8 E 8 1867. M121. Anzeiger für Oberhessen. Friedberger Intelligenzblatt. Samstag den 12. October. Entbält u die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag and Samstag. 3 Auf den„Anzeiger“ kann man noch immer für die Monate October, November und Dezember bei den Poststellen des Großherzogthums mit 33 kr. und bei der Verlags-Expedition mit 30 kr. abonniren. Amtlicher Theil. Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatte ist zu publiziren: Nr. 41. sub 1. Bekanntmachung, die Statuten der Acttengesellschaft„Actsenbaumwollenspinneren in Blitzenrod bei Lauterbach in Oberhessen“ betreffend Friedberg am 9. Octoder 1867. Großherzogliches Kreisamt Friedberg J. V. d. K. 1 Betreffend: Die Vertilgung der Feldmäuse. Friedberg den 8. October 1867. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien Assenheim, Bruchenbrücken, Butzbach, Friedberg, Gambach, Hausen und Oes, Ilbenstadt, Langenhain, Münster, Münzenberg, Nieder-Florstadt, Nieder-Mörlen, Nieder-Weisel, Ober-Florstadt, Rockenberg, Staden, Steinfurth, Wölfersheim, Schwalheim, Nauheim, Dornassenheim und Polizeicommissariat Wickstadt. Sie haben binnen 3 Tagen die Verfügung vom 3. September J. J.(in Nr. 105 des Anzeigers) bei 1 fl. 30 kr. Strase zu erledigen. Y, d K. Kritz ler. Betreffend: Die Auffindung einer Kindesleiche in dem Walde bei Bergen. ni an die Großherzoglichen Bürgermeistereien In dem Walde, welcher die von Bergen nach Niederdocfelden und weiter in die Wetterau fährende Landstraße umgiebt, ist dicht neben dieser, am Abend des 30. v. Mts., die ganz frische Leiche eines ausgetragnen, neugebornen Kindes, weiblichen Geschlechts, gefunden worden. Eingewickelt war dieselbe in ein nach dem Tragen nicht wieder gewaschenes, etwas schadhaftes ziemlich kurzes Frauenhemd von feinem Leinen, an der Brust noch mit deutschen großen Buch— staben„J. G. 6“ gezeichnet. Die an der Leiche am 1. d. Mis. vorgenommene Section hat nach dem Ausspruch der Gerichtsärzte ergeben, daß das Kind nach der Geburt gelebt, wenn auch nur kurze Zeit geachmet und seinen Tod durch Erstzckuͤng gefunden hat und dieser bei der noch nicht ein— getretenen Verwesung und in Betracht der kühlen, jedoch nicht kalten Temperatur der letzten Tage nur innerhalb der letzten 2 bis 3 Tage vor der Section erfolgt sein kann. Verdacht des hiernach muthmaßlich vorliegenden Verbrechens des Kindesmords richtet sich gegen eine Frauensperson, welche im Sep— tember d J. von dem Gastwirth Peter Haas zu Nieder-Wöllstadt als Taglöhnerin gemiethet worden ist, am 25. v. M. wegen porgeschrutner Schwangerschaft dessen Dienst verlassen und sich von Nieder- Wöllstadt entfernt hat. Bei den gleichzeitig mit ihr im Dienste des Haas be— findlich gewesenen Taglöhnern hat sie den Namen„Gretchen“ geführt und angegeben, baß sie in der Gegend von Ocb im Bayerischen zu Hause und bereits Mutter eines außerehelichen 4 jährigen Kindes sei. 0 Friedberg den 10. October 1867. 6. nz e und die Großh. Geusdarmerie des Kreises. 1 Dieselbe ist bekleidet gewesen mit einem ziemlich abgetragenen Rock, einem blauen Kattunjäckchen und einem Kleid von dem nämlichen Stoff und Aussehen. Sie befindet sich in einem Lebensalter von 20 bis 30 Jahren, ist von schmächtigem, kleinen Körperbau, hat ein schmales Gesicht und eine aufgeworfene Nase und einen wahischeinlich in Folge der vorgerückten Schwangerschaft schwerfälligen und hinkenden Gang. Am 21. v. Mts. ist bei der Wirthin Ruppel zu Bergen eine Frauensperson erschienen, die nach der Beschreibung mit der Vor⸗ erwähnten identisch zu sein scheint, indem sie erzählt hat, daß sie zu Nieder-Wöllstadt deim Gastwirth Haas geschafft habe. Nach den Angaben der genannten Wittwe hätte dieselbe eine Tasche und ein Beutelchen mit sich geführt und sei in ein großes, graues Umschlag⸗ tuch gehüllt gewesen. Um den Kopf babe sie ein dünn wollenes, rothgeblümtes Tuch getragen und habe nach ihrer ganzen Erscheinung den Eindruck einer lüderlichen Dirne gemacht.— In Gronau hat wahrscheinlich dieselbe Person angegeben aus Mittelsin zu sein. Wir beauftragen Sie sofort, unter Benutzung vorstehenden Materials, die entsprechenden Recherchen nach dem Namen und Wohnort der nach Vorstehendem verdächtig erscheinenden Person an— zustellen, dieselbe im Betretungsfalle zu arretiren und uns umgehend vorführen zu lassen. N K 1 1 E d. e ee l Anffor derung. 2149 Georg Friedrich Schweitzer von Friedberg, welcher als Agent zur Beförderung von Auswanderern für die Hauptagentur Joseph Striglers Wittwe zu Mainz nach Nordamerika, Canada und Australien concessionirt war, ist verstorben. Gemäß der Verordnung vom 25. Januar 1851 wird das Ableben genannten Agenten zur öffentlichen Kenntiß gebracht und bemerkt, daß Ansprüche an die von gedachtem Georg Friedrich Schweitzer als Agent zur Beförderung von Auswanderern für die Hauptagentur Joseph Striglers Wittwe in Mainz gestellte Caution innerhalb 6 Monaten vom Tage der Bekanntmachung an gerechnet bei der untex— zeichneten Behörde mit einer Nachweisung, daß bei Gericht Klage erhoben worden ist, geltend zu wachen sind, als sonst diese Caution zurück— gegeben wird. Friedberg den 11. September 1867. Großzherzogliches Kreisamt Friedberg Tire n p. Hessen. Darmstadt. Die „Rhein. Kur.“ von hier aus gebrachte Nachricht, daß die großherzogliche Regierung die Absicht habe, zur Vermehrung der Staats Einnahmen erscheinenden Blätter den Zeitungestempel, wie er in Preußen besteht, einzuführen, wird für unbe— gründet erklärt. e In einer gegen die Mainzeitung anhän— gigen Untersuchungssache wegen Beleidigung des ven sein. ö von dem Mainzer Obergerichts hat der Cassationshof gegen den Antrag der Staatsbehörde das erhobene Re— cusationsgesuch als gegründet erkannt und das Mainzer Obergericht als erkennendes Gericht ver— vom 1. Januar an für die im Großherzogthum worfen und soll eine Commission zur Aburtheilung dieser Sache durch das Justizministerium zu bil— — Der von den Mainzer Assisen zum Tode verurtheilte Raubmörder Reitenbach ist zu lebenslänglicher Zuchthausstrafe begnadigt worden. — Die„M.⸗Itg.“ enthält folgende Corre- spondenz aus Berlin: Bekanntlich hat die könig⸗ lich preußische Staatsregierung die Concesstonirung der Linie Gießen-Wetterau-Gelnhausen an die Bedingung geknüpft, daß die großherzog⸗ lich hessische Staatsregierung sich verbindlich mache, auf Verlangen Preußens die Linie Friedberg ⸗ Hanau ihrerseits ohne Anstand zu eoncessioniren. Eine solche Zusage ist hier bis heute nicht ein- getroffen, das ist der Grund, weßhalb von Preußen die Concession der Linie Gießen-Gelnhausen bis heute nicht ertheilt wurde. Es ist Suche der betheiligten Landestheile, in Darmstadt in dieser Richtung Schritte zu thun. — Die Königin Augusta von Preußen ist zum Besuche am Großherzoglichen Hofe dahier eingetroffen. Gießen. Der großherzogl. Regierungsrath Pietsch dahier, seit einer Reihe von Jahren Rekrutirungs-Commissär in der Provinz Ober— hessen, ist in den Pensionsstand versetzt worden. Regierungs⸗Accessist Groos wurde zum Kreis- Assessor dahier ernannt. Preußen. Berlin, 8. October. In der heutigen Sitzung des Reichstags beantwortete der Ministerial-Director Delbrück die Inter— pellation des Abg. Schulze⸗(Delitzsch) wegen Be⸗ seitigung der mecklenburgischen und lauenburgischen Transitzölle dahin: der Vertrag mit Frenkreich hindere vorläufig den Zollanschluß Mecklenburg's, es seien jedoch in Paris neuerdings Schritte hierfür geschehen, Lauenburg sei aber wegen seiner geographischen Lage don Mecklenburg nicht zu trennen. Hierauf folgte die Berathung des Staatshaushaltsgesetzes, wobei der Antrag auf rlvilrechtliche Verantwortlichkeit des Bundeskanzlers nach lebhafter Debatte abgelehnt, das Etatsgesetz dagegen angenommen wurde, womit die Vorbe— rathung des Budgets erledigt ist. Hierauf folgte die Berathung über die Zollverträge, welche nach kurzer Debatte mit allen gegen zwei Stimmen genehmigt wurden. Auf eine Interpellation be— treffs der Tabakssteuer erklärte Ministerial⸗Director Delbrück, daß hierüber noch keine Verhandlung stattgefunden habe. Man sei nur davon ausge— gangen, daß Tabak ein sehr besteuerungsfähiger Gegenstand sei; das betreffende Gesetz werde dem Reichstag vorgelegt werden, was dieser damit mache, stehe dahin. — Die plötzliche Aenderung in dem Reiseplan des Königs, welcher nicht, wie ursprünglich festgesetzt war, von Weimar aus direct nach Berlin zurückkehrt, sondern vorher nach Baden— Baden geht, wohin schon das Militär- und Civil⸗ Cabinet, sowie das sogenannte große Gefolge vorausgegangen ist, hat zu dem Gerüchte Veran- lassung gegeben, daß in Baden Baden eine Zu— sammenkunft zwischen dem Könige von Preußen und dem Kaiser von Oesterreich, welcher sich in den nächsten Tagen nach Paris begibt, stattfinden werde. — Die„Prov.⸗Corr.“ sagt: Obwohl der Reise des Königs nach Süddeutschland jede politische Absicht fern lag, wird doch die persön— liche freundschaftliche Berührung mit den Fürsten der süddeutschen Staaten und die lebhafte Kund⸗ gebung der süddeutschen Bevölkerung für die na⸗— tionale Verbindung mit dem norddeutschen Bunde dazu beitragen, die erfreuliche Gestaltung der — Der Schluß des Reichstages wird vor— aussichtlich am 25. ds, stattfinden, die Urwablen sollen am 30. October und die Abgeordneten— wahlen am 7. November vorgenommen werden. — Die Anberaumung der nächsten General-Ver⸗ sammlung des Nationalvereins auf den 20. d. M. ist(nach der„Hess. Morgenztg.“) dahin abgeändert worden, daß die Versammlung erst nach Vollendung der Wahlen zum preußischen Abgeordnetenhause stattfinden wird. Der Tag soll demnächst festgesetzt und bekannt gemacht werden. — Wie die„Nordd. Allg. Ztg.“ meldet, hat Preußen eine Einladung an Bayern, Württemberg, Baden, Luxemburg und Oesterreich wegen einer neuen Regelung des deutsch-österreichischen Postvereins gerichtet, die am 1. Januar 1868 in Kraft treten soll. — Die„Nordd. Allg. Ztg.“ bemerkt bei Be⸗ sprechung der Kammerrede des Fürsten Hohenlohe hinsichtlich der Ablehnung Bayerns dem norddeut— schen Bunde sich anzuschließen, daß preußischerseits keine Anstrengungen gemacht werden sollen, diesen Entschluß zu ändern. Gegenüber der Bemerkung des bayerischen Ministers, daß„ein Staatenbund zwischen dem Nordbunde und den süddeutschen Staaten den ganzen Süden umfassen müsse und daß kein einzelner süddeutscher Staat eine nähere Verbindung mit dem Nordbunde suchen dürfe,“ betont die„Nordd. Allg.“: jeder süddeutsche Staat müsse frei und selbständig sich entschließzen. Frankfurt. Wie man vernimmt, beabsich— tigt eine große Anzahl Hausbesitzer bei der Regierung in Berlin wegen der unverhältnißmä— ßigen Höhe der hier veranlagten Gebäudesteuer vorstellig zu werden.— Der Gesundheitszustand ist eben in hiesiger Stadt ein außerordentlich günstiger. Verflossene Woche verstarben dahier nur 17 Personen; darunter befinden sich einige, die nicht in Folge von Krankheit, sondern aus anderen Ursachen starben. — Sicherem Vernehmen nach sind nunmehr die zwischen dem Kurfürsten von Hessen und dem Herzoge von Nassau gepflogenen Unterhandlungen wegen Uebernahme des v. Rothschild'schen Palais zum Abschluß gekommen, wornach der Herzog dieses Palais demnächst beziehen wird. — Die„Frankf. Ztg.“ schreibt: Der königl. Polizeipräsident, Herr v. Madai, hat die Aus- lieferung von sieben der früheren Frankfurter Gendarmerie gehörigen Pferden verlangt, der Senat dieselbe verweigert. Als nun der Herr Polizeipräsident vor einigen Tagen ungeachtet dieser Weigerung die Pferde übernehmen lassen wollte, klagte der Senat bei dem Stadtgerichte wegen Besitzstörung. Das Stadtgericht hat fol— gendes Erkenntniß erlassen:„Da der königliche Polizeipräsident bescheinigtermaßen eigenmächtig den Besitz der Pferde annehmen wolle, werde ihm hiermit bei einer aus seinem Privatvermögen zu zahlenden Geldstrafe von 100 fl. jede Besitzstörung Wiesbaden. Der„Rhein. Kur.“ meldet: Nachdem vor einiger Zeit die noch im Besitze der Fürstin Schaumburg-Lippe gewesenen Actien der Kurhaus⸗Casse von der hiesigen Domänen— Verwaltung angekauft worden waren, sind jetzt auch noch die letzten, bisher zum Schatullvermögen des Herzogs Adolph zu Nassau gehörigen Aectien angekauft worden, so daß nunmehr der königliche Fiscus sich in dem Besitze sämmtlicher Actien be— findet und somit Eigenthümer des Kursaals, der beiden Colonnaden und sämmtlicher dazu gehörigen Anlagen geworden ist. Mecklenburg. Schwerin. Auf Be⸗ fehl des Großherzogs ist die Dobberaner Spielbank aufgehoben worden. Bayern. München. Bei der Vorlage über den Zollverein in der bayerischen Kammer gab Fürst Hohenlohe folgende ausführliche Darlegung über die Politik der Regierung: Die von ihm vertretene Politik habe keinen Augenblick geschwankt, die Herstellung einer verfassungsmäßi⸗ gen Einigung Deutschlands hoffe er auch jetzt noch zu erreichen. Dem Verlangen nach sofortigem Eintritt Bayerns in den Nordbund könne er nicht beistimmen. Die Entwickelung der Verfassung des Nordbundes werde sich dem Character des eigent⸗ lichen Bundesstaates mehr und mehr entfremden, Süddeutschland könne und wolle sich ihr nicht fügen. Die freie constitutionelle Entwickelung des süddeutschen Volkes gebe ihm das Recht und die Kraft, dessen sich zu weigern, und ein besonnener Staatsmann dürfe die realen Machtverhältnisse, die beim Abschlusse des Prager Friedens Berück⸗ sichtigung gefunden, ignoriren. Preußen dringe auch gar nicht auf eine Verbindung in der Form der Verfassung des norddeutschen Bundes, es be⸗ tone vielmehr die Gemeinsamkeit der materiellen Interessen und die Sicherung gegen eine feindliche Stellung des Südens. Die Vereinigung der süddeutschen Staaten zu einem in sich geschlossenen Bundesstaate und ein weiterer Bund desselben mit dem Nordbund sei wegen der Abneigung der Südstaaten und wegen der Schwerfälligkeit einer auf Dualismus beruhenden Form unmöglich. Eben so unmöglich sei aber auch die Vereinigung sämmtlicher deutscher Bundesstaaten nach der Form der früheren deutschen Bundesakte, weil Preußen die Früchte seiner vorjährigen Siege nicht auf⸗ geben könne; es bleibe also nur die Anbahnung eines Staatenbundes zwischen dem Nordbunde und den süddeutschen Staaten unter dem Präsidium Preußens und dabei die Allianz mit Oestreich.— Der Minister entwickelte hierauf den Gang der diplomatischen Verhandlungen unter den süddeut⸗ schen Staaten über die Grundzüge einer Vereini⸗ gung mit dem Norden, welche schließlich zu einer Verständigung geführt haben. Indessen seien die Folgen der neuen Organisation des Zollvereins abzuwarten, um zu ermessen, in welcher Form neben demselben der beabsichtigte Staatenbund Verhältnisse Gesammt⸗Deutschlands zu fördern. in Betreff der Pferde untersagt.“ durchgeführt werden könne. Der Minister resumirte Die Pfahlbauten in der Schweiz. Von Dr. Curiman. Im Winter 1853 auf 54 sank das Wasser des Züricher⸗See's so tief, als man es seit zwei Jahrhunderten nicht beobachtet hatte. An den Stellen, wo die Ufer sich allmählich abflachen, traten breite Gürtel von Schlamm oder Gerölle zu Tage, welche entweder durch Schutzwerk dem See für die Zukunft entrissen werden sollten, oder aber sogleich als Material für den Wegebau weggeschafft wurden. Bei solcher Arbeit in der Nähe des Dorfes Meilen stießen die Arbeiter auf eine dicke Lage torfartiger Erde. Als sie auch diese abhoben, fanden sie Gras, Laub, Binsen, Stroh, Baumäste, dazwischen sonderbar geformte Steine und Knochen in großer Menge. Besonders auffallend aber erschienen die gen— zen Reihen regelmäßig vertheilter, fußdicker Pfähle, welche senkrecht in den Moder eingetrieben standen, freilich aber auch so vermorscht waren, daß sie sich mit dem Spaten durchstoßen ließen. Die Eigenthümlichkeit dieses Fundes in der vielleicht seit Jahrtausenden nicht angetasteten Tiefe veran⸗ laßte die Gesellschaft für Alterthümer in Zürich zu einer genaueren Unter— suchung. Der Präsident derselben, Professor Keller, trieb diese mit sol⸗ chem Eifer und Erfolg, daß er mit Recht als der Entdecker der Pfahl⸗ bauten angesehen werden muß. Denn es stellte sich für sein geübtes Auge sofort heraus, daß hier der Grundbau einer größeren Ansiedlung offen ge— legt worden sei, deren Gebäude auf Pfählen gestanden hatten, weit genug vom Ufer, um nur mittels eines Steges, oder einer Fähre zugänglich zu sein. Nur auf diese Weise ließ sich die überaus große Menge von Ueber⸗ resten der mannigfaltigsten Art erklären. Dieser Fund erregte sofort allent⸗ halben Aufsehen, und weckte an den verschiedensten Orten den Forschereifer der Alterthumsfreunde. Man erinnerte sich da und dort, schon ähnliche Spuren gesehen zu haben. Den nächsten Pfahlbau entdeckte man in dem Bieler See. Diesem folgten eine Menge anderer kleiner und großer See'n, so daß in dem Zeitraume von kaum 10 Jahren allein in der Schweiz über 200 Pfahldörfer aufgefunden worden sind. Doch auch andere Länder blieben nicht zurück. Zunächst wurde die Kunde von Pallisaden-Inseln, die schon 1836 in Irland aufgefunden worden waren, wieder aufgefrischt. Dann lieferte Savoyen ähnliche Beispiele; Nord-Italien mit seinen Seen blieb ebenfalls nicht zurück; auch in Deutschland, vom Bodensee bis nach Mecklenburg, wurden immer neue Spuren solcher Ansiedlungen entdeckt. So zeigt sich also, daß ein großer Theil von Europa vor der geschicht⸗ lichen Zeit von einem Volke bewohnt gewesen ist, welches in ganz anderer Weise als die späteren Völker seine Wohnsitze aus wählte. Noch jetzt ver⸗ fehlen die Zeitschriften nicht, von derartigen Entdeckungen immer neue Nachrichten zu bringen. 8 b Wohnungen auf Pfählen, oder gar auf Bäumen, hat man auch in Südamerika gefunden, allein nur zur Sicherung gegen Ueberschwemmungen oder auch in Sümpfen. Aber die europäischen Pfahlbauten unterscheiden sich wesentlich von jenen. Ihre Lage war nicht an Strömen oder in aus“ gedehnten Sümpfen, sondern in sonnigen, vor Sturm gesicherten Buchten großer See'n, höchstens in sumpfigen Thalkesseln, wo nicht dichter Wald, G D 2 — — — 2 1 des Reichs Regierung zipien se fü nise des lte ob Centralise widerte Herr gesellt, ist d noch Autono gäbe te de würde den! gerecht wer Mpprüche zu unem S über die R — Di daß dem Handschrel gegeben wi einer constitus ein dö det übern Kaisers d. ferner, d italien marschixer zu verhin hätten sic Schi permanent Deulschlan Ur. Mato! Heidelberg, slituts. Dor Zirich un Dtsselben tigung der leit ciner mögl. rtinigung der Form ul Preußen nicht auf Anbahnung pbunde und Präsidium hettreich.— Gang det n süddtul⸗ r Verein gu einet i deien dit Jelbetttins er Form 5nattnbunt r tesumittt ! etrt?, Wen eln, * hätten sich bereits nach Civita ⸗Verchia begeben. seine Rede in folgenden Sätzen: Wir wollen nicht den Eintritt in den norddeutschen Bund, nicht ein Bündniß der Südstaaten unter der Führung Oestreich's, aber auch nicht einen sich abschließen⸗ den oder gar an's Ausland anlehnenden süddeut⸗ schen Bund; wir wollen keine Großmachtspolitik treiben, aber auch nicht blos vermitteln, sondern wir wollen eine nationale Verbindung der süd— deutschen Staaten mit den Staaten des norddeut- schen Bundes in Form eines Staatenbundes. Das nationale Band müsse jedoch den ganzen Süden umfassen, ein einzelner Staat könne, ohne Verwicklungen hervorzurusen, nicht eine Verbindung mit dem Norden suchen. Der Minister schloß mit den Worten: Sie werden darin mit mir übereinstimmen, daß das Band, welches die ma— teriellen Interessen Deutschlands sichert, und ohne welches eine nationale Verbindung Deutschlands irgend welcher Art nicht denkbar ist, nicht zerrissen werden darf. — Von München wird telegraphisch gemel. det, daß in Folge gegenseitigen Uebereinkommens das Verlöbniß des Königs mit der Herzogin Sophie rückgängig geworden. Oesterreich. Wien Im Unter hause des Reichsraths forderte Toman(Krain) die Regierung auf, offen zu bekennen, welche Prin⸗ zipien sie rücksichtlich der Gestaltung der Verhält- nisse des österreichischen Staates befolgen wolle: ob Centralisation oder Autonomie. Hierauf er— widerte Herr v. Beust: So als Gegensatz hin— gestellt, ist die Regierung weder für Centralisation noch Autonomie. Wenn wir Centralisation hätten, gäbe es keine Landtage, ein Delegationsgesetz würde den Ansprüchen der Einzelländer vollkommen gerecht werden. Die Regierung ist für billige Ansprüche auf Autonomie, sie kann sich aber nicht zu einem System bekennen, welches die Autonomie über die Reichseinheit stellt. — Die„Presse“ vernimmt unterm 10. ds., daß dem Reichskanzler Beust ein kaiserliches Handschreiben zugegangen, worin principiell zu- gegeben wird, daß die Adresse der Bischöfe einer constitutionellen Behandlung unterzogen werde, eine definitive Entscheidung hierüber aber bis nach der übermorgen zu gewärtigenden Rückkehr des Kaisers vorbehalten wird.— Die„Presse“ erfährt ferner, die päpstliche Regierung besorge, daß italienische Truppen in den Kirchenstaat ein- marschiren und Rom cerniren möchten, um den Papst zu verhindern, Rom zu verlassen; die Cardinäle Schweiz. In dem in Bern constituirten permanenten Central-Comite der Friedensliga ist Deutschland durch folgende Mitglieder vertreten: Dr. Jacoby in Königsberg, Dr. Karl Grün in Heidelberg, Julius Hartmann in Stuttgart, In- stituts⸗Vorsteher Beust und Dr. Ladendorf in Zürich und durch Dr. Lange in Winterthur. Frankreich. Aus Paris wird vom 8. d. gemeldet, daß an der Börse eine gute Stimmung sich bemerklich gemacht habe. Man versicherte nämlich, General Fleury habe nach seiner Zu— rückkunft aus Deutschland in Biarritz jeden Ver— such, der deutschen Einheitsbewegung in den Weg zu treten, widerrathen, was an maßgebender Stelle einen tiefen Eindruck gemacht haben soll. — Aus Paris liegen nur Gerüchte über angeblich friedliche Beschlüsse vor, welche in Biarritz gefaßt sein sollen. Man erwartet von Tag zu Tag, nachdem Rouher und Lapalette inzwischen nach Paris zurückgekehrt sind, eine friedliche Kund— gebung im Moniteur, und diese wäre in der That durch die Lage geboten. Großbritannien. London. Nachrich— ten aus New-Nork vom 28. September melden: Admiral Tegethoff werde angeblich ohne die Leiche Maximilian's zurückkehren. Italien. Die neuesten Nachrichten aus Rom lauten: In den letzten Tagen haben nur unbedeutende Gefechte mit den Insurgenten statt— gefunden, in denen die päpstlichen Truppen sieg— reich waren. Rom ist ruhig. Florenz. Die Garibaldianer haben die päpstlichen Truppen bei Correse(in der Pro— dinz Civita-Vecchia) geschlagen. — Die Insurgenten haben das Städtchen Aquapendente wieder eingenommen. Die Einzel— heiten sind noch unbekannt. Das Gerücht von einer dritten Verhaftung Garibaldi's ist falsch. Amerika. Das russisch-amerikani⸗ sche, der Union verkaufte Gebiet, hat offitiell den Namen Alaska erhalten. Sein militärisches Hauptquartier wird seinen Sitz in Sitka haben. — Aus Lagrande, in Texas, kommen traurige Berichte über die Verheerungen, welche die Cho— lera und das gelbe Fieber daselbst anrichten. Es herrscht Mangel an Lebensmitteln, und die Sträf— linge, die aus den Gefängnissen entlassen werden mußten, haben sich über das Land zerstreut. Vom Taunus. Der„U. sehenswürdigsten Gegenstände in der ersten Gewerbe— ausstellung zu Homburg war ein Theil des Roͤmer⸗ Castells auf der Salburg, ganz in derselben Weise, wie dasselbe vor Christi Geburt in Wirklichkeit bestanden hat. Wenn wir uns denken, daß die Salburg ganz und gar so wieder hergestellt werden könnle, wie sie vor der Hermannsschlacht bestand, so würden wir uns eines den A.“ schreibt: Eine der schönsten Sehenswürdigkeiten Deutschlands zu rühmen haben. Herr Baumeister Jacobi zu Homburg, welcher immer der erste ist, in löblichen und patriotischen Dingen die Initiative zu ergreifen, hat versichert, daß die Wieder⸗ berstellung des Römercastells auf der Salburg vollkommen möolich sei, wenn die Geldmittel dazu gegeben würden. Offenbach. Der hiesige Verein„Providentia“ erfreut sich eines guten Gedeihens, da er im Verlauf von acht Monaten für über 10,000 fl. Marken umgesetzt hat und durchschnittlich jeden Monat für 1200 Gulden verkauft. An Bäckerwaaren wurden umgesetzt für ungefähr 3000 fl, Metzgerwaaren 3300 fl., Spezereiwaaren 2000 fl. und an diversen Gegenständen für etwa 1700 fl., wobei ein Ge— winn von 515 fl. erzielt worden. Der Verein, dessen Mitgliederzahl zugenommen, hat bereits 600 fl. an der hiesigen Sparkasse verzinslich angelegt. Darmstadt. Wie verlautet, wird der durch seine ausgezeichneten Leistungen weithin bekannte Hefmünz— medailleur Christian Schnitzspahn dahier zur Feier der Enthüllung des Lutherdenkmals in Worms eine Denk⸗ münze anfertigen, auf deren Schauseite das Denkmal dargestellt sein wird.— Ein hiesiger Kaufmann machte die unangenehme Entdeckung, daß seine Kasse fortwährend nicht stimmte. In Folge genauer Beobachtungen fand er sich veranlaßt, einen seiner Kommis verhaften zu lassen. Der jugendliche Verbrecher, der Sohn eines achtbaren Geistlichen in der Nähe von Kreuznach, gestand sofort zu, nach und nach bedeutende Geldsummen aus der Kasse entwendet zu haben. Bei der stattgehabten Haussuchung fand man noch nahezu 800 fl. baares Geld vor. Worms. Am 8. d. wurde die öffentliche Schlußprüfung der Fortbildungeschule für erwachsene Töchter dahier ab⸗ gehalten. Die Prüfungsgegenstände waren die hauptsäch⸗ lich behandelten Unzerrichtsfächer der gewerblichen Buch⸗ haltung und des kaufmännischen Rechnens. Die Anstalt wurde in den vier Monaten ihres Bestandes von Herrn Lehrer Landmesser geleitet und hielten darin weiter Vor⸗ träge Herr Dr. Schneider über hauswirthschaftliche Gegen⸗ stände und Herr Dr. Münch über Gesundheitspflege. Die Zahl der Schülerinnen während des ganzen Cursus war 63, im Alter von 15-24 Jahren. Gundersheim, Kr. Worms. In hiesiger Gemarkung wurden im August und September 70,000 Mäuse und 1400 Hamster gefangen und eingeliefert und aus der Gemeindekasse dafür 415 fl. 42 kr. bezahlt. Bingen. Nachdem die Monate Juli und August durch ihre höchst günstige heiße Witterung auf den Wein⸗ siock außerordentlich vortheilhaft gewirkt und Vieles, was die vorbergehenden kühlen Monate verdorben, wieder gut gemacht batten, hat sich leider seit Beginn des Septembers wieder ein so ungünstiges Wetter eingestellt, das für die diesjährige Frucht höchst nachtheilig wirkt, daß sich wohl mit Gewißheit von der diesjährigen Crescenz in Hinsicht der Qualität nichts Gutes sagen läßt. Schade nur für die vielen schönen Trauben, die bez solch' rauhem Wetter nicht zur Reife gelangen können! Aus Neuenburg in der Schweiz wird gemeldet: In einer Predigt, die letzthin Bischof Marilley in Landeron hielt, wohin er zur Einweihung des Friedhofes gekommen war, machte er unter anderm folgende Ausfälle 1) die Cholera herrscht in Italien, weil eine Horde von Gottlosen mit Wort und That gegen die beilige Stadt zu Felde zieht, den Papst stürzen will ꝛc.; 2) ebenso habe die strasende Hand des Himmels die Schweiz mit der Cholera heimgesucht, weil Ungläubige und Feigeister ꝛc. mit den Feinden des Papstthums sympatbisiten und katholikenfeindliche Ideen verbreiten; 3) dem Pfarrer in Landeron wird besonderes Lob gespendet, weil er im vorigen Frühjahr der Lehrerversammlung die Benutzung der Kirche zur Auffübrung eines Concertes verweigerte, denn die katholische Kirche sei kein Theater und dürfe nicht profanirt werden. BVerloos ungen. Wien, 1. Oct. fl. 250⸗Loose von 1854. Gewinn⸗ ziehung. Serie 2295 Nr. 30 60,000 fl.; S. 533 Nr. 23 30,000 fl.; S. 26 Nr. 24, S. 433 Nr. 26, S. 499 Nr. 49, S. 2484 Nr. 23, S. 2484 Nr. 35 je 3000 fl.; S. 26 Nr. 44. S. 533 Nr. 15, S. 567 Nr. 21, S. 765 15 42, S. 517 Re. 16, S. 367 Nr. S. 765 Nr. 24, S. 958 Nr. 40, S. 1238 Nr. 6, 1484 Nr. 11 15 40, S. 1738 Nr. 8 25 47 50, 2295 Nr. 9 22 29, S. 2484 Nr. 1 4 5 25 38 39 „S. 2˙24 Nr. 12, S. 3343 Nr. 39 12, S. 3646 Nr. 6 30 38 49, S. 3948 Nr. 24 31 47 50, S. 3970 Nr. 3 18 46 48 je 400 fl. Alle übrigen Nummern, welche in den am 1. Juli ausgeloosten Serien enthalten sind, gewinnen 300 fl. C.-M. Zablung ab 2. Jauuat 1868. Sitzung des Lohalgewerbocreins Samstag den 12. October, Abends 8 Uhr. Tagesordnung: Aufbringung der Miitel zur Errichtung eier Fortbildungsschule für Töchter. Der Vorstand. . — 1 S S NA wohl aber Weideflächen angrenzten. Daß außer den Weiden für die unter der Feuerstelle. Denn die vielen Fundstücke aus dem Schlamm und Heerden auch Stücke Landes zum Ackerbau bereitet waren, ist wenigstens höchst wahrscheinlich. Das Pfabldorf lag bald 30, bald 50 und 100, ja mitunter sogar 1000 Schritte vom Ufer ab. So lange mußte also auch der dahin führende Steg sein. Den Unterbau bildeten Pfähle aus 4 bis 12 Zoll starken Stämmen. Seltener finden sich gerissene Stämme. Alle diese sind 1 bis 3 Fuß von einander entfernt, zwar bisweilen ohne Ordnung eingeschlagen, öfter aber in geordneten Reihen, bald mehr, bald weniger dicht zusammengedrängt. Sie waren zugespitzt, theils durch An- brennen, theils mit einer Steinaxt zugerichtet, deren Hiebe noch jetzt sicht. bar sind. Eingeraumt waren sie in ungleicher Tiefe, manche sogar 6 Fuß, andere nur die Hälfte so tief. Da die meisten ihre Rinde behalten haben, so erkennt man noch: Eichen, Buchen, Birken, Erlen, auch Nadel- holz, am Bodensee selbst wilden Apfelbaum. Gegenwärtig ragen die Ueberreste der Pfähle meist nur noch 1 Fuß über den Seegrund hervor. Werden sie an die Luft gebracht, so zerfallen sie rasch, und auch noch stehend lassen sie sich leicht mit dem Spaten durchstechen. In einem der Pfahldörser hat man an 100,000 solcher Pfähle gefunden, in anderen sind sie auf wenige Dutzend beschränkt. Deutlich erkennt man meistens, daß wenigstens 6 Pfähle zu einer Hütte gehörten. Die Köpfe der Pfähle findet man noch verbunden durch Rundstämme, oder auch Spaltbohlen und mit Holznägeln befestigt. Diese Bohlen bildeten natürlich die Fuß— böden der Hütten. Hier und da sind auch Stücke von Estrich gefunden worden, doch wohl nur unter dem Inneren der Hütte, wohl gar nur zwar aus sehr verschiedenen Schichten desselben, scheinen zu beweisen, daß viele Gegenstände durch die klaffenden Spalten des Bodens in das Wasser fielen. Aus einzelnen Andeutungen will man auch schließen, daß der ganze Hüttenraum mit einem Geländer umgeben war. Doch ist dies keineswegs deutlich erkennbar. Sicherer dagegen erkennt man einen Wall von Flechtwerk gegen den Anprall der Wogen. Immer aber bemerkt man freie Zugänge, wohl, um die Kähne herbeizulassen, auch wohl, um den Fischen den Durch- gang zu gestatten. Die Gestalt der Dörfer ist meistens rechtwinklig, und die einzelnen Abtheilungen scheinen durch Stege verbunden zu sein. Mit— unter findet man auch eine Art von Unterbau aus Faschinen, welche mit Steinen beschwert waren, so daß gewissermaßen eine hölzerne Insel daraus entstand. Diese Art findet sich vorzugsweise in Sümpfen, und soll häu siger als anderswo in Irland vorkommen, auch in Syrien nicht unbekannt sein. In der westlichen Schweiz findet man auch künstliche Inselchen als Unterbau der Pfahldörfer, oft ganz ansehnliche Hügel mit eingerammten Pfählen, aber daneben auch so kleine, daß wohl nur eine einzige Hütte darauf Platz hatte. Die mühsame Aufhäufung der Steine muß um so mehr Bewunderung erregen, da die Lage oft weit vom Ufer entfernt ist. (Schluß folgt.) Für die herannahende Wintersasson empfehlen sich die Unterzeichneten zur Besorgung aller im Buchhandel erscheinenden illustrirten, belletristischen& wissenschaftlichen Zeitschristen, sowie auch aller Modezeitungen u. s. w. u. s. w. Bindernagel& Schimpff Bestellungen für uns nehmen an für Nidda F. Trebes in Nidda „ für Hungen L Schneider in Hungen. 1 Hotel Henkel. Ball Sonntag den 13. October 9 wozu freundlichst einladet 2421, Bad Nauheim. C. H e n k e. Bad Nauheim. 2433 Sonntag den 13. October Ball. Anfang 3 Uhr Nachmittags. Friedberg. Fritz. Uauheimer Teichhaus. 2424 Wegen ungünstiger Witterung wäbrend des Kirchweihfestes findet Sonntag den 13. Oktober VB 1¹ ö 1 statt, wozu freundlichst einladet C. Kr a mn m. Israelitische Feiertage nächsten Montag und Dienstag. Christian J. 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Evangelische Gemeinde. Pfarramtswoche: Herr Pfarrer Köhler. Gottes dieust in der Stadtkirche: Vormittags; Herr Pfartzer Baur. Nachmittags: Herr Diakonus Meyer. Gottesdienst in der Burgkirche⸗ Vormittags: Herr Pfarrer Oleg el. Nachmitiags: Fällt aus. 0— Katholische Gemtinde. Sonntag galb 10 Uhr Hochemt; Nachmiltags halb 2 Uhr Andacht. Montag une Mitwoch sind heilige Messen. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. (Hierzu Unterhaltungsblatt Nr. 43 und eine Beilage.) 2373 Dont 9 Uhr ansar u diesem und nicht 0 sigen Pfan Tupfer, goldnen! Gegenfau perffeigert Gleich; Lelhaustalt Renovation Tagen, O. fann une d bis zur Bte. Die Gre Ftiedoerg w angehörigen Ftiedt 1 M M. el das? Weit! selbs on gegeben! Frie aulspreche Soldaten eigerune Butz Beilage zum Anzeiger für Oberhessen. u 121. Bekanntmachung. 2410 Forderungen an Seminarifsen aus dem ver⸗ laufenen Sommersemester wollen um so gewisser binnen 14 Tagen bei uns angemeldet weiden, als sonst auf unsere Mitwirkung zur Berichtigung derselben nicht ge⸗ rechnet werden kann. Friedberg am 8. October 1867. Großberzogliche Seminarpirection Steinberger. Pfänder⸗Versteigerung zu Friedberg. 2373 Donnerstag den 24. October d. J., Vormittags 9 Uhr anfangend, sollen im diefigen Ratbhause die bis zu diesem Termine die Verfallzeit erreicht habenden und nicht ausgelösten oder renovirten Pfänder der hie⸗ sigen Pfand⸗ und Leihanstalt, bestebend in Gold, Silber, Kupfer, Zinn, Weißzeug, Manns- und Frauenkleidern, goldnen und filbernen Taschenubren, sowie sonstigen Gegenständen, öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung verfleigert werden. Gleichzeitig wird den Interessenten der Pfand und Leihanstalt bierdurch eröffnet, daß die Auslösung und Renovation der Pfänder nur an den bierzu bestimmten Tagen, Dienstag, Doynerstag und Samstag stattfinden kann und das Pfandhaus vom 19. October d. J. an bis zur Beendigung der Versteigerung geschlossen bleibt. Die Großberzoglichen Bürgermeistereien des Kteises Friedberg werden ersucht, dleses im Interesse ihrer Orts- angehörigen ortsüblich bekannt machen zu lassen. Friedberg am 3. October 1867. Großherzogliche Bürgermeisteret Friedberg B. d. 8 Der Groß berzogliche Beigeordnete Jon ter Arbeits-Versteigerung. 2411 Montag den 14. d. Mts., des Morgens 10 Uhr, soll das Zerschlagen der von dem Pflaster in Nie der⸗ Weisel erüberigten Steine auf dem Ratbhaus da— selbst an die Wenigünebmenden öffentlich in Accord gegeben werden. Friedberg den 8. October 1867. Großberzogliches Kreisbauamt Friedberg Re u ß. Garnison Friedberg. 2418 Da nach einer Mittheilung der Großherzoglichen Militärbehörde künftig und so lange noch nicht zu⸗ reichende Casernenräume für den activen Militärstand in der Garnison Friedberg vorhanden find, 250 Mann bei den Einwohnern der Stadt einquartirt werden müssen, so glaubt wan im Einverständnisse mit der Großherzoglichen Militärbebörde, daß es zweckmäßiger sein möchte, wenn die vorerft außer den Casernen unter— zubringenden Soldaten in ständige Quartiere gegen einen entsprechenden Mietbzins gelegt würden. Es werden deßhalb die hiefigen Einwohner, welche entsprechente Räume besitzen und zur Logirung von Soldaten beteit find, hierdurch aufgefordert, sich inner halb acht Tagen bei dem Unterzeichneten unter Angabe wieviel Mann fie aufnehmen können anzumelden und die Bedingungen entgegen zu nehmen. Foobar. Mobiliar-Versteigerung. 2436 Mittwoch den 16. d. N., Vormittags um 9 Uhr anfangend, wird das zur Concursmasse des Bierbrauers und Wirths Bernhard Dörfler dabier gebörige Mobiltar— Vermögen, als: 7 Bütten, 1 Schrotmühle, 67 Fässer, ein vollständiges Küserwerkzeug, eine große Partie Tische, Stühle und Bänke, Kleidungsstücke, Welßzeug, Bettwerk, Haus-, Küchen und Oeconomie⸗Gerätbschaften ꝛc., öffent⸗ lich meistbietend gegen baare Zahlung versteigert. Sodann soll am 17. Nachmittags um 2 Uhr die Hof⸗ raithe mit Garten, in welcher seit mehreren Jabren Bierbrauerei und Wirthschaft betrieben wird, der Ver— steigerung ausgesetzt werden. Butzbach den 8. October 1867 A Ortsgericht Butzbach ü ch e l. Verloosung der Schwalheimer Kirchen Obligationen pro 1867. 2420 Verloost wurden die Nr. 76, 92, 139, 145 und 146. Die Beträge derselben find am Schlusse d. J. bet dem Unterzetchneten in Empfang zu nehmen. Weitere Zinsen können nicht beausprucht werden. Von den verloossen Nummern pro 1866 ist die Nr. 129 noch nicht eingegangen. Schwalhelm den 7. October 1867. Wiederbold, Kirchenrechner. Spielkarten, 2354 mit Stempel, 56 kr. bis 1 fl. 30 kr. per Dutzend. Schul-Schteibhefte in blauen Umschlägen à 3 Bogen, liniirt, 2 fl. 24 kr. und 2 fl. 48 kr. per 100 Stück. Liniirtes Papier zu Schul-Schreibheften 2 fl. 48 kr. und 3 fl. 18 tr. per Ries. Vollständiges Lager aller Verwaltungs-Formulare. Muster stehen gratis zu Diensten. P. G a u 8 in Vilbel, Buchdrackerei, Buchbinderei, Spielkartenfabrik und Schreibmaterialienhandlung. . E. Hergmann's Tannin-Balsam-Seise ein wirklich reelles Mittel binnen kürzester Zeit eine schöne, weiße, weiche und reine Haut zu erlangen, empfiehlt à Stück 18 kr. E. Th. Kranz. 1758 9 hie Jeitungs-Aunoncen- Expedition Lon M. L. Daube& C in Frankfurt an Main& lanburg 2426 besorgt„Inserate jeder Art“ zu den Originalpreisen zuverlàssig in die„Zeitungen aller Länder“, liesert für jede Anzeige das Beleg blatt und räumt bei belangreicheren Ordres die liberalsten Conditionen ein. Ausführliche Verzeichnisse der in- und ausländischen Zeitungen gratis und franco. General-Agent General- Agent für Baden& die Pfalz: Th. Paul jun. in Mannheim. für Nassau& Rheinhessen Jos Aumüller in Mainz. Bayern: G. W. Rau in München und die Rheinprovinz: Arthur Barnick in Cöln a. Rh. Alois Menschiek in Nüraberg. Kurhessen, Thüringen& Hannover: J. Hornthal, „ Würtemberg: Adolf Haag& Oo. in Stuttgart. Cassel. „das Grossberzogthum Hessen; Georg Hof in„ Westphalen: Car! Heinert in Hamm. Darmstadt„Sachsen: J. Wallerstein in Dresden. 9 7 Café- Schrot! 2332 Hiermit mache ich das Publikum besonders aufmerksam auf das von der Braunschweiger Actien⸗Cichorien⸗ Fabrik in Braunschweig neu erfundene und frabrtetrte Café-Sehrot.— Dasselbe bat den wesentlichen Vor- zug vor allen bis jetzt extstirenden Cafs-Extracten, Café Surrogaten und unter welchem Namen die verschiedenen Präparate anderer Fabriken ausgeboten werden mögen, daß es durch seine eigenthüm liche Zuberettung aus dem besten reinsten Material, welches obengenannte Actien-Gesellschaft Alles selbst produenrt, dem Café einen kräftigeren Gesehmack undeine unsleieh schönere Farbe gibt, sich weit spar⸗ samer verbraucht und durch seine körnige Beschaffenheit jede Beimischung mit geringeren Substanzen den Consument sofort erkennen läßt, wie dieses bei andeten Cafs- Präparaten in feuchter und pulprifirtet Beschaffendeit nicht möglich int, bet denen zum großen Theil der meiste Fleiß auf die äußere Ausftattung, die Etiquettes, verwendet ist, um somit hübsch ins Auge zu fallen. Durch seine ungemein rasche Verbreitung, welche das Cass-Schrot in allen Gegenden gefunden, wobin es versendet, hat es von einigen Seiten schon Nachahmungen erfahren, weßbald ich noch darauf aufmerksam mache, daß nur die mit Abbildung der Fabrik und beigedruckter Firma„Braunschweiger Aetien-Cichorien-Fabrik in Braunschweig“ versehenen Packete allein ächt find. 0 Heinrich Vaupel in Frankfurt a. M., General-Agent der Braunschweiger Aetien-Cichorten-Fabrik stir Mittel⸗Deutschland. Niederlagen in Friedberg bei den Herren: Wilhelm Fertsch, Georg Groß, Gottfried Haustädt, Jean Huber, und C. Th. Kranz. Schaafpferch-Versteigerung. Emser Pastillen 2419 Montag den 14. October d. J., Vormittags, 11 Uhr, sollen in hiesigem Rathhause 5 bis 10 Schaaf— 30 seit einer Reihe von Jahren unter Leitung der pferche, welche den 15. d. Mts. ihren Anfang nehmen, Königlichen Brunnenverwaltung aus den Salzen des öffentlich meistbsetend verfteigert werden. Emser Mineralwassers bereitet, bekannt durch ibre vor, zrievberg am 9. October 1867. züglichen Wirkungen gegen Dals und Bruft⸗ Großherzogliche Bürgermelfterei Friedberg.[leiden, wie gegen Magenschwäche find stets vor B. d. B. rätbig in Friedberg bei Hrn. Hofapolbeker C. Wahl, Der Großberzogliche Beigeordnete in Nauheim dei Herra Ph. J. Weiß. Jo uc a r. Die Pastillen werden uur im e ettkettürten Schachteln — 5 ve dz. Bekanntmachung. Airizuge Itunnen verwaltung zu Bad Ems 2427 Bet der diaßjäbrigen Verloosung der Framers⸗* e heimer Partial Obligatlonen wurve die Nr. 24 zur Ein freundliches Zimmer Zurückbezabhlung gezogen. a Dem Inhaber derselben wird der Betrag dis 2385 mit oder obne Mödel ift zu vermiethen bei 1. Jauuar 1868, von wo an die Verzinsung aufhört, S. Samuel's Wittwe. gegen Einsendung der Original- Obligation, durch das 8 Handlungsbaus J. Lindheimer in Frankfurt a. M. 11 Baro ie von Bergmann& Co. bezahlt werden. Ieel Sel% in Pa ris, wirksamstes Framersbeim am 7. Oetober 1867. 9 alle Haukunreinigkeiten, empfiehlt G liche Bürgermeisterei Framersbheim Mittel gegen Ale Haukur 1 vn robherzoglich 8 1 0 A St. 18 kr Pb. Dan. Kümmich. 2208 ——B— Ä Ä—— ů* 2 Düngemittel eben e dennoff n eren] Versteigerung.— der 5— 7 0 a 5 f Chemischen Fabrik Griesheim Lieder-Anhang bn 47 Oe, Lern ea il Alg vegan: . 0 „„ 2350 in Frankfurt am Main zum allgemeinen evangel. Gesang buch 3 feinere 19% N 1 und — 0 N e 8 8 0 3 Vartengeräthe öffentlich gegen Baarzahlurg ver leigern. e phsppaesanerg Kalke(Superphesvdale!. 0 ü g Zuge 1. er Al welche 150 15„ ee zur Düngung des Getretdes, für Rüben, Wiesen, Großherzogthum Hessen. an ihn zu machen haben, die Rechnung alsbald ein⸗ dret Sorten. ite eh Are Gedämpftes Knochenmehl,(guanisirt) in seinem Mar tenschloß. 1775 85 8 und gröberem Pulder, für Getreide u. s. w. Gur 5 l 7 2 mplerx, Oberst. Wogloh's Sni cben meh 1 55 andre!„ Schimpff in Frledberg 0 8. 8 ist zu haben: 4 Baker Guano Superphosphat. 3 Sombrero⸗Superphosphat. N* 179 2 8* 5 Rops 4 Gemüse, Futtergewächse Reps u. seg w. in Are zusenden. 9 d 23d Das Spiel der Neuen Mailänder Staats- Prämlen- Obligationen ist von der Grossherzogl. Hessischen Regierung gestattet. a g „Gottes Segen bei Cohn!“ Grosse Capitalien-Verloosungen* von nber 2 Mill. 200, 00 Mark. Preis: 14 fl. 24 kr. Beginn der Ziehung am fl ten Oetober el. J. 00 ti 5 Gl 3 J 2 5 7 14 0 4 5 Nu Durchsichtige Glycerin-eise, bostet ein Original-staats-Loes,(eine 1994 anerkannt bestes Mittel zur Verschönerung der Promesse) aus meinem Debit und werden solche Haut empfiehlt in Stücken à 4. 6, 9, 10, 12 kr. en! gegen ramkirte Einsendung des Betrages, Wilhelm Fertsch Betresse oder gegen Postworschuss, selbst nach b e den entferntesten Gegenden von mir versandt. 5 Auedicinisch- chirurgische Encyklopädie bn 1 N für prak ische Aerzte.— Herausgegeben von Dr. H. Brosch& Dr. H. Ploß. — 1 1 Peru Guano Phosphas.(Gesäuerter Peru⸗ 0 Guano.) Phosphor⸗Guano. 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Cours der Staatspapiere. 8 200 8 7880 65½% 5 in Oesterr. 50% Met. 1859 i. Lst. 58/8, 8 Gr. Hess. 40% Obligat. 90 G. 5„ 100 Pr. v. 1864 69 6. ker le 5 50% Nat.-Anl. 1854 507 G. 5 3½% Obligation. 85 G. Schwed. Thlr. 10-L. 10 P. 4 rat 55 „ 50% stenerfreie Oblg. 35 ¾, 7 6. Nassau 4½0% Obl. b. Rth. 93½ G. 2 Bad. 35 fl. Loose Ee be rtigen 2 Preussen 4 ½0% Obligat. b. Rth. ö 96½ 6 5 40% do do 86½ P. 2 Kurh. 40 Thi.-L. b. R. 52½ G. staaten 0 5 40% do. do. ö 90½ 6. Kurhess. 40% Obl. b. R. à 10589 6. 2 Gr. Hess. 50 fl. L. b. K. 144 G. Wuche N Bahem 50% Obligation. 100 G. Frankf. 34½% Obligat. 80 G. 2„ 1 5 4½0%/ nr. b. Rth. 93 6. 5 30, 0—— 2 Nass. 25 fl. I. b. R. 34½ 6. 10 breußi 5 4⁰ de do 87 ¼ 6. Russland 50% Obl. i. L. à fl. 12 84 ¼ C6. ard. 36 Fr. L. b. B. deren Würtnb. 4¼/ Sbl. b. Rth. 92 P. Finnland 4 ½% Pfdbr. i. R. 105 88 ¼ G. N. 747 gent 9 do do 85 ¼ö P. Schweden 4½0% 0. i. R. à 105 84 6. 2 Doppelte„ 9 40 d rel Baden 4½%%-Obligat. 92½ P. 0 4½0% Pfd. i. R. à 105„— 28 Preuss. Fried d'or- 9 58—59 wer rag f 4% Obligat. 85 P.“ N.-Amer. 60/ St. 1. E. 1882 74½—7;. Hohl. fl. 10 Stücke„ 9 51—53* 0 0 Toll einbezanlte Eisenbammn- Actien und Prioritäten. 2 70 a 0 98 30 Nei Stu 1 r N 4½% Payr. Ostbahn 116 6. 30% Liv. C. D.& PD 2. fr. à 28 kr. 28 ¼ C. 5 Engl. be.„ 11 53—57 ue 40% Pfandbr. d. Frkf. Hyp.-B. 8 50% Tos. Centr.-Eisenb.-Py. 43½ G.— Rubs Imperiales 958 4850 918 Vun 30% Oesterr. St.-Eisenb.-Prior. 493% P 50% Elisabethbahn-Prior. 6% 76½½ G. 2 Gold pr. Toll-Pl. 2 ö hen, 60% Oest. Süd, St. u. Lomb. E. B. N 89½ G. 50% do. neueste Emiss./ 73½ G. 2 Hchh. Silb. pr. Z. Pf. ian Inte. N 30% Oest. Süd. St. u. Lomb. E. B. 42 F. ö 4½0/ Hess. Ludwigsb.-Prior. 94½ P. Preuss. Kassensch. 1 1 44/45 ½ llart sic 5 Wiener Wechsel- Cours 95½ G. I pollars in Gold„ 227—28½½ der dan — Für An- und Verkauf aller Werthpapiere empfichlt sich bestens unter Zusicherung reeller Bedienung und ertheilt gerne jede gewünschte den Auskunft über Verloosungen, Coupons Zahlungen 3. s. W. S. 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