18672. Dienstag den 15. October. 122. Anzeiger für Oberhessen. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. 3 Auf den„Anzeiger“ kann man noch immer für die Monate October, November und Dezember bei den Poststellen des Großherzogthums mit 33 kr. und bei der Verlags-Expedition mit 30 kr. abonniren. Amtlicher Theil. Betreffend: Die Revision der Hypothekenbücher des Landͤgerichtsbezirks Friedberg. Das Großherzogliche Landgericht Friedberg an die Großherzoglichen Ortsgerichte des Landgerichtsbezirks. Das Gesetz vom 15. September 1858 das Pfandrecht betreffend, kennt keine Privatpfandverschreibungen. Höherem Auftrage zu Folge weisen wir Sie daher an, nicht nur jeden Antrag auf Errichtung einer Privatpfandverschreibung Ihnen dergleichen bekannt werden, solche bei Beantwortung der Fragebogen ganz unberückfichtigt zu lassen. Friedberg am 9. October 1867. 75 sondern sollten auch, Re u tz. zurückzuweisen, Hessen. Zeitg.“ berichtet: Darmstadt. In Gernsheim, Die„Demstdtr. Entwurf Laskers wird in allen seinen Paragraphen verhaßten Coneordats zu hindern und die für eine Fehlheim mit geringen Modificationen angenommen, das Regeneration Oestreich's so nothwendige Reform und Mainz sind in den letzten 10— 12 Ta- Amendement des Abg. Schweitzer einmüthig ab- der Volksschule unter allerlei Verläumdungen zu gen keine Erkrankungen mehr vorgekommen, und kann die Krankheit an diesen Orten als vollständig erloschen erklärt werden. Deßfallsige Berichte werden daher in diesen Blättern nicht mehr erscheinen. gelehnt. Im Laufe der Bundeskanzleramte der Gesetzentwurf betreffend Sitzung ist aus dem hintertreiben. regung in Oestreich hervorgerufen, die im Reichs- Dadurch ist denn eine große Auf⸗ die Orgunisation der Bundesconsulate eingelaufen. rathe Ausdruck erhalten hat. In der Sitzung des Frankfurt. Der König von Preuße n Abgeordnetenhauses des Wiener Reichsraths vom 9. Im Laufe der vorigen ist von Weimar kommend, am Abend des 10. ds. ds. nämlich ließ der Präsident den folgenden, von Woche waren zwar in Nackenheim 7 Personen wieder in Frankfurt eingetroffen und in der West- Dr. v. Mühlfeld unterzeichneten Antrag unter theils an Cholerine, theils an Cholera erkrankt und auch 2 von letzteren gestorben; neuere Nach— richten über weitere Erkrankungen sind jedoch nicht eingetroffen, und scheint danach auch hier die Krankheit keine weitere Verbreitung genommen zu haben. Schließlich nur noch die Bemerkung, daß sich allenthalben die angeordneten sanitätspolizei- lichen Maßregeln, insbesondere die Desinfection, von dem besten und schleunigsten Erfolge begleitet erwiesen haben. Preußen. Berlin, 10. October. Reichs- tag. Der Präsident Simson eröffnet die Sitzung. Graf Bismarck, Delbrück und andere Bundes- Commissare sind anwesend. In Bezug auf den Antrag Harkort's, wegen der Wasserstraßen, wird Schlußberathung beschlossen. Es folgt die Be— rathung über den Antrag Lasker's wegen Auf— hebung der Wuchergesetze. Referent Saltzwedell spricht für den Antrag einstweiliger Ablehnung bis zur Gründung von Hypothekenbanken.— Abg. Braun(Wiesbaden) für Annahme des Lasker'schen Antrages.— Abg. Blankenburg beantragt, für den Fall der Annahme des Lasker'⸗ schen Antrages, eine Aufforderung an den Bundes— kanzler zu richten wegen Regulirung des Hypo- thekenwesens und gesetzliche Beseitigung der Schul— denhaft.— Der Abg. Schweitzer beantragte, für kleinere Darlehen die Wuchergesetze beizube— halten und noch zu verschärfen. Graf Bismarck bemerkte in der Debatte, es werde sich im Bun— desrathe zunächst um Ausgleichung der verschieden— artigen Verhältnisse in den verschiedenen Bundes staaten handeln. In vielen derselben seien die Wuchergesetze schon aufgehoben. Die Stellung der preußischen Regierung sei bekannt; er würde als deren Vertreter dem Principe Laskers nicht entgegentreten, halte aber die Verbindung mit dem Antrage des Grafen Lehndorff für wünschens⸗ werth. Er würde sich jedenfalls bemühen, auf dem Gebiete der Bundesgesetzgebung glücklicher zu sein, als er es in Preußen war, wo er trotz fünfjährigen eifrigen Bemühens die Hypotheken ⸗ gesetzgebung nicht um eines Haares Breite fördern konnte. Für den Antrag v. Blanckenburg's er- klärt sich Redner, jedoch nicht im Sinne Schulze's, der darin eine Absicht auf Staatszuschuß erkannte. Nach dem Schlusse der General-Discussion wurde der Antrag des Referenten auf Aussetzung ab— gelehnt. Die Specialdiscussion ist sehr kurz; der endhalle abgestiegen. Am folgenden Vormittag empfing derselbe den Besuch des Prinzen Ludwig von Hessen nebst Gemahlin und begab sich hierauf nach Wiesbaden, von wo er Nachmittags hierher zu-. zum Besuche der Prinzessin von Wales rückkehrte. Am 12. hat derselbe seine Reise nach Baden-Baden fortgesetzt. Das„Frankfrtr. Journ.“ schreibt, daß die als Gerücht gebrachte Mittheilung von der bevorstehenden Zusammenkunft des Königs von Preußen mit dem Kaiser Franz Joseph in Baden-Baden ihm von Karlsruhe aus in ganz positiver Weise bestätigt werde. Auch der preußische Thronselger soll der Zu— sammenkunft beiwohnen. Für den Kaiser von Oesterreich und den Kronprinzen werde bereits im großherzoglichen Schlosse zu Baden-Baden Quartier besorgt, während der König von Preußen daselbst seine frühere Wohnung im Meß— mer'schen Hause beziehe. 8 Eisenach. Das dahier bestehende Fest⸗ Comité zur Feier der Gründung der allgemeinen deutschen Burschenschaft am 18. October 1817 er- läßt eine Einladung an die alten und jungen Burschenschafter, sowie an jeden deutschen Mann, ber dem Geist der Burschenschaft in vaterländischem Streben huldigt, an den Festtagen des 17., 18. und 19. October dieses Jahres in Eisenach und auf der Wartburg Theil zu nehmen. Anmeldun— gen werden bis spätestens den 14. October erbeten und sind brieflich zu richten an Dr. Friedrich Hofmann in Leipzig oder Dr. Robert Keil in Weimar. Der Festredner von 1817, Riemann, wird auch die Jubelfestrede halten. Begrüßung am 17. Nachmittags, im Gasthof zum Rauten— kranz in Eisenach. Wahrscheinlich die Rückfahrt auf den Eisenbahnen frei. Bayern. München. Der zur Begutachtung der Vorlage über die Erneuerung des Zollver— eins von der Kammer gewählte Ausschuß hat das Referat darüber dem Abg. Feustl übertragen. Der Referent und der Ausschuß werden die Geneh- migung des Zollvereinsvertrags befürworten. Oesterreich. Wien. Das österreichische Volk arbeitet daran, die geistige Macht des Papst- thums, die Herrschaft des katholischen Clerus zu brechen. Eine neuerdings an den Kaiser einge- reichte Adresse der katholischen Bischöfe Oestreich's sucht freilich die Aufhebung oder Revision des so tiefster Stille im Hause verlesen:„Das hohe Haus wolle beschließen, es werde nachstehender Gesetzesantrag der verfassungsmäßigen Behandlung unterzogen und zum Gesetze erhoben. Gesetz vom .„ giltig für die im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder. Mit Zustimmung beider Häuser des Reichsraths finde ich nachstehendes Gesetz zu erlassen: Art. 1. Das Gesetz vom 5. November 1854, Reichsgesetzblatt Nr. 195, womit die mit dem päpstlichen Stuhle getroffenen Verein⸗ barungen kundgemacht und deren Bestimmungen im ganzen Reiche rechtskräftig erklärt worden, wird für die im Reichsrathe vertretenen König reiche und Länder aufgehoben und außer Wirk— samkeit gesetzt. Art. 2. An die Stelle dieses Gesetzes haben jene gesetzlichen Anordnungen wieder in Kraft zu treten, die zur Zeit der Er— lassung des erwähnten Gesetzes in Wirksamkeit waren. Art. 3. Es soll alsbald die Revision dieser gesetzlichen Anordnungen nach dem Grund- satz der Trennung der Schule von der Kirche, Unabhängigkeit der bürgerlichen und politischen Rechte von der Konfession im Wege der Gesetz⸗ gebung stattfinden und diesfalls die entsprechende Regierungsvorlage eingebracht werden. Art. 4. Das gegenwärtige Gesetz hat vom Tage seiner Kundmachung in Kraft zu treten. Art. 5. Mit dem Vollzuge dieses Gesetzes ist das Gesammt⸗ ministerium für die im Reichsrathe vertretenen Länder beauftragt.“ Der Präfident stellt hierauf die Unterstützungsfrage. Zur Unterstützung des Antrages erhebt sich die gesammte Linke und einige Mitglieder des Centrums und der Rechten.(Bravo auf der Galerie.) — In der Sitzung vom 11. d. schon begründete der Abg. Mühlfeld seinen obigen Antrag, indem er sagte, er sei von vornherein nicht für den Weg ge⸗ wesen, den dae Haus eingeschlagen habe. Eine Beseitigung des Concordats durch Specialgesetze wäre, Angesichts der Adresse der Bischöfe, Muth⸗ losigkeit. Der Redner weist nach, daß das Con- cordat nicht ein Staatsvertrag, sondern ein Staats- gesetz ist, welches auf dem Wege der Gesetzgebung abgeändert werden könne; ferner bekämpft er ein- gebend die Adresse der Bischöfe, welche einerseits Schimpf und Verleumdung enthalte, andererseits voll Schmeichelei und Heuchelei sei, indem sie be⸗ hauptet, das Concordat habe det Krone keine Rechte genommen. Die Religion bedürfe keines Vertrags und man müßte die katholische Kirche bedauern, wenn sie nur durch Concordate bestehen könnte. Mühlfeld's Antrag wurde mit großer Majorität dem Confessionsausschusse zugewiesen. Pesth. Von glaubwürdiger Seite wird ver— sichert, im Ministerrathe sei folgender Gesetzentwurf beschlossen worden: 1) die Ausübung politischer Rechte ist vom Religionsbekenntuisse unabhängig; 2) alle mit dieser Bestimmung in Widerspruch stehende Gesetze und Verordnungen sind auf— gehoben; 3) gegenwärtiges Gesetz tritt vom Tage seiner Kundmachung an in Kraft. Frankreich. Paris. Durch die deute schen Zeitungen macht gegenwärtig ein Brief Napoleon's die Runde, welchen derselbe am 12. August 1866 an Herrn v. Lavalette gerichtet, und in welchem Veranlassung zum Rücktritte des damaligen französischen Ministers des Aeußern, Herrn Drouyn de Lhuys, gegeben sein soll. Napoleon tadelt nämlich in diesem Briefe die von seinem Minister wegen zu Gunsten Frankreich's beanspruchter Entschädigungen in Berlin gethane⸗ nen Schritte und sagt dann weiter:„Diese Con- vention hätte, meiner Ansicht nach, geheim bleiben sollen, trotzdem wurde davon im Auslande ge⸗ sprochen, bis zuletzt die Zeitungen behaupteten, daß man uns die Rheinprovinzen abgeschlagen habe. Aus meinem Gespräche mit Benedetti geht hervor, daß wir um sehr geringen Vortheils we⸗ gen ganz Deutschland gegen uns haben würden. Es ist von Wichtigkeit, die öffentliche Meinung über diesen Punkt nicht irre gehen zu lassen. Veranlassen Sie einen sehr entschiedenen Widerruf dieser Gerüchte in den Zeitungen. Das richtige Interesse Frankreich's liegt nicht in der Erlangung einer unbedeutenden Gebietsvergrößerung, sondern in der Unterstützung Deutschland's, daß es sich in der für unsere und für Europa's Interessen aller- günstigsten Weise constituire.“ Die französischen Blätter theilen nun diesen Brief ebenfalls mit und wollen darin den Beweis finden, daß die Politik des Kaisers, Deutschland gegenüber, stets vom Interesse des Friedens und der Unabbängig⸗ keit der Völker dictirt worden sei. Der Kaiser habe sich nie abwendig machen lassen von dieser Politik, welche eine Politik des Rechtes und der Mäßigung, verbunden mit Kraft und Würde, sei. — Die„Presse“ sagt, der Kaiser werde nach seiner Rückkehr nach Paris nach Baden ge ⸗ hen, um dort einige Stunden mit dem Könige von Preußen zuzubringen. — Die Eröffnung der gesetzgebenden Ver- sammlung soll am 18. I. M. stattfinden und ist man auf die dabei zu erwartende Thronrede Na; poleon's sehr gespannt. — Das Pariser Handelsgericht hat im Monat September 141 Fallimentserklärungen aus ⸗ gesprochen, im August 128. — Hiobsposten über Arbeitslosigkeit kommen aus England, aus Frankreich, Italien, und werden auch, wir befürchten es, aus Deutschland laut werden. Tausende von Arbeitern werden diesen Winter in Frankreich ohne Arbeit und ernährt sein wollen. In den Vorstädten von Paris werden jetzt schon aufrührerische Maueranschläge an⸗ geschlagen; die Polizei hat Weisung dieselben abzureißen, aber jeden Tumult durch etwaige Verhaftungen auf der Straße zu vermeiden. — Der Empfang, den der Kaiser von Oesterreich bei seinem demnächstigen Pariser Aufenthalte finden wird, soll an Pracht und Glanz die Feierlichkeiten beim Besuch des Kaisers von Rußland und des Königs von Preußen weit übertreffen. Es wurde sogar eigens für die österreichischen Majestäten ein kai⸗ serlicher Eisenbahnzug gebaut, dessen Kosten sich auf 200,000 Francs belaufen sollen.— Bezüg⸗ lich der deutschen Frage ist der Kaiser durch die Mission Fleury's vollständig über die Stimmung in Deutschland aufgeklärt worden und werden sich die etwa zu treffenden Abmachungen hauptsächlich nur um den Orient drehen. Italien. Ein in Rom zusammengetretener Wohlfahrtsausschuß hat eine Proclamation an die Römer erlassen, worin er denselben anzeigt, daß er die allgemeine Leitung der Bewegung über⸗ nommen und zum Schlusse sagt:„Haltet Euch bereit, und wenn der Augenblick gekommen, wer- den wir Euch das Zeichen geben, um durch eine Großthat die Aera der weltlichen Herrschaft der Päpste zu beschließen.“ — Gleichzeitig bringen die Zeitungen folgen- des Manifest:„An die Italiener! Unsere Brüder vergießen ihr Blut in dem heiligen Namen von Italien und Rom. Dieß Blut legt allen Italienern unbestreitbare Pflichten auf. Indem sie das na⸗— tionale Bewußtsein in diesem Sinne deuten und der Aufforderung des Generals Garibaldi nach- kommen, zeigen die Unterzeichneten an, daß sie sich als Central-Unterstützungs⸗Aus schuß eonstituirt haben. Es lebe Italien! Es lebe Rom!“(Fol gen die Unterschriften.) Florenz. Obwohl die Nachrichten aus dem Kirchenstaate immer noch ungenau und unzuver⸗ lässig sind, so scheint doch mit Gewißheit ange nommen werden zu können, daß die Garibaldiani⸗ schen Freischaaren immer mehr Zuwachs erhalten und mehr und mehr Erfolge erringen. — Briefe aus Rom vom 10. ds. melden, daß die Garibaldianer, die in den letzten Gefechten den Kürzeren gezogen, Verstärkungen erhalten und die Absicht hätten, sich in Farnese zu verschanzen; eine päpstliche Truppen ⸗ Abtheilung sei von Rom ausgerückt, um sie anzugreifen. Andere Colonnen wurden auf Caprarola, Soriano und Bomarzo geschickt, wo Freischaaren sich blicken ließen. Ein Corps, welches sich in Monte Carpignano fest⸗ gesetzt hat, versuchte, Nerola zu besetzen. Diese Freischaar ist nach dem Osservatore Romano 600 Mann stark und nimmt noch täglich zu. Friedberg. Dei der am verflossenen Sonntage dahier statigehabten Beerdigung eines Israeliten, Hrn. J. Menko von Frankfurt a. M., welcher schon mehrere Jahre in unserer Sladt leble, wurde zum ersten Male der Leichenwagen der christlichen Gemeinde benutzt und badurch einerseits ein schöner Beweis wahrhaft christlicher Nächsten⸗ liebe und Toleranz gegeben, andersests ein erfreulicher Schritt vorwärts gethan, der hoffentlich nicht vereinzelt bleiben wird. * Nauheim. Die am 13. d. M. ausgegebene Kur⸗ liste Nr. 20 bildet den Schluß für die abgelaufene Saison und weist eine Frequenz von 3420 Kurgästen nach. Gießen. Nach einer Bekanntmachung des Com⸗ mandos des 1. Jäger- Bataillons werden am 24 d. M. in der Caserne zu Eießen(altes Zeughaus) verschiedene Lieferungen und Arbeiten für die Monate November und Dezember vergeben. Die Lieferungen betreffen Brod, Petroleum, Steinkohlen, Kiefernscheidholz und Stroh; die Arbeiten berühren Schreiner, Sattler. Gürtler, Weißbinder, Säckler, Spengler ꝛc. ꝛc. Es kann also hiernach ange⸗ nommen werden, daß Gießen vom 1. November an seine ihm zugetheilte Garnison erhalten wird. Lauterbach. Die hier gegründete Aktien-Gesellschaft „Aklien Baumwollspinnerei in Blitzenrod bei Lauterbach in Oberhessen“ gibt Aktien à 250 fl. aus. Das Grund⸗ capital der Gesellschaft ist auf 200,000 fl. festgesetzt. Zweck ist das Spinnen und Verkaufen von Baumwollengarn und das Appretiren von Geweben aller Art gegen Lohn. Für die ersten 10 Jahre haben die Herren Phil. Lerch in Blitzenrod und Franz Diehm von Lauterbach die Leitung der Geschäfte. Frankfurt. Vor einigen Tagen wurde in Frankfurt der dortige bisherige Vertreter der Lebensversicherungs⸗ Gesellschaft Germania, Herr Jaques Koppel, auf Antrag der Staatsanwaltschaft verhaftet. Frankfurt. In der am verflossenen Donnerstag gehaltenen Sitzung des Dombauvereinsvorstandes wurde die gewiß erfreuliche Mittheilung gemacht, daß der Kassen⸗ bestand bereits die Höhe von 42000 fl. erreicht. Unter den eingegangenen Beiträgen aus hiesiger Stadt befinden sich zwei von 2000 fl. Es ist hierbei zu vemerken, daß die Einsammlungen in den Stadtbezirken noch bei Weitem nicht vollendet und die bisherigen Resultate nur theilweise bei der Hauptcasse verrechnet sind. Zur Vervollständigung der Einzeichnungen wird von dem Vorstande die Ein⸗ richtung getroffen, daß in bestimmteu Localen der einzelnen Bezirke noch Listen offen gelegt werden. Darmstadt. Die„Hess. V.“ berichten, daß vor einigen Tagen in einem Arbeitssaale des hiesigen Correctionshauses, nach dem Abendessen zwei Corrigenden, Heinrich Bellof von Rödgen und Jacob Schunk von Fürfeld, in Wortwechsel geriethen, in Folge dessen ersterer dem letzteren eine Ohrfeige gab und hierauf Bellof seinem Mitgefangenen einen Stich in die linke Seite versetzte. Schunk ist an den Folgen dieser Verwundung gestorben. Das Messer, mit welcher Bellof die That vollbrachte, hatte derselbe vorher zur Verrichtung der ihm obliegenden Arbeiten und während des Wortwechsels noch zum Brod⸗ schneiden benutzt. Der Wortwechsel und die That folgten so schnell aufeinander, daß dem Aufseher und den Mit ⸗ gefangenen keine Zeit zum Einschreiten blieb. 5 Mainz. Man hal hier dieser Tage bei dem preußischen Militair eine neue Art Schicßwaffe, sogenannte Granat⸗ büchsen, gesehen, und ist neugierig über das Resultat der damit gemachten Versuche. e Wie außerordentliche Dimensionen die Fabrikation und der Verkauf von Nähmaschinen angenommen hat, kann man sich vergegenwärtigen, wenn man, hört, daß 3. B. die bedeutendste und beliebteste amerikanische Fabrik, der Singer Mauufacturing Company in New Hork, welche Niederlagen in allen bedeutenden Städten Europa's hat, ununterbrochen jede Woche eine förmliche Schiffsladung ihrer Maschinen versendet, ja, daß sogar häufig in einer Woche zwei solcher Sendungen nach Europa gehen. Was die Singer'schen Nähmaschinen so beliebt gemacht hat, ist hauptsächlich der Vorzug, den sie vor allen anderen Näh⸗ maschinen voraus haben, die feinsten, wie die stärksten Arbeiten vollkommen geräuschlos zu machen. Edictalla dung. 2387 Forverungen und senftige Ansprüche an den Nach⸗ laß des im Mai l. J. zu Gießen verstorbenen ledigen Heinrich Hanstein von Friedberg find binnen Frift von drei Wochen bei der unterzeichneten Gerichtsstelle oder dem Kaufmann Johannes Hanstein zu Gießen sogewiß anzumelden, als sonst dieselben 5 90 Nachlaßregulitung außer Berücksichtigung bleiben erden. Friedberg am W. September 1867. Großherzogliches Landgericht Friedberg Reitz, Steinberger, Landtichter. Landgerichts⸗Assessor. Obligations⸗Verloosung. 2388 Von den Partial⸗ Obligationen der hiesigen Ge⸗ meinde des Anlehens von 1845 sind heute durch Ver⸗ loosung die Nummern „ 183, 185, 208, 210, 211 und 176 mit je 22 236, 237 und 238 mit je 500 fl. zur Rückzahlung bestimmt worden. Die Inhaber dieser Obligationen werden hierdurch aufgefordert, am 31. Dezember l. J. ihre Kapttalbe⸗ träge gegen Rückgabe der Originalobligattonen bet dem hiefigen Gemeinde ⸗Einnehmer in Empfang zu nehmen, da von dlesem Tage an die Verzinsung aufhört. Ober-Mörlen am 2. October 1867. Großherzogliche 10 Ober⸗Mörlen e cel. Saateicheln⸗ Lieferung. 2450 Donnerflag den 24. d. M., Vormittags um 10 Uhr, soll dahier auf dem Btreau der unterzeichneten Stelle die Lieferung von 155¼ Malter Saateicheln in Accord gegeben werden. Unternehmer laden wir dazu ein. Ober Rosbach den 12. October 1867. Großherzogliche Oberförsterei Ober⸗Kosbach Bingmann. Trauben ⸗Versteigerung. 2449 Nächsten Mittwoch den 16. d. Mts., Mlttags 1 Uhr, werden die Trauben in dem vorderen Hirsch⸗ graben ꝛc. an Ort und Stelle verkauft. Friedberg den 12. October 1867. Großherzogliches Rentamt Friedberg Lin deck. Edictalladung. 2454 Ernst Bangel, Sohn des verstorbenen Schul⸗ lehrers J. Bangel zu Wölfersheim, seit mehreren Jahren abwesend, wird hiermit aufgefordert, sich biunen 90 Tagen darüber: ob er die Erbschaft seines Vaters antreten und den von seinen Geschwistern vorgenommenen Ver⸗ kauf der zuen Nachlasse gehörigen Immobilten genehmigen wolle, zu erklären, gegenfalls nach den Anträgen des bereits für ihn bestellten Curators, Georg Bopp V. von Bellersheim, verfügt werden wird. Hungen den 10. October 1867. Großherzogliches Landgericht Hungen Dr ene Arbeits⸗Versteigerung. 2457 Freitag den 18 October d. J., Morgens 9 Uhr sollen auf dem der Frau Dr. Berna zufsebenden Hos⸗ gute Büdesheim, Kr. Vilbel, folgende Bauarbeiten an den Wenigsfinehmenden vergeben werden: 1. Dachdeckerarbeiten. Umdecken von Dachflächen mit vorhandenem Mo- tertal circa 1500[' Frankfurter Maaß pr. D Eindecken von Flächen mit bestem blauen Caubere Schiefer ausschließlich der Dielen eirca 24500 Frkftr. Fuß. Eindecken von Flächen mst Riegel ⸗ mann'schen Ziegeln ausschließlich der Lieferung des Materlals circa[) 2400 Frankfurter Fuß vr Q 2. Spenglerarbeit. Die Lieferung von circa 750 örkser. Juß unkene Kändel und Rohr, die Kändel? Zoll weit, die 1 75 4 Zoll Durchmesser pr. lfd. Fuß. 3. aur erarbeiten. Die Maveen des ausgebrannten Maschinenhauses, circa 40 Fuß boch bis auf eine Höbe von 10 In vom Boden, sammt Maschinenschornsteinen abzu⸗ brechen und Aufsetzen der noch brauchbaren Steine. Büdesheim den 12 October 1867. Kreuder. 2451 In der Kirchenkasse zu Fauerbach d. Fr. liegen 200„ zun Ausleihen auf den 1. Januar 1868 bereit; wer sie leihen will, hat sich del dem dasigen Kirchenvorstand zu melden. — Montag Ollob. 2 Olenflag 3 Mutwoch 4 dem 5 Duselbe 6 fteltag 7 Semsia Nona 9 Dersel 10 Derse 11 1 Dienß Nen Bel Accord gege gelt von 0 2279 efftet unter Gara 1889 Das 240 J kepler Wick WA, Vanden zur öffentt Die dure Eingang Bkiseige Bie Afen Arbeits-Versteigerung. 2462 An den unten benannten Tagen und Orten sollen die zur Unterhaltung der Staatsstraßen im Baubezirk Friedberg pro 1868 erforderlichen Unterbaltungsstelne fseigerung dekannt gemacht werdenden Bedingungen an die Wenigftnehmenden öffentlich in Accord gegeben werden. L—.. r. o—ü—ö——.——————— und zwar zerschlagen geliefert unter den bei der Ver— ——— 8 igen g 125 Namen 8—— 25 der 5 Ta g. Stunde. Ort. Local.. Bauaufseher. 8 1 J Montag den 21. 9 Uhr B. M. Butzbach Bierbrauer Melchtor 1. Zu. 160 Engel, Weide, Holzer. Oktober 2 J Dienstag den 22. 9 Uhr V. M. Nauheim im Pariser Hof 8 3 und— 3 und 18. lein. 3 J Mittwoch den 23.9 Uhr V.⸗M. Ilbenstadt im Chausseebaus 4. 6 u. 7 Diehl, Stipp und ö Konrad. 4 J Donnerstag d. 24. 9 Uhr B. M. Nieder⸗Mockst. Nassauer Hof 10 JJäger. 5 Denselden 2 Ubr N. M. Alfenstadt Oaßbaus zum Adler 8 Dingeldein. 6 Freitag den 25. 9 Ubr V.. M. Lindbeim Gasthaus des Herrn Kochs9 u. 110 Nürnberger u. Rüger. 7 J Samstag den 26. 10 Ubr V.-M. Büdingen Gasthaus zum Stern 12(Klepensteuber. 8 Montag den 28. 9 Uhr V.⸗M. Vilbel Gastbaus zum Engel 5 Schäfer. 9 Denselben 2 Uhr N.⸗M. Ober⸗Eschbach Brüsseler dof 13 Michel. 10 J Denselben 5 Uhr N.⸗ MN. Steinbach Gaftwirth Heck 14 Michel. 11 J Dienftag den 29. 11 Uhr V. M. Wölfersbeim[Gaftwirth v. A. Hofmann 17 jutspöfer. 12 J Mittwoch den 30.[11 Uhr V.⸗M. Reichelsbeim[Gasthaus zur Post 19[lKornmann. Bei pos. 12 wird bemerkt, daß bier das Anfahren, das Aufsetzen und das Zerschlagen der Steine in Accord gegeben wird, da das Brechen auf früherem Act Friedberg den 14. Oktober 1867. ord beruht. Großberzogliches Kreisbauamt Futedberg Reuß. F är be re i von Carl Weber an Rödelheim bei Frank 2275 unter Garantie und Zuverläffigkeit. fart a. effcctuirt gefl. Anfträge zum Färben von Leinen und Baumwollen⸗Garnen in den üblichen Farben, Muster und Preiscourante steben bereitwilligst zu Diensten. A. R. Günthers Benzoé- Seife. 1889 Das anerkannt beste und wirksamste Sehönheitsmittel empflehlt à Stück 18 Kr. C. Th. Kranz. Holzversteigerung. 2465 In dem Gräflich Solms Rödelheim'schen Forst⸗ revier Wickstadt, District Haardt, Abtswald, Ametsen⸗ kopf, Lindenboden und Hasenzahl kommen Donnerstag den 17. l. Mts. zur öffentlichen Bersteigerung: S Stecken Buchen⸗Scheitbolz, 14„ Eichen Scheltholz, 28„ Buchen⸗Prügelßbolz, 60„Eichen ⸗„ 10„ Nadel⸗„ 6 17 Gemischt⸗ 1 65„ Buchen⸗Stockholz, 30„ Eichen ⸗„ 10„ Nadel- 7 50„ Gemischt⸗„ 230„ Buchen⸗Astreisbolz, 1„ Schlagreisholz, 100„ Eichen-Aftreisholz, 20 5„ Schlagreisholz, 575 Wellen„ Relsholz, 2700„ Nadel. 1500„ Gemischt 9 Die Zusammenkunft ist auf der Staatsstraße zwischen Jlbenstadt und Altenstadt an der s. g. Herrnschneise am Eingang des Wickstöster Waldes und der Anfang der Bersteigerung Morgens präcis halb 9 Ubr. Wickstadt den 12. Octoder 1867. Gräfliche Oberförsterel Assenheim Schal las. Holz Versteigerung im Nieder- Weiseler Gemeindewald. 2452 Montag den 21. Oktober, des Morgens 10 Uhr, soll nachstehendes Holz versteigert werden: 1) 6 Stecken Buchen ⸗ Eichen Scheitholz, .„„ Prügelholz, 3) 400„ 0„ Reisholz, 4 2 5 Baustämme, 38“ lang, 183 Cbkfß., 55 6 1 1 verschiedener Länge, 60 8 5 Buchen- und Eichen⸗Scheitholz. Die Zusammenkunft ißt bei der Oes. Nieder- Weisel den 12. Oktober 1867. Großherzogliche 1 Nieder ⸗Weisel a u (egen Tahuschmerz 2179 empfiehlt zam augenblicklichen Stillen Apotheker lergmann's Zahnwolle aus Paris à Hülse 9 kr. Ph. Dan. Kammich. Bekanntmachung. 2448 Vom 15. d. M. ab wird die Personen⸗Post II. von Büdingen nach Altenstadt um 4 U. Nachm., die Lokal⸗Post von Altenstadt nach Nieder⸗Wöll⸗ stadt um 6 U. Abds. abgefertigt. a Darmstadt den 11. October 1867. Der Königlich Preuß. Ober-Post⸗Dtrectot Bahl. Bekanntmachung 2453 Donnerstag den 17. Oktober, des Mittags 12 Uhr, soll der Gemeinde⸗Faselochs, Bernerrace, zum Schlachten, auch noch zur Zucht brauchbar, auf dem Bürgermeisterei⸗ Büreau versteigert werden. Nieder Weisel den 11. Oktober 1867. Großherzogliche e Nieder-⸗Weisel a u b. 2462 Eine Partie gute gebrauchte Aepfelweinfässer verkaufen Gebrüder Grödel. Ziegeleiverkauf oder Verpachtung. 2459 Käufern sowohl als Pächtern diene zur Nachricht, daß wir unsere bei Rodheim gelegene Ziegelei entweder verkaufen oder verpachten und zwar unter sehr vortheil- haften Bedingungen Es hat ein Käufer kein baares Geld nöthig, sondern gerichtliche Sicherung ist schon zur Sache binreichend. Die Ziegelhütte besteht aus einem zweistöckigen Bau, der erste Stock von Stein, der zweite von Holz, mit Fachwerk, ist 130“ lang, 427 tief; der Brennofen steht in der Mitte und ist Alles erst vor drei Jahren neu erbaut worden. Das Material ist vorzüglicher vett und braucht nicht irgend wo anders her gefahren zu werden, sondern liegt auf Eigenthum um die Ziegelei herum, woselbst die Einrichtung eines Schienengleises mit einem Wäggelchen versehen blos 200 bis 250 Fuß von der Letigrude ent⸗ fernt ist. Ote Ziegel, Backsteine, Platten u. s. w. find von ausgezeichneter Qualität und kann das ganze Jahr nicht genug gemacht werden. Auch wird von uns beiden Brüdern und Dachdeckermetstern die Empfeblung und Abnahme unserer Kundschaft zugefichert und könnte als⸗ bald noch auf Verlangen ein Wohnhaus dabel gestellt werden. Das Nähere bel Dachdeckermeister Eberhard Walther in Assenbeim. Ein geräumiger Laden 2417 mit vollständiger Wohnung ist zu vermiethen bei Christian Bender in Friedberg. Wohnungs-Veränderung und Empfehlung. 2408 Indem ich die Verlegung meines Geschäftes und Wohnung in meine neu erbaute Behausung gegenüber dem Bahnhofe anzeige, nehme ich Veranlassung außer der Schreineret auch mein Holzlager, bestehend in Nußholz, Kirschbolz, Eichen⸗, Buchen-, Eschen⸗, Birn⸗ und Aepfelbaum- ic. ꝛc. Dielen aller Dimensionen und ganz trockner Waare in empfehlende Erinnerung zu bringen.— Billige Preise, sowte reellt Bedienung wird zugefichert.. Butzbach im October 1867. H. Gescheidt. 2456 Das am 3. Sept. Abends an der Wiese nach Nauheim getroffene Dien st mädchen aus Friedberg — um eine Freundin zu etwarten— wünscht man dringend zu sprechen den 15. Oct., Abends 7 Uhr, Bahnhof, wegen sehr vortheilhafter Stelle.— Ein Faselochs, 2458 1½ Jahr alt, Schwitzer, schön gebaut, zur Zucht tauglich, steht zu verkaufen bei Martin Margraf in Ockstadt. Desten Portland Cement 764 durch den directen Bezug zu seyr billigen Preisen bk!, Vorschußmehl 2015 bei Gebrüder Löb. Corseten& Crinolines 2708 bei K. Friedrich neben der Post. Brodpreise vom 16. bis 31. October. Nach eigener Angabe der Bäcker. Für Friedberg: Erste Sorte 4 8 19 kr. Zweite Sorte 48 17½ kr. ** 2* 951* 17* 22 89* 1 45õ—1. 27 Loth Milchwaaren 15tr. 3 Loth Wasserwaaren 18 Für Nauheim: Kasseler Brod 4 8 21 kr. 0* 2* 10½* „„ 1* 574„ Erste Sorte 48 20 kr. Zweite Sorte 48 17½ kr. *„ 2„ 10 77 0* 2* 85⁰* ** 1„ 5 9** 1* 4½* Für Butzbach: Erste Sorte 4 20 kr. Zweite Sorte 4 2 18 kr. ** 2„* 10*** a* 9* ** 1„ 5* U* 1* 40* Fleisch⸗ ꝛc. Preise vom 16.31. Oetober. Nach eigener Angabe der Metzger. Für Friedberg: Ochsenfleisch pr. 8 19 kr., Schweinefleisch pr. 8 20 kr., Kuhfleisch, gem. 17„ Leber- u. Blutwurst 24 Rindfleisch, gem. 17„ Bratwurst 8 Hammelfleisch 16„ Schwartenmagen 28„ Keil und Carre—„ Eeräucherter Speck 32„ Kalbfleisch 15„ Doörrfleisch 8 Keil und Carre—„ Schinken 9927 Nierenfett 24„ Schmalz, ausgel. 32 Hammelsfett 16„ Schmalz, unausgl. W„ ne Geräucherter Speck bei A. Vogt's Erben 36 kr.— Schmalz, ausgelassen, bei Philipp Engel II. 28 kr. Für Butzbach: Ochsenfleisch pr. 8 19 kr., Schweinefleisch pr. 8 20 kr., Kuhfleisch, gem,—„ Leber- u. Blutwurst 24 Rindfleisch, Bgem,—„ Bratwurst 8 Hammelfleisch 16„ Schwartenmagen 28„ Keil und Carre 17„[Geraäucherter Speck 36„ Kalbfleisch 15„ Doörrfleisch Sni Schaaffleisch—„ Schinken 88 Nierenfett 24„ Schmalz, ausgel. 32 Hammelsfett 20„ Schmalz, unausgel. 30„ Wir machen wiederholt darauf aufmerksam, daß die Inseratgebühren von auswärtigen Auftraggebern mittelst Postnachnahme erhoben werden. Indem wir hiermit anzeigen, daß unsere für die Wintermonate wieder dahier aufgestellt ist und der Umtausch der Bücher zu jeder Zeit stattfinden kann, machen wir auf folgende neu aufgenommene Werke aufmerksam: Breier, Rosenkreuzerz Gerstäcker, Im Busch; Grey, Herrin von Goldrauen; Gustav v. See, Gräfin und Marquise; Höfer, das alte Fräulein; Müblbach, Deutschland in Sturm und Drang; Pitawall, Maria Stuart; Reteliffe, Villafranca; Retcliffe, Puebla; Schwartz, Mar. Soph., Sämmtliche Werke; Spielhagen Romane; Grimm, unüberwin liche Mächte; Gutzkow, Hohen⸗ schwangau; Die Ritter der Industrie; Stifft, Modernes Leiden; Galen, Jane die Jüdin; Marlitt, Goldelse; ꝛc. ꝛc. Lese gebühren per Tag 2 kr., per Monat 30 kr. Abonnements können zu jeder Zeit angetreten werden. Friedberg. Bindernagel& Schimpff. Verloosung 1 des & 7* 7 1 5 8 15 5 Johann Heinrich Friedrich'schen Kunst-Waaren⸗Lagers von Holz& Elfenbeinschnitzereien. Das zu verloosende Kunst⸗Waaren Lager besteht aus nachbenannten Gegenständen: 1 Blumenttsch mit Springbrunnen, feines Schnitzwerk, sodann große Bildrahmen, Madonna nach Titlan, Nipptisch mit Rebengewinde und Ketten, Cruzifixe von Elfenbein und Holz, Uhrgestelle mit Jagdtrophäen Can⸗ delaber, Reiseschreibpult, Tafelauffatz, Lesepu'te, Obstkörbchen, Brief-, Thee-, Zucker, Tabaks und Cigarren⸗ käfschen, Wein⸗, Liqueur und Eiergestelle, Schlüsselkästchen, Bukenmaten, Schreibzeuge, Wandtaschen, Handschuh kästchen, Briefmesser, Butter, Käse Teller, Brochen, Cigarrenständer, Schemel, Büchergeflelle, Kartenkästchen, Photograpbie⸗ und Kalenderrahmen, Briefbeschwerer, Nachtlampen, Serviettenringe, Armbänder, Streichholz ständer, Schlüsselbalter Fidibusbecher, Cigarrenpfeifchen, Federhalter, Handleuchter, Federsptele ie. Zusammen 1178 Gewinngegenstände gegen 3330 Loose, taxirt zu 3950 fl., wonach je auf das dritte Loos ein Gewinn kommt. N 1 Die Verloosung findet längstens den 16. December d. J. statt, Gegenstände zu Weihnachtsgeschenken nach besonders eignen. Darmftadt im September 1867. Loose zu obiger Verloosung sind Schimpff zu haben. Schlesischer Fenchelhonig-Extract von L. W. Eggers. 1265 als das wirksamste Hausmittel bei Hals⸗ und Brustleiden, Husten, Heiserkeit, Verschleimung, Kitzel und 4 Beschwerden im Halse, Bräune, Kraripf⸗ und Keuchhusten ꝛc. hinlänglich bekannt, bei Kinderkrankheiten so zu sagen eingebürgert als ausarzt jeder besorgten Mutter, wie nicht minder für an Hämorrhoiden und Verstopfung Leidende zum Zwecke einer leichten Leibesöffnung so sehr bewährt, wird eben seiner erprobten Güte und welwerbreiteten Absatzes wegen vielfach nachgepfuscht Man achte deshalb genau darauf, daß jede Flasche des ächten Schlesischen Feuchelhonig-Extracts Siegel, Etiquette nebst Facsimile, sowie die eingebrannte Firma seines Erfinders und alleinigen Verfertigers L. W. Egers in Breslau trage und gekauft wird nur bei Jos Hoffmann in Friedberg. 2461 so daß die gewonnenen verwendet werden können, wozu sie sich ihrer Natur Die Verloosungs⸗Commission. à 1 fl. in der Buchhandlung von Bindernagel und Beginn des IV. Jahrgangs! Daheim. Dentsches Jamilienblatt mit Illustrationen. Wöchentlich zhv ꝙæpang usbunhepeg aun eine Nummer von zwei ganzen Bogen. Pierteljährlich fl. 1. 3 kr. usbunjquvq ng uazwuunusgosch * 2447 Der IV. Jahrgang begann mit Nr. 1 am 5. October und zwar wiederum mit einem Zuwachs von 10,000 neuen Abonnenten. Wir laden zu zahlreichem Abonnement ein. Das Daheim wird auch im neuen Jahrgange fortfahren, sich durch interessantesten Inhalt und treffliche Illustrationen auszuzeichnen und allen Erwartungen der Leser zu entsprechen wissen. Die ersten Nummern werden u. A. enthalten: Ein Wetterleuchten, Novelle von A Mels(Verfasser der„Clelia“). Das Geheimniß des Fürstenhauses, Novelle von Georg Hiltl. Die Tochter der Halloren, Novelle von A. Wellmer. Ein Besuch im Läger von Chalons, von unserm Berichterstatter. Die Weltausstellung, eine Reihe hoch interessanter Berichte aus Paris lvon demselben Verfasser, mit charakteristischen Illustrationen unsres Periser Specialartisten L. Pietsch. In den Silberbergwerken zu Freiberg, von unserm Berichterstatter Hermann Wagner mit Zeichnungen unstres Specialarlisten. 8 Stereoskopen von der Brennerbahn, von Nos. Bilder aus Trakehnen, von Otto Glagau, mit Illustrationen. eee von Oberförster Adolf Müller, mit brillanten Illustrationen von Maler Deiker in Düssel dorf. Erinnerungen eines dentschen Arztes auf einem Sclavenschiffe. Lose Blätter aus dem deutschen Studentenleben, von A. Wellmer. 5 Reliquien und Curiosa, ven Georg Hiltl, mit Abbildungen. Ein Städteverwüster und Städteerbauer(Seinepräfect Haus mann). Die schönen Tage des Credit Mobilier(Mirés, Pereire ꝛc.). Volkswirthe und Geldmänner, Biographien und Charakterbilder von F. Stoepel. Bilder von der norddeutschen Flotte, von Corvetten-Capitän Werner. i Daheim-Erpedition in Leipzig. Bestellungen nimmt an die Buchhandlung von Bindernagel Schimpff in Friedberg. 24855 0* 124 Ball für Israeliten 2397 Montag den 21. October d. J., auf vielsettiges Verlangen wozu höflichst einladet 5 Nieder⸗Florstadt. Ernst Dauernheim. Ball für Jsraeliten 2446 Montag den 21. Oktober d. J., auf vielsettiges Verlangen, woin höflichst einladet Rockenberg. Joh. Georg Landvogt, „Gersten wirtb“. Zur Beachtung! 2464 Auffallend muß es erscheinen, wenn, wie gegen— wärtig geschieht, ein neuer Heerd die Luft verpestender Miasmen in unmittelbarer Nähe der Stadt angelegt wird. Vor dem Usathore, in dem sog. Aschenloch, dem Elsenbahnfiskus gehörig, werden Haufen von Aepfel⸗ trester hingefahren und verfaulen daselbst. Wird die Poltzeibehörde dies dulden? Hoffentlich nicht! Und hat die Bahnpoltzei dies erlaubt? Wenn nicht, wird dieselbe wohl veranlassen, daß diese Pest⸗ grube wieder entfernt werde!? Verloren. 2463 Letzten Mittwoch den 11. October wurde von der Eisenbahn aus durch die Sandgasse in die Stadt hinein eine große Cameebroche mit Goldeinfassung verloren. Der redliche Finder wird gebeten dieselbe an die Exped. d. Bl., gegen angemessene Belohnung, ab⸗ zugeben. 5— Der Tuchfabrikant M. Klappert aus Hersfeld 2413 wird nächsten zu Ortenberg stattfindenden Jahr⸗ markt mit einer reichen Aaswahl wollener Stoffe, ale: Tuche, besoncers fein schwarz, hell⸗ und dunkel⸗ grau, Juppentuch, Tricots, Buxkins wie Diagonales besuchen und bittet um recht zahlreichen Zuspruch. Mein Lager ist an der Firma kenntlich r. Pattison's Gichtwatte lindert sofort und heilt schnell Gicht und Rheumatismen aller Art, als: Gesichts“, Bruft⸗, Hals- und Zahn⸗ schmerzen, Kopf-, Hand- und Kniegicht, Gliederreißen, Rücken und Lenden web. In Paketen zu 80 kr. und halzen zu 16 kr. bei J. A. Windecker. 27 1 2 Fässer⸗Versteigerung. 2460 Circa 20 Ohm Faß von verschiedener Größe, gut gehalten und theilweise noch ganz neu, bat billig aus der Hand zu verkaufen Bönstadt den 13. October 1867. 1 Georg Höres. Kirchen buchsauszüge. 5 Evangelische Gemeinde. Getraut e: 6. Oktober. Franz Stadelmann, hies. Bürger und Setlermeister, Sohn des 1 hies. Bürgers und Seiler⸗ meisters Christian Gottlieb Stadelmann, und Elisabethe Margarethe Waas, Tochter des hies. Bürgers und Metzgermeisters Friedrich Waas. Getauft e: 6. October. Dem hies. Bürger und Diener am Großh. Schullehrer⸗Seminar Georg Briel eine Tochter Elisabethe, geb. am 17. September. Beerdigte: 6. Oetober. Maria Elise Erk, Tochter des Bürgers zu Nidda und Frauenschneiders Helnrich Ludwig Erk III., alt 13 Jahre, 2 Monate, 7 Tage, am 4. Oktober. 1 0 7. October. Johann Philipp Engel II., bies. Bürger und b rrehen alt 37 Jahre, 9 Monate, 27 Tage, am 5. October.. 10. October. Wilbelm Lorenz, Schlosser, Sohn des 1 bies. 1 und Schub machermeisters. Lorenz, olt 22 Jahre, 6 Monate, 2 Tage, T am 9. October. Katholische Gemeinde. 1 25 Getaufte: Dem hies. Bürger und Schreinermeister Helurich Jordis II. eine Tochter Maria Anna, geb. am 16. Sept. Verantw. Red.: Hermann Schimpff.. Oruck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. — getrefffe E welche von steigerungs auch das 0 des Matt des Mon b Bettefft 4 2 N Tehrpen Unterhal vereins