 97¾ P. 3% do 76 ½ P. 3 0% de do 94 P. Russland 50% Obl. i. L. à fl. 12 85 G. Würtemb. 4½% Obl. b. Rth. 98 P Finnland 4½% Pfdbr. i. R. 105 83 ¼½ G. — 4⁰ do do 94 Schweden 4½% O. i. R. à 105 86 G. Baden 4½o/% Obligat. 97 b 8 4½% Pfb.. R. à 105 84 d. 8 4 Obligas, 93¼½ P. N.-Amer. 60% St. l. E. 1882 167%, 77½¼ Voll einbezahlte Eisenbamn- Aecetien und Prioritäten. Oest. 250 fl. b. R. 1839 116 6. „ V0,„ 62 f. 158„ 100 Pr. L. 1858 124 ½ P. „ 500, v. 1860% 71/8. „ 100 Pr. v. 1864 78½ P. Schwed. Thlr. 10-L.10¼ P. Bad. 35 fl. Loose 54½ P. Kurh. 40 Thl.-L. b. R. 55 ½ G. Gr. Hess. 50 fl. L. b. R. 144/ P. * 2⁵„„„ 38 G. Nass. 25 fl. L. b. R. 35½ G. Suard. 36 Fr. L. b. B. 4½¼½% Eayr. Ostbahn 120 P. 3% Liv. C. D.& D/. fr. à 28 kr. 34 G. 4% Pfandbr. d. Frkf. Hyp.-B.—— 50% Toso. Centr.-Eiseub.-Pr. 52 P. 30% Oesterr. St.-Eisenb.-Prior. 49%, ½ G. 5% Elisabethbahn-Prior.% 75 P. 6% Oest. Süd. St. u. Lomb. E. B. 92 G. 5% do. neueste Emiss.% 69 G. 30% Oest. Süd. St. u. Lomb. E. B. 46 P. 4½% Hess. Ludwigeb.-Prior. 96 G. Wiener Wechsel- Cours 93. — Für An- und Verkauf aller Werthpapiere empfiehlt sich bestens unter Zusicherung reeller Bedienung und ertheilt gerne jede gewünschte C Auskunst über Verloosungen, Coupons- Zahlungen u. 8. w. Pistolen fl. 9 45—47 5 Doppelte„ 9 46—48 ö Preuss. Fried d'or„ 9 56½—57½ Holl. fl. 10 Stücke„ 9 5153 Rand-Dneaten„ 5 34-36 20 Franes- Stücke„ 9 27½—28½ Engl. Sovereigns.„ 11 50—54 Russ. Imperiales„ 9 46-48 Gold pr. Zoll-Pf. 5 Hehh. Silb. pr. Z. Pl..„ Preuos. Kassensch.]„ 1 45—½ Gold und Silber.] Anlehens-Loose. Dollars in Gold 6, 22728 S. Lindheimer in Friedberg. Betreffend! Wir Wasande sie Betreffend; 3ur! stationen Al Bettessend Be oft die Bur Hier Butgschasten Dns gencht Si für welch fiber eine Grunde ber und wie d Elggelellet —