— 9 ose. aust d. bosung vol ir.. 0 7 latte Ned illige teroth. ö uenthaus Der kredit elopunng cn u. tre Trodu einge mach und 2. es unt& tri trung auf nen an —ͤ— fit. gust. b stkircht g kits Dienstag den 20. August. M98. zeiger für Oberhessen. ö Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Zutelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag unb Samstag. — 2—— Amtlicher Theil. Betreffende Den Reichstag des Norddeutschen Bundes. Friedberg den 18. August 1867. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Es stehen noch viele mit der durch unser Amtsblatt ohne hieran und zwar umgehend bei Strafe erinnern. Nummer vom 9. d. M. geforderten Berichterstattung zurück, weshalb wir Trapp. Betreffend: Das Mathildenftift, bier die Vertheilung der für Industrleschulen für 1867 verwilligten Summen. Daa Friedberg am 15. August 1867. eil valb ame an die Großherzoglichen Bürgermeistereien, in welchen sich Industrieschulen befinden. Die Generalversammlug des Mathildenstifts des Kreises hat in ihrer Sitzung vom 13. August d. J. beschlossen, 1100 fl. für Judustrie⸗ schulen dergestalt nach der Seelenzahl der betreffenden Gemeinden zu vertheilen, daß an diejenigen Gemeinden, welche Industrieschulen haben, Auszahlung des ertragenden Antheils erfolgt, der Antheil der uͤbrigen Gemeinden aber, die solche nicht haben, in den Kassen verbleiben und hiervon denjenigen Gemeinden, in deren Industrieschulen Außerordent⸗ liches geleistet wird, außerdem auf Nachsuchen noch besondere Grati⸗ ficationen zu Theil werden sollen. Es sollen Assenheim 28 fl. 12 kr.— Bauernheim 5 fl. 52 kr.— Beienheim 12 fl. 39 kr. Bönstadt 20 fl. 32 kr.— Bruchenbrücken 15 fl. 43 kr.— Fauerbach b. Fr. 14 fl. 10 kr.— Friedberg 114 fl. 30 kr.— Ilbenstadt 29 fl.— Melbach 13 fl. 58 kr.— Nieder⸗Florstadt 43 fl. 40 kr.— Nieder⸗Mörlen 30 fl. 12 kr.— Nieder⸗Rosbach 17 fl. 2 kr.— Nieher⸗Wöllstaadt 22 fl. 16 kr.— Ober ⸗Florstadt 8 fl. 34 kr.— Ober⸗ Mörlen 70 fl. 16 kr.— Ober⸗Rosbach 42 fl. 10 kr.— Ober⸗Wöllstadt 28 fl. 16 kr. — Ockstadt 35 fl. 48 kr.— Ossepheim 6 fl. 34 kr.— Södel 20 fl. 28 kr.— Bei dieser Vertheilung erträgt es Ihren Gemeinden die in nach— stehendem Abdruck bemerkten Beträge, welche Sie dem Gemeinde— einnehmer unter Ord.⸗Nr. 44 des Voranschlags in Einnahme decretiren und controliren lassen wollen. Die Verwendung erfolgt nach Maßgabe unserer Verfügung vom 26, Februar 1855 an die Schulvorstände(Intelligenz. Blatt Nr. 17 von 1855). Ter a p p. erhalten: Weckesheim 12 fl.— Wohnbach 20 fl. 36 kr.— Butzbach 74 fl. 52 kr.— Fauerbach v. d. H. 21 fl. 10 kr.— Gambach 50 fl.— Griedel 23 fl. 38 kr.— Hoch⸗Weisel 26 fl. 14 kr.— Kirch⸗Göns 19 fl. 44 kr.— Langenhain 20 fl. 39 kr.— Maibach 10 fl. 50 kr.— Münster 11 fl. 24 kr.— Münzenberg 29 fl. 2 kr.— Nieder ⸗Weisel 55 fl. 22 kr.— Oppershofen 21 fl. 3 kr.— Ostheim 17 fl. 24 kr.— Pohlgöns 17 fl.— Rockenberg 29 fl.— Steinfurth 32 fl. 16 kr.— Trais Münzenberg 8 fl. 4 kr. Betreffend: Diebstahl zum Nachthell der Johannes Graf III. Wütwe von Gonters kirchen. Da s Friedberg den 7. August 1867. e nb an die Großherzoglichen Bürgermeistereien und die Großherzogliche Gendarmerie des Kreises. Eine fremde Weibsperson hat sich in der Pfingstwoche Hause der Georg Bommersbeim's Eheleute übernachtet. Stück wergenes Tuch von der Bleiche, dem Resultat der seitherigen Nachforschungen ist aus Bommersheim bei Homburg v. d. Hoͤhe, welche sich, i Dieselbe ist dringend verdächtig am 13. Juli l. J. bei gedachtem Dorf ein ferner ein Mehlbeutelchen, eine Kinderwindel und eine graue diese Person, deren Signalement wir unten beifügen, wahrscheinlich die ledige Justine Lauth nach einer Mittheilung des Königl. Amts Königstein, schon seit dem 7. Mai l. J. einige Tage laug in Gonterskirchen aufgehalten und daselbst auch im Mahne entwendet zu haben. Nach außerhalb ihres Wohnortes und gegenwärtig in der Wetterau, ohne einen ordentlichen Erwerbszweig und zureichende Mittel zum Unterhalt, umhertreiben soll. Dieselbe hat in Gonterskirchen gesagt, sie Dieser Name kommt jedoch in Bommersheim nicht vor. sei die Ehefrau des Wilhelm Fritz zu Bommersheim bei Homburg v. d. Hoͤhe. Unter Bezugnahme auf das unten stehende Signalement beauftragen wir Sie, auf die genannte und beschriebene Person zu fahnden, sie im Betretungsfalle zu arretiren und uns gefanglich vorführen zu lassen. g n ale m Gesichtsfarbe frisch, Gesicht länglich, Augen dunkelbraun, Zähne anscheinend gut, Haar S 1 Mittlerer Größe, ziemlich starke Statur, schwarz und mit Haarnadeln im Nacken in zwei Zöpschen zusammengesteckt. weißes Halstuch mit schmalen blauen Streifchen, einen Mutzen von schwarzem Luster, einen grau kalblederne Schuhe und gestrickte baumwollene Strümpfe. so zittert ihr der Arm. Sie trug ein wollenen Rock, welcher schon ziemlch verwaschen zu sein schien, Ter a p p. en t: Wenn sie ein Gefäß au den Mund bringen will, um zu trinken, Hessen Darmstadt. Das Großherzogliche Regierungsblatt Nr. 33 enthält: I. Ediet, d. d Leopoldskron, 25. Juli, die Ergänzung der Feldtruppen im Jahr 1867 betr. Einziger Artikel. Zur Ergänzung der Feldtruppen im Jahr 1867 sind weiter Eintausend Zweihundert und Achtzig Mann er⸗ forderlich, welche aus den noch nicht eingestellten Auf⸗ rufsfähigen des Jahres 1866(einschließlich der Relativ⸗ tauglichen) ausgehoben werden sollen. II. Bekanntmachung der Großherzoglichen Ministerien des Innern und des Kriegs, die Vertheilung des Re⸗ erutenbedürfnisses für das Jahr 1867 auf die Provinzen betreffend. II. Bekanntmachung Gr. Ministeriums der Justiz, die in der Provinz Rheinhessen legalisirten Grundbücher betreffend. I Bekanntmachung Gr. Ministerlums der Justiz, die in den Provinzen Starkenburg und Oberhessen lega⸗ lisirten Grundbücher betreffend. V. Coneurrenzeröffnungen: stelle zu Wenings mit einem Gehalt von 300 fl. 20 kr. und 14 fl. Heizungs vergütung; dem Hrn. Fürsten zu Isenburg Birstein steht das Präsentationsrecht zu dieser Stelle zu;— die ebangel. Schulstelle zu Höckersdorf (Gehalt 300 fl. 12 kr.):— die 2. evang. Schulstelle zu Nieber⸗Florstadt(Gehalt von 300 fl., nebst 4 Stecken Holz zur Heizung des Schullocals); die eee Schulstelle zu Sandlofs, mit einem Gehalt von 300 fl. — 16. Aug. bei. willigt. die erste evangel. Schul⸗ — 17. August. 30 kr.; dem Hrn. Grafen von Schlitz, genannt von Görtz, steht das Präsentatlonsrecht zu dieser Stelle zu;— die evangel, Schulstelle zu Kimbach mit einem Gehalt von 300 fl. und vier Stecken Holz zur Heizung des Schul⸗ locals; dem Hrn. Fürsten zu Loͤwenstein⸗Wertheim⸗Rosen⸗ berg und dem Hrn. Grafen zu Erbach⸗ Schönberg steht das Präsentationsrecht zu dieser Stelle zu. I. Kammer. tritt durchgängig den ablehnenden Beschlüssen der II. Kammer bezüglich der streitigen Budgetposten Nur für Gesandtischaften werden, abweichend vom Beschlusse der II. Kammer, 40 000 fl. ver⸗ Die von der II. Kammer abgelehnten 232 fl. für die Christophspfarrei in Mainz ver- anlassen eine längere Debatte, nach welcher die Kammer schließlich dem ablehnenden Beschlusse der II. Kammer mit allen gegen 2 Stimmen (Moufang und Graf Erbach⸗Erbach) beitritt. II. Kammer. Tagesordnung steht der zwischen dem Norddeutschen Bunde, Hessen, Bayern, Württemberg und Baden abgeschlossene Zoll- und Handelsvertrag. dem Eintritt in die Tagesordnung erklärt sich der Abg. Backs gegen den Vertrag, weil er darin, ebenso wie bei dem Postvertrag, eine Schädigung der Landesinteressen und eine Beeinträchtigung der Hoheitsrechte der Krone erblickt. Dumont er⸗ kennt an, daß der neue Vertrag allerdings die Prinzipien des Freihandels angenommen habe, nur bei der in Aussicht genommenen Tabakssteuer, welche unsere Interessen aufs tiefste verletzte, sei dies nicht der Fall. Die Zollverfassung sei so mangelhaft, daß er sich unmöglich entschließen könne, dem Vertrage beizutreten. Hunsinger spricht für den Vertrag, da er der Anfang zum Bessern sei. Die Tabakssteuer wäre bei der finanziellen Lage unseres Landes eine Nothwendigleit geworden. A. v. Löw fragt sich, was aus dem Zollverein werden solle, wenn man den Vertrag ablehne, seiner Meinung nach müsse man ihn daber unter jeder Bedingung annehmen. Fink bat kein wesentliches Bedenken gegen den Vertrag, und stimmt demselben gerne bei. Seitz erörtert die ungeheueren Nachtheile, welche die Einführung unserm Lande bringen würde. Der Regierungs- Commissär v. Biegeleben theilt mit, daß be⸗ stimmte Vorschläge über die Art und Weise der Die Kammer Auf der Nach — .———.—— — .— — r — E——ů — Tabakssteuer noch nicht gemacht seien, daß die Regierung aber das Interesse des Landes zu wahren suchen werde. Stockhausen glaubt, daß wir im Interesse unseres Landes den Standpunkt der Negation verlassen müßten. Dernburg wendet sich gegen Dumont, der auf die Möglichkeit eines süddeutschen Zollvereins hingewiesen, und macht darauf aufmerksam, daß die Feinde der deutschen Einheit, und namentlich die französische Diplomatie einen solchen Plan sehr begünstigten. Auch er bekenne sich übrigens als Gegner der Tabaks⸗ Anzeichen zu qualificiren suchen, sollte das Publi- steuer. Für Genehmigung sprechen noch, Hall⸗ wachs, Wernher und der Berichterstatter Kraft. Der Vertrag wird schließlich mit 31 gegen 5 Stimmen angenommen. Dagegen stimmten Seitz, Backé, Dumont, v. Günderode und v. Wambold. — 17. August. I. Kammer. Die I. Kam⸗ mer trat in ihrer heutigen Sitzung verschiedenen Beschlüssen der II. Kammer bei, auch in der Eisenbahnangelegenheit wurde die Zustimmung zu dem bezüglichen Beschlusse des anderen Hauses nach kurzer Discussion ertheilt. Commerzienrath Heyl bedauert mit dem Handelsstande des Landes, daß die Staatsregierung die Offerten der Ludwigs bahn nicht eingehender berücksichtigte. * Friedberg. Aus den Verhandlungen der II. Kammer ist bekannt geworden, daß Gießen mit dem 1. October ein Bataillon Infanterie als Garnison erhalten wird. Nunmehr erfahren wir aus guter Quelle, es sei jetzt bestimmt, daß nach Lich ebenfalls vom 1. October an zwei Schwadronen Reiterei verlegt würden. Butzbach, das bisher nur zwei Schwadronen Reiterei hatte, soll deren drei erhalten. — In militärischen Kreisen verlautet, die Regierung beabsichtige, ein großh. Infanterie⸗ Regiment nach Mainz in Garnison zu verlegen und daß dadurch einem Wunsche der preußischen Regierung entsprochen werde. Mainz. Das hiesige Gymnasium wurde im verflossenen Schuljahr von 276 Schülern besucht, worunter 188 Katholiken, 47 Protestanten und 41 Israeliten. Von den Schülern gehören 155 der Stadt Mainz, 72 dem übrigen Großherzog— thum, 49 dem Ausland an. Außer dem Director wirken 13 ordentliche und 8 außerordentliche Lehrer an der Anstalt. Vom Rhein enthält die Hess. Landes⸗-Ztg. eine Correspondenz, welcher wir hier einen Platz einräumen. Es heißt dort: Die Friedenshoffnungen consolidiren sich derart, daß man endlich sich ent⸗ schließen dürfte, die Kriegsfurcht gänzlich zum Schweigen zu bringen, um dem Vertrauen Bahn zu brechen. Es ist in der That hohe Zeit, daß dieses wiederkehrt, da sonst die Verarmung immer weiter um sich greift und Verhältnisse sich ansetzen, die die schlimmsten Früchte tragen. Um dies mit einem Beispiele zu belegen, kann ich Ihnen an⸗ führen, daß in biesiger Gegend bereits Zwange⸗ versteigerungen vorkommen und bei Andauer des gegenwärtigen Zustandes weitere nicht ausbleiben werden. Der Wiederbelebung der Geschäfte sieht alle Welt sehnsüchtig entgegen, wenigstens erhofft man selbige für das nächste Frühjahr, wenn der Barometer auf— Frieden stehen bleibt. Als ein Beweis der friedlichen Gesinnungen der preu⸗ ßischen Regierung wird angesehen werden dürfen, daß bei der letzthinigen Entlassung von Reserven Mannschaften abgingen, welche erst 22 Monate, ja sogar solche, die erst 18 Monate im activen Dienst gewesen; ee darf wohl angenommen werden, daß dies nicht angeordnet worden wäre, wenn in Berlin kriegerische Tendenzen das Uebergewicht hätten. Ueberhaupt huldigt man der Ansicht, daß Frankreich von Preußen weniger zu befürchten hat, als Preußen von Frankreich, und die deutsche Einheit bringt Letzterem in Bezug auf Land und Leute nach keiner Richtung Gefahr; das einzige, was allenfalls Frankreich hierbei einbüßen könnte, ist seine Präponderanz in Europa, und darauf wird jeder vernünftige Franzose kein Gewicht legen, indem diese leidige Präponderanz nur eine leidige Illusion ist, wenn nicht etwas Schlimmeres, da sie Frankreich schon viel Gut und Blut gekostet. In Anbetracht alles Dessen sind die Bestrebungen der Friedensliga der Unterstützung aller Ehrlich⸗ denkenden werth, da, wenn einmal die Völker in Frieden sich einigen, der Krieg, wenigstens auf die Dauer, unmöglich wird. Um diesen Bestre— bungen aber recht zum Gedeihen zu verhelfen, wäre es wünschenswerth, daß die gesammte Presse mit denselben Hand in Hand ginge, und diejenigen Preßorgane, die fast mit der Diogeneslaterne nach Kriegsgerüchten suchen, ja oft aus kleinlichem Parteihaß jede Miene, jeden Athemzug dieses oder jenes Fürsten oder Ministers als ein kriegerisches kum in Anbetracht der Vertrauen bedürftigen Lage, schlechtweg ignoriren. Preußen. Berlin, 16. August. In der gestrigen Sitzung des Bundesraths hat der Bundeskanzler eine Reihe von Vorlagen angekün⸗— digt, die an den Bundesrath zur Berathung ge⸗ langen werden. Es sind folgende: 41) eine Vorlage, die Fortsetzung des Zollvereins betr.; 2) eine Vorlage, den Bundeshaushaltsetat betr.; 3) einen Gesetzentwurf, das Postwesen in den Ländern des norddeutschen Bundes betr.; 4) eine Gesetzvorlage über Bundesconsulate und über die Befugnisse fremder Consuln in dem Bundesgebiete; 5) eine Vorlage, die Nationalität der Seeschiffe betr.; 6) eine Vorlage über die Einführung eines ein⸗ heitlichen Maaß und Gewichtssystems und 7) einen Gesetz-Entwurf, betr. die Aufhebung des Paß⸗ zwanges, sowie die Einführung der Freizügigkeit in den Bundesstaaten.— — Die Ausarbeitung einer Vorlage für die Vertrauensmänner aus Nassau und Hessen ist dem Landrath Flottwell übertragen.— Der Termin für die Reichstagswahlen ist amtlich auf den 31. August festgesetzt.— Ein allerhöchster Prä- sidialerlaß ordnet die Errichtung eines Bundes⸗ kanzleiamts an und ernennt Hrn. v. Delbrück zum Präsidenten desselben. Potsdam. Der König ist am 18. Abends um 8 Uhr von Kassel hier eingetroffen. Kassel. Die„Hess. Morgenzeitung“ schreibt: „Ungemeines Aufsehen hat eine Nachricht verur⸗ sacht, welche seit heute in der Stadt circulirt. Durch eine Verordnung des Justizministers sind kurzer Hand alle Mitglieder unserer höheren Ge⸗ richte an niedere committirt, mit einem Worte degradirt worden. Man denke sich z. B., daß Geheime Justizräthe als Unterrichter an ein Kreis; gericht unter einen eben erst hergekommenen preu⸗ ßischen Director gestellt werden! Das klingt un- gefähr so, als wenn ein hessischer Oberstlieutenant einen preußischen Zug unter einem pommerschen Rittmeister bekommen hätte.“ — Der König wurde bei seiner Ankunft enthustastisch empfangen. In seiner Antwort auf die Begrüßungsrede des Oberbürgermeisters sagte er: es seien Irrungen vorgekommen, deren Aus ⸗ gleich Zweck seines Besuches dahier sei. Die Verheißungen des Königs riefen die freudigste Stimmung hervor. Nachdem der König ins Schloß gezogen, fand der Festzug der Corpo⸗ rationen vor dem Schloß statt, Abends war die Stadt prachtvoll illuminirt. Frankfurt. Der Frankfurter Zeitung zu⸗ folge äußerte der König bei der Ansprache an die Senats⸗Deputation im Wesentlichen Folgendes: „Große Weltereignisse, denen er nicht Einhalt thun konnte, wenn er es auch gewollt, hätten die gegenseitigen Beziehungen verändert. Mißverständ⸗ nisse und Irrungen seien vorgefallen, die com- plicirten Verhältnisse Frankfurts seien ihm nicht genügend bekannt gewesen, er, der König, habe sich nun genauer davon unterrichtet und werde in Berlin, wohin er nun zurückkehre, für ein den Wünschen und Bedürfnissen der Stadt entsprechendes Abkommen sorgen. Frankfurt sei eine prächtige, glänzende und historische Stadt und es sei sein Wille, daß sie dies auch unter seiner Regierung blie be.“ s — Hr. v. Müller veröffentlicht folgendes auf die Nachricht von dem die Stadt betroffenen Brandunglück an den Landrath v. Madai ge⸗ richtetes Telegramm der preußischen Königin Augusta von Baden-Baden:„Mein Mitgefühl für Frankfurt bedarf keiner Worte, denn Niemand wird an der Aufrichtigkeit meiner Empfindung zweifeln. Es ist eine schwere Prüfung für die Stadt, welche auf allgemeine Theilnahme zu zählen berechtigt ist. Theilen Sie mir schleunigst das Nähere mit, damit ich erfahre, wo etwa zu helfen den Ausdruck meiner ist, und vermitteln Sie Gesinnung. Bayern. (gez.) Augusta.“ Der Kaiser, welcher sehr angegriffen aussah, sprach wenig und fuhr auf einem vom Publikum nicht erwarteten Wege nach dem Hotel„Zu den drei Mohren.“ Es sollen bei der Ankunft des Kaisers Begrüßungsrufe laut geworden sein, welche Gegen⸗Demonstrationen hervorgerufen hätten. Neustadt. Der deutsche Protestantenverein wird den zweiten Protestantentag am 25., 26. und 27. September nächsthin in der Pfalz hier in Neustadt a. d. Hardt abhalten. Baden. Mannheim. In dem benach⸗ barten Orte Friesenheim(in der bayerischen Pfalz) ist die Cholera ausgebrochen, und in Folge dessen der Verkehr mit genanntem Orte polizeilich ge⸗ sperrt worden. Die diesseitigen Behörden haben dieserhalb auch Veranlassung genommen, die deß⸗ fallsigen sanitätspolizeilichen Anordnungen und Anleitungen zweckmäßigen Verhaltens in Exin⸗ nerung zu bringen. Oesterreich. Die Reste der mexicanischen Legion werden bei ihrem dem“ nächstigen Eintreffen in Europa via Hamburg und Prag nach ihrer Heimath befördert werden. — Die„Militärzeitung“ entnimmt Briefen aus Bosnien die Mittheilung: Die Kosten der Reise des österreichisch⸗ Augsburg, 18. August. Das französische Kaiserpaar traf hier erst um 1 Uhr Nachts ein und wurde bei seiner Ankunft im Bahnhofe von den Spitzen der Behörden empfangen. Sultans seien dadurch hereingebracht, daß den sämmtlichen Civilbeamten des Reichs ein um einen Grad höherer Rang verliehen worden, und daß dieselben dafür einen zweimonatlichen Gehalt zu opfern gehabt. Der Ertrag dieser Maßregel wird blos für das Vilayet Bosnien zu fast einer halben Million Piaster veranschlagt, und würde nach diesem Maßstab eine Gesammtsumme von einigen vierzig Millionen Piastern erreichen. f sollen, aber ohne Rangerhöhung, auch die sämmt⸗ lichen Offiziere und Mannschaften der activen Armee einen zweimonatlichen Gage-Abzug erlitten haben. 3 — Die Wiener„Debatte“ hält eine Zusan⸗ menkunft zwischen dem Kaiser von Oesterreich und dem König von Preußen für möglich und dw sei dieser Gedanke von der Königin Augusta an- geregt worden. Die Zusammenkunft könnte sich gelegentlich der Rückreise des Kaisers von Oester⸗ reich aus Frankreich verwirklichen. Frankreich. Paris, 16. August. Wie der Abend-„Moniteur“ meldet hat sich die Kaiserin heute um 1 Uhr nach Chalons begeben, von wo aus der Kaiser und die Kaiserin direct nach Sal- burg reisen werden. — 17. August. Der Kaiser und die Kaiserin sind heute nach Chalous abgereist, werden um 8 Uhr Abends in Stuttgart eintreffen und von dort sofort nach Augsburg weiterreisen, wo se über Nacht bleiben werden. Morgen(Sonntag) Nachmittag um 4 Uhr 30 Min. werden sie in. Salzburg ankommen. i Italien. Einem Bericht der Allg, Zig. aus Palermo entnehmen wir Folgendes: Was die gegenwärtige Epidemie besonders furchtbar macht, ist die mörderische Heftigkeit ibres Auf⸗ tretens. In ein paar Stunden nach einigen fauligen Auswürfen folgt der Tod, ohne daß ost wäre. Die Aerzte find auf vas höchste betroffen über diese Fälle, welche das Cholera“ nennt, weil die Leichen ganz schwarz werden. Die officiellen Listen geben in diesen Tagen 300 Erkrankungen und 200 Todesfälle ö an; diese Zahlen entsprechen jedoch der Wirklich⸗ keit bei weitem nicht, weil theils die Anzeigen nicht genau gemacht werden, theils die Bulletins möglichst beruhigend abgefaßt werden sollen. J! der Nacht vom 4. auf den 5. d. M. stellten die Todtengräber ihre Arbeit ein, so daß gleich hundert Gleichfalls irgend ein Uebelbefinden vorher verspürt worden 1 das Volk„schwarze purden zer r Bocken und sene e Bonames nommen, ülberwindlie unglückliche des Ortes Ingend un wirihs im die Sans angenehme berichtet da Frank weisere Ein bessen Folge f den e der Neise det , daß den h um tinen , und daß Oedalt zu Apregel virt fast einer g I A g i denn Leichen unbegraben liegen blieben; am andern Tage wurde die Sache erledigt. Allein obwohl man den ganzen Tag arbeitete, waren am Abend doch noch über hundert Leichen nicht begraben. Ich versuche es nicht, die Größe des Elends und die theils rührenden, theils gräulichen Scenen zu schildern, welche jetzt täglich hier in großer Zahl beobachtet werden können. Die vermöglichen Einwohner suchen nach Kräften das Loos der Aermern zu mil⸗ dern; zu der eröffneten Subscription hat der preußische Genenalconsul Walch 100 Lire beigesteuert.— Nächst Sicilien wüthet die Seuche am stärksten in der Umgegend Roms, wo sie, wie zum Theil auch auf Sieilien, einen ganz von ihrem bisherigen Verlauf verschiedenen Character angenommen hat. Biele Leute werden ohne vorhergegangenes Un⸗ wohlsein so plötzlich von der Krankheit befallen, daß sie oft auf der Straße umfallen und kaum nach Hause gebracht werden können, wo sie nach wenigen Minuten ohne jeglichen Durchfall, ohne jegliches Erbrechen verenden, nachdem sie vorher bis zur Unerkenntlichkeit schwarz geworden sind, weßhalb der Volksmund die Krankheit mit dem Namen der„schwarzen Cholera“ oder des„schwar⸗ zen Todes“ belegt hat. Venedig. Ein großer Brand ist in der St. Johannes- und St. Paulus Kirche aus⸗ gebrochen. Titian's Gemälde, das Martyrium St. Petri darstellend, und andere Meisterwerke wurden zerstört. Bockenheim. Ein junger Mann aus Bockenheim und seine aus Oberursel stammende Braut haben sich zu Bonames durch Erschießen gemeinsam das Leben ge⸗ nommen, da religißse Vorurtheile ihrer Verbindung un⸗ üverwindliche Hindernisse entgegensetzten. Die Leichen der unglücklichen Opfer wurden heute morgen in der Nähe des Ortes gefunden. Die Braut war die im Glanze der Jugend und Schönheit strahlende Verwandte des Gast⸗ wirths im Schützenhofe, die allen dort Verkehrenden durch die Sanftmuth und Bescheidenheit ihres Wesens als eine angenehme Erscheinung in Erinnerung stehen wird. So berichtet das„Frkft. Journal“. Frankfurt. Aus Frankfurter Blättern stellen wir weitere Einzelheiten über den stattgehabten Brand und dessen Folgen zusammen. Nach Versicherung von Sach⸗ verständigen war der Pfarrthurm der Retter der Stadt, denn das Feuermeer, welches auf dem Dache wogte, wurde in seiner Masse au den Thurm getrieben und dieser, gleich einem Schornstein, wirbelte die Hitze in die Höhe, sonst wäre die Höllgasse, der Markt und wer weiß was sonst noch mitverbraunt. Nach dem Urtheil der Männer, welche den Thurm und den Dom vor circa 10 Jahren reparirten, ist ersterer durch die Feuertaufe und trotz derselben gut erhalten und letzterer muß sofort mit einem Nothdache versehen werden. Man ist an der Brandstätte jetzt eifrig mit dem Abbruch der zerstörten Gebäude, und mit der Wegführung des Schutts beschäftigt.— An den Pfeilern des Thurms zeigen sich manche Ecken der Sandsteinquabern durch die Hitze der Flammen abgesplittert. Von competenter Seite spricht man indeß die Ansicht aus, daß der Bestand des Thurmes durch das Feuer nicht erschüttert worden sei. Man ist eben daran, den Schutt aus den oberen Gewölbresten zu entfernen. Die Zeiger des Zifferblattes, welche mit dem Mekallgerippe des Letztern erhalten blieben, deuten auf halb 5, um welche Zeit das Werk siehen blieb. Das Acußere des Thurms ist wenig geschwärzt. Vom Feuer der Schirnen ziemlich stark angegriffen ist das schöne südliche Portal, welches unter den Außenseiten des Doms am Meisten ge—⸗ litten hat. Hoffentlich wird sich die Baubehörde veranlaßt finden, diese Gelegenheit zu benutzen, den Dom und den Thurm frei zu legen. Die verbreitete Nachricht von der Auffindung der Leiche des Mechanikus Schneider, der bei dem Brande des Pfarrthurms ein so bejammerns⸗ werthes Ende gefunden hat, bestätigt sich nicht. Ebenso wird auch der Knecht des Thurmwärters noch vermißt. Darmstadt. Die Hauptleute des Lehrbataillons werden von nun an bei verschiedenen militärischen Uebungen beritten zu erschreinen haben, und sind denselben zu diesem Zweck bereits Remontepferde verabfolgt worden.— Die kais, franz. Gesandtschaft dahier hat am Napoleonstage dem Bürgermeister der Residenzstadt die Summe von 60 fl. für die Armen überreichen lassen Darmstadt. Zufolge Ministerialentschließung wird das„Frankf. Journal“ an Stelle der nun seit Jahresfrist eingegangenen Ober-Postamts⸗Zeitung als dasjenige Blatt bezeichnet, durch welches in geeigneten Fällen die gerichtlichen Bekanntmachungen zu veröffentlichen sind. Darmstadt. An den Großherzoglichen Posigebäuden des Landes sind jetzt neben den preußischen Wappen gleichgroße hessische angebracht worden. % Neueste Entdeckung. Es ist eine allbekannte Sache, daß man den„Apothekern“ das Prädikat„Neun⸗ undneunziger“ beilegt, und daß man die„Bierbrauer“, wenn sie, anstatt Bier aus Malz und Hopfen gebraut, ein beliebiges Dekokt kredenzen, ganz einfach und mit Recht„Apotheker“ nennt. Um zu beweisen, daß die „Apotheker“ wirklich 9Yr sind, darf man das Alphabet — jedoch wohlverstanden mit 26 Buchstaben, nämlich mit 1 aufzeichnen, und vom a an jeben Buchstaben fort⸗ laufend mit 1. 2. 3. ꝛc. überschreiben, so daß auf z die Zahl 26 fällt. Werden die betreffenden Zablen, welche auf die Buchstaben des Wortes„Apotheker“ fallen, ad dirt, so kommt die Summe 99 heraus und sind somit nach dieser Berechnung die„Apotheker“ in Zahlen ausgedrückt„99“. Verfährt man nun mit dem Worte„Bierbrauer“ auf gleiche Weise, so kommt ebenfalls die Zahl 99 heraus; demnach sind die Bierbrauer auch„991“, und weil die „Bierbrauer“ auch„9hr“ sind, so sind sie— wenn sie Dekokt statt Bier fabriziren— in Wahrheit nichts Anderes, als„Apotheker!!“ Telegraphischer Bericht. Mitgetheilt von Chr. Hecht in Friedberg, Spec.-Agent. Das Hamburger Posidampsschiff Teutonia, Capt. Bardua, welches am 27. Juli von Hamburg direct ab⸗ ging, ist nach einer glücklichen Reise von 18 Tagen wohl⸗ behalten in New-York angekommen. Das Hamburger Postdampfschiff Hammonia, Capt. Ehlers, welches am 3. August von Hamburg direct ab⸗ ging, ist nach einer ausgezeichnet schnellen und glücklichen Reise von 10 Tagen 14 Stunden wohlbehalten in New⸗ Hork angekommen. Das Damburger Postdampfschiff Borussia, Capt. Franzen, welches von New⸗York am 3. August abging, ist nach einer schnellen und glücklichen Reise von 12 Tagen wohlbehalten in Cowes angelangt, und hat, nachdem es daselbst die für England und Frankreich bestimmten Passagiere und Posten gelandet, unverzüglich die Reise nach Hamburg fortgesetzt. Das Bremer Postdampfschiff Deuischland, Capt. Wessels, welches am 1. August New⸗Pork verließ, ist nach einer schnellen und glücklichen Reise von 11 Tagen wohl⸗ behalten in Cowes angelangt, und hat, nachdem es da⸗ selbst die für England und Frankreich bestimmten Passagiere und Posten gelandet, unverzüglich die Reise nach Bremen fortgesetzt. Für die Hinterlassenen der verun⸗ glückten Lugauer Bergleute sind weiter folgende Gaben bei uns eingangen: von Pfarrer Baur 1 fl.— Mayer H ir sch 1 fl.— R. L. i fl.— Von den Beamten und der Knappschaft der Gräflichen Braunkohlenwerke bei Bauernheim und Ossen⸗ heim 11 fl. 19 kr., zusammen 14 fl. 19 kr.— In Summa bis jetzt eingegangen 105 fl. 43½ kr. Weitere Gaben werden mit bestem Dank angenommen, jedoch binen wir solche dis zum 31. d. M. uns zugeben zu lassen, da wir mit diesem Tage die Sammlung zu schließen gedenken. Die Red. * Materiallieferung für das Großherzogliche Dorheimer Braunkohlenbergwerk. 1861 Donnerftag den 12. September d. J. soll die Lieferung nachstebend verzeichneter Materialen, nämlich: 1. 130 Böden 10. Stämme, II. 3. 50 Stück Zlattige Schreinerdiele, 4. 120„ schmale Dachdiele, Ber III. I. Auer P e 2. 15 Böden 9. Stämme. er. 50 Stück breite Doppeldiele, 5. 6. 100„ Latten. Pfähle. 7. 14000 Stück Eichenschachtpfähle. Iv. Fettwaar nn. 8. 680 Maas Rübdl, auf dem Summissions wege vergeben werden. Die Summisfionen müssen bie portofrei der Summissionen findet Die Lieferungsbedingungen können vom werden. Dorbeimer Bergwerk den 5. August 1867. in Gegenwart der erschienenen und mit der Bezeichnung»die Lieferung von. Summittenten kurz nach 10 Uhr statt. 1. September d. J. ab bei der unterfertigten Stelle eingeseden 0. 50 Pfund Talg, zum 12. September d. J., Vormittage 10 Uhr, an die unterfertigte Stelle .. betreffend“ adgegeben sein. Die Eröffnung Großberzogliches Bergamt Dorheim Storch. Oeffentliche Aufforderung. 1333 Eva Katharine Becker, Tochter des Johann Georg Becker von Ober⸗Rosdach und dessen zweiten Ehefrau Eva Elisabetha, einer geb. Rahn, ist seit vielen Jahren unbekannt wo? abwesend. Auf Antrag ergeht an die Eva Katharine Becker, deren Testaments oder Leibeserben die Aufforderung, so gewiß innerhalb 3 Monaten, vom ersten Erscheinen diefer Edictalladung in den öffentlichen Blättern ge⸗ rechnet, das seither curaterisch verwaltete Vermögen im Betrage von 304 fl. 21 kr. dahier in Empfang zu nehmen, widrigenfalls dasselbe den sich legitimirenden nächsten Sellenverwandten, vorerst gegen Caufion, nach zurüdgelegtem 90. Lebensjahre der am 13. November 1787 geborenen Eva Katharine Becker aber ohne solche überantwortet werden wird. Friedberg den 23. Mat 1867. i Großberzogliches Landgericht Friedberg Reitz, Hofmann, Lanprichter. Landgerichte Assessor. Ein Kapital von 7000 fl. 1945 wird als erste Pppotbek zu leihen gesucht, auf Gebäude und Güterstlücke, in der Nähe Frledoergs, taxirt zu 22500 fl. Etwaige Offerten nimmt die Exped. d. B. unter Nr. 1945 an. Jaselochs ⸗Versteigerung. 1933 Nächsten Dienstag den 20. d. Mis., Vormittags 11 Uhr, wird auf hiesigem Rathhause ein gemeinbeit⸗ 1157 Faselochs öffentlich an den Meistbtetenden ver eigert. Nauheim am 15. Auguft 1867. Großherzogliche Bürgermetsterei Nauheim J. A. d. B. Der Beigeordnete ee »dt. Schutt. Arbeits-Versteigerung. 1941 Dienstag den 27. August, Nachmtttags 2 ÜUbr, sollen auf dem Bureau des Großherzoglichen Bürgermeisters zu Weckesheim nachstehende Arbeiten einer öffent⸗ lichen Versteigerung auegesetzt werden:. Maurerarbeit lt. Kostenüberschlag 20— Liefern von Mauersteinen aus den Leld⸗ hecker Steinbrüchen 20— Liefern von Sand aus der Assenheimer Sandgrube 15— Liefern von Kalk 12 30 Aufsetzen von Steluen 8 Gambach am 16. August 1867. Schneider, Oeffentliche Aufforderung. 14414 Nachdem von Großherzoglichem Hofgericht der Provinz Oberhbessen über das mit 10,123 fl. 32 ke. überschuldete Vermögen des als Pachter in Ober⸗Mörlen wohnhaften Ortsbürgers Jakod Rau von Hahn be! Pfungstadt der förmliche Concursprozeß erkannt worden ist, werden dessen sämmtliche, bekannte und undekannte Gläubiger hierdurch aufgefordert, idre Forderungen und Ansprüche jeder Art an das bezeschnete concursfällige Vermögen, bel Meidung des slillschweigend; erfolgenden Ausschlusses von der Masse, im Termin Freitag den 30. August d. J., Vormittags präcls 9 Uhr, dahier anzumelden und zu begründen. Zugleich soll in diesem Termine die Güte versucht, in deren Entstehung aber ein Gläudiger-Ausschuß gewählt und ein Massecurator bestellt, und sollen Be⸗ stimmungen über die Liquidität und Priorität der an⸗ gemeldet werdenden Forderungen und Ansprüche, sowie wegen Verwallung oder Veräußerung und Vertgellung der Masse getroffen und sollen die in den angezogenen Richtungen von der Mehrheit der gehörig auftretenden Gläubiger gefaßt werdenden Beschlüsse auch für die ausbleibenden oder nicht genügend legitimirten Gläubiger als bindend angesehen werden. Nauhetm am 6. Jun 1867. Großberzogliches Landgoricht Nauheim Ulrich, Suppes, Landrichter. Landgerichts⸗Assessor. Kapital⸗Gesuch. 1935 Die Gemeinde Steinfurth wünscht 2000 fl. zu 4 Procent aufzunehmen. Anmeldungen sieht entgegen Steinfurth den 15. August 1867. Großherzogliche Bürgermeisterei Steinfurt Schultbeis. Brod- Lieferung. 1937(Butzbach,) Dienstag den 27. d. M., Vormtt⸗ tags 10 Uhr, wird die Brod Lieferung für die biesige Garnison auf das 4. Vierteljabr 1867 im Summissione⸗ wege vergeben. Die Lieserungsbedingungen liegen auf dem Büreau des unterzeichneten Verwaltungsraths zur Einsicht bereit. Butzbach den 17. August 1867. Großherzoglicher Verwaltungsrath der veretnigten Schwadronen der Retterbrigade. In Verhinderung des Präsidenten; Frbr. v. d. Poop, Bezirks Bauagufseher. Rittmeister. ——— 5 Versteigerung eines Bergwerks. 1938 Ju der Klagsache des Großh. Hess. Hofgerichtsadvocaten Seyd von Friedberg als Repräsentant der Taunus⸗Bergbau⸗-Gesellschaft gegen Wolf Isaak von Edenkoben, Zubuße betreffend, ist eine nochmalige und zwar letzte Versteigerung des dem Beklagten eigenthümlich zustehenden Antheils an der alten Kaisergrube in der Gemarkung Nieder-Moͤrlen, nämlich 9/10 vom gemeinschaftlichen Eigenthum verfügt, und es ist vom unterzeichneten Ortsgericht Ver— steigerungstermin auf Montag den 2 September 1867, Morgens 10 Uhr, an Ort und Stelle anberaumt worden. Steigliebhaber werden unter dem Bemerken eingeladen. daß die Taunus-Bergbau-Gesellschaft zu Friedberg auf Bleierze, insbesondere Bleiglanz, baut, welches das vorzüglichste Vorkommen bildet, daß die trefflichsten Einrichtungen auf dem Berg— werke vorhanden sind, und daß das unterzeichnete Ortsgericht und Herr Bergverwalter Schwarz auf der alten Kaisergrube zu jeder gewünscht werdenden Auskunft recht gerne bereit sind. Nieder⸗Mörlen den 16. August 1867. Großherzogliches Ortsgericht Nieder-Mörlen. g Der Vorsteher d Mö bes. Einladun 1944 zum 6. Wetterauer Missionsfest, das, s. G. w., Mittwoch den 28. d. M. in der Wilhelmskirche zu Bad Nauheim gehalten werden wird. Anfang des Fest⸗Gottesdienstes: Morgens um halb 10 Uhr. Festredner: Die Herren Professor Dr. von Zezschwitz, Pfarrer Ebel, Pfarrer Oh ly und die Missionäre Strobel Kaukfurt a. A. Joologsscher Garten in 1946 Sonntag den 25 August Vormittags von 6 Uhr bis Abends ist der Eintrittspreis auf 12 Kreuzer per Person ermäßigt. Nachmittags 4 fuhr Concert vom ganzen Musik⸗Corps des 2. Thüring' chen Jufanterie⸗ Regiments No. 32. Der Verwaltungsrath. Zur gefälligen Beachtung! 1894 Bei Wiedereröffnung meines Geschäfts— in der Freiheit dem Rathhaus gegenüber— empfehle ich dem geehrten Publikum mein reichhaltiges Lager in a Stand⸗, Wand und Taschen⸗ Uhren, Gold- und Silber waaren, Gyps⸗ und Bronece⸗Figuren zc. zu festen, billigen Preisen und unter Zusicherung reellster Bedienung. Reparaturen werden schnell, billig und gut bewerkstelligt. Mit dieser Anzeige verbinde ich an meine Abnehmer aus meinem früheren Geschäfts— betriebe die ergebene Bitte, die ihnen zugestellt wordenen Rechnungen gütigst binnen Monats- frist an mich berichtigen zu wollen. Georg Schnell, vormals W. F. Nau. Hamburg-Amerikanische Packetsahrt-Actiengesellschaft. Directe Post⸗Dampfschifffahrt zwischen 1 ganburg nnd new- Vork vermittelst der Post-Dampfschiffe 2 am 7. Sept., Allemannia, Capt Meier, am 24. Aug., Teutonia,“ Capt. Bardua, Eimbria,“„Trautmann,„ 31. Aug., Hammonia,„ Ehlers,„ 21. Sept. Die mit“ bezeichneten Dampfschiffe laufen Southamplon nicht au. Passagepreise: Ersse Cajlte preuß. Cour. Nihlr. 165, Zweite Cajüte preuß. Cour. Rthlr. 115, Zwischendeck preuß. Cour. Rthlr. 60. Und zwischen Hamburg und Neu⸗Orleans, Bavaria, Capt. Meyer, am 1. October, Teutonia, Capt. Bardua, am 1. November. 1034 Näheres bei Christ. Hecht, Spectal⸗Agent in Friedberg. Arbeits-⸗Versteigerung. Arbeits- Versteigerung. ift zu haben: 1940 Dienstag den 27. August, Vormittags 10 Uhr, sollen auf dem Bureau des Großherzoglichen Bürger. meislers zu Wölfersbeim nachstehende Arbe ten einer fl öffentlichen Versicigerung ausgesetzt werden: 5 1. Maurerarbeit(t. Koflenüberschlag für 49 2. Stein hauerarbeit 28 3. Brechen von Mauersteinen 15 4. Anfahren von Mauersteinen 15 „5. Aussetzen von Mauersteinen 2 6. Liefern von Sand 10 7. Liefern von Wasserkalk 15 8. Liefern von Russensteinen 36 9. Liefern von Cement 60 10. Schmiedearbeit 14 Gambach den 16. Auguß 1867. Schneider, Bezirks Bauansseher. franco Anfrage die Exped. d. Bl. 1939 Donnerstag den 22. August, Vormittags 10 Uhr, sollen auf dem Bureau des Großherzoglichen Bürger. meislers zu Ober-Mörlen nachstehende Arbeiten einer öffentlichen Versteigerung ausgesetzt werden: fl. 1. Zimmerarbeit lt. Kostenüberschlag 53 2. Schlosserarbeit(Liefern eines eisernen Thores) lt. Kostenüberschlag 50 3. Liefern von Spritzenschläuchen von Leder 20 Gambach den 16. Auguff 1867. Schneider, Bezirks-Banaufseher. Kapital⸗Gesuch. 1922 4000 fl. werden gegen Afache Verficherung auf Nähere Auskunft ertheilt auf Grundstücke gesucht. Rechnungen mit Geschäfts-Firma per Buch 32 kr., in größere Quantitäten billiger, liefern Bindernagel 8 Schimpff. Oeffentliche Aufforderung. 1932 Alle bekannte wie unbekannte Gläubiger des verwittweten Bürgers und Maurermetsters Heinrich Wolff I. von Nauheim, dessen Vermögen bei der auf den Antrag seiner Kinder um Sscherstellung ibtes mütterlichen Vermögens vorgenommenen gerichtlichen Untersuchung überschuldet befanden worden, werden hiermit dem Ansuchen des genannten Schulduers gemäß, zur Anmeldung und Begründung ihrer Forderungen und Ausprüche jeder Art an das bezeichnete Vermögen, sowle zur Eingebung eines Nachlaß⸗ oder Stundungs⸗ Vertrags zum Termin Freitag den 6. September d. J., Vormittags präcis 8 Uhr, 90 unter dem Anfügen bierher vorbeschieden, daß die Be; schlüsse der Mehrbett der erscheinenden und gehörig ver⸗ tretenen Gläubsger auch für die ungenügend legittmirten oder ausbleibenden Gläubiger als bindend angesehen werden sollen.: Nauheim am 16. Auguß 1867. . Großberzogliches Landgericht Nauhelm Ulrich, Suppes, Landrichter. Landgerichts⸗Assessor. Versteigerung von Uhrmacherarbeit, 1936 Die Herstellung der Kirchen⸗Ubr zu Fauerbach 22. August l. J., Mittags 12 Uhr, unter ven vor det Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen auf dem Gemeindebause daselbsf versteigert und in Accord gegeben werden. ö Butzbach den 16. August 1867. 4 Der Bezirks⸗Bauaufseher Bu r k. ferde⸗Loose. 1823 Zu der am 28. August d. J. statt findenden großen Verloosung von Pferden, Wagen zc. ꝛc. empfiehlt Lobse à fl 1. 48. oder Nthlr. 1. Frankfurt a. M G. Krämer, 1943 Eine noch wenig gebrauchte Branntweinbrennerei, ganz vollftändig, mit Bülten ꝛc. ꝛc. ist billig abzugeben. Carl Gerschlauer in Darmstadt. Eine tüchtige Magd 1947 findet sogleich guten Platz Wo? sagt die Exped. d. Bl. unter Nr. 1947. Corscten X Crinslincg 2708 bei K. Friedrich neben der Post. Bei Bindernagel und Schimpff in Friedberg Lieder Anhang zum allgemeinen evangel. Gesangbuch für das Großherzogthum Hessen. 5 Preis: 8 kr. Kirchen buchs ans züge. Evangelische Gemeinde. Gletaufte: 11. Auguft. Dem bie. Bürger Karl Chri ian Mhilipp Werner eine Tochter Bertha Eieonore Elisabelh, geb. deu 11. Juli. 11. Angust. Dem bies. Bürger und Schreiner; meister Jakob Friedrich Rausch eine Tochter Caroline, geb. den 24. Junt. und Kaufmann Gründau im Kreise Büdtiugen Eduard Heinrich e Karl Haus Otto, geb. den 25. Juli. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. v. d. H., veranschlagt zu 82 fl., soll Donnerstag den 2 Liebfrauenstraße 2 Malacoff). 14. Auguff. Den ebangelischen Pfarrer zu Hain Guslav Julius Ellenberger ein Sohn Guffav Hermaug 0 N — — Druck unb Verlag von Bindernagel& Schimpfl. . — Gutbilt die an — r. aun Die die besseht werben, Un Gebäuden e Bauplanen die Zwecke werden, be des Junkt samkeit ar nicht nur Bauvorsch kehrungen planen ut verhüten. Int achten, welche fie werfen siu schteiben WWI W in Abdreu wegen Vorschri betreffen insofern Beziehu, Berichti⸗ f werden und den erlaubniß At. 137 behörde drücklich Betreff Das U vom 2 1833 1 von 18 zwischen bie Gru zu verfü 1 9.