Donnerstag den 16. Mai. zeiger Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. d6l 5 ä ůů— * SDersan 10 * Zetreffend: Fliegenwedelhandel nach England ꝛc. und Reisen zu diesem Zweck. N eee Da Hen . wie Fonlar rent Halstücher! erden der Pot. zahme zu decretiren und controliren zu lassen. 2 Bönstadt 1 fl. 22½ kr. Nieder- Wöllstadt 14 kr. RNieder-Weisel 1 fl. 3 kr. Hausen 48 kr. Kirch⸗Göns E fl. 19 kr. Mark Kirch⸗Göns 36 kr. Münster 39 kr. Fauerbach v. d. H. 1 fl. 15 kr. Assenheim 5 kr. Klrch⸗Güns 1 fl. 1½ kr. Bönstadt 56 kr. Bußbach 6 fl. 42 kr. Ober⸗Florstadt 4 fl. 18½ kr. Langenhain 1 fl. 59 kr. 2) Auszug aus dem Verzeichniß über Feldstrafen. Pohl⸗Göns 2 fl. 25½ kr. Fauerbach v. d. H. 2 fl. 53½ kr. Ostheim 51 kr. Amtlicher Theil. das Mitnehmen von Kindern und Frauenspersonen auf Zetreffend: Forststrafen vom 3. Quartal 1866 und Feldstrafen von der 3. und 4. Periode 1866. an di ee lb e n. Die nachstehend aufgeführten Beträge haben Sie den betreffenden Gemeinde-Einnehmern, welchen Auszüge zuzufertigen sind, in Ein— sselbe r n t e 86 6. Nieder ⸗Florstadt 1 fl. 17½ kr. 50 kr. Butzbach 4 fl. 12 kr. berg 37 fl. 41% kr. 2 fl. 2 kr. Pohl Göns Vodenrod 2 fl. 20 kr. Ostheim 34 kr. Nauheim 57 kr. Maibach F Staden 3 fl. 53½ kr. Don„. ode. 6 kr. A. b. Matbach 22 ½ kr. Rockenberg Fauerbach b. Fr. 17½ kr. e e rr een Oriedel 2 kr. Hoch⸗Weisel 1 fl. /, kr. Langenhain 1 fl 47¼ kr. * eee Rieder ⸗Wetsel 40 kr. Oppershofen 4 fl. 37½ kr. 0 0 12 fl. 9s kr. Assenheim 2 fl. 4 kr. Bruchenbrücken 15½ kr. 1 N 9 e 0 Betreffend: Den Fahrplan der Main⸗Weser⸗Bahn, hier Abfertigung der Landpostbolen. 1 rmttthen echte Witwe. Bi den een Degt r het 2 91 Seidtnbel Mark Trais⸗Münzenberg 2 fl. 55 kr. Södel 3 fl. 41 kr. Friedberg 11 fl. 57 kr. Nieder-Mörlen 4 fl. 51% kr. Ober⸗Florstadt 52½ kr. 30% kr. Ober⸗Wöllstadt 6 fl. 11½ kr. Kirch⸗Göns 56½ kr. Pohl⸗Göns 4 fl. 11½ kr. 2 Für Mai und Juni nehmen Bestellungen auf den Anzeiger auswärts die Postexpeditionen, in Friedberg die Verlagsexpedition an. Friedberg den 13. Mai 1867. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Sie haben binnen 8 Tagen ein Verzeichniß Derjenigen aufzustellen und einzusenden, welche in 1865 und 1866 im Alter von 14 is 20 Jahren sich ohne ihre Eltern und ohne kreisamtliche Erlaubniß aus ihren Gemeinden entfernt haben, um sich im Dienste von sog. kandgängern oder auf eigne Rechnung im Ausland als Fliegenwedelhändler, Wachsblumenhändler, oder einen andern Handel dieser Art, oder als Musikanten oder durch sonstige, gewöhnlich im Umherziehen betrieben werdende Gewerbe ꝛc. des bestehenden Verbots ungeachtet, Verdienst zu suchen. Friedberg den 13. Mai 1867. Trapp. 1) Auszug aus dem Verzeichniß über Forststrafen. Gambach 7 fl. 34 kr. Wobnbach 13 kr. Mark Rocken⸗ Wölfersheim 1 fl. 15 kr. Ober⸗Mörlen 3 fl. 48 kr. Ober⸗Rosbach 2 fl. 4 kr. Nieder⸗Rosbach 3 kr. Melbach 18 fl. 6 kr. Nieder- Florstadt 1 fl. 558% kr. Nieder-Rosbach 7 fl. 59 kr. Nieder ⸗Wölistadt Ober-Mörlen 7 fl. 23½ kr. Ober⸗Rosbach 3 fl. Friedberg den 14. Mai 1867. 1 8 Wir bringen zur öffentlichen Kenntniß, daß in Folge des am 1. d. M. ins Leben getretenen veränderten Fahrplans der Main-Weser— expedition Butzbach bei sämmtlichen Touren schon um 7½ anstatt um 8½ Uhr Morgens abzufertigen. Bahn und des dadurch theilweise geänderten Gangs der Anschlußposten es für zweckmäßig erkannt worden ist, die Landpostboten der Post— Großb. Kreisamt Friedberg Trapp. Hessen. Darmstadt, 13. Mai. In ge⸗ heimer Sitzung genehmigt die 2. Kammer nach längerer Debatte, worin Metz, Volhard, Edinger gegen und Wernher, Seitz, Zentgraf, Hallwachs, sowie v. Dalwigk für die Bewilligung sprachen, mit 24 gegen 19 Stimmen eine Apanage des Prinzen Wil- ichen 8, tei f N Echim pf 1867 helm von zwölftausend Gulden, auf wel⸗ bert chen Betrag die Regierungsvorlage ermäßigt wor— % Deen den war. 6 Darmstadt, 13. Mai. II. Kammer. 20. 0* Sitzung. Unter den neuen Einläufen, welche + in der heutigen Sitzung der 2. Kammer vorlagen, 1* befanden sich Antworten des Ministeriums des 1 Inneren und desjenigen des Aeußeren auf die 65 den Eisenbahnbau betreffenden Interpellationen der 2 Abgeordneten Möllinger und J. Hoffmann, aus 11 nge welchen hervorgeht, daß die Regierung wegen An⸗ 14 74 schlusses der rheinhessischen Bahnen an das rhein- — bagerische Netz mit der bayerischen, wegen Baues igt. einer Bahn zwischen Hanau und Offenbach mit 153 der preußischen Regierung und der Ludwigs-Eisen⸗ Aude bahn-Gesellschaft, welche der Regierung Offerten ven, wegen des Baues gemacht habe, verhandlez Hun— ee ge finger interpellirt das Ministerium, ob, nachdem n die Weltlage sich wieder geklärt habe, die Regie- Aude rung bereit sei, den Ständen noch auf diesem Fegenses Landtag, Vorlage über den Ausbau des Eisen⸗ i bahnnetzes überhaupt zu machen. Metz glaubt, daß sich der Ausschuß und die Regierung in der — Eisenbahnfrage nicht übermäßig beeilten. v. Dal wigk: Dem Ministerium lägen eine große An— zahl von Anträgen Seitens der Taunus-, der Ludwigsbahn ⸗-Gesellschaft vor, über die Main— Weser Bahn schwebten Verhandlungen u. s. w. Die Regierung nähme an der Angelegenheit das lebhafteste Interesse, brauche aber Zeit, das massen⸗ hafte Material zu bewältigen. Die Kammer setzte sodann die Berathung über den Hauptvoranschlag der Staatsausgaben fort. — 14. Mai. II. Kammer. 21. Sitzung. Der Abg. K. J. Hoffmann richtet an das Kriegsministerium die Frage, ob dasselbe die Um— wandlung unserer Gewehre in Zündnadelgewehre nicht an hessische Industrielle vergeben wolle.— Hierauf wird zur Berathung der Kosten für die Gesandtschaften geschritten. Statt der frü— heren 60,000 fl. werden jetzt nur 46,000 fl. ge- fordert. Der Ausschuß beantragt für die Gesandt— schaft zu Berlin 12,000 fl. zu verwilligen, sodann für nichtständige Gesandtschaften 20,000 fl. aus- zuwerfen; ebenso für Konsulate 2000 fl. und weiter die Regierung zu ersuchen, die Vertretung des Großherzogthums den Vertretern des nord— deutschen Bundes zu übertragen. Nach längerer Verhandlung wird der Musschußantrag mit 31 gegen 12 Stimmen angenommen. Friedberg. Wie das„Frankf. Journ.“ in einer Correspondenz„Von der Bergstraße“ meldet, babe der evangelische Superintendent der Provinz Rheinhessen sich veranlaßt gefühlt, gegen den letzten Hirtenbrief des Bischofs Ket- teler bei der großherzoglichen Regierung Protest einzulegen. Der Hirtenbrief handelt von den ge— mischten Ehen, und indem der Bischof im Ein⸗ gange den Wunsch ausspricht, daß sein Hirten schreiben auch unter Nichtkatholiken Verbreitung finden möge, wagt er es, der evangelischen Kirche vorzuwerfen, daß sie es sei, die in gemischten Ehen den Frieden störe; ein Vorwurf, dem gegen⸗ über der evangelische Superintendent sehr treffend an das Märchen von dem Lamme und Wolfe er— innert. Herr Superintendent Schmidt soll seine Beschwerdeschrift schon vor einigen Monaten ein⸗ gegeben haben, ohne daß bis jetzt etwas darauf erfolgt ist. S. Gießen. Die für das laufende Seme⸗ ster angekündigten akademischen Vorlesungen haben nunmehr größtentheils ihren Anfang genommen, aber leider mit noch schwächer besetzten Auditorien, als es im vorigen Halbjahr der Fall war. Die Zahl der Studirenden wird nämlich, insoweit sich dieselbe schon jetzt bestimmen läßt, die 300 nicht erreichen, während sie im Sommerhalbjahr 1866 gerade 400 betrug, so daß es uns bald schwer halten wird, dem benachbarten Marburg noch fer— ner die Spitze zu bieten, da sich diese Stadt als Universität für die preußische Provinz Hessen nun mit Macht zu erheben scheint. Neben den politi- schen Gründen mag zu dieser auffallenden Er- scheinung doch auch der Umstand viel beitragen, daß dahier, wie schon früher berichtet, nicht weniger als neun Professuren auch für dieses Semester unbesetzt bleiben, nämlich, eine theologische und zwei me— dicinische, ferner die Lehrstühle für Mineralogie, Geologie, theoretische Physik, chemische Theologie, Thierarzneikunde und neuere Philologie.— An neuen Acquisitionen hat das Sommersemester nur eine gebracht und zwar in der Person des Herrn Dr. A. Brill aus Darmstadt, welcher als Do— cent der Mathematik zu den größten Hoffnungen berechtigt.— Der von der Bergakademie zu Clausthal für den Lehrstubl der Mineralogie be— rufene Professor Streng wird erst nächsten Herbst hier eintreffen.— Die von mehreren Blättern gebrachte Nachricht, daß Dr. Leonhard Pro- fessor für Thierarzneikunde geworden sei, hat sich als falsch erwiesen, indem derselbe zwar von dem akademischen Senat gewählt, aber nicht von der Regierung bestätigt wurde. Würtemberg. Stuttgart. Ein neuer Kriegsdienstgesetz-Entwurf ist ausgearbeitet. Er würde die Stärke unserer Armee auf mehr als 60,000 Mann bringen. Dieß wäre sonach mehr als 3 pCt. der Bevölkerung. Unter diesen wür— den sich drei Kategorien von Streitbaren befinden, nämlich exercirte Mannschaft, Excapitulanten und in der Einübung begriffene Mannschaft. Baden. Karlsruhe. Der ständische Aus— schuß der badischen Kammer hat an den Großherzog eine Adresse mit der Bitte um den unverzüglichen Eintritt der süddeut— schen Staaten und insbesondere des Groß— herzogthums Baden in den nord deut- schen Bund gerichtet. — Der Großherzog empfing den preußischen General⸗Lieutenant v. Beyer, welcher in beson— derer Mission beauftragt war, demselben ein Schreiben des Königs von Preußen zu übergeben. Die Sendung des General-Lieutenants v. Beyer befindet sich ihrem Grunde nach in Uebereinstim— mung mit den Sendungen des Generals v. Hart— mann nach München, und des Generals v. Obernitz nach Stuttgart. Oesterreich. Wien. Wie Wiener Blätter berichten, hat der preußische Gesandte dem Herrn v. Beust officiell den ganz besonderen Dank der preußischen Regierung für seine angestrengten Be— mühungen zur Herbeiführung des Ausgleichs in der Luxemburger Angelegenheit ausgedrückt. Frankreich. Paris. Die„France“ bringt folgende beruhigende Mittheilung:„Seit einigen Tagen ist viel Gerede über vermeintliche Erörte— rungen zwischen den Regierungen von Frankreich und Preußen in Bezug auf Rüstungen und mili— lärischt Vorbereitungen gewesen, die sowohl in Frankreich, wie auf der anderen Seite des Rheines gemacht sein sollten. In dieser Hinsicht hat man sich indeß vollkommen im Irrthum befunden. Wie uns mitgetheilt wird, ist dieser Angelegenheit höch— stens in intimen Besprechungen Erwähnung ge— schehen. Auch sind wir in der Lage, versichern zu können, daß auf der einen wie auf der ande— ren Seite der Stand der Dinge in militärischer Hinsicht so gestellt ist, daß nunmehr keine Spur von gegenseitigem Verdachte mehr vorhanden ist.“ — Im gesetzgebenden Körper machte die Regierung über den in London abgeschlossenen und unterzeichneten Vertrag folgende Mittheilung: Das Großherzogthum ist jetzt zu einem neutralen Staat erklärt und dessen Neutralität unter die Sanktion der Collectiv-Garantie der Mächte, mit Ausnahme Belgiens, gestellt worden. Außerdem hat man sich darüber verständigt, daß die Stadt Luxemburg aufhören solle, eine Festung zu sein, und der Großherzog hat sich vorbehalten, in derselben nur so viele Truppen zu halten, als zur Aufrecht— erhaltung der Ruhe nöthig sind. Demzufolge er— klärte der König von Preußen, daß die preußische Garnison in Luxemburg Befehl erhalten werde, die Festung zu räumen, sobald die Ratificationen ausgewechselt sein werden, und daß man während dieser Operation Artillerie und Munition daraus zurückziehen werde, was in der möglichst kürzesten Zeit bewerkstelligt werden soll. In der Festung sollen nur so viel Truppen gelassen werden, als für die Sicherheit der Expedition des Kriegs- materials unumgänglich erforderlich sind. Der Großherzog hat die Verpflichtung übernommen, die nöthigen Maßregeln zu ergreifen, um Luxem- burg zu einer offenen Stadt umzugestalten, und zwar durch Demolirung der Werke, wie er sie für genügend erachten wird, um den Ansichten der Mächte zu entsprechen. Die Demolirungs— Arbeiten werden unmittelbar nach dem Rückzuge der Garnison beginnen und mit aller Rücksicht auf die Interessen der Bewohner. Die Ratifica— tionen werden innerhalb vier Wochen ausgewechselt werden. Der Vertrag entspricht vollständig den Ansichten der französischen Regierung; er beendet eine in schlimmen Tagen gegen uns geschaffene und 50 Jahre lang aufrechterhaltene Situation, schafft an unserer Nordgrenze einen neuen neu- tralen Staat, sichert dem Großherzog von Luxem: burg vollständige Unabhängigkeit; dabei unter- drückt er nicht nur die unmittelbaren Ursachen des gegenwärtigen Conflicts, sondern gibt auch ein neues Pfand für unsere guten Beziehungen mit unsern Nachbarn und für den Frieden Europas. Die Regierung des Kaisers glaubt sich gratuliren zu können, dieses Resultat erzielt zu haben und gleichzeitig zu constatiren, wie freundlich die Ge⸗ sinnungen der Mächte gegen uns sind. Zugleich glaubt sie hervorheben zu müssen, daß vielleicht zum erstenmal die Vereinigung einer Conferenz, anstatt einen Krieg zu verfolgen und sich darauf! zu beschränken, seine Resultate zu sanctioniren, es 1200 5itsen erzielt hat, dem Kriege vorzubeugen und Europa den Frieden zu erhalten. Hierin liegt ein Zeichen“ der neuen Tendenzen, welche jetzt mehr und mehrt in der Welt zur Geltung gelangen und worüber alle Freunde des friedlichen Fortschritts und der Civilisation sich freuen müssen. England. London. Wie Lord Derby 4 im Parlamente mittheilte, ist der Vertrag un⸗ 31 terzeichnet worden und sollen die Ratificationen 14 desselben innerhalb 4 Wochen erfolgen. Die 19 Hauptvertragspunkte sind: Neutralisirung Luxem⸗ 109 burgs unter der Collectiv-Garantie der Mächte; die 30 Räumung und Schleifung der Festung; Ver⸗ Slaubrabl für bleiben Luxemburgs bei Holland. Das in 0 einsehen Nidda . Verschiedene hiesige Geschäftsleute be— engen e 1 5 ihnen 900 5. T erkadee 5 Waaren von größerem und kleinerem Werth weg kamen, ohne die Diebe, trotz aller Vorsicht ermitteln zu können. Bei einer Haussuchung, welche die Poltzei bei einer hier wohnenden Frau und ihren zwei erwachsenen Töchtern, welche vor einiger Zeit von Florstadt bei Friedberg hier sich ansiedelten, vornahm, fand man den größten Theil der vermißten Gegenstände. Es waren Petroleumlampen, Milchkarnen, Fidibusbecher, Tintenfässer, feine Blumen⸗ behälter, Porzellan-, Bürsten⸗, Glas- und Blechwaaren 2c, sowie ein ganzer Sack voll feiner neuer Damenstiefel. Die beiden Mädchen hatten gewöhnlich Abends in weiten Crinolinen und Mantillen in den verschiednen Läden Kleinigkeiten gekauft, und beim Weggehen, während die eine die andere durch den Unfang ihrer Kleider deckte, die Sachen von den Realen blitzschnell weggenommen, ja oft offen zur Thür hinausgetragen, wie es bei Lampen mit Schirm und Cylinder gar nicht anders der Fall sein kann. Die Betreffenden wurden verhaftet und haben ein vollständiges Bekenntniß abgelegt. Darmstadt. Wie die„Hess. Volksbl.“ berichten, hat Herr Modelleur Schröder von hier auf der Pariser Ausstellung mit seinen ausgestellten Modellen über alle seine Concurrenten gesiegt und den ersten Preis, die goldne Medaille, erhalten. Schwalbach. Ein trauriger Vorfall hat sich bier am 7. d. Mts. ereignet. Ein zweijähriges Kind, 93 Mädchen des Spenglermeisters Jacob Spengler, ist spur⸗ los verschwunden. Es wurde am 7. Mai des Nach⸗ mittags um 2 Uhr von einer alten Frau in dem Hohl⸗ wege, wo es Blumen gebrochen, zum letzten Male gesehen Etwa 10 bis 15 Minuten vorher sollte es aus dem elter⸗ lichen Hause gegangen sein und wurde, als es nicht da war, sogleich eifrigst gesucht; aber vergeblich! Alle Brunnen, Gräben, Gärten, Hecken, Gebäude, Feld, Wald, Canäle sind untersucht und so gar der Weiher abgelassen worden; aber es wurde bis jetzt noch keine Spur entdeckt. Es liegt nun der Verdacht vor, daß das Kind geraubt sei; und unsere Polizei läßt sich es angelegen sein, dem auf die Spur zu kommen. Wenn man das Kind fragt, wie es heißt, so sagt es: Anna Spengler. Es ist ein recht schönes Kind, wohl aussehend, mit blonden Haaren und nicht gar groß. Durch die Mittheilung dieser Anhalts⸗ punkte in den Blättern wäre es vielleicht möglich, dem Raube— wenn ein solcher vorliegt— auf die Spur zu kommen. () Schutz den Sing vögeln. Der Frühling prangt wieder in seinem herrlichsten Schmuck, die lieblichen Sänger der Lüfte sind wieder zu uns zurückgekehrt und fangen eben an, sich in Garten, Busch und Wald wohnlich einzurichten. Wir lauschen mit Entzücken ihrem fröhlichen Gesang; es wird uns dabei so selig zu Muthe: sie singen uns Freude und Friede in das Herz hinein. Aber indem wir uns diesem wonnigen Einfluß hingeben, werden wir zu— gleich wehmüthig gestimmt darüber, daß es dieser heiteren Kinder der Natur bei uns so gar wenige sind. Ganz besonders fällt uns dies auf, wenn wir in andere Gegenden kommen und da mit freudigem Erstaunen die Fülle und Mannichfaltigkeit des Gesangs vernehmen, wie ihn Tausende von lieblichen Vogelstimmen nicht allein inmitten der Wälder, sondern auch in unmittelbarer Nähe der menschlichen Wohnungen uns entgegen- tönen. Man sei doch einmal bei einem Spaziergang um unsere Stadt und in unseren Gärten aufmerksam darauf. Von Nachtigallen reden wir gar nicht, wir haben uns ihrer schon längst entwöhnen müssen; aber wie⸗ viel Pärchen von Grasmücken, Meisen, Bachstelzen, Rothkehlchen und Roth⸗ schwänzchen, Zaunkönigen, Fliegenschnäppern, Baumläufern und wie die niedlichen Geschöpschen alle heißen, werden wir beiläufig in unserer näch— sten Umgebung vermuthen dürfen? Die Zahl derselben ist erschreckend klein und scheint v Jahr zu Jahr abzunehmen. Worin liegt die Ursache dieser betrübenden Erscheinung? Es ist nicht schwer zu sagen. Die Fortschritte der einseitig gestaltenden Kultur haben unserer Gegend einen zu prosaisch hausbackenen Charakter aufgedrückt, als daß sie der Poesie so eines traulichen Vogeldaseins besonders angemessen sein könnte. Ist ja doch unsere ganze Wetterau fast nur Ein Getreidefeld. Busch und Wald verschwinden mehr und mehr, selbst die Ufer der Bäche und Flüsse werden von Weiden- und Erlengebüsch gesäubert, um Wiesen⸗ boden zu gewinnen, und wo sich an den Gärten noch Hecken finden, wer⸗ den diese unter der Scheere gehalten. Schade nur, daß die Vögelchen diese abgestutzten Hecken als Brutplätze nicht lieben; sie wollen eben Natur. — An Obstbäumen fehlt es uns zwar nicht, und viele Singvögel nehmen glücklicher Weise mit den Obstpflanzungen als Wohnstätten vorlieb, un unsere Frühlingstage mit ihrem Gesang zu beleben und uns das Unge⸗ ziefer von den Bäumen zu lesen. Gerade aber die erhöhte Sorgfalt, die wir der Pflege unserer Obstbäume zuwenden, bringt eine neue Gefahr für die kleinen Sänger und Raupenvertilger. Obstbaum⸗Invaliden verstattet, dem Ende seiner Tage in Ruhe entgegenzu' sehen, und die zahlreichen Höhlungen in seinem Stamm und in seinen Astresten dienten lange Jahre manchem Vogelpärchen als willkommener Zufluchtsort. Jetzt heißt's gleich:„Haue ihn ab, was hindert er 1 Land. Eine junge Tragkraft gedeiht an seiner Stelle!“ Und wo irgend an einem Stamm sich eine schadhafte Stelle zeigt, daß so ein Vogelherz sich freuen könnte ob der Hoffnung, es möchte in einigen Jahren ein Loch daraus werden, groß genug, um darin Wohnung zu machen,— gleich ist der Obstzüchter da mit Baumharz und Binde, und das arme Vögelchen hat das Nachsehen. Wenn das so fortgeht, werden die Meisen, Baum- läufer 1c. ꝛc. es sich vergehen lassen müͤssen, Nester zu bauen, und das goldne Zeitalter für die Raupen und Larven bricht an. f Selbstverständlich kann es keinem Vernünftigen einfallen, die Fort schritte der Kultur zu beklagen und zu wünschen, daß unsere Gegend we. niger gut angebaut sei, den Singvögeln zu Liebe. Nur dürfen wir dabei nicht vergessen, daß es des Menschen Pflicht ist, das auf künstliche Weise wieder gut zu machen, was er durch einseitigen Eingriff in den Haushalt der Natur verdirbt, zumal er damit eben auch nur wieder im wohlver⸗ standenen eigenen Interesse handelt. Früher war es so einem alten 41 Nachder Rad u worden s, f anberaumt, belannte a ungen und der Masse d. uche, be machen haben. Ftiedbe! 0 . 1213 Vom Personenpof von Hanau „ Danau „ Frledder Frankf Gener Der — Verstei 1207 Sa sollen auf! Arbeiten u bekannt ge in Atecord Wied forderung g sten für S lichen Vog In Maubd auf Baͤun 7 it, solch vögel an noch kein den Vög, Aussellu nähme. „ Lei hesährder 13 Holzversteigerung in der Oberförsterei Laugd. Glaubigeraufforderun d Eumd 1219 Dienstag den 21. und Mittwoch den 22. l. Mis. sollen in den Domansalwald-Districten— g. tic Nassewiesentbezle, Frankenhausen, Raberts häuserhang und Kaff nachverzeichnete Holzsorttmente 1214 Karl Götz mit Familie und Schwager Georg * d n verseigert werden. auernheim, Heinrich Konrad Schäfers Witiwe N Scheithelz Prügelholz Stockholz Reisholz mit Familie, Georg Karl Raths Wlttwe mit Familse, g dorüb. Holzart 8 Ste 223 Karl Wilhelm Götz Wittwe mit Famtlie, Katharina 0 d de 1 Buchen- 51 40 48½ 70 Moll ledig und Bertha Strauß ledig, sämmilich 7 Eichen- 37 83¼ 18½ 166 von Nieder⸗Florstadt, beabsichtigen nach Nord⸗ Nadelholz⸗ 5 16½ 9 25 108 Amerika auszuwandern. Rechtsansprüche an dieselben D Aspen⸗ und Linden⸗ 145½ 73 7½ 267 sind binnen 4 Wochen bei Großberzoglichem Landgerichte g 40 Eichen⸗Stämme von 5½ 28! DDirchm., 15—55“ Länge, mit= 1743 Cbkfß. Friedberg anzumelden und geltend zu machen, als sonst 46 Nadelbolz⸗Stämme„ 5½—11½“ 1 20-55“„„ 00%% die Eutlassungsurkunden ertheilt werden. ones 3 Buchen⸗ 5„ 16—17“ 5 e Friedberg den 11. Mai 1867. Di 1 Hainbuchen- Stamm„ 12½“„ 1 e Großherzogliches Kreisamt Friedberg Lurem 4 Linden⸗Stämme„ 9½— 12“ 5 15—25“„ 5 Trapp. 9 4, 1 Aspen⸗Stamm 1 147 55 1„ 6 Nera 5 gez 79 Nadelholz: Stangen„ 33 3 N W Versteigerung von Bauarbeiten. Ber. Die Zusammenlunst ist an belden Tagen Vormittags präets halb 9 Uhr auf dem von Nidda nach 1204 Montag den 20. l. M., Vormittags 10 Uhr, Glaubzabl führenden Vieinalweg an dem Müllerweg. sollen bel Gast wirth Kriegck die zur Herstellung des —. 9 seh Das in dem District Radertshäuserhang zerstreut sitzende Holz wollen Steigltebhaber vor der Versteigerung a in hiesigem Ort erforderlichen Arbeiten und einsehen. Lieferungen als: Nidda den 14. Mai 1867. Großherzogliche Oberförsteret Langd 1) Pflasterarbeit veranschlagt zu 180 fl. 54 kr. Georgt. 2) Chaufsirarbeit 70% 3 Sodann der Brecher⸗, Fuhr⸗ und Setzerlohn von 3 CEdietalladung. Bekanntmachung. Cut tt. Klofter Pflaßtersteinen und 4,5 Ctk. Kft. Sand. f 434 Nachdem über das Vermögen des Bäckers Jean 1216 Zu der am 12. und 13. März d. J. im biesigen[öffentlich an den Wenlgsinehmenden versteigert werden. Loch Ralß zu Friedberg der formelle Coneurs erkannt] Gemeindewalde abgebaltenen und genehmigten Holz: Gettenau den 11. Mat 1867. ˖ worden ist, wird Termin auf: versteigerung ist der erste Fahrtag auf Montag den Großherzogliche Bürgermeisterei Gettenau Samstag am 25. Mai d. J., 20. d. Mts. bestimmt und 1 8 die er Muth a Morgens 9 Uhr, bel dem hiefigen Gemeinderechner iehl in Empfang N 5 anberaumt, in 9 5 0 77 sowohl bereits] genommen werden.— 807 n 9 5 915 3 bekannte, als auch unbekannte Gläubiger ihre Forder⸗ Södel am 14. Mai 1867. 1 ungen und Ansprüche, bei Meidung Ausschlusses von Großherzogliche Bürgermeisterei Södel Polizeilichen Anzeigen 5 der Masse dahter anzumelden, auch etwaige Vorzugs⸗ Reitz. 2 ist zu haben dei 2 50 3 Unterstellung Verzichts geltend zu 0 0 1z Verstei gerung. Bindernagel& Schimpff. Eu Friedberg am 7. Februar 1867. 1217 Freitag den 17. d. M., Nachmittags 1 Ubr, soll—— Großberzogliches Landgericht Friedberg im hiesigen Gemeindewalde folgendes Holz versteigert F r u chtpreise. Reitz, Steinberger, werden: b a 8. d Per Malter. Landrichter. Landgerichts ⸗Assessor. 54 Stück Nadelbolz- Stämme, 1136 Cbkfz. Friedberg, 14. Mai. Waizen 16 fl. 10 kr.; Korn d bab enthaltend, 12 fl.— kr.; Gerste 9 fl. 45 kr. Hafer 6 fl.— kr. Aa 25 Stecken Nadel Scheitholz, Frankfurt, 13. Mai. Wizen 16 fl.— kr.) Korn 1 Bekanntmachung. 60 5„ Prügelbolz, 12 fl. 45 kr.; Gerste— fl.— kr.; Hafer 9 fl. 50 kr. 2 5¼„„ Stockholz, Grünberg, 11. Mai. Waizen 15 fl. 43 kr.; Korn 1 Ferie 1213 Vom 15. d. Mts. an werden die nachbezeichneten 324 Stück Nadel⸗Holzwellen, 13 fl. 18 kr.; Gerste 11 fl. 10 kr.; Hafer 6 fl. 42 kr.; 8 alle Personenposten wie folgt abgefertigt: 15½ Stecken Buchen- Scheitholz, Molter— fl.— kr.; Erbsen 13 fl. 34 kr.; Wicken— fl. dont von Hanau nach Heldenbergen 4 Uhr Nachm., 2.„ Prugelholz,— kr.; Saamen 16 fl.— kr.; Kartoffeln 5 fl. 12 kr. „ Hanau„ Gedern 54⁵„* 4„„ Stockholz, Mainz, 11. Mal. Waizen 16 fl. 51 kr.; Korn 1 0„ Friedberg, Ortenberg 65„ 55 216 Stück Buchen⸗Wellen und 12 fl. 16 kr.; Gerste 9 fl.— kr.; Hafer 6 fl. 5 Frankfurt a. M. den 13. Mai 1867. 5 Eichen⸗Deichseln. Kartoffeln 5 fl.— kr.; Roggenstroh per 100 Gebund 1 General⸗Direction der Groß. Hess. Posten. Södel am 14. Mat 1867. 1725 19 fl.— kr. 5 * Der Königlich Preußische Administrator Großherzogliche Bürgermeisterei Södel . N28. Preise verschiedener Gegenstände. ———* Betfanntmachung. Friedberg am 15. Mal. Versteigerung von Arbeiten und 1215 Die am 8. l. M. im Domanialwald, District] Butter pr. 8 34 kr.] Eier 7 Stück 8 kr. Materia llieferun Mittler Köppel, abgehaltene Holzversteigerung ist] Brennholz, Buchen-⸗Scheitholz I., pr. Stecken 7 fl.— kr. g. genehmigt. Der erste Fahrtag ist auf den 27. Mat 1207 Samstag den 18. Mat l. J., Nachmittags 3 Uhr, l. J. und der Abfuhrtermin bis zum 10. Juli l. J. Telegraphischer Bericht. sollen auf dem Gemeindehause zu Oßheim nachfolgende festgesetzt. Die Holzabfubr darf nur bei trockener an; 5 8* Arbeiten und Lieferungen, unter den vor der Versieigerung] Witterung stattfinden. Vom 21. d. M. an können die] Mitgetheilt von Chr. Hecht in Friedberg, Spec.-Agent. bekannt gemacht werdenden Bedingungen, versteigert und Abfahrscheine bei Großh. Rentamt Friedberg in Empfang Das Hamburger Postdampfschiff„Hammonia“, Capt. in Accord gegeben werden, nämlich: fl. kr. genommen werden. Ehlers, welches am 27. April von Hamburg abging, ist 1) Weißbinderarbeit veranschlagt zu 45 39 Zugleich wird noch bemerkt, daß nunmehr in oben] nach einer ausgezeichnet schnellen Reise von 10 Tagen 2) Tapezierarbeit 6— bestimmtem Termin das am 28. März l. J. im Districte[ 3 Stunden wohlbehalten in New⸗York angekommen. 3) 0,25 Cubik⸗Klftr. feinen Usakies zu liefern 11—[Tbierberg versteigerte Reisholz ebenfalls abgefahren Das Hamburger Postdampfschiff„Germania“, Capt. 4) 5 Bütten Kalk zu llefern 14— werden muß. Schwensen, trat am 11. Mai wiederum eine Reise via Butzbach am 13. Mat 1867. Münster am 14. Mal 1867. Southampkon nach New⸗Vork an und hatte außer einer Der Bezirks- Bauaufseher Großherzogliche Oberförsterei Hoch⸗Weisel f starken Brief- und Packetpost 300 Tons Ladung, 125 Bur k. So mmer. Passagiere in der Cajüte und 617 im Zwischendeck an Bord. bent, un Witt“ Wiederholt schon ist in diesen Blättern der Wunsch und die Auf- wie lieb, und wie schön singt es und wie traulich blickt es uns an! Dort bar Foden, zu?“ forderung ausgesprochen worden, es möchten allerorts, wo es angeht, Ka- auf schwankem Zweig baut es sich sein Nestchen, jetzt fliegt es fort, um dee Wegelcen sten für Staaren angebracht werden, um diesen so angenehmen als nütz⸗ ein Flöckchen Wolle für dasselbe zu suchen, damit, wenn es Junge hat, * ben Natur lichen Vogel anzulocken und in größerer Zahl bei uns heimisch zu machen. diese weich gebettet sind. Du darfst aber nicht so nahe herzutreten, sonst — In Nauheim z. B. bemerkt man mit Wohlgefallen vielfach solche Kasten fürchtet es sich vor Dir!?“ Wenn Du so liebevolles Interesse in dem auf Bäumen und an Häusern, in Friedberg kaum. Kleinen erweckt hast, es müßte wunderlich zugehen, wenn er je ein Nest⸗ Wir gehen aber weiter und glauben, daß es dringend nothwendig chen verdürbe. Wenn Du aber zu dem Ausbruch der ersten Rohheit ist, solche Kästchen auch noch für andere Baumhöhlen bewohnende Sing- Deines Kleinen deifällig lächelst, vielleicht gar der gefühlvolleren Mutter, vögel anzubringen. Wie diese Kästchen einzurichten wären, darüber liegen die einschreiten will, Einhalt gebietest mit den Worten:„Laß doch das noch keine Erfahrungen vor, wir zweifeln aber nicht daran, daß sie von] Kind gehen! Da braucht man'n Kram zu machen, wir haben's, wie wir den Vögeln benützt werden würden, wenn man bei ihrer Herrichtung und klein waren, ja auch nicht besser gemacht;“— nun, Du darfst überzeugt Aufstellung auf Größe und Eigenthümlichkeit derselben die nöthige Rüͤcksicht] sein, die Brutalität des kleinen Schlingels wächst zusehends.— nähme. Man versuche es nur.— Es läßt sich gar nicht berechnen, wie wohlthätig die Wirksamkeit Leider ist die Existenz der gefiederten Kinder der Natur nicht allein[der Schule ist, auch in Bezug auf den Schutz der Singvögel, und es ist gefährdet durch die Fortschritte der Kultur; wir haben sie auch zu schützen bezeichnend für dieselde, daß bei weitem die meisten Vogelnester von jün⸗ gegen kleine Räuber, die menschliches Antlitz tragen. Immer noch werden geren Kindern, besonders den noch nicht schulpflichtigen zerstört werden. viele Vogelnester alljährlich durch Kinder zerstört. Es ist abscheulich, em ⸗ Die Schule sucht einen freundlichen, liebevollen Verkehr mit der Natur pörend, das Treiben dieser kleinen Unholde, ja man sollte es kaum für zu vermitteln, sie belehrt unablässig, ermahnt, warnt und— straft mit möglich halten; Kinderherzen sind doch so leicht empfänglich für die sanf- Ernst, wenn's Noth thut. Aber allmächtig ist sie nicht, in jeder Heerde teren Regungen des Mitleids und des Erbarmens. Es wird oft leichthin] findet sich ein räudiges Schaf, und wenige böse Kinder können unermeß⸗ gesagt:„Sie verstehen's nicht besser!“ Gewiß, Dummheit ist's, große lichen Schaden in einer Gemarkung anrichten, da die Nestchen bei dem Dummheit, wenn ein Kind einem Vögelchen ein Leids thut, nur einem Mangel an dichtem Gebüsch meist leicht zu finden und diese Kinder— einfältigen Jungen kann so'was einfallen. Aber dies ist doch nur so zu] die Lehrer können sie mit Namen nennen— außer der Schulzeit sich verstehen, daß die Dummheit der Rohheit und Fühllosigkeit beim Handeln selbst überlassen sind. 5 nicht in den Weg tritt, sie vielmehr gewähren läßt. Darum ist nicht die Solchen Kindern gegenüber scheint es geboten, an die Feld ⸗ und Dummheit anzuklagen, sondern eben die Rohheit. Und für diese Rohheit[Garten-Polizei und an das Strafgesetzbuch zu erinnern, das bekanntlich sind eigentlich nicht die Kinder verantwortlich zu machen, wohl aber ist's in diesem Punkt keinen Spaß versteht. Darum: Gartenpolizei vor! Schutz die Erziehung. Hast Du im Garten oder auf dem Spaziergang Deinem den Singvögeln! vierjährigen Knaben so ein Vögelchen gezeigt und zu ihm gesagt:„Sieh', Geschäfts Empfehlung. 1218 Ich erlaube mir einem hiesigen und au machen, daß ich mich dahier als Spengler etablirt habe. Indem ich p verspreche, empfehle ich mich gleichzeitig im bestens unter Zusicherung pünktlichster Bedienung. Friedberg, im Mai 1867. Georg die ergebene Anzeige zu rompte und reelle Arbeit Anfertigen von Gasbeleuchtungs-Einrichtungen swärtigen Publikum Kreß, Spenglermeister, Am 1. Juni d. J. ei Gewinnziehung des 486. Staats-Prämien-Anlehens. 1165 Nachstehende namhafte Preise müssen in dieser einen Ziehung unbedingt gewonnen werden: fl. 250,000, 25,000 15,000, 10,000, 2 à 5,000, 3 3 2,000, 6 3 1,000, 15 3 500, 30 à 400, 740 à 150. Durch Unterzeichneten find Miethloose für obige Ziebung gültig, gegen Einsendung des Be— trages, Posteinzablung oder Postnachnahme zu beziehen und kostet 1 ganzes Loos 3 fl. 30 kr. 1 halbes fl. 1 45. 3 ganze oder 6 halbe koften fl. 8. 45. 7 ganze oder 14 halbe fl 17. 30. Ein ganzes Loos für die nächsten 5 Gewinnziehungen offerire zu fl. 15., ein halbes zu fl. 7½. Ausführliche Vertoosungs-Pläne, sowie Ge⸗ winnliste sofort nach der Ziehung gratis und franco. Man wende sich gefl. baldigst und nur direkt an Joh. Fried Scheibel, Staatseffecten⸗Handlung in Frankfurt a. M. Fahrgasse Nro. 111. p. S. Es wird noch ausdrücklich darauf auf. merksam gemacht, daß mit der geringfügigen Einlage von fl. 3. 30. am 1. Juni d. J. der Hauptpreis von fl. 250,000 zu gewinnen lst. PAP————ͤ—2——— Ein Geselle und ein Zunge 1208 werden gesucht von Ehr. Völker, Bruchenbrücken. Schmiedmeister. EPE————....6—%r——— Mächste Gewinnziehung am 1. Juni 1867. Höchste Gewinn ⸗Aussichten! Für 7½½ Gulden erhält man ein halbes, für 15 fl. ein ganzes Prämien⸗Loos, gültig ohne jede weitere Jahlung, für die fünf großen Gewinnziehungen der 1864 errichteten k. k. österr. Staats⸗ prämien⸗Lotterie, welche vom 1. Juni 1867 bis zum 15. April 1868 stattfindet, und womit man fünfmal Preise von fl. 250,000, 220,000, 200,000, 50,000, 25,000 ꝛc. gewinnen kann. Bestellungen, mit beigefügtem Betrag, Postein⸗ zahlung, oder gegen Nachnahme, beliebe man baldigst und direkt zu senden an das Handlungshaus A. Bd. Bing, 1149 Schnurgasse 5, Frankfurt d. M. Listen und Pläne werden gratis und franco übermittelt. NB. Zu der nächsten am 1. Juni d. J. statt⸗ findenden Gewinnziehung, deren Haupttreffer fl. 250,000 ist, erlasse ich gleichfalls halbe Loose à fl. 1. 45, dose Loose à fl. 3. 30, 6 ganze oder 12 halbe Loose à 20 fl. gegen baar, Postein⸗ zahlung oder Nachnahme. wohnhaft bei Herrn J Bechstein!s Wittwe, vis-à-vis dem Hotel Trapp. Unterricht 1212 im kaufmänn'schen Rechnen, Correspondenz und Buchhaltung ertheilt E. Ermus. Corseten& Crinolines 2708 bei K. Friedrich neben der Post. Versteigerung. 1210 Freitag den 17. d. Mis., Vormittags 10 Uhr, lassen die Erben des Jakob Kniß I. zu Bruchen⸗ brücken ihre sämmtlichen Hausgeräthe öffentlich versteigern. An Magenkrampf, Verdau- ungsschwäche ꝛc. Leidende 174 wird das rühmlichst bekannte Heilmittel des Dr med. Doeeks empfohlen und ist Näheres aus einer Breschüre, welche in der Expedition d. Bl. gratis ausgegeben wird, zu ersehen. Das Mittel wird in halben und ganzen Kuren allein durch den Apotheker Doeeks in Barnsdorf (Hannover) verabfolgt. Pflanzen- Verkauf. 1220 Bei der Hofgärtnerel Büdesheim find fort⸗ während Gemüse⸗„ Blumen-, Salat-, Sellerie⸗ und nament⸗ lich eine große Quantität Dickwurzpflanzen abzugeben. Bestellungen nimmt Herr Schuhmachermelster Schmidt zu Friedberg entgegen wie auch die Preise, welche theils ermäßigt find, bet demselben erseben werden können. 2 tichtige Weißhindereselen 1221 finden dauernde Arbelt bei Carl Hieronimus. FEE ͥ ͥ VC Todesanzeige X Danksagung. 1212 Gott dem Allmächtigen bat es gefallen unsere innigst geliebte Tochter und Schwester Margaretha Deckmann, geb. Scheuermann, in ihrem 34. Lebensjahre am 11. d. Mis, in eln besseres Jenseits abzurufen. Mit dieser schmerz⸗ lichen Anzeige verbinden wir zugleich unseren innigsten Dank gegen alle Diejenigen, welche der Dahingeschtedenen während ihrer schweren Krank⸗ beit unermüdet so hülfreich zur Seite stander und hre liebevolle Theilnahme bet der Beerdigung derselben in so reichem Maße bewiesen haben. Friedberg den 13. Mat 1800. — L. Scheuermann's Witwe. 1 Louise Kreuz, geb. Scheuermann. Karl Scheuermann. ein Sohn Wilhelm Valentin, geb. den 8. Mat. Kirchen buchsauszüge. Katholische Gemeinde. Getaufte: Dem Bürger und Taglöhner Nicodemus Gärtner Erste Sorte 4 8 20 kr. 1 Erste Sorte 4 3 20 kr. 1 Erste Sorte 4 8 19 kr. Brodpreise vom 16. bis 31. Mai. Nach eigener Angabe der Bäcker. ö Für Friedberg: Zweite Sorte 4 18½ kr. „ 1 10„ 7* 2 3 97 5 1* 5 7** 1* Für Nauheim: Kasseler Brod 4 8 21 kr. 2 1„ 1 5¼„„ Zweite Sorte 4 8 18 kr. „* 1 15 4⁰ 5 ö 4/„ „„ 0* „*„* 7 *** 5*„* Für Butzbach: Zweite Sorte 5 4 17 kr. 7 N„ 3„* 1„ 404 1 ** 1 9572* 13 4/„ **„„ Soolbad Nauheim. 1205 Wegen Wohnungsveränderung bin ich gesonnen mein in hiefiger Hauptstraße, unter Nr. 209½ bezeichnetes Wohnhaus auf 3 oder längere Jahre zu verpachten. Dasselbe besteht aus 2 heizbaren Wobnungen, Stallungen, Remise benebst Baum-, Pflanz- und Bleichgarten mit der schönsten Aussicht nach dem Johannisberg. Nauh elm im April 1867. CEhristian Bingel, Schneidermeister. Versteigerung von Luzerner Alete. 1211 Samstag den 18. Mai, Morgens 10 Ubr, werden von dem Unterzelchneten 5 Morten Klee in Abtheilungen an Ort und Stelle für dieses Jahr verpachtet. Dorheimer Bergwerk den 13. Mat 1867. Winter. 1209 Meine Kunst-& Wollenwäscherei Fleisch⸗ ꝛc. Preise v. 16. bis 31. Mai. Ochsenfleisch pr. 8 18 Kuhfleisch, Bgem. 16„ Hammelfleisch 15„ Schwartenmagen 24 7 Keil und Carre 15„ Geräucherter Speck 32„ Kalbfleisch 12„ Doörrlleisch 24„ Schaaffleisch—„ Schinken 2. Nierenfett 24„B Schmalz, ausgel. 28„ Hammelsfett 16„ Schmalz, unausgl. 28„ bringe in empfehlende Erinnerung. Nauheim. G. E. Dürholz. Nach eigener Angabe der Metzger. Für Friedberg: kr., Schweinefleisch pr. 7 18 kr. Leber- u. Blutwurst 20„ Rindfleisch, gem. 15 Bratwurst 2⁴ Ausnahmspreise: Hammelsfett bei W. Bieler 20 kr., bei J. Hanstein III. und K. Söllner 18 kr., bei H. Gröninger und W. Kreuter II. 16 kr.— Schmalz ausgelass. bei N. Engel, A. Vogt's Erben, C. F. Walz, J. Walz III. und H. Weller 32 kr. Für Butzbach: unverändert, da eine Declaration nicht eingelaufen ift. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Ornck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. Mitgetheilt von AN* 0 5. Lindheimer-. Frankfurter Cours. 9 250„ 1884 61% 8 f n 5 8 100 Pr. L. 1858 118 G. 15. Mai 1867. Cours der Staatspapiere. 8 500, v. 1860% 695¾ 6. 70 b ester. 37% Net. 1859 1. Lst. 61¾ G. 62 P. Gr. Hess. 4% Obligat. 985 P. 2„ 100 Pr. v. 1864 74¼, ½ 6. 5 50% Nat.-Anl. 1854 54¼ 6 1 3½j% Obligation.— 1 schwed. Tulr. 10L.—— 5 5 5% steuerfreie Oblg. 48 ¼, ½ Nassau 4½0% Obl. b. Rth. 95 P Bad. 35 fl. Loose 54 P. Preussen 4½0% Obligat. b. Rth. 96 ½ 6 0 4% do do 91 G. 2 orb. 40 Tbl.-L. b. kx. 56% 6. — 40 Ae. Kurhess. 40% Obl. b. R. à 105 93 6. 2 br. Hess. 50 fl. L. b. R. 142 G Bayern 5% Obligation. 100 G Frankf. 3½0% Obligat. 81½ P. 2 1 1 37/ P. 5 4½% ½ jähr. b. Rth. 94½ G. 5 3⁰ do—— E Nass. 25 fl. L. b. K 1 40% do do 91 6. Russland 5% Obl. 1. L. à fl. 12 84% P. ard. 36 Fr. L. b. 8B. Würtemb. 4½0% Obl. b. Rth. 94 G Finnland 4½0% Pfdbr. i. R. 105 81 G. N f. 7 40 5 r ee dee Schweden 4½% 0. 1. K. à 105 83% 6. 5 Porn Bades 4½0% Obligat. 94 G. 5 4½0% Pf. i. R. 3 105—— 8 preuss Frisch or„ 9 57—58 2 get. 89 ½ G. N.-Amer. 60% St. 1. E. 1882 77/¼—78 G. Boll. fl. 10 Stücke„ 9 50—52 Dol einbezanhlee Eisenbahn- Actien und Prioritäten. 2 W 3 59 20% 25% A.* 8 4½% Payr. Ostbahn 116/ P. 30% Liv. C. D.& D/. fr. à 28 kr. 32 6. 2 Engl. Sovereigns. 0 11 49—53 g o Pfandbr. d. Frkf. Hyp.-B.—— 50% Tosc. Centr.-Eisenb.-Pr. 48 G. 2 Russ. Imperiales 9 44—46 o Oestert. St.-Eisenb.-Prior. 49 P. 5% Elisabethbahn-Prior.% 73¼ 6. Bald pr. Zol- Pf. ½ Oest. Süd. St. u. Lomb. E. B. 91 F. 50% do. neueste Emiss.%] 68½ G. 2 Hchh. Silb. pr. Z. Pf.. 30% Oest. Süd. St. u. Lomb. E. B. 44½ à 45 6. 4½% Hess. Ludwigsb.-Prior. 92 G. Preuss. Kassensch. 1 1 45⁰.—87 I pollars in Gold 22728 Wiener Wechsel- Cours 93 G. Für An- und Verkauf aller Werthpapiere empfiehlt sich bestens unter Zusicherung reell Auskunft über Verloosungen, Coupons Zahlungen u. s. W. er Bedienung und ertheilt gerne jede gewünschte S. Lindheimer in Friedberg, —— 0 b an Gul — 7 Nr* Frit 0 getreiend! N Faselviebet meinden v wichtige 6 sowohl fü U veranlas Wfengem, 2 dafard brauchd Oquernhein sebr gi Beienheim, Haltun demlich Bodenrod, blauchd Vönstadt, 2 Haltun 1 hasfarb, Bruchenbrüͤc gut, Hal Mmpuscha Dudach 5 Halen bar, Dorheim, Haln der; Dorn⸗Asse bast., Adan und 1 Fauerbach berger. Job.& Fauerbach b gut, He Rihbeig, 5 0 Tauch Ochse Gamdach, vor dul. Halt Griedel, mitte doch⸗Wei gut gut. Abenffab 1 Haltu 0 digi