da 74 1867. Donnerstag den 17. Januar. 8. 8 Le * a 0 5 1* den ran 4 93 W Ude 9 . * Entbält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. 1— 1 3 ö D ee. *. 5 Eiu ladung. Die Mitglieder der landwirthschaftlichen Bezirks- Vereins- Section Friedberg und sonstige Freunde der Landwirthschaft werden auf 5 Samstag den 19 l. Mt., Nachmittags 1½ Uhr, „ jn einer Besprechung über landwirthschaftliche Angelegenheiten auf das Rathhaus in Friedberg eingeladen. Gegenstände der Besprechung sind: g 1) Kommtmes in diesiger Gegend vor, daß Sommergetreide auch auf nicht 4) Was ist die Ursache, daß die Drillcultur det Getreide in hiefiger Gegend Fbisch geackertes Land eingesät wird und dꝛiabend en Falls, wie ist die Vorbereitung] noch so wenig eingeführt ist? des Landes im Herdste vorder* 5) Ueber Viehversiche ungen. r E e Mischung von Gras- und Kleesaat gemacht 6) Wahl von zwei Mugliedern zur Besichtigung des Faselviehes. 0 3) In welcher Ent ernung pflanzt wan Dickvurz, um von einem dazu gut Nieder-Wöllstadt den 12. Janrar 1867. S oll. „ suderelteten Accker den doͤchsen Ertrag zu erzielen? Wut Zur vorstehenden Einladung füge ich noch an, daß Herr Dr. Henkelmann an Frage 2 anknüpfend über die Zeit der Aus saat ea ind die zweckmäßigste Auswahl der Futterpflanzen Mittbeilungen machen wird. l id Friedberg den 12. Januar 1887. Der Direktor des landwirtbschaftlichen Bezirks⸗Vereins Friedberg * Trap v. 900 Hessen Darmstadt. Das Großherzog- oft mit blutigen Folgen, obgleich seither von den Beide dann nach Berlin begeben würden. Diese en diam sche Regierungsblatt Nr. 2 enthält: Gerichten wegen solcher Vergehen strenge Strafen Zusammenkünfte sollen mit der Militär-Reorgani⸗ — 42 I. Greßb. Edict vom 3. Jan., die Ernennung der erkannt und vollzogen worden sind. Die Zadlsation Hessens und Badens zusammenbängen. 15 8 Miiglieder des Staatoraths für 1867 der wegen sonstiger Körperverletzungen in der Aus Oberhessen. In einer am 13. d. M. 24 4 ire ff end.— i 8 0„ 1 2 2 F ˙¹.me 86 Provinz Starkenburg in den Jahren 1864 und zu Lauterbach abgehaltenen Versammlung von 1K 1 44 Innern vom 18. Dez. v. J., walche Abänderungen an En Statuten der Bank für Handel und Industrie in Tarmnadi zur öffentlichen Kenniniß bringt. III. Belannimachung Hesselden Ministeriums vom 77. Dez. v. J., die Akiengesellschast„Blausarbwerk Marien erg“ deueff IV. Bekanntmachung Großherzogl. Minifteriums der dufliz, betreffend die Gerichtsbarken in den durch den ri dene vertrag mit der Krene Preußen vom 3. Sept J. J. erworbenen Gebietstheilen. V. Auozug aus der Apministratiens Rechnung der Schul⸗Untertützungs⸗Stistung des Regierungorathes May don 1865. VI. Diensinachrichten. Seine Königliche Hobeit der roßberzog haben allergnädigst geruht: am 18. December 366 dem evang. Pfarrer Wüst zu Leihgestern die evang. warrtelle zu Bobenbausen,— am 21. dem Schulamte⸗ spiranten Schuster aus Bensheim die zweite kath. Schul⸗ felle zu Ilbenstadt zu übertragen;— 22. den Geheimen Staalsrab v. Bechtold, unter Entbindung desselben von tn Functionen eines Regierungs- Commissärs bei der tank für Süddeuilschland, zum Regicrunge Commissär bet ler Bank für Handel und Indusirie— am 29. den Ge bimen Legationeraih v. Viegeleden zum ständigen Mi died des Staateraths, unter Verleihung des Charakters s Suatérath, zu ernennen. VII. Gyarakierertheilungen. Am 29. December dem tercitier Namendortf als„Overdereiter“— am 1. Januar m Fabrilanten Mönch in Ossenbach als„Commerzienrath.“ VIII. Gckorben: Am 22. December 1866 Land⸗ brichteactuar Schmucker zu Groß-Gerau;— 30. Hof⸗ serichtsadvocat Kaufmann za Gießen. — Ueber die Rechtepflege im Großherzogthum fürzlich von dem Justizministerium sehr statistische Uebersichten veröffentlicht nd interessante norden, aus welchen hervorgeht, daß der sittliche zustand der Bewohner des Landes im Allge- neinen ein recht günstiger genannt werden kann. Die Zahl der wegen Diebstahls verurtheilten personen ist von 1917 im Jahre 1856 auf 982 n 1865 herabgegangen, diejenige der wegen land streicherei und Bettelei Verurtheilten in der leichen Zeit von 773 auf 228. Eine auffallende lebe. zeigen nur die Verurtheilungen wegen örperverletzung, sowie Tödtung oder Körper⸗ terlezung bei Raufhändela; die Zahl der ersteren l von 378 in 1856 auf 622 in 1865, die der Utzteren von 17 auf 62 Vexrurthbeilungen gestiegen. In der Provinz Rheinbessen sind wegen Tödtung wer Körperverletzung bei Raufhändeln in den Jahren 1804 und 1865 gar keine und in der Provinz Oberhessen nur in 1865 zwei Unter— chungen mit zwei Verurtheilungen vorgekemmen. zn der Provinz Starkenburg dagegen war die 15 dieser Verbrechen eine große; besonders im denwalde führen viele Kirchweihen zu Schlägereien, 1865 eingeleiteten Untersuchungen und erfolgten Verurtheilungen blieb im Vergleich zu den beiden anderen Provinzen erheblich im Uebergewicht. — Wie dem„Württembergischen Staatsan- zeiger“ mitgetheilt wird, sind zwischen Darmstadt und Berlin Verbandlungen angeknüpft worden, welche den Zweck haben, die im Verfassungsent⸗ wurfe für den norddeutschen Bund erhobenen Ansprüche hinsichtlich der militärischen Leistungen der Provinz Oberhessen zu modificiren. Es gilt dies namentlich hinsichtlich der in Berlin ge⸗ troffenen Bestimmung, wonach das von der Provinz zum Bundecheer zu stellende Contingent (bestebend aus zwei Infanterie- Regimentern à 3000 und einem Jäger Bataillon à 1000 Mann) in verschiedene Armeecorps eingereiht werden soll. — Wie das„Frankf. Journ.“ meldet, hätte Garnisoneprediger Dr. Krätzinger in Darmstadt seine Demission gegeben, und zwar wegen einer sehr auffallenden Zurücksetzung. Worin diese Zurück- setzung besteht, wird nicht bemerkt. — Das Kriegsministerium hat die Stände um ihre Einwilligung in die Verwendung einer Summe von 26,000 fl., welche aus dem Erlös einiger entbehrlich gewordenen militärfiscalischen Gebäude und nach Errichtung mehrerer Neu⸗ bauten noch übrig ist, zur Erbauung einer Turn— und Fechthalle ersucht. Dieses Gebäude soll dahier auf dem Axeal des cbemaligen Milita- holzhoses in der Nähe des Militärhospitals er⸗ richtet werden. — Die Namen der aus dem letzten Feldzuge noch„Verwißten“, welche als„Großbeurlaubte“ in den Militärlisten bisher noch fortgeführt wurden, sind nunmehr als todt gelöscht. Wie man hört, soll eine offizielle Verlustliste nicht ausgegeben werden. — Zu den Personalpveränderungen, welche in jüngster Zeit in unserem Kriegeministerilum ein- getreten sind, ist noch zu erwähnen, daß die Hauptmänner Herpel und v. Röder in das Kriegeministerium versetzt worden sind.— Es verlautet, daß in der Kürze noch mehrere Sub- alternoffizsere pensionirt würden. — Cine Correspondenz des Frkf. Journ. aus Darmstad: will wissen, daß der Kronprinz von Preußen auf seiner Rückreise von Karls— ruhe mit dem Prinzen Ludwig von Hessen in Gotha zusammentresfen werde, und daß sich Mitgliedern des Wahlcomites des ersten Wahl- bezirks, Alsfeld- Lauterbach Schotten, wurde Fabrikant Lerch von Blitzenrod bei Lauterbach zum Candidaten für das norddeutsche Parlament aufgestellt. Mainz. Am 12. und 13. d. war das Wasser im Rhein derart gewachsen, daß es an vielen Stellen bereits das Ufer überschwemmt und kaum noch einen Schub zu wachsen batte, um die in der Rheinstraße angebrachten Kar äle zu überströmen. In die Keller der nierern Stadt⸗ theile war das Wasser bereits eingedrungen. Der eingetretene Frost der letzten Tage hat dem fortgesetzten Wachsen Einhalt gethan, jedoch be⸗ fürchtet man große Ueberschwemmungen, wenn der nun wieder gefallene Schnee rasch weggehen sollte, wozu es allen Auschein hat. Worms. Der Localgewerbverein dahier hat beschlossen, zur Ermöglichung der Beschickung der diesjährigen Pariser Weltausstellung durch eine Anzahl junger unbemittelter, aber besonders tüchtiger inländischer Gewerbtreibenden die Ver⸗ waltungs-Commission der hiesigen Sparkasse um eine entsprechende Geldunterstützung aus den jährlichen Ueberschüssen jener Kasse zu bitten. Weiter sollen die Mitglieder des Vereins um Geldzeichnungen für diesen Zweck angegangen werden. Aus der Vereinskasse selbst wurden für den Fall, daß das Project zur Ausfubrung komme, 25 fl. und die bis jetzt fälligen Zinsen der diesseits gemachten Einlagen zu der Eckdardt⸗ Stiftung verwilligt. Preußen. Berlin. Das Gerücht von dem bevorstehenden Rücktritt des Justizministers Grafen zur Lippe circulirt wiederholt und wird als dessen Nachfolger Appellationsgerichts⸗ präsident Holzapfel, eonservatives Mitglied des Abgeordnetenhauses, genannt. —„Man vermutbet hier in Hrn v. Mohl den Verfasser der„Tagedblätter von 1866“ (Darmstadt und Leipzig. Eduard Zernin,) deren zweite Auflage hier polizeilich in Beschlag ge⸗ nommen wurde, nachdem die wörtlich mit der zweiten übereinstimmende erste Auflage unange- sochten durch den deutschen Buchbandel gegangen ist(nur in Frankfurt a. M. wurde auch die erste Auflage consiseirt) und namentlich auch in Berlin so zahlreiche Leser gefunden hat, daß auf Andringen dortiger Buchbaͤndler der erneute Ab- druck vorgenommen werden mußte. Die Schrift r ist pikant und enthält viel an kleinen Thatsachen, die bis dahin nur engern Kreisen zugänglich ge— wesen waren. Im Grunde bat keine Partei sich sonderlicher Schonung des Verfassers zu erfreuen, auch seine eigene nicht, obwohl der Verfasser sie in keiner Zeile verleugnet.“ — Die Morgeublätter melden:„In der Salzsteuerfrage ist eine allseitige Verständigung mit den süddeutschen Regierungen zu Stande gekommen.“ — Das Herrenbaus hat das Gesetz über Vermehrung der Abgeordneten mit 64 gegen 28 Stimmen in der Fassung des Abgeordnetenhauses angenommen. 5 Köln. Hier bat abermals ein Eisenbabn— Unglück stattgefunden, welches größere Ver- wüstungen zur Folge gehabt hatte, als bei der⸗ gleichen Fällen je wahrgenommen wurde. Wir entnehmen einem Kölner Blatte folgende Mit— tbeilung: Die leeren Waggons und die mit Gütern beladenen waren bei der Katastrophe so in einander gefahren(ein Waggon stand auf der Locomotive), daß sie durch Menschenkcaft nicht von einander getrennt werden konnten. Man spannte in entgegengesetzter Richtung Locomotiven an die verschiedenen Waggons, dieselben aus— einanderzuzieben; aber Ketten mit fingerdicken Gliedern sprangen wie Glas von einander, ohne daß die Waggons auch nur von der Stelle kamen. Leider sind der Maschinist, der Rangirer und ein Güterbegleiter todt geblieben und der Heizer wird auch schon verschieden sein, kommt jedenfalls nicht mehr auf. Ueber die Ursache zu diesem Unglück ist, wiewohl wir an Ort und Stelle waren, nicht mehr zu ermitteln, als daß die Locomotive entgleiste. Die Rhein Eisenbahn hat in der letzten Zeit viel Pech! Baron v. Los, welcher bei dem vorigen Unglück beide Beine brach, fordert eine Entschädigung von 70,000 und ein Bürgermeister, welcher ein Bein brach, 30,000 Thlr. von dieser Bahn. Hannover. Von den hannover'schen Offi⸗ zieren haben bis jetzt 556 ihre Entlassungsgesuche in der Adjutantur angezeigt. Jüngere Offiziere, welche nicht übertreten wollen, aber erst gerade vor Auflösung der hannover'schen Armee Lieutenant wurden, beabsichtigt man zur Erfüllung der all gemeinen Wehrpflicht anzuhalten und ohne Weiteres in die Armee einzustellen. Frankfurt. Am 14. d. war Termin zur Musterung der einjährigen Freiwilligen. Es meldeten sich von den 261 Zugelassenen 80 zum Eintritt in das 34. Infanteric-Regiment. Von denselben wurden nur circa 50 zum Militär- dienste als tauglich befunden, die übrigen theils ganz entlassen, theils zurückgestellt. — Die hier in Betreff der 6 Millionen Contribution circulirenden Gerüchte, daß nämlich bereits eine Entscheidung darüber getroffen sei, werden als verfrüht bezeichnet. Diese Angelegen⸗ beit befinde sich dem Vernehmen nach erst in dem Stadium der Vorlage und Erörterung. Aus Thüringen. Zu den schwersten Opfern, welche das norddeutsche Bündniß von den Kleinstaaten fordert, gehört wohl unbestritten die Höhe des künftigen Mil! tärbudgets. Wenn wirklich zur Friedens arne 1 Procent der Be völkerung herangezogen und für jeden Soldaten 225 Thlr. bezahlt werden sollen, so würden sich die Leistungen der thüringischen Staaten, gemäß einer uns zu Gesicht gekommenen Zusammenstellung, wie folgt, berechnen. Es würden zu zahlen haben: 1) Weimar für 2802 Mann 630.450 Thlr. 2) Meiningen 1780„ 400.500 * 1* 3) Altenburg„ 1419„ 319 225. 4) Coburg Golha„ 1645„ 470,125. 5) Schwarzb. Rudolstadt„ 737 165,25„ 60„ Sondcrsbausen, 662„ 145.420„ 7) Reuß jüngere Linie„ 864„ 194.400 8) Reuß ältere Linie„ 438 98.550„ Im Ganzen würde dies über 10.000 Mann und über 2,300,000 Thaler betragen. Bringt man dagegen den seitherigen Militäretat in den genannten Staaten in Rechnung, so ergibt sich, daß derselbe in Zukunft um mehr als das Doppelte sich erböben muß. Meiningen. Der Herzog von Meiningen verordnet, daß die Parlamentsabgeordneten je 7 Gulden Tagegeld und Reise-Entschädigung so lange aus Staatsmitteln erhalten, bis diese Ent- schädigungen nicht etwa aus Bundesmitteln be- stritten werden. Bayern. Das in Stuttgart erscheinende „Handelsblatt“ bringt aus München die zuver- lässige Nachricht, daß in den letzten Tagen eine sehr freundliche und dringende Aufforderung an die dortige Regierung don Seiten Frankreichs ergangen ist, das französische Münz:, Maß- und Gewichts system zu adoptiren. Dem Blatte wird als bestimmt versichert, daß gleichzeisig in Stutt— gart, Darmstadt und Karlsruhe ganz ähnliche Schritte von der französischen Regicrung ge— schehen sind. Baden. Karlsruhe Die für die Pariser Ausstellung ernannten Commissäre von Bayern, Baden, Hessen und Württenberg hatten am 13. d. eine Conferenz in Bruchsal, um sich gegen- seitig über die getroffenen Maßregeln Mittheilung zu machen und sich über eine möglichst gemein- same und einige Anordnung der weiteren Arrange mente zu verständigen. — Gebeimerath v. Mohl verwahrt sich gegen die Aanabme, daß er der Verfasser der Schrift „Tagebuchblätter von 1866“ sei und erklärt, daß er erst Kenntniß der Schrift und deren Inhalt erlangt habe, nachdem dieselbe in zweiter Auflage erschien:n war. Frankreich. Ueber die Maßregelungen, denen deutsche Blätter in Paris unterworfen sind, bringt die„A. Allg. Ztg.“ folgende voll berechtigte Klage:„Seit Jahren werden die deutschen Blätter, namentlich die„Allgemeine Zeitung“, von der französischen Censurbehörde mit einer Unerbittlichkeit verfolgt, die ihres Gleichen nicht hat. Denn wer, außer den davon Betroffenen, würde es für glaublich halten, daß von den monatlichen 30 Nummern unseres Blattes in der Regel 23 bis 24 in den Bureaux des Minisleriums des Innern zurückbebalten werden, also höchstens sechs bis sieben in die Hände unserer Abonnenten gelangen! Wir haben diese durch die ruhige und maßvolle Haltung unseres Blattes gewiß nicht gerechtfertigte Unbill lange Zeit über uns und unsere französischen Abonnenten, denen wir für ihre bewundernswerth treue Aus- dauer zu aufrichtigem Danke verpflichtet sind, er⸗ gehen lassen, indem wir uns immer von Neuem der Hoffnung hingaben, es werde endlich in den jenseitigen Preßverhältnissen eine mildere Praxis eintreten und dem freien Zutritt der„Allgemeinen Zeitung“ kein Hinderniß mehr in den Weg ge legt werden. Die fortgesetzten Beschlagnahmen aber, die sich namentlich in der neueren Zeit in auffallender Weise vervielfältigt haben, legen uns um so mehr die Pflicht auf, diese Angelegenheit vor das Forum der Oeffentlichkeit zu bringen, als alle in unserem eigenen und im Interesse unserer französischen Abonnenten an zuständiger Stelle angebrachten Beschwerden ohne Erfolg geblieben sind“. Großbritannien. Ein englisckes Blatt der „Globe“ sagt über die orientalische Frage:„Es ist jetzt offenbar, daß das Wiedererwachen des orientalischen Kampfes in ernsterer Form als früher nur eine Frage der Zeit ist. Die meisten Mächte Europa's erörtern die Angelegenheit im Voraus, um sich über ein gemeinsames System der Behandlung zu verständigen. Das Project einer Tripelallianz zwischen Frankreich, Italien und Oesterreich ist nicht so unwahrscheinlich Oesterreich und Italien stehen jetzt ohne Zweifel in den freund- lichsten Beziehung zu einander so wie zum Cabinet der Tuilerien. Seit Fürst Metternich aus Wien auf seinen Pariser Posten zurückgekehrt ist, steht er in fortwähremdem Verkehr mit Herrn v. Moustier. Wahrscheinlich wird der erste offene Schritt der drei Mächte oder des französischen Kaisers in ihrem Namen in einem Vorschlage bestehen, die türkische Frage vor einen Congreß der Groß- mächte zu bringen, in welchem die Hforte mit vertreten sein soll. Aber der Zeitpunkt dafür ist hat auf Antrag des landschaftlichen Directoriums noch nicht gekommen.“ a „„ Friedberg. In verschiedenen Blättern, nament- lich in der„Dieaskalia“ und der„Darmstädzer Zeitung? erscheinen seit längerer Zrit schon sehr ausprechende, von hoher dichterischer Bezibung des Verfassers zeugende poet sche Beiträge unter der pseudouymen Bezeichnung „Arthur von Deich.“ Das Publikum gab sich über die Persönlichteit des Dichters mancherlei Muthmaßungen hin, doch keine derselben bat bis jetzt Bestäuigung gefunden. Es dürfte deßbalb auch für viele unserer Leser von Inte⸗ usse sein, endlich ewas Näheres über die Person des Der Name des Dichters ist Dichters erfahren zu können. Ernst Eckste in; er isf ein Sohn des Hofgerichts-Advo⸗ katen Dr. Ecksein in Gießen, 21 Jahre all und liegt gegenwärti noch seinen Studien auf der Hochschule ob.— Schon früher haften wir Gelegenheit, im Kreise von Freunden die ersten poetischen Versuche dieses jungen, lalenwollen Mannes zu hören und freuen uns deßhalb don ganzem Herzen, denselben als den verehrten Dichter Arthur von Deich“ begrüßen zu können.— Leipzig. Kürzlich sollte dahier die Hinrichtung eines Naubmörders Namens Kürschner stallfinden und schon lag derselbe unter dem Falleisen, das in der nächsten Sekunde Tod bringend hernieder falleu konnte, als miuelst eines Telegramms von dem in Berlin weilenden König die Begnadigung des. Mörders eintraf. Ueber die An— kunft dieses verhängnipvollen Telegramms wurde nun Folgendes berichtet: Die Schorfrichter kippten bas Breit vocnüber, so daß Kürschner auf dem Bauch lag, schoben es ewas vorwärts, und wollien eben das obere Hals⸗ eben niederlassen, als weiber von der Siraße ein lautes, vielstimmiges Rufen erschallte. Alles stutzte, und auch die Männer auf dem Schaffot hielten in ihrer schrealichen Arbeit inne; da sich jedoch der Ruf nicht wiederholte, wollten sie fortfahren, als man deutlicher„Halt! Halt doch!“ cusen börte. Wieder lauschte Alles und blickte in athemloser Spannung nach dem Eingang, auch Kürschner erhob sein stark geröthetes Gesicht und starrie offenen Mundes, die schrecklichste Angst in jeder Miene, dor thin. Als sich aber auch jetzt Niemand dort zeigte und nur un⸗ deutliches Toben zu vernehmen wax, trat der vollstreckende Gerichisbeamte Lucius hervor und sagte zum Scharfrich er: „Was ist denn? Thun Sie doch Ihre S puldigkeit!“ Aver in demselben Augenblick erscholl der durchdringende Nuf Halt! Halt!“ aus Hunderten von Kehlen nochmals, und durch die hiniere Thür des Hoses stürzte alsbald in größ⸗ ter Hast ein Telegraphen-Beamter, ein weißes Blatt Papier in der Hand haltend. Dr. Lucius nahm, entfaltete es und sprach dann— kein Athemzug ward hörbar— die Wor ie: „Ich theile dem Publicum und insbesondere den Mit⸗ guiedern des Gerichtshofes mit, daß ich soeben von Sr. Maj. dem Könige(dee sich, wie bemerkt, damals noch in Berlin vefand) folgende Depesche empfange:„Execuuon bis 1 Weiteres aufzuschieben. Näheres brieflich von Dresden. Sodann fügt das Blatt binzu: Wir können unsern Be⸗ richt nicht schließen, ohne die ausdrückliche Bestätigung hin⸗ zuzufügen, daß Seitens des Telegraphenamts kein Augen⸗ blick versäumt worden ist, um die Depesche auf das schleunigste nach dem Executionsort zu besördern. Dieselbe ist bereits um 7 Uhr 16 Minuten in Berlin aufgegeben, aber erst um 8 Uhr hier eingetroffen und gleich ohne Couvert expedirt worden. Der Beamte ist quer durch den Park und den nächsten Weg in Carridre gelaufen, so rasch ihn nur seine Füße tragen konnten; die dichten Massen am Eingange des Gerichtsgebändes verursachten aber cinen kurzen Aufenthalt, der, wenn er nur ein wenig länget gedauert hätte, verhängnißvoll gewesen sein würde. Der Verurtheille ist mittlerweile zu lebenslänglicher Zucht⸗ hauestrafe begnadigt worden. e Aus Trauteuau, der Stadt, aus der im ver⸗ gangenen Jahre viel Tragisches zu berichten war, wird einmal ein recht komisches Intermezzo gemeldet. Am letzen Tage des vergangenen Jihres nämlich sollte das Gischäft des Rasirens und Haarschneidens der Ge⸗ jangenen in der Frohnfeste an den„Wenigsibietenden“ vergeben werden. Friseur A. verlangte 10 kr. für das Haarschneiden und 4 kr. für das Rasiren, worauf sein College im Orte sich sogleich ervot, die Arbein um die Hälfte dieses Preises zu übernehmen. Darauf geht J. noch tiefer und will sich mit 1 kr. fürs Rasiren und 2 k. üs Haarschneiden per Kopf begnügen. B. aber, der es um jeden Preis seinem Rivalen zuvor bun will, verlangt nun gar keinen Preis und meint:„Da mach' ich es halt ganz umsonst.“„Billiger können Sie es doch nicht thun,“ sagte der Gerichteadjunct lächelnd zum A. und schließt das Protokoll, das hierauf von Beiden unter⸗ zeichnet wurde. Im Wengehen soll den Zurückgesetzten seine Nachgiebigkein doch gercut und er seinem Collegen drohend zugerufen haben:„Ich hab mich nur übertölpelg lassen, das nächste Mal muß ich doch die Arbeit kriegen; ich zahl' halt drauf!“ Die Trauk nauer Gefangenen abel werden ganz ruhig und ganz unentgeldlich abrasirt.— Neid und Mißgunst haben auch anderwäris schon ähn⸗ liche Stückchen aufgeführt. Neid und Mißgunst sind aber auch ein häßliches Paar, dem man allezeil kräftig die Ein⸗ kehr wehren sollte, wenn es in unser Junercs einzuziehen sich auschicken will. „ Petroleum. Von ärztlicher Seite wird gewarnt, den Docht an Petrolcum⸗Lampen niederzuschrauben, was ost wegen Oelersparniß geschehe, wenn das Zimmer auf einige Zeit verlassen werde oder bier und da auch für die Nacht. Die Fel ze davon sei, daß die Luft des Zimmers mit den Gasen des unverbrannten Oels, mii Rauch und mit Nußibeilchen angefüllt werde. Die so verunreinigte Luft wülke sebr schädlich und lönne, wenn häufig einge⸗ albmet, leich. Hals und Langen mündung. Sa wunde und Uebelkeit mit nachtheiligen Folgen verbeifübren. 7 1 5 5 f Ta 9. aan Meda 4 4 1½ Denselben 11 ire es I bes nat. ztledder Holzr 120 Nice N In Ou paul. 10 an Ort un S. Gtgen 5 Doub J Ko ent Orte nbe —— De N Monag der en in dem d. t. wilcht von de zur Unterbring eng tbiau egen Faun fende, Groß 1 5 . Oeffentliche Aufforderung. 29 Die Besiter der in Nr. . 92 unter Inserat 2493 näher verzeichneten Immo ilien wollen dieselben theils ver⸗ Fanden, theils veräußern, theils ihren iwerbiitl nachtragen lassen, können sich aber über den Erwerb derselben übt urkundlich ausweien. Cs werden destdalb Dri' te, welche aus irgend einem Richtogrund Ansprüche an diese mmobitien glauben bilden zu können, aufgefordert, sosche binnen drei Monaten so gewiß dahier geltend zu machen, a font die Veräuserungs Urkunden obne tundvuche nach Maßgabe des Rücksicht auf sie bestätigt, beziehungsweise die betreibenden Theile im Arl. 29 des Gesetzes vom 21. Februar 1852 als vermuthete Eigenthümer werden Schwurgericht der Probpinz Oberhessen. 1. Qugreal 1867. Urtheile: Den 7. Januar wurde Adam Lang ans Düdels heim, wegen ausgezeichneten Diebstabls, in eine geschärste Correcllonshausstrase von 1 Jahr und 3 Monaten con⸗ demnirt Denselben wurde Ernst Pult aus Nieder- Eschbach, wegen ausgezeichneten Diebstahls, in eine Correc⸗ engeschrieben werden. Uonshausstrase von 1. 1 tl g 8 8 0 5 Ig Oktaber 2a ishausstrase von Jahr verurtheilr.— Den 8. Jan. Frredverg und Hungen den 26. Oktober 1866. ee N wurde Samuel Behrenz aus Neder-Florstadt—— 2 8 roßherzog iches Landal— Meincids, in eine Correctionshausstrase von 4 Monalen Re 14 br. 8 e Lande verfällt, dabei jedoch verordnet, daß 2 Monate unver⸗ Reis aud richter.— F. IN e, Landrichter. schuldet erlittene Untersuchungshaft an derselben in Abzug 2— 1 2 zu bringen seien.— Den 9. J hurden v lte 7 9 208* 6 5 en 9. Januar wurden verurtheilt: ) A 1 b e 1 t** V Ce 1 st Ee 1* C 1 11 11 N 1 Heinrich Hedderich aus Brauer chwend, wegen Wilderei 1 An den unten benannten Tigen und O ten sollen die zur Unterdaltung der Staatestraßen pro 1867 im gubezerke Fciesberg(rtorder ichen Unterbaftungg beine und zwar zerschlagen geltesert, sowle verschiedene Ab betlungen der Tantra besten unter den dei der Versleigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen an dit Nena netmenden s ffen'tich in Accert acgeten werden? ——— und Versuchs der Tödtung, in eine Zuchthausstrase ven 1 Jahren und 4 Monaten, von welcher 4 Jahre auge⸗ messen zu schärsen seien; 2) Conrad Hedderdch von da, wegen Anstiftung zu letzterem Verbrechen, in eine Zucht⸗ Selche von der blest zen Stadt im Monat Mal d. J. —— bauestrafse von 2 Jabren.—(Foris. folat). Der Verste run 18 Namen der Benennung* a 1 5 Verstengse 9 8 2 Vauaufseber[der zur Ver-(M eee 4 ———u¼———— N 1— 10 Mitgetheilt von Chr. Oecht. Socc.⸗Agen in Friedberg f— 8 der betreffen steigerung Newyork. Das Hamburg⸗Newyorker Posicamuf 49 F Ta g. Stunde. Br. Fog al.. K den Straßen- kommenden„Saxonia,, Capt. Haack, welches Hamburg am 24. Det. * 2 sireck en. Arbeiten. verließ, ist nach einer sehr stürmischen Reise von 17 Tagen Tan 1807* wohlbehalten in Newvork ang kommen. g i montag den 21. 9 dot B.⸗M. Oußbach Bierdt. Melchior 1. Zu. 106 Eygel, Weide Stein- Lieferung 0 und Hölzer u. panrarbeit. 5 ek anntmachung. 2J Die: stag den 22. 9 Uhr B. M. Naubeim um Pariset Hof 15. 18. Einbauser undsdesgl. 125 Mittwich den 21.. Wie, Vormittage 40 Ude Stein anfangend, sollen in der Hofratthe des Pächters Jakob 3 Nutwoch en 23.9 Uhr V. ⸗M. Ober Wöästadt Wirebschaft Franzs 5 u. 4 Kreß und Diehlsdesgl. Rau dabietr öffentlich versteigert werden: ö Brauburger 2 Pierde. J Oonrers. d 24. 9 uer B. N. I dens adt m Cbausserbaus 6 u. 7 St pp u. Kenradsdesgl. 1 Demmel, 5 Freitag den 21 Ur B. MW. Aeciwetadeim Hesthaus zur P fi 19[Korumagan deagl. 2 B eisrännige Wagen. SSamstag den 26. 10 Ur B. M Nice Monstadt Haid, 3. Nassfzuen 10[Zäger desgl. circa 30 Furer Strob verschledener Sorte, Hof 400 Stück Reiserwellen, Nonag den 28. 10 Ubr B.- Atnfhadt Haft. zum Adler“ 8] Dingeldein ddesgl. 6 Sieden Prugeizois, g 9 Ioenselden 2 Ut N W.] Lindheim Gasid des derrns 9 u. 11 ebe u. Nürn desgl. circa 10 Wagen Mist. Loch berger„ 60 Ceniner peu, 'Odenstag den 29. 10 Uhr B. M Büdingen Gasth. zum Stein 12[Klcpensttuber desgl.„es„ rammet,— uiwoch den 30 1 Ur N.. M Oder- Eschbach[Gaßtd. zum Bruß] 13[Michel desgl. Dicwurz, Erbsentrob. 1 Karteff lpflug Gutlen, g ler Hof 1 Ffoblfaß und noch sonstige verschiedene Gegen⸗ J denselben 5 Ubr Abende] Steindach Gaßtwerih Heck 14[Michel deoal. fliande. b r sreuag den 1. 10 Utr B. W Wöl erobeim Vastwutd Adam] 17 faleböfer— ddeegl. Ober Mörlen den 13. Januar 1867. bed uar. Dofmaan In Auftrag zriedderg den 15. Jauuar 1867. Groß derzogliches Kreisdauamt Frtedderg Re u 8 Holzversteigerung in der Oberförsterei Ortenberg. 121 Nächten Minnwoch ten 23. Januar J. J., von Vormittags präcis 9 Ubr, soden im Sellheim'schen Wäldchen, in Difrikt Hainkohl bei Bobenzausen, vachstedende Polzsorttmente Scheitholz, Nuchen ·— E chen⸗ Zichten⸗ 1 Eichen Stamm, 1 Guden- Stange, 3½“ dick und 5“ lang 9“ pick und 6“ lang(Wagenwelle), Prügel, Stockbolz Reiser, eee.. 21 1 3 2— 4½ — 190 77 860 Ktcien-Nobnenstaugen, 1“ dick und 15— 20, lang, 171 Fichten Stengen, 3- 4“„ 38— 10,„ zu Sparren geeignet, g 80! 1 5 1½% 2„„-„ I örita. und Latlenstangen getignet, 1393 1 2—3“„„ 20-25“„ zu elterdäumen c. zc. sceignet, in Ort und Stelle verfteigert werden Gegen veischristemäß ge Bürgschaft Zahlungsefrist bis Ende Juni d. Daub zu Bo enbausev. Ortenberg den 14. Januar 1867. J. Zusammenkunft dei Forstwart Oderförsterei Ortenberg Großherzoglich SS ern. e da d Versteig erung. 42 Montag den 21, Januar 1807. Vormittage 9 Uhr ollen in dem Turnshale rer Siadtschule dahter citca 150 Strobmatretzen, 350 wellene Teppiche, 592 e inene Veittucher und 2 Danditcher, ur Unterbringung von Militär angeschafft und nur wenig Lebiaucht worden find, öffentlich meifibietend gegen Baarzablung versteigert werden. Offenbach den 3 Ja ua 1867. Großherzogliche Nurgetrmeisterei Offenbach Huck Ma in-⸗Weser⸗ Bahn. 91 Zur Untformtirung rer Wärter und Portters soll die Rieferung vor 81 desen, 88 Matzen, 48 Röcken und 8 paetots, veranschlagt zu 178 fl. 35 kr. auf dem Sut m sionswege vergeben werden. De veserungsberingunngen können auf dem Büreau des Proßberzoglichen Maschinenmeisters dabier tiage eben weren uns find die Gebote bis längstens 22. d. M Nommage 3 Ubr, veisiegell und mit rer Aufschrift Unisormmung betreffen- einzureichen. Gießen den 9. Januar 1867 Großherzogliche MWagazirs Commission EC de meyer. Steinkohlen 2731 verkauft: N40 zum Jechen pets J. Schimpf. Bekanntmachung. 119 Dienstag den 22. d. M., Mittags ur, werten auf dem Streau des unterzeschnesten Nentamts 23 Master Korn von dem biesigen Speicher sowie 25 Malter Hafer zu Stammheim lagernd, öffentlich verfteigert. zrledberg den 11. Januar 1867. Großberzogliches Rentamt Friedberg Lin de c. Holz⸗Versteigerung. 122 Montag der 21 d. Mis., Vormittags um 91½ Uhr, kommen aus den Freiberrl. v. Franckenslein'schen Walddistrikten,„Am Forfgarten“ und Löwenwalv“ zur üffentlichen Versteigetung: 7 Stecken Eichen⸗Scheidbolz, 5 9* rügelbolz, 12½ 8„ Stockbolz, 409 Wellen„ Relsbolz, 630 Cubitsuß- Stammholz in 22 Stücken, von 9½ 16“ Durchmesser und 10 507 Länge. Unter dem Scheidbolz befindet sich auegesuchtes Werl boli für Kuter und Glaser, das Staumpolz etanet sich vorzugewesse fur Baudandwerker. Die Zusammenkunft fi det in dem ersigenannten Dir ki, mugächf des Forstgartens, statt. Ockstadt den 14. Januar 1867. Die Freibetri. v. Franckeustein'sche Oberförsterel Ockstadt Nen. Für Kapitalisten. 3 Gegen gute Fppoldeken koͤnnen 6000 fl. zu 4½ und 3% pracut werden. Nähres durch die Erpd. d. Bi. Großberzoalichen Landgerichts Friedberg Großherzogliches Ortsgericht Ober-Mörlen Jede l. Holz- Versteigerung. 126 Die am J. und 10. d. M. im biesigen Gemeinde: wald stattgedabte Dolzversteigerung ist genehmigt und det eiste Fabrtag auf Montag den 21. d. Mis. fest⸗ gesetzt worden. Abfabrtage find im Distrikt Wann und Kibitz⸗ Montags und Dienstags bis den 12. Februar, im Distrikt „Auesicht Muwochs exel des 23 Januar bis 6. Jebruat. Oker Mörlen den 15. Februar 1867. Großbeizogliche Burgermeisteret Ober-Mörlen Jer Bindernagel e Schimpff in Friedberg empfehlen als vorzüglich: Schwarze Aaiser Cinte J. Schol Olese, aus Pflanzenssoffen bereitete Tinte ist fret von Säure, fließt sebr gut aus der Feder, die sie nie⸗ mals angreift, schreidt sich dunkeldiolet, wird aber nach kurzer Zett für immer tief schwarz. Die Copirtinte ist unübertroffen, sich noch nach 8 Tagen nehmen. Das Fläschchen 8 kr. EFFECT ͤͥͤ ²˙ümAA 3 N welche sich über Gichtkranken, die sicherste, leichteste und schnellste Heilung ibrer Leiden be⸗ lebren wollen, ist„Dr. Hoffmanns zuver⸗ lässiger Gichtaezt“ dringend zu empfehlen. Sein einfaches Heilverfahren ist nicht blos das kürzeste, sondern auch das wohlfeilste. Dieses Büchlein ist für 27 kr. in allen Buchhand⸗ lungen zu bekommenz in Friedderg dei Bindernagel& Schimpff. 216 in Mainz. Abzüge davon lassen C ommis, Reisende. Correspondenten, Jörster, Gärtner, Oeconomen und sonslige Stellensuchende mögen gicht versaumen, rechtzeitig dei dießger Poß oder einer Buchbandlung auf das(bei Wallerstein in Oresden erscheinende„Iuustrerte Wochendtatt nebt Betdfatt Der Agent“ mit 12 Sgr. vierteljährlich zu abonntren. Stellensuchende Adonnenten erdalen von der Erpeditlon flals ko enfrele Auskunft geen Beisagung einer Postmarke für frankute Ruck⸗ antwort. 116 ö chin 88 wird gegen guten Lobn gesucht don Philipp Windecker. —— Arbeits⸗ Vergebung. 123 Unterzeichnete Grubenverwaltung beabsichtigt für das laufende Jahr die Verladung von 400 000 Etr. Eisenerze in hiesigem Bahnhöfe einem oder auch mehreren Unternehmern in Accord in vergeben und konnen die Bedingurgen hierüber auf dem Bureau der Gesellschast, Usagasse Nr. 382, eingesehen werden. Friedberg den 15. Januar 1807. Die Verwaltung der Friedberger Bergbaugesellschaft S t i. Der rühmlichst bekannte E. G. Walter'sche Fenchel-Honig-Extract, bewährtes Mittel bei allen Hals- und Beustloiden, Katarrh, Husten zc. sowie bei Ver dauungsstockungen und Hämorrhoidalbeschwerden ist die J Flasche zu 12½ Sgr., die ½ Flasche zu 7½ Sgr. in slets ftischer Waate acht zu haben in Friedberg bei N Windecker dur 43 Kreuzer kostet ein Loos, 3 Loose kosten 2 fl., 10 Loose 6 fl., 21 Loose 12 fl., zu der schen am 15. Februar 1867 stattfindenden großen Ziehung der von der Re— gierung gegründeten und garantürzen Staats⸗Gewinn⸗Verloosung, welche nachstebende Treffer entbält, als: 60.000, 5 0,000, 45000, 40000, 35000, 32.000, 30,000, 25.000, 20,000, 18009, 16.090, 15,000, 10,000, 6,000, 5,000, 4,000, 3,000, 2,000, 1,000, u. s. w. und 17 Fres. eines jeden gezogenen Looses. Es ist mithin Jedermann die Gelegenheit ge— bolen, mit einer lleinen Einlage einen der oben- stehenden Treffer zu machen. Durch Un'erzeichneten sind Loose met Serie⸗ und Gewinn nummer für obige Ziebung gegen Einsendung des Betrags, Postnachnahme oder Post— einzahlung zu beziehen. Ein Loss für alle Zie— hungen gültig, kostet nur 4 Thlr. Jeder Auftrag wird schnell und sorgfädtiost ausgeführt, Pläne den Bestellungen beigefügt und nach erfolgter Ziehung die Zichungslisten jedem Tyeilnehmer franko und graus zugesendt. Man beliebe sich daher bald und direkt zu wenden an L. Wenzel, Staats⸗Cffectenhaudlung in Frankfurt a. M. Fah gasse No. 111. Briefmarken und Coupous werden in Zahlung ar genommen. 127 Geschufts-Empfehlung! 8 Einem diefigen und auswärtigen Publikum ertaube ich mir ergebenft anzuzeigen, daß ich von jetzt an auch neben meinem Schrennergeschäft das Glasergescäft be⸗— treiben werde und bitte um geneigten Zuspruch. Alsenbeim. Karl Schmidt. Wichtige N Anzeige für Bruchleidende. 120 Wer die vorlr ffliche Kurmethode des berühmten Schweizer Brucharztes, Krüsi-Altherr in Gais, Kanton Appenzell, kennen lernen will, kann bei der Exped. dieses Blattes ein Schrifichen mit Belehrung und vielen 100 Zeug nissen in Empfang nehmen. Ein gebrauchtes Pianino 10 hat zu derkaufen H. Neisel, f Drebermeister. Geschäftskäufe und Verkäufe, Cepitatien⸗ Nachweise und vortbellhaste Plaeirungen werren für Abornenter des(be: Wallerstein in Dreeden erscheinenden)„Illusnuten Wochenblatt nebst Beiblatt Der Agent“ koflenfrei vermittelt. Abon⸗ nements missen mit 2 Sgr. vierter jäbrlich sogleich bei bufier Postanstalt oder einer Buchhandiung gemacht werden. 117 Hofraithe- und Güterverkauf. Oer Urterzeichnete, von Pfarrer Dr. Carl Stamm in Dornbolzhauser, als Vormund seiner Tachter Emilie beau nagt, die Letzterer don ihrem verstorbenen Groß vater Pfarrer Gentband Stamm duch Tefsament rom 3. Apr 1866 veimachten in der Gemarkung Nieder Eschbach eine Stunde von Hemburg v d. Föbe delege nen Immodi ien öffenz ic meifibietend einaln oder im Ganzen zu verfeigern, bringt hiermit zur Kenntniß der Kauflicbbaber, daß Ve lsteigerunge termin auf Montag den 11 l d. J., Vormittags 1 r, auf das Orisgerichtsbureau zu Nieder- Eschbach anbe raumt ist. Die ausgeboten werdenden Immobilien bestoben: 1) aus einem zweislöckigen sebr gut erbaltenen, noch neuen Wohnbause nvebst guten Kellern, Scheuer Stallung, Hofraum und Gärten, und wurde seither Wiribschast ait Specereiktam intt gutem Erfolg de trieben, wozu es sich auch ferner, wie zu jedem anderen Geschäfte sehr wobl eignet, da die Hofraude an der Straße nach cer eine halbe Stunde entrferr ten Eisenbahnflatlon Bonamös an der Main Weser Bahn legt. 2) aus 6 bis 7 Morgen Ackerland in den desten Lagen der Gemarkung Nieder Eschbach. Die Verfseigerungs Bedingungen liegen bei dem Unterzeichneten jeder Zeit zur Einsicht offen und werden ebenso im Termine seltst bekennt gemacht werden, wie denn arch außerdem Perr Burgermeister Jaust in Nieder— Eschbach zu jeder näberen Auskunft beren ist. 115 Friedberg, den 11. Januar 1867 Curtman, Dof erichis-Advocat. Zu daben bei Bindernagel& Schimpf in Friedberg: Taschen-Jahrplan für die Mittel⸗Rheingegend, Frankfurt, Hessen, Nassau, Unterfranken, Baden, Rheinbaiern, Rhein-Preußen und Westphalen. Preis 3 kr. Bel Vindernagel& Sschimp fie en Friedberg zu 1 fl. 45 kr. zu haben: pay g 5 FJympathetischer Unipersal- Bathgeber, oder magisch symratbetischer Haus schatz in bewährten Mitteln wider viele Krankheiten und Gebrechen des Leibes, nebst wundersamen Gehermnissen zur Erreichung der verschieden— artigsten Zwecke. J Dieses Buch, das in der ganzen Literatur eir zig und allein dastebt, entbält die Resuttate eines langen, dem Wohle der Menschbeit gewirmeten Lebens des in weiten Kreisen bekannten Herauogebers, der sich durch viele Bitten endlich bewegen ließ, seine in so mancher Dinsicht wichtigen Ertabrungen der Oessenrlich keit zu übe geben und darurch der unverdsienten Vergessenbeit zu enttels en. 191 Ein junger Mensch, 124 welcher gute Zeugnisse vorzeigen kann und sich zu einem Kellner qual finirt, kang placirt werden. Anmel⸗ dungen wolle man an die Exped. d. Bl. richten. Ein gutes dunkelbraunes nächtigen P erd verkauft 114 Conrad in Reid etsbeim. Kirchenbuchs auszug. Getaufte: 6. Januar. Dem husian Bürger und Privaf⸗ seribenten Jobann Karl Lurwig Cypristtan Ferber ein Sohn, Wilbelm Ludwig, geb. den 2. Dec. 1866. . e ee 8. Januar. Heinrich Kautz, Söhnchen des biesigen Bürgers und Schubmachermeisters Heinrich Wubelm Kautz, 5 Monate, 2 Tag alt, 1 den 7. Januar. Auszug gemeinde zu Friedberg. Getraute: 2 December. Der husige Bürger und Handelsmann Simor Samuel aus Getern, Sohn des Handelsman res, Seifensiedeis und Emwohners zu Gerern Liebmann Samuel, mit Charlonte Grödel, Tochter des verlebten hiefsigen En wotners Michael Grödel. 4 Geborene: 2. December. Dem hiesigen Bürger und Metzger⸗ meister Raphael Reichenberg eine Tochter Adelheid. 29. Dec. Dem dies. Bürger und Weißgerbermeister Moses Seligmann eine Tochter. Fruchtpreise. Per Malter. Friedberg, 15. Januar. Waizen 15 fl. 5 kr.; Korn 10 fl. 45 tr.; Gerste 8 fl. 50 kr. 3 Haser 4 fl. 50 kr. Grünberg, 12. Januar. Walzen 15 fl.— tr.; Korn 10 fl. 40 kr.; Gerste 8 fl. 35 kr.; Hafer 4 fl. 43 kr.; Molter 9 fl. 50 kr.; Erbsen 9 fl. 58 k.; Linsen— f. — kr.; Saamen und Lein 17 fl. 16 kr.; Kartoffeln 4 fl. — kr. Mainz, 11. Januar. Waizen 15 fl. 51 kr.: Korn 10 fl. 35 r.; Gerte— fl.— kr.; Hafer 5 fl. 34 kr.; Kartoffeln 3 fl. 44 kr.; Roggenstreh per 100 Gebund 20 fl.— kr. Preise verschiedener Gegenstände. Fried verg am 12. Janxar. f Butter pr. 2 27 28 kr. Eier 1 Stück 2 kr Brennbolz. Buchen- Sch itholz I., pr. Stecken 7 fl 30 kr. * Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck une Verlag von Bindernagel& Schimpf. Mitgetheilt von* 9*— At 25 31 8. Landeier: Frankfurter Cours. D 7 f 1„ 00 P. 1. 1858114 b. 16 Januar. 1867. Cours der Staats papiere. 8„ 500, v. 160% 633,64 Oerterr. 9% det. 1859 i. Lst. 50 F Or. Hess. 40% Obligat. 95 P. +„ 100 Pr v. 1864 67 P. 3 50% Nat.-Anl. 185451 6 5 3½0% Obligation. 88 G. 8 Schwed Tulr. 10-L. 10 P. 5 5% do. 1864 57½ G Nassau 4½% Obl. b. Rth. 95 P. 2 Bad. 35 fl. Loose 52 P. Preussen 4 ½% Obligat. b. Rt.. 5 4% do do 89 p. 2 burh. 40 Thz.-L. b. K 33 F. „ 2% def N Kurkess. 40% Obl. b. R. à 10593 P. 2 r. Liess. 50 fl. L. d K. 4, F. 5 Bayern 5% Obligation. 100%½ P Frankf. 3½0% Obligat. 83½ P.—„ 25,„„ r — 4½¼% ½ hr. b. Rth. 94½ P. N 30% do 73½ P. 2 ass 25 fl. I. b. K 7 P. 4 40,5 do do 90 G. Russland 5% Obl. i. L. à fl. 12 84½ G. Nr Sard 36 Fr. I., d. B. 3 Würtemb. 4% Obl. b. Rth. 94¼ P Finnland 4½0% Pfdbr. i. R. 105 82 ½ G. 8 l fl. 9 41—43 8 40% do do—— Schweden 4½% O. i. R. à 105 83 6. 2 Doppelte„ 9 42-44 Baden 4½% Obligat. 93½ P 1 4½0% Pfb. i. R. à 105 83 G. E I bprenss. Frieded'or]„ 9 56¼½—57 ½ 2 De 9 5 N-Amer. 60% St. 1 E. 1882 76¼— el. f 10 Stücke]„ 9 850 oli einbezahlite Eisenbahn- Actien und Prioritäten. L I kend- bett 915 2 . f g f 2 20 Frues-? tücke„ 9 25—2 4%% Kahr, Ostbahn 117 FP. 30% Liv. C. P.& U,. fr. àa 20 kr. 35 P. 2 knel. Soxvereiens.„ 11 8592 4% Pfaudbr. d. Frkf. Hp.-B.—— 5% Tos. Centr-Eisenb.-Pr. 52¼ p. 2 Aeuss. In. periales„ 9 42-44 30% Oesterr. St.-Eisenb.-Prior. 47½ b. 5% Elisabethbahn-Prior. 97 69 P. Gold pr. Joll. Pf.„—— 6% Oest. Sud St. u. Lomb. E. B. C8 ¼ P. 5% do. neueste Emiss.% 65 6. Ich. Siid. p. Pf. b 30% Oest. Süd. St. u. Lomb. E. B. 44 C. 4½% Hess. Ludwigsb.-Prior. 94½ P. press. Kassensch.„ 1 44½—45½%½ 2 E. Wiener Wechsel-Cours 88½ 5 Für An- und Verkauf aller Werthpapiere empfiehlt sich bestens unter Zusicherung reeller Bedi nung und ertheilt gerne jede gewüuselute Auskunst über Verloosungen, Coupons- Zahlungen u. 8. w. Dollats in Gold„2 20 S. Lindheimer in Friedberg aus dem Civilstandsregister der israel. Religions⸗ Flattern dee Lugic dn 45 det Prufung der wivrigem 30 ulli geschuekte —— Hessen. d amien im Dinter! dt und heß U aun des zee ssce Dient u chen Oberforste shenden prtuß ve Besoldung. 180 bis 150 Te Wodnungevtrdäl Gisanunz des Jabrreschluß di und zu mubigen hernirakung San e benen Getting Pr. Iraner d. 9 bestehendt Vorlage det Ni Wedeichund d des vorsedrigen zelnen getragen sem Behufc war beauftragt, Zusa Veblirbenen kai 1 1 Zur Fru en anderer Conn igierungen Un wohl bald ihre 6 auge das Bun Aung war, som Fra und Wen f legung ran tionen, Trans Beschärigunz ö Gelände vorleg . der 6 5 1 nacher wurde ig ktnannt. 2 —