Ystal — — todel de Nun m illen — 5 ens 1 — E. * 1 — 2 X 2 1 * 3 1 * 8 — —ꝓ—— 1 1867. Dienstag den 16. April. 46. f lt die amtlichen Erxlasse fur Kre Friedberger Intelligenzblatt —ͤ—-— ̃ Be Amtlicher Theil. Nia Me E mm a ch n g, die Ausführung des Friedensvertrags mit Preußen, insbesondere die Versicherung der Gebäude gegen Feuersgefahr betreffend. Nachdem in Ausführung des Friedensvertrags reich Preußen wegen Versicherung der Gebäude gegen Feuersgefahr die Verabredung getroffen worden ist, daß bis zum 1. Januar 1868 für bestandenen Versicherunge-Ordnungen in Kraft bleiben, dann aber, Großherzogthum jenem Zeitpunkte an in die Landes- Versicherungs-Anstalt nach Maßgabe der hierüber bestehenden Be— in den gegenseitig abgetretenen Gebieten Gebäude in den an das betrifft, solche von was die Gebieten stimmungen aufgenommen werden sollen, unter im Falle dergleichen Gebäude dermalen bei einer Priwat-Gesellschaft versichert sind, erst mit dem. Ablauf der Periode, für welche solche Versscherung genommen ist, die Aufnahme in die Landes-Austalt zur Wirksamkeit gelangt, wird dies hiermit bekannt gemacht und dabei für die durch den Friedensvertrag dem Großherzogthume erworbenen Sebietetheile verfügt: 1) Es sind dort alsbald die nöthigen Vorbereitungen zu treffen, 1868 die Versicherung dei der Landes- Anstalt festgestellt ist, und zwar durch vollständige beschreibende Abschätzung worauf die förmliche Katastrirung, sprechend der Brandversicherungs. Ordnung vom 18. November damit am 1. Januar Aufzeichnung, Numerirung und handenen Gebäude, mit dem König Gebäude die seither abgetretenen Eigenthümer sich der Beschränkung, daß Delde machen, daß sie forderungen zur namentlich durch den Nachtheilen könnten, wenn sämmtlicher vor⸗ ent⸗ am thatsächlicher Grundlage der Versicherung hergestellt wäre. Darmstadt den 2. April 1867. Großherzogliches Ministerium des Innern. 1816 und weiteren Bestimmungen, zu erfolgen hat, alles dies aut Kosten der Brandversicherungskasse, insofern nicht ei— Eigenthümer ein! dann die deßhalb bestehenden Vorschriften zur Anwendung kommen. 2) Die Großherzogliche Brandversicherungs-Commission wird Vollzug im Näheren Anordnung treffen, welche Behörden und r zelne esonderes Verfahren veranlassen, bezüglich dessen zum zur Nachachtung dienen zu lassen haben. 3) Sämmtliche Gebäudebesitzer, diejenigen nicht ausgenommen, für Versicherungen Januar 1868 hinaus noch fortdauern, sind darauf aufmerksam zu bei Privat-Gesellschaften über den 1. nur in ihrem Interesse den amtlichen Auf Ertheilung von Auskunft nachkommen und rechtzeitige Erklärungen, wo sie verlangt sind, vorbeugen werden, welche für sie eintreten 1. Januar 1868 nicht überall Klarheit in v. Dal wigk. Hallwachs. Hessen. Darmstadt. Den 29. l. M. des Militärs und der Militäranstalken sich auf großer Theil des Ortes in Asche gelegt werde. nimmt die zweite Kammer ihre Sitzungen wieder rund 1,825,000 fl. bezifferte, sonach ein Mehr- Die alsbald eingeleitete Untersuchung von Seiten auf. der Gesetzentwurf über die Rinderpest. werden sich in ununterbrochener Reihenfolge die Berathungen über den Haupt-Voranschlag der Staatsausgaben, sowie über die sonstigen be— chlußreifen Gegenstände anschließen. — Der Großherzogliche Ministerialrath im Ministerium der Justiz, Geheimerath Franck ist zum geheimen Staatsrath ernannt worden. — In Betracht der wohlthätigen und patrio— ischen Zwecke des Vereins für die Unterstätzung von Invaliden und von Hinterbliebenen gefallener zessischer Soldaten vom Feldzuge 1866 hat Groß verzogliches Ministerium des Innern dem Vereine die Beranstaltung einer Collecte im ganzen Um- sange des Großherzogthums gestattet. — Die Militärlast für die Provinz Ober⸗ hessen erhöht sich in dem von dem Abg. Du⸗ mont verfaßten Ausschußberichte zu dem Bud- tet, nach der dermaligen Bevölkerung und zu 1 Ct. der Friedensstärke berechnet: das zu stellende Contingent auf 2546 Mann und der hierfür an preußen zu zahlende Betrag, per Mann 225 Thaler, auf 1,002,487 fl. jährlich; hierbei ist aber noch nicht die Beisteuer für die Marine in Rechnung gebracht. Die bisherigen Ausgaben zur Unterhaltung des Militärs und der Militär- anstalten waren mit 1,824,426 fl. in Ansatz ge- bracht, sonach wird jetzt über die Hälfte allein durch Oberhessen absorbirt. — Nachdem jetzt, zufolge der Erklärung des großherzoglichen Bevollmächtigten in Berlin, der Eintritt des ganzen Großherzogthums in den nord— deutschen Bund keinem Zweifel mehr unterliegt, drängt sich zunächst die Betrachtung auf, welche nanziellen Opfer für militärische Zwecke dem Lande hierdurch erwachsen. Die Bevölkerung, bach erfolgtem Ab- und Zugang durch den Friedens- tertrag und seit der letzten Volkszählung zu 950,000 Seelen angenommen, wird für das zu sellende Friedeuscontingent von 1 pCt. die Kosten der Mann à 225 Thaler angenommen, sich ein Bedarf von beiläufig 3,350,000 fl. ergeben, wo— egen der bisherige Aufwand zur Unterhaltung Der erste Gegenstand der Berathung ists betrag von 1,525,000 fl., ausschließlich des für Hieran[die Marine und sonstige Ausgaben erforderlichen Aufwands.(Fr. Z.) — Baron v. Friedrich in Darmstadt hat seine sehr schöne und werthvolle Munzensammlung der Stadt Darmstadt zum Geschenk gemacht, wel⸗ ches von dem Gemeinderath mit Dank angenom- men wurde. — Am 30. April sind es 300 Jahre, daß das Großherzogthum Hessen⸗Darmstadt als eigener Staat existirt. Im Juli dagegen werden es 300 Jahre, daß Darmstadt zur Residenz erhoben wurde. — Dem Vernehmen nach ist durch allerhöchste Verfügung den Diakonissinnen der Krankenwärter— dienst im Militärhospital übertragen worden. — Die„M.-Z.“ schreibt: Durch den end— lichen Abschluß der Hessische preußischen Militär⸗Convention ist nun das Zusam- menbleiben unserer Division gesichert. Genauere Nachrichten fehlen noch. Soviel wir bis jetzt er⸗ fahren konaten, soll dieser Militärvertrag dieselben Bestimmungen zur Grundlage haben, wie der sächsische. Der Höchstkommandirende ist der König von Preußen; derselbe ernennt den Divisionär, die übrigen Offiziere hingegen werden von unserem Großherzog ernannt. Das ganze hessische Con- tingent erhält die bundesmäßige Uniform; ebenso wird auch das preußische Exerzitium und Regle— ment eingeführt. Die Regimenter bekommen die fortlaufenden Nummern des nordveutschen Bundes- heeres. Der bittere Kelch, 225 Thaler per Kopf bezahlen zu müssen, scheint uns erspart zu bleiben, da wir voraussichtlich unsere eigene Militärver— waltung behalten. Die Redaction der„Hess. Volksblätter“ geht vom 13. d. M. in andere Hände über, in— dem Franz Ritweger, s. Z. bei der Redaction der„Frankf. Postzeitg.“ thätig, dieselbe überneh— men wird. [ Friedberg. Im December v. J. brannte bekanntlich ein Theil der Hofraithe des Wirths Philipp Mörschel zu Ilbenstadt nie— der, und lag bei dem damals herrschenden starken Südwinde die dringenoste Gefahr vor, daß ein 10 hiesigen Landgerichts führte zu der Verhaf— tung des Joh. Haus von Ilbenstadt, eines noch jungen Burschen, welcher nicht lange zorber von Mörschel seines Dienstes als Schweizer en klassen worden war. Wie wir vernehmen, ist der Be⸗ schuldigte kürzlich vor den Assisen der That für schuldig befunden und in eine Zuchthausstrafe von 10 Jahren verurtheilt worden. So erfreulich es im allgemeinen Interesse ist, daß der Verbrecher ermittelt und zur gerechten Strafe gezogen worden ist, so scheint uns mit Rücksicht auf die Schwere der That und des nicht guten Leumundes, in dem der Thäter stand, die Strafe sehr milde gegriffen zu sein. § Friedberg. Die evangelische Conferenz für das Großherzogthum Hessen hat ihre Jahres- Versammlung auf Donnerstag den 25. April d. J. ausgeschrieben. Dieselbe findet diesmal in Fried— berg statt und beginnt Vormittags 9 Uhr. Als Gegenstände der Verhandlung werden angekündigt! 1) Vortrag von Herrn Professor Dr. Gaß über die Union und die neniesten Zeitereignisse, mit besonderer Be⸗ ziehung auf die Schrift:„die pelitische Lage und die Zu⸗ kunft der evangelischen Kirche in Deutschland, von einem deutschen Theologen.“ 5 2) Thesen von Herrn Pfarrer Linß über die katho⸗ lisirenden Tendenzen in der evangelischen Kirche. Bei der entscheidenden Bedeutung, welche die gegenwärtige Zeitlage auch für die kirchliche Ent⸗ wicklung gewinnen kann, sieht der Vorstand einer besonders zahlreichen Theilnahme der Mitglieder und Freunde der Conserenz entgegen. Am Vor- abend Zusammenkunft der Ausschußmitglieder im Hotel Trapp. Friedberg. Wie verlautet, sollen vom 1. Mai an auf der Main-Weser-Bahn Nachtzüge eingeführt werden, so daß ein solcher Nachts 11 Uhr von Frankfurt in der Richtung nach Norden abgehen und von Norden her einer Morgens 5 Uhr in Frankfurt eintreffen würde. S. Gießen. Der bisherige außerordentliche Professor an der biesigen medieinischen Facultät Dr. Winther ist zum ordentlichen Professor für pathologische Anatomie ernannt worden. Trotz dem sind noch immer sechs Professuren an unserer Universität unbesetzt Glacis, sowie der gebahnten Wege und Promena— aus Darmstadt hier eingetroffen waren. Der Mainz. Die wegen des Frankfurter Auf⸗ tritts zu Festungsstrafe verurtheilten Landwehr— männer wurden kürzlich ärztlich untersucht, um sie demnächst auf die für sie' bestimmte Festung zu transportiren. Unter denselben befinden sich 9, welche lebenslänglich und 3, welche zu 6 Jahren Festung verurtheilt sind. Mittlerweile sind dieselben von Mainz weggebracht worden, nach welcher Festung ist noch unbekannt. — In Folge höheren Auftrags macht die groß herzogliche Bürgermeisterei dahier bekannt, daß das Betreten der Festungswerke und der den in denselben auf das Strengste untersagt ist; jedes Zuwiderhandeln gegen dieses Verbot werde im Betretungsfall die Arretirung des Betreffenden zur Folge haben. Alzey. Der Mörder des Müllers Zahn aus Uffhofen hat ein freiwilliges Geständniß seiner That abgelegt und den Ort bezeichnet, woselbst er das geraubte Geld versteckte. Worms. Am 13. ds. fand die feierliche Eröffnung der Eisenbahnstrecke Worms-Alzey statt, zu welcher mehrere Minister und hohe Beamte Eisenbahn⸗Festzug fuhr Mittags 12 Uhr von hier ab und kehrte Abends 5 Uhr von Alzey zurück, nachdem daselbst ein Festdiner stattgefunden hatte. Preußen. Berlin, 10. April. Reichstag. Man steht an Abschnitt XIV., betreffend das „Verhältniß zu den süddeutschen Staa— ten.“ Derselbe lautet:„Die Beziehungen des Bundes zu den süddeutschen Staaten werden so— fort nach Fesistellung der Verfassung des nord— deutschen Bundes durch besondere, dem Reichstage zur Genehmigung vorzulegende Verträge geregelt werden.“ Abg. Lasker beantragt, hinter Art. 71 einen neuen Artikel zu setzen:„Der Eintritt der süddeutschen Staaten oder eines derselben in den Bund ersolgt auf den Vorschlag des Bundesprä— sidiums im Wege der Bandesgesetzgebung.“ Auch Abg. Schrader bringt ein Amendement ein, ebenso die Abgg. Waldeck und Duncker. Abg. v. Sybel: Gerade in diesem Augenblicke, wo der Horizont sich umdüstert, müssen wir zeigen, daß wir auf die Zusammengehörigkeit von ganz Deutschland nicht verzichten. Abg. Bebel(Sach- sen): Es handelt sich hier nicht um die Gruͤndung der deutschen Einheit, sondern nur um eine Ver⸗ größerung der Hohenzollern'schen Hausmacht. Preu— ßen will auch den Eintritt Süddeutschlands in den Bund nicht. Man will Norddeutschland nur zu einer großen Kaserne machen; darum stimme ich gegen den Art. 71 und die ganze Verfassung. Abg. Weber(Stade): Das sind eben die An- sichten jener sogenannten großdeutschen Partei, welcher der Vorredner angehört, jener Partei, die Deutschland u. a. auch durch eine Förderativ⸗ Republik einigen möchte. Ganz Deutschland ge— hört zusammen, und das Volk will auch zusam⸗ menstehen. Im Hintergrunde droht jetzt die Wolke der Luxemburger Frage; aber wenn das deutsche Volk zusammensteht, so braucht es eine Welt in Wassen nicht zu fürchten. Großherzog⸗ lich hessischer Bundescommissär Geh. Leg.⸗Rath Hofmann: Zu meinem Bedauern bin ich ge⸗ stern verhindert gewesen, dem Anfange der Sitzung, als die Interpellation in Betreff des Großherzog⸗ thums Hessen zur Sprache kam, beizuwohnen. Ich nehme daher heute vor allen Dingen Veran- lassung, dem königlich preußischen Herrn Minister⸗ präsidenten meinen Dank auszusorechen für die bundesfreundliche und rücksichtsvolle Weise, mit welcher er die Interpellation beantwortet hat. Ich glaube meine Befugnisse nicht zu überschreilen, wenn ich sage, daß die großherzogliche Regierung die Erklärungen des Herrn Ministerpräfidenten mit der größten Befriedigung vernehmen wird. Für einzelne Uebelstände, welche durch die Thei⸗ lung des Großherzogthums herbeigeführt sind, kann auf dem Wege der Verträge wohl Abhülfe geschaffen werden, aber eine gründliche und voll- ständige Beseitigung dieser Uebelstände kann nur durch den Eintritt des ganzen Großherzogthums in den Bund erfolgen. Von dem patriotischen Geiste der großherzoglichen Regierung und der Ständeversammlung hoffe ich zuversichtlich, daß die Lösung der Frage in nicht zu langer Zeit so erfolgen wird, wie das Interesse des Gesammt— vaterlandes sie erfordert. Abg. Schulze em⸗ pfiehlt das Duncker-Waldeck'sche Amendement. Abg. Miquel: Reichen wir jetzt, da wir am Schlusse unseres Werkes stehen, unseren süddeut— schen Brüdern die Hand, aber sagen wir ihnen auch, daß sie, wenn sie zu uns gehören wollen, mit uns auch die gleichen Opfer und Lasten zu tragen haben. Abg. Wigard theilt den Stand— punkt des Abg. Bebel. Abg. Lasker nennt die Politik Bebels eine Bierhauspolitik, wird wegen dieses Ausdrucks vom Präsidenten jedoch zurechtgewiesen. Abg. Schrader: Nachdem Redner erklärt hat, daß er sein Amendement zu Gunsten des Waldeck-Duncker'schen zurückziehe, schließt er: Man hat uns gedroht mit dem Ur— theil der Geschichte. Nun wohl: ich will mir das Urtheil, welches die Geschichte darüber fällt, daß ich Deutschland nicht habe zerrissen sein lassen wollen, ruhig gefallen lassen! Abg. v. Wincke (Hagen): In einigen Tagen werden wir desinitvie Beschlüsse fassen; mögen dann alle Parteien einig sein, eingedenk des großen Augenblicks und der allgemeinen politischen Lage. Die alte Zwietracht zwischen Preußen und Oesterreich in Deutschland ist beseitigt. Hoffentlich steht mit Süddeutschland auch das erlauchte Haus Oesterreich zu uns. Graf Bismarck: Ein besonderer Widerspruch zwischen dem Lasker'schen Amendement und der Regierunge— vorlage ist nicht zu finden, denn da alles den Anträgen des Präsidiums überlassen ist, so kann wohl angenommen werden, daß das Präsidtum die Initiative nicht eher ergreifen wird, als bis es überhaupt weiß, daß vorgegangen werden kann. Wir werden für das Amendement nicht stimmen; die Regierungen werden aber in der gemeinsamen Berathung sich über ihren Standpunkt erklären können. Der Schluß der Discussion wird angenommen und es folgen noch persönliche Be— merkungen. Das Amendement Waldeck-Duncker fällt und es erfolgt die Annahme des Art. 71 in der Fassung der Vorlage mit dem Zusatze des Abg. Lasker. Es handelt sich nun noch um die Ueberschrift und den Eingang der Vorlage, welche in der Fassung der Vorlage angenommen werden. Nächste Sitzung: Montag. Tagesord- nung: Beginn der Schlußberathung. Berlin. Der Geheime Postrath Stephan verhandelt gegenwärtig mit den thüringischen Re- gierungen wegen Uebertragung der postalischen Gerechtsame, welche früher die Thurn- und Taxis'- sche Postverwaltung in Thüringen besessen hat, auf die preußische Regierung. — Es soll eine französische Note avi⸗ sirt sein, welche die Voraussetzungen formulirt, unter denen Frankreich sich dem eventuellen Aus- spruche der Mächte unterordnen würde. — Die„Nordd. Allg. Ztg.“ widerspricht die Nachricht, daß Preußen eine Note wegen Luxem- burg an die auswärtigen Höfe gerichtet habe und fügt hinzu:„Die preußische Regierung hat ledig⸗ lich ihre Gesandten, welche angewiesen sind, die Mächte, welche den Vertrag von 1839 unterzeich⸗ neten, um ibre Ansichten über die bezüglichen Verträge zu befragen, instruirt.“ — Die„Börsenzeitung“ meldet, daß die Ab⸗ geordneten v. Carlowitz und v. Bockum Dolffs einen Antrag auf unveränderte Annahme der Bundes ⸗Verfassung in ihrer jetzigen Gestalt eingebracht haben. Hanau. In der Stadt ist eben eine Adresse an den König im Umlauf, ausgehend von dem Vorstand der Guntershäuser Kirchen- Versammlung, worin um Einführung mehrerer Reformen in unserer evangelischen Landeskirche und namentlich darum gebeten wird, den einzelnen Gemeinden das Recht zu verleihen, beim Ausfallen eines Geistlichen einen Nachfolger selbst zu wählen. Bayern. München. Auf Ueberreichung der Adresse der Deputirten betreffs der Luxem⸗ burger Frage antwortete der Fürst Hohenlohe: Er begrüße die Adresse freudig als einen Beweis, daß in Fragen, welche die Ehre Deutschlands betreffen, nur eine Partei in der Kammer und in Lande bestehe und daß zur Wahrung dieser Ehre die Kammer wie das Lond zu jedem Opfer bereit seien, in richtiger Deutung des Vertrages, durch welchen Bapern zur Wahrung der nationalen Integrität sich mit dem übrigen Deutschland ver— bunden. Die Regierung werde sich diesen Ver— als ihre nächste Aufgabe, nichts zu unterlassen, was 15 ehrenhaften Erhaltung des Friedens beitragen önne. — Eine dahier abgehaltene Volks-Versamm⸗ lung sprach ihre lebhafte Zustimmung zu der von den Abgeordneten ausgegangenen Adresse und be— grüßte den baherisch⸗preußischen Allianzvertrag vom 22. August v. J. als den ersten Schritt zur na⸗ tionalen Einigung des Gesammtvaterlandes. Baden. Mannheim. Rathhaussaale stattgehabten größeren Versamm⸗ lung wurde eine von Staatsrath Lameß ent— worfene, an die großherzogliche Regierung gerich— tete Adresse, die Luxemburger Frage betreffend, zur Berathung und Begutachsung vorgelegt. — Die Uebungen mit den von Preußen zu diesem Zweck an unsere Regierung leihweise ab— gelassenen Zündnadelgewehren haben bereits hier begonnen, und werden die jungen Mann- schasten auf das Thätigste mit deren Handhabung vertraut gemacht. Heidelberg. Auch dahler hat am 11. April eine öffentliche Versammlung in der luxem⸗ burger Angelegenheit stattgefunden und wurde schließlich die einmüthig angenommene Resolution beantragt:„Die hier versammelten Einwohner Heidelbergs erachten es als nationale Pflicht des gesammten Deutschlands, mit allen Mitteln jedem Versuch entgegenzutreten, welcher es unternimmt, das Großherzogthum Luxemburg von seinem ur⸗ alten Verband loszureißen.“ Luxemburg. Geborene Luxemburger, so wird von hier berichtet, welche sich in Frankreich aufhalten, sucht man zu bestimmen, in ihre Hei⸗ math zurückzukehren und daselbst Annexionsadressen an den Kaiser von Frankreich zu veranlassen. Die Leute, die sich hierzu brauchen lassen, erhalten die Reisekosten und täglich 10 Franken Zehrgeld. Frankreich. Paris. Wie man sagt, hätten die vielen gegen das Armeereforwproject gerichteten Proteste, die übrigens immer noch aus allen Tbeilen einlaufen, wenigstens so viel genützt, daß mit Zustimmung der Regierung bedeutende Modificationen des Entwurfs stattfinden sollen. Die Regierung soll weiter die Absicht haben, das Preßgesetz zurückzuziehen. 1 — Die„France“ schreibt:„Die Großmächte tauschen in dicsem Augenblick Mittheilungen über die Fragen aus, welche ihnen bezüglich des Großherzogthums Luxemburg unterbrei⸗ tet sind. Wenn wir gut unterrichtet sind, so hätten diese Mittheilungen hauptsächlich zum Zweck, eine Combination zu finden, welche geeignet wäre, die gerechten Empfindlichkeiten Frankreichs zu be⸗ Krieges zu bewahren.“ England. London. Die„Temps“ ist eifrig bemüht, den Franzosen etwas mehr Friedens⸗ liebe beizubringen. in den Händen Deutschlands habe nur einen de' fensiven Werth, in denen Frankreichs würde es Furcht erregen, und jedenfalls Belgien bedrohen. Was in der That braucht Frankreich mehr als sich selbst? Wenn wir die ferne Zukunft errathen wollen, wagt der kühnste Prophet von einem an⸗ griffslustigen Deutschland zu sprechen? Ist das in der That eine Nation darnach ihre Schranken zu überschreiten und das Beispiel der Römer, Gallier und Normannen nachzuahmen? Der Con- tinent und ebenso der erbliche Charakter der Ra- cen muß sich geändert haben, ehe die deutsche Nation zum Schrecken der Welt wird. Frankreich und Deutschland werden bleiben, was sie sind, so lange wir leben und lange nachher, und an Frankreich ist es, zu entscheiden, ob es mit seinem prachtvollen Erbtheil zufrieden sein oder in den aiten Wahnsinn zurückfallen will, mit endlosem Gut und Blut ein Glücksspiel nm werthloses Land zu spielen. tragspflichten nicht entziehen, doch erachte ste es In einer in dem ruhigen und Europa vor den Eventualitäten des Sie sagt u. A.: Luxemburg dürcsen wo he il. ewe tiedberg Bürstadt. n ed ten Der e ien Och Gewehr enlle „Knaben den Oe ue möglich sohah ber Ane, Bonn. Weder ws en Miitz d. J. Röder aus A tr fach bie gen ber und zu zwei scenhof v sich veranlaßt ge empfehlen. 278 dür di Hildburgbausen „Berlepsch, de dort aufhält, hinter bessen „Schweizer Füh in schr Roßem benen Special vollständigsten se — 2— 6 900 Dom l. Newer a Kl F die Braunkoßsen w Oegenscheine, und dem Groß werden fang. Oegenscheine g Dorhe — H ö % Mio fegen, wert Berpwerle 65 8 N 10 tösllg ae orbelmt 0 Arb et N Sparen uuf d Altbesten dere J Das Zn aden ellen. 50 1 baden, das t Strßaäct dilangta b züglich 3 unterk⸗ et sind, „ un Zvi, augatt wart, dat u be⸗ ali des Friedberg. In der am 14. d. M. abgehaltenen Generalversammlung des biesigen Vorschuß⸗ und Eredtt⸗ vereins wurde der Rechenschaftsbericht für das Jahr 1866 erstattet, welcher folgende Resultate verkündigte: Gesammt⸗Umschlag fl. 222 570. Bewilligte Vorschüsse und Prolongationen„ 188,449. Conto-Correntgeschäft 3 8 7 15 26,254. Stammantheile der Mitglieder bis Ende 1866, 10,88l. Gesammt-Betriebskapital 35000 Es wurde ein Reingewinn von fl. 1510. erzielt, wo- von 10% der Stammantheile als Dividende vertheilt und dem Reservesonds 639 fl. zugethellt werden sollen. Wir dürfen wohl demnächst die Veröffentlichung einer aus— ührl ichen Rechenschaftsablage von Seiten des Ausschufses rwarten. f 5 g 5 f H. Friedberg. Mit Bezug auf den in voriger Nummer des Anzeigers enthaltenen, die Trichinen und die mikros⸗ kopische Untersuchung der Schweine betreffenden Arlikel muß bemerkt werden, daß A. Vogt's Erben dahier im Besitze eines Mikroscopes sind und die von denseiben ge— chlachteten Schweine einer Untersuchung unterzogen werden. Das verdient Anerkennung und Nachahmung! Bürstadt. Ein Gewehr, das früher einmal einem Wilderer abgenommen worden, fanden zwei Knaben, die Holz auf den Rathhausspeicher daselbst trugen, dort liegen. Der ältere Bruder, 11. Jahre alt, zielte auf den üngern(9 jährigen), um ihm Fuccht einzujagen,— das Sewehr entlud sich und die Ladung zerschmetterte dem knaben den Oberarm, welcher sofort abgenommen werden nußte; möglich daß auch Schrote in die Brust gedrungen, odaß der Knabe selbst das Leben einhüßt. Bonn. Der hiesige Studirende der Medicin, Andreas Weber aus Grav⸗Rheindorf bei Bonn, welcher am 12. Närz d. J. den Studirenden der Jucisprudenz, Karl Röder aus Mainz, im Pistolenduell so verwundete, daß r nach vier Tagen starb, ist vor dem hiesigen Schwur⸗ sericht der Tödtung in einen Duell für schuldig erklärt ind zu zweijähriger Einschließung(Festungshaft) von dem Assisenhof verurtheilt worden. Die Geschwornen haben ich veranlaßt gefunden, ihn der Gnade des Königs zu mpfehlen. 2% Für die Weltausstellung wird bei Meyer in dildburghausen ein Reisehand buch für Paris von Serlepsch, der sich zu dem Zweck seit vorigem Herbst ort aufhält, erscheinen. In seiner Ausstattung soll es linter dessen bereits in vielen Vuflagen erschienenen „Schweizer Führer“ nicht zurückstehen. Namentlich die in sehr großem Maßstabe und reichlicher Anzahl beigege⸗ jenen Specialpläne der Stadt werden die wichtigsten und s ollständigsten sein, die irgend ein Reisehandbuch enthält „ Das Osterfest bis zum Jahre 1900. Bis zum Jabre 1900 fällt Ostern noch zwei Mal wie in diüssem Jahre auf den 21. April: vämlich 1878 und 1889 Somit haben diese drei Jahre auch Himmelfahrt am 30. Mai und Pfingsten am 9. Juni gemeinsam; Himmel— fahrt, die sieis in den Mai fällt, macht im Jahre 1886 die einzige Ausnahme, wo sie erst am 3. Juni gefeiert wird, da Ostern alsdann sehr spät, erst am 25. April, eintritt. 1883 und 1894 fallen diese drei beweglichen Feste gerade volle 4 Wochen früher. Ebenso stimmen die Jahre 1869, 1875 und 1880 überein, wo Ostern auf den 28. März fällt. Frühe Ostern,“ im Monat März schon, haben wir bis 1900 nur 7 Mal— all' bie anderen Jahre ist der April der Ostermonat 1888 fällt Ostern sopar auf deu 1. April. Daß Pfingsten gerade am 1. Juni gefeiert wird, wiederholt sich bis zu dem neuen Jahr hundert gleichfalls 3 Mal: 1873, 1879 und 1884. Das Jahr 1900 feiert aber Pfingsten schon dann, wo das Jahr 1886 erst Himmelfahrt hatte: nämlich am 3. Juni. „„ In Wien setzte sich eine Färbersfamilie acht Mann hoch zu Tisch und verzehrte eine Einbrenn⸗ suppe. Sie bekam ihnen schlecht; nach einer Viertel— stunde lagen alle acht vergiftet danieder; denn was ein— gebrannt worden, war kein Mehl, sondern Arseuik. Vier Personen starben noch selbigen Tages. Eingesandt. Es wird eben sehr viel Politik gemacht und will ich auch einen kleinen Beitrag zu derselben einteichen, mit der Bitte solchen in Ihr Blatt aufnehmen zu wollen. W. FN p. O. „Wenn dem Bürger eines Staates alles, was zum erlaubten Genusse des Lebens und zur Entwickelung seiner Kräfte gehört, offensteht; wenn er, gegen die Angriffe auswärlger Feinde geschützt, sein frei gewähltles Gewerbe in ungestörter Ruhe betreiben kann; wenn ihm eine strenge, unpartheiische, durch keinen Eingriff der Willkühr gehemmie Rechlsverwaltung die Garantie seines Eigen⸗ wums und die beruhigende Aussicht gewährt, daß nie einer seiner Mitbürger mächtiger werden wird, als die Gesetze; wenn billige, gleichförmige, nach einfachen Grund— sätzen geordnete, ohne Druck und Cbikane erhobene Abgaben ihm nur so viel von seinen Einkünften entziehen, als zur Erhaltung des Staates erforderlich ist, und eine weise und gewissenhafte Administration die zweckmäßige Ver— wendung seiner Beiträge verbürgt; wenn keine ungerechten oder üdel verstandenen Einschränkungen ihn hindern, seine [wegen Meineids erhobenen Fähigkeiten, seine Kenntnisse, sein Vermögen nach eigener Neigung und Einsicht, nach der Idee, die er selbst von seinem Vortheile hat, zu benutzen; wenn er überdies seine Gedanken üder alles, was ihn umgibt, vortragen und seinen Zeitgenossen sogar seine Irrthümer und seine Grillen mütheilen darf; wenn endlich die Regierung die eble Bereitwilligkeit, das, was noch in ber Organisatlon des Staates fehlerhaft sein möchte, zu verbessern, durch Thaten darlegtz— dann ist Alles erschöpft, was ber Mensch in der irgerlichen Gesellschaft suchte. Die Vereinigung dieser Güter, aber auch nur die Vereinigung derselben, füllt die ganze Sphäre der Wünsche und Erwartungen eines vernünftigen Wesens aus und der Inbegriff dieser Güter ist die bürgerliche Freiheit.“ 2 4 4 7 7 Schwurgericht der Probinz Oberhessen. II. Quartal 1867. Urtheile: 1) Montag am 1. April wurde August Hofmann aus Schletzenhausen, königl. preuß. Justizamis Großen-Lüder, wegen ausgezeichneten Diebstahls ne geschärfte Cor⸗ rektioͤnshausstrafe von 1 Jahr und 6 M ten verurtheilt.— 2) Dienstag den 2. April wurde Jo Haus aus Ilbenstadt wegen Brandstiftung in eine Zuchthausstrafe von 10 Jahren condemnirt.— 3) Mittwoch den 3. April wurde Johann Reinhard lf aus Bingenheim von der egen ihn wegen Brandstiftung erhobenen Anklage frei⸗ gespeochen.— 4) Donnerstag den 4. April wurde Eva, Natban Katz Wittwe aus Münzenberg, von der gegen sie Anklage freigesprochen.— April wurde Johann Friedrich Beier aus Freienseen von der gegen ihn wegen Meineids er⸗ hobenen Anklage freigesprochen.— 6) Samstag den 6. April wurde Johann Conrad Wenzel aus Rommels⸗ hausen, wegen Diebstahls und Raubs, in eine Zuchthaus⸗ strafe von 7 Jahren verurtheilt.— 7) Montag den 8. April wurde Karoline Kammer aus Ober-Widdersheim wegen Kindesmords in eine Zuchthausstrafe von 11 Jahren condemnirt. 5) Freitag den 5. Verloosungen. Stadt Mailand Fr. 43 ͤLoose. Serien⸗ Ziehung am 1. April. Serie 552 1015 1112 1206 1391 1475 1521 1537 2337 2469 2641 2801 2908 2088 3905 4103 4104 4170 4263 4312 4963 5137 5293 5399 5494 5620 5702 6300 6350 6543 6581 6650 6917 7211 7375 7850 7946 7957. BBraunkohlen- Verkauf. 965 Vom 1. April 1867 an werden auf dem Großherzoglichen Dorheimer Bergwerk Braunkohlenklötze zu 12 Kreuzer à Ctr.(= 14 Stuck), gegen Baarzahlung und gegen Credit verabfolgt. Für die gegen Einlage vorschristsmäßiger Bürgschesne vom 1. Zraunkohlen wird Zahlungofrist bis Ende September Arril bis Ende Junk 1867 bezogenen 1867 bewilligt. Die Abnehmer auf Credit wollen die Begenscheine, welche ihnen bei Einiage eines Vürgscheeuns zugefsellt werden, det jedem Kohlenbezug mitbringen ind dem Großberzoglich Hesfischen Berg⸗Cassier Winter vorzeigen, damit der jedeemalige Bezug eingetragen verden kann. Segenscheine gleichfalls vorzuzeigen. 2 Dorheimer Bergwerk am 1. April 1867. Bel der Zahlung der Creditsummen an die Großherzogliche Berg-Casse zu Friedberg sind diese Großherzogliches Bergamt Dorheim Storch. Holzversteigerung. (21 Mittwoch den 17. April, von 2 Uhr Nachmittags infangend, werden auf dem Großherzoglichen Dorhelmer Bergwerke 65 Stecken altes Grubenholz und 10 Haufen Zimmerspäne, iffentllch versteigect. Dorbelmer Becgwerk am 8. April 1867. Grosherzogliches Bergamt Dorheim Storch. Arbeits- Versteigerung. 984 Mittwoch den 17. April, Vormittags 10 Ubr, perden auf dem Rathhause zu Bönstadt gachstehende Arbeiten versteigert: 1) Das Brechen, Fahren, Aufsetzen und Zerschlagen von 7 Cbk.⸗Klftr. Unterhaltungssteinen auf die Vizinalwege. D Das Zerschlagen und Eindecken von 3 Clk.⸗KIfir. in die Orts straß en. 3) Das Planiren der s. g. großen Pohl und Kaicher⸗ Weg über der Staatsstraße. 4) Das Ausräumen verschiedener Entwässerungs⸗ räben. 5— Rinnenpflaster gehörig: 8. Das Brechen, Fabren und Aufsetzen von 3 Cbk.⸗ Klafter Schichtenpflasterstelnen, b. Das Graben, Fahren und Messen von 3 ECbk. Klafter Sand e. Hand- und Pflasterarbelten. d. Fleferung von 30 Stück Pflocken. e, Fortfahren von Bauschutt. Irtedberg den 13. April 1867. Der Bezirks Bauaufseher Schneider. Ein Mädchen 966 kann das Kleldermachen erlernen bel Friedberg. Frau Petri. Versteigerungs⸗ Anzeige. 961 Dienstag den 23. April, Vormittags 9 Uhr an— fangend, werden bei Wagnermesster Johannes Friedrich Mucher zu Stammheim freiwillig folgende Mobiltar⸗ gegenstände meistbtetend versteigert und zwar wegen Auswanderung nach Amerika: 1) Veischiedenes Wagnergehbölz, 25 Stück Langwieden diverser Größe, 11 Stück Deichseln, 16 Stück Leiterbäume, 275 Stück Speichen, 100 Stück Felgen, 43 Stück Eggenbalken, 13 Stück Pflug⸗ grendel, 11 Stämme Eichen⸗Werkholz verschiedener Größe, ein vollssändiges Wagnergeschtrr, wobei sich zwel Hobelbänke befinden. 2) Ein noch im guten Zustande befindlicher ein⸗ spänniger Wagen. 3) Ein ganz neuer Wagen, noch unbeschlagen. 4) Eme Egge. 5) Ein Spitz⸗ und Schaufelpflug, drei Kartoffelpflüge und ein Vorderpflug, noch unbeschlagen. 6) Eine Fegmüh e und 1 Dickwurzmühle. 7) Zwel Waschbütten. 8) En Kleiderschrank und 1 Küchenschrank. 9) Ein vollffändiges Bett und mehrere Bettstellen, sowie verschiedene Oeconomte-, Haus- und Küchengeräth⸗ ie, ehiere zuder Weizen⸗ und Roggenstroh und mebrere Gebund Flachs. Gegen genügende Bürgschaft wird, für den Betrag der Steigerungssumme von 5 fl., Zahlungsfrist bis Martini d. J. gestaltet. Stammbelm den 12. April 1867. Groß herzogliches Ortsgericht Stammheim ep er. Pumpen macher- Arbeit. 905 Mittwoch den 17. Aprtl, Nachmittags 3 Uhr, wird auf dem Rathhaus zu Assenberm die Lleferung eines gußeisernen verzterten Oberstocks an die Pumpe an der Unterpforte, mit dem Aufstellen, versteigert. rltedberg den 13. April 1867. Der Bezirks ⸗Bauausseher Schneider. Soeben ist erschtenen und zu daben bei Binder ⸗ ö l nagel& Schimpff in Friedberg: Rheumatismus und Lähmungen. Deren wahre Natur, Ursochen und gründliche Heilung mittelst einer neuen vollständig naturgemäßen und un⸗ fehlbaren Methode. Leidenden jeden Grades, Geschlechts und Alters empfohlen von Dr. Luitpold Reiner. Naumburg bei Fr. Regel. 2. Auflage. Preis 21 kr. 969 Indem der Verfasser in klarer, allgemein faßlicher Weise überzeugend nachweist, wie sehr man sich bisher über den Sitz und das Wesen des Rheumatismus geirrt, und daß aus diesem Grunde auch alle disher dagegen angewandten Mittel gar kemen, oder höchsens nur vorübergebenden Erfolg baden konnten, giebt er zugleich in dieser Schrift ein so einfaches als unfehl⸗ bares Heilverfahren an, welches allen Leidenden die sicherste Hülse bietet. Holz ⸗Versteigerung. 962 Die Versteigerung am 9. d. M. in biesigem Ge⸗ meindewald ist nicht genehmigt worden. Es soll des⸗ halb Mittwoch den 24. d. Mts., Vormittags 9 Uhr, eine nochmalige Verstelgerung staltfinden, und zwar: 192 Stück Stamm und Stangenbotz, haltend: 3319 Cbkfß., 5— 24“ Durchm., 20—40“ Länge, 21 Stecken Eichen⸗Scheitholz und elrea 200 5„ Reiser. Selters den 12. April 1867. Witkewoele. map en Selters mer Holz ⸗Versteigerung. 963 Montag den 6. Mal d. J., Vormittags 10 Uhr, sollen in dem Fteiberrl. v. Die d'schen Kirchwalde dahtert 1) 300 Stecken Buchen- Schett⸗ und Prügelbolz, 5 40„ Eichen-Scheithbolz, 3) 15000 Buchen ⸗Reidel- und Aft. Wellen und 4) 8000 gute Backwellen von barten Holzarten öffentlich bei den Grabmalen versteigert werden. Die Nummero der Stecken und Wellen fangen bel der Emmahtitte an. Ziegenberg den 11. April 1867. Kirchner, Freiberrt. v. Died'scher Oberfoͤrster. Warnung. 940 Ich warne blermit Jedermann meinem Sobne Georg, 17 Jahre alt, Etwas zu borgen noch zu leiben, indem ich für denselben für Nichts garautire. Stammpbeim den 9. April 1867. Peter Schütz. 0 N 1 N 5 1 1 Eine äußerst interessante Ansicht der Stadt Friedberg, wohl mehrere hundert Jahre alt, wurde in sehr gelungener Photographie vervielfältigt und ist in verschiedenen Formaten in Bogengröße zu fl. 1 45 kr. „ Quart 48 „Visitekartenformat Bindernagel 8 Schimpff. Fenten- und Lebensversicherungs-Anstalt zu Darmstadt. 909 Wir bringen hierdurch zur öffentlichen Kenntniß, daß an die Stelle des verstorbenen Herrn Buchbindermeisters C. C. Weis zu Friedberg dessen Sohn Herr aufmann Ludwig Weis daselbst zum Bevollmächtigten(Bgenten) der obengenannten Anstalt von uns ernannt worden ist. a * 18„„ zu haben bei Friedberg. E. Hemmerde 8 Söhne. Unter Bezugnahme auf obige Anzeige empfehle ich die älteste Hagelversicherungs⸗ Actien⸗Gesellschaft den Herren Landwirthen zur Versscherung ihrer Feldfrüchte gegen Hagelschaden. Sie übernimmt die Versicherungen gegen feste Prämien, bei welchen nie eine Nach schußzahlung stattfindet und regulirt die eintretenden Schäden nach den in ihrer langen Wirksamkeit bewährten, anerkannt liberalen Grundsätzen. Die Auszahlung der Entschädigungen erfolgt prompt und vollständig binnen Monatsfrist, nachdem deren Be⸗ träge festgestellt sind. Der Unterzeichnete empfiehlt sich zur Vermittelung von Versicherungen und steht mit Antragsformularen, sowie mit jeder beliebigen näheren Auskunft stets zu Dienst. Friedberg den 15. April 1867. Die Bezirks-Agentur der Berliner Hagel-Assecuranz-Gesellschaft von 1832 CE. C. Meis. Deutscher Phönir. Versicherungs-⸗Gesellschaft in Frankfurt a. M. 959 Nachdem unser seitheriger Agent Herr C. C. Weis in Friedberg gestorben, haben wir die Agentur dessen Sohn Herrn Georg Ludwig Wei; daselbst übergeben, und wird der— selbe die Agentur unter der seitherigen Firma fortführen. Darmstadt den 10. April 1867. Die General⸗Agentur: C. Hemmerde 8 Söhne. Unter Bezugnahme auf obige Anzeige bemerke ich, daß der Deutsche Phönix gegen Feuerschaden: Mobilien, Waaren, Fabrikgeräthschaften, Getreide in Scheuern und in Schobern, Vieh und landwirthschaftliche Gegenstände jeder Art zu möglichst billigen, festen Prämien voersichert und daß unter keinen Um⸗ ständen Nachzahlungen zu leisten sind. Prospecte und Antragsformulare für Ver⸗ sicherungen werden jederzeit unentgeldlich verabfolgl und ist der Unter zeichnete gern bereit, jede weitere Auskunft zu ertheilen. Friedberg den 15. April 1867. Die Bezirks⸗ Agentur: C. C. Weis. Besten Portland Cement 764 durch den directen Bezug zu seyr billigen Preisen bel Jean Huber. Ein neues Jagdwägelchen, ein neues Dr. Pattison's Gichtwatte lindert sofort und deut schnell Gicht, Rheumatismen 277 aller Art, als Gesichte⸗, Bruß. Hals- und Zahnschmerzen, Kopf⸗, Hand⸗ unt& egicht, Glieder⸗ reißen, Rücken- und Lendenweh u. s. w. In Paketen zu 30& 106 kr. zu haben bei J. A Windecker. r ö Aindecker e Tilbury mit Verdeck zum Verfetzen und eine ueue i Calesche mit Glasverdeck, flehen zu verkaufen bei ö 895 Gteßen. Ph. Walther, Schmied. Lindenplatz. Flaschen⸗ Etiquette pr. 100 Stück 36 kr. bis zu 2 fl. 48 kr, bei Bindernagel& Schimpff Zur Nachricht! Geschaͤfts- Empfehlung. 946 Eimem verehrten Pablikum die ergebene Anzeige, daß ich neben meiner seitherigen Gaftwirthschaft auch Schweinemetzgerei betreibe. Mein eifligstes Bestreben richte ich auch ferner dahin, für gute Speisen und Getränke, sowie reelle Bedienung befientz zu sorgen. nn Bad Nauheim G Fleischhauer, Landgerichtslocal gegenüber. Zum Ausleihen! 951 Cuca 4—5000 fl. werden gegen doppelten Einsatz auf lauter Aecker zu billigen Zinsen ausgelieyen. Sie 958 In Folge eingetretener Trauer bleicht das Geschäft können arch in kleineren Kapitalten abgegeben werden. bis Donnerstag den 18. d. M., früh 9 Uhr, geschlossen. ö 749 Soelbstgefertigte Rosen⸗ oder Rebenscheeren fowee Raupenscheeren zu den billigsten Preisen bei Friedrich Schäfer, Messerschmled, 970 Vel Bindernagel& Schimpf in Frledberg ist vorräthlg: 1 8 Die vollkommene Eierköchin. 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Gottesdienst in der Stadtkirche: Vormittags: Herr Pfarrer Köhler. Brodpreise vom 16. bis 30. April. Nach eigener Angabe der Bäcker. Für Friedberg: Erste Sorte 4 8 18½ kr. Zweite Sorte 4 8 17 kr. 10*„*„ 7*„ 87½* „„ 499*„„ 1„ 4¼ 1 Für Butzbach: unverändert, da eine Declaration nicht eingelaufen ist. Fleisch⸗ ꝛc. Preise v. 16. bis 30. April. Nach eigener Angabe der Metzger. Für Friedberg: Ochsenfleisch pr. 8 18 kr., Schweinefleisch pr. F 18 k., Kuhfleisch, gem. 16„ Leber- u. Blutwurst 20 Rindfleisch, gem. 15„ Bratwurst 24 Hammelfleisch 15„ Schwartenmagen 24„ Keil und Carre 15„ Geräncherter Speck 32„ Kalbfleisch 12„ Doörrfleisch 1 eee. Schaaffleisch—„ Schinken 3 Nierenfett 24„ Schmalz, ausgel. 28„ Hammelsfett 16„ Schmalz, unausgl. 28 * Ausnahmspreise: Hammelsfett bei W. Bieler 20 kr., vei J. Hanstein III. und K. Söllner 18 ku, bei H. Gröninger und W. Kreuter II. 16 kr.— Bratwurst bei W. Reuß 22 kr.— Schmalz ausgelass. bel N. Engel, A. Vogt's Erben, C. F. Walz, J. Walz III., H. Weller und W. Reuß 32 kr.— Schmalz ausgelass. bei W. Reuß 28 kr. Für Butz bach: Ochsenfleisch pr. 8 18 kr., Schweinefleisch pr. g 18 kr. Kuhfleisch, gem., 14. Leber- u. Blutwurst 2 Rimdfleisch, gem, 15„ Bralwurst 222 Hammeifleisch 13 Schwartenmagen 3 Keil und Carre—„[Geräucherter Speck 32. Kalbfleisch 10„ Oörrfteisch 24„ Schaaffleisch—„ Schinken 2⁴ 1 Nierenfett 24„Schmalz, ausgel. 30„ Hammelsfett 18„ Schmalz, unausgel. 28 5 Ausnahmspreise. Bei Joh. Rübsamen II. Witwe Nicrenfett 20 kr. Preise verschiedener Gegenstände. Friedbergsam 13. April. Butter pr. 8 34 kr.] Eier 3 Stück Brennholz, Buchen⸗Scheicholz I., pr. Stecken 7 vis 7 fl. 10 kr. 4 kr. fl.— kr. Veramw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpf. Joseph Strauß. Mayer J. Hirsch. lien! Bell' Das J Nut Grltdigung Be ltessend: an di Di heilen wir Von v neveter Zeit Stallungen, weise ohne gefunden, Kenntniß e sowie den und um Ta Wenn dem einzeln, Zahlung de geführten e so übertriet geboten ersa lusetzen, wen a wir uns de schtlich led oder deren bautem Ge sofort bei —— thum Hesen weer, wic Conxibulon⸗ misssen. „Wegen des Charfreitages müssen alle für die nächste Samstagsnummer bestimmten Anzeigen schon am Donnerstag den'S. d. M., Vormittags 10 Ühe, bei uns eingetroffen sein. 1