Kit pen 135 8 5 Ot 2 ö Bing', Stine. Une Fertsa. 1 * 1 Artbttg tember 0 abtkirche! irg kirche 01 1867. September. . 1 0 4 —— Anz eiger f. Friedberger Zutelligenzblatt. Dienstag, Donnerstag und Samstag. 149 Georg Friedrich Schwei zoseph Striglers Wittwe zu Mainz Gemäß der Verordnung vom 25. Jar daß Ansprüche an die von gedachtem Georg doseph Striglers Wittwe in Mainz sichneten Behörde mit einer Nachweisung, egeben wird. daß tzer von Friedberg, welcher als Agent zur nach Nordamerika, Canada und Australien concessionirt ar 1851 wird das Ableben genannten Agenten zur offentlichen Kenntniß gebracht Agent zur Beförderung von gestellte Caution Amtlicher Theil. Aufforderung. f Friedrich Schweitzer als innerhalb 6 Monaten vom Tage der bei Gericht Klage erhoben worden ist, geltend Friedberg den 11. September 1867. Beförderung von Auswanderern für die Hauptagentur 5 0 9 2 war, ist verstorben. f a und bemerkt, Auswanderern für die Hauptagentur Bekanntmachung an gerechnet bei der unter⸗ zu machen sind, als sonst diese Caution zurück⸗ Großherzogliches Kreisamt Friedberg Tit ap p. Hessen. Darmstadt. Ueber den Stand sein Jahresfest. Prälat Zimmermann wird! erstatters versehen. Sie gab sich als Berichter⸗ ler Cholera in Gernsheim wird berichtet:] die Festrede halten. statterin für zwei amerikanische Zeitungen zu er⸗ Pom 8. bis 12. September einschließlich 35 neue!“ Preußen. Berlin. Die Linke hat sich kennen. f f Erkrankungen und 5 Todesfälle. Gesammtsumme ittspartei constituirt, Kassel. Auf der Main⸗Weser⸗Bahn ser Erkrankten 312, der Gestorbenen 49. Da⸗ lach in den letzten Tagen wieder Zunahme der Fpidemie, wenn auch in geringerem Maße als küher. — Die„D. Ztg.“ enthélt weiter folgende Mittheilung: In Gernsheim hat die Krankheit u den letzten Tagen wieder entschiedene Zunahme gezeigt; in der Nacht vom 13. auf den 14. starben 4 Personen; einer der Aerzte ist ebenfalls erkrankt, Jedoch auf dem Wege der Genesung. Da die beiden dort befindlichen Aerzte bei der langen Dauer und der Ausdehnung der Epidemie nicht mehr im Stande sind, allein die Arbeit zu über⸗ wältigen, so sind von Seiten der Großh. Ober- meditinal⸗ Direction die geeigneten Schritte für die Absendung zweier Aerzte nach Gernsheim ge. schehen, von denen einer bereits vorgestern dort eintraf. Auch in mehreren anderen Orten des Kreises Bensheim ist die Krankheit aufgetreten, und läßt sich in mehreren eine directe Einschleppung von Gernsheim aus nachweisen; so starb in Kleinhausen ein junger Mensch, der in Gerns⸗ heim als Sattlerlehrling in einem Hause gewesen war, in welchem drei Personen an der Cholera gestorben waren, kurz nach der Rückkehr in das elterliche Haus nach kaum 10stündiger Erkrankung; in Fehlheim erkrankten im Zeitraume weniger Tage 27 Personen und starben 11, darunter 7 Kinder und 4 Erwachsene; in einer Familie starben 4 Kinder, in einer zweiten drei Beide Familien hatten in Gernsheim gebettelt. In Bürstadt erkrankten zwei Personen, wovon eine starb; ein directet Zusammenhang mit Gernsheim ließ sich hier jevoch nicht nachweisen. Dagegen bestand ein solcher offenbar zwischen dort und einer Erkrankung in Ginsheim in Rheinhessen, die ebenfalls tödtlich endete. vor einigen Tagen in Worms zwei Kinder von 2½ und 3½ und wurde in gebracht, jedoch wieder hergestellt. richten vom Ausbrechen der Cholera an noch an⸗ deren Orten sind bis jetzt wenigstens nicht amt⸗ lich constatirt. Im Kreise Bensheim sind die energischsten Maßregeln ergriffen worden; barm⸗ herzige Schwestern haben an den befallenen Orten die Kranlenpflege übernommen. — Unser Landsmann Professor Dr. Simon in Rostock hat einen Ruf als Professor der Chi- rurgie nach Heidelberg erhalten. Am 18. September feiert der Gust a v⸗ Adolph-Verein in der hiesigen Stadtkirche Außerdem starben Jahren unter Choleraerscheinungen, Mainz ein Schiffer von einem von Rotterdam und Ruhrort kommenden Schiffe wegen eines Choleraanfalls in das Rochushospital Die Nach- als deutsche Fortschri so daß jedes Mitglied derselben sich jetzt zu einem] w Namen Programm bekennen muß, welches diesem entspricht. Das Programm der neuen Partei, welches demnächst erscheinen wird, ist für Diejeni⸗ gen, welche im Reichstag Sonderinteressen ver⸗ folgen wollen, die nicht zu dem Streben nach der 3 Deutschlands ich diese auf Freiheit gegründeten Einheit passen, nicht geeignet, und sie werden sich wohl Kal Fahrend hüten, ein solches Programm zu unterschreiben. — Die„Kreuzzeitung“ sagt: Die Zeitungs— nachricht, vaß über die Frankfurter Lotte⸗ rie bereits definitiver Beschluß gefaßt sei, i verfrüht. — Die drei Abgeordneten aus Ob Reichstag haben nebeneinander im rechten Centrum Platz genommen. — Die Mitglieder der äußersten Linken sollen Anträge auf Revision der Bundesverfassung beab- sichtigen, die, wenn eingebracht, voraussichtlich durch Tagesordnung abgelehnt werden. Die Abgeordneten zum Norddeutschen Reichstage waren bisher in so geringer Anzahl in Berlin eingetroffen, daß es zur Abhaltung einer beschlußfähigen Sitzung an der gesetzmäßigen Mit- gliederzahl fehlte. Am 13. ds. konnte, nachdem 170 Mitglieder sich eingefunden, die erste Plenar⸗ sitzung stattfinden und beschäftigte man sich mit Berichterstattung über die vorgenommenen Wahl⸗ st von he planes erhessen im Staatsregierung ertheilt worden ist. prüfungen. Hierbei wurde in Folge einer einge⸗ gangenen Beschwerde— es handelte sich um die Wahl des Abgeordneten Nordeck zur Rabenau das großherzoglich hessische Wahlreglement, als dem Principe der geheimen Abstimmung nicht ent- sprechend, bemängelt, und wird der Bundeskanzler ersucht, dahin zu wirken, daß das fragliche Wahl⸗ reglement in entsprechender Weise abgeändert werde. Es handelt sich hier speciell um die Art und Weise, wie die großherzoglich hessischen Wähler die ihnen mit einer fortlaufenden Nummer übergebenen Wahl⸗ zettel, wenn sie dieselben nicht selbst ausfüllen können oder wollen, nur von anderen, genau hierzu bezeichneten Personen ausfüllen lassen dürfen. Frei herr Nordeck zur Rabenau gibt zu, daß das be⸗ treffende Verfahren mit dem Principe der geheimen Abstimmung nicht zu vereinbaren sei; es sei in⸗ dessen nicht seine Schuld, wenn die betreffende Aenderung, die schon im ersten Reichstage für nothwendig erklärt wurde, inzwischen noch nicht herbeigeführt worden sei. Bis jetzt sind 127 Mandate für gültig erklärt worden.— Die nächste Sitzung wurde für Montag anberaumt. — Auf der Journalisten-Tribüne des Reichs⸗ tags zu Berlin nahm auch eine schöne junge Dame Platz, mit allen Attributen eines Bericht⸗ erden dem Vernehmen nach Vorrichtungen ge⸗ die Waggons 1. und 2. Classe für die Jahreszeit zu heizen. Vorerst werden große Flaschen auf dem Fußboden angebracht, die auf bestimmten Stationen nach Bedürfniß mit heißem Wasser versehen werden können. Sollte Einrichtung beim Gebrauch bewähren, sehr zu wünschen, daß die in 3. Classe en sich gleicher Fürsorge erfreuen könnten. Frankfurt. Die„Frankf. Zig.“ entnimmt einer telegraphischen Privat⸗Mittheilung aus Berlin ute, daß die Genehmigung des Ziehungs⸗ der 153sten hiesigen Stadtlotterie von der troffen, kältere so wäre Wiesbaden. Das„Frkf. Journ. schreibt: Das Examen der Freiwilligen, welches in unserer Stadt seit einigen Tagen stattgefunden, hat dem Wiesbadener thatsächlich zum erstenmale die Bedeutung der Stadt, als Sitz einer könig⸗ lichen Bezirksregierung, deutlich vor Augen gestellt. Man hat sich, dem„Frankfurter Geldstolz“ gegen⸗ über, nicht wenig zu Gute gethan auf diesen Vor⸗ rang, den Wiesbaden vor Frankfurt erhalten hat. Die Hauptsache indessen bleibt, daß die Frank⸗ furter in dem Examen größtentbeils gut durch- gekommen sind, ein Glück, welches den Eingebo⸗ renen nicht in so hohem Maße zu Theil geworden sein soll. Sachsen. Der in Dresden tagende„Ver⸗ ein der deutschen Strafanstalts-Beamten“ hat folgende Beschlüsse gefaßt: Der gegenwärtige Zustand der Gefängnißeinrichtung für Untersuchungs⸗ und kurzzeitige Straf- Gefangene ist großentheils mangelhaft. Die absolute Trennung der Unter- suchungsgefangenen von den Strafgefangenen ist die erste Bedingung einer Erfolg verheißenden Reform. Es ist dabin zu streben, daß das ganze Gefängnißwesen von den Polizeigefängnissen dis zu den Strafanstalten hinauf einheitlich organisirt werde. Die Jsolirthaft ist für die Untersuchungs⸗ und Straf-Gefangenen im Allgemeinen der einzig richtige Haftmodus. N Luxemburg. Nachdem die preußische Be⸗ satzung die Festung vollständig geräumt, lassen sich aus Luxemburg Stimmen vernehmen, welche die dortigen Zustände folgendermaßen schildern: Eine unheimliche Stille lagert sich über die verlassenen Festungswerke und eine die Geschäftskreise drückende Schwüle beschleicht unsere Stadt. Der Consum in den verschiedensten Verkehrszweigen erleidet durch die plötzlich eingetretene Minderbevölkerung einen erheblichen Stoß. Jeder diseutirt deßhalb, wie neues Leben und Ersatz in die Stadt verpflanzt werden soll. An die Regierung und Stadiver— — —— —— . waltung wird eine ernste Mahnung treten, dem Kleinmuth der Bürgerschaft abhelfend entgegenzu— treten. Bayern. Aus Speyer wird berichtet: Die Cholera ist in dem benachbarten Orte Man- dack mit größter Heftigkeit ausgebrochen. Die Menschen werden plötzlich(auf der Straße!) von derselben befallen und der Tod erfolgt in der Regel in wenig Stunden. Auch in Ockersheim kamen bereits Fälle vor. Baden. Karlsruhe. Die Regierung ver— langt einen außerordentlichen Credit von 4,756,546 Gulden wegen der durch die neue Wehrverfassung nöthigen früheren Einberufung der Conscriptione- pflichtigen auf den 1. Nov. d. J. Kasernenbauten figuriren darunter mit pptr. 1,030,000 Gulden. — Das neue Schulgesetz stimmt im Wesent⸗ lichen mit dem bereits dem vorigen Landtage vor— gelegten Entwurfe überein; die Gehalte der Lehrer bei den Volksschulen sind mit 400, 500 bis 615, 600 bis 700 und 850 fl. nach Maßgabe der Schülerzahl normirt worden. Oesterreich. Wien. Die Wiener Blät⸗ ter melden übereinstimmend, daß das Ausgleichs- Elaborat, welches die Finanz-Minister beider Reichshälften zu entwerfen hatten, zum befriedi⸗ genden Abschlusse gediehen ist. — In Oesterreich wurde bisher jeder nicht der katholischen Kirche angehörige Unterthan in allen amtlichen Erlassen mit dem Titel„Akatho- lik“ zu deutsch„Ketzer“ beehrt. In Ungarn wird diese Bezeichnung von nun an wegfallen. Das ungarische Cultus-Ministerium hat nämlich den Unterbehörden den Gebrauch dieses Ausdrucks untersagt und erhalten die Nichtkatholiken von nun an die Bezeichnung„Evangelische Augs- burger(beziehungsweise Helvetischer) Con- fession.“ Innsbruck. Bei der Generalversammlung der katholischen Vereine Deutschlands, welche in diesen Tagen zu Innsbruck stattfand, ist auch unser Großherzogthum vertreten gewesen. Aus den bis jetzt bekannt gewordenen Berichten über dieselbe erfährt man, daß eine Rede des Metzgers Falk aus Mainz den größten Beifall erregte; er brachte einen Gruß aus seiner Vaterstadt und erbat sich einen solchen auch aus Innsbruck. Hofrath Dr. Haßlwanter umarmte und küßte ihn. Zum Schlusse sprach mit großer Gewandtheit Domcapitular Moufang aus Mainz über die jüngste Vergangenheit und die gegenwärtige Lage der katholischen Kirche und proclamirte die öster⸗ reichisch⸗französische Allianz.(1) Schweiz. Genf. Die Verhandlungen des internationalen Friedens⸗Congresses haben in Unfrieden ihr Ende genommen. Stürmische Auf⸗ tritte veranlaßten das Präsidium, die Versamm⸗ lung zu schließen. Laut Beschluß der Congreß⸗ Majorität hat sich das Comite permanent erklärt, es wird seinen Sitz in Bern nehmen und daselbst ein Organ in zwei Sprachen gründen. Zum nächsten Congreßort wurde Mannheim bestimmt. Frankreich. Paris. Man schreibt dem „Temps“ aus Berlin, daß der Besuch des Kaisers Napoleon am preußischen Hofe als eine entschiedene Sache betrachtet wird. Graf Goltz, welcher sich soeben nach Biarritz begeben hat, wäre der Ueberbringer der officiellen Ein⸗ ladung des Königs Wilhelm. Man fügt hinzu, daß alle dem norddeutschen Bund angehörigen Souveräne sich zu derselben Zeit, wie der Kaiser, welchen die Kaiserin begleiten soll, nach Berlin begeben werde. Der Zeitpunkt der Kaiserreise ist noch nicht definitiv festgestellt.— Das„Journal de Paris“ meldet: Riecioti Garibaldi, welcher nach London gegangen war, um die Summe von 300,000 Pfund Sterling für eine Expedition gegen Rom aufzubringen, hat seinem Vater und seinen Freunden mitgetheilt, daß seine Mission vollständig gescheitert ist. Italien. Dem„Corriere Italiano“ zufolge stände man in Florenz auf dem Punkt, durch die Initiative mehrerer Banquiers eine anonyme Ge— sellschaft zu bilden, deren Zweck wäre, die Kir⸗ chengüter in großen Massen zu kaufen und sie sodann in kleinen Partien wieder zu verkaufen. Rußland. Die russische Regierung hat, nachdem in den Ostseeprovinzen Estland, Livland und Kurland hundert und sechszig Jahre lang der Verkehr der Behörden mit der Bevölkerung in deutscher Sprache geführt wurde, jetzt das russische als alleinige Amtssprache dort eingeführt. Die Bevölkerung, welche durchweg deutsch spricht, ist dadurch gezwungen, russisch zu lernen, und geht so allmählich der völligen Russificirung ent⸗ gegen, wie dieß gleichzeitig mit den Polen in Litthauen und Weißrußland geschieht. Amerika. Man erfährt aus Mexico; daß die gegen den Fürsten von Salm-⸗Salm ver⸗ hängte Todesstrafe in eine siebenjährige Gefangen⸗ schaft umgewandelt worden ist. Santa Anna wird von einem Kriegsrath abgeurtheilt werden. Büdingen. Das Büdinger Anzeigeblatt bringt an der Spitze seiner, mit schwarzem Rande erschienenen letzten Nummer die Trauerkunde, daß die Fürstin Mathilde zu Ysenburg und Büdingen, geborne Prinzessin zu Solms-Hohensolms⸗Lich, nach langem schweren Leiden am 11. d. M. in dem fürstlichen Schlosse zu Büdingen sanft und schmerzlos verschieden ist. Die Verblichene war ge⸗ 3 am 12. Dezember 1842 und vermählt am 31. Juli 1862. Frankfurt, 14. Sept. Der hiesige katholische Gemeindevorstand hat in seiner gestrigen Sitzung beschlossen, zum Wiederaufbau, Freilegung des Domes ꝛc die Summe von 20,000 fl. zu geben. Frankfurt. Kürzlich begaben sich mehrere hiesige Bürger in's heilige Geisthospital, um einen siebenzig Jahre alten Bäckergesellen, der den größten Theil seines Lebens in Frankfurt gearbeitet und noch vor wenig Tagen rüstig schaffend am Backofen stand, bis ihn ein Schlag⸗ anfall auf's Krankenlager streckte, Geld und andere Gaben zu überbringen. Der alleinstehende Greis, welchem dieser Besuch von seinen Meistern und Freunden unerwartet kam, dankte für die freundliche Fürsorge, die man ihm erwies, unter Freudenthränen. 0 Offenbach. Die dießjährigen Sammlungen an hie⸗ sigem Platze für die„Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger“ haben wiederum die schöne Summe von“ 274/ Gulden ergeben, von 250 Beilragenden fast genau so viel wie im vorigen Jahre, obwohl ungefähr vierzig der vorigjährigen Mitglieder, sich auf die verdienstlosen Zeiten berufend, die Zahlung verweigerten. Der Ausfall deckte sich durch neu hinzutretende. Darmstadt. Nach den„Hess. Vlksbl.“ ist in Folge der Erklärung der Mitglieder der preußischen Militärcapelle in Mainz, die wegen der tumultuosen Vorgänge nach dem“ Militärconcert gerichtlich eingeleitete Untersuchnng eingestellt worden. bleibt dahingestellt. Aus Berlin wird geschrieben: Ein Raubanfall, gegen eine sehr bekannte Künstlerin ausgeführt, macht großes Aufsehen. Frau Niemann- Seebach nämlich hatte sich vorigen Mittwoch Abends in Begleitung ihrer Gesell— schafterin auf die hiesige Hauptpost begeben, und daselbst eine ihr von ihrem Ehemann zugesendete Summe Gelb von 6000 Gulden erhoben. Als beide Damen zurück⸗ kehrten, stiegen sie an der Ecke der Hohenzollern- und Thiergartenstraße aus. Frau Niemann-Seebach trug das Päckchen, als plötzlich ein Kerl auf sie zugestürzt kam, ihr dasselbe entriß und damit in das Dickicht des Thiergartens verschwand. Der Räuber konnte nicht verfolgt werben, weil Personen überhaupt sonst nicht zur Stelle waren und entkam somit. Frau Niemann ist in Folge des Schreckens in eine Krankheit verfallen. So sollen auch an demselben Tage einem in der Hohenzollernstraße woh⸗ nenden Präsidenten, welcher von außerhalb nach hier versetzt worden, bei seiner Ankunft auf dem hiesigen Frank⸗ furter Bahnhofe 16,000 Thlr. gestohlen worden sein. Berlin. Der Sieger von Nachod und Skalitz, Ge⸗ neral v. Steinmetz, hat(wie ein Berliner Blatt sich ausdrückt) den Wunsch seines Königs erfüllt und sich ent⸗ schlossen, noch in seinem späten Alter(70 Jahre) in ben Stand der Ehe zu treten. Der geistig und körperlich noch überaus rüstige Greis feierte in diesen Tagen zu Posen seine Verlobung mit Fräulein v. Krosigk, Tochter des Generalmajors v. Krosigk, Commandeur der 1. Brigade. Die Braut ist eine jugendliche Dame, die sich eben so sehr durch Schönheit wie durch die vortrefflichsten Geistes⸗ and Herzenseigenschaften auszeichnet. 2 Der„D. A. Z.“ ist durch Zufall eine besondere Art geheimen Spiels bekannt geworden, das schon seit einigen Jahren in Deutschland immer mehr um sich greift und dessen Anlage mit einem solchen Raffinement orgauisirt ist, daß es sich der öffentlichen Aufmerksamkeit gänzlich entzöge, wenn nicht der Zufall nähere Mittheilungen zu⸗ gefuhrt hätte. In regelmäßigen Zwischenräumen durch⸗ läuft ein Inserat fast sämmtliche deutsche Zeitungen, das etwa folgendermaßen lautet: Agenten gesuch.“)„Für einen Artikel, zu dessen Betrieb weder Raum noch kauf⸗ männische Kennmisse erforderlich find, werden Agenten ge⸗ sucht. Adresse sub ꝛc.“ Meistens nehmen dit Expeditionen der Zeitungen die Offerten entgegen, um dieselben an eine beliebig aufgegebene Adresse gelangen zu lassen. Die Offerten selbst sind gewöhnlich sehr zahlreich, da es nie⸗ mals an Leuten sehlt, welchen eine einigermaßen einträg⸗ liche Nebenbeschäftigung nicht erwünscht wäre. Ganze Kisten voll solcher Offerten gelangen so an eine Kopen⸗ hagener Firma, welche alsdann umgehend den Reflek⸗ lanten ein Anschreiben zusendet, in welchem mitgetheilt wird, daß zu irgend einem wohlthätigen Zweck ein Grund⸗ stück verloost werben solle. wöhnlich auf 2 Thaler normirt, von welchem Preise dem Agenten eine sehr ansehnliche Provision zugesichert wird. Das regelmäßige Wiederkehren des Inserats deweist, daß 6) Erscheint auch zeitweise im Anz. f. Oberhessen. ) Ersch ch zeitweis z. Zur Verhütung der Ausbreitung der Cholera. Belehrung für Laien. (Aus dem Pfälzer Kurier.) Die Erfahrung hat unzweifelhaft dargethan, daß die Cholera sich flast ausschließlich in der Nähe stehender, Sumpf bildender Wässer, nament- lich aber solcher entwickelt, welche noch in Verwesung übergehende thierische Dieselben Bedingungen, welche zur Entstehung beitra- gen, sind auch die geeignetsten Träger zur Fortbildung; überhaupt bilden alle verwesenden und faulenden Stoffe einen günstigen Boden zur Fort⸗ Ist nun solcher Stoff vorhanden, so verbreitet er sich auf dem günstigen Boden und entwickelt nach Art der Pflanzenkeime und Pilze wieder neuen Ansteckungsstoff, der flüchtig sich mit Stoffe enthalten. bildung des Cholera⸗Ansteckungsstoffes. der stinkenden Luft verbreitet und, von Menschen lera erzeugt. Ist demnach eine Gemeinde mit der Cholera bedroht, so muß sie suchen, dem Cholera-Ansteckungsstoff, das ist vergleichsweise: dem Cholera⸗ samen den Boden zu entziehen. Denn, wie der Same einer Sumpfpflanze nicht auf trockenem Felde aufgeht und sich entwickelt, und umgekehrt, so kommt auch der Cholerasamen nicht auf anderem Boden als dem ihm eige⸗ nen fort, das heißt in solchem, in welchem sich thierische oder pflanzliche Nun kennt man Stoffe, welche die Fäulniß Zersetzungsprodukte bilden. verhindern und die Fäulnißprodukte zerstören,— Desinfectionsmittel die Erfahrung gelehrt hat, genannt. kaltem zu geschehen hat aufgenommen, die Cho⸗ Die gebräuchlichsten ihrer Wohlfeilheit wegen sind: ungelöschter Kalk, Chlor⸗Kalk, Eisen⸗Vitriol, Theer und angebrannter Schwefel. Zur Verhütung der Ausbreitung der Cholera in bedrohten Orsen ist es demnach erste Aufgabe, Alles, was sich in dem Orte in Fäuluß begriffen befindet, wie stehende Wässer, welche nebenbei gesagt bei Westem das Gefährlichste sind, Düngerhausen, Pfuhl, sogleich fortzuschaffen und mit den genannten fäulnißwidrigen Stoffen zu mengen und am besten na dieser Mengung aus dem Bereich der menschlichen Wohnungen zu entfernen. Die Stellen, wo die Stoffe lagerten, sind nochmals mit fäulnißwidrigen Stoffen zu behandeln und wit Sand zu überdecken. a Desinfection genannt, muß öfters wiederholt werden, um alle Faäulniß, so lange die Bedrohung dauert, zu verhindern. kanntlich die Fäulniß, weßwegen bei warmem Wetter dies öfters als bei Diefe Procedur, Die Wärme begünstigt be⸗ Mit diesem Vorgehen wird dem Cholerasamen der günstigste Boden entzogen und kann dieser nicht aufkeimen; mindestens wird derselbe so verschwächt, daß er nicht die Kraft hat, sich so zu ent⸗ wickeln, daß dadurch eine Seuche veranlaßt würde. Ist nun wirklich schon die Cholera in einer Gemeinde vorhanden, so muß dies erwähnte Verfahren mit der größten Sorgfalt durchgeführt werden. Denn es kommt dann noch hinzu, daß von jedem Cholerakranken, ob leicht oder schwer, Cholera-Ansteckungsstoff geliefert wird, der sich der Luft mittheilt. Die Auswurfsstoffe des Cholerakranken sind es namentlich, welche den Ansteckungsstoff in hohem Grade in sich haben, aber erst, wie wenn sie ebenfalls in Fäulniß übergehen. Die Ob nicht von Seiten der Polizei nachträglich 1 eine Anklage wegen nächtlicher Ruhestörung erhoben wird, Der Preis der Loose ist ge⸗ — 1 0 1 14 1 „J der 5 Bait Attesthauses; 45 Jöhte im entwendele 0 et damals we und Heß de Sttafgeschbu nicht schuld — 1800 Ka! Häger, nach! Staben, geb Ag: und 4 70 Jodie aß dingen drei walleten 5 dasselbe den Altenf — ͤ d— U ͤä 6 21 For Nachlaß de. Wilhelm früher verft sind binnen wforigenfall. Geriafgugu Friedbe neiftbetend Oder. Groß — alerdring Slust m 1 Hund stof bilde die bon ö . sowohl die biedern Kopenhagener als auch die Agenten keine schlechten Geschäfte machen können, und in der That reizt der verhältnißmäßig niedrige Preis des Looses, sowie die Aussicht auf einen hohen Gewinn nicht wenig das unerfahrene Publikum. Man weiß nicht, ob die Unter⸗ nehmer bei der Verloosung selbst so ehrlich zu Werke gehen, daß das„Grundstück“(falls es überhaupt existirt) zum Ausspiel gelangt, oder ob die Kopenhagener sich nicht ein— fach darauf beschränken, einem zurückbehaltenen Loose den Gewinn zuzudiktiren; jedenfalls ist der Modus der Ver— loosung ein solcher, daß er sich gänzlich der Controle ent⸗ zieht, weßhalb die Presse die Pflicht hat, nachdrücklichst vor dem„Agentengesuch“ und seinen Folgen zu warnen; denn selbst zugestanden daß die Verloosung in der ehrlichsten Weise statifindet, so beweist doch schon der unbegrenzte Verkauf der Loose, sowie der Umstand, daß, die Unter⸗ nehmer Jedem, der sich um eine Agentur bemüht, Loose zum Verkauf übersenden, ohne eine Garantie für die Ehr— lichkeit des Agenten zu haben(den sie im Falle seiner Unehrlichkeit nicht einmal gerichtlich belangen dürfen, um sich nicht selbst zu denunciren), daß etwas faul ist auch an diesem dänischen Unternehmen. „ In der französischen Stadt Lille starb dieser Tage eine Berühmtheit ihrer Art, der Veteran des dortigen Arresthauses, im Alter von 92 Jahren, von denen er 45 Jahre im Gefängniß zugebracht hatte. Im Jahre 1815 entwendete er dem Marschall Brune, dessen Bediente er damals war, seine Ehrenzeichen, reiste nach Valenciennes und ließ dort die Truppen die Revue passiren. Das Staafgesetzbuch kennt kein Verbrechen, dessen er sich seitdem nicht schuldig gemacht hätte. Seine letzte Verurtheilung war vor 6 Jahren; damals machte er, trotz seines vor- gerückten Alters, noch ein Meisterstück. Nachdem er eine bedeutende Summe Geldes erschwindelt hatte, stahl er einem Commis-Voyageur Pferd und Cabriolet und setzte dessen Reise fort, wurde aber bald wieder gefaßt. Während seines langen Aufenthaltes in den Arresthäusern wurde er nie wegen der Hausordnung bestraft, die er streug befolgte. ** Mittel gegen die Cholera. Dr. Fromm, Arzt in Kairo, ein geborener Oesterreicher, theilte einem Freunde, den er selbst vor zwei Jahren von einem heftigen Choleraganfalle rasch und glücklich befreite, Folgendes über seine Behandlungsweise mit:„Ich gebe beim Anfalle dem Erkrankten in viertel- bis halbstündigen Zwischenräumen zwei bis vier Löffel von nachstehender Arznei, die ich für diesen Zweck stets in größter Menge vorräthig halte, worauf alsbald eine Minderung der Anfälle eintritt und der Kranke sich nach kurzen Schlafe genesen von seinem Lager erhebt: Fünf Gran Opiumextract, in fünf Unzen Zimmt⸗ wasser gelöst, werden mit 10 Tropfen Kreosot versetzt, und die Arznei schüttelt man beim Gebrauche jedesmal gut um.“ Auch theilt Dr. Fromm mit, daß nach seinen vielfachen Erfahrungen das Tabakrauchen(Karbolsäure?) sich als das beste Schutzmittel gegen die Ansteckung durch die Cholera erprobt habe. Beide Mittel sind rationell und verdienen wohl Beachtung von Aerzten und Nichtärzten. 4 Das amerikanische Boot mit seiner kleinen Be⸗ mannung von vier Personen, das auf seiner Fahrt von Baltimore nach Europa von einem englischen Schiffe an⸗ gerufen wurde, hat seitdem den Untergang gefunden. Die stürmische See kenterte das kleine Fahrzeug mehrere Male, und wenn es sich auch jedesmal wieder aufrichtete, so verlor es doch seine Vorräthe, Oel, Licht, Brod, Compaß ꝛc., und gerieth in eine schlimme Lage. Kleinigkeiten, die be⸗ gegnende Schiffe ablassen konnten, langten nicht weit, und es kam der Augenblick, wo das Meer sich seine Opfer holte und die Tollküühnen, im Zustande der größten Er⸗ schöpfung und beinahe wahnsinnig, einen nach dem andern von der kleinen Barke hinwegspülte. Nur Einer, ein Mann Namens Armstrong, obwohl halb todt vor Er- mattung, hielt sich mit den letzten Kräften an dem Boote sest, und so oft ihn auch die See davon hinwegriß, um ihn gleich darauf gegen dasselbe anzuschleudern, daß ihm fast die Sinne vergingen, arbeitete er sich doch wieder zu der rettenden Planke hin. Erbärmlich zerschlagen und wund, erstarrt, ausgehungert, krank von dem vielen See⸗ wasser, das er geschluckt, wurde er von einem englischen Schiffe aufgefischt. Bei sorgfältiger Pflege genas er bald und bei seiner Ankunft in England nahm sich der amerikanische Consul seiner an und verschaffte ihm die Mittel, nächstens nach Amerika zurückzukehren. 4 4 Ein englischer Schiffskapitän erzählt, daß, als die Cholera auf seinem Schiffe ausgebrochen und dreißig Menschen von derselben befallen waren, er sie alle durch Eingebung von gebranntem Kork gerettet habe. Dieses Mittel ist in England und Ostindien mit sehr gutem Erfolge angewandt worden. Man brenne ein Stück Kork zu Pulver und nehme einen Theelöffel voll davon in ein wenig Wasser oder Milch. Wenn es nöthig ist, so wiederhole man dieses zwei- ober dreimal, bis der Kranke genesen ist. Edictalladung. 1809 Katharina Jäger, Tochter der Juliane Jäger, nachherigen Ehefrau des Johannes Tengel von Staden, geboren zu Nieder- Wöllstadt den 25. Jun! 1797 und Ernst Ferdinand Lohmeier von da, über 70 Jahre alt oder ihre Erben werden aufgefordert fich binnen drei Monaten zur Empfangnahme des hier ver⸗ walteten Vermögens jener zu melden, widrigenfalle dasselbe dem Fiskus überwlesen wird. Altenstadt am 8. Juli 1867. Großherzogliches Landgericht Alte nstadt Dr. Stammler. Edictalladung. 2122 Forderungen und sonstige Ansprüche an den Nachlaß des am 17. Juli l. J. verstorberen deinrich Wilhelm Weckerling von Friedberg und seiner schon früher verfiorbenen Ehefrau Anna Eva, geb. Hoffmann, find binnen Frist von vier Wochen dahler anzumelden, widrigenfalls solche bei der Nachlaß-Regulirung außer Berückfichtigung bleiben werden. Friedberg am 30. August 1867. Groß berzogliches Landgericht Friedberg Reitz, Steinberger, Landgerichts ⸗Assessor. Aepfel ⸗Versteigerung. 2181 Freitag den 20. d. Mts., Vormittags 9 Uhr, sollen die Gemeindeäpfel dahler auf Ort und Stelle oͤffentlich meistbietend versteigert werden. Ossenbelm den 14. September 1867. Großherzogliche Bürgermeisterel Ossenheim Mau l. O bst⸗Versteigerung. 2182 Freitag den 20. September d. J., Mittags 1 Ubr, wird das der Gemeinde Ober⸗ Rosbach gebörige Obst, circa 210 Malter Aepfel, in Abtheilungen öffentlich meistbietend verstelgert. Ober⸗Rosbach am 14. September 1867. Großherzogliche. Ober Ros bach e cher. Landcichter. Au fiene rüntgz. 2180 Der Tischlergeselle Christian Habersarg aus Markruhl hat gegen Ende des vokigen Monats nach einer uns von demselben gemachten Anzeige dahier oder in der Gegend sein Wander- oder Arbeitsbuch verloren Der Finder desseloen wird gebeten solches baldmöglichst an uns abzugeben oder durch Vermittelung seiner Bürgermetisterei auf dem Dienstwege an uns einzusenden. Friedberg am 13. September 1867. Großherzogliche Bürgermeisteret Friedberg d. B. Der Großberzogliche Beigeordnete Foucar. Bekanntmachung. 2177 Vom 1. Oktober d J. ab kommt das Reglement für Benutzung der Preußischen Eisenbahntelegrappen zur Beförderung solcher Depeschen, welche nicht den Eisen⸗ bahndienst betreffen, gültig vom 1. Juli 1867, den Ve⸗ nutzung des Bahntelegraphen der Main-Weser-Zahn in Anwendung. Es wird dies mit dem Anfügen zur öffentlichen Kruntuiß gebracht, daß hierdurch der Depeschen Verkehr zwischen den Telegraphenstatienen der Maln-Weser⸗Gahn und der Main⸗Neckar⸗Bahn eine Aenderung nich erleidet. Kassel am 10. September 1867. Die Centraldirection der Muain-Weser⸗Bahn. 2127 Ein Paar kräftige, ganz egale, gat eingefahrene, geriftene und P A Schecken)/ 8 und fromme fer d e, 9 Jahre alt, 27 Fäuste hoch, namentlich zur Oeronomtie geeignet, verkauft auf Probe, billig und auch auf Credit Joh. Balth. vc oll in Gießen. W degen Tahnschmerz 2179 empfiehlt zum augenblicklichen Stillen Apotheker Bergmann's Zahhnwolle aus Paris à Hülse 9 kr. 2184 Ph. Dan. Küm mich. Versteigerung einer eisernen Kiste. Montag den 23. dieses Monats, Vormittags 11 Uhr, soll eine, der hiefigen Sparkasse gehörige, durch Anschaffung eines neuen Kassa-Schrankes entbehrlich gewordene eiserne Kiste in der Wohnung des Rechners Hildebrand, öffentlich an den Meistbietenden, gegen gleich baare Zablung versteigert werden. Hungen den 16. September 1867. Der Vorstand der Spar- und Leihkasse daselbst: Keie ß lin g⸗ Funk. 25 neue Spiritusfässer, 2128 3½—4 Ohm baltend, stehen zum Verkauf gegen baare Zahlung oder Credit dei Joh. Balth. Noll in Gießen. Anzeige. 2176 Damen, welche in Ruhe und geheim ihre Nieder ⸗ kunft erwarten wollen, werden gebeten, sich an Unter⸗ zeichneten zu wenden. Für billige und liebevolle Behandlung wird garantirt. Münzenberg im September 1867. Dr. Martin. Tüchtige Schmiedegesellen 2162 finden dauernde Beschäftigung in der lamd⸗ wirthschaftlichen Maschinen⸗ und Geräthe⸗Werkstätte von Konrad Häuser in Fauerbach bei Friedberg. Fässer⸗Versteigerung. 2158 Freitag den 20. September, Nachmittags 3 Uhr, läßt der Uaterzeichnete 24 Stückfaͤsser, 1 Zulast, mehrere kleine Fässer und 2 Ständer von circa 2 Ohm Gehalt, in dem Burghof zu Vilbel melstbietend versteigern. Vilbel den 11. September 1867. Wilhelm Finck. allerdringlichste Aufgabe zur Verhütung der Ansteckung ist es nun, diese Stoffe mit einem der genannten fäulnißwidrigen Stoffe(Eisenvitriollösung 1 Pfund mit 10 Pfund Wasser) zu mengen, damit sich kein Ansteckungs⸗ stoff bilden kann. Da es nicht verhütet werden kann, daß die Wäsche, die von solchen Kranken benutzt wird, mit Auswurfsstoffen, welche in der Folge zum Ansteckungsstoffe werden, verunreinigt wird, so muß diese Wäsche ebenfalls mit einem dieser Mittel— Chlorkalk(1 Pfund Chlorkalk auf 60 Pfund Wasser) behandelt werden. Die sonstigen Gegenstände, welche werthlos sind, wie Stroh ꝛc., werden verbrannt, die Bettstaͤtte mit Chlor⸗ wasser abgewaschen. Der Ansteckungsstoff der Cholera haftet aber nicht fest an der Ent- stehungsstelle, sondern ist flüchtig; die Gefahr vermindert sich übrigens mit der Verdünnung mit Luft. Wo also Ansteckungsstoff in der Luft vermuthet wird, da muß dieser auch zerstört werden, indem man der Luft fäulniß⸗ widrige Stoffe beimengt; das geschieht am besten durch Anbrennen eines Stückchens Schwefels von der Größe einer Haselnuß, welches beim Ver- brennen die schwefelige Säure liefert, das beste aller bekannten fäulniß⸗ widrigen Mittel. Auch kann hierzu der Chlorkalk oder der Theer ver- wendet werden. Ersteren stellt man in Gesäßen in die Zimmer oder be— streut den Boden, letzteren zieht man mit Wasser aus und benützt das helle Wasser, das man beim Durchseihen durch ein Tuch erhält, zum Be— sprengen der Zimmer. Diesen Vorgang wiederholt man öfters des Tages. Wird diesen Vorschriften, namentlich was die Desinfection der stehenden Wasser, Düngerhaufen und Abgänge Cholerakranker betrifft, pünktlich nachgekommen, so ist die Gefahr der Ausbreitung der Cholera um vieles vermindert. Schaden durch Zerstörung der Vogelnester. Von Dr. Curtman. Früher als man noch nicht den Amseln, Nachtigallen, Grasmücken, Stieglitzen, Meisen, Finken, Hänflingen, Zaunkönigen und ihres Gleichen den schonungslosen Krieg erklärt hatte, rechnete man auf jede Quadrat- meile in Frankreich durchschnittlich 10000 Vogelnester. Run nimmt man an, daß jedes Nest mindestens 4 Junge enthält. Vater und Mutter bringen aber jedem ihrer Jungen täglich etwa 15 Raupen, in jedes RNest also 60, und verbrauchen wohl für sich wiederum 60, also zusammen für jedes Nest 120 Stück. Für jene 10000 Nester beträgt dies 1200000 Raupen, welche täglich auf der einen Quadratmeile vertilgt werden. Das macht in einem einzigen Monate 36 Millionen. So wirkten unsre Sing- vögel. Was wird aber in Zukunft werden, wenn man nicht mehr um ihre Erhaltung besorgt ist, als gegenwärtig in den meisten Gegenden von Frankreich und Deutschland? 3 . ̃ ͤ ——————— —— — —— ———— ——ů—ů—— — 222—-—— 2 5.— e 3 T—— . Markt⸗ Berichtigung. Auf den Friedberger Wandkalendern für 1867 ist irrthümlich der nächste Friedberger Markt für den 24. d. Mts. an⸗ gekündigt, während derselbe am 25. d. abgehalten wird. . Nos 1 99 955 5 1 90 116 Kür Bestzer von Dampf- Preschmaschinen Fertige Rothguß⸗Lager für Dampf-Dreschmaschinen, Lager⸗ Metall zum Ausgießen von ausgelaufenen Lagern, empfiehlt in bester Qualität billigst 8 12 N. de 15 Ludwig Becker in Offenbach a. M. 1615 Metallgießerei und Fabrik für Dampfmaschinen- und Kessel⸗Armaturen. . R. Günthers Benzoe- Seife. 1889 Das anerkannt beste und wirksamste Schönheitsmittel empflehlt à Stück ls Mr. Kaußfurter Lebeus- Versichccungs- Gesellschaft Grund ⸗Kapital fl. 3,000,000. Reserven„ 1,729,653. 28½ kr. 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Der ausführliche Geschäfts⸗ Bericht pro 1866 kann in unserm Büreau, sowie bei sämmtlichen Herren Agenten in Empfang genommen werden. Berlin den 1. Mai 1867. Gesammt⸗Fonds Direction der Berlinischen Lebens⸗Versicherungs⸗Gesellschaft. Pusst. General-Agent. E. Jaudonin. v Pülow. von Magnus. Winckelmann. ee Vorstehenden Bericht bringe ich hierdurch zur öffentlichen Keuntniß, mit dem ergebenen Bemerken, daß der Geschäfts⸗Bericht des Jahres 1866 bei mir unentgeldlich ausgegeben wird, und Antrage auf Vecsicherungen von 100— 20.000 Thlr. jederzeit angenommen werden. 5 Friedberg den 16. September 1867. Louis Winheim, Agent der Berlinischen Lebens⸗Versicherungs⸗Gesellschaft. Bindernagel& Schimpff in Friedberg und Nauheim empfehlen zur Subseription: Göthe's Werke. Auswahl in 12 Bänden oder 30 Lieferungen. Preis à Heft 7 kr., 3 Band 18 kr. 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Bürger und Metzaen lischen Sch meister Johann Heinrich Gerth ein Sohn Jakob Frau, gelische Son geb. den 16. Auguft. J elben Tage 8. September. Dem ples. Bürger und Jans ils auf die Dr. Auguft Trapp eine Tochter Clara Charlotte Ele Iprramte Anna Lina Louise, geb. den 8. August. Stelle zu 100 Beer digte! Candidate g 10. September. Anna Katharina Schlechtweg, gel. il zu Kr Kraft, Ehefrau des biesigen Bürgers und Buchbinder Privat 4 melslers Phpiltyp Heinr ch Schlechtweg, alt 45 Jab nnn 9 Monate, 0 Tage, 1 den 9. September. e Au der 10. Septemder. Heinrich Peppler, Musketier in da] Jtag 7. Comp. dee 2. Grebh. Zufanterie⸗ Regiments, Soße ahn d des verst. Ortsbürgers zu Aulendiedach im Kreiß Büdingen Pefer Peppler, alt 22 Jahre, 4 Monate, „J den 10. September. 1 Tag, Jobann Konrad Kroner, Burger 2175 von 20 bis 40 Fuß Länge, 1 bis 4 Zoll Durch⸗ messer, verkauft in beliebiger Zahl EI N N ia, Septen Dauemalk, Geschäftoührer dahier, al Eine opale Maischbütte, 2 ö 2187 18 Ohm haltend, von 3zölligen Dauben, ist zu Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Butzbach. Carl Flach J. 5 ö 1 verkaufen bes Küfer Ehr. Koch. Druck und Berlag von Bindernagel& Schimpff.