Nrchun ntrmeister. erhefe 0. det Stttdigum wt Daul. Sellin. — —— rirdterg. mber 1867. Dienstag den 24. Dezember. 152. * 2 1 3 + 2 2 A n 7 SI sse * ö 2 a 0 2 ielligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag Abonnements ⸗ Einladung. —— 5 Mit dem 1. Januar beginnt ein neues halbjährliches Abonnement auf den Anzeiger für Oberhessen, welcher auch ferner wöchentlich dreimal, Dienstag, Donnerstag und Samstag, ersch einen wird. Derselbe bringt die kreisamtlichen Erlasse, sodann eine kurze Uebersicht der interessantesten und wichtigsten Tagesbegebenbeiten, allgemein belehrende und unterhultende Aussätze, landwirthschaftliche und gewerbliche Mittheilungen, geschäftliche Nachrichten, Markt⸗ und Cours-⸗Berichte, Verloosungen von Staatspapieren und locale Notizen, außerdem wöchentlich einmal in dem beigegebenen Unterhaltungs- Blatt interessante Novellen und Erzählungen, Gedichte, Anekdoten, Räthsel, Bilderräthsel 1c. Die stets wachsende Zahl der Abonnenten muß uns die erfreulichste Aufmuntecung sein, die Geschäfte der Redaction in der bisher eingehaltenen Weise fortzuführen. Das Abonnement beträgt halbjährlich: für die Abonnen 7 Unterbrechung eintritt. ten in hiesiger Stadt I fl., bei sämmtlichen Postämtern des Großherzogthu ms 1 fl. 6 kr. Bestellungen bei der Post beliebe man baldigst zu machen, damit in der Zusendung des Blattes keine den verehrlichen Abonnenten in hiesiger Stadt werden wir das Blatt auch für das neue Halbjahr zusenden, wenn nicht ausdrücklich Abbestellung erfolgt. Die Redaktion. Betreffend: Die Errichtung einer Landgeffütsstation n Amtlicher Theil. für die Kreise Friedberg und Vilbel. ntlich ee Friedberg den 21. Dezember 1867. Bekanntmachung. Groß herzogliches Ministerium des Innern hat die Anlage einer Gestütsstation für die Kreise Friedberg und Vilbel zu Nieder- Woöllstadt laut Verfügung vom 14. l. M., zu Nr. M. d. J. 13962, genehmigt, was wir hiermit zur öffentlichen Kenntniß bringen. Großherzogliches Kreisamt Friedberg T. wen p p. — Hessen. Darmstadt. richtungen der preußischen Militärverwaltung werden in rascher Reihenfolge jetzt auch bei uns eingeführt. Nach einer von Kassel hierher gelangten Anordnung soll demnächst auch die Militär ⸗Proviantirung conform mit dem preußischen Reglement stattfinden. — In der Sitzung des Bezirksstrafgerichts vom 21. d. „Hessischen Volksblätter“ verhandelt. Dieselben brachten im Herbst 1866 eine Correspondenz, wonach der frühere Landtagsabgeordnete Lenz von Erdhausen bei einem Festessen in Gladenbach einen Toast auf den König von Preußen ausgebracht und dafür durchgeprügelt worden sei. An der garzen Sache ist aber kein wahres Wort. Lenz, der heute als Zeuge erschien, trat gegen das genannte Blatt klagend auf. Der Verfasser ließ sich nicht ermitteln, und der Verleger Walther Groß übernahm die Verantwortlichkeit für den Artikel. Die Staatsbehörde beantragte eventuell gegen Groß 6 Tage Gesängniß und 12 fl. Geld⸗ buße; der Vertheidiger Emmerling II. Freisprechung, da der fragliche Artikel keinen Vorwurf verächt- licher Eigenschaften oder Gesinnungen enthalte, weil dem Lenz nur nachgeredet worden sei, daß er ein Unrecht erlitten habe. Nach längerer Be— rathung trat der Gerichtshof dem Antrag der Vertheidigung bei. — Das Justizministerium läßt eben den von ihm seit längerer Zeit vorbereiteten„Entwurf eiger Prozeßordnung in bürgerlichen Rechtsstreitig- keiten“ im Druck vervielfältigen. Die„Darm— städter Zeitung“ hat in ihrer letzten Nummer dit hauptsächlichen Bestimmungen dieses Entwurfs referirt. Da übrigens bereits am 3. Januar in Berlin die Berathungen der zum Entwurf einer Civilprozeßordnung für den norddeutschen Bund eingesetzten Commission beginnen sollen, so wird der hessische Entwurf nur schätzbares Material bleiben. „Friedberg. Nach einer Ankündigung der Expedhion des Anzeigeblattes für den Kreis Gießen wird dieses Blatt mit Beginn des neuen Jahres unter dem Titel„Gießener Anzeiger“ in bedeutend vergrößertem Formate wöchentlich drei— mal erscheinen und seinen Lesern nun auch eine kurze Uebersicht der politischen Tageserkignisse 16. bringen. Sämmtliche Ein⸗ wurde ein Preßprozeß gegen die Indem wir auf die in dem Inseratentheil unseres heutigen Blattes enthaltene Ankündigung verweisen, gereicht es uns zu einiger Genugthuung, daß der Verleger ie eßener Anzeiger“ mit der Er- weiterung seines Blattes dem von uns gegebenen Beispiele zu folgen sich entschlossen hat. Wir wünschen und sind dessen im Voraus überzeugt, daß das Vorgehen unseres Collegen in Gießen ebenso freudig von dem dortigen Publicum be— grüßt werden wird, wie wür in der täglich wachsen— den Zahl unserer Abonnenten die erfreulichste Auf⸗ munterung finden müssen, mit der Haltung unseres Blattes in der seitherigen Weise fortzufahren, unbekümmert um die zarten Aufmerksamkeiten, mit denen wir uns bald durch die schier vernichtende Wucht geflügelter Worte, bald durch zwar unge mein billige aber dennoch äußerst witzige Spötteleien von Zeit zu Zeit zu unserer Erheiterung beehrt sehen. Auf ähnliche Angriffe darf sich auch der Gießener College gefaßt machen, doch werden diese seine Gemüthsruhe hoffentlich ebenso wenig stören, als sie uns zu alteriren vermögen. Wenn wir indeß auf die erwähnten Ausmerksamkeiten nicht antworten, so möge dieß ein Beweis sein, daß wir weder die Zeit noch den Willen haben, uns mit einzelnen gewissen verbissenen Persönlichkeiten herumzustreiten. Gießen. Der ordentliche Professor in der hiesigen theologischen Fakultät Dr. Gaß hat einen Ruf nach Heidelberg erhalten und angenommen. Preußen. Berlin. Die Abgg. Runge, v. Hoverbeck und Genossen haben eine Anfrage an die Budgetcommission gerichtet, in welcher sie Auskunft darüber verlangen, welche Abgeordnete, die zugleich Staatsbeamte sind, während ihrer Anwesenheit im Abgeordnetenhause Stellvertretungskosten haben zahlen müssen, welche dagegen von dieser Zahlung befreit geblieben sind, und welche Stellvertretungs— kosten die Staatsregierung seit 1863 für Abgeord— nete, Mitglieder des Herrenhauses und Mitglieder des Reichstages, aus der Staatskasse gezahlt hat. Grund dieser Nachfrage ist die bekannte Thatsache, daß sämmtliche Verwaltungsbeamte von den Stell⸗ vertretungskosten, wenn sie Abgeordnete sind, befreit zu bleiben pflegen, und daß dasselbe auch bei einer Anzahl Justizbeamten der Fall zu sein pflegt. Frankfurt. Hiesige Blätter melden: Die Zwangsversteigerungen von Mobilien nehmen von Woche zu Woche größere Dimensionen an. Die- selben betrugen in den letzten Wochen im Durch- schnitt 45 per Woche. Die in der Versteigerung erzielten Preise erreichten auch nicht annähernd den Werth, welchen die unter den Hammer ge— kommenen Objekte verdienen. — Die„D. A. Z.“ schreibt:„Man spricht hier neuerdings davon, daß Frankfurt eine eigene Regierung oder eine sonst von Wiesbaden unabhängige Stellung unter dem Oberpräsidium in Cassel erhalten solle.“ Bayern. München. Die Beschlüsse der Kammer der Reichsräthe, daß zum Handel mit Erzeugnissen der Presse eine Coneesslon nothwendig sein solle, und daß diese unter Umständen wieder zu— rückgezogen werden könne, wurden von der Kammer der Abgeordneten mit großer Majorität abgelehnt. — Die„Süddeutsche Presse“ bezeichnet die Zeitungsnachrichten, welche berichteten, daß die Beschlüsse der Münchener Militärconferenz bean— standet worden wären, als unbegründet. Die Ratification von Seiten Badens sei bereits ein— getroffen und die Württembergs mit Bestimmiheit zu erwarten. Baden Karlsruhe. Nach sechstägigen Verhandlungen hat die Abgeordnetenkammer das Schulgesetz im Wesentlichen nach den Anträgen der Commission mit allen gegen 3 Stimmen angenommen. Oesterreich. Wien. Wie die„Corre- spondenz Schweizer“ meldet, ist der sächsische Oberberghauptmann Beust berufen, die Leitung des österreichischen Bergwesens zu übernehmen.— Es verlautet offiziös, daß die Neubildung des cisleithanischen Ministeriums bis jetzt nicht weiter vorgerückt ist. Sicher ist nur, daß der Reichs- kanzler v. Beust die Ernennungen Giekra's, Taafe's und Auersperg's als unumgänglich be— zeichnet.— In der Sitzung der confessionellen Commission des Herrenhauses bekämpfte Cardinal Rauscher den Entwurf des Abgeordnetenhauses, betreffend die Wiederherstellung des bürgerlichen Gesetzes über das Eherecht. Lichtenfels vertheidigte die Prineipien des Entwurss. Ter Cultusminister wiederholte seine Erklärung, daß er durch Abgabe seiner Meinung den zukünftigen Cultusminister nicht präjudiciren wolle. Mehrere Wiener Blätter vom 22. d. melden übereinstimmend, daß die Bildung eines neuen Cabinets in folgender Weise zu Stande gekommen sei: Fürst Carlos Auersperg, Präsident; Giskra, Inneres; Herbst, Sprechminister; Berger, Justiz; Hasner, Unterricht; Brestel, Finanzen; Winterstein, Handel. Berger hat die Annahme des Portefeuilles von einer ärztlichen Confultation abhängig gemacht.— Ein Telegramm aus Wien sagt: Frankreich und England haben in Belgrad die nachdrücklichsten Vorstellungen wegen der Rüstungen der Serben gemacht. Oesterreich wird sich denselben anschließen. Frankreich. Paris. Im franz. gesetzgebenden Körper haben die Verhandlungen über das Militär— gesetz begonnen, schon der Anfang spricht dafür, daß sie sehr lebhaft werden.— Simon unterwirft den Armee⸗Gesetzentwurf einer Prüfung von drei Gesichtspunkten aus: Umfang, Opportunität und Wirksamkeit der vom Lande geforderten Opfer, und beschuldigt den Entwurf, die Militärlasten zu erhöhen und die Heiraths-Gestattung der Reserve allzusehr zu beschränken. Der Redner tadelt die Errichtung der mobilen Nationalgarde, wodurch die Chancen der guten Nummern bei der Ziehung beeinträchtigt worden, und sagt, die Politik der Regierung verletze die fremden Nationen. Nach den begangenen Fehlern scheine auch der Moment nicht zeitgemäß zu sein, von Frankreich zu ver⸗ langen, alle seine Kinder für den Militär dienst herzugeben. Die wahre Kraft eines Volkes liege weniger im stehenden Heer, als im Patriotismus. — Baron David sagt: Jenseits des Rheins sei die Militärpartei siegestrunken, jenseits der Alpen die revolutionäre Partei sogar feindlich gegen Frankreich gestimmt. Diese Sachlage gebiete Frankreich auf seiner Hut zu sein, dasselbe habe daher eine starke Organisation nöthig, die von der Regierung vorgeschlagene werde die am wenigsten bedrückende sein und das gegenwärtige Regime wesentlich erleichtern. Die Kammer werde in ihrem Patriotismus Grund finden, das Gesetz einstimmig zu votiren. — Bei Fortsetzung der Debatte über das Armee⸗Organisationsgesetz sagte Gressier, Ve— richterstatter der Commission: Bei den über Europa gekommenen Ereignissen habe Frankreich nicht über die hinreichenden Kräfte zu verfügen gehabt. Das gestörte europäische Gleichgewicht werde nicht durch friedliches Uebereinkommen der Völker wieder hergestellt werden, sondern nur durch die Ereignisse eines Krieges.(Lärm und Bewegung.) Das Armee⸗Organisationsgesetz sei nicht ein Gesetz für einen nächsten Krieg, denn es vermindere ja die Armee währrad der ersten Jahre, sondern es sei vielmehr ein Vertheidigungsgesetz für alle Zukunft. Picard begreift nicht, wie ein Gesetz, das zur Vermehrung der Kräfte Frankreichs geschaffen werden solle, dieselben in der ersten Zeit vermindern und wie man eine Vereinigung mit dem besiegten Oesterreich anstatt mit dem siegreichen Preußen vorschlagen könne. Jules Favre findet die Erklärungen des Commissionsberichterstatters be⸗ unruhigend und wünscht, daß die Regierung sich aussprechen möge. Rouher stellt entschieden in Abrede, daß dem Gesetz der Gedanke an einen nahe bevorstehenden Krieg zu Grunde liege. Dasselbe wolle nur durch allmälige Entfaltung aller Kräfte die nationale Unabhängigkeit sicher stellen. Großbritannien. London. An Ge⸗ rüchten über weitere Attentate der Fenier ist kein Mangel und wie tollkühn auch manche davon lauten, so stellt sich doch leider heraus, daß sie nicht alle unbegründet sind.— In der Nähe eines Gaswerkes entdeckte man eine mit Pulver beladene Barke. Wäre dasselbe angezündet worden, so hätte es ganze Stadttheile in einen Ruinenhaufen verwandelt. Daß eine derartige Katastrophe beabsichtigt war und entdeckt worden ist, beweist der Umstand, daß die am meisten bedrohten Gasanstalten sorgfältigst bewacht werden. Etwas Aehnliches kam in der Nähe des Millbank— Gefängnisses vor. — Die Regierung kennt jetzt das ganze Com⸗ plott der Fenier und deren Organisation. Weitere Verhaftungen stehen bevor. Die Kronjuristen erach— ten vorerst die Ausnahmsgesetze noch für unnöthig. — Nachdem glaubwürdige Zeugen unter Eid ausgesagt haben, daß ihres Erachtens die öffent- liche Ruhe nicht gesichert sei und hiermit die gesetzliche Vorbedingung erfüllt ist, haben die Friedensrichter damit begonnen, Special-Constabler einzuschwören. Es melden sich Bürger genug, darunter auch viele Arbeiter. Sie erhalten als Zeichen ihres Amtes einen Stab und eine schrift— liche Instruktion. Italien. Florenz. In der Sitzung der Deputirtenkammer vom 19. beklagte Ratazzi, daß der Regierung in diplomatischen Depeschen Frank— reichs unverdiente Vorwürfe gemacht worden seien. Er erwähnt, daß die Regierung niemals weder gemischte Intervention noch Conferenz vorgeschlagen habe. Es habe die Absicht bestanden, Rom zu besetzen, als Frankreich Krieg gedroht habe, wenn die italienischen Truppen die Gränze überschritten. Italien habe Frankreich niemals vorgeschlaͤgen, der Mitschuldige des Verraths zu werden. Rußland. Petersburg. Die Nach⸗ richten von dem Nothstand in Finnland lauten immer betrübender. Der Eintritt der Kälte hat den Mangel an Nahrungsmitteln noch gesteigert, denn das Moos, dessen sich die Noth zur Nahrung bediente, ist jetzt mit Schnee bedeckt. An vielen Stellen ist der Hungertyphus eingetreten. Ganze Dörfer sind verödet, ausgestorben oder verlassen. Alle getroffenen Maßregeln zur Abwehr der Leiden reichen nicht aus, die um so drückender herrschen als sechsjährige nacheinanderfolgende Mißerndten und Hungersnoth alle Mittel und Kräfte aufge⸗ zehrt haben. Aus dem Kreise Friedberg. Am 16. d. M. beging Herr Pfarrer Bauer zu Ober⸗Wöllstadt sein fünf⸗ undzwanzigjähriges Dienstjubiläum, an welchem die Ge⸗ meinde innigen Antheil nahm und in ehrender Weise ihrem Geistlichen Vertrauen und Dankbarkeit zu erkennen gab. Nach beendigtem, in feierlichster Weise abgehaltenen Gotles⸗ dienste übrreichte Herr Pfarrer Keller von Ockstadt dem Jubilar Namens seiner Freunde eine sehr schöne Madonna zur freudigen Erinnerung an den Ehrentag, der ihm und seiner Gemeinde zum Segen gereichen möge. * Dornassenheim. Am 9. Dez. d. J. begingen die Eheleute Wilhelm und Christine Triebert dahier die Feier ihrer goldenen Hochzeit. Unter zahlreicher Theilnahme von Verwandten und Freunden, sowie der Bevölkerung von Dornassenheim und den benachbarten Orten verlief die Feier zwar in einfacher, aber erhebender und würdiger Weise. Das Jubelpaar wurde von zehn weißgekleideten Jungfrauen zur Kirche geleitet, wo der Ortsgeistliche unter ergreisenden Worten die kirchliche Feier vollzog.— Auf Veraustaltung von Freunden vereinigte ein Festmahl eine fröhliche Gesellschaft von 85 Personen in dem Saale des Gasiwirths Klein bis zum späten Abend. Während des Essens empfing das unbemittelte Jubelpaar die an⸗ genehme Mittheilung, daß sowohl von Seiten des Groß— herzogs Ludwig von Hessen als auch des Herzogs Adolf von Nassau Geldgeschenke eingetroffen seien, was mit all⸗ seitiger Freude vernommen wurde. Auch Freunde und Bekannten hatten nicht unterlassen, durch Ueberreichung von Geschenken dem Ehepaare ihre freudige Theilnahme zu erkennen zu geben. Möchten die Glückwänsche, die dem Jubelpaar dargebracht wurden, zu seinem Wohle in Erfüllung gehen! S. Klein⸗Karben, i. Kr. Vilbel. Am 15. Dez. wurde in der Gemeinde Klein-Karben die neu restaurirte Kirche, welche eine prächtige Zterde in einer neuen Orgel mit 15 klingenden Registern erhalten hatte, dem öffent⸗ lichen Gottesdienste wieder übergeben, wobei die neue Orgel durch Herrn Decan Fertsch von Kaichen in er⸗ greifender Weise eingeweiht wurde. Vorher war dieses Orgelwerk durch Dr. Volkmar, Hauptlehrer am königl. Seminar zu Homberg bei Kassel, geprüft worden und hat derselbe, der ein gründlicher Kenner des Orgelbaues ist, das günstigste Urtheil über diese Orgel gefällt, das nicht. nur in seiner ganzen Anlage, sondern in ganz neuen und überraschenden Verbesserungen, in Intonation Zeugniß gäbe von des Orgelbauers, Herrn Bernhardt und Sohn zu Gambach, Geschicklichkeit, seiner Ehrlichkeit und Redlich⸗ keit, und hat demnach dieses Werk von Sachverständigen und Laien die höchste Anerkennung gefunden. Doch auch Ehre der Gemeinde, die keine Kosten scheute ihr Gottes⸗ haus zu verschönern und durch dieses schöne Orgelwerk zu bereichern. Hr. Pfarrer Land mann hat bei der Feier der Einweihung eine tiefergreifende Predigt vor der alle Räume füllenden Gemeinde gehalten, welche noch lange in den Herzen derselben nachklingen wird. Gießen. Vor einiger Zeit wurde bei dem in dem hiesigen Stadtwalde befindlichen Bergwerke ein interessanter Fund gemacht. Bei der Anlegung eines neuen Tagebaues stießen die Arbeitec plötzlich auf den Sarg eines alten deulschen Helden. Der Sarg war aus unbehauenen Steinen zusammengesetzt und der innere Raum desselben mit kalkartiger Erde angefüllt. Nachdem dieselbe aus⸗ geschöpft war, entdeckte man das vollständig erhaltene Skelett eines Mannes. Um den Kopf lag ein Ring, der, nach den kleinen, sehr zierlich gearbeiteten Blättchen und Blumen, von denen sich noch einige vorfanden, zu urtheilen, einst reich verziert gewesen sein muß. Am Scheitel lagen zwei gezahnte Ringe, die wahrscheinlich zum Zusammen⸗ halten der Haare dienten. An den Seiten des Kopfes fanden sich zwei große Ohrringe, eben so zwei Ringe an den Handgelenken. Alle diese Gegenstände sind von Bronze. Das Gebiß ist, mit Ausnahine der Augenzähne, vollständig vorhanden und so gut erhalten, daß der Ge⸗ danke nahe liegt, die fehlenden vier Zähne mögen das Opfer einer barbarischen Sitte geworden sein. Auffallend ist die Gestalt der oberen und unteren Vorderzähne; sie sind rund und stumpf. Der Sarg, über welchen sich ein gewaltiger Hügel wölbte, gehört offenbar der heidnisch⸗ germanischen Zeit an. Mainz. In der Nacht vom 15. auf den 16. wurde von einer auf dem Exerzierplatz der Eisgrube stehenden Kanone das Rohr entfernt und fortgeschleppt. Zweifels⸗ ohne haben Mehrere diese That vollbracht, da das Gewicht der Metallmasse kein unbeirächtliches ist. Mainz. Der Unteroffizier, welcher, wie wir bereits berichteten, von einem Makler aus Hechtsheim verwundet wurde, ist noch am Leben. Er erhielt zwei Stiche in den Unterleib, kann jedoch, falls nicht Brand hinzutritt, noch gerettet werden. Zur Aufklärung in dieser Sache erfährt man, daß der Thäter, der in sehr angetrunkenem Zustande in der Caserne angekommen war, dort den Gedanken faßte, er sei dahin gelockt worden, damit ihm sein Geld ab⸗ genommen werden könne. Dieß habe ihn zu seiner That getrieben. X Braunkohlenverkauf. 2999 Für die gegen Credit zu beziehenden Braunkohlen beginnt auf dem Großherzoglichen Dorhetmer Bergwerk mit dem 2. Januar 1868 eine neue Creditperiode laufend bis Ende März und verbunden mit einer Zahlungs⸗ frist bis Enve Jun 1868. Der Preis der Kohlenklötze ist wie seither 12 kr. für den Centner= 14 Stück Klötze. Dte Fuhrleute wollen die Gegenscheine, welche ihnen bel Abgabe des Bürgscheins einge händigt werden, bei jedem Kohlenbezuge mitbringen, damtt dle einzelnen Bezüge in dem Gegenscheln notirt werden können Bei Zahlung de“ Crediisumme an Großherzogliche Bergkasse zu Friedberg ist gleichfalls die Vorzeigung des Gegen, scheins erforderlich. Dorheimer Bergwerk den 21. December 1867. Großherzogliches Bergamt Dorhelm Storch. & SGBraunkohlenverkauf. 2976 Vom 1. Januar 1868 bis auf Weiteres können von der Braunkohlengrube Wilhelms hoffnung bei Dornassenheim noch Braunkohlen, sowohl gegen baar als auf Credit bezogen werden. Gegen volschrifts⸗ mäßige Bürgschaft wird von da ab Zahlungsfrist bis Ende September 1868 geffattet. Reichelaheim den 18. Dezember 1867. Der Repräsentant der Gewerkschaft W. Schmid. Edictalladung. ö 2889 Nachdem der Wirth Adam Arnold in Kiever Wöllstadt mit der Mehrheit seiner bekannten Gläubiger zum Zwecke der Abwendung des formellen Concurses ein Arrangement abgeschlossen hat, dessen Einsicht den Interessenten auf der Landgerichts⸗Regisfratur zu nehmen gestattet ist, ergeht an etwaige gerichtsunbekannte, un⸗ bevorzugte Gläubiger hiermit die Aufforderung, binnen 4 Wochen ihre Forderungen anzumelden und beztehungs⸗ weise Einwendungen gegen ihren Beitritt zum Arrange⸗ ment voczubringen, gegenfalls dieses Arrangement bestätigt und in Vollzug gesetzt werden wird. Friedberg am 4. December 1867. Großherzogliches Landgericht Friedberg Reitz, Steinberger, Land richter. Landgerichts Assessor, W egen Tahnschmerz 2179 empfiehlt zum augenblicklichen Stillen Apotheker Bergmann TZahnwolle aus Paris à Hülse 9 kr. Ph. Dan. Kümmich. Zabrtlanlag Sodann von Morhe werden und 5 gewöpnliche utlerem 7 gelrocdneten Bucher unt tigen— Mont Glas, Pot die bessert Schuitzwer Spiegel, bilder, Lu Die nsta Heller, du Gad Oelonom und aller Küchenge ind ven Veräußerung einer Scheuer zu Berstadt. 2992 Die Dienssag den 28. Januar 1868, Vormittoge 10 Uor, bei Gastwirtb Vöglers Wittwe zu Berstadt statifindende, in Nr. 144 dieses Blattes näher beschriebene Veräußerung der Zebentscheuer zu Berstadt wird in Erinnerung gebracht. Bingenbeim im Dezember 1867. 5 Großberzogliches Rentamt Nidda Welcker. * Brannkohlenverkauf. 2947. Mit dem 1. Jauuar 1868 beginnt auf den beiden Gräflichen Braun lohlenbergwerken bei Ossen heim und Bauernbetim eine neue Creditperiode, die bis Ende Junk 1868 dauert. Für die in dtleser Zeit gegen 4 0 vorschriftsmäßlger Bürgscheine bezogenen Braunkohlen wird Zahlungsfrist bis Ende Septeinber 1868 Ossenheimer Bergwerk im December 1867. Gräflich Solms⸗Rödelheim'sche Bergverwaltung helius. Versteigerungs⸗Anzeige. 3004 Auf Ansuchen der Erben der Freifrau von Venningen sollen die zu deren Nachlaß gehörigen, in Lindbeim, 4 Stunden von Hanau und 6 Stunden von Frankfurt, gelegenen Immobilien unter den bei dem unterzeichneten Gericht einzusehenden und im Termin bekannt gemacht werdenden Bedingungen Dilenstag den 21. Januar 1868, Vormittags 10 Uhr, an Ort und Stelle öffentlich metstbietend verstetgert werden. Dieselben befleben ans einem geräumigen Herrschaftshause mit Trieb⸗ und Gewächshaus, einem Nebenbaus mit bewohnbaren Zimmern, Remisen u. s. w., Oekonomie⸗ Gebäuden, einem großen ZIter⸗ garten, schönem Parke, von zwei Armen des Nidder⸗ flusses eingeschlossen, Wiesen, Gärten und Aeckern, zusammen 61— 62 hess. Morgen baltend. Das Ganze eignet sich sehr zu einem Herrschaftssitze oder einer Fabrikanlage. Sodann sollen an den folgenden Tagen— jedesmal von Morgens ½9 Uhr an— die Mobilien versteigert werden und zwar namentlich: Mittwoch den 22. und Donnerstag den 23. Jauuar: gewöhnliche Möbel und verschiedener Hausrath, an letzterem Tage auch die Vorräthe an eingemachten und getrockneten Früchten, Kaffee, Zucker u. dgl. Freltag den 24 Januar: Bücher und Bilder, von ersteren ein Theil einzeln, die übrigen— eirca 2500 Bände— aber im Ganzen Montag den 27., Dienstag den 28. und Mittwoch den 29. Januar: Glas, Porzellan, Uhren u. dgl. Donnerstag den 30. und Freitag den 31. Januar: die besseren Möbel, an ersterem Tage die Möbel mit Schnitzwerk und eingelegter Arbeit. Montag den 3. Februar: Spiegel, eingerahmte Bilder, namentlich auch Oel— bilder, Lustres u. dgl. Dienstag den 4. und Mittwoch den 5. Februar: Betten, Vorhänge und Weißzeug, Donnerstag den 6. Februar: die Gewächse im Treibhaus. Freitag den 7. Februar Oekonomie⸗ und Garkengeräthe, Holz, Heu, Grummet und allerlei Hausrath. Montag den 10. Februar: Küchengeräthe und Gefindebetten. Montag den 20. Januar können von Por- mittags 10 Uhr an die Gebäuchlichkeiten und die Mobilien eingesehen werden. Altenfladt am 15. December 1867 Großberzogliches Landgericht Altenstadt Dr. Stammler. H o lz ⸗Versteigerung 3005 Die am 16., 17. und 18. d. Mts. abgehaltene Holzversleigerung in den Dtirleten„Klappertannen“ und»an der Straße ist genehmigt worden. Der erste Fahrtag wird auf Montag den 30. d. M. anberaumt; die Abfuhr darf jedoch nur dei Frost oder trockener Witterung stattfinden. Qdfadt am 21. December 1867. Freiherrlich von Frandkenftein'sche Oberförsterel Ockstadt Wilbrand. Holz⸗Versteigerung 308 im Villinger Gemeindewald. 1) Donnerstag den 2. Januar 1868, im Oistrict Buchwald: 207 Stämme Klefern⸗Bauholz= 5102 Cubltkfuß, 16 Stangen 75 77 2 104 62 Stecken Brennholz verschiedener Sorte. 2) Freitag den 3. Jauuar 1868, im Distrikt Blauftulck: g 177 Stämme Eichen⸗ Bauholz= 7950 Cubikfuß, 46½ Stecken Eichen⸗Prügelbolz, 33½ 5„ Stockholz, 63 5„ Reiser. Der Anfang ist des Vormtttags 10 Uhr. Die Zu⸗ sammenkunft am ersien Tage im Buchwald am alten Fußpd nach Pungen, am zweiten Tage im Blauftück zwischer Billingen und Nonnenroth. Bülungen den 23. Dezember 1867. Groß berzogliche Bürgermeisterel Villingen Zimmer. 7. N Braunkohlen- Verkauf. 2989 Mit dem 1. Januar k. J. beginnt auf den Braunkohlengruben zu Weckesheim und Wölfersheim eine neue Creditperiode und wird für die von da bis zum 1. Juni gegen Einlage vorschriftsmäßiger Bürgscheine bezogen werdenden Kohlenqvantitäten Zahlungsfrist bis Ende September 1868 gestattet. a 5 Grube Weckesheim den 20. December 1867. Fürstliche Bergverwaltung Gas. Praktische billige Weihnachts⸗Geschenke, 2822 die neuen so sehr beliebten Koch⸗, Brat⸗& Heizapparate, Lustres, Lampen, Stehlampen mit Schlauch. .: 27. Frankfurt a. M. im Dezember 1867. August Faas, Roßmarkt Nr. 14. Geschäfts Empfehlung. 2907 Nachdem ich die Schlosserei meines seligen Vaters seit dessen Tod betrieben und auch fernerhin fortzuführen gedenke, habe ich nun auch einen Handel mit Ruhrer Steinkohlen be— gonnen und empfehle solche für Ofen-, Flammen, und Schmiedefeuer in bester Qualität, sowohl auf Lager an der Eisenbahn, als auch zu jeder Zeit in Haus geliefert zu den billigsten Preisen Julius Boller, Friedberg den 11. Dezember 1867. Kirchgasse Nr. 445. Ein Keller 3003 zu vermiethen. Zu erfratzen bei der Exped. d. Bl. Mehrere Tausend Gulden 3001 liegen gegen gerichtliche Sicherheit zum Aus- leihen bereit bei Ober⸗Mörlen. A. Guckelsberger. Einfache N doppelte Pistolen, 3012 eigne Fabrikation, za äußerst billigen Preisen bet Heinrich Engel, Büchsenmacker. Bekanntmachung. 3006 Rückftändige Rechnungen für das Großherzogliche Schullehrer⸗Seminar wollen in den näͤchsten 14 Tagen bei uns eingereicht werden. Steinberger. Holz ⸗Versteigerung. 3017 Montag den 30. d. Mts., Vormittags 9 Uhr anfangend, sollen in blefigem Gemeindewalde nach bezeichnete Holzsortimente versteigert werden: 4 Stecken Kiefern⸗Prügelbolz, 2½ Stecken Kiefern ⸗Stockbolz, 17571 Stück Birken Eichen⸗Wellen, 3721„ weiche Reiserholz⸗Wellen, 5618„ Kiefern⸗Wellen, 3029 Kaen 1258 5— 1 Kiefern⸗Stamm, 23 Cubikfuß haltend. h Die Zusammenkunft und der Anfang der Ver⸗ Zu vermiet en. steigerung it bei den sieben Wegen, nabe dem Distrikt 3010 Ein vollständiges Logis, welches gleich bezogen Hundseif. werden kann, bat zu vermieihen Zahlungstermin bis zum 1. Juni 1868. D f 7. Ober ⸗ Mörlen am 21. Dezember 1867. Friedrich Schäfer, Messerschmied. Großherzogliche mae Ober⸗Mörlen A b 3 f N h b f i d e* Je ck CT 1 n n u 7(zum Aufkleben auf Möbel, Tassen, Gläser ꝛc.) in größter Auswabl bei P U Bindernagel& Schimpff. 3020 frisch gebrochen, kauft W. Göckus in Friedberg. 301! um Rückgabe des am verflossenen Markttag wahrscheinlich lirthümlich mitgenommenen Taschenmessers an die Expeditlon d. Bl. wird gebeten, ansonsten ge⸗ richtliche Schritte zu erwarten find. Kirchen buchsauszüge. Evangelische Gemeinde. Getaufte: 18. Dezemder. Dem hiesigen Bürger und Schreiner ⸗ meister Johannes Staubi elne Tochter: Marle, geb. Osen-, lamm und Schmiedckohlen den s. Sezender. 2630 empfiehlt Beer digte: 19. Dezember. Ein unehel. Sohn: Franz Joseph, 5—— 5— falt 1 Jahr, 10 Monate, 2 Tage, f den 17. Dezember. 1 N tt b b ns 19, Dezember. Maria Elisabetb Sellin, Ehefrau e ig On 0 des blesigen Bürgers und Schubmachg meer Georg 2996 gegen Husten und Brufleiden, in Schachteln n Jahre, 7 Monate, 20 Tage, t den 1 14 und 18 tr., sowie loose à 56 kr. per Pfund bei 0 Katharina Raab, Ebefrau des dies. Der untere Stock 3000 meines Hauses ist zu vermlelhen g Karl Nausch Wittwe. 5 21. Dezember. Dan. Kümmich. Grohb. Domänenpfandrneistere Johannes Raab, alt Mehrere 100 Körbe Spreu Katholische Gemeinde. Nleder⸗Wöllstadt. Getauft 5- 5 den 11. ber. Eine gebrauchte Viola bers Martin Mondigler II., Bürger und 2984 oder Bratsche sucht man billig zu kaufen. Kupferschmied zu Frtedbesg eine Tochter, Susanna 76 Jahre, 6 Monale, 12 Tage, F den 19. Dezember. 3002 hat zu verkaufen H. Bausch J. e: Der Margaretha Borettt elne Tochter, Elise, ged. Näheres bel der Expedition. Margaretha, geb. den 3. Dezember. Abonnenten, welche den„Anzeiger“ von der Post beziehen, wollen erste Halbjahr 1868 baldigst machen, damit in der Zusendung keine Unterbrechung eintritt. ihre Bestellungen für das 0 Während der Feiertage: 204 Vorzügliches 5 hiener Hoppelbier im Württemberger Hof. 0 f 2 1 + 7 Uassauer Hof in Ueichelsheim. Weihnachtsfeiertage Gesangvereins⸗ Ball, wozu höflichst einladen Der Verein und der Gasthalter. Volschuß-& Creditperein Zn Ueichelsheim. 2993 Sonntag den 29. Dezember, Mittags 3 Uhr, Generalversammlung im Gasthaus zur Lilie. 2830 In der C. F. Winter'schen Buchdruckerei in Darmstadt sind erschlenen und in allen Buch- und Papierhandlungen zu haben: Der Hessische Hausfreund für das Jahr 1868. Sechsundvierzigster Jabrgang Fünfzehnter Jahrgang. Preis nur 8 Kr. Preis nur 8 Kr. Beide Kalender zeichnen sich durch gediegenen Inhalt und vortrefflichen Druck aus: ein umfassendes Marktverzeichnis nach amtlichen Quellen ist ihnen beigegeben. 5 8 5 Fertige Ofenrohre in jeder Größe, per Pfund 12 kr., stets vorräthig bei Friedberg. Julius Boller, Schiosser. Einladung zum Abonnement. 29408 Vom J. Januar 1868 an erscheint das Anzeigeblatt für die Provinzialhauptstadt Gießen unter dem Titel: „Gießener Anzeiger“ „(Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Gießen)“ dreimal wöchentlich, Dienstags, Donnerstags und Samstags, und boffen wir, durch diese Neuerung sowohl dem Bedürfniß, als auch dem Wunsche vieler unserer veser entgegenzukommen; wir hoffen aber auch ferner, daß die bierdurch in größerem Maßstabe an ans berantretenden Opfer eine angemessene Würdigung unserer Leser finden werden. Der Inhalt wird derselbe sein wie selther, nur ist uns durch das dreimalige Erscheinen des Blattes eber die Möglichkeit gegeben, größere Aufsätze von allgemeinem Interesse öfters unseren Lesern mittbeilen zu konnen; auch dem inserirenden Publikum wird eine raschere Verbreitung der Anzeigen aller Art nur erwünscht sein können. Die kurze Uebersicht über die wichtigsten Tages Begebenheiten, welche wir von fetzt ab in jeder Nummer bringen wollen, kann für viele unserer Abonnensen, welchen größere, täglich erscheinende Blätter zu Gebote slehen, nicht mehr als eine gedrängte Zusammenstellung und kurze Wiederholung bereits bekannter, anderwärts schon gelesener Ereignisse sein, also diesen Lesern ein besonderes volltisches Intexesse nicht bteten dagegen aber will der Anzeiger“ auch einer großen Anzahl Abonnenten, welchen Zeit und Verhältnisse das Lesen politischer Tagblätter nicht gestatten, wenigstens vop den wichtigsten und interessantesten Tagesbegebenhelten Kenntniß briygen. Eine besondere Aufmerksamkeit wollen wir hierbei unseren localen, provinziellen und Landeelnteressen zuwenden, nicht minder allen wichtigen unser gemeinsames deutsches Vaterland berührenden Ereignissen und Zuständen. Mehrere sehr achtb re und tüchtige Kräfte haben uns in dieser Beztehung ihre willkommene und dankenswertbhe Mitwirkung zugesagt und werden wir die uns eiwa von anderer Seite zukommenden Artikel mit bestem Danke entgegennehmen, ständige Beiträge unter entsprechender Honorirung. Ju einem dem Hauptblatte angedruckten„Feuilleton“, welches an Umfang dem seithertgen als Beilage zum Anzeigeblatt beigegebenen Unterhaltungsblatt ungefahr gleichkommen wird, liefern wir unseren Lesern gediegene und spannende Novellen, Miscellen, Aneedoten, Gedichtr, Räthsel ze. Das Abonnement beträgt für Auswärtige, welche nur bei der zunächst gelegenen Post- Expedition oder den Landpoßboten abonniren können, vlerteljährlich 82 Kreuzer, wozu jedoch noch ein Poffaufschlag kommt. Die Expedition des Gießener Anzeiger. 3015 Am 2 5 8 Der Gustav⸗Adolfs⸗ Kalender für das Jahr 1868. 3016 Bum de Jamaica und feinste Rum⸗Punsch⸗Essenz. 3009 Bei Abnahme von Rum de Jamaica in Fäßchen von 5 Maas und daruber berechne nur die möglichst billigsten Preise; bei Abnahme von 20 Maas können Abnehmer directe Zusendung aus dem Zoll⸗Lager enter zollamtlichem Verschluß als Garantie für rein ausländische Waare erhalten. H. W. Hatteroth. Indischer Magenbitter aus der Fabrik von J. Rügemer in Frankfurt a. M, 2997 beliebt seiner ausgezeichneten Beschaffeuheit und seines feinen Geschmacks wegen, empfiehlt sich besonkers bei jetziger Jahreszeit und nach dem Genuß von Jungbier. Aecht zu haben bei Py Dau. Kümmich. Liederkranz. 2965 Am zwefsten Weihnachtsfeiertage Tanzkränzehen im Saale des Gasthauses zu den drei Schwertern. Begtun: 7½ Uhr. Der Vorstand. Sängerball„ Södel 2994 den 2. Weihnachtsfetertag, wozu ergebenst ein⸗ ladet K. Schneider, 1 6 Gafnoirth. Gesellen⸗Wall, 3007 Sonntag den 29. December im Saale zu den drei Schwertern. Anfang ½'8 Uhr. Der Vorftand. Tanzmusik. 3019 Den zweiten Fetertag ist bei Unterzeichnetem gut besetzte Tanz muftk anzutreffen, wobei ein vor⸗ züglicher Borsdorferwein in Zapf kommt, wozu höfllchst einladet Chr. Hoffmann. Friedberg. f — Enthält We 9 dreimal, D und wichtig Rochtichten Unter ha! Wunnenten * 1 Der Dorheim. 2 Feiwillige„ Feuerwehr. 2995 Den 3. Feier⸗ tag Uebung sämmt⸗ licher Mannschaften Pünkiliches Erschei⸗ nen auf gegebenes Signal wird erwartet. Fr. Roßbach. 3008 Während der Feiertage in der Hofbrauerei bei J. Burck. Anfrage. 3013 Ist es Sparspstem, wenn man eine flädtische Arbeit, wie z. B. das Restauriren des hiesigen Todten⸗ wagene, welches sich auf 79 fl. beläuft und verschiedene Geschäfte betrifft, vergibt, ohne vorerst im biesigen Anzeiger oder durch die Schelle die geeignete Ver⸗ öffentlichung erlassen und eine Concurrenz ermöglicht zu baben? Oder haben gewisse Herren für gewisse Arbesten ein gewisses Privilegium? Mehrere biesige Bürger. Bei Bindernagel& Schimpff in Frledb ist vorräthig: pff Friedberg Das neue Gesetz über das Postwesen& Posttarwesen des norddentschen Bundes. Preis: 11 kr. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Evangelische Gemeinde. Christfest. Er ce get ag. Gottesdienst in der Stadtkirche: Vormittags: Herr Candidat Strack. Nachmittags: Herr Diakonus Meyer. Gottesdienst in der Burgkirche: Vormittags: Herr Pfarrer Schwabe. Nachmittags: Herr Candidat Kratz. Zweiter Festtag. Gottesdienst in der Stadtkirche: Vormiddags: Herr Pfarrer Baur. (Abendmahl.) Nachmittags: Herr Candidat Wahl. i Gottesdienst in der Burgkirche: Vormittags: Herr Pfarrer Köyler. Nachmittags: Herr Candidat Fabrieins. Katholische Gemeinde. Am Mittwoch, als am heiligen Welhnachtsfeste ½10 Uhr Hochamt und Predigt, am 2. Weitnachtstage ½10 Uhr Hochamt.. Veraniw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpf. 1 Die nächste Nummer d. Bl. wird Samstag den 28. d .Mts. ausgegeben. Abb Bere fer Einnahme 1) 175 fad/ 3 U* 1 10) Lander 002 4) Nieder⸗ 7) Nieder- 10) Fauert