77 E 2 142 ** 90 0 0 0 025 icht. nedtdodlen dimpf. 3 1867. Samstag den 16. Uovember. 136. Anzeiger für Oberhessen. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Auf den„Anzeiger“ kann man noch für die Monate November und Dezember bei den Poststellen des Großherzog— thums mit 22 kr. und bei der Verlags-Expedition mit 20 kr. abonniren. Nr. 44. sub 2. betrieb der Handelsretsenden beireffend. Friedberg den 14. November 1867. Betreffend: Den im Jahr 1867 abzuhaltenden Rekrutirungsrath für die Provinz Oberhessen. 9 5 Amtlicher Theil. Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatte sind zu publiziren: Bekanntmachung, das Eichen von Glasgefäßen mit einem Inhalt von ¾ Schoppen betreffend.— sub 4. Bekanntmachung, Trapp. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Die Entscheidungen des Rekrutirungsraths von 1867 über die bei demselben von Militärpflichtigen des Kreises Friedberg vorge— brachten Reclamationen, welche die früheren Entscheidungen abändern, beziehungsweise bestätigen, theilen wir Ihnen nachstehend in Abdruck den Gewerbe⸗ Großherzogliches Kreisamt Friedberg Friedberg den 14. November 1867. zur Bedeutung der betreffenden Interessenten und Wahrung des erforderlichen in Ihren Listen mit. Trapp. Kreis Friedberg. 8 2 n 5 Früt Enischeidung 8 2 nN Früt Ensscheidung — rühere des N rühere des 2 Vor⸗ und Zunamen. Zzohnort.. 33 Vor- und Zunamen.[Wohnort. 11 1 n 2 5 8 3 W̃ Entscheidung. Rekrutirungs⸗ 1 2 3 5 Entscheidung. Rekrutirungs⸗ 2 Raths— E 2 2 2 Raths. A. Re ker ut een. 17[Gottfried Leidecker Ockstadt e e untaug⸗- suntauglich. 4[Heinrich Eißner Dorheim untaugl. beim Ein- suntauglich. 18[Jakob Walter Münzenberg Au tauglich 18925 im Dienst 19[Peter Jakob Braun Nieder-Mörlen tauglich tauglich. 4 4. 5 hristian Weis Friedberg Aglich. 5[Georg Bayer Nieder-Mörlens Desgleichen untauglich. 6 0 Jan iich 8 Sorg May Ockstadt Desgleichen untauglich. 22 Philipp Reuter Nieder-Weisel J lauglich tauglich. 7 Carl Wagner 4 Friedberg Deogleichen untauglich. 23[Adam Zerb Dorheim tauglich untauglich 8[Fiedrich Wilhelm Rausch Friedberg Desgleichen Untauglich. 24 Moritz Strauß Friedberg tauglich tauglich. 9 Siegmund Heß Münzenderg unterm Maas beim sunterm Maas. 25[Wilhelm Eß Vornassenheim weifelhast untaug⸗ sumauglich Eintreffen im g N lich 6 aug zzuguglcc. Dienst 1867 1 25 3 5 5 2 ut; Johs. n Kirch⸗Göns eogleiche e. 10[Johs. Wenzel Ober-Rosbachs untaugl. beim Ein⸗ untauglich.— 85— 990 90 on Aale n lamp. 0 77 im Dienst 28[Valentin Nicolai Ober-Mörlen relativ tauglich untauglich. 91 5. 29[Wilh.„ Ad icssel[Ober⸗Mö eeifelhaf 82 alt 11 ani Landvogt Rockenberg Desgleichen relativ tauglich. 9[Wilh. Joh. Adam Sticksel[Ober-Mörlen wie untauglich. B. Conscriptionspflichtige de 1867. 3 5 75— Ne Ace untauglich. 1[Georg Muth Beienheim lauglich tauglich. N. M. M. 1 52 5 keugleh untauglich. 2[Moses Schott Beienheim tauglich tauglich. 12 Nicolaus Kipp Ockstadt dem Gesetz aus⸗ 3[Karl Friedrich Sieck Friedberg relativ tauglich untauglich. gewichen) 12[Hartmann Schäfer Nauheim tauglich tauglich. 13 Konrad Knicrim Nauheim dem Gesetz aus⸗ 13[Christian Rothhard Butzbach tauglich tauglich. 5 gewichen 86) 14[Peintich Balzer Friedber weifelhaft untaug- tauglich. e Af 5. 5 5 — a 1 9 Aich haf 8 glich*) Kipp erscheint wegen seines Ausbleibens bei der Musterung als enischuldigt, es 15[Heinrich Wex Nieder-Mörlen] Desgleichen tauglich. behält aber, weil er bei dem Rekrutirungs⸗Rath sich nicht sistirt hat, bei der 16[Heinrich Peppler Ober⸗Mörlen dem Gesetz aus⸗ tauglich*) u un 1 Rift. ene eien, wornach er zum Erstmarschiren be⸗ gewichen stimmt worden ist, sein Bewenden. „) Der von Peppler, wegen seines Ausbleiben bei der Musterung, vorgebrachte Ent⸗ schulbigungsgrund wird als genügend angesehen und Peppler deßhalb zum Nach⸗ loosen zugelassen. Hat die Nr. 56 B. erhalten. zugelassen. Betreffend: Die Aufnahme des Viehstandes im Jahr 1867. reren ) Da Knierim von seiner früheren Heimathsbehörde bis Ende des Jahres 1867 Wandererlaubniß erhalten hat, so der Musterung als genügend entschuldigt und wird deßhalb zum Nachloosen Hat die Nr. 227 B. erhalten. erscheint er wegen seines Ausbleibens bei Friedberg den 13. November 1867. an die Großherzoglichen Bürgermeistereien und den Polizeicommissär zu Wickstadt. Unter Bezugnahme auf unser Amtsblatt Nr. 5 von 1863 lassen wir Ihnen zu der am 3. Dezember d. J. von Ihnen aufzunehmenden Biehstandstabelle das erforderliche Formularpapier hierbei zugehen. Wir erwarten pünktliche Aufnahme und tragen Ihnen weiter auf, jede Abweichung gegen voriges Jahr, sowohl in Ansehung der Stückzahl als der Viehpreise, auf der Tabelle selbst vollstäudig zu erläutern. Bis zum 15. Dezember erwarten wir die Vorlage unfehlbar. Trapp. Hessen Darmstadt. Das Großherzogliche Regierungsblatt Nr. 44 enthält: I. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums bes Innern, die Bestätigung von Stiftungen und Ver— mächtnissen betreffend. Im Laufe des britten Quartals 1867 find von des Großherzogs Königlicher Hoheit nach— selgende Sliftungen und Vermächinisse bestätigt und hier⸗ tif die betressenden Behörten zu beren Annahme ermächtigt porben: bie Schenkung des Johannes Grimm zu Jüges— Fim an die katholische Kirche daselbst im Betrag von 100 fl., für die Abhaltung eines Engelamtes;— die Schenkung der Anna Nosina Zilluf zu Sauer-Schwaben— im an die evang. Kirche das., im Betrag von 200 fl., * Gunsten der Armen in Sauer⸗Schwabenheim;— die Slistung der Katharina Beillmayer zu Bingen an die katholische Kirche daselbst, im Betrag von 150 fl., für die Abhaltung eines Jahrgedächtnisses;— das Vermächtniß der Witiwe des Oberappellationsgerichtsralhs Meyer zu Darmstadt an die kath. Kirche daselbst, im Betrag von 500 fl. für die Abhallung von zwei heiligen Messen für sie selbst und ihren verstorbenen Ehemann und im Betrag von 50 fl. für die Armen der katholischen Gemeinde zu Darmstadt;— die Schenkung Seiner Durchlaucht des Herrn Fürsten zu Löwenstein-Wertheim⸗Rosenberg an die katholische Kirche zu Neustadt zur Gründung einer Pfarr— wohnung, bestehend in verschiedenen Gebäulichkeiten im Werth von 2200 fl.;— die Schenkung des Heinemann Lismann aus Büdingen an die israelitische Religionss Gemeinde daselbst, im Betrag von 350 fl.;— die Stis— tungen des verstorbenen Georg Michel I. zu Gundheim an die kathol, Kirche daselbst, und zwar im Betrag von 180 fl. für die Abhaltung von drei Seelenämtern und im Betrag von 200 fl. zur Unterstützung armer Kinder, welche zum erstenmal zum heiligen Abendmahl gehen;— die Schenkung des evang. Pfarrers Schlosser zu Reichen⸗ bach an die evang. Kirche daselbst im Betrag von 250 fl. zur Vermehrung ihres Baufonds;— das Vermächtniß des Conrad Bröder von Gambach an die Landeswaisen— anstalt im Betrag von 200 fl.;— die Schenkung eines Ungenannten an die evang. Kirche zu Schöllenbach, bestehend in einem vollständigen neuen Abendmahlgeräthe im Werth von 150 fl.;— die Schenkung des katholischen Lehrers Georg Nahm in Mainz an die katholische Kirche zu Seisersheim im Betrag von 100 fl.z— das Legat der Wittwe des Wilhelm Hellmeister, Anna, geb. Suder, zu Mainz an die Gemeinde Gau-Algesheim im Betrag von 100 fl. für die Herstellung eines Crucistres;— das — — — — — Vermächtniß des Conrad Bröder zu Gambach an das Diakonissenhaus„Elisabethenstift“ im Betrag von 200 fl.; — das Vermächtniß der Wittwe Katharina Berg zu Gonsenheim an die kath. Kirche daselbst, bestehend in einer Reihe von Güterstücken im Werth von 2066 f das Vermächiniß des kath. Pfarrers Latth zu Bodenheim an die kath. Kirche zu Bodenheim im Betrag von 5200 fl. und an den Armenfonds derselben Kirche im Betrag von 1800 fl.;— die Sliftung des Johann Kapp II. und dessen Ebefrau zu Klein⸗Winternheim an die katholische Kirche daselbst im Betrag don 120 fl. für die Abhaltung von zwei Jahrgedächtnissen;— die Schenkung des Wilh. Fischer von Osthofen an die kath. Kirche daselbst von 120 fl. für die Abhaltung von vier heiligen Messen;— die Schenkung Sr. Durchl. des Herrn, Fürsten zu Löwen⸗ stein⸗Wertheim⸗Rosenberg an die kath. Pfarrei zu Neustadt, bestehend in 18 Spet. päpsil. Obligationen im Gesammt⸗ courswerth von 1911 fl.;— die Schenkung der Maihil⸗ denstiftung der Provinz Starkenburg an die Kleinkinder schule zu Darmstadt von 100 fl.;— das Vermächtniß des kath. Pfarrers Jakob Alexander Latty von Bodenheim an die kath. Kirche von Wöllstein von 500 fl. zur Abhaltung von Jahrgedächtnissen für verstorbene Familienglieder und einer jährlichen Brodvertheilung an die Armen zu Wöll⸗ stein;— die Schenkung des Bischofs von Mainz an die kath. Kirche zu Neustadt von 300 fl. zu Gunsten der kath. Schullehrer im Kreise Neustadt;— das Ver⸗ mächtniß des Franz Ofenloch von Hambach an das barmherzige Schwesternhaus zu Darmstadt von 200 fl.; — das Vermächtniß der Geschwister Jung von Kastel an die kath. Kirche zu Kastel von 100 fl., zur Stiftung eines Anniversariums für ihre verstorbenen Eltern;— die Schenkung des verstorbenen Ortsbürgers und Müllers Johanes Weidmaun II. und der noch lebenden Ehefrau desselben Katharina geb. Ewald zu Ockstadt an die kath. Kirche daselbst, bestehend in einem Kronleuchter im Werthe von 500 fl. In Folge Allerhöchsten Auftrags werden diese Stiftungen zum ehrenden Andenken der Stister dankend zur öffentlichen Kenntniß gebracht. II. Bekanntmachung Gr. Ministeriums des Innern, das Eichen von Glasgefäßen mit einem Inhalt von 374 Schoppen betr. Nachdem es zweckdienlich erkannt worden ist, künftig Gläser und Flaschen mit einem Inhalt von 8 Schoppen zum Eichen zuzulassen, ist solches unter Vorbehalt der Beobachtung der bestehenden Vorschriften über das Eichen solcher Gefäße gestattet, und als Eichzeichen dafür das nachstehende Zeichen bestimmt worden: 7 III. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums der Finanzen, die neue Organisation der Oberförstereien Rainrod und Eichelsachsen, Forst Schotten, und der Ober- förstereien Eichelsdorf und Langd, Forst Nidda, betr. IV. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums der Finanzen, den Gewerbebetrieb der Handelskeisenden betreffend.(Ist den Lesecn des Anzeiger durch eine kreis⸗ amtliche Verfügung in Nr. 134 bereits bekannt geworden.) V. Bekanntmachung Großherzoglichen Oberconsistoriums, die Ergebnisse der Verwaltung des allgemeinen evangeli⸗ schen Kirchenfonds vom Jahre 1866 betreffend. Die Gesammt⸗Einnahme beträgt 27.599 fl. 483/ kr.; die Gesammt-⸗ Ausgabe 23,697 fl. 65/ kr. Verglichen bleibt Rest 3902 fl. 42 kr. i 5 VI. Bekanntmachung Großherzoglichen Kreisamts Büdingen, die Erhebung einer Umlage in der israelitischen Religionsgemeinde zu Eckarishausen mit Calbach für 1867 betreffend. 5 g VII. Verzeichniß rechtskräftig gewordener, in Gewäß⸗ heit des Art 30 des Strafgesetzbuchs im Regierungsblatt bekannt zu machender Stcaferkenntnisse der Gerichte der Provinz Oberhessen. i VIII. Ertheilung von Erfindungspatenten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 12. Oct. dem Werkmeister Bender und dem Schlossermeister Teller in Offenbach auf deren Nachsuchen ein Erfindungspatent auf die durch Zeichnung und Be⸗ schreibung näher erläuterte Construction eines selbstwirken⸗ den Regulativs für Stubenöfen, unter dem Vorbehalte, daß dadurch Niemand in der Anwendung bereits früher bekannt gewesener Theile der Erfindung gehindert werden soll, während ber nächsten fünf Jahre für den Umfang des Großherzogthums,— an demselben Tage dem Chemiker Schlamp in Nierstein auf dessen Nachsuchen ein Erfin⸗ dungspatent auf die durch Beschreibung näher erläuterte Darstellung einer Desinfections⸗ und antiseptischen Seife, unter dem Vorbehalte, daß dadurch Niemand in der An⸗ wendung bereits früher schon bekannt gewesener Theile der Erfindung gehindert werden soll, während der nächsten fünf Jahre für den Umfang des Großherzogthums,— an demselben Tage dem Petry in Stuttgart auf dessen Nach⸗ suchen ein Erfindungspatent auf die durch Zeichnung und Beschreibung näher erläuterte Construction einer Cigarren⸗ Wickelmaschine, jedoch unter dem Vorbehalte, daß dadurch Niemand in der Anwendung bereits früher schon bekannt gewesener Theile der Erfindung gehindert werden soll, während der nächsten fünf Jahre für den Umfang des Großherzogthums— und an demselben Tage dem Wol⸗ demar von Loewis of Menar zu Panten bei Riga auf dessen Nachsuchen ein Erfindungspatent auf die durch Zeichnungen und Beschreibungen näher erläuterten Ver⸗ desserungen an seiner unterm 25. Januar 1867 patentirten Construction eines Leinsaat⸗Rifflers, unter dem Vorbehalte, daß dadurch Niemand in der Anwendung bereits früher bekannt gewesener Theile der Erfindung gehindert werden — während der nächsten fünf Jahre für den Umfang es Großherzogthums zu ertheilen. IX. und X. Militärbienstnachrichten.(Dieselben sind sämmtlich älteren Datums und wurden s. Z. in diesem Vlatte erwähnt, dürften deßhalb als bekannt betrachtet werden.) — Wie das„Fr. J.“ meldet, hat sich der Großherzogliche Ministerialrath Schleiermacher, Referent in der Eisenbahnangelegenheit, in Folge einer deßfallsigen Mission nach Norddeutschland begeben. Preußen. Berlin. Die Arbeiten der Commission des norddeutschen Bundes für eine allgemeine deutsche Proceß ordnung werden, sobald sie in ein weiteres Stadium gerückt sind, den süddeutschen Staaten zur Betheiligung vorgelegt werden. Das gleiche Verfahren soll bei den übrigen Arbeiten für eine gleiche Gesetzgebung in Betreff der Betheiligung der Staaten jenseits des Mains eingehalten werden. — Der„Hannover'sche Courier“ meldet: Die im vorigen Jahre nach London geschafften 22 Mil⸗ lionen hannover'scher Staatsgelder sind hier wieder eingetroffen und deponirt. — Die„Prov.-Corresp.“ meldet: Der neue Zollvertrag tritt am 1. Januar in Wirksam⸗ keit. Vermuthlich wird der erweiterte Bundesrath im Januar, das Zollparlament Anfangs Februar einberufen. — Der Schluß der Postconferenz dürfte in längstens 14 Tagen erfolgen. Der durch sie zu vereinbarende Vertrag, der zunächst 1) zwischen dem norddeutschen Bunde und den süddeutschen Staaten, dann 2) zwischen dieser Gruppe und Oesterreich, sowie 3) mit Luxemburg abgeschlossen wird, wird in 5 Abschnitte und 60 Artikel zerfallen. Der erste Abschnitt enthält die grund- sätzlichen Bestimmungen, Abschnitt II. betrifft die Briefpost, Abschnitt III. die Fahrpost, Abschnitt IV. das Verhältniß zu auswärtigen Postgebieten, Ab- schnitt V. Schlußbestimmungen. Aus letzterem erhellt, daß die Ratificationen in möglichst kurzer Frist erfolgen sollen, der Vertrag mit 1. Januar 1868 in Kraft treten und von Jahr zu Jahr kündbar sein soll, die Kündigung jedoch nur am 1. Juli gestattet ist, so daß der am 1. Juli ge⸗ kündigte Vertrag immer bis zum 30. Juni des nächsten Jahres gültig bliebe. — Die französische Regierung hat nun for⸗ melle Einladungen zur Conferenz wegen der rö⸗ mischen Frage erlassen. Voraussichtlich wird ste damit wenig Glück haben, denn die protestantischen Mächte haben keine Lust, sich in die Frage ein⸗ zumischen, die katholischen Mächte nicht den Trieb, über das Schicksal des Papstes, der sich in keinem Falle an der Conferenz betheiligen wird, zu Ge⸗ richt zu sitzen. Die Ansicht der preußischen Regierung dürfte so ziemlich mit den folgenden Aeußerungen der Kreuzztg. zusammentreffen: Wir haben schon früher bemerkt, daß keine Macht bis jetzt eine besondere Neigung gezeigt hat, sich in diese Sache zu mischen, daß Oesterreich ganz allein sich öffentlich auf französische Seite gestellt hat, und daß man jetzt abwarten muß, ob die französische Einladung von bestimmten Vorschlägen begleitet ist, oder nicht. Ist das nicht der Fall, so scheint uns keine Möglichkeit einer diplomatischen Action der Conferenz, und wahrscheinlich werden Frankreich und Italien dann sich allein verstän⸗ digen müssen. Daß diese Verständigung auf Kosten des Kirchenstaats erfolgen soll, wird nicht verhehlt selbst auf französischer Seite. Aber wenn auch die Conferenz zu Stande käme, so werden sich die Großmächte doch schwerlich beeilen, auf die Wünsche Frankreichs einzugehen. — Von Preußen und dem Nordbunde ist am 31. v. M. ein Handels- und Schifffahrtsvertrag mit der Neger Republik Liberia(in Westafrika) abgeschlossen worden; die übrigen Zollvereinsstaaten sind zum Beitritt eingeladen worden. — Die Nachricht, daß Frankreich in der nordschleswig'schen Frage einen Compromiß vor- geschlagen habe, wonach Dänemark gegen Ein⸗ willigung in die preußischen Garantieforderungen und Uebernahme einer Quote der Staatsschuld die Inseln Alsen und Sundewitt, ausschließlich der Festungen Düppel und Sonderburg, erhalten sollte, wird von der„N. A. Ztg.“ als nicht be⸗ gründet bezeichnet. Kassel. Der Ortsausschuß zu Kassel hat in Berücksichtigung des außerordentlich starken Fremdenverkehrs, welcher alljährlich in der ersten Hälfte der Pfingstwoche dort stattfinde und der großen Schwierigkeit, zu gleicher Zeit die für eine zahlreich besuchte Versammlung erforderlichen Wohnungen zu beschaffen, den Beschluß gefaßt, die Sitzungstage der 17. allgemeinen deutschen Lehrerversammlung auf die zweite Hälfte der Pfingstwoche zu verlegen, nämlich auf den 4., 5. und 6. Juni 1868. Die Vorversammlung soll den 3. Juni stattfinden. Frankfurt. Die Deputation der Stadtver⸗ orpneten ist am 13. d. von Berlin zurückgekommen. Wie man vernimmt, hat sich die Regierung bereit erklärt, die Schuld, mit Ausnahme der drei An⸗ lehen vom 15. Januar 1829 mit 141,600 fl., vom 20. Mai 1864 mit 1,344,000 fl. und 32,000 fl. zu übernehmen und die Lotterie der Stadt noch fünf Jahre zu belassen. Zu einer Entschädigung für die auf 1,328,852 fl. geschätzten Gebäude und Grundstücke, welche der Staat an sich nimmt, sowie für den sehr bedeutenden Reinertrag der Eisenbahnen hat sich die Regierung nicht herbei— lassen wollen. Die Deputation wird den Stadt⸗ verordneten Vorlage machen. Falls diese auf die Vorschläge der Regierung nicht eingehen, so soll dieselbe entschlossen sein, die ganze Angelegenheit durch den Landtag auf dem Wege der Gesetzgebung zu erledigen. Köln. Nuf ergangene Einladung an die Katholiken Kölns fand eine zahlreich besuchte Versammlung statt, in welcher eine Adresse an den König beschlossen und derselbe gebeten wurde, für die Freiheit und Unabhängigkeit des päpst⸗ lichen Stuhles seinen Einfluß geltend zu machen. Die Adresse wurde einstimmig angenommen und beschlossen, dieselbe der katholischen Bevölkerung zur Unterschrift vorzulegen. Man gibt sich der Hoffnung hin, daß dieses Beispiel in Deutschland Nachahmung finde und Petitionen in der nächsten Zeit aus allen Richtungen in Berlin und an anderen Höfen einlaufen werden. ö Württemberg. Stuttgart. Dieser Tage wurde die erste Nummer der„Politischen Flugblätter“ ausgegeben, die dahier bei Sailer und Mollenkopf erscheinen und deren Redaktion Gustav Struve übernommen. Jeden Samstag erscheint eine Nummer zu dem Preis von einem . aden. Zu den Verhandlungen zwischen der Großh. Regierung und der erzbischöflichen Curie wird gemeldet, der Direktor Dr. Maaß, der Bevollmächtigte der Curie, sei in Karlsruhe sehr kurz empfangen und demselben bedeutet worden, daß, wenn die Curie nicht aufhöre, in der An⸗ gelegenheit des Klosters Adelhausen zu intriguiren, das Kloster aufgehoben und das bedeutende Ver⸗ mögen desselben in einen städtischen Schulfond verwandelt werde. Karlsruhe. Die Abgeordnetenkammer nahm mit 50 gegen 7 Stimmen das Gesetz über die Forterhebung der Steuern in den Monaten De⸗ zember und Januar an. Das Gesetz bestimmt zugleich eine ziemlich namhafte Erhöhung der directen und indirecten Steuern. Moll's Antrag auf vorläufige Beiseitelassung dieser Steuererhöhung wird mit gleichem Stimmenverhältniß verworfen. Oesterreich. Wien. Die„Presse“ theilt mit, daß Graf Bismarck das österreichische Rund⸗ schreiben vom 1. d. M. bereits mit einem Rund⸗ schreiben vom 5. d. M. beantwortet habe, welches vor allem die Befriedigung des Berliner Kabinets über die Erklärung constakirt, daß in Paris nichts verhandelt worden sei, was den Weltfrieden stören könnte. Preußen werde auch sernerbin bemüht sein, die gute Meinung der Kabinete von Wien und Paris durch Fortschreiten auf dem betretenen nationalen Wege zu rechtfertigen.— Die„De batte“ erfährt, die Einladung zur Conferenz sei hier eingetroffen.— Das griechische Königspaar ist hier anwesend. N — Arthur Görgey, bekanntlich General und zuletzt Dictator während der ungarischen Revolution 1848/49, der durch 18 Jahre als Internirter in Viktring(bei Klagenfurt) lebte, wo er sich Haus und Garten gekauft, ist nach Ungarn zurückgekehrt, wo er mit Hülfe der gegen“ wärtigen Regierung ein Unterkommen, eine Du Augahl Perle Frunkte ih. Wir de Demisstor wmmen ba Kaiser gebt entheben. 8 des Innkrn fannt werder änderungen Nesse. — Die J geronmenen! 18-20 anget heine Geselhsc — Der welche Mag! Minister des geheimen Ra jungen Leul gelegentlich Uhren gege nhesörende vor den 3 Sie wurden verurtheilt. Herr Humb haf, epi — Der en hat mit fe freiwilligen königlichen zurücgeruf mühungen auf der und die A flößen der Vertrauen daß die 9 und Julie entwickeln tod gk r 2 000 f ark noch fünf 9 für 1 — Fier bei Sailn r Artallio n Samdag en cin lungen jwisch⸗ auzbischöflich 27 Dr. Mac in Karleruß ettuttt vorden 1, in der ll 12 intriguirtn tberttndt Br 78 Schulfond nlanan ahn det An du Anstellung, einen Erwerb zu finden hofft, denn mit nächstem Jahre hört die Subvention auf, die ihm seither der Staat ausgezahlt hat. Er erschien am 5. Nov. in der Sitzung des Abgeordneten- hauses zu Pest als Zuhörer. Als man ihn er⸗ blickte, trat zuerst im Saale eine tiefe Stille ein. Ein dumpfes Gemurmel durchzog sodann die Reihen der Linken; plötzlich wurden Rufe laut: „Görgey ist hier! Was sucht er zwischen uns? Welche Frechheit! Hinaus mit dem Verräther! Will er uns auch der Reaktion überliefern, wie seine Kameraden 7“ u. s. w. Endlich brach der Sturm los. Es war nur Ein Schrei der Wuth und Entrüstung. Görgey ging. — Der Kaiser Franz Joseph hat einer Anzahl Pariser Journalisten Orden verliehen. Frankreich. Paris. Die„Patrie“ schreibt: Wir glauben zu wissen, daß der Kaiser die Demission des Herrn v. Lavalette ange⸗ nommen habe. Rouher hat gleichfalls den Kaiser gebeten, ihn vom Finanzministerium zu entheben. Staatsrath Pinard würde zum Minister des Innern und Magne zum Finanzminister er- nannt werden. Das Blatt spricht auch von Um⸗ änderungen in dem Verwaltungsdienst über die Presse. — Die Journale sprechen von in Paris vor- genommenen Verhaftungen. Die Zahl wird auf 18-20 angegeben; es handle sich um eine ge— heime Gesellschaft. — Der„Moniteur“ enthält die Decrete, welche Mag ne zum Finanzminister, Pin ard zum Minister des Innern, Lavalette zum Mitglied des geheimen Rathes ernennen.— Der Prozeß der jungen Leute, welche auf dem Stadthausplatze gelegentlich des dem Kaiser von Oesterreich zu Ehren gegebenen Bankets, aufrührerische oder ruhestörende Worte ausgerufen haben sollen, ist vor dem Zuchtpolizeigerichte verhandelt worden. Sie wurden sämmtlich zu vierzehntägigem Gefängniß verurtheilt. Nur einer von ihnen, ein gewisser Herr Humbert, der einen Polizeidiener geschlagen hatte, erhielt drei Monate Gefängniß. — Der„Moniteur“ sagt in einer von ihm veröffentlichten Note:„Die Regierung des Kaisers hat mit lebhafter Befriedigung Kenntniß von dem freiwilligen Entschluß erhalten, durch welchen die königlichen Truppen auf das italienische Gebiet zurückgerufen worden sind. Die patriotischen Be- mühungen der italienischen Regierung, überall auf der Halbinsel die Ordnung, die Sicherheit und die Achtung der Verträge wiederherzustellen, flößen der französischen Regierung das größte Vertrauen ein und verleihen ihr die Ueberzeugung, daß die guten Beziehungen zwischen Frankreich und Italien auch fernerhin sich befestigen und entwickeln werden.“ — Der Kaiser hat verfügt, daß das franzö⸗ sische Expeditionscorps, sowie die Ordnung ge— sichert sei, Rom und die übrigen heute von ihm besetzten Städte des Kirchenstaates zu räumen habe. Die Truppen werden sich nach und nach in Civita-⸗Vecchia zusammenziehen. Großbritannien. London. Die wach- sende Unsicherheit in der britischen Hauptstadt, welche sich in häufig gewordenen nächtlichen An⸗ griffen auf einsame Polizisten hauptsächlich zeigt, hat die nur mit einem bleibeschwerten Stab be⸗ waffneten Polizeileute, welche meistens Familien väter sind, um ihr Leben besorgt gemacht und eine Eingabe verselben veranlaßt, in der sie er⸗ klären, daß sie den nächtlichen Dienst ohne Feuer⸗ waffe nicht mehr versehen könnten. Die Gewäh⸗ rung dieses Gesuches wird von Seiten der eng ⸗ lischen Behörde nur mit Widerstreben geschehen und diese Neuerung von dem Volke nur ungern gesehen werden. Italien. Die Linke des italienischen Par- laments soll, nach der„Gazette Piemontese“ beab- sichtigen, sosort nach Eröffnung des Parlaments Menabrea in Anklagezustand zu versetzen; Mena; brea wollte dem jedoch zuvorkommen, das Ab⸗ geordnetenhaus auflösen und durch Ausschreibung von Neuwahlen an die Stimme des Volks sich wenden. — Die Florenzer„Amtliche Ztg.“ schreibt: Die römischen Journale veröffentlichen die päpst— liche Bulle, welche die apostolische Legation in Sieilien aufhebt. Die Regierung hat nicht erst nöthig, den Mißbrauch dieser Maßregel zu con— statiren, welche dahin zielt, die Krone einer ihrer unverletzlichen Prärogative zu berauben. Sie beschränkt sich darauf, zu erklären, daß die nöthigen Maßnahmen ergriffen wurden, daß, wer immer diese Verfügung ausführen sollte, den Tribunalen übergeben werde. — Der italienische Ministerpräsident Mena— brea hat an den Gesandten in Paris eine Note gerichtet, worin er hervorhebt, daß die italienischen Truppen das päpstliche Gebiet wieder geräumt und daß alle die päpstlichen Staaten bedrohenden Gefahren aufgehört hätten. Vertrauend in Frank— reichs Wort erwarte Italien, die französische Regierung werde die Intervention aufhören lassen, welche, wenn sie sich verlängert, ein Hinderniß für ein dauerhaftes Abkommen werden würde. Es seien Abmachungen unerläßlich, welche die Interessen des heiligen Stuhles und Italiens in Einklang bringen. Soll Italien ein großes Element des Fortschrittes und der Ordnung sein, so ist es nothwendig, daß es Ursachen entrückt werde, welche dasselbe im Zustande der Aufregung erhalten. Der Gesandte wird schließlich angewiesen, der französischen Regierung die Ueberzeugung von der Dringlichkeit beizubringen, die römische Frage ohne Aufschub zu lösen. Rom. Der Papst empfing die französischen Offiziere, die von General Failly vorgestellt wurden. Derselbe bezeichnete es als ein Glück für die Armee, daß sie berufen gewesen sei, die Sache des Papstes zu vertheidigen. Der Papst dankt der Armee, der Regierung Frankreichs und seinem Oberhaupte, daß er sie gesandt habe. Er sagt, Italien sogar sei ihnen Dank schuldig, da es durch sie von den Anarchisten befreit worden sei; er beklagt, daß die italienische Regierung sich dieser ungeordneten Massen als Vortrab für ihre Eroberungsgelüste bedient habe. Die Hülfe Frankreichs, sagt er, sei gerade zu rechter Zeit gekommen, um diese schöne Vertheidigung zu krönen. Er spricht von den Kundgebungen der Katholiken Frankreichs und der ganzen Welt zu Gunsten des Papstes und segnet Frankreich, dessen Armee, dessen Regierung und dessen Oberhaupt mit seiner Familie. Rußland. Es wird behauptet, Rußland habe neuestens an seine Agenten im Ausland eine Circulardepesche erlassen, die besage, daß es nicht isolirt interveniren werde, um die Christen in der Türkei zu unterstützen, ebwohl es gerechte Klagen zu haben glaube. Rußland sei bereit, sich mit den Mächten, welche interveniren wollten ins Ein- vernehmen zu setzen. „ Friedberg. Wir lasen kürzlich die Mittheflung, daß in Darmsladt der erste einjährige Freiwillige in die großherzogliche Division eingetreten sei. Heute können wir berichten, daß vor einigen Tagen auch dahier ein Frei⸗ williger, ein junger Kaufmann, seine einjährige Dienstzeit begonnen hat. Gießen. Zum Empfang des nächsten Samstag den 16. dahier eintreffenden J. Jägerbakaillons sind alle Vorbereitungen getroffen, um denselben zu einem freudigen und herzlichen zu gestalten. Am Bahnhofe sind Ehrenpforten erbaut, die Einwohner schmücken ihre Häuser mit Fahnen und Guir⸗ landen und sind bemüht der Stadt ein festliches Ansehen zu geben. Nach einer Veröffentlichung des städtischen Empfangcomite's wird den ankommenden Soldaten in der Caserne eine Erfrischung von Seiten der Stadt verabreicht; am Abend ist ein Festessen im Gasthaus zum Einhorn veranstaltet, zu welchem die Stadt die Offiziere als Gäste geladen hat. Man erwartet eine große Betheiligung von Seiten der Gießener Einwohnerschaft. Das Bataillon trifft mittelst Extrazug ein und ist die Ankunft um die Mittags- stunde angekündigt. Frankfurt. Am 12. d. M. Abends zwischen 8 und 9 Uhr wurde ein Fuhrmann von der Glashütte zwischen Oberursel und Königstein von drei Räubern über⸗ fallen. Der Fuhrmann ergriff eine Runge und schlug den Einen todt, dem Andern stieß er die Zähne ein, der Orltte ergeiff die Flucht. Den Blessirten brachte der Fuhrmann mit nach Königstein. Es sind jedenfalls dieselben drei Kerle, die in der Umgegend schon so viele Raubanfälle in letzter Zeit gemacht haben. Darmstadt. Im Verlage von Zernin hier ist eine besonders für Aerzle interessante Schrift don Dr. Fr. Moldenhauer erschienen. Sie führt den Titel: Herr Professor Bock und die Heilkunst unserer Zeit. — In den hiesigen geselligen Kreisen macht ber unter dem Pseudonym„Maria Berger“ erschienene Roman „Einsam und arm“ großes Aufsehen. Derselbe hat eine junge Dame der hiesigen Aristokratie zur Verfasserin. „ Gepfefferte Briefe. Unter diesem gewiß pikanten Namen wird binnen Kurzem Friedrich Heckert in Amerika bei W. Schneider in Mannheim ein Büchlein erscheinen lassen, in welchem er seine Ansichten über die neuen deutschen Zustände dargelegt hat. Einige im vorigen Jahre gleich nach dem Kriege geschriebene und in die Zeitungen übergegangene Privatbriefe Hecker's haben damals bekanntlich viel Aufsehen und Streit erregt. ** Hoffmann von Fallersleben erzählte in seinen kürzlich herausgegebenen Memoiren unter andern erheiternden Geschichten auch folgende aus Berlin vom Jahre 1841:„Abends in Gesellschaft mit dem erst jüngst von seiner Reise zurückgekehrten Maler Kretschmer, der sehr hübsche Geschichten erzählt. Als er den Sultan malen sollte, erschien Kretschmer im Frack. Der Sultan, darüber verwundert, fragt ihn, wie er dazu käme, in einem so kleinen Rocke bei ihm zu erscheinen.„Kaiserliche Majestät,“ erwidert der Maler,„wenn wir Jemand ehren wollen, so ziehen wir einen Frack an.“—„O,“ meinte der Sultan,„da ehtt man doch Jemand mehr, wenn man zu ihm kommt in einem langen Kleide, daran ist doch mehr Tuch!“ „ 2 In einem ländlichen hannover'schen Wahl⸗ bezirke war der zum Wahlvorsteher ernannte Guts Administrator erschienen und requirirte einige seiner Leute, um den Wahlvorstand zu bilden. Nachdem der wohllöbliche Wahlvorstand einige Zeit in Geduld der Dinge, die da kommen sollten, gewartet hatte, erschien ein Wähler der zweiten Classe, wählte sich selbst und wurde darauf vom Vorsteher ernsthaft befragt, ob er die Wahl annehmen wolle. Er überlegte sich den Casus und lehnte unter den üblichen Dankesausbrüchen für das ihm erwiesene Ver⸗ trauen ab. Hierauf wurde der Wahlact geschlossen. % Der Fleischer Pickert in Halberstadt, dessen Sorglosigkeit das große Unglück der Trichinen⸗Krankheit über die Stadt gebracht hat, ist zu 5 Jahren Gefängniß und 50 Thlr. Geldstrafe verurtheilt. Telegraphischer Bericht. Mitgetheilt von Chr. Hecht in Friedberg, Spec.⸗Agent. Das Hamburger Postdampfschiff„Hammonia“, Capt. Ehlers, welches am 26. Oetober von Hamburg direct abging, ist nach einer schnellen, glücklichen Reise von 12 Tagen wohlbehalten in New⸗York angekommen. Das Hamburger Postdaupfschiff„Saxonia“, Capt. Haack, trat am 9. November wiederum eine Reise vic Southampton nach New-VYork an und hatte außer einer starken Brief⸗ und Packet⸗Post 900 Tons Ladung, 81 Passagiere in der Cajüte und 611 im Zwischendeck an Bord. Das Bremer Postbampfschiff„Western Metropolis“, Capt. Weir, der Newyork-Bremer⸗Dampsschifffahrks⸗Ge⸗ sellschaft, welches am 20. October von Bremen abging, ist nach einer glücklichen Reise von 14 Tagen wohlbehalten in New⸗York angekommen. Das Bremer Postdampsschiff„Deutschland?, Capt. Wessels, welches am 26. October von Bremen abging, ist nach einer schnellen und glücklichen Reise ven 11 Tagen wohlbehalten in New⸗York angekommen. Dringende Bitte! Der Fabrikort Johanngeorgenstadt in der ärmsten und zdesten Gegend Sachsens,(dem sogenannten sächsischen Sibirien) wurde vor einigen Monaten vollständig von den Flammen verzehrt. Ueber 326 Gebäude brannten bei der damaligen Trockenheit mit Hab und Gut total nieder, und auch nicht das Geringste war versichert. Ein unübersehbares Elend ist über diese unglückliche Stadt bereingebrochen, viele Menschen sind verbrannt und ver⸗ kohlt aus dem Schutte herausgezogen worden, und sämmt⸗ liches Vieh ist zu Grunde gegangen. Ueber zwei Dritttheil der Bewohner sind an den Bettelstab gebracht, und nagen im vollsten Sinne des Wortes an dem Hungertuche. Obgleich die allgemeine Mildthätigkeit schon Vieles gethan hat, so irren nach den neuesten offiziellen Berichten bei der jetzigen kalten, rauhen Jahreszeit(der Schnee li dort schon beinahe Fuß hoch) noch über 2000 Obdachlose in den Brandruinen umher, wahre Jammergestalten, von Frost und Kälte durchschüttelt, kaum das Nothwendigste habend, ihre Blöße zu bedecken, ohne Hülfe und ohne Nahrung. Da die Noth dort aufs Höͤchste gestiegen ist, so wagt der ganz ergebenst Unterzeichnete an die Herzensgüte und den Wohlthäligkeitssinn edelmüthiger Menschen zu appel⸗ liren, und biitet dringend um milde Beiträge sowohl an Geld als an alten Kleidungsstücken, Stiefeln, Schuhen, Beitgeräth ꝛc. ꝛc. Die Expedition des„Anzeiger für Oberhessen“ hat sich gütigst bereit erklärt, Gaben aller Art in Empfang zu nehmen, und da die allerletzten Berichte von Johann⸗ georgenstadt das Elend als über alle Begriffe schildern, so ist schnelle Hülfe doppelte Hülfe. Frankfurt a. M., den 1. November 1867. J. Gerson, Königl. Sächsischer Generalconsul. Sollten mildthätige Bewohner Friedbergs und der Umgegend den Unglücklichen von Johanngeorgenstadt eine Liebesgabe zuwenden wollen, so erbietet sich die Unter⸗ zeichnete, welcher von defreundeten Familien einige kleine Gaben bereits zugestellt wurden, zur Annahme und Wei⸗ terbeförderung derselven. a Die Expedition des Anzeiger für Oberhessen. 35 Kaputzen, Strickwolle nebst Heute Abend Wiener 2 und morgen uoppelbier. Heute Abend auch„Rehbraten“ 2702 im Württemberger Hof. Friedberger Bergbau- Gesellschaft. 2674 Nachdem zu der auf Samstag den 26. Friedberger Bergbau-Gesellschaft berufenen genügende Anzahl Actien von Seiten der Herrn October l. J., Nachmittags 2 Uhr von der außerordentlichen Generalversammlung eine nicht Actionäre deponirt worden ist, so werden die Herrn Actionäre dieser Gesellschaft hiermit wiederholt zu einer außerordentlichen G eneralversammlung auf Mittwoch den 4. December, a Nachmittags 2 Uhr im Hotel Trapp zu Friedberg eingeladen, um über Abänderung der Gesellschafts⸗Statuten zu berathen. Nach§. 23 der Statuten müssen diejenigen Herrn Actionäͤre, welche als stimmführendes Mitglied Theil nehmen wollen, ihre Actien Sitz der Gesellschaft in Carl Kalb Sohn in der Titel als Einlaßkarte in die Versammlung. Friedberg bei Herrn Wiesbaden deponiren und dient die Bescheinigung der Hinterlegung wenigstens 3 Tage vor der Zusammenkunft am Verwalter Stifft oder bei dem Bankhause Der Gerant. Winterschuhe in allen Sorten, Unterjacken, Hosen, wollene Herrntücher, gestrickte Kleidchen, Kaputzen ꝛc. in großer Auswahl zu den billigsten Preisen. Geschwister Schloß. 2695 Hollaͤndischer Syrup& Bienenhonig 2639 in bester Qualität, billigst bei Po. Dau. Kümmich. Pariser Pendules, 2700 acht und vierzehn Tage gehend, ganz vergoldet von fl. 15. an mit zweijähriger Ga, rantie bei L. Hanau, Hof-Uhrmacher und Goldarbeiter. Liederkranz. 2622 Abendunterhaltung Sonntag den 17. November im Saale des Hotel Trapp. Beglun präcts 7½ Uhr. Der Vorstand. Uachk irchweihe zu Steinfurth. 2679 Sonntag den 17. November findet bei der Unter⸗ zeichneten Tanzmufik statt, wozu ergebenst einladet H. Rosenbeckers Wittwe. Gummiwaaren, 2688 besonders in Puppen und sonstigen Kinderspielen, sowie wasserdichte Bettunterlagen bet Jos. Hoffmann. Uelzener Flachs, 2701 sogenannter Böpchen-Flachs, in bester Qualität billigst bei H. W. Hatteroth. Brodpreise vom 16. bis 30. November. Nach eigener Angabe der Bäcker. Für Friedberg: 2/3 Waizen, ½ Korn. 2 Korn, ½ Waizen. Erste Sorte 4 3 20½ kr. Zweite Sorte 4 8 18 ½ kr. „„„ 10¼*** 1 4* 5 1„ 5 5„ 1 1* 47* 2½ Loth Milchwaaren 1 kr. 3 Loth Wasserwaaren 1 kr. Für Nauheim: Kasseler Brod 4 8 22 kr. 1„ een 1 7 1 0 507* Erste Sorte 4 3 21 kr. Zweite Sorte 4 8 18½ kr. 7 5 1 10*„„* 2* 7* „„„ 574*„ 0 1„ 47* Für Butzbach: Erste Sorte 43 20 kr. Zweite Sorte 4 8 18 kr. U* 10***„* io u 0 nen n e e Das Ne Aeste in a Seclenwärmern, 2681 Wir terhandschuhen, Manschetten, gestrickten und gehäkelten Kinderkleidern, Jackchen, Käppchen und Unterjacken, seidne und wellne Kopftücher, angefangene und fertige Stickereien, alle Sorten Strick-, Reif⸗ und Terneaux⸗Wolle, feine Knöpfe und Besatzartikel, billigst bei Volk, zwischen den Apotheken. Urtheile über den Kalender des Lahrer Hinkenden Boten für 1868. „Wir haben lange keine so fesselnde Erzählung ge⸗ lesen wie„Das stählerne Herz“ im Lahrer Kalender. Millionen Augen werden daduich zu Thränen gerührt werden“ „Die Schnurren„Der geschindelte Dackerl“ und „Amerikanisches Mittel täglich 10— 70 Elter von einer Henne zu erzielen“ find jede einzelne das Geld werth, welches der Kalender kostet.“ „Die Schilderung det Weltbegebenheiten ist wleder ganz unüber trefflich. a N 2684 C. F. Schleuning, 2698 empfiehlt in bester Qualtität: wollene Hemden, Jacken, Unterhosen, Handschuhe/ Strobsohlen, ferner Terneaux⸗, Castor⸗, Häkel⸗ und allen sonstigen in dieses Fach ein⸗ schlagenden Artikeln. Weißbinder-Rohr, 2689 einen Weiher voll, hat abzugeben Dorheilmer Bergwerk. Maschinist Schroth. An i neige. 2699 Seit kurzem betreibe ich mein Geschäft Usagasse Nr. 246. Heinrich Wagner, Schreinermeister. Kast anien 2641 in vorzüglicher Qualität empfiehlt Ph. Dan. Kümmich. 2090 Zwet; 7 a gut aba f Viktoria⸗ Wagen ftehen billig zu verkaufen. Nähere Auskunft ertheilt H. Klees II. in Friedberg. Das Ucueste in Kaputzen, Kopftüchern, Seelenwärmern, Palatins, wollenen Halstüchern 2312 für Herren, Damen und Kinder, sowie Winterhandschuhen bei K. Friedrich, neben der Post 26 3 Forderungen an den dahler verstorbenen Herrn Isaak Menko aus Frankfurt a. M., wolle man sängstens bis zum 17. d. Mts. schriftlich bei Herrn D. Grödel Söhne dahier einreichen. als: 7. 8., 9., 10ner⸗Stämme, Floßholz, schöne Waare, werden billig ab⸗ gegeben. Näheres Hermesweg 8. Frankfurt a. M. 2670 Ein freundliches Logis 2669 für eine stille Familie ist zu vermiethen. Wo sagt die Exped, d. Bl. unter Nr. 2669. 2696 für Kraut werden billig abgegeben bei Georg Groß. (Hierzu U Fleisch⸗ ꝛc. Preise vom 16.— 30. Nov. Nach eigener Angabe der Metzger. Für Friedberg: Ochsenfleisch pr. 8 19 kr., Schweinefleisch pr. F 18 kr., Kuhfleisch, gem. 17„ Leber⸗ u. Blutwurst 24 Rindfleisch, gem. 17 Bratwurst 28 Hammelfleisch 16„ Schwartenmagen 28„ Keil und Carre—„ Geräucherter Speck 32„ Kalbfleisch 15„ Dörrfleisch 21 Keil und Carre—„ Schinken 26„ Nierenfett 24„ Schmalz, ausgel. 32„ Hammelsfett 16„ Schmalz, unausgl. 8„ Ausnahmspreise: Hammelfleisch bei J. Hanstein und W. Kreuter 15 kr.— Geräucherter Speck bei A. Vogt's Erben 36 kr.— Dörrfleisch bei P. Engel, Phil. Engel, H. Gerth, J. Rappel, J. Wind's Wittwe 20 kr., bei A. Vogt's Erben 28 kr.— Schinken bei H. Gerth, Ph. Windecker, J. Wind's Wittwe 28. kr.— Schmalz, unausgelassen bei H. Blum, H. Engel, N. Engel, W. Neuß 28 kr. ö Für Butzbach: Ochsenfleisch Pu. 2 19 kr., Schweinefleisch pr. 9 20 kr. Kuhfleisch, gem,—, Leber- u. Blutwurß 24„ Rindfleisch, gem,—„ Bratwurst 26 Hammelfleischh 16 Schwartenmagen 8 Keil und Carre 17„ Geräucherter Speck 35. Kalbfleisch 15„ Doörrfleisch 28 0 Schaaffleisch—„(Schinken 20 0 en Nierenfett 24„ Schmalz, ausgel. 32 Hammelsfett 20„ Schmalz, unausgel. 30„ Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Sonntag den 17, Rovember. Evangelische Gemeindt. Pfarramkswoche: Herr Diakonus Meyer. Gottes dienst in der Stadtkirche: Vormittags: Herr Candidat Wahl. Nachmittags: Herr Pfarrer Bau r. Kn Gottesdienst in der Burgkirche⸗ Vormittags: Herr Pfarrer Die gel. Nachmittags: Herr Candidat Fabricius. —— Katholische Gemein de. 1 Sonntag halb. 10 Uhr Hochamt mit Predigt; der werktägige Gottesdienst fällt wegen Restauration der Kapelle aus. A. 5 Veran lw. Red.: Hermann Schimpf. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. nterhaltungsblatt Nr. 48 und eine Beilage.) 4 e 1 Bol Nea 11 Uh, soll!! des ages d ahl gedören lur. Nr 25 438. öffentlich mel Ftiedbe Jersteig Mag 2803(Butz mittags um Reitercaserne. Strehsäcke fände mei versfteigert. Die bert ersucht, diese wachen zu la Butzbach e Versteigen 2 Min de W und N a N Märun, B Handschußt, Snohsäce, gegen baar die legenden Iuleresse ih machen zu Friedt Oroßherzog — Liefer tet Qua atteroth. Nodember. bb 30. Not. NSN * 4 1 7 &. + Anl. & Beilage zum — Edictalladung. 2691 Heinrich Schwalm von Friedberg beab⸗ sichtigt nach Amertka auszuwandern. 1 Rechtsansprüche an denselben find binnen 4 Wochen bet Großb. Landgerichte Friedberg anzuzeigen und geltend zu machen, wdrigenfalls die Entlassungsurkunde ertheilt werden wird. Friedberg den 12. November 1867. Großherzogliches Kreisamt Friedberg Trapp. Hofrafthe- Versteigerung. ö 2501 Montag den 2. Dezember d. J., Vormittags 11 Ubr, soll in biefigem Rathbause die zum Nachlasse des Bürgers und Spenglermeisters Kilian Ludwig dahier gehörende Hofraithe: Gemarkung Friedberg. Flur. Nr. Klftr. 2. 438. 12. Hoiraithe in der Stadt öffentlich meiftbietend verstelgert werden. Friedberg den 17. Oktober 1867. In Auftrag Großberzoglichen Landgeritchs Fedberg n dee Friedberg 5 d g Der dienftälteste Gerichtsmann Fouc ar. Versteigerung von untauglichen Magazins-Gegenständen. 2653(Butzbach.) Dienfsag den 18. d. Mis., Vor⸗ mittags um 9 Utbr anfangend, werden in biesiger Reitercaserne alte Reitzeugstücke, Pferdetepplche, Strohsäcke unt sonstige Casernirungs-Gegen⸗ stände meistbietend gegen Baarzablung öffentlich versteigert. Die Herren Bürgermeister bhiesiger Gegend werden ersucht, diese Versteigerung in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen. Butz bach den 8. November 1867. Großherzoglicher Verwaltungsrath der vereinigten Schwadronen der Retterbrigade von Busesck, Major. Versteigerung alter Bekleidungsstücke ꝛc. ꝛc. 2683 Mittwoch den 20. d. Mts., Vormittags von 9 bis 12 und Nachmittags von 2 bis 4½ Uhr, werden in der Klostercaserne dabter getragene Helmbauben, Mäntel, Waffenröcke, Tuchbosen, Zwilchröcke, Mutzen, Handschupe, Unterhosen, PDemden, Socken, Halbstiefel, Strohsäcke, Bettteppiche, Betttücher, Dandtücher ꝛc. ꝛc., gegen baare Zahlung verffelgert. Die Gecoßberzoglichen Bürgermeister in den um⸗ liegenden Orten werden ersucht, diese Versteigerung im Interesse ihrer Gemeindeangehörigen ortsüblich bekannt machen zu lassen. Friedberg den 13. November 1867. Großberzoglicher Vetwaltungsrath des 2. Bataillons, 2. Infanterie Regiments Hoffmann, Major. Lieferungen für das Militär- Hospital Friedberg. 2676 Freitag den 22. d. Mis., Vormittags 10 Uhr, werden auf dem Bureau des Militär⸗ Hospitals dahter unter den daselbst zur Einsicht bereit liegenden Bedin— gungen durch Summission vergeben; 1) die Lieferung des Oels und der Talglichten auf das 1. Halbjahr 1868 und 2) die Lieferung des Ochsenfleisches auf das 1. Viertel jabi 1868. Friedberg den 13. November 1867. Der Großherzogliche Pospitalcommandant Poffmann, Major. Bekanntmachung 2675 über die am 9. Novemder 1867 erfolgten Ein- träge im Handels- Register des Großherzoglichen Land- gerichte Frledberg. 1) Eltas Ehrmann zu Friedberg hat das seither unter der Firma„E. Ehrmana“ betriebene Fabrik- und Pandelsgeschäft wieder aufgegeben und die Firma für erloschen erklärt. 2) Eltas Ehrmann von Friedberg und Jobann Adam Weglehner aus Merkendorf haben seit dem 25. Juli 1. 3. dahier eine offene Handels gesellschaft, zum Zwecke des Betriebs eines Spirituosen- und Clgarren-Geschäfts, unter der Firma„Ehrmann 4 Comp.“ errichtet. Jeder der beiden Theillhaber ift berechtigt die Firma selbst⸗ ständig zu verireten. Arledberg am 9. November 1867. Egos p rogliches Landgericht Frtedberg 1„ ofmann, Landrichter. Landgerichts Assessor. 2611 in bester Qualität bei Anzeiger für Oberhessen. u 136. Uelzener Flachs Ph. Dan. Kümmi Um auch den minder bemittelten Brustkranken 2576 den sich schon seit Jahren durch seine vortrefflichen Eigenschaften gegen Husten, Heiserkeit, Krampf⸗ und Keuchhusten, Katarrhe ꝛc. bewährten, Weißen Kräuter-Brust-Tyrup des Hof- Lieferanten F. W. Bockius in Otterberg zugänglicher zu machen, verkaufen wir von heute an diesen so heilkräftigen Kräuter⸗Brust⸗Syrup in frischer und verbesserter Waare und halten uns bei Bedarf bestens empfohlen. Jean Huber in Flaschen zu 24 kr. in Friedberg. A. Gimbel in Butzbach. Louis Stork in Nidda. Lebenoversicherungs⸗& Ersparnißbank in Stultgarl. 2680 Diese auf reiner Gegenseitigkeit beruhende Anstalt bietet bezüglich ihrer Solidität jedwede Garantie und dabei stellen sich ihre Prämien unübertroffen billig. Die Stuttgarter Bank erfreut sich in ganz Deutschland und in der Schweiz eines großen und fortwährend zunehmenden Vertrauens. Während im vorigen Jahr vom 1. Januar bis 31. August 1058 Anträge mit 2,014,352 fl. Vers. Summe einliefen, kamen dieses Jahr im gleichen Zeitraum 1680„„ 3,300,000 fl.„ ein.— Sämmtliche Ueberschüsse kommen den Versicherten ungeschmalert selbst wieder zu gut. Durch die aus dem Jahre 1862 stammende und derzeit vertheilt werdende Dividende von 38 Pprocent belauft sich die jährliche Prämie einer Bersicherung von fl. 1000. für den 25., 30, 35, 40, 45, 50, 55, 60 jährigen auf fl. 13% fl. 15. fl. 17 fl. 19 ½, fl. 23. fl. 28. fl 35 ½, fl. 43½. Statuten, Prospecte unentgeldlich bei den Agenten: J. Faatz, Rechnungspractikant in Friedberg. Emil Gail in Gießen. Arbeitsvergebung. 2677 Die bei Erbauung eines Pfarrhauses zu Lis berg vorkommenden Arbeiten, nämlich: 1 3 Maurerarbeit veranschlagt zu 935 35 2) Steinbauerarbeit 559— 3) Zimme arbeit 1095 21 4) Dachdeckerarbeit 242 54 5) Schreinerarbeit 518 47 6) Schlosserarbeit 388 10 7) Glaserarbeit 228 32 8) Weiß binderarbeit 466 34 9) Spenglerarbeit 42 5 sollen auf dem Summissionswege vergeben werden. Pläne, Voranschläge und Accordebedingungen liegen in unserem Geschäftslokal zur Einficht offen. Lusttragende wollen ihre Gebote versiegelt und mit der Aufschrift„Gebot auf die.. Arbeit zur Er⸗ bauung eines Pfarrhauses zu klß berg“, versehen, franco bei unterzelchneter Stelle längstens bis zum 26. d. M., Vormittags 11 Uhr, einreichen, um welche Zeit die Er⸗ öffnung der eingegangenen Summissionen stattfindet. Nidda den 12. November 1867. Großberzogliches Kreisbauamt Nidda me lung. Kapital⸗Gesuch. 2693 Die Gemeinde Ockstadt ist gesonnen ein Kapital von 2800 fl. aufzunehmen, um ein Kapital gleicher Größe abzutragen. Kapitaltsten, welche geneigt find, erwähnte Summe bei der bilesigen Gemeinde anzulegen, werden hiermit aufgefordert, binnen 8 Tagen bei unterzeichneter Behörde sich gefälligst zu melden. Ockstadt den 14. November 1867. Großherzogliche Bürgermeisteret Ockstadt Grön lnger. Güter ⸗ Verpachtung. 2697 Samstag den 16. November d. J., Vormittags 11 Uhr, sollen in hiefigem Rathhause die zum Nachlasse der verstorbenen Georg Briel's Ebeleute gehörenden Güterstücke nochmals auf weitere 3 Jahre öffentlich meistbletend verpachtet werden. Frledberg am 14. November 1867. eee Frledberg d g Der dienfsäͤllesse Gerichtomann Fouc ar. Holz-Versteigerung. 2694 Die unterm Heutigen im biesigen Gemeinde⸗ walde, Distrtkt Langerberg, abgehaltene Holz ⸗ versteigerung hat die Genehmigung nicht erhalten; das Gehölz, als 4 Stecken Nadel-⸗Scheitholz, 16% 1„ Prugelbolz, 11 5„Stockbolz, 1013 Stück Nadel-⸗Wellen, 134 yÄ Eichen Wellen, 15 Läste Allerletbolz, 36 Kiefern⸗Stämme, 351 Cudikfuß enthaltend, 62„ Stangen, 348 Cubikfuß enthaltend,(eignen fich bauptsächlich zu Gerüffstangen), kommt Montag den 18. d. Mis. zur nochmaligen Ver⸗ steigerung. Der Anfang ist präeis 9 Uhr Vormittags. Zahlungstermin dis zum 1 April 1868. Ober⸗Mörlen am 14. November 1867. Großherzogliche e Ober Woͤrlen e Emser Pastillen 2491 seit einer Reibe von Jahren unter Leitung der Königlichen Brunnenverwaltung aus den Salzen des Emser Mineralwassers bereitet, bekannt durch ihre vor⸗ züglichen Wirkungen gegen Hals und Brust⸗ leiden, wie gegen Mag enschwäche sind stets vor⸗ räthig ein Friedberg bei rn. Hosapotheker C. Wahl, in Nauheim bei Herrn Ph. J. Weiß. Dte Pastillen werden nur in ettlkettrten Schachteln versand:. Königlicht Prunnenverwaltung zu Bad Ems. Cafe- Schrot! 2534 anerkannt destes und durch seinen sparsamen Ver⸗ brauch zugleich dilligstes Ersatzmittel sür ächten Cass. Heinrich Vaupel, Frankfurt a. M., Generalagent sür Mitteldeutschland. Niederl in Friedberg bei den Herren: Wilbelm Ferisch, Georg Groß, Gott fried Haustädt, Jean Huber und C. Tb. Kranz. Renten- und Lebenspersicherungs-Aastalt zu Darmstadt. 2466 Die Rentenversicherten dieser Anstalt werden hierdurch benachrichtigt, daß die Aus— zahlung der Jahres renten für das Jahr 1867 in den Monaten November und Dezember d. J. stattfindet und die nachstehend bemerkten, auf eine volle Einlage kommenden Beträge ent— weder bei unserer Hauptkasse dahier, oder auswärts bei unseren betreffenden Herren Bevoll⸗ mächtigten erhoben werden können. . In der Altersklasse In der S 8.. Jah 8 sellsch ft 1 II III IV** VI VII VIII IX X XI Jahresgese aft TTTTTTTTT111TTT1T1TTTT l fl. kr. f. f. A.. IA. EIA. EI. fl. kr. fl. kr. f. tr. H. kr. I fl. f. 0* Rente. 5 55 5 50 5 36 4551 4 28 447 448] 7 3 8 6 731657 8 Diowende 8 55 232 212 2 2 2038 2 38 238 288 2038 37 335 5 f 3 412 46 2 10— 845: Rente... 5 52 543 533/455 416 427 446 92 55%. 5 Dee e e eee eee 2035 55 235 1 2 35 ö 2 1846: Rente: 5 381 5 26 5 33] 448 445 474747 1 23 272327 Dividende——— 225/21 210 230 2 30 2650 230354 354 1847: Rente 5 24 5 26 5 28 438 416 416 105 4410 441 44 Dividende„„ 2 9 1.57 1157 228 16 5 2 28 2 28— 1850: Rente. 5 12 519 514 5414 1055 355 7. A 8 Dividende——— 1—— 215 e e 1852: Rente. 5— 1 5 7 2 9 2 5 224 2 4421—.—— .— 21——— 1 150 500 3 1854: Rente. 4 55 457455 457 457—* 1 e Dividende IDF fan 2 1855: Rente. 4.48 448 44481 4521 4452—-[[— R— JJ f 1857: Rente 443] 4 36 433 4 33 4 36 4 360 338 338 3 55 355—— Dividende— 1——1— 2 1—=I 43143 212 3942 485 1860. Neult. 46 4 406 4 ene Dividende. e n n e eee 1863: Rente. 352 352 352 352 3052 ans— 12121 1— Dividende. n 85 8 A n fre N An den Einnahmen des Verwaltungsfonds sind nach Bestreitung sämmtlicher Verwaltungs— kosten im vorigen Jahre 19,783 fl. 23 kr. erübrigt worden, woraus die diesjährige Dividende erwachsen ist.— Hiervon sind die Antheile der jüngeren, zum Baarbezug der Dividenden noch nicht berechtigten Altersflassen, sowie die Antheile der Theijeinlagen in den älteren Klassen dem Rentenkapital zinstragend beigeschrieben worden. Mit dieser Bekanntmachung verbinden wir zugleich die Einladung zu der in der Bildung begriffenen XIII. Jahres geselschaft, welche seit dem 1. Jauuar 1867 eröffnet worden ist. Darmstadt den 18. September 1867. Die Direktion. Seide Fammtwaaren Durchsichtige Glycerin-Seise, 1094 anerkannt besses Mittel zur Verschönerung der Fabriklager in Frankfurt a. M. Haul empftepit in Stücken. z 9, 10, 12 kr. 2586 Gestreifte und carirte seidene Kleiderftoffe von Wilhelm Fertsch. 1 fl. 45 kr. per Staab an in guter Waare.% ö dreite 3* Zu verkaufen. ächte Seidensammte zu Paletots Mufler⸗Abschnitte 5 954 1 Anfragen versandr, sowie einzelne 2692 Ein auf dem Weckes heimer Bergwerk siehendes, 60“ oben abgegeben:— P langes und 30“ breites, massiv aus Lehmsteinen mit guß⸗ 8 Jean rang. e esernen, zu Stallfenßern geeigneten Fenstern unt Geschäftslocal: Saalgasse 44 am Römerberg 1 Sto. sieinernen Thürgewändern erdautes, mit Dachfilz ge 8 7 decktes Gebäude, ist auf den Abbruch aus der Hard %„ Tpotheker Bergmann s„ vttanfen. Eispommade Reichelsheim. Sprengel. Nelche Th den, e wen de dene„ Corselen& Crinolines Haare zu kräuseln, sowie deren Ausfallen und K. Friedrich neben der Poft. Ergrauen zu verbindern, empfiehlt à Flac. 18, 27 und 36 kr. Wh. Dan. Kümmich. 2708 bei * Soeben ist erschienen: 18 Binkender Vote 2 i Hessen Preis Illustrirter Familienkalender. Mit dem gesetzlich 11 kr. Prämien für 1868: 105 fl., 87 fl. 30 kr., 70 fl, 52 fl. 30 kr., 35 fl., 5 fl. und je der vierte Theil als Verkäuferprämie. Wiederverkäufer erhalten von uns den höchsten Rabatt, und machen wir dieselben darauf aufmerksam, daß die Verlagshandlung den Alleindebit in Oberhessen uns übertragen hat und demzufolge direet bei ihr einlaufende Beftellungen unbeachtet lassen wird. Friedberg. Bindernagel& Schimpff. P. F. Sehmittner, photographische Anstalt in Friedberg, 2678 empfiehlt fich für bevorstehende Weihnachten in Anfertigung von Bildern jeder Größe und verspricht prompte und sorg⸗ fältigste Ausfübrung. Die Aufnahme kann zu jeder Tageszeit geschehen, jedoch sind in jetziger Jahreozett die geeignetsten Stunden die von Vormittags 9 Uhr dis Nachmittags 2 Uhr, worauf Interessenten aufmerksam gemacht werden. Am besten gegen ffarken Huffen! 2682 Mit gutem Gewissen kann ich attestiren, daß der G. A. W. Mayer sche 0* Brust-Syrup, den ich von L. Spiro bier gekauft, mir am besten gegen meinen starken Husten und die damit verbundenen, so heftigen Brustschmerzen, daß ich kaum Athem holen konnte,— geholfen und die dankenswer⸗ thesten Dienste geleißtet bat. Posen, den 10.. 1867. Aug. Labsch, Müller. Allein ächt zu haben bei Ph. Dan. Kümmich Frtedbera. *— Weißer Bruft⸗ Sprup Mitgetheilt von 81 Frankfurter Cours. 15. November 1867. Cours der Staatspapiere. Oesterr. 5% Met.[858 1. Lot. 59¾ 6. Gr. Hess. 4% Obligat. 90/ P. 5 56% Nat.-Anl. 1854 53 6. 4 3½% Obligation. 85 G. „ 9% steuerfren Oblg. 47% Nassan 4¼½½% Obl. b. Rth. 933, G. breussen 4½% Obige. b. Reh. 97 P.— 4% do de 86 ¼ P 8 4% 40. do. 90½ 6. Kurbess. 4% Obl. b. R. à 105 90½ P geren 5% Oblieston. 100½ 8. Frankf. 3½% Obligat. 80% 8 „ 4½% ½ Jahr. b. Rth. 94 6. 5 30% do 72¼ P 5 4⁰/% 9 do 873¾ 6. Russland 50% Obl. i. I. à fl. 12 85 P. Würtemb. 4½% Obl. 5. Rth. 92 P. Finnlant 4½% Prdbr. i. R. 105 81½ P 5 4% do 4. 87 p. Schweden 4½% O. i. R. à 10584 6. baden 4½% Obligat. 92ñ P. 9 4½% Pfd. i. k. 4 105—— 5 4% Obligat. 85/ P. N.-Amer. 60% St. I. E. 1882 75/8, ½ G. a 511 Andezaltlec Disenb ahn Tetien und Priorin. 4½% Bayr. Ostbahn 117⁰ͤ 6. 3% LIV. C. D.& /. fr. à 28 kr. 28/ P. 40% Pfandbr. d. Frkf. HFP NN 5% Tose. Centr.-Eisenb.-Pr. 42½ 6. 3% Oerem, St.-Eisenb.-Prior. 50, P 50% Elisabethbahn-Prior.% 76 ¼ G. 6% Oest. Süd. St. u. Lomb. E. B. 99/ f 5% do. neueste Emiss./ 73½ G. 30% Oest. Süd. St. u. Lomb. E. B. 42/8, ½ 4½% Hess. Lud wigs“.-Prior. 94½, P. Wiener Wechsel- Cours 96½ 2 Für An- und Verkauf aller Werthpapiere empfielilt sich Auskunft über Verlooeungen, Caupenes- Zahlungen. 3. W ot. 250 fl bx. 1830 146 6 12„% 2 00 P. l. 153 122% 0 8„ 500 v. 1860% 6883½, ½ „ 00 br„ 180% 7¼ 6 1 Schwed. Thlr. 0-10 P. 2 4. 35 f. I%% 51 k. e. 40 Kr-l. b.. 90 0. 5 Gr. Hess. 50 fl. L. b. kx. 144½ 6 —% ee eee eee 2 Nass. 25 fl. IL. d. R. e E Sard. 36 Fr. I.. be R[ 15 Pistolen f. J 850 2— Doppelte 3 39—51 2 rens. Fried-d'er„ 2 55—99 non. g. 10 Stack.. 9 51—53 2 I Band-Duenten 537-39 20 Franes-Steke 9 30—3ʃ 2 ugl. Sovereigne. g„ 11 53-57 2 Unss. Imperieles 1 — Gold pr. zoll- Pf.„—— 2 ehk. Sb. Pr. Z. Pf.. I prenss. Kassensck.„ 1 44%—45½½ I ponllars in Geld 1„ 227½—28½ bestens unter Zusicherung reeller Bedienung und ertheilt gerne jede gowünselnte S. Lindkheimer in Friedberg. U 000 00s in vorgeschriebenen Stempel 2 2 gulbült dit an gettessend Be. Betreffend Wir ist, sosont die Sie bücher der 35 dieselben nach Belteffen: Get Hessen Generald Vereins am 14. Nor dent des Ve e Doch glieder, wo Sammlung Vereins ver! bibliothekdir über die f verflossenen stände aus welche geger bedürstg f Keich das d des Mraz, wesenden M größere li 0 schlosses 0 Publisirte A uͤber die 8 det Nati Vorsand betraut un die Euch schaß int Gulden s 5. Stein, N