fur Kunst, chitekten. n wohl hen von pff in 9 Grödel, finlich ver⸗ Stamten in gaitinntu, die get sollen, in dert Aus funft 5 Gliabeth 84. at. Donnerstag den 14. März. ˖ berhessen. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. BBestellungen auf dieses Blatt werden auswärts bei der betreffenden Poststelle, in Friedberg bei der Expedition entgegengenommen. Amtlicher Theil. Betreffend: Die Staats-⸗Versicherungsanstalt für Stellvertretung im Militärdienst für das Musterungs⸗ und Ziehungsjahr 1866. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg Nach Art. 7 des Gesetzes vom 14. Juli 1851, die g vertretung im Militärdienst betreffend(Reg.-Bl. S. 101) und§. 11 der Verordnung vom 16. Juli 1851(Reg.⸗Bl. S. 199) hat die Staatsassecuranzanstalt, wenn ein Militärpflichtiger, für welchen von der Assecuranzkasse die Vertretungssumme zur Einstandskasse bezahlt worden ist, vor dem Anfang seiner Dienstzeit stirbt oder untauglich Stell⸗ wird, die zur Einstandskasse bezahlte Vertretungssumme zurückzuerhalten, welche alsdann der Gesammtheit der Versicherten zu gut kommt. Sie werden daher unverzüglich Anzeige machen, wenn sich befinden, welche unter den nachstehend angeführten Leuten solche Musterungsdistrikt 3) Bernhard Küchel von Butzbach. 1) Jost Blebst von Hoch ⸗Weisel. 2) Wilh. Gorr von Trais-Münzenberg. Kleberger von Södel. 6) Konrad Diehl von Hoch- Weisel. 10) August Decher von Staden. 11) Jakob Schimpf von Nieder-Weisel. Grödel von Friedberg. 15) Emil Lung von Wohnbach. 7) Konrad Armbrüster von Münster. 12) Johannes Schepp von Pohl⸗Göns. 16) Adam Kling von Oppershofen. Friedberg den 11. März 1867. an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. nach vorjährigen Musterung gestorben sind, oder welche seitdem ein Uebel oder ein Gebrechen erhalten haben, das sie zum Militär— dienst augenscheinlich untauglich machen würde, oder wenn einer dieser Fälle vor dem 1. April d. J.(oder überhaupt vor dem zum Dienst⸗ eintritt bestimmten Tage) eintreten sollte. Um Nachtheile und unangenehme Verfügung zu verhüten, werden Sie am 25. Marz d. J. schon Anzeige von solchen bis dahin ein⸗ getretenen Fällen, mit namhafter Aufführung der betreffenden militär⸗ pflichtigen Leute erstatten, oder wenn dergleichen Fälle nicht eingetreten sind, dies berichtlich anzeigen. Trapp. Friedberg. dei der 4) Anton Eckhard von Kirch⸗Göns. 5) Wilhelm 9) Jakob Oeblschläger von Butzbach. 8) Adam Alles von Münzenberg. 14) Heturich Felix 13) Georg Marloff von Melbach. 17) Konrad Mayer von Weckesheim. Reglement, die Polizeitaxe für Gewerbtreibende, Mit Genehmigung Großherzoglichen Ministeriums des Innern vom 8. J. M., zu Nr. M. d. J. 2795, wird hiermit verfügt: 1) die Polizeitaxe für die Bäcker und Brodhändler in Nauheim wird hiermit versuchsweife aufgehoben; es ist den Bäckern und Brod— händ lern daselbst jedoch die Verpflichtung auferlegt, die Preise und Gewichte, zu welchen sie ihre Brodwaaren verkaufen wollen, von 14 zu 14 Tagen, und zwar vor dem 1. und 16. jeden Monats, der Großherzoglichen Polizeiverwaltung in Nauheim anzuzeigen. Brod— händler, welche außerhalb ihres Wohnorts Bäckerwaaren verkaufen wollen, haben außerdem die Anzeige auch bei dem Bürgermeister des Ortes, an welchem der Verkauf der Bäckerwaaren beabsichtigt wird, vor dem Beginn des Geschäfts zu erstatten. 2) Die Preisverzeichnisse für die Bäckerwaaren werden am 1. und 16. jeden Monats, Morgens frühe, an dem für öffentliche Be— kanntmachungen bestimmten Brette angeschlagen, konnen jedoch auch außerdem auf sonstige Weise von der Polizeibehörde und auch den Gewerbtreibenden veröffentlicht werden. Die zuletzt bekannt gemachten Preise bleiben stets so lange in Kraft, als sie nicht durch Bekanntmachung neuer Preise abgeändert insbesondere die Bäcker betreffend. Reglement, das Gewicht der Bäcker waaren betreffend. Mit Genehmigung Großherzoglichen Ministeriums des Innern vom 8. l. M., zu Nr. M. d. J. 2795, wird hiermit verfügt: von den Bäckern und Brodhändlern in Nauheim darf das Brod nur in Lasben von 1, 2 und 4 Pfund ausgeboten werden. Friedberg den 12. März 1867. Großherzogliches Kreisamt Friedberg Ter a p p. Reglement, die dem Brode aufzudrückenden besonderen Zeichen betreffend. Mit Genehmigung Großherzoglichen Ministeriums des Innern vom 8. l M., zu Nr. M. d. J. 2795, wird hiermit verordnet: die Bäcker zu Nauheim haben jedem Laibe des von ihnen gebacken werden⸗ den Brodes den Anfangsduchstaben ihres Vor- und Familien⸗Namens aufzudrücken. Wenn mehrere Bäcker in Nauheim gleiche Anfangs⸗ buchstaben haben, ist nähere Bezeichnung durch Beidrückung der werden. Friedberg den 12. März 1867. Großherzogliches 1 Kreisamt Friedberg d D p. Zeichen I., II. geboten. Friedberg den 12. März 1867. Großherzogliches Kreisamt Friedberg 8 Hessen. Darmfladt. Das Großherzog⸗ liche Regierungsblatt Nr. 12 enthält: I. Gesetz, die Wahl eines Abgeordneten zum Landtage sür die durch den Friedensvertrag mit Preußen vom 3. September 1866 mit dem Großherzogthum vereinigten Landestheile betreffend. Lubwig III. von Gottes Gnade Großherzog von Hessen und bei Rhein 2c. ec. Wir haben mit Zustimmung Unseter getreuen Stände verordnet, und verordnen hiermit, wie folgt: Art, 1. Die durch den zwischen Uns und S. M. dem Könige von Preußen abgeschlossenen Friedensvertrag vom 3. September 1866 mit Unserem Großherzogthum vereinigten Landestheile bilden einen Wahlbezirk, in welchem für die Dauer der gegenwärtigen Wahlperiode ein Ab⸗ geordneter zur zweiten Kammer der Stände nach 15 für bie Abgeorbnetenwahlen im Großherzogthum bestehenden gesetzlichen Vorschristen zu wählen ist. Art. 2. Der erste Absatz des Artikels 14 der Ver⸗ sassunge⸗Urkunde findet auf die volljährigen Angehörigen der in dem vorhergehenden Artikel bezeichneten Landes⸗ theile dann Anwendung, wenn bieselben zur Zeit der nach Arsitel 1 vorzunehmenden Wahl wenigstend drei Jahre lang in den früheren Staaten, zu welchen jene Landes— thelle gehörten, oder im Großherzogthum gewohnt haben. Ark. 3. Mit der Ausführung gegenwärtigen Gesetzes ist Unser Ministerium des Innern beguftragt, von welchem insbesondere auch die geeigneten Anordnungen zu treffen sind, um die nach den bestehenden gesetzlichen Vorschristen an Zahlung gewisser Steuerquoten geknüpften Bedingungen der Stimmberechtigung und Wählbarkeit mit den in den neu erworbenen Lanbestheilen geltenden Steuer-Gesetzen in Einklang zu bringen. Urkundlich Unserer eigenhändigen Unterschrist und dei— gedrückten Großherzoglichen Siegels. Darmstadt den 4. März 1867. (L. 8) Ludwig v. Dalwigk. II. Bekanntmachung Gr. Ministeriums des Innern vom 23. Februar, wonach Seine Königliche Hoheit der Großherzog zu bestimmen geruht haben, daß die Dienst⸗ stelle eines Rechners des Mainzer Universitäts- und Slipendienfonds die amtliche Benennung„Generalreceptur des Mainzer Universitätsfonds“ und der Rechner selbst den Amtstitel„Generalrecepior“ zu führen habe, was hiermit zur allgemeinen Kenntuiß gebracht wird(Schluß folgt.) Zu dem Schlußprotokoll der Bevoll— mächtigten des norddeutschen Bundes gab der großherzogl. hessische Bevollmächtigte hinsichtlich der Vorlage des Verfassungs-Entwurfs an den Reichstag die Erklärung ab, daß die groß- herzogliche Regierung, mit Rücksicht auf dse eigen— thümliche Lage des Großherzogthums, nur unter folgenden Voraussetzungen zustimmen könne: 1) daß in Bezug auf die Gemeinden Kastel und Kostheim, die einen integrirenden Bestandtheil der Provinz Rheinhessen bildeten, eine Ausnahme der Bundes⸗ gesetzgebung zugestanden werde, 2) daß der der⸗ malen bestehende Zollverband zwischen den Staaten des norddeutschen Bundes und den füddeutschen Staaten aufrecht erhalten bleibe, 3) daß bei Streitigkeiten unter Bundesgliedern, welche zwar nicht zur Competenz der ordentlichen Gerichte ge⸗ hören, bei welchen es aber gleichwohl auf die Entscheidung streitjger Rechtsfragen oder die Be⸗ weisführung über bestrittene Thatsachen ankomme, diese Entscheidung nicht durch den Bundesrath selbst, sondern durch eine zu diesem Zwecke an⸗ zuordnende Austrägal⸗Instanz erfolgen werde.— Was sodann diejenigen Theile des Entwurfs de⸗ trifft, zu welchen Amendements Seitens der könig⸗ lich preußischen Regierung vorgelegt worden sind, so erklärte der großherzoglich hessische Bevollmäch⸗ tigte, daß er noch nicht in der Lage sei, auch hierüber eine definitive Erklärung Namens sein er e Regierung abzugeben. Er glaube jedoch auch hier im Sinne seines hohen Gouvernements zu handeln, wenn er sich mit der Vorlage der betreffenden Theile des Entwurfs an den demnächst zusammen⸗ tretenden Reichskag unter der Voraussetzung ein⸗ verstanden erkläre, daß 1) bei Aufrechnung der Posterträgnisse auf die Beiträge zu den Bundes- lasten in einer Weise wird verfahren werden, welche die materiellen Interessen derjenigen Bundes staaten, in denen das Taxis'sche Postwesen be— stand, nicht beeinträchtigt und 2) über die Art, wie das großberzoglich hessische Contingent zum norddeutschen Bund zu stellen ist, eine besondere Vereinbarung zwischen der großherzogl. hessischen und der königl. preußischen Regierung zu Stande komme. In diesem Sinne erklärte sich der großherzog— lich hessische Bevollmächtigte, unter Vorbehalt der Genehmigung seiner Regierung, zur Unterzeichnung des dritten Protocolls bereit. — Die Abreise des Großherzogs nach Mün— chen, wo derselbe einen längeren Aufenthalt. zu nehmen gedenkt, ist vorläufig verschoben worden wegen Ablebens der Herzogin Karl Theodor in Bayern. — Die Taxis'schen Postbeamten genießen für alle ankommenden und abgehenden Briefpostsen⸗ dungen sowohl für sich, als ihre noch nicht selbst⸗ ständigen Familienglieder vollständige Porto- freiheit. Dieses Recht ist ihnen förmlich garan⸗ tirt und wird factisch auch auf Fahrpostsendungen ausgedehnt. Die hierdurch erzielten Ersparungen sind natürlich gar nicht so unbeträchtlich. Die preußische Postverwaltung soll fest entschlossen sein, dieses Privilegium in den neuerworbenen Post⸗ bezirken demnächst aufzuheben. Außerdem ver⸗ lautet, die Vorschriften der preußischen Dienstgesetze würden auf diejenigen Postbeamten im Groß⸗ herzogthum demnächst in Anwendung kommen, welche sich noch im sogenannten Quinquennium befinden, d. h. die ersten 5 Jahre der definitiven Anstellung noch nicht zurückgelegt haben. Es sollen dieselben noch ein Mal zur Prüfung heran⸗ gezogen werden. Ebenso soll eine andere Gehalts- regulirung für diese Kategorie beabsichtigt sein. Friedberg. Wie den Hess. Volks⸗ blättern aus Worms berichtet wird, ist der Groß⸗ herzogliche Schulinspector Olff zum Lehrer an dem Gymnasium daselbst ernannt worden. Schul- inspector Olff war, wie bekannt, früher an hiesiger Realschule angestellt; seine Stelle wurde aber nach seinem Weggange von hier nicht defini⸗ tiv besetzt, da sich Herr Olff, wenn wir recht be⸗ richtet sind, den Rücktritt in seine frühere Stellung vorbehalten hatte, was darin seinen Grund haben soll, daß die Schulinspectorstelle zu Worms nicht in die Civilstaatsdiener⸗Wittwenkasse aufgenommen ist. Seit ungefähr 10 Jahren also ist Herr Olff Schulinspector in Worms, während er noch im Staatshandbuch pro 1866 als Lehrer an der Realschule dahier aufgeführt wird, die betreffende Lehrerstelle bis daher aber von einem Vicare ver⸗ sehen werden mußte, was mehrfachen unvermeid⸗ lichen Wechsel des Lehrers, gewiß nicht zum Vortheile unserer Realschule, zur Folge hatte. Unter ven nunmehr veränderten Verhältnissen wird wohl auch die Großh. Staatsregierung in der Lage sein, die seither vicarirte Lehrerstelle an der hiesigen Realschule baldigst definitiv zu besetzen und damit einem schon mehrfach kundgegebenen Wunsche des Stadtvorstandes entgegenzukommen. Preußen. Berlin. Ministerpräsident v. Bismarck hat dem Präsidium des Reichstags die Liste der Commissarien übersandt, welche von nach⸗ stehenden Bundes regierungen ernannt sind, um in Gemeinschast mit den preußischerseits ernannten Bevollmächtigten theils für die Dauer, thei's nach dem momentanen Bedürfnisse sich an der Vertre⸗ tung des Verfassungsentwurss zu betheiligen: von Bremen Senator Gildemeister; von Mecklenburg⸗ Schwerin der Staatsminister v. Oertzen und Staatsrath Dr. Wetzell; von Hessen der außer⸗ ordentliche Gesandte und bevollmächtigte Minister Geheimer Legationsrath Hofmann; von Lübeck der Senater Dr. jur. Curtius; von Altenburg und von Anhalt der Wirkliche Geh. Rath und Minister⸗Resident Graf v. Beust; von Schaum⸗ burg⸗Lippe der Präsident der Landesregierung Freiherr v. Lauer-Münchhofen; von Sachsen— Meiningen Staatsminister Wirkliche Geh. Rath Freiherr v. Krosigk; von Sachsen Staatsminister der Finanzen und des Auswärligen Freiherr v. Friesen, Oberst v. Brandenstein und Geh. Finanz- rath v. Thümmel; von Waldeck der Geh. Re— gierungsrath Klapp; von Mecklenburg ⸗Strelitz Staatsminister v. Bülowz von Hamburg Senator Dr. jur. Kirchenpauer; von Reuß jüngere Linie Staatsminister v. Harbou; von Braunschweig Geh. Rath Minister-Resident v. Liebe. — 11. März. Reichstag. Die Ver⸗ handlung über den Entwurf der Bundesverfassung wird fortgesetzt, nachdem einige geschäftliche Mit— theilungen durch den Präsidenten erfolgt sind. Zu⸗ erst spricht Abg. Dr. Köster(Cottbus). Derselbe wendet sich unter ziemlicher Unruhe des Hauses, da sein Vortrag unverständlich, gegen die Gegner der Vorlage. Der Verfassungsentwurf, wie er vorliege, mache der deutschen Zerrissenheit ein Ende und öffne dem Vaterland eine große Zukunft. Er bitte, den Verfassungsentwurf anzunehmen, wie er ist.— Abg. Lasker anerkennt die Vorzäge des Entwurfs, hinter ihm stehe ein festes Staatsganzes, die norddeutsche Flagge werde bald auf allen Meeren wehen. Wenn er auch erkläre, kein deut sches Dorf dürfe aus dem Bunde gelassen werden, welches in denselben gezogen werden könne, so wolle er doch nicht einen sofortigen Anschluß Süd— deutschlands fordern. Gemeinsamkeit in den Ver— kehrsverhältnissen und gemeinsame Verbindung zu militärischem Schutz genügten vorläufig vollkommen. Er vermisse in dem Entwurf jedoch die Haupt- sache: eine verantwortliche Regierung, eine gerechte Abwägung der Lasten; von einem Einnahmebewilligungsrecht sei im Entwurfe gar nichts gesagt. Er fürchte, in einem schwachen Reichstage liege der Keim zu Conflicten.— Abg. Braun(Wiesbaden) ist für den Entwurf. Sage man, man könne demselben nicht beistimmen, mit Rücksicht auf die preußische Verfassung, so heiße das nur, daß man überhaupt keine Reichsverfassung wolle. Wolle man die Einheit, so müßten die Einzel⸗Landtage Opfer bringen. Was uns jetzt an Einheit geboten werde, dürften wir nicht ent schlüpfen lassen. Redner mahnt schließlich zur Einigkeit im gegenwärtigen großen Augenblicke, man solle das große Ganze im Auge haben und nicht mit kleinen Bedenken kommen, damit die Welt nicht wieder sage, daß wir Deutschen ein Volk von Dichtern und Träumern seien.— Abgeordnete Groote spricht gegen den Ent⸗ wurs. Er bleibt dabei, das ganze Deutschland soll es sein; er wolle keine Einheit ohne die Frei⸗ heit und die Einheit sehe er nur im ganzen Deutschland.— Präsident der Bundescommissarien Graf Bismarck. Man frage nach den Moti- ven zu der Vorlage. Die Arbeit sei umfangreich und die Zeit zu kurz gewesen. Hätte man wegen der Motive die 22 Regierungen hören wollen, so säße man wohl heute noch nicht hier. Ob man die Vorlage eine Verfassung nennen wolle oder nicht, das sei gleichgültig; sie breche jedenfalls Bahn und zu dem Genius unseres Volkes dürften wir das Vertrauen hegen, daß auf dieser Bahn auch das Ziel erreicht werde. Die unitaristischen Gegner vermißten ein verantwortliches Ministerium. Ein solches sei jedoch undenkbar ohne einheitliche Spitze, diese aber bedeute Mediatisirung und von einem Bundesverhältniß könne dann nicht mehr die Rede sein Man irre, wenn man glaube, durch ein verantwortliches Ministerium Süddeutsch— land zu gewinnen. Sei unsere Verfassung fertig, so könnten wir Süddeutschland einladen, mit uns zu verhandeln. Was die militärische Vereinigung von Nort⸗ und Süddeutschland zu gegenseitigem Schutz nach Außen betreffe, so sei dieselbe gesichert. Erledigen Sie Ihre Arbeit nur rasch, setzen wir Deutschland nur in den Sattel, reiten wird es schon können.— Abg. bv. Gottberg hat Be⸗ denken gegen das Wahlgesetz und wünscht Ga⸗ rantien dagegen. Im Uebrigen spricht er für die Vorlage.— Abg. v. Münchhausen(Hanno⸗ ver), Der alte Bund sei unhaltbar gewesen, an seine Stelle müsse etwas Neues gesetzt werden, und wenn der norddeutsche Bund fürs erste auch nur ein Anfang sei, so werde das Weitere sich aus demselben wohl schon entwickeln. Dabei kommt Redner auf die Zustände in Hannover zu sprechen, die er in düsteren Farben malt. Von dem alten Landesrechte sei nicht die Rede mehr, es herrsche die reine Willkür, wie es sich in den Abführungen nach Minden thatsaͤchlich zeigte. Die Capitulation von Langensalza sei nicht gehalten worden, man nehme dem König Georg sein Privat— vermögen.— Graf Bismarck: Er könne es dem Vorredner nicht verargen, wenn er ein An— hänger der gestürzten Dyvastie sei, aber er hätte erwartet, daß er sich solcher Anklagen gegen die preußische Regierung enthalten hätte, die auf un⸗ richtigen Thatsachen beruhen. Daß die preußische Regierung die Capitulation von Langensalza nicht gehalten, sei eine unwürdige Verläumdung. Die Capitulation sei kein Staatsvertrag, sondern nur ein Militärvertrag gewesen, der keinen andern Zweck gehabt, als dem Blutvergießen Einhalt zu thun. Redner geht dann auf die Haltung der ehemaligen hannoverschen Regierung im verflosse⸗ nen Jahre über und bemerkt, daß der preußische Minister, der nach dieser Haltung ein selbststän⸗ diges Hannover noch hätte bestehen lassen, ein Verräther an seinem eigenen Vaterland gewesen wäre. Man habe preußische Provinzen an sich reißen wollen und jetzt stelle man sich auf den Standpunct der Sentimentalität. Uebrigens trete in der Provinz Hannover mit dem 1. October die preußische Verfassung in Kraft; bis dahin herrsche der König dort jedoch absolut, was man sich merken wolle. Nach einigen persönlichen Be⸗ merkungen wird die Sitzung geschlossen. — 12. März. Reichstag. Die General- discussion des Verfassungsentwurfs wird fort⸗ gesetzt. Für denselben sprachen: Zehmen, Michaelis, Vincke-Olbendorf, Bennigsen, Gebert, Galen. Gegen denselben in jetziger Gestalt Schulze-Delitzsch und Mallinkrodt, dessen Vorwurf über die von Seiten Preußens ausgegangene Provocation zum vorjährigen Kriege Graf Bismarck entschieden zurückwies; ferner Schleiden, Wigardt, Heubner. Sachsen. Dresden. Die Leiche des seit dem 25. Febr. vermißten Advokaten Dr. Al⸗ bert Schelcher ist am 6. März in der Elbe ge⸗ funden worden. Die näheren Umstände sind noch nicht erörtert, und ist noch unentschieden, ob hier ein Mord oder ein Selbstmord vorliegt oder ob Schelcher das Unglück hatte, unfreiwillig in den Fluß zu stürzen. Die Leiche war nicht beraubt. Holstein. Man erwartet auch bei uns die demnächstige Einführung des preußischen Preß⸗ gesetzes. Wiesbaden. Aus Rumpenheim sind Pri⸗ vatnachrichten eingetroffen, welche wieder eine un⸗ günstige Wendung in dem Befinden der Herzogin Adelheid melden. Es hat sich abermals Er⸗ brechen eingestellt. Neuere Nachrichten lauten jedoch wieder günstiger, da der Rückfall nur vorübergehend war. Baden. Karlsruhe. Eine Anzahl Offi⸗ ziere und Unteroffiziere wird nach Berlin gesandt werden, um sich dort die Fertigkeit anzueignen, die badischen Truppen im Gebrauch der Hinter- lader einüben zu können. Vorläufig wird die badische Regierung ihren Bedarf an Zündnadel⸗ gewehren von Preußen leihweise erhalten. Oesterreich. Aus Prag wird gemeldet, daß das Oberlandesgericht das Urtheil über den angeblichen Attentäter Pu st gesprochen hat und daß dasselbe auf Freisprechung laute. Pust soll eine Entschädigungsklage gegen seinen Denuncian⸗ ten Palmer eingereicht haben. Großbritannien. London. Kürzlich er⸗ eignete sich zwischen Heedderssield und Bradford ein schreckliches Eisenbahnunglück: Der Zug nach Heeddersfield kam unweit Bradford in einem Tun⸗ nel plötzlich zum Stillstand. Der Locomotiv- führer, der sich die Ursache nicht erklären konnte, stieg ab und ging unter die Maschine, um sich zu überzeugen, was wohl die Stockung veranlaßt haben konne. In der Zwischenzeit kam mit gro⸗ ßer Schnelligkeit ein anderer Zug von Ledes heran und fuhr mit großer Gewalt in den Tunnel und m N. 0 1990 Wie worten wunde nike 0 wüͤnschen, K in's beben ger! Gießen. hier eine Oe Wedern g. l. Wielen und ant schast sein gol. — öl Lom unterhalten dran! Hol 620 Nöthen nachsiehendt d Zerrtt Wat man cao zun F rcnschieben „ Grubner. Leicht des n N. V. zu Edt ge⸗ ant iind noch ben, eb bier legt oder ed alli in dn nicht beraubt. d uns die sichen priß⸗ r id pri⸗ det tint un⸗ dun bersogin als Er- en all Of unte gelen, lauen Michal aur ö 819 den dort haltenden Zug hinein. Der Zusammen— stoß war fürchterlich: der Locomotivführer wurde auf der Stelle zermalmt, zehn bis zwölf der Pas⸗ sagiere grauenhaft verstümmelt und eine beträcht- liche Anzahl andrer mehr oder weniger schwer verletzt. H. Reichelsheim. Der Vorschuß- und Credit-Verein dahier hielt am 3. Februar d. J. eine Generalversammlung, iu welcher von dem Vorstand desselben die 1866er Rechnung vorgelegt wurde. Hiernach betrugen die Einnahmen 27,941 fl. 51 kr. die Ausgaben 26,332„ 50„ mithin ein Ueberschuß von 1609 fl. 1 kr. Der Verein, welcher im April 1865 gegründet wurde, lesitzt jetzt ein daares Vermögen von 1859 fl. 42 kr. und einen Reservestock von 118 fl. 17 kr. Dividenden wurden an 100 Mitglieder 8 5 fl. 24 kr. vertheilt, gewiß ein recht gutes Resultat, wenn man die ungünstigen Ver— hältnisse vom Jahr 1866 in Betracht zieht, wo das Geschäft beinahe ein viertel Jahr stille lag.— Die Nütz⸗ lichkeit des Vereins wird aber auch immer mehr einge— sehen, denn die Mitgliederzahl stieg im vorigen Jahre um 117, so daß der Verein jetzt 223 Mitglieder zählt. Wie vortheilhaft solche Vereine auch auf dem platten Lande wirken, zeigt sich hier recht deutlich, und wäre daher zu wünschen, daß überall an größeren Orten solche Vereine in's Leben gerusen würden. Gießen. Unter dem Namen„Bürger⸗Club' ist da hier eine Gesellschaft gegründet worden, die ihren Mit⸗ gliedern gesellige Unterhaltung, Lectüre, Spiel, Tanz u. s. w. bieten und ein Vereinigungspunkt für die Gießner Bürger— schaft sein soll. Dieselbe wird sich, ferne von allem Partei— treiben, zu heiterer, ungezwungener Unterhaltung zusammen⸗ finden, um in persönlichem Verkehr und freundschaftlichem Meinungsaustausche alle durch politische Discussionen ent⸗ standene Gegensätze und Härten zu milbern und auf diesem Wege eine größere Eintracht unter der Bürgetschaft zu erzielen. Aus dem Ried. Ein erschütternder Vorfall hat sich in Biblis ereignet. Einer der geachtetsten und wohlhabend⸗ sten dortigen Einwohner, F. Metz, fährt durch sonder⸗ bares Geräusch erschreckt, am Montag den 4. März friih 1 Uhr aus dem Schlafe auf, um zu sehen, wie seine Scheuer in vollen Flammen steht. Ohne sich anzukleiden, eilt er in den Stall um seine Pferde loszubinden, eines derselben, erschreckt durch die blos mit einem Hemde be— kleidete Gestalt, versetzte ihm einen Schlag auf den Kopf, daß er bewußtlos zusammenstürzt. Noch hatte Niemand weiter den Ausbruch des Brandes bemerkt. Da eilten Bursche des Orts in seliger Stimmung von der Tanz⸗ musik nach Haus und sehen dicke Rauchwolken aus dem Stalle dringen. ihrem Eintritt entdecken sie den unglücklichen Besitzer der Hofraithe in der Stallecke, zwar noch athmend, aber ohne Bewußtsein, der Pferdeschlag hatte den Schädel zerschmettert. Nach einigen Stunden war der Unglückliche eine Leiche. Von der Lahn. Aus sehr glaubwürdiger Quelle er⸗ fährt die„Hungaria,“ daß der Erzherzog Stephan für ungarische wohlthätige Institute die Summe von 960,000 fl. testirt haben soll, davon allein für das Landes-Findelhaus die Summe von 60,000 fl. Dem Regimente„Erzherzog Stephan“ hat derselbe 80,000 fl. geschenkt; davon ent⸗ fallen 40,000 fl. auf das Offiziercorps und 40,000 fl. auf die Mannschaft % Ein schrecklicher Tod. Im Januar brachte die in Emden erscheinende„Ostftiesische Zig.“ eine Anzeige, in welcher der Kapitän Evers in Baltum und dessen Frau Bei die Bitle aussprachen, man möge ihrem Sohne, dem Navigationsschüler T. U. Evers, welcher am 23. Dezember v. J. von zwei Jollfahrern am Baurumer Strande aus- gesetzt, um zu Fuß nach Hause weiter zu eilen, dort nicht angekommen und allem Vermuthen nach verunglückt sei, eine anständige christliche Beerdigung, falls die Leiche deoselben irgendwo antreiben würde, zu Theil werden assen.— Das Dunkel, welches seitdem über diese Sache schwebte, ist jetzt gelichtet. Die Jollfahrer haben bei dem dichten Nebel, der an jenem Tage herrschte, die Stelle, wo sie den jungen Mann ausgesetzt, für die Insel ge— halt n, während es eine Sandbank im Watt ewesen ist Der Unglüclliche hat demnach auf eine gräßliche Weise seinen Tod im Wasser gefunden. Der nachstehende Brief, en er kurz vor seinem Tode geschrieben und der, in ein Notizbuch gefaltet, in einer Cigarrenkiste auf der Insel Wangeroog angetrieben ist, gibt von ber seltenen Gesstes⸗ gegenwart und der frommen Ergebung des jungen Mannes in sein trauriges Schicksal Zeugniß. Das Schreiben lautet:„Liebe Mutter! Gott tröste Dich, denn Dein Sohn.... ist nicht mehr. Ich stehe hier und bitte Gott um Vergebung der Sünden. Seid alle gegrüßt. (Name.)—— Ich habe das Wasser etzt bis an die Knie, ich muß gleich ertrinken, denn Hilfe ist nicht mehr da, Gott sei mir Sünder gnädig.(Name.)—— Es ist 9 Uhr. Ihr geht gleich zur Kirche, betet nur für mich Armen, daß Gott mir gnädig sei.(Name.) Liebe Eltern, Brüder und Schwester. Ich stehe hier auf einer Platte und muß ertrinken, ich bekomme euch nicht wieder zu sehen, und Ihr mich nicht; Gott erbarme sich über mich und trößte Euch. Ich stecke dieses Buch in meine Cigarren— kiste. Gott gebe, daß Ihr diese Zeilen von meiner Hand ethaltet. Ich grüße Euch zum letzten Mal. Gott ver⸗ gebe mir meine Sünden und nehme mich zu Sich in sein Himmelreich. Amen.“ Bekanntmachung. Vom 16. d. Mis. ab wird zwischen Usingen unterhalten: Aus Usingen „ Nauheim Bababof„ 7 Frankfurt a. M. den 9. März 1867. um 580 Mgs., Abds., 1 und Nauberm eine tägliche Personenpost wie folgt in Nauheim Bahnhof um 735 Mga. „ Usingen„ 916 Abds. Grneral-Direclior der Großh. Hess. Posten. Der Königlich Preußssche Administrator: In Vertretung Meper. Holzversteigerung in der Oberförsterei Ortenberg. 620 Nächsten Donner stag den 21. März, von Vormittags präeis 9 Uhr an, sollen im Distrikt Verbranntekopf nachstehende Holzsornmente: Scheitholz Prügel Stockholz Reiser. S. d„ e. Buchen⸗ 392 91 149 384 Eichen⸗ 3— 5½ 2 5 Stecken Eichen⸗Nutzschettholz, 3 Eichen Stämme von 23—37½“ Durchm. und 15—307 Länge, 2 Buchen ⸗„ 19—23“— E 9 Hatabuchen⸗Stämme„ 12—27“*„ 10-40“„ Jerner Zreitag den 22. März im Dtistrict Kleekopf, um dieselbe Stunde anfangend: Scheitholz Prügel Stockholz Reiser. SA ene N Klefern⸗ 72 52 50 166 Eichen⸗— 5— 2 Weichholz ⸗ 1 7 Eichen ⸗Staͤmme von 1 2 Birken ⸗„„ 232 Kiefern-„ 0 77 Stangen„ an Ort und Stelle versteigert werden. 5½—15% 3½.— 57 Durchm. und 10—30“ Länge, 8 25— 3 1„ 10„ Sämmtliches Holz lagert unmittelbar an der hohen Straße und ist sehr gut abfahren. Die Zusommenkunft ist um besagte Stunde jedesmal auf der hohen Straße am Holz. Ortenberg den 10. März 1867. Großherzogliche Oderförsteret Ortenberg Dr. Habe rf orn. —— Holz ⸗Verstei gerung. 606 Im Licher Stadtwald, Distrikt Speicherlingskopf, Langenbuchen zc. tommen den 18. und 19. März nach⸗ verzeichnete Holzsortimente zur Versteigerung: N Montag den 18. März. 100 Elchenstämme von 5 bis 15“ Durchmesser und 10 bis 30 Zuß Länge, 1 Eichenklotz von 29“ Durchm. und 67 Länge, 1 Buchenstamm von 17“ Durchm. und 305 Länge, 60 Birken. und Weichholzslaͤmme von 6 bis 14 Zoll Durchm. und 15 bis 30“ Länge, 6 Kirschenstämmt von 7 bis 12“ Onrchmesser und 14 bis 25“ Länge, 160 Eichen-, Buchen- und Birkenstangen bis zu 5 Zoll 700 Fichtenstangen 8—— Diensfsag den 19. März. 250 Stecken Buchen, Eichen- und Welchholz⸗Scheit⸗ * Prügelholz, 120 desgl. Stockbolz, 8000 deogleichen Wellen, worunter 3000 Durchforstunge⸗ wellen, i 6 7000 Putzwellen, 1 100 Wellen Besenbinderreiser. Der jedesmalige Anfang ist Morgens 8 Uhr auf dem Spescherlingskopf. um Montag wird mit den dichtenstangen der Anfang gemacht. Lich ren 7. März 1867. Großherzogliche Bürgermeisteret Lich Dem. Holz ⸗Versteigerung. 591 Dienstag den 19. Marz l. J., von Morgens 9 Ur anfangend, werden in den Freiherrlich von Ritterschen Waldungen zu Hof Hasselbeck öffentlich meist⸗ bietend verfleigert: 8 Stecken Nadel⸗Scheitbolz, 11„ Birken Prügelholz, 30„ Nadel 8 2„ Birken Stockholz, 25„ Nadel⸗„ 100 Wellen Buchen Reiserbolz, 5275„ Birken⸗ und Eichen⸗Reiserholz, 7575„ Nadel Relserholz, 2700„ Aopen.„ 1788 Gedund Ginflern, 3000 Stück Kiefern⸗Bohnenstangen. Die Zusammenkunft findet auf dem Hofe Hasselheck Patt, und wird mit dem Verkaufe der daselbst befindlichen Bohnenstangen der Anfang gemacht. Friedberg dea 7. März 4867. In Auftrag der Fretherrlich von Ritterschen Gute waltung zu Rüdes elm 8841 Heuverkauf. 627 Nächsten Freitag den 22. d. Mis., Vormittags 11 Ubr, sollen circa 80— 00 Ctr. Heu, der Gemeinde gehörig, öffentlich meistbietend in Abthellungen ver- fleigert werden. Staden den 12. März 1867. Großherzogliche Bürgermeisterel Staden Da uch. Bekanntmachung. 621 Die am 4. d. M. in dem Münsterer Gemeinde⸗ wald, Oberförstere! Hoch Wetsel, abgehaltene Holz⸗ versteigerung ist genehmigt. Der erste Fahrtag wird den Steigerern noch näher bekannt gemacht Münster am 9. März 1867. Großberzogliche Bürgermeifferei Münster Wörner. Holz ⸗Versteigerung. 613 Mittwoch den 20. und Donnerstag den 21. 1. Mis. jedesmal Morgens 9 Uhr anfangend, sollen im Butzbacher Stadtwald, Disirtkt Sommerderg, nach verzeichnete Holzsortimente meistbietend versteigert werden: 50¾ Stecken Buchen⸗ und Kiefern Scheidbolz, 38„ desgleichen Prügelbolz, 61** Stockholz, 2070 Wellen Buchen⸗, Kiefern- und Aopen⸗Reisholz und 1½ Wagen Kiefern⸗Abfallholz. Sodann: 289 Stämme Ktiefern⸗, Bau-, Werk⸗ und Nutz bolz, 5683 Cbkfß. enthaltend, 7 Schichten Kiefern ⸗Werkscheidholz, 805 Cbkfß. enthaltend, 17 Stück Kiefern- und Fichten⸗Stangen, 62 Cbksß. enthaltend. a Die Zusammenkunft ist am kalsertichen Kirchhof, wobei bemerkt wird, daß am erfsen Tage das Breun⸗ holz und am zwetten Tage das Stamm- und Stangen⸗ dolz zur Versteigerung kommt. Buß bach den 11. März 1867. Großherzogliche Bürgermeisterel Butzbach Küche l. Edictalladung. 625 Der Großherzogliche Fiskus bat den herrulosen biesigen Nachlaß des Josepb de Bavop aus Brüssel unter der Rechlawobllbat des Inventars angetreten. Es werden darum Alle, welche Ansprüche an den Nach⸗ laß haben, aufgefordert, solche binnen 4 Wochen, vom Erscheinen dieser Bekanntmachung an, bet Weidung der Ni tberückfichtigung bier anzumelden. Nanbeim den 8. März 1867. Groß berzoglichen e Naudeim U lr uch. 5 Lohrinden⸗Versteigerung. 632 Montag den 8. April d. J., des Mittags 1 Uhr, werden auf hiesigem Ratbbause folgende Lobrinden verflelgert a. Aus dem diesigen Gemeindewald 900 Ctr. d.„„ Cleeberger* 350„ o.„„ Griedelbacher 5 500„ d.„„ Weiperfelder* 10„ umme 2020 Ctr. S Brandoberndorf(Amt Usingen) den 11. März 1867. Der Bürgermeister Dartmans beim. Zu verkaufen. 593 Ein in der Usagasse detegenes Haus ist aus der Hand zu verkaufen. Näberes zu erfragen dei Georg Kautz am Stadtschulhaus. Itüchtige Schuhmachergesellen 634 finden W eee Judengasse. Handels-Lehr-Zustitut Jüdingen. 435 Das Sommersemester beginnt und findet damit die Aufnahme neuer Zöglinge statt: Montag den 30. April 1867, was mit dem Anfügen bekannt gegeben wird, daß ohne der Tendenz der Anstalt Abbruch zu thun, auf Befähigung der Schüler zum Freiwilligen-Examen hingearbeitet wird. Baldigen Anmeldungen sieht man entgegegen. Das Nähere besagen die Prospecte, welche gratis abgegeben werden. Büdingen im Februar 1867. Ottensoser, 1 Friedberger Bergbau-Gesellschaft. 607 Die diesjährige General-Versammlung der Herren Actionäre der Friedberger Bergbau— Gesellschaft findet 5 Samstag den 30. März 1867, Nachmittags 3 Uhr, im Hotel Trapp in Friedberg, Wetterau, statt. Nach F. 23 der Statuten müssen diejenigen Herren Actionäre, welche als stimmführendes Mitglied Theil nehmen wollen, ihre Actien wenigstens 3 Tage vor der Zusammenkunft am Sitz der Gesellschaft, in Friedberg bei Herrn Verwalter Stifft oder bei dem Bankhause Carl Kalb Sohn in Wiesbaden deponiren, und dient die Bescheinigung der Hinterlegung der Titel als Einlaßkarte in die Versammlung. er Gerant. Pferdemarkt& Pferdeverloosung zu Frankfurt a.. 466 Laut Programm des landwirthschaftl. Vereins findet am Schlusse des Pferdemarkts, am 10. April d. J., mit Genehmigung k. pr. Regierung große Verloosung statt. Die Gewinne bestehen demgemäß aus: 61 der schönsten Reit⸗, Wagen⸗ und Arbeitspferde, 10 Wagen nebst completen Geschirren, wobei eine Equipage mit A schönen Pferden u. completer Schirrung. Außerdem vollstͤändige Geschirre, Sattelzeuge, Fahr- und Reit-Requisiten ꝛc. Bestellungen auf Loose à 1 Nthlr.(fl. 1. 48 kr.) sind bald bei mir einzureichen, wenn mit Sicher— heit auf Zutheilung gerechnet werden soll. Nach Ziehung sende ich Liste franco. Gustav Sehwarzschild, zen 8s. Frankfurt a. W Berlinische Lebens⸗Versicherungs⸗Gesellschaft. 629 Die Berlinische Lebens⸗Versicherungs-Gesellschaft übernimmt fortwährend Versicherungen 8 auf das Leben einzelner und verbundener Personen zum Betrage von 100 bis] 20,000 Thlr. zu billigen Prämien, und gewährt den bei ihr mit Anspruch auf Gewinn (Tabelle A.) versicherten Personen zwei Drittel des reinen Gewinnes der Gesellschaft. Nähere Auskunft über die verschiedenen Versicherungs-Arten wird im Bureau der Ge— sellschaft, Spandauer Brücke No. 8, sowie von sämmtlichen Agenten derselben bereitwilligst ertheilt, bei welchen auch Geschäfts⸗Pläne unentgeltlich entgegengenommen und Versicherungs— Anträge jederzeit angemeldet werden können. Louis Winheim. Friedberg den 12. März 1867. An quälendem trockenen Husten leidend, begleitet von Appetitlosigkeit, Kitzel im Kehlkopf, Leibesrerstopfung und Schlaflosigkeit, brauchte ich den f L. W. Egers'schen Fenchel⸗Honig⸗Extract und wurde dadurch mein Leiden los, was andere Mittel nicht bewirkten. Nieder⸗Langenau bei Lähn. Joh. Ehrenfried Laußmann. 617 Der Schlesische Feuchelhonig Extract, erfunden und allein fabrizirt von L. W. Egers in Breslau, wird seiner erprobten Güte wegen vieifach in der erbärmlichsten Weise nachgepsuscht. Man hüte sich daher vor solchen oft sogar schädlichen Nachpfuschungen und achte genau darauf, daß jede Flasche des namentlich bei Hals- und Brustleiden, Husten, Heiserkeit, Verschleimung, wie insonders bei Kinder-Krankheiten so sehr bewährten Fenchel⸗Honig⸗ Extracts das Siegel, Etiquette nebst Facsimile, sowie die eingebrannte Firma von L. W. Egers in Breslau trägt und nirgends anders gekauft wird als in der alleinigen Niederlage bei Jos. Hoffmann in Friedberg Eine große Partie Mist.« Versteigerung 610 bat zu verkaufen Heinrich Weller. halten ab Wontag den 25. d. M., Vormittags 9 Uhr, Ein großer ne isi K koffer, dnlongnd Gebr. Gossi mn Grobentinden. 628 der noch gut erhalten ist, wird zu kaufen gesucht. Taubheit ist heilbar! 1 Offerten wolle man baldigst bet der Exped, d. Bl. Hilfe für Ohrenleidende. Eine Anweisung zur abgeben. Erlangung des Gehörs bei gänzlicher Taubheit, — 2 5 zur Beseitigung der Schwerhörigkeit und zur Ein Logis, 5 Heilung aller Ohrenkrankheiten. Hane 616 welches sogleich bezogen werden kann, hat zu ver⸗ Der Hie vorfinden ede deen miethen Georg Engel. 1 N Diese vorzügliche Schrift enthält ein natur⸗ gemäßes, radicales und einfaches 1 7 auszu⸗ 2 5 2 5 führendes Heilverfahren und ist auf frankirte Be⸗ Ein einthüriger großer Kleiderschrank 623 steht wegen Mangel an Raum in Auftrag zu ver⸗ kaufen bei Hofbauschreiner Dewell. 0 stellung direct von S. Mode's Buchhandlung. Empfehlung. GPosistr. 28 in Berlin, sowie durch jede hiesige und 9 auswärtige Buchhandlung zu beziehen. 618 630 Alle Sorten Gemüse⸗, Garten- und Feldsämereien find frisch und in bester Qualität zu haben bei zum Friedberg den 13. März 1867.. Wilhelm Schmidt. . In der hiefigen Kirchenkasse liegen 606 fl. 22%¾ kr. Auslelhen bereit. Nieder⸗Ros bach den 12. März 1867. BYedenkapp, Kirchenrechner, von: 3 Pferden, Wagen, Chaise, Geschirren ꝛc. ꝛc.! —— Pf 572 Zu der am 10. April d. J. statt⸗ findenden großen Verloosung von Pferden, Wagen ze. zc. empfiehlt Loose à fl. 1. 45. oder Nthlr. 1. Frankfurt a. M. G. Krämer, 2 Liebfrauenstraße 2 Turnverein. 615 Freitag den 15. Generalversammlung. Abhör der Rechnung von 1866. 5 624 wurde Sonntag den 10. März verloren und wird um Rückgabe an die Exped. d. Bl. gegen eine gute Belohnung gebeten. 7 631 Derjenige Herr, welcher bei der letzten Abend⸗ unterhaltung des Liederkranz den Hut mit dem Namen Gg. Hanstein für den seinigen erhielt, wird gebeten den Hut bet mir auszutauschen und mir die Ersetzung zu ersparen. Garderobier Herold. Frankfurter Pferdemarkt⸗Loose 635 werden besorgt durch Eduard Hirsch. Durchsichtige Clycerin-Seife! 614 anerkannt bestes Mittel zur Verschönerung der Haut, empfiehlt in Stücken à 4, 6, 9, 10, 12 kr. Wilhelm Fertsch. „Goltes Segen bei Cohn!“ Grosse Capitalien- Verloosung von iber 2 Mill. 200, 000 Mark. Beginn der Ziehung am ten d. Mts. Bekanntlich ist der Debit der Neuen Mailänder Staats- Prämien Obli- gationen, von der Grossherzogl. Hessisehen Regierung gestattet. Nur 2 Thaler 526 kostet ein Original- Staats-Loos (keine Promesse) aus meinem Debit und werden solche auf frankirte Bestellung gegen Ein- sendung des Betrages, oder gegen Post- vorsehuss selbst nach den entfern- testen Gegenden von mir versandt. Es werden nur Gewinne gezogen. Die Haupt- Gewinne betragen Mark 225,000— 125,000— 100,000— 50,000 — 30,000— 20,000— 2 2 15,000, 2 2 12,000, 2 à 10,000, 2 3 8000, 3 à 6000, 3 2 5000 4 à 4000, 10 à 3000, 60 à 2000, 6 à 1500, 4 à 1200, 106 à 1000, 106 3 500, 6 à 300, 100 à 200, 7628 à 100 Mark u. s. w. Gewinngelder und amtliehe Zie- hungslisten sende sofort nach Ent- scheidung. Meinen Interessenten Deutsel⸗land bereits grosse Loos ausgezahlt. Laz. Sams. Cohn in Hamburg, Bank- und Wechselgeschäft. 2212— Preise verschiedener Gegenstände. Friedberg am 13. März. 28—30 kr.] Eier 7 Stack 8 kr. habe allein in 22 Mal das Butter pr. 2 Brennholz, Buchen⸗Scheitholz I., pr. Stecken 7 fl.— kr. Fruchtpreise. Per Minder. 15 fl Friedberg, 12. März. Waizen. kr.; Korn 10 fl. 55 kr.; Gerste 9 fl.— kr.; Hafer 4 fl. 55 kr. Frankfurt, 11. März. Weizen 15 fl. 30 kr.; Korn 11 fl. 45 kr.; Gerste 11 fl. 15 kr. Hafer 8 fl. 20 kr. Grünberg, 9. März. Waizen 15 fl. 13 kr.; Korn 1 fl. 48 kr.; Gerste 9 fl. 23 kr.; Hafer 5 fl. 7 kr.; Molter— fl.— kr.; Erbsen— fl.— kr.; Wicken 9 fl. 15 kr.; Saamen 16 fl. 45 kr.; Kartoffeln 4 fl. 33 kr. Mainz, 8. März. Waizen 15 fl. 58 kr.; Korn 10 fl. 53 k.; Gerste— fl.— kr.; Hafer 5 fl. 12 kr.; Kartoffeln 4 fl.— kr.; Roggenstroh(per 100 Gebund 19 fl. r kr. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Vindernagel& Schimpff. erde⸗Loose. 1Malacoßf). Ein goldenes Medaillon e Im M Ordunng en der Feldschl Sie daher, Wiesengang längstens vo! In die! noch zu kröf 1) Ob die vorgen sind ur 2) welche der bei von Jh Wir em Hel Mierhgeld zu. ßrie ——— Hessen. liche Regierun (Schluß.) 11 Vom d Febr., für öffenllchr betreffend. d 50 ½ kt., bie IV. hebe Umlagen zur den Gem inden J. Uchersic Amligen zur 8 Arliglonsgemein M. hleberst gen dur eee VI. U S . d. Düsseldorf besonderem