* stets dor C. Wahl, ten Schachteln Bad Ems. Il. fetal bei Fricbberg. . vt von an dreien edel. 1867. Dienstag den 16. Juli. M3. Anzeiger für Oberhessen. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Abonnements⸗ Einladung. Mit dem 1. Juli beginnt ein neues halbjährliches Abonnement auf den Anzeiger für Oberhessen, welcher auch ferner wöchentlich dreimal, Dienstag, Donnerstag und Samstag, erscheinen wird. Derselbe bringt die kreisamtlichen Erlasse, sodann eine kurze Uebersicht der interessantesten und wichtigsten Tagesbegebenheiten, allgemein belehrende und unterhaltende Aufsätze, landwirthschaftliche und gewerbliche Mittheilungen, geschäftliche Nachrichten, Markt⸗ und Cours-⸗Berichte, Verloosungen von Staatspapieren und locale Notizen, außerdem wöchentlich einmal in dem beigegebenen Unter haltungs-Blatt interessante Novellen und Erzählungen, Gedichte, Anekdoten, Räthsel c. uns die erfreulichste Aufmunterung sein, die Geschäfte der Redaction in der bisher eingehaltenen Weise fortzuführen. Das Abonnement beträgt halbjährlich: für die Abonnenten in hiesiger Stadt J fl., bei sämmtlichen Pestämtern des Großherzogthums 1 fl. 6 kr. Bestellungen bei der Post beliebe man baldigst zu machen, damit in der Zusendung des Blattes keine 1 1 Unterbrechung eintritt. Die stets wachsende Zahl der Abonnenten muß Den verehrlichen Abonnenten in hiesiger Stadt werden wir das Blatt auch für das neue Halbjahr zusenden, wenn nicht ausdrücklich Abbestellung erfolgt. Die Redaetion. Hessen. Darmstadt. Nach dem Pen- sionsreglement vom 29. November 1822 beträgt die Invalidenpension bei Ganz-Invaliden monatlich 6 fl., bei Halb-Invaliden 3 fl. Durch das Gesetz vom 24. December 1857 wurde eine unbedeutende Erhöhung der Penstionsansprüche nach der Dienstzeit eingeführt. Darnach bleibt die Pension für ganz⸗invalide und halb- invalide Gemeine während der ersten zehn Jahre auf dem Satze von 6 fl. und 3 fl. stehen, steigt aber nach dem 10. Dienstjahre auf 7 fl., resp. 3½ fl., und nach dem 25. Dienstjahre auf 8 fl., resp. 4 fl. monatlich. In Hinblick auf diese unzurei— chenden Penstonssätze haben die Abgeordneten Hoffmann und Hallwachs auf dem gegenwärtigen Landtage den Antrag eingebracht:„an die groß— herzogliche Staatsregierung das Ersuchen zu rich- ten, in ähnlicher Weise, wie dies bereits in an- dern deutschen Staaten geschehen ist, an die Stände baldthunlichst eine Vorlage gelangen zu lassen, durch welche die Penstonssätze der Invaliden und der Hinterbliebenen gefallener hessischer Sol— daten jeden Ranges vom Feldzuge 1866 in aus- reichender Weise erhöht werden.“ Der Ausschuß der Kammer hat derselben den Antrag zur An- nahme empfohlen. — Wegen ihrer Verdienste um die Ausstellung sind die Herren Ministerialrath Schleiermacher, Commercienrath Fink und Consul Ewald zu Rittern der Ehrenlegion ernannt worden. — Wie verlautet, wird die zweite Kammer Montag den 22. Juli wieder zusammentreten. Das Budget soll bis Ende des Monats abge— schlossen werden, worauf eine längere Vertagung der Stände erfolgen wird. Auch die erste Kam⸗ mer wird ihre Sitzungen demnächst wieder auf— nehmen. * Friedberg, 13. Juli. Heute Vormit⸗ tag 9 Uhr wurde auf dem Paradeplatze dahier ein Trauergottesdienst zum ehrenden Andenken an die im Treffen bei Laufach gefallenen hessischen Krieger gefeiert. Das Bataillon war in Parade ausgerückt und nahm an der Südseite der Burg- kirche quarreförmige Aufstellung, die Fahne in der Mitte vor der für den functionirenden Geistlichen errichteten Erhöhung, auf welcher alsbald durch Aufstellen der Trommeln gleichsam ein Altar ge⸗ schaffen wurde. Herr Pfarrer Baur hielt die Festrede, in welcher er der Gefallenen in ehren- der, wohlverdienter Weise gedachte und deren treueste Pflichterfüllung, die sie bis in den Tod bewährten, als nachahmungswürdiges, schönes Vorbild den Versammelten darstellte, woran er noch ernste Ermahnungen zu stets treuer und eif⸗ riger Erfüllung der Pflichten eines christlichen Soldaten knüpfte. Der schöne Gesangsvortrag des Sängerchors der Unterofficiere trug viel zur Er— höhung der einfachen, aber erhebenden Feier bei, zu welcher sich gewiß eine größere Anzahl Theil nehmender eingefunden haben würde, wenn deren Veranstaltung mehr bekannt gewesen wäre.— Die Aufmerksamkeit der Versammelten lenkten mehrere der Feier beiwohnende Unterofficiere des 4. Regiments auf sich, welche bei Laufach schwere Verwundungen erhalten hatten und gegenwärtig zu ihrer vollständigen Wiederherstellung die Bäder in Nauheim gebrauchen. S. Gießen. Die letzten Wochen brachten unserer Universität zwei festliche Tage.— Am 9. Juni wurde das Geburtsfest S. K. H. des Großherzogs in herkömmlicher Weise gefeiert. Der derzeitige Rector, Professor Dr. Stahl, welcher als Festredner fungirte, hatte zum Gegen— stand seiner Rede die Bedeutung der Arbeiter- Associationen gewählt. Nach einer durchaus characteristischen Schilderung des alten Zunft— wesens und der großen Handwerke, in steter Ver- gleichung mit den entsprechenden Verhältnissen des 19. Jahrhunderts, zeigte Redner wie jene Ver- bindungen von Handwerksmeistern im 15. Jahr— hundert durch Gesellenvereinigungen vollständig unterdrückt wurden, bis endlich auch diese, nach dreihundertjähriger, oft höchst bedenklicher Macht an der Erweiterung der Gewerbefreiheit und des Fabrikwesens, sowie auch an der Einheit der Polizei im deutschen Reich scheiterten. Schließ- lich wies der Redner darauf hin, in einer wie kritischen Lage sich die Frage von den Arbeiter- Associationen wieder gegenwärtig befinde, wie schwierig es sei, ihr gegenüber geeignete Mittel zu ergreifen und wie besonders Deutschland Ur- sache habe, sich von einer internationalen Arbeiter- Association fern zu halten. Bei dem für alle Stände so hochwichtigen Gegenstand dieser nun- mehr im Druck erschienenen Rede, können wir nicht umhin, sie Jedermann auf das Angelegent- lichste zu empfehlen.— Ein zweiter Festtag war der 24. Juni, an welchem der Kanzler unserer Universität, Professor Dr. Birnbaum, ein in vielfacher Beziehung um die Wissenschaft hoch- verdienter Mann, sein 50jähriges Jubiläum als ordentlicher Professor der Jurisprudenz feierte. Von Seiten der Academie wurde dem Jubilar eine von Professor Dr. Lange verfaßte lateinische Abhandlung„de consecratione capitis et bono-— rum“ überreicht. Preußen. Berlin. Der preußische Ministerresident in Mexico, Herr Magnus, ist von seinem Posten abberufen. Als Motiv seiner Abberufung bezeichnet die„Norddeutsche Allge- meine Zeitung“ die Unmöglichkeit, gegenwärtig mit Mexico internationale Verbindungen zu unter— halten.— Dasselbe Blatt dementirt die Zeitungs- nachricht, daß Herr v. Beust kürzlich eine Depesche bezüglich Nordschleswigs nach Berlin gesandt habe. — Der„Staatsanzeiger“ enthält eine Ver— ordnung, betreffend die Einführung des preu— ßischen Strafrechts und Strafverfahrens in den neuen Landestheilen. Coblenz. Der König von Preußen wird im Laufe der nächsten Woche hier eintreffen, wo gleichzeitig die Ankunft der Königin von Preu⸗ ßen aus Paris erwartet wird. Der Sultan wird ebenfalls für diese Zeit dahier eintreffen. Hannover. Die Nachricht, daß die Köni⸗ gin Marie bereits in Wien angekommen sei, er— weist sich als irrthümlich. Es wird nämlich ge⸗ meldet, daß dieselbe noch in Marienburg verweile. Einerseits wird bemerkt, daß sie die Abreise vor- bereite, anderseits dem widersprochen mit der Be⸗ hauptung, sie habe von ihrem Gemahle die Wei⸗ sung erhalten, nur dem Zwange zu weichen. Mit Ausnahme einer Kammerfrau wird jetzt ihre gesammte Dienerschaft weggewiesen und durch preußische ersetzt. Kassel. Nach einer durch den„Staats- anzeiger“ veröffentlichten Verordnung, den Staats- schatz betreffend, geht die Verwaltung der zum Staatseigenthum gehörigen Activcapitalfonds, so weit sie nicht für specielle Verwalkungszwecke be⸗ stimmt sind, an die Generalstaatscasse in Berlin über. Das Bekanntwerden dieser Verordnung hat in allen Schichten der Bevölkerung einige Aufregung hervorgerufen. Frankfurt. Die Aufhebung der Frauk⸗ furter Stadtlotterie hat daselbst einen höchst pein⸗ lichen Eindruck gemacht, da die verhängte Maß⸗ regel dort als eine empfindliche Beeinträchtigung der communalen, sowie vieler privater Interessen betrachtet wird. Der Stadtkasse erwächst durch die Aufhebung eine Einbuße von durchschnittlich 200,000 und eine nicht geringe Anzahl Einwoh- ner verliert ihren vollständigen Erwerbszweig. Das„Frankfurter Journal“ läßt sich darüber folgendermaßen aus:„Wir sind keineswegs ge⸗ meint, für das Bestehen einer Lotterie als solcher hier eintreten zu wollen. Wir sind von vorn⸗ herein principielle Gegner solcher Staatsanstalten und würden die allgemeine Aufhebung der⸗ selben mit lebhaftem Beifalle begrüßen. Wir vermögen es aber nicht einzusehen, wie dei dem Fortbestehen der Berliner Staatslotterie die Auf- hebung der Frankfurter Lotterie sich aus Gründen des Prineips oder der Praxis rechtfertigen läßt. „———— . 8 7 der Lotterie erhalten bleibt, hätten wir daher wohl wieder ausbrechenden Kriegs zu befördern. So lange in der Hauptstadt Preußens das Institut ider deutschen Hülfsvereine für den Fall eines absorbirt zu werden. i N Der Ihrer Expedition sein, daß dieses Amerika, dessen Also wird das Resultat mit allem Fug erwarten dürfen, daß wir mit Conferenz werden am Abend des 21. August Macht für Sie bereits ein Gegenstand der Sorge der so tief in die hiesigen denden Beseitigung der unserigen mindestens noch während der nächsten Jahre verschont geblieben wären. Wir hätten geglaubt, mindestens dieselbe Schonung unserer localen Interessen erwarten zu dürfen, wie sie durch Duldung der Spielhöllen unseren Nachbarstädten Wiesbaden und Homburg zu Theil wird.“ Frankfurt. Wie die„Frankfurter Zeitung“ meldet, sollen in der Lotterie-Angelegen⸗ das Washingtoner Kabinet. Wie aus den er— gangenen Einladungsschreiben zu entnehmen ist, werden sich voraussichtlich alle bedeutenderen deut— schen Hülfsvereine an der Conferenz betheiligen. Oesterreich. Wien. Vice⸗- Admiral v. [Tegetthof hat sich heute nach Paris begeben und schifft sich in einem französischen Hasen nach Newyork ein. Seine Sendung geht zunächst an heit Seitens unserer städtischen Behörden noch Vera-Cruz, wohin sich inzwischen die Fregatte Schritte zur Abwehr versucht werden. Der Se⸗ Novara begibt, und wo die Fregatte Elisabeth nat und die ständige Bürgerrepräsentation haben gleichfalls zur Verfügung des Vice-Admirals ge— am 12. ds. beschlossen, dieserhalb, sowie im In- stellt ist, die Leiche weiland des Kaisers Maximi— teresse anderer communaler Angelegenheiten eine lian zu reelamiren. Deputation an den König nach Ems abzuordnen. Von Seiten der Bürgerrepräsentation sind dazu die Herren Scharff-Majer und Graubner designirt, Senats Herr v. Oven. Die von Seiten des Deputation soll am 15. ds. Audienz erhalten. Wiesbaden. Am 20. ds. trifft der König von Preußen zu einem achttägigen Besuche hier ein und wird von den Spitzen der Behörden empfangen werden. Am 21. Juli findet eine große Militär— parade statt. Ein ausführliches Programm über die Empfangsfeierlichkeiten ist noch nicht festgesetzt. Diez. Am 7. ds. wurden sämmtliche Sträf⸗ linge des hiesigen Zuchthauses von ihren Ketten und Kugeln befreit; es ist dadurch die Reorgani— sation des hiesigen. Zuchthauses, welche vom k. Staatsministerium angeordnet und mit der Diree— tor Rabe aus Hamm beauftragt worden ist, in Angriff genommen. Hamburg. Die erste Section der von hier auf Staatskosten nach der Pariser Ausstellung geschickten Arbeiter ist dieser Tage von dort zurück⸗ gekehrt. Dieselben sind voll Rühmens über die guten Dienste, die sie dort Seitens der„Gesell— schaft zur Wahrung der Interessen der die Aus— stellung besuchenden deutschen Arbeiter“ gefunden haben. In einer durch die hiesigen Blätter ver⸗ öffentlichten Danksagung empfehlen sie allen deut⸗ schen nach Paris reisenden Arbeitern dringend, sich sofort nach ihrer daselbst erfolgten Ankunft an den Geschäftsführer der Gesellschaft, Herrn H. Weber, 67, Boulevard de Strasbourg, zu wenden. Sachsen. Dresden. Das Finanzmini⸗ sterium hat eine Bekanntmachung, den Unglücks⸗ fall bei Lugau betreffend, erlassen und zu⸗ gleich das Protokoll veröffentlicht, in welchem die in Lugau zusammengetretene Sachverständigen⸗ Commission ihr Gutachten über den wahren Sach- verhalt und über die zur Rettung der Verunglück⸗ ten gemachten Versuche niedergelegt hat. Wie aus diesen abgedruckten Actenstücken zu ersehen ist, haben die angestellten Rettungsversuche, trotz der dabei bethätigten hohen Energie und muth⸗ vollen Ausdauer, sich leider als völlig erfolglos erwiesen und sind in Folge dessen nunmehr gänz⸗ lich eingestellt worden. Der eingestürzte Schacht ist somit den Verschütteten, wie gleich Anfangs gefürchtet wurde, in traurigster Weise zum Grabe geworden. Gera. Am 10. ds. verschied auf Schloß Obetstein bei Gera Heinrich LXVII., regieren⸗ der Fürst Reuß jüngere Linie. Bayern. München. Gegen die Redac⸗ tion des„Kladderadatsch“ ist dahier auf Grund 90 jüngst erschienenen Nummer dieses Blattes eine Untersuchung wegen Majestätsbeleidigung ein⸗ geleitet worden. 1 Würzburg. Donnerstag den 22. August 1. J. wird dahier eine Conferenz deutscher Hülfs⸗ vereine für die Krankenpflege und Unterstützung der Soldaten im Felde zusammentreten. Der Zweck der Zusammeykunft geht im Allgemeinen dahin: Die in dem letzten Krieg gesammelten Erfahrungen mündlich auszutauschen, sich über die zweckmäßigste Organisation der freiwilligen Hülfsthätigkeit zu verständigen, etwa räthliche Er⸗ gänzungen der Genfer Convention von 1864 vorzubereiten, und namentlich durch Anknüpfung persönlicher Verbindungen das Zusammenwirken 1 — Ju, der Sitzung des Unter hauses legte der Finanzminister die Finanzlage Oesterreichs vom Jahre 1863 bis heute dar, wobei er zu folgenden Schlüssen gelangte: Wir haben 3046 Millionen Staatsschulden mit jährlich 127 Mil- lionen Zinsen und 24 Millionen Amortisationen, ferner Papfergeld und ein chronisches Deficit. Ist Hoffnung und Aussicht vorhanden, aus dieser traurigen Lage mit Ehren herauszukommen? Nach meiner innersten Ueberzeugung bejahe ich diese Lebensfrage. Der vollständige Ausgeeich mit Un— garn, obgleich schwierig, wird doch gelingen. Nachdem der Minister noch hervorgehoben, wie wenig früher zur Ausnützung der Vortheile der Landes⸗Autonomie, für Steuerreform ꝛc. geschehen, schloß er: Oesterreich erholte sich wieder, es er— warb sich nach Außen Achtung, und die hier im Hause dringlichst betonte Umkehr, die sich eben vollzieht, wird das Ihrige thun. Donaufürstenthümer. Der verbannte Exfürst Kusa hat bei dem Fürsten Karl ein Gesuch eingereicht„als Privatmann und treuer Unterthan in sein Vaterland zurückkehren zu dür— fen.“ Die Kammer wird darüber Entscheidung treffen.. Frankreich. Paris. In dem gesetzgeben— den Körper haben einige sehr stürmische Sitzungen stattgefunden, indem mehrere Redner, namentlich Thiers und Jules Favre, bezüglich der mexifanischen Expedition sehr scharfe Anklagen gegen die Regierung erhoben, gegen welche Staats- minister Rouher letztere zu vertheidigen suchte. Jules Favre sagte am Schlusse seiner längeren Rede:„Die Regierung ist nicht blos für die Sicher- heit und die Ehre Frankreichs verantwortlich, son⸗ dern auch für dessen Gut und Blut.(Lärm.) Mit seinem Blute verschwenderisch umgehen, ist ein Verbrechen. Abenteuern und seine Finanzen leichisinnig gefährden, indem man sie der Ver⸗ theidigung einer Sache dienstbar macht, die im Begriffe zu unterliegen war, ist mehr als ein Fehler; daß man unsere unglücklichen Soldaten für ein fremdes Interesse zu Grunde gehen ließ, ist eine Verantwortlichkeit, von der die Beredsam⸗ keit des Herrn Staats⸗Ministers die Regierung nicht los machen kann.(Lärmende Unterbrechungen.) Der Herr Minister will nicht zugeben, daß der Glanz Frankreichs durch diefes traurige Resultat verdunkelt worden sei. Und doch hat er an⸗ erkennen müssen, daß die Entwicklung des Handels und die Wohlfahrt, welche die 1505 dieser Expedition sein sollten, nur ein in beklagens⸗ werther Weise zerstörter Traum waren. Ich füge noch hinzu, daß es nicht blos Mexico war, weiches Sie schlagen wollten, durch das Herz Mexico's suchten Sie dasjenige Amerika's zu durchbohren. (Genug, genug! Lärmender Widerspruch.)— Favre: Das Resultat der Expedition war die Machtvermehrung Amerika's; das letzte Wort Ihrer Politik ist, daß Sie dieses große Land, welches Sie von der Anarchie zu retten vorgaben, den Vereinigten Staaten in die Arme werfen. (Lärm.) Ja, in der Moniteuc⸗Note, welche ich als verletzend für eine Regierung bezeichnet habe, die stark ist und gegen welche Sie nichts ver⸗ mögen.(Lärm. Genug!) In dieser Note haben Sie gesagt, Mexico werde sich noch glücklich schätzen können, durch seine mächtigen Nachbarn Sodann hat er in Verhältnisse einschnei⸗ d. J. freie Vorbesprechungen unter den Delegirten war, wie dies ein Aetenstück beweist, welches ich 7 5 Hülfsvereine vorausgehen. citiren kann, über die Maßen vergrößert wird. Und wenn Sie denn also die Finanzen Frank— reichs gefährdet, wenn Sie von dem Blute Frankreichs einen Gebrauch gemacht haben, der schwer auf Ihrem Gewissen lasten muß(Ausrufe und Lärm), so habe ich das Recht, zu sagen, daß Sie in einem freien Lande in Anklagestand versetzt würden...“ Hier nun folgt ein un⸗ erhörter Tumult. Der Effect, den die Rede Julius Favre's hervorbrachte, war derart, daß Zuhörer auf den Tribünen zu Beifall s- bezeugungen sich hinreißen ließen und hierdurch den Präsidenten des gesetzgebenden Körpers ver. anlaßten, auf den Tribünen den Artikel des Reglements anheften zu lassen, welcher den Zu— hörern jede Kundgebung ihres Beifalls oder Miß— falls untersagt— — Im gesetzgebenden Körper sprach Ollivier über die Einführung der im Staatsleben noth— wendigen Reformen; er wolle eine getreue Ein— und Durführung derselben, welche rasch beendet werden müsse. Wir befinden uns Angesichts zweier Alternativen: entweder Krieg oder Herstellung einer wahrhaft constitutionellen Regierung. Möge die Regierung die Freiheit dem Kriege vorziehen. — Die„Köln.⸗Ztg.“ bringt folgende Mit⸗ theilung aus Paris: Man hat sichere Nachricht, daß seit kurzer Zeit die Pferdeankäufe in Ungarn für Rechnung der französischen Regierung aufs Neue vorgenommen werden, daß neuerdings 1200 Maulthiere, denen später auf dem Dampfer „Ardéche“ von Toulon aus 300 andere gefolgt sind, nach Algerien geschickt wurden, um dort an den Feld- und Lagerdienst gewöhnt zu werden. — Vietor Hugo ist durch folgenden Brief dem Genfer Congreß beigetreten:„Mein ehren⸗ werther und theurer Mitbürger! Ich bin von Herzen mit Ihnen. Ein Friedenscongreß zwischen Völkern wird eine prächtige Antwort auf diesen Congreß von Königen sein, welcher den Krieg ausbrütet. Ich drücke Ihre wackere Hand. Victor Hugo.“ — Der Sultan ist am 11. d. M. Abends um 7 Uhr von hier abgereist. Der Kaiser hat ihn nach dem Nordbahnhof begleitet, und zwar mit demselben Ceremoniell, welches bei seiner An⸗ kunft in Paris stattgefunden. — Die„Köln. Ztg.“ läßt sich von hier schreiben:„Seit Jahren hat keine Sitzung des gesetzgebenden Körpers ein solches Aufsehen erregt als die gestrige. Es wird absolut von nichts Anderem gesprochen, und sowohl die Rede von Hrn. Thie vs als jene von Jules Favre finden den Beifall des Publikums. Die Regierung mag sich noch so sehr der Wahrheit verschließen, es bleibt doch eine Wirklichkeit, daß die öffentliche Meinung mit Entschiedenheit von ihr sich ab⸗ wendet. Wenn ich Andeutungen Vertrauen schenken darf, die mir von gut unterrichteter Seite her zukommen, so fühlt der Kaiser allerdings den Umschwung, und dieses Gefühl ist es auch, was ihm die Möglichkeit vor das Gemüth führt, die Vorspiegelungen derjenigen, welche eine große Unternehmung nach außen empfehlen, müßten unter gewissen Umständen vielleicht doch versucht werden. Die Kriegspartei zählt fest darauf, die Verlegen⸗ beiten im Innern würden den Kaiser zu ihret Meinung bekehten.“ 5 i Großbritannien. London. Der Sultan ist hier eingetroffen. l Amerika. Newyork. Aus Mexico wird mitgetheilt, daß die Gesandten Preußens und Englands gegen die Hinrichtung Maximilians protestirt hatten, daß aber von Juarez erwidert worden war, das Wohl Mexices fordere den Tod Maximilian's. Escobedo hat angekündigt, er werde die Güter aller Kaiserlichen confisciren. Die Regierung der Vereinigten Staaten hat einen Bevollmächtigten abgesendet um in Paris, London und Berlin Verhandlungen anzuknüpfen, die eine Erleichterung des directen Postverkehrs zum Ziele haben sollen. Fricke tiene 4 Brombal a f galt, 0 nünlch! bi meisten die Verf genau nu Obermedie Unterstütl Diakonie Frite b 5 perpflic n allgemet Der Gf Beal e geutheln „ paru es trat 95 sibet zu 6 Wochen Vom! 10 Lage! linge bon seht unbed sämmllich nur 3 den Am 2 Jakob M handlung, lauf des 5 mit vorzu eintraten, gegengesetz krankungen dauern, 2 1 neuer traten 2 5 Erst am 8, dcn e und neuet Laufe dei wuchsen, sich als wieder au Natü allgemein geschah? liche or des 8 Un bite sch keit, daß worgenonmn gender Be A. am 9 b. fiat Ni C. leid d. un burbe Sitzung det seben erttg. von nicht Arte von Fat Negicrung erschlichen, . Ifentlich⸗ „ scch ab⸗ an eulen u Sti de ledig dul 0 b fahr, eint 9¹5 giti Aetl. 1001 pl 110 Perlen Friedberg, 13. Juli. Ein zweiter unserer Patienten, Leonhard Meisinger aus Kirche Brombach im Odenwald, ist leider heute Morgen gestorben. Von den verbliebenen 11 Kranken, namlich 10 Seminaristen und 1 Pedell, geben die meisten gegründete Hoffnung auf Besserung. Die Verpflegung und ärztliche Behandlung ist genau nach den Anordnungen des Großherzogl. Obermedicinalraths Dr. Küchler geordnet. Zur Unterstützung des Wärterpersonals ist eine Diakonissin aus Darmstadt berufen. Steinberger. Friedberg, 14. Juli 1867. Wir fühlen uns verpflichtet, Folgendes zu veröffentlichen und der allgemeinsten Beachtung zu empfehlen Der Gesundheitszustand im Seminar war seit Beginn des Sommerhalbjahrs, 9. Mai, ein außer⸗ gewöhnlich günstiger, so daß der Arzt öfter fragte, warum er gar nicht mehr requirirt würde. Am 22. Mai trat der 1. Krankheitsfall ein, welcher unter scheinbar sehr ungefährlichen Symp⸗ tomen 4 Tage lang im Seminar behandelt wurde; am 5. Tage wurde der Kranke auf Verlangen in ein Privatlogis in der Stadt transferirt, und es trat bald entschieden ausgesprochenes Nerven- fieber zu Tag, von welchem der Patient erst nach 6 Wochen genas. Vom 26. Mai bis 2. Juli, 38 Tage, worunter 10 Tage Pfingstferien, während welcher die Zög⸗ linge von hier abwesend waren, sind blos 14 sehr unbedeutende Fälle leichteren Unwohlseins, sämmtlich von nur itägiger Dauer und darunter nur 3 den Arzt erfordernd, vorgekommen. Am 2. Juli erkrankte der nunmehr verstorbene Jakob Mann, gelangte am 3. in ärztliche Be⸗ handlung, wurde am 4. isolirt, worauf im Ver⸗ lauf des 5. deutliche Symptome des Nervenfiebers mit vorzugsweiser Localisirung auf das Gehirn eintraten, denen die entsprechenden Mittel ent⸗ gegengesetzt wurden. Am 5. Juli traten 5 Er⸗ krankungen ein, darunter 3, die bis heute fort- dauern, 2 von nur 2tägiger Dauer. Am 6. erscheint 1 neuer Fall von nur Itägiger Dauer. Am 7. traten 2 neue Fälle ein, die bis heute fortdauern. Erst am 8., Morgens zwischen 6 und 7 Uhr, er— scheint ein Gesammtkrankenstand verblieben und neuer Zugang— von 18 Personen, die im Laufe des Tages in unbestimmbarer Zahl an⸗ wuchsen, worunter aber viele Fälle waren, die sich als blose Angst erwiesen und folgenden Tags wieder aus der ärztlichen Behandlung heraustraten. Natürlich erweckte ein so hoher Krankenstand die allgemeine Aufmerksamkeint im Seminar, und es geschah Alles, was menschliche Vorsicht und ärzt⸗ liche Vorschrift an die Hand gaben. Im Laufe des 8. und bis zum Morgen des 11. Juli ent- wickelte sich die Epidemie in so reißender Schnellig⸗ keit, daß von dem Seminararzt in Folge einer vorgenommenen Untersuchung aller Zöglinge fol⸗ gender Bestand aufgenommen wurde: a. am ausgebrochenen Typhus sind erkrankt 2 b. starke Symptome des Typhus sind vorhanden bei 10; e. leichter erkrankt an gastrischem Fieber sind 12; d. unwohl fühlen sich 17; 0. vollkommen gesund sind 543 liebste Junge besitzt. Unsere beiden Schützen konnten sich f. abgereist: ganz gesund 1, als Reconvalescent natürlich nicht entschließen, dies heitere Stillleben zu stören. 1, erkrankt 1. g* Friedberg, 15. Juli. Gestern Nachmittag statteten Was von da an geschehen, ist bereits der Oeffentlich— Frankfurter Fuerwehrmänner der hiesigen Feuerwehr einen eit übergebe ee Besuch ab, um gemeinschaftliche Uebungen mit den hier eit übergeben worden. verbundene ä N e .„ Povorhandenen, wie wir hören, den Frankfurtern noch ab⸗ Nach, Vorstehendem kann der Krankheitsbeginn gehenden Geräthschaften vorzunehmen. Ein sehr heftiger im Seminar vom 2. Juli datirt werden. 1462 4 Nun R zen nöthigte leider bald zur Unterbrechung der aber— und darauf wolle man besonders achten Rathhause ausgeführten Exercitien, worauf man 14 7 2641 1 zum Abgang des Bahnzuges zu freundschaftlichem war bereits am 1. Juli ein kräftiger, blühender zusammengesellte. Der Besuch der Frankfurter Genossen Seminarist, der seit Ostern 1866 noch niemals Krank- darf für di heits halber eine Stunde im Seminar hatte, aber in einem Privatlogis in der Stadt ein⸗ quartirt war, nach Haus gereist, weil er die Nach- richt erhalten hatte, daß ein an einem organischen Uebel leidender Bruder dem Tode nahe sei, der Darmstadt. Ferdinand Diefenbach, Redacteur der ihn auch wenige Tage darauf ereilt hat. Dieser] Hessischen Landeszeitung“, hat eine Serie von Aufsätzen unser braver, lieber Zögling nun wurde bereits über die hessische Eisenbahnfrage, welche das genannte unterwegs von denselben Symptomen der Erkrankung 8 95 r 5 Fracht in Vorn eier befallen, welche alle unsere Patienten darbieten, a Acht, welt An: Vie i sodaß er von der Eisenbahn aus seine Heimath es in Hessen⸗.— Advocat E. Emmerling, Nieder⸗Gemünden kaum noch zu Fuß erreichen Verfasser von:„Der Szaat im Staat“, beabsichtigt, dem konnte. Er liegt seitdem, wie uns heute gemeldet Fuzi be Meer. r hessische wird, an ausgesprochenem Nervenfieber schwerveröff mae ici netes Schrifichen du darnieder. Aus diesem Fall geht unzweifelhaft ufingen. In ber Nacht vom J. zum 8. Aptil 5. 8 hervor, daß die Infection unserer Schüler vor wurde(1. 5. mit elheutt) der Lehrer Anton 2 örtel dem 1. Juli erfolgt ist, womit auch die bezüglich von Cransberg tief in der Nacht in seiner Wohnung im anderer Kranken im und in der Stadt gemachten Beobachtungen voll— hlesize freiwillige Feuerwehr als eine erfreu— gefehlt liche Anerkennung ihrer Leistungsfähigkeit und musterhaften Ausrüstung betrachtet werden und macht der Mannschaft sowie dem Gründer und Führer derselben, Herrn Fr. Roßbach, alle Ehre, was öffentlich ausgesprochen und anerkannt zu werden verdient. Eisenbahnn Schwurgericht der Provinz Oberhessen. III. Quartal 1867. Urtheile: Den 5. Juli wurde David Rothschild III. von Helden⸗ bergen, wegen Meineids, in eine Correktionshausstrafe von 2 Jahren verurtheilt. Den 6. Juli wurde Elias Meier zu Gießen, wegen gleichen Verbrechens, in eine Correktionshausstrafe von 1 Jahr und 6 Monaten verfällt. Den 8. Juli wurde Johannes Adolph aus Rirxfeld, wegen Schriftfälschung, in eine Correktionshausstrafe von 3 Monaten condemnirt. Den 9. Juli wurde Johannes Jost aus Burg⸗Gemünden, wegen Raubs, in eine geschärfte Correktionshausstrafe von 3 Jahren verurtheilt. Den 10. Juli wurde wegen ausgezeichneten Diebstahls, resp. Begünstiguug verurtheilt: 1 64 5 1) Wilhelm Trier aus Schlitz in eine geschärfte Cor⸗ rektionshausstrafe von 3 Jahren und 2) Katharina, dessen Ehefrau, in eine Gefängnißstrafe von 8 Tagen. Den 11. Juli wurde Matthäus Heberer aus Dau⸗ bringen, wegen Brandstiftung, in eine Zuchthausstrafe von 10 Jahren condemnirt. hiesigen Militair-Hospital Schlaf überfallen und mit einem Beile sehr erheblich ver⸗ letzt. Die über dieses Verbrechen eingeleitete Untersuchung 2 1 hat jedoch kein Resultat gehabt, indem gegen die einzige kommen übereinstimmen. b 25 4 15 welche im Verdacht stand, T e ee Angesichts dieser traurigen Thatsache müssen] Urtheil des k. Hofgerichts eingestellt worden ist. f wir aber nunmehr die tiefbetrübende Vermuthung Elberfeld. Am 6. d. M. ist dabier ein Frauen⸗ hegen, vaß wahrscheinlich noch mehrere unserer zimmer verhaftet worden, welches unlängst ihr neugebornes enklassenen Schüler den gefährlichen Krankheitsstoff lodies Kind nach Polnisch⸗Kassel(Provinz Schlesien) an in sich tragen. Sie sind darum alle, was wir die Adresse ihres Bräuligams geschickt hatte.„Die Annahme b a eg 5 Packets wurde verweigert, ging an die Eröffnungs- ihnen auch bei der Entlassung empfohlen haben, nission bei der Ober-Postdireckion in Düsseldorf zurück aufmerksam zu beobachten, und wenn Erkrankungen, und von da zur Recherche der Absenderin nach Elberfeld. auch die scheinbar leichtesten, vorkomwen, so ist 2 Falsche preußische Cassenanweisungen. sofort ein Arzt zu rufen. Für sämmtliche Aerzte] Bei einer Breslauer königlichen Casse sind neuerdings aber, die zu diesem Behufe requirirt werden, wird n 0 10 K. 1 mi 1 je si 1 9 9 Die Fal cale ind 1 1 äuschend nachgeahmt, lassen 5 sich empfehlen, 9 5 155 n e sich aber bauch leicht 3 45 5 daß sie a Bi ch erzten, Kreisarzt Dr. Müller und pra tischem eine blaßgelbe Farbe und auf dem Reverse statt der von Arzt Dr. Weckerling, in Relation zu treten, der Schrift durchkreuzten Wellenlinien nur leicht ange⸗ um gleichmäßig diejenigen Mittel in Anwendung deuteie Striche zeigen. zu bringen, welche sich hierorts erfolgreich er— wiesen haben oder noch erweisen werden. Uns selbst aber bitten wir von sämmtlichen constatirten Krankheitsfällen auf amtlichem Weg in Kenntniß zu setzen. Alle Pfarrämter und Bürgermeistereien des Landes, denen diese Veröffentlichung zur Hand kommt, werden gebeten, über unsere entlassenen Zöglinge nach der augedeuteten Richtung hin ein wachsames Auge halten und eintretenden Falls die Eltern sachgemäß instruiren zu wollen, wie wir denn auch alle Redactionen öffentlicher Blätter ersuchen, vorstehender Bekanntgebung die weiteste Verbreitung angedeihen zu lassen. Steinberger. Friedberg. Als Curiosität wurde uns gestern von zwei Schützen— beiläufig bemerkt, die ersten in diesem Jahre, die wir mit wirklichem Schieß⸗ material vom Schießhaus kommen sahen— erzählt, daß sowohl im Schießhause, als auch auf der Scheide zwei Rolhschwänzchen⸗Paare sich häuslich ein⸗ gerichtet haben und daß das Paar auf der Schribe 5 aller— Eine äußerst interessante Ansicht der Stadt Friedberg, wohl mehrere hundert Jahre alt, Kinderwaͤgelchen 1707 in verschiedener Größe bei Jos. Hoffmann, Posamentter. wurde in sehr gelungener. Segen 8 4. K. 4 ff. verschiedenen Formaten Mineralwasser 7.* 7. als: Lu elterser · er al⸗ 5 rieb erg, Bindernagel& Schimpff. B del. Dan. Kümmich. 2 N 3*. Fir Hesihet von Dampf- Oreschmaschinen Glacé-Handschube Fettige Nothguß Lager sir Dampf⸗Dreschmaschinen, Lager N. Ee. Metall zum Aus gießen 1615 von ausgelaufrnen Lagern, empfiehlt in Ludwig Becker in Offenbach a. M. Metallgießerei und Fabrik für Dampfmaschine n- uad Kessel⸗ Armaturen. bester Qualität billigst Ein kräftiger Junge findet dauernde Veschäftigung in der Buchdruckerei von Bindernagel& Schimpff. Joologischer Garten 1635 Sonntag den 21. Juli, Vormittags von 6 Uhr bis Abends ist der Eintrittspreis auf in Fraukfurt a. M. 12 Kreuzer per Person ermäßigt. No. 82 Nachmittags 4 uhr Concert vom ganzen Musik⸗Corps des Infanterie-Regiments Der Verwaltungsrath. Für Oeconomen! 1728 Gelegentlich des am 18. d. zu Lich stattfindenden landwirthschaftl. Festes werde ich verschiedene landw. Maschinen und Geräthe, als: Häckselschneidmaschinen in S verschiedenen Größen, einfache und doppelte Ringelwalzen, Hobelhacken, Wieseneggen, Oelkuchenbrecher, Rübenschneidmaschinen, Kartoffelmahlmühlen, Heuwendemaschinen, Pferderechen ꝛc. aufstellen, ebenso ein Göbelwerk für 1 Pferd und lade zu deren Besichtigung ergebenst ein. A. Buch in Hungen. Für Uuterleibsbruchleidende. Briefauszüge an Gottlieb Sturzenegger in Herisau. „Mit Freuden ergreife ich die Feder und schreibe Ihnen, von meinem 16jährigen Bruchleiden vollständig curirt haben. Schweiz. daß Sie mich, Gott sei Dank, durch Ihre Salbe Ich danke Ihnen tausendmal dafür. Himmel wird Ihnen den Segen geben; denn Sie haben ihn verdient.— Könnte ich es allen Menschen sagen, die das Uebel haben, daß sie die gute Salbe von Hrn. Sturzenegger brauchen sollten,— ich würde es thun!“ Constanz am Bodensee, den 29. Juni 1867 Diese vorzügliche, durchaus keine schäblichen Stoffe enthaltende Bruchsalbe wird einfach Morgens und Abends eingerieben. zu beziehen in Töpfen zu 1½ Thlr. Pr. Ert. oder fl. 2. Gottlieb Sturzenegger in Herisau, Kt. Appenzell. Schweiz. NB. Nach Oesterreich kann keine Nachnahme erhoben werden. 1 Die Heilung geschieht ohne die mindeste Unannehmlichkeit,— ohne Entzündung zu verursachen. Einzig 36 kr. Südd. Währg. oder fl. 3. Oe. W. beim Erfinder — 726 diet alia due g. 1516 Ueber das Vermögen des concurssälligen Johs. Bink von Kirch⸗Göns ist von Großberzogl. Hofgericht der Provinz Oberhessen förmlicher Concurs erkannt. Sämmtliche unbekannten Gläubiger werden aufgefordert, im Termine Montag den 29. k. Mts., Vormittags 8 Uhr, ihre Forderungen dahier mit etwaigen Vorzugsrechten speeisieirt anzumelden, bet Meidung Ausschlusses von der Masse. Butzbach den 7. Juni 1867. Großherzogliches Landgericht Butzbach Dr, Gilmer. Fresenius, Landrichter. Landgerichts⸗Assessor. Bekanntmachung. 1709 Das für das Bezirks⸗Gefängniß zu Friedberg auf ein Jahr erforderliche Brennbolz soll Freitag den 19. Juli l. J., Nachmittags 3 Uhr, im Landgerichtslocale an den Wenigstnehmenden ver. steigert werden. Frledberg den 11. Juli 1867. Großherzogliches Landgericht Friedberg Rei tz. Holz⸗Versteigerung in den Domanialwaldungen der Oberförsterei Ortenberg. 1734 Mittwoch den 24. Juli und Donnerstag den 25. Juli werden in den Districten Sauerwiesenrain, Laiserzipfen, Koblhuag, Gebrannte Kopf, Scheuernwald, Hoͤllberg und Kleekopf, nachstehende Holzsortimente versteigert: Scheidholz enen Reisholz S enn. Buchen⸗ 7880; 171 ½ 165% 475 ½ Eichen. 31½ 5 31 20 Nadelholz 4 4 8 18 6 Eichenstämme von 23-39“ Durchmesser und 14—397 Länge, 5 Buchenstämme von 12— 21“ Durchmesser und 24—46“ Länge, 9 Kiefernstämme von 6—11“ Durchmesser und n 19 2317 Länge, 8½ Stecken Eichen⸗Werk⸗Scheidholz, Die Qusammenkunft ist am 1. Tag präcis 9 Ubr im District Sauernwiesenrain am Unter⸗Latser Fuß pfad, und es kommt das daselbst, sowie im Laiser⸗Zipfen und Kohlberg sitzende Holz zum Ausgebot; am 2. Tag im Distriet Gebrannte⸗Kepf bei der neuen Brücke. Diese Versteigerung ist die letzte der dleßjährigen Holzversteigerungen. te am 4. und 5. Juli abgehaltene Holzverstetgerung in genehmigt und es liegen die Abfuhrscheine beim Großh. Rentamt in Bingenheim zum Abholen bereit. Die Ueberwelsung des Holzes findet Montag den 22. Juli, Morgens 7 Uhr statt. Ortenberg den 12. Juli 1867. Großherzogliche Oberförsterei Ortenberg Ma x. Edietal ladung 1727 Christian Ulrich von Wölfersheim hat die mit seiner verstorbenen zweiten Ehefrau erkauften Grundftücke Flur II. Nr. 97. V 152. VIII. 119. X. 59. XIII. 251. Gemarkung Wölfersheim, veräußert. Da seinem abwesenden Sohne Georg das Miteligenthums-Recht an diesen Stücken zusteht, so wird derselbe hiermit auf— gefordert, etwaige Einwendungen gegen den Verkauf dieser Stücke binnen drei Monaten dahter vorzubringen, gegenfalls seine Genehmigung unterstellt und der Kauf- vertrag gerichtlich bestätigt werden wird. Hungen den 4. Juli 1867. Großherzogliches Landgericht Pungen EF. Roggenbrodmehl, 1647 auf Verlangen Zahlungofrist bis 1. October d. J. empfehlen Gebrüder Löb. Der obere Stock meines Hauses, 1706 bestehend aus 6 bis 7 Zimmern, ist zu vermiethen und kann den 9. Oktober bezogen werden. B. K. Stern, an der Eisenbahn. Papier(groß Format), 1729 geeignet zum Tapezieren wie auch zum Verpacken, billig bet Nathan Hirschhorn, Usagasse 251. 1733, Allen Denjenigen, die meinen verstorbenen Sohn, den Seminariflen Jakob Mann, in seiner Krankheit so treulich verpflegt und ihn zu selner letzten Ruheslätte begleitet, namentlich den Jungfrauen, die ihm so schöne Kränze und Blumenflräuße mit ins Grab gegeben haben, sage ich in meinem und der Meinigen Namen hiermit den herzlichsten Oank. Friedberg am 13. Juli 1867. Pbilipp Mann II. aus Uffhofen in Rheinhessen. 1732 Wir fühlen uns gedrungen, allen Den⸗ jenigen, welche unsern dahter verstorbenen Sohn, den Semlinaristen Bernhard Meisinger von Kirch⸗ Brombach, während seiner Krankheit so sorgsam und wohlwollend verpflegt haben, sowle auch allen den Personen, welche ihn zu setner letzten Ruhestätte geleitet, namentlich auch den Jungfrauen, die seinen Sarg und sein Grab mit so viel Liebeszeichen geschmückt haben, hiermit unsern tiefgefühltesten Dank auszusprechen. Frtedberg den 14. Juli 1867. Nicolaus Meisinger und Ehefrau, geb. Kredel, aus Kirch⸗Brombach. Gott und der Bei Bindernagel und Schimpff in Friedberg ist zu haben: Lieder-Anhang zum allgemeinen evangel. Gesangbuch für das Groß herzogthum Hessen. „ Eine Scheuer 1730 hat zu vermiethen Friedrich Horn. Kirchen huchsauszüge. Evangelische Gemeinde. Getaufte: 13. Juli. Dem Feldwebel im 2. Bataillon des 2. Großh. Inf. Reg. Valentin Dietz eine Tochter Dorothea Elisabetha, geb. den 18. Junt. G 7. Juli. Auguste Mathilde Faust, des hies. Bürgers und Schneldermetsters Konrad Faust Tochter, alt 10 Jahre, 4 Monate, 14 Tage, 1 am 6. Juli. 5 11. Juli. Anna Katharina Battenfeld, des Großh. Ortseinnehmers Georg Battenfeld Tochter, alt 17 Jahre, 1 Monat, 23 Tage, 7 am 9. Juli. 12. Jull. Joh. Heinrich Waas II., hies. Bürger und Oekonom, alt 83 Jahre, 25 Tage, T am 10. Jult. 13. Juli. Marie Henriette Emilie Bechstein, des bles. Bürgers, Lederhändlers und Schulvorstehers Joh. Bechstein II. Töchterchen, alt 3 Jahre, 2 Tage, T am 11. Juli. 13. Juli. Jakob Mann, Zögling des hies. Schul⸗ lebrerseminars, des Ortsbürgers und Ackermannes zu Uffbofen im Kreise Alzey Sohn, alt 17 Jahre, 29 Toge, T am 12. Juli. Katholische Gemeinde. Gerate: Am 16. Juni. Briefträger Heinrich Obmann mit Philippine Bender. Beer digte: Am 10. Juli. Nicolaus Krapp, Musketier aus der 7. Compagnie des 2. Infanterie⸗Regiments. Brodpreise vom 16. bis 31. Juli. Nach eigener Angabe der Bäcker. Für Friedberg: Erste Sorte 4 19 kr. Zweite Sorte * 1* 0 1 77 4 18½ kr. „ 1 1* 77„ 4 1* 40 2½ Loth Milchwaaren 1 kr. 3 Loth Wasserwaaren 1 Für Nauheim: 2 * kr. Kasseler Brod 4 8 21 kr. 1* 2„ 10½„ *„* 5¼ 1 Erste Sorte 413 20 kr. Zweite Sorte 4 8 18 kr. 1 *** 7 *„* 1* 5* 1* Für Butz bach: ie 1 4½„ Erste Sorte 4 8 19 kr. Zweite Sorte 4 f 17 kr. ** 17 90* 77„„ 8½* „*„ 1„ 4%„„* 1„ 47¹* Fleisch⸗ ꝛc. Preise v. 16. bis 31. Juli. Nach eigener Angabe der Metzger. Für Friedberg: Ochsenfleisch pr. 8 19 kr., Schweinefleisch pr. 8 18 kr., Kuhfleisch, gem. 17„ Leber⸗ u. Blutwurst 20 Rindfleisch, gem. 17„ Bratwurst 1 Hammelfleisch 15„ Schwartenmagen 24 Keil und Carre 15„ Erräucherter Speck 32„ Kalbfleisch 12„ Doörrfleisch 2 Schaaffleisch—„ Schinken 242 Nierenfett 24„ Schmalz, ausgel. 28„ Hammelsfett 16„ Schmalz, unausgl. 28„ Ausnahmspreise: Hammelsfett bei W. Bieler 20 kc., bei J. Hanstein III. und K. Söllner 18 kr., bei H. Gröninger und W. Kreuter II. 16 kr.— Schmalz ausgelass. bei N. Engel, A. Vogt's Erben, C. F. Walz, J. Walz III. und H. Weller 32 kr. Für Butzbach: Ochsenfleisch pr. 19 tr., Schweinefleisch pr. K 18 kr., Kuhfleisch, gem, 16„ Leber- u. Blutwurst 20 Rindfleisch, gem., 16„ Bratwurst 2 Hammelfleisch 16„ Schwartenmagen 24 Keil und Carre—„ Geräucherter Speck 32„ Kalbfleisch 12„ ODörrfleisch 24„ Schaaffleisch— Schinken„ Nierensett 24„ Schmalz, ausgel. 30„ Hammelsfe tt 18„ Schmalz, unausgel. 8„ 2 Ausnahmspreise. C. Kaiser und C. Gruner Niere fett 20 kr. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. Viehmarkt gehoben w 5 Betteffent A gelder für Gelder auf ————— Hessen Ned erungsd I. Bean vom 2. J. Bank für S UI. Bel, inspection, Schlitz und III. ue Umlagen z Gemeinden IV. Ver des Ar, 3 belannt zu 3 Prounz Slar 1 Nam n der Eroßber e der Eva Eli stalten, daß 0 n Jutunst d dem Johann dae an en Dag Oberen f. zu gestalten en in die e Ingelheim ö VI. Gi nigliche Sol am 21. Ji Punten dei Zeichnungen sttucuonen N boch Intent Nie 0