pl. Geiß. Hessen Gustab Neisel, l do 5e Vittnt. 1867. Samstag den 25. Mai. N 62. nzeiger für O Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. 1 Fritdberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Amtlicher Theil. Betreffend: Die Einführung von Statuten für die Gemeindeschäferei der Kreisstadt Friedberg. Bekanntmachung. Oeffentliche Friedberg den 18. Mai 1867. Die von dem Gemeinderathe zu Friedberg angenommenen und auch genehmigten Statuten für die Gemeindeschäferei daselbst werden hiermit veröffentlicht. Großherzogliches Kreisamt Friedberg Tour a pp. Statuten für die Gemeinde⸗Schäferei Friedberg. §. 1. Die Schäferei in der Gemeinde Friedberg wird durch die Grundeigen— thümer, Namens der Gemeinde ausgeübt. Sämmtliche Ausgaben für die Schafhirten, den Pferch, dessen Zubehör und namentlich auch Schäferhütten u. s. w. werden aus der Gemeindekasse bestritten, dagegen fließen auch die Exlöse aus dem Pferch in dieselbe. 2. Die Schäferei steht unter der Aussicht des Orisvorstandes, insbesondere aber des Großherzoglichen Bürgermeisters und zweier aus der Mitte des Gemeinderaths uf je drei Jahre zu wählenden Ortsvorstandsmitglieder, welche mit dem Großherzog— lichen Bürgermeister eine Commission bilden. §. 3. Im Ganzen dürfen in der Gemarkung, vom Tage des Hinaustreibens an gerechnet bis zum 1. August, 300 Stück(schreibe drei Hundert Stück) und vom 1. August an bis zum Hinaustreiben 400 Stück(schreibe Vier Hundert Stück Schafe) in die Heerde getrieben werden. Die Stückzahl wird auf das beweidbare Gelände mit Ausschluß der umzäunten Gärten und der mit künstlichen Bewässerungsanlagen ver— sehenen Wiesen repartirt und jeder Grundeigenthümer darf nur so viel Schafe beitreiben, als ihm nach dieser Repartition zufallen,(jedoch soll es gestattet sein wenigstens ein Schaf beizutreiben, wenn auch nur der Besitz von einem Morgen Land nachgewiesen worden ist). Das zur Stadikasse jährlich zu entrichtende Triebgeld beträgt per Stück 30 Kreuzer und zwar einerlei ob alte oder junge Schafe beigetrieben werden. §. 4. Das Beitriebsrecht kann jeder Grundeigenthümer einem Andern über— lassen, muß dieß aber vorher bei Großherzoglicher Bürgermeisterei anzeigen. g§. 5. Der aus dem Großherzoglichen Bürgermeister und zweten Ortsvorstands— mitgliedern gebildeten Commission liegt es ob: 1) Zu bestimmen, zu welcher Zeit der Austrieb der Heerden zu erfolgen hat; 2) anzuordnen, wenn die Schafe der schlimmen Witterung wegen bei Winterseintritt in die Ställe zu bringen sind; 3) die Schafhirten zu miethen und deren Gehalt nach Anhörung des Ortsvorstandes zu bestemmen; 4) die Schafhirten streng zu überwachen und zu beaussichtigen; 5) deren Bestrafung oder Entlassung vom Dienste zu beantragen; 6) genaue Verzeichnisse über den Bestand der Heerden zu führen und diese monatlich mit der wirklich vorhandenen Zahl der Schafe zu vergleichen; 7) Beschwerden der Schafhaller und Schäfer entgegen zu nehmen, diese zu prüfen, ihnen abzuhelfen, oder in Fällen, in denen es nicht thunlich ist, Großherzoglichem Kreisamte unter geeigneter Antragstellung zur Entscheidung zu unterbreiten; 8) für Anschaffung, Reparatur der Hürden, Schäferhütten u. s. w. Sorge zu tragen; 9) die Statuten sireng zu handhaben, Verfehlungen dagegen zum Zwecke der Be— strasung bei Gru ßberzoglichem Kreisamte anzuzeigen; 10) den Schäfern Listen über den jedem einzelnen Grundbesitzer gestatteten Beitrieb zuzustellen. §. 6. Wer Schafe halten will, hat alljährlich bis zum 22. Februar des Jahes bei Meidung des Ausschlusses für das beireffende Jahr bei der Großherzoglichen Bür— germeisterei anzuzeigen, welche Stückzahl er zur Weide bringen will und anzugeben, wie viel beweidvares Gelände mit Ausschluß der mit einer Umzäunung umgebenen Gärten ꝛc. er besitzt. §. 7. Die aus dem Großberzoglichen Bürgermeister und den zwei Gemeinde— talhsmiigliedern beftehende Commission, von welcher nach Maßgabe des vorigen§. ein Termin zur Abgabe jener Erklärung zu bestimmen und zu veröffentlichen ist, prüft die einzelnen Declarationen, berichtigt sie, stellt eine Liste auf und erläßt sodann eine Bekanntmachung, daß das Verzeichniß über den jedem Grundbesitzer gestatteten Beitrieb 8 Tage lang bei Meidung des Ausschlusses zur Erbebung von Reclamatienen offen liege. §. 8 Glaubt sich Jemand in seinem Betriebsrecht beschränkt, so ist seine Be⸗ schwerde bei der bestehenden Commission vorzubringen, welche eine gütliche Erledigung zu versuchen, und im Falle des Mißlingens binnen 3 Tagen Großherzoglichem Kreis⸗ amte ausführliche berichtliche Vorlage zu machen hat, da dieser Behörde die endliche Entscheidung aller die Schäferei und das Beitriebsrecht betreffenden Fragen mit Aus⸗ schluß des Gerichts zusteht. §. 9. Die Schäfer sind der Disciplinarstrafgewalt des Großherzoglichen Kreis⸗ amts unterworfen, und können von demselben nach Anhörung des Ortsvorstandes jeder Zeit entlassen werden. Dieselben haben: 1) allen Anordnungen des Großherzoglichen Bürgermeisters und der demselben bei⸗ gegebenen Gemeinderathsmitglieder pünktlich Folge zu leisten; 2) diesen Anzeige zu machen, wenn ein Schasbesitzer sich eines Uebertriebs schuldig macht resp. dieses nicht zu dulden; 3) die Thiere gehörig zu beaufsichtigen und den Eigenthümern von Erkrankungsfällen Kenntniß zu geben; 4) alle Weidefrevel, für welche sie persönlich haften, zu vermeiden; 5) die Hürden, Tröge und sonstige Geräthschaften sorgsältig zu behandeln, vor Schaden zu bewahren und Anzeige zu machen, wenn neue Anschaffungen oder Reparaturen nöthig sind; 6) der Schäser darf 20 Stück ihm eigenthümliche Schafe halten und zur Heerde beitreiben; 7) ebensowenig andere Schafe, außer den in der ihm zugestellten Liste aufgeführten, in die Heerde aufnehmen und den Bestand der Heerde mit dieser Liste wöchent⸗ lich zu vergleichen. Großherzogliche Bürgermeisterei hat mit Rücksicht auf pos. 4 dafür zu sorgen, daß der Gehalt der Schafer vor Ablauf des Contracts nur zum Theil und erst alsdann ganz ausbezahlt wird, wenn es feststeht, daß dieselben fich keiner Frevel schuldig ge— macht haben. §. 10. Die Mitglieder der Schäfereigesellschaft unterwerfen sich den Bestim⸗ mungen dieser Statuten. Zuwiderhandlung werden mit Geldstrafen von 30 kr. bis 3 fl., welche auf Antrag Großherzoglichen Kreisamtes von den Polizeigerichten zu Gunsten der Gemeindekasse zu erkennen find, geahndet. §. 11. Sollte die Heerde im Laufe des Jabres unter 300 Stück resp. 400 Stück herabsinken, und hierdurch eine ansehnliche Schmälerung des Erloͤses für Pferch zu befürchten sein, so steht der Commission, nach Anhörung des Ortsvorstandes, das Recht zu, auf eine deßsalls zu erlassende Aufforderung einzelnen Schafhaltern auf Nachsuchen zu gestatten, eine größere Stückzahl, als die ihnen nach Maßgabe ihres Grundbesitzes zukommende bis zum Jahresschluß beizutreiben. Suchen gleichzeitig mehrere um diese Vergünstigung nach, so ist die Zahl der beigetrieden werden sollenden Schafe nach Maßgabe des Grundbesitzes entsprechend zu repactiren. erhessen. Hessen. Darmstadt. Das Großherzog- liche Regierungsblatt Nr. 23 enthält: I. Bekanntmachung Gr. Ministeriums des Innern vom 10. Mai, den Octroitarif der Provinzial⸗Haupistadt Mainz betreffend. II. Bekanntmachung Gr. Oberpostinspection vom 11. Mai, wonach zu Sprendlingen eine Postablage errichtet worden ist. III. Uebersicht der für das Jahr 1867 genehmigten Umlagen zur Bestreitung von Communalbedürfnissen in den Gemeinden des Kreises Alzey. IV. Uebersicht der für das Jahr 1867 genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Bedürfnisse in den israe⸗ litischen Religionsgemeinden des Kreises Lindenfels. VI. Dienstnachrichten: am 8. April wurde der Director bes kasholischen Schullehrer⸗Seminars zu Bensheim, geist⸗ licher Rath Ohler von dem bischöflichen Domkapitel zu ainz zum Domkapitular gewählt;— am 11. Pfarrer Blöfinger in Freimersheim zum Dekan des katholischen Dekanats Alzey,— Pfarrer Eder in Sauer-Schwabenheim zum Dekan des katholischen Dekanats Ober⸗Ingelheim— und am 17. Pfarret Schilling in Alsheim zum Dekan des kathol. Dekanats Osthofen ernannt;— am 14. Mai wurde dem Geometer 2. Klasse Balser zu Groß-Buseck das Patent als Geometer 1. Klasse für den Kreis Gießen ertheilt. VII. Dienstentlassungen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 29. April den Kreisarzt des Kreismebicinalamtes Ober-Ingelheim Dr. Laist auf sein Nachsuchen seines Dienstes zu entlassen und am 6. Mat den Director an dem kalholischen Schullehrerseminar zu Bensheim Ohler auf sein Nach⸗ snchen von seiner Diensistelle zu entlassen. VIII. Gestorben: am 27. Febr. pens. Steueraufseher Heinrich zu Höchst;— 21. April pens. Steueraufseher Ochs zu Ober-Ohmen;— 12. Mai Förster Hüter auf dem Forsthause Wildbahn. — Das Großh. Regierungsblatt Nr. 24 enthält: Das Gesetz d. d 22. Mai 1867, Vorkehrungen gegen ansteckende Thlerkrankheiten, insbesondere gegen die Rinder— pest betreffend. Das Gesetz tritt mit dem heutigen Tage in Wirksamkeit, und ist das Großherzogliche Ministerium des Innern mit dem Vollzuge desselben beauftragt. Hessen. Darmstadt. II. Kammer. Von den Beschlüssen der 2. Kammer in der Sitzung vom 21. Mai nennen wir: Bewilligung der Anforderung für das hiesige Museum c.(auch der hierfür ver- langten Dotationserhöhung,) nach Abzug der Ge— haltserhöhungen für den Galerie- und für den Museums⸗Inspector.— Von der Anforderung für das Gendarmeriecorps werden gestrichen: die Ge— haltszulage für den Commandeur, an den Service— kosten für nicht casernirte Gendarmen 300 fl., an der Anforderung für die an Stelle der abgehenden 24 Gendarmen zu Pferd tretenden 42 Gendarmen zu Fuß die für 3 Fußgendarmen nöthigen 835 fl. und die Besoldung eines zweiten Offiziers mit 680 fl.; dagegen weiter verwilligt ein vorüber— gehender Credit von 4500 fl. zur Bezahlung der Löhnung ꝛc. der dermalen überzähligen Gendarmen und vorerst der Gehalt des zweiten Offiziers bis zu anderweiter Verwendung desselben mit 680 fl. — Die Forderung für das Medicinalwesen wird bewilligt und ein Antrag des Abg. Goldmann, der Regierung die durch den Wegfall zweier Thier⸗ ärzte(in Folge des Friedensvertrags) parat ge⸗ wordenen Mittel zur Anstellung zweier weiterer Thierärzte im Odenwald und in Oberhessen zur Verfügung zu stellen, genehmigt.— Einige auf Eingehung der Kreisärzte gerichtete Anträge einer Minderheit des Ausschusses werden nicht angenom⸗ men.— Für die Handelskammer wird die An- forderung verwilligt, mit dem Anfügen, daß, im Falle Oberhessen(Gießen) eine Handelskammer wünscht, die Regierung ersucht sein soll, dieser halb der Kammer eine entsprechende Vorlage zu machen. — Sodann wird die Regierung um Abänderung des Wahlmodus ersucht.— Für das Landes- hospital Hofheim werven jährlich 15,000 fl., für Heppenheim 20,000 fl. verwilligt. — Abgeordneter Schäfer hat den Antrag gestellt:„Hohe Kammer wolle die Regierung er- suchen, von Worms Lrechtsrheinisch) über Gerns— S r 88 * ö 88 heim, entweder durch das Ried, oder über Pfung⸗ stadt, eine Eisenbahn auf Staatskosten bauen zu lassen, oder wenigstens einer Gesellschaft, unter Subvention aus Staatsmitteln oder einer Zinsen⸗ garantie, die Concession hierzu zu ertheilen.“ Darmstadt. Justiz-Minister Freiherr v. Lindelof ist aus Veralassung seines 50jährigen Dienstjubiläums mit dem Großkreuz des Lude⸗ wigs⸗Ordens decorirt worden.. Friedberg. Wie wir vernehmen, ist die Untersuchung wegen des im Monat März l. J. im Ober⸗Rosbacher Bergwerk erfolgten Einsturzes, in Folge dessen ein Arbeiter getödtet und ein an— derer schwer verletzt wurde, nunmehr beendigt und von dem Untersuchungsrichter dahin erkannt wor⸗ den, daß kein Beweis dafür vorliege, daß der Tod, beziehungsweise die Körperverletzung durch eine strafbare Fahrlässigkeit des Dirigenten der technischen Leitung, oder des Grubensteigers Loh oder des Gedingträgers Welcker verschuldet wor- den und daß überhaupt kein Grund dafür erbracht sei, daß sonst Jemand den Tod oder die Körper⸗ verletzung aus Fahrlässigkeit verschuldet habe. Da dieses Erkenntniß das Resultat einer höchst sorg⸗ fältigen, unter Zuziehung eines sehr tüchtigen und erfahrenen Sachverständigen, des Großherzoglichen Bergmeisters Storch, geführten Untersuchung ist, so haben nunmehr die Einwohner von Ober-Ros- bach, welche die eigentliche Veranlassung zur Unter- suchung mit Rücksicht darauf gegeben haben, daß sie bebaupteten, der Einsturz sei in Folge vernach lässigten Grubenbaues, überhaupt in Folge eines, den Grundsätzen der Bergwissenschaft widerspre⸗ chenden Betriebs, herbeigeführt worden, allen Grund zu der Annahme, daß der technische Betrieb des Bergwerks ein ganz ordnungsmäßiger ist und daß ihre Befürchtungen hiernach jeglichen Grundes ent— behren. Bei der größten Vorsicht und Vorkeh⸗ rung aller möglichen Sicherheitsmaßregeln ist aber im Bergbau ein unvorhergesehener Unglücksfall manchmal nicht zu vermeiden und ein solcher ist im vorliegenden Falle angenommen worden, weß— halb Niemanden die eriminalrechtliche Verantwor- tung aufgebürdet werden konnte. 3. Gießen. Wie an anderen Orten un⸗ seres Landes, so scheint man auch hier auf die Hebung unseres Gymnasiums in neuerer Zeit sehr bedacht zu sein, und der außergewöhnliche Umstand, daß die Zahl derjenigen, welche zu Ostern d. J. die Maturitätsprüfung nicht bestanden, sich auf 11 beläuft, wovon 7 Schüler des Gymnasiums, dürfte hinlänglich beweisen, wie sehr man es bö⸗ heren Ortes sich angelegen sein läßt, nur solche Leute zum akademischen Studium zuzulassen, welche in Wirklichkeit den Grad der geistigen Reife er⸗ langt baben, der bisher leider manchem jungen Menschen, welcher die Universität bezog, abging. Eine in diesem Sinne Seitens der hiesigen Fa- cultäten geführte, und gewiß nicht unbegründete Veschwerde bei Großherzoglicher Oberstudiendiree ⸗ tion dürfte einestheils die vor kurzer Zeit statt⸗ gehabte Revision unseres Gymnasiums hervorge— rufen, anderntheils ein Ergreifen strengerer Maß⸗ regeln veranlaßt haben, nach welchen sich diejeni⸗ gen Bewohner unserer Stadt, welche Gymnasiasten in Miethe haben, durch Unterschrist verpflichten müssen, das sittliche Betragen, sowie den häuslichen Fleiß derselben zu überwachen. N Gießen. Der außerordentliche Professor Bohn dahier hat einen Ruf an die Forstschule zu Aschaffenburg erhalten.— Am 6. ds. wurde dahier eine Confessionsschule mit fünfzig Kindern eröffnet. Vom Main. Die Errichtung von Brod⸗ fabriken macht in hiesiger Gegend erfreuliche Fortschritte. Wie wir hören, hat Herr B. Sie⸗ sel in Rödelheim ein derartiges Etablissement ge— gründet und soll dieser Tage das Geschäft eröffnet werden. Es sind Bäcker aus Erlangen und Am- berg engagirt, da die Backart ganz nach bayeri— schem System eingerichtet werden soll. Wir zwei⸗ feln nicht, daß das Unternehmen bei dem Publi- kum verdienten Anklang finden wird. Mainz. Die hiesige„Rothe Kaserne“ wird zur Aufnahme der in Luxemburg liegenden Regi— menter Nr. 69 und 82 bereit gestellt— Wie ein hiesiges Blatt meldet, wird in Kürze eine Anzahl taxischer Postbeamten bei preußischen Post— ämtern Verwendung finden, um den dort ge— bräuchlichen Dienst zu erlernen. Preußen. Berlin. Das Einvernehmen zwischen Preußen und Frankreich soll nichts mehr zu wünschen übrig lassen. Die officiösen Organe, die bisher noch allerhand Zweifel über die Ehrlichkeit Frankreichs vorzubringen hatten, wissen heute nicht genug Rühmens von dem ver— söhnlichen Verhalten Frankreichs zu machen. — Die„Zeidler'sche Correspondenz“ spricht von Entdeckung einer weit verzweigten Ver— schwörung in Hannover, welche die Orga— nistrung bewaffneten Widerstandes bezweckte.(Siehe Hannover.) — Der Magistrat zu Berlin hat dem Aus- schusse für das Hermanns⸗Denkmal in Han- nover 500 Thaler ausgesetzt; trotz dieser dankens⸗ werthen Gabe fehlt aber noch immer eine so er— hebliche Summe, daß es schwerlich sobald zur Vollendung des Denkmals kommen wird. — Nach dem„Rheinischen Kurier“ hat der Fabrikant der Gußstahlkanonen, Herr Krupp in Essen, die Riesenkanone, welche in der Weltaus⸗ stellung das ungeheuerste Aufsehen gemacht hat, dem König von Preußen zum Geschenk angeboten. Der Werth dieses Werkes ist auf 200,000 fl. ge⸗ schätzt worden. 5 — Nach getroffener Bestimmung reisen der Kronprinz und die Kronprinzessin am 23. ds. Abends von der Wildparkstation nach Potsdam und von da mittelst eines Extrazuges nach Paris. — Wie die„Weserzeitung“ erfährt, sind die Unterhandlungen zwischen dem Fürsten von Wal⸗ deck und der preußischen Regierung wegen der Abtretung der Souveränitätsrechte des Fürsten an Preußen an der Weigerung des Königs von Preu. ßen gescheitert. Hannover. Die Haus suchungen und Verhaftungen dauern fort. Es scheint gewiß zu sein, daß man eine große, weit verzweigt Verschwörung entdeckt hat, die vielleicht in kurze. Zeit zu einer offenen Empörung gegen das preu ßische Regiment geführt haben würde. In Betreff der Entdeckungen von hochverrätherischen Unternehmun⸗ gen gibt die amtliche„Neue Hannov. Zeitung“ Auskunft. Es galt, zur Unterstützung des Aus- landes eine hannover'sche Legion zu bilden, deren Chefs schon ernannt waren, und einen Aufstand im Lande zu erregen. Großes Aufsehen hat die erste Verhaftung gemacht, die man auf der Marienburg vorgenommen hat. Früh Morgens um 5 Uhr erschien dort der Polizeidirector Stie⸗ ber und verhaftete den geheimen Rath, Kammer⸗ herrn Baron v. Stockhausen. Herr v. Stockhausen war bis zur Annexion hannover'scher Gesandter am Berliner Hofe und begleitete dann auf Wunsch König Georg's die Königin auf die Marienburg, wo er deren rechte Hand war. Man bezweifelt. daß Preußen der Königin Marie den Aufenthalt auf der Marienburg noch länger gestatten werde, Frankfurt. In Folge der in Oesterreich und Bayern ausgebrochenen Rinderpest ist für die Stadt Frankfurt die Ein⸗ und Durch⸗Fuhr von Rindvieh, Schaafen und Ziegen aus den ge— nannten Staaten bis auf Weiteres untersagt worden. Gotha. Die Rinderpest ist(wie amtlich angezeigt wird) in der vorigen Woche in Brotte⸗ rode und am heutigen Tage in Dannheim bei Arnstadt zum Ausbruch gekommen. Aus Hildburghausen wird gemeldet:„Wir sind traurig daran, schlimmer als im Kriege. Die Hälfte unseres Viehstandes ist schon ein Opfer der Seuche geworden. Der Mangel an Zugvieh ist schon so groß, daß die Menschen sich an die Wagen spannen müssen, um die nothwendigsten landwirthschaftlichen Fuhren zu besorgen. Und auch dazu werden uns die besten Kräfte durch Ein⸗ berufung zum Militär entzogen. Die Theuerung und die Verdienstlosigkeit nehmen täglich zu.“ Bayern München. Freiherr v. d- Pfordten ist von seiner Romfahrt wieder hier eingetroffen.— Der König hat die Aufhebung der Festungseigenschaft der Vesten Marienberg, Rosenberg, Wülzburg und Oberhaus mit(Einschluß der Stadt Passau) genehmigt. Baden. Karlsruhe. Die„Neue Bad. Landesztg.“ äußert sich folgendermaßen über die Friedens hoffnungen.„Die Militarisirung zweier großer Völker, das ist der Krieg, der Krieg auf Wartgeld. Einmal müssen doch die 800,000, (D Wie die Franzosen im Jahre 1332 die Stadt Metz weggenommen. Der Himmel bewahre uns vor Krieg, wir brauchen nicht hinzuzu⸗ fügen: vor dem Eroberungskrieg, denn daran denkt in Deutschland kein Mensch. Mögen gewisse Landstriche einst zu Deutschland gehört haben, das sind alte Geschichten, worüber längst Gras hat sie verschmerzt, und die Segnungen des Friedens stehen ihm unendlich höher als der Gewinn auch des glücklichsten Krieges Niemanden einfallen in der Veröffentlichung des Nachstehenden die Absicht erblicken zu wollen, nationale Eifersucht und nationalen Haß damit zu erwecken. Es hat dem Deutschen nie so recht glühenden Haß gegen das Fremde hineinzuarbeiten, darin wurde er von andern Nationen stets übertroffen, und gottlob! der Bildung viel zu weit vorgeschritten, um über diesen engherzigen Stand⸗ Angesichts gewisser Möglichkeiten aber ist es immerhin gut, wenn wir uns daran erinnern, wie und auf welche Weise die eine und die andere deutsche Stadt und Provinz Die Geschichte ist geschrieben— zur Lehre und zur Darum möge Nachfolgendes, wie wir es finden in„Feind⸗ seligkeiten der Franzosen gegen Deutschland von Karl Strack“, der es mittheilt nach Scherer in Raumer's Jahrbuch 1842, eine Stelle hier punkt nicht längst hinaus zu sein. französisch geworden. Warnung. finden.— Der schmalkaldische Krieg war zu Ende, kaldischen Bundes, der Kurfürst von Sachsen und der Landgraf von Hessen, Philipp der Großmüthige, waren des Kaisers Gefangene Freund und Gönner. gewachsen. Deutschland Darum wird es gelingen wollen, sich in heut zu Tage ist er in Weise auszubeuten. Lothringen ein. die Häupter des schmal⸗ Aber in der Absicht, dieselbe, des Kaisers, schon von dem Standpunkte der Staatsklugheit verwerflich scheinendes Verhalten gegen die gesangenen Fürsten drängte dem neuen Kurfürsten von Sachsen, Moritz, dem Schwiegersohn Philipps von Hessen, endlich das Schwert in die Hand gegen den Kaiser, seinen seitherigen Insgeheim rüstete er gegen Karl V. und verband sich mit dem jungen Landgrafen von Hessen und anderen Fürsten. Frankreich zog er ohne Mühe in das Interesse der Sache, da diese⸗ schon längst auf eine solche Aufforderung gewartet hatte. In dem zwischen den verbündeten Fürsten und Heinrich II. von Frankreich im Oktober 1551 abgeschlossenen Vertrag lesen wir Folgendes: „Man wird es für gut halten, daß der König von Frankreich sich einiger Städte, welche von Alters her zum deutschen Reiche gehören, namentlich Cambray, Metz, Toul und Verdun bemächtige und dieselben als Vikarius des heiligen Reiches behalte.“ alle Rechte vorbehielten, N war der ganze Vertrag, wir gestehen es gerne zu, ein Verrath am deutschen Reiche. Der französische König säumte nicht, denselben in seiner Im März 1552 rückten 35,000 Franzosen in Toul und Verdun waren bald unterworfen; aber eine Belagerung von Metz wäre, obgleich ein französisch gesinnter Bischof und französisches Geld zu Gunsten Frankreichs gewirkt hatten, langwierig und bedenklich gewesen, darum suchte man durch Verrath schneller und leichter zum Ziele zu kommen. Montmorency versicherte, er wolle die Armee nur durch die Stadt führen, Auch Obgleich die Fürsten dem Reich dabei die dasselbe auf die gedachten Städte hatte, so Der Anführer der Franzosen, der Herzog von ohne sie bei den Bügern einzuquartieren, auf einer in einer den de den Form als? — Aus S. Sund ber Nut Nun feht deßba NMernschengedenker wangen Roggen — Die de haltene Tore! Herstellung con in Auge beh dann auf das ungarischen Kr sammengehörigl Reicheftieden des Reiches ne hofft, der Rei seine Justimmu theile nicht un Kaiser eingeschl Dchertechs un fühldar gewon neue Bering ungarischen K die übrigen müsse. Die Kaisers aus, der Vereinba tonomie⸗Erwe schen ensspnig sammtmonarch Oescgas vorlage antwortlichteil, susung. Für 9 fi dorgesorgt ung dauer Wie hanse an möge d damit dieser treffen könne solchen Beg eigentlich al dardeiiehen de Million Soldaten verwendet werden, wozu Schließlich sagt die Thronrede: Nicht ein gehei— könnten; dae Dankenswertheste und Volksthüm— 8 Fkären sie sonst da? Weßbalb reorganisirte mer Gedanke der Wiedervergeltung ist es, derflichste, was ein Herrscher heut zu Tage thun darin Preußen seit 1860 2 Für den Krieg von 1866 unsere Schritte leitet, sondern das Bestreben, durch könnte, wäre, ein Zeitalter der Entwaffnung ein— 9 jatürlich. Weßhalb reformirt Bonaparte seine unser Schaffen die Ungunst und Feindschaft in zuleiten. Der Erste, der dazu Anregung gäbe, Pre Armee? Doch wahrlich nicht für den ewigen frieden. Hüben wie drüben saugt man das Folk aus, nimmt ihm die arbeitsfähige Jugend, immt ihm das erarbeitete Geld, hetzt es in krie⸗ zerische Empfindungen hinein, demoralisirt es bis zur Gleichgültigkeit, macht ihm endlich den Krieg rwünscht, damit„dae Ding doch endlich ein inde nehme“, weil„es ja doch so auf die Dauer zicht fortgehen kann.“ Oesterreich. Wien. Die Eröffnung ses Reichsraths hat stattgefunden. Im Her— senhause warf der Präsident Rückblicke auf die üngsten schwerwiegenden Exeignisse, indem er be onte: es müsse für Oesterreich nun eine staats- 'echtliche Grundlage geschaffen und ein ungestörtes Zerfassungsrecht erreicht werden.— Der Präsi- deut des Unterhauses bezeichnete die Gleichberech- igung der Nationalitäten und Confessionen als Nittel zur Durchführung eines ehrlichen Consti⸗ utionalismus, sowie den Ausgleich mit Ungarn n einer den beiden Reichshälften gerecht werden— den Form als die schwierigste Aufgabe des Hauses. — Aus Siebenbürgen wird der üppigste Stand der Winter- und Sommer Früchte berichtet. Nan sieht deßhalb einer Ernte entgegen, wie seit Menschengedenken keine bessere war. Am üppigsten drangen Roggen und Waizen. — Die bei Eröffnung des Reichsraths ge— galtene Thronrede sagt, daß der Kaiser die Perstellung constitutioneller Einrichtungen unverrückt im Auge behalten habe. Die Thronrede geht dann auf das befriedigende Abkommen mit den ungarischen Kronländern über, welches deren Zu— sammengehörigkeit mit der Gesammtmonarchie, den Reichsfrieden im Innern und die Machtstellung des Reiches nach Außen sicher stellt. Der Kaiser hofft, der Reichsrath werde dieser Vereinbarung seine Zustimmung nicht versagen, und die Vor— theile nicht unterschätzen, welche auf der vom Kaiser eingeschlagenen Bahn für die Stellung Oesterreichs im Staatenverband Europa's bereits fühlbar geworden sind; ferner betont er, daß die neue Verbürgung der Rechte und Freiheiten der ungarischen Kronländer die gleiche Sicherheit für die übrigen Länder nothwendig im Gefolge haben Achtung und Zuneigung zu verwandeln.— Die Rede wurde öfters durch Beifallssturm unterbrochen. Die Journale vom 23. ds. sprechen sich durchgehends in günstiger Weise über die Thron— rede aus. Frankreich. Paris. Die Ankunft des Marschalls Mae Mahon aus Algier soll den Zweck haben, mit dem Kriegsminister einen Mo— dus zu vereinbaren, demzufolge es möglich wäre, den Bestand der Armee ohne Gefahr für die Sicherheit der Colonie, zu vermindern. Man würde auf das System der Zonen zurückgreifen. Die erste Zone, das Küstenlaͤnd, soll nur durch städtische Milizen geschützt sein; die zweite Zone, unterworfene Striche mehr im Innern, soll unter den Schutz einheimischer Gendarmerie gestellt wer— den und nur die dritte, von den Aufständen der Araber noch bedrohte Zone, von regulären fran— zösischen Truppen besetzt bleiben. Dieser Plan werde gestatten, zwei Dritttheile der algerischen Armee nach Frankreich zurückzuziehen. — Der„Temps“ theilt einige neue Beiträge zu seiner Friedensliga aus Deutschland mit: ein sehr warmes und gut motivirtes Schreiben des Tübinger Professors v. Fichte, Sohn des gro— ßen Philosophen, sowie Zuschriften von Dr. Var⸗ rentrap aus Frankfurt a. M. und Bürgermeister Grothe aus Schwelm in Westphalen, beide an Jean Dollfus gerichtet, die sämmtlich der Friedens- liebe des deutschen Volkes Ausdruck verleihen. — Der Prinz von Wales und sein Bru— der, der Prinz Arthur, die Paris am Sonntag Abeud verlassen sollten, haben ihre Abreise auf Dienstag, den 21., verschoben. Sie beabsichtigten vem Rennen in Chantilly beizuwohnen. Da nun aber in England die Religion derartige Sonn— tagsvergnügen verbietet, so hatte der Prinz von Wales telegraphisch die Königin, seine Mutter, um außerordentliche Erlaubniß, das Rennen dieses Mal besuchen zu dürfen, gebeten Diese Erlaub— niß wurde ihm aber nicht bewilligt. In wohlunterrichteten Kreisen wird die Verzögerung der Hierherkunft des Königs von Preußen damit motivirt, daß Kaiser Napoleon den Wunsch ausgesprochen habe, daß der Kaiser würde gerechte Ansprüche auf die Liebe und Ach- tung seiner eigenen Unterthanen und einen Einfluß im Rathe Europas erweßben, wie er in solchem Maße auf anderen Wegen nimmer zu erreichen wäre. Gleichviel, ob erfolgreich oder erfolglos, würde er dadurch an die Spitze der edelsten Ge— fühle und Bestrebungen unserer Zeit treten und für die Stabilität seiner Dynastie mehr gethan haben, als hätte er jeden Winkel Europas mit Feuer und Schwert heimgesucht und als wäre er als Sieger in zwanzig blutigen, aber nutzlosen Schlachten in seine Hauptstadt eingezogen.“ Rußland. Wie aus Moskau vom 12. ds. gemeldet wird, herrscht dort eine„wahrhaft entsetzliche Witterung.“ Auf den Dächern und in den Straßen lag der Schnee uad in den Näch— ten herrschte anhaltender Frost. * Friedberg. Der Bischof von Mainz wird zur Vornahme der Firmung in den benachbarten kalholischen Gemeinden erwartet. Wie man vernimmt, soll diese kirchliche Feier für die biesige und Ockstädter Gemeinde am Himmel⸗ sahrtstage und zwar zu Ockstadt staltfinden und der Bischof schon nächsten Dienstag Abend dort eintreffen. * Fri dberg Ein schweizerischer Seminarlehrer aus Küßnacht verweilte kürzlich längere Zeit in unserer Stadt, um in hiesigem Schullehrer Seminare den Lehrstunden in verschiedenen, ihn besonders interessirenden Fächern beizu—⸗ wohnen. Die Ehre des Besuchs ausländischer Schalmäuner ist unserem Seminare schon öfters zu Theil geworden, namentlich waren in den letzten Jahren mehrere Lehrer aus Rußland längere Zeit hier anwesend. Diese Besuche sind eine erfreuliche, die Anstalt und Lehrer ehrende An— erkennung, welche erwähnt zu werden verdient H. Friedberg. Die am 22. d. Mis. dabier von Seiten des landw. Provinzialvereins abgehaltene Ver⸗ steigerung englischer Schweine ist ganz glänzend ausge⸗ fallen. Es hatten sich Kauflustige in großer Anzahl und aus den entferntesten Theilen unserer Provinz eingefunden und reichte die Menge der angekauften Schweine(28 Stück) bei weitem nicht aus um alle Nachfragen befriedigen zu können. Da aber der Preis, nach einem ganz einfachen national⸗ökonomischen Gesetze durch das Verhältniß von Ausgebot und Nachfrage bestimmt wird, so wurde der⸗ selbe unter den angeführten Verhältnissen ein hoher. Für eine ¼ Jahr alte Yorkshire⸗Sau wurden 100 fl., für ein 12 Wochen altes Horkshire⸗Eberferkel 80 fl., für eine Berksoire⸗Sau 93 fl., für einen Berkshire⸗Eber(11 Monate alt) 63 fl. bezahlt; der niedrigste Preis fiel auf ein Mutterferkel der Suffolk-Race von März d. J. mit 18 fl. In Ganzen wurden 1288 fl. erlöst, so daß der landw. Verein nicht allein den Ankauf sondern auch die Trans⸗ 8 5 1 g; 3 von Oesterrei u derselben Zeit anwesend stin port, Wart- und Fütterungskosten damit reichlich decken ber müsse. Die Thronrede spricht die Absicht des f cb ö 3 0 tann. Hoffentlich wird im nächsten Jahre der Import Kaisers aus, den einzelnen Kronländern im Wege der Vereinbarung mit dem Reichsrathe jede Au⸗ tonomie⸗Erweiterung zu gewähren, die ihren Wün⸗ schen entspricht und ohne Gefährdung der Ge— sammtmonarchie zugestanden werden kann. Als Gesetzes vorlagen werden verheißen: Ministerver⸗ möge, dieser aber vor der Krönungsfeier in Pest nicht hierherreisen könne. Großbritannien. London. Der fromme Wunsch, daß auf die vorläufig glücklich erledigte Luxemburger Frage eine allgemeine Abrü⸗ stung folgen möge, findet auch in der„Times“ dieser Thiere fortgesetzt, ist ja die Einfuhr fremder edler Thiere nichts Neues und was längst anerkannt Nützliches. So führte schon im Alterthum Polykrates milesische und attische Schafe auf Samos ein, Philipp I. von Macedonien 20.000 styihische Stuten und Eumenes zahlte schon vor 1000 Jabren für einen Zuchteber 4000 Drachmen. r Nauheim. Unter den zahlreichen Fremden von 3 antwortlichkeit, Modification des§ 13 der Ver- eine warme Befürwortung, an deten Schluß es naß und fern, welche Bad Nauheim desuchen, sind ge⸗ n fassung. Für die Ausgaben des laufenden Jahres heißt:„Die Zeiten sind offenbar vorbei, wo Na- Rabe ae e i dn gat en— f* sei vorgesorgt, so daß der Reichsrath sich der tionen durch Aufstachelung ibrer Vorurtheile oder quemen Besieigen mit einer Treppe versehen—— if. 900 000 Lösung dauernder Finanzaufgaben hingeben kann. Leidenschaften in kriegerische Wuth versetzt werden] Einsender mochte mit noch mehreren Freunden am letzten 3 Wiese jenseits der Stadt ein Lager bezieben zu lassen. Zugleich bat er,[nach. Mit Blitzesschnelle war das Thor von den Franzosen besetzt. Nun —„man möge dem Könige mit seiner gewöhnlichen Garde Quartier gewähren, kamen noch 2000 französische Reiter hinzu. Montmorency sagte:„Meine den be. damit dieser seine Anordnungen über die Vertheilung der Lebensmittel[Herrn! Sie können diese Leute recht wohl mit uns eintreten lassen; ich ra treffen könne. Der größte Theil der Bürgerschaft widersetzte sich einem werde Sorge tragen, daß sie sich augenblicklich wieder entfernen, um dem nnn solchen Begehren, bei welchem auch ein Blinder sehen konnte, worauf es König über den Stand Ihrer Magazine Nachricht zu geben.“ Die ganze 10. eigentlich abgesehen war. Man suchte Zeit zu gewinnen, um Truppen] Armee drang alsbald in die Stadt und quartierte sich daselbst so wie in m. herbeiziehen und die Stadt in besseren Vertheidigungszustand setzen zu den umliegenden Dörfern ein. Also war eine der stärksten Grenzfestungen da N können, bis der Kaiser Hülfe sende. Die französische Partei, den Bischof] Deatschlands, wo mehrere Reichstage waren gehalten, und wo das 101 an der Spitze, war anderer Ansicht, sie schickte, ohne Auftrag und Wisser Reichswahlgesetz, die goldene Bulle, war abgefaßt worden, ohne Schwert⸗ des: der übrigen Bürgerschaft, Abgeordnete an den französischen General, streich in seindliche Hände gefallen. Was ein Schelmenstreich glücklich a igtt weitere Verabredungen mit demselben zu treffen. Es wurde ihm gestattet, begonnen hatte, sollte ein Schurkenstreich vollenden. Der französische 17 1 selbt nach Metz zu kommen, und da er behauptete, er könne unmöglich[General, nun unumschränkter Gebieter der Stadt, wollte die deutsch- — allein seinen Einzug halten, sich von einem Fähnlein der Garde begleiten[gesinnten Glieder des Stadtrathes entfernen. Er legte sich auf das 1 Ole zu lassen. Montmorency erlaubte sich nun einen Schelmenstreich, welcher Krankenbett, indem er das bedenklichste Gichileiden vorgab, das ihn nöthige Nich de den Bewohnern von Metz, so wie allen, die noch auf Redlichkeit hielten, an sein Testament zu denken. Er berief dazu als Zeugen die Magistrats⸗ 19 Abschtu vor der französischen Hinterlist einflößen mußte. Er machte aus personen, welche man ihm als seindselig bezeichnet hatte. Sobald sie Bench fünf Fähnlein eins, und siellte dasselbe so auf, daß man die Menge der Be- versammelt waren, sprarg er aus dem Bette und durchbohrte den einen 1 1* waffneten nicht übersehen konnte. Selbst den verrätherischen Abgeordneten[der Anwesenden. Zugleich stürzten die Garden über die anderen her und 2 dünkte dieses Versahren der Art, daß sie nicht glaubten, dazu schweigen ermordeten dieselben. Jetzt war an keinen Widerspruch mehr zu denken. b eien ae zu pürsen; sie beslanden darauf, daß sie vorher in Metz seinen Einzug[Die Soldaten, welche der Magistrat zur Vertheidigung der Stadt ge- ische u. anzeigen müßten. Der französische General wußte sie durch schöne Redens⸗ sammelt hatte, mußten entlassen werden. Der König hielt am 18. April ain 90 arten hinzuhalten, bis sie zusammen an die Thore gelangten. Hier stellte 1552 seinen Einzug und antwortete dem Stadtrath, der ihn dringend f* er sich, als ob er unwillig wäre, daß ihm so viele Soldaten nachgefolgt[um Erhaltung der alten Freiheiten und Privilegien bat:„Ich werde Euch dene seien. Während darüber hin- und hergeredet wurde, schlichen sich einige wie die Meinigen behandeln.“ Der König hat, wie wir leider wissen, A Offiziere durch die halboffene Pforte; die kräftigsten Gardisten folgten sein Versprechen buchstäblich gehalten.— Senntag Morgen eine Parthie dortbin und war durch die neuen Einrichtungen und Verschönerungen nicht wenig überrascht. Wohl nicht viel weniger als 100 Städte und Dörfer sind bei klarem Himmel mit bloßem Auge sichibar und durch Fernrohre, welche für Jeden zur freien Benutzung zur Stelle sind, erkennt man deutlich die entferntesten Gegenstände. Es ist dies unstreitig der reizendste Punkt auf weit und breit und hat dabei noch das Angenehme, mit einer empfehlenswertben Restauration versehen zu sein, in welcher man mit vorzüglichen Getränken und Speisen zu billigen Preisen bedient wird. Es dürfte daher der Besuch des Johannisberges angelegentlichst empfohlen wer— den können, besonders, da man von Nauheim aus, auf kurzem Weg dorthin gelangt. Vom Thurme aus eröffnet sich den Blicken des Beschauers das herrlichste Panorama der schönen Wetterau, wodurch gewiß jedem Naturfreund ein lohnender Genuß und reichliche Eutschädigung für die kleine Mühe und Strapatze, welche ihm das Bergsteigen etwa verursachen könnte, geboten wird. Frankfurt. Nachdem der Schützenverein Offenbachs es abgelehnt hat, das im Jahre 1864 übernommene dritte mittelrheinische Bundesschießen bei sich abzuhalten, hat der Schützenverein Wiesbaden, wie aus dem Circular des biesigen Schützenvereins als Vorort des mittelrheinischen Schützenverbandes erhellt, es übernommen, das Fest im Juli bei sich abzuhalten. Mainz. Der wegen seiner bekannten Schrift „Schwester Adolphe“ viel genannte und verfolgte Warburg empfing dieser Tage von dem in Frankfurt zum Zwecke von Sammlungen für denselben bestehenden Comité 2235 fl. 45 kr. als Rest der eingegangenen Gelder. Mainz. Eine preußische Patrouille verhaftete dieser Tage in Folge des in einem Vierhause ausgebrochenen Streites einen der Betheiligten und brachten ihn in Be— gleitung von vielen Neugierigen nach der Wache. Der Ver— haftete machte unterwegs den Versuch zu entfliehen, was mehrere Soldaten veranlaßte, nach dem Fliehenden in den Menschenhaufen zu feuern. Hierdurch erhielten zwei Unbe⸗ theilgte Schußwunden und wurden sammt dem eingebrachten Flüchtling, der einige Bajonetstiche erhalten hatte, in das Rochushospital verbracht. Eine Untersuchung ist eingeleitet. Mainz. Im hiesigen Friedhof wurde die Leiche eines wenige Tage alten Kindes nur oberflächlich ver⸗ scharrt aufgefunden. Jedenfalls liegt ein Verbrechen vor und ist die Untersuchung in vollem Gange. — Der Weinstock, welcher sich in den schönen warmen Tagen rasch entwickelte, gibt Hoffnung zu einem reichen, und bei gün liger Witterung zu einem guten Ertrage. Telegraphischer Bericht. Mitgetheilt von Chr. Hecht in Friedberg, Spec.⸗Agen. Das Hamburger Postdampfschiff Saxonia, Capt. H agg welches am 4. Mai von Hamburg abging, ist nach eint ausgezeichnet schnellen Reise von nur 11 Tagen 12 Stund von Hamburg aus woblbehalten in Newyork angekommen, Schiffs nachrichten. 1 Mitgetheilt von Chr. Hecht in Friedberg, Spec. Agen Angekommen in New⸗Mork: Am 25. April Segelschiff Anna und Maria v Rotterdam, am 27. April Dampfer Cimbria von Hambuß und Dampfer Amerika von Bremen, am 29. April Seg schiff Howard von Antwerpen und Segelschiff Bigels von Antwerpen, am 30. April Dampfer City of Washing ton von Liverpool und Segelschiff Bavaria von Hav“ am 1. Mai Segelschiff Kosmos von Bremen, Dampfer 1 Fulton von Havre und Segelschiff Inca von Bremen. Der neue Hamburger Dampfer Cimbria legte seine erste Reise trotz fortwährenden heftigen westlichen Winden und hohem Seegang in nur 10 Tagen 6 Stunden zurüc, ö indem er eine Durchschnitts⸗Geschwindigkeit von 303 Meilen per Tag oder 12 Meilen per Stunde machte. Wegen Frachten und Passagen beliebe man sich ag obige Specialagentur zu wenden. Mädchen ⸗Institut zu Friedberg. 1289 Die öffentliche Prüfung des Mädchen-Instituts findet Freitag den 31. Mai und Samstag den 1. Juni von 8— ½12 Uhr Morgens und von der Schlußaktus Montag den 3. Juni, Nachmit 2—4½ Ubr Nachmittags im Realschulgebäude, tags 2 Uhr, im Saale des Hotel Trapp statt. Indem ich die Eltern und Freunde der Schule zum Besuch dieser Feierlichkeiten ergebenst einlade, mache ich zugleich bekannt, daß mit dem Beginne des neuen Schuljahres am 24. Juni die Stelle einer Französin wieder besetzt nehme ich während der Ferien entgegen. sein wird. Anmeldungen neuer Schülerinnen 886 N “Das Neuste in Zinßer. Strohhüten und Sonnenschirmen, sowie in allen sonstigen Putz⸗ und Modeartikeln empfiehlt in schöner Auswahl und zu billigen Preisen K. Friedrich, neben der Post. Alle Farben, in Leinöl abgeriebene, 1287 zum Selbstanstreichen fertige, als rothe, gelbe, weiße und grüne sind stets vorräthig und auf Verlangen auch andere Nüancen zu haben bei Friedberg. A. Stahl Wittwe, neben der Burg. L. Ha ua u, Hof⸗ Uhrmacher und Goldarbeiter, 1302 empfiehlt sein reichhaltiges Lager d er modernsten Gold⸗ und Silber⸗ waaren, goldener und silberner Tasehenuhren, Pariser Pendules& Regulateures unt er Garantie zu sehr billigen Preisen. Ditlen, Jandsteinplakten, CTloge und Krippen; Steinkohlen, billig und in guter Qualität, 1300 im neuen Dielhof zu Friedberg am Usat hor bei Eduard RNuths. Strohhüte, 1016 das Neuste für diesen Sommer, in großer Auswahl und zu sehr nic eh bei Heinrich Diehl. usaaasse. 1866 Fruuellen! 1049 in schönster Qualttät bei W. Fertsch. Soolbad Nauheim. 1205 Wegen Wohnungs⸗Veränderung bin ich gesonnen mein in hiefiger Hauptfiraße, unter Nr. 209 ½ bezeichnetes Wohnhaus auf 3 oder längere Jahre zu verpachten. Dasselbe besteht aus 2 heizbaren Wohnungen, Stallungen, Remise benebst Baum⸗, Pflanz- und Bleichgarten mit der schönsten Aussicht nach dem Johannisberg. Nanheim, im April 1867. Christian Bingel, Schneidermeister. Geschästs-Etöffuung. 1282 Hiermit beebre ich mich anzuzeigen, daß ich dahier mein Geschäft eröffnet habe und alle gangbaren Sattler⸗ waaren ftets vorräthig führe. Bestellungen neuer Gegenstände sowie alle vorkommenden Reparaturen werden bestens und prompt ausgeführt. Nieder⸗Wöllstadt.. David Katzenberger, Sattlermeister. Regen-& Jonnenschirme 1281 aller Arten zu billigen Preisen bei M. Bär, Schirmmacher, neben Hotel Trapp. Reparaturen werden schnell und billig hergestellt. NRNost haare 1292 besser Qualtät bei Ch. Stadelmann. (Hierzu Unterhaltungsblatt Nr. 23 und eine Beilage.) 1290 Von heute an in der Hofbrauerei F bei J. Burck. Turnverein. 1297 Montag den 27. d. Mts. Abends 9 Uhr General versammlung.(Betreffend: Turnfahrt nach Ziegenberg am Himmelfagrtetege) Gesangbücher zu allen Preisen empfehlen zur be⸗ vorstehenden Confirmation Bindernagel& Schimpff. Ein möblirtes Zimmer 1234 hat zu vermieten K. Ferch, ubrmacher. 1059 in schöner Auswahl und zu sehr billigen Pressen P Jos. Hoffmann, Posamentier. 1303 Ein preisgekrönter traus⸗ portabeler f. g Spitzpflug steht bel d dem Unterzeichneten zur Ansicht und zum Verkaufe aufgestellt. Friedberg den 24. Mai 1867. G. Preußer. Ein Pferd 1147 steht zu verkaufen bei Gatzert. Friedberg. Todesanzeige. 1291 Nach langem und schwerem Leiden ver⸗ schied heute Morgen um ½1 Uhr meine innigst geltebte gute Frau, 5 Johanna Charlotte, geb. Bechstein, welches Verwandten und Freunden der Verstordenen tief betrübt anzeigt Cassel den 23. Maf 1867. ö der trauernde Gatte Carl Landste del. ———— Kirchliche Anzeigen für sriedberg. Sonntag den 26 Mai. Evangelische Gemeinde. Pfarramtswoche: Herr Pfarrer N öhler, Gottes dienst in der Stadtkirche Vormittags: Herr Candidat Klingelhöfer. Nachmittags: Herr Diakenus Meyer. Gottesdienst in der Burgkirche. Vormittags: Herr Pfarrer Baur. Nachmitiags: Fällt aus. Katholischt Gemeinde. Um halb 10 Uhr: Hochamt und Predigt. Nach demselben Firmungsunterrricht. Vecaulw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. ock. Heffeutlie getressend 9 f 1300 Gelegeulll Ellsabethe Heßler dahier wohnt, i Ulbempümer ber gefunden, beg, 0 fte gehen, 1 1) Veiscledene gezeichnet J. M. P. L Den Manns 1. P. Hau J) Ein Paat ein Pant gezeichnet. 0 1 Hahrsat 5% 1 grün ar 6) 1 Ar, 7) Verschieder Alle Diejent dieser Gegenflär find, werden auf Nonlag del dem unerze die Gtgenfaͤnde Friedberg Orot Bedingungen Berwallungere Buß bac orosherzeh 10 8 0* reuag d 0 der Wenn 0⁰ Ceniner D Verstesgert wer Ele ar ur Gene 720 J gg cher u zur be⸗ bimpf. met Mrmacher. kiligen ue velamt atitt börter Han- 2 krieg kebttel t Krigt i kelktz bel, N E 2 ein, gertetdt⸗ ——— 8 a 7 Beilage zum Anzeiger für Oberhessen. n 62. Arbeits-Versteigerung. 20 Zur Herstellung der Stallgebäude, in der farrhofraltbe zu Melbach sollen Montag den 27. d. M., n 9 Übr, in dem Wirthslocale des Herrn biltppi zu Melbach folgende Arbelten an die e . e ehmenden öffentlich versteigert werden, als: fl. kr. % Maurerarbeit veranschlagt zu 2971 35 Zimmerarbeit 218 52 Dachdeckerarbeit 56 8 Schrelnerarbeit 40 50 Schloss rarbeit 50 52 Glasetarbeit 16 36 Weißbinderarbelt 11 54 Pflasterarbeit 30 36 Frledberg den 21. Mai 1867. J. A. Naumann. Oeffentliche Bekanntmachung. Zetreffend: Die Untersuchung gegen Chriftoph Müller von Bannenrod wegen Dieb— flahles und Elisabethe Heßler von Lumda wegen Diebstahlsdegünstigung. 301 Gelegentlich der Durchsuchung der Wohnung der Elisabethe Heßler vom Lumda, welche auf Perzmision dahier wohnt, wurden außer verschiedenen Sachen, deren Floenthümer bereits ermittelt find, noch folgende auf— Zefunden, bezüglich deren angenommen werden kann, Saß sie gestohlen seien, nämlich: 1) Verschledene leinene und halbleinene Taschentücher, gezeichnet I. A. M. 3.— A. B.— M. W. 6.— . E 2) Ein Mannshemd, A. B. 6., und ein Fruchtsack, I. F. Hauff gezeichnet. 3) Ein Paar weiße leinene Strümpfe, F. R., und eln Paar graue baumwollene Sümpfe, C. 8. gezeichnet. 4) 1 Fahrsattel(alt) und eine Peitsche. 5) 1 grün angestrichener Wasserzuder. 6) 1 Axt, 1 Mistgabel, 2 neue Sensen(ohne Wurf). 7) Verschiedene Hobel, Bohrer, 1 Schnitzmesser. Alle Diejenigen, welche über das Abhandenkommen dieser Gegenstände Auskunft zu ertheilen im Stande find, werden aufgefordert, solches Montag am 27. d. M., Morgens 8 Uhr, dei dem unterzeichneten Gerichte zu thun, woselbst ihnen die Gegenstände vorgelegt werden. Friedberg den 24. Mat 1867. Groß herzogliches Landgericht Friedberg Reitz, Hofmann, Landrichter. Landgerichts Assessor. Holz⸗ und Steinkohlen⸗Lieferung. 1288 Dienstag den 4. Junt d. J., Vormittags 11 Uhr, wird die Lieferung von 40 Stecken Buchen- und 3 Stecken Kiefern ⸗ Scheitholz, sowie von 800 Centner Steinkohlen, aus den Ruhrer Werken, für die hiesige Sarnisen im Summissionswege vergeben. Die Lieferungs · Bedingungen liegen auf dem Büteaa des unterzeichneten Verwaltungsraths zur Eiasicht bereit. Butz bach den 23. Mai 1867. Sroßherzoglicher Verwaltungsrath der vereinigten Schwadronen der Reiterbrigade v. Buseck, Major. Heu ⸗Versteigerung. 1293 Freitag den 31. d. M. Vormittags 10 Uhr, sollen in der Wohnung des Stephan Brotzler dahser eirca 100 Centner Heu, welches der Gemeinde zusleht, öffennlich verfleigert werden. Oder⸗Wöllstadt den 23. Mai 1867. Großherzogliche Bürgermeisterei Ober⸗Wöllstadt Feuerbach. Holz⸗Versteigerung. 1284 Dienstag den 28. d. Mis., Vormittags 10 Uhr, sollen in dem Graͤfl. Solms Laubachischen Walde zu Engeltbal folgende Holzsoritmente öffentlich meistbietend versteigert werden: 3125 Stück Buchen⸗Durchforstungswellen, 1000„ Eichen-*. 2000„„ Alsffwellen, 1425„ Salwelden- Wellen und 50„ Fscchten⸗Wellen. Engelthal am 22. Mat 1867. Die Gräflich Solms Laubachische Rentet Braub urge. Arbeits⸗Versteigerung. 1295 Mittwoch den 5. Juni, Vormittags 10 Uhr, sollen auf dem Ratbhause zu Ober-Rosbach die ür die gemeinschastllche Gemarkung Ober ⸗ und Nleder⸗Rosbach gehörigen Arbeiten an die Wenist- nehmenden versteigert werden: 1) Das Brechen, Fahren, Aufsetzen und Zerschlagen von 6 CubikKlafter Unterhaltungsslelnen auf die Vieinalwege, 2) das Auoräumen verschledener Entwässerungsgräben. Friedberg den 24. Mat 1867. Der Bezirks-Vauaufseher Schneider. Bekanntmachung. 1283 Die am 14., 15. und 20. d. Mts. abgehaltene Holzversteigerung im Distrikt„am Engelsborn“ ist am Schlusse der Versteigerung sogleich genehmigt und der 1. Fahrtag auf Donnerstag den 23. d. Mts. an- beraumt worden. Odstadt am 20. Mat 1867. Dle Freiherrl. v. Franckenstein'sche Oberförsterel Ockstadt Frey Holz ⸗Versteigerung. 1285 Freitag den 31. Mai l. J., Vormittags 9 Uhr anfangend, soll im Butzbacher Stadtwald, in den Olstrieten Pfingslweide, Sommerberg und Schrenzer, nachverzeichnetes Holz meistbietend versteigert werden: 27 Stämme Eichen-Bau Werk- und Nutzholz, 1009 Cökfh. enthaltend, 186 Stämme Kieferu-Bau⸗ Werk- und Nutzholz, 2603 Cöbkfß. enthaltend, 5 Stämme Suchen⸗Bau⸗-, Werk- und Nutzholz, 184 Cbksß. enthaltend, 6 Stämme Biken-Bau⸗, Werk- und Nutzholz, 30 Cbkiß. enrbaltend, 2 Stämme Aspen⸗Bau⸗, Werk- und Nutzholz, 20 Cokfs. enthaltend, 7 Schichten Eichen- und Buchen⸗Werkscheidholz, 490 Cbkfß enthaltend, 412 Stück Eichen ⸗ und Buchen⸗Stangen, 98 Cbksß. enthaltend, 32 Stück Nadelholz- Stangen, 132 Cubiksuß ent⸗ haltend und 13 Gebund Buchen-Nutzreiser, 78 lfd. Fuß. Die Zusammenkunft ist auf der Heidelbergschneise nächst der Pohl⸗Gönser Grenze. Butzbach den 17. Mat 1867. Großherzogliche Bürgermeisterel Butzbach Küche l. Arbeits- Versteigerung. 1296 Freitag den 31. Mai, Vormutags 10 Uhr, sollen zu Ober⸗Wöllstadt nachsteheude Arbeiten an die Wenigßnehmenden in Accord gegeben werden: 1) Dachdeckerarbet, Unterhaltung der gemeinheit⸗ lichen Gebäude betreffend, auf die Dauer von mehreren Jahren 2) Welßbinderarbelt im Schulhause, veranschlagt zu 47 fl. 33 kr. 3) Brechen, Fahren, Aufsetzen und Zerschlagen von 1 Cubikklofter Unterhaltungssteinen in die Orts⸗ straßen und Vietnalwege. 4) Die Handarbeiten auf den Vieinalwegen, jähr⸗ lich veranschlagt zu 18 fl. mehreren Jahren. 5) Ausräumung von Gräben, veranschlagt zu 10 fl. Friedberg, den 24. Mai 1867. Der Bezirks⸗Bauaufseher Schneider. Arbeits⸗Versteigerung. 1294 Mittwoch den 5. Juni, Vormittags 10½ Uhr, sollen auf dem Rathbhaus zu Oder⸗Rosbach nach ⸗ stehende Arbeiten in Accord gegeben werden: auf die Dauer von fl. kr. 1) Schreinerarbetten lt. Ueberschlag 10— 2) dergl. im 2. Pfarrhaus— 43 36 3) Glaserarbeit vaselbst im Schulsaal 21 24 1) Bei Umpfästerung der Kirchgasse, Pflasterarbeit— Hand- und Grabenarbeiten 64— 5) Brechen, Fahren und Aufsetzen von Pflaftersteinen aus dem Ober-Rosbacher Steinbruch, per Cubilklafter. 60 Graben, Fahren und Messen des Pflaster⸗ sandes 32 7) Pflöcklieferung à 2“ lang per Stück 2kr.— 8) Jortfahren des Grundes und Bauschutts per Cubikklafter Friedberg, den 14. Mai 1867. Der Bezirks- Bauausseher Schneider. ö Holz ⸗Versteigerung. 1298 Montag den 27. l. M., des Morgens um 8 Ubr anfangend, sollen im Gemeindewald Nieder Rosbach nachverzeichnete Holzsortimente als: 363 Eichen Wellen, 136 Birken⸗ 9300 Fichten⸗„ Disirikt 1 Stecken Scheldholz im 7 Burg, Distrikt Wasserdell, 2 4 Prügelholz, 6 11 Sltockholz, 300 Sichten⸗Wellen, 33 ßichten⸗Stämme, von 8½“ Durchm. und 507 Länge, 471 Cbkfß., 56 Aschtengangen von 5“ 244 Cubikfuß, melifibietend versteigert werden. Vas Stammholz kommt gegen 11 Uhr zur Verstelgerung. Nieder⸗ Rosbach am 24. Mal 1867. Durchm. und 40 Länge, Großherzogliche Bürgermetsterei Nleder-Rosbach Jo ff Lletarische Uenigkeiten. Brähmig, Archto für geistlichen Männergesang. Heft 1. 42 kr Claudius, Das Leben der Sprache 18 kr. Dilichio, Urbs et acadomia Marburgensis, ed. Caesar. 5 2 f Draht, Gelegenheitssänger für große und kleine Männerchöre. 27 kr. Drechsler, Das Wetterglas. 171. 2. Dreesen, Erziebung und Schnitt der Spalier⸗Baume. 21 kr. Geißler, Zwelhundert Predigt⸗ Entwürfe. 1 fl. 48 kr. Hase, Wormser Luther⸗Buch. 2 fl. Heidler, Füafzig Choräle für Männersfimmen. 21 kr. Henke, Das Verhältniß Luthers und Melanchthons. 2. Auflage. 12 KK. Ilse, Die Politik Preußens seit Antritt Bismaicks. 1. Heft. 36 kr. Klemme, Das gute Recht der evangelisch-reformirten Kirche in Hessen. 36 kr. Kriebitzsch, Für Freunde der Tonkunst. 1 fl. 21 kr. Melena, Die Insel Creta. 1 fl. 24 kr. Meper, Die goldenen Lehren der Landwirihschaft. r. —— Pathologie des Hirn⸗Abscesses. 56 kr. Müller, Zeugnisse von Chrifto. Neues Predigtbuch. 2 Niepoth, Lehr⸗ und Aufgabenbuch zum Unterricht im Kopfrechnen. 3. Auflage. 54 kr. Rüstow, Die russische Armee. 54 kr. Schilling, Beiträge zur Geschichte und Kritik des Materialismus. 42 kr. Schlagfählgkelt, Die, unsrer neuen Armee⸗Corps im April 1867. 6 kr. Schubert, Die Orgel, ihr Bau, ihre Geschichte und Behandlung. 33 kr. Die Tanzmufik in ihrer historlschen Ent⸗ wickelung ꝛc. 54 kr. Stromeper, Erfahrungen über Schußwunden im Jahte 1866. 42 kr. Vial's, RNindotebmaßt. Deutsch von Körle. I fl. 48 kr. Vilmar, Zum Verständnisse Goethes. 3 Auflage. 1 fl. 12 fr. Wehl, In Mußestunden. Essays zum Borlesen. 1 fl. 48 kr. Wesselhöft, Der kleine Gärtner, 1 fl. 21 kr. Widmann, Generalbaß⸗ Uebungen. 2. vermehrte Auflage. U ff. 21 kr. —— Handbüchlein der Harmonie⸗ ꝛc. Lehre. 2. verbesserte Auflage. 54 kr. Vorräthig be! Bindernagel& Schimpff. Gras⸗Versteigerung. 1286 Nächsten Dienustag den 28. d. Mits., Vor⸗ mittags 11 Uhr, soll auf der Gemeindeflube die dieß jährige Grasnutzung auf dem(ist ael. Friedhof dahier nochmals öffentlich meistbietend versieigert werden. Friedberg den 23. Mal 1867. Für den Vorstand Maper Hirsch I., Vorsteher. Wiesen⸗ Verpachtung. 1299 Nächst kommenden Montag als den 27. d. Mis., Nachmittags 4 Uhr, werden obngefähr 12 Morgen Wiesen, die Kuhweide genannt, nächst der Hockenmüble ge⸗ legen, in 36 Abtheilungen auf die Dauer von drei Jahren zur Culturveränderung öffentlich meiffbietend verpachtet. Fauerbach b. F den 24. Mal 1807. Großherzogliche Bürgermeisterel Jauerbach d. F. Holler. Versteigerungs⸗Anzeige. 1304 Mittwoch den 28. Mal d. J., Vormentags 9 Uhr anfangend, werden in der Behausung der verstorbenen Leonbardt Fülier's Wittwe nachstehende Modiliar⸗ Gegenstände, als: Commoden, Glasschränke, 1 Schreibpult, 2 Kleider schränke, 2 Küchenschränke, 1 Sopha, 1 Weißgeräth⸗ schrank, 2 runde nußbaumene Tische, 12 Rohrstühle, 2 vollstͤndige Betten und sonstige Haus- und Küchengerältzschaften öffentlich meistbletend gegen Baarzablung verfteigert. Friedberg, den 23. Mai 1867. In Auftrag der Erben H. Füller. Emser Pastillen 30 selt einer Reibe von Jahren unter Lettung der Königlichen Brunnenverwaltung aus den Salzen des Emser Mineralwassers bereitet, bekannt durch ihre vor⸗ züglichen Wirkungen gegen Hals- und Brust⸗ leiden, wie gegen Magensch wache find stets vor⸗ 6 N räthig in Friedberg bei Prn Hofapotheker C. Wahl, in Nauheim bei Herrn Ph. J. Weisi.. Ote Paflillen werden nur in ettkettsten Schachteln versand N K Königliche Prunnenperwaltung zu Bad Ems. 1 fl. 20 kr. Alles mit Gott. geb. —— geb. mit Golpschnitt 1 fl. 24 kr. — feine Ausgabe 1 fl. 45 kr. —— in feinem Kalbleder 2 fl. 42 kr. Bayley, So erwählet euch heute, welchem ibr dienen wollt. Geb. fl. 21 kr. Fricke, Die Erhebung zum Herrn im Gebete. Geb. 1 fl. 48 kr. Friederich, Serena. Gebetbuch für Mädchen. Geb. 2 2 fl. 42 kr. 1 fl 12 kr. Gellert, Gelstliche Lieder. Geb. 1 fl 24 kr. F fl. 39 kt. Gerbardt, Paul, Lieder. Geb. 54 kr. — fein ged. 2 fl. 24 kr. Gerok, Palmdiötter. Kl. Ausg. 1 fl. 18 kr. —— Median Ausg. Geb. 2 fl. 36 kr. Einsichtssendungen Nichtbehaltenen erfolgen. Peorsteigrrung der Gebäulichtzeiten Für Consirmanden empfehlen wir folgende Gebet und Andachtsbücher: Hutberg, Gedete. Geb. Jaspis, Der Weg durch's Leden. Geb. Kempie, Nachfolge Christi. In verschiedenen Aus aben. Kllchner, Abendmahl. Geb. 1 fl. 48 kr. Opitz, Heilige Stunden einer Jungfrau. Gebunden. 1 fl. 48 kr. 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