eK Schimpf lbb dd Ic. Weiß, e hr. B. Etern Sein, ler, bungen bei chen Fertscd delm 7 e 11 Dienstag den 14. Mai. M 57. nzeiger für Oberhessen. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg.“ —————— Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. ————— Für Mai und Juni nehmen Bestellungen auf den Anzeiger auswärts die Postexpeditionen, in Friedberg die Verlagsexpedition an. 5 5 Zetreffend: Die Verwendung von einem Drittheil der eingehenden Pollzeistrasen zur Besoldung des Auffichtspersonals. Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgermeistereien der nachstehend benannten Orte. Nach den Ihnen kurzer Hand zugehenden Belegen haben Ihre resp. Gemeindekassen die nachstehend verzeichneten Strafdrittheile bei . Amtlicher Theil. ven einschlägigen Großherzogl. Districtseinnehmereien zu empfangen. Wir empfehlen Ihnen, diese Beträge den Gemeinde-Einnehmern in Einnahme zu decretiren und ordnungsmäßig controliren zu lassen. Ueber die Verwendung erfolgt von uns später Verfügung. Assendeim 4 fl. 30 kr.— Bönstadt 45 kr.— Bruchenbrücken 1 fl. 10 kr.— Butzbach 4 fl. 40 kr.— Friedberg 114 fl. 24 kr.— Fauerbach v. d. H. 10 kr.— Bekanntmachung. „Friedberg den 9. Mai 1867. Trapp. „Gambach 10 fl. 40 kr.— Hoch- Weisel 7 fl.— Ilbenstadt 40 kr.— Langenhein 50 kr.— Nieder ⸗Florstadt 6 fl. 50 kr.— Nleder⸗Mörlen 1 fl. 50 kr.— Nieder- Roabach 2 fl. 30 kr.— Nieder- Wöllstadt 15 fl. 40 kr.— Nieder⸗Weisel 2 fl. 40 kr.— Ober ⸗Mörlen 22 fl. 5 kr.— Ober Rosbach 30 kr.— Ober⸗Wöllstadt 1 fl. 5 5 kr.— Ostheim 10 fl. 10 kr.— Ossenheim 1 fl. 50 kr.— Rockenberg 2 fl. 30 kr.— Steinfurth 40 kr.— Södel 3 fl. 40 kr.— Wölfersheim 6 fl, 40 kr. 1199 Der zur Vornahme der Zusammenlegung und neuen Feldeintheilung„in dem kleinen Wartfelde,“ Gemarkung Friedberg, von dem Deometer und den drei gewählten Sachverständigen ausgearbeitete Entwurf ist von den Mitgliedern der Commission am heutigen ange- nommen worden, und wird derselbe nunmehr nach Vorschrift des Art. 21 des Gesetzes vom 24. December 1857, die Zusammenlegung der Srundstücke, Theilbarkeit der Parzellen und Feldwege-Anlagen betreffend, nebst dem, über die Berathung aufgenommenen Protocolle und den sonstigen erwachsenen Akten auf dem Büreau der Großherzoglichen Bürgermeisterei Friedberg während einer Frist von drei Monaten zur Einsicht der Betheiligten unter dem Bemerken offen gelegt, daß etwaige Reclamationen in dem Termin Donnerstag den 29. August l. J., von Morgens 9 bis 12 Uhr, vorgebracht werden können, von den in diesem Termine Nichterscheinenden aber in Gemäßheit des Art. 22 des genannten Gesetzes ange⸗ nommen wird, daß sie mit dem Entwurfe der Zusammenlegung und neuen Feldeintheilung einverstanden seien. Friedberg den 13. Mai 1867. Großherzogliches Kreisamt Friedberg Trapp. Hessen. Darmstadt. Unter Leitung eines preußischen Majors ist seit einigen Tagen bei der Cavallerie dehier mit der Einführung des preu— ßischen Exereitiums der Anfang gemacht worden. Bei der Infanterie soll die Einführung des prtußischen Exercitiums erst Anfang October bevorstehen. — 10. Mai. II. Kammer. 20. Sitzung. Tagesordnung: Fortsetzung der Budgetberathung. Der Antrag des Ausschusses, die Regierung zu ersuchen: die Zuficherung zu ertheilen, daß den Finanzausschüssen jeden Landtags bezüglich aller, seit Beginn des vorigen stattgefundenen Pensioni— rungen auf Verlangen die Gründe dafür, oder, falls sie vies vorzieht, die betreffenden Acten mit⸗ getheilt werden, wird nach kurzer Verhandlung mit großer Mehrheit angenommen. Der Antrag des Ausschusses, die Regierung zu ersuchen, künftig und überhaupt Beförderung zu höheren Graden und Gehalten nur so weit und nicht weiter ein— treten zu lassen, als Stellen erledigt und noth- wendig wieder zu besetzen sind, wird angenommen. Desgleichen die weiteren Anträge: bereits in Ruhestand versetzte, noch diensttaugliche Offiziere bei der ersten Erledigung einer geeigneten Stelle wieder in Dienst zu rufen; auch im Civildienste, in Uebereinstimmung mit früheren ständischen Be- schlüssen und landesherrlichen Zusagen, auf Wieder- anstellung diensttauglicher Penstonäre bei geeigneten Gelegenheiten möglichst Bedacht zu nehmen, ohne sich strenge an den früheren Dienstzweig des Pen- stonärs zu binden, und ein Gleiches allen Be⸗ hörden anzuempfehlen, welche über Dienstbesetzungen zu berichten haben.— Für die Civilliste des Großherzogs sind 631,000 fl. vorgesehen, welche auch bewilligt werden.— Der Antrag des Aus- schusses: die Kammer wolle Seine Königliche Ho— heit den Großherzog, im Hinblick auf die bedrängte Lage des Landes, um Allergnädigste Bewilligung einer Minderung der Civilliste um einen ange— messenen Theil, jedenfalls um die 1855 erfolgte Erhöhung von 50,000 fl. unterthänigst ersuchen, veranlaßt eine längere Debatte und wird bei der Abstimmung mit 27 gegen 18 Stimmen ange— nommen.— Für Apanagen und Deputaten werden zusammen 157,000 fl. angefordert. Die Apana⸗ gen des Prinzen Karl mit(45,000 fl.) des Prin- zen Ludwig mit(40,000 fl.) und des Prinzen Alexander mit(18,000 fl.) werden verwilligt; dagegen die Berathung und Beschlußfassung über die Apanagen der Prinzen Heinrich und Wilhelm mit je 18,000 fl. bis zu einer demnächstigen ge— heimen Sitzung ausgesetzt.— Für Kosten des Landtags sind 20,000 fl. vorgesehen, deren Ver— willigung nach kurzer Verhandlung erfolgt. Die Kammer geht sodann zu einer geheimen Sitzung über, in welcher der Bericht über die oben er— wähnten Apanagen erstattet werden soll. — Ganz in der Kürze wird eine Anzahl hessischer Offiziere und Unteroffiziere nach Mainz commandirt werden, um daselbst die Handhabung mit den Zündnadelgewehren zu lernen. Demnächst wird auch eine Sendung Zündnadelgewehre hier erwartet und die einberufene Mannschaft darin eingeübt; die Beurlaubten sollen noch im Laufe dieses Jahres auf einige Zeit einberufen werden, um gleichfalls nach dem neuen Exerciersystem ein- geübt zu werden. Friedberg. Am 15. Mai tritt bei der Main-Neckar⸗Bahn der Sommer-Fahr⸗ plan in Kraft. Mit Benützung des Morgens 3 Uhr 52 Minuten dahier abgehenden Bahnzuges sind alsdann von hier sehr weite Touren möglich und wird man z. B. um 8 Uhr 50 Minuten be— reits in Heidelberg sein und sich dort bis Abends 7 Uhr aufhalten können, um Nachts 11 Uhr 52 Minuten hier wieder einzutreffen. In eilenden und dringenden Fällen ist sogar möglich, in einem Tage nach Stuttgart und zurück zu gelangen mit mehrstündigem Aufenthalt daselbst. Friedberg. Nach einem Reseript des Kriegs-Ministeriums wird vom 1. Juni an der Dienststand auf 96 Gemeine bei jeder Compagnie erhöht. Da die biesigen Caserne- Räumlichkeiten zur Unterbringung der vermehrten Mannschaft nicht ausreichen, so sind, wie wir hören, durch die Militärbehörde bereits Verhandlungen mit dem Stadtvorstande eingeleitet worden, nach welchen es in der Absicht der Militärbehörde zu liegen scheint, den bei den Bürgern einquartiert werden- den Soldaten die Menage zu stellen, was bei den hohen Preisen aller Lebensmittel allerdings eine große Erleichterung für die Quartierträger sein würde.— Ferner ist von dem Kriegsministerium angeordnet worden, daß von jedem Infanterie⸗ Regiment 1 Hauptmann, 1 Oberlieutenant, 1 Lieutenant und 10 Unteroffiziere, zusammen 12 Offiziere und 40 Unteroffiziere, sich nächste Woche nach einer nahegelegenen preußischen Garnison, wahrscheinlich nach Mainz, begeben, um theoretisch und practisch die Dienstverhältnisse der preußischen Truppen, insbesondere die Behandlung und den Gebrauch des Zündnadelgewehrs zu erlernen. Nauheim, 13. Mai. Während des gestern Abend stattgehabten Gewitters erfolgte in der Nähe unserer Station ein Zusammenstoß der beiden letzten nach Frankfurt fahrenden Züge. Wie Augenzeugen erzählen, mußte der vorletzte Zug(Schnellzug) wegen Beschädigung seiner Ma- schine etwa 10 Minuten vor dem Bahnhofe bei der Steinfurther Ueberfahrt halten bleiben. Ob- gleich die nöthigen Signale ausgegeben worden sein sollen, fuhr dennoch der bald nachfolgende Personenzug an den Schnellzug heran und demo— lirte verschiedene Waggons. Einige Passagiere, welche hierher verbracht wurden, sollen nicht un- bedeutende Verletzungen davongetragen haben, ganz Zuverlässiges war jedoch darüber bis jetzt nicht zu erfahren. 0 W. Aus dem Kreise Friedberg. Wie verlautet, wird in dem neugebildeten Wahlkreise Herr Bürgermeister Rieß in Nauheim als Can— didat für die Wahl eines Landtags-Abgeordneten in Vorschlag gebracht werden. Von anderen Vor- schlägen verlautet bis jetzt nichts Aus der Wetterau. Die Großber- 1 2 zogliche Oberstudien Direction hat durch ein be⸗ sonderes Ausschreiben die Kreis⸗Schulcommissionen „angewiesen, wegen Verminderung der Insekten vertilgenden Vögel, sowie der Singvögel eine auf die Erfahrung der Thatsachen begründete Beleh⸗ rung über die Natur, Lebensweise und Thätigkeit der schädlichen Insekten und ihrer Feinde von der Schule ausgehen zu lassen. Dieselbe hofft, daß wesentlich zum Schutze dieser Thiere beigetragen werden könne, wenn durch die Volksschullehrer auch unter der ländlichen Jugend in dieser Be⸗ ziehung thunlichst naturgeschichtliche Kenntnisse ver⸗ breitet würden. a * Gambach. Der Solmser Zweigverein der Gustav⸗Adolf⸗Stiftung hält Mittwoch den 22. d. M. dahier sein Jahresfest. Fest⸗ Prediger ist Herr Decan Habicht von Grünberg. f Aus dem Kreise Gießen. Nach einer Veröffentlichung des Großherzoglichen Kreisamtes ist in der Gemeinde Reiskirchen die Pocken⸗ krankheit unter den Schaafen ausgebrochen. Preußen. Berlin. Das Herrenhaus ist durch ein Ministerialschreiben in Kenntniß ge⸗ setzt worden, daß die Verfassung des norddeutschen Bundes dem Hause erst nach der zweiten Lesung im Abgeordnetenhause vorgelegt werden wird. — Der Berliner Arbeiter⸗Verein hat beschlossen, eine Adresse an das französische Volk in französischer Uebersetzung an Garnier Pagès und im Original an Ludwig Bamberger in Paris abgehen zu lassen. — Am 10. ds. verschied plötzlich in Folge eines Schlagflusses der Veteran und Geschichtsschreiber der Freiheitskriege, der würdige Abgeordnete für Hamm ⸗Soest Major a. D. Dr. Beitzke. Er hatte noch am 9. der Sitzung des Abgeordneten hauses beigewohnt. — Es gilt als feststehend, daß der König zusammen mit dem Kaiser von Rußland, welcher am 29. Mai von Petersburg nach Berlin abreisen wird, nach Paris geht. — Das„Neue Allgemeine Volksblatt“ mel⸗ det:„Nach bestimmten, hier bereits gegebenen Andeutungen soll die Einstellung der französi⸗ schen Rüstungen nunmehr bevorstehen.“ Hanau. Im Auftrage der Regierung hat seit einigen Tagen der Oberfinanzrath Bersch von Kassel eine Rundreise durch das Land ange⸗ treten, um die Steuerbeamten, welchen die Ver⸗ anlagung der neuen Steuern obliegt, zu in⸗ struiren, und dafür zu sorgen, daß die Erhebung derselben spätestens mit dem 1. Juli erfolgen kann. Sachsen. Leipzig. In einer am 9. ds. dahier abgehaltenen Volks⸗Versammlung wurde beschlossen, folgendes Telegramm an Garnier- Pagss, Volksvertreter in Paris, abzuschicken: „Nachstehende Erklärung wollen Sie gütigst in geeigneter Weise zur Kenntniß des französischen Volkes bringen: Tausende aus allen Theilen Deutschlands in Leipzig versammelte Männer brin⸗ gen dem französischen Volke ihren herzlichen Gruß, und fühlen sich zu der Erklärung gedrungen, daß sie mit tiefem Bedauern die Wohlfahrt zweier großen Nationen durch diplomatische Verwickelun⸗ gen bedroht sehen. Neben dem Verlangen, ihre Ehre und ihr nationales Recht geachtet zu sehen, kennen sie nur den einen Ehrgeiz, mit ihren Nach⸗ barn in dem ruhmvollen Kampfe für die Freiheit und Eintracht der Völker zu wetteifern. Möge Frankreich die deutsche Ehre achten, wie Deutsch⸗ land die französische, so werden sich die Schreck⸗ nisse vergangener Zeiten nicht wiederholen.“ otha. Die Rinderpest macht so be⸗ denkliche Fortschritte, daß zwei Compagnien Mili⸗ tär von hier ausrückten, um die südwestlichen Grenzen des Landes abzusperren. Zugleich er⸗ schien eine Ministerial⸗ Verordnung, welche alle Viehmärkte im hiesigen Lande bis auf Weiteres einstellt, den Handel mit Vieh im Umherziehen, so wie das Einbringen von Rindvieh, Schafen, Ziegen und Schweinen bei 50 bis 100 Thaler Strafe verbietet, ingleichen die Einfuhr von thie— rischen Rohprodukten, Dünger, Heu, Stroh und gebrauchten Stallgeräthen. Bayern München. Der zum Militär- Bevollmächtigten ernannte preußische General v. Hartmann ist hier eingetroffen; die Ernennung eines bayerischen Bevollmächtigten in Berlin steht dem Vernehmen nach bevor. Baden. Karlsruhe. Der„Karlsruher Zeitung“ zufolge ist kürzlich ein Abkommen zwi⸗ schen Preußen(als Vertreter der Staaten des norddeutschen Bundes) und den süddeutschen Staa⸗ ten wegen Einführung einer gemeinsamen Be- steuerung des Salzes unterzeichnet worden. Vom 1. Januar k. J. ab ist das in den meisten Staaten dermalen bestehende Salzmonopol, so wie das preußische Salzregal, aufgehoben und es wird gemeinsamer Grenzzoll von 2 Thaler per Centner, resp. eine Productionssteuer in gleicher Höhe eingeführt. — Wie der„Schw. M.“ vernimmt, dürfte das System der allgemeinen Wehrpflicht in Baden nach preußischem Muster schon bald, und zwar im Wege eines provisorischen Gesetzes, ein- geführt werden. Oesterreich. Von Wien wird gemeldet, die preußische Regierung habe dem österreichischen Cabinet den Dank für die aufrichtige Vermittlung in der Luxemburger Frage ausgesprochen. Frankreich. Paris. Das„Memorial dipl.“ schreibt:„In hiesigen politischen Kreisen geht das Gerücht, daß der glückliche Ausgang der Conferenz das Resultat haben würde, die Zu- sammenkunft eines europäischen Congresses an⸗ zubahnen, worin die Repräsentanten aller Länder, vielleicht sogar die Herrscher selbst, die Grund— lagen des allgemeinen Einvernehmens feststellen würden, was geeignet wäre, den Frieden auf dem Continente und die Aufrechthaltung des europäi— schen Gleichgewichts in definitiver Weise zu ordnen. Italien. Florenz. Der König hat auf den Bezug von 4 Millionen aus der Civil- liste Verzicht geleistet. Großbritannien. London, 9. Mai. Reuter's Office meldet: Die Garantie der Groß— mächte für die Neutralisation Luxemburgs ist von allen Betheiligten angenommen worden. Der Vertrag wird morgen oder Samstag unterzeichnet werden. — Im Oberhause hat Lord Derby heute Abend mitgetheilt: Die heutige Conferenzsitzung hat alle Schwierigkeiten beseitigt; obgleich noch nichts unterzeichnet ist, sei der Friede Europa's doch practisch sicher gestellt.— vm Unterhause erwiderte Lord Stanley auf die Interpellation Labouchere's: die heutige Conferenz hat ein sub⸗ stantielles Arrangement erzielt, und es bleibt, Dank der Mäßigung der Hauptbetheiligten, nur noch Formelles abzumachen. Die Garantie-Ueber⸗ nahme Seitens Englands vermehre nicht dessen bisherige Garantiepflichten, sondern limitire sie vielmehr. Der Schluß der Conferenz werde wahr⸗ scheinlich in wenigen Tagen erfolgen, dann werde er die Acten darüber dem Hause vorlegen. — Dem„Globe“ zufolge ist der Erfolg der Conferenz gesichert: Luxemburg bleibt bei Hol⸗ land, wird neutralisirt und seine Neutralität durch die Großmächte garantirt; die Festung wird ge⸗ schleift, die Besetzung des Großherzogthums durch Truppen ist lediglich zur Wahrung der Ordnung gestattet. — 10. Mai. Im Unterhause fand heute Nacht eine lange und hitzige Debatte über die Reformbill statt und siegte schließlich die Regierung mit 322 gegen 256 Stimmen. Neueste Nachrichten. London, 10. Mai. Das Reuter'sche Tele⸗ graphenbureau meldet: In der heutigen Con⸗ ferenzsitzung konnte gewisser Formalitäten hal⸗ ber der Vertrag noch nicht unterzeichnet werden. Morgen Nachmittag um 5 Uhr findet wieder eine Sitzung statt und man hofft, daß dann die Unter⸗ zeichnung des Vertrags erfolgen werde. — 11. Mai. Der Vertrag wegen Luxem- burg ist heute unterzeichnet worden und soll spä⸗ testens in vier Wochen ratificirt werden. Preußen räumt die Festung nach Wegschaffung seiner Vor räthe und seines Kriegsmaterials. verbleibt im Zollverein. Luxemburg — 11. Mai. Der„Globe“ sagt: Bein Schluß der Conferenz werde wahrscheinlich England eine allgemeine Entwaffnung anrathen] J den oder formell vorschlagen, und daraus könnte der inne vac Congreß hervorgehen. r e lunes — 11. Mai, 11 Uhr Abends. Die Unter ⸗ zeichnung des Vertrags über Luxemburg ist sof galten eben erfolgt. wer un — 12. Mai. In der gestrigen Conferenz⸗ sitzung wurde der Tractat in Betreff Luxemburgs] unterzeichnet. Die Ratification desselben soll in⸗ nerhalb eines Monats erfolgen, worauf die Räu— mung der Festung Seitens Preußens sofort be— ginnt. Die Verbleibung Luxemburgs im Zollverein ist angenommen. 0 1 Paris, 10. Mai. Wie der„Etendard“] ade dee Mah meldet, enthält der Vertrag folgende Bestimmungen: Ei fir dae m. Definitive Auflösung des zwischen Luxemburg und e ee Deutschland bestandenen Bandes, Räumung und 1 wich Schleifung der Festung durch Preußen, Souverä⸗ gase uus a netät des Königs von Holland über Luxemburg, cl and dan f Neutralisation Luxemburgs unter der von den an sch dalkb Mächten übernommenen Garantie. Morgen werden en Scin die französischen Kammern wahrscheinlich Mit- o dale du theilungen hierüber empfangen. 0 — 11. Mai. Aus sicherer Quelle verlautet, ang ur daß der Vertrag über die Luxemburger An⸗ woche nic g bag d, gelegenheit heute noch unterzeichnet werden] m ner Famil wird und daß die von Preußen verlangte Frist zu müssn d zur Räumung der Festung zugestanden worden ist.] Auch di duser f N. Deastene der — 12. Mai. Der heutige„Moniteur“ mel- erden. det, daß der Vertrag, welcher die Frage be⸗ Nieder⸗L züglich Luxemburgs regelt, gestern Abend in] br. Henkel London unterzeichnet worden ist. Die kaiserliche] dor ane ge Regierung wird sich beeilen, den Kammern die] de l a 5 svorstand betreffenden Vorlagen darüber zu machen. dan sormirt hatte. namentlich die verwichenm J. siattgefunden die Anlegung Wiesen. Derse tationellen n Dewirthschaftunt und betonte ne ccc ende Gestüdtdan stand vermeh unserer Felde deigle die gro letzung dersel deren Vortht man die Ni andersetzung ein großes 5 Kostrpinl. uns im rern ju ffaglichem wendet werben bis 1 die J an 0000 Gn . ein klei mmenlegun egg te erammlung wil der gesp — st. Friedberg. Der in der vorigen Nummer dieses Blattes ausgesprochene Wunsch, es möge der hies. Schloß⸗ garten auch während des Sonntag-Vormittags, wie ehedem, geöffnet bleiben, hat mancherlei Gedanken und Erinne⸗ rungen in uns erweckt, die wir uns gedrungen fühlen unsern Mitbürgern zur Erwägung anheim zu geben.— Auch wir, die wir in früherer Zeit den Burgwall an gar manchem schönen Sonntagsmorgen besucht und uns an seinen duftenden Blüthen und seiner herrlichen Aussicht erfreut haben, haben es schon oft schmerzlich empfunden, daß derselbe neuerdings in der Frühe des Sonntags dem Publicum verschlossen bleibt. Wir befragten uns deshalb an competenter Stelle wiederholt nach den Gründen dieser Einrichtung und erfuhren, daß man leider den Burggarten nicht ohne beständige Aussicht lassen könne, weil die Jugend schon gar zu oft die schmählichsten Zerstörungen und Be⸗ sudelungen in demselben angerichtet habe, daß man aber doch dem Schloßgärtner und seiner Familie gestatten müsse, Sonntags auch einmal die Kirche zu besuchen, oder häusliche Angelegenheiten in Ordnung zu bringen, und darum der Aussichtspflicht einige Stunden enthoben zu seinz so lange darum nicht von Seiien der Interessenten für einen anderweitigen Schutz des Gartens Vorkehrung getroffen sei, müsse derselbe seiner Erhaltung wegen am Sonntagmorgen, wo der Zudrang ehedem am stärksten gewesen, geschlossen bleiben. Wir konnten uns der Triftig⸗ keit dieser Gründe um so weniger verschließen, als wir selbst überall, wohin wir in unserer Stadt blicken, die traurigsten Spuren des wilden Zerstörungssinnes unsrer Jugend wahrnehmen. Lasse Einer sein Haus zur Freude aller Nachbarn und aller Vorübergehenden noch so schön 5 überwerfen und anstreichen: nach wenig Wochen ist es, e soweit Bubenhände reichen, mit Kreide, Röthel, Kohle be— 1169 Nach schmiert, die schändlichsten Figucen darauf gekritzelt, des verfort schmutzige Worte dazu geschrieben; friedige Einer seinen em Zlause Garten ein: nach kurzer Zeit wird an den Latten geschnitten, J adterm heut gerüttelt, bis sie los, die Eisenstäbe verbogen, die Thür⸗ worden if, schlösser zerrissen sind; errichte Einer eine Mauer um seine onder, m 1 Hofstäite: sofort wird an dem Sattel so lange gebohrt, 3 bis die Steine sich lockern und allmählich abbröckeln; be Join kurz, wo Einer etwas Schönes mit Mühe und Kosten ductenach geschaffen hat, da wird es dem Besitzer bald geung durch den und ge den rohen Muthwillen wilder Zerstörungssucht verleidet, en Glan und wir Andern alle leiden mit unter diesen traurigen Mun Wam Vorkommnissen, weil uns Überall die Spuren solch greu⸗ N* lichen Unsugs vor die Augen treten. 00 Ob die hiesige Jugend in dieser Beziehung schlummer ist, als an andern Orten, diese Frage wollen wir vorerst unentschieden lassen; daß aber diese Zerstörungssucht ein trauriges Erbtheil aus früherer Zeit ist, wird Jeder zu⸗ geben, der sich an den Vandalismus erinnert, mit dem* ehedem unsre. herrliche Stadtkirche und das gesammte— Bauwesen der Burg behandelt worden ift. Daß außer den herrlich gemalten Fenstern nicht auch die künstlerisch 0 vollendeten Säulen und Strebepfeiler unsrer Kirche, und 109 d. außer den mächtigen Umfassungsmauern der Burg nicht 0 f e S. auch das Burggrafiat selber eine Ruine geworden sind, bin f. n J verdanken wir wahrlich nicht dem Schönheits- und Er⸗ 9000 bel! haltungssinn unsrer Jugend, sondern dem Verdienste unsrer Idag Vorfahren, die ihre Bauwerke so fest zu machen verstanden, 85 5 80 — 1 17 7 n 97 N — 4 1 9 aß sie jeder Kraftanstrengung zuchtloser Buben zu trotzen rmochten. ö Seit jenen Tagen, da Alles, was schutzlos war, hier— nis der Zerstörung anheimfiel, ist es allerdings— wir ennen es gern und dankbar an— viel besser geworden; wer immer noch sind sehr bemerkliche Spuren jenes lden Sinnes, der seine Freude daran hat, was Andere nit Mühe und Opfern bauen, in frechem Muthwillen zu erstören, zurückgeblieben. Hier öffnet sich darum noch mmer der Einwirkung wobldenkender Eltern und treuer gehrer ein weites Feld der Thätigkeit. Es gilt, durch Er— nahnung, Warnung, Beispiel und wo alles Dies nichts iilft, durch ernstere Zuchtmittel unsre Jugend, die ja ier so bild- und lenksam ist, wie überall, dahin anzuleilen, naß sie Sinn für das Schöne, Lust an dem Erhalten Dessen, was Andern Freude macht, bekommt; es gilt, ihr zhrgefühl dahin zu richten, daß sie es für eine Schande „ält, Das, was Andere mühsam gebaut, muthwillig zu zerderben; es gilt, in ihr das Bewußtsein zu erwecken, aß das Schaffen, nicht das Zerstören die schönere Aufs abe des Menschenlebens sei. Es gilt namentlich, diesen Dinn für das äußerlich Schöne um deswillen der Jugend inzupflanzen, weil derselbe mit dem Sinn für das geistig ind stttlich Schöne so eng zusammenhängt, was wir nur andeuten, nicht aber weiter ausführen wollen. Lasset uns also, liebe Mitbürger, Jeder an seinem Theil und an seinem Platz und wo inimer die Gelegen— eit sich darbietet, dazu mitwirken, daß der wilde Zer— lörungssinn unserer Jugend einer sinnigen Freude an em Schönen und seiner Erhaltung Platz macht. Wenn wir dieses Ziel erreichen, dann wird manch widerlicher Zindruck unsern Augen erspart bleiben, manchem Aerger, Berdruß und Zank vorgebeugt werden; dann wird wohl auch unser schöͤner Burggarten, wie ehedem, an Sonn⸗ ragmorgen wieder geöffnet werden und der Schloßgärtner rnit seiner Familie in die Kirche gehen können, ohne fürchten u müssen, daß ihm inzwischen die schönsten Blumen ge— „flückt, die duftendsten Sträucher zerrissen und die saubersten Decksteine der Burgmauer in den Abgrund hinabgerollt werden. Wieder⸗Mörlen. Am 4. d. M. hielt dahier Herr Dr. Henkelmann von Friedberg seinen Wandervorkrag dor einer sebr zahlreich besuchten Versammlung von 8 is 11 Uhr Abends, nachdem er am Tage vorher mit dem Drtsvorstand die Gemarkung besichtigt und sich über die andwirthschaftlichen Verhältnisse der Gemeinde näher in— ormirt hatte. Dr. Henkelmann belobte die Fortschritte, namentlich die Gradlegung des Usa-Bettes, welche im verwichenen Jahre zum Vortheile der Wiesenverbesserung nattgefunden und empfahl zur weiteren Verbesserung zie Anlegung von Composthaufen zur Düngung der Wiesen. Derselbe verbreitete sich sodann über alle für den ztionellen Landwirth wissenswerthe Gegenstände, über Bewirthschaftung der Felder, Dungmittel, Viehstand ꝛc. und betonte namentlich, daß man, um nicht von der gereinbrechenden Ackerbaukrisis überrascht zu werden, den Detreidebau einschränken und den Futterbau und Vieh tand vermehren solle. Ueber die große Zersplitterung unserer Felder sprach sich derselbe nicht günstig aus, er zeigte die großen Nachtheile und empfahl die Zusammen— legung derselben und die Anlegung von Gewann-Wegen, deren Vortheile in die Augen springend seien. Obgleich man die Nützlichkeit und Zweckmäßigkeit dieser Ausein— Andersetzung anerkannte, so steht der Ausführung dennoch in großes Hinderniß im Wege. Dieses Hinderniß ist der Rostenpunkt, denn die Geradlegung des Usa⸗Bettes kostete uns im verwichenen Jahre über 3000 Gulden und sollen zu fraglichem Zweck auch in diesem Jahre 3000 fl. ver— wendet werden. Dazu kommt, daß wir im Jahre 1862 is 1866 die Parzellenvermessung hatten, welche gleichfalls an 6000 Gulden Kosten verursachte. Vielleicht kann jedoch ein kleiner Aufang gemacht werden mit der Zu— ammenlegung der sogenannten Kappes- oder Krautgärten. Schließlich können wir nicht unerwähnt lassen, daß die Versammlung dem Vortrage des Herrn Dr. Henkelmann mit der gespanntesten Aufmerksamkeit vom Anfang bis zum Ende zuhörte und sehr befriedigt war und daß aus dem Vorgetragenen sicher noch manches Gute hervorsproßen wird und daß man allgemein den Wunsch aussprach ge— nannter Herr möge seinen Besuch wiederholen und seine Vorträge sortsetzen. M. Offenbach. Neulich fand dahier eine vorbe— rathende Versammlung zum Zwecke der Gründung eines Thierschutzvereins staft. Die Anregung zu demselben batte der Vorstand des hiesigen landwirthschafllichen Local— vereins gegeben, und steht schon deßhalb zu hoffen, daß er nicht nur hier, sondern auch in den übrigen Orten des Kreises Offenbach erwänschte Betheiligung finden und seine Wirksamkeit eine der guten Sache entsprechende werden wird. Darmstadt. Ockonom Rößner auf dem heiligen Kreuz hat ein Spargelfeld von 3 und ein Erdbeerenbeet von 2 Morgen angelegt. % Die hessische Ludwigs babn gibt nicht allein von Darmstadt, Franksurt, Mainz und Worms „zum Zwecke der Erleichterung des Besuches der pariser Ausstellung“ Retourbillete zu ermäßigtem Preise aus, sondern stellt auch bei einer Theilnahme von 300 Personen besondere Extrazüge mit noch billigecen Preisen und Re tourbilleten 2. und 3. Klasse in Aussicht. Weiter werden, im Anschluß an die von Berlin via Köln nach Paris abgehenden Extrazüge in Mainz und Frankfurt Retour— billete 2. und 3. Klasse mit 30tägiger Gültigkeitsdauer ausgegeben: ab Mainz 26 fl. 17 kr. in 2. Klasse, und 18 fl. 2 kr. in 3. Klasse. Diese Extrazüge gehen vor⸗ läufig jeden Freitag, Nachts 12 Uhr, von Köln nach Paris, und jeden Mittwoch Nachmittag von Paris nach Köln ab. Die Rückfahrt kann innerhalb der Gültigkeits— dauer ber Billete, an jedem Mittwoch, aber nur mit dem angegebenen Extrazug, angetreten werden. Der erste dieser Extrazüge wird am 17. Mai von Köln abgelassen werden. Die Rinderpest hat bei Hildburghausen bereits auch ein Menschenleben gekostet. Die dortige Dorfzeitung erzählt: In dem nahen Waldorte Ernstthal im Schleuse— grund war am 7. Mai Jahrmarkt; ein Arbeiter, v. Nord; heim, veelleicht etwas angetrunken, wollte über die Gränzbrücke ins preußische Wirthshaus(Hüttenschönau) gehen und wurde von dem preußischen Militärposten, der dort wegen der Rinderpest aufgestellt ist, zurückgewiesen; er wollte sich das nicht gefallen lassen und fügte, als der Posten erklärte, er müsse von seiner Waffe Gebrauch machen, eine unartige Einladung hinzu. Der Posten schoß, und v. Nordheim war eine Leiche. Ueber den Werth kanfmännischer Anzeigen. Horace Greeley saßt in einer Schrift über An⸗ zeigen: Für den Kaufmann, Kleinhändler, Fabrikanten, Handwerker oder Geschäftsmann, der gewiß ist, daß er Bestellungen oder Aufträge zu Jedermanns Zufriedenheit auszuführen vermag, sind Bekanntmachungen seiner Leistungen und Versprechungen ein Gegenstand von größter Bedeutung. Will ein solcher seine Geschäftsbeziehungen in einem gewissen Bezirke ausdehnen, so muß er wirksame Mittel ergreifen, um jede Familie in diesem Bezirke wissen zu lassen, was er anzubieten hat, und zu welchen Bedingungen und Preisen. Es ist eine Thorheit, von den Kosten zu reden, denn ebenso gut könnte man etwas gegen die Ausgabe für die Mittel sagen, durch welche man Waaren vor schlechtem Wetter und vor Dieben schützt, oder gegen die Kosten der Versendung zc. Alle anderen Geschäftsunkosten sind ohne sich rechtfertigende Beweggründe unnütz angewendet, wenn jene wesentliche Grundlage des Geschäfts— die Kundmachung— ver— nachlässigt oder schlecht besorgt wird. Nur schlechte Ge— schäftsleute haben keine besondere Neigung für die Zei⸗ tungen, begreifen auch nicht die bedeutende Macht der Presse in der jetzigen Zeit, und den großen Kreis, in dem sie Nachrichten zu verbreiten im Stande ist. Man kann mit Bestimmtheit annehmen, daß eine Bekanntmachung ober Anzeige in einem Blatte gegenwärtig minbestens zehn Mal so viel Personen zu Gesicht kommt, als vor 30 Jahren. Es hält nicht schwer, eine Anzeige so ein⸗ rücken zu lassen, daß sie binnen zwei Tagen wenigstens 50,000 Personen in die Augen fallen muß oder bei Ein⸗ rückung in einem Dutzend Zeitungen in die Augen von einer halben Million Menschen kommt. Wenn es aus⸗ führbar ist, eine sosche Kundmachung mit einem Aufwande von ein Paar Thalern zu bewirken, und wenn es nur zu wahr ist, daß sich schon sehr Viele dieses Mittels erfolg⸗ reich bedienten, wie können dann Solche, die nichts davon wissen wollen, mit einem neuen Geschäft gegen alte, ein⸗ gewurzelte Geschäfte mit Erfolg ankämpfen? Ein älteres Geschäft darf sich allenfalls schmeicheln, so lange zu be⸗ stehen, bis die alten Kunden gestorben oder verdorben sind; ein neues Geschäft besitzt aber noch gar keine Kunden, von denen es zehren könnte. Dasselbe muß daher daran denken, die in der Zeit liegenden Vortheile sich anzueignen. Den Vortheil der billigen Inserate zu verschmähen ist ge— rade so, als wollte man darauf verzichten, auf Eisenbahnen zu fahren, oder durch den elektrischen Telegraphen zu cor⸗ respondiren. Um dem Bedürfnisse der Neuzeit zu ent⸗ speechen, mit geringem Kostenanswande und unbedeutender Mühwaltung Anzeigen nicht nur in Blättern des Heimath⸗ landes, sondern auch in denen des Auslandes zu ver— öffentlichen, sind nach und nach Institute entstanden, die es sich zur Aufgabe stellen, dem inserirenden Publikum diese Mühe zu erleichtern und die Insertionskosten zu ver— mindern. Es sind dieses die so genannten Annoncen— Burcaux, die sich, je nach Ausdehnung ihres Geschäfts⸗ kreises mit den verschiedenen Zeitungen der civilisirten Welt in Verbindung gesetzt haben und dem Publikum zu Originalpreisen, ohne Portokosten und sonstige Spesen, Anzeigen in den gewünschten Zeitungen vermitteln. Es stellen sich dadurch für das Publikum folgende Vortheile heraus: 1) Daß der Inserent keine Portokosten und sonstige Spesen zu tragen hat; 2) daß er nicht mehr bezahlt als in den diversen Zeitungsbureaux, denen der Auftrag zu Theil werden soll; 3) daß er sich mit dem Annoncenbureau in einer Summe abfinden kann, während ohne dessen Vermittlung an jede einzelne Zeitung besonders geschrieben und der kleine unbedeutende Betrag mit ihr besonders verrechnet werden muß; 4) daß er diesen Annoncenbureaux nur ein einziges Manuscript zur Effectuirung selbst der umfangreichsten Aufträge einzu⸗ reichen braucht; 5) daß er bei großen Aufträgen einen der Totalsumme entsprechenden Rabatt genießt.— Zu den bedeutendsten Elablissements, die sich ausschließlich mi: der Vermitilung von Zeitungs-Annoncen befassen, gehört unstreitig die Agence Havas, das Bureau der Herren Laffite Bullier und Comp. in Paris und das vielverzweigte Haus der Herren Haasenstein und Vogler, die in den Haupistädten Deusschlands ihre Bureaux errichtet und vor einigen Jahren auch in der Schweiz(zu Basel) ein Geschäst gegründet haben. Die unermüdliche Thätigkeit, mit welcher diese Herren dem Publikum die Publicationen zu erleichtern trachten, ver⸗ dient alle Anerkennung und wird von den meisten Zei⸗ tungen gebübrend unterstützt. Da diese Geschäftsbranche noch wenig bekannt ist, so haben wir es für angemessen erachtet, die Aufmerksamkeit des Publikums auf diese nützlichen, den Fortschritten der Neuzeit entsprechenden Institute zu lenken. Verloos ungen. Bei der am 1. und 2. Mai stattgehabten Ziehung der schwedischen 10⸗Thlr.-Loose sind folgende größer, Gewinne(bis 60 Thlr. incl. herab) berausgekommen; Nr. 174449 10,000 Thlr., Nr. 71095 1000 Thlr. Nr. 67794 500 Thlr., Nr. 61886, 195516, 224062 und' 227530 je 150 Thlr., Nr. 46419, 47969, 71921, 79894, 138034, 167996, 194703, 194966, 212439 und 218514 je 60 Thlr. Die übrigen Gewinne sind von 35, 25 und 11 Thaler. Bekanntmachung. 1169 Nachdem sich eine Ueberschuldung des Nachlasses des verstorbenen Rechnungeführers Emil Hoen von wem Blaufarbenwerk bet Mottgers ergeben hat, und unterm heutigen Tage der förmliche Concurs erkannt worden ist, so werden nunmehr alle Gläubiger aufge⸗ fordert, im Termin den 8. Juli d. J., Vormittags 11 Uhr, ihre Forderungen, unter Vorlage der Bewetsftücke, beim Mechtsnachtbell der Ausschließung von der Masse, anzu⸗ geben und gehörig zu begründen. Den Gläubigern dient zur Nachricht, daß man den Johann Adam Gerlach hier einstweilen zum Curator lernannt und verpflichtet hat, und in dieser Eigenschaft beibehalten wird, wenn sie in obigem Termine nicht zur Wahl eines anderen schreiten. Schwarzenfels am 3. Mat 1867. Köntglich Preußisches Justizamt Man — Kapitalien gesucht! 1489 Die Stadt Butzbach wünscht ein Kapital von oh fl. in Abthellungen auszunebmen. Lufstragende baben sich bel der unterzeichneten Stelle zu melden. Butzbach den 10. Mal 1867. Großherzogliche Bürgermelsterel Butzbach Küche l. Lieferungen verschiedener Bedürfnisse. 1191 Donnerstag den 23. d. M., Vormittags 10 Uhr, werden nachfolgende Lieferungen für die hiesige Garntson im Summissionswege vergeben, als: 1) Brod, aufs 3. Viertelsabr 1867, 2) Oel, Petroleum, Fischtbran und Stear in- lichter aufs 2. Palbjahr 1867, 3) Gerste, Weizenklete und Leinkuchen desgleichen. Die Lieferungsbedingungen können täglich auf dem Büreau des unterzeichneten Verwaltungsratbs eingesehen werden. Butzbach den 11. Mol 1867. Großberzoglicher Verwaltungs rath der vereinigten Schwadronen der Reiterbrigade v. ZBuseck, Major. Hofraithe-Versteigerung. 1189 Donnerstag den 16. d. M., Vormittags 11 Uhr, soll in bilesigem Rathhause die Hofraithe und der Haus- garten des Christlan Groß dahter, in Folge eines eingelegten Nachgebots, nochmals öffentlich meistbietend versteigert werden. Friedberg den 10. Mal 1867. Groß berzogliches Steeger Friedberg. Nn Der dlenssältesse Gerschtsmann Fouc ar. Bekanntmachung. 1102 Otejenigen Steigerer, welche mit der Polzabfuhr aus den Frelberrl. von Franckenstein'schen Waldungen noch im Rückflande find, werden hierdurch ersucht, das ersteigte Holz nunmehr um so gewisser bis zum 1. Jun l. J. abfabtren zu lassen, als sonst ein abermaliger Verkauf desselben auf ihre Kosten stattfinden müßte. O ckstadt am 11. Mai 1867. Die Freiherrl. v. Rae Oberförsteret Ockstadt Fre p. Pferdeversteigerung. 1187 Am 21. d. Mis., Morgens 10 Uhr, sollen im Gräflichen Hof zu Utphe folgende der Verwaltung des Wlesenbofs gehörige Pferde versteigert werden! 1 schwarzbraune Stute, 12 Jahre alt, 1 5 Wallach, 14„ 1** 2 77 77 1 rothbraune Stute 2 Jabre alt, 1 Fuchswallach„NN 1 Foblen Fuchswallach 1 Jahr alt Bei genligender Sicherffellung durch Bürgschaft wird die Zahlung bis 1. Oktober d. J. ereditirt. Laubach am 8. Mat 1867. Graͤfliche Centralguts verwaltung. Einen halben Morgen Gras, 1196 der Blindenanstalt gezenüber, hat zu verkaufen Michael pfeifer. — — Großherzogliche Bealschule zu Friedberg. 1186 Die öffentliche Prüfung der Realschule wird Mittwoch und Donnerstag den 22. und 23. Mai, Vormittags um 8 Uhr und Nachmittags um 2 Uhr im Realschul⸗ gebäude, der Schlußaetus Freitag den 24. Mai, Nachmittags um 3 Uhr im Saale des Hotel Trapp stattfinden, zu welchen Schulfeierlichkeiten wir die Eltern und Freunde der Schule hiermit ergebenst einladen. Anmeldungen neu aufzunehmender Schüler, welche wenigstens in den nächsten Monaten das 10. Lebensjahr erreichen müssen, können Samstag den 15. Juni, Vormittags von 9 bis 12 Uhr in dem Realschulgebäude unter Beibringung von Zeugnissen bei der unterzeichneten Behörde gemacht werden, worauf Montag den 17. Juni die Aufnahmsprüfung statthaben wird. Das neue Schuljahr nimmt Dienstag den 18. Juni seinen Anfang. Großherzogliche Direction der Realschule Dr. Möller. Bindernagel& Schimpff in Friedberg empfehlen für Pfingsten: Consirmations⸗Gedenkscheine zu allen Preisen. Bad Nauheim. 1174 Zu den Grundarbeiten am neuen Badehaus dahier werden noch Arbeiter angenommen. O ster meyer. Versteigerung englischer Schweine. 1198 Die vom landwirthschaftlichen Verein von Oberhessen in Norddeutschland aus den edelsten Zuchten von England importirten Schweineracen angekauften Thiere sind hier ange— kommen und werden in der Woche vom 20. auf den 25. d. Mts. dahier zur öffentlichen Versteigerung gebracht werden, wovon wir das landw. Publikum einstweilen in Kenntniß setzen. Friedberg den 13. Mai 1867. e. Anzei 1193 Meinen geehrten Kunden und allen an Augenschwäche Leidenden die ergebene Anzeige, daß meine diesjährige Wohnung statt früher drei Schwerdter im Hotel Schott ist, und mein Aufenthalt dahier bis zum 18. Mai dauern wird. Sichere Sprechstunden von Morgens 7 bis 9 und Mittags von 12 bis 2 Uhr. Friedberg den 12. Mai 1867. L. Lehmann, Großh. Hessischer und Herzogl. Nassauischer concessionirter Opticus in Wies⸗ baden, sowie Hofopticus Sr. Hoheit des Herzogs von Sachsen-Meiningen. Am 1. Juni d. J. Uächste Gewinnzichung am 1. Juni 1867. große Gewinnziehung des 0 0 Höchste Gewinn⸗Aussichten! Für 7½ Gulden 186. Staats-Prämien- Anlehens. 1165 Nachstehende namhafte Preise müssen in dieser einen Ziehung unbedingt gewonnen werden: fl. 250,000, 25,000 5,000, 10.000, 2 3 5,000, 3 2 2,000, 6 à 1,000, 15 à 500, 30 à 400, 740 à 150. Durch Unterzeichneten find Miethloose für obige Ziehung gültig, gegen Einsendung des Be⸗ trages, Posteinzahlung oder Postnachnahme zu beziehen und kostet 1 ganzes Loos 3 fl. 30 kr. 1 halbes fl. 1 45. 3 garze oder 6 halbe kosten fl. 8. 45. 7 ganze oder 14 halbe fl 17. 30. Ein 5 erhält man ein halbes, für 15 fl. ein ganzes Prämien-Loos, n Zahlung, für die fünf großen Gewinnziehungen gültig ohne jede weitere der 1864 errichteten k. k. österr. Staats⸗ 1 prämien-Lotterie, welche vom 1. Juni 1867 bis zum 15. April 1868 stattfindet, und womit man fünfmal Preise von fl. 250,000, 220,000, 200,000, 50,000, 25,000 ꝛc. gewinnen kann. Bestellungen, mit beigefügtem Betrag, Postein⸗ zahlung, oder gegen Nachnahme, beliebe man baldigst und direkt zu senden an das Handlungshaus ganzes Loos für die nächsten 5 Gewinnziehungen offerire zu fl. 15., ein halbes zu fl. 7½, Ausführliche Verloosungs⸗Pläne, sowie Ge⸗ winnliste sofort nach der Ziehung gratis und franco. Man wende sich gefl. baldigfi und nur direkt an Joh. Fried Schieibel, »Staatseffecten⸗Handlung in Frankfurt a. M. Fahrgasse Nro. 111. F. S. Es wird noch aus drücklich darauf auf,. merksam gemacht, daß mit der geringfügigen Einlage von fl. 3. 30. am 1. Juni d. J. der Hauptpreis von fl. 230,000 zu gewinnen ist. A. Bd. Bing, 1149 Schnurgasse 5, Frankfurt à. I. Listen und Pläne werden gratis und franco übermittelt. Ng. Zu der nächsten am 1. Juni d. J. statt⸗ findenden Gewinnziehung, deren Haupttreffer fl. 250,000 ist, erlasse ich gleichfalls halbe Loose à fl. 1. 45, ganze Loose à fl. 3. 30, 6 ganze oder 12 halbe Loose à 20 fl. gegen baar, Postein⸗ Fzahlung oder Nachnahme. Kapitalgesuch von 5000 fl. 5„ 1175 Die Gemeinde Petterweil, im Kreise Vilbel, en Aker Klee, eee e ee 1201 cirea 1 Morgen holtend, hat zu verkaufen, scheine aufzunehmen. Solche, welche diese Summe Friedberg.. darleihen oder mit einzelnen Beträgen sich hieran be⸗ Stemmler. thelligen wollen, werden eingeladen, ihre deßfallsigen S(Fi 8 Offerten und Bed en binnen 14 Tagen uns mit⸗ — Ein braver Junge wird gesucht bei en e ee J. M. Keuffel, Maler und Lacklrer, Petter weil den 8. Mat 1867. Rechneigrabenstraße Nr. 15, Frankfurt a. M. Großherzogliche Bürgermeisterel Petterweil Corseten& Crinoliucs 811 209 5 Aurhessische Saat-Wichen K. Friedrich neben der Post. 1023 bet A. Stahl Wittwe. Gesangbücher zu allen Preisen empfehlen zur be⸗ vorstehenden Confirmation Bindernagel& Schimpff. Generalpersammlung des Armenvereins. 1194 Die verehrlichen Mitglieder des hiesigen Armen⸗ vereins werden hiermit auf Dienstag den 14. d. Mts., Abends 8 Uhr, in das Lokal des Herrn Karl Walz zu einer Generalversammlung eingeladen, in welcher 1) die Rechnung für 1866 vorgelegt, 2) die statutenmäßige Ergänzung des Vorstandes vorgenommen, 3) etwaige Anträge berathen werden sollen. Friedberg am 11. Mai 1867. Für den Vorstand Steln berger. Fri s che 9 8 Maiwein⸗Essenz in der Engelapotheke. (Louls Werner.) Ein Alpaca⸗Regenschirm 1197 mit gelblich weißem Holzgriff ist vor ungefähr acht Tagen stehen geblieben. Man blttet, denselben gefälligst bei der Exped. d. Bl. abgeben zu wollen. Halsbinden 1487 und Shlips ꝛc. in schöner Auswahl, sowie Fonlards seidene Umknüpftücher und schwarze seidene Halstücher bel K. Friedrich neben der Poft. Bad Nauheim. 1195 50 Ohm Aepfelwein geben im Stück sowie in der Ohm ab die Vormünder der Stamm'schen Kinder Georg Hartmann und Johannes Stoll. Verloren. 1202 Ein Medaillon mit mehreren Sachen ging Sonntag Vormittag verloren. Der redliche Finder wird um Zurückgabe gegen Belohnung bei der Exped. gebeten. Ein freundliches Logis 1183 mit oder ohne Möbel hat zu vermtethen Fr. Hilbrecht's Wittwe. Gefunden 1200 wurde am 6. d. Mts. auf dem Wege zwischen Schwalheim und Nauheim ein schwarzer Seldenhut, Näheres bei der Exped. d. Bl. Flaschen⸗Etiquette pr. 100 Stück 36 kr. bis zu 2 fl. 48 kr, bei Bindernagel& Schimpff. Main⸗Weser⸗Bahn. Fahrplan vom 1. Mai 1867. Abgang von Friedberg nach Frankfurt. nach Gleßen. 3.2 65⁵¹ 621 2 75⁰ 7⁵⁵ 8 1 91 1016 101¹ 1*⁷ 125 41 4¹⁶ 1 6²⁰ 6⁴⁰ 6³⁰ * 91⁰ 8⁴ 9a⁸ 11¹² „Schnellzüge 1. und. 2. Klasse.— Schnellzüge 1., 2. und 3. Klasse. Kirchen buchsanszüge. Evangelische Gemeinde. Getauf te: Den 7. Mat. Dem hief. Gendarmerie⸗ Brigadier Nicolaus Hannes elne Tochter Katharina Elisabethe Louise, geb. den 12. April. Preise verschiedener Gegenstände. Friedberg am 11. Mai. Butter pr. 2 34 kr.] Eier 7 Stück 8 kr. Brennholz, Buchen-Scheilholz I., pr. Stecken 7 fl.— kr. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff— Pefteffend Sf pis 20 Jul Landgänger Musikanten Betreffend Die nahme zu d Bönff Nieder⸗Wöl Nleder⸗Wei 2 fl. 19 fr. Münter 39 k. 20 Boönfat Griedel 2 kt. Nleder⸗ Wehen * N. WI U. Bettefsen 1 Bahn und expedition 5 Hesse einer Sit längerer d Edinger