1867. Samstag den 16. März. M33. zeiger für Oberhessen. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatl. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. ausgeführt. gratis geliefert. Für das II. Quartal l. J. eröffnen wir ein neues Abonnement auf den„Anzeiger für Oberhessen“. werden auswärts von den Poststellen des Großherzogthums zu 33 kr., in Friedberg bei der Expedition zu 30 kr. Neu eintretende Abonnenten erhalten die von jetzt bis 1. April erscheinenden Nummern Bestellungen Betreffend: Den im Monat März vorzunehmenden Wiesengang. Amtlicher Theil. Friedberg den 13. März 1867. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Im Monat März ist nach der Bestimmung der Wiesen-Polizei⸗ Ordnung ein Wiesengang von den Wiesenvorständen unter Zuziehung er Feldschützen und Wiesenwärter vorzunehmen. Wir beauftragen Sie daher, dieselben hierzu aufzufordern und uns die über den Wiesengang aufzunehmenden Protokolle bis zum 10. April l. J. angstens vorzulegen. In diese Protokolle haben die Wiesenvorstände, was denselben ioch zu eröffnen ist, hauptsächlich folgende Punkte aufzunehmen: 1) Ob die Anordnungen, welche sie bei dem im Monat Oktober v. J. vorgenommenen Wiesengang getroffen haben, befolgt worden sind und welche nicht, 2) welche Anordnungen von den Wiesenvorständen zur Beseitigung der bei dem diesmaligen Wiesengang vorgefundenen Mängel von Ihnen getroffen worden sind, oder vorgeschlagen werden. Wir empfehlen den Wiesenvorständen hierbei besonders ihr Augen— merk auf die Reinigung der Wiesen von Gestrüpp, Gesträuch, Moos, die Entfernung der Herbstzeitlosen, des Erdauswurfs aus den Be- oder Entwässerungsgräben, die Verebnung der Maulwurfshügel und dergleichen(Art. 24 der Wiesen⸗Polizei⸗ Ordnung) und auf die Unterhaltung der Ent- und Bewässerungs— gräben(Art. 28 und 29 der Wiesen-Polizei-Ordnung) zu richten und hierbei nach den bestehenden Bestimmungen zu verfahren, Verbesserungsvorschlage in Bezug auf größere Wiesenfluren, namentlich solche, zu deren Ausführung das Wiesenculturgesetz vom 7. Oktober 1830 Anwendung finden muß. Man erwartet, daß die Wiesenvorstände hiernach genau ver— fahren und wird noch bemerkt, daß alle Wiesengangsprotokolle, welche den vorstehenden Bestimmungen nicht ganz genau entsprechen, zurück⸗ gegeben werden müssen. 30 Trapp. Steckbrief Großherzoglichen Kreisamts Friedberg. Heinrich Storck von Utphe, Kreis Nidda, welcher sich an verschiedene Dienstherrschaften vermiethet, jedoch ohne das empfangene Miethgeld zurückzuerstatten in keinen Dienst eingetreten, ist im Betretungsfalle zu arretiren und vorzuführen. Friedberg den 13. März 1867. Trapp. Hessen. Darmstadt. Das Großherzog⸗ liche Regierungsblatt Nr. 12 enthält ferner: (Schluß.) III. Bekanntm. Gr. Ministeriums des Innern vom 8 Febr., die Ergebnisse der Verwaltung des Fonds für öffentliche und gemeinnützige Zwecke im Jahre 1865 betreffend. Hiernach beträgt die Einnahme 29,407 fl. 50½ kr., die Ausgabe 26,952 fl. 27 kr. IV. Uebersicht der für das Jahr 1867 genehmigten Anlagen zur Bestreitung der Communalbedürfnisse in den Gemeinden des Kreises Darmstadt. V. Uebersicht der für das Jahr 1867 genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Bedürfnisse der israelitischen Religionsgemeinden des Kreises Darmstadt. VI. Uebersicht der für das Jahr 1867 genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Bedürfnisse der israelitischen Religionsgemeinden des Kreises Friedberg. VII. Uebersicht der für das Jahr 1867 genehmigten VIII. Universität Gießen. Wilhelm Ferdinand Hahn Umloegen zur Bestreitung von schen Religionsgemeinden des Kreises Alsfeld. Verzeichniß rechtskräftig gewordener, in Ge— mäßheit des Art. 30 des Strafgesetzbuchs im Regierungs blatt bekannt zu machender Straferkenntnisse der Gerichte der Provinz Starkenburg. Es wurden verurtheilt 14 von dem Gr. Schwurgerichtshof der Provinz Slarkenburg, 12 von Gr. Bezirksstrafgericht Darmstadt, 2 von dem Gr. Bezirksstrafgericht Michelstadt. IX. Promotionen an der Großherzoglichen Landes— Im Jahre 1866 erhielten: theologische Doctorwürde: am 15. Prefessor Dr. philos. Otto Zöckler, die juristische Doctorwürde: am 5. Mai Carl Albert Ernst Wilhelm Schäfer aus Gießen, am 7. Mai Carl Friedrich aus Darmstadt, Heinrich Ludwig Pius Bernays aus Mainz, Heinrich Schneider aus Zwingenberg, am 20. Juni Fried- Bebürfnissen der isracliti⸗[tich Kaufmann aus Mainz, am 23. Nov. August Scriba aus Gießen, am 27. Nov. Baruch Mainzer aus Pfung⸗ stadt, am 6. Dec. Philipp Mann aus Sörgenloch— 3) die medicinische Doctorwürde: am 14. Febr. Adam Schmitt aus Finthen, am 3. März Seb. Fectig aus Bensheim, am 16. Eduard Werle aus Heppenheim, am 17. Carl Schuster aus Lauterbach, am 24. April Friedrich Moldenhauer aus Darmstadt; am 6. Mai wurde dem prakt. Arzte Dr. Joh. Caspar Anton Dillenius zu Mainz gelegentlich seines 50jährigen Jubiläums das Doctordiplom honoris causa erneuert; am 17. Eduard Münch aus Viern⸗ beim; am 18. Julius Goldschmidt aus Mainz; am 19. Georg Reuling aus Lorsch; am 28. Heinrich Weckerling aus Friedberg; am 18. Juni Heinrich Salzer aus Baben⸗ hausen; am 23. Michael Löb aus Worms; am 12. Juli Philipp Gilbert aus Weiterstadt, Leopold Wilbrand aus Gießen, Carl Spamer aus Wimpfen, Sigmund Lahr aus Groß⸗Gerau, Ludwig Butz aus Schotten, Ludwig Völcker 1) die Juni außerordentlicher honoris causa;— 2) deßgl. Franz am 8. Mai Schutzmittel gegen die Rinderpest. Die Rinderpest ist zu Ansangs Februar in den Regierungsbezirken Düsseldorf und Münster im ganzen in 5 Ortschaften ausgebrochen. besonderem Interesse ist, daß sich in einzelnen Fällen eine Einschleppung durch Menschen— ihre Kleider oder andere Materialien— nicht nach— weisen läßt;— die Annahme, daß das Contagium, wie andere Stoffe durch die Luft von dem ursprünglichen Orte der Erzeugung hinweggetragen und an einer der Einwirkung des Gifts zugänglichen Stelle abgelagert worden sei, liegt hier um so näher, als die Gehöfte, in welchen diese Art der Uebertragung zu vermuthen ist, solchen Orten auf holländischem Gebiet gegenüber liegen, in welchen die Viehseuche im höchsten Grade wüthet. Als ein Beispiel kann Bimmen Kreis Cleve genannt werden;— auf der holländischen Seite in Millingen waren binnen wenigen Tagen 70 Stück von der Pest befallen worden.— Gegen eine Verschleppung des Ansteckungsstoffs in dieser Weise kann auch die strengste Absperrung nicht schützen, um so beachtenswerther ist die Nachricht, welche der „N. Rotterd. Cour.“ vom 3. Januar brachte, daß einem großen Oeko— nomen in Beugelsdyk gelungen ist, durch tägliche Räucherungen mit Chlor seine Ställe, in welchen 170 Stück Vieh verstellt sind, frei von der Rinder— pest zu erhalten, obgleich alles Vieh in nächster Nähe und in weiter Entfernung davon ergriffen war,— Das Verfahren, das hier angewandt wurde, ist sehr einfach. Die früheren Versuche übergehen wir hier, da sie ihrer Kostspielig— keit wegen bald aufgegeben worden, sich auch nicht vollständig erprobten. Ein Gemenge aus Lig. cupri perchlor. concentrat: Une, 2. Chlorof. Unc. 1. Spir. vin.(25 Grd.) Unc. 24. wird täglich oreimal auf Von den Boden des Stalles gegossen und angezündet, alle Thüren und Fenster werden dicht geschlossen und in den Ställen des fetten Viehs ½ Stunde, in jenen des anderen Viehs mindestens 1 Stunde geschlossen gehalten.— Die Flüssigkeit wurde vor den Köpfen der Thiere ausgegossen und zwar je 1 Tasse an 4 Stellen. Ein dichter Dampf verbreitet sich durch die Verbrennung im ganzen Stall der allmählich durch die Luftlöcher abzieht. — In den ersten Tagen zeigte sich bei einigen Ochsen etwas Husten, der aber bald verschwand; Unruhe oder andere Bewegungen des Miß⸗ behagens wurden bei dem Vieh nicht bemerkt; im Gegentheil nach den äußeren Zeichen des Athmens zu urtheilen scheint der Dampf, der auch für den Menschen nichts besonders belästigendes an sich hat, eine ganz angenehme Empfindung hervorzubringen; eine nachtheilige Empfindung macht sich in keiner Weise bemerkbar.— Sehr beachtenswerth ist, daß die feuchten Dämpfe und Niederschläge, welche sich an Decken und Balken, sowie durch die außerordentlich starken feuchten Ausathmungen des Rind- viehs bilden, durch die Chlordämpfe sich mindern und allmählich ganz verschwinden, da sich annehmen läßt, daß gerade diese Niederschläge sehr leicht den Krankheitsstoff in sich bergen konnen. Wesenklich ist, daß die desinficirenden Dämpfe sich stark entwickeln und den ganzen Raum erfüllen; es zeigte sich dies sehr deutlich als in einem der Ställe aus Furcht vor Feuersgefahr die Flüssigkeit nicht auf dem Boden des Stalles entzündet wurde, sondern in der Chlorkupferlampe, wie sie in Krankenstuben zur Anwendung kommt, der Verbrennung unterworfen wurde, die Lampe war ganz hoch hinter dem Vieh aufgehangen worden. Schr bald trat in diesem Stall die Krankheit auf und ergriff zuerst den Ochsen, aus Steinbach, Adolph Jost aus Homberg; am 23. Otto Dornseiff aus Holzhausen; deßgl. Georg Gottfried Grosch aus Bessungenz am 25. Juli Ludwig Matthias aus Friedberg; am 30. Ernst Jochem aus Wieseck; am 1. Au⸗ gust Ludwig Bormuth aus Gadernheim; am 28. Sept. Carl Kuhl aus Butzbach; am 22. Dec. Johann Kessel aus Selzen;— 4) die thierheilkundige Doctorwürde: am 17. März Anton Noll aus Mainz; deßgl. Friedrich Woll⸗ pert aus Gundersheim; am 10 Juli Rudolph Güngerich aus Hof Albach;— die philosophische Doctorwürde: am 19. Juli Adolph Clemm aus Gießen; am 9. August Carl Bone aus Mainz; am 30. Heinrich Buff aus Gießen; am 19. Sepibe. Carl Osann aus Gießen; am 20. No⸗ vember Eduard Probst aus Mainz. X. Ermächtigung zur Annahme fremder Orden. S. K. H. der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 13. Februar dem Kartenfabrikanten Emil Reuter zu Darmstadt die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen des ihm von Sr. Majeslät dem Kaiser von Oesterreich verliehenen Ritterkreuzes des Franz-Joseph-Ordens,— 14. dem Kammerherrn und Ministerial⸗Secretär 1. Klasse bei dem Ministerium der Justiz Emanuel Freiherrn v. Ricou die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen des ihm von Sr. Majestät dem Könige von Preußen verlie— henen rothen Adler-Ordens 3. Klasse,— dem praktischen Arzt Dr. Oskar Verdier de la Blaquière die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen des ihm von Sr. Majestär dem Kaiser von Oesterreich verliehenen Ritterkreuzes des Franz⸗Joseph-Ordens,— am 16. Februar der Frau Oberin der barmherzigen Schwestern zu Darmstadt Schwester Marie Bonaventura Dubois die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen des ihr von Sr. Majestät dem Kaiser von Oesterreich verliehenen Verdienstkreuzes mit der goldenen Krone,— an demselben Tage der Frau Albertine Wendel— stadt, geb. Walkart von Josinga, zu Darmstadt die Er— laubniß zur Annahme und zum Tragen des ihr von Sr. Majestät dem Kaiser von Oesterreich verliehenen goldenen Verdienstkreuzes mit der Krone, und am 20. Febr. dem Leibarzt Pr. Weber die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen des ihm von Sr. Majestät dem Kaiser von Oesterreich verliehenen Ritterkreuzes des Franz-Joseph⸗ Ordens zu ertheilen. XI. Namene veränderungen. S. K. H. der Groß⸗ herzog geruhten allergnädigst: am 1. Febr. dem Abraham Strauß IV. zu Michelstadt zu gestatten, statt seines bis- herigen Vornamens Abraham in Zukunft den Vornamen Albert,— am 5. Febr. der Elisabeth und Anna Elisabethe Fischer aus Malchen, dermalen zu Offenbach, zu gestatten, in Zukunft statt ihres bisherigen Namens„Fischer“ den Namen Forell, und am 12. Febr. der Eva Margaretha Müller zu Offenbach zu gestatten, statt ihres bisherigen Familiennamens„Müller“ in Zukuft den Namen Oßmann zu führen. XII. Ertheilung von Erfindungspatenten. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 17. Jan. dem Blechfabrikanten F. Dürrich in Stutt⸗ gart ein Erfindungspatent auf die durch Zeichnung und Beschreibung näher erläuterte Construktion einer Bade⸗ wanne mit Heizvorrichtung, jedoch unter dem Vorbehalte, daß durch das ertheilte Patent Niemand in der Anwen⸗ dung bereits bekannter Theile der Erfindung gehindert werden soll, während der nächsten fünf Jahre für den Umfang des Großherzogthums— und dem Woldemar von Loewis of Menar auf Panten bei Riga ein Exfin⸗ dungspatent auf die durch Zeichnung und Beschreibung näher erläuterte Construktion eines Leinsaat⸗Riffters, jedoch unter dem Vorbehalte, daß durch das ertheilte Patent Niemand in der Anwendung bercits früher bekannt gewesener Theile der Erfindung gehindert werden soll, während der nächsten 5 Jahre fur den Umfang des Groß⸗ herzogthums zu ertheilen. XIII. Dienstenthebung. Am 9. Februar geruhten Se. Königl. Hoheit der Großherzog den evang. Pfarrer zu Ueberau, Kirchenrath Schneider, auf sein Nachsuchen von dem Amte als Decan bes evang. Decangts Rein— heim zu entheben. XIV. Concurrenz für: die evang. Pfarrstelle zu Uden⸗ hausen mit einem Gehalte von 588 fl. 45 kr., wozu den sämmtlichen Riedesel Freiherren zu Eisenoch das Präsen— tationsrecht zusteht; die 2. evang. Pfarrstelle zu Beerfelden, miteinem Gehalte von 771 fl. 50 kr.; dem Herrn Grafen zu Erbach-Fürstenau steht das Präsentattonsrecht zu dieser Stelle zu;— die evang. Schulstelle zu Lauter mit einem Gehalte von 300 fl. 5 kr., nebst einer Vergütung von 17 fl. 36 kr. für Heizung des Schullocals. XV. Gestorben sind: am 6. Februar der Hofgerichts— Advokat Maynz zu Offenbach;— am 20. Febr. der evang. Pfarrer Thum zu Bleichenbach. Darmstadt. Der Finanzausschuß der zweiten Kammer hat sich für Erhöhung der Be— soldung der Stadt- und Landgerichts-Assessoren auspesprochen und der Regierung die Erwägung empfohlen, ob nicht in Oberhessen zwei Kreisämkter entbehrlich und dieselben aufzuheben seien. — Wie das in der Regel gut unterrichtete Berliner Blatt„Post“ aus durchaus zuverlässiger Quelle vernimmt, wird das ehemalige Thurn— und Taxis'sche Postgebiet in 3 Ober-Postdirektions⸗ Bezirke eingetheilt werden, nämlich die Ober- Postdirektions-Bezirke Frankfurt, Darmstadt und Kassel. Der Ober-Postdirektions-Bezirk Frankfurt wird die Postanstalten der ehemaligen freien Reichsstadt Frankfurt und des früheren Herzog— thums Nassau umfassen und wird die preußische Ober-Postdirektion ihren Sitz in Frankfurt a. M. nehmen. Der Ober-Postdirektions-Bezirk Darm— stadt dagegen wird die Postanstalten im Groß— herzogthum Hessen und in der Landgrafschaft Hessen-Homburg übernehmen und die Ober— Postdirektion ihren Sitz in Darmstadt haben und der Ober-Postdirektions-Bezirk Kassel wird die Postanstalten im ehemaligen Kurfürstenthum Hessen umfassen. — Wie die Karlsruher Zeitung officiös meldet, beabsichtigen die Regierungen Badens, Bayerns und Hessens den Zusammentritt einer Conferenz in Mannheim, um gemeinsame Maßregeln gegen die Einschleppung der Rinderpest zu verhandeln. Die Conferenz dürfte in der zweiten Märzhälfte stattfinden. Als Commissäre für Hessen sind er— nannt: Geheimrath Dr. Goldmann, Ober-Medi⸗ einalrath Wüst und Medicinal-Assessor Dr. Castres. — Wie die„Hess. Landes-Zeitung“ meldet, würden unsere Kammern in den ersten Tagen nächster Woche zur Erledigung einiger dringenden Vorlagen auf kurze Zeit zusammentreten. — Bezüglich der von Preußen in den neu— erworbenen Landestheilen vorgenommenen Kreis— eintheilung erscheint u. A. sehr auffällig, daß das so nahe bei Frankfurt gelegene Rödelheim dem Landkreis Wiesbaden und der Kreis Biedenkopf dem Regierungsbezirk Wiesbaden zugetheilt worden sind. Friedberg. Am 14. d. fand auf hiesigem Rathhause die Musterung und Loosziehung der militärdienstpflichtigen Leute aus den dem Kreise Friedberg zugetheilten, früher kurhessischen und nassauischen Orten statt. Mainz. Eine Anzahl Holsteiner, kräftige Eiwabe Patt Leute, ist vor einigen Tagen dahier eingetroffen, vue, un um größtentheils in die hier garnisonfrende Ab— bega pes theilung des 11. Artillerie-Regiments eingereiht 1 60 sei ein zu werden. 160 und bal Preußen. Berlin, 12. März. Reichs⸗ iudtß be tag. Fortsetzung der Debatte über den Verfas⸗ begann 1 f sungsentwurf. Abg. Michaelis führt aus, wie ea, der Verfassungsentwurf, sich der bisherigen Ent— wicklung der Verhältnisse in Deutschland genau anpasse, und das sei eben sein Vorzug. Die dem Reichstage zugewiesene Gesetzgebungscompetenz sei⸗ nicht so gering; der Fortschritt sei in materieller Beziehung ein bedeutender. Freilich sei in man⸗ cher Beziehung, wie z. B. in Bezug auf das Preßwesen u. s. w., noch Vieles zu wüaschen, aber daß man auch dieses erlangen werde, sei wohl gewiß. Die Macht, welche geschaffen wer— den soll, sei keine Bedrohung des Friedens, son— dern nur eine Garantie für die Erhaltung des— selben. Redner wünscht, daß die Last der Landes— vertheidigung nicht zu schwer werde; 1 Procent der Bevölkerung erscheint ihm als zu viel, er gibt aber zu, daß für die nächsten Jahre eine Erleichterung noch keineswegs in Aussicht genommen werden könne. Es handle sich eben nur um ein Ueber gangsstadium und das Budgetrecht des Reichstags solle keineswegs prineipiell in Frage gestellt werden. — Abg. Schulze⸗Delitzsch. Man müsse zu⸗ geben, daß der Entwurf nach der einen Seite hin, wie in Bezug auf Zusammenfsassen der Wehr— kraft, Vertretung nach Außen ꝛc., den Anforde⸗ rungen so ziemlich entspreche, die man an die Constituirung eines deptschen Gesammtstaates stel— len müsse. Aber der Entwurf habe ein Doppel- gesicht: don einer verantwortlichen Regie- rung wisse derselbe nichts. Deßhalb müsse er den Entwurf zurückweisen. Die Rechte, welche die Einzel⸗Landtage besitzen, könnten und sollten in den Reichstag verlegt werden— dagegen sei nichts einzuwenden—, aber wenn es geschehe, dann sollten diese Rechte auch für den Reichstag gesichert werden. Das verlangten er und seine Freunde, mehr nicht, und Das wolle man nun — Particularismus nennen! Was sei denn selbstverständlicher, als dieses Verlangen? Die Devise durch Einheit zur Freiheit sei wohl die gefährlichste, die man wählen könne; Einheit und Freiheit dürften nur nebeneinander, keineswegs jedoch hintereinander gehen. Er wolle keine Loto⸗ notive vor unsere Verfassungsarbeiten spannen, sondern den Entwurf einer gründlichen Prüfung unterwerfen. Ein schönerer und größerer Beruf sei selten an eine Krone gestellt worden, als jetzt an die Krone Preußens, das Volk wolle in ihr aber nicht nur den Hort seiner Macht und Ehre nach außen, sondern auch den Hüter seiner Frei⸗ heit erblicken. Mit dem deutschen Volk als Ver⸗ bündeten müsse die Sache gelingen. Eine Umkehr sei unmöglich.— Abg. v. Zehmen(Sachsen) der am weitesten von der Spiritusflamme entfernt gewesen war. Eigenthümer ließ die erkrankten Thiere entfernen, die gesunden wurden geschlachtet, der Stall gereinigt und mit brennendem Theer durchräuchert und sofort wieder gesundes Vieh in den Stall gebracht; das obige Mittel wurde in der gewöhnlichen Weise angewandt und bis zum Januar, 5 Wochen nach dem Vorfall, konnte keine Spur von Krankheit bemerkt werden.— Die schon längst bekannte reinigende Kraft des Chlors hat hier in einer Weise gewirkt, günstiger als man erwartet,— seit länger als einem Vierteljahr ist der Besitzer von Vieh bewahrt geblieben. Die preußischen Viehhalter beeilen sich Chlorräucherungen in Anwendung zu bringen und bereits vielfach findet Desinfection durch Räucherung statt. Da das oben bemerkte Mittel immer noch etwas theuer ist, so werden die Chlordämpft aus Chlorkalk und Schwefelsäure entwickelt und geben Aerzte dieser Verbindung sogar den Vorzug, weil diese Dämpfe durch ihren Gehalt an Unterchlorsäure noch für wirksamer gehalten werden, dabei auch kein Feuer gebraucht wird.— Von Seiten der preußischen Behörde ist zur Verringerung der Kosten Anschaffung des Materials im Großen in Aussicht genommen und die Aerzte sind zur ausführlichen Berichterstattung und zu weiteren Versuchen angewiesen).(Allg. Ztg.) ) Vorstehender Artikel wird uns von einem erfahrenen Fachmanne zum A empfohlen mit dem Vemerken, daß das angewiesene Base sich 1 1 artigen Krankheit, vornehmlich auch bei der in hiesiger Gegend vielfach auftretenden Lungenseuche, wirksam erweisen werde.— Wir danken bestens für die gütige Zusendung und das unserem Blatte wiederholt bewiesene Wohlwollen, uns solches auch für die Folge freundlichst erbittend. Die Redaction. Der Ueber bessere Benützung der Farren. So häufig liest man in öffentlichen Blättern, daß Farren auf die Schlachtbank zum Verkauf ausgeboten werden. Abgesehen davon, daß diese Thiere ein schlechtes Fleisch liefern, das sich nur zur Wurstfabrikation eignet, und daß dieses Fleisch meist als Ochsenfleisch verkauft wird, so möchte Einsender dieses darauf hinweisen, daß diese Thiere, wenn sie eine Zeitlang zur Zucht verwendet worden sind und erst dann kastrirt werden, für die Landwirthschaft viel nützlicher verwendet werden können. In der Eifel und in der Gegend von Trier werden die meisten Farren erst im dritten Jahre, gewöhnlich im Spätjahre, kastrirt und dann den Winter und das Frühjahr hindurch zu schweren Arbeiten, Holz- und Steinfuhren, Ackern ꝛc. verwendet und, wenn das Feld bestellt ist, gemästet. Ein Paar solcher Kastraten zieht eine Last, die 4 Pferde kaum fortbringen, und sind leicht zu gewöhnen, auch schlägt die Mastung sehr gut bei denselben an und sie werden dann als gemästete Ochsen um hohe Preise nach Frank- reich verkauft, wodurch ein weit höherer Gewinn erzielt wird, als wenn diese Thiere im besten Alter geschlachtet werden. Dieser Wink sollte genügen, unsere Landwirthe auf das unzeitige Schlachten der Farren auf⸗ merksam zu machen, und namentlich ihnen einleuchten, mit welch leichter Mühe solche kastrirte Thiere die schwersten Arbeiten verrichten. Das Kastriren selbst ist bei erwachsenen Thieren höchst einfach, gefahrlos und von geringen Kosten, und ein hoher Geldgewinn dadurch gesichert, weil zwei solcher Thiere die Arbeit von vier Pferden oder Ochsen verrichten und nebenbei auch mit allem Futter leicht gemästet werden können. acht nach de der Entwurf e den dab da Reichsmac Vermehrung Das sei ein 125 das Bil Felle für uns trotz alleden ö verschliehen, de land nur das Mulagessen ie vergebens in gesucht, wo d in ähnlicher hische. Er Garantien be Bundescorim vorgebrachsen nigsen. Nu Fttunden sei schwer empfur selbe jedoch n Jehoben werde der Ereignisse die alle Vera die Pacht d gewesen, ew und das sei den man all nehmen könn denz) sieht i noch keines kunft würden sei Ewos da sliufogelen zung des En könne er nich Gebert(Du enlschieden f Wünsche dei des Grafen vöst, und er dieser Rede Abg. Heuh Entwurf si iche Umänd 17771 . perdtn. 11 nüse u- einen Saur beer Cebt 1 Ansorde⸗ aan an dit daatts siel⸗ tin Doppel der Regie ald mißt elch b sehu tn sui ts gescheht, 4 Aachstag 7 1 seine an nun W dei den en Die t wohl die Fibel und „ Lkinekvegt It keine Lott des spanntn, tr prüfung erer Beruf ker, als jezt volt in iht „ un Ehre tintr Frei- e a Ber⸗ En Unfehr L(Saen) tchie dieser Rede heimisch in diesem Hause sühle.— virwahrt sich und seine Landsleute gegen den Vor- wurf des Particularismus. Sie seien hierher glommen, um das norddeutsche Verfassungswerk gif Grund des Entwurfs zum Abschluß zu brin- n. Er sei ein abgesagter Feind des Einheits- hates und halte daher an dem Entwurfe fest, werde indeß bei der Specialdebatte einzelne Mo⸗— dficationen zu demselben beantragen.— Abg. v. Nalinkrod greift vom ultramontanen Stand— punkt aus die Richtung Bismarcks an, worauf im dieser mit dürren Worten erwiedert, daß gerade die Ultramontanen einen großen Theil der Schuld an dem traurigen Zustand Deutschlands gügen.— Abg. v. Vincke⸗Olbendorf beleuchtet As ehemaliger Offizier vorzugsweise den niilitäri⸗ shen Theil des Entwurfes. Abg. Schleiden (Holstein). Er wolle keineswegs auf die Ankla⸗ sen antworten, welche gestern der Ministerprͤsident legen die Augustenburger geschleudert habe. Seiner Unsicht nach gehöre dies gar nicht zur Sache. Der Entwurf sei sehr inconsequent abgefaßt. Preu⸗— sen habe in Nikolsburg, anstatt die Wahrung er Reichsmacht in erste Linie zu stellen, nur die Permehrung seiner Hausmacht im Auge gehabt. Das sei ein großer politischer Fehler. Er nehme war das Bild: die Mainlinie sei nur eine Halte— felle für uns, im friedlichen Sinne auf, aber rotz alledem könne er sich der Befürchtung nicht zerschließen, daß die Annexionen in Norddeutsch- and nur das Frühstück zu dem bald folgenden Nittagessen im Süden sein werden. Er habe ergebens in der Geschichte nach einem Beispiel esucht, wo das Königthum von Gottes Gnaden n ähnlicher Weise verfahren sei, wie das preu- zische. Er müsse vor Allem auf constitutionellen Garantien bestehen.— Abgeordn. v. Savigny (Bundescorimissär) weist die gegen die Regierung torgebrachten Einwürfe zurück.— Abg. v. Ben⸗ nigsen. Auch von ihm und seinen politischen Frtunden sei der Ausnahmezustand in Hannover schwer empfunden worden; hoffentlich werde der“ elbe jedoch noch vor dem 1. October d. J. auf⸗ gehoben werden können. Er stehe auf dem Boden der Ereignisse von 1866; der Bürgerkrieg habe die alte Verfassung zertrümmert. Es sei daher die Pflicht der siegenden preußischen Regierung gewesen, etwas Neues an ihre Stelle zu setzen, und das sei eben der uns vorliegende Entwurf, den man allerdings nur mit Modificationen an- nehmen könne.— Abg. Dr. Wigard(Dres- den) sieht in dem Entwurfe ein Original, wie noch keines dagewesen. Die Gelehrten der Zu⸗ zunft würden noch darüber staunen; von Allem ei Etwas darin zu finden, nur nichts vom con- ditutsonellen Princip. Ohne wesentliche Aende— rung des Entwurfs im constitutionellen Sinne jönne er nicht für denselben stimmen.— Abg. Gebert(Dresden) ist, aus practischen Gründen, entschieden für den Entwurf, obgleich er viele Wünsche der Vorredner theilt. Die gestrige Rede des Grafen Bismarck habe alle seine Zweifel ge- löst, und er müsse gestehen, daß er sich erst nach Abg. Heubner(Sachsen) erklärt, nicht für den Entwurf stimmen zu können, wenn nicht wesent⸗ liche Umänderungen im constitutionellen Sinne in demselben vorgenommen würden. Am liebsten wäre ihm der vollendete Bundesstaat und eine Vertretung auch der Süddeutschen im Parlament. Redner bedauert die Oberhessen wegen ihrer schie⸗ fen Stellung zum norddeutschen Bund.— Abg. Graf Galen ist für eine möglichst unveränderte und rasche Annahme des Entwurfs, die Wieder- geburt des deutschen Volkes sei die herrliche Auf— gabe dieses Hauses und es müsse diese Aufgabe zum Segen der kommenden Geschlechter gereichen. — 13. März. In der heutigen Reichs- tagssitzung sprachen Schaffrath, Dunker von Berlin und Grumbrecht gegen, Bethusy, Prosch und Vincke-Hagen für den Entwurf. Letzterer weist den Hinweis auf das Ausland zurück und fordert Vertrauen; die Particularisten solle man reden lassen; Oesterreichs Vertragsbruch in der schleswig-holsteinischen Frage habe den Krieg her⸗ beigeführt, der Deutschland von der Fremdherr⸗ schaft befreite. Der Redner will nicht die Her⸗ stellung des Einheitsstaates, sondern Befesligung des norddeutschen Bundes. Kiel. Die Herzogin von Schleswig⸗-Holstein— Augustenburg ist auf Primkenau gestorben. Kassel. Die hiesigen Blätter melden jetzt amtlich, daß der Professor a. D. Dr. Reinhold Pauli in Tübingen zum ordentlichen Professor in der philosophischen Facultät der Universität zu Marburg ernannt worden ist.— Die Nr. 12 des„Amtsblattes für Hessen“ enthält die Ver— ordnung vom 17. Januar d. J., betreffend die Feststellung des Finanzetats für das Gebiet des ehemaligen Kuürfürstenthums Hessen auf das Jahr 1867. Die Einnahme ist auf 5,749,000 Thlr., die Ausgabe auf 5,749,000 Thlr. fesigestellt. Wiesbaden. Der Bürgerausschuß unserer Stadt hat den Antrag des Vorstandes der katho⸗ lischen Kirchengemeinde auf Einführung von Con- fessionsschulen statt der bestehenden Communal⸗ schulen ohne Discussion einstimmig abgelehnt. Die Versicherung des Bürgermeisters Fischer, daß auch der Gemeinderath den fraglichen Antrag voraus- sichtlich einstimmig ablehnen werde, wurde mit allseitigem Bravo begrüßt. Oesterreich. Wien. Die Reise des Kaisers nach Pesth ist jetzt definitiv auf Dienstag festgesetzt. Die Beschleunigung derselben soll, wie die„N. fr. Pr.“ andeutet, namentlich mit Rück⸗ sicht auf den Umstand erfolgen, daß die con- stitutionellen ungarischen Minister in Function sind, ohne den Amtseid abgeleistet zu haben. Eine Depesche aus Pesth vom 12. besagt: Der Kaiser hielt unter unbegränztem Jubel der Bevölkerung seinen Einzug durch die festlich geschmückten Straßen. — Dem„Rhein. Kur.“ wird geschrieben: Vor drei Tragen war eine geistliche Deputation, Cardinal Rauscher an der Spitze, bei dem Kaiser, um ihre Besorgnisse wegen Antastung des Con⸗ cordats auszusprechen und dieser Möglichkeit, deren man Herrn v. Beust für fähig hält, vor⸗ zubeugen. Diese Deputation soll eine in ihrem Sinne zusagende Antwort erhalten haben. Der „Rh. K.“ will diese Nachricht aus„zuverlässiger Quelle“ haben. Frankreich. Paris. In dem gesetz⸗ gebenden Körper ist nun die Discussion über das Schulgesetz zu Eude gebracht, nachdem es noch zu einigen lebhaften Erörterungen über einzelne Punkte gekommen war. Bei der namentlichen Abstimmung über das aus 22 Artikeln bestehende Gesetz wird dasselbe von 250 Deputirten ein stimmig angenommen. Von der Opposition ent- hielten sich Berryer, J. Favre, E. Picard, Thiers und auch Kolb- Bernard der Abstimmung. Friedberg.(Eingesandt.) Als unlängst das Ge⸗ rücht auftauchte, in hiesiger Stadt unter dem Namen „Museum“ wöchentlich einigemal eine Zusammenkunft zu veranstalten, wurde dieses Project gewiß von sehr Vielen mit Freuden begrüßt. Warum sollte auch nicht der besser gesinnte Bürger einer solchen Anstalt seine volle Theil⸗ nahme schenken— wenn ihm hier Gelegenheit geboten wird, von dem intelligenten Theil Unterhaltung und Vor⸗ träge zu vernehmen, die ihn belehren und bilden und welche ihn befähigen, das Lehrreiche seiner Familie mit- zutheilen, und auf diese Art und Weise Bildung zu ver⸗ ist, so kann es nicht schwer halten, eine solche Gesellschaft 2 von den breiten? Da Friedberg sehr reich an intelligenten Kräften! in's Leben zu rufen, wenn anders der bessere und intelli⸗ gentere Bürger länger nicht mit Gleichgültigkeit zusehen will, daß sein Mitbürger beim Bier und Kartenspiel seine zur Bildung beste Zeit vergeudet.— 8. Aus dem Keeise Nidda. In dem zu unserem Kreise gehörenden Orle Annerod sollen die Blattern ausgebrochen sein. ae 9„ 75 8 kurz nach 9 Uhr dischen Hof⸗ N 25. ee eee 1„Hollän⸗ hen H Feuer aus, welches mit großer Schnelligkeit und Heftigkeit um sich griff. Das ganze Hintergebäude in welchem der Saal sich befand, und worin gerade die Capelle des 34. Inf.⸗Reg. vor einem äußerst zahlreichen Publikum concertirte, ist niedergebrannt, von den Seiten⸗ bauten und dem Vorderhaus der Dachstuhl und ein Theil des dritten Stockes. Durch den Einsturz einer nach dem „Nothen Hof“ gelegenen Prandmauer wurden zwei Per⸗ sonen erheblich verletzt. Lorsch. Der Gemeinderath P. Ruch von Bürstadt hat dieser Tage auf eine tragische Weise sein Leben eingebüßt. Derselbe fuhr auf einer Langwiede sitzend von Lorsch nach Hause. Das Pferd eines unmittelbar hinterdreingehenden Wagens kommt ihm zu nahe; er will vom Wagen springen, bleibt aber hängen und geht der nun folgende schwere Steinwagen über seinen Körper. Nach fünf Tagen eclag er seinen unsäglichen Schmerzen. Eine gerichtliche Untersuchung ist eingeleitet, der unvorsichtige Fuhrmann in Haft.— In dem nahen Sandhofen gerieth ein Bursche von hier mit einem Brauerknechte, seinem Nebenbuhler, in Wortwechsel wegen eines Dienstmädchens, für das sie beide in Liebe erglühten. Der Erstere, immer mehr in die Hitze gerathend, ergriff endlich ein Stoßeisen und versetzte dem Brauerknechte einen Hieb über den Kopf, der den Schädel spaltete. In kurzer Zeit war der Unglückliche eine Leiche. Der ruchlose Thäter ist verhaftet. „ Während der Pariser Ausstellung werden Vergnügungszüge jeden Donnerstag Morgens 1151 Cöln. Zeit ab Forbach mit Ankunft in Paris Freitag Morgens 635 abgelassen. Bei der Rückfahrt, welche fünf bis acht Tage später des Abends stattfinden wird, trifft der Ver⸗ gnügungszug um 423 Nachmittags in Forbach wieder ein. Der Preis für Hin⸗ und Rückfahrt ab Forbach ist II. Cl. 7 Thlr. 10 Sgr. und III. CI. 4 Thlr. 24 Sgr. Für die Stationen dee Rhein-Nahebahn nach For⸗ bach und zurück, zum Anschluß an den Französischen Cxtra⸗ zug, werden Retourbillets mit 10tägiger Güllgkeitsdauer unter einer Ermäßigung des gewöhnlichen Tarifs um 50 Prozent ausgegeben. Auf jedem großeren Bahnhofe wer⸗ den Subscriptionslisten aufgelegt, in welche sich die Theil⸗ nehmer an den Zügen vor dem 10. desjenigen Monats, in welchem sie die Reise unternehmen wollen, einzuzeichnen haben, da die französische Ostbahn die Züge nur ablassen wird, wenn derselben eine bestimmte Anzahl Passagiere (mindestens 400) garantirt sind. % Im Salon der Weltausstellung zu Paris wird am 8. Juli ein Preissingen für Chor eröffnet. Die hervorragendsten Gesangvereine Europa's sind eingeladen, sich daran zu betheiligen. Jeder Verein wird zwei Choͤre nach seiner. Wahl singen. Der Preis besteht in einer verzeldeten Krone von Silber und einer Summe von 5000 Franken. Vereine, welche der Kosten wegen nicht vollständig erscheinen können, dürsen sich durch Abgeord⸗ nete und ihre Fahne bei diesem internationalen Fest reprä⸗ sentiren lassen. . In Paris hat sich dieser Tage hauptsächlich auf Anregung L. Bambergers ein Comite zur Versorgung der für die Ausstellung nach Paris kommenden deutschen Arbeiter constituirt. Es wurden 4 Abtheilungen gebildet, 1) für die finanziellen Angelegenheiten, 2) für die Woh⸗ nungsfrage, 3) für die Beziehungen mit Deutschland, und endlich 4) für die Beziehungen zu den Gesandischaften. Man stellte als Grundsatz fest, daß keine Geldunterstützungen verabreicht, dagegen Alles aufgeboten werden solle, um den Arbeitern ihren hiesigen Aufenthalt nutzbringend zu machen.— Da es voraussichtlich, namentlich in den ersten Monaten der Aussiellung, den Fremden schwer balten wird, eine passende Wohnung zu finden, hat sich das Office Universel, Boulevard Magenta Nr. 16 in Paris, dessen Besitzer ein seit 24 Jabren in Paris ansässiger Deutscher ist, veranlaßt gesehen, in den angenehmsten Stadtheilen von Paris mehrere hundert, theilweise in Privathäusern befindliche, anständig und reinlich möblirte Zimmer und vollständige Familienwohnungen contraktlich an sich zu bringen, welche zu den festen Preisen von 3. 4 und 5 Francs per Zimmer, reichere zu 6, 8 und 10 Francs täglich abgegeben werden koͤnnen. „„ Das Gewerbeblatt veröffentlicht nachträglich ein weiteres Verzeichniß von Hessen-Darmstädtern, die sich an der Pariser Ausstellung betheiligen. Es sind dies 31 Personen, darunter 25 mit Rheinweinen. % Wie aus Paris berichtet wird, läuft dort gegen— wärtig eine Bittschrist an den Senat um, worin verlangt wird, daß für die Hagestolze eine Steuer eingeführt werde. Sehr viele Damen haben mitunterzeichnet. 1 Kleesamen! 641 in ganz vorzüglicher Qualität bei Wilh. Fertsch. 5 Zu verkaufen 639 bat Unterzeichneter einen kleinen Wagen für eine Kuh oder ein leichtes Pferd eingerichtet, sowse einen Ein Bursche, 649 der mit Pferden umgehen kann, wird auf Ende März gesucht von Frledberg. Heinr. Horn. Zu verkaufen. 503 Emin der Usagasse belegenes Daus ist aus der großen, starken, einspaͤnnigen Wagen. Nlertrrosbach. D. Pellwilg, Schmledmeister. Hand zu verkaufen. Näheres zu erfragen bei Georg Kautz am Stapischulhaus. 1866, Zwetschen! 311 Türkische, Bamberger und Wetterauer bei Wilh. Fertsch. 7 Ein Logis 616 welches sogleich bezogen werden kann, bat zu ver- A Georg Eugel. . ——————— für betaillisten: 638 Die bekannten billigen, sich schnell und schön anrauchenden Gesundheilspfeisen von Meerschuum sind zu beziehen durch Ludwig Nonne in Hildburghausen. Neuer Beweis für die Wirksamkeit von Apotheker Bergmann's patentirter Zahnwolle): Herrn Apotheker Bergmann in Paris. Da Ihre Wolle Vielen die besten Dianste 645 8) Depot bei Ph. D. Kümmich in Friedberg. leistet, ersuche Sie ꝛc. Ihr ergebener College 70, Boulevard Magenta. (folgt Bestellung). Apotheker Lüer in Lauban(Schlesien). Pferdemarkt x Pferdeperlogsung zu Faukfürt a. Kl. 466 Laut Programm des landwirthschaftl. Vereins findet am Schlusse des Pferdemarkts, am 10. April d J., mit Genehmigung k. pr. Regierung große Verloosung statt. Die Gewinne bestehen demgemäß aus: 61 der schönsten Reit-, Wagen und Arbeitspferde, 10 Wagen nebst completen Geschirren, wobei eine Equipage mit A schönen Pferden u. completer Schirrung. Außerdem vollstöndige Geschirre, Sattelzeuge, Fahr- und Reit⸗Requisiten ꝛc. Bestellungen auf Loose à 1 Nthlr.(fl. 1. 48 kr.) sind bald bei mir einzureichen, wenn mit Sicher— heit auf Zutheilung gerechnet werden soll. Nach Ziehung sende ich Liste franco. Gustav Schwarzschild, Zeil 58, Frankfurt a. M. Holz⸗-Versteigerung. 667 Donnerstag den 21. d. M., Vormittags 9 Uhr anfangend, sollen im hiesigen Gemeindewald versteigert werden: 36 Stecken Buchen⸗Scheitholz, 26*„ Prüge holz, 49„„ Stockholz, 580 Wellen„ Reisholz, 16 Stecken Eichen⸗Scheitholz, 13½ 17„ Prügelholz, 11½ 77„ Stockholz, 880 Wellen„ Reisholz, 2180 Cubikfuß Eichen⸗Bauholz, bestehend in 36 Stämmen, darunter solche von 25 bis 28“ Durchmesser. 10 Stecken Kiefern⸗Prügelholz, 9—„ Stocholz, 106 10 Reisholz, * 966 Coksß. Kiefern⸗Bauholz besehend in 54 Stämmen, darunter solche von 60“ Länge, 1353 Cbkfß. Klefern⸗Stangenholz in 258 Stück. Das Klefernholz am Eingang des Waldes wird zuerst versteigert. Wohnbach den 14. März 1867. Großherzogliche Bürgermeisterei Wohnbach Philippi. Kleesaamen 530 in allen Gattungen billigst bet a Ph. Dan. Kümmich. 573 Zu verpachten ist auf 6 bis 9 Jahre eine Mühle mit einem Gang, 1 Pferd mit Geschirr und Wagen, 1 Garten, circa 2 Morgen haltend und 10 Morgen Ackerland, in der Gemarkung Nieder-Wöllstadt wegend Nieder⸗Wöllstadt. K. Kost III. Nepskuchen 27 stets frisch von der Mühle bei Wilhelm Fertsch. R. F Daubitz'sches Brust⸗Gelée allein nur sabricirt von dem Apotheker R. F. Daubitz in Berlin empfiehlt à Fl. 39 kr. die alleinige Niederlage von J. A. Windecker in Friedberg. 569 Ein junger Eber 665 ist mir gestern zugelaufen und kann detselbe gegen Erstattung der Inseratgebühren von dem rechtmäßigen Eigenthümer bei mir in Empfang genommen werden, Ockstadt den 15. März 1867. Wilhelm Dönges. Garten⸗ Verpachtung. 654 Ein Viertel Grabgarten neben der Kapelle ist zu verpachten; auch ist dasselbe unter sehr vorthellhafte. Bedingungen zu verkaufen. Das Nähere unter Nr. 654 bel der Exped. d. Bl. Durchsichtige Clycerin-Seife! 614 anerkannt bestes Mittel zur Verschönerung der Haut, empfiehlt in Stücken à 4, 6, 9, 10,12 kr. Wilhelm Fertsch. Frankfurter Pferdemarkt Loose 635 werden besorgt durch GEduard Hirsch. Empfehlung. 630 Alle Sorten Gemüse⸗, Garten- und Feldsämereien sind frisch und in bester Qualität zu haben bei Friedberg den 13. März 1867. 8 Wilhelm Schmidt. 609 Zwet sehr gute zweispännige Oekonomie ⸗-Wagen mit Zubehör find zu verkaufen. Wo? sagt die Exped. d. Bl. unter Nr. 609. 661 Die Unterzeichnete empfiehlt sich einem geehrten Publikum im Anfertigen von Frauenkleidern, sowohl in als außer dem Hause. Friedberg. Margaretha Diehl in der Vorstadt. Blumen-, Feld- und Garten⸗ Samen 655 vorzüglicher Qualttät bei Friedberg. Jacob Herrmann, Samenhandlung nächst der Burg. Ein freundliches, möblirtes Zimmer 568 hat zu vermiethen dam Engel, Bäckermeister. Uepskuchen 529 stets seisch be! Ph. Dan. Kümmich. Wohnung zu vermiethen. 668 Die von Herrn Ermus miethwetse benutzte Wohnung in meinem Hause ist vom 1. August d. J. ab anderweit zu vermiethen. Dieselbe enthält folgende Räumlichkeiten: Im zweiten Stock: 3 hetzbare große Zimmer, Küche, Magdstube, Appartement; im dritten Stock 2 Mansardenstuben und Geräthkammer. Sodann gehören dazu: Kellerraum, Holzplatz, 1 Regenfaß, Waschküche, Bleichplätzchen im Garten und Boden zum Waschetrocknen. Auf Verlangen kann noch ein großes Zimmer gleicher Erde dazu gegeben werden. Friedberg. Johannes Fillmar, Mechanikus. Mehrere Ctr. Zwiebeln 657 werden billigst abgegeben bei H. W. Hatteroth. Pferde⸗Loose. 572 Zu der am 10. April d. J. statt⸗ findenden großen Verloosung von Pferden, Wagen ze. zꝛc. empfiehlt Loose à fl. 1. 45. oder Nthlr. 1. Frankfurt a. M. G. Krämer, 2 Liebfrauenstraße 2 Malacoff). hasch- Strohhüte. 488 Meine verebrten Kunden werden gebeten ihre zu waschenden Strohhüte baldigst an mich einzusenden. M. Gonder, vormals M. Steitz. Ein großer Beisekoffer, 628 der noch gut erhalten ist, wird zu kaufen gesucht. Offerten wolle man baldigst bei der Exped. d. Bl. abgeben. Frische Saal-& Leinkuchen 356 bei H. W'öHatteroth. 6000 bis 7000 fl. 587 werden gegen Hypothek auf ein hiesiges Haus zu leihen gesucht. Näheres unter Nr. 587 bet der Exp. d Bl. Strohhüte 408 . werden gewaschen, gefärbt und fagonnirt bei K. Friedrich neben der Post. Eduard. 660 Guck'mol, wie do was tanzt! E' Engelche von einem Mädche! E' Affär wenn man dovon Wee J. K. Brodpreise vom 16. bis 31. März. Nach eigener Angabe der Bäcker. Für Friedberg: Erste Sorte 43 18½ kr. Zweite Sorte 4 8 17 kr. „ 1„** 7„„ 7e* „„ 1 1 40*„„* 1„ 474* Für Butzbach: unverändert, 8 da eine Declaration nicht eingelaufen ist. Fleisch⸗ ꝛc. Preise v. 16. bis 31. März. Nach eigener Angabe der Metzger. Für Friedberg: Ochsenfleisch pr. 3 17 kr., Schweinefleisch pr. E 18 Kuhfleisch, gem. 15„ Leber- u. Blutwurst 20 Rindfleisch, gem. 15„ Bratwurst„ kr., Hammellleisch 15 Schwarteumagen 24„ Keil und Carre 15„ Geräucherter Speck 32„ Kalbfleisch 12 Doörrfleisch. Schaaflleisch—„ Schinken 2 Nierenfett, Schmalz, ausgel. 28„ Hammelsfett 16„ Schmalz, unausgl. 28„ Ausnahmspreise: Kalbfleisch 13 kr. bei Wilhelm Bieler, Heinrich Gröninger, Ludwig Kreuter.— Hammelssett bei W. Bieler 20 kr., bei J. Hanstein II. und K. Söllner 18 kr., bei H. Gröninger und W. Kreuter II. 16 kr.— Bratwurst bei W. Reuß 22 kr.— Schmalz ausgelass. bei N. Engel, A. Vogt's Erben, C. F. Walz, J. Walz III., H. Weller und 90 Reuß 32 kr.— Schmalz ausgelass. bei W. Reuß 26 kr. Für Batz bach: unverändert, eine Declaration nicht eingelaufen ist. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Pfarramtswoche: Herr Pfarrer Diegel. Sonntag Reminiscere den 17. Mätz. Gottesdienst in der Stadtkirche: Vormittags: Herr Candidat Vetter. Nachmitlags: Herr Pfarrer Köhler. Gottesdienst in der Burgkirche: Vormittags: Herr Candidat Seht. Nachmittags: Herr Candidat Draudt. d a Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. (Hierzu Unterhaltungsblatt Nr. 13 und eine Beilage.) Orabgärten 4 fttlwillg beide bel annehmbar erthellt, ene! Umbänden me Frliddet g —— Be! 659 Auf den Alnder der vt von bier, Gee dahier, soll die Di 10 Hiesshem b. belann/ zu mac persteigert werde Die dera „ W Iame kriorderlichen! in der Nähe um Wirthsch. * 1 die Lage d (Juvensar) Jo Kauffiebhe belleben ssch dartnann Nau bein 288 3 Beilage zum Anzeiger für Oberhessen. 33. — —ͤ— Holz. Ven 1 Holzversteigerung in der Oberförsterei Langd f 9.. J., von rgens fa, i 8 r 3* grelberrlich— 652 RNach verzeichnete Holzsortiment⸗ sollen versteigert weeden Ritterschen Waldungen zu Hof Hasselbeck öffentlich meist⸗ 1) Montag den 25. I. M. in dem Domanialwald Distrikt Katzenberg: kletend darsteihert⸗ g K Scheltholz Prugelbolz Siockholz Reis holz 8 Stecken Nadel⸗Scheitbolz, n: 55 S se d e. 11½ Birken Prügelbolz. Buchen. 321 70 ¼ů 92 341 30„ Nader⸗ 0 Nadelholz 4 3 2 2„ Buken Stockbolz, 1 Eichen⸗Stamm von 8 Durchm., 35“ Länge, mit= 18 Cbksg. 25„ Nadel⸗ 5 15 Kiefern Stämme„ 6—13 8 20 50,„„2 365„ 100 Wellen Buchen Reiserholz, 7 Duchen„„ 8 1 250% Nr 5275 Birken und Eichen-Reiserbolz, 6 Klefern⸗Stangen„„% 5 25—35— 32 2) Dienstag den 26. I. Mt. in dem Domanialwald⸗Distrikt Merloh: 80 del-⸗Reis 7 n Schelbolg Prugelbolz Stocbolg Neiebolz S te 2e 2700„ Aspen-„ 1788 Gebund Gin slern, Holzart; 6 — 156 Buchen 3251, 80 981 f 0 5 g.. 0 3000 Stück Kiefern⸗Bohnenstangen 1 Buchen Stamm von 15½“ Durchm., 30“ Lenge mit 2 57 Cie 241 Oite Zusammenkunft findet auf dem Hofe Hasselheck datt, und wird mit dem Verkaufe der daselbst befindlichen Die beiden Distrikte find ganz nahe bet Langd gelegen; die Zusammenkunft ist jedesmal präeis 9 Uhr in dem betreffenden Holzschlage. Bobnenstangen der Anfang gemacht. K Frtedberg dea 7. März 1867. Nidda den 13. März 1867. Großberzogliche Oberförsterei Langd In Auftrag der Freiherrlich von Ritterschen Guts Georg t. 1 n Versteigerung eines Bergwerks. Hofraithe- und Güterversteigerung. 650 In der Klagsache des Großherzoglichen Hofgerichts-Advocaten Seyd in Friedberg, 866 Mittwoch den 20. März d. J., Vormittage 11 uhr, als Repräsentanten der Taunus ⸗Bergbaugesellschaft, gegen Wolf Ifaak von Edenkoben sollen in blesigem Rolphause die zum Nachlasse der Zubuße betreffend, ist eine nochmalige Versteigerung des dem Beklagten eigenthümlich zu⸗ Michael Bauer's Eheleute gebörende Hofratthe und 9 b 5, 2 l Grabgärten auf Antrag der Erden nochmals öffentlich stehenden Antheils an der alten Kaisergrube in der Gemarkung Nieder⸗Mörlen, nämlich/ freiwillig versteigert werden, wobei bemerkt wird, daß vom gemeinschaftlichen Eigenthum verfügt, und es ist vom unterzeichneten Ortsgericht Ver⸗ bet annehmbaren Geboten die Genehmigung alobald steigerungstermin auf erthellt, eine weitere Versteigerung aber unter ke inen M 5. f Umständen mehr stattfinden soll. i eee 1802. 119 riedberg den 14. März 1867.. 8 9 In Auftrag: an Ort und Stelle anberaumt worden. Steigliebhaber werden unter dem Bemerken ein⸗ Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. geladen, daß die Taunus-Bergbaugesellschaft zu Friedberg auf Bleierze, insbesondere Bleiglanz, P baut, welches das vorzüglichste Vorkommen bildet; daß die trefflichsten Einrichtungen auf dem Bergwerke vorhanden sind, und daß das unterzeichnete Ortsgericht und Herr Bergverwalter Der dienftälteste Gerichts mann Foucar. 8 17 0 5 e Schwarz auf der alten Kaisergrube zu jeder gewünscht werdenden Auskunft recht gerne Bekanntmachung. bereit- sind. 659 Auf den Antrag der Vormünder der unmündigen Nieder⸗Mörlen den 12. März 1867. Kinder der verstorbenen Gottlieb Stamm's Egeleute Großherzogliches Ortsgericht Nieder⸗Mörlen: von hier, Georg dartmann und Johannes Stoll dahier, soll die auf jene Kinder vererbte Hofralthe, Dienstag den 19. März l. J., Nachmittags 2 Uhr,* in hiesigem Landgerichtslokase unter den im Termin Holz- Versteigerung. B E ch dekaunt zu machenden Bedingungen nochmals öffentlich 636 Mittwoch den 20. d. Mits., Vormittags 9 Uhr, e anntma ung. Der Vorsteher Möbs. versteigert werden. sollen in dem Langenbalner Gemeindewald, Distriet Filz 566 Die Spar- und Leibka j Die Hofralthe besteht aus einem dreistckigen Pause] hard, folgende Holzsortimente öffentlich versteigert werden: berelt zum Anlauf von—————— mit 20 Zimmern, einer bedeckten Trinkhalle und den] 1) 3775 Nadelwellen. auf Obligattonen und zur Uebernahme don Sbligattenen erforderlschen Nebengebäuden, ist in der Reinhardestraße] 2) 200 Eichen⸗Wellen. durch Cession. Es wird dies mit dem Anfügen öffen⸗ in der Nähe des neuen Kurhauses gelegen, vollstän dig 3) 2 Stecken Nadel⸗Prügelholz, lich bekannt gemacht, daß die as dit um Wirthschaftsbetriede ausmödlirk und darin elne 4 4, Eichen- und Nadel. Stockbolz. Belbelligten, oder die durch die Großberzoglichen Bürger requente Wirthschaft betrieben worden, wie venn auch Zusammeniunft am Eingang der Filzberd, von bier meissereten angetragenen Geschäͤfte den Vorzug haben die Lage dafür elne gunfsige ist. Die ganze Elurtchtung am Malbacher Weg s. g. Weisenstein. Lich im Februar 1867. 0 (Inventar) son auf Wunsch mitverkauft werven. Ziegenderg den 9. Marz 1867. Die Betwaltung, Kaufliebhaber, welche die Pofraithe einsehen wollen, Großherzogliche Bürgermeisteret Langen haln belieben sich an 20 7 25 Kinder Georg Rumpf. 5 Hartmann oder Johannes Stoll da ler zu wenden. Gegen veraltete Nau beim am 12. März 1867. Bekanntmachung. 8 977* In Auftrag: 631 Die am 11. März d. J. abgehaltene Holz⸗(Auszug aus einem Briese an Herrn Großherzoglichen Landgerichts Nauhesm verslel im G 0 d 5 g gerung im Gemeindewald Nleder⸗Moͤrlen ist ge„ J. 1 Weib Nauheim nehmigt. Der ersie Abfuprtag ist auf Olenstag den 643 J. en Ae en 4 1 10. d. Mis. bestimmt worden. Wige i 0 g Ortagerichtesvorsteher. Nieder⸗Mörlen den 13. März 1867. 33 8—— 7* Bau- Werk⸗ und Brennholz⸗ Groß derzogliche Bürgermelsterel Nieder-Wörlen G. A. W. Mayer in Breslau darzubringen, da ö ö 22 meine Frau nach Verbrauch von 1½ Flasche von Ver st eilgerung. Bekannt m a ch un genanntem Brust⸗Syrup von ihrem langjäbrigen 603 Montag den 18. März. Nachmittage 1 Uhr, sollen 8. Husten, verbunden mit Verschleimung und gänz⸗ 5 656 Die am 8. und 9. März J. J. abgehaltene Holz ⸗ licher Appetitlosigkeit, i g 4 0 Markwald 18 Stück meistens flarke eichene icher Appetitlosigkeit, in kurzer Zeit voll- 4 1602 Cbk.⸗Juß, N f 4 versteigerung im Jungerwald bat die Genehmigung ttändig geheilt worden ist. 5 3 20 Stecken Buchen- und Eichen Scheltholz, erhalten und ist ver ere Fabrtag auf Dienssag den Im Interesse ähnlich Leidender halte ich es für 10 e cheliholz 19. d. M. bestimmt. Die Abfuhrscheine find bei dem meine Pflicht, obiges Mittel bestens zu empfehlen. 13„ Stockbolz, Gemeindeeinnebmer gegen Baarzahlung oder Hinter- Remschoß d. 3 10 Dez. 1868. 800 Buchen- und Eschen⸗Wellen legung vor Buürgschelnen baldigß in Empfang zu nehmen. Wimar Orth. öffentlich an die Meisibielenden verstelgert werden. Oadfladt den 1. Marz 2 Nur ächt zu beziehen durch Mh. D. Kümmich Die Zusammenkunft ist zur bestimmten Stunde am eee Ockfiadt in Friedberg. pflanzuarten. LINIE Grledel den 12. März 1867. S ch reiner ot be 8— ˙ ˙˙ — Nervenleidende beiderlei Geschlechts finden aufrichtige ärztliche Belehrungen und vorzügliche Heilmittel in der neu erschienenen Schrift des Dr. Johnson. Die⸗ selbe ist betitelt:„Aerztlicher Ralbgeber rzogliche en e 8 663 Die im Anzeiger Nr. 31 unter Inserat 000 5 8 bemerkie Schreinerarbeit wird e den 20. Marz, 0 l— 29 t(ung. Nachmittags um 3 Uhr, auf dem 9 athbaus zu Ossen⸗ 4 2 ven 21. 2 1. J., werden im 1 heim nochmals ausgeboten, da bei der eisten Ver meindewald Ockstadt in verschledenen Schlägen nach⸗ fe ee ber even 18. Wa, 7. find. flehende Holzsortimente an die Melsibtetenvden verstelgert: 8 a für Nervenleidende.“ Preis 7½, Sgr. 1 7 prͤgelbol(glefern), 0 Der„ee N Oieses Wetkchen ist auf frankirte Bestellung 1½„ Stochholz desgleichen, 1 Schneider. 2775 von S. Mode's Buchhandlung. 2 5575 Stück Birken⸗, Eichen-, Aussät- und 1; in Berlin, sowie durch jede hiesige und aus Durchsorftungewellen, Arbeits⸗Versteigerung. wärlige Buchhandlung zu bezleben. 646 950 Stück Klefern-Wellen, 664 Mittwoch den 20. März, Vormittags 9 Ubr, soll 75 Gebund Ginstera⸗Wellen. zu Bruchendrücken bel Gastwirtb Johannes Michel II., Der Anfang it Morgens ½10 Uhr. Die Zu- das Brechen, Fahren, Aufsetzen und Zerschlagen von 2 sammenkunst ist am Kablraukebrunnen. 9 bt. Klftr. Unteraltungssteinen auf die Vleinalwege 1 ke I Eu 9 49 1 vorschristsmäßige Bürgscheine wird das in der Gemarkung Bruchenbrücken in Accord gegeben 0 f 8 olz bis 1. September l. J. verborgt. werden. r 5 nen 24. März 1867. 40 FIrledberg den 15. März 145 0 310 kn nüt eee Lr roß herzogliche Bürgerinelsterei Ockstadt Der Bezirks⸗Bauausseher 0 8* 5 re n S cnelder. With. Fertsch. 1 0* 0 Ans verkauf 0 480 sämmtlicher Wollenwaaren wegen Aufgabe dieser Artikel zu außerordentlich billigen Preisen. D. G. Katzenstein Wittwe. . 2 Per Paquet 4 Se oder 14 Kr 958 zen Hals und * Aais. 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März 1867: 29,793 mit fl. 27,670,714. 642 Die„Germania“ übernimmt fortwährend Versicherungen auf das Leben ein⸗ zelner und verbundener Personen zu billigen und festen Prämien und schließt ferner Aussteuer⸗ und Leibrenten⸗Versicherungen jeder Art ab; sie bietet den Betheiligten die sichersten Garantien und gewährt ihnen alle nur möglichen Vortheile und Erleichterungen. f Beispiel: A 27 Jahre alt, sichert durch eine bis zu seinem Tode zu leistende Prämien- zahlung von jährlich fl. 19. 10(die Prämie kann auch in vierteljahrlichen oder monatlichen Raten gezahlt werden) seiner Frau und seinen Kindern ein Kapftel von fl. 1000, welches bei seinem Ableben gezahlt wird, mag dasselbe spät oder früh eintreten. a Zaur Verabreichung von Prospecken und Ertheilung jeder näheren Auskunft empfiehlt sich Friedberg. 1 ö Eduard Hirsch, Agent der„Germania.“ Universal- agen-Figneur Carl von Metternich in Mainz 29 empfiehlt per Flasche 1 fl. 24 kr., per halbe Flasche 45 kr. ver viertel Flasche 24 kr. Ph. 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