chen! beres Num one, * 1867. Dienstag den 19. Februar. Anzeiger für O berhess 9 Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Hiedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Di ustag, Donnerstag und Samstag. 2 Bestellungen auf den„Anzeiger für Oberhessen“ für das erste Halbjahr werden fortwährend bei den auswärtigen Postämtern angenommen, für Friedberg bei der Expedition. Amtlicher Theil. Betreffend: Die Vornahme der Feuerpvisitation für das Jahr 1867. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien und den Polizei-Commissär zu Wickstadt. Wir haben die Feuervisitatoren mit der Vornahme der obigen Visitation beauftragt und geben Ihnen hiervon mit dem Auftrag Kenntniß, die nach Vorschrift aufzunehmenden Protokolle alsbald nach vorgenommener Visitation an uns zur Verfügung einzusenden— Die Hausbesitzer oder deren Stellvertreter sind genau zu bezeichnen. Betreffend: Die Statistik der Bewegung der Bevölkerung für 1866, hier die Geburten. Da n n su e. b, ge Friedberg den 16. Februar 1867. Trapp. Friedberg den 16. Februar 1867. an die Großherzoglichen Bürgermeistereien Assenheim, Butzbach, Fauerbach v. d. H., Friedberg, Griedel, Hoch-Weisel, Kirch-Göns, Nieder⸗Florstadt, Nieder-Weisel, Ober⸗Rosbach, Ostheim, Steinfurth und Wölfersheim. Sie haben die Register über die Geburten der Israeliten, oder Bescheinigung daß keine solche vorgekommen sind, anher einzusenden. Zetrefsend: Die Mathildeustiftung zur Rettung verwahrloster Kinder aus dem Kreise Friedberg. aun faut alnobab e Trapp. Friedberg den 15. Februar 1867. an die Großh. Bürgermeistereien Beienheim, Griedel, Hoch-Weisel, Hausen, Münzenberg, Oes und Steinfurth. Da die Vorstände nur allein der vorgenannten Gemeinden Beiträge aus den Kassen derselben für Zwecke obiger Anstalt nicht bewilligt haben, so ist dem Vorstande der Mathilden Stiftung die Erlaubniß ertheilt worden, durch einen Collecteur bei den einzelnen Gliedern der Semeinden Gaben hierfür zu erheben, welche Belastigung der Einzelnen wir gern vermieden hätten. Wir setzen Sie hiervon in Kenntniß. Tur a p p. Hessen. Darmstadt. In der„Allg. Militärzeitung“ hat sich zwischen dem österreichischen Feldmarschall Lieutenant Grafen Neipperg, Commandanten der 4. Div. des 8. Armeccorps, derselben Division, welche auf der Seewiese zu Fried berg s. Z. Bivouak bezogen hatte, und dem General- stabschef der 3. Div., dem Großh. Oberst Becker, jetzigem Commandeur der 2. Großh. Infanterie— brigade, eine interessante Debatte entsponnen, welche vielleicht noch einiges Licht über die Treffen don Laufach und Aschaffenburg bringen wird. Am 21. d. M. wird die militärische Feierlichkeit der Vertheilung der Felddienstmedaillen an diejenigen hessischen Militärpersonen, welche am Feldzug des letztvergangenen Sommers activen Antheil genommen haben, dahier stattfinden, — Das Großh. Ministerium des großh. Hauses und des Aeußern hat die auf dem 17. Landtag abgelehnte, auf vorigem Landtage nicht jur Berathung gekommene Proposition nunmehr wiederholt an die Stände gebracht: als Apanage für den Prinz Wilhelm, Sohn des Prinzen Karl und Neffe des Großherzogs, die Summe von 18,000 fl. vom 1. Januar 1866 an zu bewilligen. — Der k. österreichische Geschäftsträger am hiesigen Hofe, Graf Hopos, hat an den Bürger meister ein sehr verbindliches Schreiben erlassen, worin er im Namen des Kaisers von Oesterreich den wärmsten Dank ausspricht für die von den Bewohnern Darmstadts den österreichischen Ver- wundeten bewiesene Theilnahme und für die den— selben gewährte sorgfältigste Pflege sowie Spenden aller Art. Die letzten der bisher noch in Pflege gewesenen Verwundeten werden in Kürze voll— ständig geheilt in ihre Heimath zurückkehren, — Der Kreisassessor Doflein in Lindenfels veröffentlicht in dem„Gewerbeblatt“ einen Auf— satz über die„desetzlichen Heirathsbeschränkungen“, welcher in recht verständiger Weise nachweist, daß die frühere Befürchtung allzugroßer Volks- vermehrung ebenso unbegründet ist, als die Ansicht, man könne durch Erschwerung des Heirathens der Zunahme des Proletariats steuern. Er kommt daher zu der Ansicht, daß von einer Einmischung] Oberhessen 3, der Gesetzgebung in das Verehelichungsrecht ganz Gotha 2 abgesehen werden müsse, wodurch die Ehe wieder ältere und jüngere Linie 2 auf den Standpunkt zurückkehre, die ihr nach den burg 2, Anhalt 2, die beiden Lippe 2, moralischen und Religionsgrundsätzen angewiesen sei. Friedberg den 18. Febr. Das heute in öffentlicher Sitzung durch den Großh. Wahl— director, Regierungrath Trapp, verkündigte Er— gebniß der Stimmenzählung im zweiten Wahl— kreise ist folgendes: Im Ganzen wurden abgegeben 5505 Stimmen, davon fielen auf Bergrath Buderus in Hirzenhain 5445 Stimmen. Die übrigen 60 Stimmen, von welchen einige un- gültig, waren auf weitere 11 Mann vertheilt, darunter auch 2 Stimmen auf den Prinzen Ludwig von Hessen. Gießen. Bei der Wahl zum norddeutschen Parlament stimmten in dem ersten Wahlkreis der Provinz Oberhessen 5468 Wahlberechtigte ab. Es fielen auf Frhrn. Adalbert v. Rabenau in Friedelhausen 4249 Stimmen und auf den Grafen Otto zu Solms-Laubach 1196. Mainz. Der„Mainzer Anzeiger“ berichtet, daß am 14. d. Morgens kurz vor sieben Uhr zwei rasch auf einander folgende Erdstöße ver— spürt wurden, die ziemlich stark waren, aber nur einige Sekunden andauerten. Am stärksten seien dieselben auf den Thürmen bemerkbar gewesen. Preußen. Berlin. Die Gesammtzahl der Abgeordneten des norddeutschen Parlaments beträgt 296. Von diesen entsenden die alten preußischen Provinzen 193, und zwar die Provinz Preußen 30, Posen 15, Brandenburg 26, Pommern 14, Schlesien 35, Sachsen 20, West⸗ phalen 17, Rheinprovinz 35, Hohenzollern 1. Die neuen preußischen Provinzen sind durch 43 Abgeordnete vertreten, und zwar Hannover durch 19, Schleswig-Holstein 9, Kurhessen 8, Nassau 5, Lanenburg 1, Frankfurt a. M. 1. Hierzu treten 60 Abgeordnete aus den andern norddeutschen Ländern. Von diesen wählt vas Königreich Sachsen 23, Mecklenburg-Schwerin 5, Mecklen— burg⸗Strelitz 1, Braunschweig 3, Oldenburg 3, Sachsen Weimar 3, Coburg⸗ Meiningen 2, Altenburg 1m, Reuß „die beiden Schwarz⸗ Waldeck 1, 2 Hamburg 3, Bremen 1, Lübeck 1. — Die„Kreuzzeitung“ äußert sich über das Resultat der Parlamentswahlen in Berlin folgender- maßen:„Die Stadt Berlin— allemal in der Opposition!— sie hat auch diesmal ihr altes Gerücht bewährt und schlankweg sechs Demokraten gewählt in den Reichstag, wie sie durch neun Demokraten im Landtag vertreten ist. Wir sind nicht im Geringsten überrascht durch dies Resultat, haben es vielmehr von Anfang an vorausgesagt. Der richtige Berliner thut's nicht anders: er will und muß opponiren. Es haben sich ja so viele Conservative redlich gemüht hier um die Wahlen, aber das nutzt nun einmal Alles nichts in dieser Stadt. Wer auf Berlin rechnet, wo es sich handelt um Kräftigung des königlichen Regiments, der wird allemal ein falsches Facit erzielen.“ — Der„Staatcanzeiger“ enthalt ein Patent, durch welches der Reichstag des norddeutschen Bundes auf den 24. Februar e. nach Berlin ein⸗ berufen wird. — Von den preußischen Abgeordneten sind alle einigermaßen bekannte Männer ins Parlament gewählt worden, viele sogar doppelt und dreifach, so daß nach bisheriger Schätzung doch mindestens 20 Nachwahlen nöthig sein werden. — Durch den Erlaß vom 2. d. ist das bis⸗ her zur Landgrafschaft Hessen-Homburg gehörige Oberamt Meisenheim dem Oberprästdium der Rheinprovinz, speeiell dem Regierungsbezirk Coblenz, und die ehemals bayerische Enclave Kaulsdorf (bei Saalfeld) dem Oberpräsidium der Provinz Sachsen, speciell der Regierung zu Erfurt zu einstweiliger Administration überwiesen. — Amtliches Wahlergebniß: Lasker erhielt 7708, Waldeck 8291, Wiggers 9630, Runge 6831, Duncker 7103, und Schulze 6942 Stimmen; dagegen erhielten v. Roon 4761, Graf Bismarck 9 144 1 5138 im zweiten und 1464 im sechsten Wahl- bezirk, Vogel v. Falckenstein 1449, Herwarth v. Bittenfeld 2268 und Steinmetz 1216 Stimmen. — Die Frankfurter Deputation ist hier ein getroffen. Der Tag, an welchem die Audienz deim König stattfindet, ist noch nicht bestimmt. — Das allgemeine Wahlresultat läßt sich noch nicht feststellen. Auf dem Lande ist an vielen Orten conservativ gewählt, in den Städten über- wiegend liberal. Frankfurt. Bei Gelegenheit der füngst verflossenen Wahlagitation wurden mehrfach Druck. schriften von Auswärts in Betreff der Wahlen ohne Angabe des Druckers oder Verlegers hier theils durch die Post, theils durch Colportage in Umlauf gesetzt, ohne daß es der Polizei gelungen wäre, den wahren Verfasser oder Verbreiter zu entdecken. Die dieserhalben stattgehabten ver— schiedenen Hausuntersuchungen bei hiesigen Bürgern und Einwohnern blieben ohne den gewünschten Erfolg. — Hr. Dr. Hornfeck, welcher seit einer Reihe von Jahren aus Kurhessen von hieraus theils als Publicist, theils als Belletrist oder als Journalist thätig war, wurde von der hiesigen Polizeibehörde ausgewiesen. Derselbe hat Recurs an die Regierung in Berlin ergriffen. — Durch Beschluß der Bundesliquidations- Commission ist die Ueberlassung der Bibliothek der ehemaligen Bundesversammlung an die hiesige Stadtbibliothek beantragt. Es würde dadurch manch schätzbares historisches Material der geschichtlichen Forschung zugänglicher werden als hisher. Besonders bemerkenswerth ist in besagter Bibliothek eine vollständige Sammlung der Gesetz— blätter und Gesetzsammlung sämmtlicher deutschen Staaten, wie sie in dieser Vollständigkeit wohl nirgends vorhanden ist. Man kann es nur dankend erwähnen, daß die Liquidationscommission dabei die Empfehlung ausgesprochen hat, daß auch der künftigen Besitzerin der Bundesbibliothek ein Exemplar der bisher gelieferten Gesetzblätter ꝛc. möge zugewendet werden. — Das amtlich ermittelte Wahlresultat im Wahlkreise Frankfurt a. M. ergibt 7368 ab⸗ gegebene gültige Stimmen; davon erbielt Herr v. Rothschild 6850, Dr. Passavant 299, Dr. Schlemmer 81, W. Welcker 129, Dr. Souchay 3. Vereinzelte Stimmen fielen auf Dr. Varren⸗ trapp, Generallieutenant v. Beyer, Stadtpfarrer Thissen, Hrn. v. Holzhausen(je 1), auf Hrn. v. Patow 2. Im Militärbezirke wurden 8 Stimmen abgegeben. Wiesbaden. Wie nunmehr mit Bestimmt⸗ heit berechnet ist, hat die nationale Partei in den fünf nassauischen Wahlbezirken die von ihr auf⸗ gestellten Candidaten zum Reichstage durchgesetzt, nämlich Präsident Hergenhahn, Prtocurator Dr. Braun, Gutsbesitzer Born, Gutsbesitzer Knapp und Frhrn. v. Schwarzkoppen⸗Rottorf. Nach dem bekannt gewordenen Wahlresultat hätte in Wies⸗ baden Procurator Dr. Braun von 11,000 Stimmen 7879, und Schepp 2805 erhalten. Auf verschiedene andere Candidaten zersplitterken sich 511 Wahlstimmen Bayern. München. Die Grundzüge der neuen Militär-Verfassung sind: Jeder Bayer hat der gesetzlichen Militärdienstpflicht persbnlich zu genügen; die bisher üblich gewesene Stell- vertretung, das Loosen und der Nummerntausch sind aufgehoben. Der Eintritt in das Heer er- folgt mit zurückgelegtem zwanzigsten Lebensjahr. Die nichtstreitbare Mannschaft wird in den Militärcanzleien und Werkstätten verwendet. Ein⸗ jähriger Freiwillendienst ist zulässig. Der Dienst im stehenden Heere dauert 6 Jahre, die Präsenz— zeit 3 Jahre; dann folgt eine dreijährige Kriegs- reservezeit mit ständigem Urlaub nach dreimonat⸗ licher Uebungszeit jährlich. Eine Verehelichung der Militärpflichtigen dieser Kategorie begründet deren Uebertritt in die Landwehr. Nach der sechsjährigen Dienstzeit im activen Heer erfolgt der Uebertritt in einen fünfjährigen Legionsdienst mit jährlich zwei Controlversammlungen, acht Uebungstagen und ferner mit größeren Uebungen von einem Monat Dauer in Gemeinschaft mit den anderen Heerestheilen. Hinsichtlich der Land— wehr bleibt die bisherige Landwehrordnung bis zur Durchführung der Militärverfaffung in Kraft. — Der Gesetzesentwurf über die Behandlung des Hesrgesetzes durch die ständischen Landtags⸗ ausschüsse während der bevorstehenden Vertagung des Landtags wurde in der heutigen Staatsraths- sitzung sestgestellt. Die Vorlegung desselben wird noch erwartet. — Der Minister des Innern brachte heute in der Abgeordnetenkammer einen Gesetzentwurf ein, betreffs Constituirung ständiger Ausschüsse für die Heeresumgestaltung und Socialgesetze, und motivirte die Vorlage durch die Nothwendigkeit einer Beschleunigung der Arbeiten. Frankreich. Paris. In seiner Ansprache an den gesetzgebenden Körper sagte Graf Walewski: „Der Kaiser geht sicheren Schrittes seinen Zielen auf geeigneten Wegen entgegen, auf denen leicht irre gehen könnten sowohl Diejenigen, welche die Bedürfnisse der Zeit verkennen, wie Diejenigen, welche sich mit eitlen Hirngespinnten tragen. Mit der Erweiterung unserer Rechte erweitert der Kaiser auch unsere Verantwortlichkeit und unsere Pflichten. Frankreich ist unerschütterlich in seiner mächtigen Einheit und kann, indem es das Ver⸗ trauen der Regierung ebenfalls mit Vertrauen beanwortet, ruhig und unbesorgt den Ereignissen der Zukunft entgegensehen; denn es hat die Gewiß⸗ heit, daß seine Interessen in den Händen, denen sie anvertraut sind, gut gewahrt werden, und es ist auch stets bereit, Alles zu thun, was die Geschicke nothwendig machen könnten, indem es die Zuversicht hat, daß keine Anstrengung seinem Patriotismus zu schwer ist.“ Italien. Demission des Ministers der öffentlichen Arbeiten, Jacini, angenommen.— Die„Italie“ glaubt, das Ministerium werde baldigst reconstituirt sein. Die Demission des Finanzministers Scialoja und des Cultusministers Borgetti ist definitiv, die des Unterrichtsministers Berti aber noch nicht an⸗ Florenz. Der König hat die genommen. Es scheint sicher, daß Ricasoli das Portefeuille des Aeußern behalten wird.— All- gemein ist man der Ansicht, daß der Gesetzentwurf über die Freiheit der Kirche vollständig umgeändert werden wird, bevor er im neuen Parlament zur Vorlage kommt.— Die Journale bestätigen die Nachricht von der nahe bevorstehenden Publication eines Manifestes, in welchem die Regierung ihr Programm dem Lande mittheilen wird; dasselbe soll sofort nach der Reconstituirung des Ministeriums erlassen werden.— Das„Diritto“ meldet, 72 zur Opposition gehörende Deputirte hätten ein Manifest an des italienische Volk unterzeichnet. Großbritannien. London. Am 11. fand eine großartige Reform-Versammlung statt, an welchem sich etwa 20,000 Personen betheiligten. Der Zug bewegte sich in ruhigem Verlaufe durch die Straßen. Nach der geringsten Schätzung betrug das Zuschauerpublikum wohl 50,090 bis 60,000 Köpfe. Fenster, Treppenstufen und Geländer, überhaupt jeder Ort, der einigermaßen einen Ueberblick gewährte, bis zu den Dächern und Kirchenfenstern hinauf, zeigte eine gedrängte Menge von Schaulustigen und noch immerfort wälzten sich aus den vielen dort mündenden Straßen von allen Seiten der Stadt neue Schaaren herbei. Die Vetsammlung selbst verlief in Ruhe und Ordnung — Die Führer der liberalen Partei im Unter⸗ hause haben eine Privatversammlung gehalten, aber noch keinen festen Entschluß darüber gefaßt, wie sie der Regierung gegenüber sich in der Resorm⸗ frage verhalten sollen. Sie werden daher zu einer abermaligen Berathung zusammen kommen. Eines ist gewiß, die liberale Partei brennt durch⸗ aus nicht darnach, sich ans Ruder zu drängen. Im Gegentheil, sie will Alles vermeiden, was sie zwingen könnte, gerade jetzt ins Amt zu treten. Frankfurt. Der bevorstehende Frühjahropferde⸗ markt verspricht ein sehr lebhafter zu werden. Zu der Masse alter Firmen, welche seit Gründung des Marktes regelmäßig denselben besuchten, kommt eine Reihe ganz neuer, welche ihre Hieherkunft bei dem Comite schon an⸗ gemeldet haben. Die Bestellungen auf Stallungen nehmen einen erfteulichen Fortgang und wurde schon für 809 Pferde Unterkunft nachgesucht, was in Anbetracht, daß noch zwe Monate bis zum Markte find, enorm zu en 00 Die Loose zur Pferdemarkt⸗Lotterie, von welchen 40, Stück angefertigt sind, haben ihre frühere Beliebtheit nicht verloren und sind die auswärtigen Bestellungen darauf jetzt schon sehr bedeutend. Offenbach. Kürzlich wurde gemeldet, daß Trichinen in hier geschlachteten Schweinen aufgefunden worden seien. Dem wird nunmehr mit dem Bemerken widersprochen, daß von den verdächtigen Fleischstücken Proben nach Heidelberg gesendet worden seien. Die Untersuchung, welthe von Seiten der medizinischen Facultät mit fünf dicht⸗ Sorge für Volksbildung in Nord Amerika. 5 Von Seminarlehrer Wahl. Kein Staat in der Welt verwendet so reiche Mittel für Schulzwecke, als das kleine Massachusetts in Neu⸗England; es gibt anderthalb Millionen Dollars jährlich dafür aus, während seine übrigen Staatsausgaben in Friedenszeiten nur den dritten Theil dieser Summe betragen. In Boston, dieser Metropole der Intelligenz, wurde 1851 eine öffentliche Bibliothek gegründet; sechs Stifter allein schenkten dafür die ansehnliche Stiftungs⸗ summe von 96000 Dollars, das sind 230000 Gulden, und die Er⸗ haltung geschieht durch freiwillige Gaben. Im vierzehnten Jahre ihres Bestehens, 1865, zählte diese Bibliothek 123016 Bände und 32558 Brochüren. Die meisten dieser Werke, 16½ Protent nämlich, behandeln Gewerbe und Kunst; dann sind auch gut vertreten englische und nord⸗ amerikanische Geschichte, Pädagogik, Mathematik und Physik, Ethik und Theologie. Die Ausgaben dafür, einschließlich der Besoldungen, betrugen im Jahr 1865 die beträchtliche Summe von 45168 Dollars oder 112920 Gulden. Die Benutzung aber steht mit diesen Verwendungen in richtigem Verhältniß, ja es bestehen neben dieser großartigen noch ver⸗ schiedene andere Anstalten für Volksbildung.— Und was sind hiervon die Resultate? Daß der Nordamerikaner. jeder Wissenschaft die praktische Seite abzugewinnen sucht und, namentlich auf industriellem Gebiete, eine Rührigkeit und einen Scharfblick entwickelt, wie kaum ein anderes Volk. In Neu⸗England(im Osten von Nord-Amerika) wurde die Baumwollen⸗ . ͤ ͤͤͤÄ—V000000cPPP—P————P——— presse, die Näh⸗ und Strickmaschine, der Dampspflug, die Mähmaschine u. s. w. erfunden, und von den 4000 in, einem Jahr in Nordamerika ausgestellten Erfindungspatenten kommen etwa ein Fünftel auf jenes Land. Der selbstständige Eintritt in's praktische Leben erfolgt bei dem Nord⸗ amerikaner eher und ein geschärfter Geist ist sein Begleiter. Glauben wir hiermit dargelegt zu haben, wie sehr der Neu⸗ Engländer den Werth einer tüchtigen Volksschule und einer beständigen Fortbildung zu schätzen weiß, und welche Erfolge er davon aufzuweist hat, und müssen wir wünschen, daß unsere Anstalten gleichen Zwecchz reichlicher gemehrt und von unserem industriellen Publifum mit gleichem Fleiße und practischen Sinne benutzt werden, so wollen wir doch zugeben, daß die amerikanische Schule mehr noch die sittliche und überhaupt die allgemeine Menschenbildung in's Auge fassen muß. L ü ck e n bü ßer. . Bei der Häufigkeit der Schisssunfälle in dem verflossenen Jahre wird es von Interesse sein, einen Blick in die amtliche Statistil Englands zu thun. Für das Jahr 1865 finden sich in derselben 1656 Schiffbrüche und andere Unglücke in den Gewässern der britischen Insel verzeichnet; im Jahre 1864 betrug die Zahl 1390. In den fünf Jahren von 1855 bis 1859 war die jährliche Durchschnittszahl 1204, in dem darauf folgen den gleichen Zeitraum 1483. Merkwürdig ist, daß während an der Hohnle Li hweser det und N Monlah 5 05 Darmstabt e eld begangen nem Wachlmen Vetrag det zu! Fr gehöriges Tunbeibeilig, That sch 4. 3 Unter Bee geführt. 1 fg Rheir aclsprichte zu A wäre, daß ein eerschiene. Dan! Foschuldigt, dan her Unterschrist ausgefüllt, in wanbelt und v. Faben, Die Be. Far und wäbtten Ihn füt überwit Ane Zach ihnuest ust eis vot es Furüdgekehrt. Sauer: E Burger ron ble Jungen von I En der Boden ot d ewas dect Srodvalet und Ibelanz es, den Mann jeboch 5 Sin schlichter, wird allgemein Vom Nhe wird aus dem Iprobucenen m Ihict; von e werfiegelt cin damen ben Con Bremen. pflichung übern deulschen Gesel wachen, sosern nich andert Bun winden. Munchen 50 —— Due die Muuscherhed irischen Ge gend einn ts pieten . 1 Natkirs Niet gan cen an⸗ „ vtdmen ede e. nn en 0 11 10 zt 1 Mikroscopen erfolgte, hat nach öffentlicher Erklärung der darefsenden Professoren ergeben, daß sich in keiner dieser Feischproben Trichinen auffinden ließen. e Darmstadt. Hier soll ein Bureau für Abschreiberinnen grichtel werden, eine Einrichtung, die in allen Slädten nachgeahmt zu werden verdient. Fast jedes Geschäft hat Uorlich eine Anzahl Schreibereien, die es recht gut durch ii solches Bureau besorgen lassen kann, ja die sogar kliger durch dasselbe geliefert werden können, als durch de eigenen Leute. Eine Menge junger Mädchen„ die zu Kuse bleiben müssen oder keine andere Beschäftigung ben, würden auf diese Weise einen passenden Verdie ust sunden, wobei sie nicht genöthigt sind an die Oeffent⸗ lübkeit zu treten und auch das häusliche Leben nicht beinträchtigt wird. 1 Darmstadt. Die Hess. Landes-Zeitung berichtet über in Dlebstahl bei dem Rentnerin W., welcher ausgeführt purde während dieselbe der Aufführung der Afrikanerin liwohnte:„Es ist gelungen, zu ermitteln, daß die echwester der Dienstmagd, auf welche der erste Verdacht gfallen und die daher auch vorübergehend verhaftet war, an Montag bei einem biesigen Geschäftsmann, wo sie üdeutende Einkäufe gemacht, die gestohlenen Coupons gisgegeben hat. Es wird kaum nöthig sein, zu bemerken, laß unter diesen Umständen die Verhaftung der bettessenden gerson, welche sich, so viel wir hören in Butzbach aufhält, (igewendet wurde.„Man findet nun im Wett. Vozen geiter folgende Mittheilung: Gestern wurde dahier eine un Darmstadt gekommene Weibsperson geb. von Nidda gretirt, die im Verdacht stand, dem am 10. d. M. in Larmstadt verübten Diebstahl von Werthpapieren zund teld begangen zu haben. Sie hatte Bekanntschaft mit enem Wachtmeister der hiesigen Garnison, dem sie den Letrag der zu stellenden Heirathscaution in Papieren als ir gehöriges Eigenthum überbracht hatte und der als kabetheiligt an der Sache solche alsbald herausgab. Sie kt sich als die Thäterin bekannt und wurde gestern Norgen unter Bedeckung mit der Eisenbahn nach Darmstadt geführt. Aus RMheinhessen. Am 7. Febr. ward am Be⸗ zeksgerichte zu Alzey ein Proceß verhandelt, der es werth täre, daß ein genauer stenographischer Bericht von ihm eschiene. Daniel Baum, Handelsmann zu Alzey, war Ischuldigt, ein ihm anvertrautes Planket, welches mit r Unterschrift August Römer in Alzey versehen war, gisgefüllt, in eine Schuldurkunde von 37,887 fl. ver⸗ kandelt und von dieser Urkunde Gebrauch gemacht zu eben. Die Verhandlungen boten ein großes Interesse kr und währten den ganzen Tag. Das Gericht erklärte un für überwiesen und verurtheilte den Daniel Baum in ene Zuchthausstrase von 4 Jahren mit Schärfung. Baum i erst vor etwa 18 Monaten aus dem Correctionshause nrückgekehrt. Er hat nun Appell eingelegt.— Sauer Schwabenheim. Ein ziemlich bejahtec kürger von hier war mit seinem Enkel, einem rüstigen zungen von 16 Jahren, beschäftigt, Steine zu brechen. da der Boden durch den Regen gelockert war, löͤste sich ene etwas überhängende Erdschicht los und verschüttete Großvater und Enkel. Der rasch herbeigeeilten Hilfe lang es, den Enkel fast unverletzt zu retien. Den alten Nann jedoch fand man leider todt. Der Verunglückte, en schlichter, aber sehr braver und rechtlicher Mann, bird allgemein bedauert. Vom Nhein. Die Pariser Weltausstellung bird aus dem Großherzogthum Hessen von circa 40 Wein⸗ sroducenten mit nahe an 300 verschiedenen Proben be hickt; von jeder einzelnen Probe sind 2 Flaschen wohl⸗ zetsiegelt einzusenden und besorgt Herr Dr. Krämer im gamen des Comites für Hessen die Beschickung. Bremer Vertreter 2000 Thlr. und 7 Bremer(Senater Iken[Erben], C. F. Lahnsen sen., H. H. Meier Frau, Senator W. A. Fritze, C. H. Wäljen, Consul C. F. Watermayer, L. Knoop und ein Ungenannter) je 1000 Thlr. Gold für die Gesellschaft gezeichnet haben, ein schönes Zeugniß für die Opferwilligkeit der Bremer. Newyork. Die Legung eines dritten Geleises auf der großen Westbahn in Canada hat eben den Schluß⸗ stein zu einem System von gleichförmiger Spurweite zwischen Chicago, Newyork und Boston gefügt. Der Er— öffnungszug führte einige luxuriöse Novitäten für die Bequemlichkeit der Passagiere in den Eisenbahnverkehr ein. es befand sich darunter ein Hotelwaggon mit einer kleinen Küche. Bei jedem Sitze finden sich Zurichtungen, um sofort einen Tisch herzuxrichten. Der Passagier zieht die Klingelschnur und ein Aufwärter erscheint alsbald mit der Spe sekarte und servirt ihm in kürzester Zeit nach Wunsch ein sein zubereitetes Diner, während der Zug in einer Geschwindigkeit von 40 Meilen in der Stunde dahin rast. Mit demselben Zuge gingen zwei Schlafwaggons. Jeder enthält Sophas und 26 Sitze. Die prachtvollsten Teppiche bedecken den Bodenz das Holzwerk ist schwarzes Nußbaumholz, geschnitzt und mit Geld eingelegt, und Fenster und Decke im maurischen Styl decorirt, Spiegel vor allen Sitzen, Eß⸗, Schreib- und Spieltische und Vorhänge vor den Fenstern machen den Wagen während des Tages zum eleganten Salon. Bei Anbruch der Nacht wechselt die Scene, und 64 Personen finden in einigen Augenblicken bequeme, angenehme und reine Betten. Morgens findet der Reisende in zwei besonderen Wasch— zimmern Alles, was er zu seiner Toilette braucht und genießt bei wohl geheizter, vortrefflich ventilirter Luft allen Comfort, den er sich nur zu Hause zwischen seinen vier Wänden bereiten kann. Eine Schenkung an das Germanische Museum.— Professor v. Scheurl in Erlangen hat dem Germanischen Museum in Nürnberg nicht nur das gesammte Archiv seiner Familie, sondern auch eine große Anzahl seltener Bücher zum Geschenk gemacht resp. unter Vorbehalt des Eigenthums zu freier und allgemeiner Be⸗ nutzung dort niedergelegt. Von göchstem Interesse ist unter den Büchern die völlig unversehrt gebliebene Biblio thek des berühmten Nürnberger Rechtsgelehrten und Staate⸗ manns Dr. Christoph Scheurl aud der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts, die nicht blos sehr viele Incunabeln enthält, sondern auch noch ganz die alte, von der heute üblichen sich unterscheidende Aufstellungsweise einer Bücher⸗ sammlung zeigt. Natürlich wird diese Art der Ausstellung auch im Germanischen Museum verbleiben. Unter den Urkunden des Archivs befindet sich eine Anzahl älterer Kaiserurkunden; unter den Akten aber sind die Corre⸗ spondenzen hervorzuheben, z. B. eigenhändige Briefe von Luther, Melanchthon, Hitronymus, Paumgärtner u. A. dann der Briefwechsel Dr. Christoph Scheurl's mit Herzog Georg von Sachsen und Bischof Johann don Trient, sowie eine Reihe von Schreiben anderer fürstlicher Personen, der Städte Weißenburg, Passau ꝛc. an den⸗ selben Rechtsgelehrten.(Eur.) „ Wie verlautet liegt der Plan vor, von det ge⸗ sammten preußischen Monarchie einen topographischen Atlas anzufertigen. Der bekannte Kartograph Kaupert ist dazu ausersehen, an die Spitze der deßfallsigen Arbeiten zu treien, die alsbald mit Nassau beginnen sollen und deren Beendigung in der ganzen Monarchie, trotzdem über 100 von Geomeiern dabei thätig sein werden, eine Zeit von etwa 20 Jahren erfordern dürfte. Voraussichtlich wird es das großartigste Kartenwerk werden, welches existirt. „% Als ein vorzügliches Heilmittel bei entzünd⸗ lichen Halsübeln, als Bräune c., hat sich sowohl bei zwei Stunden den Leidenden einen kleinen Theelöffel voll in der Art einnehmen, daß die Flüssigkeit möglichst lange auf ber hinleren Zunge und im Schlunde erhalten wird, unt eben eine möglichst lange Berührung mit den ent⸗ zündeten Schleimhäuten zu erwirken, woburch dieselben beruhigt werden. Eine weitere Wirkung des Mittels ist noch, daß sich die Inclination zu Halsentzündungen verliert. Lotterie für die Gründung eines Krankenhauses für deutsche Arme in Paris. Das Comité ersucht die Inhaber der Loose, welche Gewinne bei der, Ziehung gefallen find, au im Juli 1866 1 l dleselben spätestens bis zum 1. März d. 3. zue Grenelle, St. Germain 101, oder bei dem Secretäx Rue de la Victoire 40, in Emfpang nehmen zu lassen. Alle, bis zu diesem Zeitpunkt nicht zurückgezogenen Gewinne werden alsdann zum Besten des Fonds verkauft werden. Ziehungslisten liegen zur Elnsicht bereit bei Herrn Bank⸗Otrector Wendelstadt und Herrn Otto Wolfs- kehl in Darmstadt. Paris den 15. Januar 1867. Die Mäsidentin: Zürstin von Metternich, Der Sectetar: Maurice Elfissen. Aus vorstehender Lotterie wurden die Nummern 37000 bis 38000 vorzugsweise in Darmstadt, Friedberg, Wiesbaden und Umgegend abgesetzt und folgt das Ver⸗ zeichniß der unter dlesen Ziffern vorkommenden Treffer hlerunten: Nr. d. Loose Nr. d. Gewinne 37001 2936 2 Vasen, 3005 1 8 Damentasche, 37105 1426 ortemon 37200 328 ane. 37227 1877 1 Paar goldene Ringe, 37232 2531 Handleuchter. 37442 1682 Kamm, 37451 563 2 Bände Bücher, 37488 2201 1 Paptermesser und Federhalter, 37554 2262 Damengürtel, 37585 2945 2 Flaschen Odeur, 37627 306 Cigarrentasche und Port monnaie, 37708 1599 Portemonnaie, 37760 4 Eierbecher, 37825⁵ 1762 Fächer, 37839 1779 desgleichen, 37937 1059 Nadelbalter, 37984 5 Kappelle, 37995 2212 Kästchen mit Briespapter ꝛc. Verloos ungen. Darmstadt, 16. Febr. Bei der gestern stattge⸗ babten Zlehung der Großberzoglichen fl. 25⸗Loose kamen nachfolgende Nummern mit den Hauptpreisen beraus: Nr. 1213 15,000 fl., Nr. 33064 4000 fl., Nr. 2013 2000 fl., Nr. 9112 1000 fl., Nr. 64520, 47919 je 400 fl., Nr. 53332, 40429 je 200 fl., Nr. 10789, 43372 je 100 fl. Vorschuß-X Creditverein. Vorläufiger Geschäftsbericht des Jahres 1866. Bremen. Ein Bremer Kaufmann hatte die Ver⸗ Kindern als Erwachsenen, gleich beim Enistehen des]) Vorschusse auf Bürgschaft und dis⸗ Flichtung übernommen, ein Geschenk von 1000 Thlr. der] Uebels angewendet, Salzsäure bewährt. In einem halben contirte Wechsel inel. Prolongationen fl. 172,672. Fulschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger zu] Tassenkopfe voll Himbeer⸗, Kirsch⸗ oder gewöhnlichem d) Borschüsse auf Wertbpapiere 12,113. nachen, sofern neun andere Personen in Bremen oder] Zuckersyrup werden 15 bis 20 Tropfen oder mehr Salz.“) Umsatz auf Conto⸗Corrent 286,87. teunzehn andere Personen außerhalb Bremens das Gleiche säure eingerührt, so viel, big der Syrup einen salzigen ff. 211, 17f. bun würden. Das ist nun geschehen, indem die Aachen⸗JGeschmack zeigt, und von dieser Mischung läßt man die Irtedderg im Januar 1867. Münchener Feuerversicherungs⸗Gesellschaft durch ihren ersten sechs Stunden allhalbstündlich, später alle ein bis Der Aus s chu ß. Ofttüste die meisten Schifsbrüche vorkamen, an der Westküste die meisten Napoleon III. wurde Kaiser: Menschenleben verloren gingen. In den letzten sieben Jahren sind in den 1852 1852 1852 irischen Gewässern mehr als doppelt so viel Menschen verunglückt, als an Dazu: 8 8 2 8 2 2 irgend einem anderen Theile der Küste. Von 832 Unfällen des vorigen 5 2 2 8 S 2 Jahres, in welchen keine Collistonen mit einbegrfffen sind, enistanden 137 52 8 8 88 us Fahrlässigkeit und 48 aus mangelhafter Aus rüstung oder Beschaffen⸗ 807 8 88 15 der Schiffe. Der Verlust an Menschenleben belief sich für 1865 in— 2 85 164 Schiffen auf die Zahl 698. Anderseits wurden 4612 Menschen aus Gibt: 1869 1869 1869 berunglückten Schiffen gerettet; darunter 396 durch Rettungsboote, 409 Gegen Ende 1865 gab es an den üsten des Vereinigten Königreiches 234 Rettungsboote, 294 Stationen wit Tauen und sonstigen Rettungs- Apparaten und 553 Stationen der urch Seile und andere Apparate. innewohnt, wollen wir a Der König von Küstenwache. Dazu 3. ., Ein müßiger Kopf hat folgende merkwürdige Zusammenstellung 8 2 gemacht: 9 Louis Philipp, der letzte französische König, bestieg den Thron:* 1830 1830 1830 2 2 2 S*— Dazu: 5 2 r 32 S Gibt: 1870 — 2 8. 2* 84 85 25 2 3 r 38 2 0 8 tet 3 28. 18 wissentschaftliche Zeitschrift ber 1848 mußte Sous Philipp den französischen Thron verlassen. worden ist. Ob aber diesen Zahlen wirklich eine geheime prophetische Gabe n einem andern uns naheliegenden Beispiel sehen: Hannover bestieg den Thron: 1851 1851 — 0 2.— 9 733 11* 38 25 8 5* —— 1869 1867 Müßte aber bekanntlich geben: 18661 f„Der Mond nähert sich der Erde und zwar in jeden Jahre einen Zoll, dies haben verschtedene Astronomen durth Berechnung gefunden, wie eine englische ichtet. Es ist von den Astronomen auch gefunden worden, daß der Tag selt zwei Tausend Jahren um ein Hunderttheil Sccunde länger ge⸗ Bekanut machung. Nach einer Wittheilung des Großh. Oberveterinärarztes Herrn Zimmer zu Butzbach, wird der Unterricht der Schmiede im Lauf dieser Woche beendigt und beabsichtigt derselbe mit der Entlassung derselben eine öffentliche d. Mts. zu Butzbach stattfinden soll. Rathhaus stattfinden. Laubach den 14. Februar 1867. Der Präsident des landw. Vereins für die Provinz Oberhessen Otto, Graf zu Solms-Laubach. Die praktische Prüfung wird von Morgens 10 Uhr an in der Reiter-Caserne, und die theoretische Prüfung von Nachmittags 2 Uhr an auf dem Prüfung zu verbinden, welche Freitag den 22. Der Vorstand des Wetterauer Zweigvereins der Gustav- Adols-Stistung für das richtet an alle Gemeinden seines Zweiges die zum 15. März erheben und an den Rechner zu wollen. Friedberg den 17. Februar 1867. Großherzogthum Hessen freundliche Bitte, die Beiträge für 1867 bis „ Herrn Hofapotheker Wahl dahier, einsenden 55 bsterreichische steuerfreie Obligationen, 364 welche sich sowohl zur vortheilhaften Kapitalanlage als auch zum Umtausch gegen 5% engl. Metalliques von 1859, Grundentlastungs Obligationen und National eignen, empfiehlt Friedberg. S. Lindheimer Garten Versteigerung. 386 Mittwoch den 20. Februar d. J., Vormittags 11 Ubr, soll auf freiwilligen Antrag der Heinrich Hanstein IV. Wittwe dahier deren Grabgarten 2180 Klafter am Königsfluhl in hiesigem Rathhause öffentlich meistbietend versteigert werden. Friedberg am 14. Februar 1867. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg D. B. d B.: Foucar, dienstältester Gerichtsmann. Lieferung von Gerstenstroh. 417 Freitag den 22. d. M., Vormittags 10 Uhr, wird die Lieferung von 1000 Gebund Gerstenstroh zu Füllung der Betten des dahier garnisonirenden Bataillons, auf dem Verwaltungsbureau desselben, miitelst Summission vergeben, woselbst die Lieferungsbedingungen zur Ein⸗ ficht offen liegen. Friedberg den 16. Februar 1867. Großherzoglicher Verwaltungs rath des 2. Bataillons g 2. Infanterie⸗Regiments Der Präfident: Hanesse, Major. Brod lieferung. 422 Dienstag den 26. d. Mts., Vormittags 11 Ubr, wird die Brodlieferung für die hiesige Garnison auf's 2. Vierteljahr 1867 auf dem Büreau des unterzeichneten Verwaltungsraths, woselbst die Bedingungen eingesehen werden können, mittelst Summission vergeben. Butzbach den 17. Februar 1867. Großherzoglicher Verwaltungsrath der vereinigten Schwadronen der Reiterbrigade. In Verhinderung des Prästidenten: von Buseck, Rittmeister. Cdietalla dung. 412 Balthaser Münk's Ebel ute von Ober— Wöllstadt, deren Vermögen überschuldet ist, haben um Zusammenberufung ihrer Gläubiger behufs Abschlusses eines Stundungs⸗ resp Nachlaßvertrages gebeten, weß⸗ halb bekannte und unbekannte Gläubiger derselben auf gefordert werden, ihre Forderungen in dem Termin Dienstag den 12. März l. J., Morgens 9 Uhr, dahier anzumelden, widrigenfalls sie, als den von der Mehrheit der Gläubiger in obiger Beziehung gefaßt werdenden Beschlüssen zustimmend, angesehen werden. Friedberg den 7. Februar 1867. Groh herzogliches Landgericht Friedberg Reitz, Hofmann, Landrichter. Landgerichts. Assessor. Bekanntmachung. 418 Der Absuhrtermin des am 9. und 10. Januar I. J. im biefigen Gemeindewalde verstesgerten Gehölzes ist verlängert worden, und zwar: 1 N In den Distrikten„Kibitzund Wann“ an den Fahr⸗ tagen Montag und Dienssag bis 20. März einschlleß⸗ lich; im Distrikte„Aussicht“ an dem Fahrtage Mitt⸗ woch bis 20. März einschlleßlich, Man bringt dies zur öffentlichen Kenntniß der Be⸗ theiligten. Ober⸗Mörlen deu 16. Februar 1867. Großherzogliche 37 1195 75 Ober⸗Mörlen g e ck 644. Weinverkauf. 423 Wegen Aufgabe des Geschäfts verkaufe ich eirca 20 Ohm reiugehaltenen Wein billigst; unter 20 Maas Materialien⸗Lieferung. 414 Für die hiefige Saline sollen auf dem Soumissions- wege die nachfolgenden Matertalien und Geräthschaften angekauft werden: 50 Pfund Stahl(Tannenbaum) 5 Ctr. Reifeisen, 3„ Huffstäbe, 2„ vierkantiges Eisen, 5„ Rundeisen, 1„ Bandeitsen, 50 Pfund Eisendraht, 150„ kieine Rundkopfsnägel(1000 Stück 8 Pfund schwer), 200„ Drahtstifte, 1 bis 2½ Zoll laug, 50„ Dergleichen, 3 Zoll lang, 50 Stück Arbeitsschippen, 50„ Weidenkörbe, 100 Pfund ausgelassenes Schweineschmalz, 6 Stecken Buchen⸗Scheitholz. Lleferungslustige wollen ihre Anerbietungen versiegelt mit der Ausschrift„Materialien Lieferung für die Saline Nauheim betreffend“ längstens bis Dienstag den 26. d. Mio., Vormittags 10 Uhr, bei der unterzeichneten Be⸗ hörde eingeben, bei welcher auch die Lieferungsbedingungen an den Werktagen in den Vormittagsstunden eingesehen werden können. Nauheim den 14. Februar 1867. Großherzogliches Salzamt F. Schreiber. Ziegler. Weiß. N Deer eee eee ee 419 Montag den 25. l. Mis. werden in hiefigem Ge⸗ meindewald in den Distrikten Filzhardt und Heide nach⸗ folgende Holzsortimente meistbletend versteigert: 1) 5 Stecken Buchen⸗Stockholz, 218 d e Nadels 3) 300 Stück Buchen⸗Wellen, 4) 2750„ Nadel⸗ 5 59, 39„ Fichten⸗Baustämme, 550 Cbkf., 6) 1823„ Fichten⸗Stangen von 20-60“ Länge, 2529 Cbkf., zu Sparren, Leiter⸗ bäumen ꝛc. geeignet. Der Anfang wird Morgens 9 Uhr in der Filzhardt am Maibacher Feld gemacht. Gegen Bürgschaft wird das Holz bis Ende September d. J. gebotgt. Fauerbach v. d. H. den 15. Februar 1867. Großherzogliche Bürgermeisterei Fauerbach Philipps. Bekanntmachung. 410 Donnerstag den 21. d. M., Vormsttags 11 Uhr, sollen die wegen Erbauung einer Mauer um den Friedhof zu Groß⸗Karben vorkommenden Arbeiten und Lieferungen in dem hiesigen Rathhause öffentlich in Accord gegeben werden, und zwar: 1) Maureracbeit, veranschlagt zu 1 fl. 23 kr. 2) Steinhauerarbeit 33 50 Mauersteiniteferung 468„— 4) Kalklieferung 144,—„ 5) Anfertigung und Lieferung eines eisernen Thores an die Schulhofrattbe 70„—„ Broß Karben den 14. Februar 1867. Großherzogliche 5 Groß ⸗Karben . 28. 1 S c wal b. Holz-Versteigerung. l 441 Donnerstag den 28. Februar, Morgens 10 Uhr anfangend, kommen in dem hlesigen Gemeindewald, District Grinbelsheck, 64 Etlchen-Baustämme mit 3223 Cbkfß. 1 Buchen Stamm 11 N. 53½ Klftr. Eschenholz und 2 Klftr. Eichen- Pfarr⸗ 9„ Buchenholz„ 2 5 Suchen. holz, 64½„ ͤ Stockholz zur Versteigerung. Der Anfang geschieht mit dem Stammholz Eschbach den 13. Februar 1867. Born, Bürgermeister. Bekanntmachung. wald abgehaltene Hotzversteigerung ist genehmigt und ist der erste Fahrtag auf Donnerstag den 21. Februar d. J. bestimmt. Die Abfuhrscheine werben den 20. und 21. d. M. bel Gemeinde⸗Rechner Stengel dahier abgegeben. Ober⸗Rosbach am 14. Februar 1867 Großherzogliche Bürgermetsteret Ober⸗Rosbach Blecher. Holz- Versteigerung. 416 Mittwoch den 27. Februar d. J., des Morgens 10 Uhr anfangend, soll in dem Obbornhofer Gemeinde⸗ wald nachstehendes Holz versteigert werden: 18 Stecken Buchen ⸗Schettholz, 22, 1 Prügelbolz, 10½„„ Stockholz, 630 Buchen Wellen, 21 Stecken Eichen ⸗Scheidholz, 1„, Prügelbolz, 460 Eichen Reisholzwellen, 21 Stecken Nadelholzretser, 413 Die am 13. d. M., im Ober⸗Rosbacher Gemeinde⸗ ö in de Grof Einsendung Beitesfend: n de Groß C. F. Walz. Ein Medaillon 428 mit Photographie und Kette wurde verloren. Der redliche Finder wird gebeten, dasselbe gegen eine Be⸗ lohnung an die Exped. d. Bl. abzugeben. Zu haben bei Bindernagel& Schimpff in Friedberg: * CTaschen-Fahrplan für die Mittel Rheingegend, Frankfurt, Hessen, Nassau, Unterfranken, Baden, Rheinbaiern, Rhein-Preußen und Westphalen. Preis 3 kr. Foul ards, 1906 seidene Umknüpftücher, sowte seidene und wollene Sbawls für Herren, Damen und Kinder zu billigen Preisen bei K. Friedrich neben der Poft. Todesanzeige. 415 Entfernten Freunden und Bekannten hler⸗ durch die schmerzliche Anzeige, daß unser lieber, unvergeßlicher Sohn und Bruder* Johann Christoph Küchel, Kaufmann, heute Nachmittag 4 Uhr, nach Jlährigem Krank⸗ sein, im nahezu vollendelen 22. Lebensjahre sanft dem Herrn entschlafen ist. 5 n Um stille Theilnahme bittet:— 5 Im Namen der trauernden Eltern und Geschwister Küchel, Großh. Bürgermeister.— Butz bach den 15. Februar 1867. 1 Kirchenbuchs auszug. Getraute: 14. Februar. Heinrich Kircher III., Hofkutscher in Darmstadt und Bürger in Laubach, Sohn des Bürgers und Bäckermelflers Heinrich Kircher II. zu Laubach und Amalie Dorothea Seibert, Tochter des hiesigen Bürgers und Schneldermeisters August Seibert, dermalen Preise verschiedener Gegenstände. Friedberg am 16. Februar. Butter pr. 28 kr.] Eier 5 Stack 8 kr. Brennholz, Buchen⸗ Scheitholz I., pr. Stecken 6 fl. 30 kr. bis 6 fl. 40 kr. ö Verantw. Red.: Hermann Schimpff. jedoch gebe ich nicht ab. Löb Straus. in Nord-Amerika. Druck und- Verlag von Bindernagel& Schimpff. (Hierzu Unterhaltungsblatt Nr. 9.) 29 Stück Eichen⸗Bauflämme von 9—23“ Durchm. lach. Ni und 20—59/ Länge 2232 Ebkf. entdaltend. Malbac, 8 rnhofen 1 80 Februar 85 15 Wit roßherzogliche Bürgermeisterel Obbornhofen Leschhorn. g in 1680 1c Eine Scheuer Hessen 420 in gutem Zustand, 38 Fuß lang, 27 Fuß breit, Regierungsb steht auf den Abbruch zu verkaufen. b J. Belaunt Nieder⸗Mörlen. Johs. Dietz II. bes 1 70 Das nachste 7 26214 Konig von Pe I. 1 5 kl I 1 1 I den Negittung f Shaalen nach 356 pr. Ohm b fl. 40 kr., ist ftets zu haben bei Ermächligung bes Mains ge zur öffentlichen Darm fas Groß Wir Wilhel hun kund un! Nachdem 1 Nordd⸗unschen det Verfassung Bundes Der versammeln, Bevollmächti haben, bie Ei zu übertragen 1. Februar b. Reich öl bed den 24. Februat etlin. Cegeben; 0 1 qu Für die wi Geerwer Folgt d zur Fah beutschen Uu II. Benn ber boraelist 1667 betreffe III. Uebe