M sch chert 211 zer, * rien en Z chaftt, Dienstag den 24. September. M113. 1 * sen. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Iutelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. — Einladung zum Abonnement. Auf den wöchentlich dreimal, Dienstag „Donnerstag und Samstag, erscheinenden Anzeiger für Oberhessen ann man für die Monate Oktober, Novembe Postanstalten innerhalb des Großherzogthums Uebersicht der interessantesten und andwirthschaftliche und gewerbliche Mittheilungen, geschäftliche Nachrichte and locale Notizen, außerdem wöchentlich einmal in dem beigegebenen r und Dezember in hiesiger für 33 kr. abonniren. Der Anzeiger bringt wichtigsten Tages beg Sedichte, Anekdoten, Bilderräthsel, Räthsel, Rechenaufgaben ꝛc. — Friedderg. Bei der großen Verbreitung unseres Blattes werden amtliche Bekanntmachungen und Annoncen und Empfehlungen aller Art stets von dem besten Erfolge begleitet s 3 kr. berechnet; bei größeren Aufträgen oder ständigen Annoncen gewa Zum geneigten Abonnement, sowie zur Benutzung des„Anzeiger für Oberhessen⸗ ebenheiten, allgemein n, Markt- und Coursberichte, Verloosungen von Staatspapieren Unterhaltungsblatt interessante Novellen und Erzählungen, Stadt bei der unterzeichneten Expedition für 30 kr. und bei allen die kreisamtlichen Erlasse, sodann eine kurze belehrende und unterhaltende Aufsätze 7 Versteigerungs⸗Anzeigen ꝛc., sowie geschäftliche ein.— Die einspaltige Petit-Zeile oder deren Raum wird mit hren wir einen entsprechenden Rabatt⸗ zu Veröffentlichungen aller Art ladet ein Die Expedition. Betreffend: Justruclion zur Dienstführung der Gemeinde-Einnehmer. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großh b Die Wahrnehmung gelegentlich der Vi bücher, Revisionsacten und übrigen Geschäfts 11. November 1840 gemäß ordnen und aufbewahren, veranlaßt uns, den erwähnten zu jassen, Ihnen aufzutragen, dessen Inhalt de Amtlicher Theil. Friedberg den 21. September 1867. erzoglichen Bürgermeistereien. sitation der Kasse- und Geschäftsführung der Gemeinde-Einnehmer, daß dieselben die Rechnungs⸗ papiere nicht dem§. 133 der Instruction zur n Gemeinde-Einnehmern unter der Auflage, zukommen, zu eröffnen und uns binnen 8 Tagen anzuzeigen, daß dies geschehen ist. §. 133. Die Revislonsbemerkungen, die Concepte zu den bierauf erstatteten Berich nächst erfolgten Beschlüsse sind für jeden besonderen Fonds in einem mit: Revisionsacten zu den Rechnungen vo überschriebenen Umschlage chronologisch zu ordt acten, dergestalt sorgfältig aufzubewahren, da berichtet, erläutert und beschlossen wurde. Betreffend: Die Insttuction für die Feldschützen. an die Großherzoglichen Bürgermeistereien Friedberg, Ilbenstadt, Melbach, Münster, Nieder- Rosbach, Sie haben binnen 8 Tagen unsere Verfügung vom 29. Juli l. J.(Anzeiger Nr. 90) unfehlbar zu erledigen. n te. ꝛc. für ꝛc. ꝛc. nen, Paragraphen der Dienstinstruction ö a den Vorschriften darin auf das Pünktlichste nach⸗ Gemeinde-Einnehmer vom nachfolgend abdrucken Dienstführung der Dir pin ten und abgegebenen Erläuterungen und die dem unten zu nummeriren und neben den Duplicaten der Rechnungen, gleich anderen Dienst⸗ 5 zu jeder Zeit aus ihnen eben so schnell als vollständig ersehen werden kann, was bemerkt, Friedberg den 17. September 1867. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg Oppershofen und Staden. Münzenberg, Hausen wegen Oes, a Hessen. Darmstadt. Aus Bensheim erhält die„Darmst. Ztg.“ folgende Zuschrift in Betreff der Cholera: Im benachbarten Fehl heim sind bis 15. September 17 Personen an der Cholera gestorben, nämlich 12 Kinder und 5 Erwachsene. 7 Kinder gehörten den zwei ärm⸗ sten Familien an, wovon die cine Familie 4, die andere 3 Kinder verlor. Beide Familien lagen in zwei engen Kammern zusammengedrängt, ohne Verpflegung und Reinigung, welche erst durch die Ankunft zweier barmherziger Schwe⸗ stern aus Darmstadt möglich wurden. Ebenso starb die Mutter der einen Familie, ohne daß der Mann nach ärztlicher Hülfe gegangen war, zwei Tage nachher rasch dahin. Gegenwärtig liegen noch 5 Personen schwer erkrankt darnieder. Dit meisten Erkrankten gebören den ärmeren Familien an, die schlecht genährt und gekleidet find und teine entsprechende Diät beobachten. Die Kran- ken werden Morgens, Mittags und Abends von drei Bensheimer Aerzten besucht, wovon Jeder abwechselnd sich einige Stunden in Fehlheim auf⸗ hält. Die barmherzigen Schwestern pflegen die Kranken mit großer Sorgfalt und halten ste höchst reinlich. Zugleich besorgen sie die Zubereitung von Speisen und Getränken und deren Vertheilung. Zuweilen geht der Cholera eine Diarrhoe voraus, zuweilen tritt dieselbe sehr plötzlich und heftig auf und führt dann auch meist rasch zu Ende, wenn die sogleich angewendeten Mittel ibre Wirkung versagen. Auf Anordnung des Stadtpfarrers zu Bensheim hält sich dermalen ein Caplan in Fehl⸗ heim beständig auf, der jeden Morgen eine Messe liest, die stark besucht wird. Alle drei Tage wird der Ort auf kreisamtliche Anordnung desinfitirt. Zugleich ist Fürsorge getroffen, daß kräftige Nah⸗ rung selbst den Aermeren nicht abgeht, und die schwer Erkrankten erhalten ächten Bordeaux zu Getränke. Er geht fast nie aus. Er wird aus dem gräflichen Schloßkeller zu Schönberg bezogen, wo er unentgeltlich und mit größter Bereitwillig— keit verabreicht wird. Dasselbe leistet gerade ge— gen das Erbrechen die besten Dienste. — Geh. Staatsrath Franck, Ministerial- rath v. Lehmann, Oberst Kehrer und Geh. Obersteuerrath Ewald, die nach dem Friedens- schluß mit verschiedenen Sperialverhandlungen mit Preußen beauftragt waren, sind durch höhere preu— ßische Orden ausgezeichnet worden. — Im Auftrage des eidgenössischen Militär- Departements wurde vom Vorstand desselben dem Hauptmann v. Plönnies, dessen schriftstellerische Arbeiten auf dem Gebiete der Militärtechnik ihm den Ruf einer Autorität verschafft haben, ein Exemplar des unter General Dufour's Leitung in einem Zeitraum von 30 Jahren gearbeiteten, höchst werthvollen schweizerischen topographischen Atlas zugestellt. Das dem Ehrengeschenke beige- fügte Schreiben erwähnt die Verdienste, die sich Herr v. Plönnies durch seine literarische Thätig— keit um die Entwickelung der schweizerischen Waffen⸗ technik in hohem Grade erworben hat. D ueber den Stand der Cholera bringt die Darmst. Ztg. weitere Nachricht: Vom 15. bis 17. September einschließlich sind in Gernsheim 21 Personen neu erkrankt, 4 gestorben, 3 der Gestorbenen waren jedoch bereits länger erkrankt und dem sog. Choleratyphoid erlegen. Die Zahl der Erkrankten sowohl als der Gestorbenen hat demnach während der genannten 3 Tage sichtbar abgenommen. Von den andern infieirten Orten sind keine weiteren Nachrichten eingelaufen. — Zusverlässiger Nachricht der Hess. Volksbl. zufolge war am 18. l. M. der Stand der Cholera in Gernsheim folgender: Erkrankungen, 366, Todesfälle 65. Von den neuerdings Erkrankten sind verhältnißmäßig wenig mit Tod abgegangen. Den Krankendienst versehen Obermedicinalrath Dr. Vix von Darmstadt, Kreisarzt Dr. Seotti und Kreiswundarzt D. Wagner in Gernsheim, Dr. Kraus jun. von Bensheim. 8 Preußen. Berlin. Eine als officibs bezeichnete Mittheilung der„Köln. Ztg.“ äußert sich über die Institutionen, welche dit nationale Verbindung zwischen Nord- und Süd⸗Deutschland zu fördern geeignet scheinen, folgendermaßen: „Welche Schwierigkeiten sich dem Anschluß des Südens an den norddeutschen Bund noch in der nächsten Zeit entgegenstellen, darüber sind neuer ⸗ dings Zeugnisse genug in die Oeffentlichkeit ge⸗ drungen. Mit der Forderung jenes Anschlusses im gewöhnlichen Sinne des Wortes werden die nationalen Bestrebungen in diesem Augenblick auch nur zum Schein gefördert, vielleicht wird damit mehr geschadet als genützt. Ein Stillstand der deutschen Bewegung ist deßwegen keineswegs an⸗ gezeigt. Daß weder der Prager Friede, noch die Eifersucht der Nachbarn die der wirklichen Situa— tion entsprechende Annäherung der beiden Grup- pen verhindern kann, haben die Ereignisse gezeigt. Auch weiterhin werden ähnliche Fortschritte sich unaufhaltsam beweisen. In Baden beispielsweise können heilsame Gesetze, welche in dem norddeut⸗ schen Bunde angenommen sind, stets durch die Initiative der Regierung in die Kammern ein⸗ gebracht und in analoger Form für das Groß⸗ herzogthum nutzbar gemacht werden. Sind aber die Freizügigkeit, das Postwesen und andere Ein— richtungen nach norddeutschem Muster in Baden eingeführt, während sie in dem halben Hessen⸗ Darmstadt gesetzlich bestehen, so wird sich der übrige Theil des Südens der folgenreichen Wirk— samkeit derselben nicht lange entziehen können. Und so wird schon bald, bevor noch die Ereig— nisse einen engeren Anschluß gezeitigt haben, je mehr und mehr die Gleichmäßigkeit der Institu— tionen und Gesetze den Zusammenschluß vor— bereiten.“ — Nach dem dem Reichstage vorgelegten Bundeshaushalte, beläuft sich die Gesammt⸗ ausgabe des Bundes für 1868 auf 72,158,243 Thaler. Davon erfordert das Militär allein 67,500,000 Thaler. Da die Einnahmen des Bundes 52,320,676 Thaler beträgt, so bleibt mithin ein Deficit von 19,837,567 Thaler, wel- ches durch Matricular⸗-Umlagen von den einzelnen Staaten gedeckt werden soll. Hiervon treffen auf Preußen 16,873,305 Thaler, Lauen⸗ burg 34,698 Thaler, Sachsen 1,541,490 Thaler, Hessen 200,982 Thaler, Mecklenburg ⸗Schwerin 366,312 Thaler, Sachsen-Weimar 47,046 Tha⸗ ler, Mecklenburg-⸗Strelitz 72,285 Thaler, Olden⸗ burg 73,091 Thaler, Braunschweig 190.044 Thaler, Sachsen⸗Meiningen 29,593 Thaler, Sach- sen- Altenburg 23,523 Thaler, Sachsen⸗Koburg⸗ Gotha nichts, Anhalt 35,133 Thaler, Schwarz burg Rudolstadt 14,058 Thaler, Schwarzburg⸗ Sondershausen 11,778 Thaler, Waldeck 11,357 Thaler, Reuß ältere Linie 8,120 Thaler, Reuß jüngere Linie 14,598 Thaler, Schaumburg-Lippe 4,457 Thaler, Lippe 21,350 Thaler, Lübeck 681 Thaler, Bremen 67,741 Thaler, Hamburg 195,925 Thaler. Hannover. Dem Vernehmen nach genehmigte der Finanzminister den vorläufigen Fortbestand der hannover' schen Lotterie. Vor defini⸗ tiver Beschlußfassung sollen erst die Provinzial⸗ stände darüber gehört werden. Frankfurt. Die für die Stadt Frankfurt günstigen Entschließungen, welche seit einigen Tagen in officiöser Weise von Berlin uns an— gekündigt werden, betreffen dem Vernehmen nach; 1) die Lotterie; 2) vie Regelung der finanziellen Verhältnisse zwischen Stadt und Staat. In erterer Beziehung ist nun die k. Entscheidung dahin bereits erfolgt, daß die Verordnung, welche die Aufhebung der Frankfurter Lotterie verfügte, zurückgenommen und der Fortbestand derselben bis auf Weiteres gesichert ist. In Bezug auf die finanzielle Auseinandersetzung wird in diesen Tagen eine k Verordnung zu erwarten sein, welche die ganze schwebende Angelegenheit ohne weitere Verhandlungen abzuwarten in definitiver Weise regelt. In Kreisen, die für unterrichtet gelten, versichert man, daß die Stadt mit den, den Intentionen des Königs gemäß, gewährten Be⸗ dingungen vollständig zufrieden sein könne. Wiesbaden. Das Comite, welches ge⸗ wählt wurde, um in Sachen des Spieles, den Vorschlägen der k. Regierung gegenüber, Gegen⸗ proposittonen im Interesse der Städte Wiesbaden und Ems zu machen, hat sich, nach dem„Rh. Kur.“ folgendermaßen geeinigt: Die Pachtver⸗ träge der Actiengesellschaft Wiesbaden-Ems werden anerkannt und ausgehalten. Dagegen verpflichtet sich die Gesellschaft zur Abzahlung von 20 Procent des Reingewinnes während der Dauer der Pacht- zeit. Dieser Satz würde nach Ablauf des Pachtes ein Capital 2,800,000 Gulden als Kurfonds für Wiesbaden und Eme ergeben. Nach Schluß des Spiels soll weiter das ganze Inventar der Kur⸗ häuser, welches bis dahin im besten Stand ge— halten werden muß, den genannten Städten an— heimfallen.— Die Kurliste weist in diesem Jahre 41,000 Kurfremde und Passanten nach; eine solche Zahl Fremder hat Wiesbaden bisher noch nicht in seinen Mauern gesehen. Bayern. Die„Baver. Ztg.“ enthält die Ernennung des Hrn. v. Lutz zum Staatsrath und Justizminister; er wird bereits am 1. October seine Function übernehmen. Baden. Karlsruhe. Am 21. d., Vor⸗ mittags 9½ Uhr traf der König von Preußen mit Gefolge von Baden hier ein und wurde von dem Großherzoge am Bahnhöfe empfangen. Die hohen Herrschaften fuhren durch die festlich beflaggten Straßen nach dem Großherzoglichen Schlosse. Von hier begab sich Se. Majestät um 10¼ Uhr in der Uniform seines badischen Infanterie-Regiments Nr. 2 auf den Exercierplatz, wo das Großherzogliche Armee corps in Parade aufgestellt war und wo Se. Majestät von dem Großherzoge empfangen wurde. Beim Herannahen des Königs an die Fronte begrüßten die aufgestellten Truppen den Monarchen mit einem dreimaligen Hurrah. Als bei der Parade das 2. Infanterieregiment vor Sr. Majestärt defilirte, ritt der König seinem Regiment entgegen und führte dasselbe Sr. Königl Hoheit dem Groß- herzog vor. Nachmittags 2 Uhr fand im Residenz⸗ schloß großes Galadiner statt. Nach aufgehobener Tafel kehrte der König nach Baden zurück. „Sicherem Vernehmen nach“— schließt der Bericht der„Krlsr. Ztg.“—„haben Se. Königl. Hoheit der Großherzog den Truppen, als An— erkennung für deren musterhafte Haltung bei der Parade vor Sr. Majestät dem König von Preußen, eine Gratislöhnung gnädigst zu verwilligen geruht.“ — Der bis jetzt nicht bekannt gewordene, nunmehr aber den badischen Kammern zur Kenntniß⸗ nahme und, soweit erforderlich, zur nachträglichen Zustimmung vorgelegte Allianzvertrag zwischen Baden und Preußen lautet folgendermaßen: Art. 1. Zwischen dem Großherzog von Baden und dem König von Preußen wird hiermit ein Schutz und Trutzbündniß geschlossen. Es garantiren sich die hohen Contrahenten gegenseitig die Integrität des Gebietes ihrer bezüglichen Länder und verpflichten sich, im Falle eines Krieges ihre volle Kriegsmacht zu diesem Zwecke einander zur Verfügung zu stellen. Art. 2. Der Großherzog von Baden überträgt für diesen Fall den Oberbefehl über seine Truppen dem König von Preußen.— Art. 3. Die hohen Contrahenten verpflichten sich, diesen Vertrag vor⸗ erst geheim zu halten.— Art. 4. Die Rati⸗ fication des vorstehenden Vertrages erfolgt gleich- zeitig mit der Ratification des unter dem beutigen Tage abgeschlossenen Friedensvertrages, also bis spätestens zum 21. August d. J. Zu Urkunden dessen haben die beiderseitigen Bevollmächtigten diesen Vertrag in doppelten Exemplaren unter⸗ zeichnet und ihre Siegel beigedrückt. So ge⸗ schehen zu Berlin am 17. August 1866. Oesterreich. Man berichtet aus Wien: Für Frankreich werden fortwährend Pferdeeinkäufe in ziemlich großartigem Maßstabe ausgeführt. Die Thiere verlassen in Parthien von je 100 bis 200 das Land und passiren auch in solchen unsere Stadt. Es sind meist vorzügliche leichte Cavalleriepferde guter Siebenbürger Race und zahlt die friedliebende französische Armeeverwaltung bis zu 800 Francs per Stück. — Kossuth erklärt die Mittheilung der Wiener „Presse“ für eine infame Verleumdung; niemals sei er nach Dieppe gegangen, niemals mit dem Grafen Stakelberg zusammengekommen; er habe weder mit einem russischen Agenten gesprochen, noch werde er jemals zu Rußlands, Ungarns und Polens Henker und dem ewigen Feinde der Freiheit, in Beziehung treten. Er werde niemals etwas mit Rußland gemein haben. Bezüglich auf Szilagyi sagt Kossuth, daß sich derselbe als Flüchtling in Berlin befinde, indessen von ihm keinerlei Auftrag habe. — Feldmarschall-Lieutenant Kudelka wurde vor einigen Tagen durch eine militärgerichtliche Commission in seiner Wohnung verhaftet. Wie verlautet, handelt es sich hierbei um eine An⸗ gelegenheit finanzieller Natur, bei welcher das Aerar betheiligt sein soll. — Die beabsichtigte Umwandlung der öster— reichischen Staatsschuld in Rentenscheine, welche nicht nur in Oesterreich, sondern auch anderwärts ziemliche Beunruhigung verursacht hat, soll den vorliegenden Berichten zufolge in einer Weise geschehen, welche die Interessen der Staatsgläubiger nicht schädigt. Der Plan ist kurz gefaßt folgender: Die sämmtlichen Staats- schulden zerfallen in zwei Kategorien. Die erste Kategorie bilden die 1, 2½⸗, 3, 3½, 4, 4½, 5 procentigen Metalliques, die Sprocentigen Metalliques in österreichischer Währung, die Aprocentigen Landesschulden. Die zweite Kategorie besteht aus Silberanleihe, Nationalanlehen, eng lischen und französischen Anlehen, steuerfreien Anlehen. Zur Conversion der Papiere erstet Kategorie errichtet der Stuat eine Rentenbanf und stellt den Besitzern der verschiedenen Papiere anheim für dieselbe gegen eine Daraufzahlung, welche dem Zinsunterschied von 5 Procent à 6 Procent gleichkommt, Gprocentige Papierrente zu erhalten. Diese Rente oder Obligation ist stempel⸗ und steuerfrei auf zwanzig Jahre, und dürfen deren Zinsen nicht reducirt werden. Frankreich. Paris. Der„Moniteur“ zeigt an, daß der französische Gesandte in Mexico, Herr Dano, in Begleitung seines gesammten Gesandtschaftspersonals an Bord der„Ville de Paris“ von Newyork in Brest angekommen ist. Man erwartet in letzterem Hafen die Ankunft des englischen Paquetboots„William Penn,“ das viele Passagiere aus Mexico herüberbringt. — Wie der Pariser Correspondent der„Nordd. Allg. Ztg.“ meldet, geht in Paris das Gerücht es stünde ein europäischer Congreß in Aussicht und hätte diesmal Rußland denselben angeregt. Rußland habe auf die thatsächliche Aufhebung der Verträge son 1815 hingewiesen und gerade den jetzigen Augenblick als geeignet bezeichnet, eine neue staatsrechtliche Basis des europäischen Besitzstandes zum Gegenstand einer Congreß⸗Debatte zu machen. Italien. Rom. Die päpstliche Regierung sendet neue Verstärkungen an die Grenzen des Landes. Alle von dort kommenden Nachrichten deuten daraufhin, daß man auf einen Angriff Garibaldi's gegen Rom gefaßt ist. Ein solcher wird noch vor Ablauf dieses Monats erwartet. 1 Friedberg. Wie wir aus guter Quelle vernehmen, beabsichtigt die aus 44 Mann bestehende Kapelle des 30. preuß. Infanterie-Regiments, das den nächsten Freitag theilweise hier einquartirt wird, unter Leitung ihres Kapell⸗ meisters C. Voigt ein Concert auf dem Windecker'schen Felsenkeller dahier zu geben. Uusingen. Am 3. und 4. Oktober findet bahier bie landwirihschaftliche Bezirksversammlung für die Aemter Nastätten, Wehen, Schwalbach, Jostein und Usingen slatt. Am 4. Oktober wird ein großer Preismarkt abgehalten, mit welchem eine Verloosung von Thieren und landwirth⸗ schafllichen Geräthen verbunden ist. Es werden 4000 Loose à 15 kr. verkauft, welche durch Herrn Bürgermeister Becker dahier gegen Einsendung des Betrags in portofreien Briefen zu beziehen sind. O Frankfurt, am 18. September. Die 41. Ver⸗ sammlung der deutschen Naturforscher und Aerzte begann heute Morgen um 10 Uhr ihre erste Sitzung in dem Saal⸗ bau dahier. Eröffnet wurde dieselbe durch eine Rede des 2 Geschäftsführers Pr. Spieß, worin derselbe zunächst auf die veränderten Zeitverhältnisse hinwies und es damit zu enischuldigen bat, wenn das sonst so gastliche Frankfurt sich jeden Fesischmuck versagen und nur das thun zu müs⸗ sen geglaubt hätte, was die wissenschaftlichen Zwecke. dieser Bersammlung ersorderten. Indem derselbe auf die Be⸗ deutung dieser Versammlung und auf die hohe Misston der Naturwissenschasten im Dienste der Wahrheit und des Völkerwohles überging, war es erfreulich, von dieser Stelle aus zu vernehmen, wie die Naturwissenschaften die idea⸗ len Ziele der Menschheit unverrückt im Auge behalten müßten, wenn sie ihrer hohen Aufgabe gerecht werden wollten. Den ersten Vortrag hielt Staatsrath v. Mädler aus Bonn über Astronomie. Leider sprach der berühmte Wie sehr sie Gelunbheit de daraus her vol Gegend schlach genau prülen fund befundel, dem Punkle set Beipiel vothan den Wg delle dem dünsläge So seht a seien, so wit die Menschen ein höheres! zeichnungen im 17. Jahr 36 und in Kanalistrung Grundwasser zeige sich in wo in Folg in wenigen Die Zahl d mochte gegen frier Zutrist A dem geb dhe en Palermo, Ne Darmf am 19. d. herzoglichen wir die Mi —— 2005 Als 1887 Ander berg erscht: V dessen 2) die T. otrehel die Eg Ersteret bd Jadren nichts von Rupen Aden Wer Mongzen I ihnen er gesan wagnn 9 dlehungen Butz! — 1963 N. Hlerheffe oͤrfler werden saͤn apache (elebrte, ein würdiger, aber vom Alter gebeugter Greis, u leise und zu schnell, als daß er von Allen im Zusam⸗ enbang hätte verstanden werden können. Sein Vortrag erbreitele sich über den heutigen Stand der astronomischen Zissenschaft. Feierlich klang in dem Munde dieses ehr— ürdigen Altmeisters der Himmelskunde der gegen das ande des Vortrags gethane Ausspruch, daß auf diesem zebiete für den menschlichen Geist noch ein Arbeitsfeld ar viele Jahrtausende vorläge, und daß der Himmel mit inen Welten ein Buch sei, in dem wir nur erst einzelne uchstaben und Zeichen verstünden, daß aber einst eine eit kommen werde, wo man es werde lesen können. dach Beendigung dieses Vortrags betrat Professor Petten⸗ fer von München die Rednerbühne und sprach unter er gespanntesten Aufmerksamkeit aller Anwesenden über fentliche Gesundheitspflege. Dieser Zweig der ärztlichen Dissenschaft scheint erst in der jüngsten Zeit in Deusschland lanmäßig angebaut zu werden, und Pettenkofer er⸗ eint darum als Bahnbrecher auf diesem Gebiet. Aber auch für das größere Publikum ist sein Vortrag von so nurchschlagendem Interesse, daß es wünschenswerth sein ürfte, wenigstens einige Sätze daraus hier anzuführen. einem geschichtlichen Ueberblick erwähnte der Redner zessen, was schon im Alterthum für diesen Zweck geschehen, wie Moses durch weise Anordnungen sein Volk zur Rein⸗ zaltung des Körpers und der Wohnungen anhielt, was in Lykurg gethan zur Kräftigung der Spartaner und welch' ausgedehnte Wirksamkeit die Römer entfalteten in Sezug auf Kanalisirung ihrer Städte, Beschaffung gesun⸗ den Trinkwassers durch großartige Wasserleitungen u. dergl. Wie sehr sie bei der Gründung ihrer Städte auf die Sesundheit des zu wählenden Ortes bedacht gewesen, gehe zaraus hervor, daß die Priester zuvor ein Thier aus der Begend schlachteten, seine inneren Organe und Eingeweide genau prüften und erst dann, wenn dasselbe durchaus ge— und befunden, der Meinung waren, eine Ansiedelung an vem Punkte sei den Göttern wohlgefällig. Ja es sei ein Beispiel vorhanden, daß eine Stadt wegen ihrer ungesun⸗ den Lage verlassen und einige Meilen davon entfernt an Zinem günstiger gelegenen Orte wieder aufgebaut worden sei. So sehr aber alle diese Bestrebungen anzuerkennen seien, so wäre es doch verkehrt, zu meinen, früher seien Die Menschen kräftiger und gesunder gewesen und hätten zin höheres Lebensalter erreicht als jetzt. Statistische Auf⸗ seichnungen zeigten z. B. daß in London die Sterblichkeit im 17. Jahrhundert 42 auf 1000 betrug, im 18. dagegen 36 und im 19. nur 25. Welch' wichtige Rolle die Kanalisirung eines Wohnorts zur Tieferlegung des Brundwassers bei dem Gesundheitszustand desselben spiele, Zeige sich in eclatanter Weise bei einer Stadt in England, wo in Folge der Kanalisirung derselben die Sterblichkeit in wenigen Jahren von 25 auf 22 herabgesunken sei.— Die Zahl der anwesenden Mitglieder der Versammlung rmochte gegen 500 betragen haben, die Galerien, zu welchen ffreier Zutritt gestattet ist, waren auffallend schwach besetzt. In dem gedruckten Verzeichniß der angemeldeten Mit⸗ glieder lasen wir Namen aus New-Vork, Petersburg, Palermo, Kairo und Java. Darmstadt. Von den Gegenständen, welche in der am 19. d. statigehabten Generalversammlung des Groß⸗ In herzoglichen Gewerbvereins zur Berathung kamen, erwähnen] wieder in den Markt brächten. Fortbildungsschulen für erwachsene Mädchen, wonach die erfreulichen Resultate über die in Mainz und Worms bestehenden derartigen Schulen auch die Begründung einer solchen in hiesiger Sladt demnächst zur Folge haben wird. Bei Neuwahl eines Theils des Ausschusses wurden an Stelle der Ausgeschiedenen die Herren C. Denninger von Mainz, Rönekke aus Offenbach, Müller von Bensheim, Generalsecretär Dr. Krämer und Reallehrer Kumpa von hier gewählt und als Ort der nächsten Generalversamm- lung Dacmstadt bestimmt. Nach Schluß der Versammlung vereinigte sich die Mehrzahl der Anwesenden zu einem gemeinsamen Diner im Gasthaus zum„Darmstädter Hof.“ Commerzienrath Fink, welcher Hessen bei der Pariser Industrie-Ausstellung vertritt, gab hierüber sehr interessante Mutheilungen und sprach seine Ansichten und Erfahrungen üder den hohen Werth derartiger Ausstellungen aus, wenn auch die von Einzelnen gehegten Hoffnungen sich in der Regel nicht realisirten. 2 Neue preußische Zehn⸗Thaler⸗Noten. Nach einer im„Staatsanzeiger“ veröffentlichten Bekanntmachung des Haupt- Bank⸗ Direktoriums werden die gegenwärtig circulirenden Zehn-Thaler-Noten durch neue ersetzt, deren nähere Beschreibung gleichzeitig mitgetheilt wird. „ Robert Blum's Gebeine. Robert Blum's Gebeine befinden sich auf dem Währinger Friebhofe in einem Schachtgraben und hat in dieser Grabstelle die Um⸗ grabung und Neubelegung mit Leichen stattgefunden. Der Wunsch seiner Freunde, die irdischen Ueberreste in seinem Vaterlande zu deerdigen, kann daher wohl nicht realisirt werden, da die Gebeine mit denen Anderer vermengt sind und nicht zu unterscheiden sein würden. Robert Blum hat kein Grabzeichen. 2 Der Verfasser der„Wiener Briefe“ in der Allg. Ztg. bringt bei Erwähnung der jetzt eifrig betriebenen Fabrikation von Hinterladern folgenden prächtigen Vergleich an: „Merkwürdig wie sich die Zeiten ändern! Früher lud man die Gewehre von vorn und prägte dem Soldaten seine Berufspflichten von hinten ein; jetzt schiebt man die Patrone von hinten in den Lauf und sucht den Soldaten zu bilden von vorn, durch das Gehirn auf ihn einzuwirken. Bildung heißt die Parole, die Losung Intelligenz. Aber es gibt einen kleinen Umstand, der mit dieser officiellen Aner⸗ kennung des Geistes im Widerspruch steht. Man will nämlich bemerkt haben, daß nicht nur früher, sondern noch jetzt Offiziere, die sich durch wissenschaftliche Bildung und geistige Begabung auszeichnen, keineswegs rascher als andere befördert werden. Vielleicht ist dieß aber ein Irr⸗ thum jener civilen Weltanschauung, die bekanntlich von militätischen Dingen nichts versteht.“ % Ein Londoner Journal, ein Organ der feinen Damenwelt, berichtet, daß unter der letzteren das Waschen mit Wein immer mehr in die Mode komme, als bestes Mittel für einen zarten Teint, und daß die feinsten Rhrin⸗ weinsorten dabei benützt würden. Eine junge Dame brauchte jeden Morgen 3 Flaschen„Cabinet“. In Kassel wollte einst Niemand französischen Rothwein trinken, weil König Jerome sich täglich in solchem zu baden pflegte und verlautete, daß speculative Hofbedienten diesen Wein Der edle Rheinwein geht wir die Mittheilungen über Errichtung von gewerblichen in London offenbar einer ähnlichen Gefahr entgegen. 4% Zu herabgesetzten Preisen. Eine Mün⸗ chener Firma, die Oeldruckbilder verkauft, zeigt jetzt fol⸗ gende Preisherabsetzung an: Herzog Ernst von Koburg⸗ Gotha, früher 9 Thlr., jetzt 5 Silbergroschen; Herzog Friedrich von Schleswig-Holstein, früher 9 Thlr., jetzt ebenfalls 5 Silbergroschen v. A. m. Jorster's Uebelbildet hatten wir vor einigen Jahren in hiesiger Stadt zu sehen Gelegenheit und erinnern uns derselben mit großer Ve⸗ friedigung. Herr Lamb, damals schon die Seele des ganzen Unternehmens, hat nach dem Tode bes Herrn Forster dasselbe übernommen und mit ganz neuen und viel großarsigeren Apparaten und Bildern bereichert. Der⸗ selbe weilt gegenwärtig in Gießen und gedenkt Ende dieser Woche dahier einzutreffen, um seine Vorstellungen nächsten Sonntag den 29. d. M. im Saale der drei Schwerter zu beginnen. Seinen Darstellungen gehen die glänzendsten Berichte voraus und darf man deßhalb wohl auf ganz vorzügliche Leistungen rechnen Diese Berichte aus anderen Städten Deutschlands und des Auslandes, von welchen wir Kenntniß zu nehmen Gelegenheit hatten, sprechen sich rühmlichst über die Darstellungen des Herrn Lamb aus und schildern die Bilder als einzig in ihrer Art, wie der⸗ gleichen so vollkommen noch nicht gesehen wurde. Gewiß wird Herr Lamb bier denselben Beifall finden wie ander⸗ wärts und wie er ihm und Herrn Forster bei seiner früheren Anwesenheit zugewendet war. n. Zur Beachtung. Als eine der wesentlichsten Ursachen der seither in hiesiger Stadt grassirt habenden gastrisch nervösen Fieber wurde häufig das angeblich schlechte und durch seine Be⸗ standiheile schädliche Trinkwasser der hiesigen Wasserleitungen und Brunnen bezeichnet. Um möglichste Aufklärung zu erhalten, inwiefern obige Vermuthung richtig stehe, wurde Veranlassung genommen, dem Großherz. Ober⸗Medicinal⸗ Rath Herrn Dr. Winkler zu Darmstadt Wasserproben aus 1) dem neuen Brunnen, 2) dem sog. Brachbrunnen, 3) dem am Burgthor befindlichen Reservoir, 4) a. der Röhre des St. Gerogs-⸗Brunnens in der Burg, 4) b. aus dem Bassin dieses Brunnens, 5) dem Hospitalbrunnen mit dem Auftrag zu übersenden, jene einer chemischen Analyse zu unterwerfen. Inhaltlich des von dem genannten Chemiker erstatteten, uns vorliegenden Gutachtens zeigten die verschiedenen Wasserproben die größte Uebereinstimmung hinsichtlich ihres chemischen Bestandes und es kann nun⸗ mehr nach den jetzt feugestellten chemischen Bestandtheilen des hiesigen Trinkwassers mit Gewißheit angenommen werden, daß dasselbe keine der Gesundheit nachtheilige Substanzen enthält und deßhalb ohne jegliche Gefahr für dieselbe genossen werden kann. Friedberg den 20. September 1867. e Bürgermeisterei Friedberg „ Der Großherzogliche Beigeordnete ea Edictalladung. 2005 Als die gesetzlichen Intestaterben des im Jahre 1837 kinderlos verstorbenen Zoh. Spettel von Rocken. berg erscheinen 1) dessen Bruder Rupertus Spettel, 2) die Tochter seiner verfforbenen Schwefler Eva, verehelichte Luwig Bodenröder, Katharina, die Ehefrau des Jacob Decher I. in Rockenberg. Ersteret im Jahre 1783 geboren, ist schon seit beiläufig 65 Jabren abwesend und hat in dieser ganzen Zeit nichts von sich hören lassen. Rupertus Spettel oder dessen etwaige Leibes, erben werden daher andurch aufgefordert, binnen 3 Monaten vom erflen Erscheinen dieser Aufforderung an, die ihnen angefallene Erbschaft anzutreten, widrigenfalls der gesammte Nachlaß des Joh. Spettel der ge⸗ dachten Jakob Dechers I. Ehefrau überliefert, be⸗ ziehungsweise im Flurbuch zugeschrieben werden soll. Butzbach den 17. August 1867. Großherzogliches Landgericht Butzbach Dr. Gilmer. Edictalladung. 1963 Nachdem Großherzogliches Hofgericht der Provinz Oberhessen über das Vermögen des Wirthes Bernhard Dörfler von bier den förmlichen Concurs erkannt hat, werden sämmtliche Gläubiger desselben aufgefordert, ihre Ansprüche in dem auf Mittwoch den 2. October l. J., Vormittags 9 Uhr, anberaumten Liquidationstermin, bet Meidung Aus- schlusses von der Masse dahier anzumelden und zu be— gründen. In demselben Termin soll die Güte versucht und im Falle des Zustandekommens eines Arrangements die ausgebliebenen Gläubiger als den Beschlüssen der Mehr⸗ heit der erschienenen Gläubiger ftillschwetgend beigetreten angesehen werden. Butzbach den 19. August 1867. Großherzoglt 0 erlcht pf. Amr Laudg 05 Landrichter, Buß bach: niger, Landgerichts Assessor. ie tee lig de n s. 2122 Forderungen und sonstige Ansprüche an den Nachlaß des am 17. Juli l. J. verstorberen Heinrich Wilhelm Weckerling von Friedberg und seiner schon früher verstorbenen Ehefrau Anna Eva, geb. Hoffmann, sind binnen Frist von vier Wochen dahier anzumelden, widrigenfalls solche bei der Nachlaß ⸗Regulirung außer Berückfichtigung bleiben werden. Friedberg am 30. August 1867. Großberzogliches Landgericht Friedberg Reitz, Steinberger, Land richter. Landgerichts ⸗Assessor. Edictalladung. 2241 Conrad Zeis Wittwe von Hoch Weisel beab⸗ fichtigt mit Familie, mit Ausnahme des Sohnes Jacob, nach Amerika auszuwandern. Rechtsansprüche an dieselben find binnen 4 Wochen bei Großberzoglichem Landgericht Butzbach anzuzeigen und geltend zu machen, widrigenfalls die Entlassungs⸗ uckunde ertheilt werden wird. Friedberg den 17. September 1867. Großherzogliches Kreisamt Friedberg Trapp. Mobiliar-Versteigerung. 2224 Donnerstag den 26. September d. J., Vormit⸗ tags 9 Uhr anfangend, werden in hiesigem Rathbause die zum Nachlasse des verfsorbenen Bürgers Heinrich Wilbelm Weckerling dahler gehörenden Mobilien, besiehend in Tischen, Stühlen, Schränken, Bettstellen, Porzellan und Glaswerk, Bettzeug; Kleidern sowie Küchen⸗ und Hausgeräthschaften, öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung erbabtheilungshalber versteigert werden. Friedberg am 19. September 1867. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg J. V. d. V.: Der dienstälteste Gerichtsmann Neue ar. Guts ⸗ Verpachtung. Gemarkung Schwalheim. 2225 Freitag den 27. September d. J., Vormittags 10 Uhr, soll das dem Augustiner und Barfüßer Schul⸗ fonds zu Friedberg in der Gemarkung Schwalbeim zu slebende Gut, welches Petritag 1868 letbfällig wird, in hiesigem Rathhause nochmals auf wettere 12 Jahre öffentlich meisibtetend verpachtet werden. Friedberg den 19. September 1867. Großherzogliche Bürgermeisteret Friedberg J. V. d. B.; Der Grobberzogliche Beigeordnete Foucar. Verstei gerung. 2254 Montag den 11. November IJ. J., des Vor⸗ mittags 10 Übr, werden nach den Vorschriften des Domänen⸗Veräußerungs-Gesetzes vom 2. Juni 1821 auf dem Ratbbause zu Friedberg öffentlich versteigert: 1) Das berrschaftliche, ehemals Kurhessische Chaussee⸗ baus Nr. 41, einftöckig, von Lehmsteinen erbaut, 2 5,9 Rutben Kasseler Maaß, an dem Knoten⸗ punkt der Berstadt Friedberger und Frankfurt⸗ Gießener Straße, Gemarkung Nauheim, und 2) Garten dabei, Nr. 40,= 15,5 Rutben ebenfalls Kasseler Maaß Haus und Garten werden als ein zusammengeböriges Ganze verstelgert. Frtedberg den 23. September 1867. Großherzogliche Gee Nieder⸗Mörlen e i m. Aepfel- BVersteigerung. 2240 Donnerstag den 26. d. Mis., Nachmittags! Uhr, werden die der biesigen Gemeinde gehörigen Aepfel an Ort und Stelle meistdietend versteigert. Ilbenstadt den 20. September 1867. Großherzogliche Bürgermeisterei Ilbenstadt Z v Gichtwatte. emfiehlt à 18 unfehlbares Mittel ge— gen Gliederreißen aller Art, und 30 kr. Ph. Dan. Kümmich. 2116 10 5 0 —— Kapital⸗Gesuch. 2251 Die biesige Gemeinde bat 1500 fl. zur Abtragung eines gekündigten Kapitals bis den 1. November d. J. nöthig anzulelben. Hierauf Reflectirende wollen sich an die unterzeichnete Stelle wenden. Bemerkt wird noch, daß das Kapital auch früber und in getheilter Summe angenommen wird. Bönstadt den 21. September 1867. Großherzogliche Bürgermeisterei Bönstadt Geibel. Bekanntmachung. 2238 Von den Splesbeimer Partial-Obligattonen 3 100 fl. wurde heute die Nr. 91 zur Rückzablung gezogen. Dieser Betrag kann am 1. Januor 1868 bet dem Gemeindeeinnehmer dahier oder dem Handlungs- hause J. Lindbeimer in Frankfurt g. M. erhoben werden, an welchem Tage der Zinsenlauf der fraglichen Nummer aufhört. Spies beim den 15. September 1867. Großherzogliche Bürgermeisterei Spiesheim Jung. Aepfel-Versteigerung. 2239 Montag den 30. September d. J., Vormittags 10 Uhr, sollen die der biefigen Gemeinde zustehenden Aepfel, circa 70— 80 Malter, auf Ort und Stelle meistbietend versteigert werden. Die Zusammenkunft ist auf dem Heuerplatz. Hoch⸗Weisel am 19. September 1867. Großherzogliche Bürgermeisteret Doch Weisel Neu t e r Aepfel ⸗Versteigerung. 2243 Donnerstag den 26. d. Mts., Vormittags 11 Ubr, sollen die hiesigen Gemelndeäpfel, cirea 6— 8 Malter, an Ort und Stelle meistbietend versteigert werden. Bauernbeim am 21. September 1867. Großberzogliche Bürgermeistetei Baueruheim n Aepfel ⸗Versteigerung. 2244 Freitag den 27. d. Mts., Nachmittags 1 Uhr, sollen dahter die der Gemeinde gehörigen Aepfel auf Ort und Stelle abtheilungsweise öffentlich meistbietend versteigert werden. Bönstadt den 21. September 1867. Großherzogliche Bürgermeisterei Bönstadt Geibel. ik seig erung: 2245 Donnerstag den 26. l. Mts., Mittags um 12 Uhr, soll das hiefige Gemeindeodst, bestehend in 270 Malter Aepfel, 20 Malter Birnen zu Honig geeignet und 20 Simmer Zwetschen in Abtherlungen auf Ort und Stelle meistbietend verfeigert werden. Fauerbach v. d. H. den 20. September 1867. Großherzogliche Bürgermetsterei Fauerbach Philtpps. Bekanntmachung. 2246 Die am 20. d. M. in Ober⸗Rosbach abgehaltene Obftversteigerung hat die Genehmigung nicht erhalten und wird hiermit zur weiteren Versteigerung Termin auf Donnerstag den 26. d. Mts., Mittags 1 Uhr, anberaumt. Es kommen elrca 270 Malter Aepfel abtheilungs⸗ weise zum Ausgebot. Ober⸗Rosbach am 21. September 1867. Großherzogliche Bürgermeisterei Ober⸗Ros bach Blecher. O bst⸗Versteigerung. 2242 Donnerstag den 26. Seplember d. J., Nach⸗ mittags 1 Ubr, soll das der blesigen Gemeinde zustebende Obst, bestehend in Aepfeln und etwas Birnen, zusammen circa 30 Malter, öffentlich in Abtheilungen versteigert werden. Rödgen(Kreis Friedberg) am 21. Sept. 1867. eee eee Rödgen o 1. Aepfel ⸗Versteigerung. 2258 Donnerstag den 26. d. M., Vormittags 9 Uhr, sollen die biesigen Gemeindeäpfel wie seither öffentlich meifibietend auf Ort und Stelle versteigert werden. Fauerbach b. zr. den 21. September 1867. Großberzocliche Bürgermeisterei Fauerbach b. Fr. del E u 5 Oelfässer 2252 in allen Größen billigst bei Friedberg. Louis Winheim. Ein grünseidener Begenschirm 2248 ift in letzter Zeit in irgend einem Hause stehen ebllieben. Man bittet um gefällige Rückgabe an die xped. d. Bl. Eine gute Amme zum alsbaldigen Ein— tritt wird gesucht. 2240 versehen find. tion der Hefte die angelegentlichste Sorge sein lassen. Interessenten mit Vergnügen zu Diensten. Der Umtausch der Zeitschriften erfolgt jeden Samstag, wobet wir uns eine präcise und geregelte Cͤreula⸗ Unsere sein Jahren bestehende, einer zahlreichen Betheiligung sich erfreuende Journal-Lele- Anstalt, auf welche wir dle Aufmerksamkeit des Publikums hiermit zu lenken uns erlauben, bietet die reiche Auswahl von 22 der besten und beliebtesten Unterhaltungsblätter, von denen viele mit schönen und interessanten Illustratlonen Ein Verzeichniß der eircultrenden Blätter, sowie die näheren Abonnements bedingungen stehen den Schlesischer so zu sagen eingebürgert als Hausarzt jeder b wie nicht minder für an Hämorrhoiden und Verstopfung so sehr bewährt, wird eben seiner erprobten Güte und L. W. Egers in Breslau trage und gekauft wir 2247 wird das rühmlichst bekannte Heilmittel des Dr med. Doeceks empfohlen und ist Näheres aus einer Breschüre, welche in der Expedition d. Bl. gratis ausgegeben wird, zu ersehen. Das Mittel wird en halben und ganzen Kuren allein durch den Apothefer Doeeks in Barnes dorf (Hannover) verabfolgt. Dank. Hoffnungslos, von allen Aerzten aufgegeben, lag ich darzieder, mehr einer Leiche, als einem menschlichen Wesen ähnlich. Mein Mann und meiue Kinder schrieen vergebens ein ganzes Jahr und 8 Monate lang um Hülfe! Da sandte mir Gott in Ibnen, Verebrtester, einen rettenden Engel, so daß ich nicht nur in 8 Wochen vollständig wieder bergestellt wurde, sondern gegen⸗ wärtig Speisen vertragen kann, welche ich vordem nie habe vertragen können. Tausend, tausend Mal Dank dem Barmherzigen in der Höhe, der Ihnen solche Er⸗ kenntniß verliehen hat! Täglich bitte ich zu meinem Schöpfer, er wolle Sie mit Ihrer Familie, noch lange, lange erhalten, damit Sie noch vielen Magenkranken mit Ihrem Medicamente ein Retter werden mögen, wo andere Aerzte von ihrer Kunst im Stich gelassen werden. Die Anspänner Sophie Elisabeth Krackau, geb. Runzel. Pretzien,(Reg. Bez. Magdeburg), 2. Septbr. 1867 Als Schristsetzerlehrling kann ein mit den nöthigen Vorkenntnissen versebener junger Mensch in unsere Buchdruckerei eintreten. Bindernagel& Schimpff. Wollene Hemden, wollene Unterjacken, sowie hünmwollene Unterhosen 2174 bet K. Friedrich, neben der Post in Friedberg. Sandstein⸗Platten 1918 Krippen, Tröge, Dielen, Steinkoblen ze. im neuen Dielhof bei Eduard Ruths. — Neuer Jucatnat-Saamen! Näheres bei Dr. Trapp. Keuchelhonig-Ertract bon 5 W. Egers, 1265 als das wirksamste Hausmittel bei Hals- und Brustleiden, Husten, Heiserkeit, Verschleimung, Kitzel und 1915 bel W. Fertsch. Bindernagel& Schimpff. 4 Beschwerden im Halse, Bräune, Krampf- und Keuchhusten ꝛc. hinlänglich bekannt, bei Kinderkrankheiten esorgten Mutter, Leidende zum Zwecke einer leichten Leibesöffnung weltverbreiteten Absatzes wegen vielfach nachgepfuscht. 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Druck und Berlag von Bindernagel& Schimpff. kann man Wostanstalte Uedbersic sandwirthsd und locale Gedichte, Bei Annoncen 1 3 kr. berech Zum geneigt Fr — Betteffer Im polizeiordr ziehung d Wir beau über den! J& aug, In di noch desond J) Od d vorge und 2 welch der —— Hess spondent wssen, da zur Erbar Gelnhau Seiten det dende er seits sich Jederzeit! kessionire Gießen enthält 8 und Kön des 9 0 ö stadt abe