hen 8 Dittwe. — luger . Neuß. — eselle eschz Haung N XII. illen n unng de „algen det 10 dhe den f Sruß, stets vor, C. Wahl, 22 dn Sacheh Nad Eng tel tiesheim Senirchett) ben, Siesen, 1. u. rt) i feinen b.(u enerter e Diagtt, vel, Harte . a0. ati Kaufe. S lelt. Billig 2781ů und Int r.— eitel * 1 Fertsch. ert solott in en Palit 77˙ 4 glierer · 1867. Dienstag den 19. März. M34. Anzeiger für Oberhessen. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. ö 1 Sricdberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. * ausgeführt. gratis geliefert. Für das II. Quartal J. J. eröffnen werden auswärts von den Poststellen Neu eintretende Abonnenten erhalten wir ein neues Abonnement auf den„Anzeiger für Oberhessen“. Bestellungen des Großherzogthums zu 33 kr., in Friedberg bei der Expedition zu 30 kr. die von jetzt bis 1. April erscheinenden Nummern Amtlicher Theil. Betreffend: Die Unterhaltung der, Ortsftraßen und Vieinalwege. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großher Wir bringen das Abziehen des Kothes von der Oberfläch Gleisen in denselben, Ausräumen der mit Erde angefüllten Gräben, Böschungen und die Entfernung des abgezogenen Kothes, wo solcher jetzt noch an wenigen Orten hierfür etwas geschehen ist. Betreffend: Verein zur Unterffützung von Invaliden und von Hinterbliebenen gefallener bessischer Soldaten im Feldzuge 1866. Das Großherzogli an die Großherzoglichen Bürgermeistereien zu Butzbach, Ostheim, Rockenberg, Steinfurth, Weckes heim, Wir erinnern Sie, unsere Verfügung vom 31. Januar nd. J.(Nr. Meidung der Zusendung eines Wartdoten. e der Ortsstraßen und Vicinalwege, Mulden und Dohlen und Herstellung der beschädigten Fußpfade und fur Fuß pfade und Böschungen nicht nöthig ist, in Erinnerung, da bis Friedberg den 16. März 1867. zoglichen Bürgermeistereien. das Aus füllen der Vertiefungen und Tr Friedberg den 14. März 1867. che Kreisamt Friedberg Friedberg, Gambach, Nieder-Weisel, Ober⸗Florstadt, Ockstadt, Wisselsheim und Wölfersheim. 15 des Intelligenzblattes) binnen 3 Tagen zu erledigen bei Oppershofen, Trapp. Hessen. Darmfladt. Das Großherzog ⸗ liche Regierungsblatt Nr. 13 enthält: I. Gesetz, die Verkündigung der Gesetze und Ver⸗ ordnungen in den durch den Friedensvertrag mit Preußen erworbenen Landestheilen betreffend. Ludwig III. von Gottes Gnaden Großherzog von Hessen und bei Rhein 2c. ꝛc Wir haben mit Zustimmung Unserer getreuen Stände ottorduect, und vererdnen biermit, wie folgt: Art. 1. Die Einrückung eines Gesetzes oder eine Ver⸗ ordnung in das für Unser gesammtes Großherzogthum besteyende Regierungsblatt soll in den Landestheilen, welche durch den von Uns mit Sr. Maj. dem König von Preußen am 3. Sept. v. J. abgeschlossenen Friedensvertrag mit Unserem Großberzogthum vereinigt worden sind, als ge⸗ setzliche Publikationsweise angesehen werden, dergestalt, daß jedes diesem Blatte einverleibte Gesetz und jede darin ver⸗ kündigte Verordnung vierzehn Tage nach erschienenem Regierungsblatt, wenn nicht in dem Gesetz oder der Ver⸗ ordnung selbst ein anderer Termin festgesetzt ist, ver⸗ bindende Kraft erhalten soll. Art. 2. Gegenwärtiges Gesetz tent mit dem Tage eines Erscheinens im Regierungsblatt in Wirksamkeit. Urkundlich Unserer eigenhändigen Unterschrift und bei⸗ gedrückten Großherzoglichen Siegels. Darmstadt den 6. März 1867. L. 8.) Ludwig. v. Dalwigk. II. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums des Innern vom 4. Marz, wonach S. K. H. der Groß⸗ berzog zu bestimmen geruht haben, daß die Dienststelle des Renimeisters am Landeshospital künftig die amtliche Be⸗ nennung„Hos pital⸗Rentamt“ und der Inhaber dieser Stelle den Amtstitel“„Hospital⸗Rentamtmann“ zu führen habe. III. Bekanntmachung der Großherzoglichen Oberpost⸗ inspektion, die Herstellung einer Postablage zu Dortelweil betreffend. IV. Bekanntmachung der Großberzoglichen Provinzial⸗ Direltion Starkenburg vom 9. März, die Wahl der Ge⸗ schwornen in der Probinz Starkenburg für das Jahr 1868 betreffend. V. Bekanntmachung der Großherzoglichen Provinzial⸗ Direktion Rheinhessen vom 8. Mürz, die Wahl der Ge⸗ schwornen in der Provinz Rheinhessen für 1868 betressend. VI. näebersicht der für das Jahr 1867 genehmigten umlagen zur Bestreilung don Bedürfaissen der israeli⸗ üschen Religionsgemeinden des Kreises Vilbel. VII. Berzeichniß der Vor lesungen, welche auf der Groß⸗ herzoglichen Ludewigs⸗Universität zu Gießen im Sommer⸗ halbjahre 1867 gehalten und am 29. April ihren Anfang nehmen werden. VIII. Dienstnachrichten. S. K. H. der Großherzog haben allergnädigst geruht; am 12. Februar den Gerlchis⸗ vollzieher Hirter zu Pfeödersbeim zum Gerichtsvollzieher mit dem Amtssize zu Mainz,— den Grrichtevollzieher Münzer zu Pfebdersbeim zum Gerichte vollzieher mit dem Amissitze zu Worms,— die Aspiranten des Gerichts- vollzieherbienstes Rube aus Osthosen, und Friedrich Liebing aus Wöllstein zu Gerichtovollziehern, beide mit dem Amte sitze zu Pfeddersheim,— den Aspiranten des Gerichts⸗ vollzieherdienstes Steffen aus Eckelsheim zum Gerichts⸗ vollzieher mit dem Amtssitze zu Alzey,— am 16. Febr. den Bezirksstrafgerichts⸗Secretär bei dem Bezirksstrafgerichte Michelstadt, Römheld, zum Landgerichts⸗Assessor unter vorläufiger Verwendung bei dem Landgerichte Offenbach— und am 18. Febr. den Gerichtsaccessisten Kösterus aus Gießen zum Bezirksstrafgerichis⸗Secretär bei dem Bezirks⸗ strafgerichte Michelstadt zu ernennen;— am 22. Febr. den von dem Hrn. Fürsten zu Solms ⸗Hohensolnis⸗ Lich auf die evang. Schulstelle zu Münsier präsentirten Schul⸗ amtsspiranten Simon aus Münster für diese Stelle— und den von dem Hrn. Fürsten zu Isenburg und Büdingen auf die dritte evang. Elementarschulstelle zu Büdingen präsentitten Schulamtsaspiranten Reibert aus Himbach für diese Stelle zu bestätigen;— am 28. Febr. den Bau⸗ accessisten Schlegel aus Mainz zum Registrator bei der Oberbau⸗Direktion zu ernennen. IX. Charakterertheilungen. S. K. H. der Großher⸗ zog haben am 9. Febr. dem Friedensrichter bei dem Friedensgerichte Mainz II. Hohseld den Charakter Justiz⸗ rath— und am 16. Febr. dem Ober⸗Forst⸗ Calculator 1. Klasse Schneider den Charakter als Ober⸗Forst⸗Revisor allergnädigst zu verleihen geruht. X. Versetzungen in den Ruhestand: S. K. H. der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 16. Febr. den evang. Schullehrer zu Dietzenbach, Göbel,— am 22. Febr. den Hofküchenwärter Hehl— und am 5. März den Lehrer an der Realschule zu Darmstadt, Georg Fischer, auf sein Nachsuchen in den Ruhestand zu versetzen. Darmstadt. Am Namenetage der verstor⸗ benen Großherzogin Mathilde hat des Großherzogs K. H. nachgenannten Wohlthätigkeits- Anstalten folgende Geschenke verabsolgen lassen: der Mathil⸗ den⸗Stiftung 1200 fl., dem Mathilden⸗Landkran⸗ kenhaus 500 fla, den Barmherzigen Schwestern 200 fl., dem Diakonissenhaus-Elisabethenstift 200 fl., dem Hähnleiner Rettungshaus 200 fl., der hiesigen Kleinkinderschule 100 fl., der Blinden-Anstalt in Friedberg 100 fl., zusammen 2500 fl. — Der Fr. Ztg. wird von angeblich glaub⸗ würdiger Seite versichert, daß Bankdirektor Par⸗ kus von Berlin zurückgekehrt sei und den Ankauf des Frankfurter Anthells der Main-Neckar⸗Eisen bahn für die Ludwigsbahngesellschaft effectuirt habe. — Dasselbe Blatt theilt unter allem Vorbehalte mit, General v. Bayer sei vor einigen Tagen hier gewesen, um über die Militärconvention zu ver— handeln. — Wie bereits mitgetheilt, ist das Feldzugs⸗ Journal des Prinzen Alexander von Hessen, Ober⸗ befehlhabers des 8. deutschen Bundesarmeecorps im Feldzuge des Jahres 1866, im Drucke erschie— nen. Zur Bezeichnung, mit welcher Klarheit und Objectivität der Prinz sich über die Sachlage ausspricht, wird folgende Stelle aus demselben mitgetheilt:„Zu den drei das 8. Armeecorps bildenden Contingenten waren noch drei hinzu ⸗ gekommen. Das bei Beginn des Feldzugs 45,000 Mann zählende Corps hatte 6 Kriegsherren und fast ebensoviel verschiedene Reglements. Signale, Artillertespsteme und— politische Ziele!— Seit 26 Jahren war das Corps nicht vereinigt, die Generale kannten sich kaum gegenseitig; keiner, mit Ausnahme des österreichischen, hatte jemals einen ernsten Feldzug mitgemacht. Die Truppen und ihre Führer sollten erst Angesichts eines ein⸗ heitlich organisitten, vortrefflich geführten und vorbereiteten Gegners den Krieg erlernen und Soldaten werden. In dem ganzen buntscheckigen Hauptquartier fand sich kein einziger Mann meiner Wahl. Von dem Chef des Generalstabs bis herab zum letzten Lieutenant waren mir Alle octroyrt worden, und ich ersuhr ihre Namen erst, als sie ihr Amt antraten.“ Offenbach. Unsere Main-Zeitung wird vom 1. künftigen Monats an in Darmstadt und zwar als Organ der deutschen Fort- schrittspartei in Hessen erscheinen. Der Preis der Zeitung ist, um ihre massenhafte Ver⸗ breitung zu ermöglichen, von 1 fl. 45 kr. per Quartal auf 45 kr. berabgesetzt, also auf einen Preis, der unter allen Umständen vor der Hand bedeutende Opfer Seitens der genannten Partei erfordert. Das Programm der Zeitung ist durch ihre Eigenschaft als Organ der Fortschrittspartet gegeben; es ist und bleibt das bekannte Lands⸗ bergprogramm vom 28. October 1866. Preußen. Berlin, 13. März. Reichs⸗ tag. Fortsetzung der Debatte über den Verfas⸗ sungsentwurf Abg. Schaffrath(Dresden) bemerkt: Man kann die Einheit wollen, ohne da⸗ rum aber die Freiheit aufzugeben. Nach den be⸗ ruhigenden Erklärungen, welche abgegeben worden sind, ist es wohl wahrscheinlich, daß wir zu einer Verständigung gelangen werden. Aber der Ent wurf, so wie er vorliegt, ist für Viele von uns unannehmbar, es feblt so Manches und vor Allem die Verantwortlichkeit der Bundesorgane. Der Entwurf stärkt den Partikularismus nur. Die Rechte der Einzel-Landtage müssen auf den Reichs- tag übertragen werden.— Abg. Graf Bethuse⸗ 90 ——. u ————— Huc. Er wolle keinen Gegensatz zwischen Preußen— thum und Deutschland. Daß die Anhänger einer gestürzten Dynastie und eines in seinen Bestre— bungen gescheiterten Prätendenten nur mit einem kühlen Gefühl hierherkommen, finde ich sehr natür⸗ lich. Ich gebe zu, daß man in dem Entwurfe Manches vermissen kann; aber wir müssen nicht nach Idealen suchen, sondern die realen Verhält⸗ nisse so nehmen, wie sie eben sind: wären den Fürsten größere Opfer zugemuthet worden, so wäre eben nichts zu Stande gekommen. Die Regierungen haben das ihrige gethan, thun wir nun das unsrige. — Abg. Duncker(Berlin). Der Bundesstaat dürfe nicht auf Kosten der Freiheit gegründet werden. Das Richtige liege in der vielgeschmähten Verfassung von 1849. Sonderexistenzen, wie der mecklenburgische Feudalismus, dürften im Vater⸗ lande nicht mehr möglich sein. Dazu sei Deutsch— land nicht geeint, sendern getheilt. Und wenn es sich selbst auch unter diesen Verhältnissen noch um die Gründung eines wirklichen Bund esstaates handelte! aber es handle sich ja nur um einen Bündniß vertrag. Und für einen solchen Ver⸗ trag sollten nun vollends auch noch Rechte der Einzel⸗Landtage preisgegeben werden! Die Con- cessionen des Grafen Bismarck seien ungenügend, die verantwortliche Regierung sei rundweg abge— schlagen. Mit einem verantwortlichen Ministerium würden die Bundesfürsten gesicherter sein, als jetzt, wo sie abhängig blieben von ihrem starken Bundesgenossen. Die Liberalen dürften den Preis ihrer langen Kämpfe nicht dahin geben, die Vor⸗ lage sei zu verwerfen. Graf Bismarck nehme die Sache mit dem Budgetrecht leicht; warum habe er denn aber die besten Jahre seines Lebens an den Kampf in Betreff des Budgetrechts gesetzt? Redner geht dann noch auf die Stellung des Grafen Bismarck in Erfurt zurück, die zu seinen gegenwärtigen Anschauungen in schneidendem Wider⸗ spruch stünden.— Graf Bismarck. Was meine früheren Anschauungen betrifft, so kam ich nach Erfurt mit den aus dem Vaterhause ererbten An⸗ schauungen und unter den Eindräcken des Jahres 1848. Im Jahre 1851 trat ich in die practische Politik, und ich sah da ein, daß die Dinge aus dem Zuschauerraum anders aussehen, als hinter den Coulissen. Ich habe in Frankfurt gelernt, daß man in Erfurt mit Größen rechnete, die in Wirklichkeit nicht vorhanden waren, und ich gehöre nicht zu Denjenigen, die ihre Jahre und Erfah- rungen umsonst haben.— Abg. v. Vincke(Ha⸗ gen). Abgeordnete, die unserem Werke nicht hold sind, haben von schweren Kämpfen gesprochen, die durch die Gründung des norddeutschen Bundes bevorstehen würden. Es wäre nicht möglich ge⸗ wesen, daß so etwas in Frankreich, oder England, ja selbst in Rußland hätte gesagt werden können. Es ist gesagt worden, der Verfassungsentwurf sehe aus, als ob er mit der Hand an dem Degen ge⸗ schrieben worden wäre. Nun wohl, so mag das Ausland auch wissen, daß wir bereit sind, den norddeutschen Bund mit dem Degen in der Faust zu vertheidigen! Auf Süddeutschland warte man nicht. Die Süddeutschen werden kommen, wenn wir fertig sind, eher nicht. Wie die Klagen des Herrn v. Münchhausen hierher gehörten, begreife ich nicht. Wenn mich etwas gewundert hat, so war es nur die zwei Monate lange Nachsicht der preußischen Regierung gegenüber den beispiellosen Vexationen in Hannover. Die Behauptung, daß das monarchische Princip durch die preußische Re⸗ gierung erschüttert worden sei, weise ich zurück. Was der König von Preußen gethan, hat er mit Zustimmung des preußischen Volkes gethan. Red⸗ ner wendet sich in scharfer Replik gegen den Abg. Dr. Schleiden. Dem Mitgliede für Bockum(v. Mallinkrodt) erwidere ich, daß das Unrecht im verflossenen Jahre lediglich von Oesterreich aus⸗ gegangen ist. Redner wendet sich dann noch ge⸗ gen die sachlichen Einwendungen, die gegen den Entwurf laut geworden sind, und schließt dann mit den Worten: Es ist das Banner Deutschlands, das wir zu tragen haben, und dieses Banner wollen wir tragen mit beiden Händen bis zum letzten Athemzuge!— Abg. Grumbrecht(Ham⸗ burg). Die Einverleibung Hannovers sei kein Unglück; sie sei, im Gegentheil, eine nur zu lang versäumte nationale Pflicht gewesen. Der ganze hannoversche Mittelstand sehe die Einverleibung als eine Wohlthat an und es werde nicht lange dauern, so würden die Hannoveraner eben so gute Preußen sein, wie die Westphalen und Rhein- länder. Redner wendet sich dann gegen den Ent— wurf, den er ohne freiheitliche Ergänzung nicht annehmen könne. Wie der Entwurf jetzt laute, würde er nur eine verfassungsmäßige Militär— dictatur schaffen.— Abg. Dr. Prosch(Schwe⸗ rin) spricht für den Entwurf, ist bei der Unruhe des Hauses jedoch absolut unverständlich.— Der Abg. v. Leipziger beantragt den Schluß der Ge⸗ neraldiscussion. Der Antrag wird angenom⸗ men und es ist die Generaldiscussion somit ge— schlossen.— Es folgen nun von mehreren Abge— ordneten noch persönliche Bemerkungen und exhält schließlich auch Abg. v Rabenau das Wort. Der— selbe bemerkt: Einer der Redner von gestern hat die Oberhessen, resp. die oberhessischen Abgeord— neten wegen ihrer schiefen Stellung zum nord— deutschen Bunde zum Gegenstand seines Bedauerns gemacht. Ich bin Oberhesse,— und oberhessi— scher Abgeordneter,— und halte mich zu einer persönlichen Erwiderung hierauf nicht nur berech— tigt, sondern verpflichtet. Ich kann wohl politi— schen Haß,— mag aber kein politisches Bedauern ertragen. Die Stellung von Oberhessen und der oberhessischen Abgeordneten im norddeutschen Bunde, resp. Reichstage, ist bei der jetzigen politischen Constellation allerdings eine eigenthümliche,— aber keine bedauernswerthe,— sondern geradezu eine bevorzugte.— Wir gehören halb zu Süd— halb zu Norddeutschland,— und sind dadurch berufen, die Pioniere der baldigen friedlichen Wiedervereinigung von Süd- und Norddeutschland zu einem großen,— mächtigen,— und freien Deutschland zu werden. Oberhessen wird willig dem Kaiser geben, was des Kaisers ist,— aber auch seine Dynastie,— sein Recht,— und seine Eigenart entschlossen vertheidigen, so weit sie mit den berechtigten Anforderungen des großen deut— schen Vaterlandes nicht im Widerspruche stehen. (Allgemeines lebhaftes Bravo.) Namens der bei⸗ den anderen oberhessischen Abgeordneten, des Herrn Grafen von Solms-Laubach und des Herrn Bu— derus erkläre ich, daß dieselben hiermit einver— standen sind. — Berlin, 15. März. Reichstag. Vor dem Eintritt in die Tagesordnung erfolgen einige Mittheilungen von geringer Bedeutung. Sodann nimmt das Haus, der Tagesordnung gemäß, die Prüfung weiter erfolgter Wahlen vor. Wiewohl einzelne Wahlen angefochten werden, erfolgt doch schließlich die Genehmigung aller mit Ausnahme der des Abg. v. Thielau aus Bautzen, welche beanstandet wird, da grobe Ungesetzlichkeiten und sonstige Unregelmäßigkeiten vorgekommen sein sollen, zu deren Untersuchung die sächsische Regierung durch das Bundes⸗Präsidium aufgefordert werden wird.— Hiermit ist die Tagesordnung erledigt und beschließt das Haus noch, den Beginn der Specialdiscassion über den Bundesverfassungsent⸗ wurf für Montag den 18. d. M. zu bestimmen. — Der Abg. v. Carlowitz hat folgende Amendements zum Bundesverfassungsentwurf eingebracht: 1) Die einzelnen Bundesmitglieder verpflichten sich, ihre Souveränetätsrechte ohne Zu⸗ stimmung der Gesammtheit nicht anders als auf Bundesglieder zu übertragen; 2) ständige Ge⸗ sandte hält und empfängt nur das Bundespräsi⸗ dium; 3) die Absendung von Bevollmächtigten an das Präsidium oder andere Verbündete ist den Verbündeten unbenommen.— In Folge der Mili⸗ tärconventionen errichtet Preußen noch einige Ca- vallerieregimenter. — Die„National Liberalen“ haben acht Amendements eingebracht: 1) Gemeinsamkeit der Gesetzgebung über das Strafrecht in Bezug auf Obligationen, über Handelsrecht, Wechselrecht und Gerichtsverfahren; 2) Verpflichtung der einzelnen Bundesstaaten hinsichtlich des Preß⸗, Vereins und Versammlungsrechts und sonstiger persönlicher und staatsbürgerlicher Reche; 3) Gemeinsamkeit des Paßwesens und der Fremdenpolizei; 4) die Flößerei auf gemeinsamen Flüssen und die Anstalten für die Seeschifffahrt sind Bundessachen; 5) die Com- petenz des Bundes soll auch für hier nicht be— nannte Gegenstände, die heilsam sind, eintreten, wenn die Normen für Verfassungsänderungen beobachtet werden; 6) Bundessache sind ferner Militär- und Marinewesen; bei Meinungsver- schiedenheit des Bundesrathes entscheidet das Prä⸗— sidium, sobald es für bestehende Einrichtungen stimmt; in Art. 4 Nr. 2 soll das Wort„indirect“ gestrichen werden; 8) die Bestimmung wegen Ver⸗ fassungsänderungen soll in einen Separatartikel gesetzt und aus Art. 7 weggelassen werden. Frankfurt. Bezüglich der erhobenen For- derungen Frankfurts für angeblich im Interesse des Bundes gemachte Leistungen und Auswen⸗ dungen hoben sich nun sämmtliche betheiligte Re⸗ gierungen mit dem Antrag der Bundesliquidations⸗ Commission auf Abweisung einverstanden erklärt. — Das„Amtsblatt“ enthält die bereits er⸗ wähnte k. Cabinetsordre, nach welcher die Amnestie vom 20. Sept. v. J. auch auf Deserteure der neuen Landestheile ausgedehnt wird; ferner eine Bekanntmachung der in Wiesbaden niedergesetzten Prüfungs⸗Commission für einjährige Freiwillige, welche für die betr. Wehrpflichtigen der vormals freien Stadt Frankfurt und der ehemals greßh. hessischen Gebietstheile, ausschließlich des Kreises Vöhl und Meisenheims, den auf den 20. d. M. in Wiesbaden bestimmten Gestellungstermin aus⸗ nahmsweise nach Frankfurt auf den 26. d. M., Morgens 8 Uhr, verlegt. Als Prüfungslocal ist das ehemalige Hotel Becke bezeichnet. Wiesbaden. Die auf den 15. berufene Bürgerversammlung zur Besprechung der Petition des hiesigen katholischen Kirchenvorstandes um Er⸗ richtung von Confessionsschulen war so zahlreich besucht, daß das geräumige Local(Saalbau Schirmer) die Menge kaum faßte; es mögen wohl 600—700 Männer anwesend gewesen sein. Die Versammlung sprach sich nach kurzer Dis⸗ cussion in lebhafter Weise einstimmig dahin aus, in einer Petition an das Cultusministerium den Wunsch auf Beibehaltung der Communalschulen auszudrücken. Gotha. Nach einer im Regierungsblatte erschienenen Verordnung ist der Beirag der den Reichstagsabgeordneten bewilligten Tagegelder auf 4 Thlr. festgesetzt und ist außerdem eine Vergü⸗ tung von Reisekosten näher bestimmt. Bayern. München. Die Staatsregierung legt, wie man der„A. Abdztg.“ schreibt, dem jetzigen Landtag ein Genossenschaftsgesetz vor. Der Gesetzentwurf soll so ziemlich mit dem preußischen Genossenschaftsgesetz übereinstimmen. Oesterreich. Pest. Der Kaiser ist auf seiner Reise überall mit großen Feierlichkeiten em⸗ pfangen worden. Am 12. Nachmittags erfolgte der Einzug des Kaisers in die festlich geschmückten Straßen der ungarischen Hauptstadt unter großem Jubel der Bevölkerung. Abends war Illumination und durchfuhr der Kaiser einen Theil der glänzend beleuchteten Stadt. — Das ungarische Ministerium hat am 14. d. in die Hände des Kaisers den Eid abgelegt.— In Chrudim wurden auf dem letzten Pferde⸗ jahrmarkt an zwei Tagen nahezu 8000 Pferde rasch von Ausländern, zumeist von preußischen Offizieren angekauft. Die Thatsache hat den Ge⸗ danken erzeugt, daß preußischerseits Rüstungen bevorstehen. Frankreich. Paris. Die Sitzung desgesetz⸗ gebenden Körpers vom 14. d. ist für uns Deutsche in sofern von großer Bedeutung, als Thiers zur Begründung sciner Interpellation bezüglich der Ereignisse in Deutschland während des vorigen Sommers das Wort erhielt. Nach einem Bericht der„Köln. Ztg.“ begann Thiers seine Rede damit, daß er die ernste Lage constatirte, in der sich Europa, besonders aber Frankreich gegen⸗ wärtig befände. Die Ursache hierfür sei in der allgemeinen Verbreitung der Nationalitäts⸗Ideen zu suchen.(Thiers ist natürlich ein energischer Gegner dieser Ideen, die ihm übrigens, wie allen Franzosen ohne Unterschied, ganz gut gefallen, wenn sie Frankreich zu gute kommen.) Thiers Eiscg: Neat wunden seil die schlimmst nun aber Pre onnte dies! deulsche Ein, Thiers wicrel 1 gerbindern, U sagen brauc daß es füt d Jae ware anbelangt, de wenn es don Wobl giwes ts keinen K flanden. 5. eine solche e ihr alle Hul um dieselbe ist, beweist nun die jet Aid auf ber und meint dal hündeten heut wien Lad Rheint und Napoleon d und im Fall Coblenz un Gestaltung lärische Ein verlange die um stine mi nachm, dae den Grenzen hal Frunkreie nise sic an felen, un ne wicht hin, w worndig, da Hol 676 reit Ubr komm Waldvifrie tt vormal . N eidillige, 8 nals greßh. 5 des Kreiset N d. N. andes au Er⸗ r* ahlteich (Saalbau ; 1 nigen grptsen gen. bange Dis 3 dahin aus, rrbrriun ben nunalschulen c ιανοννπνντ mag der den * 1 tattertgierung sortibt, den Saftegeseg nlich nit den tinstinntu. balser il auf lichleiten en nazi trfolgte c gechnüdten tt großtn tien de n 1. 1 5 abgtltz letken 00 Pieub! „ fischen den Ge⸗ „ Küifurge N 4 del 1* 75 i A a ales 40 4 ** f galtu, giert —— utschen während 1½ Stunden einen Rück- slick auf die letzten Eretgnisse und gelangt so zu sem letzten Kriege. Hier meint er, ein kühner Minister hat sich gefunden, um Preußen schnell kroß zu machen. Herr v. Bismarck hat letztes Fahr die Lage vollständig gut beurtheilt. Er sat vorausgesehen, daß Oesterreich nur die Hälfte feiner Streitkräfte frei habe, weil die andere in Italien beschäftigt gewesen sei. In keinem Falle sonnte der Ausgang ein glückliches Resultat für Frankreich haben, und es brauchte nur ein Wort zu sagen, um dies zu verhindern, denn wenn Oesterreich siegreich gewesen, so hätte es den Bund zu seinen Gunsten wieder her— zestellt. Dies würde zwar nicht so schlimm ge— pesen sein, wie die Herstellung Deutschlands durch preußen; aber wenn es siegreich gewesen, so sätte es versucht, die Italiener scharf zu züchtigen. Wir würden une alsdann am Kriege haben be⸗ heiligen müssen. Die Italiener sagten dies ganz laut. Wenn Oesterreich und Preußen gleiche Erfolge gehabt, so würde der deutsche Bund ver— schwunden sein, und eine solche Theilung würde die schlimmste Consequenz gehabt haben. Da aun aber Preußen stegreich geweser— und man sonnte dies kaum erwarten— so habe es die deutsche Einheit fast zu drei Viertheilen hergestellt. Thiers wiederholt hier, daß, um solche Resultate zu verhindern, Frankreich nur ein einziges Wort zu sagen brauchte. Es mußte zu Italien sagen, daß es für den deutschen Bund eintrete, und Italien wäre ruhig geblieben. Was Oesterreich anbelangt, so hätte es dies angenommen, wie wenn es vom Himmel käme, denn es wäre sein Wohl gewesen. Was Preußen betrifft, so würde es keinen Krieg geführt haben, weil es allein ge— danden. Herr Thiers meint, wenn die Regierung eine solche Sprache geführt, so würde die Kammer ihr alle Hülfsquellen zur Verfügung gestellt haben, um dieselbe zu bekräftigen. Wie ernst die Lage ist, beweist das neue Militärgesetz. Welche ist nun die jetzige Lage? Thiers wirst nun einen Blick auf den Zustand der Dinge in Deutschland und meint dann, daß Preußen mit seinen Ver⸗ bündeten heute 31 Millionen Einwohner besitze. Preußen habe prachtvolle Grenzen, besonders am Rheine und am Main. Es besitze Mainz, das Napoleon den Schlüssel von Europa genannt, und im Falle einer Niederlage könnne es sich auf Coblenz und Mainz zurückziehen. Durch die Gestaltung Süddeutschlande mache man die mili⸗ tärische Einheit vollständig, und Herr v. Bismarck verlange die schnelle Constituirung des Nordbundes, um seine militärische Allianz mit dem Süden zu machen, was eine Macht von 40 Millionen an den Grenzen Frankreichs herstelle. Nach Thiers hat Frankreich die Ereignisse in der Hand; es müsse sich an die Spitze der bedrohten Interessen stellen, um neue Unbill zu verhindern. Der Friede reiche hin, um dieses auszuführen. Es sei noth⸗ pirft hierauf wendig, daß Frankreich und England Hand in Hand gehen, damit kleine Staaten, wie Holland, Dänemark, Schweden, sich ihnen anschließen und Oesterreich ihrem Beispiele folgen kann. Auf diese Weise kann der Friede gesichert werden. — Im gesetzgebenden Körper vertheidigte am 15. März Ollivier das Nationalitätsprineip, in- dem er sich für die von der Regierung befolgte auswärtige Politik aussprach. Der Friede und das gute Einvernehmen zwischen Frankreich und Deutschland müßten erhalten werden; Rußland sei wegen Konstantinopel gefährlich, es müsse da⸗ her vermieden werden, daß zwischen Rußland und Deutschland ein Bündniß geschlossen werde. Die Majorität beglückwünschte Ollivier wegen seiner Rede. — Im gesetzgebenden Körper hielt am 16. März der Minister Rouher eine Rede, in welcher er erklärte: die Regierung habe keine Fehler ge— macht; Frankreich stehe mit allen Mächten im besten Einvernehmen, lebe mit allen in Freund- schaft und sei einzig damit beschäftigt gewesen, die Prosperität und den Reichthum des Landes zu entwickeln. Großbritannien. London. Im Ober⸗ hause theilte Lord Derby kürzlich mit, daß die Türken bereits die Festung Belgrad räumen, welche eine serbische Garnison erhält, wogegen serbischerseits die Suveränetät der Türkei anerkannt wird. Die Türkei führt unverzüglich betreffs der Verhältnisse der Christen Reformen ein; im Staats- conseil befinden sich bereits drei Christen, wovon einer Finanzminister ist. Donaufürstenthümer. Fürst Karl hat ein neues Ministerium angenommen. Die Linke hat in demselben das Uebergewicht, nachdem die Rechte den Beitritt verweigerte. Das Cabinet ist wie folgt gebildet: Cretzulesco, Präsidium und Justiz; Johann Bratiano, Inneres; Demeter Bratiano, öffentliche Arbeiten; Golesco, Aeußeres; Varesco, Finanzen; Rosetti, Cultus; Ghirgel (Gherget?), Krieg. Gießen. Durch den Akademischen Gesangverein zu Gießen kommt unter Mitwirkung von Frau Peschka⸗ Leutner und Frl. Mathilde Schneider von Darm⸗ siadt, sowie der Herren Rudolf Otto von Berlin und Karl Hill von Frankfurt und unter Direction des Herrn Musikdirectors W. Mickler nächten Dieustag den 19. März 1867, Nachmittags 3 Uhr, Bach's große Passionsmusik in der Stadtkirche zur Aufführung. Billets hierzu sind in den Buchhandlungen von J. Ricker und W. Ferber zu haben. Frankfurt. Ueber den Brand im Holländischen Hof dahier werden folgende Einzelnheiten berichtet; Bekanntlich gab in dem Saale die preußische Capelle ein Concert; das unmittelbar über dem Saal stehende Dach brannte schon, als die Leute noch im Saal waren. In wirrer Angst stürzten nun Männer und Frauen heraus; die Fremden, die im Haus übernachteten mit Frauen und Kindern, die rasch aus dem Bett gerissen wurden, dazwischen die Musi⸗ kanten mit ihren Instrumenten, Alles drängte zum Thor hinaus. Von draußen kamen die Spritzen herein gefahren. das Volk drängte sich mit herein, die im Hause Befind⸗ lichen hatten die größte Noth hinaus zu kommen. Kaum zehn Minuten hatten die Letzten den Saal verlassen, so stürzte ein großer bronzener Kronleuchter herab, bald nach⸗ her fielen bie Dachsparren ein. Aus den oberen Stock⸗ werken wird nun Alles herabgeworfen, was nicht nagelfest war, Betten, Kleider, Stiefel, Stühle ꝛc.; die unten stehen⸗ den expedirten die Sachen durch das Gastzimmer weiter; um einen Schuh zu retten, warf Einer ein Fenster ein, stieß einen Tisch mit Gläsern um. Zwischen dem Rufen der Feuerleute, die Wasser verlangten, gellte das Angst⸗ geschrei der Frauen, die ihre Angehkrigen im Haus ver⸗ mutheten— es war eine grauenhafte Scene der Vexwir⸗ rung.“ Nach einer halben Stunde stand schon das ganze Dach des Hauptbau's in Flammen; die Lohe erfaßte das Thürmchen— ein Lug⸗ins⸗Land— mit schaurigem Ge⸗ zingel wirbelten die Flammen aus dessen Feustern. Eine halbe Stunde hielt das massive Gebälk die Wuth der Flammen aus z mit einem mal stürzte der Thurm ein. Zum Glück brach er in sich zusammen, ohne weiteren Schaden zu stiften. Um 11 Uhr, als wir die Brandstätte verließen, war der ganze Dachstuhl im Einsturz. Darmstidt. Bei dem Ausräumen des Zeughauses und der Kasernen im vorigen Sommer durch preußische Soldaten vom 39. Regiment wurde auch aus, der Wohnung eines verheiratheten Artillerie ⸗Unteroffiziers, trotz Einsprache der Frau, eine Meerschaumpfeifse in preußische Dienste genommen. In Felge der späler durch die hiesigen Militärbehörden erlassenen Requisitionen ist es kürzlich gelungen, den Meerschaumpfeifen⸗Schwärmer in der Person eines Unteroffiziers in Trier zu ermitteln und raf die Entführte dieser Tage bier wieder ein. Der preußische Unteroffizier indessen soll eine sehr empfindliche Strafe zu erwarten haben. Darmstadt. Der Viehstand im Großherzogthum während des Jahres 1865 war 245,000 Stück Großvieh und 605,000 Stück Kleinvieh. Mainz. Wie sich das Gerücht dahier verbreitet hat, sollen auf dem hiesigen Pfandhaus nicht weniger als für 16,000 fl. Pfänder fehlen. Es findet zur Ermittlung des Sachverhaltes soeben eine Pfänderreviston statt, welche Näheres und Bestimmtes ergeben muß. „ Aus dem Großherzogthum. Der Jahres⸗ bericht von Schulze⸗Delitzsch für 1865 über die auf Selbst⸗ hülfe gegründeten deutscheen Erwerbs- und Wirihschafts⸗ genossenschaften(welcher erfreulicherweise den Bestand von 961 Vorschuß⸗ und Creditvereinen in Deutschland meldet,) gibt an, daß 1865 im Großherzogthum Hessen 27 solcher Ver⸗ eine existirten, und zwar in Alsfeld, Alzey, Bensheim, Biedenkopf, Butzbach, Darmstadt, Dodenau, Eberstadt, Friedberg, Gernsheim, Gießen, Grünberg, Heuchelheim, Kelsterbach, Langgöns, Laubach, Mainz, Niederwölluadt, Offenbach, Osthofen, Petterweil, Pfungstadt, Rödelheim, Rilsselsheim, Westhofen, Wieseck und Worms. Weiter bestehen in Hessen riehrere Rohstoff⸗GEenossenschaften und ziemlich viele Consum-⸗ Vereine. Dermalen besiehen in unserem Lande 30 gewerbliche Vorschuß⸗ und Creditvercine mit nahezu 6000 Mitgliedern, einem durch Spareinlagen und Geschäftsantheile entstandenen eigenen Vermögen von eirca 200,000 fl., mit einem Reservefonds von 10,000 fl., einem Bettiebscapital von 1 Million und mit cinem Um⸗ satze von über 3 Milltonen Gulden jährlich. Das Rech⸗ nungsjahr 1865 ergab nach jenem Jahresberichte allein für die in Deutschland bestehenden Vorschuß⸗ und Credit⸗ vereine, welche Abschlüsse an Schulze⸗Delitzsch absandten, 498 an der Zahl— wonach also die Abschlüsse von meh⸗ reren Hundert Vereinen fehlen, und darunter manche der Bedeutendsten,— eine Mitgliederzahl von 169,595, an gewährten Vorschüssen und Prolongationen die Gesammt⸗ summe von 67,569,903 Tolr., an eigenen Fonds 4,852,558 Thlr., an auf Credit entnommenen Geldern 17,656,776 Thlr., und an durchschnittlichem Procentsatz des eigenen zum fremden Fonds die hohe Zahl von 27/0/. Preise verschiedener Gegenstände. Friedberg am 16. März. Butter pr. 8 28—30 kr.] Eier 7 Stuck 8 kr. Brennholz, Buchen⸗Scheitholz I., pr. Stecken 7 fl. 10 kr. bis 7 fl. 20 kr. Holz⸗Versteigerung. 676 3 den 22. d. Mts., Vormittags um 9 Uhr, kommen aus dem Frelbl. v. Franckenstein'schen Walddlstrict„Riemen“ zur öffentlichen Verfleigerung: 7½¼ Sieden aepen Scheid⸗ und Prügelhon, 2/„ buchen Prügelbolz, 11½„eichen und birken Prügelholz, 3180 Wellen buchen Durchforftungs⸗Reispolz, 1752„ etchen und birken Durchforstungs⸗ Reisbolz, 362 Wellen aspen Durchsorstungs⸗Rels holz, 22 Stück eichen und birken Wagnerstangen. Die Zusammenkunft findet auf dem Grenzweg ischen dem genannten Distrikt und den„Straßheimer eden“ statt. Odftadt am 16. März 1867. Die Freiherrl. v. Franckesleln'sche Frey. Bekanntmachung. 670 ßür die hlesige Saline soll ein Buchenstamm, 10— 20 Fuß lan, 2 Fuß 4 Zoll im Durchmesser (Frankfurter Maß), angekauft werden. Lieferungs- anerbietungen werden bis zum 31. d. M. entgegen. genommen. Nauheim den 14. März 1867. Oberförsterrt Ockstadt Der Großberzogliche Salineninspector J. Schreiber. Holz ⸗Verstei gerung. 655 Donnerflag den 21. März l. J., werden im Ge⸗ meindewald Ockstadt in verschiedenen Schlägen nach⸗ flehende Holzsortimente an die Meifibtetenden verstelgert: / Stecken Prügelbolz(Kiefern), „ Stockholz desgleichen, Stück Birken⸗, Eichen, Ausjät⸗ und Durchforstungswellen, 950 Stück Kiefern⸗Wellen, 475 Gebund Ginstern⸗Wellen. Der Anfang ist Morgens ½10 Ubr. Die Zu⸗ sammenkunft ist am Kubtranksbrunnen. Gegen vorschristsmäßige Bürgscheine wird das Holz bis 1. September J. J. verborgt. Ockstadt den 24. März 1867. Großherzogliche Bürgermelsteret Ockstadt röninget. Holz-Versteigerung. 672 Die am 27. und 28. Februar l. J. im biesigen Gemelndewalde, Distritt Kunzbach, abgehaltene Holz versteigerung hat die Genehmigung erhalten und ist der erste Abfahrtag auf Mittwoch den 20. d. M. festgesetzt worden. Abfahrtage sind: Montag, Dienstag, Mittwoch und Samstag bis 27. April l. J. Ober⸗ Mörlen am 13. März 1867. Großherzogliche Bürgermeisterel Ober-Mörlen 681 Jobannes Sauer v. d. H. beabsichtigt mit anzuzeigen und geltend zu machen, Entlassungsurkunde ertbellt werden wird. an Holz ⸗Versteigerung. 682 Freitag den 22. März, Vormittags um 2 Uhr, sollen im Burg⸗Gräfenröder Gemeindewald, Distrikt Diebseiche 4 Stecken Buchen⸗Scheitbolz, 77„ Prügelbolz, 15* Buchen- und Fichten⸗Stockholz, 1500 Stück Buchenwellen, 2075„ Eichenwellen, 2200„ Bukenwellen, 1000„ Aspenwellen, 1800„ Fichtenwellen, 383 Stämme und Stangen Fichten⸗Baubolz, 2500 Cubikfuß, melstbietend verkauft werden. Burg ⸗Gräfenrode am 16. März 1867. Großherzogliche Bürgermeisteret Burg Gräfenrode Moscherosch. Edictalladung. 1. Wittwe von Fauerbach Familie nacd Amerika aus- zuwandern. Forderungen an dieselde find binnen dler Wochen dei Großberzoglichem Landgericht Butzbach widrigenfalls die Frledberg den 15. März 1867. Großberzogliches Kreigamt Friedberg Tra p v Zu 1 fl. Schiller's ausgewählte Werke, Cotta'sche Original⸗Ausgabe. Erscheint in 15 Lieferungen à 7 kr., auch können complete Exemplare in 6 Bänden zu fl. 1. 45 kr. schon jetzt von uns bezogen w Friedberg In Nidda niumt für uns Bestellungen an: F. Trebes. Hungen„„ 28 kr. erden. Bindernagel& Schimpff. „ L. Schneider. 10600 Ctr. Eichenlohrinde der 1867 Ernte, 541 aus den auf dem Taunus und in der Wetterau gelegenen Staats-, Gemeinde- und Privatwaldungen des Großherzogl. Hess. Forstamtes Friedberg, sollen Montag den 1. April d. J., Vormittags 10 Uhr beginnend, zu Friedberg im Trapp'schen Gasthofe, öffentlich meistbletend versteigert werden. Die Entrindungskosten des meist 20jährigen Stockausschlages übernehmen die Waldeigenthümer. Nähere Auskunft ertbeilen die einschlägigen Forfibeamten. Hofraithe- und Güterversteigerung. 666 Mittwoch den 20. März d. J., Vormittags 11 Uhr, sollen in hiefigem Rothhause die zum Nachlasse der Michael Bauer's Eheleute gehörende Hofraithe und Grabgärten auf Antrag der Erben nochmals öffentlich freiwillig versteigert werden, wobei bemerkt wird, daß det annehmbaren Geboten die Genehmigung alsbald erthellt, eine weitere Versteigerung aber unter keinen Umftänden mehr stattfinden soll. Friedberg den 14. März 1867. In Auftrag: Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. J. A d. B.: Der dienstalteste Gerichts mann Foucar. Vorladung. 683 Da Wilhelm Rübl von Ober⸗Mörlen, Kreis Frtedberg, beurlaubter Corporal in der 2. Compagnie des 3. Infanterieregiments, sich ohne Erlaubniß an unbekannte Orte begeben hat, so daß ibm die Ordre, durch welche er zum Dienst einberufen ist, nicht zugestellt werden kann, so wird derselbe hierdurch öffentlich vor⸗ geladen und angewiesen, sich längstens innerhalb vier Wochen von dem untergesetzten Tage an bei seiner Compagnie zu stellen, widrigenfalls er als Deserteur in Abgang gebracht und das im Gesetze vorgeschriebene Verfahren gegen ihn eingeleitet werden wird. Darmstadt den 15. März 1867 Das Commando des Großberzeglichen 3. Jufanterie⸗ regiments. In Erledigung der 2 des Regiments Commandeurs a ue, Oberstlieutenant. Bekanntmachung. n Die am 14. und 15. d. Mts., im Distrikt„am Engelsborn“ ꝛc. abgehaltene Holzversteigerung wird hiermit genehmigt und der erste Fahrtag auf Freitag den 22. d. Mis. anberaumt. Ockstadt am 16. März 1867. Die Frriherrl. v. ee Oberförsterei Ockstadt r e 9. Bekanntmachung. 671 Im Jahre 1867 werden an solgenden Tagen un Ord abgehalten: 1) Mittwoch den 27. März, 20 5.„ 10. April, 30. 7. 8. Mai, 49„„ 12. Juni, 5 5.„, 10. Juli, 60* 55 14. August, 7 7„% 11. September. 8 7. 9. 9. Oktober. Bemerkt wird, daß von dem zum Markte gebrachten Bleh weder pflastergeld noch Standgeld, überhaupt keinerlei Abgabe zu bezahlen sel, die Protokolle unent⸗ eldlich ausgenommen, für die Gesundbeits⸗Zeugntsse eine Taxe oder Gebühren erhoben werden und bet einem jeden Markte fär die vier schönssen Stücke Vieh 54 von 4, 3, 2 und 1 Vereinsthaler zur Vertheilung ommen. Orb den 14. März 1867. Die Stadtverwaltung Peßeberger, Vorsteher. Se yen stah l, Stadtschreiber. Durchsichtige Clyccrin-Seift! 614 anerkannt bestes Mittel zur Verschönerung der Haut, empfiehlt in Stücken à 4, 6, 9, 10, 12 kr Wilhelm Fertsch. Holz-Versteigerung. 674 Donnerstag den 21. März l. J., des Morgens 9 Ubr, sollen in dem Freihl. von Löw'schen Wald dahier, District Eichwald: 5800 Stück Durchforstungswellen und 1000„ Etchen-Bohnenstangen,(auch zu Fach⸗ . gerten tauglich, öffentlich meisbietend versteigert werden. Stein furt den 15. März 1867. Der Freibl. von Löw'sche Oberförster Weigand. Bekanntmachung. 669 Mittwoch den 20. d. M., Mittags 1 Uhr, wird ein zweiftöckiges Nebengebäude des Stadtwirthshauses zu Ober⸗Rosbach, gut von Eichenholz erbaut, auf dem Rathhaus daselbst nochmals öffentlich meistdietend auf den Abbruch versteigert. Dasselbe ist 50“ lang und 277 breit. Kaufliebhaber können sich wegen Einsicht des Gebäudes und der Verkaufsbedingungen an unter- zeichnete Stelle wenden. Ober⸗Rosbach am 15. März 1867. Großherzogliche Bürgermeisteret Ober⸗Rosbach Blecher. Holz ⸗Versteigerung. 685 Freitag ven 22. März l. J., Vormittags 9 Uhr anfangend, soll in hiesigem Gemeindewald nachfiehendes Gehölz öffentlich meiftbletend versteigert werden: 68 Stecken Buchen-, Eichen⸗ u. Kiefern Prügelholz, 58 Kiefern- und Lärchen⸗ Stockholz, 2700 Stück„„ Kiefern- und Lärchen⸗ 6 Wellen, 33 Kiefern⸗Stämme von 6—12“ Durchm. und von 25—46“ Länge, von 6— 13“ Durchm. und von 15-357 Länge, von 7— 11“ Durchm. und von 25— 41“ Länge, 90 Kiefern⸗Stangen von 35“ Durchm. und von 20— 257 Länge, 51 Eichen⸗„ von 4—5“ Durchm. und von 101 Lärchen„ 77 1 77 73 Eichen⸗„ 9 Lärchen⸗ 16-20“ Länge, von 2—5“ Durchm. und von 24- 30“ Länge, von 4“ Durchm. und von 20 Länge. Die Zusammenkuaft ist am Holzweg. Ober⸗Flodstadt den 16. März 1867. Großherzogliche Bürgermeisteret Ober Florstadt Schmidt. Frische Samenkuchen 662 pr.% 3 fl. 30 kr. stets zu haben bei A. Stahl Wittwe. Ein Bursche, 649 der mit Pferden umgehen kann, wird auf Ende März gesucht von Frtedberg. 4 Buchen-„ i Heinr. Horn. Ein Logis, 616 welches sogleich bezogen werden kann, hat zu ver⸗ miethen Georg Eugel. Eier-Gemüse-Uudeln und gute Zwetschen U Bratbückinge 687 bei J. A. Windecker. und 1 Pfuhlfaß, 673 5 his 6 Ohm haltend, hat zu verkaufen Rodheim v. d. H. Dr. J. Momberger's Witwe. 679 Köche, Kellner, Portters, Hausburschen; ferner Haushälterinnen, Köchlnnen, Büffet, Zimmer⸗ 7 Hausmädchen finden sofort gute Stellen. Comptoir Hensler, Nürnbergerhof 6. Franklurt a. M. 675 Ich wohne von heute an Parkstraße Nr. 288 bet Kaufmann Nußbaum, I Treppe hoch— Nauheim den 16. März 1867. Dr. Bode jun. Sprechstunde von 9 bis 10 Uhr Morgens und von 3 bis 4 Ubr Mittags. par terre abgegeben werden. Ein Logis, 684 welches seither von Herrn Buchbinder Wendel bewohnt war, ist anderweit zu vermiethen. Georg Buchecker, Usagasse. Höchste Gewinn-Aussichten. W Für 7% Gulden 678 erhält man ein halbes, für 15 Gulden ein ganzes Prämien⸗Loos gültig ohne jede weitere Zahlung, für die fünf großen Gewinnziehungen, der 1864 errichteten k. k. öͤsterr. Staats-Prämien⸗- Lotterie, welche vom 15. April 1867 bis zum 1. März 1868 stattfinden, und womit man fünfmal Preise von fl. 250,000, 220,000, 200,000, 50,000, 25,000, ꝛc. gewinnen kann. Bestellungen mit beigesügtem Betrag, Postein⸗ zahlung, oder gegen Nachnahme, beliebe man baldigst und direkt zu senden an das Handlungshaus A. Bd. Bing, Schnurgasse 5 in Frankfurt am Main, Listen und Pläne werden gratis und franco über⸗ mittelt. NB. Zu der nächsten, am 15. April d. J. statt⸗ findenden Gewinnzichung, deren Haupttreffer fl. 220,000 ist, erlasse ich gleichfalls halbe Loose à fl. 1. 45, ganze Loose à fl. 3. 30 6 ganze oder 12 halbe Loose a 20 Gulden gegen baar, Posteinzahlung, oder Nachnahme. 680 Reisende, Commis und Handlungslehripge; ferner Oeconomen, Verwalter, Eleven und Lehrlinge werden sofort placirt durch das Comptoir Heusler, Nürnbergerhof 6. 8 Frankfurt a. M. Kirchenbuchsauszüge. 1) Evangelische Gemeinde. Getauft e: 10. März. Dem hies. Bürger u. Feilenbauer Philtpyp Schuhmann eine Tochter Jobannette, geb. den 14. Febr. 10. März. Dem hiesigen Bürger und Schußmacher⸗ meister Johann Friedrich Ludwig Waas eine Tochter Margaretha Elisabetha, geb. den 11. Februar. Beer digte:. 16. März. Katharina Chrissine Hauß, Ebe frau des pens. Großh. Majors Peter Hauß, alt 50 Jahre, 11 Monate, 19 Tage, 4 den 14. März. 2) Katholische Gemeinde. Getraute⸗ 5 13. Januar. Karl Joseph Leineweber, hiesiger Bürger und Saamenhändler und Ayng Marta Jorois von hier. 24. Februar. Johannes Geil von Ockstadt, hiesiger Bürger und Schubmachermeister, und Magdalena May von Ockstadt. in 5 28. Februar. Wilhelm Wind, biesiger Bürger, Metzger und Wirih und Maria Eva Mondtgler von bier. Getaufte: Dem auf Permission dabler wohnenden Schuhmacher Jacob Andreas Möbs ein Sohn Jacob, geb. den 22. Jan. Dem Feldwebel im 2. Bai. des Gr. 2. Inf. Regts. Jacob Wilbelm ein Sohn Georg, geb. den 4. Februar. Beerdigte: Georg Heinrich Boll, Steinbauer, F den 10. Februar. u Rödelheim. Heinruh Möbs, hiesiger Bürger und Taglöhner, T den 13. Januar. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. 686 bei J. A. Windecker. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. 1 zweispännigen Oekonomie Wage ö Nächste Gewinnziehung am 15 April 1805 gl“ — Wohnungs⸗ Perärderung. — Bestellungen können im Laden Betessean — Wir Meidung der geiteffend! Donn en Sie hie Suit, biet; cube ein. Hessen. richt ingetrof Hessa am 1 kurm Kran Derbe we großherzoglt wig I., also den Großer, er spalr zum. sest seinem let des Prinzen Tel we, Ein / Verstorbene Unbedeutendes fügung zu kirch Die Leicht dee Erlraug in etsprechenden Pfug gtnomme fathoeen fire gesetzt u wu Fritd u Regierun und Baden daben wir 9 schon in ein dieselben jed und deßhalt sen wir din J. Die nationales“ so iu orgat gemeinsamer