l 1867. Dan,. Anzeiger für Friedberger Intelligenzblatt. Dienstag den 18. Juni. M71. dreimal, uns die erfreulichste Aufmunterung sein, die Gesch berhessen. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. ——— —— Abonnements⸗ Einladung. Mit dem 1. Juli beginnt ein neues halbjährliches Abonnement auf den Anzeiger für Oberhessen, welcher auch ferner wöchentlich Dienstag, Donnerstag und Samstag, erscheinen wird. Derselbe bringt die kreisamtlichen Erlasse, sodann eine kurze Uebersicht der interessantesten und wichtigsten Tagesbegebenheiten, allgemein belehrende und unterhaltende Aufsätze, landwirthschaftliche und gewerbliche Mittheilungen, geschäftliche Nachrichten, Markt- und Cours Berichte, Verloosungen von Staatspapieren und locale Notizen, Unterhaltungs-Blatt interessante Novellen und Erzählungen, Gedichte, Anekdoten, Räthsel 1c. äfte der Redaction in der bisher eingehaltenen Weise fortzuführen. Das Abonnement beträgt halbjährlich: außerdem wöchentlich einmal in dem beigegebenen Die stets wachsende Zahl der Abonnenten muß für die Abonnenten in hiesiger Stadt 1 fl., 5 bei sämmtlichen Postämtern des Großherzogthums 1 fl. E kr. Bestellungen bei der Post beliebe man baldigst zu machen, damit in der Zusendung des Blattes keine Unterbrechung eintritt. Den verehrlichen Abonnenten in hiesiger Stadt werden wir das bestellung erfolgt. Blatt auch für das neue Halbjahr zusenden, wenn nicht ausdrücklich Ab⸗ Die Redaction. vorzugsweise dazu dienen, den Amtlicher Theil. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Betreffend: Die Rinderpest. Großherzogliches Ministerium des Innern bat miftelst Entschließung vom 15. l. M., 5829, wodurch die Abhaltung von Viehmärkten und vom 18. Mai l. J., zu Nr. M. d. J. Friedberg den 17. Juni 1867. zu Nr. M. d. J. 6774 die hohe Verfügung die regelmäßigen Zusammenkünfte zwischen Mäklern und Viehhändlern zum Zwecke des Abschlusses von Viehhändeln, sowie die Viehausstellungen verboten worden sind, und welche wir Ihnen in unserem Ausschreiben vom 21. Mai l. J., in Nr. 61 des Anzeigers, wovon wir Sie hiermit zur thunlichsten Veröffentlichung in Kenntniß setzen. bekannt gegeben haben, außer Wirksamkeit gesetzt, Ter a p p. Betreffend: Die den Industt ieschulen des Kreises Friedderg aus dem Mathildenstift für 1866 bewilligten Summen. Friedberg den 14. Juni 1867. Die Großherzogliche Kreisschul-Commission Friedberg an die Ortsschulvorstände. Wir bringen die Erstattung der nach dem Ausschreiben vom 26. Februar 1855(in Nr. 17 des Intelligenz⸗Blattes von 1855), welches nachstehend abgedruckt ist, vorgeschriebenen Berichte dei Ihnen in Erinnerung. Trap n. Das Großherzogliche Kreisamt an die Ortsschulvorstände derjenigen Gemeinden des Kreises, die dem Mathildenstifts⸗Verein beigetreten sind, und Industrieschulen errichtet haben. Die den Industrieschulen aus dem Mathildenstift pro 1854 bewilligten Beiträge habe ich in diesen Tagen zur Auszahlung decretirt und die Großherzoglichen Bürgermeistereien angewiesen, in den be⸗ treffenden Gemeindekassen einnähmlich verrechnen zu lassen. Indem ich Ihnen Nachricht hiervon gebe, ermächtige ich Sie, den ganzen Betrag dieser Unterstüͤtzungen zum Vortheile Ihrer Industrieschulen zu verwenden, da ich Ibnen bei den Gemeindekassen den entsprechenden Credit hierfür eröffnet habe. Sie wollen aber hierbei folgende leitende Grundsätze beobachten: die Gründung, Erhaltung und Dotation der Schule und des Gehalts der Lehrerin ist und bleibt Obliegenheit der Gemeinde, weßhalb auch diese für Local und Heizung desselben zu sorgen hat. Die Unterstützungen aus dem Matbildenstifte sollen, wie ich Ihnen auch bereits durch besondere Verfügungen eröffnet habe, Kindern unbemittelter Eltern die Mittel zu verschaffen, sich an dem Unterrichte zu betheiligen, indem Sie aus diesen Unterstützungen das Arbeitsmaterial: nämlich Wolle, Baumwolle, Leinwand, 1c. ankaufen, diesen Kindern zur Verfertigung derjenigen Gegenstände, die ihrer Befähigung entsprechen, nach und nach unter geeigneter Controle übergeben, und diejenigen Kinder, die sich durch Fleiß und Geschicklichkeit im Laufe des Jahres aus gezeichnet haben, durch Geschenke aus den verfertigten Gegenständen mog lichst zu größerem Fleiße ermuntern. Wie weit Sie hierin gehen wollen, überlasse ich Ihrem Ermessen; ich mache Sie jedoch darauf aufmerksam, daß die verfertigten Gegenstände vorzugsweise verwerthet werden müssen und aus dem Erlös aus denselben Mittel gewonnen werden sollen, aus welchen neue Ankäufe von Arbeitsmaterial im folgenden Jahre gemacht werden konnen. In allen Fällen, in denen Sie der Lehrerin eine besondere Be⸗ lornung zuwenden zu müssen glauben, sebe ich übrigens Ihren besonderen Anträgen vorerst entgegen. Um indessen von dem Bestand und dem Fortschreiten der Industrieschulen beständig Kenntniß zu daben, werden Sie jährlich am Schluß des Schuljahres, also an Pfingsten laufenden Jahrs zum erstenmale berichten: 1) von wie viel Kindern die Schule besucht wird; 2) was von denselben gearbeitet worden ist— die verfertigten Arbeiten sind der Zahl und dem Gegenstande nach zu verzeichnen; 3) was hiervon als Geschenk und an welche Kinder vertheilt worden ist; endlich 4) worin die Ausgaben und Einnahmen aus dem Erlös der ver⸗ wertheten Gegenstände bestehen. Der Uebersichtlichkeit wegen ist die Summe des Beitrags aus dem Mathildenstifte beizuschreiben. Friedberg den 26. Februar 1855. Müller. Be kann tm a ch u G. 4 Bon der Maschinenfabrik Wirth und Comp. zu Frankfurt a. M. ist mir das im Abdruck nachfolgende Schreiben zugekommen, und bringe ich solches hiermit zur Kenntniß der Landwirthe des Kreises, um geeigneten Gebrauch davon zu machen. Friedberg den 17. Juni 1867. Im Interesse der Landwirthe Ihrer Getend erlauben wir uns Ihnen Fel⸗ gendes vorzutragen: Wir haben noch eine Spferbige Dampfbreschmaschine auf Lager, mit der wir either um die Dreschmaschlne bekannt zu machen, Probebreschen hielten und Aus stellungen besuchten. Da dieses nicht mehr nöthig ist, so beabsichtigen wir, die Maschine Der Director des landwirthschaftl. Bezirks Vereins des Kreises Friedberg Trapp. zu verkaufen oder unter günstigen Bedingungen an einen soliden, kautdpnsfähigen Unternehmer abzugeben. Da die Ernte hier eine gute zu werden verspricht, so dürfte dieses Anerbieten Manchem erwünscht sein und ebenso vielen Landwirthen ein Dienst eiwiesen sein. Wenn sich eine Oenossenschaft bilden welle, so würden wir sehr dillige Termige stellen, so daß die Maschine sich aus dem Ertrage bezahlte. Hessen. Darmstadt. Chef des Generalstabs der Großherzoglichen Armee division während des vorjährigen Feldzuges, ist in den Pensionsstand versetzt worden. 1 Friedberg. Kaiser Alexander von Ruß- land traf am 14. d., Abends 11½ Uhr, mit vielem Gefolge in Darmstadt ein, woselbst er von des Großherzogs K. H. und den daselbst an⸗ wesenden Mitgliedern des Großherzoglichen Hauses empfangen wurde. Das zahlreich versammelte Publikum begrüßte den Kaiser mit lebhaftem Hoch— rufen. Bei der Fahrt nach dem Schlosse war das Ludwigsmonument bengalisch beleuchtet und mit einem Transparent geziert. Während der Anwesenheit des Kaisers sah man viele Häuser mit russischen und hessischen Fahnen geschmückt. Am Abend des 15. reiste derselbe vermittelst Extra⸗ zug auf der Main ⸗Neckar⸗Bahn ab und passirte gegen 11 Uhr Nachts an unserer Stadt vorbei. Preußen. Berlin. Die national⸗ liberale Partei hat nunmehr ein Programm veröffentlicht, worin sie sich zu folgenden Grund- sätzen bekennt, und dadurch nun auch äußerlich die Scheidung von der demokratischen Partei kundgibt: Die Herstellung der Einheit Deutschlands zur Macht und Freiheit; die Einigung ganz Deutsch⸗ lands unter einer Verfassung sei die höchste Auf⸗ gabe und der Beitritt Süddeutschlands daher zu befördern. Das Programm führt auch die an- zustrebenden Verfassungsreformen auf, worunter Ministerverantwortlichkeit, Revision der preußischen Verfassung, Reform des Herrenhauses. Die Ver- schmelzung der neuen Landestheile mit den alten sei nothwendig, aber mit Wahrung des Grund- satzes, daß wir den neuen Provinzen folgen, wo sie uns in Justiz und Verwaltung voran sind. Eine den Gesetzen entsprechende Verwaltung sei für das Zusammenwirken der Regierung und der Oberst Becker, Volksvertretung unerläßlich. — ueber den bereits berichteten Mord des Schuhmachers Seiffert durch den Artillerielieute⸗ nant v. Schewe vernimmt man, daß letzterer am Vormittag jenes Tages einen Verdacht hinsichtlich der Ehrlichkeit der Seiffert'schen Eheleute geäußert, was den Mann bewogen, den Lieutenant zur ede zu stellen und, da er die Ewald im Zimmer getroffen, deren Entfernung gleichzeitig verlangt habe. Der Lieutenant soll darauf den Seiffert aufgefordert haben, das Zimmer zu verlassen und sich keiner Hausrechtsverletzung schuldig zu machen. Das soll den ohnehin schon Zornigen noch mehr erregt und zu weiteren beleidigenden Aeußerungen geführt haben. Der Lieutenant habe nun erklärt, daß er den Störer, falls dieser nicht seiner Wege ginge, niederschießen werde, auch einen geladenen Revolver von der Wand genommen. Darauf wäre der Schuhmacher Seiffert trotzig im Zimmer geblieben und ein erster Schuß gefallen, der jedoch abprallte. Seiffert und auch die Ewald fielen, so wird weiter erzählt, dem Lieutenant in den Arm, eine zweite tödtliche Kugel hat dann den Unglücklichen niedergestreckt. Die Obduction der Leiche findet heute durch das Militärgericht statt. Daß der Erschossene Soldat gewesen und den Feldzug 1866 mitgemacht habe, wird als unrich⸗ tig bezeichnet. — Der neueste„Staatsanzeiger“ meldet die Ernennung des bisherigen ordentlichen Professors, Geheimen Kirchenrathes Dr. Hundeshagen zu Heidelberg zum ordentlichen Professor in der evan⸗ gelisch-theologischen Facultät zu Bonn. Wiesbaden. Die Nachricht, daß der Her⸗ zog die Unterhandlungen mit Preußen in Betreff der Domänen⸗Aus einandersetzung abgebrochen habe, erweist sich als falsch. Durch die Abwesenheit des Königs von Preußen und des Grafen v. Bis- marck mußten die gepflogenen Unterhandlungen unterbrochen und sollen in kurzer Frist wieder aufgenommen werden. Aus Thüringen. Die Rinder pest die man schon für erloschen bielt, hat trotz aller Vorsichtsmaßregeln den Thüringerwald übersprun⸗ gen und ist neuerdings in Bechstädt(Kreis Erfurt) ausgebrochen. Baden. Mannheim. Die bevorstehende herzogthum, das den Tabaksbau in ausgedehntester Weise tultivirt, auf großen Wiederstand stoßen von Seiten der Tabaksproducenten und Fabrikanten. Es werden bereits größere Versammlungen vor⸗ bereitet, um diese wichtige Angelegenheit zu bespre⸗ chen und geeignet scheinende Schritte zu berathen. Oesterreich. Wien. Nachdem nunmehr als gewiß angenommen werden kann, daß sich Kaiser Maximilian am geben und in Gefangen— schaft befindet, sollen Seitens des Wiener Hofes Verhandlungen wegen seiner Auslieferung an- geknüpft worden seien. Das wahrscheinlich in Frage kommende Lösegeld— als welches sogar die ohne Zweifel übertriebene Summe von 60 Millionen(Gulden?) bezeichnet wurde— soll theilweise von dem Oheim des Gefangenen, dem Kaiser Ferdinand, und von den Eltern Maximilian's, dem Erzherzoge Franz und seiner Gemahlin, beschafft werden. Man hofft, wie es scheint, die Todesgefahr von dem Haupte des Exkaisers ab⸗ wenden zu können und setzt alle Hoffnungen auf die Verwendung des Kaisers von Rußland sowie die des Königs von Preußen, welche sich zu jeder Anstrengung, um das Leben Maximilians zu retten bereit erklärt hätten. Diese Angelegenheit soll auch Gegenstand der Erwegung unter den in Paris versammelten Monarchen gewesen sein. Frankreich. Paris. Nachdem der Kaiser Alexander abgereist, auch der König von Preußen und der Kronprinz ihm gefolgt, tritt eine kleine Pause ein in dem glänzenden Schauspiel, das Napoleon seinen Franzosen nach kaum überstan⸗ denem Kriegsfieber gleichsam als Beruhigungs- und Erholungsmittel gegeben; noch ein Kaiser, der von Oesterreich, und zahlreiche Fürsten aus aller Welt rüsten sich zur Wallfahrt nach Paris. Man spricht davon, daß auch die Königin Vic⸗ toria von England, wenngleich incognito, Paris besuchen werde, und selbst zu einem Besuch des Papstes soll Hoffnung vorhanden sein. Der Kai- ser von Oesterreich wird Mitte Juli, d. h. nach Abreise des Sultans und der Königin von Spa⸗ nien, in Paris erwartet.— Der Ankunft der Königin Victoria sieht man nächste Woche ent⸗ gegen. — Der Kaiser Napoleon hat seinen beiden hohen Gästen den Wunsch, daß ein Arrangement der europäischen Mächte über eine Verringe⸗ rung der Militärkräfte erfolge, gesprächs⸗ weise wiederholt ausgesprochen. Von Rußland und Preußen ist die Bereitwilligkeit, darüber zu verhandeln, ausgedrückt und sind von Frankreich e Vorschläge in dieser Beziehung vorbe ⸗ alten. — Der Kaiser Napoleon gedenkt, wie sicherem Vernehmen nach berichtet wird, nach Berlin zu rei. sen, sobald der Sultan Paris wieder verlassen hat. — Auf dem Balle bei dem preußischen Bot⸗ schafter trank König Wilhelm, sich zu den dort anwesenden Oesterreichern wendend, die Gesund⸗ heit des Königs von Ungarn. Amerika. Nach eingetroffenen Nachrichten aus New⸗-York wäre Kaiser Maximilian vor ein geheimes Kriegsgericht gestellt. Der Nauheimer Teich. Die in der vorigen Nummer dieses Blattes von Nauheim aus gebrachte Nach⸗ richt von einem im dortigen Teich verunglückten Pferd lenkt die Aufmerksamkeit des Publikums in erhöhtem Grade auf diese herrliche Partie des Nauheimer Parks in, an der eben Verschönerungsarbeiten vorgenommen werden, die sich des allgemeinen Beifalls nicht im gleichen Grade zu erfreuen haben, wie die übrigen so überaus genialen und geschmackrollen Anlagen. Man schüttet näm⸗ lich im Augenblick(auf wessen Anordnung wissen wir nicht) viele hundert Wagen Erdabhub, der hinter dem neuen Badhaus gewonnen wird, in den Teich, um dessen südlichen Uferdamm zu verbreitern und mehrere Terrassen herzustellen, die weit in den Wasserspiegel hineinreichen und nach allen Seiten bin eine freie Aussicht über den⸗ selben gestatten. Die Abficht ist gewiß die beste und da⸗ rum nur lobenswerth; aber sie hälte sich unseres Erachtens ebensogut erreichen lassen, wenn man die ungeheuere Masse Erde an die hintere Seite des Dammes angelehnt und so eine eiwa 25— 30 Fuß breite ebene Fläche hergestellt hätte, die, mit Bäumen und Strauchwerk bepflanzt, eine neue Zierde des herrlichen Parks gebildet haben würde. So aber schüttet man die Erdmasse Wagen für Wagen in den Teich hinein und verkleinerk denselben in täglich wachsendem Maße. Wer sich aber erinnert, wie ängstlich Einführung der Tabakssteuer wird in unserem Groß⸗ man früher den herrlichen Teich im seiner Integrität be⸗ schützt, wie man ihn alle paar Jahre ausgeschlämmt und jede Erdscholle, ja jedes noch so kleine Steinchen aus seiner Nähe entfernt hat, damit sie nicht von Kindern hinein⸗ geworfen werden konnten; wer da weiß, wie seit langen Zeiten die grandiose Wasserfläche für eine der schönsten Sehenswürdigkeiten der ganzen Umgegend galt und wie man von weit ber in Massen herbeiströmte, um sich an dem Anblick derselben zu ergötzen; den überfällt jetzt ein sehr wehmüthiges Gefühl, wenn er die Unmasse Schutt in den Teich versenken und den klaren Spiegel desselben sich von Tag zu Tag verringern sieht. Die geschäfligen Wellen haben nalürlich nichts Anderes zu thun, als die lockere Erde in die Tiefe hineinzuschwemmen, und so wird nicht nur der Teich um viele Quadratklafter kleiner, son⸗ dern auch der südliche Theil desselben wahrscheinlich bald verseichtet und zuletzt zu einer stagnirenden Lache werden. Man wird uns zwar erwidern:„Dein Rath kommt zu spät.“ Aber als ein alter Freund des Teichs, an dem wir uns schon länger als ein Menschenalter hindurch er— Walen konnten wir uns nicht enthalten, unserem jebling bei seiner jetzigen Verstümmelung unser herzliches Beileid zu bezeugen. Wir wissen wohl, daß man heut zu Tage bei Zier⸗Wasser⸗ Anlagen die grade Uferbinie nicht mehr für schön hält; aber im gegebenen Falle, in welchem nicht nur Verschönerungs⸗ sondern auch practische Zwecke vorwallen und in welchem doch einmal die gerade Linie auf drei Seiten die vorherrschende ist und auch im⸗ mer der ganzen Situation nach bleiben wird, hätte die⸗ selbe auch auf der vierten Seite beibehalten werden können, ohne daß das Auge dadurch beleidigt worden wäre. Un⸗ serer Meinung nach hätte der erste Grundsatz, mit dem man an eine Veränderung der Umgebung des Teichs her⸗ angetreten wäre, lauten müssen:„es wird kein Juß breit von der herrlichen Wasserfläche geopfert;“ im Uebrigen wäre jede Verschönerung der Ufer willkommen gewesen. Aus diesem Grundsatz entspringt auch unser Vorschlag, den Damm nach hinten, wo hinreichend Platz dazu ist nicht aber nach vorn, zu erweitern. Kann von diesem Vorschlag im jetzigen Stadium der Arbeiten noch Gebrauch gemacht werden, so soll es uns freuen; wo nicht, so haben wir wenigstens einem Schmerz Ausdruck gegeben, der, wie wir bestimmt wissen, von vielen Beobachtern Dessen, was eben am Teich vorgeht, getheilt wird. Ausdrücklich wollen wir aber noch einmal betonen, daß wir nicht die Absicht angreifen, die bei dem besprochenen Vorgang zu Grunde liegt und die sicherlich die allerbeste ist, sondern daß wir es nur mit der offen vorliegenden Thatsache zu thun haben. Oeffentliche Thatsachen aber unterliegen auch der öffentlichen Kritik. Werden wir übrigens mit Grün⸗ den überführt, daß unsere Ansicht falsch und unsere Be⸗ fürchtungen grundlos sind, so werden wir uns dankbar belehren lassen und verzichten gerne im Voraus auf jede fernere Discuassion.— Darmstadt Das am 29. d. zum Besten des Abbe Vogler⸗Denkmals stattfindende Concert des Kölner Männer ⸗Gesangvereins wird im großen Saale des Drangerie⸗Gebäudes zu Bessungen gegeben, und sind viele Musikfreunde hierzu bereits angemeldet. Die Verwaltung der hessischen Ludwigsbahn hat den Mitgliedern des Gesangvereins zur Her⸗ und Rückreise freie Fahrt in Waggons II. Classe bewilligt. Lahnstein. Kürzlich kam dahier eine Vergiftung durch Friedrichshaller Bitterwasser vor. Das Opfer derselben wurde durch schnell herbeigerufene ärztliche Hülfe gerettet. Es scheint, daß der Krug, auf richtigem Wege bezogen, statt des Wassers eine starke Lauge enthalten hat. Möge die amtliche Untersuchung, welche eingeleitet ist, den des Versehens Schuldigen ermitteln und so das Publikum beruhigen. Aus Kempten, in Bayern, wird berichtet: Eine gräßliche Unthat wurde in dem brei Stunden von hier entfernten Dorse Altusried verübt. Ein dreißigjähriger Bauernsohn erstach in einem Anfalle von Tobsucht seine Mutter und seine zwei Brüder; den Vater verwundete er und die Schwester konnte nur durch eine schleunige Flucht sich retten. Den Leichnamen der Gemordeten hieb der Wüthende mit einem Beile die Köpfe ab, warf erstere vor die Hausthüre und stellte letztere daneben. Telegraphischer Bericht. Mitgetheilt von Chr. Hecht in Friedberg, Spec.⸗Agenn. Das Bremer Postdampfschiff„Amerika“ Capt. Meyer des Norddeutschen Lloyd, welches am 29. Mai von Bremen abging, ist nach einer glücklichen Reise von 12 Tagen wohlbehalten in New⸗York angekommen. Das Hamburger Postdampfschiff„Allemenia“ Capt. Meyer, welches am 25. Mai von Hamburg abging, ist nach einer glücklichen Reise wohlbehalten in New⸗Pork angekommen. Schiffs nachrichten. Mitgetheilt von Chr. Hecht in Friedberg, Spec.⸗Agent. Angekommen in New⸗ York: Am 23. Mai Segelschiff„Eugenie“ von Hamburg. Am 23. Mai Segelschiff„Columbus“ von Bremen. Am 23. Mai Segelschiff„Helmuth und Simonis“ von Bremen. Am 26. Mai Segelschiff„Humboldt“ von Bremen. Am 27. Mai Segelschiff„Argonaut“ von Bremen. Die Mitglieder des Lokalgewerbpereins werden zu einer Besprechung über den Fortbestand der lechnischen Schule in Darmstadt auf Mittwoch den 19. d. M., Abends 8 Uhr, und diesmal aus wiftigem Grunde ohne Zusendung von Kärichen, mit dem Wunsche sich zahlreich zu betheiligen, hiermit eingeladen. Friedberg den 17. Juni 1867. Der Vorstand. Dar, solce m Lie pen en ahier del Vermeld Saesh von Elwalge Vorzugs kee Jacht erschelnen Hächligle vertreten, nls keten sie dn Heschlüssen der Mehr 555 en Oroßhergog Dr.. Lan 6 die 1340 Uchylüche fe Nummer depichne! 4 Wochen datiert Jonf die darbder Und in das Mula Gem Großherzogl.! Friedberg modo de 528. XII. 4. Weller's Nam Witwe Namen f Hungen den Edi W Fotdrrunge De man's Ir bei Meidung der Vermögensverhäl Friedberg 0 Gerd m 2 b. 1 2 abgesclossen, der orderungen an erwachsenen Zinser 1. Stplember. erhalten sollen 3 d de Ehesta J. Frich und dardürg. auh die Gelder de Mangement if. bekannten Ol unbekannten G. Jrledber; Ort 7 17 * ZBraunkohlen-Verhauf. 1869 Montag den 3. Juni d. J. beginnt auf dem Gräflichen Braunkohlenbergwerke bei Bauernheim Gräflichen Braunkohlengrube bei Ossenheim der Verkauf uen geformter Kohlenklötze. Der Preis à CTtr.— 14 Stück Klötze beträgt auf beiden Gruben 12 kr. Gegen Einlage vorschriftsmäßiger Bürgscheine, welche für beide Werke Gültigkett haben, wird bis Ende dieses Jahres Credit, verbunden mit einer Zahlungefrist bis Ende März 18688 gestattet. und auf der Der gemessene Cir. Holzkoblen kostet auf beiden Gruben 16 kr Da indessen nur geringe Quantitäten wgegeben werden können, so wolle man fich vorher durch Anfragen vergewissern, ob die gewünschte Quantttät vorhanden ist. Bauernbeimer Bergwerk den 1. Juni 1867. Gräfliche Bergverwaltung ö Chbhelius. Edietalladung. 629 Nachdem Großberzogliches Hofgericht der Provinz Oderhessen mit Aufhebung des früher abgeschlossenen Arrangements über das Vermögen des Adolph Baltber zu Lindheim den förmlichen Concursproceß ekannt hat, so werden alle Diejenigen, welche an dessen Jermögen Ansprüche zu erhe den beabfichtigen, aufge⸗ fördert, solche im Liquidationstermin Montag den 8. Juli d. J., Vormittags 9 Uhr, dahier bei Vermeidung des stillschweigend erfolgenden Lusschlusses von der Concursmasse anzumelden und twaige Vorzugsrechte geltend zu machen. Nicht erscheinende und nicht durch gehörig Bevoll⸗ nächtigte vertretene Gläubiger werden so angeseden, als treten sie den in diesem Termin gefaßt werdenden deschlüssen der Mehrheit der erscheinenden Gläubiger bei. Altenstadt den 22. Mai 1867. Groß berzogliches Landgericht Altenstadt Dr. Stammler, May, Landrichter. Landgerichts⸗Assessor. Cdictal ladung 1340 Ansprüche jeder Art an die unten nach Flur und Nummer bezeichneten Immobilien find sogewiß binnen 1 Wochen dahier vorzudringen und zu begründen, als ponst die darüber stattgehabten Veräuserungen bestätigt ind in das Mutations⸗Verzeichniß eingetragen werden: Gemarkung Wölfersheim. Großberzogl. Hofgerichts Advocat Trapp III. zu ßriedberg modo dessen Erben: V. 81. VI. 40. VIII. 28. XIII. 46. II. 337. VIII. 426,5 auf Ada m Weller's Namen; I. 1536 auf Ludwig Trapp's Wittwe Namen stehend. Hungen den 18. Mai 1867. Großberzogliches Landgericht Hungen err. Edictalladung. 1518 Forderungen an den Nachlaß der Heinrtch De: mann's Egeleute dahier find Freitag am 28. l. N., Morgens 8 Uhr, dei Meidung der Nichlberückfichtigung bel Ordnung der germögensverhältnisse dahier anzumelden. Friedberg am 7. Jun 1867. Groß berzogliches Landgericht Friedberg Reiß, Hofmann, Landrichter. Landgerichts ⸗Assessor. OSeffentliche Aufforderung. 1524 Gerbermeister Karl Spamer iu Friedberg hat am 12. d. M. mit seinen Gläubigern ein Arrangement abgeschlossen, dem zu Folge dieselben 33/0% ihrer Forderungen an Hauptgeld und bis zum 12. d. Mts. erwachsenen Zinsen und Kosten, zahlbar zur Hälfte am 1. September J. J., zur Hälfte am(. September k. J., erhalten sollen Für die Zablung dieset Procente baben sich die Ehefrau des Schuldners, Schorufleinfeger J. Frick und Meßgermeister G. Schmidt von hier derbürgt. Kaufmann Seligmann dir schhorn soll die Gelder vereinnahmen und vertheilen. Diesem Arrangement ist bis jetzt die Majornät der getichts⸗ bekannten Gläubiger beigetreten. An die atrichts · undekannten Gläubiger ergeht hiermit die Aufforderung, um so gewisser innerhalb 14 Tagen, vom Tage des Erscheinens dieser offentlichen Aufforderung an gerechnet, ihre Ansprüche anzumelden und etwaige Einwendungen gegen das Arrangement vorzubringen, als sonst ohne Rücksicht auf sie weiter was Rechtens verfügt werden würde. Frledberg am 14 Jun 1867. Groß berzogliches Landgericht Friedberg Reitz, Zimmermann, Landrichter. Landgerichts- Assessor. Diet irgAneg 1516 ueber das Vermögen des concurssälligen Jobs. Bink von Kiech Göns ist von Großberzogl. Hofgericht der Provinz Oberhessen förmlicher Concurs erkannt. Sämmtiliche unbekannten Gläubiger werden aufgefordert, im Termine Montag den 29. k. Mts., Vormittags 8 Ubr, ihre Forderungen dahler mit etwaigen Vorzugsrechten speelfleirt anzumelden, bel Meidung Ausschlusses von der Masse. Buß bach den 7. Zuni 1867. Großherzogliches Landgericht Butzbach Dr. Gilmer. Bekanntmachung. 1529 Nachdem Heinrich Belz von Oberau, Sohn des Konrad Belz II. daselbst, wegen Verschwendung unter Curatel gestellt worden und Wilhelm Braun von Oberau als Curator desselben bestellt worden ist, so wird dies mit dem Anfügen öffentlich bekannt gemacht, daß den Heinrich Belz angehende Rechtsgeschäfte gültig nur mit dessen genanntem Curator eingegangen werden können. Altenstadt den 6. Junt 1867. Groß herzogliches Landgericht Altenstadt Dr. Stammler, a 9, Landrichter. Landgerichts⸗Assessor. Kirschen-Versteigerung. 1517 Die diesjährige Kirschenerndte an den Bäumen nachbenannter Straßen soll in den beigesetzten Terminen auf Ort und Stelle an die Melistbietenden öffentlich versteigert werden. 1) Montag den 24. Jun, an der Straße von Nidda gegen Ranstadt über Selters und Bleichenbach, bis Abth. Nr. 225. Angefangen wird Morgens 9 Uhr del Nidda. 2) Dienstag den 25. Juni, an der Straße von Selters über Ortenberg, Lißderg, Dirzenhaln, Merken. fritz bis oberhalb Gedern. Der Anfang ist Morgens um 9 Uhr bei der Hanauermühle, in der Nähe von Ortenberg. Bemerkt wird noch, daß die Stelgerer ihre Zahlungs- fähigkeit durch Beschelnigung ihrer betreffenden Orts- gerichte im Termin auf Verlangen vorzuzelgen haben, widrigenfalls ihre Gebote unberücksichtigt bleiben können. Nidda den 14. Juni 1867. Großherzogliches Kreisdauamt Nidda Amelung. Bekanntmachung. 1533 Nächsten Donnerslag den 27. Junt und Freitag den 28. Jun, von Vormittags halb 9 Uhr an, sollen in den Districten Eschberg, Hain, Tannenwald,§ inken⸗ löcherheege und Fauerbacher Hecken nachstehende Holz⸗ sortimente: Scheltholz E Re ls holz e e. Buchen ⸗ 312 360¼ 147 747/ Eichen⸗ 5 20 4 3 Nadelholz⸗— 6 7 2 19 Aspen⸗ 14½ 14— 8 11 Eichen⸗Stämme von 6-45“ Durchmesser und 15-457 xänge. 6-13“ Durchmesser und 15—75“ Länge, 1 Birken⸗Stamm* 7“ Durchmesser und 30“ Länge, „ 15—19“ Durchmesser und 15-30“ Länge, 2 Eichen ⸗Stangen 5 5“ Durchmesser und 16—25“ Lärge, 37 Nadelholz⸗Stämme„ 3 Buchen ⸗Stämme 73 Buchen-„„ 3—5“ Durcpmesser und 12-20 xänge, 9 Nadelbolz Stanzen„ 1—5“ Ourchmesser Ind 30-40“ Länge, an Ort und Stelle versteigert werden. Die Zusammenkunft ist am 1. Tage um besagte Stunde im District Eschberg dei der alten Wiese, am 2. Tage im Distriet Hain bei dem Steinbruch. Ortenberg den 15 Junt 1867. Großherzogliche Oberförsterei Ortenberg. In Erledigung der Oberförsterstelle: Schenck zu Schwensoberg, FJorst- Accessist. Heugras⸗Versteigerung. 1534 Freitag den 21. Junt l. J., Vormittags 10 Uhr, soll auf hiefigem Rathhause die dleojährige Grasernte von circa 60 Morgen Gemeindewiesen in einzelnen Ab: theilungen melsibietend versteigert werden. Okarben den 15. Juni 1867. Großherzogliche in Okarben u t b. Heugras-Versteigerung. 1538 Samftag den 22. d. Mts., des Vormittags 10 Uhr, soll auf hiesigem Rathhause das der Gemeinde Ober⸗Florstadt zustebende Peugras, eirca 70 Morgen, in Abtheltungen versteigert werden Ober⸗Florstadt den 17. Junt 1867. Großberzogliche Bürgermeißeret Ober- Florstadt Schmidt. Immobiliar⸗Versteigerung. 1530 Mittwoch den 26. Junt l. J., Vormittags 11 Uhr, werden in hlesigem Ratbhaus auf freiwilligen Antrag die den Kindern und Erben der dahler verstorbenen Leonhardt Füller's Eheleute gehörenden, nachstehend beschrlebenen Immobilien, nämlich: Gemarkung Frledberg. Flur Nr.[O0 Klstr. 6 49,3. Hofralthe auf dem Haag. * 154. 1 Grabgarten an der Hockenmühle. 1 175. 43. Grasgatten auf dem Haag. 1. 155. 165. Grabgarten die Grabengärten. 7. 20. 205. Acker an der Warte. 1. 166,5. 2,8. Grabgarten auf dem Haag. 1. 169,5. 3,4. Grabgarten daselbst. 1. 165,5. 9,7. Grabgarten die Grabengärten. an. Grabgarten an der Hockenmühle. Gemarkung Fauerbach b. Fr. 238. Acker obig dem Dienheimer Pfad gegen die Leimenkaut öffentlich melstbietend versteigert. Friedberg den 15. Juni 1867. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. „ Der dienssälteste Gerichtsmann Fouc ar. Bekanntmachung. Holz⸗Versteligerung in der Oberförsterei Ober Rosbach betreffend. 1526 Die erfolgte Genehmigung der am 14. d. Mts. im Domanlalwald Frauenwald abgehaltenen Holzver⸗ fieigerung wird hierdurch mit der Anordnung öffentlich bekannt gemacht, daß die Abfuhrscheine vom 20. Junt an bet Großherzogl. Rentamt Friedberg in Empfang genommen werden können, daß die Ueberweisung des Holzes resp. der erste Abfuhrtag auf den 21. Junk fest⸗ gesetzt ist, und die Holzabfuhr von da an an jedem Wochentage außer Montags— von 7 bis 11 Uhr Vor⸗ mittags— bis einschließlich 6. Juli d. J., bewerkstelligt werden muß. Ober⸗Ros bach den 15. Junt 1867. Großherzogliche Oberförsterei Ober⸗Rosbach. B. d.. Bo k, Forst⸗Accessist. Holz-Versteigerung. 1525 Die am 13. Juni l. J. in den Freiherrl. von Ritter'schen Waldungen zu Hof Hasselhecke abgehaltene Holzversteigerung ist genehmigt und der 1. Fahrtag auf Montag den 17. l. Mis. bestimmt worden, von wo an auch die Abfuhrscheine in Empfang genommen werden können. Friedberg den 15. Juni 1867. „ A. r Kies⸗-Versteiger 2 0 9 Ung. Montag den 24. d. Mts., Vormittags 8 Uhr, 1522 soll der sich aus dem Usafluß angeschwemmte und auf der s. g. Pfingstweide hinter der Burg Friedberg an der nach Nauheim führenden Promenade lagernde Kies, an Ort und Stelle, öffentlich meistbietend ver⸗ steigert werden. Unter Umständen kann diese Kles-⸗Nußzung auch auf mehrere Jahre vergeden werden. Florstadt den 15. Juni 1887. Die Freiherrl. Lw'sche Nentei Müller. Bekanntmachung. 1531 Donnerstag den 20. Juni J. J., Vormittags 10 Uhr, sollen auf dem Bürgermeisteret-Büreau daher die zur Herflellung verschiedener Gewannwege in der Gemarkung Butzbach erforderlichen Plantrarbeiten, in verschtedenen Abtheilungen— sämmtlich veranschlagt zu 237 fl.— an die Wenigstnebmenden in Accord ge⸗ geben werden. Butzbach den 15. Juni 1867. Großherzogliche Bürgermeisterei Bußbach Küche l. Holz-Versteigerung. 1527 Freitag den 21. J. Mis., Vorwittags 9 Ubr, werven im Assenheimer Gemeindewald, Distrikt Langort, nachstehende Dolzsortimente: 65 Stecken Eichen ⸗Schäl- Prügelholz, 1½„ Kiefern⸗Prügelbolz, 1*„ Stockbolz. 3200 Eiche g⸗Schälholz Wellen und 100 Stück Eichen Baumftützen, 60„ Kiefern⸗Wellen, öffentlich meistbietend versteigert. Assenheim den 14. Jun 1867. Großberzogliche Bürgermelsterel Assenhelm Schmid t. Gan run 1532 Donnerstag den 20. d. Mis., von Vormittags 9 Uhr an, soll das biesige Gemeindegras auf Ort und Stelle öffentlich meifidtetend versteigert werden. Bönstadt den 14. Jun 1867. Groß berzogliche Bürgermeisteret Böͤußadt Geldel. 1 —. .. —.— Schwalheimer Brunnen. 1504 Einem geehrten Publikum die ergebene Anzeige, daß ich Sonntag den 16. Juni meine Saal- und Gartenwirthschaft eröffne. Da der Schwalheimer Brunnen von jeher ein so beliebter Ort für Spaziergänger war und nun Jahre lang keine Wirthschaft daselbst be— trieben wurde, außerdem nur ½ Stunde von Nauheim und Friedberg entfernt ist, so darf ich wohl nunmehr gewiß einem recht zahlreichen Besuche entgegensehen und werde meinerseits Alles thun, um meine geehrten Gäste in jeder Beziehung zufrieden zu stellen Georg Bailly. Mädchen⸗Institut zu Friedberg. 1473 Das neue Schuljahr beginnt Montag den 24. Juni. Ich nehme Schülerinnen in Kost und Logis, und stehn dieselben unter besondrer Aufsicht einer französischen Lehrerin. Auch für solche Kinder, welche noch die Elementarklassen der hiesigen Volksschule besuchen, beginnt wieder ein neuer Cursus in Handarbeiten und Französisch. Allen Eltern, welche beabsichtigen später ihre Kinder uns ganz anzuvertrauen, sei dieser Cursus aufs beste empfohlen. Anmeldungen nehme ich jederzeit in meiner Wohnung bei Herrn Reuß an der Eisenbahn entgegen. Zinßer. Fraukfurter Eben-Versichecungs- Gesellschast. Grund ⸗Kapital fl. 3,000,000. Reserven„ 1,729,653. 25 ½ kr. 1098 Lebens-, Leibrenten ,, Altersversorgungs- und Aussteuer-Versicherungen mit und ohne Gewinnbetheiligung der auf Lebenszeit Versicherten, werden zu billigsten Prämien und unter den liberalsten Bedingungen abgeschlossen bei J. Schott in Friedberg. V. Kalbfleisch in Butzbach. Jeder Zahnschmerz 1521 wird sofort gestillt durch Apotheker Bergmann's Zahnwolle, patentirt in den kaiserlich französischen Staaten. Vorräthig à Hülse 9 kr. bei Ph. Dan. Kümmich in Friedberg. NB. Für den augenblicklichen Erfolg garantirt der Erfinder, Apotheker Burgmann in Parts, 70 Boulevard Magenta. Frankfurt a. M. Local 7 Veränderung. Schillerplatz 12. Gayerisch-Gier. Wirthschaft und Kestauration, 1523 welche sich seither im Vorderhause(früher Café Neuf) befand, habe ich von heute an in die geräumigen, neu und elegant hergerichteten Säle des Hinterhauses verlegt und empfehle dieselbe, sowie auch meine daranstoßende Gartenwirthschaft einem geehrten aus— wärtigen Publikum bestens. F. Saam. Meine Wollspinnerei Delphinium. 1446 empfehle den Herren Tuchmachern für Lohn ⸗ spinnen unter Zusicherung gewissenbaflester und schnellfer 1519 Diese Compofition conservirt das reder, macht dasselbe wasserdicht und ersetzt vollkommen die Wichse. Bedienung. Friedrich Tanner in Offenbach. Einige Tropfen davon mit einem Schwämmchen auf. 2 2 2 getragen geben den schönsten dunkelsten Glanz, welcher Bäckerci 2 Verkauf fich dorch Wasser nicht mehr verwischen läßt. Sie ist 5 anwendbar zu Stiefeln. Pferde-Geschirre u. s. w. 1357 In der Nähe bei Frankfurt ist eine selther mit Flacons, zu 180 Paar Stiefeln binreichend, kosten bestem Erfolg bentebene Bäckerei, nebst neuem Vobn 18 Kreuzer. haus und Oekonomie Gebäude, unter günstigen Ze Der alleinige Verkauf für Friedberg bei A. Stahl dingungen billig zu verkaufen. Näheres unter N.. 1357 Wiltwe, für Nau beim bei Ph. J. Weiß. del der Exred. d. Bl. 5 Versteigerung. 1472 Freitag den 21 d. Mis., Vormtttags 10 Uhr, 1544 Dem Rathe der vortrefflichen Schrift „Keine Hämorrhoiden mehr!“, welche in der Buchhandlung von Bindernagel und Schimpff in Friedberg sür 5 Sgr. zu be⸗ kommen ist, verdanke ich die völlige Peilun; von meinen langen und schweren Hämorrho'dalleiden und bezeuge der Wahrheit gemäß, daß, ich mich jetzt des besten Wohlseins erfreue. F. Eppeuer, Weinhändler. Steyrische Sensen& Sicheln 1511 bei Ph. Dan. Küinmich. Ein Mädchen 1488 von gesetztem Alter, welches einer Haushaltung vorslehen kann, wird gegen guten Lobn zum sofortigen Eintritt gesucht Pbilipy Windecker. Ein Laden mit Wohnung 1490 werd auf der breiten Straße zu miethen gesucht. Zu erfragen unter Nr. 1490 det der Exped. d. Bl. läßt Unterzeichneter dahier verschiedene Mödel, Küchen: geräthe und andern Hausratb öffentlich versteigern, Dabei ein sehr gutes Stuttgarter Klavier 1. Qualität. sehr geeignet für einen Gesangverein oder ein Casino. Günstigste Zablungsbedingungen. Marienschloß den 12. Juni 1867. Nispel. Patent⸗Dachziegel, (tranzöfische Dachziegel, Falzzlegel), 1528 welche ein flaches und dabet sehr dichtes, leichtes und dauerbaftes Dach gewäbren, das sich im Preise nicht boͤher als die gewöhnliche Ziegeleindeckung stellt, empfehlen Riegelmann& Co., Thonwaarenfabrik zu Fechenmühle bei Hanau. Ein Logis ift zu vermiethen bei Johs Jost II. in der Vorstedt. Ein kräftiger Zunge 1540 wird bei einem Gerber in die Lehre gesucht. 1473 Bel Bindernagel und Schimpff in Friedberg ist vorräthig: Lessing's Werke. A us wahl. 1. Heft à 7 Kreuzer. Das Ganze erscheint in 15 Lieferungen oder 6 Bänden zum Preise von 1 fl. 45 kr. Holz ⸗Versteigerung. 1535 Die am 11. d. M. im hiefigen Gemeindewalde stattgehabte Holzversteigerung hat die Genehmigung er⸗ halten, und ist der erste Abfabhrtag auf Montag den 24. d. Mts. festgesetzt worden. Abfahrtage sind: Montags, Mittwochs, Freitags von 7 bis 11 Uhr, bis zum 5. Juli l. J Ober⸗ Mörlen den 15. Juni 1867. Großherzogliche Bürgermeisterei Ober-Mörlen les Zimmer Ein möblirtes 1500 mit Kabinet, in freundlicher Lage, wird alsbald zu miethen gesucht. Anmeldungen wollen bei der Expedition abgegeben werden. Ein Lehrling 10 wird gesücht von G. A. Velte. Der obere Stock meines Hauses ist zu vermiethen und kann sogleich bezogen Karl Spamer. Beste steyerische Sensen& Sicheln 1536 unter Garantie empfiehlt Earl Bauer in Assenheilm. ann die Buchbinderei gründ⸗ lich erlernen bei Louis Weis. Eine Partie Mist und Pfuhl 1489 hai zu verkaufen Heinrich Weller. 1542 Endlich geheilt von meinen fürchterlichen Zahnschmerzen, danke ich dies lediglich dem in der Buchhandlung von Binder nagel und 1537 werden. Ein Junge 1497 Schimpff in Friedberg für 5 Sgr. zu be ⸗ kommenden Buche:„Keine Zahnschmerzen mehr“ und mache alle an bhoblen Zähnen und rbeumatischen Zahnschmerzen Leidenden darauf C. Launer, Jaspector. aufmerksam. Zerbrochenen Repskuchen 1458 verkauft unter dem Preise Löb Straus. Ein Lehrling 1017 wird gesucht bei Adam Heß, Schuhmachermelster. Kirchen buchsauszüge. Evangelische Gemeinde. Getraute: Den 10. Jun. Jobannes Wilhelm, bies. Bürger und Schreinermeiffer, ein Wütwer, und Anna Barbara Werner aus Egelsbach im Kieise Offenbach, Tochter des verß. dasigen Orisbürgers Benediet Werner. Den 12. Juni. Jakob Friedrich Rausch, bies. Bürger und Schreinermeißer, Sohn des verst. bies. Bürgers und Schreinermeisters Heinrich Rausch III., und Margaretha Heinrich aus Wehrheim im Königreich Preußen, Amte Üfingen, Tochter des dasigen Ortsbürgers und Maurers Peter Heinrich. Getaufte: Den 9. Juni. Dem blesigen Bürger und Bler⸗ brauermeister Georg Steinhaußer eine Tochter Katharina Louise, geb. den 9. Mai. Den 9. Junt Dem bies. Bürger und Grosherzogl. Kresswundarzt Heinrich Martin Schenck eine Tochler Bertha, geb. den 16. Mal. Den 10. Mal. Dem dabier wohnenden Bürger an Södel und Pitvatseribenten Zobann Phlltyp üäller eine Tochter Karoline Friederike, geb. den 24. Aprll. Katholische Gemeinde. Getaufte: Dem Georg Gondolf eine Tochter Katharina, geb. am 20. Mai. Verantw. Red.: Hermaun Schimpff. Wo sagt die Exped. d. Bl. unter Nr. 1540. Oruck und Verlag ron Bindernagel& Schimpff. Be Unterbrechn. Den be Mbeftel — Bettessend: Di 0 Unter 5 Gemeindevora vom 5. Mai mei Nr. ndevoransc 8 von 18 tragen wir S bald in Arbei einzusenden, Bei ber sümmungen der Wuwongen au Vor 1 anschlagen Wir ber ) Bei dem blatt N. D Die He genau das Ma sehung ut 0 Wir 1 Waldscreu Gesetzes f kanntmach Voranschl