Samstag den 19. October. für Ol M124. dielsei eltigez 1 zeiger Enthält die amtlichen Exlasse für den Kreis Friedberg. 1 Friedberger Intelligenzblatt. erhessen. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. * 8 * Auf den„Anzeiger“ kann man noch immer für die Monate October, November und Dezember bei den Poststellen des Großherzogthums mit 33 kr. und bei der Verlags-Expedition mit 30 kr. abonniren. Amtlicher Theil. Betreffend: Den im Jahr 1867 abzubaltenden Rektutirungsratb ür die Provinz Oberhessen. Friedberg am 16. October 1867. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Nach einer Benachrichtigung des Prasidenten des Großherzogl.] auch, daß alle bei der letzten Truppenergänzung von den Regimentern e deen Rekrutirungsraths für die Provinz Oberhessen finden die Sitzungen[und Corps als untauglich zurückgewiesenen Rekruten, welche zur dice att des Rekrutirungs raths für die Provinz Oberhessen vom 28. October definitiven Entscheidung über ihre Tauglichkeit oder Untauglichkeit 867 bis 1. November d. J. zu Gießen statt. Es ist dabei zur Erleichterung[bei dem Refrutirungsrath erscheinen müssen, ebenfalls mit einem ver⸗ 77% Ill. des Geschäfts und zum Besten der zum Theil weit herreisenden Recla- schlossenen, von dem betreffenden Büͤrgermeister ausgestellten Sig nale— manten die Einrichtung getroffen worden, daß für alle Bezirke der ment ihrer Person und dem von dem Militär erhaltenen vorläufigen Perle Provinz nachfolgende Tage bestimmt worden sind, an welchen die Entlassungsscheine Morgens halb 8 Uhr in dem oben bezeichneten hn, uten jenigen Individuen, welche beim Rekrutirungsrathe etwas zu thun Bureau sich einzufinden haben. 5 haben, sicher sind vorzukommen, während an anderen Tagen dieselben Schließlich machen wir noch darauf aufmerksam, daß, wenn Einer * den Angehörigen anderer Bezirke nachstehen müssen. oder der Andere von den Militärpflichtigen, die bei der diesjährigen e Vorgedachte Tagbestimmung ist nun folgende: i Musterung' nicht erschienen und als dem Gesetz ausgewichen notirt — 2 28. October die Bewohner der Kreise Alsfeld u. Grünberg, worden sind, in seine Heimath zurückgekehrt ist, diese Leute ebenfalls am 29. 1 diejenigen der Kreise Schotten u. Lauterbach, an den Rekrutirungsrath vorzuladen sind und deßhalb alsbald Bericht . am 30. 1 diejenigen der Kreise Büdingen und Nidda, anher zu erstatten ist. bebier n- am 31.„ diejenigen der Kreise Friedberg und Vilbel, Ueber die Vorladung der nachstehend genannten Personen sehen letzt Ee. am 1. November endlich diejenigen des Kreises Gießen. wir bis zum 25. October d. J. Bericht entgegen. derlichen Sie haben dies alsbald zu veröffentlichen und weiter bekannt r a p P. W. tee daß alle zur Musterung des laufenden Jahres gehörigen Kreis Friedberg Aatiben: Militär pflichtigen, sowohl die, welche speziell von Ihnen zu laden. 7 eee Verzeichniß l folgt, ene. 1 1) Sigmund Heß von 3 beim Eintreffen im Dienst — af waer n 1110 dem n be 1867. 2 Friedrich Wil Rau ssch von Friedberg, untauglich beim Eintreffen im — und da eclamationen vorbringen, oder sich ei 5 Dienst 1867. 3) Karl Wagner daher, desgleichen. 4) Johannes Wenzel von Octoder. Untersuchung unterwerfen wollen, vorzugsweise an dem Tage, Oder⸗Rosbach, desgleichen. 5) Anton Landvog: Rockenberg, desgleichen. 6) Heinrich der nach der obigen Eintheilung für ihren Bezirk bestimmt ist, Eißner von Dorheim, desgleichen 7) Georg May von Ockstadt, desgleichen. 80 Morgens halb 8 Uhr auf dem Bureau Gr. Kreisamts(im Regierungs- Georg Beyer von Nieder-Mörlen, desgleichen. 4 1 U k gebäude) versehen mit einem versiegelten, von dem betr. B. Conseriptionspflichtige de 1867. 9% Gr. Bürgermeister ausgestellten Signalement ihrer Person und 9) Wilhelm Eß von Dorn⸗Assenheim, zweifelhaft untauglich. 10) Heinrich allen sonstigen für ihre Reclamation sprechenden Beweismitteln(Zeug⸗. ere 5* Wer 1 N 5 Nr 3 desgleichen. eint nig e er⸗ 0. nissen der Aerzte, Schullehrer, Geistlichen, Ortsvorstände, glaubhafter 2 r i Mane, Privatpersonen, deren Zeugnisse jedoch, da sie nicht in Amt und der Muslerung nicht erschienen und daher als dem Gesetz ausgewichen notirt worden. Pflichten stehen, gerichtlich beeidigt sein müssen) sich zu melden, sowie 15) Nicolaus Kipp von Ockstadt, desgleichen. Betreffend: Die Ausstellung der Voranschläge der israelitischen Religionsgemeinden des Kreises Friedberg für 1868. Friedberg am 16. October 1867. an die Vorstände der israelitischen Religions Sie haben unsere Verfugung vom 12 eee Nieder⸗Weisel, Nieder⸗Wöllstadt und Staden. Juni l. J. binnen 8 Tagen unfehlbar zu erledigen. gemeinden Assenheim, Butzbach, Fauerbach v. d. H., Friedberg, Griedel, Hoch- Weisel, Tur a p p. Hessen. Darmstadt. Prinz und Prin- zessin Ludwig K. H. H. reisten am 16. ds. nach Baden Baden, wo am Freitag der Ge⸗ burtstag des preußischen Kronprinzen in Gegen wart der ganzen königlichen preußischen Familie gefeiert wird. Der Kronprinz und die Kron⸗ prinzessin werden auf dem Retourweg mehrere Tage zum Besuche bei S. Gr. H. dem Prinzen Ludwig hier verweilen. — Das Großherzogliche Finanzministerium hat, um den durch die Militär-Convention so wesentlich erhöhten Anforderungen an die Staats- kasse genügen zu können, von der Großh. Ober- steuerdirection einen gutachtlichen Bericht über die Einführung einer Einkommensteuer für das Groß- herzogthum Hessen eingefordert und ist das sehr umfangreich ausgefallene Gutachten dieser Tage bei der höchsten Stelle eingereicht worden. — Nach den„H. Volksbl.“ hat der König don Preußen in Anerkennung ihrer Verdienste um die, den verwundeten und kranken preußischen Soldaten im vorigen Jahr in unserer Stadt zu Theil gewordene Pflege, dem Medicinalrath Dr. Ebel in Langen den Königlichen Kronen-Orden dritter Klasse, dem hiesigen praktischen Arzt Dr. Adolph Weber denselben Orden vierter Klasse und dem Heilgehülfen Muth hierselbst das All— gemeine Ehrenzeichen verliehen. — Von der internationalen Conferenz der Hülfsvereine, welche im verflossenen Au— gust zu Paris statthatte, sind unserem Großher- zogthum folgende Ehrenzeichen zuerkannt worden: goldene Medaille: Seine Königliche Hoheit der Großherzog; silberne Medaillen: die Hülfs- komité's und Herr Ober⸗Steuerrath Fabricius; bronzene Medaillen: die Schriftführer der Hülfskomité's. Von Ausstellern(bekanntlich war eine besondere Ausstellung von Hülfsvereinsgegen— ständen) erhielten die bronzene Medaille: die Herren Dick und Kirschten(Räderbahre) und Wecker(Tragbahre.) — Am 17. ds. wurde in öffentlicher Sitzung des Appellhofs das Urtheil in dem Proceß Metz Emmerling verkündigt. Bezüglich des den Rödelheimer Geländeverkauf betreffenden Artikels, worin Herrn Metz vorgewurfen wurde, er habe den Vorwurf des Betrugs, der ihm in dem„Volks- freund für das mittlere Deutschland“ gemacht 4 worden, auf sich sitzen gelassen und das zu thun versäumt, was jeder Ehrenmann zu thun schuldig sei, gebricht es an Beweisen, durch die der That⸗ bestand der Verläumdung erbracht wirdz der An- geklagte wird bezüglich dieses Punktes von Strafen und Kosten freigesprochen, dagegen erfolgt Verur⸗ theilung wegen des Artikels der„Hessischen Volks- blätter,“„zur Characteristrung des Herrn Metz und des von ihm terrorisirten Theiles der hessi⸗ schen Fortschrittspartei.“ Advokat Emmerling II. wird wegen Uebertretung der Art. 231 und 232 des Preßgesetzes zu 14 Tagen Gefängniß und 50 fl. Geldstrafe verurtheilt. Die Kosten werden in einer der obigen Freisprechung ent- sprechenden Weise ermäßigt.. Preußen. Berlin. Wie die„ Provinzial⸗ Correspondenz“ meldet, wird die Rückkehr des Königs am 23. October und der Schluß des Reichstags wahrscheinlich Ende nächster Woche erfolgen. In der Erklärung des Fürsten Hohen- lohe erkennt die„Prov.-Corresp.“ ein ernstes na- tionales Streben und hofft, die Politik desselben werde von wichtigen Erfolgen für die weitere Entwicklung der deutschen Sache sein; Preußen lege weniger Werth auf den Namen und die Form, unter welchen die Nationalbeziehungen ge— pflegt werden, als auf thatsächliche, innige Ge⸗ meinschaft für die practischen Aufgaben und In⸗ teressen der Nation. — 15. October. Bundes rathssitzung. Graf Bismarck theilt mit, daß der Schifffahrts⸗ vertrag mit Italien unterzeichnet worden ist. Hierauf nahm der Bundesrath die Gesetze über das Posttaxwesen und die Marine-Anleihe von 10 Millionen, sowie den Staatshaushalts-Etat in der vom Reichstag beschlossenen Fassung an. Dann brachte Preußen einen Gesetzentwurf über das Bundesschuldenwesen ein.— Die Conferenzen zur Reformirung des deutsch⸗österreichischen Postvereins sind eröffnet worden. — 16. Oktober. Reichstags ⸗Sitzung. Der Präsident machte von der Vorlage der Gesetz⸗ entwürfe über die Marine⸗Anleihe und das Post⸗ taxwesen Mittheilung. Ueber den ersten Entwurf wurde die Vorberathung im Plenum beschlossen, der Entwurf, betreffend das Posttaxwesen, wurde an die Postcommission verwiesen. Der Gesetz— entwurf, betreffend die Aufhebung der Eingangs- abgabe für Rindvieh in Schleswig, wurde ohne Discussion genehmigt. — 17. October. In der heutigen Reichs- tagssitzung wurde die Petition der ehemaligen schleswig⸗holsteinischen Officiere dem Bundeskanzler zur Berücksichtigußzüberwiesen. Graf Bismarck erkannte die Berechtigung der Petenten auf Ent— schädigung an und stellte die Uebernahme der Pen⸗ sionen durch den Nordbund als Nationalschuld in Aussicht.— Eine Petition um Aufhebung der Spielbanken wird dem Bundeskanzler mit dem Ersuchen überwiesen, auf die schleunigste Auf— hebung aller Spielbanken im Gebiete des nord— deutschen Bundes im Wege der Bundesgesetzgebung hinwirken zu wollen. — ueber die Beziehungen zwischen Preußen und Frankreich äußert die officiöse Zeidler'sche Correspondenz:„Es unterliegt keinem Zweifel mehr, daß die Fortdauer des Friedens zwischen Preußen und Frankreich eine festbeschlossene That. sache ist. Wir wissen auf das Bestimmteste, daß alle Versuche der Kriegspartei, ein anderes Re⸗ sultat herbeizuführen, sich als vergeblich erwiesen haben. Dabei wollen wir nicht in Abrede stellen, daß die italienischen Verwickelungen die friedlichen Entschließungen des Kaisers Napoleon begünstigt haben mögen; wir glauben indeß gut unterrichtet zu sein, wenn wir behaupten, daß seit der Salz⸗ burger Conferenz der Gedanke bei ihm bereits feststand, es zu einem Bruche mit Preußen wegen der deutschen Angelegenheiten nicht kommen zu lassen. Hoffentlich wird die französische Regierung auch bald geeignete Maßregeln ergreifen, um die im Publikum noch vorhandenen kriegerischen Be— sorgnisse vollständig zu zerstreuen und dadurch Handel und Industrie von den Fesseln zu befreien, welche lange und schwer auf demselben geruht haben.“ — Mit Rücksicht auf die preußischen Land⸗ tagswahlen am 30. October werden die Sitzungen des Reichstags mit dem 26. ds. geschlossen werden. Frankfurt. Der König von Griechen⸗ land ist am 16. ds. mit dem Schnellzuge der Main⸗Weser-Bahn abgereist, um sich nach Peters- burg zu begeben, wo am 22. ds. seine Vermäh⸗ lung mit der Großfürstin Olga, Tochter des Großfürsten Constantin, stattsindet. Wiesbaden. In der am 15. ds. statt⸗ gehabten Generalversammlung der Spielbank- Actionäre wurde die Dividende für vergangenen Sommer auf 40, bezw. 34 pCt. festgesetzt. — Am 14. ds. fand bier im Hotel zum Taunus die Synode der südwestdeutschen frei— religiösen und deutschkatholischen Gemeinden statt. Es waren etwa 30 Abgeordnete von Gemeinden anwesend, zum Theil aus größerer Entfernung, wie von Nürnberg, Ulm, Pforzheim ze. Die Verhandlungen betrafen zunächst die Mittel und Wege, um für alle in Preußen bestehenden Ge— meinden ein gleiches Recht zu erlangen. Bayern. München. Fürst Hohenlohe hat Württemberg, Baden und Hessen zu einer Militär⸗Conferenz auf Grund der Stutt— garter Abmachungen eingeladen. Dieselbe beginnt bier in nächster Woche. Oesterreich. Wien. Ein kaiserliches Handschreiben an den Cardinal Rauscher in Beantwortung der Adresse der Bischöfe lautet: „Die von den Erzbischöfen und Bischöfen mir zugestellte Adresse habe ich meinem verantwortlichen Ministerium übermittelt. Ich würdige gern den oberhirtlichen Eifer und die Absichten, welche es den Bischöfen als Gewissenspflicht erscheinen lassen möchten, neuerlich, gleichwie in den Jahren 1849 und 1861, für die Wahrung der Rechte und Interessen der katholischen Kirche mit feierlicher Erklärung einzustehen; allein ich muß beklagen, daß die Bischöfe, anstatt nach meinem Wunsche ernste Regierungs-Bestrebungen in einschlagenden wichtigen Fragen zu unterstützen und deren so dringende Lösung im Geiste des Entgegenkommens und der Versöhnung zu fördern, es vorgezogen haben, durch die Vorlage und Veröffentlichung einer die Gemüther tief erregenden Adresse die Aufgabe zu erschweren, zu einem Zeitpunkte, in welchem, wie die Bischöfe selbst treffend bemerken, uus Eintracht so sehr Noth thut und dringend geboten ist, und die Anlässe zu Zwiespalt und Beschwerden noch zu mehren. Ich vertraue, daß die Bischöfe sich versichert halten werden, wie ich allezeit die Kirche zu schirmen und zu schützen weiß; daß sie aber auch der Pflichten eingedenk sein werden, die ich als constitutioneller Regent grüßen dieses kaiserliche Handschreiben als eine wirkliche Aenderung der Zeiten, als eine Neubelebung der Hoffnungen, als eine neue är⸗ kung des Vertrauens auf Verwirklichung der stitutionellen Bestrebungen Der Hinweis des Kaisers auf die übernommenen constitutionellen Regentenpflichten verleiht dem kaiserlichen Hand- schreiben den Werth einer politischen Kundgebung von größter Tragweite.— Auch im Unterhause hob der Präsident den im Allgemeinen freudigen Widerhall über den Ausspruch des Kaisers hervor, daß alle gegen den Constitutionalismus gerichteten Wege nicht zum Ziele führen, und daß in Oester⸗ reich nunmehr Gewissensfreiheit und religiöser Friede herrschen solle. Auf die Aufforderung des Präsidenten: dem Kaiser dafür ein„Hoch“ auszu⸗ bringen, erscholl vom ganzen Hause ein dreimali⸗ ges begeistertes„Hoch“ auf den Kaiser. Frankreich. Paris. In einer von Italien über gebenen Note zeigt Rattazzi an, daß die italienische Regierung nur in dem Fall eine Ga— rantie dafür, daß die Bewegung im Kirchenstaat nicht einen republikanischen Character annehme und für ganz Europa gefährlich werde, überneh— men könne, wenn ihm von Frankreich vollständig freie Hand zugestanden werde. Sie werde übri⸗ gens mit ihren Mitteln versuchen, die Schranken des Septembervertrages zu wahren, könne dieß aber nur, wenn ihre Truppen auf römischem Ge⸗ biet agiren dürften. Die französische Antwort soll für Italien nicht ganz befriedigend gewesen sein. — Wie verlautet, ist die Industrie⸗Ausstellung auf Wunsch des Kaisers bis 17. November ver⸗ längert worden. Vom 1. bis 8. November soll der Eintritt 50 Centimes kosten und vom 9. bis 17. gratis sein. — Die„Presse“ sagt:„Im Hafen von Tou- lon herrscht große Thätigkeit. Lamarmora ist bereit, in das römische Gebiet einzurücken. Eine Proclamation Mazzini's fordert die Römer auf, die Republik zu proclamiren.“ — Die aus Italien eintreffenden Nach⸗ richten erwähnen einer Schlappe der päpfstlichen Truppen. In Nerola ist die Lage der Dinge noch nicht geändert. Bei Monte Libreti erhielten die 3000 Garibaldianer Unterstützung von der Grenze und warfen die Päpstlichen zurück, wobei sie selbst große Verluste erlitten. Man versichert, Menotti Garibaldi sei schwer verwundet worden, und mel⸗ det als gewiß, daß die Insurgenten auf's Neue ö zu erfüllen habe.“— Die Wiener Blätter be⸗ Die Pfahlbauten in der Schweiz. Von Dr. Curtman.“ (Schluß.) Die Hütten auf all diesen verschiedenen Unterlagen können von nicht ganz unbedeutender Größe gewesen sein. Man hat sogar welche von 27 Fuß Länge und 15 Fuß Breite gefunden. Auch die Wände sind noch vollständig erkennbar. Sie bestanden aus Flechtwerk mit Lehm ⸗Beschlag. Stärkere stehende Stangen waren mit Ruthen durchflochten, das Ganze wieder mit Lehm dicht gemacht, worunter hier und da Moos, Stroh u. dergl. gemengt war Auch der Fußboden war in ähnlicher Weise über⸗ strichen. In einer Ecke befand sich die Feuerstelle, kenntlich an der Schwär⸗ zung durch Rauch und an einer unterliegenden Steinplatte. Auch solche Holzstücke, woran man noch erkennt, daß sie zum Feuer-Anmachen durch Reiben gedient haben, finden sich in der Nähe. Das Dach der Hütten bestand aus Baumrinden, Schilf und Stroh, wovon Ueberreste im Schlamm gefunden worden sind, mitunter auch noch mit Weidenruthen befestigt. Möbel hat man nirgends entdeckt; es ist also anzunehmen, daß die Be— wohner auch wirklich keine besessen haben. Doch deuten gefundene Thier schädel darauf hin, daß dieselben als Sitze gedient haben mögen. Schwer⸗ lich besaßen die Hütten noch andere Oeffnungen als die Thüren; in dem Fußboden dagegen scheinen Löcher zum Ausschütten des Unrathes gewesen zu sein, wie man aus der stellenweisen Anhäufung desselben auf dem Grunde schließt. Die zu den Ansiedlungen führenden Stege erkennt man noch an einer doppelten mit Brettern belegten Pfahlreihe. Von Geländern hat man bis jetzt Nichts entdeckt. Viele der Pfahlbauten gehören dem Steinzeitalter an; es finden sich durchaus keine metallenen Geräthe darin. Die meisten dagegen ragen herüber in die Bronzezeit. Diese Zeit kennzeichnet sich nämlich durch den Gebrauch von Waffen und Werkzeugen, die aus einer Mischung von Kupfer und Zinn(Bronze) bestehen, und gegossen, nicht gehämmert sind. Anfangs behielten diese Werkzeuge die Form der alten steinernen; allmäh⸗ lich aber sieht man sie handlicher und praktischer werden. Der Beginn dieser Bronzezeit, also das erste Auftreten von Metallen, ist schwerlich weiter zurückzudatiren, als 2000 Jahre vor dem Beginn unserer christlichen Zeitrechnung. Vielleicht waren es die Phönizier, welche auf ihren Schiff⸗ fahrten die Verbreitung des Zinns unter diesen Pfahlvölkern vermittelten. Erst mit dem Gebrauche des Eisens aber beginnt die wahre Civilisation. Bei dem Gebrauche des Eisens verdrängt der Pflug die ausschließliche Hütung des Viehs und das Jagdgewerbe; die Kunst wird nun die Freun⸗ din des Menschen; die Thiere, statt ihm furchtbar zu sein, werden ihm dienstbar und hülfreich. Daß nach jener eigentlichen Zeit der Pfahlbauten, wo man in dem Wasser der See die Sicherheit seines Lebens suchte, an einzelnen Orten die Sitte, auf Pfählen zu wohnen, fortdauerte, läßt sich denken. Griechische Schriftsteller berichten uns wirklich von solchen Fällen. Wahrscheinlich kam das Volk, welches die nun gefundenen Pfahlbauten hinterlassen hat, von Osten her, und erhielt sich in einzelnen Resten in Griechenland, während die Hauptmasse sich nach Westen gezogen hatte. Jedenfalls waren diese Menschen schon über die ersten Stufen der Ent⸗ wilderung hinaus. Denn man findet durchaus keine Spur davon, daß sie Menschenfresser gewesen seien. Vielmehr gibt es mehrere Umstände, welche bezeugen, daß sie ihre Todten verbrannten, und die Asche in Krügen be⸗ statteten. Auch davon zeugt Manches, daß sie eher klein, als groß gewesen sind, auf keinen Fall Riesen. Andere Nachrichten über dieses Volk, als die eben dargestellten Folgerungen aus den Ueberbleibseln im Wasser, existiren nicht. Wer sollte auch solche geben zu einer Zeit, wo man noch nicht schreiben konnte? Auch Sagen sind uns nicht übrig geblieben, wie von anderen, längst ausgestorbenen Völkern. Um so sorgfältiger soll man die stummen Zeugen auf dem Grunde der See'n vernehmen. eug 5 1 gentersch Grenze bene Cisenbahnzatg Zuzug gebt Umgegend 90 chen Cork 0 Bauern und unterstützt! Ankunst de bei 10 Ge wurden. terbo und ssch gegen theidigen zl ruhig und i Nach. wird bon d auf seiner die Gaschttt Vorfahren Groß Hork sind Dieselben! Fieber fort am 10. S dir Leiche — De der italie gemacht, Seitens fleht. Die kocdem u Nom u dn Ita chen sich tion auf eine Int die„Ila schen G. Probinze 14. sant Am 15. die Ering 70 mation an „Captera liener! A ich würd welche f e en Bei 7 Nachri 5 Zuaben surgente Neapel 1 Uändig rde übri⸗ Schranke önnt die chen Gr ⸗ Antwort bcser saab. ekellung Aber ver der gel em 9. 0 von Lou nord ist d. Cine dutt auf, den Nat päpflicht dinge net hielten du der Grenst u ft selbs „ Nenott und nl 1 Neue — am did. N aundh tt Begin/ N c retlit Inflich en Scl — — ßen ein Circularschreiben gesandt habe, welches Monte Libreti und Polvatore geräumt und daß die Päpstlichen diese Punkte besetzt haben. — Die„Patrie“ stellt in Abreve, daß Preu- das Zusammenkommen eines Congresses wegen der römischen Frage vorschlägt; ebenso falsch sei es aber auch, daß der Cardinal Antonelli eine Note an die englische Regierung gesandt habe. —„Temps“ sagt:„Sicherem Vernehmen nach sei die französische Intervention in Rom schon in Biarritz beschlossen worden und werde unmittelbar erfolgen.“ f — Der„Moniteur“ sagt:„Neue Insur⸗ gentenschaaren treiben sich an der römischen Grenze herum, die von Florenz abgegangenen Eisenbahnzüge haben ihnen wieder 1200 Mann Zuzug gebracht; 3000 Garibaldianer sind in der Umgegend von Nerola concentrirt. In dem Städt— chen Core(in der Nähe von Frosinone) haben Bauern und Freiwillige, welche von Gendarmen unterstützt wurden, 200 Garibaldianer bis zur Ankunft der Päpstlichen in Schach gehalten, wo— bei 10 Garibaldianer getödtet und 46 gefangen wurden. Mehrere Städte in den Provinzen Vi— terbo und Frosinone haben Waffen verlangt, um sich gegen die eingedrungenen Garibaldianer ver— theidigen zu können. Ueberall ist die Bevölkerung ruhig und spricht sich gegen die Eindringlinge aus.“ Nancy. Der Kaiser von Oesterreich wird von der Stadt Nancy eingeladen werden, auf seiner bevorstehenden Durchreise nach Paris die Gastfreundschaft einer alten Hauptstadt seiner Vorfahren nicht zu verschmähen. Großbritannien. London. Aus New⸗ Nork sind Berichte vom 5. October eingetroffen. Dieselben melden, daß in New⸗Orleans das gelbe Fieber fortwüthet, und daß der Admiral Tegethoff am 10. September noch wegen der Auslieferung der Leiche Maximilian's unterhandelt hat — Der„Times“ zufolge hat Kaiser Napoleon der italienischen Regierung förmlich die Anzeige gemacht, daß eine römische Intervention Seitens Frankreich's wegen Vertragsbruchs bevor— stehe. Die„Times“ hofft, die Einmischung werde trotzdem unterbleiben, und ermuntert Rattazzi, Rom zu besetzen und von dort aus zu unterhandeln. Italien. Florenz. Die Journale spre⸗ chen sich gegen die französische Interven- tion aus. Die„Opinione“ verlangt, daß gegen eine Intervention Maßregeln ergriffen werden; die„Italie“ verlangt die Occupation des römi— schen Gebiets.— In den südlichen römischen Provinzen nehmen die Freischaaren zu. Am 14. fanden nur unbedeutende Rencontres statt. Am 15. wurde in Rom ein Consistorium über die Ereignisse berathen. — Garibaldi hat abermals eine Procla— mation an die Italiener erlassen. Dieselbe lautet: „Caprera, den 7. October 1867. An die Ita— liener! Auf der römischen Erde schlägt man sich! ich würde tausend Leben für die Männer geben, welche sich dort befinden. Hört nicht auf zopfige Zweifeleien, rührt Euch! Morgen wird Italien den Beifall der ganzen Welt haben, welche Euren Heroismus bewundern will. G. Garibaldi.“ — Eine Depesche aus Rom bestätigt die Nachricht einer Niederlage, welche die päpstlichen Zuaven bei Monte⸗Libretti erlitten haben. Die Zuaven hatten 15 Todte und mehrere Verwundete. Falvaterra und Monte⸗Libretti sind von den In- surgenten verlassen worden.— Die„Italia“ von Neapel läßt sich aus Rom melden, daß am 7. d. M. zwei Detachements päpstlicher Truppen zu den Insurgenten bei Arlena übergegangen sind. Ueber hundert Carabiniers hatten bereits für die Insurgenten Partei ergriffen und sich denselben angeschlossen. — Vom 16. wird gemeldet: Die Garibal— dianer haben den größten Theil der Provinz Fro— sinone besetzt, die in derselben liegenden päpstlichen Garnisonen ziehen sich nach kurzem oder ganz ohne Widerstand zurück. Amerika. Nachrichten aus Mexico zu solge handelt es sich bei der Auslieferung der Leiche Maximilian's nur noch um einige Minister des Auswärtigen die Bedingungen gestellt, daß verschiedene, angeblich nach Miramare ge— sandte Alterthümer zurückerstattet werden, doch sei man von dieser Forderung abgekommen. — Die Zahl der Auswanderere die vom 1. Januar bis 18. September in New⸗Nork ein- trafen, belief sich auf 181,999 Emigranten, fast genau dieselbe Zahl, wie im vorigen Jahre in derselben Periode.— Am 25. September überfiel ganz plötzlich die Stadt Philadelphia ein furchtbares Unwetter, Sturm, Wolkenbruch und Hagelschlag. In einer halben Stunde waren 500,000 Fensterscheiben zerschlagen und sonst viel— facher Schaden angerichtet. Aus dem Vogelsberg. Bei einer vor einigen Tagen staltgehahten großen Treibjagd wurde der Oberförster Leo aus Grebenhain, der unmittelbar neben dem Fürsten von Büdingen stand, durch Unvorsichtigkeit eines Schützen oder durch einen unglücklichen Zufall, von einem Schrotkorn in die Brust getroffen. Augenblicklich quoll ihm ein Blut- strom aus dem Munde und ist wahrscheinlich das Herz oder eine große Blutader verletzt worden. Der Verun⸗ glückte, ein sehr wackerer Beamter, befindet sich noch am Leben, und sollen die Aerzte Hoffnung zu seiner Wieder— herstellung hegen. Frankfurt. Dem dahier erscheinenden„Beobachter“ wird folgender Act der Barbarei mitgetheilt: Jüngst er— hängte sich in Bonames eine Frau aus Noth. Statt daß man die Leiche der Unglücklichen in anständiger, stiller Weise zu Grabe gebracht hätte, wurde dieselbe vielmehr noch angethan mit den Kleidern des alltäglichen Lebens in einen Kasten gelegt und auf einem Schiebkarren unter dem Hallo der Gassenbuben auf den Kirchhof gefahren. Frankfurt. Kürzlich wurde auf der Grindbrunnen⸗ wiese im Mondenschein von dem Prediger einer Wieder— täufer⸗Secte die Taufe eines jungen Mädchens vorgenommen. Die Taufe geschah, indem das Mädchen dreimal in den kalten Main untergetaucht wurde, in Gegenwart der haupt sächlichsten Mitglieder der Gemeinde, als deren Elied sie nach vollbrachter Handlung zu betrachten ist. 5 Darmstadt. An unscrem Bahnhofe werden Kartoffel in ungeheuren Quantitäten versendet. Der Preis siellt sich gegenwärtig auf 2 fl. 12 kr. bis r kr. Darmstadt. Oer hiesige Juwelier J. B. Schreger ist vor Kurzem um 10 goldne Uhrketten im Gesammi⸗ werthe von circa 300 fl. in folgender frecher Weise be— schwindelt worden. Am 28. erschien in dem Laden des genannten Goldwaarenfabrikanten ein nicht unelegant ge⸗ kleideter junger Mann von 24 bis 26 Jahren, gab sich für den Concipienten des hiesigen Hofgerichts⸗Adoocaten Rg aus und erklärte, er habe von der Frau R—g den Auftrag, eine goldene Uhrkette, womit sein Prinzipal zu seinem Geburtstage überrascht werden sollte, auszusuchen. In der That suchte er eine Kette zu 26 fl. aus, und ver⸗ läßt mit dem Bemerken, er wolle erst bei seiner Auftrag⸗ geberin Rapport erstatten, den Laden. Nach einer Stunde kommt er wieder, erklärt, die Frau seines Herrn wolle eine werthvollere, als die von ihm ihr beschriedene Keite und möge man ihr doch ein Dutzend zur Auswahl schicken. Die Bemerkung des Herrn Sch., nach seinem Wissen sei ja Herr R—g gar nicht verheirathet, beseiligteer mit dem Ausruf: Ei, wissen Sie denn nicht, daß er vor 4 Tagen dochzeit hatte. Der Juwelier hierdurch beruhigt, schickt nun seinen Lehrjungen mit 10 Kelten in die an der Rhein⸗ straße belegene Wohnung des Herrn Rg. Im Haus⸗ gang begegnet diesem der angebliche Concipient, baarhaupt und in legerem Anzug, als ob er hier zu Hause sei und schickt ihn mit dem Bemerken fort, er solle in einer Stunde wiederkommen, der Herr Advocat, der mit dem Geschenk überrascht werden solle, sei im Zimmer seiner Frau. Kaum ist der Lehrjunge vor die Hausthüre getreten, so ruft ihn der Gauner zurück; so eben sei der Advocat auf sein Bürtau gegangen und er solle die Kelten seiner Frau abgeben. Nichis Arges ahnend, gibt sie ihm der Ueber⸗ bringer in die Hände und Keuen und Concipienten sab man niemals wieder. Als des andern Tages die Ketten nicht retournirt wurden, schickte Herr Sch. in das Haus des R—g, um zu seinem Schrecken zu erfahren, daß es Herrn R—3. bis dato noch nicht eingefallen, die Freuden und Leiden des Junggesellenlebens mit dem Chestand zu vertauschen. Herr Sch. war das Opfer eines ebenso fein angtlegien, als frech ausgeführten Betrugs geworden. Der Industrieritter hatte die ihm jedenfalls bekannt ge⸗ wordene momentane Abwesenbeit des Rechtsgelehrten be— nutzt, um auf seinem Büreau zu erscheinen und ihm an⸗ geblich einen Prozeß zu übertragen. Die Abwesenheit des Herrn Rg gab ihm plausiblen Vorwand, sich im Haus gang aufzuhalten, angeblich um ihn zu erwarten.— Nach⸗ lräglich erfährt man noch, daß derselbe Schwindler vor⸗ erst bei einem andern hiesigen Juwelier war, um für die mythische Frau Hofgerichtsadvokat R—g eine goldene Kette auszusuchen. Dieser, welcher der Sache nicht traute, erklärte, er wolle eine Collection von Ketten selbst hin— bringen. Alsbald erschien ein Dienstmann in dem Laden und rapportirse, Frau Rg verreise auf 2 Tage und solle er in so lange seinen Besuch ausschieben. Das letztere geschah, um nicht durch eine zu frühzeitige Entdeckung seiner betrügerischen Machinationen der Polizei in die Hände zu fallen. Darmstadt. Nach der„Hess. Losztg.“ sind dieser Tage wieder mehrere Darmstädter von der Pariser Indu— sürieausstellung heimgekehrt. Dieselben machten daselbst, Förmlichkeiten. Anfangs habe der mexicanische eines Aegypters aus— Vilbel. Dieser, ein ingeniöser Jude, kam zur Zeit der Anwesenheit des Vicekönigs von Aegypten als Lakai in dessen Dienste, wurde bei der Ab⸗ reise dieses Fürsten wieder entlassen und betreibt seitdem das nicht unrentabele Gewerbe eines„Aegypters“ au eigene Faust. Aus dem Odenwald. Ein gewisser Geisert vonf Erbach, welcher 1850 den städtischen Forstwart Affemann von der Straße aus durchs Feuster im Momente erschoß, als derselbe mit Frau und Kindern um den Tisch sitzend die Hände zum Nachtgebet faltete, brach heute Nacht in die Be⸗ hausung der Braudt's Wiw. in Erbach ein. Mit einem ver rosteten und ungeladenen Terzerol sowie einem Lichte ver⸗ sehen, eilte der hiesige katholische Lehrer auf den Hausgang herab und schüchterte den Verbrecher durch die ihm vor⸗ gehaltene Waffe d ein, daß er sich auf die Erde fallen ließ und in diefer Situation bis zur Ankunft der ihn verhaftenden Polizei ausharrte. Aus Mainz wird folgendes bei der jüngsten Versteigerung von Bundesutensilien be— richtet:„Den hiesigen Steiglustigen, die sich gewöhnlich in geschlossener Phalanx einzufinden pflegen, halte sich diesmal ein„Zugereister“ aus Berlin beigesellt, der an— fänglich mißtrauisch betrachtet, hinterher aber diplomatisch in's Interesse gezogen und sogar mit der Ansteigerung der zum Verkauf gelangenden Effekten betraut wurde. Der„Zugereiste“ entledigte sich dieses Auftrages mit der ganzen Geschäftsgewandtheit eines norddeutschen Residenz— städters und steigerte massezhaft zu wahren Spott Man umdrängt ihn nach e Versteigerung, drückte ihm bewundernd die Hand uf lte seiner Geschäftsroutine die ungeheuchelste Anerkennung. Unser Berliner nahm diese Huldigungen als etwas Selbstverstän liches hin, und sagte mit etwas gewinnendem Lächeln:„Ich danke Ihnen, meine Herren! Es thut mir nur leid, daß keiner von Ihnen ein Geschäft gemacht hat!“ Allgemeines Erstaunen oder vielmehr Erschrecken.„Entschuldigen Sie mich, meine Herren!“ fuhr unser„Zugereister“ mit einer eleganten Verbeugung fort, um die ihn ein Dandy hätte beneiden können,„ich habe noch Vieles zu thun, um die angestei⸗ gerten Sachen fortzubringen.“ Sprach's und verschwand. Hinter ihm her Wuthgeheul. Man wa meiert.“ Während man sich noch in ohnmächtigen Ex⸗ klamationen über diesen unerhörten„preußischen Pfiff“ erging, schlich Einer vom Consortium dem Berliner still in ein Cafes nach, und sagte ihm:„Enutschuldigen Sie! baben ein Paar goldene Epauletten gesteigert, die ich brauchen könnte; wollen Sie mir dieselben nicht ablassen?“ „„Warum nicht, was geben Sie??“ Man feilschte und wurde Handels einig. Der Berliner zog die Epauletten aus seinen Rocktaschen hervor, händigte sie aus und streckte die Hand hin, um den vereinbarten Betrag zu empfangen; der Käufer aber schlug eine teuflische Hehnlache auf und sagte:„Ihr habt uns gegenüber auch nicht Wort gehalten.“ Seht zu, wo Ihr'was für die Epauletten bekommt.“ Sprach's und wollte auch verschwinden. Unser„Zn⸗ gereister aber streifte im Nu seine weltmännischen Ma⸗ nieren ab, griff zu, und suchte sich der Epauletten wieder zu bemächtigen. Man zerrte hin und her, es fanden sich noch mehrere Betheiligte des Consortiums ein, die alle gekommen waren, um wo möglich noch ein kleines Sepa— ratgeschäft abzuschließen, und es entstand ein Tumult, der so bedeutende Dimenfionen annahm, daß sich schließlich die Polizei hineinmischen und die Excedenten zur Ruhe bringen mußte. Der Berliner ist mit heiler Haut und, was chm jedenfalls die Hauptsache ist, mit den ersteigerten Effecten auf und davon; im Lager des„Bundesutensilien-Ansteigerungs⸗ consortiums“ aber herrscht noch immer große Aufregung. Wiesbaden. Der Redacteur der„Spinnstube“ und Verfasser vieler trefflichen Jugendschriften, W. O. von Horn(Superintendent Oertel), der hier lebte, ist am 14. d. von einem Schlaganfall auf einem Spaziergang betroffen worden und, in seine Wohnung verbracht, sofort gestorben. Trier. Ein hiesiger Bürger hat bei der Reinigung seines Kellers einen irdenen Topf gefunden, der mit blanken Kronenthalern, geprägt unter Ludwig XV.(1764), bis an den Rand gefüllt war. Man schätzt die Zahl auf 2000. rart amüsanle Intermezzo Man schreibt aus Böhmen: Seit drei Tagen ist der Böhmerwald mit ungeheuren Schneemassen bedeckt, die an manchen Stellen über eine halbe Elle hoch liegen sollen. Der altehrwürdige Kubani, welcher in unserer Gegend mit freiem Auge, da er wie ein Wächter in's Land hineinlugt, gesehen werden kann, präsentirt sich im weißen Gewande. Die Kartoffelernte dürfte unter solchen Verhältnissen in den Gebirgsgegenden erst später beginnen können, da man der Ansicht ist, daß der Schnee noch schmelzen wird. „ Man erzählt sich in Paris folgenden schönen Witz: Der Kaiser Napoleon hat in Biarritz Hafen-Arbeiten unter seiner eigenen Aussicht beginnen lassen. Bekanntlich ging nun das Gerücht, der Kaiser sei irrsinnig geworden. Das soll folgendermaßen zugegangen sein: Als der Minister des Innern, Lavasette, bei seiner Ankunft in Biarritz ängstlich nach dem Kaiser frag, antwortete man ihm: „L'empereur est au quai“(der Kaiser ist am Hafen), Dee Minister versteht aber:„L'empereur est toqus“(der Kaiser ist verrückt) und geräth darüber in große Bestürzung. Sein Bedienter, der wußte, daß sein Herr an der Börse spielte, meldete nun dessen Freunden, den Baissiers eilig: „Der Kaiser hat den Verstand verloren.“ 2% Seit Erscheinen von salschen Bankbillets an der kaiserlichen Hauptbant in Pete rosburg sind von den ver— schiedenen Behörden des Staats über 82,481 Stück solcher falschen Bankbilleis im Werth von 1.049,090 eingesandt worden. Die meisten dieser Billets sind Fünf⸗Rubelscheine. unter anderen Merkwürdigkeiten, auch die Bekanntschaft * Fälschungometboden sind bei diesen Billets über 140 entdeckt. entschieden„ge-= . . Indem wir hiermit anzeigen, daß unsere Leihbibliothek Wintermonate wieder dahier aufgestellt ist und der Umtausch der Bucher zu wir auf folgende neu aufgenommene Werke aufmerksam: Breier, Rosenkreuzerz-Gerstäcker, Im Busch; Grey, Herrin von Goldrauen; Gustav v. See, Gräfin und Marquise; Höfer, das alte Fräulein; Mühlbach, Deutschland in Sturm und Drang; Pitawall, Maria Stuart; Reteliffe, Villafranca; Retcliffe;, Puebla; Schwartz, Mar. Soph., Sämmtliche Werke; Spielhagen Romane; Grimm, unüberwindliche Mächte; Gutzkow, Hohen- schwangau; Die Ritter der Industrie; Stifft, Modernes Leiden; Galen, Jane die Jüdin; Marlitt, Goldelse; ꝛc. ꝛc. Lesegebühren per Tag 2 kr., per Monat 30 kr. Abonnements können zu jeder Zeit angetreten werden. Friedberg. Bindernagel& Schimpff. Im Saale zu den drei Schwertern. 2509 K Mittwoch den 23. October Musikalische Abendunterhaltung f gegeben von oper und der Soubrette Josephine von Seele. er Platz 24 kr.— Zweiter Platz 15 kr. Anfang halb 8 Uhr. York“ und bei Herrn J. C. Hagemann für die jeder Zeit stattfinden kann, machen Schauspieler Eintrittspreise: Billets sind im Gasthause„zur Stadt New— zu haben. Die Programme besagen das Nähere. . 1 7 Israelitische Feiertage 2506 nächsten Montag und Dienstag. Färberei von Carl Weher in Rödelheim bei Frankfurt a. M. 2275 effectuirt gefl. Aufträge zum Färben von Leinen und Baumwollen⸗Garuen in den üblichen Farben, unter Garantie und Zuverlässigkeit. Muster und Preiscourante stehen bereitwilligst zu Diensten. Elile Hanau, geb. Simon in Friedberg, 2503 empfiehlt für die Wintersaison ihr bekanntes Putz- und Modewaaren-Lager sowie eine reiche Auswahl Caputzen, Seelenwärmer, Cachenez, Herrn. und Damen⸗Handschuhe, Gummi⸗ und Filzschuhe, seidene und Alpaca-Schirme zu ͤußerst billigen Preisen. 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Pünkt⸗ liches Erscheinen wird erwartet.— 5 Fr. Roßbach. Kirchweihfest 1 Steinfurth. findet zur Feier der Kirchweihe bei der Unterzeichneten große Tanzbelustigung statt. Für gute Speisen und Getränke ist bestens gesorgt. H. Rosenbecker's Wittwe. Kirchweihfest a elbach. 2479 Sonntag den 20. und Monfag den 21. October findet bei mir gutbesetzte Tanzmusik statt, wozu freundlichst einladet Mel bach den 18. October 1867. W. Philippi. 2496 Montag den 21. d. Mts. findet auf dem Selzerbrunnen ein Ball- für Israeliten statt, wozu freundlichst einladet P. Weitzel. Ein kräftiger Hausbursche 2488 wird gesucht von Johs. Bechstein II. Aufforderung. 2505 Wegen baldiger Abreise von hier ersuche ich die⸗ jenigen, welche mir noch Etwas schulden, es baldigst zu entrichten, da ich meine Ausstände einem Anwalte übergeben werde. L—— Bekanntmachung. 2502 In der am 4. October in öffentlicher Versammlung vorgenommenen Aus loosung der Turn-Halle⸗Aklien wurden die Nummern: 215, 465, 434. 422, 6, 216, 427, 26, 209, 129 gezogen und können die Inhaber derselben die Beträge bet unserem Rechner, Herrn Joseph Hoffmann, jederzeit in Empfang nehmen. Friedberg den 10. Oktober 1867. Für den Vorstand des Turnvereins C. Seriba. A. Steinhäuser. Das Brod ist zu theuer! 2510 Für die Mittheilung der Broodpreise aus ver⸗ schiedenen Städten unseres Landes kann man dem Ein⸗ sender nur dankbar sein, so wenig erfreulich auch für uns die dadurch sich ergebende Thatsache ist, daß näm⸗ lich die Brodpreise in hiefiger Stadt auffallender Weise höher find als die aller dort genannten Städte, höher sogar bis zu J, wenngleich anderseits die Klage eine allgemeine und nur zu gerechtfertigte ist, daß das Brod in hiesiger Stadt sich keineswegs durch seine Güte etwa auszeichnet. Was nun mag der Grund dieses so auffälligen Preisunterschieds sein?— Können und wollen die Herren Bäcker hierüber Auf⸗ schluß geben und das Publikum belehren, daß die un ⸗ erklärlich hohen Preise nicht künstlich in die Höhe ge schraubte sind, wie man allgemein anzunehmen geneigt ift? Wird sich andernfalls Niemand finden, der, wie in anderen Städten, einen Brodhandel eröffnet und den Bäckern Concurtenz macht? Oder wird sich nicht wentg⸗ flens eine Gesellschaft biesiger Einwohner zusammen⸗ finden, welche ihren Bedarf an Brod gemeinschaftlich von auswärts bezieht und zum Kostenpreise abläßt?— Abhülse thut nolh und wird von vielen Seiten freudigen Anklang finden, denn in hiesiger Stadt ist das Brod offenbar zu theuer! Mehrere Bürger. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Sonutag den 20. October. Evaugelische Gemeinde. Pfarramtswoche: Herr Diakonus Mehe r. Gottes dienst in der Stadtkirche: Vormittags: Herr Diakonus Meyer. Nachmittags: Herr Pfarrer Köhler. ouis Werner, Apotheker. Bücklinge werden dieser Tage bei der holländischen Agentur in Frankfurt a. M. eintreffeu. Bestellungen auf einzelne Körbe oder wöchentliche Lieferungen wolle man daber bald möglichst richten an den Agent für Süddeutschland. 15 85 Wilhelm Honders en Frankfurt a. M. Ein ordentliches Mädchen 2487 wird zum sofortigen Eintritt in Dienst gesucht Eduard Hiesch. vermiethen und kann Anfangs Dezember bezogen werden. Margarethe Vogelsberger. Neuer Lapperdan 2492 bei J. A. Windecker. Ein geräumiger tiefer Keller Gottesdienst in der Burgkirche. Vormittags: Herr Pfarrer Baur. Nachmittags: Fällt aus.. Sonntag den 21. Oebbef Erntedankfest und Abend⸗ mahl in der Stabtkirche. 23——ů— Katholischt Gemeinde. Sonntag halb 10 Uhr Hochamt; Dienstag und Freitag sind heilige Messeu. 2495 ist zu vermletben. Wo sagt die Exped. d. Bl. (Hierzu Unterhaltungsblatt Nr. 44 und 2483 Sonntag den 20. und Montag den 21. October — —— Verantw. Red.: Hermann Schimpff: 1 Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. eine Beilage.) N = — A Or du — Bel Atcord geg 7100 2373 De 9 Uhr an zu dlesen und nicht igen Pfal Kupfer, goldnen Gegenftd verfieiger Gleid Lelbanßo Renovatlo TN dann ee die zur Die Friedber angchör Fri dpi. —— gen al. rsche tein Il c. 2211 Beilage — 2462 ö Frldberg pro 1868 erforderlichen Unterbaltungsfle ine fleigerung bekannt gemacht werdenden zum Anzeiger fü r Oberhessen.* 124. Arbeits⸗Versteigerung. An den unten benannten Tagen und Orten sollen die zur Unterhaltung der Staatsstraßen im Baubezirk und zwar zerschlapen geliefert unter den bei der Ver- Bedingungen an die Wenigfinehmenden öffentlich in Accord gegeben werden. — Der Verstei gerung— Namen 2— 5 3* 2 2 der 8 Ta g. Stunde. O rt. e 5 Bauaufseher. 8 1 J Montag den 21. 9 Uhr B.- M. Buß bach Bierbrauer Melchtor 1. 2u. 160Engel, Weide, Hölzer. Oktober ö 2 J Dienstag den 22. 9 Ubr V. M. Nauheim im Pariser Hof 3 15 und Kreß, Einhäuser und a 18. Stein. 3 Mittwoch den 23.9 Uh. V. M. Ilbenstadt im Chausseehaus 4 6 u. 7 J Diehl, Stipp und ö Konrad. 4 J Doennerstag d. 24. 9 Uhr V. M. Niedet- Mockff. Nassauer Hof 10 Jäger. 5 Denselben 2 Ubr N. M. Altenstadt Gafdaus zum Adler 8 Dingeldein. 6 Freitag den 25. 9 Ubr V. M. Endbeim Gasthaus des Herrn Kochsg u. 11 Nürnberger u. Rüger. 7 Scmstag den 26. 10 Uhr V.⸗M. Büdingen Gasthaus zum Stern 12[Kl pensteuber. 8 Montag den 28. 9 Uhr V.⸗M. Vilbel Gafthaus zum Engel 5 Schäfer. 9 Derselben 2 Uhr N.-M. Oder⸗Eschbach Brüsseler Hof 13[Michel. 10[ Denselben 5 Uhr N.. M. Steinbach Gastwirth Heck 14 Michel. 11 Dienfsag den 29. 11 Ubr V. M. Wölfersheim Gaftwirth v. A. Hofmann 17 Ulshöfer. 12 J Mittwoch den 30. 11 Uhr V. M. Reichelsheim Gasthaus zur Post 19 I[Kornmann. Bel pos. 12 wird bemerkt, daß hier das Anfahren, das Aufsetzen und das Zerschlagen der Steine in Accord gegeben wird, da das Brechen auf früherem Accord beruht. Friedberg den 14. Oktober 1867. Großberzogiiches Kreisbauamt Fisedberg Re u ß. Pfänder⸗-Versteigerung zu Friedberg. 2373 Donnerstag den 24. October d. J., Vormittags 9 Uor anfangeur, sollen im biefigen Ratbhause die bis zu dlesem Termine die Verfallzeit erreicht habenden und nicht ausgelösten oder renovirten Pfänder der hie⸗ sigen Pfand⸗ und Lethanftalt, bestedend in Gold, Silber, Kupfer, Zinn, Weißzeug, Manns und Frauenkleidern, goldnen und fill ernen Taschenuhren, sowie sonstigen Gegenftänden, öffentlich meiftbietend gegen Baarzahlung verfieigert werden. Gleichzeitig wird den Interessenten der Pfand und Leibanstalt bierdurch eröffnet, daß die Auslssung und Renovation der Pfänder nur an den hierzu bestimmten Tagen, Dienstag, Doynerstag und Samstag stattfinden kann und das Pfandhaus vom 19. October d. J. an bis zur Beendigung der Verfeigerung geschlossen bleibt. Die Großberzoglichen Bürgermeistereien des Kxeises Friedberg werden ersucht, dieses im Interesse ihrer Orts- angehörigen ortsüblich bekannt machen zu lassen. Friedberg am 3. October 1867. Großherzogliche Bürgermeisterel Friedberg N Der Großherzogliche Beigeordnete Scucar. An fuhr von Sand. 2470(Butz bach.) Montag den 21. d. Mts., Vor⸗ mittags 11 Uhr, wird auf dem Bürcau des Verwaltungs raths in hiefiger Reitercaserne die Anfuhr von 3 Cubik-Klafter rothem Sand aus den Gruben dei Griedel im Summissionswege vergeben. Butzbach den 15. October 1867. Großherzogliche Caserneverwaltung Grönrich, Oberquartiermeister. Bekanntmachung. 2504 Die am Heutigen in dem Gräflichen Forstrevler Wickstadt abgehaltene Holzversteigerung i genehmigt und der erste Fahrtag auf Montag den 21. l. Mis. anberaumt. Wickstadt den 17. Oktober 1867. Gräfliche Oberförsterei Assenheim Schal las.. Kapital⸗Gesuch. 2490 Die Gemeinde Staden beabfichtigt ein Capital von 9000 fl. im Ganzen oder Einzelnen aufzunebmen. Capitalisten wollen sich bet biesiger Bürtzermeiste rel melt en. Staden ten 17. October 1867. Großherzotzliche Bürgermelsterei Staden Dau Faselochs-Versteigerung. 2486 Diensiag den 29. October d. J., Vormittags 10 Ubr, soll auf unserem Büreau eln zum Schlachten tauglicher Faselochs versteigert werden. Berstabt den 16. Oclober 1867. Großherzogliche Bürgermeisterel Berssadt Well. Bekanntmachung. 2485 Vom 20 d. M. ab werden die Personen⸗Posten von Altenstadt nach Vilbel aus Alten stadt um 515 Uhr früh, von Heldenbergen nach Hanau aus Ddeldenbergen um 6286 Uhr früh, abgefertigt. Darmstadi den 16. October 1867. Der Königliche Ober-Post-Director Vahl. Hofraithe- und Gartenversteigerung. 2499 Montag den 4. November d. J., Vormittags 11 Uhr, sollen in biesigem Ratbhause die zum Nachlasse des verstorbenen hiesigen Bürgers Heinrich Wilhelm Weckerling gebötrenden Immobilien: Gemarkung Friedberg. Flur. Nr. Kiftr. 2 l 195. 2. MN. 8,2. 5. 78. erbabtheilungs halber werden. Friedberg den 1“ Oktober 1867. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg J.„. Hoftralthe in der Stadt, Grabgarten daselbst, desgleichen am Ellernpfuhl oͤffentlich meistb tetend versteigert Der dienstälteste Gerichtsmann Fouc ar. Hofraithe⸗-Versteigerung. 2501 Montag den 2. Dezember d. J., Vormittags 11 Uhr, soll in biesigem Rathhause die zum Nachlasse des Bürgers und Spenglermelsters Kilian Ludwig dahier gehörende Hofraithe: Gemarkung Friedberg. Flur. Nr. Klftr. 2. 438. 12. Hofraitbe in der Stadt öffentlich melftbietend versteigert werden. Friedberg den 17. Oktober 1867. In Auftrag Großherzoglichen Landgerichts Friedberg m Friedberg d* Der dienstälteste Gerichts mann Fouc ar. Versteigerung von Aepfel- und Birn— stämmchen. 2507 Montag den 28. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, sollen aus der Gemeindebaumschule zu Bingenheim crca 300 Stück Aepfel- und Hirnstämmchen meistbtetend versteigert werden. Ote Stämmchen find alle mit guten Sorten veredelt und sind erster Qualität. Bingenpeim den 17. September 1867. Großherzogliche e Bingenheim a b m. Barterzeugungstinctur. be selbst noch jungen Leuten in kürzesser Zeit den stärksten Bartwuche zu erzielen, empfiehlt à FI. 36 kr. und 1 fl. Ph. Dan. Kümmich in Frlebberg. 1930 NB. Für den sicheren Erfolg garantirt der Erfinder Apotheker Bergmann in Paris, 70 Boulevard Magenta. sicerses Hofraithe- und Gartenversteigerung. 2500 Montag den 2. Dezember d. J., Vormittags 10 Uhr, sollen in hiesigem Rathhause die dem Bürger und Schreinermeister Ludwig Hofmann dahier ge— hörenden Immob ellen: Gemarkung Friedberg. Flur. Nr. Klftr 1 250. 8¼0. Hofraithe in der Stadt, 2. 92 42. Grabgarten(Liebfrouengärten) öffentlich meistbietend versteigert werden. Friedberg den 17. Oktober 1867. In Auftrag Großherzoglichen Landgerichts Friedberg Großberzogliches Ortsgericht Friedberg J. Der dlenffälteste Gerichtsmann N Duc an Bekanntmachung. 2497 Bet der fiattgehabten Vorflandositzung ift Nr. 53 rückzahlbar den 2. Januar 1868 verloost worden. Inhaber wird ersucht, gegen Ablieferung der Obligation, nebst Coupons und Talon, diesen Betrag mit 100 fl. bei dem Rechner der israel. Religionsgemeinde dahter in Empfang zu nehmen, da die Verzinsung mit obiger Verfallzeit aufhört. Münzenberg den 13. October 1867. N Der erste Vorsteher »Abraham Lö. Düngemittel der Chemischen Fabrik Griesheim 2350 in Frankfurt am Main. Sauere phosphorsauere Kalke(Superphospbate). zur Düngung des Getreldes, für Rüben, Wiesen, Gemüse, Futtergewächse, Reps u. s. w. in drei Sorten. Gedämpftes Kuochenmehl,(guanifirt) in feinem und gröberem Pulver, für Getreide u. s. w. Gur Maschinen und zur Handsaat) Rohes Knochenmehl. Baker Guaudo⸗Superphosphat. Sombrero⸗Superphosphat. Peru Guano Phosphat. Guano.) Phosphor⸗Guano. Griesheimer Guano(concentrirter Dünger,) feines Pulver, fur Getreide, Reps, Tabak, Kar⸗ toffeln, Hopfen u s. w Weinberg Guano(Weinberg⸗ Dünger.) (Gesäuerter Peru⸗ Peruanischer Guano. Baker ⸗Guano. Kali Superphosphat. Kali Dünger sür Wiesen. 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Ma ver in Breslau, daß der von ihm sabrizipte weiße Brust-Tyrup“) sehr lindernd und heilsam auf die Brustorgane meiner Frau gewirkt hat. Soest in Wesiphalen. W. Gottschalk. *) Ju Friedberg zu haben bei Ph. Dan. Kümmich. ö a 8 1 Ein Faselochs, 1½ Jahr alt, Berner Race, steht zu verkaufen bei 2449 Joh. Falck in Friedberg. Alle durch den Buchhandel zu beziehenden illustrirten, belletristischen& wissenschaftlichen Zeitschristen, sowie auch alle Modezeitungen u. s. w. u. s. w. f besorgen pünklichst und empfehlen sich bei bevorstehendem Quartalwechse! zu geneigten Aufträgen Friedberg. Bindernagel& Schimpff. Bestellungen für uns nehmen an für Nidda F. Trebes in Nidda. „ für Hungen L. Schneider in Hungen. Ehr istian L. geß, 2430 empfiehlt sein Lager in 1 1 Stiefel⸗Stulpen, Stiefel⸗Schäftchen 8 Mützen aller Art zu den billigsten Preisen. N ·* Café- Schroll! 2332 Hiermit mache ich das Publikum besonders aufmerksam auf das von der Braunschweiger Actien⸗Cichorten⸗ Fabrik in Braunschweig neu erfundene und frabrieirte Café- Schrot.— Dasselbe bat den wesentlichen Vor ug vor allen bis jetzt existirenden Café-Extracten, Café Surrogaten und unter welchem Namen die vecschiedenen räparate anderer Fabriken ausgeboten werden mögen, daß es durch seine eigenthümliche Zubereitung aus dem besten reinsten Material, wesches obengenannte Actien⸗Gesellschaft Alles selbst produeirt, dem Cafe eien kräftigeren Geschmack und eine ungleich sehönere Farbe gibt, sich welt spar⸗ samer verbraucht und durch sesne körnige Beschaffenheit jede Beimischung mit geringeren Substanzen den Consument sofort erkennen läßt, wie dieses bei anderen Cafs Präparaten in feuchter und pulvrisirter Beschaffenheit nicht möglich ist, bei denen zum großen Theil der meiste Fleiß auf die äußere Ausstattung, die Etiquettes, verwendet ift, um somit hübsch ins Auge zu fallen. N Durch seine ungemein rasche Verbreitung, welche das Café-Schrot in allen Gegenden gefunden, wohin es versendet, hat es von einigen Seiten schon Nachahmungen erfahren, weßbalb ich noch darauf aufmerksam mache, daß nur die mit Abbildung der Fabrik und beigebruckter Firma„Braunschwelger Actten⸗Cichorten-Fabrik in Braunschweig“ versehenen Packete allein ächt find. Heinrich Vaupel in Frankfurt a. M., General Agent der Braunschweiger Actien-Cichorlen Fabrik für Mittel⸗Deutschland Niederlagen in Friedberg bei den Herren: Wilhelm Fertsch, Georg Groß, Gottfried Haustädt, Jean Huber, a C. Th. Kranz. und Sandstein⸗Platten I9is Krippen, Tröge, Dielen, Steinkohle n ꝛc. im neuen Dielbof bei Eduard Ruths. Negenschirm 1237 in Seide, Alpaka und Baumwolle, zu sehr billigen Preisen bel Friedrich, neben der Post in Friedberg. Durchsichtige Glycerin-Seife, 1994 anerkannt bestes Mittel zur Verschögerung der Haut empfiehlt in Stücken à 4, 6, 9, 10, 12 kr. 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Sard. 36 Er. L. b. B. Würte mb. 4½0% Obl. b. Rth. 912¼ 6. Finnland 4½% Pfdbr. i. R. 105 83½ P + s Pistolen f. 9 749 5 11 0 do do 85 ½ P. Schweden 4½0% O. i. R. à 105 83/ 0 0 Doppelte 9 48—50 Baden 4005 ne 92 P. 1 4½% Pfb. I. R. à 105—— 2 Preuss. Frieded'or„ 9 58—59 2 2 2 igat. 8 853/ P. ILN-Amer. 60% St. I. E. 1882 738/830 2 oll. fl. 10 Stücke„ 9 48—50 Voll einbezahite Eisenbahn- Actien und Prioritäten.* Ban 9 200 e. Gn 1./ Lic. C. P. T BZ. Tr. A kr. N P. 15 e„ 11 53—57 0% andbr. d. Erkf. Hyp.-B. 55 50% Tose., Centr.-Eisenb.-Pr. 44 P. 2 Russ. Imperiales Y 9 48 8000 Oesterr. St.-Eisenb.-PFrior. 49½ P 5% Elisabethbahn-Prlor.%% 77 P. Gold pr. Zoll-Pf.—— 3%— 88 1. u. Lomb. E. B. 11 P. 50% do. neueste Emiss./(73½ G. 2 Hchb. Blib. pr. Z. Pf. 8—— o Oest. Süd. St. u. Lomb. E. B. 41½ P. 4½0% Hess. Ludwigsv.-Prior. 94¼ P. Preuss. Kassensch.„ 1 445% Wiener Wechsel- Cours 95 G. I pollars in Gold„ 2 27½—28½ Für An- und Verkauf aller Werthpapiere empfiehlt sich bestens unter Zusicherung reeller Bedienung und ertheilt gerne jede gewünschte Auskunft über Verloosungen, Coupons Zahlungen u. 8. w. S. Lindheimer in Friedberg. 5 Repskuchen Zetressen 1 Theil, Lehtzelt ul Unterhalt! In vereins für Hesse Regierung 0 Gesetz hessen betreff II. Geset III. Su herzoglichen Die Gesom Gesammi⸗! für bie Erzi 105 1 4 Ulecstützeng W wo losten N 40 kr., wel Sland der Schlusse de Jahres 18 Slarkenbur welche wäh Sg. 347. 1634.— 0 135, Ober während der An Schluf feen 12 . Ern Seine König Reruht; am meter M zum Tage Nahen 5 „dem Annahme nige ve mit dem An Nd m Trage Preußen 8 emselben Erlaubniß Sidel Ordens 4 zath im die Erl von Sr. Kronen⸗Or V. Con a einem ligung