dellen, Nobessen, rtsch. sserschatl, ere, irmelntt Zöllner. — Dienstag den 12. November. M 134. nz U 1867 Anzeiger für Oberhessen. Friedberger Zutelligenzblatt. Euthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. ö 1 Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. —————— j— 3 Auf den„Anzeiger“ kann man noch für die Monate November und Dezember bei den Poststellen des Großherzog— thums mit 22 kr. und bei der Verlags-Expedition mit 20 kr. abonniren. Amtlicher Theil. Betreffend: Verhandlungen des Bundesrathes des norddeutschen Bundes; hier die Steuerfreiheit der Handelsreisenden. Friedberg den 8. November 1867. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien und die Großherzogliche Gendarmerie des Kreises. Indem wir Sie auf die in einem der nächsten Regierungsblätter ers vom 25. v. Mts., den Gewerbebetrieb der Han Auftrag Großh. Ministeriums des Innern vom 29. October zu Nr. anzuweisen, daß die Handels reisenden aus Hamburg Gewerbe⸗Legitimationskarten versehen sind, in ihren au zogthum nicht gehindert werden. Wir bemerken hierbei, mationskarten die in dem Ausschreiben Großh. Ministeriums des Innern vom daß das von Seiten der genannten freien Städte in delsreisenden betreffend, zu Ihrem Bemessen aufmerksam machen, M. d. J 11,868, das Ihnen untergebene Polizeipersonal geeignet ordnungsmäßig von ihrer Heimathsbehörde ausgestellten f Grund dieser Karten abgabenfrei zuzulassenden Gewerbehandlungen im Großher⸗ und Lübeck, welche mit 6. April 1864, cheinende Bekanntmachung des Großh. Ministeriums der Finanzen beauftragen wir Sie, im Anwendung kommende Formular zu Gewerbe-Legiti— Ihnen mitgetheilt durch unser Ausschreiben vom 21. April(Amtsblatt Nr. 4 v. 1864), erwähnte Abweichung der Bremen' schen Legitimationskarten von dem Inhalt der Karten der Zoll⸗ vereinsstaaten ebenfalls enthalten wird. e e Hessen. Darmstadt. Nach einer tele⸗ graphischen Nachricht des„Fr. J.“ hat sich des Großherzogs Königl. Hoheit für die Oden⸗ waldbahn in der Richtung Darmstadt-Reinheim (nach Vorschlag der Ludwigsbahn ⸗Gesellschaft) entschieden. Aus Oberhessen bringt das„Fr. J.“ folgende Mittheilung: In unserer Provinz ist die Frage aufgeworfen worden, ob Patrone im Groß- herzogthum Hessen, welche Patronatstellen in dem früher zu unserem Großerzogthum ge- hörigen sogenannten Hinterlande zu vergeben haben, das Recht besitzen, Candidaten aus unserer Provinz Oberhessen auf die nunmehr preußischen Pfarreien zu präsentiren? Unsere Provinz gehört zum norddeutschen Bunde. Die Bundesverfassung sagt ausdrücklich:„Für den ganzen Umfang des Bundesgebietes besteht ein gemeinsames Indigenat, mit der Wirkung, daß der Angehörige eines jeden Bundesstaates in jedem anderen Bundesstaate zu öffentlichen Aemtern unter denselben Voraus- setzungen, wie der Einheimische, zuzulassen ist.“ Darnach scheint uns jene Frage unbedingt bejaht werden zu müssen, wobei sich von selbst versteht, daß die Patrone auch Candidaten aus dem Preu— Zischen auf hessische Pfarreien präsentiren dürfen. Preußen. In Berlin ist bei den letzten Wahlen zum Abgeordnetenhaus der National- liberalismus durch die Fortschrittspartei aus dem Felde geschlagen worden. Im ersten Wahl“ reis wurden Waldeck und Löwe, im zweiten Jakoby und Runge, im dritten Schulze Delitzsch und im vierten Eberty und Franz Dunker gewählt. Das statistische Resultat der bis jetzt bekannten 416 Wahlen ergibt nach hiesigen Blättern Folgendes: Es gehören von den Hewählten 167 den vereinigten conservativen Fractionen, 21 den Altliberalen, 115 den National- liberalen, 35 der Fortschritts- und 17 der katho⸗ lischen Partei, 19 dem linken Centrum an, 16 sind Particularisten, 16 Polen, 2 Dänen und von 8 Abgeordneten ist die Parteistellung noch unbekannt. L Der„Staatsanzeiger“ meldet: Kürzlich fand im Bandeskanzleramt die Auswechslung der Ratiflcationen des Vertrages vom 8. Juli zwischen dem norddeutschen Bund, Bayern, Würtlemberg, Baden und Hessen über die Fortdauer des Zoll- vereins statt. — Eine Correspondenz des„Fr. J.“ aus Berlin sagt: Die neuesten Nachrichten aus Italien haben hier sehr verstimmt. Man be— trachtet jetzt die Selbstständigkeit des Königreichs Ilalien auf eine Reihe von Jahren hin als ver— nichtet, und sieht sich so des einzigen natürlichen Bundesgenossen bei einem etwaigen Kriege mit Frankreich, der noch immer wie keine drohende Wolke an unserem politischen Horizonte hängt, beraubt. Ob die preußische Diplomatie in dieser Beziehung ein Vorwurf trifft, das wird erst eine spätere Zeit lehren. — Der„Staatsanzeiger“ enthält die k. Ver- ordnung, wodurch der Landtag auf den 15. No- vember einberufen wird. Derselbe publieirt gleich- falls die Gesetze, betreffend das Postwesen und das Posttaxwesen im norddeutschen Bunde. — Die Schwierigkeiten, welche sich der in Berlin tagenden Postconferenz bei Lösung ihrer Aufgabe entgegenstellen, scheinen trotz aller offi⸗ ciösen Angaben über den guten Fortgang der Verhandlungen sehr erheblicher Natur zu sein. Nachdem schon Ende der Vorwoche eine Vertagung der Conferenz bis zum 6. d. M. angeblich wegen nothwendiger Dienstreisen einiger Mitglieder ein- getreten war, hat auch an dem ebengenannten Termin die Conferenz ihre Arbeiten nicht weiter fortsetzen können, da die erwarteten Instructionen des badischen Commissärs noch nicht eingetroffen sind. Ueber die Verhandlungen selbst erfährt man, daß die Einführung des Groschenportos für das ganze Gebiet gesichert sei. Schwierigkeiten bestehen noch wegen der Transitsätge durch Bapern und Baden vornehmlich für die schweizerische und italienische Correspondenz. Württemberg und Bayern lehnen es ab, das Recht der selbsiständigen Vertrags- schließung in postalischen Angelegenheiten mit fremden Staaten aufzugeben. Preußen widerstrebt den auf möglichste Herabsetzung des Werth- und Packetportos, sowie der Zeitungsprovision ge⸗ richteten Forderungen der süddeutschen Vertreter. — Die„Rordd. Allg. Zig.“ glaubt, daß die Verhandlungen mit den deutschen Südstaaten in Betreff ihres Verhältnisses zum Nordbunde gegenwärtig wieder aufgenommen werden. Das⸗ selbe Blatt constatirt die Sympathien der badischen und hessischen Bevölkerung für den Eintritt in den norddeutschen Bund; es hält jedoch bezüglich Bayerns und Württembergs die Bildung eines weiteren Bundes für wünschenswerther, wobei die im Artikel 4 des Bundesverfassungsentwurfs ge- gebung zu unterstellen seien, deren Organ das Zollparlament wäre. Bayern. München. Die vom bayerischen Episcopat an den König gerichtete Vorstellung, den Schulgesetz-Entwurf dem Landtage nicht vorlegen zu lassen, ist auf Befehl des Königs von dem Cultusministerium abschläglich be⸗ schieden worden. Der Bescheid sagt, daß eine Reform des Volkeschulwesens Bedürfniß, und daß eine Remonstration, noch ehe die Vorlage gemacht, voreilig sei, und die Veröffentlichung derselben nur die Agitation vergrößern müsse, die Befürch⸗ tungen der Bischöfe seien unbegründet, denn dem Religionsunterricht sei die gebührende Stellung gewahrt, ebenso die Mitwirkung der Kirche bei der Schulaufsicht Indem sich die Regierung freie Wahl der Personen für die technische Aufsicht vorbehalte, schließe dies nicht aus, daß sie tüchtige Geistliche dazu berufen könne. — Nach Berichten aus München hatte der Kaiser von Oesterreich jede Empfangsfeierlichkeit bei seiner Ankunft daselbst abgelehnt. Der Kaiser traf am 6. d., Morgens 3 Uhr, mit seinen beiden Brüdern hier ein und ist im„Bayerischen Hofe“ abgestiegen. Bereits um 8 Uhr begaben sich die Herrschaften zum Besuche nach Possenhofen, um dort einem Familienrathe beizuwohnen. Die Rückkehr erfolgte Abends um 6 Uhr. Gegen 7 Uhr fuhr der Kaiser mit unserem König in das Theater, wo er vom Publikum enthusiastisch begrüßt und durch Erheben von den Sitzen ge- ehrt wurde. Die Abreise nach Wien erfolgte am 7. d. früh 3 Uhr. — Baron Beust hatte nach seiner Ankunft dahier sofort eine längere Unterredung mit dem Minister Hohenlohe. Er reiste mit dem Kaiser nach Wien weitzer. Oesterreich. Der Kaiser ist am 7. d., Nachmittags 4 Uhr, in Wien eingetroffen. Am Bahnhofe wurde er von den höchsten Civil- und Militär- Autoritäten, von Deputationen beider Häuser des Reichsraths, vom Bürgermeister und Gemeinde- rathe Wiens feierlich empfangen. Auf eive längere Ansprache des Bürgermeisters, in welcher derselbe den Kaiser freudig begrüßte und dabei betonte, daß die Worte, die der Kaiser in Paris gesprochen, den freudigsten Widerhall in ganz Oesterreich ge- funden hätten, denn nur durch inneren und äußeren Frieden und unter dem Schutze freisinniger und nannten Gegenstände einer gemeinsamen Gesetz⸗ volks thümlicher Gesetze sei das Glück Oesterreichs gesichert, erwiederte der Kaiser:„Ich danke sehr für den herzlichen Empfang, welchen die Bewohner der Residenzstadt mir bereitet. Die Sympathien, welche ich überall in Frankreich gefunden, beruhen hauptsächlich auf der Ueberzeugung, daß Oester⸗ reich, durch seine Einigung im Innern gestärkt, wieder jene Stellung einnehmen wird, welche ihm gebührt, daß es daher die Kräftigung Oesterreichs ist, welche wir in Frieden erstreben müssen. Diese Wahrnehmungen kön. en mich nur bestärken, auf der eingeschlagenen Bahn muthig vorwärts zu schreiten. Ich rechne dabei auf die Unterstützung aller Patrioten Oesterreichs.“ Die Erwiederung des Kaisers wurde jubelnd aufgenommen. — Am Jahrestage des Besuches des Kaisers in Chlum, 4. Nov., ist dort die feierliche Ent⸗ hüllung des den gefallenen österreichisch⸗sächsischen Kriegern errichteten Denkmals vorgenommen worden. Eine unübersehbare Volksmenge füllte die Höhe und die Kirche von Chlum und betheiligte sich bei der großartigen Feier. Frankreich. Paris. Die Zuversicht in eine friedliche Lösung der römischen Krisis hat allgemein bedeutend zugenommen, seit zweifellos bekannt ist, daß Garibaldi nicht mehr in Berech- nung gezogen werden muß. Selbst die unter anderen Umständen bedeutungsvolle Frage, ob fran⸗ zösische Truppen bei der Vernichtung der Gari⸗ baldianischen Freischaaren mikbehülflich gewesen, wird augenblicklich von der Mehrzahl als nur nebensächlich behandelt. Man weiß und fühlt eben, daß die Gefahr eines Zusammenstoßes der französischen mit der italienischen Truppen jetzt so gut wie beseitigt ist, und baut nunmehr zuversicht⸗ lich darauf, daß die weiteren Schwierigkeiten sich ohne besondere Mühe auf diplematischem Wege würden ausgleichen lassen. — Am 5. d. fanden in einigen Stadttheilen von Paris nicht unbedeutende Unruhen statt. Große Haufen von Arbeitern durchzogen die Straßen, indem sie den Ruf nach Aufhebung des Octrois ertönen ließen und nach Brod schrieen. Der Ruf:„Nieder mit der Intervention“ wurde nur selten gehört. Die Polizei war stark vertreten und suchte die Haufen auseinander zu sprengen. Hier und da wurde Widerstand geleistet, und es kam zu Schlägereien. Die Zahl der verhafteten Personen schätzt man auf 240. Die Aufregung in den Volksvierteln ist ziemlich bedeutend, doch kann man nicht annehmen, daß es zu ernsteren Conflikten kommen wird. Der Kaiser hat heute mehrere Fabrikanten, die ihre Werkstätten ge⸗ schlossen haben, zu sich beschieden. Selbstverständ⸗ lich handelt es sich darum, dieselben zu bestimwen, ihre Werkstätten wieder zu eröffnen. Diese wollen sich aber auf nichts einlassen, wenn die Octroi⸗ frage nicht zu ihren Gunsten regulirt wird. Die Vorsichtsmaßregeln, welche die Behörden getroffen, sind großartig. Die Pariser Garnison ist noch immer consignirt. — Nach den Berichten französischer Blätter war am 6. d. ein ernstlicher Aufruhr in Mailand ausgebrochen. Einzelheiten mangeln zwar noch; es scheint ber gewiß, daß Blut geflossen ist. Die Truppen, die sich den Befehlen der Behörden ge⸗— horsam zeigten, haben die revolutionäre Bewegung zurückgewiesen. Aehnliche Thatsachen sind in Pavia vorgefallen, sie waren aber weniger be⸗ deutend. Dieselben Depeschen sagen, die Ruhe sei in Florenz, Turin und Neapel nicht gestört. — Das„Pays“ sagt: Es ist fast sicher, daß französische Truppen an der Schlacht bei Tivoli Theil genommen haben; sie waren com- mandirt von General Pohlds. Ein Theil der Division uster Dumont kam zu spät, um am Kampfe Theil zu nehmen. — Der„Epoque“ und der„Temps“ sprechen sehr bestimmt von dem Rücktritt des Herrn v. Lavalette. Das Ministerium des Innern hat der Kaiser dem Herrn Rouher übertragen wollen; man glaube indessen, das Herr Oscar Picard der Nachfolger des Herrn v. Lavalette sein werde. — Der demnächst zusammentretenden Kammer werden wichtige diplomatische Aktenstücke durch das zu vertheilende Gelbe Buch vorgelegt werden und werden sich dieselben vorzugsweise auf Italien und den Orient beziehen. ö — Man liest in der„France“: Die Päpst⸗ lichen mit einigen Abtheilungen Franzosen halten seit dem Rückzug der italienischen Truppen die Städte besetzt, welche jene besetzt hatten. Die römischen Staaten sind ruhig, aber auf einigen Punkten sind immer noch Aufwiegler, deren Um— sturzanschläge zu überwachen immer nöthig ist. Die französischen Truppen haben bis jetzt noch keinen Befehl zum Rückzug nach Civita- Vecchia erhalten. Italien. Ueber die Niederlage des Gari— baldischen Freicorps, die nach Mentana(einem Orte zwischen Monte-Rotondo und Tivoli) be- nannt wird, wo der letzte Entscheidungskampf seinen Ausgang nahm, liegen jetzt einige weitere Einzelheiten vor. Hiernach ist die mehrfach be— strittene Angabe, daß auch französische Truppen an dem Treffen sich betheiligt haben, nunmehr außer Zweifel. Nach der„Opinione“ waren drei Infanterieregimenter(1., 59. und 80.) sowie ein Jägerbataillon und eine Batterie französischer— seits zum Suceurs der Päpstlichen herbeigezogen. Daß Garibaldi den Anprall einer colossalen Uebermacht stundenlang mit unerschütterlichem Muthe ausgehalten und seine Niederlage haupt sächlich das Resultat der äußerst mangelhaften Armirung, Ausrüstung und Verpflegung seiner Truppen ist, scheint ebenfals unzweifelhaft. Während die Päpstlichen mit Chassepot— gewehren versehen waren, sahen sich die Frei— schaaren auf die von der italienischen National— garde ihnen überlassenen und die sporadisch in früheren Gefechten auf dem Schlachtfelde auf— gelesenen Gewehre angewiesen. Die Bekleidung der Meisten bestand nahezu aus Fetzen und die Ernährung der 6— 7000 Mann, die Garibaldi bei Monte-Rotondo unter den Fahnen hatte, war in den unwirthbaren, verödeten Landstrichen mit Schwierigkeiten verknüpft, die sie dem Hunger und äußerstem Elende preisgaben. — Gerüchte besagen, daß die beiden Söhne Garibaldi's entkommen sind und daß man glaubt, sie hielten sich in der Umgegend von Florenz verborgen. Garibaldi selbst soll sich nicht ohne Widerstand haben verhaften lassen und sich sehr energisch zur Wehr gesetzt haben. Er soll sich auf seine Eigenschaft als amerikanischer Bürger berufen haben. Er hat sich auf den Boden ge— worfen und vier Soldaten haben ihn mit Gewalt in einen Waggon packen müssen. — Die italienische Regierung hat soeben in ihrem officiellen Journale eine Note veröffentlicht, worin sie die Beweggründe angibt, welche sie veranlaßt haben, ihre Truppen aus dem päpst⸗ lichen Gebiete zurückzuberufen. Die Regierung schenkt den Erklärungen Frankreichs Glauben, daß es nämlich seine Truppen zurückziehen werde und hofft auf den Weg der Unterhandlung ein- gehen zu können mit der Absicht, die römische Frage endgültig zu lösen und zu versuchen, eine Lösung zu erlangen, welche die Wünsche Italiens mit den Interessen der katholischen Religion aus- gleichen und eine dauernde Ursache von Aufregung für Italien, für die Gewissen und für den Frieden Europa's beseitigen könne. — Von einem Offizier der Garibaldischen Freischaaren bringen italienische Blätter folgende Schilderungen über den Kampf bei Mentana: „Die Deputirten Crispi, Corte und Sineo, sowie andere Freunde Garibaldi's waren nach Monte⸗ Rotondo gegangen, um ihn zu überreden, sich zurückzuziehen, damit ein nach Ankunft der Fran- zosen ganz nutzloses Blutvergießen vermieden werde. Garibaldi aber blieb urerschütterlich und sagte, er wolle unter den Mauern Roms sterben. Als er erfahren hatte, daß die Päpstlichen 10 bis 12,000 Mann stark aus Rom marschirt waren, während er nur an der Spitze von 3000, freilich entschlossenen, aber schlecht bewaffneten Leuten sich befand, denen es zudem an Munition und Pro- viaut fehlte, setzte er sich nach Tivoli in Bewegung. Es hieß, er wolle ich mit Nicotera vereinigen und sich gleichzeitig den italienischen Truppen nähern, in der Hoffnung, nöthigenfalls Hülfe bei ihnen zu finden. Wie dem nun auch sein mag, nachdem er sich kurze Zeit in Bewegung gesetzt hatte, wurde seine Colonne mit unbeschreiblichem Umgestüm von den Päpstlichen angegriffen. Der erste Znsammenstoß brachte einige Verwirrung unter 4 Die Tapfern von ihnen jedoch blieben auf ihrem die Freischärler, die zum Theil zersprengt wurden. Posten und leisteten einen wahrhaft heldenmüthigen Widerstand; es war nicht mehr ein regelmäßiger Kampf mit den Feuerwaffen, sondern ein wahres Handgemenge. Ein verwundeter Päpstlicher hatte nicht weniger als 17 Bajonnetstiche erhalten. Die Garibaldianer hatten etwa 200 Todte und 400 Verwundete.“ — Von Corese aus hat Garibaldi folgende Proclamation, vom 3. d. Abends datirt, erlassen: An das italienische Volk! Die Inter⸗ vention Napoleons und Victor Emanuels auf römischem Boden raubt unserer Unternehmung ihren Zweck: die Befreiung Roms. Wir waren demzufolge im Begriffe, uns, auf die Appeninen gestutzt, vom Kriegsschauplatz zurückzuziehen, als die gesammte päpstliche Macht, einschließlich der römischen Garde, uns diesen Weg abschnitt. Wir waren gezwungen, den Kampf aufzunehmen, und es wird in Anbetracht unserer Lage nicht überraschen, wenn wir keinen neuen Triumpf unserer Sache zu verkünden haben. Die päpstlichen Truppen haben sich mit schweren Verlusten vom Schlachtfelde zurück— gezogen, wir selbst haben sehr erheblich gelitten. Nunmehr bleiben wir Zuschauer der Lösung, welche die italienische und französische Armee der römischen Frage geben werden, und falls diese Lösung nicht den Wünschen der Nation entsprechen sollte, wird das Land neue Kräfte in sich selber finden, um die Initiative wieder zu ergreifen um diese Lebensfrage zu lösen. G. Garibaldi. Amerika. Die großartigen Schwindeleien, die gelegentlich von Beamten des Zoll- und Steuerfaches der Union bekannt wurden, haben vielfach die Frage rege gemacht, wie der Cor- ruption unter diesen Staatsdienern zu steuern sei. Der kürzlich von seiner im Auftrage der Regie- rung nach Europa unternommenen Reise zurück · gekehrte Commissär Wells empfiehlt als bestes Abhülfsmittel die europäischen Einrichtungen; bestimmte Examen- Anforderungen und Beförde⸗ rungen nach dem Dienstalter und tüchtiger Führung. Darmstadt. Die„M.⸗Z.“ erzählt folgende ergötzliche Scene: Dieser Tage kehrte ein Gastwirth von dem Wein⸗ einkauf aus Lützelsachsen per Bahn zurück. Im Eisenbahnwaggon wollte er sich mil einem Odenwälder in Nalionalkostüm foppen, vertauschte dessen Dreimaster und langen Ueberrock mit Frack und Cylinder. Der Neu⸗ preuße, dem das althessische Gewand trefflich stand, schaute in Auerbach zum Fenster heraus, salutirte mit dem Drei⸗ master, gewahrte aber, als der Zug bereits im Gang war, das schadenfrohe Grüßen des biedern Odenwälders in Frack und Cylinder, der ausgestiegen war und auf dem Perron Posten genommen hatte. Darmstadt. Im vergangenen Jahre wurden hier nicht weniger als 16223 Ohm Bier konsumirt. Den 1 Hunger stillten 2547 hier geschlachtete Ochsen, Kühe und Rinder, 9022 Schweine, 6862 Kälber, 2553 Hämmel u. s. w. Frisches Fleisch wurden 117593 Pjund, getrocknetes resp. geräuchertes 16101 Pfund ein⸗ geführt. Außerdem vertilgte die Einwohnerschaft der Residenz noch 4038 Haasen und 8616 Gänse.— Erwärmt wurde Darmstadt durch 303,783 Ceniner Steinkohlen und 98704 Centner Torf. An Holz wurden über 16000 Stecken verbraucht, zum Feueranmachen mußten 19548 Malter Tannäpfel in Asche aufgehen. Wiesbaden. Kürzlich standen dahier drei Ange⸗ klagte wegen an der Bank in Homburg verübten Be⸗ trugs vor Gericht. Dieselben hatten mit einem unbe⸗ kannten Vierten eine Spielmethode verabredet, miltelst deren sie an der Spielbank in Homburg fich den Gewinn sichern wollten. Unter Anderm hatten sie am 29. Juli b. J. im Roulette auf Nr. 25 ein Zweiguldenstück gesetzt und dasselbe, nachdem die Nummer gekommen und bereits ausgerufen war, durch ein Zwanzigfrankstück ersetzt, welche Manipulation dadurch unmerkbar gemacht werden sollte, daß einer der Spieler sich vorbeugte und mit dem Arme das Geld verdeckte. Die Bank hätte also statt 70 fl. 700 Francs zu zahlen gehabt, wenn der Betrug nicht 7 bemerkt worden wäre. Ein gleicher Fall, der am 28. Juni gespielt haben soll, konnte jedoch nicht erwiesen werden. Das Gericht erkannte die drei Angeklagten des versuchten Betrugs für schuldig und verurtheilte Jeden in eine Ge⸗ fängnißstrafe von einem Jahr, 100 Thlr. Geldbuße, Ver⸗ solidarisch in die Kosten. lust der bürgerlichen Ehrenrechte auf 1 Jahr und alle 7* 1 3 5 l 5 enieure Fullätischen bheiligung au bestatlel. , ase u. Comp. 1 ärung für 125 kinten J merken, daß sie ee Bemillale eincn b Csuncheil Wies wecken* ahtungs mille ö 1 Eich andlern unter, Dobrifanten kein it und bleibt in orm ber ächten ern der Beitug , Eine n sinigen Wochen gehmen, ohne eine gu begegnen, in ee Die Mugierde de Das N det Sa! sinigung, eine Berjängliches. S „Der Salon erse der Salon für! gegeben von Ern im 1. Dezember. 7 Aoyd's bre Bau die Schisfe Tabak. Wir fi won Urhällen be 1 iffe und Do And 5 Dampfer erloten. Die bei Segelschiffen er Nalaumme che und 10 dN Net ane, I. 87 Dampfer go Cheille die Ma Tiefe. Die 3; ssich auf 687. : Binnen Ne cückwander Haben gesunde Deusschland vi Si fe mnieber, — 0 75 Pei 1645 ei d Selle AKummein 39 pero 867. gez enach wird 1 au, nur Henommen dei Jusug 0 M * „ Nesiden e at 1 1 1 9 1 „„Zwei Opfer des Duells. Vor einigen Tagen bat in Berlin ein Duell zwischen zwei Offizieren statt⸗ gefunden, von welchen der eine dem früher kurhessischen Militär angehörte. Der Letztere bat seinen Gegner, einen pteußischen Premier- Lieutenant, erschossen und zwar, wie man wissen will, unter Verletzung der vereinbarten und berkömmlichen Regeln des Zweikampfes, so daß der§. 171 bes Strafgesetzbuchs gegen ihn in Anwendung kommen bürfte.— Auch aus Düsseldorf wird von einem Duell wischen zwei Offizieren, welches den Tod des Einen zur 5 hatte, berichtet. Derselbe batte im vorigen Jahre ile Feldzüge in der Rheinarmee mitgemacht, ohne verletzt u werden. Er hieß Max Dzrobeck, und war in Köln geboren, wo sein verstorbener Vater Hauptmann der In— genieure war. Die Leiche wurde am 5. mit großen kilitärischen Ehrenbezeugungen und unter zahlreicher Be⸗ sheiligung auch von Seiten der Bürgerschaft zur Erde destattet. „ Kaffeebohnen-Fälschung. Gebrüder Jörg u. Comp. in Mainz nehmen in einer öffentlichen Er⸗ llärung für sich das Verdienst in Anspruch, Fabrikanten bieser künstlichen Kaffeebohnen zu sein, indem sie dazu be—⸗ merken, daß sie es sich zur Aufgabe gemacht, für weniger Bemittelte einen künstlichen Kaffee herzustellen, der für die Gesundheit nichts zu wünschen- übrig lasse. Sie be⸗ zweckten mit diesem Kaffee durchaus keine Fälschung von Nahrungsmitteln, da er aus den gesundesten Rohproducten, namentlich Eicheln, bestehe. Werde derselbe aber von Händlern unter indischen Kaffee gemischt, so könne den fabrikanten keine Schuld zugemessen werden.— Auffallend st und bleibt indeß der Umstand, daß diesem Fabrikat die form der ächten Waare gegeben und dadurch den Händ— krn der Betrug erleichtert wird. Warum wohl? „ Eine neue Art Reclame ist solgende. Vor einigen Wochen konnte man keine Zeitung in die Hand gehmen, ohne einem großen, schwarz umränderten Quadrat zu begegnen, in dem blos die Worte standen„Der Salon.“ Die Neugierde des Publicums wurde aufs tiesste erregt. Was ist der Salon? hieß es allerwärts; eine gesellige Ver— einigung, eine Zeitschrift? Manche dachten sogar an etwas Verfängliches. Später wurde die Annonce dahin ergänzt: „Der Salon erscheint am 1. Dezbr.“ Heute lesen wir: der Salon für Literatur Kunst und Gesellschaft. Heraus⸗ gegeben von Ernst Dohm und Julius Rodenberg erscheint am 1. Dezember. 5 Lloyd's statistisches Comité in London veröffentlicht iber die Schiffsunglücke des ersten Halbjahres 1867 seine Tabelle. Wir finden 5525 Segelschiffe und 500 Dampfer don Unfällen beimgesucht. Vermißt werden 67 Segel- hiffe und 7 Dampfer. Verlassen wurden 228 Segelschiffe und 5 Dampfer, 190 von diesen Schiffen gingen gänzlich berloren. Die Zahl der Collisionen finden wir mil 808 di Segelschiffen und 147 bei Dampfern verzeichnet. Von ber Totalsumme sanken 85. Es strandeten 1483 Segel— sciffe und 126 Dampfer und 3 Schiffe wurden von See⸗— tubern weggenommen. 65 Schiffe und 5 Dampfer ver— dannten. Im Ganzen gingen 1072 Segelschifse und 7 Dampfer ganz zu Grunde und von 29 dieser Schiffe teilte die Mannschaft das Schicksal, ein Grab in der Refe. Die Zahl der verlorenen Menschenleben beläuft sch auf 687. „ Binnen Jahresfrist hat die Zahl der deutschen zus wanderer nach Amerika 108,000 betragen. Eine Fückwanderung findet auch statt. Viele Amerikaner heben gefunden, daß das Leben und die Erziehung in Teutschland viel wohlfeiler sind als in ametikanischen Elädten, sie lassen sich daher in vielen Städten Europa's neber. % Julius Mosen's Leiden. Es dürfte den Lesern nicht uninteressant sein, etwas Näheres über die furchtbaren Leiden zu vernehmen, welche der am 10. Okt. d. J. in Oldenburg verstorbene Dichtet Julius Mosen zu erdulden gehabt. Wie Scarron, Voltaire und Heinrich Heine ist er reichlich 20 Jahre hindurch gestorben; benn so lange ist es her, daß eine fortschreitende Lähmung ihn an das Siechenbett fesselte. In welchem Grade sich sein Zustand verschlimmerte, mögen nachstehende Miltheilungen ahnen lassen. Vor 10 Jahren etwa meldete das Familien Journal von dem Poeten:„Er, der sonst so gern durch Feld und Flur, namentlich aber durch die Wälder schweifte, um sich dort seine herrlichsten Lieder in die Seele rauschen und wehen zu lassen, er hat seit lange das Gehen und Stehen, fast den Gebrauch seiner sämmtlichen Glieder verlernt. Aber damit ist noch keineswegs genug. Seine Stimme, die einst mit Begeisterung seine eigenen und die Dramen anderer Dichter vorlas, ist dem Kranken beinahe völlig und so sehr erloschen, daß die ihn treu pflegende Gattin ihr Ohr ganz dicht an seine Lippen legen mußte, um den leisen Hauch seiner Worte zu erlauschen.“ Im Jahre 1863 schrieb ein Freund von ihm:„Ich war wohl eine Stunde im Krankenzimmer des unglücklichen Mosen, Die Schrecklichkeit des Eindrucks, den ich empfangen, bin ich außer Stande zu schildern. Denke man sich ein mit Haut überzogenes, schlotterndes menschliches Gerippe, das uns mit zwei tiefen, dunklen Augen anstarrt, sonst aber regungslos und mit weitgeöffnetem, röchelndem Munde vor uns liegt. Keiner Bewegung fähig, wird er, wie ein Kind, nein, schlimmer, wie ein lebloser Gegenstand, wie eine Sache gehoben und getragen.“ Im Anfange dieses Jahres lautet eine Nachricht so:„Mosen's Lage ist grauen⸗ erregend. Von Stimme besitzt er keine Spur mehr, sein Interkiefer ist ganz kraftlos, man möchte sagen: aus dem Scharnier; wenn sein Kopf in die Höhe gerichtet wird, fällt jener klaffend zurück und zeigt einen offenen Rachen mit großen Zähnen. Nahrung wird ihm künstlich und nothdürftig eingeflößt. Seine Scele wohnt eigentlich nur noch in seinen schönen, ausdrucksvollen Augen; der übrige Körper ist eine leere Ruine.“ 4* Miltel gegen das Wundreiben der Hände beim Waschen. Einige Tage vor Anfang der Wäsche reibe man sich die obern Theile(die am meisten der Ge— fahr ausgesetzt find) mit einer schwächen alkohol'schen Schellacklösung, wie sie jeder Schreiner zum Poliren der Möbel gebraucht, ein. Landwirthschaftliches und Gewerbliches. 2„ Die„M. 3.“ bringt folgenden Bericht über das Ergebniß der Weinlese, die nun größtentheils beendigt ist: Vom Haardtgebirge spricht man sich hinsichtlich der Qualität immerhin noch günstiger aus, dagegen ist der Ertrag quantitativ gering. Im Rheingau ist die Lese noch nicht vollendet. Man hofft, selbst auf die Gefahr hin, daß die bereits eingetretene Fäule noch weiter fort— schreiten solliee, auf eine Reihe guter Tage, die der Qua— lität zu Statten kommen. Am* ꝗ— fahren in diesem Jihre diejenigen, welche gut mit frühtragenden Trauben— sorten vorgesehen sind. In Rheinhessen ergibt sich noch ein besserer Herbst, als man ihn glaubte erwarten zu dürfen. Die Quantität fällt recht gut aus, wiewohl die Beeren verhälmnißmäßig klein geblieben sind. Zu be— dauern ist nur, daß das Rebholz nicht nach Wunsch ge— reift ist. Von der Mosel lauten die Nachrichten außer⸗ ordentlich widersprechend. Während in einzelnen Lagen befriedigende Resultate sich ergeben, klagt man in anderen Ein gesandt. Geehrtester Herr Rebacteur! Im Verlaufe dieses Sommers brachten Sie in Ihrem geschätzten Blalte„ein Wort von Göthe.“ Allen Anzeichen nach ward es mehrorts beachtet, denn auf meinen kleinen Wanderungen durch den Kreis Friedberg gewahrte ich mit Freuden, wie man in Stadt und Land sich angelegen sein läßt, öffentlichen und Privat-Gebäuben„ben schon lang erwarteten Anstrich“ zu geben. In unserer Wetterau herrscht bekanntlich Wohlstand; diesem entsprechend dürfte es auf Straßen, außer- und innerhalb der Hofraithen, der öffentlichen Gebäude doch viel reinlicher, freundlicher, geschmackvoller aussehen. Vielleicht haben manche der be— treffenden Bewohner und„Regierer“ obiges Wort übersehen, wie wäre es, wenn Sie dasselbe noch einmal in kräftigen Lettern wieberholen würden?*) Ein Wort von Göthe. Sieht man am Hause doch gleich so deutlich, weß Sinnes der Herr sei, Wie man, das Dörfchen betretend, die Obrigkeiten beurtheilt. Denn wo die Thürme verfallen und Mauern, wo in den Gräben Unrath sich häufet, und Unrath auf allen Gassen herumliegt, Wo der Stein aus der Fuge sich rückt, und nicht wieder gesetzt wird, Balken verfault, und das Haus vergeblich den neuen schon erwartet, regieret. Denn wo nicht immer von Oben die Ordnung und Reinlichkeit wirket, Da gewöhnt sich leicht der Bürger zu schmutzigem Haushalt, Wie der Bettler sich auch an lumpige Kleider gewöhnet. Wo der Anstrich lang der Ort ist übel *) Wir erfüllen gerne des geehrten Herrn Einsenders Wunsch, damit dies Wort auch Beherzigung finde an den Orten, wo es seiner Beobachtung nach noch noihthun möchte. Die Red. Verloosungen. Stockholm, 2. Nov.(10-Thlr.⸗Loose.) Bei der heutigen Zichung wurden folgende Hauptgewinne ge⸗ zogen: Nr. 187425 18,000 Thlr., Nr. 216189 1000 Thlr., Nr. 221442 500 Thlr., Nr. 112433, 158393, 172968 und 226719 150 Tylr., Nr. 663, 6002, 67046, 75552, 85671, 95824, 96722, 103783, 113068 und 178086 60 Thlr. Die Zahlung geschieht am 1. Februar 1868. Für Musikliebhaber. Bei einem Besuche in Bern batten wir kürzlich Ge⸗ legenbeit, das wahrhaft großartige Lager von Spiel⸗ dosen und Musikwerken des Herrn J. H. Heller daselbst zu bewundern. Der Absatz dieses Fabrikanten, der in seinem Fache das Ausgezeichnetste leistet, soll ein fabelhaft großer sein und sich bis in die entferntesten Weltgegenden erstrecken. Bei den Erzeugnissen dieser Fabrik werden sowohl in musikalischer als decorativer Hinsicht alle Forischritte der Neuzeit sorgfältig berücksichtigt, es sollten demnach die Heller'schen Musikwerke in keinem Salon, in keiner Familie mehr fehlen. Diese Werke eignen sich auch ganz besonders zu Weih⸗ Gegenden über sehr geringen und kaum verwerthbaren Ertrag nachtsgeschenken. Bekanntmachung. 2523 Bei der stattgebabten Werloosung der Partial⸗ Obligationen der Gemeinde Arms heim wurden die Nummern 39, 53, 54, 62, 63 und 71 zur Abtragung do 1867 gezogen, welches mit dem Anfügen bekanut gemacht wird, daß der Werth dafür vom 1. Januar 168 an, nur an der Gemeindekasse dahter in Empfang genommen werden kann und daß von diesem Tage an d Ztusfuß aufhört. Armsheim am 4. November 1867. Großherzogliche Bürgermeisterei Armshelm Zim lich. C dic tal La dun g. 4 Der Nachlaß des Königlichen Polizeicommissärs 3 B. Glück ist von den Erben ausgeschlagen, weshalb tie Gläubiger aufgeforrert werden, ihre Ansprüche im Termin den 27. d. M., bis 12 Uhr Mittags em Curator, Stadtsecretär Schäfer, gegenüber dahier anzumelden. Zur Abwendung des Concurses wird zugleich die ät versucht und unterstellt werden, daß die Aus⸗ bleibenden, soweit ihre Rechte nicht bevorzugt oder ilunrgeflchert sind, dem Beschluß der Erschienenen zu mmen. 5 Bockenheim am 4. November 1867. 1 Königliches Amtsgericht Reu l. Weinfässer 447 iu allen Größen billtgst bet 0 Ph. Dan. Kümmich. 1. 1 1* Alle durch den Buchhandel zu beziehenden illustrirten, belletristischen& wissenschaftlichen Zeitschristen, sowie auch alle Modezeit ungen u. s. w. u. s. w. besorgen pünklichst und empfehlen sich zu geneigten Aufträgen Friedberg. Bindernagel& Schimpff. Bestellungen für uns nehmen an für Nidda F. Trebes in Nidda. 7 7. 7. 717„ für Hu ngen L. Schneider in Hungen. Dampfmasechinen⸗ Verkauf. 2648 Auf dem Hofgute Büdesheim, Krets Vilbel, Großherzogtbum Hessen, ist eine gebrauchte, feststehende, jedoch in sehr gutem Zustande sich befindende Expan— sions- und Condensattong Maschine, zebnpferdekräftig, sammt Kessel, Vorwärmer und Armatur zu verkaufen. Die durch Brand beschädigte Transmission ist eben— falls abzugeben. Büdesheim den 6. November 1867. Die Dr. Bern a' sche Verwaltung. Vergebung von Schuh macherarbeiten. 2654 Donnerstag den 21. d. Mts., Vormittags ½11 Uhr, werden auf dem Bureau des unterzeichneten Verwaltungsraths die im Jabr 1868 für die biesige Garnison erforderlich werdenden Schuhmacherarbeiten durch Summission in Accord gegeben. Butzbach am 8. November 1867. Großhberzoglicher Verwaltungsrath der vereinigten Schwadronen der Relterbrigade von Buseck, Mafsor. Lieferung von verschiedenen Bedürfnissen. 2655 Donnerstag den 21. d. Mts., Vormittags 11 Uher, werden auf dem Bureau des unterzeichneten Verwaltungsrats nachfolgende Bedärfnisse für die biesige Garnison, als: 1) Brod, 2) Del, Petroleum, Stearin⸗ Lichter,§tsch⸗ thran und 3) Gerste, Waizenklete und Leinkuchen, auf das 1. Halbjahr 1888 durch Summisfion in Liefe- rung vergeben. Butz bach den 8. November 1867. Großberzoglicher Verwaltungsrath der vereinigten Schwadronen der Reiterbrigade von Buseck, Major. Ein Dienstmädchen, 2631 dos bürgerlich kochen kann, wird zum sofortigen Eintritt gesucht. Nileder-Wöllstadt den 6. November 1867. Fresenius, med. Dr. ä——ů 3 ö 0 —— — — ———————————— ——— .(— Bekanntmachung. 2656 Es ist vor Kurzem der Fall vorgekommen, daß eine Kiste mit Knallsilber Präparaten, welche ohne Angabe des Inhalts der Post übergeben war, im ostbetriebe explodirt ist, wodurch zwei Beamte das eben verloren, andere Beamte Verletzungen erlitten haben und außerdem ein erheblicher Schaden an Sachen entstanden ist. Das General Post⸗Amt macht in Folge dessen wiederholt und dringend darauf aufmerksam, N daß bestimmungsmäßig solche Gegenstände zur Versendung mit der Post nicht auf— gegeben werden dürfen, deren Beförderung mit Gefahr verbunden ist, namentlich alle durch Reibung, Luftzudrang oder Druck und sonst leicht entzündliche Sachen, so⸗ wie ätzende Flüssigkeiten. Dahin gehören insbesondere: Schießpulver, Feuerwerks⸗ Gegenstände, Phosphor, Reib-⸗ oder Streichzünder, Schießbaumwolle, Knall⸗ silber, das sogenannte Pyro Papier, Aether oder Naphtha, Sprengöl oder Nitroglycerin, Photogen, Petroleum und Mineral⸗Säuren. Wer dessenungeachtet Gegenstände dieser Art unter unrichtiger Declaration, oder mit Verschweigung des Inhaltes der Sendung, der Post übergeben sollte, hat — außer der iyn treffenden Bestrafung nach den Landes⸗ gesetzen— für jeden entstehenden Schaden zu haften. Berlin den 4. November 1867. General⸗Post⸗Amt von Philips born. Versteigerung von untauglichen Magazins-Gegenständen. 2653(Butzbach.) Dienstag den 19. d. Mis., Vor⸗ mittags um 9 Uhr anfangend, werden in hiefiger Reitercaserne alte Reitzeugstücke, Pferdeteppiche, Strohsäcke und sonstige Casernitungs⸗Gegen⸗ stände meifibietend gegen Baarzahlung öffentlich versteigert. Die Herren Bürgermeister biefiger Gegend werden ersucht, diese Versteigerung in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen.. Butzbach den 8. November 1867. Großherzoglicher Verwaltungsrath der vereinigten Schwadronen der Retterbrigade von Buseck, Major. Lieferung von Petroleum-Lampen. 2663 Freitag den 15. d. Mts., Vormittags um 10 Uhr, wird die Lieferung von 30 Lampen und Laternen für Pelroleumbeleuchtung auf dem Büreau der unter⸗ zeichneten Behörde vergeben, woselbst auch die Muster und Bedingungen zur Einsicht offen liegen. Friedberg den 11. November 1867 Großherzogliche Caserneverwaltung Kalbflersch, Oberquartiermeister. Holz-⸗Versteigerung. 2660 Donnerstag den 14. d. Mte. soll in hiesigem Gemeindewalde, Distrikt Langerberg, nachbezeichnetes Gehölze öffentich versteigert werden: 4 Stecken Nadel Scheitholz, 16¼„„ Prügelholz, 11 7— tockholz, 1013 Stück Nadel Wellen, 134„ Eichen⸗„ 15 Läste Allerletholz, 36 Stämme Kiefern⸗Stammholz; 351 Cubiksuß enthaltend, 62 Kiefern Stangen; 348 Cubikfuß enthaltend. Der Anfang ist präcis 9 Uhr Vormtttlags. Zahlungs termin bis zum 1. April 1868. Ober⸗ Mörlen den 8. November 1867. Großberzogliche e Ober ⸗Mörlen 8 Feuerfeste Steine. 2649 Auf dem Hofgute Büdes beim, Kreis Vilbel, find circa 4000 Stück gebrauchte aber noch gut erhaltene Münsterer feuerfeste Steine zu verkaufen Der Bruch kann als Mörtel verwendet werden. Büdesbeim den 6. November 1867. Die Dr. Berna'sche Verwaltung. 8 4 Kast anien 2641 in vorzüglicher Qualität empfiehlt Ph. Dan. Kümmich. Leere Zranntwein-& Oelfässer 2624 verschledener Größe, für Obstweln und Kraut, Holländischer Syrup& Bienenhonig billigen Preiseu bei 2639 in bester Qualität, billigst bei Ph. Dan. Kümmich. Angefangene und fertige Stickereien 2591 in großer Auswahl, sowie alle Sorten Terneaux-Wolle zu außergewöhnlich Geschwister Schloß. Soeben ist erschienen: 000/00: b jin 8 7 Wiederverkäufer den höchsten Rabatt, und machen wir dieselben darauf aufmerksam,? daß die Verlagshandlung den Alleindebit in Oberhessen erhalten von uns uns übertragen hat und demzufolge direct bet the einlaufende Bestellungen unbeachtet lassen wird. 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