2 bor Oe In. Donnerstag den 21. Februar. zeiger für Oberhessen. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. — Bestellungen auf den„Anzeiger für Oberhessen“ für das erste Halbjahr werden fortwährend bei den auswärtigen Postämtern angenommen, für Friedberg bei der Expedition. Betreffend: Die Statistik der Bewegung der Bevölkerung, hier Amtlicher Theil. die Register über die Weg- und Zuzüge in 18866. Friedberg den 19. Februar 1867. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzogl. Bürgermeistereien mit Ausnahme von Dorheim, Dorn-Assenheim, Nauheim, Reichelsheim, Rödgen und Schwalheim. Nur wenige von Ihnen haben die vorschriftsmäßige Vorlage in obigem Betreffe gemacht; weshalb wir Sie an deren sofortige Einsendung bei Meidung der Abholung erinnern. Betreffend: Die Statistik der Bewegung der Bevölkerung g, hier die Register über Heirathen und Sterbfälle für Das au f e en l bese — 1866. Tea p. Friedberg den 19. Februar 1867. an die Großherzoglichen Bürgermeistereien Assenheim, Butzbach, Fauerbach v. d. H., Friedberg, Griedel, Kirch-Göns, Langenhain, Melbach, Nieder⸗Florstadt, Nieder⸗Weisel, Ober-Rosbach, Ostheim, Pohl-Göns, Rockenberg, Steinfurth, Weckesheim und Wölfersheim. Wir sehen der sofortigen Einsendung der obigen Register, oder Bescheinigung, daß bei den Israeliten Heirathen und Sterbfaͤlle in 1866 nicht vorgekommen sind, entgegen. Ter a p p. Hessen. Darmstadt. Regierungsblatt Nr. 9 enthält: I. Bekanntmachung, die Einberufung des Reichstags des Norddeutschen Bundes betreffend. Das nachstehende Patent, welches Seine Majestät der König von Preußen auf Grund der Allerhöchst Ihm von den Regierungen der zum Norddeutschen Bunde vereinigten Staaten nach dem beigedruckten Protocollauszug ertheilten Ermächtigung erlassen hat, wird hiermit für die noͤrdlich des Mains gelegenen Gebietstbeile des Großherzogthums zur öffentlichen Kenntniß. Darmstadt den 15. Februar 1867. Großherzogliches Ministerium des Innern. v. Dal wigk. Das Großherzogl. Zimmermann Wir Wilhelm von Gottes Gnaden König von Preußen ꝛc. thun kund und fügen hiermit zu wissen: Nachdem Wir mit den verbündeten Regierungen der Norbdeutschen Stasten übereingekommen sind, zur Berathung der Verfassung und der Einrichtungen des Norddeutschen Bundes Vextreter der Nation zu einem Reichstage zu versammeln, die gedachten Regierungen auch durch ihre Bevollmächtigten am 18. Jannar d. J. den Beschluß gefaßt haben, die Einberufung des Reichstags der Krone Preußen zu übertragen, und nachdem die allgemeinen Wahlen am 12. Februar d. J. staltgefunden haben, berufen Wir den Reichstag des Norddeulschen Bundes hierdurch auf Sonntag den 24. Februar d. J. in Unsere Haupt⸗ und Residenzstadt Berlin. Gegeben zu Berlin den 13. Februar 1867. (L. S.)(gez.) Wilhelm. (gegengez.) von Bismarck. Füt die wörtliche Uevereinstimmung mit dem Orginal. (L. S.) de la Oroix II., Geheimer Hofrath im Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten. (Folgt der Auszug aus dem Protocoll der Conferenz zur Berathung und Feststellung der Verfassung des Nord- deutschen Bundes.) II. Bekanntmachung, die Aufbringung der Bebdürfnisse der ioraelitischen Religions gemeinde zu Offenbach für 1867 betreffend. III. Uebersicht der für das Jahr 1867 genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Communalbedürfnisse in den Gemeinden des Kreisea Alsfeld. IV. Dienstnachrichten.(Warden in Nr. 9. und 13. d. Bl. bereits mitgetheilt.) V. Versetzung in den Ruhefand: am 4. Januar wurde der Hofgerichts⸗Secretär bei dem Hofgerichte der Provinz Oberhessen Justizrath Carl Ludwig Valser— und der Landgerichts⸗Assessor bei dem Landgerichte Lauter⸗ bach Friedrich Ebel, beide auf Nachsuchen und unter Anerkennung ihrer langjährigen treuen Diensie,— und an demselben Tage der Landgerichtsassessor bei dem Land⸗ anche Battenberg Heinrich Carl Gebhard auf sein Nach⸗ uchen temporär in den Ruhestand versetzt. — Dem Vernehmen nach soll das 3. und 4. Infanterie Regiment als hessisches Con- tingent dem norddeutschen Bund zugetheilt und bei den Rekrutirungen der nächsten Jahre die Ersatzmannschaft für diese Truppen— körper nur der oberhessischen Aushebung ent— nommen werden, so daß nach Ablauf mehrerer Großherzog von Hessen und bei Rhein, für die Jahre die Mannschaft der Brigade nur aus nördlich vom Main belegenen Theile des Groß— Angehörigen der Provinz Oberhessen bestehen herzogtbums Hessen, einen ewigen Bund zum wird.— Bei der ganzen großh. Armeedivision Schutze des Bundesgebietes und des innerhalb soll als Kopfbedeckung das Käppi, bei einzelnen Abtheilungen schon in nächster Zeit, eingeführt werden. Die Verhandlungen der Regierungen in Stuttgart haben zu einer Ver-— ständigung wegen Einführung, der allgemeinen Dienstpflicht und des Prozentsatzes geführt. Wegen der gemeinsamen Uebungen der Truppen soll ein besonderes Abkommen unter den betreffenden Regierungen getroffen werden. bildung der Officiere ist keine Vereinbarung er— folgt. Die Verhandlungen darüber sollen im Detail am 1. Oktober aufgenommen werden. Ueber die Infanterie-Gewehre ist noch nichts beschlossen. Was die Formation der Truppen betrifft, so wird das Bataillon eine Stärke von 1000 Mann erreichen, ein Regiment fünf Es— cadrons und die Batterien sechs Geschütze zählen. — Regierungsaccessist Emmerling aus Darm— stadt ist zum Kreisassessor in Dieburg; Regierungs- accessist C. Jost aus Bensheim zum Kreisassessor in Schotten ernannt worden. Friedberg. Die Köln. Ztg. veröffentlicht den aus 71 Artikeln bestehenden Entwurf der Verfassung des norddeutschen Bundes, dessen vollständiger Abdruck den Raum unseres Blattes übersteigen würde; wir behalten uns jedoch vor, die durch den Reichstag endgültig fest- gestellte und angenommene Verfassung des nord— deutschen Bundes s. Z. vollständig zum Abdruck zu bringen. Nach den einleitenden Worten des Ent— wurfs schließen der König von Preußen, der König von Sachsen, der Großherzog von Mecklenburg— Schwerin, der Großherzog von Sachsen-Weimar— Eisenach, der Großherzog von Mecklenburg-Strelitz, der Großherzog von Oldenburg, der Herzog von Braunschweig und Lüneburg, der Herzog von Sachsen-Meiningen und Hildburghausen, der Herzog zu Sachsen-Altenburg, der Herzog zu Sachsen— Coburg und Gotha, der Herzog von Anhalt, der Fürst zu Schwarzburg-Rudolstadt, der Fürst zu Schwarz— burg-Sondershausen, der Fürst zu Waldeck und Pyrmont, die Fürstin Reuß älterer Linie, der Fürst Reuß jüngerer Linie, der Fürst von Schaum— burg-⸗Lippe, der Fürst zur Lippe, der Senat der freien und Hansestadt Lübeck, der Senat der freien und Hansestadt Bremen, der Senat der freien und Hansestadt Hamburg, jeder für den gesammten Umfang ihres Staatsgebietes, und der Wohlfahrt des deutschen Volkes. süddeutschen- wird den Namen des Norddeutschen führen. Wegen der Aus- desselben gültigen Rechtes, so wie zur Pflege der Dieser Bund Die Wahlen zu den künftigen Reichstagen erfolgen bis zum Erlasse eines Reichswahlgesetzes, für das indeß das Prinzip der allgemeinen und directen Wahlen schon im Voraus festgesetzt ist, nach demselben Gesetze, auf Grund dessen soeben der erste Reichstag gewählt wurde. Doch sollen „Beamte im Dienste eines der Bundesstaaten nicht wählbar“ sein, und die„Mitglieder des Reichstages als solche keine Besoldung oder Entschädigung beziehen dürfen“. Für das Bundes- kriegswesen wird ein Normalbudget(1% der Bevölkerung als Friedenspräsenzstärke, wofür per Mann jährlich 225 Thlr. dem Bundesfeld⸗ herrn[König von Preußen! zu zahlen sind) fest⸗ gesetzt. In allen übrigen Punkten ist die zu⸗ künftige Verfassung der ferneren Ausbildung und Entwicklung fähig. Ein Oberhaus existirt nicht, die Regierungen haben aber im Bundesrath 43 Stimmen, von denen Preußen selbst 17 führt, mithin hat die Gesammtheit der andern Staaten immer noch 9 Stimmen mehr als Preußen. Der Reichstag hat innerhalb der Sphäre seiner Gesetzgebung das Recht der Initiative, und was seine und zugleich des Bundesraths einfache Mehrheit erhält, ist Bundesgesetz, und dieses geht den Landesgesetzen vor. Der 15. und letzte Abschnitt des Entwurfs der neuen Bundes- acte betitelt sich:„Verhältniß zu den süddeutschen Staaten“, und hat nur einen, den folgenden (71.) Artikel:„Die Beziehungen des Bundes zu den süddeutschen Staaten werden sofort nach Feststellung ver Verfassung des nordeutschen Bundes durch besondere, dem Reichstag zur Genehmigung vorzulegende Verträge geregelt werden.“ Alsfeld. Das Resultat der Reichstagswahl im dritten Bezirk ist folgendes: Von den 8727 abgegebenen Stimmen fielen 4497 auf den Grafen Otto von Solms-Laubach, 3149 auf Fabrikanten Lerch, 983 auf Pfarrer Welcker, 98 zersplitterten sich auf verschiedene Namen. Lich. Der frühere Präsident der ersten Kammer der hessischen Stände, Fürst zu Solms⸗ Hohensolms-Lich, ist in dem Wahlkreise Wetzlar⸗ Rodheim⸗ Altenkirchen mit 9800 Stimmen zum Mitgliede des norddeutschen Reichstags gewahlt worden. Die absolute Majorität betrug 6600 Stimmen; 3600 fielen auf den k. Obertribunal- rath Frech in Berlin. Preußen. Berlin. Auf Antrag Preußens haben die Bevollmächtigten der zum norddeutschen Bunde gebörigen Regierungen die in den§§. 14 und 25 des Verfassungs⸗Entwurfs bezeichneten, dem Präsidium sowohl wie dem Bundesrathe eingeräumten Befugnisse, so weit sich dieselben auf den Reichstag beziehen, der Krone Preußen übertragen, und ermächtigen dieselbe dem Reichstage den Verfassungs-Entwurf, über den die verbündeten Regierungen sich geeinigt haben werden, vor— zulegen und für dessen Vertretung dem Reichstage gegenüber die nöthige Vorsorge zu treffen. Die erwähnten§§. heißen: F. 14.„Dem Präsidium steht es zu, den Bundesrath und den Reichstag zu berufen, zu eröffnen, zu vertagen und zu schließen.“§. 25.„Die Legislatur-Periode des Reichstages dauert drei Jahre. Zur Auflösung des Reichstages während derselben ist ein Beschluß des Bundesrathes unter Zustimmung des Prä⸗ sidiums erforderlich.“ — Die deutsche Lehrerversammlung wird in diesem Jahre zum ersten Male in Preußen tagen, nachdem der Cultusminister v. Mühler erklärt hat, kein Bedenken gegen die Abhaltung der all— gemeinen deutschen Lehrerversammlung in Hildes— heim zu haben, und daß er davon bereits das königl. Gouvernement in Hannover zur weiteren Förderung der Angelegenheit in Kenntniß gesetzt habe. — Der König und der Kronprinz begeben sich am 19. d. Vormittags 11 Uhr in Begleitung des Generaladjutanten v. Treskow zum Besuche des sächsischen Hofes nach Dresden und werden am Mittwoch Abend wieder zurückkehren. Köln. Leider ist die Cholera wieder in unserer Stadt ausgebrochen und zwar in nicht unerheblicher Weise. Am 15. sind 5, am 16. 4 und heute ebenfalls 4 Cholerakranke gestorben und im Cholera⸗Hospital war gestern Abend ein Be⸗ stand von 29 Kranken. Im vorigen Jahre sind 261, im letzten Monat 4 und im Februar schon 19 Cholerakranke gestorben.. Sachsen. Dresden. Glaubwürdigen Mittheilungen zufolge räumen die Preußen am 1. Juli 0. Dresden, behalten dagegen Leipzig, Bautzen und die Festung Königstein besetzt. Sachsen bildet das zwölfte Bundesarmeecorps. Der König von Preußen ernennt den Ober⸗ befehlshaber nach dem Vorschlage der sächsischen Regierung, der König von Sachsen die comman⸗ direnden Generale mit dem Einverständnisse der preußischen Regierung. Württemberg. Stuttgart. In einer dahier stattgehabten Arbeiterversammlung, welche von 4 500 Theilnehmern besucht war, wurde in den gefaßten Resolutionen sich für das all⸗ gemeine Wahlrecht ausgesprochen und weiter beschlossen, dahin zu wirken, daß baldigst ein Gesetz zu Stande gebracht werde, welches Frei⸗ zügigkeit für ganz Deutschland gewährleiste. Oesterreich. Wien. der Prinz Bernhard v. Solms ist vom hannoverschen Flügeladjutanten Baron v. Wedell im Duell erschossen worden. Der Prinz war ein Verwandter des Königs Georg von Hannover. Frankreich. Paris. Das franzbösische Budget für das Jahr 1868 ist wie folgt ver⸗ anschlagt: Ordentliche Einnahmen 1,673, 451,585 Fr., specielle und departementale Einnahmen 259,076,993 Fr., außerordentliche Einnahmen 21,996,666 Fr., zusammen 1, 954,525,244 Fr. Ausgaben, ordentliche 1,548, 775,621 Fr., specielle und departementale 259,076,993 Fr., außerordentliche 146,489,500 Fr., zusammen 1,954, 342,114 Fr., Ueberschuß 183,180 Fr. Italien. Florenz. Das Ministerium ist neu gebildet und besteht aus: Ricasoli, Vorsitz und Inneres; Venosta, Auswärtiges; Depretis, Finanzen; Devincensi, öffentliche Arbeiten; Branchert. Marine; Correnti, Unterricht; Cugia, Krieg. Zum Jufstizminister wird wahrscheinlich Mari ernannt werden. P ³˙¹·wꝛ ⁵˙ w ̃ ³Nmg— Rußland. Von der polnischen Gränze wird berichtet, daß das Russificirungswerk im Königreich Polen in früher kaum geahnter Weise vorschreitet; die materiellen Vortheile nämlich, die durch den Uebertritt zur orthodoxen griechischen Kirche erlangt werden, sind für die Launen im Glauben so ver— lockend, daß sie keinen Anstand nehmen, das katholische mit dem griechischen Kreuz zu ver— tauschen. Ist diese Wandlung aber einmal geschehen, so sind sie Russen mit Leib und Seele. Die Regierung setzt auch nicht aus religiösen Gründen einen Werth auf diesen Uebertritt, sondern lediglich aus politischen, denn sonst würde man auch die Protestanten zum Uebertritt zu verlocken suchen, was jedoch nicht geschieht, weil man weiß, daß man an diesen ohnehin treue Unterthannen hat. Der katholische Clerus wagt es nicht mehr, die Uebergetretenen von der Kanzel herunter zu verdammen, seitdem man deßhalb zwei Domherrn verhaftet und weggebracht hat. Interessant ist es auch, zu erfahren, daß die Regierpng in Polen sich nicht mehr damit begnügt, nur Russen als höhere Beamte anzustellen und die russische Sprache als ausschließliche Amts— sprache einzuführen, sondern anfängt, die polnischen Städtenamen, wo sich nur irgend ein Anlaß dazu findet, in russische zu verwandeln. Amerika. Newyork. Wie es heißt, haben Präsident, die Minister und die Gouver— neure verschiedener südlichen Staaten längere Berathschlagungen gehalten und sich geeinigt, einen neuen Reconstructionsplan auf folgende Grundlage in Vorschlag zu bringen: Verzichtleistung auf das Recht, aus dem Bunde auszutreten; Bestimmung, daß der Congreß nicht berechtigt sei, einen Staat auszuschließen; Heilighaltung der Nationalschuld, Zurückweisung der conföderirten Schuld; Stimm⸗ recht für alle Männer, eingeborne oder naturali⸗ sirte, wofern sie das gesetzliche Alter haben und lesen und schreiben können, oder steuerpflichtiges Eigenthum im Werthe von 250 Doll. besitzen. Ausgenommen unbesteuerte Indianer. S. Hungen. Der Vorschuß⸗ und Credit⸗ Verein dahier besteht seit Mai 1866 und erstattete in der am 13. d. M. abgehaltenen Generalversammlung Ab⸗ rechnung für 1865, wobei sich trotz der schweren Kriegs⸗ periode ein Umsatzkapital von circa 1000 fl. ergab und den Mitgliedern auf den Gulden Stammkapital 5% Di⸗ vidende gutgeschrieben werden konnte. Der Verein zählt gegenwärtig 30, meist dem Handwerkerstande angehörige Mitglieder, wurde nach den Grundsätzen von Schulze⸗ Delitzsch gegründet und ist der Procentsatz so nieder als für den Anfang nur möglich gestellt. Seit den wenigen Monaten seines Bestehens hat der Verein schon Manchem aus momentaner Verlegenheit geholfen, also auch hier als ein zeitgemäßes und wohlthätiges In itut sich bewährt. Es wäre daher sehr zu wünschen, wenn sich noch Viele aus der Stadt und näheren Umgebung dazu entschließen möch⸗ ten, demselben beizutreten. Gießen. Ein junger Mann von circa 20 bis 21 Jahren, welcher heute Morgen mit der Bahn von Frank⸗ furt kam, ließ sich im hiesigen Wartesaal einen Weck ge⸗ ben und während er sein Messer aus der Tasche nahm, um denselben aufzuschneiden, sank er zusammen und ver⸗ schied augenblicklich. Die Leiche wurde in das Cliuikum gebracht. Sachsenhausen. Eine Anzahl hiesiger Einwohner hat, von dem Gedanken ausgehend, daß einem jungen Manne, namentlich wenn er keine Mittel besitzt, ein drei⸗ jähriger Militärdienst sehr hart und schwer ankommen muß, besonders wenn er von elterlicher Seite keinen Zu⸗ schuß zu dem kargen Solde erhalten kann, eine von dem schönsten Erfolg begleitete Sammlung veranstaltet, aus deren Ertrag nicht allein ein Fonds für die Zukunft ge⸗ gründet, sondern auch für das Erste die Mittel herge⸗ nommen werden sollen, um die bereits zu den Fahnen eingerufenen Sachsenhäuser zu unterstützen.— Neuß. Man will in unserer Gegen? bemerkt haben, daß durch die Desinfection der Düngerstätten während der Cholerazeit nicht nur die Seuche sich minderte, sondern auch eine andere Landplage, die der Ratten, wenigstens theilweise schwand. Es liegen also doppelt Gründe vor, in dem Desinfektionsverfahren nicht inne zu halten. Petersburg. Der Telegraph zwischen Ruß⸗ land und Amerika. Es ist Aussicht vorhanden, daß der Telegraph zwischen Rußland und Amerika noch vor dem dazu bestimmten Termin dem Weltverkehr übergeben werden wird. Die Compagnie der Amerikaner legt den⸗ selben über die Behringsstraße bis Nikolajewsk, die Weiter⸗ führung von Nikolajewsk nach Werchneudinsk wird für Rechnung Rußlands bewerkstelligt. Von letzterem Orte bis Srentensk sind die Pfähle schon gesetzt, ein Durchhau des Waldes wird vorbereitet. Das Telegraphen⸗Material ist aus dem Auslande glücklich auf dem Amur angelangt und dessen größter Theil auf demselben an den Ort der Arbeiten geschafft. Wegen Eintrittes der Fröste wird der in Blahoweschtschensk zurückgebliebene Theil mit Eröffnung der Schifffahrt auf die Linie vertheilt werden. Aller Schwierigkeiten auf der Linie nach Grobiza(180 Werst) ungeachtet, hofft Major Brun de St. Hypolite, dieselbe im Herbst dieses Jahres in Thätigkeit setzen zu können. Die amerikanische Compagnie hat die Behringsstraße behufs Legung des Kabels bereits gepeilt. Auf dem amerikani⸗ schen Festlande ist der Telegraph von New⸗Pork bis Kenel gelegt; in Asien sind die Arbeiten zwischen Gischiginsk und dem Ausfluß des Anadir in Angriff genommen. Im Laufe des Winters werden die Pfähle für die ganze asia⸗ lische Linie angefertigt und an die Orte der Arbeiten ge⸗ bracht sein. . Der Leichnam des renommirten Löwentödters Jul. Gerard, welchen man einfach im Jong ertrunken glaubte, ist in diesem afrikanischen Fluß zwischen Woola und Makalei mit auf den Rücken gebundenen Händen, einen schweren Stein am Halse und entikleidet, aufgefun⸗ den worden. Die Mörder sind Kosos⸗Neger, die ihn be⸗ gleiteten und den Mord aus Raubsucht verübten. Gerards Dollmetscher führten sie als Sklaven fort. Als dieser vor geraumer Zeit entfliehen konnte, gab er die Anhaltspunkte für obige Nachsuchung an. „„ Der Talgbaum, der in den nötkdlichen Gegenden Chinas einen mächtigen Handelszweig zu bilden anfängt, ist in neuerer Zeit von dorther auch in Indien eingeführt worden. Er gedeiht und wächst sehr üppig in den nordwestlichen Provinzen und in Pungab, und in den Regierungspflanzungen wird er bereits mit zehn Tausenden cultivirt, die Tonnen von Samen liefern. Dr. Sameson bereitete aus dem Samen 100 Pfund Talg und sendete 50 Pfund davon an die Eisenbahn in Pungab, um eine Brauchbarkeit zum Einschmieren prüfen zu lassen. Zu Lichtern ist der Talg ausgezeichnet. Er gibt eine helle, glänzende und geruchlose Flamme und ist ganz frei von Rauch. Der Baum gibt auf den Höhen wie in der Ebene eine reiche Ernte und wächst mit großer Schnellig⸗ keit. Manche Bäume, die vor acht Jahren gesäet wurden, haben jetzt schon einen Umkreis von sechs Fuß und sind drei Fuß hoch. Das Holz ist weiß, sehr fest und eignet sich vortrefflich zu Druckerblöcken, und um den Baum im vollsten Sinne des Wortes allgemein nützlich zu machen, werden die Blätter als Farbffoff benützt. Landwirthschastliches und Gewerbliches. ** Zur Beruhigung böser Pferde, welche sich nicht beschlagen lassen wollen, theilt uns Herr Dr. Henkelmann aus der pharmaccutischen Zeitung ein Mittel mit, welches seiner Einfachheit wegen wohl verdiene probirt zu werden. Man gießt nämlich in ein Tuch etwas Petersilienöl und hält dasselbe mit beiden Händen an die Nase des ftörrischen Pferdes. Augenblicklich läßt sich das böseste Pferd ohne allen äußeren Zwang ganz ruhig beschlaten. 5 „Chemiker C. Puscher hat im Nürnberger Gewerbe⸗ verein folgendes Recept einer guten Tinte vor anderen besonders empfohlen: Man kocht 10 Loth Blauholz mit der vierfachen Menge Wasser bis zur Hälfte ein und thut dasselbe mit der halben Menge des Wassers nochmals, mischt hierauf beide Abkochungen zusammen, fügt 2 Loth Chromalaun hinzu und kocht noch eine Viertelstunde, in welcher Zeit sich der letztere auch gelöst haben wird. Nach weiterem Zusatz von 1 Loth arabischem Gummi erhält man circa 25 Loth einer tief veilchenblauen klaren Lösung, welche die gute Eigenschaft hat, daß sie gleich tiesschwarz schreibt. Löst man noch 1 Loth arabisches Gummi und ½ Loth Farinzucker oder Glycerin darin auf, so erzielt man eine vortreffliche Copirtinte. Schwurgericht der Provinz Oberhessen. II. Quartal 1867. Sauptgeschworene: 1) Georg Pyilipp Diel, Gastwirth zu Ober⸗Wöllstadt. — 2) Wilhelm Fink, Kaufmann zu Vilbel.— 3) Wil⸗ helm Kleberger II., Landwerth zu Melbach.— 4) Isaac Hanau, Seifensabrikant zu Gießen.— 5) Heinrich Rupp, Oeconom zu Ober⸗Erlenbach.— 6) Heinrich Ludwig Pe⸗ ter Wolff, Deconom zu Rommelshausen.— 7) Georg Nicolay, Landwirth zu Dauernheim.— 8) Johannes Geiß, Landwirth zu Stammheim.— 9) Friedrich Wag⸗ ner, Müller zu Gambach.— 10) Heinrich Peter, Land⸗ wirth zu Bernsfeld.— 11) Georg Höres, Oeconom und Branntweinbrenner zu Unter⸗Widdersheim.— 12) Karl Puth, Oeconom zu Nieder⸗Wöllstadt.— 13) Andreas Ganß, Eisen⸗ und Specereihändler zu Grebenbain.— 14) Georg Steffan II., Gastwirth zu Echzell.— 15) Fried⸗ rich Kempff, Post⸗Stallmeister zu Gießen.— 16) Johan⸗ nes Weber III., Bürgermeister zu Eichelsachsen— 17) Heinrich Schäfer, Zeugfabrikant zu Schlitz.— 18) Hein⸗ rich Bausch I., Oeconom zu Nieder⸗Wöllstabt.— 19) Jo⸗ seph Dauch, Müller zu Hoͤchst a. d. N.—. 20) Georg Kaspar Mogk II., Weinwirth zu Echzell.— 21) Heinrich Ruppel, Oeconom zu Kloppenheim.— 22) Theophil Baist, Hofgerichts⸗Advocat zu Gießen.— 23) Johannes Bloch II., Lardwirth zu Stockhausen, Kr. Lauterbach.— 24) Fried⸗ rich Krauß, Müller zu Selters.— 25), H. Wilhelm Moll, Kaufmann zu Allendorf a. d. Lumda.—. 28) Urias Hahn, Schildwirth zu Bellersheim.— 27) Johannes Jochem V., Landwirth zu Laubach.— 28) Georg Reitz, Bürgermeister zu Södel.— 29) Freiherr von Wetzel zu Ober⸗ Mörlen. — 30) Johannes Köhler IV., Schildwirth zu Langsdorf. V er Io o fungen. Fenrene en 15 Fr.⸗Loose. 1 Serie 493, 607, 687, 912, 1020, 1423, 1614, 1749, 3004, 4354, 4865, 893, 54177, 5912, 6129, 5064, 6518, 7047, 7096, 7938. i Oeffen 907 O Gunbermank! cesordert ite 0 uzumelden, wid! Hades nich! dert Altenfadt Oro 6 1 0 340 Nach em! Gläubiger ein Vertrag abge unbefannten& abe Einsicht der zu nehmen frißt du erklären oder Wochen dorzubrt däugung erte werden wird. Fried bet. 6 N —— Liefer 417 Jrellag die Lirferung der Beim der dem Berwallun Pergeben, woft ficht ofen egen zniedberg Oroßhersogle —— 2 430 Nona werden auf 31 Haufen ein alter ba 2 2 288 1 Oeffentliche Aufforderung. Nachdem Großberzogliches Hofgericht der Provinz Oberbessen üdet das mit 8189 fl. 26 kr. überschuldete Jer mögen des Ortsbürgers und Landwirthes Stephan Frotzler von Oder Wöllstadt, welcher den Nachlaß siines unterm 25. October v. J. ledig derstorbenen kruders Georg Adam Brotzler von dott übernommen, du förmlichen Concurs erkannt bat, werden alle dessen Akaunte wie unbekannte Gläubiger bierdurch aufge— fürdert, ihre Forderungen und Ansprüche jeder Art an des bezeichnete Vermögen, bei Vermeidung des ftill⸗ spweigend erfolgenden Ausschlusses von der Masse, im Lermine Montag den 11. März k. Z., Vormittags präcis 9 Ubr, tuhier anzumelden und zu begründen. Im nämlichen Termine soll gleichzeitig die Ein— ebung eines Arrangements, welches früher fehlgeschlagen, ziederholt versucht, in Entstehung der Güte aber ein Fläubiger⸗Ausschuß gewählt und ein Masse- Curator bestelle, und sollen weiter Bestimmungen über die Rich igkeit der liquidirt werdenden Forderungen und An- Früche, sowie über die Verwaltung, resp. Veräußerung ind Verthetlung der Masse getroffen, und die in den zedachten Beziebungen von der Mehrheit der erscheinen⸗ een und giltig vertretenen Gläubiger gefaßt werdenden zeschlüsse auch für die Minderheit der persönlich an vesenden oder hinteichend vertretenen Gläubiger für ondend angesehen werden. J Friedberg am 19. Dezember 1866. Großherzogliches Landgericht Friedberg Reitz, p pe s, Land richter. Landgerichts Assessor. Oeffentliche Aufforderung. 92 Die Gläubiger der versterdenen Johannes Hundermanns Wittwe von Glauberg werden auf— tefordert ibre Forderungen innerhalb 4 Wochen dahier anzumelden, widrigenfalls sie bei Regulirung des Nach— uusses nicht berückfichtigt werden. Altenstadt den 2. Febtuar 1867. Großherzogliches Landgericht Altenstadt . d. L. Ma y Landgerichis⸗Assessor. Gdietalladun Die Insolvenzanzeige des Metalldrückers C. F. Lang von Friedberg betreffend. 40 Nachdem Rubrikat mit der Mehrbeit seiner bekannten Gläubiger ein Arrangement,'esp. einen Stundungs⸗ Jertrag abgeschlossen hat, werden alle etwa noch inbekannten Gläubiger unter der Eréffnung, daß ihnen tte Einficht der erwachsenen Acten auf dem Actuartate u nehmen freiffebe, hiermit aufgefordert, ihren Beitritt 5 oder Einwendungen binnen Frist von vier Wochen vorzubringen, als sonst dem Vertrage die Be⸗ tätigung ertheilt und derselbe in Vollzug gesetzt verden wird. Friedberg am 4. Februar 1867. Grcßsberzogliches Landgericht Friedberg Reitz, Steinberger, Landrichter. Landgerichts: Assessor. Lieferung von Gerstenstroh. 417 Freitag den 22. d. M., Vormittags 10 Uhr, wird die Lieferung von 1000 Gebund Gerflenstrob zu Füllung der Betten des dahter garn: sonirenden Bataillons, auf dem Verwaltungsbureau desselben, mittelst Summisston vergeben, woselbst die Lieferungsbedingungen zur Ein; sicht offen liegen. Friedberg den 16. Februar 1867. Großherzoglicher Verwaltungsrath des 2. Bataillons 2. Infanterie Regiments Der Präfident: panesse, Mufor. n 430 Montag den 25. d. Mis., Nachmittags 1 Uhr, werden auf dem Burggarten daßhier 17 Stück Eschen⸗, Ahorn und Ulmen ⸗Slangen von 5 bis 10“ Durchm., 31 Haufen Erbsenreiser, verschiedenes altes Gehölz und ein alter Pandkarren öffentlich versteigert. Zriedberg den 19. Februar 1867. Großherzogliches Rentamt Frtedberg Lin deck. An demselben Tage um 2 Uhr wird in der Wohnung des Großherzoglichen Schloßbeschließers Dönges ein alter Maha gonsflügel an den Meistbietenden öffentlich versteigert. Bau-, Werk- und Nußholz⸗Versteigerung in der Fürstlichen Oberförsteret Lich. 425 Mittwoch den 27., Donnerstag den 28. Februar und Freitag den 1. März, jedesmal Morgens präcts 9 Uhr, soll im Distriet„Höler“ am Garbenleicher Weg verstetgert werden: 322 meistens slarke Eich enstämme mit= 10586 Cbkf., 17% Fichten ⸗ und Kiefernstämme„= 30501 536 Eichen ⸗ und Birken ⸗Wagnerstangen mit 1409 Cbkfß., 219 farke gichten⸗Stangen mit= 15575 Ebkfß. 21% den 10. Februar 1867. Fürstliche Oberförsterel Lich Eligenbrodt. Edictalladung. machen baben. Telegraphischer Bericht. 434 Nachdem über das Vermögen deo Bäckers Jean Muetheilt von Chr. Hecht Spezialagent in Friet Rasß zu Friedberg der formelle Concurs erkannt Das Hamburger Postdampfschiff Germania Capita worden ist, dird Termin auf: Schwensen, welches von New⸗Hork am 2. Februar ab ing Samstag am 25. Mal d. Z., ist nach einer sehr schnellen Reise von 10 Tagen 4 Stunden Morgens 9 Uhr, wohlbehalten in Cowes angelangt, und hal, nachbem anberaumt, in welchem fämmtliche sowohl bereits Jelbst die Vereinigte Staalen⸗Post sowie die für Englan bekannte, als auch unbekannte Gläubiger ihre Forder-und Frankreich bestimmfen Passagiere gelal 2 rüglich ungen und Ansprüche, bei Meldung Ausschlusses von bir eise nach Hamburg soktgesetz un. der Masse dahter anzumelden auch etwalge Vorzugs: Dassetbe bringt 122 Passagierk, 1200 1 i rechte, dei Meidung Unterstellung Verzichts geltend zu 374901 Dollar Contaren— 84. B. cfläcke. 12 Friedberg am 7. Februar 1867. Groß herzogliches Landgericht Friedberg Reitz, Steinberger, Landrichter. Landgerichts Assessor. Holz-Versteigerung. 433 Donnerstag den 8. d. M., Vormittags 9 Uhr anfangend, sollen in dem Langenhainer Gemeindewald, Diftutkt Eichkopf, nachfolgende Holzsortimente öffentlich verffeigert werden: 11 Stück Eichen⸗Baustämme, 829 Cbfß. haltend 2 4½ Stecken Eichen und Birken-Prügelhotz, EN 1 gemischtes Stockholz, 4) 6000 gemischte Wellen, 5) 18 Stecken Kiefern⸗Prügelholz, 6 5½„ 9 Stockholz, 7) 1250 Kiefern⸗Wellen. Bemerkt wird, daß das Kiefernholz zuerst, dann die Baustämme und dann das übrige Holz zur Versteigerung kommt. Zusammenkunft präcis 9 Uhr auf der Chaussee am Eingange des Waldes. Ztegenderg den 18. Februar 1867. Großherzogliche Bürgermeisterei Langenhain Rumpf. Holz- Versteigerung. 426 Dienstag den 26. Februar l. J., Vormittags 10 Uhr, werden im Walddistricte Buchwald, nabe bei Ildenstadt 3 Stecken Buchen Scheitholz, 1*„ Prügelboiz, 47„grobes Eichen⸗Stammprügelbolz., 37 N„ Kirschen⸗* 18/4 7 Buchen ⸗Stockbolz, 23„Eichen- 5 400 Stück Buchen⸗Wellen, 7400 5 Eichen Wellen und 23 Eichen ⸗Stämme von 16 bis 25 Fuß Länge und 9 bis 17 Zoll mittl. Durchmesser, öffentlich an den Meistbietenden versteigert werden. Schloß Ilbenstadt den 16. Februar 1867. Gräflich von Leiningen Westerburgische Rentey daf. Bernbardt Bekanntmachung. 4 Die am 12. Februar d. J. im Rockenberger und Oppersbofer Markwald abgebaltent fiscalische Holzver⸗ steigerung ist genehmigt und der ecste Fabrtag auf Dienstag den 25. Februar bestimmt. Arnsburg den 18. Februar 1867. Großherzogliche Oberförferei Münzenberg Trautwein. Bekanntmachung. 428 Montag den 25 d. Mis., Mitiags 1 Uhr, wird ein zweistöckiges Nebengebäude des Stadtwirthsbauses zu Ober⸗Rosbach, gut von Eichendolz erbaut, auf dem Ratyhaus daselbfl öffentlich melstbietend auf den Abbruch versteigert. Dasselbe ist 50“ lang und 27 breit. Kauf⸗ liebhaber können sich wegen Einsicht des Gebäudes und der Verkaufobedingungen an unterzeschnete Stelle wenden. Ober Rosbach den 18, Februar 1867. Großherzogliche Bürgermeisterkt Ober“ Rosbach 432 Montag den 25. d. M., Morgens 10 Uhr, an⸗ fangend, soll in dem Haufer Gemeindrwald, Distrilt Plates, nachverzeichnetes Gekölz meiftbietend versteigert werden: 1) 30 Stecken Buchen Scheitholz, 2) 1% Cichen⸗„ 3) 22%— Buchen Prügelbolz, 4) 42** Stockholz, 5) 2125 Buchen Relsbolz⸗Wellen, 6 6 Eichen- Bau und Werkholzstämme, 60 Fuß enthaltend. Die Zusammenkunft ist zur besagten Stunde in loco Haufen. Gegen vorschriftemäßsigen Blülrgscheln wird das Polz bis Martin, den 11. Nov. 1867, creditirt. Hausen den 18. Febtuar 1867. Aan Bürgermeisterel Hausen Strohhüte 408 werden gewaschen und fagonnirt bei K. Friedrich neben der Post. Nächste Gewinnziehung am J. März 1867. Haupigewinn NAG 5 Ziehung fl. 230,000. Größte„ be 1807 Gewinn-Aussichten. Nur 7% Gulden 336 koftet ein halbes Prämtenloos, 15 Gulden ein ganzes Prämienloos des neuesten k. k. österr. Staats-Prämten-Anlehens, obne jede weitere Zahlung auf sämmtliche 5 Gewinnziebungen des Jahres 1867 gültig, womit man Smal Preise von fl. 250,000, 220,000, 200,000, 30,000, 25,000, 15,000 ꝛc. ꝛc. gewinnen kann 5 halbe Loose kosten 35 Gulden. 3 ganze Loose kosten 70 Gulden Da diese voose stete sehr begehrt find, so er sucht man Beste hungen unter Beifügung des Be— trags ever Posteinzahlung oder gegen Nachnahme baldigest und nur allein direkt zu fenden an das Bankgeschäft von Anton Bing, Fabrgasse 107, in Frankfurt a. M Die amtliche Gewiunliste erbält Jedermann unentgeltlich zugesandt. Ein weiß und braun gesleckter Hühnerhund 427 ist entlaufen. Gegen eine Belohnung abzugeben dei Herrn d. Weller in Friedberg. Rechnungen mit Geschäfts-Firma per Buch 32 kr., in Quantitäten billiger, liefern Bindernagel& Schimpff größeren 3 1 8. R. F. Daubitzsches Brust-Gelsée. 239 Unter den vielen Paus mitteln, zu denen das große Publikum, welches die theure ärztliche Bebandlung scheut, bei den unerbeblicheren, aber doch läftigen körperlichen Beschwerden immer mehr Zutrauen gewinnt, find diejenigen die zablreichsten, weiche fur katarrhalische Affectionen, Husten aller Art, Heiserkeit, Asthma, ja seldst Anfänge der Lungenschwind⸗ sucht angeboten und angewendet werden, theils weil diese Beschwerden üderbaupt die häufigsten find, theils well sie fast bei jedem Wechsel der Jahreszeiten wieder von neuem auftreten. Es find echt pertodische Uebel, gegen welche man daber auch mit sotchen Hausmitlein am bestem wirkt, Allein trotz der Reichhaltigkett des Verzeich nisses dieser Mittel ist doch das neu erfundene R. F. Daubitzsche Brust⸗Gelée mit einer gewissen Begierde aufsenommen worden, weil der Namen seines Erfinders, des durch seine ungewöhnliche Kenntniß der Pflanzen und ihrer Wirkunsen ausgezeichneten Fabrikanten des R. F. Daub it ien Kräuter⸗Ligueurs, eine Bürgschaft für etwas Außerordentliches in dieser Materie abgab. Die ersten Beobachtungen und Erfahrungen, welche mit diesem Daubitzschen Brust⸗ Gelée gemacht worden find, daben denn auch diese Voraussetzungen glänzend bestätigt; und darum möge Niemand, der von den in Rede ssebenden Beschwerden belästigt wird, säumen, von dem neuen Hausmittel Gebrauch zu machen, und die wahrgenommenen Resuftate, welche gewiß nur glänzende sein werden, der Oeffentlichkeit zu übergeben. Dr. J N. F. Daubitz' sches Brust⸗Gelce allein nur sabricirt von dem Apotheker R. F. Daubitz in Gerlin 39 kr. die alleinige Niederlage empfiehlt à Fl. 0 von J. A. Windecker in Friedberg. 284 Soeben traf wieder bei uns ein: Des alten Schäfer Thomas seine achtzehnte Prophezeihung, für die Jahre 1867 und 1868. A kr. Der alte Schäfer Thomas hatte im vergangenen Jahre wohl Recht, wie er in seiner Anzeige sagte, er konne leider kein glückliches Jahr verkünden. troffen, was er vorher sagte. Auch seine neue Prophezeihung wird den alten Ruf bewahren. Auch zu beziehen in Nidda bei F. Trebes, in Hungen bei L. Schneider. Alles fast ist schon einge— Bindernagel& Schimpff. billig angefertigt werden. Masken- Anzüge. 437 Dem geehrten Publikum die ergebene Anzeige, daß ich meine Masken— J Garderobe in reichster Auswahl zum Verleihen ausgestellt habe. Anzüge jeder Art können bei mir bestellt, sowie neue Anzüge elegant, rasch und Federn jeder Art und bemerke zugleich, daß Glacehandschuhe von allen Farben binnen einer halben Stunde gewaschen und glacirt werden. Conrad Diehl 1 neben Hofapotheker Wahl. Ferner empfehle Gesichts-Masken und Handels-Lehr-Zustitut Büdingen. 435 Das Sommersemester beginnt und findet damit die Aufnahme neuer Zöglinge statt: Montag den 30. April 1867, was mit dem Anfügen bekannt gegeben wird, thun, auf Befähigung der Schüler zum Freiwilligen⸗Examen hingearbeitet wird. Baldigen Anmeldungen sieht man entgegegen. Das Nähere besagen die Prospecte, Büdingen im Februar 1867. daß ohne der Tendenz der Anstalt Abbruch zu welche gratis abgegeben werden. Ottensoser, Director. Hofraithe⸗ und Güterverkauf des Dr. Carl Stamm von Dornholzhausen, Amts Nassau. 424 Die am 11. d. Mis. zu Nieder⸗Eschbach abge⸗ haltene Verfeigerung ist nicht genehmigt worden und wird deßhalb zu einer zweiten und letzten Ver⸗ steigerung Termin auf Montag den 4. März d. J., Vormittags 10 Uhr, auf's Rathhaus in Nieder⸗Eschbach anberaumt. Sollte hierbet kein sehr annehmbares Gebot erfolgen, so erfolgt in demselben Termin sofortige Verpachtung des ganzen Anwesens. Bis zum Termin können bei mir, wie meinem Au traggeber Verkäufe aus freler Hand abge⸗ schlossen werden. Die Bedingungen find dieselben, wie bet der ersten Versteigerung. Friedberg den 18. Februar 1867. urtman, Hofgerichts⸗Advocat Weinverkauf. 423 Wegen Aufgabe des Geschäfts verkaufe ich eirca 20 Ohm keingehaltegen Wein billiaß; unter 20 Maas jedoch gebe ich nicht ab. Löb Straus. An Magenkrampf, Verdau- ungsschwäche ꝛc. Leidenden 174 wird das rühmlichst bekannte Heilmittel des Dr. med. Doeeks empfohlen und ist Näheres aus einer Broschüre, welche in der Expedition d. Bl. gratis ausgegeben wird, zu ersehen 5 Das Mittel wird in halben und ganzen Kuren allein durch den Apotheker Doeeks in Barns dorf (Hannover) verabfolgt. Versteigerung eines Flügels. 426 Dienstag den 26. Februar, um 1 Uhr Nachmittags, beabsichttat der Gesangverein von Burg- Gräfenrode seinen Flügel, welcher noch in sehr gutem Zustande ist, sammt allem Inventarium öffentlich meistbietend auf dem Ratbhause daselbst versteigern zu lassen. Burg⸗Gräfenrode den 18. Februar 1867. Der Vorstand. Vertauscht 438 wurde auf dem letzten Casinoballe ein gewirkter Shawl. bunt⸗ Näheres bei der Expedition. Ein Junge von 14 Jahren 425 sucht bei einem Sattler oder Buchbinder unter günstigen Bedingungen eine Lehrstelle. Näheres in der Buchdruckerei des Anzeiger für Oberhessen. Sonntag den 24. Februar, Abends 7 Uhr, im Saale der Frau Rosenbecker zu Steinsurt Concert unter gefälliger Mitwirkung der Herren Ludwig Hensel, II. Vloline.— Adolph Friedrich, Viola.— Walther Sauerländer, Violoncello— und des Hru. M. W. Prog ra in m. 1) Ouvertüre Reisiger, 2) Variattonen über das Thema der kleine Tambour. 3) Quartett Haydn. 4) Aufforderung zum Tanz Weber. 5) Quartett Daydn. 6) Ouvertüre zu Figaro Mozart. Männerquartette. Entree: 30 kr. 429 Mathildenstiftung zur 1 ver⸗ wahrloster Kinder in dem reise Friedberg. 381 Anmeldungen von Familien in Stadt und Land, welche Pfleglinge unserer Stiftung in ihr Haus auf⸗ nehmen wollen, werden jederzeit von uns entgegen genommen. 321 Friedberg den 15. Februar 1867. Steinberg. Kuhfleisch, 439 gemästetes, pr. Pfund 13 kr., bei 5 Joh. Hanstein III. 436 Für Weißbinder sind sämmtiiche Sorten neue Rhein-Schilf-Nohre zu billigsten Preisen stets bet mir vorräthig. Frankfurter Bletwelßfabrik von Dr. Levi. Fruchtpreise. Per Malter. Friedberg, 19. Februar. Waizen 15 fl.— kr.; Korn 10 fl. 40 kr.; Gerste 9 fl.— kr.; Hafer 4 fl. 50 kr. Frankfurt, 18. Februar. Weizen 15 fl. 30 kr.; Korn 11 fl. 40 kr.; Gerste— fl.— kr.; Hafer 8 fl. 20 kr. Grünberg, 16. Februar. Waizen 14 fl. 45 kr.; Korn 10 fl. 57 kr.; Gerste 8 fl. 42 kr.; Hafer 4 fl. 52 kr.; Molter 10 fl. 20 kr.; Erbsen 11 fl.— kr.; Linsen— fl. 5 kr.; Saamen und Lein 16 fl. 44 kr.; Kartoffeln 4 fl. kr. Mainz, 15. Februar. Waizen 16 fl. 9 tr.; Korn 10 fl. 33 kr.; Gerste— fl.— kr.; Hafer 5 fl. 36 kr.; 9 3 fl. 36 kr.; Roggenstroh per 100 Gebund L kr. Preise verschiedener Gegenstände. Friedberg am 20. Februar. Butter pr.& 28 kr.] Eier 5 Stück 2 2 Brennholz, Buchen- Scheitholz I., pr. Stecken 6 fl. 40 kr bis 6 fl. 50 kr. Gutes Roggenmehl bei Gebrüder Löb. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. Mitgetheilt von S. Lindheimer. F U E LI 1 fu F t Er C O0 U FS. 5 1 5— 1 5 6257. — 8. 20. Februar 1867. Cours der Staatspapiere. S 0 300 v. 1800 8% 1195 Oesterr.] 50% Met. 1859 1. Let. 63½ P. Gr. Hess. 4% Obligat. 94% G.—„ 100 Pr. v. 1864 7778 5% Nat.-Anl. 1854 55½ 6. 0 3½0% Obligation. 88 P. Schwed. Tulr. 10-L. 10. P. 5 5% steuerfreie Oblg. 49½ P Nassau 4½% Obl. b. Rth. 99 P. Bad. 35 fl. Loose 55 ¼½ G Preussen 4½% Obligat. b. Rth. 993% P 5 40% do de 93 G. 2 Kurh. 40 Thl.-L. b. R.[57 G. 13 4% do. A0. 88 Kurhess. 4% Obl. b. R. à 10593 P.. Hess. 50 fl. L. b. R. 145 ½ 6 Bayern 5% Obligation. 1015/8 G. Frankf. 3½% Obligat. 84/ G. 8 5„„ F N . 4½% ½ jähr. b. Rth. 98 G. 5 3% de 76½ G. 2 Nass. 29 fl. L. b. K. 35 P. 1 4% d de 93 C. Russland 5% Obl. i. L. à fl 1285 ¾ P. ard. 36 Fr. L. b. B..— Würtemb. 4%% Obl. b. Rt. 98½ P Finnland 4½% Pfdbr. i. R. 105 84 G. 2 Pistolen u. 9 43-45 7 1 een— Schweden 4½% 0. i. R. à 05 84½ P. 0 Doppelte„ 9 44—46 Baden 7602 9. Obligat. 97½ P 5 4½% Pfb. i. R. à 10583 G. 2 bpreuss. Fried d'or„ 9 56—57 2 4% Obligat. 91½ G NLAner. 60% St. I. E. 1882 771 Holl. fl. 10 Stäcke„ 9 4850 elenbezanite Fenbahn- Teen und Priorickten. 2 dn 5— 5 80 900 Bayr. Ostbahn 120¼ P. 3% Liv. C. P.& D/. fr. 2 28 kr. 33% F 8 Engl. Sovereigus.* 11 49—53 20% 65 d. Frkf. Hyp.-B.—— 5% Tose. Centr.-Eisenb.-Pr. 52½ P. 2 uss. Imperiales„ 9 44—46 80% 535 St.-Eisenb.-Prior. 48½ g 5% Ulisabethbahn- Prior. ½% 74½ G. Gold pr. Zoll-Pf.(„—— 2% Oat 820 8. u. Tomb. k. p. 115. 5% do. neseste Eule.% 69½ P. 2 Alenb.Siib. pr. Z. Pf.—— o Oest. Süd. St. u. Lomb. E. B. 45½ G 4½% Hess. Ludwigsb.-Prier. 95 G. Preuss. Kassensch.„ 1 44%8—45½ Wiener Wechsel Cours 93. I pohars in Gold 2 27—28 Für An- und Verkauf aller MWerthpapiere Auskunft Aber Verloosungen, Coupons- Zahlungen u. 8. W. empfiehlt sich bestens unter Zusicherung reeller Bedienung und ertheilt gerne jede gewünschte S. Lindheimer in Friedberg. des Hrn. Adolph Rosenbecker 1) Wte hab ich sie geliebt Möhring. 2) Die milde Nacht Kanz. 3) Wilbelm warum nicht Kuntze. 4) Schneiders Abschiedslled Hamm. unste Milla unsers Conn 0 hereinkt Scarfschüs Kühe, die przußsschem 7 — Den auf Ensch Bretzenheim, im Gesamm! nunmehr al Regierungen, Bayern ohn übrigens nic Friedb dem hiesstgen dienstjeicen die Garnison burg Ausprach Hoch auf Se = Rei nach Darmf Bitte um Michelsen holt vorzud hei dem 1 und Juin gelangen und lachen Gnpsan st nit der z daß die borg verde, nach Rgierungskt berschießen Reichelsheim dosen sord N Bez