nut, eier Stadl att beigen —— ragen bei der e doffmann, tener. ame, rrmaun. ten ritt Nuths. rer Tusshelt ge waen, des 5 ben unt 1 en vi dich dit rer auepfetubd it: desendertn zeltebe nen, Dienstag den 23. Juli. M86. für Ol erhessen. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Amtlicher Theil. Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatte sind zu publiziren: Nr. 29. sub. 1. — sub 4. Bekanntmachung, die Uebergangsabgabe und Steuervergütung bei dem Verkehr mit Branntwein in dem Königlich Preußischen Regierungsbezirk Kassel Bekan g, gang 0. Gesetze die Erhebung der Staatsauflagen in dem 3. Quartale 1867.— sub. 3. Bekanntmachung, den Schutz der Waarenbezeichnungen betreffend. sowie die Uebergangsabgabe von Tabaksblättern und Tabakfabrikaten dei der Einfuhr nach den Regierungsbezirken Wiesbaden und Cassel beireffend. Nr. 30. sub 1. Ssteuergemeinschaft stehenden Staaten, belreffend. Friedberg den 19. Juli 1867. Betreffend: Die Einsendung der Verzeichnisse der im 2. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzog Bekanntmachung, Abänderung der Statuten der Bank für Süddeutschland. Nr. 31. sud 2. Bekanntmachung, die Uebergangsabgabe und die Steuervergütung von Branntwein, Bier, Tabak im Königreich Preußen und den mit Quartal d. J. entstandenen Beitreibungskosten. Da nur von wenigen von Ihnen dem F. 72 der Verordnung über die Beitreibung entsprochen worden ist, so erinnern wir hiermit an die umgehende Erledigung hiervon. Ber net bch ng. demselben in Großberzogliches Kreisamt Friedberg Tria p p. Friedberg am 19. Juli 1867. lichen Bürger meistereien. der Communal-Intraden vom 24. Mal Der a p n. 1833 Nach Verfügung Großherzoglicher Ober-Steuer⸗Direction vom 16. d. M., Nr. O. St. D. 6604 wurde genebmigt, daß der Großh. Distrikts-Einnehmer Bit sch dahier bei den auswärtigen Erhebungen sich durch den Finanzaspiranten Lotz, erster Gehülfe des Großherzogl. Rentamts Friedberg, vertreten lassen darf. Die Großherzoglichen Bürgermeisterein werden hiervon benachrichtigt und beauftragt, dieses zur Kenntniß der Abgabepflichtigen zu bringen unter dem Anfügen, daß Finanzaspirant Lotz demnach für den Großh. Distriktseinnehmer Bitsch gültig quittiren kann. Friedberg am 19. Juli 1867. Betreffend: Den Ankauf von Berner Vich. Be Zu Anfang des Monats September l. J. Großherzogliches Kreisamt Friedberg ch u a un un d wa von den Betheiligten zu wählende Commission an Ort und Stelle angekauft werden. Diejenigen Ortsvorstände und Private, welche sich hierbei zu betheiligen beabsichtigen, wollen mir dies längstens bis zum 1. Sep tember l. J. anzeigen. Ter a d n. Friedberg den 22. August 1867. ng. sollen Bullen und Rinder der Berner Race für Gemeinden und Private durch eine Die Großherzoglichen Bürgermeistereien sind ersucht, über Vorstehendes in den benöthigten Fällen mit dem Gemeinde-Rathe zu ver— handeln und mir Mittheilung zu machen, sich aber außerdem auch noch für thunlichste Veröffentlichung dieser Bekanntmachung zu interessiren. Der Director des-lanwirthschaftl. Bezirks-Vereins Friedberg — e Hessen. Darmstadt. Die„Darmstädter Zeitung“ enthält folgenden Artikel:„Nach dem mit Preußen abgeschlossenen Friedensvertrage ist bekanntlich für die vom Großherzogthum an Preu— ßen abgetretenen Gebietstheile Freizügigkeit für die Dauer eines Jahres garantirt. Diejenigen Hessen aber, welche nun von diesem Rechte Ge; brauch machen, werden, wenn sie nach preußischen Gesetze noch militärpflichtig sind, von Preußen dafür mit Landesverweisung bestraft, obgleich sie den Anforderungen des hessischen Gesetzes in Be— zug auf Kriegsdienstpflicht entsprochen haben und nach ihrem Rücktritt den Bestimmungen dieses Gesetzes wie jeder andere Hesse bis zum 26. Le— bensjahre unterworfen bleiben. Die preußischen Kreisämter sind angewiesen, die nach preußischem Gesetz der Militärpflicht unterworfenen Hessen bei ihrer Anmeldung des Rücktritts über die Folgen desselben zu belehren und ihnen bemerklich zu machen, daß sie den preußischen Staat sofort zu verlassen und zu gewärtigen haben, daß sie bei vem ersten und zweiten Wiederbetreten desselben polizeilich ausgewiesen und über die Grenze ge— schafft, bei dem dritten Betreten gefänglich einge— zogen und dem preußischen Militär assentirt wer— den. Nur ein ganz kurzer Aufenthalt von wenigen Wochen zum Zwecke des Besuches bei Verwandten wird ihnen auf Nachsuchen gewährt. Diese Maß— regelung mit Landesverweisung läßt sich doch wohl schwerlich mit der im Friedensvertrag garantirten Freizügigkeit, die obendrein eine gegenseitige ist und ebenso für die an Hessen gefallenen Gebiets- cheile wie umgekehrt besteht, in Einklang bringen.“ — Dem„Frankfurter Journal“ wird von hier berichtet:„In einigen Tagen, jedenfalls aber vor dem 1. August l. J., wird die Formation eines, in hiesiger Stadt garnisonirenden, Lehr— bataillons erfolgen. Dasselbe wird die Stärke eines Infanteriebataillons in Friedenszeiten er— halten, aus Officieren, Unterofficieren und Mann— schaften der vier Jufanterieregimenter zusammen— gesetzt und vorerst von einem preußischen Stabs— officier eommandirt sein, dessen Eintreffen im Laufe der nächsten Tage erwartet wird.— Die Jä⸗ gerbataillone stehen nunmehr je in dem Bri- gadeverband einer der beiden Infanteriebrigaden. — Der großherzogliche Generalquartier- meisterstab ist dieser Tage aufgelöst und die Mehrzahl der Officiere, welche demselben angehört haben, in die verschiedenen Infanterie- und Jäger- Bataillone eingereiht worden. Dagegen bleibt Hauptmann Beck Vorstand des topographischen Buregus; Major Habermehl wird dem Vernehmen nach dem Generalstab des 11. Armeecorpscom— mandos zu Kassel zugetheilt werden.— Die jetzi— gen Garnisonsverhältnisse dürften keine über den 1. October d. J. hinausreichende Dauer haben, da die Casernenverwaltungen, unter Hinweis auf wahrscheinliche Aenderungen, die Ordre erhalten haben, allenfallsige Aecorde nur bis zu dem be— zeichneten Datum abzuschließen. — Die großherzogliche Artillerie wird nach der durch die Militäreonvention vereinbarten Or— ganisation im Frieden 24 Geschütze führen, zu welchen im Kriege noch weitere 12, den einzelnen Batterien zuzutheilende Piecen und außer diesen! ein besonderer Ersatz von 12 Geschützen kommen. Für die Durchführung der neuen Organisation und die Beschaffung der erforderlichen gezogenen Hinterlader ist die Summe von 102,600 fl. er- forderlich. — Der zwischen Preußen und dem Großher— zogthum Hessen nun definitiv abgeschlossene Post⸗ vertrag soll am 19. ds. in Darmstadt von den beiderseitigen Commissarien(Geh. Postrath Ste⸗ phan preußischerseits und Legationsrath Neidhardt hessischerseits) unterzeichnet worden sein. S. Gießen. Die anhaltenden Regengüsse während der verflossenen Woche sind für den Feldbau in hiesiger Gegend von nicht unbedeutendem Nachtheil gewesen. Dazu kommt noch, daß die Lahn, welche zu einer böchst bedenklichen Höhe an— geschwollen ist, fortwährend die Nachtheile einer Ueberschwemmung erwarten läßt. Alle Bade- anstalten sind bereits unter Wasser gesetzt. Alzey. Der Gemeinderath der Stadt Alzey hat auf das bei Großberzoglichem Ministerium des Innern eingereichte Gesuch um Erweiterung der dortigen Realschule mittelst Entschließung vom 1. Juli l. J. die erbetene Genehmigung erhalten und ist erwähnte Anstalt nunmehr den Realschulen zu Darmstadt, Mainz und Offenbach definitiv gleichgestellt. Auch hinsichtlich der Berechtigung zum einjährigen freiwilligen Militärdienste hat unsere Realschule die gleichen Aussichten, wie die Realschulen der genannten Städte. Durch den Dienstantritt des Herrn 7. Haupt hat sich das Lehrercollegium der Realschule bereits vergrößert, und auch ein zweiter tüchtiger Lehrer für Mathe- — —:::: 2— ——— 9 9 matik und Naturwissenschaften ist der Anstalt be. reits in sichere Aussicht gestellt. Preußen. Berlin. Dem„Schwäbischen Merkur“ schreibt man von hier:„Fast unglaub⸗ liche Anstrengungen werden französischerseits ge⸗ macht, um eine Veröffentlichung der in London bei dem Herzog von Aumale niedergelegten Pa⸗ piere des erschossenen Kaisers Maximilian von Mexico zu verhindern. Nicht nur in London selbst werden diese Anstrengungen gemacht, sondern auch in Brüssel und namentlich in Wien. Daß diese Bemühungen Erfolg haben werden, steht in— dessen mindestens zu bezweifeln, denn keiner von den Verwandten des hingerichteten Kaisers hat. unter welchem Titel er auch immer auftreten mag, irgend ein Anrecht auf diese von der Kaiserin Charlotte bei dem Herzog von Aumale nieder- gelegten Papiere, wozu, wie man in diplomatischen Kreisen glaubt, auch noch der weitere Umstand tritt, daß der Herzog von Aumale von der Kai— serin für gewisse Eventualitäten sehr bestimmte Weisungen über den von den betreffenden Pa— pieren zu machenden Gebrauch erhalten haben dürfte. Die Vorbereitungen zur Herausgabe der betreffenden Papiere werden denn auch, unbeirrt von diesen interessanten Zwischenfällen, unausgesetzt betrieben. Das Weitere bleibt natürlich abzu— warten; so viel scheint indessen wohl keinem Zwei⸗ fel zu unterliegen, daß die französischen Versiche⸗ rungen, die Papiere des hingerichteten Kaisers Max enthielten nichts für Frankreich Compromit⸗ tirendes, schwerlich zutreffend sein dürften.“ — Die Gerichtszeitung leitet ein Referat über eine Gerichtsverhandlung mit folgenden Betrach- tungen ein: Es ist eine traurige Wahrnehmung, daß, je mehr Berlin von Jahr zu Jahr sich ver⸗ größert, auch alle Nachtheile einer großen Stadt in auffallend schneller Weise sich einstellen. Geschäfte, welche ohne genügende Mittel begründet werden, tauchen in Menge jährlich auf und verschwinden meist schon nach kurzer Zeit wieder, nachdem die Besitzer in der kurzen Frist möglichst viel Schulden gemacht haben. Schwindel und Betrügereien kommen immer mehr an die Tagesordnung, denn die alte Maxime, durch Arbeit und Ehrlichkeit sich durchzuhelfen und langsam weiter zu bringen, kommt immer mehr in Verruf. Möglichst schnell und ohne Mühe reich zu werden, ist das Losungs⸗ wort geworden, und der Begriff der Reellität ist leider bei sehr Vielen völlig bei Seite geschoben. — Die Oder- und Weichseldistriete sind in Folge heftiger Regengüsse von weit ausgedehnten Ueberschwemmungen heimgesucht. — Der„Staatsanzeiger“ veröffentlicht eine Verordnung, betreffend die Einführung der preu⸗ ßischen Medicinaltaxe in Nassau, und eine andere Verordnung, über die Erhebung einer Erbschafts⸗ abgabe in den neuen Landestheilen. Halle. Die 25. Versammlung deutscher Philologen, Schulmänner und Orientalisten wird vom 30. September bis zum 3. October d. J. hier abgehalten werden. Wiesbaden. Die neuesten Verordnungen der königl. Regierung haben auch dahier große Mißstimmung hervorgerufen und geben zu einer in den hiesigen Blättern ausgeschriebenen Bürger⸗ versammlung Veranlassung. Die zu erwartende Anwesenheit des Königs von Preußen in Wies⸗ baden soll dazu benutzt werden, dem Könige durch eine Deputation die Interessen der Stadt und des Landes vorzutragen. Sachsen. Leipzig. Die Verlagshandlung Dunker und Humblot kündigt für die nächste Woche das Erscheinen der ersten Bände einer Ausgabe der nachgelassenen Schriften der Kaisers Max von Mexiko an. Es handelt sich hier offenbar nicht um geheime Papiere, die sich auf die Ereignisse der letzten Jahre beziehen, sondern um ältere Schriften, von denen bekannt war, daß mehrere Bände druckfertig vorliegen. Mecklenburg. Von dem riiterschaftlichen Schulwesen in Mecklenburg gibt der streng or⸗ thodoxe mecklenburgische Prediger Starck ein haar⸗ sträubendes Bild. Er bemerkt:„Wie die ritter⸗ schaftlichen Schulen von Anfang unseres Jahr- hunderts bis in die neuere Zeit hinein beschaffen sind, das beweisen die Verwünschungen der Männer (von Frauen gar nicht zu reden,) die schon ziem- lich bejahrt nach Amerika wandern, am aller⸗ meisten darüber, daß sie Schreiben und Rechnen gar nicht, Lesen nur kümmerlich, Gottes Wort nur auswendig gelernt haben, das beweisen die vielen Väter und Mütter, die sich ihrer Kinder Briefe von drüben müssen lesen lassen. Man hat es eine Zeit lang für Pflicht gehalten, die Kin⸗ der, die zur Arbeit geboren seien, von der Schreib⸗ und Rechenkunst als einem Gift fernzuhalten, und der Referent erinnert sich noch lebhaft eines alten würdigen Schulmeisters, der vor etwa 40 Jahren darüber klagte, daß seine gnädige Frau ihn mit der Reitpeitsche bedroht habe, wenn er einem Dorfkind Schreibunterricht ertheile.“ Coburg. Nachdem die Rinderpest im hie⸗ sigen Lande seit dem 4. v. M. für erloschen er⸗ klärt worden, ist dieselbe jetzt plötzlich an einem von der früher verseuchten Gegend ganz entfernt liegenden Ort mit großer Heftigkeit wieder auf⸗ getreten. Die Entstehungsursache ist vollständig unaufgeklärt. Bayern München. Zu den Kosten der Versammlung des Juristentages beabsichtigt das Staatsministerium der Justiz einen Zuschuß von 10 000 fl. aus Staatsmitteln zu bewilligen. Oesterreich. Wien. Die„Neue freie Presse“ meldet:„Anläßlich der neulich vorgekom⸗ menen barbarischen Judenverfolgungen in Galatz Seitens der rumänischen Behörden hat die öster⸗ reichische Regierung das kaiserliche Consulat in Galatz angewiesen, unverweilt Schritte zu thun, um die Bestrafung der Schuldigen zu erzielen und fernere Excesse zu verhüten.“ — In der Nachmittagssitzung des Herren- hauses vom 18. ds. wurde das Ministerverant⸗ wortlichkeitsgesetz in der Fassung des Unterhauses mit unwesentlichen Modificationen angenommen und sodann die Wahl von Mitgliedern in die Deputation, welche mit der ungarischen Deputation über den finanziellen Ausgleich verhandeln soll, vorgenommen.— Die„Wiener Correspondenz“ schreibt: Von zuverlässiger Seite wird die Nach- richt einer angeblichen Uebersiedelung des Königs von Hannover nach Paris als vollkommen unbe⸗ gründet bezeichnet. 0 Donaufürstenthümer. Bukarest. Zehn „israelitische Vagabunden“(wie man in Rum ä⸗ nien die aus den Vereinigten Fürstenthümern vertriebenen Juden zu nennen beliebt,) welche nach der Türkei, ihrem Heimathlande, geschafft worden waren, wurden von einer türkischen Barke an das rumänische Ufer zurückgebracht. Da man sich aber da weigerte, sie aufzunehmen, ließ sie der Commandant der Barke in die Donau werfen. Acht derselben wurden von den Einwohnern von Galatz gerettet, zwei ertranken. Das amtliche Blatt von Rumänien fügt einer Mittheilung hier⸗ über hinzu, das Ministerium habe eine Commission abgeschickt, welche eine genaue Untersuchung über diesen Vorgang anzustellen beauftragt sei. Frankreich. Paris. Admiral Farragut, der Oberbefehlshaber der amerikanischen Flotte, ist in Paris eingetroffen, wohin ihm sein Generalstab, bestebend aus zwölf Oberofficieren, bereits vorangegangen war. Der Admiral wird Frankreich und Deutschland bereisen und sich dann in Cherbourg in seinem Admiralschiff„Franklin“ einschiffen. — Sicherem Vernehmen nach ist es zweifel ⸗ haft, ob Prinz Napoleon sich nach Kopenhagen begeben werde.— Wie die„Epoque“ berichtet, sei die französische Regierung geneigt, die Emission einer italienischen Staatsanleihe zu begünstigen, wenn Italien seine gegenwärtigen Rüstungen auf⸗ recht erhält. — Von verschiedenen Blättern wird wieder⸗ holt berichtet, daß Frankreich trotz des Arrange⸗ ments der Luxemburger Angelegenheit seine Rü- stungen nicht einstelle. Diesen Berichten nach sind seit dem 1. d. M. geliefert und in Bestellung 329,500 Meter Tuch, 100,000 M. Futter⸗Lein⸗ wand, 240,600 M. weißer Flanell, 42,000 Mützen, die in Chakos verwandelt werden können. 24,000 lederne Chakos, 400,000 Paar Schuhe, 500,000 Paar Kamaschen, 36,000 Tornister, 200,000 Hemden, 30,000 Feldflaschen, 250,000 Flanell⸗ Leibbinden, 90,000 Infanterie-Anzüge, 50,000 Mäntel, 900 Cavallerie-Beinkleider, 10,000 Ca- vallerie-Mäntel und 12,000 Mantelträger. — Es ist vollständig richtig, daß die Pferde- Ankäufe fortdauern. Man gibt zwar die Pferde, die ihre militärische Instruction erhalten haben, an die Bauern ab, natürlich aber unter der Be— dingung, daß sie auf den ersten Befehl wieder zurückgeliefert werden müssen. f — Die Festlichkeiten, welche während des Aufenthaltes der fürstlichen Personen Statt fan— den, haben bis jetzt die Schuld der französischen Civilliste um sechs Millionen vermehrt. Diese Ziffer ist offieiell. Spanien. Neueren Nachrichten zufolge nimmt der spanische Aufstand täglich größere Verhältnisse an. Die Guerillas zeigten sich nicht nur in Tortona, sondern auch in Aragonien, in den Umgebungen von Barbastro und Huestra. Sie stehen in Verbindung mit anderen Banden, welche in der Gegend von Rioja in der Bildung begriffen oder schon zum Vorschein gekommen sind. Einige Banden haben sich ferner in den Um⸗ gebungen von Burgos, sowie zwischen Bilbao und Santander gezeigt. — Eine Ordonnanz des Gouverneurs bringt zur Kenntniß, daß die religiösen Feste auf 13 beschränkt werden und legt die strenge Verpflich⸗ tung auf, die Werkstätten und Läden an Sonn⸗ und Fest⸗Tagen zu schließen. Die Blätter haben ein Communiqus erhalten, welches ihnen besiehlt, ihre Veröffentlichung Sonntags einzustellen. Amerika. Aus Mexiko liegen jetzt authen⸗ tische Nachrichten über den Proceß Maximilans vor. Das Todesurtheil gegen Maximilian und die Generale Miramon und Meja wurde am 14. Juni gesprochen. Escobedo bestätigte das Urtheil am 15. und setzte die Hinrichtung auf den 16. fest. Juarez gab den Verurtheilten Frist bis zum 19. Juni Morgens, damit sie ihre Familien⸗ angelengenheiten ordnen könnten. Maximilian wurde den zu seiner Erschießung commandirten Soldaten gegenüber gestellt, seine letzten Worte waren:„Arme Charlotte“!— Miramon und Meja wurden vorher decradirt und als Verräther an ihrem Vaterlande von hinten erschossen. Der preußische Gesandte hatte alles aufgeboten, das Leben des Kaisers zu retten, er erhielt aber die kurze Antwort, der Präsident sei nicht in der Lage, denselben zu begnadigen, da eine Begna⸗ digung nicht mit den Erwägungen der Justiz und der Nothwendigkeit, den Frieden der Republik für die Zukunft zu sichern, in Einklang zu bringen sei.— In der That hatten die Truppen mit Aufruhr gedroht, wenn das Todesurtheil nicht vollstreckt werde. — Noch einige Tage vor seinem Tod hat Maximilian folgende Depesche an den Wiener Hof geschickt:„Ich bin Kriegsgefangener; habt jedoch keine Furcht; man behandelt mich auf eine Weise, die in keiner Art eine Verletzung der Ge⸗ setze und Gewohnheiten civilisirter Völker ist.“ Auch aus anderen Berichten geht hervor, daß der Exkaiser vollkommen über sein Schicksal in Un⸗ gewißheit war. Er machte noch in den ersten 14 Tagen seiner Gefangenschaft nur Pläne für die Zukunft und hatte nur Sorge, wie er in den Vereinigten Staaten bei seiner Durchreise empfangen werden würde; weßhalb er als ein⸗ facher Bürger reisen wollte. Ganze Tage brachte er in Gesprächen mit dem Fürsten Salm ⸗ Salm zu, nur manchmal spielten sie beide eine Partie Karten. Proceß und seinen beiden Vertheidigern. Unter den Papieren Maximilians, die man in Queretaro aufgefunden hat, befand sich ein Testament, durch welches er im Falle seines Todes Theodosio Lones Jose Maria Lamatea und Marquez zu Regenten des Kaiserreichs ernennt. Ein Theil des Silber⸗ zeugs Maximilians ist in Matamoras dem Publi⸗ kum als Siegestrophäe ausgestellt worden. Man hat noch keine authentische Nachricht über die Behandlung, die der Leichnam Maximilians er- litten hat. Er beschäftigte sich auch viel mit seinem platen Nocucl., enhält enge d Offenbach ham ein bier a von der Ober Sbunden darauf noch angekleldeh diesen Vorfall 0 Folge von erhalle Die am Kopf de allem Anschein. Hanau. 5 Adetmaum Pu; mit einet Füänt gerusen von de legt die Flinte Gendarmen sie hes Schusses fe eine andere Ri sicheren Tobe, Kampf zwischen dieb, wacher sch bedeutende Bun des Ersteren en wegen versuchte Hanau. beder Seile l ba Untersuchung der Uu masucung el e Win M gewicht Waden Tränkung des entdeckt worde in zwei ander des Viehes me Langen. den Fall, daf einer Caserne 5 Morgen Gerau und. eingeaufen fei Darmstaß Cabinet Muna gchönge Sac! übtigen Adtheil dan e un in darnsted 1e rade Awichnean Keing die. 8 0 dul sssben, da zugeslellt. Butzbach. Ein von einem Gewitter mit beftigem Regen begleiteter Sturm richtete am Nachmittag des 9. d. in biesiger Gemarkung großen Schaden an, indem e einige Hundert mit Früchten behangene Obstbäume zum Theil vollständig entwurzelte, zum Theil abbrach und 'onst beschädigte 5 S. Gießen. Eine Gesellschaft, welche kürzlich von dloster Arnsburg aus eine Parthie in den benachbarten Wald unternommen und sich hier um ein Feuer gelagert balte, wurde plötzlich durch einen erschreckenden Zwischen⸗ all aus ihrer Heiterkeit aufgestört. Ein junges Mädchen don 15 Jahren' war dem Feuer zu nahe gekommen und augenbliclich standen ihre Kleider bis zu den Armen hinauf n Flammen. Doch gelang es durch schlennigst gebrachte dülse die Flamme noch zu ersticken, so daß das Mädchen zußer einigen Brandwunden keinen weiteren Schaden erlitt. Frankfurt. In der hiesigen Boselli'schen Buch— dandlung ist soeben die 16. Auflage von Dr. Otto Hübner's statist. Tafel aller Länder der Erde rschienen. Dieselbe enthält: Größe, Regierungsform, Staatsoberhaupt, Bevölkerung, Ausgaben, Schulden, Papier⸗ zeld und Banknotenumlauf, stehendes Heer, Kriegs- und Handelsflotte, Ein- und Aussuhr, Zolleinnahmen, Haupt⸗ erzeugnisse, Münze und deren Silberwerth, Gewicht, Ellen⸗ naß, Holmaß für Wein und Getreide, Eisenbahnen, Tele⸗ zraphen, Hauptstädte und die wichtigsten Orte, deren Ein⸗ vohnerzahl neuerdings noch hinzugefügt ist. Die Tasel vird gegenwärtig in einer Auflage von über 20 000 Exem⸗ olaren gedruckt. Obige neue Ausgabe im größten Format enthält einige Veränderungen und Verbesserungen. Offenbach, 18. Juli. Am Montag Morgen früh eam ein bier arbeitender Portefeuiller aus Sossenheim don der Oberräder Kirchweihe hierher zurück. Zwei Stunden darauf fand man denselben in seinem Zimmer noch angekleidet todt auf der Erde liegend. Die über diesen Vorfall hier verbreiteten Gerüchte,„derselbe sei in Folge von erhaltenen Messerstichen gestorben“, sind unwahr. Die am Kopf der Leiche vorgefundenen Contusionen sind allem Anschein nach durch einen Fall entstanden. Hanau. Vor einigen Tagen traf ein Gendarm den Ackermann Puth von Wachenduchen im dortigen Walde rnit einer Flinte bewaffnet, Wilddieberei treibend. An⸗ gerusen von dem Gendarmen bleibt der Wilddieb stehen, kegt die Flinte an und schießt, wenige Schritle von dem Gendarmen stehend, sein Gewehr los. Im Augendlicke des Schusses faßt der letztere das Gewehr, gibt der Ladung eine andere Richlung und rettet sich auf diese Weise vom sicheren Tode. Es entispinnt sich nun ein persönlicher Kampf zwischen dem Diener des Gesetzes und dem Wild⸗ dieb, welcher schließlich, nachdem Puth mehrere nicht un⸗ bedeutende Wunden mit dem Säbel erhalten, zu Gunsten des Ersteren endete. Puth ist verhaftet und Untersuchung wegen versuchter Tödtung gegen ihn eingeleitet. Hanau. Wegen Viehvergiftung ist der frühere Ab⸗ decker Seibel von Oberdorfelden und dessen Sohn in eine Untersuchung verwickelt und wurden Beide verhaftet. Die Untersuchung soll bereits außer Zweifel gestellt haben, daß sie Arsenik in die Viehtränke des Oekonomen Hofmann gemischt haben, es ißt jedoch noch glücklicher Weise vor Tränkung des einige Tausend Thaler werthen Biehes entdeckt worden. Dahingegen soll es den Verbrechern in zwei anderen Fällen gelungen sein, durch Vergiftung des Viehes materiellen Voriheil gezogen zu haben. Langen. Die hiesige Gemeinde hat sich erboten, für den Fall, daß sie ständige Garnison erhielte, zum Bau einer Caserne 25,000 fl. und einen Exercierplatz von 125 Morgen herzugeben. Auch von Dieburg, Groß⸗ Gerau und Arheiligen sollen Offerten in dieser Beziehung eingelaufen sein. Darmstadt. Die Direktion des Großherzoglichen Cabinets⸗Museums macht bekannt, daß das zu demselben gehörige Saalburg⸗Cabinet von nun an wie die übrigen Abtheilungen des Cabinets⸗Museums Mittwochs von 4—6 Uhr Nachmittags dem Publikum geöffnet sei. Darmstadt. Dem Kölner Männer⸗Gesangverein hat der Großherzog von Hessen in Anerkennung der aus⸗ gezeichneten Leistungen und gemeinnützigen Zwecke des Vereins die goldene Verdienstmedaille für Wissenschaft und Kunst verliehen und wurde die Decoration dem Dirigenten desselben, dem königl. preuß. Musikdireklor Weber, zugestellt. Darmstadt. Man erzählt sich hier die Aeußerung eines bei den letzten Veränderungen in unserem Offizier⸗ corps mit Pension Entlassenen, welche den Beweis liefert, daß man auch einer unangenehmen und empfindlichen Sache eine heitere Seite abgewinnen kann. Als nämlich jenem Pensionär eröffnet worden war, er habe das Recht, seine Uniform for tzutragen, soll er zur Antwort gegeben haben, ja, wo soll ich sie denn hintragen? i Darmstadt. Der hiesige Turnverein, der sich bei allen Veranlassungen, wo es gilt dem Unglück und der Noth hülsreiche Hand zu bieten, in höchst erfreulicher Weise rühmlichst auszeichnet, hat auch jetzt wieder für die des Beistandes ihrer Mitmenschen so sehr bedürftigen Familien der verunglückten Luganer Bergleute ein Concert in den Räumen der Turnhalle veranstaltet, das einen Reinertrag von fl. 163. 42 kr. ergab. Möchte dies schöne Beispiel bei recht vielen Vereinen Nachahmung finden. Mainz Ein Mädchen, das wegen Kindesmord in Haft und Untersuchung genommen werden sollte, stürzte sich unlängst aus dem Fenster und fand den gesuchten Tod.— Vor etwa 9 Monaten wurde hier ein junger Mensch ganz unbedeutend von einem Hunde gebissen; trotz seiner Unscheinbarkeit hatte der Biß doch den Aus— bruch der Tollheit und den Tod zur Folge. Worms. Das Programm der 22. Hauptversamm⸗ lung des evangelischen Vereins ber Gustav-Adols-Stistung, welche am 27., 28. und 29. August d. J. in unserer Stadt gefeiert wird, ist nunmehr erschienen. Nach dem— selben wird von Montag den 26. August, von Vormittags 9 Uhr an, in dem Hause der landwirthschaftlichen Lehr— anstalt von Dr. Schneider am Lutherplatze ein Bureau geöffnet zur Anmeldung der Deputirten und Gäste, Empfangnahme der Karten, Nachweisungen von Wohnungen u. s. w. An demselben Tage von Vormittags 9 Uhr an, ist Sitzung des Centralvorstandes im Gasthaus zum „alten Kaiser.“ Dienstag den 27. August, 11 Uhr Vor⸗ mittags: Begrüßung und freie Besprechung der Deputirten und Gäste im Locale von Worret, 4 Uhr Nachmittags: Glockengeläute; Gottesdienst in der Dreifaltigkeitskirche. Prediger: Hr. Pastor Nonweiler von Bremen. 5½ Uhr: Nichtöffentliche Vorversammlung der Deputirten(Wahl des Präsidenten, der Secretäre, Commissionen u. s. w.) im Saale des Gymnasiums. Abends gesellige Unter— haltung im Worret'schen Locale. Mittwoch den 28. August, 8 Uhr Vornüttags: Glockengeläute und Gottes— dienst in der Dreifaltigkeitskirche. Prediger: Hr. Kirchen— rath Dr. Hoffmann von Leipzig. 10½ Uhr: Berathende Hauptversammlung in der Dreifaltigkeitskirche. 5 Uhr: Gemeinschaftliches Mittagsmahl im Locale von Werret. Donnerstag den 29. August, Vormittags 8 Uhr: Glocken⸗ geläute. Beschließende Versammlung in der Dreifallig— keitskirche. Nachmittags 4 Uhr: Geistliches Concert eben— daselbst.— Die Festtheilnehmer, welche freie Wohnung wünschen, wollen ihren Besuch bei Herrn Joh. Heinrich Mayer(Kämmererstraße Nr. 42) gefälligst bis spätestens zum 18. August anmelden. Als Locale, in welchen sich die Festtheilnehmer zu geselligem Verkehr, sowie zu Früh— stück, Abendessen ꝛc. vereinigen können, werden der Gast— hof„zum alien Kaiser“, das Casino, das Worrei'sche Gartenlocal und das Gasihaus von Hru. Steiner am Rheine in Vorschlag gebracht. Im Anmeldebureau der landwirthschastlichen Lehranstalt des Herrn Dr. Schneider (Lutherplatz) wird den Fremden jede etwa von ihnen zu wünschende Auskunft ertheilt werden. Alzey. Das auf den Ludwigstag dahier anberaumt gewesene größere Sängerfest ist durch Cemitebeschluß auf das nächste Frühjahr verlegt worden. Der Dirigent der engagirten Parlow'schen Capelle war zu erscheinen ver⸗ hindert, die Zeit zur Einübung der Chöre eiwas zu kurz. Undenheim. Wie schon früher gemeldet wurde, ist Jacob Will von hier, der dei den vorigen Assisen als Geschworener in Mainz weilte und daselbst mit 2 Collegen rohen Schinken genossen hatte, an den Trichinen erkrankt. Dieser Tage nun ist derselbe, ein Mann nahe den 40ern, Familienrater, unter den furchtbarsten Schmerzen dem Tode erlegen. Baden. Ein freches Gaunerstück macht hier viel von sich reden. Kürzlich fand nämlich ein patrouillirender Gensdarm im Feld eine ältere Frauensperson, welche an Händen und Füßen geknebelt und durch eine Schlinge um den Hals ag einen Baum gebunden war; auch war die⸗ selbe fast unbekleidet und zeigte viele Blutspuren. Jene Frauensperson erzählte sodann, daß sie am vorhergehenden Abend von zwei Räubern furchtbar mißhandelt und sowohl ihrer Baarschaft als auch ihrer Kleider beraubt worden sei. Natürlich wurden ausgedehnte Nachforschungen nach den Verbrechern angestellt, sogar zwei Verdächtige in Haft genommen, und das öffentliche Mitlecd zeigte sich in reichen Spenden für die Unglückliche. Heute aber ist bereits festgestellt, daß das Ganze nur ein Betrug war, um eben das öffentliche Mitleiden auszubeuten. Stuttgart. Am 14. d. M. ereignete sich auf dem hiesigen Bahnhof wieder einer jener Unglücks falle, die sich das Publikum doch zur Warnung dienen lassen sollte, da es nur von dem Einzelnen abhängt, sie zu ver⸗ hüten. Ein Mann wollte noch den Zug erreichen, als er sich schon in Bewegung gesetzt hatte, kam auf die Schienen und wurde überfahren, dabei aber völlig zer⸗ malmt und der Körper in Stücke zerrissen, so daß es ein en ssetzlicher Anblick war. Ahrweiler. Dem Commandanten eines im fernen Westen von Nordamerika gelegenen Fort ist es, wie der- selbe hierher schreibt, gelungen, einen fünfjährigen Knaben deutscher Abkunft aus einem Indianerstamme zu befreien, der dessen auf einer Reise durch Neu⸗Mexliko begriffene Eltern niedergemetzelt hatte und seitdem den Kleinen, als Rothhaut bemalt und costumirt, mit sich führte. Ein älterer Bruder desselben, der ein ähnliches Schicksal mit ihm theilte, war auf den Streifzügen der Wilden zur Winterszrit wegen Mangels an schützender Bekleidung ge⸗ storben. Heinrich Amalan(vielleicht Amelung) soll der Name des Vaters gewesen sein, dessen Veröffentlichung wohl dazu führen dürfte, Verwandte, die der Unglückleche in Deutschland zurückgelassen haben mag, von seinem Tode und von der Existenz seines Sohnes Kenntniß zu geben. Nähere Auskunft ertheilt gern Rechnungsrath Ilges in Ahrweiler. „, Pater Fischer. In den Zeitungen ist viel vom Pater Fischer in Mexiko die Rede, von welchem insbesondere erzählt wird, daß er den Kaiser Max bestimmt habe, auch nach dem Abzug der Franzosen in Mexiko zu bleiben. Es wird daher vielfach interessiren, aus guter Quelle Näheres über die Herkunft dieses Mannes zu erfahren. Pater Fischer ist ein geborener Württemberger, Sohn eines protestantischen Meßgermeisters in Ludwigsbarg. Der nach— malige Pater wurde in der Confession seines Vaters er: zogen und erlernte ein Handwerk. Sein unruhiger Geist trieb ihn, sein Glück in Nordamerika zu versuchen, wo er die Rechte erlernte und Advokat wurde. Später ging er nach Mexiko. Dort wechselte er seine Confession und brachte es als katholischer Priester bis zu der hohen Ver— trauensstellung, die dem Kaiser Max, salls die Berichte hierin zuverlässig sind, so verhängnißvoll geworden ist. Telegraphischer Bericht. Mitgetheilt von Chr. Hecht in Friedberg, Spec.-Agent. Das Bremer Postbampfschiff Hermann, Capt. W. H. Wenke des Norddeutschen Lloyd, welches am 29. Juni von Bremen abging, ist nach einer glücklichen Reise von 11 Tagen wohlbehalten in New⸗ York angekommen. Das Hamburger Postdampsschiff Germania, Capt. Schwensen von der Linie der Hamburg- Amerikanischen Packeifahrt-Aklien⸗Gesellschaft, welches am 29. Juni von Hamburg via Southampton abging, ist nach einer glück⸗ lichen Reise von 10 Tagen 22 Stunden wohlbehalten in New⸗York angekommen. Das Bremer Postdampsschiff Bremen, Capt. H. A. F. Heynaber von der Linie des Norddeutschen Lloyd trat am 13. Juli wiederum eine Reise via Southampton nach New⸗York an und hatte außer einer starken Brief- und Packetpost 440 Passagiere und 460 Tons Ladung an Bord. Von den Passagieren reisen: 8 Erwachsene, in I. Cajüte oberer Salon; 30 Erwachsene, 7 Kinder, 3 Säuglinge in I. Cajüte unterer Salon; 305 Erwachsene, 64 Kinder, 23 Säuglinge Zwischendeck. Das Hamburger Postdampfschiff Allemania, Capt. Meier, von der Linie der Pamburg-Amerikanischen Packet⸗ fahrt⸗Aktien⸗Gesellschaft, welches am 6. Juli von Hamburg direct abging, ist nach einer ausgezeichnet schnellen und glücklichen Reise von 11 Tagen 12 Stunden wohlbehalten in New⸗York angekommen Vorstehende Nachricht wird von vielen Lesern dieses Blattes mit großer Freude ver— nommen werden, da auf genanntem Schiffe sehr viele Auswanderer aus hiesiger Gegend befindlich waren. Schiffsnachrichten. Angekommen in New-Pork: Am 22. Juni Segelschiff Senator Iken von Bremen, am 22. Juni Segelschiff Maryland von Bremen, am 22. Juni Segelschiff Eulalea von Hamburg, am 23. Juni Segelschiff Nordpol von Antwerpen, am 23. Juni Segel⸗ schiff Herzog Erust von Bremen, am 24. Juni Segelschiff John Lawrence von Hamburg, am 25. Juni Segelschiff Adler von Bremen, am 26. Juni Segelschiff Chatsworth von Antwerpen, am 27. Juni Segelschiff Progeß von Bremen, am 2. Juli Segelschiff Anton Günther von Bremen, am 3. Juli Dampfer Erin von Liverpool. Die Kinderlaube, illustrirte Jugendzeitung in Monatsheften à 11 kr. Dresden, Meinhold und Söhne. Die„Kinderlaube,“ für den Familienkreis bearbeitet von Heinrich Stiehler und mit Beiträgen bereichert von theilweise namhaften Jugend- und pädagogischen Schrift⸗ stellern, will für billiges Geld der deutschen Jugend zur Ausfüllung ihrer Musestunden angenehme und nützliche Lektüre in der Weise bieten, daß auch die erwachsenen An⸗ gehörigen der Familie Manches darunter vorfinden, was ihr Interesse erregt und ihr Wohlgefallen gewinnt. Diese Versprechungen bleiben nicht unerfüllt. Die Kinderlaube bringt in Erzählungen, Märchen, Sagen, Gedichten, in Räthsel und Rebus, in Anleitungen zu Ingendspielen ꝛc., sowie in Schilderungen aus der Erd- und Völkerkunde, in Reisebildern, Aufsätzen geschichtlichen und naturkund⸗ lichen Inhalts, Biographien und Literaturbildern, Rechen ⸗ aufgaben ꝛc. viel des Anregenden und Belehrenden zur Bildung für Geist und Herz. Aus Wort und Bild weht ein frischer, heiterer Geist, getragen von einem wohlthuen⸗ den religiösen Ernst. Besondere Aufmerksamkeit verdienen die darin gegebenen stylistischen Preisaufgaben. Nicht Alle werden sich damit einverstanden erklären, indem geltend gemacht werden darf, daß den glücklichen Preisdewerbern gar leicht zum Nachtbeil ihrer weiteren Entwickelung der Kamm unmäßig schwellen könnte, wenn sie ihre Namen oͤffenilich genannt und ihre Arbeiten gedruckt sehen. Uebrigens ist derlei Befürchtungen moͤglichst die Spitze abgebrochen durch die einleitenden Bemerkungen zum Thema und die nachfolgende Besprechung der eingegangenen Arbeiten. Darin wird den jugendlichen Stplisten üder den objektiven Werth ihrer Arbeiten, über die Behandlung des Thema's, über Gesundheit der Anschauungen und Empfindungen, über Nalürlichkeit, Einfachheit und Kürze des Ausdrucks in geeigneter Weise der Standpunkt klar gemacht. Die Thema's sind gut gewählt; beizubringende Zeugnisse von Lehrern, Geistlichen und andern glaubwürdigen Personen, daß die Lösungen unter ihren Augen gearbeitet und seld⸗ ständige sind, sollen Betrug verhüten. Jedenfalls haben die weniger glücklichen Preisbewerber und die große Zahl derer, die sich mit dem Lesen der veröffentlichten Styl⸗ proben ihrer Jugendgenossen begnügen werden, nur großen Nutzen davon; Kinder werden ungemein angeregt von besseren schriftlichen Arbeiten ihrer Altersgenossen.— Das lange Verzeichniß der mit Prämien, oder durch Namens⸗ nennung ausgezeichneten Bearbeiter der schristlichen Auf⸗ gaben aus allen Theilen Deutschlands, selbst von England und Amerika, beweist, daß die„Kinderlaube“ bereits in weiten Kreisen heimisch geworden ist. Für die Hinterlassenen der verun⸗ glückten Lugauer Bergleute sind uns bis heute solgende Gaben zugekommen: M. S. 2 fl., H. S. 2 fl., aus H's Sparbüchse RE. 10 kr., H. P. 30 kr., Frl. Renner 2 fl. 30 kr., M. R. C. R. 2 fl. Zusammen 11 fl. 10 kr. Weitere Gaben nimmt gerne in Empfang. Die Red Bei Bindernagel& Schimpff in Friedberg und Nauheim ist vortäthig: Alles mit Gott! Evangelisches Gebetbuch für alle Morgen und Abende der Woche in vierfacher Abwechslung, für die Fest- und Feiertage, für Beichte und Communion, sowie für besondere Zeiten und Lagen, von: Luther, Mnsculus, Habrmann, Arnd, Scriver, Lassenius, Spener, Neumann, Arnold, Lranke, Schmoltz, Stark, Cersteegen, Storr, Roos und vielen andern Gottesmännern. Fünfzehnte Auflage. 416 Seiten. Oktavformat. Mit einem Stahlstiche. Elegant gebunden mit Goldschnitt und Goldverzlerung Preis: fl. 1. 24 kr. Fünfzehn Jahre sind seit dem ersten Erscheinen dieses vortrefflichen Buches verflossen. In dieser Zeit hat es sich in mehr als 80,000 Exeiapl. über alle Länder deutscher Zunge verbreitet und ist Vielen ein reicher, unerschöpflicher Quell wahren Trostes geworden.— Es enthält eine mannichfache Auswahl ächt evangelischer Kern— gebete fuͤr jede Zeit und jedes Verhältniß, wie solche in keinem andern Gebetbuche vereinigt sind, so daß in dem⸗ selben jeder Gläubige Erbauung und Beruhigung in allen Wechselfällen des Lebens finden wird.— Die Ver⸗ lagshandlung war bemüht, auch das Aeußere dieses Buches— dem gediegenen Inhalte desselben entsprechend— herzustellen, und ist es ihr gelungen, der neuen Auflage eine solch elegante Ausstattung zu geben, daß sie sich hauptsächlich auch zu„Fest- und Communiongeschenken“ für jedes Alter und für alle Stände eignet.— Zugleich besteht der bisherige, überaus billige Preis fort. ür Pestzer bon Dampf- Oreschmaschinen Fertige Nothguß⸗Lager für Dampf- Dreschmaschinen, Lager⸗ Metall zum Ausgießen von ausgelaufenen Lagern, empfiehlt in bester Qualität billigst Ludwig Becker in Offenbach a. M. 1615 Metallgießerei und Fabrik für Dampfmaschinen- und Kessel-Armaturen. Schlesischer Feuchelhouig-Ertract von L. W. Egers, 1265 als das wirksamste Hausmittel bei Hals- und Brustleiden, Husten, Heiserkeit, Verschleimung, Kitzel und Beschwerden im Halse, Bräune, Krampf⸗ und Keuchhusten ꝛc. hinlänglich bekannt, bei Kinderkrankheiten so zu sagen eingebürgert als Hausarzt jeder besorgten Mutter, wie nicht minder für an Hämorrhoiden und Verstopfung Leidende zum Zwecke einer leichten Leibesöffnung so sehr bewährt, wird eben seiner erprobten Güte und weltverbreiteten Absatzes wegen vielfach nachgepsuscht. Man achte deshalb genau darauf, daß jede Flasche des ächten Schlesischen Feuchelhonig-Extracts Siegel, Etiquette nebst Facsimile, sowie die eingebrannte Firma seines Erfinders und alleinigen Verfertigers IL. W. Egers in Breslau trage und gekauft wird nur bei Jos Hoffmann in Friedberg. EPE ðZVß — Hamburg-Amerikanische Packetsahrt-Actiengesellschast. Directe Post⸗Dampfschifffahrt zwischen Hamburg und New- Vork — vermittelst der Post-Dampfschiffe Teutonia, Capt Bardua, am 27. Juli, Saxonia, Capt. Haack, am 10. Aug., Hammonia,, Ehlers,„ 3. Aug., Germania,„ Schwensen,„ 17. Aug. Die mit* bezeichneten Dampfschiffe laufen Southampton nicht an. Passagepreise: Erste Cajüte preuß. Cour. Rthlr. 165, Zweite Cajüte preuß. Cour. Rthlr. 115, 1 Zwischendeck preuß. Cour. Rthlr. 60. Briefporto von Hamburg 4½ Sgr., vom Inlande 6½ Sgr. Briefe zu bezeichnen„per Hamburger Dampfer“. 1739 Näheres bei C h ri st. H e ch t, 285 Spectal-Agent in Friedberg. Dielen, Latten und Sandplatten, wie auch CTreypentritte, Auhkrippen, Schweintröge, Kennelrinnen& Schleissteine 1513 in großer Auswahl billigst bei Ph. Dau. Künimich. Ludwigsbrunner Mineralwasser! 1743 Vielseitigem Verlangen nachzukommen und verehrter Friedberger Einwohnerschaft zu ermöglichen das beliebte Ludmigsbrunner Mineralwasser in ihren Haus- haltungen als tägliches Getränke benutzen zu können, finden wir uns veranlaßt, monatlich regelmäßig zweimal eine Fuhre unseres Quellenproduktes nach dorten zu dringen und ver⸗ abreichen, um Jedem Gelegenheit zu bieten, ohne großen Kostenaufwand sich an demselben zu erquicken und zu loben, den großen Krug zu 6 Kreuzer; reingehaltene ganze Krüge nehmen wir zu 3 Kreuzer retour. Das Ludwigs wasser enthält sehr wirksame und der Gesundheit zuträgliche Bestandtheile; es ist durchaus frei von Eisentheilen, demnach sehr leicht verdaulich und kann zu jeder Zeit, namentlich beim Essen, ohne Unbequemlichkeit genossen werden. g Ferner enthält dasselbe eine ungewöhnlich große Menge von kohlensaurem Gas, welches besonders fest mit dem Wasser verbunden ist; diese günstige Eigenschaft gewährt den außer ordentlichen Vortheil, daß sich die fire Luft nur allmälig und nicht zu schnell im Magen ent— wickelt und dadurch keine Unbehaglichkeiten in demselben verursacht, was man bei so vielen fabricirten Mineralwassern zu befürchten hat. Aufträge werden von der Expedition dieses Blattes, Herrn H. Simon und in dem Hotel Trapp entgegengenommen. 0 Die Verwaltung des Ludwigsbrunnen. 6 3— ö r Zwei Schmiedegesellen Per obere Stock meines Hauses 1771 können sogleich eintreten bei 1537 ist zu vermiethen und kann sogleich bezogen werden. Ehr. Ritzel, pof⸗Husschmiev. arl Spamer. Güter-Versteigerung. 1590 Mittwoch den 7. August d. J., Vormittags 11 Uhr, sollen in hiefigem Rathhause die nachbeschriebenen Immobilien des hiesigen Bürgers Konrad Kopp nämlich: Gemarkung Friedberg. Flur Nr. Klafter 1. 84. 102. Grabgarten am Schützenrain. Gemarkung Fauer bach b.§ Flur Nr. Klafter 4. 172. 148. Acker Kappesgärten auf dem Krämer, öffentlich melstbietend zwangsweise versteigert werden. Friedberg den 24. Juni 1867. In Auftrag Großherzoglichen Lanpgerichts Friedberg Großherzogliches Ortsgericht Frtedberg J. Der dienstälteste Gerichtsmann F Atüchtige Schuhmachergesellen 1766 finden sofort Beschäftigung bei H. Waas, Schuhmachermeister. Weißerüben⸗ Saamen, 1769 selbstgezogner, lange Grauköpfe und Rotßbköpfe, bei Leineweber, Saamenhandlung. Zur gefülligen Beachtung! 1770 Mit dem Heutigen sind bei mir Butter, Käse und Eier in bester Qualität zu haben. Friedberg den 22. Jult 1867. Spenglermeister K. Ludwig's Wtw., Metzgergasse. Mobiliar Versteigerung. 1768 Montag den 21. d. Mts.. Nachmittags 1 Uhr, läßt Wittwe Lack von Schwalheim in ihrer Behausung folgende Gegenstände versteigern: 1 einspännigen Wagen mit Zubehör, 1 Schwab⸗ und Schaufelpflug mit neuem Vokpflug und noch sonstige Haus- und Oeconomse-Geräthschaften. Eine Chaise, 1767 sowie eine große Waschmange, steht in der Pfarryofraithe zu Bellersheim, bei Hungen, zu verkaufen. Besten Portland Cement 764 durch den directen Bezug zu seor billigen Preisen bei Jean Huber. Herbstrüben⸗Saamen 1752 vorzüglicher Qualtität bei 1 Jacob Herrmann. Filet-Zecken, 1725 die neusten und schönsten Muster, verkauft zu sehr billigen Preisen K. Friedrich neben der Poff. Kirchen buchsauszüge. Evangelische Gemeinde. Getaufte: 14. Juli. Dem biesigen Bürger und Metzgermeister Johann Deinr. Gröninger eine Techter: Anna Katharina, geb. am 23. Juni. 16. Juli Dem Königl. Preuß. Hauptmann a. D. Grafen Eduard Wilh. Maximii. Ludomillus Hugs von Hacke eine Tochter: Sabine Eduardine Caroline Maxi⸗ miliane Cäcilie Adelaide Marta, geb. am 29. Mai. 7. Juli.(Auf dem Hofe Lindenfels bei Hohenzell in der Königl. Preuß. Provinz Hessen.) Dem dortigen Pächter Theodor Franz Trapp von hier eine Tochter: Ida Christiane, geb. am 2. Juni. S 1 14. Juli. Feonbard Metfinger, Zögling des biefigen Schullelrer⸗Seminars, des Ortsbürgers und Landwirthes zu Kirch⸗Brombach im Kreise Neuftadt Nicolaus Mei⸗ singer II. Sobn, alt 18 Jahre, 3 Monate, 17 Tage, + am 13. Juli. 5, 17. Jult. Konrad Schneider, Zögling des hiefigen Schullehrer⸗ Seminars, des Ortsdürgers und Gastwirthes zu Maulbach im Kreise Alsfeld Heinrich Schneider I. Sohn, alt 18 Jahre, 2 Menate, 6 Tage, 1 am 15. Juli. 19. Juli. Joh. Heinr. Wuhelm Weckerling, hiefiger Bürger und Maurermetster, alt 75 Jahre, 5 Monate, 26 Tage, 1 am 17. Juli. g 1 20. Jull. Martin Löschhorn aus Villingen im Kreise Nidda, ungefähr 46 Jahre alt, 4m in der Nacht vom 18. auf den 19. Juli. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. * En dt a — Mr Ge 0 10. Juli 10 In dec das W Garten Stadt lichen 2) Das der J 3) Es de diesem 2 Hessen. ner. Jud sormung der convention ihr Recht, prüfen. N allen gegen 102,600 f Der Antras Hallwachs Invaliden 1 Soldaten ir einstinmig a eingebrachte die Vermißte dat want e an gelegenen Kammer. seher um Uebernachti Beschluß e jenigen, de besucht we Vlrordnunt wird nach 5 1 Sizun on Pferd o wöt nochmali e shrsealag nahmesetzen uusehen. Berathung san 000 f