1867. Donnerstag den 25. Juli. M87. Anzeige . uu Fitisen aber amen ieh, 1 der pot — 140 6 für Oberhessen. Entbält die amtlichen Erlasse sür den Kreis Friedberg. Entbäl Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. ————-— Mit Genehmigung Großherzoglichen Ministeriums des Innern vom 15. Juli l. J. zu N. M. d. J. 7845 wird hiermit verfügt: 1) En dem St. George Brunnen in dem Burggrafiat kann, wenn das Wasserbedürfaiß für das Burggrasiat und die dazu gehörigen Gärten befriedigt ist, auch von Einwohnern der Burg und Stadt, jedoch nur in Gefäßen, deren Gehalt den eines gewöhn-⸗ lichen Zubers nicht übersteigt, Wasser geholt werden. 2) Das Füllen der Gefäße geschieht nur an der Röhre und nach der Reihenfolge des Ankommens. 3) Es darf Wasser aus dem Bassin nicht geschöpft und selbiges in oder verdorben werden, diesem nicht verunreinigt Amtlicher Theil. a Ne 40 auch das Aus waschen von Geräthen und Reinigen von Wagen, Fässern u. drgl., an dem Brunnen nicht geschehen. Zuwiderhandlungen unterliegen einer Polizeistrafe von 30 kr. bis 3 fl., beziehungsweise der im Art. 322 des Polizeistrafgesetzes wegen des Verunreinigens und Verderbens des Wassers an⸗ gedrohten Strafe von 30 kr. bis 10 fl. Bezüglich eintretender Beschädigungen des Brungens findet der Art 378 des Polizeistraf-Gesetzes Anwendung. Friedberg den 19. Juli 1867. Großherzogliches Kreisamt Friedberg Trapp. Hessen. Darmstadt, 22. Juli. II. Kam mer. In der heutigen Sitzung wurde die Um⸗ formung der Armeedivision in Folge der Militär- convention gebilligt, jedoch wahrt die Kammer ihr Recht, demnächst die einzelnen Ansätze zu prüfen. Nach kurzer Debatte verwilligt sie mit allen gegen 1 Stimme(Dumont) die angeforderten 102,600 fl. für Vermehrung der Artillerie.— Der Antrag der Abgg. K. J. Hoffmann und Hallwachs auf Aufbesserung der Pensionen der Invaliden und Hinterbliebenen gefallener hessischer Soldaten im Feldzug von 1866 betreffend, wird einstimmig angenommen. Auch der von Hallwachs eingebrachte Antrag, ein Gesetz zu erlassen, wonach die Vermißten des vorjährigen Feldzugs(87) für todt erklärt werden, um deren Erbschafts- angelegenheiten zu regeln, fand die Billigung der Kammer.— Die Bitte verschiedener Steuerauf— seher um Erhöhung ihres Gehalts, resp. der Uebernachtungsgebühren, wird verworfen.— Der Beschluß erster Kammer, allen Lehrern, auch den⸗ jenigen, deren Schule von weniger als 30 Kindern besucht werden, die Gehaltserhöhung nach der Verordnung von 1864 zu Theil werden zu lassen, wird nach langer Verhandlung angenommen. — 23. Juli. II. Kammer. In der heu- tigen Sitzung verlangt die Regierung für Ankauf von Pferden einen einstweiligen Credit von 60,700 fl. Die Kammer tritt sodann in die nochmalige Berathung des Budgets, resp. Rechen⸗ schaftsablage ein und beschließt, von dem Inein⸗ nahmesetzen der beanstandeten Posten zur Zeit ab- zusehen. Die auf der Tagesordnung stehende Berathung über die Verhältnisse der St. Chri- stophskirche in Mainz, resp. die damit zusammen⸗ hängende Budgetanforderung kam nicht zur Ver⸗ handlung, da der Regierungscommissär v. Ro- denstein erklärte, daß er den Bericht hierüber zu spät erhalten habe und daher nicht vorbereitet sei. Die nochmalige Budgetberathung bot sehr wenig Interesse, die Kammer hielt fast alle ihre früheren Beschlüsse aufrecht, ließ aber das Ersuchen wegen Verminderung der Civilliste des Großher⸗ zogs mit allen gegen zwei Stimmen fallen. Nach längerer Verhandlung beharrt die Kammer mit 27 gegen 13 Stimmen auf dem früheren Strich an den Gesandtschaften und bewilligt statt 46,000 nur 20,000 Gulden. — Der Vertrag zwischen dem Norddeutschen Bunde, Bayern, Würtemberg, Baden und Hessen, die Fortdauer des Zoll- und Handelsvereins be- treffend, wird von der„Darmst. Ztg.“ in einer besonderen Beilage veröffentlicht. Derselbe umfaßt 29 Paragraphen und soll mit dem 1. Januar 1868 in Kraft treten. Besonders bemerkenswerth erscheinen folgende Artikel: Art. 26. Die ver— tragenden Theile werden gemeinschaftlich dahin wirken, daß durch Annahme gleichförmiger Grund- sätze die Gewerbsamkeit befördert und der Be— fugniß der Angehörigen des einen Staates, in dem anderen Arbeit und Erwerb zu suchen, möglichst freier Spielraum gegeben werde. Von den Angehörigen eines Vereinsstaates, welche in dem Gebiete eines anderen Handel und Gewerbe treiben oder Arbeit suchen, soll keine Abgabe ent— richtet werden, welcher nicht gleichmäßig die in demselben Gewerbsverhältnisse stehenden eigenen Angehörigen unterworfen sind. Desgleichen sollen Kaufleute, Fabrikanten und andere Gewerbe⸗ treibende, welche sich darüber ausweisen, daß sie in dem Vereinsstaate, wo sie ihren Wohnsitz haben, die gesetzlichen Abgaben für das von ihnen be⸗ triebene Geschäft entrichten, wenn sie persönlich oder durch in ihren Diensten stehende Reisende Ankäufe machen, oder Bestellungen, nur unter Mitführung von Mustern, suchen, in den anderen Staaten keine weitere Abgabe hierfür zu entrichten verpflichtet sein. Auch sollen beim Besuche der Märkte und Messen zur Ausübung des Handels und zum Absatze eigener Erzeugnisse oder Fabrikate in jedem Vereinsstaate die Angehörigen der anderen Vereinsstaaten eben so wie die eigenen Ange- hörigen behandelt werden. Art. 27. Die ver- tragenden Theile werden gemeinschaftlich dahin wirken, für das Maßsystem und, so weit nöthig, für das Gewichtssystem ihrer Gebiete die zur Förderung des gegenseitigen Verkehrs wünschens⸗ werthe Uebereinstimmung herbeizuführen. — Der Großherzog hat sich zu einem sechs⸗ wöchentlichen Aufenthalte nach Edenkoben be— geben. S. Gießen. Die Frage wegen Fortsetzung der Köln⸗Gießener Bahn durch Oberhessen wird gegenwärtig auf das Eifrigste behandelt. Es hat sich ein eignes Comite gebildet, welches die Vor- arbeiten für den Bahnbau in seine Hände zu nehmen gedenkt. Am 20. Juli fand eine Sitzung in dieser Frage statt, wozu sich auch der Reichs- tagsabgeordnete Herr v. Rabenau eingefunden hatte.— Vielleicht wäre es an der Zeit, wenn auch Friedberg die für sein Emporkommen so hoch wichtige Eisenbahnfrage wieder aufnähme. Preußen. Berlin. Der alte Harkort ist seinerseits dießmal mit einem eignen Wahl— programm in der„Rheinischen Zeitung“ hervor- getreten, welches in nachstehenden, außerordentlich kurzen und bündigen Sätzen besteht.„Volkspartei! Wahl⸗Programm zum Reichstage: Keine neuen Steuern! Gründe: Nach Herrn v. Manteuffel hat die Regierung heidenmäßig viel Geld. Bestehende Steuern wachsen und werden nach der Verfassung unweigerlich forterhoben. Dagegen gehen Handel und Wandel schlecht, weil die Vertrauensseligkeit fehlt; und der Volksbeutel leidet an der Schwind⸗ sucht. Friedrich Harkort.“ Bielefeld. Die in der Zeitschrift„Daheim“ veröffentlichten Berichte über den Feldzug der preußi⸗ schen Mainarmee haben eine Anklage von Seiten des Staatsanwaltes gegen die Verleger und zwar wegen Beleidigung und Verläumdung hoher Militärpersonen veranlaßt. Coblenz. Gelegentlich der Anwesenbeit des Sultans werden dahier große Festlichkeiten statt⸗ finden. Bei der Ankunft wird der Sultan am Bahnhofe vom Könige von Preußen unter Salu⸗ tirung sämmtlicher Geschütze der Festungswerke empfangen werden; hierauf findet großes Gala- diner im königlichen Residenzschlosse, sowie große Parade und Revue statt, danach große Festfahrt auf dem Rhein und sodann wird der Thee im Schlosse Stolzenfels eingenommen. Rückfahrt ge⸗ gen Abend nach dem Schlosse. Abends bei ein- tretender Dämmerung großes Feuerwerk auf sämmt⸗ lichen Forts und Bergen, sowie festliche Beleuchtung der Stadt. Zu der großen Parade, welche zu Ehren des Sultans veranstaltet wird, werden die Truppen von Coblenz, Bonn, Wetzlar, Andernach und Neuwied zusammengezogen. Cöln. Die Cholera hat seit einigen Tagen einen drohenderen Character angenommen; denn während bis zum 19. nur drei Sterbefälle zur amtlichen Anzeige gelangten, wies der folgende Tag zehn auf, und am 22. Mittags sind deren wieder zwölf einregistrirt worden. Diese furcht⸗ bare Krankheit herrscht vorzüglich in den vom Proletariate stark bevölkerten Gassen, in Unter⸗ Krahnenbäumen und in der Eintrachtstraße. Hannover, 22. Juli. Die Exkönigin Marie verläßt morgen früh Schloß Marienburg und die Provinz Hannover und reist über Kassel, Bayreuth nach Wien. Kassel. Das aus den ersten Firmen Deutsch⸗ lands bestehende Comité des zollvereinsländischen Vereins der Tabaks-Fabrikanten erläßt an die Tabaks und Cigarren-Fabrikanten, Händler und Tabaks Producenten der deutschen Zollvereins- staaten eine Einladung zur Versammlung auf Montag den 5. August d. J., Vormittags 10 Uhr, in dem Stadtbausaale zu Kassel. Es werden die zur Wahrung der Interessen bei etwaiger Aende- rung der Tabakssteuer nöthig scheinenden Schritte zur Berathung kommen. Frankfurt. Die Klagen über Geschäfts- losigkeit in vielen Branchen des Handels, der Industrie und der Gewerbe sind hier allgemein. Viele Kaufleute haben ihr Arbeitspersonal, Hand- werker, die früher 6— 10 Gesellen beschäftigten, die Zahl derselben auf 2 oder gar nur 1 reducirt, da die Geschäftsaussichten für den Winter höchst trübe sind. Im Baufache ist es sehr stille; es werden gegen sonst nur wenige Neubauten auf⸗ geführt, indem die vielen unvermietheten Woh⸗ nungen und die Schwierigkeit, zu billigen Be⸗ dingungen Kapital zu erhalten, die Unternehmer von neuen Engagements im Fache der Bau⸗ speculation zurückhalten. Aus Baden. Ueber die Auswanderung aus Baden liegen jetzt für das Jahr 1866 offi⸗ cielle statistische Nachweisungen vor. Sie beläuft sich auf 3030 Personen, mit der heimlichen Aus⸗ wanderung auf ungefähr 4600 Personen. Seit dem Jahre 186 zeigt sie die höchste Jahresziffer. Unter den 3030 amtlich Ausgewanderten wählten 2749 Nordamerika zu ihrer Niederlassung. Nrch niemals wanderten so viele ledige Personen aus, als im Jahre 1866, sie betrugen 47 pCt. der Fortgezogenen gegen 32 pCt. in früheren Jahren. Nach dem Geschlechte waren es 62 pCt. männliche gegen 38 pCt. weibliche. Am Auffallendsten zeigt sich das Verhältniß nach dem Alter, welches un⸗ mittelbar der Verpflichtung zur Conscription vor⸗ ausgeht, denn es entfernten sich 1,26 pCt. der achtzehnjährigen und 1,02 pCt. der neunzehnjäh⸗ rigen Alterselasse. Der Betrag des ausgeführten Vermögens wird auf ungefähr 1½ Millionen Gulden geschätzt. Donaufürstenthümer. Bukarest. Aus Anlaß der barbarischen Behandlung der Juden Seitens der rumänischen Behörden in Galatz ver— langte das ganze Corps der fremden Consuln eine Collectiv⸗Audienz beim Fürsten, um ihm nach⸗ drücklich vorzustellen, daß er den von seiner Re⸗ gierung verkannten Principien der Humanität Geltung verschaffen und alle Maßnahmen gegen die Israeliten sistiren möge. Frankreich. Paris. Die Kaiserin hat sich am 21. d. in Havre nach England eingeschifft.— Der regierende König von Bavern ist gestern Abend hier eingetroffen.— Bei der Preisbewer⸗ bung der Militär musik haben erste Preise: die Preußen, Oesterreicher und die Pariser Gar- den erhalten; zweite Preise erhielten: die russischen Guiden und die Bayern. 5 Großbritannien. London. Der atlan⸗ tische Kabel von 1866 ist am 20. ds. 50 Meilen von Hearts content gebrochen. Seine Wiederherstellung wird leicht bewerkstelligt werden. — Der österreichische Admiral Tegethoff hat sich am 20. ds. zu Liverpool am Bord des„China“ nach den Vereinigten Staaten und Mexico ein- geschifft. Frankfurt. Die Aussichten für den Herbstpferde⸗ markt sind im Ganzen recht befriedigend und ist nach den eingelaufenen Anmeldungen eine starke Zufuhr von Pferden bester Zucht zu erwarten. Gegen frühere Märkte war der letzte Frühjahrsmarkt einer der am schwächsten besuchten, wie es in Folge des durch die politischen Verhältnisse 4 geschäftslosen Winters nicht anders möglich war. ber trotz des flauen Geschäfts belief sich der Umsatz immer noch anf circa 364 000 fl. und der Umsatz, den die Lotterie ergab, auf circa 70 000 fl. Nach den Berichten der Händler sind die Loose für den berorstehenden Markt sehr begehrt und beträgt der bereits erzielte Absatz mehrere Tausende. Frankfurt. In unserer nächsten Umgebung haben die Erndtearbeiten begonnen und kommen deshalb die Fuldaer schaarenweise nach unserer Stadt, um Arbeit zu ethalten. Da jedoch dieses Jahr viele Bewohner der Um⸗ gegend Frankfurts, welche früher als Arbeiter in der Stadt thätig waren, brodlos sind und sich für die Erndte⸗ arbeiten bereits haben engagiren lassen, so ist die Nach⸗ frage nach den fleißigen Hessen nicht so groß, als das zahlreiche Angebot wünschen läßt. Viele sind gezwungen, nach der unteren Maingegend und an den Rhein zu ziehen, um dort ihren Erwerb zu finden. % Genossenschaftswesen. Die diesjährige Generalversammlung der wirthschaftlichen Genossenschaften am Mittelrhein findet am 7. und 8. August in Wies⸗ baden statt. Der Anwalt der deutschen Genossenschaften, Abg. Schulze⸗Delitzsch aus Berlin, wird anwesend sein und über das neue Genossenschaftsgesetz Bericht erstatten. „ Der Mainzer Anzeiger schreibt: Die„Kölnische Zeitung“ und nach ihr mehrere andere Blätter brachten Dor einigen Tagen eine Notiz über die dem Commandanten eines im Westen von Nordamerika gelegenen Forts ge⸗ lungene Befreiung eines fünfjährigen Knaben deusscher Abkunft von einem Indianerstamme. Die deutschen An⸗ verwandten dieses Knaben haben sich in Folge jener Notiz bereits gefunden. Es ist bies eine Mainzer Familie, Namens Amelung, aus welcher im Jahre 1847 ein junger Mann in den an der mexikanischen Grenze ge⸗ legenen Theil von Texas auswanderte und dort einen Tauschhandel trieb. Er heirathete eine Mexikanerin, die ihm 5 Kinder gebar. Anfangs dieses Jahres faßte er den Entschluß, mit seiner Famllie nach Deutschland zurück⸗ zukehren, womit seine Frau sich unter der Bedingung ein⸗ verftanden erklärte, daß man vorher noch einmal ihre Angehörigen in Mexiko besuche. Man brach gemein⸗ schaftlich und unter einer Bedeckung von 18 Mann dort⸗ hin auf, wurde aber von einem Indianerstamm überfallen, der die beiden Gatten und drei ihrer Kinder ermordete, die beiden ältesten Knaben aber hinwegführte. Die Nach⸗ richt von diesem entsetzlichen Ereignisse war bereits hierher gelangt, aber über den Verbleib der beiden Knaben konnte man, trotz aller, selbst durch den mexikanischen Gefandten angestellten Recherchen keine Auskunft erhalten, bis jene Zeulungs⸗Notiz dieser Ungewißheit ein Ende machte. Es werden nun sofort die geeigneten Schritte geschehen, um den armen verwaisten Knaben zu reclamiren. Telegraphischer Bericht. Mitgetheilt von Chr. Hecht in Friedberg, Spec.⸗Agent. Das Vremer Postdampfschiff„Deutschland“, Capt. H. Wessels, des Norddeutschen Lloyd, welches am 6. Juli von Bremen abging, ist nach einer[chnellen und glück⸗ lichen Reise von 10 Tagen wohlbehalten in New⸗Pork angekommen. Das Hamburger Postdampfschiff„Cimbria“, Capt. Trautmann, trat am 20. Juli wiederum eine Reise via Southampton nach New⸗Pork an und hatte außer einer starken Brief⸗ und Packespost 700 Tous Ladung, 130 Passagiere in der Cajüte und 493 im Zwischendeck an Bord. Hülfeleistung beim Kleiderbrennen. Bis die in der letzten Zeit wiederum vor— gekommenen entsetzlichen Verbrennungen eine Aenderung der gegenwärtigen unvernünstigen Damenmoden herbeigeführt, dürfte leider noch eine lange Zeit vergehen und der Unsinn noch manches Opfer fordern. Dringend nothwendig ist es daher, sich für den Fall einer jeden Augen- blick in unserer Nähe möglichen Gefahr wenigstens die Grundsätze einer richtigen Behandlung ein⸗ zuprägen. Ein Sachverständiger veröffentlicht darüber in der„N. Fr. Pr.“ Folgendes: „Gewöhnlich fallen die Hülfeleistenden über die Verunglückte und wälzen sie auf dem Boden herum, als wäre es ein Eisenballen, dann werden ihr die brennenden Kleider mit rasender Kraft vom Leibe gerissen, ohne dabei zu bedenken, daß bereits zahllose Brandwunden den Körper bedecken, die anfangs mit feinen Blasen überzogen sind, welche aber nicht verletzt werden dürfen, wenn eine glückliche Heilung ersolgen soll; denn unter jeder Brandblase, welche durch die Haut des Körpers gebildet wird, liegt das rohe, halb ge⸗ schmorte Fleisch. Solange die Blasen der Brand⸗ wunden unverletzt bleiben, ist der Schmerz noch erträglich, sobald aber diese zerrissen sind und die äußere Luft in die bloßgelegten Fleischtheile dringt, dann erst beginnt die Zerstörung der Fleischmasse, die offenen Brandwunden 9255 55 sich mit rapider Schnelligkeit, ganze Stücke fallen von dem Brandkörper und machen die Lebensrettung immer unwahrscheinlicher. Wer einer brennenden Person Hülfe leisten will, der ergreife so schnell als möglich ein Stück festen Stoffes, etwa einen Teppich ꝛc., und wenn dieser nicht augenblicklich zur Seite ist, sein eigenes Kleid, wickle die Brennende so dicht als möglich ein und lege sie sanft auf den Fußboden; ist eine zweite rettende Hand in der Nähe, so bringe diese eiligst Wasser herbei und gieße es über die Ver⸗ unglückte; im anderen Falle muß der Erste es selbst herbeischaffen, nachdem er durch Umhüllen des Körpers die Flamme möglichst erstickt hat. Ohne die Kleidungsstücke zu berühren, muß mit dem Begießen fortgefahren werden, bis die letzte Rauchwolke verzogen ist. Dann halte man ein mit Wasser gefülltes Gefäß zur Seite und nehme vorsichtig die Umhüllung weg, oder wenn der Brand stark war, ist es besser, man schneide sie ab, um nicht den Kranken unsanft berühren zu müssen. Zeigt sich irgendwo noch ein glimmender Funke, so muß dieser schnell durch das Wasser vertilgt und hierauf müssen behutsam nach und nach alle Kleidungsstücke vom Körper geschnitten werden. Unterdeß schaffe man vom nächsten Milchhändler Buttermilch, saure Milch oder Käsenmolke herbei, schneide aus dem ersten besten Leintuch, wenn nicht andere Leinenstücke vorhanden sind, die nöthigen Verbandstücke, tauche sie in die saure Milch und umhülle damit die Brandstellen, nachdem dieselben so vorsichtig als möglich der Kleidungsstücke ent⸗ ledigt worden sind. Mit solchen Leinenstücken muß jeder Körpertheil, der verletzt wurde, besonders umhüllt werden. Baumwollstoffe sollen nur im äußersten Nothfalle dazu verwendet und müssen beim nächsten Wechsel durch leinenes Verbandzeug ersetzt werden. Ist auf diese Weise der erste Verband an⸗ gelegt, dann erst bringe man den Kranken zu Bett oder auf ein Ruhebett. Hier werden alle Federbetten beseitigt, und auf die Matratze oder in Ermanglung dessen auf eine über den Strohsack gelegte Baumwolldecke wird das in kaltes Wasser getauchte Leinentuch gebreitet und nun erst der Leidende vorsichtig darauf gelegt. Dann muß man ihn freilich dem Gutachten der betreffenden Aerzte überlassen. Wer den Kranken zu Hause pflegen kann, wird durch ängstlichste Vorsicht bei jeder Berührung und fortgesetzte frische Umschläge mit saurer, im Sommer in Eis gekühlter Butter⸗ milch ein auffallend günstiges Resultat erzielen; sie wirkt heilsamer als reines frisches Wasser, welches aber immer noch der Oelcur vorzuziehen ist. Es sind mir zwei Fälle der heftigsten Brand⸗ wunden vorgekommen, wo die Kranken lediglich durch das erste Mittel vollständig geheilt wurden und nur geringe Spuren des überstandenen Unglückes zurückblieben.“ D. Bl. Das Porheimer und Melbacher Bergwerk und die Saline Nauheim. Ueber die Staatsfinanzen werden den Kammern zweimal Vorlagen gemacht, in den Voranschlägen und in den Rechenschastsablagen. Hinsichtlich der Voranschläge gilt der allgemein als richtig erkannte Grundsatz: die Einnahmen nicht zu hoch, die Ausgaben dagegen nicht zu gering anzusetzen. Uebrigens sind bei keiner Verwaltung wenigere sichere Anhaltspunkte für Vor⸗Veranschlagungen geboten, als bei einem Kohlenbergwerk,— Witterung und vieles Andere sind von großem, unberechenbarem Einfluß. Darum ist es klar, daß die wirklichen Betriebsresultate sehr verschieden sein können von den drei Jahre vorher voran⸗ schläglich berechneten. Mit unseren Zahlenangaben sind die wirklichen Betriebsresultate gemeint. Wir hatten keinen Grund, deren Richtigkeit zu bezweifeln; dennoch fragten wir weiter wegen ge⸗ nauer Angabe und erhielten die Antwort, daß in mehr als einer Rechnung der letzten 14 Jahre mehr als 35 Tausend Gulden Ablieferung enk⸗ halten sind. Bezüglich der Zinsen vom Gelände konnten uns Leute aus Dorheim und Beienheim belehren, daß ein großer Theil des zeitweise entbehrlichen Bergwerks⸗Geländes öffentlich verpachtet sei und jedes Jahr Kaufschillinge für weiter nothwendig gewordene Aecker bezahlt werden. Damit scheint uns die Zinsenfrage erledigt zu sein. 5 Aber warum streiten wir denn eigentlich darü⸗ ber, ob es 35, 30, 20, 15 oder 10 Tausende Reingewinn sind? Nehmen wir immerhin an, es blieben nur 10 Tausend übrig. Wird denn damit bewiesen, da der Staat das Bergwerk nicht betreiben soll, oder daß es überhaupt nicht nöthig sei? Wir meinen weder das eine noch das andere. Wenn ein Geschäft 10 Tausend Gulden ab⸗ wirst, so ist es ein gutes Geschäft, das immerhin der Staat betreiben mag, namentlich wenn, wie hier, es sich um Beschaffung eines nothwendigen Bedürfnißgegenstandes handelt, und Private das Geschäft schlechterdings nicht besser zu betreiben im Stande sind. 5 Was die Nothwendigkeit eines Melbacher Braunkohlenbergwerks betrifft, so können wir uns nicht genug über die beharrliche Bestreitung der⸗ selben wundern. Die Bergwerke bei Bauernheim, Dornassenheim, Weckesheim und Wölfersheim dür⸗ fen so viele Kohlen fördern, als sie wollen; doch kommt dort der Ausverkauf öfter vor, als auf dem Dorheimer Werk. Im Winter Kohlen aus- zufördern, das geht schon; allein, was nützt das N igel nb 10 Eine ghet ef us 64 und 0 Gedächiß vat Auf tine lub Kcblen fan; doc K Folgendes de Weltetau, au ken Vegttobilt richtiger unte werden. De Koblen, so Kohlen zu ge Naser bewal betgwerke hab Unser Ge in Bettachiur freut. Gan gewonnen. Fortexistenz sind von ihre winnung der Wichtigleit, da namentlich höhbare, schö Benutzung d zur Aufhebu 3% fl. Stan 1 Pb. S 2 die Trangyort Uu werden wollen) Jo J kr. begahl für giwisst So ist es w sagen werde und angeneh das Pp. aut es werde d muß bun) So ang vin len für den wegen der g And i Dur Jahrmarkt itwoch 1 dem Landta gehalten. e dem ersten Zu T0 Duͤd er dlagunger vel, großen flat, daß eder t woran enangaba te gem chtigkeit f ctgen g ort daß u 14 Jahn strung eu! de leunten i belthrer ubehrliche ut sti un nothwend ani schen lich dar Taustn⸗ Fördern, wenn die Kohlen nicht geformt werden können. Hierzu sind dreierlei Dinge erforderlich: Arbeitskräfte, Raum und gutes Wetter. Noch einmal sei es gesagt: In 1864 konnten im November und in 1865 schon im September (nur aus der jüngsten Zeit zu reden) auf keinem Bergwerk noch Kohlen verkauft werden. Warum? Weil alle Vorräthe bereits verkauft waren. Trotz aller dieser sehr bekannten Thatsachen will der Gegner der Kohlengewinnung in der Gemarkung Melbach„der Angabe des Einsenders, als könn— ten diese Werke(die Privatwerke) nicht ganz ge— nügen, auf das Bestimmteste widerspre⸗ chen.“ Eine solche Sprache könnte nur dann Respect einflößen, wenn jene Erinnerungen, erst aus 64 und 65 stammend, nicht mehr in Aller Gedächtniß wären. Auf eine genaue Schätzung der genannten Privat ⸗Kohlenlager können wir ans nicht ein- lassen; doch kann jeder denkende Nicht- Geologe, Folgendes begreifen: Die Kohlenlager in der Wetterau, aus untergegangenen und angeschwemm— ten Vegetabilien entstanden, befinden sich auf, oder richtiger unter den Höhen, nicht in den Thälern, welche von Flüssen und Bächen durchschnitten werden. Doch wären auch in den Niederungen Kohlen, so würde es unmöglich sein, hier die Kohlen zu gewinnen, denn, wer könnte das viele Wasser bewältigen? Die gegenwärtigen Privat- bergwerke haben demnach bestimmte Grenzen. Unser Gegner hat auch die Saline Nauheim in Betrachtung gezogen. Wir sind darüber er- freut. Ganz neue Gesichtspunkte werden dadurch gewonnen. In der letzten Entgegnung wird die Fortexistenz der Nachbar⸗Saline bezweifelt. Wir sind von ihrem Fortbestehen fest überzeugt. Die Ge⸗ winnung der Mutterlauge, für Bäder von größter Wichtigkeit, trägt zum Fortbestehen schon viel bei, da namentlich deren Verkauf auch eine leicht er⸗ höhbare, schöne Nebeneinnahme werden kann. Die Benutzung des Steinsalzes drängt wohl auch nicht zur Aufhebung. Auch vom Steinsalz müssen 3½ fl. Steuer bezahlt werden. Das macht für 1 Pfd.= 2,1 kr. aus. Rechnen wir dazu noch die Transport- und Verkaufs⸗Kosten,(die Kauf⸗ leute werden den Verkauf nicht umsonst betreiben wollen,) so werden wir auch für das Steinsalz 3 kr. bezahlen müssen. Das Steinsalz soll zudem für gewisse Zwecke manchee nicht Gute haben. So sst es wahrscheinlich, daß die Hausfrauen bald sagen werden:„Das gesottene Salz ist viel besser und angenehmer; ich will wieder davon nehmen, mag das Pfd. auch 2 Heller mehr kosten.“ Das Gerücht, es werde das Pfd. Salz künftig 5 kr. kosten, mag durch solche Betrachtungen entstanden sein. So arg wird es zwar nicht werden. Wir wol⸗ len für den nächsten und näheren Umkreis, wegen der geringeren Transportkosten, den geringsten Preis von 3 kr. festhalten. Seit— her verkauften die Salinen das Salz an die Salz— regie zu vertragsmäßigen Preisen, nicht zu 5 fl. den Centner, sondern viel billiger, so billig, wie möglich. Im Ganzen erhielten sie wohl nicht mehr als jetzt nach Abzug der Steuer übrig bleibt. Die Salinen mußten also auch seither sehen, wie sie zurecht kamen, insofern nicht das Inland die Gesammtfabricate verbrauchen konnte. Wir wollen aber zugeben, daß jetzt bei den Sa— linen genauer gerechnet und speculirt werden muß. Man wird dieses auch in Nauheim thun müssen, man wird sparen müssen, wo es möglich ist. Vielleicht denkt man dort auch an Verminderung der Kosten für Brennmaterial. Wenn nun das Salzamt in Nauheim herausrechnen sollte, daß die Steinkohlen billiger seien, wie die Braun— kohlen, so würde man höheren Orts sicher darauf Folgendes entgegnen: Bei dieser Berechnung darf der Ctr. Braunkohlen nicht zu dem Verkaufs-, sondern nur zu dem Selbstkosten-Preis angesetzt werden, zu soviel nur, als die Kosten für Heraus— schaffung und Formung der Kohlen und das Ge— lände ausmachen. So gibt es eine ganz andere Rechnung und die ist ganz richtig; der beste Rechenmeister muß sie anerkennen. Wir erinnern uns aus früheren Kammerverhandlungen nicht genau mehr der Höhe der Selbstkosten für Kohlen hiesiger Gegend, aber so viel wissen wir noch, daß so gerechnet, die Steinkohlen viel theurer sind, als Braunkohlen, und daß die Anlehnung der Saline an das fis— calische Braunkohlenbergwerk die Existenz beider Werke besonders vortheilhaft macht, daß ge— rade dadurch eine große Summe gewonnen wird. Es könnte hier entgegnet werden:„Aber das wäre ja nur ein eingebildeter Gewinn, die Koh— len könnten theurer verkauft werden, als sie die Saline in Rechnung nimmt.“ Dieser Einwurf wäre ganz richtig, wenn das Kohlenlager ein dürftiges wäre, das Sparsamkeit in der Benutzung erheischte; das ist aber nicht der Fall, der Staat hat bereits die Reichhaltigkeit des Kohlenlagers in Melbach mit vielen Kosten feststellen lassen. Es werde nochmals bemerkt: die Saline spart durch die Braunkohlen eine ansehnliche Summe, Tausende. Der Staat verliert diese Summe in Wirklichkeit, neben einem Bergwerks ⸗Reinertrag: 1) wenn Steinkohlen bei der Saline gebrannt werden,) wenn die Melbacher Kohlen liegen blei- ben, und 3) wenn Private dieses Lager ausbeuten. Hoffentlich wird das Erste nicht geschehen, weil weder das Zweite noch das Dritte geschieht. Wir sagen daher jetzt: I. Bade- Anstalt, Saline und das Bergwerk ergänzen sich gegenseitig; das Ineinandergreifen erhöht ihre Reinerträge bedeutend. II. Weil diese Anstalten Reinerträge gewähren und vielseitigen, weit verbreiteten, fast allgemeinen Bedürfnissen entsprechen, so müssen sie alle drei in der Hand des Staates vereinigt bleiben. Doch zurück zum Melbacher Bergwerk. Wären bei einem besonderen Bergwerk in Melbach nur 10000 fl. Reinertrag zu erwarten, der an Aktionäre vertheilt werden könnte, so wür⸗ den Private das Bergwerk mit Vergnügen be⸗ treiben; denn die 10 000 fl. bildeten 10% für eine Einzahlung von 100 000 fl. Für so ein Geschäft fänden sich Actionäre genug und mit so einer Summe ließe sich schon viel ausrichten, wohl auch Wege herstellen. Uebrigens halten wir un— sere frühere Zahl fest. Unser Gegner sagt: „Man sucht zwar die Inbaunahme des Mel⸗ bacher Bergwerks durch allerlei scheinbare Gründe zu befürworten.“ Immer wieder das Interesse. Wir meinten, wir hätten uns über Bedürfniß und Interesse zur Genüge ausgesprochen. Wie kann nur ein ver⸗ nünftiger Mann annehmen, daß ein vernünftiger Mann glauben könnte, der Staat werde ihm zu Gefallen ein Bergwerk betreiben. Das wäre ja gerade so unsinnig, als wenn ein Einzelner sagte: „Lieber, guter Staat, laß doch die Braunkohlen unter meinen Aeckern liegen, ich brenne ja Stein- kohlen und die Andern mögen das auch thun oder sehen, wo sie anderes Brennmaterial und es billiger herbekommen. U. s. w.“ Das wäre doch absurd. Die Kammer wird allerdings die Sache prü— fen, aber gewiß nicht vom Standpunkt Einzelner aus, sondern sie wird die Interessen der vielen betheiligten Staatsangehörigen und der staatlichen Gesammtheit würdigen. Und nun noch Eins: den intensiven Land⸗ wirthschaftsbetrieb betreffend. Es gibt allerdings Oekonomen, die auf 1 Morgen nicht etwa nur ebensoviel, sondern sogar noch mehr erzielen, als andere auf 2 Morgen. Dazu kann gar Mancherlei beitragen: Einsicht, Fleiß, Tiefackern, Düngung und nicht unwesenklich der Umstand, daß man allezeit auf seine Aecker kommen kann, Regulirung der Gewannwege u. s. w. Mit der Zusammenlegung der Grundstücke wird in einer großen Gemarkung allein mehr Ge⸗ lände gewonnen, als zu einem großen Bergwerk gebraucht wird. Eine Gemeinde suche also solche Zielpunkte“) ihres Strebens und man wird vor ihr den Hut abziehen und sie zum Muster nehmen!. e) Wir möchten die Besprechung des fraglichen Gegen⸗ standes für unser Blatt schließen, da dieselbe wohl er⸗ schöpfend stattgefunden haben dürfte. Den vorstehenden Artikel nahmen wir nur darum noch auf, weil er neue, interessante Gesichtspunkte hinsichtlich der Nachbar⸗Saline darbot. D. Red. Marktverlegung X Einführung eines Viehmarktes. 1777 Durch Verfügung Großh. Ministeriums Jahrmarkt von dem ersten Dienstag und Mittwoch nach Egidi auf den ersten Dienstag und Mittwoch nach Bartholomäi zu verlegen, und wird daher der diesjährige Markt nicht wie in dem Landkalender angezeigt den 3 und 4. September, sondern den 27. und 28. August ab⸗ gehalten. Indem man dieses zur Kenntniß des Publikums bringt, wird noch bemerkt, daß an dem ersten Markttag, sowohl dieses Jahr als fernerhin, ein Viehmarkt abgehalten werden soll. Zu recht zahlreicher Betheiligung wird hiermit auf das freundschaftlichste eingeladen. Großberzogliche Bürgermeisterei Duͤdelsheim Koch. Düdelsheim am 22. Juli 1867. des Innern ist es gestattet worden den hiesigen Versteigerung einer englischen Scheuer auf den Abbruch. 1783 Montag den 29. d. Mis., Vormittags 10 Uhr, soll in dem Garten des Kaspar Volz dahier eine noch in gutem Zustande befindliche englische Scheuer auf den Abbruch versteigert werden. Södel am 23. Juli 1867. In Auftrag Großherzoglichen Landgerichte Großherzogliches ae Södel Relßz. tigung. In der öffentlichen Ladung Großberzoglichen Land gerichts Naubesm, Inserat 1737 in Nr. 84 ist zu be⸗ richtigen Heinrich Pung III. in Heinrich Jung III. Hofraithe⸗Versteigerung. 1779 Donnerstag den 25. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, soll in hiesigem Rathhause auf freiwilligen Antrag der Valentin Scheuermanns Wittwe dahier deren Hofraithe in der Kirchgasse nochmals öffentlich meistbtetend ver— steigert werden. Friedberg am 24. Juli 1867. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. n Der dtenftälteste Gerichtsmann Foucar. Jagd verpachtung. 1774 ODonnerstag den 1. August, Mittags 2 Uhr, wird die Jagd hiesiger Gemarkung auf hiesigem Rathhause auf 9 Jahre meistbletend verpachtet. Pfaffenwlesbach den 21. Juli 1867. Bürgermeister G. Rupp. Schaafpferch ⸗Versteigerung. 1780 Samstag den 27. d. Mits., Vormittags 11 Ubr, sollen in hiefigem Rathhause 5 bis 10 Schaafpferche, welche am 29. d. Mts. ihren Anfang nehmen, öffent⸗ lich meistbietend versteigert werden. Friedberg am 11. Juli 1867. Großherzogliche Bürgermetsterei Friedberg. J. V. d. B. Der Groß herzogliche Beigeordnele Fouc ar. Verstei gerung. 1776 Freitag den 26. l. M., Vormittags 11 Ubr, wird ein der Gemeinde Assenheim gehöͤrender Fasesochse in hlesigem Nathbause öffentlich meistdietend versteigert. Assenhelm den 23. Juli 1867. Großherzogliche Bürgermeisterel Assenheim Schmidt. Mobiliar Versteigerung. 1775 Montag den 29. d. Mis., Nachmittags 1 Uhr, läßt Wittwe Lack von Schwaldeim in ibrer Behausung folgende Gegenflände versteigern: 3 1 elnspännigen Wagen mit Zubebör, 1 Schwab; und Schaufelpflug mit neuem Vorderpflug und noch sonstige Haus- und Oeconomte-Gerätbschaften. Flaschen⸗Etiquette pr. 100 Stück 36 kr. bis zu 2 fl. 48 ke, det Bindernagel& Schimpff. 0 e —— Ü— Das diesjährige Geld-Scheibenschießen zu Friedrichsdorf ge gg ge 1782 wird Samstag den 3., Sonntag den A. Schießplatz⸗Anlage bei meinem Hause abgehalten. Schießens und des geselligen Vergnügens freundlichst einzuladen, kann ich allen mich beehrenden Gästen die beste und aufmerksamste Bedienung und eine angenehme Unterhaltung versprechen, da Feste auch die rübmlichst bekannte Musik des früheren Frankfurter Linienbataillons zu dem engagirt ist. Friedrichsdorf. A. Foucar. Tanzunterricht. unterricht, zu welchem ich mich bestens empfohlen halte. und Montag den 5. August auf der neuen Anmeldungen werden freundlichst entoegengenommen(n Indem ich mich beehre, alle Freunde des] meiner Wohnung bei Herrn Peter Mann. Friedberg den 1. Juli 1867. H. Moseler, Tanzlebrer. 1766 und sonftige Desinfectionsmittel bei Für Unterleibsbruchleidende. Briefauszüge an Gottlieb Sturzenegger in Herisau. Schweiz. Eisenchlorür-Lösung Werner, Engel-Apotheke. Feinste Ochsenpommade „Mit Freuden ergreife ich die Feder und schreibe Ihnen, daß Sie mich, Gott sei Dank, durch Ihre Salbe 1778 in Gläsern à 15 und 24 kr feinste Clyeerin⸗ von meinem 16jährigen Bruchleiden vollständig curirt haben. Ich danke Ihnen tausendmal dafür. Uebel haben, daß sie die gute Salbe von Hrn. Sturzenegger brauchen sollten,— ich würde es thun!“ Constanz am Bodensee, den 29. Junt 1867 f Diese vorzügliche, durchaus keine schäblichen Stoffe enthaltende Bruchsalbe wird einfach Morgens und Abends Einzig] 1730 bat zu vermiethen Oe. W. beim Erfinder eingerieben. Die Heilung geschieht ohne die mindeste Unannehmlichkeit,— ohne Entzündung zu verursachen. zu beziehen in Töpfen zu 1¼ Thlr. Pr. Crt. oder fl. 2. 36 kr. Südd. Währg. oder fl. 3. Gottlieb Sturzenegger in Herisau, Kt. Appenzell. Schweiz. 105 17 NB. Nach Oesterreich kann keine Nachnahme erhoben werden. Gott und der gei 1 Himmel wird Ihnen den Segen geben; denn Sie haben ihn verdient.— Könnte ich es allen Menschen sagen, die das seife n 1, 10 kr. bel H. Diehl in der Usagasse. Eine Scheuer Friedrich Horn. Ein große Auswahl von sehr billigen Durch Bindernagel& Schimpff in Friedberg und Nauheim ist zu beziehen: Die Kinderlaube. Suustrirte Monatsheste für die deutsche Jugend. FEUFPF————² Ü w 3 Ul 0 Theerseile,. Boe 18.me igen 3 7 bei all Gichtwatte. teaser Wil bang. 2 Pace a 18 und 30 kr. Dresden, Verlag von C. C. Meinhold Tis-Pomade seit Jobten bekannt und berühmt, und Söhne. „zum Kräuseln und Kräftigen der III. Band(1865) Geb. 2 fl. 42 kr. 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Zur gefälligen Beachtung! 1770 Mit dem Heutigen sind bei mir Butter, Käse und Eier in bester Qualität zu haben. Friedberg den 22. Jult 1867. Spenglermeisser K. Ludwig's Wtw., Metzgergasse. FC!CFCC00bTbT0TTbTbTbTPT0TTbTTTTT JEECCCCüͤĩ ͤbbbbbTbTbTbTbT Bildern, zum Ausschmücken von Wirthslokalitäten geeignet, halten wir vorräthig, worauf wir die Besitzer von Gasthöfen aufmerksam machen. Bindernagel& Schimpff in Friedberg und Nauheim. Fässer und Bütten 256 in allen Gattungen billigst bei Ph. Dan. Kümmich. Danksagung. 1772 Allen Denjenigen, welche unseren Bruder und Onkel Maurermeister Heinrich Weckerling vahter zu seiner letzten Ruhestätte begleitet, sagen wir hiermit unseren innigsten Dank. Friedberg den 22. Juli 1867. Die hinterbliebenen Anverwandten. Beachtenswerth! Jaaterbsen& Jaatwicken 201 Unterzeichneter besitzt ein vortreffliches Mittel gegen 1745 bei Emanuel Löb. Fruchtpreise. Per Malter. Friedberg, 23. Juli. Waizen 15 fl. 40 kr.; Korn der Parnblase und Geschlechtsorgane. Auch finden dlese Kranken Aufnahme in des Unterzeichneten Heilanstalt. Specialarzt Dr. Kirchhoffer in Kappel bei St. Gallen.(Schweiz.) 1767 nächtliches Bettnässen, sowie gegen Schwächezuftände Eine Chaise, Ein kleines Logis hat zu vermiethen Juliane Lang, Käse- Offerte. 1773 Emmenthaler⸗, Schweizer⸗, Nahm und sowie eine große Waschmange, steht in der — Pfarrhofraithe zu Bellersheim, bei Hungen, zu verkaufe 2 fl.— tr.; Gerste 9 fl. 15 kr.; Hafer 5 fl. 40 kr. Frankfurt, 22. Juli. Weizen 16 fl.— kr.; Korn 13 fl. 30 kr.; Gerste— fl.— kr.; Hafer 10 fl.— kr. Grünberg, 20. Juli. Waizen 16 fl. 18 kr.; Korn 13 fl. 20 kr.; Gerste 10 fl. 45 kr.; Hafer, 6 fl. 12 kr.; Molter— fl.— kr.; Erbsen 11 fl. 52 kr. Wicken— fl. — kr.; Saamen 14 fl. 48 kr.; Kartoffeln 6 fl. 25 kr. Mainz, 19. Juli. Waizen 16 fl. 55 kr.; Korn wohnhaft In der Schuhmachergasse. 13 fl. 28 fr.; Gersie— fl.— kr.; Hafer 5. 52 ke. 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Kth. 94 P. 5 30% do—— 2 Nass. 25 fl. L. b. R. 34 G 5 4% do do 89½ P. Russland 50% Obl. i. L. à fl. 12 85 ½ 6. A ard. 36 Fr. L. b... Würtemb. 4½% Obl. b. Rth.92½¼ P Finnland 4½½0% Pfdbr. i. R. 10583 P. + Pistolen fl. 9 4440 2 40% do do—— Schweden 4½%/ O. i. R. à 105 85½½ G. 2 Doppelte„ 9 45—47 Baden 4½0% Obligat. 92 G„ 4½0% Pfb. 1. R. à 105.— 2 I preuss. Friedrd'or= 9 57—58 2 4% Obligat. 87 P N.-Amer. 60/ St. 1. E. 1882 76¼ Hoh. fl. 10 Stücke„ 9 50—52 Dolf einbez alice Eisenbahn- Actien und Prioritäten. 2 ie v 9 1 4½% Bayr. Ostbahn 115½½ G. 77% Liv. C. P.& P/. fr. 4 28 kr. 0 6. 2 Bugl. Sozereigns.„ 11 52—56 4% Pfandbr. d. Frkf. Hyp.-B.—— 5% Tosc. Centr.-Eisenb.-Pr. 45½ P. I Russ. Imperiales„ 9 45-47 30% Oesterr. St.-Eisenb.-Prior. 50 P. 50% Elisabethbahn-Prior. 6% 73½ G. I Gold pr. Zoll-Pf. 3 60% Oest. Sud. St. u. Lomb. E. B. 02. P. 50% do. neueste Emies.% 70 ½ 6. 2 ch. Siib. pr. Z. Pf.„—— 30% Oest. Süd. St. u. Lomb. E. B. 44½ P. 4½0% Hess. Ludwigsb.-Prior. 94 P. Preuss. Kassensch.]„ 1 45— 1/3 Wiener Wechsel- Cours 93½ G. I Dollars in Gold„ 227—28 5 Für An- und Verkauf aller Werthpapiere empfichlt sich bestens unter Zusicherung reeller Bedienung und ertheilt gerne jede gewünschte S. Lindheimer in Friedberg. Auskunst über Verloosungen, Coupons- Zahlungen u. s. W. . K Beltefsen 6 Es wir dietan d — Hessen JVeolꝛlsblätter⸗ der letzen 8 behörde mit sie Druchach welche bescri Postreglement gleichen Dirue seudungen in srichen dein Nichtbeachtu tionsstrase beamten sin band versan zu unterwer ist, daß die theils aus J zeichen reift der Ansicht Schristheiche dennoch eine Müfung, ob wc cn 8 — verkrags ist zugegangen, ßen eingesü werden sich von den pr Cotarde un pen werden genommen werden. — Sin Juhte ihre als Landweg im nächsen für die La