alt 17 Jahr hies. Schul⸗ dermaunts zu an, N Toge Obmer mit Aentt aut iet 1867. Donnerstag den 18. Juli. enzbält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. ——— Abonnements⸗ Einladung. Mit dem 1. Juli beginnt ein neues halbjährliches Abonnement auf den Anzeiger für Oberhessen, welcher auch ferner wöchentlich dreimal, Dienstag, Donnerstag und Samstag, erscheinen wird. und wichtigsten Tagesbegebenheiten, Derselbe bringt die kreisamtlichen Erlasse, sodann eine kurze Uebersicht der interessantesten allgemein belehrende und unterhaltende Aufsätze, landwirthschaftliche und gewerbliche Mittheilungen, geschäftliche Nachrichten, Markt- und Cours-⸗Berichte, Verloosungen von Staatspapieren und locale Notizen, außerdem wöchentlich einmal in dem beigegebenen Unterhaltungs⸗Blatt interessante Novellen und Erzählungen, Gedichte, Anekdoten, Räthsel ic. uns die erfreulichste Aufmunterung sein, die Geschäfte der Redaction in der bisher eingehaltenen Weise fortzuführen. Das Abonnement beträgt halbjährlich: für die Abonnenten in hiesiger Stadt I fl., bei sämmtlichen Postämtern des Großherzogthums 1 fl. G kr. 7 77 Bestellungen bei der Post Unterbrechung eintritt. Abbestellung erfolgt. Den verehrlichen Abonnenten in hiesiger Die stets wachsende Zahl der Abonnenten mu 8 beliebe man baldigst zu machen, damit in der Zusendung des Blattes keine Stadt werden wir das Blatt auch für das neue Halbjahr zusenden, wenn nicht ausdrücklich Die Redaetion. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Wir benachrichtigen Sie zur öffentlichen Bekanntmachung, daß das unterm 19. Mai d. J. erlassene Verbot der Abhaltung von Viehmärkten im Kreise Hauau(Nr. 61 des Anzeigers) auf Anordnung der Königlich Preußischen Administration in Kurhessen wieder auf— gehoben worden ist. Friedberg den 15. Juli 1867. Betreffend: Die Beitreibung der Communalgelder in den Gemeinden des Kreises Friedberg für 1867. Dia fe lobe a n . Friedberg den 15. Juli 1867. ie eil b ern, Aus den bis jetzt eingekommenen Handbuchsauszuͤgen haben wir ersehen, daß theils nur sehr wenige, theils noch gar keine Communal⸗ gelder für 1867 erhoben worden sind. Gelder aufzufordern und den Befolg zu überwachen. Wir beauftragen Sie daher, die Gemeinde-Einnehmer sofort zur vorschriftsmäßigen Beitreibung dieser Trapp. Hessen. Darmstadt. Das Großherzogliche Regierungsblatt Nr. 30 enthält: I. Bekanntmachung Großy. Ministeriums des Innern vom 22. Juni l. J., Abänderungen der Statulen der Bank für Süddeutschland betreffend. II. Bekanntmachung der Großherzoglichen Oberpost—⸗ inspection, die Heistellung einer Personenpost zwischen Schlitz und Fulda betreffend. III. Uebersicht der für das Jahr 1867 genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Communalbedürfnisse der Gemeinden des Kreises Dieburg. IV. Verzeichniß rechtskräfnig gewordener, in Gemäßheit des Art. 30 des Strafgesetzbuchs im Regiecungsblatt bekannt zu machender Straferkenntnisse der Gerichte der Provinz Starkenburg. V. Namensveränderungen. Seine Königliche Hoheil der Großherzog haben allergnädigst geruhr: am 18. Juni der Eva Elisabeihe Eidenmüller von Brensbach zu ge— statten, daß dieselbe statt ihres bisherigen Familiennamens in Zukunft den Familiennamen Hechler,— am 22. Juni dem Johannes Bitsch in Gernsheim zu gestatten, daß er in Zukunft den Familiennamen Staab— und an dem⸗ selben Tage dem Kaiserlich Königlich Oesterreichischen Obersten a. D. Du Mont Freiherrn von Monten in Graz zu gestatten, daß er die Vornamen Philipp Alphons, außer den in die Geburtsregister seiner Heimathogemeinde Nieder⸗ Ingelheim eingetragenen Vornamen Heinrich Jo seph führe. VI. Ertheilung eines Erfindungspatents. Seine Koͤ— nigliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 21. Juni dem Woldemar von Loevis of Menar zu Pauten bei Riga em Erfindungspatent auf die durch Zeichnungen und Beschreibungen näher erläuterten Con⸗ strucnonen einer Flachsbreche und einer Flachsschwinge, jedoch unter dem Vorbehalte, daß durch das ertbeilte Patent Niemand in der Anwendung berells bekannter Theile der Erfindung gehindert werden soll, während der nüchsten fünf Jahre für den Umsang des Großherzogthums zu ertheilen. VII. Dienstnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: Am 27, April den Kaufmann Carl Lauteren in Franksurt a. M. zum Großherzogl. Consul das.,— an demselben Tage den charaklarisirten Kanzlei⸗Secretär bei der vormaligen Ge⸗ sandischaft am Herzoglich Nassauischen Hofe und bei der freien Stabi Frankfurt Lauter zum Consulats⸗Secrelär bei dem Consulate in Frankfurt a. M.,— am 10. Mai den Cabineto⸗Kanzlei⸗Inspector Gerbeaux zum Cabineis⸗ Protokollisten— und am 4. Juni ben Revisionsgehülfen Gerhardt von Darmstadt zum Probator 2. Klasse bei der 2. Abtheilung der Jusliftcatur der Oberrechnungekammer zu ernennen; an demselben Tage dem Schulamts-Aspiranten Gils aus Stockstadt die Crumbach zu übertragen; am 7. Juni den Unieradju⸗ tanten im 1. Jufanterieregiment Müller zum Verwalter ernennen; am des Arresthauses zu Darmstadt zu ernennen; an demselben Tage dem Schulamts-Aspiranten Weis aus Ellenbach die 2. evangel. Schulstelle zu Fränkisch-Crumbach zu über⸗ tragenz am 8. dem Ministerial-Kanzleidiener bei dem Ministerium des Innern Grünewald die Nebenstelle eines Kanzleidieners ber der Oberpostinspeclion— und am 11. dem Schulamts- Aspiranten Knobloch aus Appenheim die evang. Schulstelle zu Pfaffen-Beerfurth zu übertragen; an dems. Tage den von dem Herrn Grafen zu Erbach— Erbach auf die evangel. Schulstelle zu Winterkasten prä⸗ sentirten Schulamts-Aspiranten Lautenschläger aus Wersau für diese Stelle zu bestätigen; ang 12 den Professor und Lehrer an der K. Preußischen Bergakademie zu Clausthal Dr. Streng, zum ordentlichen Professor in der philoso⸗ phischen Fakultät der Landesuniversität, insbesondere für die mineralogischen Lebrfächer zu ernennen und in der gedachten Eigenschaft zu berufen; am 14. dem evangel. Schullehrer zu Ulrichstein, Funk, die 1. evang. Schulstelle zu Bessungen,— dem evangel. Schullehrer zu Queck, Laubinger, die 1. evangel. Schulstelle zu Londorf,— dem Schulamts-Aspiranten Feick aus Wersau die 1. evang. Schulstelle zu Lützelbach— und dem Schulamts-Aspiranten Schmitt aus Welgesheim, die 2. kathol. Schulstelle zu Weisenau zu übertragen; an dems. Tage den Heizer und Locomotivführerlehrling bei der Main⸗Weser-Eisenbahn, Ziriax, zum Locomotivführer— und den Werkstätte⸗ arbeiter Jöckel von Friedberg zum Heizer bei der Main— Weser⸗Eisenbahn zu ernennen; am 18. dem Pfarramts- Candidaten Anthes aus Lich die evangel. Pfarrstelle zu Bensheim und dem Schulamts-⸗Aspiranten Heberer aus Dietzenbach die 2. evang. Mädchen⸗Schulstelle zu Schaaf⸗ heim zu übertragen; an demselben Tage den Landgerichts diener-Substituten Emmert aus Ober-Ingelheim zum 3. Landgerichtsdiener bei dem Landgerichte Offenbach— und den Oberwachtmeister im 2. Reiterregiment, Spengler aus Nieder-Ramstadt, zum 2. Landgerichtsdiener bei dem Landgerichte Ortenberg zu ernennen; am 22. den mit der Verwaltung des Kreises Dieburg beauftragten Kreisassessor Küchler zum Kreisrath des Kreises Dieburg zu ernennen — und den von dem Herrn Grafen zu Erbach-Fürstenau auf die 2. evangel. Pfarrstelle zu Beerfelden präsentürten Pfarramts-Candidaten Fuchs aus Flomborn für diese Stelle zu bestätigen; an dems. Tage dem Bahningenieur und Bahnhofs ⸗Inspector der Station Gießen der Main⸗ Weser⸗Essendahn, Geßner, die Stelle eines Bahningenieurs und zweiten Beamten der Bahnverwaltung Frankfurt der Main⸗Neckar⸗Eisenbahn zu verleihen,— den Domänen⸗ pfandmeister bei dem Rentamte Homberg, Junck, in gleicher Diensteigenschaft an das Rentamt Seligenstadt zu ver— 1. evang. Schulstelle zu Fränkisch⸗setzen— und den Forstwart des Schutzbezirks Bieben, Gölz, zum Bremser bei der Main⸗Weser⸗Eisenbahn zu 25. dem Schulamts-Aspiranten Seib aus Biblis die 2. kath. Schulstelle zu Ober⸗Ingelheim— und dem Schulamts-Aspiranten Hechler aus Eschollbrücken die 3. evangel. Schulstelle zu Pfungstadt zu übertragenz am 28. den Lehrer an der Realschule zu Alzei, Heitger, zum Lehrer an dem Gymnasium zu Worms— und am 2. Juli den Bataillons-Tambour im 3. Infant.⸗Regiment, Kroh, zum Bremser bei der Main- Weser-⸗Eisenbabn zu ernennen. Darmstadt. Mittwoch den 28. d. M. wird der Proceß gegen viele Neckarsteinacher Einwohner wegen Eindringens in das Schloß des Freiherrn v. Dorth in der Absicht, das katholische Casino zu sprengen, das dort im Frühjahre 1865 abge- halten wurde, beim hiesigen Hofgerichte in der Appell⸗Instanz verhandelt werden. — Die„Frankf. Zeitung“ schreibt:„Der preußisch- hessische Postvertrag ist nicht ratifeeirt, wie wir aus sicherster Quelle mittheiten können. Der Großherzog von Hessen will seine Hoheits— rechte nicht aufgeben und stützt sich darauf, daß Preußen nur in das Verhältniß einzutreten habe, welches früher bestanden, wonach also mutatis mutandis der Großherzog Lehnsherr, die preußische Regierung, resp. Preußens Herrscher, nur Vasall wäre. Das ist nun allerdings etwas heikler Natur, aber— es ist einmal so, und man glaubt, daß der Friedensvertrag vom 3. September vorigen Jahres die diesseitige Auffassung nicht alteriren, sondern sogar dafür angerusen werden könne.“ „Friedberg. Das lange erwartete Avan-⸗ cement in unserer Armee-Diviston ist endlich mit⸗ telst Erlaß vom 10. Juli publicirt worden. Nach demselben wurden pensionirt, resp. zur Disposttion gestellt: die Oberstlieutenante Klingelhöffer und Weber, mit dem Character als Oberst, die Ma⸗ jore Gandenberger, Pabst, Fenner und v. Reineck mit dem Character eines Oberstlieutenants, sämmtlich vorbehaltlich späterer Wiederverwendung. Es wurden ferner ernannt: Oberst v. Jungenfeld zum Commandeur der Reiterbrigade, Oberst Bickel zum Commandeur der ersten, und Oberst Kehrer der zweiten Infanterie-Brigade. Die Regiments⸗ Commandos wurden übertragen: im 3. Infanterie- Regiment dem Obersten Laue, im 4. dem Oberst⸗ lieutenant v. Lyncker, im 2. dem Oberstlieutenant Kraus, im 1. dem Oberstlieutenant Keim. Major Hanesse im 2. Infanterie-Regiment wurde zum 2. Jäger⸗Bataillon versetzt. Zu Majoren wurden befördert: die Hauptleute Winter, Gräff, v. Herff I., Keim I., Hahn, Bechstatt, Heinemann. Zu Haupt⸗ männern rückten vor: die Oberlieutenante v. Bech— told,(als characterisirter Hauptmann,) Römheld und Becker. Bei der Reiterei wurden ferner: Oberstlieutenant v. Riedesel zum Oberst, Major v. Buchenröder zum Oberstlieutenant und Ober- lieutenant v. Rotsmann zum Rittmeister befördert. Mit vorstehenden Ernennungen ist also mit dem bei den Avancements bisher beobachteten Grund— satz der Anciennität gebrochen worden, indem eine Anzahl älterer Hauptmänner durch die Beförderung jüngerer zum Major übergangen wurde. Durch die Dispositions⸗Stellung der genannten, meistens erst vor kaum einem halben Jabre in ihre bis⸗ herige Charge avancirten Stabsofficiere ist be⸗ greiflich der Pensionsstand abermals nicht unbe⸗ deutend erhöht worden. Möchte bei diesen kost— spieligen Aenderungen und Neuerungen nur auch der Erfolg den Opfern entsprechen, welche das Land dabei bringen muß. Eine Hauptsache wird sein, daß man nach wirklichen Verdiensten und Fähigkeiten entschied, und nicht andere Einflüsse und Rücksichten bei der Auswahl der zu höheren Avancements befähigt Gefundenen und Auserwähl— ten sich geltend machten. Preußen. Berlin. Bemerkenswerth ist die immer mehr um sich greifende Mißstimmung gegen Preußen, welche durch die jüngsten Ver— ordnungen und Erlasse, namentlich in den neuen Landestheilen, hervorgerufen und gesteigert worden ist. So sagt die„Main⸗Zeitung“: Aus Preu— ßen lassen sich leider außer der Offenlegung der Wahllisten für das neu zu wählende norddeutsche Parlament— nur fortdauernde Mergeleien gegen das Volk und seine Wünsche, insbesondere gegen die Wünsche und Anschauungen der neuerwor⸗— benen Landestheile melden. Selbst in dem treu ergebenen und aus freudigem Herzen die Annexion entgegennehmenden Kurhessen veranlassen die Zei⸗ tungssteuer, die Verfägung über den Staatsschatz, bezüglich der Rechtspflege und Gerichte u. s. w. eine täglich wachsende Unzufriedenheit. Wird denn in den Berliner entscheidenden Kreisen nicht end- lich der Geist des Entgegenkommens und der Ver— ständigung mit der öffentlichen Meinung obsiegen? — Dem Vernehmen nach lautet das kriegs⸗ gerichtliche Erkenntniß gegen den Lieutenant v Schewe 177 5 Tödtung des Schuhmacher Seif⸗ fert im Affeck“ auf zweijährigen Festungs- arrest. — Auf der Reise nach Wien wird der Sul⸗- tan, über Belgien kommend, sich im Laufe der Woche auch an den Rhein begeben und ist die Reise mit seinem Gefolge von 70 Personen in einem Extraboote(vorläufig bis Coblenz) fest⸗ gesetzt. Wie verlautet, wird die Weiterreise nach Wien über Mainz und Darmstadt fortgesetzt werden. — Der„Staatsanzeiger“ motivirt die Ver⸗ ordnung, welche die Verwaltung der dem Staats- eigenthum angehörigen Activ⸗Capital⸗Fonds der neuen Landestheile der General⸗Staatscasse in Berlin überweist, und sagt: dem Grundsatze gleicher Besteuerung gemäß beabsichtigt die Re⸗ gierung, auch die Staatsschulden der neuen Landes- theile mit den preußischen zu einer einzigen zu verschmelzen. Kassel. Mehrere in der jüngsten Zeit von der preußischen Regierung getroffene Verfligungen und Anordnungen haben in den früher kurhessischen Landestheilen einen sehr ungünstigen Eindruck ge⸗ macht und große Besorgniß und gewisse Aufregung hervorgerufen. Als ein vollgültiger Beweis hier⸗ für muß ein Artikel Fr. Oetker's, der ja be kanntlich ein ganz entschiedener Anhänger Preu⸗ ßen's genannt werden kann, angesehen werden, in welchem derselbe sich gegen die neuen Verord- nungen folgenvermaßen ausspricht:„Die Verord- nungen und Maßnahmen, wodurch in unsere öffentlichen Interessen und Rechte auf die empfind⸗ lichste Weise eingegriffen wird, jagen sich förmlich. Kaum sind die Steuerverordnungen, welche eine bedeutende Vermehrung der Abgaben zur Folge haben werden, in Anwendung gebracht, kaum sind die wichtigsten politischen Strafsachen den hiesigen Gerichten entzogen und vor das Kammergericht in Berlin verwiesen, kaum ist die ganze Gerichts- verfassung und das Verfahren in Civilproceßsachen in eingreifendster Weise geändert und vielfach ver— schlechtert worden, da werden wir auch noch mit dem preußischen Wechsel«, Kalender- und Spiel— karten-Stempel und mit der Zeitungssteuer bedacht, da wird die Verwaltung der Staatscapitalien, also namentlich des Staatsschatzes und des nicht minder bedeutenden Laudemialfonds, der General— Staatscasse in Berlin übertragen...... Un- seres Erachtens darf das Land nicht länger schwei— gen. Es ist die höchste Zeit, daß endlich geschieht, was längst hätte geschehen sollen und was wir schon im vorigen Jahre wiederholt und wiederholt angeregt haben. Wären die Wünsche und die in letzter Zeit bis zur Unzufriedenheit gesteigerte Miß— stimmung im Volke an rechter Stelle genügend kund gegeben worden, vielleicht hätte sich Manches doch anders gestaltet, als es jetzt in besorgniß— erregender Weise vorliegt. Vor 14 Tagen ist von Kassel aus eine Vorstellung an den König abgegangen, welche vornehmlich auch den Staats— schatz und dessen Verwaltung und Verwendung zum Gegenstande hat. Wie wir vernehmen, ist an einigen Orten, z. B. im Schaumburgischen, die Staatsschatzfrage schon lebhaft in Betracht gezogen worden; es wäre dringend zu wünschen, daß überall die Ansichten und das Verlangen der Bevölkerung sich in Eingaben an die Minister oder unmittelbar an den König, dessen Gerechtig— keitssinn und Wohlwollen außer Zweifel sind, aussprächen.“ Frankfurt. Die hiesige Deputation hatte sich in Ems bei dem König einer sehr freundlichen Aufnahme zu erfreuen, und wurde zur Tafel gezogen. Der König soll versprochen haben, ihre Bitte, den Bestand der Lotterie auf mehrere Jahre hinaus betreffend, in Erwägung zu ziehen. Herr Maron M. C. v. Rothschild ist dieser Angelegen⸗ heit wegen telegraphisch nach Ems berufen worden. Neuysenburg. Bei der letzten Sonntag dahier stattgehabten Fahnenweihe eines Gesang— vereins erschienen drei Frankfurter Gensdarmen und befahlen, gemäß höherer Weisung, die schwarz— roth-goldnen Fahnen zu entfernen. Dies geschah, indem sich gleichzeitig auch die Festgäste entfernten und so war die harmlose Feier gestört. Wiesbaden. Der in Betreff der Spiel bank hier verweilende Geh. Regierungs-Rath v. Wohlers soll der Administration der Bank die Eröffnung gemacht haben, die Regierung wolle der Bank den Geschäftsbetrieb bis ultimo 1870 gestatten, wenn die Bank ihren Actionären künftig nur noch eine Dividende von 6 pCt. zahle, und den ganzen Rest des Gewinnes an die Communal⸗ casse der Stadt Wiesbaden abliefere. Die Ad⸗ ministration der Bank hat in dieser Eröffnung keinen Anlaß finden können, die Actionäre zu einer Berathung darüber zusammen zu berufen. Braunschweig. Ein vielgenannter Braun; schweiger, der Dr. med. Rudolf Topp, starb am 26. Mai zu Cincinnati. Er war der Autor eines durch die Gartenlaube, Jahrgang 1863, veröffentlichten Berichts über den Untergang der Amazone, welcher das Scheitern dieses Fahrzeuges der preußischen Marine und den Tod der ganzen Bemannung den Umtrieben der Junkerpartei zur Last legte. Bekanntlich wurde in Folge dieses Artikels das vielgelesene Blatt für den Umfang des Königreichs Preußen verboten und erst im vorigen Jahre wieder freigegeben. Oesterreich. Wien. Der„Schles. Zei⸗ tung“ kommt zur mexieanischen Katastrophe die Notiz zu, daß der Verräther Lopez der Sohn des im Jahre 1812 in Graz verstorbenen, mit dem Theresien⸗Orden decorirten österreichischen General majors Philiyp de Lopez sei. Frankreich. Paris. Die letzten Debat⸗ ten im französischen gesetzgebenden Körper erinnern lebhaft an ähnliche Scenen, welche der Februar— Revolution vorausgingen. So z. B. endigte Glais-Bizoin nach vielen scharfen Aeußerun— gen seine Rede in folgender Weise, nachdem er die Frankreich geraubten Freiheiten zurückgefordert: „Ich wünsche, daß mich Jedermann hört, wenn ich sage: Diese große Nation, deren erste Ver⸗ sammlung das schönste Monument, die Declaration der Menschenrechte, errichtet hat; diese Nation, welche auf dem ersten Range der Stufenleiter ge— standen hat, nach der die Größe der Völker ge— messen wird; diese Nation, die selbst über der stand, welche ein englischer Redner mit seinem britischen Stolze die Mutter der freien Nationen nannte, diese Nation ist es müde und ist verletzt, daß man sie so lange vor den Augen der civili— sirten Welt in Strafe und mit der Eselskappe auf dem Kopfe erhält.(Lang anhaltender, furcht— barer Sturm. Zur Ordnung! Zur Ordnung!) Präsident Schneider: Herr Glais-Bizoin, ich rufe Sie zur Ordnung!(Lebhafter Beifall.) Ich habe den Ordnungsruf gegen Sie ausgesprochen und betone ihn, denn es ist Ihnen nicht gestattet, eine Rede, deren Zweck war, alles herabzusetzen, was wir Großes in unseren Institutionen haben, damit zu schließen, indem Sie das ganze Land angreifen. Glais-Bizoin: Ich verneige mich tief vor dem Ordnungsruf unseres Herrn Präsi⸗ denten, und ich erkläre ihm, wenn er will, daß ich mich dadurch geschmeichelt fühle.(Lebhafte Unterbrechung. Zur Ordnung! Zur Ordnung!) Präsident Schneider: Die Danksagungen des Herrn Glais⸗Bizoin würden einen neuen Ord— nungsruf verdienen, aber ich ziehe vor, dem Lande das Urtheil zu überlassen. Pelleton: Wir nehmen das Land ebenfalls als Richter an. Prä— sident Schneider: Wir werden sehen, wie das Land diese systematischen Angriffe beurtheilen wird. Auch die Rede Olliviers, welcher den Mini— ster Rouher, weder als„Premierminister,“ noch als„Großvezier,“ noch als„majordomus,“ be⸗ zeichnet wissen will, sondern als„Vicekaiser,“ erregte großen Scandal. — Wie das„Pays“ meldet, hat der Sul⸗ tan 60,000 Fr. für die Armee von Paris ge— spendet. Eine Summe von 40,000 Fr. hat Fuad Pascha in seinem Namen als Gratificationen für die Bedienung des kaiserlichen Hauses und der Marställe hinterlassen. — Der„Moniteur“ enthält den Brief des Kaisers an den Staatsminister Rouher, mit wel⸗ chem er die Zusendung des Großkreuzes der Ehren⸗ legion in Diamanten begleitete. In der Zuschrift sagt der Kaiser: Er hoffe, daß diese freundschaft⸗ liche Aufmerksamkeit ihn(Rouher) die Unannehm⸗ lichkeiten seiner Stellung werde vergessen lassen und ihn an die Erfolge erinnern werde, die er in den dem Lande geleisteten Diensten erzielt hat. — Der Proceß gegen Berezowski, den Attentäter gegen den Kaiser von Rußland, ist be⸗ endigt. Die Geschwornen erklärten den Ange⸗ klagten, unter Annahme mildernder Umstände, für schuldig und der Gerichtshof verurtheilte ihn zu lebenslänglicher Zwangsarbeit. — Der„Constitutionel“ meldet: der Kaiser werde am 15. August sich in das Lager von Chalons begeben, die dann etwa nach Paris kom- menden fremden Fürsten werden dort keinen Hof mehr finden. — Der„Armee ⸗Moniteur“ publieirt ein vom 13. Mai datirtes Decret, durch welches ange⸗ ordnet wird, daß die im Jahre 1865 aufgelösten 25 Batterien wieder hergestellt werden sollen. Spanien. Aus Spanten werden ver⸗ schiedenen Pariser Journalen sehr beunruhigende Mittheilungen zugesandt. Ein großes Complot gegen das Leben der Königin soll entdeckt und in Folge dessen sollen viele Verhaftungen, man sagt an 2000, vorgenommen worden sein. Auch heißt es, daß sich in den bergigen Gegenden von Ca⸗ stilien und Catalonien weitere bewaffnete Banden umhertreiben und ein Gerücht behauptet, O' Don- nell und General Prim beabsichtigten gleichzeitig, der Erstere im Süden und der Andere im Nor- den, zu landen und sich an die Spitze der Revo⸗ lution zu stellen. f eibläben k. heiteren, Mainz. aur dsc ral hurchreiseaden. von det Pede Wachs pänern wählen, Post sigralsstren. Wirthestus im Gange, da G8 wäre gut befördernden gewann, wü Wien. daß eine des Swoboda, in von demhelden welchem destäl leide und das die Gesichler Mago diese gemeint, es selbst erschein haften ärztli⸗ suchung einge —— * Mitgetheilt o. Das Ha Franzen, na nach New go und Packetpoff Cajüte und 28 Das Dre ded Nerddroch abging, it n 12 Tagen w Newyon Das Possdar W. H. Wen am 2. Juli wohlbehalten — 8 ö 1787 Auen Oniob gens bon Nieber⸗ aufgetretene 8 ericht mit und Stundun Leit zu so anftandung de widtigensalg derauh zent Bou gige out e * Friedberg, 15. Juli. Im Laufe dieses Nach- mittags sind 2 Diaconissinnen von Darmstadt hier angekommen und von ihrer verehrten Frau Oberin, welche die Güte gehabt hat, sie zu begleiten, in ihre Arbeit am Seminar eingeführt worden. Gebe Gott seinen Segen zu ihrem edlen Wirken! Kurz nach ihrem Eintritt in den Krankensaal wurde leider ein dritter unserer Patienten, Konrad Schneider aus Maulbach, Kreises Alsfeld, in Gegenwart seiner Angehörigen durch den Tod von seinem schweren Leiden erlöst. Unsere Liebe und unsere Thränen folgen dem braven, fleißigen jungen Manne in sein Grab nach. Was den Krankenstand betrifft, so ist gestern ein Patient als Reconvalescent in die Heimath entlassen worden; 8 Seminaristen und 1 Pedell verbleiben in ärztlicher Behandlung; die Krank— beitserscheinungen wechselnd; Hoffnung bei Allen. Steinberger. Mainz. Wie der„M. Anz.“ berichtet, hat sich hier eine Falschspielerbande etablirt, welche es zunächst auf die durchreisenden Auswanderer abgesetzen. Damit sie nicht von der Polizei überrascht werden, stellen sie vor den Wirthshäusern, die sie zum Schauplatz ihrer Thätigkeit wählen, Posten aus, die jeden Polizeibeamten rasch signalisiren. Tritt dann einer dieser Beamten in die Wirthostube, so ist bereits ein unschuldiges Spielchen im Gange, das zum Einschreiten keine Veranlassung bietet Es wäre gut, wenn die armen Auswanderer durch die sie befördernden Agenten vor diesen Spitzbuben ernflich gewarnt würden.— l g f J Wien. Hier ereignete sich kürzlich der drollige Fall, daß eine des Diebstahls angeklagte Magd, Jacobina Sweboda, in den Saal trat und dem Vorsitzenden ein von demselben Tage datirtes ärztliches Zeugniß übergab, in welchem bestätigt wurde, daß sie an einer Rippenfellentzündung leide und das Bett nicht verlassen könne. Man denke sich die Gesichter der Richter, als die blühend aussehende Magd dieses Zeugniß überreichte. Die Dirne hat gemeint, es sei am besten, wenn sie mit dem Zeugniß selbst erscheine. Es wird nunmehr gegen den gewissen— haften ärztlichen Aussteller des Zeugnisses eine Unter— suchung eingeleitet werden. Telegraphischer Bericht. Mitgetheilt von Chr. Hecht in Friedberg, Spec.-Agent. Das Hamburger Postdampfschiff Borussia, Capt. Franzen, trat am 13. Juli wiederum eine Reise direct nach New⸗York an und hatte außer einer starken Brief⸗ und Packetpost 550 Tons Ladung, 33 Passagiere in der Cajüte und 260 im Zwischendeck an Bord. Das Bremer Postdampfschiff Hansa, Capt. Oterendorp des Norddeutschen Lloyd, welches am 22. Juni von Bremen abging, ist nach einer schnellen und glücklichen Reise von 12 Tagen wohlbehalten in New⸗York angekommen. Newyork, 13. Juli.(Per transatlantischen Telegraph.) Das Postdampfschiff des Norbd. Lloyd Hermann, Capt. W. H. Wenke, welches am 29. Juni von Bremen und am 2. Juli von Southampton abgegangen war, ist heute wohlbehalten hier angekommen. Ueber Verbrennung weiblicher Personen. Die jetzt in so erschreckender Weise überhand nehmenden Fälle von Entzündung und Ver— brennung weiblicher Personen durch Zünd— hölzchen mahnt zur größeren Vorsicht mit diesem in mehr als einer Hinsicht so gefährlichen Artikel, der ja auch schon zum Anlaß so zahlreicher Ver— giftungen wurde. Vor Allem aber sind es die sog. Wiener Salonhölzchen, welche eine große und beständige Gefahr in sich bergen, und daher aus allen Häusern verwiesen werden sollten. Diese sehr elegante hergerichten, theilweise sogar parfümirten, aber auch ziemlich theueren Streich hölzer sind bekanntlich ohne Schwefel zugerichtet, und haben daher bie Annehmlichkeit, beim Ent— zünden keinen üblen Geruch zu verbreiten. Darin besteht aber auch ihr einziger Vorzug; denn im Uebrigen haben diese Hölzchen Nachtheile, welche diesen einen Vorzug bedeutend überragen. Von dreien brennt nämlich im Durchschnitt nur ein einziges wirklich an, bei der übergroßen Mehrzahl flammt nur der Phosphor auf, ohne das Holz zu entzünden, da eben der übelriechende, aber sehr nützliche Vermittler Beider, der Schwefel, als Dritter im Bunde und eigentliches Bindeglied fehlt. Dadurch wird der ohnehin schon kostspielige Consum dieser Luxushölzer noch wesentlich mehr vertheuert. Wenn dieß aber nur der einzige Schaden wäre! Ein weit größerer droht uns beständig aus jenen eleganten Pandorabüchsen durch das bei durchschnittlich 50% der Wiener Salonhölzchen eintretende Abspringen des durch die Reibung entzündeten und zugleich vom Holze losgerissenen Phosphorkäpselchens. Dasselbe fliegt nun als ein brennender Zünder umher, auf den Tisch⸗ oder Stubenteppich, ins Gesicht, vielleicht ins Auge der damit beschäftigten Person, oder auf ihre Kleidungsstücke, und gratuliren mag man sich noch, wenn diese mit einem eingesenkten Loch davon kommen. Leider mehren sich fast mit jedem Tage die Beispiele eines weit furchtbareren Aus- ganges! Ist es etwa Zufall, daß die meisten dieser Entzündungen in Oesterreich vorkommen, wo die Wiener Salonhölzchen ihren Hauptboden haben? Man entferne sie ohne Gnade aus allen Haushaltungen, denn der kleine Vorzug, den sie bieten, wird für's Erste reichlich schon durch den beständigen Aerger aufgewogen, daß sie schlecht zünden, und im Weiteren völlig nichtig gemacht durch die beständige Todesgefahr, in welche diese dämonischen Hölzchen alle Diejenigen versetzen, welche sich ihrer zu bedienen die Unvorsichtigkeit haben. Also: fort mit ihnen! Aber mit dieser rein negativen Vorsichtsmaßregel ist es noch lange nicht genug; es müssen auch noch positive Vor— beugungs⸗ und Verhinderungsmittel gegen die Verbrennung durch Entzünden der Kleidungsstoffe zur Anwendung kommen. In dieser Hinsicht wäre es sehr wünschenswerth, daß die bereits gemachten Vorschläge eines Zusatzes von Alaun in das Wasser, worin die Kleider gereinigt werden, oder noch besser: ein schon in der Fabrikation der Zeuge zu beobachtendes Verfahren, um die Ver— brennung derselben unmöglich zu machen,— einer genauen Prüfung und den eingehendsten Versuchen unterzogen würden. Abgesehen davon, daß der Gelehrte, der Fabrikant, welcher seine Anstrengungen in dieser Richtung mit Erfolg gekrönt sähe, sich nicht nur ein ewiges Verdienst um die Mensch— heit erwürbe, würde er auch mit seiner Erfindung unzweifelhaft ein gutes Geschäft machen. Hat das Alterthum schon feuerfeste Gewänder aus Asbest zu bereiten verstanden, so wird die moderne Wissenschaft ohne Frage auch die Mittel und Wege zu finden wissen, eine der entsetzlichsten Todesarten aus der heutigen menschlichen Gesell— schaft zu verbannen. Im Interesse Aller bitten wir die Redactionen anderer Blätter, diesen kurzen Andeutungen und Anregungen weitere Verbreitung zu geben. Pariser Ausstellung. Für seine Dampf⸗Chocoladen⸗Brustbonbons und Zucker⸗ waaren ist dem hiesigen Fabricauten Franz Stollwerck auch in diesem Jahre die Preis-Medaille zuerkannt worden! Diese Auszeichnung ist um so ehrender, als die Erzeugnisse gleicher Branche aus allen Ländern, darunter von etwa vierzig der bedeutendsten pariser Häuser, mit einander concurrirten und es die einzige Medaille ist, welche hie⸗ für auf ganz Preußen fällt. Besonders wird die Viel⸗ seitigkeit der Fabrication, wie sie wohl keines der ver⸗ tretenen Häuser aufzuweisen hat, so wie die vorzügliche Arbeit und Preiswürdigkeit der ausgestellten Waaren selbst Seitens der französischen Concurrenz auf das lobendste anerkaunt. Obige Thatsachen dürften wohl geeignet sein, die in Deutschlaud noch vielseitig wurzelnden Scrupel, daß nur Paris Vorzügliches in Chocoladen und Confituren liefern könne, zu beseitigen, um so mehr, als der Verkauf der Stollwerck'schen Fabricate in der Ausstellung selbst ein ganz bedeutender ist. Die vor kaum einem Jahre dem Betriebe übergebene neue größere Fabrik des Herrn Stoll⸗ werck vermag die einlaufenden Aufträge nicht zu be⸗ wältigen, und steht derselbe im Begriffe, ein größeres Etablissement zu errichten, wozu bereits die neuesten und vorzüglichsten in der pariser Ausstellung befindlichen Maschinen acquirirt sind. 1741 (Kölnische Zeitung, 10. Juli Nr. 189, Zweites Blatt.) Oeffentliche Ladung 1737 Allen etwaigen unbekannten Gläubigern des Ortobürgers und Schuhmachers Heinrich Pung III. von Nieder⸗Mörlen wird unter dem Anfügen, daß dessen aufgetreiene bekarnte Gläubiger unterm 7. v. M. bei Gericht mit der schuldnerischen Seite einen Nachlaß und Strndungsvertrag abgeschlessen haben, hiermit der Belirsit zu solchem oder dessen etwaige gegründete Be anftandung sogewiß innerhald 14 Tagen andeimgegeben, widrigenfals nach Ablauf dieser Frist obne Rücksicht bierauf jenes Arrangement gerichtlich bestätigt und in Vollzug gesetzt werden würde Nouhelm am 12. Juli 1867. Großberzogliches Landgericht Nauheim U brich, Suppes, Landrichter. Landgerichts⸗Assessor. Bekanntmachung. Bersteigerung von Ginstern in der Ober⸗ förfteret Ober- Rosbach. 1735 Montag den 22. d. M., Morgens 7½ Uhr, werden in dem Diflriete Kellerberg bei Ober⸗ Rosbach an die Meistbietenden öffentlich versteigert: 788 Gebund Ginstern, zu Backbolz brauchbar. Anfang der Verfleigerung an dem drrch den Keller⸗ berg führenden Fußplad. Ober Rosbach den 15. Juli 1867. Großherzogliche Obersörsterel Ober⸗Rosbach Bing mann. 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Mis., Vormittags 10 Ubr, will Peinrich Clauß III. zu Nieder Florftadt eine vollständige Dampfbrenneret abzugshalber meistbtetend durch den Unterzeichneten verstelgern lassen. Einsichts⸗ nahme kann jederzelt stattfinden. Nieder glorstadt den 15. Juli 1867. Großherzogliches Ortsgericht Nieder-Flotstart agner, Vorsteher. Zu verkaufen 1695 habe ich einen von mir entworfenen und schon ausgehauenen Grabsteir. Derselbe ist 10“ hoch, 2½“ breit, 2“ dick, hat freistehende Säulen, reiche Ver— zierungen und ist mit großer Sorg'alt gearbeitet. Nauheim den 9. Juli 1867. D. Müblhäuser, Steinhauermeister. Roggenbrodmehl, 174% auf Verlangen Zablungefrist bis 1. October d. J. empfehlen a Gebrüder Löb. Eine Ziege 1743 bat zu verkaufen Ambros Strauß. Judwigsbrunner 1743 Vielseitigem Verlangen nachzukommen ermöglichen das beliebte Lud migsbrunner haltungen als tägliches Getränke benutzen zu Mineralwasser! und verehrter Friedberger Einwohnerschaft zu Mineralwasser in ihren Haus, können, finden wir uns veranlaßt, monatlich regelmäßig zweimal eine Fuhre unseres Quellenproduktes nach dorten zu dringen und ver⸗ abreichen, um Jedem Gelegenheit zu bieten, zu erquicken und zu loben, den großen Krug zu 6 Kreuzer; reingehaltene nehmen wir zu 3 Kreuzer retour. Das Ludwigswasser enthält sehr wirksame und der Gesu großen Kostenaufwand sich an demselben ganze Krüge ohne es ist durchaus frei von Eisentheilen, demnach sehr leicht verdaulich und kann zu jeder Zeit, namentlich beim Essen, ohne Unbequemlichkeit genossen werden. Ferner enthält dasselbe eine ungewöhnlich besonders fest mit dem Wasser verbunden ist; diese günstige Eigenschaft gewährt den außer— ordentlichen Vortheil, daß sich die fixe Luft nur allmälig und nicht zu schnell im Magen eni— wickelt und dadurch keine Unbehaglichkeiten in demselben verursacht, was man bei so vielen fabricirten Mineralwassern zu befürchten hat. Aufträge werden von der Expedition dieses Blattes, Herrn H. Simon und in dem Hotel Trapp entgegengenommen. Die Verwaltung des Ludwigsbrunnen. Verloren wurde ein kleiner Schlüssel mit verziertem Griff. Der redliche Finder wolle denselben bei der Exped. d. Bl. abgeben. 1738 Papier(groß Format), 1729 geeignet zum Tapezieren wie auch zum Verpacken, billig bei Nathan Hirschhorn, Usagasse 251. Eine Scheuer 1730 hat zu vermiethen Friedrich Horn. An Magenkrampf, Verdau- ungsschwäche ꝛc. Leidende 174 wird das rühmlichst bekannte Heilmittel des Dr med. Doecks empfohlen und ist Näheres aus einer Breschüre, welche in der Expedttton d. Bl. gratis ausgegeben wird, zu ersehen. Das Mittel wird in halben und ganzen Kuren allein durch den Apotheler Doeeks in Barns dorf (Hannover) verabfolgt. Irischer weißer selbsigezugner Rübsaamen, 1746(Rothköpf), bei Franz Dieterich, Seilermeister. Für Sattler! 1714 Wildbäule(gegerbte) zu Flegelgeschlrr, und Roß⸗ haare von 36 kr. an find zu baben bei M. Grödel in Friedberg. Eisenchlorür-Lösung, 1742 zur Desinfeetion der Aborte, vorräthig in der Hofapotheke in Friedberg. Auszug aus dem Civilstandsregister der israel. Religions- gemeinde zu Friedberg. Ge trant es; 23. Mai.(In Nauheim). Der hiesige Bürger und Fellhändler Maper Arnstein, Sohn des verlebten Handelsmannes und Einwohners zu Laubach Gumbel Arnstein, mit Jeauette Schwarz, Tochter des hiefigen Bürgers und Hoftaxators Maper Schwarz. 23. Mat.(In Nauheim.) Der hiesige Bürger und Fruchthändler Levi Kaufmann, Sohn des Handels- mannes David Kaufmann aus Wölferheim, mit Bertha Stern Tochter des hiesigen Bürgers und Frucht— händlers B. K. Stern. Geburten: 6. Januar. Dem blefigen Bürger und Pferdehändler Kaufmann Bendhelm eine Tochter, Delphina 7. Januar. Dem hiesigen Bürger und Hofuhrmacher Georg Hanau eine Tochter, Jenny. 15. Januar. Dem hiefigen Bürger und Frucht⸗ händler Löb Strauß I. eine Tochter. 15. Januar. Dem hiesigen Bürger und Fellhändler Leopold Arnstein ein Sohn, Gustav. 3. Februar. Dem hbiefigen Bürger und Weißgerber Moses Stern ein Sohn, Hermann. 11. März. Dem biesigen Bürger und Handelsmann Eduard Oppenheimer ein Sohn, Gustav. 6. April. Dem hiesigen Bürger und Schirmmacher Salomon Garde cine Tochter, Katinka. 9. April Dem hiesigen Bürger und Fruchthändler Elias Mater ein Sohn, Saly. 8. Mai. Dem biesigen Bürger und Cigarren⸗ fabrikanten Elias Ehemann ein Sohn, Moritz. 7. Juni. Dem biesigen Bürger und Fruchthändler Louis Rappoid eine Tochter, Ida. 8. Juni. Dem hiesigen Bürger und Kaufmann Eduard Hirsch ein Sohn, Adolf. Gest or ben: 11. April. Der hiesige Bürger und Kaufmana Lehmann Hirsch, alt 28 Jahre und 6 Monate. 8. Juni. Täubchen Hirsch, Ehefrau des hiesigen Bürgers und Kaufmanns Maper Hirsch, alt 67 Jahre. 9 Juli. Der hiesige Bürger und Handelsmann Simon Samuel, alt 25 Jahre und 8 Monate. 15. Jult. Adolf Hirsch, des biesigen Bürgere und Kaufmanns Eduard Dirsch Söbnchen, alt 5 Wochen. udheit zuerägliche Bestandtheile; große Menge von kohlensaurem Gas, welches Bei Bindernagel und Schimpff in Friedberg ist zu haben: Lieder-Anhang zun. alidemeee e Grsangbuch Großherzogthum Hessen. Pre i 8 8 ker Turnverein. 1744 Sonntag den 21. d. M., findet bei günstigem Wetter die diesjährige Sommer— parthie mit Tanzvergnügen auf dem l Ossenheimer Wäldchen statt, wozu wir die außerordegtlichen Mitglieder des Turnvereins hiermit freundlichst einladen. Gemeinschaftlicher Abgang Punkt 3 Uhr Nach, mittags vom Fauerbacher Thor aus. Corseten& Crinolines 2708 bei K. Friedrich neben der Post. aalerbsen X Faatwichen 1745 bei Emanuel Löb. Todesanzeige& Danksagung. 1740 Es hat dem Allmächtigen gefallen unseren geltebten Gatten, Vater, Schiegervater und Großvater Johann Heinrich Waas am 10. Juli, nach kurzem Leiden, im zurück⸗ gelegten 83. Lebensjahre, von bier in ein besseres Jenseits abzurufen. 5 f Mit dieser schmerzlichen Anzeige verbinden wir unsern innigsten Dank gegen alle Die, welche den Verblichenen zu feiner letzten Ruhestätte begleiteten. Friedberg den 15. Juni 1867. Die trauernden Hinterbliebenen. FFP Brodpreise vom 16. bis 1. August. Nach eigener Angabe der Bäcker. Für Friedberg: Erste Sorte 4 7 19 kr. Zweite Sorte 4 17½ͤ kr. 2 3 „„„ 4„* 7. 7 1 11 45/5. 2 0 4. e* 4 72* 2½ Loth Milchwaaren 1 kr. 3 Loth Wasserwaaren 1 kr. Fruchtpreise. n Per Malter. Friedberg, 16. Juli. Waizen 15 fl. 15 kr.; Korn 11 fl. 20 kr.; Gerste 9 fl.— kr.; Hafer 5 fl. 40 kr. Frankfurt, 15. Juli. Weizen 15 fl. 45 kr. Korn 13 fl.— kr.; Gerste— fl.— kr.; Hafer 9 fl. 40 kr. Grünberg, 13. Juli. Waizen 15 fl. 32 kr.; Korn 12 fl. 4 kr.; Gerste 9 fl. 48 kr.; Hafer 6 fl. 15 kr.; Molter fl. 11— kr.; Erbsen 9 fl. 40 kr.; Wicken— fl. — kr.; Saamen 13 fl. 58 kr.; Kartoffeln 6 fl. 36 kr. Mainz, 12. Juli. Waizen 16 fl. 18 kr.; Korn 11 fl. 39 kr.; Gerste— fl.— kr.; Hafer 6 fl. 2 kr.; Kartoffeln 5 fl. 30 kr.; Roggenstroh per 100 Gebund 19 fl.— kr. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. 8 2„* 7* Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. Mitgetheilt von* N 8 fl. b. R. 1 F. Lindheimer. F TAhn K tu T. E C O Urs. 5* 23 5 8 1 1234 50 —— 5— g 17 Juli 1867. Cours der Staatspapiere. 8 900. 800% 1 Degler 3% Net. T8591. Tt. 02½ G. Cr. Hess. J Obligat. 97 P. 1000 Pr v. 1864 73 b. 50% Nat.-Anl. 1854 54½ C. 5 3½0% Obligation. 86 8.„Schwed. Thlr. 10-L. 10 P. 5 50% steuerfreie Oblg. 48½ 6. Nassau 4½0% Obl. b. Rth. 94 P. 2 Bed. 35 fl. Loose 587 E Preussen 4½0% Obligat. b. Rth. 98 P. 5 4% 40 do 89 P. 2 kurh. 40 Thl.-L. b. x 53½ P. N 4% do. do. 90½ P Kurhess. 40% Obl. b. R. à 105 92 P 15 Gr. Hess. 50 fl. L. b. K. 144 G. Deyern 50% Obligation. 100/ P. Frankf. 3½0% Obligat. 82½— eee 38⁰½ P. 4½% ¼ ahr. b. Rth. 94 P. 5 3⁰ 0—— 2 Nass. 25 fl. L. b. R. 35 P. * 40, do do 90 P. Russland 50% Obl. i. L. à fl. 12 86 6 San 50 Fr EEB Würtemb. 407% Obl. b. Rth. 937 P Finnland 4½0%/ Pfdbr. 10 R. 105 82 ⁰½ 0 5 Pistolen 2 fl. 9 44-406 5 4 do do—— Schweden 4½j% O. i. R. à 105 85/ P 2 Doppelte„ 9 45—47 Baden 4/0/ Obligat. 92½ G. 55 4½% Pfb. i. R. à 105—— 2 preuss. Friedrdor„ 9 57—58 3 40% Obligat. 88 ½ P. N.-Amer. 60/ St. i. E. 1882 27 ½¼ G.—. 10 Stücke 9 50—52 — 6 2 4 E Holl. fl. 10 e 5 2 Voll einbezanlte Eisenbamm- Actien und Prioritäten. 2 2„ 5 2 a ancs—2 4½0% Rayr. Ostbahn 116 6. 3% LIV. C. DP.& D/. fr. à 28 kr. 31½ G. 2 9 5 Sorexeigns. 5 11 52—56 4% Pfandbr. d. Frkf. Hyp.-B.* 50% Tos. Centr.-Eisenb.-Pr. 47 P 2 Russ. Imperiales 9 4547 30, Oesterr. St.-Eisenb.-Prior. 50 P 50% Elisabethbahn-Frior.% 73½ 6. neee 6% Oest. Sad. St. u. Lomb. B. 92 P. 5% do. neueste Emies.% 71. G. 2 Hcebh. Silb. pr. Z. Pf.* 30 0 Oest. Süd. St. u. Lomb. E. B. 44 G. 4½0% Hess. Ludwigs b.-Prior. 94½ G. ö Preuss. Kassensch. K 145—7, Wiener Wechsel- Cours 93½ G. I pohars in Gold 7 27— 28 Für An- und Verkauf aller Werthpapiere empfiehlt sich bestens unter Zusicherung reeller Auskunst über Verloosungen, Coupons- Zahlungen u. 8. w. Bedienung und ertheilt gerne jede gewünschte S. Lindheimer in Friedberg. Dit hlt werde am, g Wu laden, 1 — Hessen Regitrungebl, VIII Mille 24. Nor. 1800 bekannt angesch Avanemente. daßsld auch de . Caatel baden ap Registrator d Wilhelm Zeiz und am 18. Dr. Ploch de verleihen. X. Dien Großberzog h Ministerial⸗R. Appert von! eines Kanzlei Nachsuchen zu gerichto⸗ Abbo erbetene Ell Procurateten du Nen. XI. Nc Greßherzeg Gesangenwen Roßmann, Schule zu am 18. Jun Dr. Ploch, langen, treu Tage den J * 5— em Poßam Nachluchen i. Lege ben Ne Demaͤnen⸗ Oi 1—— Gef lährigen meu Nahe iu Richnungsre ider an der än Wachuch Wöhewatien anden;