— 6 August. rr 1867. Samstag den 20. Juli. 4 85. Anzeiger für Oberhessen. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Itiedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeben Dienstag, Donnerstag und Samstag. — Be Amtlicher Theil. Ea nn nh tem a sichne u ng. Die Feldstrafen von der III. Periode d. J. können bis zum 15. August jeden Dienstag und Donnerstag an das hiesige Rentamt bezahlt werden. Als besonderen Erhebungstag bestimmen wir Mittwoch den 31. Juli, von Vormittags 8 bis 10 Uhr, bei Herrn Gastwirth Joutz zu Butzbach. Wir ersuchen die Großherzogl. Bürgermeistereien dieses im Interesse Ihrer Ortsangehörigen mit dem Bemerken bekannt machen zu lassen, daß nach dem 15. August die Mahnung erfolgt. Friedberg den 17. Juli 1867. Großherzogliches Rentamt Friedberg Lindeck. Hessen Darmfladt. Das Großberzogliche Regierungsblatt Nr. 30 enthält:(Schluß). VIII. Milizärdienstnachrichten.(Dieselben datiren vom 21. Nov. 1866 bis zum 20. April 1867 und dürfen als bekannt angesehen werden; sie sind zudem durch neuere Avancemenis zum großen Theile berührt worden und deßbalb auch veraltert.) IX. Charakterertheilungen. S. K. H. der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 4. Juni dem Oberforst⸗ Registrator bei der Oberforst⸗ und Domänen ⸗Direction Wilhelm Zeitz den Character als„Ober⸗Forst⸗Secretär“— und am 18. dem Landrichter bei dem Landgerichte Gießen Dr. Ploch den Character als„Geheimer Justizrath“ zu verleihen. X. Dienstentlassungen: Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht? am 31. Mai den Ministerial⸗Kanzleidiener bei dem Ministerium der Justiz Lippert von dem ihm als Nebenstelle übertragenen Dienste eines Kanzleidieuers bei der Oberpost⸗Inspection auf sein Nachsuchen zu entheben— und am 11. Juni dem Hos⸗ gerichts-Advocaten Stammler zu Gießen die von ihm erbetene Entlassung aus der Zahl der Advocalen und Procuratoren bei dem Hofgericht der Provinz Oberhessen zu ertheilen. XI. Versetzungen in den Ruhestand: S. E. H. der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 31. Mai den Gesangenwärter bei dem Bezirksgefängniß in Gießen Roßmann,— am 14. Juni den Schullehrer an der evang. Schule zu Burkhards, im Kreise Schotten, Bonn,— am 18. Juni den Laudrichter bei dem Landgerichte Gießen, Dr. Ploch, auf sein Nachsuchen, unter Anertennung seinet langen, treuen und ersprießlichen Dienste,— an demselben Tage den Postmeister bei dem Postamte Darmstadt, Poft. rath Müller,— und den Postsecretär erster Klasse bei dem Postamte Gießen, Posicassier Hoffmann, auf ihr Nachsuchen in den Ruhestand zu versetzenz— an demselben Tage den Revisor dei der Calculatur der Oberforst⸗ und Domänen Direction, Ganz, mit Rücksicht auf seine ge⸗ schwächte Gesundheit und unter Anerkennung seiner lang⸗ jährigen treuen Dienste, auf sein Nachsuchen, in den Ruhestand zu versetzen und demselben den Charakter als „Rechnungsrath“ zu verleihen;— am 28. Juni den Lehrer an der Stadtschule zu Alzey, Dr. Ennemoser, auf sein Nachsuchen,— an demselben Tage die auf diesseitige Prösentation bei dem Hauptsteueramt in Frankfurt a. M. angestellten: Hauptzollamte⸗Rendanten Hof, unter An⸗ erkennung seiner vieljährigen treuen Dienste,— und Hauptsteueramts⸗Assistenten Rohr in den Ruhestand zu versetzen. XII. Concurtenzeröffnungen. Erledigt sinde die evang. Pfarrstelle zu Ensheim mit einem Gehalt von 1125 fl. 36 kr.;— die evangel. Schulstelle zu Bellersheim mit einem Gehalt von 328 fl., nebst einer Bergung von 36 fl. für Heizung des Schullocals; dem Htu. Fürsten zu Solms⸗Braunsess sieht das Präsentationsrecht zu dieser Stelle zu;— die zweite evangel. Schulstelle oder erste Knabenschulstelle zu Lich, mit einem Gehalte von 805 fl. 37 kr. und einer Vergütung für Heizung des Schullocale von 40 fl., welche Beseldung bei der eintretenden Er⸗ lebigung der vierten Schulstelle um 80 fl. erhöht wird; dem Hrn. Fürsten zu Solms ⸗Hohensolms Lich steht das Präsentationerecht zu bieser Stelle zu. XIII. Gestorben sind: am 7. Juni der Oberförster Hecker zu Butzbach;— am 9. Juni der kathol. Pfarrer Karcy zu Klein⸗Krotzenburg;— am 13. Juni der evang. Pfarrer Rau zu Hahn;— am 15. Juni der Rechner der Chaussee- und Flußbaukasse Rechnungsrath Raupp zu Darmstabt;— am 18. Juni der Expedient auf der Station Frlebberg der Mäain⸗Weser-Bahn Zöller zu Wiedberg; am 4. Juli der Kreisarzt Dr. Dalquen zu Osshosen.* — Das Großh. Reg.⸗Blatt Nr. 31 enthält: I. Bekannimachung Großherzoglichen Ministeriums ber Jusliz, die von dem verstorbenen Großherzoglichen Obersthofmarschall und Generalmajor Grafen Ferdinand zu Ysenburg und Büdingen in Philippseich gegründete „Ferdinandsfüftung.“ II. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums der Finanzen, die Uebergangs-Abgabe und die Steuer⸗ Vergütung von Branntwein, Bier und Tabak in dem Königreich Preußen und den mit demselben in Steuer Gemeinschaft stehenden Staaten betreffend. III Zusammenstellung der Ergebnisse der Staats⸗ schulden⸗Tilgungskasse⸗Rechnung für 1863. 1. Einnahme und Ausgabe. Die Einnahme(darunter Kassevorrath voriger Rechnung 2.659,192 fl. 13 kr.) ist 6,014,296 fl. 25 ¼ kr. Die Ausgabe beträgt 3 883,552 fl. 10 kr. Ist Vorrath Ende 1863 2,130,744 fl. 15 ¼ kr. — II. Stand der Staatsschuld. Ende 1862 war der Stand der liquiden Stagtsschuld 20,244,368 fl. 46 ½ kr. Die definitiv überwiesene Staatsschuld Ende 1863 ist 20,078,861 fl. 20% kr.— III. Vergleichung der Activen und Passiven der Großherzoglichen Staatsschulden⸗ Tilgungs⸗ kasse zu Ende 1863. Die Activen betragen 15,838,878 fl. 32½ kr. Die Passiven 20,224,865 fl. 17 kr. Verglichen ist der Stand der Passiven oder eigentliche Staats⸗ schuld zu Ende 1863 4,385,986 fl. 44¼ kr. Iv. Bekauntmachung Großherzoglichen Kreisamts Grünberg, die Niederschlagung einer Umlage der Ge— meinde Lumda, im Kreise Grünberg, betreffend. V. Dienstuachrichten. Am 24. Juni wurde dem Lud⸗ wig Schmidt aus Offenbach das Patent als Geometer der zweiten Classe für den Kreis Offenbach ertheilt; am 1. Juli wurde das Patent als Geometer der zweiten Classe: dem Friedrich Keller aus Biebesheim für den Kreis Groß⸗Gerau,— dem Geometer dritter Classe Jo⸗ hannes Henrich zu Lang⸗Göns für den Kreis Gießen, — tem Wilhelm Rühl aus Grünberg für den Kreis Grünberg,— dem Finanz⸗Aspiranten Ernst Seiler aus Stockhausen für den Kreis Lauterbach,— dem Feuerwerker im Großherzoglichen Artilleriecorps Adam Mayer aus Nierstein für den Kreis Oppenheim,— dem Geometer dritter Classe Jacob Reinhard zu Gimboheim— und dem Adolph Melsheimer aus Darmstadt dermalen in Worms, für den Kreis Worms,— an demselben Tage das Patent als Geometer der dritten Classe: dem Daniel Diehl aus Geinsheim für den Kreis Groß-Gerau,— dem Georg Eberhard Wollrab aus Alsfeld für den Kreis Alsfeld,— dem Schullehrer Carl Roth zu Nieder⸗ Scemen für den Kreis Nidda,— dem Johannes Verter aus Stockhausen für den Kreis Lauterbach— und am 5. Juli dem Philipp Rahn aus Nieder ⸗Florstadt das Patent als Geometer der zweiten Classe für den Kreis Friedberg ertheilt. VI. Gestorben. Am 24. März der pensionirte Ober⸗ Zoll⸗Revisor Becker zu Darmstadt; am 4. Juni der pen⸗ sionirte Districtseinnehmer Rendant Wagner zu Offen⸗ bach; am 20. der Schullehrer Th. Erler zu Finthen; am 28. der Forstwart Conrad Germann zu Messel; am 4. Juli der Overförster Friedrich Franck zu Merlau. „ Friedberg. Die Großherzoglichen Kreis- ämter in Oberhessen haben in Folge Ministerial- Verfügung die Bürgermeistereien angewiesen, so⸗ fort mit den Vorarbeiten für die Wahlen zum Reichstag des Norddeutschen Bundes, welcher in der Kürze zusammenberufen werde, zu beginnen und die Auflegung der Wahllisten unfehlbar am 22. Juli stattfinden zu lassen. Ein Termin zur Vornahme der Wahlen ist bis jetz noch nicht angeordnet worden. „ Friedberg. Mit dem 20. d. M. treten in dem Fahrplan der Main- Weser⸗Bahn einige unwesentliche Veränderungen bei den von Frank⸗ furt abgehenden Zügen I., VII. und IX. ein. Wir verweisen unsere Leser auf den dem heutigen Anzeiger beiliegenden neuen Fahrplan. Preußen. Berlin. Graf Bismarck ist zum Bundeskanzler ernannt, dessen nächste Auf⸗ gabe die Einrichtung der Bundesverwaltung sein wird.— Die dänische Regierung hat die preußische Note bis jetzt noch unbeantwortet ge⸗ lassen. — In ihrer politischen Rundschau vom 16. ds. sagt die„Main⸗Zeitung“: Aus Preu⸗ ßen können wir auch heute leider nur berichten, daß die Fehlgriffe der„kleinen Minister“ in Kur⸗ hessen, Nassau und Frankfurt— wahrscheinlich auch in Hannover— die Stimmung mehr und mehr verderben. Während der König in Ems entschiedene Huldigungen der Landbevölkerung ent⸗ gegengenommen— der Banernstand ist über die Verminderung der Grundsteuer um mehr als dreißig Procent sehr entzückt— und wäh⸗ rend er auf den gestrigen Tag die Deputationen der Stadt Frankfurt zur Vorbringung ihrer Beschwerden zu sich nach Ems beschieden hat, verderben Eulenburg, Lippe und von der Heydt mit ihren Landräthen aus Altpreußen, mit Wegschaffung der vortrefflichen kurhessischen Gesetze und mit den lästigen neuen Steuern, mehr als der gedeihlichen Entwicklung Deutschlands nützlich. Nach Nassau hat man z. B. sechs Altpreußen — worunter drei Ultramontane— als Land- räthe geschickt und nur der unwirthliche Wester⸗ wald blieb— da wohl kein Preuße dorthin wollte — einem Nassauer Bewerber. Die Vielverwal⸗ tung wurde noch um Ein Glied vermehrt, in⸗ dem zwischen der Regierung und dem seitherigen „Amtmann“ noch der„Landrath“ eingeschoben wurde. In Kurhessen dagegen gefährdet nach dem unanfechtbaren Zeugniß des bewährten Dr. Fried⸗ rich Oetker die Unsicherheit bezüglich des „Staatsschatzes,“ welchen man Kurhessen zu entziehen droht, und die Verschlechterung der vor⸗ trefflichen Gerichtsorganisation, die seitherige gute Stimmung. Haben doch von drei als Obertri⸗ bunalsmitglieder nach Berlin berufenen Kasseler Oberappellations⸗Gerichtsräthen zwei abge⸗ lehnt und wollen lieber pecuniäre und sonstige Nachtheile leiden, als in das Berliner Obertribu⸗ nal avanciren!!! — Bis zum 1. September wird das Ober- appellationsgericht für die neuen Landes- theile hier errichtet werden. — Wie die„Weser⸗Zeitung“ in Erfahrung bringt, ist nun auch die Militär-Conven⸗ tion zwischen Preußen und dem Großberzogthum Oldenburg definitiv abgeschlossen. Ueber den In- halt derselben ist soviel bekannt geworden, daß die Convention sich auf den Grundlagen des mit der freien Stadt Bremen abgeschlossenen Militär- vertrags bewegt und daneben Oldenburg auch ein Theil der den thüringischen Staaten zugestandenen Erleichterungen gewährt wird —— . N ö — Das conservative„Volksblatt“ erklärt die Eile, mit welcher die Regierung jetzt die Maß⸗ regeln für die neuen Provinzen veröffentlicht, in folgender Weise:„Die Regierung will verhindern, daß irgend eine Einrichtung, die im Interesse der gesammten Verwaltung nothwendig ist, durch den Widerspruch des Landtags hintertrieben wird.“ ....„Es ist der Regierung nicht zu ver⸗ argen, wenn sie die Verantwortlichkeit für die Zustimmung des Abgeordnetenhauses nicht über⸗ nehmen will, sondern sich lieber auf den Verord— nungsweg verläßt, den ihr das Abgeordnetenhaus in einer glücklichen Stunde freigestellt hat.“ Aachen. Die sogenannte„Heiligthums— fahrt“(in Aachen sind die Reliquien ausgesetzt) zieht das Publikum so massenhaft an, daß man an Ort und Stelle berechnet hat, es seien am vori⸗ gen Freitage allein 68,000 Personen daselbst ein- getroffen. Frankfurt. Wie verlautet, sind die Wah⸗ len für den nächsten norddeutschen Reichstag auf den 15. August d. J. hier festgesetzt. Die Wahllisten werden wohl bald aufgelegt werden. Wiesbaden. Der König wird bei seiner Hierherkunft zu Ende dieses Monats im herzog— lichen Schlosse absteigen. Es geschieht dieß mit Einwilligung des Herzogs, bei welchem dieserhalb zuvor angefragt worden sein soll. Die Bürger- schaft wird Alles aufbieten, um den Monarchen festlich zu empfangen. Bayern. München. Der König wird am 20. ds. mit dem Abends abgehenden Schnell⸗ zuge nach Paris abreisen und Sonntag Abend daselbst eintreffen. Oesterreich. Wien. Nach mehrstündiger Debatte hat das Unterhaus des österreichischen Reichsraths sich mit 79 gegen 56 Stimmen gegen die principielle Abschaffung der Todesstrafe aus- gesprochen. Frankreich. Paris. In der Sitzung des gesetzgebenden Körpers nahm Garnier; Pages das Wort, um über die große Beun⸗ ruhigung, welche betreffs der zukünftigen Beziehun- gen mit Deutschland herrsche, zu reden. Er dringt darauf, daß man diese schlimme Stimmung durch offene Erklärungen beseitigen möge. Er entwirft darauf eine Schilderung der gegenwärtigen Lage Deutschlands. Dieselbe ist nach ihm nicht sehr erfreulich. Und doch will Deutschland seine Ein⸗ heit haben, freilich durch die Freiheit und nicht durch die Dictatur. Will aber Frankreich diesem Einigungswerke entgegentreten, so ist die Einheit sofort da. Welchen Vortheil könnte Frankreich aus einem Kriege mit Deutschland ziehen? will es etwa seine ehemaligen Provinzen wiedererobern? Es kommt nicht darauf an, sie zu nehmen, son⸗ dern sie zu behalten. Wo werde, selbst oder viel. mehr gerade nach einem Sieg, das Ende sein? Die Kammer muß, nach der Ansicht des Redners, mit aller Macht darauf dringen, daß die Regie- rung jeder Mißstimmung und jedem Zerwürfniß mit Deutschland entgegenwirke; die Völker wollen sich nicht schlagen, und ein freies Deutschland wird nie eine Gefahr für Frankreich sein. In dersel⸗ ben Sitzung sprach Jules Favre über die Luxemburger Frage folgendermaßen: Die Luxem⸗ burger Frage sei mit strafbarem Leichtsinn herauf⸗ beschworen worden; die Völker wollen den Frieden und sollten ihre Angelegenheiten auch demgemäß ordnen, sonst könnte Frankreich ein neues Mexico an Europa finden. Staatsminister Rouher antwor⸗ tete darauf: Die gefährliche Seite der Luxemburger Frage habe nicht in Paris, sondern in Berlin gelegen; sie lag in den bekannten patriotischen Gelüsten und in militärischer Kriegslust. Wir haben durch Besonnenheit und Festigkeit vor der Londoner Conferenz gesiegt; die Luxemburger Frage habe nicht Zwietracht und Uneinigkeit zwischen Frankreich und Preußen hervorgerufen, sondern vielmehr ein Element der Verträglichkeit und Einigkeit geschaffen. Die deutsche Einheitsfrage werde von Frankreich ohne Bedauern für die Ver⸗ gangenheit und ohne Besorgniß für die Zukunft angesehen. — Die Aufnahme der süddeutschen Kö⸗ nige ist hier eine besonders herzliche und aus⸗ zeichnende. Württemberg ist von den officiösen Journalen neu entdeckt worden und sie spenden seinem Schulwesen, seiner Industrie und was sonst in der Ausstellung vertreten, das wärmste Lob. Der König selbst, der bekanntlich vor eini— gen Tagen hier eingetroffen, erfreut sich ausge⸗ suchter Aufmerksamkeiten von Seiten des Hofes. Eben so erschallen jetzt schon einige Trompetenstöße zu Ehren des demnächst erwarteten alten Königs Ludwig von Bayern. Man erinnert daran— und diesmal ist es der„Temps,“ der das thut — daß der alte Herr eigentlich compatriote sei, sintemalen er in Straßburg geboren, sein Vater in einem französischen Regimente Commandeur und Ludwig XVI. sein Taufpathe, auch seine erste Matratze aus den Schnurrbärten der Grenadiere des väterlichen Regimentes gestopft war. Gründe zum Enthusiasmus genug. — Die Königin von Preußen hat am 17. ds. Nachmittags um 5 Uhr und der König von Württemberg um 7 Uhr Paris verlassen. — Prinz Napoleon reist in besonderer Mission nach Kopenhagen. Man bringt diese Reise mit der nordschleswig'schen Angelegenheit in Verbindung. In welcher Richtung sein Auftrag sich bewegt, läßt sich schwer errathen, wenn man nicht etwa annehmen will, daß die Anwesenheit der Königin Augusta in Paris dazu beigetragen hat, das Tuilerien-Cabinet zu einer vermittelnden Thätigkeit in der nordschleswig'schen Frage zu be⸗ stimmen. Großbritannien. London. Die Köni⸗ gin hat bei Gelegenheit der Flottenrevue dem Sultan den Hosenbandorden verliehen. Der hef— tige Sturm verhinderte die Manövers der Flotte und störte Abends die angeordnete Beleuchtung der Schiffe. Unfälle hat der Sturm nicht veranlaßt. Rußland. Petersburg. Ein kaiser⸗ licher Ükas bestimmt, daß vom 1. September d. J. ab das öffentliche und mündliche Gerichts- verfahren bei den Militärbehörden eingeführt wer⸗ den soll, wie solches die Civilbehörden genießen, unter Uebereinstimmung mit den Forderungen der Disciplin und den Bedingungen des Kriegsdienstes. Amerika. Die von den Zeitungen mehr mals als Gerücht gebrachte Nachricht, Rußland habe seine nordamerikanischen Besitzungen an die Vereinigten Staaten verkauft, hat sich nunmehr bestätigt. Es ist dies der Nordwestzipfel von Nordamerika, Ostsibirien gegenüber, und von die sem getrennt durch das Behringsmeer, den nörd⸗ lichsten Theil des stillen Oceans. Obgleich dem russischen Sibirien nicht ferne, hatten diese Be⸗ sitzungen für Rußland, das überdies Gebietser⸗ weiterungen ausschließlich nach der Südseite an⸗ zustreben scheint, nur des Pelzwildes wegen einigen Werth. In Paris erzählt man sich, der türkische Sultan wolle dem russischen Kaiser Jerusalem und Joppe verkaufen, um die Kosten für seine gegenwärtige Reise herauszuschlagen; nun die Kaufsumme, welche die Vereinigten Staaten für das russische Amerika bezahlen, würde schon hin⸗ reichen, um dafür mit dem Sultan ein derartiges Geschäft zu machen.— Von allgemeinem In⸗ teresse ist obige Gebietsabtretung um deßwillen, weil daraus hervorgeht, daß die Politik der Ver⸗ einigten Staaten die allmähligste Einverleibung des ganzen Nordens nicht aus dem Auge verliert, wenn man vorerst auch vorzieht, ohne Rumor zu verfahren. Der durch die Goldsucher am Traser⸗ flusse in neuerer Zeit bekannt gewordene Küsten⸗ strich am stillen Ocean dürfte, nunmehr im Norden und Süden durch amerikanisches Gebiet eingeengt, alsbald in's Gedränge kommen.— * Friedberg. Am Morgen des 19. d. fand man in der Scheuer des Gastwirths J. Walz dahier die Leiche eines fremden Kirschenhändlers Derselbe hat, wie man vermuthet, am Abend dort eine Lagerstätte gesucht und sich in den daselbst befindlichen nassen Klee gebetiet; auf diesem liegend wuede er wenigstens aufgefunden. Hungen. Von einer Anzahl Geschäftsleute hiesiger Stadt ist eine Eingabe an die Oberpostdireetion ergangen, daß die Personenpostverbindung, die zwischen Gießen und Lich und Nidda und Büdingen bhalsächlich besteht, auch auf die dazwischenliegende Strecke Lich-Hungen-Nidda aus⸗ gedehnt werde. Frankfurt. Karl Gutzkow, welcher bisher in Kessel⸗ stadt vei Hanau wohnte, wird sein Domicil nun in unserer nächsten Nachbarschaft nehmen. Derselbe hat sicherem Ver⸗ nehmen nach die früher Forsboom'sche Villa in Oberrad, jetzt Herrn Metzgermeister Seeger hier gehörig, für längere Zeit gemiethet. Alsfeld. Kürzlich waren die Eisenbahn⸗Comites von hier, Lauterbach, Grünberg und Schlitz(diejenigen von Fulda und Gießen hatten abgelehnt) hier versammelt, um in Gemeinschaft mit dem hiesigen Stabtvorstand wegen der Eisenbahn, für deren Erbauung sich eine auswärtige Gesellschaft bemühe, zu verhandeln. Die gefaßten Beschlüsse sind noch nicht bekannt geworden. Mainz. Am Abend des 17. d. M. il Bischof Ketiler von Rom zurückgekehrt. Er wurde an der Eisenbahn abgeholt und in die Stadt geleitet, in welcher an vielen Häusern Fahnen wehten, bis zum hohen Dome nach der Marktseite hin, wo an dem Eingange zu der Hauptkirche ein Triumphbogen erbaut war. Vor demselben war eine Empfangscommission, welche den Herrn Bischof in den Dom geleitete. Bei seinem Eintritt in die Kirche stimmte man das Lied an„Großer Gott wir loben dich.“ Hierauf hielt der Bischof eine kurze Ansprache an die zahlreich versammelte Menge. Bingen. Kürzlich fand dahier die feierliche Ein— weihung einer Freimaurerloge statt, welcher eine große Anzah der angesehensten Bürger und Bewohner Bingens angehören. Mit dieser neubegründeten bestehen jetzt im Großherzogthum Hessen 8 Logen.— Vor einigen Tagen fand man auf Bingerbrück einen Unbekannten, welcher in Saarbrücken den Courterzug bestiegen, in einem Coupee 2. Classe als Leiche. Friedberg, 18. Juli. Wir könen Gottlob die Nachricht geben, daß unsere verbliebenen 9 Patienten nach Aussage des behandelnden Arztes Dr. Weckerling sämmtlich entweder in dem Stadium der Wiedergenesung bereits an gelangt sind, oder doch, wenn nicht alle Anzeichen trügen, demnächst in dasselbe eintreten werden. Steinberger. Das Pothtimer und Melbacher Bergwerk. Wenn Einsender in Nr. 82 des Anzeigers für Oberhessen in den letzten 14 Jahren einen so großen Reingewinn von jährlich 25000 fl. vom Dorheimer Bergwerk annimmt, so muß dieser in der ersten Hälfte dieses Zeitraums ungleich bedeutender als jetzt gewesen sein, da nach den vor 2 Jahren stattgefundenen Kammerverhandlungen darüber die Ausbeute in der damaliger Prüfung vorliegenden Zjährigen Finanzperiode 45000 fl. also jährlich 15000 fl. betrug. Hieraus folgt, daß der Reingewinn im vorigen Jahrzehnt weit größer als die obige Durchschnittssumme sein, oder mit andern Worten der Kohlenverkauf an Privat⸗ personen, da der an die Saline Nauheim sich ziemlich gleich geblieben sein wird, bedeutend ab⸗ genommen haben muß. Da das Dorheimer Berg⸗ werk hauptsächlich Kohlen nach Friedberg, Nauheim und Umgegend absetzt, hier aber der Steinkohlen⸗ brand in den letzten Jahren mehr als irgendwo um sich gegriffen hat, so kann dieses sehr wohl möglich sein. Wenn man ferner erwägt, daß wie jeder weiß, der nur einigermaßen mit dem Rechnungswesen solcher Werke bekannt ist, daß bei Berechnung der Reinertragssummen die Zinsen des Anlage- und Betriebskapitals ganz außer Acht gelassen werden und diese bei der Größe des Dorheimer Bergwerks, wo ein großer Complex von Grundstücken dazu angekauft und wo in letzter Zeit der Morgen Land 4 bis 500 fl. und mehr gekostet hat, überdem zur An⸗ schaffung des sehr werthvollen Inventars an Gebäuden, Maschinen und sonstigen vielen Gegen⸗ ständen bedeutende Summen verausgabt haben werden müssen, so kann man hierfär ganz gering genommen die Summe von 100 000 fl. annehmen. Die Zinsen hierron betragen jährlich 5000 fl., diese von dem Reingewinn von 15 000 fl. ab⸗ gezogen bleiben 10 000 fl. reiner Ueberschuß, wie stimmt dieses mit dem vom Einsender auf 25 000 fl. jährlich angegebenen Reinertrag? Daß Dorheim früher jährlich 350 000 Centner Kohlen verkauft hat, mag wohl richtig stehen, hiervon hat aber die Saline Nauheim jährlich circa 150 000 Ctr. bezogen und es würde jeden- falls sehr gewagt sein, wollte man für die Zu⸗ kunft auf diesen Absatz rechnen. Nach der in der Kürze stattfindenden Aufhebung des Salzmonopols fließt bekanntlich die neu einzuführende Steuer von 3 fl. 30 kr. von jedem Centner Salz nicht mehr in die Staats- sondern in die norddeutsche Bundeskasse, und steht es sehr zu bezweifeln, ob deutende Ko weiden, d hierin liegt eines neuen geuisser d gefangen se mal soll e. heiner. Be coglech dit daß dit Me unmöglich herauspum man bedür Wege gel in aller ohne Weg die nicht Oef 141 Nach Provinz O Hberschulbel wohn baten bei Pfung a worden it, dada Forderungen concurssöll erfolgenden dahitt anz Zugleie in deren gewählt un füimmungen gemeldet w. 118* er Nasse g. Richtungen n Oläubiger ausdleidende als bindend Nau de gelegene G Fried tbeimtt Batz erg, Nauen Sgtinlobla/ als irgendrt i scht eh It, daß u „ 11 del nt ist, daß die Zinsen n aufer n Größe un giser die Saline Nauheim mit den zahlreichen Stein- salzwerken und mit den günstiger situirten Salinen concurriren kann; es sei denn, daß der Staat das Salz mit dem gewiß 2 fl. pro Ctr. betragenden Selbstkostenpreis abgeben wollte, was gewiß doch nicht anzunehmen ist. Hierbei ist noch zu be⸗ merken, daß die Saline Nauheim, wie aus ganz sicherer Quelle verlautet, schon längst Steinkohlen statt Braunkohlen, größerer Vortheile halber, gebrannt hätte, wenn sie nicht durch den seitherigen Staatsvertrag zwischen Kurhessen und Hessen⸗ Darmstadt daran verhindert gewesen wäre. Wenn also voraussichtlich dieser Absatz auch noch weg; fällt, wo bleibt da das Bedürfniß zur Inbau- nahme eines neuen Bergwerks in Melbach? Auch können die 4 übrigen Wetterauer Bergwerke den vorbleibenden Bedarf von 200 000 Ctr. ohne große Anstrengung mehr als seither fördern, und müssen wir der Angabe des Einsenders, als könnten diese Werke dem vorliegenden Bedürfnisse nicht ganz genügen, auf das bestimmteste widersprechen, denn die meisten dieser Werke haben solche be— deutende Kohlenlager, daß Jahrhunderte vergehen werden, bis sie ausgefördert sind. Also auch hierin liegt kein Bedürfniß zum Inbetriebsetzen eines neuen Bergwerks, allein man möchte von gewisser Seite das Melbacher Werk gerne an- gefangen sehen und bietet hierzu Alles auf; ein ⸗ mal soll es nur als eine Fortsetzung des Dor heimer⸗ Beienheimer Werks betrachtet werden, obgleich die Entfernung soweit von einander ist, daß die Maschine auf dem Dorheimer Bergwerk unmöglich das Wasser auf dem Melbacher Werk herauspumpen kann, dann behauptet man sogar, man bedürfe vorerst weder Gebäude, noch brauchten Wege gebaut zu werden. Nun frage ich wie in aller Welt sollen die Klötze von der Ladstelle ohne Wege weggebracht werden, da bekanntlich die nicht chaussirten Wege Winterszeit gar nicht zu fahren sind, oder will man haben, daß die Gemeindewege in Melbach, welche größten— theils nur ein- oder zweispurig sind, bei schlechtem Wetter 5 bis 6spurig gefahren werden und so dem Landmann ein bedeutender Schaden zugefügt werden soll, wie wir solches öfter im Beien— heimer Feld bei dem Dorheimer Bergwerk früher gesehen haben. Man sucht zwar die Inbaunahme des Mel bacher Bergwerks durch allerlei scheinbare Gründe zu befürworten, z. B. daß das Land zum Acker- bau wieder zurückgegeben werde, sowie auch daß bei einem intensiven Betrieb, das heißt bei wenig Land mehr zu erzielen, das Streben jedes tüchtigen Landwirths sein müsse, allein jedermann weiß, daß bei dem größten intensiven Betrieb auf 2 Morgen Land mehr erzielt wird als auf einem. Wenn schon von gewisser Seite, wie man vernimmt, viel davon gesprochen wird, daß diesen Herbst schon Schächte und Gebäude im Melbacher Feld aufgeführt werden sollen, so dürften dieses dech wohl Illusionen scin, denn zum Anfangen eines solchen neuen Werks,(nicht Fortsetzung des Dorheimer Bergwerks wie man es beliebt darzustellen), bedarf es landständische Genehmigung und diese wird bei dem gegen- wärtigen Stand unsrer Finanzen noch ein bischen auf sich warten lassen.. Aufruf zur Unterstützung der Familien der auf der neuen Fundgrube bei Lugau verunglückten Vergarbeiter. Am Vormittag des 1. Juli sind durch Ein⸗ sturz der Schächte des Kohlenbergwerks„Neu- Fundgrube“ bei Lugau die nur erst wenig Stunden vorher angefahrenen Bergleute verschüttet worden. Deren Zahl ist bisher auf 101 festge⸗ stellt worden und befinden sich darunter ungefähr 50 Verheirathete mit 150 Kindern. Sind auch alsbald nach Eintritt des erschüt⸗ ternden Ereignisses die geeigneten Maßregeln zur Rettung der Verunglückten ergriffen worden und noch gegenwärtig in vollem Gange, so läßt sich doch im Hinblick auf die ebenso mannichfachen, als großen Schwierigkeiten und Gefahren, welche sich dem Rettungswerke entgegenstellen, auf ein Gelingen des letzteren nicht mit irgend welcher Sicherheit hoffen.(Mittlerweile haben sich alle Versuche und Anstrengungen zur Rettung der Unglücklichen als vergebliche erwiesen und wurden deßhalb einge stellt. D. Red.) Um so dringender nothwendig erscheint es, daß den so schwer, zum Theil durch den, wolle es Gott, nur vorübergehenden Verlust einiger ihrer Glieder betroffenen, durchgängig armen und von dem Verdienste ihrer ihnen entrissenen Er— nährer abhängigen Familien mindestens die über sie plötzlich hereingebrochenen drückenden Nahrungs- sorgen erleichtert werden. Die unterzeichnete königliche Kreisdirection richtet daher an alle Menschenfreunde die Bitte, zu vorgedachtem Zwecke möglichst bald Gaben zu spenden, und erbietet sich ihrerseits auch zu deren Empfangnahme und dem Willen der Geber so⸗ wohl, als den sorgfältig von ihr zu erörternden Verhältnissen entsprechende Verwendung. Zwickau, 3. Juli 1867. Königliche Kreisdirection: Ah de. Indem wir mit dem Abdruck obigen Aufrufes einem uns ausgesprochenen Wunsche nachkommen, fügen wir die Mittheilung bei, daß uns bereits mehrere Gaben für die Hinterlassenen der in so schrecklicher Weise dem Tode erlegenen Bergleute zugestellt worden sind, und erbieten uns zur Ent⸗ gegennahme weiterer Beiträge, über deren Empfang wir in diesem Blatte quittiren werden. Dit Bedaction des Anzeigers. Oeffentliche Aufforderung. 1441 Nachdem von Großherzoglichem Hofgericht der Provinz Oberbessen über das mit 10,123 fl. 32 kr. überschuldete Vermögen des als Pachter in Ober-Mörlen wohnbaften Ortsburgers Jakob Rau von Hahn bei Pfungstadt der förmliche Concursprozeß erkannt worden ist, werden dessen sämmtliche, bekannte und unbekannte Gläubiger hierdurch aufgefordert, ihre Forderungen und Ausprüche jeder Art an das bezeschnete concursfällige Vermögen, bei Meidung des stillschweigend erfolgenden Ausschlusses von der Mässe, im Termin Freitag den 30. August d. J., Vormittags präcis 9 Uhr, dahier anzumelden und zu begründen. Zugleich soll in diesem Termine dle Güte versucht, in deren Entstehung aber ein Gläubiger⸗Ausschuß gewählt und ein Massecurator bestellt, und sollen Be⸗ stimmungen über die Liquidität und Priorität der an⸗ gemeldet werdenden Forderungen und Ansprüche, sowie wegen Verwaltung oder Veränßerung und Vertheilung der Masse getroffen und sollen die in den angezogenen Richtungen von der Mehrheit der gebörig auftretenden Gläubiger gefaßt werdenden Beschlüsse auch sür die ausbleibenden oder nicht genügend legitimirten Gläubiger als bindend angesehen werden. Nauheim am 6. Junt 1867. Großberzogliches Landgericht Nauhelm Ulrich, Suppes, Landrichter. Landgerichts⸗Assessor Güter Verpachtung. 1722 Otenstag den 30. Juli d. J., Vormittage 10 Uhr, sollen im Rathhause zu Frtedberg die am 22. Februar 1868 leihfällig werdenden Augustine: Schulgüter in den Gemarkungen Dorbelm und Schwalbeim, sodann Nach: mittags 2 Uhr das in Nieder Wöllstädter Gemarkung gelegene Gut anderweit auf 12 Jahre verpachtet weiden. Friedberg den 12. Juli 1867. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg 3 9 Der Großherzogliche Beigeorpnete Fouc ar. Güter- Versteigerung. 1723 Montag den 29. Juli d. J., Vormittags 10 Uhr, sollen im Rathhause zu Friedberg die dem Hospital, jetzt vereinsgten Armenfonde zu Friedberg zuftehenden Güter in den„Gemarkungen Assenheim und Wölfers⸗ heim,, welche am 22. Februar 1868 lethfällig werden, anderweit auf weitere 12 Jahre und zwar um Geld⸗ pachte verpachtet werden. Friedberg den 12. Juli 1867. 1 Großherzogliche Bürgermelsterel Friedberg V. d. B Der Großberzogliche Beigeordnete Fouc ar. Mobiliar-Versteigerung. 1721 Dienstag den 23. Jult d. J., Vormittags 9 Ubr, sollen in biesigem Ratbhause auf freiwilligen Antrag der Geschwister Hannchen und Meyer Leopold von Gettenau, wohnhaft dahter, abzugshalber nach verzeichnete Mobilten, als: Tische, Stühle, Commode, Schränke, 1 Sopha, 3 Bett⸗ stellen, Spiegel, Bettung, Weißzeug, Porzellan und Glas, Küchen- und sonflige Dausgeräthschaften öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung versteigert werden. Gleichzeitig werden alle Diejenigen, welche noch Zahlungen au genannte Geschwister Leopold zu letsten haben, hierdurch aufgefordert, binnen 8 Tagen ihren Verpflichtungen nachzukommen, da wegen der in der Kürze erfolgenden Abreise ein längerer Credit nicht ge⸗ währt werden kann. Friedberg den 12 Juli 1867. r Friedberg. d.— Der dienstälteste Gerichtomann —— Jou ca r. Präclusiv⸗ Bescheid in der Concurssache des Nachlasses des verstorbenen Rechnungs- führers Hoen auf dem Zlaufarbenwerk bei Mottgers. 1748 Alle Gläubiger, welche sich im heutigen Termin nicht gemeldet haben, werden von diesem Verfahren und dieser Masse ausgeschlossen. Schwarzenfels den 8. Juli 1867. Königlich Preußisches Jussizamt Mer tz. »dt. Jorden. Jagdverpachtung. 1749 Mittwoch den 24. Juli d. J., Mittags 2 Uhr, wird die hiesige Jagd, bestehend in 722 Morgen Wald und 2056 Mocgen Feld, in 2 Abtheilungen, nach Wunsch der Steigliebhaber auch in einem Bezirk, zufolge des Gesetzes vom 30. März, auf 6 Jahre an dem Meist bietenden verpachtet. Bemerkt wird, daß Nachgebote nicht angenommen werden. Crangberg den 16. Jult 1867. Der Bürgermeister Werth. Faselochs- Versteigerung. 1759 Dtenstag den 23. d. M., Nachmttiags 2 Uhr, wird ein der Gemeinde gehöriger, zum Schlachten gut gehaltener Faselochs auf hiefigem Rathhause an den Meistbietenden versteigert. Ockstadt den 18. Juli 1867. Großherzogliche Bürgermeisterei Ockfladt Gröninger. Bekanntmachung. 1760 Montag den 22. d. M., Nachmittags 5 Uhr, wird auf hlesigem Rathhause die dem minderjährigen Peter Reuß von hier zugehörige, in hiesiger Burg⸗ straße gelegene Behausung nochmals und zwar auf drei Jahre öffentlich an den Meiftbietenden verpachtet. Nauheim den 19. Juli 1867. rpm ie ene Naubeim 3 vdt. Schutt. Berichtigung. Bei Erlaß der Edietalladung Großherzogl. Land⸗ gerichts Friedberg vom 17. April l. J., Kaufcontraet zwischen den Erben des Wilbelm Lang in Assenheim und Karl Ludwig Bopp's Eheleuten daselbst betreffend, ist ein Versehen untergelaufen, indem es unter Orpn.⸗ Nr. 2(Wülbelm Lang) XI 166, statt X 166 beißen muß. Holz ⸗Versteigerung. 1763 Die am 16. d. M. im biesigen Gemeindewalde stattgehabte Holzversteigerung ist genebmigt und der erste Abfabrtag auf Montag den 22. d. M. festgesetzt worden. Die Absuhrzett dauert bis zum 16. August 1. J. Die Abfuhrscheine können bei dem Gemeindeeinnehmer dahter in Empfang genommen werden. Ober⸗Mörlen den 18. Juli 1867. Aenne Bae ee Ober ⸗Moͤrlen 1 Emser Pastillen 30 seit einer Reihe von Jahren unter Leitung der »öniglichen Brunnenverwaltung aus den Salzen des Emser Mineralwassers bereitet, dekannt durch ihre vor⸗ züglichen Wirkungen gegen Hals; und Bruff⸗ lelden, wie gegen Mag ensch wache find stets vor⸗ rälbig in Friedberg bei Prn. Hofapotbeter C. Wahl, in Nauheim bei Herrn Ph. J. Weiß. Die Pastillen werden nur im etikettürten Schachteln versand:. Königliche Nruuntnotrwallung zu Bad: Ems. Farben in Leinöl gerieben 1563 zum Anstrich fertig bei H. W. Hatterotb. Gesuch. 1751 Ein Schweizer und ein Fabrknecht können sogleich eintreten. Naberes bei Seilermstr. Franz Dieterich. Ein tüchtiger Schreinergeselle 1754 und ein Lebrling können in Arbeit eintreten det Schreinermstr. J. Scheuner in Bruchenbrücken. — r ä————————————. —— Photographien 1762 in jeder Größe, mit und ohne Retouche, werden auf das Sorgfältigste angefertigt durch die photographische Anstalt von Ludwig Sehmidt, Augustiner⸗Schulstraße Nr. 357, neben der Realschule. F. E. Hergmann s Cannin-Halsam-Seise 7 ein wirklich reelles Mittel binnen kürzester Zeit eine schöne, weiße, weiche und reine Haut zu erlangen, empfiehlt à Stuck 18 kr. E. Th. Kranz. 1758 1701 Die Mineralwasseranstalt von Carl Henrich, Alleehaus, Hom- burg v. d. H., empfiehlt ihre Fabrikate, als: Selters-& Sodawasser, diverse Limonades gazeuses, Limonaden- und Himbeerensyrup, Apfelwein- Champagner, Badesalze etc. hiermit bestens. Preislisten franco gegen franco. 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Dem Herrn Seminarlehrer Soldan, der sich der pflege des Verssorbenen mit so großer aufopfernder Liebe hingab, sprechen wir noch unseren besonderen Dank aus. Frtedberg den 17. Juli 4867. Die trauernden Hinterbliebenen. nach wie vor betreiben werde. Ich empfehle mich 1760 Alle Sorten deshalb im Ankauf von allen Sorten Fetten und halte — bekannten vrima⸗ Sorten Kernseife bestens weiße leinene CTaschentücher Friedberg. S. Samuel's Wittwe zu sehr billigen Preisen bei 8. Ein Regenschirm Geschwister Schloß. 1753 Cin eiuthüriger, fast neuer 17683(Alpaca) wurde am letzten Sonntag in Nauhelm Küchenschrank mit Schüsselbank beim alten Kursaal verloren. Der red liche Finder wird gebeten, denselben bei Herrn Gaflwirth Kröll abzugeben. F 1 2 e e 1755 Unterzeichneter sucht eine Stelle a 7 Keil 3 1. Regen- und Sonnenschirme 1759 werden stets auf's Beste reparirt von Adam Mißler, S eee Se in 8 1757 Eine leichte, einspännige g Chai se, Ein kräftiger Junge Halbwerdeck, ist billig zu verkaufen. Bei wem? sagt findet dauernde Beschäftigung in der Buchdruckeret von die Exped. d. Bl. unter Nr. 1757. Bindernagel& Schimpff. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Sonntag den 21. Juli. Evangelische Gemeinde. Pfarramtawoche: Herr Pfarrer Köhler. Gottes dienst in der Stadtkirche: Vormittags: Herr Candidat Spengel. Nachmittags: Herr Pfarrer Die gel. Gottesdienst in der Burgkirche. Vormittags: Herr Candibat Klingelhöffer. Nachmittegs: Herr Candidat Lu eius. Katholische Gemtinde. Sonntag halb 10 Uhr ist Hochemt mit Predigt. Mittwoch eine heilige Messe. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. (Hierzu Unterhaltungsblatt Nr. 31 und eine Extra-Beilage.) halb 9 Uhr Ver⸗ Uebechang (en Betreffen A Da entsrroshen N Distriite, E Rentamts Kenntniß gültig qui 5 Betreffen! 3¹ von den Be handeln u —— esse gane. nt Preuß Helanntlich en abgetre die Dauer ö besen aber rauch wach Gesetze no. cfür mit den Ansor 110 auf f ach ihre Gesetzes 1 ens jahre Kreisämter Gestg der ihrer An desselben machen