1867. Samstag den 23. November. 139. * 21 4 75 g 1 0 8 . 5 2 Na 4— N 0 3 E Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. .——— u—u——b———— P 1 Auf den„Anzeiger“ kann man noch für die Monate November und Dezember bei den Poststellen des Großherzog⸗ J N 8 1 f thums mit 22 kr. und bei der Verlags-Expedition mit 20 kr. abonniren. 8* 8 a N 5 5 g N N Amtlicher Theil. 7 f Betreffend: Vorkehrungen gegen Beschädigungen junger Obftbäume durch Wild. Friedberg den 20. November 1867. N Das Großherzogliche Kreis amt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. r Unter Bezugnahme auf unser Ausschreiben vom 27. November 1861(Nr. 94 des Int. Bl.), 26. November 1863(Nr. 96 des Int. Blattes) und 22. November 1865(Nr. 94 des Int. Bl.) schärfen wir Ihnen die in demselben, zum Schutze der Obstbäume gegen Wild— Stempel schaden, enthaltnen Vorschriften zu Ihrer Nachachtung ein und erwarten, daß denselben auch dieses Mal bei herannahendem Winter auf das Pünktlichste entsprochen wird. Trapp. E., B U. 5 Betreffend: Den Gewerbdetrieb der Mustkanten ꝛc. Friedberg den 20. November 1867. dau 7 1 a Bat l cen, dee en. att Es ist uns zur Anzeige gekommen, daß in letzterer Zeit häufig Musikanten, meistens berumziebhende Italiener, in einzelnen Orten ten, dchen unseres Kreises musicirend und bettelnd sich herumgetrieben haben, welche zu ihren musikalischen Vorstellungen entweder keine Erlaubniß oder 2 solche von Ihnen erhalten haben. Wir machen Sie wiederholt darauf aufmerksam, daß die Erlaubniß zum Orgelspielen und ähnlichem gehen Muficiren auf der Straße, wie auch zu theatralischen Vorstellungen ꝛc., unter allen Unnständen bei uns einzuholen ist, daß Sie zu dem Er— ee een ideilen derselben unter keinen Umständen befugt und daher alle Musikanten, welche gegen obige Vorschriften fehlen, von Ihnen resp. von 2 dem Ihnen untergebenen Polizeipersonal zur Anzeige zu bringen sind. Tra p p. Echimpff. sammlung noch einige Stimmen sich erhoben, Hessen. Darmstadt. Der dem Groß- des oben bezeichneten Postgebietes Freimarken in ae herzog K. H. bestimmte Fackelzug wird nun ganz bestimmt nächsten Samstag, Abends 7 Uhr, statt— finden. Mehrere Orte aus dem Odenwalde wer— den eine große Anzahl Fackelträger hierhersenden. — Aus angeblich zuverlässiger Quelle wird mitgetheilt, daß die Taunus bahngesellschaft von ihren der Großherzoglichen Regierung gemachten Proposttionen zurückgetreten ist und noch im Laufe dieser Woche Verhandlungen zwischen dem Mini terium und der Verwaltung der Ludwigsbahn beginnen werden. Friedberg. Die Königl. Postanstalten im Großherzogthum Hessen sind angewiesen worden, die preußischen/ Sgr. zu 1¾ kr., 1 Sgr. zu 3½ kr., die 2½ Sgr. zu 8¾ kr. und die 5 Sgr. zu 17½ kr. bei Zahlung von Postgefällen anzunehmen. Zu dem Behufe werden nunmehr am Postschalter und von dem Bestellpersonal Heller(½¼ Kreuzerstücke) in den betreffenden Fällen herausgegeben Gießen. Der bisherige außerordentliche Pro- sessor bei der juristischen Fakultät, Dr. Oscar Zülo w, ist zum ordentlichen Professor in der juristischen Facultät ernannt worden, so daß unsere uristische Fakultät nun fünf ordentliche Professoren zählt, außer dem Kanzler Birnbaum die ordent⸗ ichen Professoren Jhering, Wasserschleben, Deurer und Bülow, dazu einen außerordentlichen Professor und zwei Privatdocente. Preußen. Berlin. Die aus Regierungs- Commissären und Sachverständigen zusammengesetzte Commission zur Berathung wegen Aenderung der geitungsstempel⸗Steuer in eine Inseraten- Steuer hat das Resultat gehabt, daß man 10 für letztere entschied, nachdem die Regierung ie Erklärung abgegeben, daß sie finanziell den Ertrag einer dieser Steuern nicht entbehren önne. Die Regierung will nun auf der gewon⸗ enen Unterlage zunächst die Gutachten der Pro- vinzialbehörden einholen. Demnach dürfte wenig Aussicht sein, das betreffende Gesetz noch in dieser Session zur Votlage kommen zu sehen. Die bisher im Gebrauch befindlichen Frei marken und Franko Couverts werden der„Voss. Ztg.“ zufolge zum 1. Januar k. J. im ganzen te des norddeutschen Postverbandes außer * uch gesetzt. Dagegen werden für alle Länder den Werthbeträgen von /, /, ½, 1, 2 und 5 Sgr. eingeführt. Die Herstellung und der Vertrieb von Franco-Couverts gehen vom 1. Januar k. J. ab auf die Privat-Industrie über. Bis zu dem Zeitpunkte, wo die Privat⸗Industrie sich dieses Geschäftszweiges vollkommen bemächtigt haben wird, werden noch Franko-Couverts zu dem Werthbetrage von 1 Sgr. durch die Post— anstalten in beschränktem Umfange verkauft werden. — Letzten Sonntag fand, wie die„Volksztg.“ meldet, eine Studentenversammlung statt, um eine Zustimmungs-Adresse an die Wiener Studenten für ihre Haltung in der Concordats— frage zu berathen. — Die Zahl der im vorigen Kriege Ver⸗ schollenen beträgt nach einer Mittheilung des Justizministers im Herrenhause noch über 1000. — Der Rücktritt des Kriegsministers v. Roon soll als eine beschlossene Sache betrachtet werden können, da sein Halsleiden sich sehr verschlimmert habe. Als seinen Nachfolger bezeichnet man den General v. Podbielski. — Das Abgeordnetenhaus wählte von Forckenbeck zum Präsidenten, Köller(conservativ) zum ersten und Bennigsen zum zweiten Viceprä⸗ sidenten. Die Nationalpartei beantragte Rieder— schlagung des gerichtlichen Verfahrens gegen die Abgeordneten Twesten und Frentzel und eine Deklaration über den F. 84 der Verfassung im Sinne der betreffenden Bestimmung der Verfassung des norddeutschen Bundes.— Der„Staats- Anzeiger bringt die Verordnung, wodurch die kurhessischen Consistorien jetzt unmittelbar dem Cultusminister unterstellt werden.— Die„Prov. Corresp.“ bestätigt die Berufung des Baron von Rothschild ins Herrenhaus. Köln. Die im Interesse des Papstes an den König gerichtete Petition ist, nachdem sie 2290 Unterschristen erlangt, nach Berlin abgeschickt worden. Frankfurt. Bei der am 20. d. stattgefun⸗ denen Wahl eines zweiten Abgeordneten zum preußischen Landtage ging Herr Dr. jur. Ebner mit 189 Stimmen als Vertreter unserer Stadt aus der Wahlurne hervor. Herrn Scharff-Meyer, für dessen Candidatur in der letzten Wählerver— votirten 76 Wahlmänner. Hanau. Die„H. Ztg.“ schreibt: Große Freude hat in unserer Stadt die Nachricht erregt, daß in den letzten Tagen ein Erlaß des königlichen Cultus⸗ und Unterrichtsministeriums hierher gelangt ist, nach welchem unsere Realschule als eine Realschule zweiter Ordnung mit dem in Aussicht zu nehmenden Ziele einer Realschule erster Ord- nung anerkannt und ihr zugleich die Berechtigung ertheilt worden ist, ihren Schülern Zeugnisse aus⸗ zustellen, welche zum einjährigen Militärdienste befähigen. Wiesbaden. Die„Mittelrh. Ztg.“ glaubt, daß die Lösung der Spielbankfrage für Wiesbaden seyr nahe bevorstehe. Wie schon aus dem Steigen der Spielbankaktien geschlossen werden könne, werde das Ergebniß für Wiesbaden nicht ganz ungünstig sein, und könne darüber Folgendes mitgetheilt werden: Die Spielbank in Wiesbaden wird noch 6, höchstens 7 Jahre bestehen bleiben. Die Gesellschaft hat zur Bildung eines Reserve⸗ (Kur⸗, Bade-) Fonds jährlich eine bestimmte Summe(etwa 90—100,000 fl., nicht gewisse Prozente) abzugeben. Man erwartet, daß der Schluß aller Spielbanken in Preußen resp. dem norddeutschen Bund s. Z. gleichzeitig erfolgen werde. Bayern. München. Die„Süddeutsche Presse“ tritt in ihrer Nummer vom 20. d. warm für die Conferenz ein, sagt jedoch, daß Bapern, wenn darüber eine Meinungsverschiedenheit zwischen Frankreich und Oesterreich einerseits und Italien und Preußen andrerseits entstehen sollte, sich un- zweifelhaft auf Seite der Letzteren zu stellen habe. — In Fürth wird eine Eingabe an die Regierung von Seiten mehrerer Nürnberger und Fürther Vereine vorbereitet und heißt es in der zur Unterschrift erlassenen Einladung:„Der von der bayerischen Staatsregierung der Kammer der Abgeordneten vorgelegte Gesetzentwurf über die Wehrverfassung würde, wenn er von der Kammer angenommen und alsdann zur Ausführung kommen würde, für Bayern von unberechenbare Nachtheile sein. Dieser Gesetzentwurf bezwecke nicht die Einführung der allgemeinen Wehrpflicht, wohl aber ein möglichst großes Contingent Sol⸗ daten, eine Vermehrung des stehenden Heeres. Nach jenem Gesetzentwurf würden dem Lande ungleich mehr Arbeitskräfte als bisher entzogen, würden dem Lande ungleich mehr Steuern und Abgaben aufgebürdet werden. Jeder, dem das Wohl des Landes am Herzen liege, solle gegen jenen Gesetzentwurf laut seine Stimme erheben.“ Oesterreich. Wien. Der französische Botschafter Herzog von Grammont beglückwünschte am 19. d. im Auftrage des französischen Kaiser⸗ paares die Kaiserin Elisabeth zu ihrem Namens— tage und überiteichte dabei ein Blumenbouquet von Seiten der Kaiserin Eugenie. Das „Wiener Tagblatt“ will wissen, daß der König von Griechenland bei seiner kürzlichen Auwesenheit in Wien unumwunden erklärt habe, er müsse den Aufstand in Creta unterstützen und könne den Beistand Rußlands nicht entbehren. Dasselbe Blatt schreibt, England habe Serbien in dessen Conflikte mit der Türkei seine Vermittlung ange— boten, welche dasselbe aber mit Hinweis auf die schon vorliegende Vermittlung Rußlands dankend abgelehnt habe. — Die„Wiener Abendpost“ theilt mit: Vom kaiserlichen Consulate in der Havannah ist nach— stehendes Telegramm aus Havannah vom 19. November an Baron Beust eingetroffen:„Gestern mit der Leiche des Kaisers von Mexiko abgereist. Salm und Alle frei. Rio Trio, den 13. Nov. Tegethoff.“ Frankreich. Paris. Im gesetzgebenden Körper hat die Opposition drei Interpellationen niedergelegt, die erste über die äußere Politik, die zweite über die innere Politik, die dritte über die Expedition nach Rom.— Troplong sagte in seiner Anrede im Senate: Nach den Beängstigungen der letzten Zeit hat sich die gesetzliche Gewalt wieder Ansehen verschafft durch ihr Friedensprogramm, durch ihre aufrichtige Achtung des Völkerrechts und der Gesetze, die sich auf die Grundlage unserer Organisation beziehen. — Die Aufregung, welche in Paris herrscht, hat sich noch keineswegs gelegt. Sie ist im Gegentbeil im Zunehmen begriffen. Die Zusam⸗ menrottungen der Arbeiter mehren sich und an einigen Orten, wo die kaiserliche Rede angeschlagen worden ist, wurde sie herabgerissen, empört war, daß der Kaiser noch immer von einem Repressivsystem zu sprechen wagt. Was die Aufregung noch vermehrt hat, ist, daß der Kaiser in seiner Rede nicht ankündigt, daß man es aufgegeben habe, Paris zu verbannen. schinenfabrik Gouin den lassen hat. zu lärmenden Scenen in Paris kommt. lich verfolgt, will, die ihm mittheilten, habe, entzückt sei. — Die italienische Antwort auf den Congreß⸗ Italien will unter verschiedenen Voraussetzungen an den Berathungen theilnehmen und erklärt im Voraus, daß es sich die volle Freiheit seiner Entschließungen in Betreff des Congresses Vorschlag ist eingetroffen. der Berathungen und Beschlüsse vorbehalte. ö — Der Abend ⸗„Moniteur“ Charakter gemacht hat, friedlichen Erklärungen in Bezug auf Deutschlan der Beunruhigung und dem Mißtrauen gerecht werden. — Die päpstlichen Freiwilligen haben die ihnen von General Kanzler im Namen des Ge⸗ A de Failly überreichte französische Auszeich⸗ was bei diesen eifrigen Legitimisten nicht anders zu erwarten stand, aber nung von sich gewiesen, eine sehr gute Lehre für die Tuilerien ist. — Der den Kammern vorgelegte Militär⸗ gesetzentwurf setzt die active Dienstzeit der So daten in der Armee auf 9 Jahre weil man die Pariser Industrie aus Dies machte einen um so bösartigeren Eindruck, als die bedeutende Ma⸗ Rest ihrer Arbeiter und alle ihre sonstigen Beamten ihres Dienstes ent⸗ Wenn diese Lage der Dinge nicht geändert wird, so steht zu befuͤrchten, daß es noch In Lyon hat man ein Blatt gericht⸗ weil es die Offiziere nicht nennen daß die Armee keines; wegs über die römische Expedition, die sie zu Kameraden der Soldaten des Papstes gemacht constatirt den tiefen Eindruck, den die Rede des Kaisers durch ihren wesentlich friedlichen und civilisatorischen und fügt hinzu, daß die fest. In Frie⸗ denszeiten können jedoch die Soldaten nicht länger als 5 Jahre bei den Fahnen gehalten werden. Die auf unbegrenzten Urlaub geschickten Mann- schaften sind den periodischen Uebungen unterworfen und dürfen sich in den beiden letzten Dienstjahren verheirathen. Stellvertretung ist erlaubt. Der Entwurf bezuglich der mobilen Nationalgarde ist wenig abgeändert, nur ist die Dienstzeit auf 5 Jahre festgeseßt. Großbritannien. London. Die Par- lamentseröffnung fand am 19. ds. durch eine Commission aus dem Ministerium statt. Ueber die abyssinische Angelegenheit wird in der Eröff⸗ nungsrede bemerkt, daß das völkerrechtswidrige Verhalten des dortigen Herrschers dieselbe noth⸗ wendig gemacht habe und daß ihr Zweck lediglich in der Befreiung der Gefangenen bestehe. Die Königin erwarte daher hierzu die Mitwirkung des Parlaments. Die Beziehungen zum Ausland seien allesammt freundlich; es sei kein Grund vor handen, eine Störung des europäischen Friedens zu befürchten. Der unautorisirte Einbruch der italienischen Freiwilligen in die päpstlichen Staaten habe die französische Erpedition zum Schutze des Papstes veranlaßt. Die Königin hoffe, nachdem dieser Zweck erreicht sei, die baldige Abberufung der französischen Truppen, damit jeder Grund eines möglichen Mißverständnisses zwischen den betheiligten Mächten beseitigt sei. Die Thronrede spricht ferner von strengem Vorgehen gegen die Fenier, von Reformbills für Schottland und Ir land, von einer Vorlage gegen die Bestechungen, sowie solchen für die Volkserziehung. die Handels⸗ Marine, die Erleichterung der Vieheinfuhr. — Im Parlamente erklärte Lord Stanley im Namen des Ministeriums gelegentlich der Adreßdebatte, daß die Regierung nur endlose Schwierigkeiten von einer Conferenz fürchte und keinen praktischen Erfolg erwarte, wenn nicht ein bestimmter Plan vorliege, welcher Aussicht habe von den Hauptbetheiligten angenommen zu werden. Die Mehrzahl der Redner billigt die Anschauungen der Regierung und tadelt die Politik Napoleons. Beide Häuser nahmen die Adresse an. — Die angekommene amerikanische Post bringt Nachrichten aus Newyork bis zum 9. November. Offizielle Berichte geben die Verluste von Schiffen bei dem Sturm vor St. Thomas auf 60 gestran · dete Fahrzeuge, darunter 5 Dampfer, an. Die Zahl der Umgekommenen wird auf 500 geschätzt. — Die Unglücksbotschaft von dem Verschwinden scheint eine arge Ente gewesen zu sein. Familie das Leben verlor. Thomas angerichteten trübend. Italien. gemeldet, daß an jenem Offiziere worden sind. Sprache folgende Worte Staaten wieder zu sehen. wissen, Wunder der Tapferkeit verrichtet. 6 Sie hat darum nicht minder durch von einer schädlichen Brut befreit, die nur sein Ruhe stören kann. Söhne der allerchristlichsten Nation. Ewige l- Italien der Insel Tortola mit ihren 10,000 Menschen Ueber Cuba ist in London die Nachricht eingetroffen, daß die Insel während eines Orkans von einer Feuersbrunst heimgesucht wurde und dabei eine Dagegen lauten die Nachrichten über die durch den Orkan auf St. Verheerungen äußerst be⸗ Aus Rom wird vem 13. Nov. Tage General de Failly und die sämmtlichen in Rom weilenden französischen von dem Papst im Vatican empfangen Pius IX. richtete in französischer an die Offiziere:„Ich bin glücklich, die französische Armee in meinen Besonders glücklich bin ich, daß sie bei einer so denkwürdigen Veranlassung zur rechten Zeit angekommen sind. Meine kleine, Aus Oberhessen berichtet die„D. Ztg.“: aber treue und wackere Armee hatte, wie Sie Allein sie war durch einen ungleichen Kampf erschöpft. ihren Muth und ihre Ausdauer dem Papstthum, Frankreich selbst und gewissermaßen noch weit mehr Italien einen ausgezeichneten Dienst geleistet, denn dieses grade muß ihr dafür dankbar sein, daß sie es Seien Sie deßhalb willkommen, Vater(und dabei richtete der heilige Vater die Augen gegen Himmel) segne Du Frankreich, segne das Haupt seiner Regierung, segne Italien, ja .. segne diesen kleinern Staat, der mir anvertraut ist, segne alle Die, welche mir zu Hülfe gekommen sind und noch zu Hülfe kommen!“ Darauf ertheilte der heilige Vater der Versamm⸗ lung seinen apostolischen Segen. — Wie aus Rom gemeldet wird, treffen die französischen Truppen noch keine Anstalten, diese Stadt zu räumen; im Gegentheil haben die französischen Generale ihre Hotels verlassen und sich in den ihnen von der Munieipalität zur Verfügung gestellten Palästen einquartiert. An der Befestigung Roms wird unausgesetzt, selbst Sonntags, gearbeitet. Asien. Ueber den Untergang des englischen Dampfers Singapore und die Bergung der Passagiere bringen die Zeitungen eine interessante Schilderung. (englische) Meilen von Hakodadi, als Alles nach einer angenehmen Reise dem baldigen Ziele ent⸗ gegensah, wurde plötzlich ein heftiger Stoß gefühlt, verbunden mit einer Empfindung, als ob die eiserne Schiffsbekleidung aufgerissen würde. Und so war es wirklich. Eine spitze blinde Klippe, 12 Fuß unter Wasser, welche auf den Seekarten nicht verzeichnet steht, hatte den Schiffsboden durchbohrt und ein großes Loch in den Maschinen⸗ raum gestoßen, der sich sofort mit Wasser füllte und das Schiff zum Sinken brachte. Schnell wurden die Boote ins Meer gelassen und die Passagiere hereinbefördert mit so viel von ihrem Gepäck, wie geborgen werden konnte; Offiziere Die Boote waren glücklich alle klar gemacht, die Passagiere gerade darin, als das Schiff, den Spiegel voran, in die Tiefe schoß. Um halb 12 Uhr noch dampfte das schöne Schiff prächtig dahin— um halb ein Uhr existirte es nicht mehr, und einige Boote vell Menschen suchten den Weg reichten. Von den Eingebornen wurden sie mit großer Freundlichkeit bei dem kleinen Dorfe Schimofra empfangen, doch suchten die Japaner so viel wie möglich ihr weiteres Eindringen ins Land zu verhindern. Tages darauf begab sich Capitän Wilkinson nach Hakodadi wo er durch Vermittlung des englischen Consuls den Beistand des Befehlshabers der preußischen Corvette Vineta, des Capitäns Kuhn, verlangte. Ohne Verzug dampfte die Corvette nach Schimofra und holie die Schiffbrüchigen nach Hakodadi ab. 7 f * 8 N. Friedberg. Am Sonntag den 17. Nov. hatten wir Gelegenheit, der diesjährigen ersten Abendunterhaltung des hiesigen Gesang vereins„Liederkranz“ in dem neu her⸗ gerichtelen Trapp schen Saale beizuwohnen. Hatte uns das reichhaltige Concertprogramm schon im Voraus einen genußreichen Abend versprochen, so wurde auch unsere Hoffnung in Bezug auf die Ausführung der einzelnen Piecen vollständig erfüllt, denn sowohl die Männerchöre als die für gemischte Sümmen wurden präcis und recht gut vorgetragen, und wollen wir es nicht unterlassen, dem Dirigenten des Gesangvereins, Herrn Lehrer Schmidt, für den Fleiß und die Genauigkeit beim Einstudieren derselben hiermit unste volle Anerkennung auszusprechen. Unsern meisten Beifall hatte der Vortrag der Chöre: „Krieger's Gebet“,„des Harfner's Lied“, der „schottische Bardenchor“, sowie die beiden an Melodie zwar sehr einfachen, aber wunderbar ergreifenden, ewig neuen Volkslieder: Untreue“ und„die drei Röse⸗ lein“. Außerdem trugen die Leistungen des Herrn Herzog aus Frankfurt auf dem Pianoforte, und das schöne, innige Spiel des Clarinettvirtuosen Herrn Wittig aus Nauheim nicht wenig zu unsrer Erbauung bei. Ein fröhlicher Ball, an dem Alt und Jung Theil nahm, schloß diese schöne Feier, die in ähnlicher Weise recht bald wieder⸗ kehren möchte. a . Einen immer größeren Ausschwung nimmt der an jedem Samstag abgehalten werdende Fruchtmarkt zu Grünberg, gegen⸗ wärtig der bedeutendste im ganzen Lande. Im Durch schniit werden auf jedem Markte über 1090 Malter der verschiedenen Fruchtgattungen aufgefahren und verkauft, welche bei den jetzigen Preisen einen Werth von mindestens mit den übrigen Fruchtmärkten in Mainz, Worms, Bingen, Gießen, Alsfeld und Lauterbach. In der vorletzten Woche waren auf allen zusammen 2250 Malter Früchte verkauft e worden; davon über 1000 Malter allein in Grünberg. In der letzten Woche wurden auf den sieben genannten Märkten 1937 Malter verkauft, davon 1069 ½ auf dem r zu Grünberg, also mehr als die Hälfte. Es scheint demnach, als ob diese Stadt durch ihre Lage vor Allem bestimmt sei, den Verkehr eines nicht unbedeutenden Theiles der Provinz Oberhessen zu vermitteln, und sieht man deß⸗ wegen um so zuversichtlicher der Zeit entgegen, wo Verkehr noch mehr gehoben werden dürfte durch die bauung der von Regierung und Ständen in Al . 8 4% 1 4 Am 20. August, ungefähr zwölf und Mannschaft retteten nur das nackte Leben. zur Küste, die sie in vier Stunden glücklich er⸗ 10,000 fl. repräsenliren. Interessant ist eine Vergleichung abzuhel 8 ban Vorfalle Mill 10 sußen versie fröblich ver heitd f leicht eva un N 3 Jucken u den deldzug du nigenad dae Der in seinen Chre getränkte“ Burschen ins nach Haute beg Gasse plötlich i mel wiber eie und den andern des Kopfes an sank er zu Boden den Füßen auß daß lehlerer bel. Mie bilbele. von 2 Kindtem, Wamend R., de gerichtliche G. derr atenläter beztich Hannover ein noch junger am 4. October Logis, sich den beilegend. Als nach immer ke! ed dem Hotell recht geheuer. veranlaßte dein gestellt, daß der schon in hose contrahir zu verhandeln. ale ermesen Wen unberech Oc. — 52 O a1 unschuldige? manne Cam jetz auch Ga . bus sich beinen weiß Kirchenduch Murk befind Marie Gurid am 16. Au. Unger berühg Aobo IS r ee N. aribaldi, zu berg wen 8 San Waniligung führte. N enuesen it Auch Euglat c Nin Aller erreich 8. 2 Ci Gen erspar geben 0 — 1 tea Stistant rect Qineta, * Voq td und hen * 1* n Nauf, 1 aecnend 4 gehn 7 6 a wach, Ace 22* * 1 n 5 1 Anschuldige Annexion, welche an dem bepühmten Staats⸗ ber Grünberg und enommenen Eisenbahn von 8 ig abgesteckt und ver— zach Fulda, welche Linie geg wessen wird.. a Von Offenbach wird genseldet, daß dort die Con licteure, welche, Dienst bei den Fahrßosten verseben. neuer⸗ ungs mit Sa bewaffnet worden sind, weil mehrfache Insulten gegen Postbedienstete vorgekommen sind Kürz⸗ ich hatte einer derselben Veranlassung von seiner Waffe Gebrauch zu machen, da ein Fuhrknecht mit der Peitsche nach ihm geschlagen und ihn in das Gesicht getroffen hatte. Darmstadt. Um dem Mangel an Arbeiterwohnungen zzuhelfen, hat sich bereits vor Jahren hier ein Bauverein sammengethan. Dieser Verein hat bis jetzt 4 Häuser baut. Nunmehr will auch der hiesige Arbeiter verein lost Abhülse schaffen. Der Verein berief deßhalb eine Zersammlung, in welcher eine Bau⸗Genossenschaft ge ründet wurde lus Pfungstadt wird den„H. V.“ von folgendem zorfalle Mittheilung gemacht: Am vergangenen Sonntag aßen verschiedene Bursche von bier mit ihren Mädchen röblich zechelld in einge hiesigen Wirthschaft. Ein schon erheiratheter Arbeiter, Namens Seeger, mochte sich viel⸗ icht etwas unberufen in die Gesellschaft mischen, es kam 1 Neckereien und endlich zu Thätlichkeiten. Seeger, der en Feldzug im vorigen Jahre im 8. Bundes-Armiecorps nitgemacht hatte, wurde mit Rücksich: hierauf gehänselt. Der in seinen heiligsten Gefühlen, in seiner militärischen Shre gekränkte Soldat ergriff ein Glas und warf es einem Zurschen in's Gesicht. Dieser dachte Rache. Als S. sich ach Hause begeben wollte, wurde er auf der dunklen Zasse plötzlich überfallen und sein Kopf mit einer Vehe- nenz wider eine Mauer gestoßen, daß der Schädel sprang ud den dern Tag noch Blut und consistentere Theile es Kopfes an dieser Steile sichtbar waren. Bewußtlos unk er zu Boden und nun trat einer der Unmenschen mit en Füßen auf seiner Brust und seinem Gesicht herum, aß letzterer bei seinem Auffinden eine fast unerkenntliche Nasse bildete. Das Leben des Verletzten, eines Vaters on 2 Kindern, steht in ernster Gefahr. Ein Bursche, zamens R., der Sohn eines reichen Landwirths, ist in zerichtlichem Gewahrsam und wird er als der Haupt⸗ sittenläter bezeichnet. Hannover. Dr. jur. Böckmann aus Darmstadt, in noch junger Mann ohne jegliche Existenzmittel, traf m 4. October bier ein und nahm in Hartmann's Hotel zogis, sich den Character eines Staatsanwalts aus Lübeck eilegend. Als seine Rechnung 79 Thlr. belief, und er roch immer keiue Miene machte, Zahlung zu leisten, schien s dem Hotelbesitzer mit dem Staatsanwalt doch nicht echt geheuer. Er machte Anzeige bei der Polizei und eranlaßte seine Verhaftung, da sich inzwischen heraus— zestellt, daß man es mit einem Manne zu thun hatte, er schon in Bremen 70 Thlr. Schulden in einem Gast⸗ vofe contrahirte. Die Strafkammer hatte über diesen Fall u verhandeln. Der Gerichtshof nahm den Betrug nicht zls erwiesen an, verurtheilte den Angeklagten dagegen vegen unberechtigter Beilegung eines Titels zu 4 Wochen Befängniß. „ Garibaldi— deutschen Blutes! Dieselbe manne Camillo v. Cavour versucht worden ist, hal sich letzt auch Garibaldi's bemächligt; er ist deutschen Blutes — das sich im Auslande ja häufiger zu hohen Ehren zu Stingen weiß. Der„Elberf. Ztg.“ schreibt man: In dem Kirchenbuch der Gemeinde Rüggeberg in der Grasschaft Mark befindet sich folgende Noliz: Dr. Joseph Baplist Marie Garibaldi, Katharina Amalie v. Neuhof, verehelicht am 16. August 1736. Als nämlich im Jahre 1736 Anser berühmter Landsmann Theodor don Neuhof als Theodor I. den Königsthron von Corsika bestieg, schickle er seinen Vertrauten, den geistvollen Dr. J. B. M. Garibaldi, zu seiner das Gut Peddenöh unweit Rügge— derg bewohnenden alten Mutter. Hier war es, wo der Ahn des jetzt so berühmten Generals sich mit der Schwester seines Souveräns verlobte und diese mit dessen Bewilligung noch in demselben Jahre nach Ajaccio heim— führte. Nach ber Wiedereroberung Corsikas durch die Genuesen im Jahre 1741 flüchtete Theodor I. in's Exil mach England, während Dr. Garivaldi mit seiner Familie mach Nizza zog und hier als praktischer Arzt ein hohes Alier erreichte. Sein Enkel ist der gefeierte Held. % Ein Rotterdamer Kammermitglied findet einen Beweisgrund für die Abschaffung der Todesstrase in der Geldersparuiß, die dadurch erzielt wird, und zwar aus Justizministers für 1868 ergibt sich, daß an Gehalt und Pension für die Scharfrichter die Summe von 7046 fl. benöthigt wird. Da nun in den Niederlanden die Todes— strafe durchschnittlich in zehn Jahren nur einmal vollzogen wird, so kostet jede Hinrichtung 70 460 fl. nur an Henker⸗ lohn ohne die andern Unkosten. Ein Strafgefangener kostet dem Staate täglich 50 Cts.; sitzt derselbe nun 20 Jahre im Gefängnisse, was als Maximum angenommen werden muß, so kostet er 3650 fl.; etwa den zwanzigsten Theil dessen, was seine Hinrichtung kosten würbe. Also— Abschaffung der Todesstrase.“ 8 5 „ Den Untergang der Insel Tortola vom 15. Nov. meldet das atlantische Kabel aus Newyork: Die britische Insel Tortola in Westindien mit 10000 Ein- wohnern ist von dem Meere verschlungen worden,— so lautet die lakonische grauenvolle Post. Tortola war eine schmale Insel(17 engl. Meilen lang und 2 Meilen breit) ganz in der Nähe von St. Thomas und bildete eine ge⸗ birgige Masse, die in ihren bedeutendsten Erhebungen etlwa 1600 Fuß über den Meeresspiegel hinauscagte. Am nördlichen Ende befaud sich der Hafen mit der Haupt⸗ stadt. Tortola war die bemerkenswertheste von der Gruppe der Virgin-Inseln, kam im Jahre 1666 an die englische Krone und wurde regiert durch einen Gouverneur, einen Rath und einen gesetzgebenden Körper. 2 In Holmfirth, England, ist ein junger Maun eines unerwarteten Todes gestorben. Vor elwa zwei Wochen amülsirte derselbe sich damit, einen Penny in die Lust zu werfen und mit dem Munde aufzufangen. Hier⸗ bei gerieih das Geldstück in seine“ Kehle und trotz oder mit ärztlicher Hülfe, es herauszuziehen, wurde es schließ⸗ lich hinabgezwängte Seitdem hatte er das auscheinend unwichtige Ereigniß fast vergessen, als er plötzlich über! heflige Magenschmerzen klagte. Der Arzt konnte ihm nicht helfen, und bald darauf starb der Unglückliche unter großen Schmerzen. Ob das Kupferstück den Tod auf mechanische oder auf chemische Weise(durch Grünspan⸗ bildung) herbeiführte, ist noch nicht fesigestellt; das Letztere ist wohl das Wahrscheinlichere. 2, Vor einiger Zeit erregte die Nachricht gewaltiges Aussehen, daß ein Compioirbole des Bankhauses Gebrüder Göttinger in Berlin einer Summe von gegen 4000 Thaler beraubt worden sei. Den Mann fand man be⸗ wußtlos, wie vom Schlage getroffen, in der Flur eines Hauses, die Tasche, worin das Geld sich befunden, leer im Kastantenwäldchen dei der Universität. Es wurden die eifrigsten polizeilichen Nachforschungen, jedoch vergeblich, angestellt, bis ein Zufall die Entdeckung des Verbrechers herbeiführte, der kein anderer als der Comptoirbote selbst war. Einer der Handlungschefs fand nämlich im Keller des Geschäftes eine frisch gegradene Stelle und unter der⸗ selben das ganze geraubte Geld. Sofort wurde der Po— lizei Anzeige gemacht, welche in dem katholischen Kranken⸗ hause den dort noch krank liegenden Comptoirboten sogleich welches am 2 * am 16. Nov. New⸗VYork an und hatte außer einer starken Brief- und Packet⸗ post 495 Passagiere und 750 Tons Ladung an Bord. Telegraphischer Bericht. Mitgetheilt von Chr. Hecht in Friedberg, Spec.-Agent. Das Hamburger Postbampfschiff„Cimbria“, Capt. Trautmann, welches von New Hork am 9. Nov. abging, ist nach einer ausgezeichnet schnellen glücklichen Reise von 9 Tagen 22 Stunden wohlbehalten in Cowes angelangt, und hat nachdem es daselbst die für England und Frankreich bestimmten Passagiere und Posten gelandet, unverzüglich die Reise nach Hamburg fortgesetzt. Ladung, 139,000 Dollars Contanten und 13 Briefsäcke. Dasselbe bringt 98 Passagiere, volle Das Bremer Postdampfschiff Bremen, Capt Neynaber, November von Bremen abging, ist nach glücklichen Reise von 13 Tagen wohlbehalten in New-⸗YVork angekommen. Das Bremer Postdampfschiff Weser, Capt. Wenke, trat wiederum eine Reise via Southampion nach unter strenge Aussicht stellen und für verhaftet erklären ließ. Der Mann hatte sich durch narkotische Mittel be⸗ täubt, sich aber als Nachwehen eine Krankheit zugezogen, an welcher er noch leidet Nach Herstellung des Ver— brechers wird die gecichtliche Untersuchung beginnen. 3 In Berlin ist kürzlich ein Japanese, der Mit⸗ glied einer dort spielenden Akrobatengesellschaft war, am Typbus gestorben. Seine Beerdigung erfolgte erst nach langen Verhandlungen,— da sowohl der katholische Probst, als der Vorstand der Sophienlirche die„7 Fuß“ Erde verweigerten— im Dorotheenstädtischen Kirchhofe. Der Haarzopf des Verstorbenen wurde— in einem weißen Atlasbeutel und in einem eleganten Käßchen verpackt— in die Heimath gesandt, um dort nach japanischem Ge— brauch begraben zu werden. 2 Postdiebstahl. Kürzlich wurden im preußischen Hauptpostamte in Ham burg durch Einbruch Briefe mit einem declarirten Werthe von ungefähr 60,000 Thalern entwendet. Der Thäter ist geständig, behauptet aber, die Rimessenbriefe als ihn compromittirend verbrannt zu haben. Der Haupttheil ist verloren. Die Briefe sind östreichische recommandirle Briefe vom Freitags-Poststempel. „ Vorsicht. Ein Kaufmann in Königsberg schickte in voriger Woche etwa vierhundert Portemonnaies auf Bestellung nach Oesterreich. Dieselben sind von der Gränze aus mit Protest zurückgekommen, nicht etwa, weil man in dem geldarmen Oesterreich nicht wisse, was mit den Portemonnates anzufangen, sondern weil„durch diese Lederwaaren die Rin derpest eingeschleppt werden folgenden statistischen Daten:„Aus dem Voranschlag des könnte.“— 2 2. 9 Dringende Bitte! Der Fabrikort Johanngeorgenstadt in der ärmsten und ödesten Gegend Sachsens,(dem sogenannten sächsischen Sibirien) wurde vor einigen Monaten vollständig von den Flammen verzehrt. Ueber 326 Gebäude brannten damaligen Trockenheit mit Hab und Gut total nieder, und auch nicht das Geringste war versichert. Ein unübersehbares Elend ist über diese unglückliche Stadt hereingebrochen, viele Menschen sind verbrannt und ver⸗ ei der kohlt aus dem Schutte herausgezogen worden, und sämmt⸗ liches Vieh ist zu Grunde gegangen. Ueber zwei Driutheil der Bewohner sind an den Bettelstab gebracht, und nagen im vollsten Sinne des Wortes an dem Hungertuche. Obgleich die allgemeine Mildthätigkeit schon Vieles gethan hat, so irren nach den neuesten offiziellen Berichten bei der jetzigen kalten, rauhen Jahreszeit(der Schnee liegt dort schon beinahe Fuß hoch) noch über 2000 Obdachlose in den Brandruinen umher, wahre Jammergestalten, von Frost und Kälte durchschüttelt, kaum das Nothwendigste habend, ihre Blöße zu bedecken, ohne Hülfe und ohne Nahrung. Da die Noth Dort aufs Höͤchste gestiegen ist, so wagt der ganz ergebenst Unterzeichnete an die Herzensgüte und den Wohlthäligkeitssinn edelmüthiger Menschen zu appel⸗ liren, und biitet deingend um milde Beiträge sowohl an Geld als an alten Kleidungsstücken, Suefeln, Schuhen, Beltgeräth ꝛc. ꝛc. Die Expedition des„Anzeiger für Oberhessen“ hat sich gütigst bereit erklärt, Gaben aller Art in Empfang zu nebmen, und da die allerletzten Berichte von Johann⸗ georgenstadt das Elend als über alle Begriffe schildern. so ist schnelle Hülfe doppelte Hülfe. Frankfurt a. M., den 1. November 1867. J. Gerson, Königl. Sächsischer Generalconsul. Für Johanngeorgenstadt ist jerner dei uns eingegangen von: Bergverw. Chelius in Ossenheim 1 fl.— Pf. Buchhold in Ossenheim 1 fl.— C. Th. 1 fl.— G. H. 18 kr.— J. A. W. 30 kr. Dr. Schwabe 1 fl.— W. 1 fl. 10 kr.— v. H. 2 fl.— D. 1 fl.— J. N. 1 fl.— Elise und Johanna H. in Nauheim 1 fl.— Mayer J. Hirsch 1 fl.— Ossenheim 34 kr. Zusammen 12 fl. 32 kr. bis jetzt eingegangen 27 fl. 15 kr. An Kleidungsstücken wurden uns zugestellt von: J. N. 3 Frauenröcke, 3 Kinder⸗ hemden, 6 Paar wollene Strümpfe.— C. Th. ein Pack Kleidungsstücke.— A. Winckler ein Pack Kleider. Weitere Gaben werden mit Dank angenommen. Die Expedition des Anzeiger für Oberhessen. in In Summa Verloosun gen. Freiburger 18. Fr.⸗Loose von 1861.(Gewinn⸗ ziehung am 15. Nov.) Serie 5863 Nr. 15 50.000 Fr.; S. 618 Nr. 30 5000 Fr.; S. 3011 Nr. 10 1000 Fr.; S. 86 Nr. 5, S. 1636 Nr. 35, S. 4676 Nr. 50, S. 5711 Nr. 25 und S. 5860 Nr. 44 je 250 Fr.; S. 86 Nr. 49, S. 1373 Nr. 20, S. 3040 Nr. 49, S. 4611 Nr. 19, S. 5245 Nr. 4, S. 5846 Nr. 39, S. 6127 Nr. 43. S. 6463 Nr. 37, S. 6967 Nr. 18 je 125 Fr. Die Zahlung geschieht am 15. Februar 1868. Lohalsektion des Gewerbvereins 2 Sitzung den 28. November. Tagesordnung: 1) Fortbildungsschule für Töchter, 2) Automgatische Küche und Brod aus Roggenmehl und Hülsenfrüchten. Der Vorstand. piel karten! 2741 In großer Auswahl bin ich wieder auf das Beste darin assortirt und ist die Fabrikation, wie meinen Colporteure 2707 werden auf die Absatzfähigkeit des Illustrirten Familien Kalenders des Lahrer hinkenden Boten für Hessen aufmerksam gemacht. Unbemittelte können durch das Anbieten dieses Kalenders rasch einen an⸗ werthen Kunden ja schon bekannt ist, die beltebteste nehmbaren Gewinn erzlelen. und vorzüglichste Qualität. Ferner empfehle ich alle Sorten Geschäftsbücher und linlirte Schulhefte. Friedberg. H. Neuhof, Buchbinder. Metzgergasse. Inserat. 2746 Eine noch neue Branntwein Brennerei mit allem Zubehör ißt biulg zu verkaufen bel W. Glücklich Bindernagel& Schimpff in Friedberg em⸗ pfeblen zur Subserlptton: Göthe's Werke. Preis à Heft 7 kr., à Band 18 kr. Erschienen find bereits 6 Bände; jeder Band und jedes Heft können während des Erschelnens in Bad Homburg. einzeln bezogen werden. Geschãfts Eröffnung in Gießen. 2719 Einem bochgeehrten Publikum die ergebene An⸗ zeige, daß das in dem neuen Hause meiner Mutter in früber von Höpfner⸗Dannen der Neustadt am Jahrmarktplatze(Oswald'schen Garten) 840 gefübrte Condltores⸗ Geschäft, verbunden mit allen Sorten Butter- und Hefen Backwerk, von jetzt an auf mich übergegangen ist. Der Laden ist reichhaltig mit Conseeturen ausgestattet ae wird jeder Befucher aufs Beste befriedigt werden. Aufträge werden schoͤn, gut und aufs Pünktlichste aus⸗ Auswahl in 12 Bänden oder 30 Lieferungen. gesübrt. Gießen den 17. November 1867. Friederike Appel Wittwe, geb. Plank. Das goldene Lumilienbuch c oder 7 4.— 4 22 2. 2 e 8. der köstliehste Hausschatz für jede Haus⸗ und Landwirthschaft und für Jedermann. Zweiter Theil. Preis: fl. 1. 48 kr. Der erste Theil ist in so großer Menge verbreitet und hat einen solchen Anklang allentbalben gefunden, daß das Erscheinen dieses zweiten Theiles von allen Käufern des ersten gewiß mit großer Freude begrüßt wird. f Vorräthig in der Buchhandleng von Bindernagel& Schimpff in Friedberg, so— wie bei F. Trebes in Nidda und L. Schneuder in Hungen. g 2727 Butzbacher Katharinenmarkt- Ball 2722 findet wie seither nächsten Montag den 25. d. Mis. statt, wozu böflichst einladet A. Joutz, im Hessischen Hof. 2 W 26. Für Weihnachten. 2632 Zur Herstellung von Puppen und Puppenstuben habe ich jetzt schon eine Aus— stellung der neuesten Gegenstände, welche ich hiermit empfehle. Jos. Hoffmann. s pielkarten Friedberg. g Ph. Garde. Winterschuhe gestrickte Kleidchen, Kaputzen ꝛc. in großer Auswahl zu den billigsten Preisen. Geschwister Schloß. 2695 Damen- Mäntel und Jacken 2751 billigst bei S. Hirschhorn. 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November, Abends lung im Turnerlocale 2 2532 bei Gegen Schlaflosigkeit, verursacht durch Husten und Brustschmerzen! 2731, In Folge einer mir bei meiner Arbeit zugezogenen Erkältung litt ich heftig an Husten und Prustschmerzen, daß ich sogar Nachts nicht schlafen konnte. Nach Gebrauch von einer ganzeu Flasche Mayer schen 5 2. Brust- Syrup) bin ich völlig wieder hergestellt. Düwenhaide den 30. Januar 1867. Joerg Tr. eisten, Landmann. *) Allein ächt bei Ph. Dan. Kümmich in Friedberg. Wwollene Hemden, wollene Unterjacken, sowie Unter hosen 2174 bet K. Friedrich, neben der Poß. 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Gottesdienst in der Bürskirche⸗ Vormittags: Herr Diakonus Mehet. Nachmittags: Herr Candidat Jou. Am 1. Advent Abendirahl in der Stadtkirche. Katholische Gemtindt. i Sonntag halb 10 Uhr Hochomt mit Predigt; der werktägige Gottesdienst fällt wegen Restauration der Kapelle aus. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. zu verkaufen. Näheres in Nauhe rm, Kurstraße 186, in der Kurstraße zu vermiethen. Näheres zu erfragen 2. Stock. bei der Exped. d. Bl. unser Nr. 2622. (Hierzu Unterhaltungsblatt Nr. 49 und eine Beilage.) N 9 1 Druck und Berlag von Bindernagel& Schimpf. 1 25 4 25 1 0 8. urturbt. a Betreffend: erledigen. Beuessend Du verbüßung er 5 a* lassen, d de Morgen vo We 12 Uhr bei 06 51 n Hessen bnichter, fr mn den Pia Verhandlung blenzoglschen lessschen Lud — Wie Cenmissson Ciollpropß e