Jun, lin tit weite dam, Nrfbaum- Dime. 3 arruigketten. et ketden don ng.* Pad nun brrühm, Frafnigrn det 1 Nrbmfen „ Ves und ümmich in 0 — e. kt.; n L V k. kr; Kern 9 Lk. 39 k.; Koln 5 L G kr. Suan 6. 3 b. b tc. Ki 6 L 8 fl. n end Damstag den 13. Juli. M 82. Anzeiger für Oberhessen. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Fticdberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. „ Abonnements ⸗ Einladung. Mit dem 1. Juli beginnt ein neues halbjährliches Abonnement auf den Anzeiger für dreimal, Dienstag, Donnerstag und Samstag, erscheinen wird. und wichtigsten Tagesbegebenheiten, allgemein belehrende und u Nachrichten, Markt- und Cours Berichte, Verloosungen von Staatspapieren und locale Not und Erzählungen, Gedichte, Anekdoten, Räthsel ꝛc. Unterhaltungs⸗Blatt interessante Novellen Oberhessen, welcher auch ferner wöchentlich Derselbe bringt die kreisamtlichen Erlasse, sodann eine kurze Uebersicht der interessantesten nterbaltende Aufsätze, landwirthschaftliche und gewerbliche Mittheilungen, geschäftliche izen, außerdem wöchentlich einmal in dem beigegebenen Die stets wachsende Zahl der Abonnenten muß uns die erfreulichste Aufmunterung sein, die Geschäfte der Redaction in der bisher eingehaltenen Weise fortzuführen. Das Abonnement beträgt halbjährlich: für die Abonnenten in hiesiger Stadt 1 fl., bei sämmtlichen Pestämtern des Großherzogthums 1 fl. 6 kr. Bestellungen bei der Post Unterbrechung eintritt. beliebe man baldigst zu machen, damit in der Zusendung des Blattes keine Den verehrlichen Abonnenten in hiesiger Stadt werden wir das Blatt auch für das neue Halbjahr zusenden, wenn nicht ausdrücklich Abbestellung erfolgt. ie Redaection. Betreffend: Die Unterstützung von Invaliden und von Hinterbliebenen gefallener bessischer Soldaten vom Feldzuge 1866. Amtlicher Theil. Friedberg den 10. Juli 1867. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Kirchenvorstände. Ein Theil von Ihnen ist immer noch im Rückstande mit Erledigung unserer Auflage vom 9. April l. an die wir schon in Nr. 55 und in Nr. 68 des Anzeigers abermals erinnert haben. Wir erwarten daher, unverzüglich erfolgt. Betreffend: Das Executlonsverfahren und dessen Fortleitung, insbesondere wenn Mobtlien gepfändet find. Das Großherzogliche Landgericht Friedberg und Ortsgerichts⸗ V ffnen wir Ihnen, daß Ihr Gesuch um Zurücknahme der bezüglich des für unbegründet erachtet und demselben deßhald keine Folge gegeben an die Großherzoglichen In Auftrag Großherzoglichen Hofgerichts dieser Provinz erd Pfändertransports durch die Ortsgerichte getroffenen Anordnung worden ist. Bürgermeister J. in Nr. 44 des Anzeigers, daß diese von den Säumigen Der p p. Friedberg den 9. Juli. 1867. orsteher des Bezirks. r Hessen. Darmstadt, 9. Juli. I. Kam⸗ mer. In heutiger Sitzung wurden zwei Mitthei⸗ lungen des anderen Hauses, das Militär⸗ Budget für 1867—68 und der Gesetzentwurf, die Aufbringung der Kosten für das zur Erbauung von Eisenbahnen erforderliche Gelände betreffend, erledigt. Gelegentlich der Berathung des ersteren Gegenstandes stellte die Kammer dem Kriegsmini⸗— sterium, nach Antrag des Grafen v. Görtz, zu sofortiger Unterstützung Verwundeter aus dem vor- jährigen Feldzug 3000 fl. zur Disposition. Der Gesetzesentwurf wird in derselben Fassurg, welche ihm die andere Kammer gegeben, angenommen. Das Haus vertagt seine Berathungen auf meh- rere Wochen. — Bei der hiesigen Oberpostdirection sind angeßellt worden: als Oberpostdirector Vahl aus Magdeburg; als Büreauvorsteher Postrath Calonne aus Hannover; als Postinspector Beck aus Stral— sund; als Postkassencontroleur Postsecretär 1. Cl. Bötticher aus Darmstadt; als Oberpostkassenrendant Dittmar aus Breslau; als Oberpostkassenbuchhalter Oberrevisor Geilfuß; als Oberpostkassenhülfsbuch⸗ halter Postkasssirer Berchelmann; als Büreau⸗ beamte 1. Cl.: Winter aus Coblenz, Rosenhagen aus Bromberg und die folgenden taxis'schen Be⸗ amten: Oberrevisor Hensolt, die Secretäre Silz, Holzamer, Kromm, Dr. Kneusel und Oberpost⸗ amtssecretär Reuning. Dem Oberpostsecretär Schulz aus Hamm wurde die Verwaltung der Postkassencontroleurstelle bei dem Oberpostamt in Darmstadt, dem Oberpostsecretär Schwarz aus Coblenz das gleiche Amt in Mainz commissarisch übertragen. — Generalmajor v. Grolman, bisheriger Director des Großherzoglichen Kriegsministeriums ist zum Präfldenten des Kriegs ministeriums ernannt worden. in Folge Beschlusses des hiesigen Gemeinderaths wird die Feier des Residenzfestes weder am 14. noch am 21. Juli stattfinden, sondern soll mit dem Ludwigsfeste am 25. August und zwar nur kirchlich gefeiert werden. Der kriti- schen Zeitverhältnisse wegen sollen alle weiteren Feierlichkeiten, namentlich das Volksfest, an diesem Tage unterbleiben. Bekanntlich hatten sich gegen die öffentliche Feier dieses Tages verschiedene Stimmen ausgesprochen. * Friedberg. Die zur Erlernung des preu— ßischen Exercitiums nach Mainz commandirten Unterofficiere sigd wieder in ihre Garnisonen zu— rückgekehrt. Die Officiere werden noch einige Zeit in Mainz verbleiben. „ Friedberg. Heute Samstag den 13. d., am Jahrestag des Treffens bei Laufach, wird Vormittags 9 Uhr auf dem Paradeplatz dahier durch unser Bataillon eine Trauerfeier zu Ehren der bei Laufach gefallenen Kameraden abgehalten werden. Mainz. Dieser Tage haben die Herren Dr. Cuny und Kupferberg, die als Civilärzte im vo— rigen Jahre der Großherzoglich Hessischen Armee im Felde ihre Dienste widmeten, sowie die Herren Gerichtsaccessist Bernays und Weinhänbler Joseph Schmitz, welche als Mitglieder des hiesigen Sa- nitätscorps dieselben begleiteten, die Medaille„für treue Dienste im Kriege“ erhalten. Alzey. Der Gemeinderath der Stadt Alzey hat bereitwilligst die Summe von 1200 fl. jährlich bewilligt, damit die dortige Realschule so erweitert werden kann, daß sie die zum einjährigen Frei- willigendienst giltigen Abgangszeugnisse ertheilen darf. Preußen. Berlin. Die„Norddeutsche Allgemeine Zeitung“ erklärt die Nachrichten fran— — Auf den Wunsch des Großherzogs und zösischer Blätter, daß Frankreich wegen Nord- schleswig Vorstellungen in Berlin erhoben oder sich sonst in diese Angelegenheit eingemischt habe, für durchaus unbegründet. — Ein allerhöchster Erlaß vom 5. Juli hebt die Lotterien in Hannover, Osnabrück und Frankfurt auf, jede nach Beendigung der zweiten im laufenden Jahre spielenden Classenlotterie. — Der„Staatsanzeiger“ publicirt Verord- nungen bezüglich der Einführung der Stempel⸗ steuer von Spielkarten, der Wechselstempelsteuer, der Zeitungsstempelsteuer und der Kalendersteuer in den neuen Landestheilen. Ferner veröffentlicht der„Staatsanzeiger“ Erlasse, betreffend die Emission von 5 Millionen Thalern in Schatzan- weisungen und die Ermäßigung der Consulats- gebühren in den europäischen Häfen. Hannover. Die Vertrauensmänner aus dem ehemaligen Königreich Hannover sind nunmehr ernaunt und sollen Ende d. M. in Berlin zur Berathung zusammentreten. Sämmtliche hervor- ragende Persönlichkeiten der national- liberalen Partei sind unter denselben befindlich, auch die Ritterschaft ist in jeder Weise berücksichtigt, nur die strengen Partieularisten sind völlig übergangen. Wiesbaden. Der König wird, wie der „Rheinische Kurier“ mittheikt, um den 20. ds. herum von Ems hierher kommen, um bier eine Parade der neuen, in der Nähe liegenden Regi- menter abzunehmen.— Durch ein Ministerial- reseript, meldet die„N. M. Z.,“ wird den Leh⸗ rern des Herzogthums Nassau mitgetheilt, daß sie künftig sich der Massenversammlungen(wie in Limburg) zu entbalten haben. Jedenfalls solle künftig bei derartigen Versammlungen ein Pro- gramm vorerst der Regierung mitgetheilt werden. Sachsen. Aus Lugau erhält das„Dres- dener Journal“ über den Grubensturz folgende amtliche Nachricht: Die Brüche dauern fort. Neue Versuche sind gemacht worden, ob irgend eine Oeffnung im Schachte vorbanden sei. Es ist keine gefunden. Hierbei hat sich ergeben, daß wahrscheinlich die Wetterleitung vom Erfolg des Bruches an gänzlich zerstört ist, mithin keine frische Luft zu den Verunglückten hat gelangen können. Wiewobl somit keine Hoff- nung auf Rettung der Verschütteten vorhanden wäre, so werden doch die Arbeiten ununterbrochen fortgesetzt. — Weitere Nachrichten besagen: In Lugau hat man durch die fortgesetzten Versuche den letz- ten und unwiderlegbarsten Beweis erhalten, daß der Schacht von unten herauf bis 360 Ellen vollständig gefüllt ist und die Verschütteten dem nach als todt zu betrachten sind. An ein Heraus- holen ihrer Leichen sei vor Zufüllung und Wieder— aufmachung des Schachtes nicht zu denken. Die bisherigen Rettungsarbeiten sind in Folge dessen vorläufig eingestellt. Würtemberg. Stuttgart. Die Ein⸗ führung des preußischen Exercier- und Felddienst— Reglements in seinem ganzen Umfange bei der würtembergischen Armee ist nun beschlossene Sache; vier höhere Officiere werden zur Erlernung des preußischen Dienstes nach Berlin geschickt. Baden. Karlsruhe. Aller Wahrschein⸗ lichkeit nach wird in Baden, sofern die Stände zustimmen, schon bei der nächsten Aus hebung die allgemeine Wehrpflicht zur Geltung ge— langen, sodaß der Loskauf aufhört und alle Pflich— tigen sich persönlich zu stellen haben. Oesterreich. Wien. Dem Verlangen des Wiener Cabinets gemäß ist zwischen Oesterreich, Preußen und den übrigen deut— schen Staaten ein Vertrag über den Austritt des ersteren aus dem deutschen Münzverein abge⸗ schlossen.(Die Ratification desselben steht un— mittelbar bevor.) — Der Abg. Mühlfeld hat im Unterhause einen Antrag bezüglich des Religionsgesetzes ge— stellt und in seiner Begründung hervorgehoben, wie der Wunsch nach Aufhebung des Concordats seit der ursprünglichen Einbringung seines Antrags sich in der Bevölkerung noch gesteigert hat; wie Freiheit und Gleichheit auf religiösem Gebiete noch nothwendiger seien, als auf politischem; wie die inneren und äußeren Verhältnisse Oestreichs sich anders gestaltet hätten, wenn größere religiöse Duldsamkeit bestände, und wie namentlich der Einfluß Oestreichs in Deutschland sich anders ge⸗ staltet hätte. — Die Königin Marie von Hannover ist gestern Abends allein hier angekommen und hat Appartements in der Hofburg bezogen. Graf Rudolph Wrbna und der Kämmerer Graf Wilczek sind der Königin zugetheilt.— Man beabsichtigt, die Erinnerung an Maximilian durch ein hier zu errichtendes Monument zu verewigen. Auch in dem Gemeindeausschusse von Hietzing ist der Gedanke angeregt worden, dem Verstorbenen, welcher Bürger dieser Gemeinde war, ein Denkmal zu setzen. Dänemark. Kopenhagen. Der dä— nische Kronprinz hat dem König von Schweden, der gegenwärtig mit Gemahlin und seiner sechzehn⸗ jährigen Tochter auf dem Lustschlosse Bäckaskay (in Schonen) weilt, einen Besuch abgestattet. Die scandinavische Partei schöpft hieraus große Hoffnung, daß ihr lange gehegtes Project, durch eine Heirath des dänischen Thronfolgers mit der schwedischen Königstochter die Vereinigung der drei nordischen Reiche wieder herzustellen, sich verwirklichen könne. Frankreich. Paris. Der König von Württemberg ist am 8. ds. Abends hier an⸗ gekommen. — Am 9. ds. wohnte der Kaiser im In⸗ dustriepalast einer großen Festlichkeit bei, bei welcher er die Preise für musikalische Leistungen vertheilte.— Der„Temps“ sagt:„Die Abreise mehrerer Garibaldianer von ihren betreffen⸗ den Wohnorten lasse befürchten, daß ein neuer Einfall auf's römische Gebiet versucht werden möchte. — Die internationale Münzconferenz hat ihre Arbeiten beschlossen. Man hat sich über eine Reihe von Principien geeinigt, welche den ver— tretenen Regierungen zur Annahme vorgelegt werden sollen, um dann zu der Redaction eines förmlichen Vertrages schreiten zu können. Alle Beschlüsse sind einstimmig gefaßt worden. Die Hauptmomente sind: Es soll in allen Conventions staaten nur eine Währung und zwar die Gold— währung bestehen; Silber soll nur als Ausgleichs- münze dienen. Als Münzeinheit soll das Fünf⸗ frankenstück in Gold dienen; alle anderen Münzen sollen nur ein Vielfaches dieser Einheit sein können. Als Gewicht soll dem Münzfuße ebenfalls das französische Gewicht zu Grunde liegen. Jedes Land behält übrigens für seine Währung die bis— herigen Namen und Formen; die Münzen des einen Landes haben in dem anderen Cours. Es wird der Wunsch ausgesprochen, daß bis zum 15. Februar künftigen Jahres alle Regierungen sich definitiv über diese Vorlage geäußert haben mögen. — Im gesetzgebenden Körper sprachen Thiers und Jules Favre über die Vorgänge in Mexico. Letzterer sagte: Maximilian sei im Ver⸗ trauen auf die ihm von der französischen Regie- rung gegebenen Versprechungen nach Mexico ge- gangen; er hätte daher auch von der französischen Armee beschützt werden müssen. Sein Blut werde auf Frankreich kommen. Der Staatsminister Rouher protestirte energisch gegen diese Vorwürfe. — Wie der„Moniteur“ meldet, ist General Lopez, der so schändlichen Verrath an Kaiser Maximilian verübte, wegen Unwürdigkeit aus der Liste der Inbaber der Ehrenlegion gestrichen worden. — Die„Epoque“ glaubt zu wissen, daß Fuad Pascha dem Marquis de Moustier erklärt habe, der Sultan wolle von jetzt an eine durch— aus liberale Bahn betreten und alle möglichen Reformen und Variationen des Fortschritts in seinem Reiche einführen.(Vivat sequens.) Amerika. Um einigermaßen die Erbitte⸗ rung der Republikaner in Mexico gegen Kaiser Maximilian und dessen Regiment begreifen und beurtheilen zu können, wird von verschiedenen Zeitungen das sog. Blutediet, welches Maxi— milian am 3. October 1865 gegen die Republi⸗ kaner erließ, neuerdings zum Abdruck gebracht, ohne weitere Bemerkung, der es im Uebrigen auch gar nicht bedarf. Dasselbe lautet wörtlich: Art. 1. Jedes Jn⸗ dividuum, wesches zu einer bewaffueten Bande ge— hört, sie möge einen politischen Vorwand haben oder nicht, soll durch ein Kriegsgericht abgeur— theilt werden. Wird es schuldig befunden, wenn auch nur der Thatsache, zu der Bande gehört zu haben, so wird es zum Tode verurtheilt und das Urtheil in 24 Stunden vollzogen. Art. 2. Je- des Individuum, welches zu einer Bande gehört und im Gefechte gefangen wird, soll von dem Commandirenden des Truppentheiles, welcher das— selbe gefangen hat, abgeurtheilt werden. Dieser wird den Schuldigen verbören, seine Vertheidi⸗ gung anhören und sein Urtheil aussprechen, wel— ches in 24 Stunden vollzogen wird. Art. 3. Von der Todesstrafe sollen nur Solche ausge— nommen sein, welche beweisen können, daß sie mit Gewalt gezwungen worden sind, in die Bande einzutreten, oder daß sie sich zufälliger Weise bei derselben befanden. Art. Wenn gemäß Art. 3, der Commandant eines Truppentheils findet, daß der Gefangene in einem der darin erwähnten Fälle ist, so wird er kein Urtheil aus- sprechen, sondern wird den Gefangenen überweisen und seinen Bericht an das Kriegsgericht über⸗ geben, unter welchem er steht. Art. 5. Gerichtet und verurtheilt sollen werden gemäß Art. 1 Die⸗ jenigen, welche freiwillig den Guerilleros mit Geld oder anderen Dingen Hülfe leisten; Die⸗ jenigen, welche ihnen Mittheilungen, Nachrichten oder Ratbschläge geben; Diejenigen, welche be— wußter Weise an Guerilleros Waffen, Pferde, Lebensmittel oder irgend sonstige militärische Ge⸗ genstände verkaufen. — Die Ratificationen des zwischen Rußland und den Vereinigten Staaten abgeschlossenen Kauf- vertrages der russisch-amerikanischen Besitzungen sind am 20. Juni in Washington ausgetauscht worden. Das neuerworbene Gebiet soll dem Militärbezirke, in dem Oregon und Washington liegen, einverleibt werden. Die Kaufsumme be⸗ trägt 7,200,000 D., die binnen zehn Monaten in Gold auszuzahlen sind. Friedberg. Das Feldbergfest am letzten Sonntag war von etwa 5000 Meunschen besucht. An dem Wett⸗ turnen betheiligten sich unter Leitung des Herrn Rüb⸗ samen von Gießen 96 Turner. Es erhielten unter anderen stimmte Ausdrücke für alle Kräfte, welche in der Landwirthschaft und In⸗ Was ist billiger, Maschinenarbeit oder Handarbeit? Von Dr. Henkelmann. Es wird vielfach, namentlich vor Landwirthen noch darüber ge— stritten, was billiger sei, Maschinenarbeit oder menschliche Arbeitskräfte. Um hierüber ein Urtheil fällen zu können, hat man nur nöthig, die mechanischen Leistungen des Menschen mit den Leistungen der Maschinen zu vergleichen und dieß geschieht gewöhnlich dadurch, daß man die Ge— wichte bestimmt, welche diese Kräfte in einer bestimmten Zeit auf eine bestimmte Höhe zu heben vermögen. Hiernach nennt man die— jenige Kraftleistung, welche 1 Pfund während einer Secunde einen Fuß hoch heben kann, ein Fußpfund. Um größere Kräfte zu messen, legt man gewöhnlich ein größeres Kraftmaß, als das Fußpfund zu Grunde, nämlich die Pferdekraft, und nimmt an, daß ein Pferd bei mittlerer Arbeitsleistung in einer Secunde 120 Pfund 5 Fuß hoch, oder was das— selbe ist, 600 Pfund einen Fuß hoch heben kann. Eine Pferdekraft oder Pferdestärke wird also in der Mechanik zu 600 Fußpfund angenommen. Eine Maschine hat 10 Pferdekraft heißt demnach: Dieselbe könnte, wenn sie zum Heben von Lasten verwendet würde, in jeder Secunde 600 Pfund 10 Fuß hoch oder 6000 Pfund einen Fuß hoch heben. So läßt sich auch jede andere Kraft, z. B. die Wasserkraft in Pferdekräften ausdrücken, indem man das Gefäll mit dem Gewichte der Wassermasse multiplicirt. Wir besitzen also in dem Fußpfund und in der Pferdekraft be— dustrie thätig sind. N 5 Dieß vorausschickend, vergleichen wir nun einmal die Leistungen eines Arbeiters mit denen der Zugthiere und Maschinen. Nach vielfachen Be⸗ rechnungen leistet ein Arbeiter bei den verschiedenen landwirthschaftlichen Arbeiten, Mähen, Dreschen ꝛc. ꝛc. bei 10 Arbeitsstunden täglich 1½ Mil⸗ lionen Fußpfund Arbeit. Beträgt der Tagelohn 15 Groschen, so liefert ein Arbeiter für 1 Groschen also 100,000 Fußpfund Arbeit. Ein Pferd leistet bei täglich 10stündiger Arbeit an 15 Millionen Fußpfund Arbeit, am Göpel dagegen nur 10 Millionen Fußpfund. Den Pferdetag zu 20 Groschen gerechnet, liefert also das Pferd für einen Groschen 500,000 bis 700,000 Fußpfund Arbeit täglich; es arbeitet also 5 bis 7 mal billiger, als der Mensch. Die Dampfmaschine dagegen liefert für einen Groschen 3 bis 4 Millionen Fußpfund täglich; die Dampfmaschinenarbeitseinheit kostet daher 30 bis 40 mal weniger, als die mechanische Arbeitseinheit des Menschen. 8 0 Das Petroleum. Von Dr. Curtman. Die größten Schätze, welche der Mensch in den letzten Jahrzehnden dem Boden abgewonnen hat, bestehen nicht in dem Golde Californiens und Neuhollands, sondern in dem Oele, welches er den Quellen der Tiefe fütun. Aützunge Familie 6 Verbale Au urg waltung. 0 f 05 99 5 aupt den 8 1 daß; Mehl enden di Haushül! bommen und Gelegenheit f Mehl fand u nun die Vern Arsenik war. ausgetwiclten ing Haus geke Altona. die Kunde vor Am Morgen Kändige Bin ihrer Wohnus garnisonitend selee hat sich man fand ih nahe ber St 45 Da Vor einiger 3 Migliedern d Begleitung vo genau unlerst mit Sichethe majestätische! im Schloß ber Te ieee ee Das dam Ehlers, wilt nach einer wohlbehalten daselbst die Passagiete nach Hambu 1250 Tons 12 Saif Das Bre Okerendorp, in nach eiuer in New⸗ Jork Das Bren welches am 2 Wüelth n Ne algelangt, un und Franfteic unverzüglich — 1 dunommen könne nur delsen tros mit elche be · Mode, 0 wüͤcht Ge 1 Nahund sentn Aut Besigungen 1tgetauscht gell den Basbington unn bt ⸗ Monaten — folgende Turner aus unserer Provinz Preise: C. Kalbfleisch von Butzbach den 2. H. Heß von Peterweil den 1—x9 Jacob Rumpf von Butzbach den 11, Fe. Schäfer! von Gießen den 14., B. Geüuinger von Butzbach den 35. Darmstadt. Der Invaliden⸗Unterstützungs verein hal seine siebende Uebersicht der gezeichneten und eingesendeten Beiträge veröffentlicht. Dieselben betragen dis zum 30. Juni 22.826 fl Ausweislich des Rechen⸗ schaftsberichts vom 30. April d. J. waren bis dahin ver. ausgabt worden: m) an 31 Wittwen resp. Hinterbliebenen gefallener Soldaten 894 fl., 2) an 121 Seldaten vom Feldwebel abwärts 1891 fl. 45 kr., zusammen 27855 fl. 45 kr. Vom 1. Mai d. J. bis zum 30. Juni wurden weiter ausgegeben: 1) an acht Wittwen(darunter vier wiederholte Gaben) 80 fl., 2) au neun Soldaten(dar⸗ unter 3 wiederholte Gaben) 135 fl., zusammen 215 fl. Im Gauzen wurden bis beute verausgabt: 1) an 35 Wittwen resp. Familien 974 fl., 2) an 127 Soldaten 2026 fl. 45 kr. in Summe 3000 fl. 45 kr. Zur Unter⸗ stützung empfohlen sind 224 Soldaten. Außer den Unter- stützungsgesuchen der vorgedachten 35 Wittwen, resp Familien liegen weitere 6 Gesuche vor, über welche die Verhandlungen im Gange sind. Würzburg. Die Untersuchung bezüglich der Brod⸗ vergiftung, energisch und umsichtig geführt, hat ergeben, daß der Bäcker Sauer gänzlich schuldlos, und daß über⸗ haupt kein Verbrechen vorliegt. Dagegen stellte sich heraus, daß, weil seit einiger Zeit kleinere Quantitäten Mehl entwendet wurden, ohne daß der Thäter bekannt, die Haushälterin bemüht war, diesem auf die Spur zu kommen und deßhalb im Hause Umschau hielt, bei welcher Gelegenheit sie in einem Winkel einen Blumentopf voll Mehl fand und solches den Gesellen übergab. Es liegt nun die Vermuthung nahe, daß das vermeintliche Mehl Arsenik war und aus Unkenntniß zum Bestreueu der bereits ausgewirkten Wecke benützt ward. Wie aber das Arsenik in's Haus gekommen, ist bis jetzt noch nicht ermittelt. Altona. Am 1. Juli wurde unsere Stadt durch die Kunde von einer grauenvollen Mordthat allarmirt. Am Morgen des genannten Tages fand man eine an ständige Bürgerssrau mit tiefdurchschnittenem Halse in ihrer Wohnung. Der Mörder ist ein Soldat des hier garnisonirenden 2. schlesischen Grenadier-Regimenis; der— selbe hat sich indeß der strafenden Gerechtigkeit entzogen; man fand ihn zwei Tage nachher erhängt in einem Garten nahe der Stadt. „ Das Heidelberger Schloß in Gefahr. Vor einiger Zeit wurde die Schloßruine zu Heidelberg von Mitgliedern des unlängst gegründeten Schloßvereins unter Begleitung von sachverständigen Architekten und Ingenieuren genau untersucht. Es stellte sich bei dieser Gelegenheit mit Sicherheit heraus, daß der auch in seinen Ruinen majestätische Bau durch die Bohrung des Eisenbahntunnels im Schloßberge Risse und Sprünge erhalten hat. Telegraphischer Bericht Mitgetheilt von Chr. Hecht in Friedberg, Spec.-Agent. Das Hamburger Postdampfschiff„Hammonia“, Capt. Ehlers, welches von New⸗York am 29. Juni abging, ist nach einer glücklichen Reise von 9 Tagen 7 Stunden wohlbehalten in Cowes angelangt, und hat, nachdem es daselbst die für England und Frankreich bestimmten Passagiere und Posten gelandet, unverzüglich die Reise nach Hamburg fortgesetzt. Dasselbe bringt 140 Passagiere, 1250 Tons Ladung, 303162 Dollars Contanten und 12 Bciessäcke. 1 Das Bremer Posidampfschiff„Hansa“, Capt. K. von Oterendorp, welches am 22. Juni von Bremen abging, ist nach einer glücklichen Reise von 12 Tagen wohlbehalten in New⸗York angekommen. Das Bremer Postdampfschiff„Weser“, Capt. Wenke, welches am 27. Juni New⸗York verließ, ist nach einer glücklichen Reise von 11 Tagen wohlbehalten in Cowes angelangt, und hat, nachdem es daselbst die für England und Frankreich bestimmten Passagiere und Posten gelandet, unverzüglich die Reise nach Bremen fortgesetzi. handelnden Friedberg, 11. Juli. Seit 5 Tagen trat im Großherzoglichen Schullehrer-Seminar dahier ganz plötzlich eine auffallende Anzahl von Krank— heitsfällen ein, welche alle die völlig gleichen Symptome, nur bei den einzelnen Kranken im verschiedenen Grade, darboten und von dem be— Seminararzte für gastrisch-nervöse Zustände erklärt wurden. Die geeignete Be— handlung trat sofort ein, welche auch bei mehreren Kranken die erwünschten Folgen hatte. Da aber gleichzeitig auch im hiesigen Militärhospital ein auffallend hoher Krankenstand eintrat und ebenso in der Stadt mehrere Nervenfieberfälle, worunter einige mit tödtlichem Erfolg, eintraten, auch im Seminare selbst innerhalb weniger Tage etwa 5 Erkrankungen einen entschieden typhösen Cha— rakter annahmen, so hielt, man es heute auf Anrathen des Arztes für geboten, das Seminar auf einige Zeit zu schließen, die gesunden Zög— linge in die Heimath zu entlassen und die ent— schieden oder zweifelhaft Kranken hier zu behalten. Wir hegen die feste, auf zureichende Gründe sich stützende Ucberzeugung, daß diese Maßregel Schlimmerem vorbeugen und nicht nur für die gesunden, sondern auch für vie kranken Zöglinge, deren im Ganzen bis zur Stunde noch 14 mit mehr oder weniger bedenklichen Symptomen hier zurückgeblieben sind, von den besten Folgen sein wird. Indessen werden wir nicht unterlassen, über den Fortgang der bedauerlichen Krankheits— erscheinung, deren Ursache nach dem Urtheil aller hiesigen Aerzte in dem plötzlich eingetretenen Witterungswechsel liegen dürfte, dem Publikum jeweilig Nachricht zu geben, und bemerken nur noch, daß für die Mehrzahl der noch hier befind— lichen Kranken die beste Aussicht auf baldige Ge— nesung vorhanden, für die von dem Arzte als gesund entlassenen aber keine Ursache zu weiteren Befürchtungen angezeigt ist. Steinberger. Während des Drucks dieser Veröffentichung wird es uns eben, Freitag den 12. Juli, Vor— mittags 11 Uhr, möglich, folgenden Nachtrag zu machen. Heute Morgen 3 Uhr ist leider einer unserer zurückgebliebenen Patienten, Johannes Mann aus Uffhofen, Kreises Alzey, gestorben. Unser tiefstes Mitleid ist ihm und seinen seit vorgestern Abend hier befindlichen Eltern gewidmet. Seit gestern Abend weilt bereits in Auftrag Großherzoglicher Ober- Medieinal-⸗Direktion Herr Medicinalrath Dr. Küchler hier, um alle Vor— gänge im Seminar einer gründlichen Untersuchung zu unterziehen, welche heute Morgen seit 8 Uhr im vollen Gang ist. Das Resultat derselben bleibt abzuwarten. Weitere Vorgänge im Seminar werden veröffentlicht werden. Der Obige. Zum 3. Male: Das Dorheimer und Melbacher Jergwerkz. In Friedberg leben noch Leute, welche von 20000 fl. anno 12 her wissen, daß damals für die Inan⸗ griffnahme des Dorheimer Bergwerks eine Actien— Gesellschaft sich gründen wollte. Dieses Vorhaben einzelner, intelligenter Männer scheiterte an dem damals noch mangelhaft ausgebildeten Sinn für gemeinnützige Unternehmungen. Jene Einzelne behielten indeß ihr Interesse für den Kohlenberg— bau auch später, nachdem der Staat das Dor— heimer Werk begonnen. Von ihnen kann man erfahren, daß dazumal der Centner Braunkohlen 16 kr. kostete und daß das Dorheimer Werk schon in den ersten Jahren einen Ueberschuß lieferte. Man fing eben klein an, kief nur soviel Land, als absolut nothwendig war. Ausdehnung, Ge— bäude, Maschinen ꝛc. kamen später; man sucht solche Ausgaben möglichst zu vertheilen. Darum werden aber doch die so schön„mit Zahlen auf's Papier“ gebrachten Ueberschußsummen annähernd, abgerundet richtig sein. Das„soll“ ist deshalb an seinem Platze, weil wir die Rechnungen nicht eingesehen haben. Unsere Staatsfinanzen bilden jedoch keine undurchdringlichen Geheimnisse. Aus den Kammerverhandlungen kann Jeder, der sich dafür interessirt, erfahren, wie viel reine Ausbeute das Dorheimer Bergwerk jährlich erzielte. Wir erinnern uns, oft von größeren Summen als von gelesen zu haben. Statt spezieller Angaben, wie 20495 fl. 59/ kr. ꝛc., beschränkten wir uns darauf, eine runde Durchschnittssumme von 20000 fl. anzunehmen.„Einsender“ wollte dagegen jetzt, nachdem das„soll“ so sehr miß deutet worden, einen festeren Anhalts⸗ punkt gewinnen. Er brachte deshalb unseren Gegenstand in einer Gesellschaft zur Sprache, in welcher sich auch der jetzige Kasseführer des Dor— heimer Bergwerks befand. Derselbe sagte:„Seit ich hier bin, habe ich 350000 fl. reinen Ueber⸗ schuß an die Hauptstaatskasse abgeliefert.“ So viel wir wissen gilt diese Summe für einen Zeit⸗ raum von 14 Jahren. Wenn in 14 Jahren ¼ Million abgeliefert wurde, dann gewiß in 50 — 1 ganze Million. Mit diesen großartigen Betriebsresultaten werden einige Hauptpuncte bewiesen, welche die Erwiderung bestreitet: die Nothwendigkeit des Melbacher Werks und die Rentabilität desselben. Das Eine beweist das Andere als unwiderlegliche Folgerung. Das Dorbeimer Bergwerk verkauft jährlich für circa 70000 fl. Braunkohlen. Diese große Quantität (350000 Ctr.) wird nicht als Spielwerk, sondern zur Befriedigung absoluter Bedürfnisse benutzt. Die andern Wetterauer Kohlenbergwerke sind nicht im Stande, dem vorliegenden Bedürfniß ganz zu genügen. In 1864 weren im November und in 65 schon im September alle Vorräthe überall ausverkauft. Das Dorheimer Bergwerk hätte noch 100000 Ctr. verkaufen können„wenn da war“. Viele Leute kamen in große Verlegenheit und Noth. Wir wünschen, daß einer solchen für die Folge gründlich vorgebeugt werde. Lieber sollen ein paar Haufen Kohlen übrig bleiben, als fehlen. Wir sind leider seit Jahren an den entnommen hat und noch täglich entnimmt. Früher glaubte man, Oel könne nur aus Pflanzen gewonnen werden, und pries deßhalb die Gegen— den glücklich, welche Oelpflanzen in reichlichem Maße erzeugen, sei es nun Lein, Reps oder gar Olivenbäume. Seit dem Jahr 1859 hat man ge— funden, daß die Natur auch auf andere Weise Oel producirt, Oel, welches nicht gekeltert zu werden braucht, welches vielmehr aus der Erde hervor— quillt wie Wasser, und welches blos noch gereinigt werden muß, um als Brennstoff und Schmiermittel verwendet zu werden. Die Entdeckung fand in Nordamerika statt, dort, wo noch jetzt ein mehrere Meilen breiter Oel— district sich hinzieht. Für wie wichtig man bald nachher die Entdeckung hielt, beweist das, daß die Gesellschaft, welche die Quellen zuerst im Gro— ßen ausbeutete, dem Enidecker durch ein Geschenk von 25,000 Dollars ihre Dankbarkeit ausdrückte. Auch in dem englischen Canada gibt es sehr ergiebige Oeldistricte. So z. B. hat dort ein gewisser John Shaw eine Nachgrabung nach Oel vorgenommen, welche ihn zu einem mehr als stein- reichen Manne gemacht hat. Derselbe hatte sich in den Kopf gesetzt, an einer gewissen Stelle müsse sich eine Oelquelle ergraben lassen. Er legte deßhalh selbst Hand an, und grub so lange seine Kraft und seine Kasse reichte. Zuletzt beschloß er, noch einen Tag, aber nicht länger auszuhalten, dann aber wolle er auswandern. Im Unmuthe warf er sein Werkzeug auf den Boden, und horch, er hört Etwas verwunderlich rauschen. Seine Pumpe fällt sich wirklich mit Oel. Dieses strömt so mit Macht, daß er sich kaum retiren kann, und daß er, nachdem Alles geordnet ist, für 950 Dollars Oel in 24 Stunden aus seiner Grube gewinnt, folglich von da an rasch zum Millionär geworden ist. Unmittelbar konnte allerdings Shaw, wie alle anderen Quellen-Besitzer, das von der Erde Gegebene nicht in den Handel bringen. Es muß gereinigt werden, wenigstens um als Leuchtstoff verkauft zu werden. Auch die Feuergefährlichkeit nimmt mit dieser Reinigung ab, weil die Gase ausgeschieden werden. Doch ist Nordamerika keineswegs allein mit dem werthvollen Steinöl begabt. Auch Europa hat seine Oelquellen, namentlich die östlichen Län⸗ der, z. B. Galizien, Siebenbürgen u. s. w. Doch auch in Deutschland hat man mehrfache Spuren entdeckt. Selbst die übrigen Welttheile sind nicht ohne diesen Segen geblieben. Nur hat man noch nicht Alles ent- deckt. Der Zufall wird noch manchen Fund herbeiführen. Ueber die Entstehung des Petroleums können natürlich nur Ver⸗ muthungen stattfinden. Doch ist man darin ziemlich übereinstimmend, daß es ein Product aus der Pflanzenwelt sei; doch aus der untergegangenen, welche uns ja auch Steinkohlen, Braunkohlen und Torf, obgleich au⸗ scheinend dem Minexralreich angehörig, geliefert hat. Wie reich jene Oel⸗ Quellen fließen, und wie nachhaltig, kann man daraus schließen, daß die Norb amerikaner das Petroleum als die wichtigste Einnahme ihrer mittleren Staaten ansehen, während die südlichen Staaten die Baumwollenernte als die höchste veranschlagen. Es sollen in einem einzigen Jahre für 100 Millionen Dollars in den Handel gebracht worden sein. Und das ist ein Ertrag, der ohne besonderen Schweiß gewonnen wird. Raffiniren, das ist Alles. Könnte man damit nur auch die Gefährlichkeit und den widrigen Geruch entfernen. Kohlenausverkauf gewöhnt worden. Im vorigen Jahr ergab sich nur durch den fortwährenden Regen und die Grundlosigkeit der Wege eine Ausnahme. Bei jenem Gespräch erfuhren wir auch Einiges über die Ausdehnung des Kohlenabsatzes vom Dorheimer Bergwerk. Derselbe erstreckt sich in fast alle Orte von Vilbel-Gonzenbeim bis Lang— göns ⸗Berstadt, ganz abgesehen von Einzel- verkäufen nach Hanau und Gießen. In einzelnen Quartals Registern„sollen“ 50 Orte vorkommen. Alle Orte, welche näher haben nach Dorheim, haben auch näher nach Melbach, würden also in Bauernheim, Dorn-Assenheim und Weckesheim mehr für Fuhrlohn zahlen müssen. Kurz: Die Braunkohlen in der Gemarkung Melbach bilden ein absolutes Bedürfniß, haben eine große Nach- frage. Aus diesen deutlich redenden Gründen werden diese Kohlen sicher zu Tage gefördert, verkäuflich gemacht und wirklich verkauft werden. Ob das durch den Staat oder durch Private geschieht, wird zunächst für die Melbacher nicht einerlei, sondern sehr zweierlei sein. Teiche und Entwässerung für's Melbacher Bergwerk scheinen zu unbegründeten Besorgnissen Veranlassung zu geben. Wir haben noch nirgends und niemals von einer Versumpfung des an Kohlenbergwerke gren— zenden Geländes gebört. Wie soll das auch sein? Das auf Bergwerken nothwendige Wasser kann doch nur in Vertiefungen, d. h. da gesammelt werden, wo es tiefer ist, als das angrenzende Gelände. Folglich kann in letzteres kein Wasser aus den Teichen dringen. Auf entferntere Strecken, auch wenn sie tiefer liegen, als die Teiche, ist ihr Einfluß nicht bemerkbar. Man frage doch nur in Beienheim. Versumpfungen sind auch auf einem Braunkohlenwerke nicht am Platze; sonst könnte ja gar nicht gearbeitet werden. Des⸗ halb wird auch auf dem demnächstigen Melbacher Werk alles überflüssige Wasser fortgeschasst werden, in der zweckmäßigsten Weise, daß Niemand Scha— den leidet. Ueber die Entfernung des Beienheimer Lagers vom Melbacher wollen wir nicht streiten. Je näher bei Melbach, desto besser für die Fuhrleute, welche von Süden, Westen und Norden herkommen. Grade nach diesen 3 Richtungen hin hat, wie gesagt, das Dorheimer Werk den Hauptverkauf. Es ist indessen, wie uns erklärt wurde, trotz aller Entfernung, eigentlich nur von der Fort⸗ setzung des seitherigen Bergwerks die Rede. Es sollen vorerst weder Gebäude noch Wege gebaut werden und die Maschinen sind ja bereits vor— handen. Es handelt sich also zunächst nur um wenige Schachte, wie der Fortbetrieb des Dor— heimer Bergwerks solche bedingt. Die wenigen Morgen Land, welche dazu vorerst nöthig sein werden, sind gar nicht der Rede werth. Intensiver Landwirthschaftsbetrieb, d. h. aus wenigerem Land mehr zu erzielen, ist ja das Streben der tüchtigeren Landwirthe unserer Zeit. Wir haben durchaus keinen Grund, die Intelligenz der Melbacher Oekonomen zu bezwei⸗ feln. Höhere Erträge der vielen bleibenden Aecker werden den Ausfall von der kleinen Berg— werksfläche ersetzen. Dann bilden die Kausschil— linge einen großen Gewinn, der größer ist, als die erhaltene Summe; der Gewinn wird alsdann unschätzbar sein. Das Bergwerksgelände wird ja auch später der Landwirthschaft zurückgegeben. Die Größe der Gemarkung Melbach vermindert wesentlich die localen Besorgnisse. Uebrigens sind letztere in Melbach nicht allgemein, wie wir von Mel— bachern selber hörten. Zum Schlusse unserer gegenwärtigen Erörte— rung können wir unser Bedauern nicht unausge⸗ sprochen lassen über die persönliche Anspielung im letzten Satze der Erwiderung. Keiner der An⸗ gestellten auf dem Bergwerk hat von unserem Auf⸗ satze anders Kenntniß erbalten, als durch den Anzeiger. Wir werden zum Schlusse noch zu folgenden Be⸗ trachtungen veranlaßt, Bedürfniß und Interesse sind zwei wichtige, mächtig fördernde Hebel im wirthschaft⸗ lichen Leben der Menschen. Wahre, wirkliche Be— dürfnisse, das sind Bedürfnisse, die irgend welche, für eine Gesammtheit heilsame Folgen oder Zwecke haben, erhalten über kurz oder lang ihre Berech- tigung. Das Interesse Einzelner kann hierbei fördernd und hemmend einwirken. Ein berühmter Schriftsteller sagt aber ganz richtig:„Was ein wirkliches, ein wahres Bedürfniß ist, kann keine Macht der Erde aufhalten. Selbst die Kräfte und Mittel eines Crösus kämpfen vergeblich gegen ein wahres Bedürfniß. 1700 Wenn in gesundheitlicher Beziehung ein Mittel verdient, die allgemeine Aufmerkfamkeit auf sich zu ziehen, so ist es in der That die Bruchsalbe des Hrn. Goktlieb Sturzenegger in Herisau, Kt. Appenzell. Schweiz, — gegen Unterleibsbrüche. Sie verdient dies aus zwei Gründen,— einmal, weil dieselbe in weitaus den meisten Fällen die Brüche, die nur ohne Operation zu heilen möglich sind, ohne jede Entzündung u. dergl. vollkommen heilt; zweitens weil unsers Wissens die ganze medicinische Wissenschaft zur Stunde noch kein Mittel gegen Unter⸗ leibsbrüche zu Tage gefördert.— Es ist deshalb erfreulich, daß schon eine bedeutende Anzahl der Herrn Aerzte die Praxis über die Theorie hinwegsetzen und in Anerkennung der wirklich vorzüglichen Eigenschaft der Sturzenegger' schen Biuchsalbe dieselbe bei Unterleibsbrüchen verschreiben. ut Besitzer von Dampf- Oleschmaschinen Fertige Rothguß Lager für Dampf-Dreschmaschinen, Lager⸗ Metall zum Ausgießen von ausgelaufenen Lagern, empfiehlt in bester Qualität billigst Ludwig Becker in Metallgießerei und Fabrik für Dampfmaschinen- und Kessel⸗Armaturen. Offenbach a. M. 1659 abgegeben. Friedberg. AJIJauorückgesetzte Kleiderstoffe sowie Reste verschiedener Art werden, um damit aufzuräumen, zu billigen Preisen Mayer J. Hirsch. 1701 Die Mineral wasseranstalt von Carl Henrich, Allechaus, Hom- burg v. d. H., empfiehlt ihre Fabrikate, als: Limonades gazeuses, Limonaden- und Himbeerensyrup, Badesalze etc. hiermit bestens. Preislisten franco gegen franco. Selters-& Sodawasser, diverse Apfelwein- Champagner, Die Vaterländische gegründet im Jahr 1823 mit einem Grundkapital Früchte, Vieh u. s. w. zu billigen, festen Prämien. die Agenten: Geometer Paul Karl in Friedberg, J. G. Nausch in Grünberg, N. Simon in Gießen, Abr Heß Jeuer-Versicherungs-Actien-Gesellschast zu Elberfeld, von 3,500,000 fl., versichert Mobilien, Versicherungs-Anträge nehmen entgegen J. F. Gust. Lehr in Himbach, in Hungen. Anzeige. 1702 Bet der am 18. Juli zu Lich flatifindenden land⸗ wiribschaftlichen Preisverthetlung werden aus der land⸗ wirtt schaftl. Maschinen- und Gerätbewerkstätte des Unter⸗ zeichneten verschledene Arten von Pflügen, Pferderechen, Eggen, Aepfelmühlen, Thonmüblen, Kartoffelmühlen, Wurzelschneid maschinen, Ringelwalzen zum Verkauf aus- gestellt, für deren Güte garanttrt wird. Fauerbach b. Fr. Konrad Häufser. Matjes-Hätinge und 1867 Sardellen 1712 bei Georg Groß. 1723 Einen Wagen, Pflug und Egge, ein vollständiges Kuhgeschirr hat zu verkaufen geldschutz Jakob Schmit in Reichelsheim. Ueue holländer Häringe 1713 bei J. A. Windecker. Kinderwägelchen 1707 in N 7 Posamentter. Filet-Decken, 1725 vie neusten und schönsten Muster, verkauft zu sehr billigen Preisen K. Friedrich neben der Post. Ein kräftiger Junge findet dauernde Beschäftigunß in der Buchdruckerel von Bindernagel& Schimpff. Liederkranz. 1715 Nächsten Sonntag Nachmittag Ausflug auf den Johannisberg dei Nauheim, wozu sämmtliche Mitglieder hiermit eingeladen werden. Der Vorstand. Friedberg. Ireiwillige Heuerwehr. 13. d. M., Abends 8½ 1719 Samstag den Uhr, Versammlung zu höchst nöthiger Be⸗ sprechung in dem“ Steinernen Haus. Sonntag präceis ½4 Uhr Nachmitiags Ausrücken sämmt⸗ licher Mannschaften zur Uebung. Fr. Roßbach. Todesanzeige& PDauhsagung. 1708 Am 9. d. M. starb nach kurzem Lelden unsere unvergeßliche Tochter und Schwester Anna Battenfeld nach kaum vollendetem 17. Lebens jabre. Mit dieser Anzeige sagen wir allen Denzenigen, die uns so viele Geweise inniger Theilnahme zu erkennen gegeben und dieselbe zu ihrer letzten Rubestälte begleitet haben, unseren tiefgefühlten Dank. Friedberg. Die trauernden Hinterbliebenen. Kirchliche Anzeigen fur Friedberg. Sonntag den 14. Juli. Evangelische Gemeinde. Pfarramtswoche: Herr Pfarrer Diegel. Gottesdienst in der Stadtkirche: Vormittags: Herr Diakonus Meyer. Nachmittags: Herr Candidat Bender. Gottesdienst iu der Burgkirche. Vormittags: Herr Pfarrer Schwabe. (Abendmahl. Nachmittets: Herr Candidat Strack. Katholische Gemeinde. Sonntag halb 10 Uhr ist Hochamt. und Mittwoch sind heilige Messen. 7 Montaz Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. (Hierzu Unterhaltungsblatt Nr. 30 und eine Beilage.) 610 Fut dl t dem, 30 lunge 1250 Johan able derfnt Zonrad Scher eintich Se trags⸗ oder sch zur En waltelen Ber binnen drei Aufforderun unter Beger als sonft J erklärt und se⸗ Seltenverwan Friedde K 1612 Bei Kapital ven Belrägen ar Berstal 1 1693 Dienfß meindewaldt Diddy daa 1 g f 1 1 070 6 Der Aue Der Sch fhrende Che Jahlunge ddet⸗ ursehen, ö eimittagg oniedbe tn pant „Neem Nan tschaften 1728. 3 e 11g en Felten refer rt. Mit igen bit abt 1 n lehlen aten u tr Beilage zum Anzeiger für Oberhessen. u dz „ Brannkohlen- Verkauf. 1619 mit dem eine neue Creditperkode, 1. Jult 1867 Klötze. n der Consumenten wird es legen, Für die gegen Credit zu beziehenden Braunkohlen beginnt auf dem laufend bis Ende September, Zablungsfrist bis Ende December d. J. Der Preis der Koblenklotze ist wie seither 12 kr. für 1 Ctr Holzkoblen werden sowest der Vorrath reicht, der gemessene Centner zu 16 kr. verabfolgt. wenn sie sich vorher durch Anfrage bei der unterfertigten Stelle vergewissern Großherzoglichen Dorheimer Bergwerke und verbunden mit einer = 14 Stück Im Interesse wollten, ob die gewünschte Kohlenquantltät grade vorräthig und abgebbar ist. Die Fuhrleute wollen die Gegenscheine, weiche ihnen bei Abgabe des Bürgscheines eingehändigt werden bei jedem Kohlenbezuge mitbringen damtt die einzelnen Zablung der Creditsumme an Großherzogliche Bergkasse scheines erforderlich. Dorbeimer Bergwerk den 26. Juni 1867. Edictalladung 1280 Jobann Heinrich Scheuermann, Sohn des dabter derstorbenen Bürgers und Bierbrauers Jobann Konrad Scheuermann und dessen Ehefrau, Gertraude, einer geb. Müllmerstadt, geboren den 13. December 1763, ist seit vielen Jahren, unbekannt wo? abwesend. Auf Antrag ergeht an den genannten Johann Heinrich Scheuermann oder seine Testaments⸗, Ver⸗ trags⸗ oder Leibes-Erben biermit die Aufforderung, sich zur Empfangnahme des seither curatorisch ver⸗ walteten Vermögeus im Betrage von 1932 fl. 8 ½ kr. binnen drei Monaten, von dem ersten Erscheinen dieser Aufforderung in den öffentlichen Blättern gerechnet, unter Begründung ihrer Ansprüche dahier anzumelden, als sonst Jobann Heinrich Scheuermann für verschollen erklärt und sein Vermögen den sich legitimirenden nächsten Seitenverwandien ohne Cautton überlassen werden wird. Friedberg am 14. Mai 1867. Großberzogliches Landgericht Friedberg Reitz, Hofmann, Landrichter. Landgerichts Assessor. Kapital⸗Gesuch! 1612 Bei der Gemeinde Berstadt soll gegenwärtig ein Kapital von 3000 fl. im Ganzen oder auch in kleineren Beträgen aufgenommen werden. Bepstadt den 25. Juni 1867. Großherzogliche n Berstadt 9 Holz ⸗Versteigerung. 1693 Dienstag den 16. d Mts. soll im blesigen Ge. meindewalde, im Distrikte Kunzbach, nachbezeichnetes Gehölz verstetgert werden. 1½ Stecken Erten⸗Scheitholn, * Eichen⸗Prügelholz, 2 Nadel-„ 2 5 Erlen⸗— 2%„ Eichen Stockholz, 6800 Stück Buchen- Vellen, 25959* Eichen⸗Bitken⸗Wellen, 72⁵ 4 Erlen ⸗ Nadelholz: Wellen, 27 Stecken geschältes Eichen⸗Prügelholz, 7000 Stück Schälbolz⸗Wellen, 2250„ Eichen Aftwellen, 2 Wagen 16 Läste allerlet Holz. 675 Stück geschälte Eichen Baumstützen. Oer Anfang ist präcis Morgens 8 Upr. 8 Der Schlag grenzt an die von bier nach Ziegenderg führende Chaussee. N Zahlungstermin Martinitag l. 81 Dber⸗Mörlen am 9. Juli 1867. Großherzogliche r Ober⸗Mörlen el. Arbeits ⸗ Vergebung. 1697 Die zur Herstellung eines schmledelsernen Ge⸗ länders auf die neu hergerichtete Mauer am Schloßwall dahter nöthigen Arbeiten, als: Schlosserarbeit, veranschlagt zu 471 fl. 28 kr Welßbinderarbelt 30„ 45% worüber Plan, Voranschlag und Bedingungsbeft auf unserem Bürkau zur Einsicht offen liegen, sollen auf dem Submissionsweg vergeben werden. Dee schriftlichen Offerten find versiegelt und mit Aufschrift; „Submission auf.... Arbett bei Herstellung eines schmiedeisernen Geländers c.“ versehen, längstens big Mittwoch den 16. Juli d. J., Vormittags 10 Uhr, bet ung einzureichen. Friedberg den 10. Juli 1867. Großhersogliches Kreisbauamt Friedberg J. V. o. K. Reuling, Bauaccesfist. Bekanntmachung. 1709 Das für das Vezirko-Gefängniß zu Friedberg auf ein Jahr erforderliche Brennbolz soll 1 Frestag den 10. Juli l. J., Nachmittags 3 Uhr, m Lanrgerichtolocale an den Wenigsinehmenden ver steigert werden. Frsedberg den 11. Juli 1867. Großherzogliches Landgericht Friedberg Reitz. Bezüge in dem Gegenschein notirt werden können. e Vorzeigung des Gegen- Bei zu Friedberg ist gleichfalls di Großherzogliches Bergamt Dorheim Storch. 1. 1 5 4 l d Edictalladung. 1718 Johannes Major VI. von Beienheim beob fichtigt mit Familie nach Amerika auszuwandern. Rechts- ansprüche aun denselben sind binnen vier Wochen bei Großberzoglichem Landgericht Friedberg anzuzeigen und geltend zu machen, widrigenfalls die Entlassungsurkunde erthellt werden wird. Friedberg den 11. Juli 1867. Großherzogliches Kreisamt Friedberg Trapp. Bekanntmachung. 1720 Die unterm Heutigen in dem Gräflich Solms— Rödelbeim'schen Forstrevier Bainbhards, Diftrikt Unterwald, abgehaltene Holzversteigerung ist genehmigt. Der ersle Fahrtag sist auf Mittwoch den 17. M. und der Absuhrtermin bis zum 8. Auguft l. J. festgesetzt. Wickstadt den 11. Jult 1867. Gräfliche Oberförsterel Assenheim Schallas. Mobiliar-Versteigerung. 1721 Dienstag den 23. Juli d. J., Vormittags 9 Uhr, sollen in hiesigem Rathhause auf freiwilligen Antrag der Geschwister Hannchen und Meper Leopold von Gettenau, wohnhaft dahter, abzugs halber nachverzeichnete Mobllien, als Tische, Stühle, Commode, Schränke, 1 Sopha, 3 Bett⸗ flellen, Spiegel, Bettung, Weißzeug, Porzellan und Glas, Küchen⸗ und sonfsige Hausgerätbschaften öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung versteigert werden Gleichzettig werden alle Diejenigen, welche noch Zahlungen an genannte Geschwister Leopold zu leisten daben, hlerdurch aufgefordert, binnen 8 Tagen ihren Verpflichtungen nachzukommen, da wegen der in der Kürze erfolgenden Abreise ein längerer Credit nicht ge⸗ währt werden kann. Friedberg den 12 Juli 1867. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. „ B. d. B.; Der dienstälteste Gerichtsmann Fo ue ak. Güter ⸗ Verpachtung. 1722 Otenstag den 30. Jui d. J., Vormittags 10 Ubr, sollen im Rathhause zu Friedberg die am 22. Februar 1868 letbfällig werdenden Augustiner Schulgüter in den Gemarkungen Dorbeim und Schwalbelm, sodann Nach mitiags 2 Uhr das in Nieder- Wöllstädter Gemarkung gelegene Gut anderweit auf 12 Jahre verpachtet werden. Friedberg den 12. Juli 1867. ee Friedberg . B. d. B. Der Großberzogliche Beigeordnete Fouc ar. Güter- Versteigerung. 1723 Montag den 29. Juli d. J., Vormittags 10 Ubr, sollen im Ratbhhause zu Friedberg die dem Dospital, jetzt vereinigten Armenfonde zu Friedberg zuslehenden Güter in den„Gemarkungen Assenheim und Wöͤlfers⸗ heim“, welche am 22. Februar 1868 leihfällig werden, anderweit auf weitere 12 Jahre und zwar um Geld⸗ pachte verpachtet werden. Friedberg den 12. Jult 1867. Großherzogliche Bürgermeisterel Friedberg J. V. d. B Der Großherzogliche Beigeordnete Foucar. Arbeits-Versteigerung. 1711 Nächsten Dienstag den 16. d. M., Vor⸗ mittage 11 Uhr, soll auf der Gemeindestube die zur Herstellung eines Verputzes und Anfirichs an dem Schul⸗ bause erforderlichen Weißbindere und Schreinerarbeiten an Wenigstnehmende öffentlich vergeben werden. Frledberg den 11. Jult 1867. Der israel. Gemeindevorstand. Für denselben: Maper HDirsch, I. Vorsteher. Bekanntmachung. 1710 Montag den 15. d. M., Nachmittags 5 Uhr, wird auf hlesigem Rathbause die dem minderjährigen Petec Reuß dahier zustebende, in biesiger Burgstraße gelegene Behausung auf 6 Jahre meistb tetend verpachtet. NMauherm den 11. Juli 1867 Großherzogliche Bürgermelsterei Nauheim Rieß. „dt. Schutt. Ein große Auswahl von sehr billigen Bildern, zum Ausschmücken von Wirthslokalitäten geeignet, halten wir vorräthig, worauf wir die Besitzer von Gasthöfen aufmerksam machen. Bindernagel& Schimpff in Friedberg und Nauheim. Regen-& Sonnenschirme 1281 aller Arten zu billigen Preisen bei M. W. Bär, Schirmwacher, neben Hotel Trapp in Friedberg. — Neparaturen werden schnei 1565 Die vollkommene Beseitigung meiner Zahn⸗ schmerzen hate ich nur dem Buche„Keine Zahnschmerzen mehr“ zu verdanken. Man dekommt es in allen Buchband' ungen für 5 Sgr. und halte ich es für Pflicht, alle Zabnleidende auf diese nützliche Schrift gufmerksam zu machen. A. Holmer, Lehrer. Farben in Leinöl gerieben 41111 23 W. Hatteroth. Roggenbrodmehl, 164% auf Verlangen Zahlungofrist dis 1. October d. J. empfeblen Gebrüder Löb. Weiße leinene Caschentücher, gestickt und glatt. Manschetten mit Kragen, sowie Herrenkragen und Hosenträger bei 9688 K. Friedrich neben der Post. Bekanntmachung. 1717 Wegen Aufgabe meiner Oeconomie din ich Willens nächsten Dienstag als den 16. d. M., Nach⸗ mittags 1 Uhr, 2 vollständige Wagen, einen leichten und einen schweren, 4 Pinterpflüge, nämlich 2 Schaufel ⸗ und 2 Sechpflüge, einen Borderpfl und einen Kartoffelpflug, eine Egge, Pferdegeschirr und sonst allerlei Oeconomie⸗ geräthe versteigern zu lassen. Melbach am 12. Jult 1867. Philipp Stier II. Der obert Stock meines Hauses, 1706 bestebend aus 6 bis 7 Zimmern, ist zu vermiethen und kann den 9. Oktoder bezogen werden. B. K. Stern, an der Eisenbahn. 1705 Ein mit guten Vorkenntnissen versebener sunger Mensch von guter Famtlie wünscht in einem Handlungs⸗ baus als Lehrling einzutreten. Näberes unter Nr. 1705 bei det Exped. d. Bl. Für Sattler! 1714 Wuddäute(gegerdte) zu Flegelgeschirr, und Roß baare von 36 kr. an find zu baben bei M. Grödel in Friedberg. Einen Faselochs, 1½ Jahr alt, reiner Berner, im Sprung probt, dat zu verkaufen Fruchthändler Wolf 1704 in Wobnbach. Zu vermiethen 1716 ist heine Wobnung im zwekten Stock des Hauses der Hansteinischen Erben neben dem Ratbbause. 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Thlr. 10-L.— 5 50% stenerfrele Oblg. 48/ Nassau 4½0% Obl. b. Rth. 94 G. 2 Bad. 35 fl. Loose 53 P Preussen 4½0% Obligat. b. Rth. 98 P. 5 40% do do 88¼ P. 2 Kurh. 40 Thl.-L. b. K. 54½¼ G. 4% 40. do. 90½ G. Kurhess. 40% Obl. b. R. à 105 92 F. 2 Gr. Hess. 50 fl. L. b. R. 143½ P. Bayern 50% Obligation. 100½ G Frankf. 3½)% Obligat. 82½ G. 2 1 388¼ P. 5 4½% ½)ähr. b. Rth. 94½ P 5 0% do—— 2 Nass. 25 fl. L b. R. 35 P. 2 75 40% de do 90 P. Russland 50% Obl. i. L. à fl. 12 86 P. I Sard. 36 Fr. L. d. B.—— Würtemb. 4½% Obl. b. Rt. 93½ P Finnland 4½0% Pfdbr. i. R. 105 825¾ 6. T Pistolen 9 4440 5 1— Schweden 4½0% O. 1. R. à 105 85¼ P. 5 5 9 45—47 Baden 40% Obliget. 92/1 6 5 4½% Prb. 1. R. 45—— 2 ne 9 57½¼—58½ 2 4% Obligat. 873⁰ P N.-Amer. 60/ St. i. E. 1882 77 /, ½ 2 oll. fl. 10 Stdeke 2 4½0% Eayr. Ostbahn II d. 77% LIN. C. P. K B/. fr. L Tk. II/ d. 2 4% Plandbr. d. Frkf. Hyp-B. 50% Tose. Centr-Eisenb.-Pr. 47½ P 2 30% Oesterr. St.-Eisenb.-Prior. 49% 6 50% Elisabethbahn-Prior. 6% 73 6. 5 60% Oest. Süd. St. u. Lomb. E. B. 92½ p 50% do. neueste Emiss.% 71 8. 2 30% Oest. Süd. St. u. Lomb. E. B. 443/ G. 1 4½% Hess. Ludwigsb.-Prior. 95 P. 2 — Wiener Wechsel- Cours 94½ G. — Für An- und Verkauf aller Werthpapiere empfiehlt sich bestens unter Zusicherung reeller Bedienung und ertheilt gerne jede gewünschte Auskunst über Verloosungen, Coupons- Zahlungen d. 8. w. 20 Franes- Stücke Engl. Sovereigns. Russ. Imperiales Gold pr. Zoll- Pf. Hchh. Silb. pr. Z. Pf. Preuss. Kassensch. Dollars in Gold, fl. 5 9.5085 S. Lindheimer in Friedberg. uns die eiftt De Hessen. sionsreglemen die Inval monallich 6 das Gesetz unbedeutend nach der 1 die Pension Gemeine we Satze von dem 10. 7 und nach 4 fl. nona⸗ chenden Pen Hofmann ur Landiagt di herzogliche ten, in äh dern deuf Stände be lassen, dur und der 5 daten jede reichender! der Kamme zahme enpf 57 We t sud die— ommertiem tern der