aten den tn Netti derschlossenen 1867. ö Donnerstag den 24. October. M126. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeben Dienstag, Donnerstag und Samstag. — Auf den„Anzeiger“ kann man noch immer für die Monate October, November und Dezember bei den Poststellen des Großherzogthums mit 33 kr. und bei der Verlags-Expedition mit 30 kr. abonniren. Hessen. Darmstadt. Nach einer Aa- kündigung der Redaction wird die Zeitschrift für die landwirthschaftlichen Vereine des Großherzogthums Hessen, welche eine Auflage von ca. 4000 Exemplaren hat, mit dem nächsten Jahre in einem ihrem Umfange ent— sprechenden größeren Format erscheinen. Außer- dem erscheint sodann, in Verbindung damit, ein besonderer Geschäftsanzeiger, welcher nicht mehr der Redaction der Zeitschrift untersteht. Der Bezugspreis der so erweiterten landwirthschaftlichen Zeitschrift wird indessen nicht erhöht. — Es wird versichert, daß zwischen preußischen und hessischen Staatsregierung Betreffs der Offenbach⸗Hanauer Eisenbahn zum Anschluß an die Bebraer Bahn ein Abkommen dahin getroffen worden sei, daß Preußen die Ausführung der Bahnstrecke nebst Brückenbau über den Main übernimmt und Hessen hierfür eine entsprechende Entschädigung erhält. — Der bekannte Metz-Emmerling'sche Preß— proceß wird in ein allerletztes Stadium treten und abermals den Gegenstand einer öffentlichen Verhandlung bilden. Der Appellhof hat es keinem der beiden Theile recht machen können; denn so— wohl die Staatsanwaltschaft, wie auch der An- geklagte haben gegen das am 17. publicirte Er kenntniß dieser Behörde die Cassation angezeigt. Aus Oberhessen wird in den„H. V.“ die durch mehrere Blätter gegangene Angabe, unsere Staatskasse erleide in Folge der Salzsteuer einen Ausfall von 330,650 fla, dahin berichtigt, daß bei dieser Berechnung einfach die jetzige Rein- einnahme mit der früheren Bruttoeinnahme ver— glichen werde. Man müsse aber in Anschlag bringen und dürfe dieß nicht verschweigen, daß unsere Staatskasse in Folge der Einführung der Salz⸗ steuer künftig auch sparen werde: 1) Besoldungen 1035 fl.; 2) Erhebungskosten der Salzauswieger 34,500 fl.; 3) Salzankaufs-, Transport- und Verwaltungskosten 307,500 fl.; 4) Unterhaltungs- kosten des Salzmagazins zu Darmstadt 323 fl.; zusammen 343,358 fl. Ziehe man von dieser Ersparniß den oben berechneten Ausfall von 330,650 fl. ab, so ergebe sich ein Mehrbetrag von 12,708 fl. Unser Budget lasse also keines— wegs aus der Salzsteuer einen Ausfall von über 33,000 fl., sondern eine Mehreinnahme von über 12,000 fl. erwarten. Mainz. Man ist gegenwärtig mit der Her- stellung einer telegraphischen Verbindung zwischen Mainz und Kastel beschäftigt und zwar wird die⸗ selbe durch den Rhein gelegt in der Richtung der alten stehenden sog, trojanischen Brücke, von deren Pfeilern noch Ueberreste vorhanden sind. Mainz wird hierdurch in das Netz aufgenommen, welches alle rheinischen Fistungen Preußens mit der Haupt- stadt in direkte Verbindung setzt. Preußen. Berlin. Ein in Paris circu⸗ lirendes, der„Nat. Ztg.“ mitgetheiltes Gerücht, wonach Preußen Protest gegen eine erneute Inter- vention Frankreichs im Kirchenstaate erhoben habe, veranlaßt genanntes Blatt, nachdem es vorher seine Ansicht ausgesprochen, erwähntes Gerücht werde wohl unbegründet sein, zu folgenden Be— merkungen:„Wenn die preußische Regierung so— eben den Grundsatz der Nichteinmischung des müsse. Auslandes in die Angelegenheiten Deutschlands der heißen. Die Unabhängigkeit Italiens ist eine der Grundlagen des neuen europäischen Rechts ge— worden, und es liegt namentlich im Interesse Preußens, dies neue Königreich so wenig von Frankreich als von Oesterreich umstürzen oder in unwürdige Vasallenschaft herabdrücken zu lassen. Der vorjährige Krieg hat auf's Schlagendste be— wiesen, ein wie wichtiger Bundesgenosse unter Umständen Italien für uns werden kann, und wie wichtig es daher ist, daß es für immer von französischer und österreichischer Vormundschaft befreit werde.“ — Nicht blos Italien, sondern auch Frank— reich hat das hiesige Cabinet wegen seiner Stellung zur römischen Frage sondirt und Preußen soll seine Gleichgiltigkeit für die politische Seite der Frage erklärt und sich nur für den Fall, daß die religiösen Interessen eines ansehnlichen Theils seiner Unterthanen in Mitleidenschaft gezogen würden, seine Stellung offen gehalten haben. — 21. Okt. Reichstag. Das Bundes- kanzleramt überreichte den Schifffahrtsvertrag mit Italien; das Haus beschloß Plenarschlußberathung desselben. Das Bundespostgesetz wurde definitiv angenommen, nachdem Herr v. Friesen im Namen des Bundesraths erklärt hatte, der letztere erblicke im Zusatzparagraphen über die Unverletzlichkeit des Briefgeheimnisses kein Hinderniß. — Bei Berathung des Postgesetzes im Reichstage hat der Abg. Freih. v. Rabenau den Antrag gestellt: Der Reichstag wolle beschließen: zu§. 29 Nr. 2 des Postgesetzes das Ersuchen an den Herrn Bundeskanzler zu richten: unter den demnächst auf Grund des Art. 45 der Verfassung reglementär für das ganze Bundesgebiet festzu- stellenden Begriff der verbotenen Zusätze bei Streif⸗ und Kreuzbandsendungen nicht das An- streichen einzelner Druckstellen am Rande und außerhalb der Druckschrift subsumiren zu wollen. Dieser Antrag, welcher auch von dem Abg. Graf zu Solms-Laubach unterzeichnet war, wurde unter Zustimmung des Regierungs-Commissärs durch die Majorität angenommen. — Die Petitionscommission des Reichstags berieth am 20. über eine Petition aus Mecklen⸗ burg wegen Gewährung einer constitutionellen Verfassung und überwies dieselbe dem Bundes- kanzler zur Abhülfe, ebenso auch eine zweite Petition aus Mecklenburg wegen Gleichstellung der Juden in den bürgerlichen Rechten und eine Petition aus Lippe-Detmold auf Beseitigung der octroyirten Verfassung und Wiedereinführung der alten Verfassung. — Nach einem englischen Blatte soll Preußen folgende Garantien für die abzutretenden deutschen Bezirke Nordschleswigs von Dänemark verlangen: „Dänemark müsse ein Gesetz erlassen, kraft dessen jeder Unterthan deutscher Nationalität, oder jeder zwar dänischredende, aber deutsch fühlende Unter- than gegen jedweden Angriff auf Körper, Ehre und Eigenthum sicher gestellt werde; und zwar geschehe dieß dadurch, daß die Gemeinde, in deren Bezirk dieses Gesetz in Kraft treien sollte, dem Geschädigten eine angemessene Vergütung zahlen Dänemark soll überdieß einen gewissen Fonds aussetzen und an Preußen abliefern, aus verkündet hat, so kann sie unmöglich die Ver- welchem besagte Entschädigungssummen zu zahlen letzung dieses Grundsatzes Italien gegenüber gut- sein werden. Kann der Geschädigte vor den dä⸗ nischen Tribunalen sein Recht nicht finden, so soll es ihm vorbehalten bleiben, seine Klage vor das durch den norddeutschen Bund innerhalb des ab⸗ zutretenden Gebietes zu errichtende Consularamt zu bringen. Wenn dieses die Klage gerecht findet, muß die Entschädigung sofort ausbezahlt werden. Dänemark verpflichte sich außerdem kraft eines Gesetzes, die Deutschen in Schule, Kirche und Gerichtssprache zu unterstützen. In den Schulen müsse deutsch und dänisch gelehrt, in den Kirchen abwechselnd deutsch und dänisch gepredigt, und vor Gericht müssen bei den Verhandlungen und in Amtsdecreter beide Sprachen gebraucht werden. Etwaige Klagen in dieser Richtung können gleich- falls vor das erwähnte Consularamt gebracht werden und hätte der Kläger ebenfalls das Anrecht auf Entschädigung.“ — Der vom Reichstag genehmigte Posttax- gesetzentwurf setzt das Porto für frankirte Briefe bis zum Gewichte von einem Loth auf 1 Sgr., bei größerem Gewichte auf 2 Sgr. fest. Bei unfrankirten Briefen tritt ein Zuschlagsporto von 1 Sgr. hinzu. Bei dem Paketporto unter⸗ scheidet der Entwurf nach den Entfernungen uad nach dem Gewichte der Sendungen. Die dem Paketporto zu Grunde zu legenden Entfernungs- stufen sind unter uns bis 30 Meilen in einer Progression von je 5 Meilen, demnächst für die hinzutretenden Strecken über 30 bis 100 Meilen in einer Progression von je 10 Meilen, und end- lich über 100 Meilen für die weiteren Strecken in einer Progression von je 20 Meilen behalten. An Gewichtsporto ist für jedes Pfund und jede Progression der Satz von 2 Pfennigen zu Grunde gelegt. Das Porto für declarirte Sendungen beträgt für Briefe ohne Unterschied der Schwere bis 5 Meilen 1½ Sgr., bis 15 Meilen 2 Sgr., bis 25 Meilen 3 Sgr., bis 50 Meilen 4 Sgr., über 50 Meilen 5 Sgr. — Der Reichstag nahm am 22. d. das Freizügigkeitsgesetz definitiv an und genehmigte die Militärconventionen Preußens mit den kleinen norddeutschen Staaten. Die Marine-Anleihe wurde mit einigen Amendements angenommen, wonach die jährlich zu verausgabenden Beträge der Anleihe durch das Bundeshaushaltsgesetz fest— zustellen sind. Fulda. Gegenwärtig tagen hier die Bischöfe und Erzbischöfe Deutschlands. Die Versamm⸗ lung ist zahlreich besucht, nur die österreichischen Kirchenfürsten sind durch die häuslichen Angelegen— heiten, den Concordatssturm, zu erscheinen ver⸗ hindert. Die Conferenzen haben zunächst den Charakter von vertraulichen Besprechungen und sind vorbereitender Natur für das von Pius IX. ausgeschriebene allgemeine Concilium zu Rom am Schlusse des Jahres 1868. Eisenach. Die Festtage der Jubelfeier der deutschen Burschenschaft, 17., 18. und 19. Oct., sind ohne Störung in würdiger und befriedigender Weise vorübergegangen. Mit Genehmigung des Großherzogs waren noch nachträglich die Räume der Wartburg den Festgästen überlassen worden. Der Zug nach dem Wartenberge soll sehr gelungen gewesen sein. Die Rede Robert Keil's beim Feuer auf dem Berge war die bedeutendste des —— ————— ——— ganzen Festes. Am Abend des 18. war Commers in der„Erholung“, bei dem Rede und Gesang wechselten und die Zuschriften aus allen Rich⸗ tungen bekannt gegeben wurden. Auch aus dem Reichstag in Berlin, sowie aus Wien und Gratz waren Grüße eingegangen. Am 19. Vormittags war gemüthlicher Verkehr. Bei demselben wurde der Keil'sche Antrag besprochen, an die Stadt und Studentenschaft Jena das Ersuchen zu richten, alle 10 Jahre ein Erinnerungs- und Freund schaftsfest zu feiern und damit 1868 zu beginnen. Die Präsensliste wird erst gedruckt; es waren übrigens außer Oesterreich alle deutschen Staaten hier vertreten. Mecklenburg⸗Schwerin. In Güstrow und verschiedenen anderen Städten circulirt eine Ad resse an den Reichstag, worin das Ersuchen ausgesprochen wird, der Reichstag möge dahin wirken, daß Mecklenburg wieder in die Reihe der constitutionellen Staaten eingeführt werde. Auch in Mecklenburg⸗Strelitz wird eine gleiche Adresse vorbereitet. Waldeck. Am 18. d. hat der waldeckische Landtag den bekannten Accessionsvertrag mit Preußen mit 13 gegen 1 Stimme genehmigt. Bayern. München. Die Abgeord-⸗ netenkammer genehmigte mit 117 gegen 17 Stimmen den Vertrag vom 8. Juli 1867, be⸗ treffend die Fortdauer des Zoll- und Handelsvereins. Baden. Aus Baden-Baden wird vom 22. d. gemeldet: Der Kaiser von Oesterreich traf heute Morgen 7 Uhr im Bahnhof von Oos (Anschlugstation der Zweigbahn) ein und wurde daselbst vom Großherzog von Baden empfangen. Wenige Minuten darauf kam der König von Preußen an und war die Begegnung der Monarchen auf beiden Seiden die freundlichste und herzlichste. Nach etwa 10 Minuten setzte hierauf der Kaiser seine Reise fort. f Oesterreich. Wien. Durch eine kaiser⸗ liche Verordnung wird die im Februar verfügte Suspension der Gesetze zum Schutze der persön⸗ lichen Freiheit und des Hausrechts in Südtyrol außer Wirksamkeit gesetzt, und zwar in Folge der befriedigenden Wahrnehmung, daß die Ruhestörun⸗ gen dort aufgehört haben und die Gefahr für die öffentliche Sicherheit beseitigt ist. — Wie die militärische Zeitschrift„Der Kame⸗ rad“ meldet, hat Se. Majestät der Kaiser an⸗ geordnet, daß künftig die Mannschaft der Armee und Kriegsmarine von allen Vorgesetzten mit „Sie“ anzusprechen ist. — Das dem Fürsten Schwarzenberg errichtete Monument ist am 20. d. enthüllt worden. Der Kaiser wohnte dieser Feierlichkeit bei und wurde bei seiner Ankunft und Abfahrt freudig begrüßt. Frankreich. Paris. Die französische Regierung hat eine Art Ultimatum nach Florenz geschickt, in welchem sie forvert, daß ihre Forde⸗ rungen für die Erfüllung des Septembervertrages in kürzester Frist erfüllt werden. Den Einmarsch der italienischen Truppen in Rom wird Frankreich nicht dulden, weder den alleinigen noch den gleichzeitigen. — Ferner hat die französische Regierung an ihre diplomatischen Agenten im Auslande ein Circular gerichtet, in welchem sie ihnen anzeigt, daß sie der September-Convention Achtung ver⸗ schaffen werde, sei es im Verein mit der italienischen Regierung oder ohne dieselbe. — Wichtige Nachrichten sind durch Ver- mittlung der italienischen Gesandtschaft von Civita— Vecchia und Florenz eingetroffen. Die Depeschen aus Florenz melden, daß die italienische Regierung vem Vorschlage einer gemeinschaftlichen Action ihre Zustimmung nicht ertheilt habe. — Eine telegraphische Nachricht aus Toulon vom 20. d. meldet: eine hier eingetroffene Brigade ist mit der Einschiffung beschäftigt. 10 Kriegs- dampfer haben geheizt und werden wahrscheinlich heute Abend in die See gehen. Der General Dumont ist hier angekommen. — Aus Paris kommt die Nachricht: Der Bruch zwischen Italien und Frankreich soll durch preußische Vermittlung vermieden werden. — Der Kaiser von Oesterreich wird am 23. d. M. hier eintreffen und der König Ludwig J. von Bayern, welcher nach Nizza sich begibt, wird am 25. d. M. hier ankommen und einige Tage hier zubringen. — In einer Correspondenz der„Köln. Ztg.“ aus Paris heißt es:„Wenn man den auf dem Kriegsministerium verbreiteten Nachrichten Glauben schenken darf, so hat man die Absicht, nicht allein Truppen zur See nach Rom zu senden, sondern auch ein Armeecorps über die Alpen gehen zu lassen(2). Zugleich würde man ein Obser⸗ vationscorps am Rhein(2) zusammenziehen.“ — Der„Constitutionnel“ bestätigt die Hoff nung, daß es der italienischen Regierung gelingen werde, die revolutionären Ausschreitungen dar- niederzuhalten; man könne daher der Regierung wegen ihrer Haltung Glück wünschen. — Der„Moniteur“ sagt: Angesichts des Einfalls der revolutionären Banden in das päpst⸗ liche Gebiet, hatte die französische Regierung beschlossen, ein Expeditionscorps nach Civita⸗Vecchia zu senden, welche Maßregel in Erfüllung der Pflicht, der Würde und der Ehre Frankreichs stattfinden sollte. Die Regierung konnte sich nicht der Gefahr aussetzen, die Unterschrift Frankreichs verletzt oder verkannt zu sehen; aber die italie⸗ nische Regierung hat der französischen Erklärungen und Versicherungen der kategorischsten Art gegeben, daß alle nöthigen Maßregeln ergriffen sind, um einen Einfall in das päpstliche Gebiet zu ver⸗ hindern und die September⸗Convention zur wirk⸗ samen Ausführung zu bringen. In Folge dieser Mittheilungen hat der Kaiser befohlen, die Ein⸗ schiffung der Truppen einzustellen. — Die Einschiffung der Truppen in Toulon ist sistirt und befohlen, daß die Truppen, welche sich schon an Bord befinden, ans Land zurück⸗ kehren.— Es heißt, daß das Ministerium Ratazzi bleiben werde und eine Grundlage für die Revision der September-⸗Convention durch beide contrahirende Mächte gefunden sei. Italien. Die Nachrichten der letzten Tage aus dem Kirchenstaate lauten im Allgemeinen für die Garibaldianer ungünstig, wiewohl diese Nach⸗ richten noch der Bestätigung bedürfen. So be⸗ richtet ein französisches Blatt„Etendard“, daß Depeschen aus Rom eingelaufen seien, wonach das römische Gebiet von den Freischaaren gänzlich geräumt sei. In Folge der Wiedereinnahme von Nerola durch die päpstlichen Truppen haben die Garibaldianer Monte libieti, Orte und die Position bei Terracina geräumt und sich vom römischen Gebiet gänzlich zurückgezogen. Rom befindet sich in vollkommener Ruhe. — Weiter meldet der Pariser„Moniteur“ vom 21. d.: Die Päpstlichen haben in Nerola 140 Gefangene gemacht. Die Garibaldianer sind entmuthigt und haben Orte und Terracina geräumt. Florenz. Eine Depesche vom 21. d. meldet: Das Ministerium hat in Florenz seine Demission gegeben. Garibaldi befindet sich hier. — Die Blätter vom 20. d. melden gerüchts⸗ weise, daß der Ministerprästdent mit seinen Col⸗ legen dem Könige seine Entlassung eingereicht habe. General Cialdini wurde telegraphisch hier⸗ her berufen und mit der Bildung eines neuen Ministeriums beauftragt. Derselbe, so wird weiter berichtet, habe das Ministerium angenommen und sogleich angeordnet, daß die Anwerbe⸗Bureaux geschlossen und die sogenannten constitutionellen Comites aufgelöst werden. — Garibaldi, welcher wirklich in Florenz anwesend war, ist wieder abgereist, um sich zu seinem Sohne Menotti zu begeben. — Im Pühlikum eirculirt eine Adresse an den König, in welcher derselbe gebeten wird, an der nationalen Politik festzuhalten, auch von meh⸗ reren Municipalitäten würden Adressen an den König gerichtet, um ihn zu ersuchen, die nationalen Wünsche zu erfüllen.— Das„Diritto“ bestätigt die Nachricht, daß die Insurgenten fast sämmt⸗ lich das römische Gebiet geräumt haben. — Die preußische Vermittelung ist sowohl in Florenz als in Paris nicht officiell nachgesucht, aber erwünscht und thätig. Die italienische Re⸗ gierung ist benachrichtigt, daß die französische Flotte zum Schutze der September ⸗ Convention vor Civitavecchia erscheinen werde, wenn die italienische Regierung fortfahre, die Verletzung Die Situation ist auf das derselben zu dulden. Aeußerste gespannt. Volkssitten in Friedberg. welkt. Andererseits halten wir es aber auch für Unrecht, wenn man Wozu nützen sie? fragen Viele, die in unserm nützlichgesinnten Zeit⸗ alter aufgewachsen sind. Geld verdient man durch sie freilich nicht; aber nützt denn nur das, was Geld einbringt? Gibt es nicht auch einen Nutzen für's Herz, der zwar nicht sofort in Gulden und Kreuzern angeschrieben werden kann, der aber das Gemüth heiter stimmt und den Geist erfrischt, so daß die Arbeit nachher um so besser von Statten geht?— In früheren Zeiten, wo sich die Bestrebungen der Einzelnen noch weniger zersplittert hatten, da wollte man auch sein Vergnügen, seine Erholung gemeinschaft⸗ lich mit der ganzen Gemeinde haben. Da nun, wo das Volk als Ganzes schafft, wo es noch jugendliche Produktionskraft und ursprüngliche Naivetät besitzt, da ist der Boden für Entstehung und Erhaltung von Volkssitten, Volksliedern ꝛc. Manche meinen, Volkssitten passen nicht in unsere Zeit, und wollen damit sagen, daß in der jetzigen Zeit jene Vorbedingungen immer mehr abhanden kommen, und mit ihnen auch die Volkssitten ver⸗ schwinden. In den Dörfern, wo sich die Bedingungen am längsten halten, dauern auch die Sitten länger. Unsere Kirchweihe z. B., die noch im 17. Jahrhundert durch Passionsspiele und einen Jahrmarkt am Sonntag nach Trinitatis mit großer Solennität gefeiert wurde, ist verschwunden, während sie sich auf den Dörfern, wenn auch in entarteter Weise, noch hielt.— Wir stimmen denen bei, welche es verwerfen, daß man längst erloschene Gebräuche künstlich wieder auffrischt, wie z. B. die Passions- spiele in Ammorbach, denn wenn sie nicht aus dem Volk herauswachsen, so wurzeln sie auch nicht in ihm und bleiben wie ein ausländisches Ge— wächs, das man im Treibhaus sorgsam pflegen muß, damit es nicht ver⸗ Volkssitten unterdrückt, ehe sie sich überlebt haben; wenn wir sehen, daß die Vorräthe in unserer Scheuer zu faulen anfangen, werden wir es dann für zweckmäßig halten, den noch brauchbaren Rest mit dem Faulen fort⸗ zuwerfen? Und nun die Anwendung davon. 8 Wir haben in unserer Stadt noch zwei schöne Sitten, das Oktober⸗ feuer und den Nikolaustag. Ist es aber Recht, daß man den Schulbuben die Betheiligung an dem patriotischen Gefühlen entsprungenen Oktober⸗ feuer verbietet, weil Lärm damit verbunden ist, oder weil in den Häusern gesammelt werden muß? Wenn sich die älteren Leute mehr dabei be⸗ theiligten, so könnte man die Jugend gewiß besser im Zaume halten; es schadet auch nichts, wenn sie sich einmal austoben darf; das ist ein Ventil für den Muthwillen, der sonst in der Schule zum Ausbruch kommt.— Und nun der Has. Wer erinnert sich nicht mit großem Vergnügen an die Zeit, wo er mit seinen Mitschülern dem Klassenlehrer den Has brachte und nach den vom Niklos ausgeworfenen Nüssen rapschend mit der Ruthe gezüchtigt wurde? Verfälscht wurde die Sache durch die Eltern, welche dachten, der Herr Lehrer wird in seinem sauren Beruf doch selten etwas Süßes bekommen, da wollen wir ihm lieber eine Torte geben. Das ist aber ein Auswuchs, der der Sitte widerspricht und darum abgehauen werden muß. n Bekanntlich ist der Einfluß und die Beliebtheit der Lehrer um so größer, je mehr sie auch in persönlichem Verkehr mit ihren Schülern stehen. Auch in diesem Sinn ist der Hase von großer Bedeutung. Lassen wir darum unsrer Jugend das Oktoberfeuer, den Niklos und den Hasen, bis sie von selbst der Zeit zum Opfer fallen!— 7 9 0 febürean olnchmen haung f Nan spr porübergeh, Die Gar! wie es 9 gische l tian f „ Nil Beten h gefunden cl Rom, Namen de 5 1 dan 90 ö als Rom 0 hem Hotel berhaftet lich anzen Ausstande fand bei opiere 1 heimischen —— grit thellung in merken, daß kostet und w Wetzlar ning Se Berger, daß die ang über das L freundlich, ein hellblo Jacke, bre Schnürschu H. 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Rom. Die französische Regierung hat im Namen des Kaisers dem Papst angezeigt, die päpstliche Regierung könne auf die Unterstützung Frankreichs rechnen. — Mehrere Blätter melden übereinstimmend aus Rom, daß die dortige Polizei am 12. in dem Hotel„Minerva“ einen italienischen Oberst verhaftet habe, eben als er seinen Freunden brief— lich anzeigen wollte, daß er die Fährung des Aufstandes in Rom übernommen habe. Man fand bei ihm 80,000 Fr. in Gold und wichtige Papiere und entdeckte die Namen mehrerer ein- heimischen Räcelsführer. * Friedberg Berichtigend haben wir zu einer Mit⸗ theilung in der letzten Nummer dieses Blattes zu be⸗ merken, daß das Hundert Gerauer Weißkraut nur 4 fl. kostet und nicht wie dort bemerkt 5 fl. Wetzlar. Wie von hier gemeldet wird, ist das sechs⸗ jährige Söhnchen des hiesigen Bademeisters August Berger, Conrad, seit einigen Tagen verschwunden, ohne daß die angestellten Nachforschungen zu irgend einer Spur über das Verbleiben des Kindes geführt hätten. Der als freundlich, sehr lebhaft und aufgeweckt geschilderte Knabe, ein hellblonder Lockenkopf, war mit einer dunkelgrauen Jacke, braunen Tuchhosen, rothen Strümpfchen und Schnürschuhen bekleidet; sein Hemd ist init den Buchstaben H. B. gezeichnet. Eine halbrunde Narbe auf der Stirne wird als besonderes Kennzeichen angeführt. Die be⸗ kümmerten Elten bitten um Benachrichtigung, falls irgend Jemand über das Schicksal ihres verlorenen Kindes Aus⸗ kunft zu geben vermag. Frankfurt. Ein hiefiger Schneidermeister bemerkte dieser Tage zu seinem Schrecken bedeutende Mancos in seinem Waarenlager, und warf sogleich Verdacht auf einen seiner Gesellen, einen siebenzehnjährigen jungen Mann aus Rendel. Letzterer, vermuthend, daß man seinen Unter⸗ schlagungen auf der Spur sel, hat sich schleunigst von hier entfernt und ist nun eine steckbriefliche Verfolgung gegen denselben eingeleitet worden. Frankfurt. Auf der Verbindungsbahn hätte sich kürzlich beinahe ein großes Unglück ereignet, wenn es nicht möglich gewesen wäre, den in der Gegend unterhalb der neuen Brücke ziemlich rasch fahrenden Zug noch rasch zum Stehen zu bringen. Die so glücklich einer großen Gesahr Entronnenen waren ein Droschkenkutscher nebst den In⸗ sassen seiner Droschke, welche beim Kreuzen der Bahn am Grindbrunnen umstürzte und erst nach vieler Mühe weg⸗ geschafft werden konnte, um dem nahenden Zug die Bahn zur Weiterfahrt frei zu machen. Darmstadt. Unter dem Vorsitz der Prinzessin Alice ¼hat sich hier ein Verein zur Förderung ber weiblichen In dustrie gebildet. Wie es heißt, soll für's erste ein permanenter Bazar errichtet werden, in welchem neu gefertigte weibliche Arbeiten zum Verkauf ausgestellt werden sollen. Der jährliche Beitrag eines Mitgliedes ist auf einen Gulden festgesetzt. In Darmstadt wurde eine von dem landwirth⸗ schaftlichen Verein veranstaltete Versteigerung von aus— gezeichnetem Schweizer Zuchtvieh abgehalten. Zuchtstier von 1½ Jahren wurden mit 300—350 fl. bezahlt 3 Postconferenz. Die Vorschläge, welche auf der Berliner Postconferenz von Preußen Namens des nord— deutschen Bundes gemacht werden sollen, zielen im Wesent⸗ lichen darauf ab, daß der deutsch-österreichische Postverein in etwas veränderter Weise sortbestehen soll. In erster Linie soll nun im Umfange seines Gebietes die Einführung einer Einheitstaxe für Briefe bis zu 1 Zoll-Loth Gewicht von 1 Silbergroschen(in Süddeutschland— 3 Kreuzern), mit der Steigerung auf den Doppelsatz für Briefe von mehr als einem und weniger als 15 Zoll-Loth bezweckt werden. Ebenso soll die Taxe für die Spedition der Zei⸗ tungen aus einem Postvereinsstaate in den anderen von 50 auf 25 Procent herabgesetzt werden und die Taxe für Preß-Erzeugnisse, Waarenproben in Abstufungen von 2½ bis zu 2½ Loth steigen. Ferner wird die Einführung der Postanweisungen innerhalb des gesammten Vereins⸗ gebietes vorgeschlagen, und soll für Beträge bis zu 25 Thlr. eine Gebühr von zwei Silbergroschen, für Süddeulschland sieben Kreuzer, für Beträge von 25 bis 50 Thlr. aber eine solche von vier Silbergroschen, für Süddeutschland 14 Kreuzer erhoben werden. vorigen Monat findet sich Folgendes unter den vermischten Nachrichten:„Die Preußen haben ganz entschieden das wohlgefaßte Project, Frankreich zu annectiren. Man ver⸗ sichert, daß jeder preußische Unteroffizier in der letzten Zeit erhalten hat: 1) eine französische Grammatik, 2) ein Taschenwörterbuch kranco-prussien und umgekehrt, 3) eine Karte vom Osten und Norden von Frankreich, welche alle Wasserläufe, Waldungen, Terrainverhältisse und Eisen⸗ bahnen angibt. Belgien ist in den Umkreis dieser Auf— nahmen mit einbegriffen, und es wird alle zwei Tage Unterricht in der französischen Sprache in den preußischen Kasernen ertheilt.“— Es ist köstlich!— „ Falsche Haare. In Californien ist eine Pflanze entdeckt worden, deren Fasern bei geschickter Bearbeitung von Menschenhagren kaum zu unterscheiden sind. Die Pariser Haarkünstler erwarten mit Spannung die erste in Hapre bereits avisirte Sendung aus dem Lande, welchem das Glück beschieden war, die Welt massenhaft mit Gold, mit Waizen und nun auch mit Haaren zu versehen; Haare, welche vor den natürlichen noch den Vorzug haben, daß es künftig keinen Anstoß mehr erregen wird, wenn eine iu die Suppe fallen sollte. „* Falsche Schweizer Münzen. In einigen Kantonen wird von den Behörden und auch durch die Presse vor der Annahme falscher derzeit cursirenden Münzen gewarnt. Ein Theil derselben wird unstreitig auch seinen Weg nach Süddeutschland finden und wir geben daher nachstehend eine Aufzählung dieser falschen Stücke. Die. selben sind: Schweizer'sche Einfrankstücke mii den Jahr ⸗ zahlen 1850, 1860 und 1862. Französische Fünffrank⸗ stücke mit der Jahrzahl 1842. Diese Stücke sind am Klange und an der auffallend bläulichen und Bleifarbe zu erkennen. 5 Zündnadelgranatwallbüchse. Einen Haupt⸗ fabrikalionsgegenstand in Suhl bildet gegenwärtig die neue Waffe, die dazu dient, Sprenggranaten von der Dicke einer kleinen Billardkugel auf Infanteriecolonnen zu feuern. Diese Büchse schleuderte das Geschoß bis auf eine Ent⸗ „ Annexlons⸗ Vorbereitungen. In einer Nummer des Antwerpener Blattes„L'Opinion“ vom fernung von 1500— 1700 Schritten. eine ganz furchtbare sein. In Frankreich's beiden vornehmsten Weinprovinzen, der Glronde und Burgund, wird nur auf eine halbe Ernte gerechnet. Die Lese in Spanien und Portugal droht, nach Berichten von Mitte September, äußerst dürftig auszufallen. Die weinreichsten Gegenden geben gerade die schlechtesten Hoffnungen. In der Provinz Cadir, in Xeres, in der Gegend von San Lucar und Chielana richtet Traubenpilz(Oidium) unter den Weinstöcken furch Verheerungen an. Land wirthschastliches und Gewerbliches. Obstraupenvertilgung. Die Amerikaner binden an eine Stange einen Lappen, tauchen diesen in Erdöl und berühren damit die Raupennester, wodurch die Raupen angeblich getödtet werden. Versuche wären zu empfehlen. Heupressen. Ein Landwirth mit nur irgend er⸗ heblichem Wiesenbesitz sollie eine Heupresse haben, mittelst welcher er sein Heu ein ganzes Jahr hindurch in gleicher Ernährungskraft erhalten, in einem viel kleineren Raume aufbewahren und jede Verschleppung desselden schnell ent⸗ decken könnte. Die Wirkung soll Für die Hinterlassenen der verun⸗ glückten Lugauer Bergleute sind nachträglich noch folgende Gaben bei uns eingegangen: von Seminarlehrer Roth 1 fl.— Hofapotheker Wahl 1 fl. 30 kr.— durch die Expedition der Nauheimer Kur⸗ liste gesammelt 4 fl., zusammen 6 fl. 30 kr.; hierzu die in Nr. 98 d. Bl. als eingegangen aufgeführte Summe von 105 fl. 43½ kr. ergeben sich als Gesammtergebniß dert von uns unternommenen Sammlung 112 fl. 13½ kr., welchen Betrag wir dem königl. sächsischen Consul Herrn Gerson in Frankfurt a. M. zur Verwendung für die Lugauer übermittelt haben. Die betreffende Empfangs⸗ anzeige dieses Herrn liegt zur Einsicht der Interessenten dei uns offen. Die Expedition des Anzeiger. Drei und zwanzigster Jahresbericht des Vereins zur Unterstütung armer Kranken vom Lande unter dem Protectorate Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs von Hessen ꝛc. Der Krankenbau mit seinen 6 Wärterinnen hat in 1866 nebst dem Verwaltungsbau die Thätigkeit des Vorstands und der Verwaltung sehr beansprucht. Unter der orga⸗ nischen Einrichtung hat die provisorische Errichtung einer Militärkrankenpflege mit 54 Betten ohne Aufgabe des Hauptzwecks eine erste Stelle eingenommen. Die zweite Stelle verdient die Gründung einer in 38§8. grund⸗ sätzlich geregelten Speiseordnung. Die dritte Stelle nehmen die neuen Dienstanwelsungen für das gesammte Warte⸗ personal. 5 i— Auch im gewöhnlichen Betrieb hat es an wirthschaft⸗ lichen Verbesserungen nicht gefehlt. Die Mobiliarver⸗ sicherung wurde auf 9000 fl. gebracht, Magazin und Vorräthe sachgemäß rekrutirt. Die Summe der Ausgaben belief sich in 1866 auf 11,744 fl. 47 kr. Die Theilnahme des hoben Protectors und der Gemeinden ist sich gleich geblieben. Mit 130 Gemeinden bestanden in 1866 Ver⸗ träge zur Verpflegung ihrer Kranken. An Pflegtagen wurden 22,408 gewährt, darunter 769 an verwundete hessische Krieger. Das Einlausprotocoll hat die Summe von 933 Nummern erreicht. Ausführlicher Jahresbericht und die Denkschrift von 1857 können gratis bezogen werden. Ebenso die Satzungen und Pflegebedingungen.(J. Küchlers Handbuch der Lokal⸗ staatsverwaltung§. 683.) Rechner ist der Herr Registrator Hoffmann. Bekanutmachung. 2528 Für vie biefige Soltne find 10 Gentner bestes Rüböl erforderlich, die auf dem Summissionswege von dem Mindeflfordernden angekauft werden sollen. Lieferungs anerbletungen find bis zum 29. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, verflegelt und mit der Aufschrift „Lieferung von Rübsl für die Saline Naubeim be⸗ treffend“, verseben, anher abzugeben. Die Lieferungs- trieben werdenden bedingungen können an den Werktagen, Vormittags, dahler eingesehen werden. Nauhelm den 18. October 1867. eee Salinenamt Nauheim 5. Schreider. Weiß. Arbeits ⸗Versteigerung. 2527 Freitag den 25. October l. J., Nachmittags 1 Uhr, sollen die bel Renovation der hlesigen Schul- Dofraithe nöthigen Arbeiten auf hiesigem Gemeindehause unter den bei der Versieigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen verslelgert werden, als: a + 1) Maurerarbelt, veranschlagt zu 14 42 2) Steluhanerar beit 30— 3) Schrein erarbeit 21— 40 Schlosser oder Schmledarbelt 20— 5) Weipeinderarbelt 8 30 60) Pflasterarbelt 1 12 7) Stelnbrecherarbeit 4 24 8) Anfahren der Steine 1 usammen 103 Ofiheim am 19. October 10 Großherzogliche Bürgermelsterel Ostheim Wu ter. 7 77 77 illustrirten, belletristischen& wissenschastlichen sowie auch aller Modezeitungen u. s. w. u. s. w. Bestellungen für uns nehmen an für Nidda F. Trebes in Nidda. „„für Hungen L. Schneider in Hungen. Bindernagel& Schimpff in, Friedberg empfehlen sich für das kommende Wintersemester zur Besorgung aller im Buchhandel ver⸗ Zeitschristen, Obligations-Verloosung. 2527 Bei der heute stattgehabten Verloosung der für 1867 abzutragenden Partial- Obligation hiefiger Ge. meinde ist die Nr. 163 mit 100 fl. rückzahlbar geworden, was dem Inhaber derselben mit dem Anfügen mit- getheilt wird, daß der Betrag bis zum 31. December d. J. bel hiesiger Gemeindekasse gegen Rückgabe der Obligation und der nicht fälligen Zinscoupons in Empfang zu nehmen ist, da von diesem Tage an die Verzinsung aufhört. Okarben am 19. October 1867. Großherzogliche Bürgermeisterel Okarben EI Der Gemeinde Einnehmer Helgenreiner. * Weinfaͤsser 2171 in allen Größen billigst bei 1 N h. Dan. Kümmich. Halsbinden 1487 und Shlips c. in schöner Auswahl, sowie Fonlards, seidene Umknüpftücher und schwarze seidene Halstücher bet K. Friedrich neben der Post. Dr. Pattison's Gichtu alte lindert sofort und bellt schnell Gicht und Rheumatismen aller Art, als: Gesichts-, Brust⸗, Dals- und Zahn- schmerzen, Kopf-, Hand- und Knlegicht, Gliederreißen, Rücken und Lendenweh. In Paketen zu 80 kr. und balden zu 16 kr. det J. A. Windecker. 2455 Indem wir hiermit anzeigen, daß unsere Leihbibliot wieder dahier aufgestellt ist und der Umtausch der Bücher zu fgenommene Werke aufmerksam: Gustav». See, fũr die Wintermonate jeder Zeit stattfinden kann, Breier, Rosenkreuzer;z Gräfin und Marquise; Höfer Pitawall, Maria Stuart; Reteliffe, Villafranca; Süämmtliche Werkez Spielhagen Romane; schwangau; Die Rikler der Industrie; Stifft, Goldelse; ꝛc. ꝛc. Lesegebühren per Tag 2 kr., machen wir auf folgende neu au Gerstäcker, Im Busch; Grey, das alte Fräulein; Mühlbach, Grimm, per Monat 30 kr. Abonnements können zu jeder Zeit angetreten werden. Friedberg. Herrin von Goldrauen; hek Deutschland in Sturm und Drang; Retcliffe, Puebla; Schwartz, Mar. Soph., unüberwindliche Mächte; Gutzkow, Hohen⸗ Modernes Leiden; Galen, Jane die Jüdin; Marlitt, Bindernagel& Schimpff. Verloosung des Johann Heinrich Friedrich'schen Kunst⸗Waaren⸗Lagers von Holz& Elfenbeinschnitzereien. 2461 Das zu verloosende Kunst⸗Waar 1 Blumentisch mit Springbrunnen, Nipptisch mit Rebengewinde und Ketten, delaber, Reiseschreibpult, Tafelaufsatz, Lesepulte, kästchen, Wein⸗, Liqueur und Elergestelle, Schlüss kästchen, Briefmesser, Butter-, Käse⸗Teller, Brochen, Ctgarrenständer, botographie und Kalenderrahmen, Briefbeschwerer, änder, Schlüsselhalter, Fidibusbecher, Cigarrenpfelfchen, 1178 Gewinngegenstände gegen 3380 Loose, taxirt Gewinn kommt. Die Verloosung findet längstens den 16. December d. J. statt, Gegenstände zu Welhnachtsgeschenken verwendet werden können, wozu sie sich ihrer Natur nach besonders eignen. Darmstadt im September 1867. Schimpff zu haben. feines Schnitzwerk, sodann große Cruzifixe von Elfenbein und Holz, Obstkörbchen, Brief-, Thee⸗, en-⸗Lager besteht aus nachbenannten Gegenständen: Bildrahmen, Madonna nach Titian, Uhrgestelle mit Jagdtrophäen Can⸗ Zucker, Tabaks und Cigarren⸗ elkäsichen, Bukenmaten, Schreibzeuge, Wandtaschen, Handschuh Schemel, Büchergestelle, Kartenkästchen, Nachtlampen, Serviettenringe, Armbänder, Streichholz Feverhalter, Handleuchter, Federspiele ze. Zusammen zu 3950 fl., wonach je auf das dritte Loos ein so daß die gewonnenen Die Verloosungs⸗Commission. Loose zu obiger Verloosung sind à 1 fl. in der Buchhandlung von Bindernagel und von Carl 2275 effectufrt gefl. Aufträge zum Fär unter Garantie und Zuverläffigkeit. Färberei bei Frankfurt a. M. Muster und Weber n Rödelheim ben von Leinen und Baumwollen⸗ Garnen in den üblichen Farben, Preiscourante stehen bereitwilligst zu Diensten. 9 Versteigerung. 2529 Der Unterzeichnete läßt Freitag den 25. d. M., Morgens 9 Uhr, folgende Gegenstände einer öffentlichen Bersteigerung an den Meistbielenden aussetzen: 1 junge trächtige Kuh, 1 vollstänzigen einspännigen Wagen, 1 Pflug, 1 Egge, 1 Zöhmiges Pfuhlsaß, 1 Strobbank. 1 Dickwurzwühle, 1 eichene Wasch⸗ bütte, 1 vollständiges einspänniges Pferdegeschirr, 1 6Goktaviges Klavier, gebaut von Andrée und ver⸗ schledene Haus- und Küchengeräthschaften. 89 Fuder Waizenstrob,(Maschinenftroh), 3 Fuder Gersteufiroh,(Maschinenstroh), 3 Fuder Haferstrob, zu Häcksel geeignet, 40—50 Körbe Spreu,(Maschinenspreu), mehrere Wagen Miß. Assenheim. entrichten, übergeben werde. 0 2 Aufforderung. 2505 Wegen baldiger Abreise von hier ersuche ich die⸗ jenigen, welche mir noch Etwas schulden, es baldigst zu da ich meine Ausstände einem Anwalte Louis Werner, Apotheker. 2513 Verschiedene perenniren Arten de Blum enstöcke, Rosen, sehr schöne Pensées, Maasliebchen und Buxbaum zur Einfassung verkauft billig F. Lang, Gärtner. Besten Portland Cement 764 durch den directen Bezug zu seyr billigen Preisen An Magenkrampf, verdar ungsschwäche ꝛc. Leidenden 2247 wird das rühmlichst bekannte Heilmittel des Dr. med. Doeecks empfoblen und ist Näheres aus einer Broschüre, welche in der Expedition d. Bl. gratis ausgegeben wird, zu ersehen. 5 Das Mittel wird en halben und ganzen Kuren allein durch den Apotheker Doeceks in Barns dorf (Hannover) verabfolgt. Dank! Hoffnungslos, von allen Aerzten aufgegeben, lag ich darnieder, mehr einer Leiche, als einem menschlichen Wesen ähnlich. Mein Mann und meiue Kinver schrieen vergebens ein ganzes Jahr und 8 Monate lang um Hülfe! Da sandte mir Gott in Ibnen, Verehrtester, einen rettenden Engel, so daß ich nicht nur in 8 Wochen vollständig wieder bergestellt wurde, sondern gegen⸗ wärtig Speisen vertragen kann, welche ich vordem nie habe vertragen können. Tausend, tausend Mal Dank dem Barmherzigen in der Höhe, der Ihnen solche Er⸗ kenntulß verliehen hat! Täglich bitte ich zu meinem Schöpfer, er wolle Sie mit Ihrer Familie noch lange, lange erhalten, damit Sie noch vlelen Magenkranken mit Ihrem Medicamente ein Retter werden mögen, wo andere Aerzte von ihrer Kunst im Stich gelassen werden. Die Anspänner Sophie Elisabeth Krackan, geb. Runzel. Pretzien,(Reg. Bez. Magdeburg), 2. Septbr. 1867. Danksagung. 2528 Allen denzenigen, welche unseren geliebten Gatten, Vater, Schwager und Schwlegersohn Johannes Stöppler zur letzten Ruheftätte geleiteten, sagen wir unseren herz ⸗ lichsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. Fruchtpreise. Per Malter. 19 fl.— kr. Preis des Brodes vom 21. October bis 27. resp. 29. October. Darmstadt 5 235 fr.“) Heppenheim 4, 17„ Hirschhorn 9. 7 Lampertheim 4, 18„ Viernheim 4„ 16 und 17 kr. Schotien 4 1 bre Grünberg em 18. Laubach 4. 18„ Ulrichstein 4% 17 Neufadt 6— 2 Höch i. O. 6„ 22„ „) Hier ist ein nicht unbedeuteudes Octroi in Betracht zu ziehen. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Oruck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. ———— Doll einbezahice Disenbamn- Aetien und Prioritäten. Rand-Dueaten 20 Pranes- Stücke Li Payr. Ostbahn Ie G./ II. C. P. 4 5/2. fr. A 28 kr. 77 G. 40% Pfandbr. d. Frkf. Hyp.-B.— 50% Tos. Centr.-Eisenb.-Pr. 44 P. 30% Oesterr. St.-Eisenb.-Prior. 49 ½ P 50% Elisabethbahn-Prior. 6% 76 6. 60% Oest. Süd. St. u. Lomb. E. B. 90¼ P 50% 40. neueste Emiss./ 73 6. 30% Oest. Süd. St. u. Lomb. E. B. 40½ G. 4½% Hess. Ludwigsb.-Prior. 94/8 P. Eugl. Sovereigns. Russ. Imperiales Gold pr. Loll-Pf. Ichk. Silb. pr. Z. Pf. Preuss. Kassensch. 3 2 3* 3 O 2 f 2 — 1 4 7⁰9—45¼8 Materne Philipp Bauer. bel Jean Huber. Mitgetheilt von 5 N b 849 1 8. Lindhelmer. Frankfurter Cours. U. 29404 4 8 f e — 2 9 5 2 5. 23. October 1867. Cours der Staatspapiere. 8 1 18000, 540% Desterr. 30% Net. 1850 1. Tat. 58½ Fr. Hess. 7% ödligat.—.— 5„ 100 Pr. v. 1864 70 G. 5 50% Nat.-Anl. 1854 51 ½ 6. 5 3½% Obligation. 85 G Schwed. Thlr. 10-L. 10 P. „ 5% steuerfreie Oblg. 45¾ G. Nassan 4½0% Obl. b. Rth. 93 G. Bad. 35 fl. Loose 51½ f. Preussen 4 ½% Obligat. b. Rth. 97 G. 1 70 do do 86½ P 2 Korh. 40 Thi.-L. b. R. 52/ G. 3 4% do, do. 90½ G Kurhess. 40% Obl. b. R. à 105 89 P. 2 ar. Hess. 50 fl. L. b. K. 144½ P. Bayemn 5% Obligation. 100 6. Frankf. 3½% Obligat. 80½ P— 0 29„ 38 G. 55 4½% 1½ Jahr. b. Rth.] 93 6 3 30% do— 2 Nass. 25 fl. IL. b. R. 35 C. N 4⁰ de do 87 6 Russland 5% Obl. i. L. à fl. 12 84 C. I Sard. 36 Fr. I.. b. B.. Würtemb. 4½/ Obl. b. kth. 92 P Finnland 4½% Pfdbr. i. R. 105 83½ G ec 9 7779 5 4% de 4 85½ f. Schweden 4½0/ O. i. R. à 105 84 P. 2 Doppelte 948—50 Baden 4½% Obligat. 92 P. 5 4½% Pfb. i. R. à 105.— 2 bpreuss. FEriad rde 9 58—59 2 4%, Obligat. 85 ¼½ P N.-Amer. 60% St. 1. E. 1882 73/8) oll. n. 10 Stücke 9 51—53 2 85 — 2 D — Wiener Wechsel- Cours 95% G. Für An- und Verkauf aller Werthpapiere einpfiehlt sich bestens unter 2 Auskunft über Verloosungen, Coupons Zahlungen u. s. W. 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