* 0 b. de L 78 den 1867. Dienstag den 12. März. M31. Anzeiger für Oberhessen. Enthält die amtlichen Exlasse für den Kreis Friedberg. 1 Friedberger Zutelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samfiag. ————— Bestellungen auf dieses Blatt werden auswärts bei der betre ffenden Poststelle, in Friedberg bei der Expedition entgegengenommen. Betreffend: Die Bildung der Ortsvorftände, insbesondere die Vorarbesten für die Wahlen des Gemeinderaths im Kreise Friedberg für 1867. Das Großherzogliche an die Großherzogl. Bürgermeistereien mit Ausnahme von Dorheim Für das nach Art. 44 bis 46 des Gesetzes vom 8. Januar 1852 zu Ende dieses Jahres austretende Dritttheil der Mitglieder des Gemeinderaths muß im Laufe dieses Jahres die regelmäßige Er— ganzungswahl vorgenommen werden. Sie werden deßhald vor Allem: 10 die erforderliche Wahlcommission nach 8. 1 der„Anleitung“ bilden, von der Wahlcommission die Grundliste nach 5. 2 der Anleitung unter pünktlicher Beachtung der Vorschriften unserer Amtsblätter Nr. 7 und 8 von 1866 aufstellen lassen und nach§. 5—8 und 24 der Anleitung, sowie nach den§§. 1 und 4 des„Nachtrags“ das Er— forderliche bei den Großherzoglichen Steuercommissariaten veranlassen, 2) die„Bestands- und Dienstalterliste“ nach Seite 23 und 24 der Anleitung nach dem beifolgenden Formulare aufstellen und das Erforderliche in der Columne„Bemerkungen“ bezüglich desjenigen Gemeinderathsmitgliedes angeben, welches inzwischen durch Tod, Auswanderung, Verlust der Stimmfähigkeit oder einem anderen genau anzugebenden Grunde ausgetreten ist oder nach Art. 44—46 des Gesetzes vom 8. Januar 1852 am Ende dieses Jahres auszutreten Friedberg den 9. März 1867. Kreisamt Friedberg „Dornassenheim, Nauheim, Reichelsheim, Rödgen und Schwalheim. hat, auch das Ergebniß der nach dem Schlußsatz des Art. 46 etwa eingetretenen, in der Gemeinderathssitzung vorzunehmenden Verloosung in der Bestandsliste eintragen.(S. Seite 23 Anhang II der An⸗ leitung.) Sollte bis zur Vornahme der Wahl ein Mitglied des Gemeinderaths etwa noch mit Tod abgehen, so ist dieserhalb alsbald zu berichten. Ferner ist darauf Bedacht zu nehmen, daß das Formular 4 nach Maßgabe des§. 3 des„Nachtrags“ nöthigenfalls abgeändert, daß in der Bescheinigung über die ortsübliche Bekanntmachung(Formular 5,§. 24 der Anleitung) jedesmal der Tag der Bekanntmachung an⸗ gegeben, und daß der in§. 1 unter a und b des„Nachtrags/ erwähnte Stimmberechtigte in der Abtheilungsliste erst dann eingetragen wird, wenn die Abtheilungsliste nach Art. 13 des Gesetzes vom 8. Januar 1852 aufgestellt ist. Die Bestandslisten des Gemeinderaths sind alsbald und die Wahlakten nach Beendigung der vorgeschriebenen Termine fuͤr Offen⸗ legung anher einzusenden. h. Hessen. Darmstadt. Bezüglich der Re⸗ daction der„Darmstädter Zeitung“ soll in Zukunft eine Veränderung eintreten; einem höheren Be- amten soll die„geistige Oberleitung“ des Blattes übertragen und diesem eine jüngere Arbeitskraft zur Seite gegeben werden. Es sind bereits eine Menge Anmeldungen für die vacante Stelle eingelaufen, und spricht man von einigen fünfzig Bewerbern. — Wie die„Volksbl.“ vernehmen, beabsich⸗ tigt man unter den Officieren einen wissenschaft⸗ lichen Verein zu bilden, der die weitere Aus bil- dung dieses Standes in den eigentlichen Kriegs- und den Hülfswissenschaften anstreben soll. — Verschiedene Kreisämter haben in diesen Tagen eine Verfügung erlassen, welche den Bürger- meistereien aufgibt, sofort die Vorkehrungen zur Er⸗ gänzungswahl für den in diesem Jahre aus- tretenden dritten Theil der Mitglieder des Gemeinde- raths zu treffen. Es wird hiernach eine erwartete Abänderung des Gesetzes zur Wahl des Gemeinde- raths wohl vorerst nicht erfolgen. Friedberg. Ueber die Parteistellung der einzelnen Reichstags-Abgeordneten Oberhessens ver⸗ nimmt man, daß Bergrath Buderus sich der national-liberalen Partei angeschlossen hat. Graf von Solms-Laubach und v. Rabe nau sind einer neu gebildeten, aus preußischen Altliberalen, so⸗ wie sächsischen und kurhessischen Abgeordneten be- stehenden Mitlelfraction beigetreten; auch v. Schenck zu Schweins berg aus Hanau gehört dieser Partei an. Fürst von Solms Lich dagegen ist Mitglied der„Freien conservativen Vereinigung.“ Wir Oberhessen sind hiernach in allen Schattirungen vertreten. S— Wohl Niemand ist nachgerade von den in Folge der vorjährigen Ereignisse vor⸗ genommenen Territorialveränderungen schmerz⸗ licher betroffen worden, als die Lehrer der an Preußen abgetretenen hessischen Landestheile. Ihre künftigen Wittwen haben keinerlei Recht auf Pension an die Großherzogliche Lehrer⸗ WMittwenkasse, und preußischer Seits konnte ihnen bis jetzt als Ersatz Nichts geboten werden, als die durch den Administrator von Frankfurt, Herrn von Patow, gegebene Zusicherung, die Sache werde in wohlwollende Erwägung ge— Bedenkt man aber, welche zogen werden. tive Organisation der beiden Regierungsbezirke Schwierigkeiten einer befriedigenden Regelung Kassel und Wiesbaden, welche die neue derartiger Angelegenheiten in der Regel sich entgegenstellen und wie spärlich man gerade für solche Zwecke Gelder flüssig zu machen weiß, so wird man die Sorge begreifen, mit welcher die Familienvater unter jenen Lehrern der Zukunft entgegensehen.— Ein bei Großh. Oberstudien-Direction eingereichtes Bittgesuch, man möge sie in der Anstalt belassen, wenn man ihnen auch einen erhöhten Jahresbeitrag auferlege, wurde auf Grund des§. 4 der Statuten derselben abschläglich beschieden. Der— selbe lautet nämlich:„Zieht ein Mitglied der Gesellschaft in's Ausland, sei es in Folge freier Entschließung oder vorangegangener Gebietsveränderung, so verliert es alle Rechte und Ansprüche an die Anstalt.“ Ueber das Vorhandensein eines solchen Paragraphen muß man sich billig wundern, da der Eintritt in die Wittwenanstalt für jeden Lehrer ver⸗ bindlich, er also zur Zahlung des Eintritts— geldes und des Jahresbeitrags gezwungen ist, ohne eine Gewähr dafür zu haben, daß seine Hinterbliebenen einst die Wohlthat derselben genießen.— Die Lehrer selbst aber werden es schmerzlich beklagen, daß die Bestimmungen eines Paragraphen, der fast ein halbes Jahrhundert lang, unbeachtet und von Vielen ungekannt, friedlich in den Akten schlummerte, plötzlich eine so tief einschneidende Bedeutung für nicht weniger als 104 ihrer Collegen im Hinterland und von Rödelheim erhielten, und werden sich dringend aufgefordert fühlen, ungesäumt hoheren Ortes die geeigneten Schritte zu thun, um die Beseitigung desselben zu erwirken, der wie ein Damoklesschwert auch über der künftigen Existenz ihrer eigenen Angehörigen schwebt, Mainz. Bei seiner Reise nach den neuen Provinzen und dem Aufenthalt in Wiesbaden wird der König von Preußen auch die Festung Mainz besuchen. Der Großherzog soll dem Könige sein vortiges Palais für diesen Fall als Absteige— quartier zur Versügung gestellt haben. Preußen. Berlin. Der„Staatsanzeiger“ bringt die Verordnung über die administra- Provinzen in landräthliche Kreise. rungsbezirk Kassel besteht, unter Beibehaltung Provinz Hessen⸗Franken bilden. Hiernach zerfallen die einzelnen Regierungsbezirke wie in den alten Der Regie⸗ der seitherigen Kreiseintheilung, aus 23 Kreisen: 1) Stadtkreis Kassel, 2) Landkreis Kassel, 3) Esch⸗ wege, 4) Fritzlar, 5) Hofgeismar, 6) Homberg, 7) Melsungen, 8) Rotenburg, 9) Witzenhausen, 10) Wolfhagen, 11) Marburg, 12) Frankenberg, unter Zulegung des großherz. Kreises Vöhl, 13) Kirchhain, 14) Ziegenhain, 15) Fulda, 16) Hers⸗ feld, 17) Hünfeld, 18) Hanau, 19) Gelnhausen, 20) Schlüchtern, 21) Schmalkalden, 22) Rinteln, 23) Gersfeld.— Der Regierungsbezirk Wies baden wird zwölf Kreise enthalten: 1) Dillkreis, gebildet aus den Aemtern Dillenburg und Her⸗ born, Kreisstadt Dillenburg, 2) Ober⸗Westerwald⸗ kreis, aus den Aemtern Hachenburg, Marienberg, Rennerod, Kreisstadt Marienberg, 3) Unter⸗Wester⸗ waldkreis, aus den Aemtern Selters, Montabaur, Walmerod, Kreisstadt Montabaur, 4) Ober⸗Lahn⸗ kreis, aus den Aemtern Weilburg, Hadamar, Runkel, Kreisstadt Weilburg, 5) Unter⸗Lahnkreis, aus den Aemtern Limburg, Diez, Nassau und Na- stätten, Kreisstadt Diez, 6) Rheingaukreis, aus den Aemtern Braubach, St. Goarshausen, Rüdes⸗ heim, Eltville, Kreisstadt Rüdesheim, 7) Stadt- kreis Wiesbaden, 8) Landkreis Wiesbaden(Main- kreis) gebildet aus den Aemtern Wiesbaden, Hoch⸗ heim, Höchst und dem ehemals großberzoglich hes⸗ sischen Ortsbezirke Rödelheim, Kreisstadt Wies⸗ baden, 9) Unter⸗Taunuskreis, aus den Aemtern Langen⸗Schwalbach, Wehen und Idstein, Kreisstadt Langen⸗Schwalbach, 10) Ober⸗Taunuskreis, aus den Aemtern Usingen, Königstein und dem vor⸗ mals landgräflich hessischen Amte Homburg, Kreis⸗ stadt Homburg, 11) Stadtkreis Frankfurt a. M., besteht aus dem bisherigen Stadt- und Landge⸗ biete, unter Zulegung der Gemeinde Rleder⸗Ursel, 12) Hinterlandkreis, aus dem Kreise Biedenkopf und dem nordwestlichen Theile des Kreises Gießen, Kreisstadt Biedenkopf. Später wird voraussicht⸗ lich als 13ter der Kreis Wetzlar(bisher zum Regierungsbezirk Coblenz gehörend) hinzukommen, zu welchem die Gemeinden des Kreises Gießen geschlagen werden dürften. Die Einfügung der Regierungsbezirke Kassel und Wiesbaden in einen Provinzialverband bleibt vorbehalten. Einstweilen werden dem Präsidenten der Regierung zu Kassel auch die Befugnisse eines Ober ⸗Prästdenten für beide Regierungsbezirke übertragen. Für das ehe⸗ malige Herzogthum Nassau tritt eine soforkige Trennung der Rechtspflege von der Verwaltung auch für die unterste Instanz ein. Die neuen Verwaltungsbehörden erheben bis auf Weiteres auch ferner für Rechnung der Staatscasse die- jenigen Sporteln, Taxen und Stempel, welche von den Behörden, an deren Stelle sie treten, nach den hierüber in dem betreffenden Gebiete gelten⸗ den Gesetzen und Verordnungen erhoben sind. Die zur Zeit bestehenden Behörden bleiben bis zur Einsetzung der neuen Behörden in ihrer bis⸗ herigen Wirksamkeit. Der Tag der Aufhebung der mit der neuen Organisation eingehenden Ver⸗ waltungsstellen wird seiner Zeit durch das Ober⸗ präsidium bekannt gemacht werden. a — 8. März. Reichstag. In heutiger Sitzung wird mit Prüfung von Wahlen fortge⸗ fahren und gibt die Wahl von Moritz Wiggers Veranlassung zu längerer Debatte, da Zweifel an der Wählbarkeit desselben erhoben wurden, weil er im Jahre 1856 als betheiligt bei dem Rostocker Hochverrathsproceß wegen„Theilnahme am Ver⸗ suche des Hochverraths“ vom Mecklenburgischen Gerichte zu Zuchthausstrafe verurtheilt worden sei. Da die Wahl des Abg. M. Wiggers in Preu⸗ ßen erfolgt ist, werden die in Preußen geltenden bezüglichen Gesetze als entscheidend betrachtet und hiernach die Gültigkeitserklärung der Wahl mit überaus großer Majorität beschlossen. Mit der Majorität stimmt auch Prinz Friedrich Karl, eine ganz geringe Minorität stimmt mit Nein.— Die Wahl des schleswig-holsteinischen Abg. Ahl⸗ mann, ein Däne, wird auf Antrag der Abthei⸗ lung beanstandet. Der übrige Theil der Wahl⸗ prüfung ist von keinem besonderen Interesse. Unregelmäßigkeiten, die hier und da vorgekommen sind, werden wohl gerügt, doch hat das Alles für die Wahlen selbst keine weiteren Folge. Ein⸗ getreten in den Reichstag sind bis heute 266 Mitglieder. Soweit die Wahlacten eingegangen, sind alle Wahlen, bis auf ihrer zwölf, ge: prüft. Nächste Sitzung: morgen Vormittags 10 Uhr; Tagesordnung: Generaldebatte über den Versassungsentwurf. f — 9. März. Nach einigen geschäftlichen Mittheilungen wird mit der Discussion des Verfassungsentwurfs begonnen, zu welcher 29 Redner für und 16 gegen denselben einge schrieben sind. Der Abg. Tw esten ist für An⸗ nahme des Entwurfs, wenn die Regierung in Bezug auf die Budget⸗ und Heeresfrage sich zu unumgänglichen Concessionen herbeilasse. Er wün⸗ sche dies, denn wenn der Entwurf so, wie er sei, vom Reichstage angenommen werde, so würde ihn das preuß. Abgeordnetenhaus jedenfalls verwerfen. — Abg. Waldeck bekämft den Entwurf und hält den Reichstag für rechtlos. Durch Annahme desselben werde die preußische Verfassung, die man den annectirten Ländern in Aussicht gestellt, ihrem wesentlichen Inhalte nach verloren gehen; man schaffe eine Centralgewalt mit einem verantwort⸗ lichen Ministerium und einem wirklichen Bundes ⸗ staat, dann würde man der Süddeutschen und aller Deutschen überhaupt sicher sein,— Abg. Miquel(Osnabrück) begrüßt den Entwurf mit Freuden, wenn derselbe in mancher Beziehung auch noch Vieles zu wünschen lasse. Er fasse mit seinen Freunden die Hauptsache ins Auge; die Einheit. Das gegenwärtige Ministerium würde, sobald die Einheit gegründet, dem Volke auch die Freiheit nicht vorenthalten.— Abg. Michaelis ist zu Opfern bereit, nur dürfe kein Recht der preußischen Verfassung vergeben werden.— Abg. v. Gerber. Auch er habe, was den Entwurf anbelange, viele Wünsche, die er bei der späteren Berathung vorbringen werde, aber im großen Ganzen wolle er gegen die Vorlage eine oppo⸗ sitionelle Haltung nicht einnehmen.— Abg. Re (Hamburg) hält den Entwurf für absolut unan⸗ nehmbar. Abg. Twesten habe nicht ein Recht, Namens des preußischen Abgeordnetenhauses zu sprechen; wenn der Reichstag die Verfaffung an⸗ genommen habe, werde keine deutsche Landesver⸗ tretung es wagen, dieselbe abzulehnen.— Abg. Rohden(Westphalen) tadelt die geringe Rück⸗ sicht auf Oesterreich, wo das deutsche Element zu schützen sei, er will die Friedensverträge genau beobachtet und den Entwurf amendiet wissen.— Schluß der Sitzung. — Der„Staatsanzeiger“ veröffentlicht die Ernennung des Herrn v. Diest zum Regierungs— präsidenten von Wiesbaden und diejenige des Hrn. v. Möller zum Regierungsprästdenten von Kassel, Letzterer mit den Befugnissen eines Ober präsidenten für beide Regierungsbezirke. — Die Streitkräfte des norddeutschen Bundes würden den„Militärischen Blättern“ zu— folge bei der Durchführung der verabredeten Mili— tärorganisation ungefähr 895,000 verfügbare, aus⸗ gebildete Mannschaften betragen= 292,000 Mann Friedensstärke, 285,000 Mann Reserven, 315,000 Mann Landwehr. 855 Haunobver. Zwei Rescripte des Cultus-⸗ ministers vom 10. und 31. December v. J. stellen, wie die„Voss. Ztg.“ meldet, die drei Universi— täten Göttingen, Marburg und Kiel sowohl in Bezug auf die Besuchszeit(in casu bei Mediein Studirenden, welche sich zur Promotionsprüfung melden,) als in Bezug auf die Promotion zum Doctorgrad bei der Habilitation von Privat- docenten den inländischen Universitäten völlig gleich. Göttingen. Die Eidesleistung der Profes⸗ soren unserer Universität hat vor einigen Tagen stattgefunden. Es ist jedoch zu diesem Akte Professor Ewald, einer der sieben Professoren, welche im Jahre 1837 gegen die Aufhebung des hannöverschen Staatsgrundgesetzes protestirten und in Folge dessen des Amtes entsetzt wurden, ohne Entschuldigung nicht erschienen und deshalb bereits zur Verantwortung gezogen worden. Frankfurt. Der Staatsminister v. Pato w hat die von ihm gewünschte Entlassung aus seiner bisherigen Stellung in Frankfurt a. M. erhalten. — Gelegentlich der Vereidigung der hiesigen Advocaten haben acht derselben ihre Berechtigung zur Ausübung der Advocatur niedergelegt. — Nach einer am Samstag publieirten Ver⸗ ordnung haben sich diejenigen hiesigen Wehrpflich⸗ tigen, welche als einjährige Freiwillige zu dienen beabsichtigen, sich spätestens am 18. d. M. bei der Departements-Prüfungs⸗Commission in Wiesbaden zu melden und am 20. d. M. zur personellen Prüfung ebendaselbst zu erscheinen. Wiesbaden. Sicherem Vernehmen nach sind die Ingenieure unserer Staatseisenbahn nach Limburg abgereist, um die Vorarbeiten für die projectirte Westerwälder Eisenbahn unter Leitung des Herrn Oberbauraths Hilf zu beginnen. Nach höherer Weisung sollen die Herren ihre Arbeiten möglichst beschleunigen, so daß gegründete Aus⸗ sicht vorhanden ist, daß noch im Laufe des Früh⸗ jahrs das Projett in technischer Beziehung fest⸗ gestellt wird. Bayern. München. Die„Bagerische Zeitung“ veröffentlicht die Beschlüsse der Stutt⸗ garter Conferenz. Die Einigungsgrundlagen sind: Minimal⸗Procentsatz des Formationsstandes und Präsenzstandes; gleiche taktische Einheit; möglichste Uebereinstimmung der Reglements, namentlich Gleichheit der Signale und der Felddienstbestim⸗ mungen; möglichste Uebereinstimmung der Feuer⸗ waffe und Munition; gemeinschaftliche größere Spätestens am 1. October soll hierüber eine weitere Conferenz in München zusammentreten. Oesterreich. Wien. Der Ministerialrath beschloß gestern, ohne Rücksicht auf die Landtags⸗ opposition die Recrutirung in diesem Jahre schon auf der Basis der allgemeinen Wehrpflicht vorzunehmen. — Die Presse theilt mit, daß der Unterstaats⸗ secretär Baron Becke zum Finanzminister er⸗ nannt worden ist und daß Graf Traffe die Leitung des Ministeriums des Innern übernom- men hat. Uebungen; gleichmäßige Ausbildung der Offiziere. — Wie die„Neue freie Presse“ meldet, ist Graf Mensdorff zum Landescommandirenden in Ungarn und Fürst Friedrich v. Lichtenstern zum Generalinspeetor der Cavallerie ernannt worden. — Die Eröffnung des Reichsraths soll am 1. Mat erfolgen.— Die amtliche Zeitung meldet: Ein kaiserliches Handschreiben an Hrn, v. Beust hebt das Staatsministerium auf und überweist die Leitung der administrativ-politischen, nicht— ungarischen, Angelegenheiten dem Ministerium des Innern, während für Cultus und Unterricht ein eigenes Ministerium errichtet wird.— Der böh⸗ mische Statthalter v. Rothkirch ist in den Ruhe⸗ stand versetzt und Barvn v. Keklersperg zum Statthalter in Böhmen ernannt worden 8 Schweiz. Der deutsche Hülfs verein in Genf hat auch im vergangenen Jahre zu Gunsten von Deutschen aller Gauen eine äußerst rege Thätigkeit entfaltet. Der Verein zählt gegen- wärtig 102 Mitglieder. Der engere Vocstand wird gebildet von Banquier Brodhag(württemb. Consul,) Kaufmann Haltenhoff(aus Hanau) und Fabrikant Blind(aus Baden.) Der Verein unterstützte im verflossenen Jahre 395 Personen mit 2269 Franken, davon wurden verwendet 1380 Franes für Reiseunterstützungen 429 Franken für Spital⸗ und Beerdigungskosten; 460 Franken für Linderung von Familiennoth; für die Ver⸗ wundeten des vorjährigen Krieges sandte der Ver⸗ ein einen Waggon mit 100 Centner Eis an den Magistrat von Miltenberg. Frankreich. Paris. Die Subscription auf die österreichische Pfand brief-Anleihe gebt sehr gut. Der Zudrang ist sehr stark und man erwartet, daß die Zeichnungen werden reducirt werden müssen. — Das Urtheil des Zuchtpolizeigerichts gegen Emile de Girardin und den Drucker dez „Liberté“ in Folge Anklage wegen eines in die⸗ sem Blatte enthaltenen, die Regierung des Kaisers scharf bekämpfenden Artikels, ist nun verkündigt. Ersterer wurde zu 5000, Letzterer zu 100 Fr. Geld⸗ buße verurtheilt. Die Erklärung Girardin's, daß, wenn er das erlaubte Maß der Kritik und des Tadels überschritten haben sollte, er dabei nicht die Ab⸗ sicht hatte, zum Haß und zur Verachtung gegen die Regierung aufzureizen, wird als mildernder Umstand für denselben angenommen. 3 — Das Militärproject fixirt die Dienst“ zeit im stehenden Heere auf 5 Jahre und in der Reserve auf 4 Jahre. Junge Leute, die nicht im stehenden Heere dienen, kommen während der Dauer von 4 Jahren zur Reserve und gehören dann weitere 5 Jahre zur mobilen Nationalgarde. Zur letzteren kommen auch die von allem Militär⸗ dienst Befreiten und die in der Reserve dienenden jungen Leute. Die gegenwärtig noch in der Ar⸗ mee dienenden Soldaten haben nach Ablauf ihrer Dienstzeit noch zwei Jahre in der mobilen Natio⸗ nalgarde zu dienen. 0 — In der Abgeordnetenkammer stellte heute Thiers seine Interpellation über die auswärtigen Angelegenheiten.* b 12 13 Großbritannien. London. Wiederholt haben in der letzten Zeit sogenannte Fenier⸗ Aufstände in Irland stattgefunden, welche jedoch stets bald unterdrückt werden konnten. In den jüngsten Tagen sind dort abermals Ruhestörungen und Gewaltthätigkeiten von größerer Aus dehnung ausgeübt worden, es war aber auch diesmal durch Herbeiziehen von Militär aus der Hauptstadt Dublin die Ruhe alsbald wieder hergestellt und wurde eine größere Anzahl Gefangene dorthin verbracht. Ratörttbe — Das Ministerium ist jetzt complet. Sir John Packington hat das Kriegsministerium, Mr. Corvy das Marineministerium, Sir Stafford Northeote das Staatssecretariat für Judien und Herzog von Buckingham das für die Colonien über⸗ nommen. Herzog von Marlborough ist Conseilprä⸗ sident, Herzog von Richmond ist Handelsminister. Italien. Florenz. Die„Opinione“ schreibt: Peru hat zum bevorstehenden September den Handelsvertrag mit Italien aufgekündigt. Diese Maßregel wird motivirt durch das kürzlich von den Republiken Süd⸗Amerikas angenommene ö J) Monte dae Buchel Nudel Aspen⸗ * 2) Dienstag Versteige 307 Miltwoc wird das alte garn sontrenden gegen baate Za. Frieddeig Hal, 575 Aus de dißrikten:„ „Am Forssgar derg, kommet mb l 5 Unent l ats in du⸗ des Kalius m tund iz Fr. Geld⸗ N bf Tabels e du Ab⸗ aun din bender U ie uad in dg zu zicht in räbtent der gehoren Aaard ese garde. 2 2 un Miluar⸗ 1 bitutadtn in det A- lauf ihrer len Halio⸗ Surttbolt 1 801% 100 boch — den ngen ebnung 1 princip, nicht weiter mit den europäischen Mächten in Verbindlichkeiten einzuge⸗ ben, ehe sie unter sich ein ökonomisches und commercielles Einverständniß fest— gesetzt haben. Friedberg. Bei dem neulichen Unglücksfalle auf der Braunsteingrube zu Oberrosbach wurde der alsbald uf dem Werk erscheinende Bergverwalter bei mittlerweile eimgebrochener Dunkelheit von einer sich zusammen⸗ tottenden Volksmenge in niederträchtiger Weise mißhandelt und an Ausführung der zur Retlung der Verschütteten angeordneten Maßregeln zu hindern gesucht. Wegen der theilweise nicht unerheblichen Verwundung des erwähnten Herrn ist bereits, wie man vernimmt, eine gerichtliche Untersuchung im Gange und werden die Schuldigen hoffentlich ermittelt werden und der verdienten Strafe nicht entgehen. Die Beerdigung des, verunglückten Caspar Groß fand am Sonntag Nachmittag unter sehr zahlreicher Begleitung Theilnehmender von Ober⸗ rosbach und Umgegend statt. Darmstadt. Das Feldzugs⸗Journal des Prinzen Alexander von Hessen hat in diesen Tagen„als Man u⸗ seript gedruckt“ die Presse verlassen und zwar, wie man vernimmt in sehr geringer Auflage, so daß dasselbe nur in die Hände weniger Auserwählten gekangen wird. Gießen. Das schon lange betriebene Projekt der Gründung einer katholischen Confessioneschule wird nun demnächst ins Leben treten. e Die Production von Postmarken, welche in Frankreich allein im Jahre 1849 sich auf ungefähr 19 Millionen Stück belief, stieg im Jahre 1865 bis auf 414 Millionen und im vergangenen Jahre auf circa 490 Millionen. Der Verbrauch wird indessen von England noch bei weitem übertroffen, dort wurden 800 Millionen Stück gedruckt. Telegraphischer Bericht. Mitgeiheilt von Chr. Hecht in Friedberg, Spezialagent. Das Hamburger Postbampsschiff Teutonia, Capitän Bardua, von der Linie der Hamburg ⸗Amerikanischen Packetfahrt⸗Aktien⸗Gesellschast, welches am 17. Februar von Hamburg abging und in Southampton die Passagiere des aus See retournirten Dampfers Bavaria übernahm, ist nach einer stürmischen Reise von 15 Tagen wohl⸗ behalten in New-York angekommen. Das Bremer Postbampfschiff des Norbdeutschen Lloyd Hermann, Capitän C. H. Wenke, welches am 23. Febr. New⸗Dork verließ, ist nach einer glücklichen Reise von 10 Tagen und 14 Stunden wohlbehalten in Cowes an⸗ gelangt und hat, nachdem es baselbst die Vereinigte Staatenpost, sowie die für England und Frankreich be⸗ stimmten Passagiere gelandet, unverzüglich die Reise nach Bremen fortgesetzt. Dasselbe bringt 47 Passagiexe, volle Tons Ladung und 222000 Dollars Contznten. Holzversteigerung in der Oberförsterei Langd. 583 Nachverzeichnete Holzsortimente sollen versteigert werden 1 Montag den 18. l. Mts. in dem Domanialwald⸗Distrikt Großer Universitätswald. Scheitholz Prügelholz Stockholz Reisholz. Holzart: ecken, Buchen⸗ 376½½ 72½ 130 406 Nadelholz⸗—— 574 2 Aspen⸗—— 6 1 Eichen⸗Stamm von 10“ Düurchm., 20“ Länge mit— 16 Cbkfß. 2 Fichten⸗Stämme„ 8u. 11“ 75 u. 90„. 26 Buchen⸗ 0„ 15—23“7% 15— 40„ 702 89 Die Fichten⸗Stämme lagern unnittelbar an dem hach Glauozahl führenden Vrinalwege. 2) Dienstag den 19. 1. Mts. in den Domanialwald⸗Distrikten Dorn, Kaff, Nassewieseutheile und Söderecke Holzart: Eichen⸗ Nadelholz⸗ Aspen⸗ Eichen⸗ und Aspen⸗ Scheitholz Prügelholz Stockholz Reisholz. S llegch e. m 8 2 1 1 — 5— 81 8 3½— 14 ——— 445 2 Eichen⸗Stämme von 10 u. 10½“ Durchm., 40 u. 30“ Länge mit= 57 Cbkfß. 3 3 Kiefern⸗„ 4 Ein Theil des Reisholzes 9—7* chlage D wege an dem s. g. Krenz. Nidda den 6. März 1867. 5 0 eignet sich zu Zumach⸗ und dergl. ie Zusammenkunft ist an beiden Tagen Vormittags präcis 9 istricts Großer Unzversitätswald und Dienstag's auf dem von 2 Neisholz. Uhr und zwar Montags in dem Holz⸗ Nidda nach Glaubzahl führenden Vicinal⸗ 20-407„ 5 Großherzogliche Oberförsterei Langd Georgi. Versteigerung von altem Bettstroh. 397 Mittwoch den 13. d. M, Vormittogs 10 Uhr, wird das alte Beitstroh aus 265 Strohsäcken des dahler garntsontrenden Bataillons auf dem Verwaltungsbüreau gegen baare Zahlung vartienweise versteigert Friedberg den 8 März 1867. Kalbfletsch, Oberquarttermeister. Holz⸗Versteigerung. 575 Aus den Freiherrlich v. Franckenstein'schen Wald diftrikten:„Am Engelsborn“,„Mörler Unter“ und „Am Forstgarten“, in der Gemarkung Ockstadt bei Frled⸗ berg, kommen zur öffentlschen Verstelgerung: 1) Donnerstag den 14. d. M. 6½ Stecken Buchen⸗ Scheidholz, 9 1 Birken⸗ 2 2%„ Klefern⸗„ 358,„ Acspen⸗ und Erlen⸗„ 225/„ Buchen⸗ Prügelholz, 105½„ Birken⸗ u. Eichen⸗ 7 61 C7„ Aopen⸗ u. Erlen⸗ 1 16½„ Buchen⸗ Stockholz, 80„ Birken-, Elchen⸗ u. Kiefern⸗ 35½ 1 As pen⸗ und Erlen⸗ N 3055 Wellen Buchen⸗ Reisholz, 6102* Birken und Eichen⸗ 7 3840 5 Aspen⸗, Erlen⸗ u. Kiefern-„ 191 Gebund Ginstern. 2) Freitag den 15. d. M. Stamm- und Stangenholz. Cubik⸗ Anzahl Durchmesser. Länge. olzart. der l e e Sen, Fuß,. 81⁴ Elche 70 4—15½ 10—38 513 Kleser 23 6—15½ 15-43 747 Buche 10 9,1035 35 Lirschbaum 3 3½— 8½ 20—35 1869 Birke 394 4—10% 10-40 911 Erle 102 5½— 8½ 15—45 Das Stamm und Stangenholz, worunter auch schönes Schnittholz, eignet sich vorzüglich für Wagner, Dreher, Schreiner und Bauhandwerker. Die Zusammenkunft findet jedesmal in dem Distrikt „Am Engelsborn“ auf der„Ufinger Straße“, Vor⸗ mittags um 9 Uhr, statt. f Ockstadt den 6. März 1867. 1* Die Freiherrl. v.. Oberförsterei Ockstadt Fre p. Holz ⸗-Versteig erung. 604 Dienstag den 26. März, Morgens 9½ Uhr an⸗ fangend, werden im biesigen Gemeindewald, Distrikt Eichenhardt, Buchenhardt, Leimenkaut, öffentlich ver⸗ steigert: 47 eichene Stämme von 1800 Cbkfß., 20 fichtene 15„ 200„ 260 fichtene Gerüsthölzer, 1600 Stack fichtene Hopfenstangen, 27 Klafter eichenes und 7„ buchenes Scheitholz, 32„ Erdstöcke, 3500 Stück verschledene Wellen Das eichene Stammholz, dann das fichtene Geschirr⸗ holz kommen zuerst und das Brennholz zuletzt zur Ver⸗ steigerung. Michelbach(Amts Usingen) den 8. Maͤrz 1867. Bekanntmachung. 602 Montag den 8. April l. J. und nöthigenfalls die folgenden Tage, jedesmal Morgens um 10 Uhr an⸗ fangend, werden die zur Concursmasse der Christoph Rupp Eheleute von Pfaffenwiesbach gehörigen Im⸗ mobillen, als: 1) Ein zweistöckiges Wohnhaus, ein Fabrikgebäude nebst Scheuer und Hofraum. 2) Ein einstöcktges Wohn und Kesselbaus. 3) Ein einstöckiges Wohn, und Backhaus mit zwei⸗ stöckiger Remise und Hofraum, zusammen laxirt zu 4960 fl. 4) 124 Aecker und Wlesen in der Gemarkung Pfaffenwiesbach, von eirca 35 Morgen Flächengehalt, taxirt zu 5) 22 Ae ter und Wiesen in der Gemarkung Wehrheim, mit 5 Morgen 64 Ruthen Flächengehalt, taxirt zu 6) 10 Aecker und Wiesen in der Gemarkung Cransberg, mit 2 Morgrn 52 Ruthen Flächengehalt, taxirt zu 341„ Im Ganzen taxirt zu 13826 fl. in dem Rathhause zu Pfaffenwlesbach amtlicher Ver⸗ fügung zufolge verstelgert. Bemerkt wird, daß die Gebäude, in denen früher Wollspinnerel, Brenneret und Bäckerei betrieben wurden, sich wegen ihrer Lage und Räumlichkeiten zu jedem größeren Geschäftsbetrlebe eignen. Usingen den 6. März 1867. Königliche Landoberschultheißerel Sta 7320 ü 1205„ Die Dr. Steffan' sche Augenheilanstalt zu Frankfurt am Main 15(Kragerstraße 8. und Sachsenhausen, Dreikönigs- straße) auf's Bequemste eingerichtet, nimmt jederzelt Außbenkranke auf. Unbemtttelte zu ermäßigtem Preise und unentgelllich. —— Eine große Partie Mist 610 bat zu bertaufen Heinrich Weller. 609 Zwel sehr gute zwelspännige Oekonomle Wagen mit Zubehör find zu verkaufen. Zu haben bei Bindernagel& Schimpff in Friedberg: Taschen-Fahrplan für die Mittel⸗Rheingegend, Frankfurt, Hessen, Nassau, Unterfranken, Baden, Rheinbaiern, Rhein-Preußen und Westphalen. Preis 3 kr. Bekanntmachung. 605 Dienstliche Rücksichten erfordern es, die bei dem unterzeichneten Postamie abgegebenen Vollmachten zur Empfangnabme und Quittirung von Postsendungen ohne Ausnahme vom J. April l. J. ab als erloschen zu betrachten. Indem wir dieses zur öffentlichen Kenntniß bringen, geben wir anheim, neue Vollmachten, zu welchen das Formular am Posischalter unentgeldlich erhoben werden kann, auszustellen und uns zu übersenden. Friedberg den 9. März 1867. Großherzogliches pPostamt Friedberg Brentano. Holz ⸗Versteigerung. 557 Millwoch den 13. März l. J., Vormittags 9 Uhr, werden in dem Assenheimer Gemeindewald nachstehende Holzsortimente: 72 Eichen Bau- und Werkbholz⸗Stämme, 24 Stecken Eichen⸗Scheitholz, 16„„ Prügelbolz, 31 5„ Stockholz, 2100 Stück„ Wellen, 1 Stecken Kiefern Scheitholz, 1„„ Prügelbolz, 2 7„ Stockbolz und 200 Stück„ Wellen, öffentlich meistbietend versteigert mit dem Bemerken, daß das Holz bis Martint l. J. ereditirt wird. Assenheim den 6. März 1867. Großberzogliche Bürgermeisterei Assenheim Schmidt. Arbeits⸗Versteigerung. 599 Donnerstag den 14. März, Mittags 1 Uhr, soll zu Fauerbach bei Friedberg das Brechen, Fahren, Aufsetzen und Zerschlagen von eirea 8 Cbk.⸗Klafter Unterbaltungssteinen auf die Bizinalwege an die Wenigst⸗ nehmenden in Accord gegeben werden. Friedberg den 6. März 1867. Der Bezirks⸗Bauaufseber Schneider. Holz ⸗ Versteig erung. 606 Im Licher Stadtwald, Distrikt Speicherlingskopf, Langenbuchen ic, kommen den 18. und 19. März nach⸗ verzeichnete Holzsorttmente zur Versteigerung: Montag den 18. März. 100 Eichenstämme von 5 bis 15“ Durchmesser und 10 bis 30 Fuß Länge, 1 Eichenklotz von 29“ Durchm. und 6“ Länge, 1 Buchenstamm von 17“ Durchm. und 307 Länge, 60 Birken und Weichbolzstämme von 6 bis 14 Zoll Durchm., und 15 bis 30“ Länge, 6 Kirschenssämme von 7 bis 12“ Durchmesser und 14 bis 25“ Länge, 160 Eichen-, Buchen- und Birkenstan en! 700 Fichtenstangen 5 2— Dienstag den 19. März. 250 Stecken Buchen, Eichen- und Weichbolz⸗Schelt⸗ und Prügelbolz, 120 desgl. Stockbolz, 8000 menen Wellen, worunter 3000 Durchforstungs⸗ wellen, 7000 Putzwellen, 100 Wellen Besenbinderreiser. Der jedesmalige Anfang it Morgens 8 Ubr auf dem Speicherlingokopf. Am Montag wird mit den Flchtenstangen der Anfang gemacht. Lich den 7. März 1867. Großberzogliche Bürgermeisteret Lich bis zu 5 Zoll Wo! sagt die Exped, d. Bl. unter Nr. 609. eim. — Zu 1 fl. 48 kr. Schiller's ausgewählte Werke, Cotta sche Original⸗Ausgabe. Erscheint in 15 Lieferungen à 7 kr., auch können complete Exemplare in 6 Bänden zu fl. 1. 45 kr. schon jetzt von uns bezogen werden. Friedberg. Bindernagel 8 Schimpff. In Nidda niumt für uns Bestellungen an: F. Trebes. gen e„ L. Schneider. Friedberger Bergbau- Gesellschaft. 607 Die diesjährige General-Versammlung der Herren Actionäre der Friedberger Bergbau— Gesellschaft findet 4 Samstag den 30. März 1867, Nachmittags 3 Uhr, im Hotel Trapp in Friedberg, Wetterau, statt. 5 Nach§. 23 der Statuten müssen diejenigen Herren Actionäre, welche als stimmführendes Mitglied Theil nehmen wollen, ihre Actien wenigstens 3 Tage vor der Zusammenkunft am Sitz der Gesellschaft, in Friedberg bei Herrn Verwalter Stifft oder bei dem Bankhause Carl Kalb Sohn in Wiesbaden deponiren, und dient die Bescheinigung der Hinterlegung der Titel als Einlaßkarte in die Versammlung. Der Gerant. Am 1. Mai a.(. fällige amerikanische Coupons 596 zahle ich schon jetzt aus. S. Lindheimer in Friedberg. Zur bevorstehenden Aussaat 552 Qualität. May empfehlen alle Sorten Kleesamen, sowie Auf Verlangen wird bis zur Ernte creditirt. Erbsen, Hafer, Gerste in guter & Oppenheimer. eine tat but. 600 Donnerftag den 14. März, Vormittags 10 Uhr, soll auf dem Rathhaus zu Ossenheim die Herstellung eines Fußbodens nebst Lambris im Pfarrhaus, veran⸗ schlagt zu 55 fl. 10 kr., an den Wenigstfordernden in Accord gegeben werden. Friedberg den 6. März 1867. Der Bezirks ⸗Bauaufseher Schneider. Allen Haarleidenden empftehlt sich als das geeignete Mittel folgende Schrift des Dr. Henry: Haarleiden und Haarerzeugung! Mit Angabe der besten Mittel. Preis 7½ Sgr. Dieses Werkchen ist auf frankirte Bestellung direct von S. Model e Buchhandlung, Poststr. 28 in Berlin, sowie durch ede hiesige und auswärtige Buchhandlung zu beziehen. 603 „Gottes Segen bei Cohn!“ Grosse Capitalien-Verloosung von nber 2 Mill. 200, 000 Mark. Beginn der Ziehung am ten d. Mts. Bekanntlich ist der Debit der Neuen Mailänder Staats-Prämien-Obli- gatlonen, von der Grossherzogl. Hessisehen Regierung gestattet. Nur 2 Thaler 526 kostet ein Original- Staats-Loos (keine Promesse) aus meinem Debit und werden solche auf frankirte Bestellung gegen Ein- sendung des Betrages, oder gegen Post- vorschuss selbst nach den entfern- testen Gegenden von mir versandt. Es werden nur Gewinne gezogen. Die Haupt- Gevinne betragen Mark 225,000— 125,000— 100,000— 50,000 — 30,000—. 20,000— 2 à 15,000, 2 à 12,000, 2 3 10,000, 2 2 8000, 3 2 6000, 3 2 5000 4 3 4000, 10 à 3000, 60 3 2000, 6 à 4500, 4 à 1200, 106 à 1000, 106 à 500, 6 à 300, 100 à 200, 7628 à 100 Mark u. 8. w. Gewinngelder und amtliene Zie- hungslisten sende sofort nach Ent- scheidung. Meinen Deutsehdland bereits grosse Loos ausgezahlt. Laz. Sams. Cohn in Hamburg, Bank- und Wechselgeschäft. Interessenten habe allein in 22 Mal das Hiermit erlaube mir auf bevorstehende Satson meine Kunstfärberei& Druckerei in empfehlende Erinnerung zu bringen. 576 Gefällige Aufträge werden pünktlichst besorgt, und neue Muster liegen zur Anficht offen bei Herrn Carl Lang, Mainzerthor in Friedberg. Rödelheim. Friedrich Strubberg. Auf Obiges bezugnebmend erlaube mir hiermit an⸗ zuzeigen, daß ich die Commission an hiesigem Platze für die Fr. Strubberg'sche Kunstfärberei und Druckerei in Rödelheim übernommen habe, und bitte das meiner Schwester Frau Eichamüller ge⸗ schenkte Vertrauen auf mich übertragen zu wollen. Friedberg. Vertagung einer angekündigten Holzversteigerung. 601 Die auf Donnerstag den 14. d. Mis. anberaumte Holzversteigerung kann wegen eingetretener Hindernisse an den bemerkten Tagen nicht abgehalten werden. Es wird deshalb Versteigerungstermin auf Montag den 18. und Dienstag den 19. d. M. anberaumt und sollen an genannten Tagen im hiesigen Gemeindewald, in den Distrikten Oberberg und Filz- hardt, nachfolgende Holzsortimente versteigert werden: 16 Stecken Buchen⸗Prügelholz, 2„ Eichen⸗Scheitholz, 5½„„ Prügelholz, 98„ Buchen⸗Stockholz, 11„ Eichen⸗* 1„ Birken⸗Prügelbolz, 8„ Aspen⸗ 5 10„„ Sto ckholz, 10250 Stück Buchen · Wellen, 2375„ Eichen⸗ 600„ Aspen⸗„ 5000„ Nadel⸗„ 11„ Eichen⸗Baustämme, 317 Cubikfuß, 2„ Birken⸗Werkholzstämme, 13 Cubikfuß, 500„ Kiefern⸗Bohnenstangen. Gegen genügende Bürgschaft wird das Holz bis Martinitag d. J. geborgt. Fauerbach v. d. P. den 8. März 1867. Großherzogliche Bürgermeisterei Fauerbach v. d. H. Philipps. Gemüse, Garten,, Feld⸗ und Grassaamen, 543 frisch, bester Qualität bringe ich in empfehlende Erinnerung.. Friedberg K. J. Leineweber. Carl Lang am Mainzerthor. b Pferde 572 Zu der am 10. April d. J. statt⸗ findenden großen Verloosung von Pferden, Wagen ze. zc. empfiehlt Loose à fl. 1. 48. oder Nthlr. 1. Frankfurt a. M. G. Krämer, 608 steinernen Haus. Neuwahl. Betreffend: Rechnungsabschluß und F r. Roß bach. Strohhüte 408 werden gewaschen und fagonnirt bei K. Friedrich neben der Post. Gewerbehalle. 5 1867. Jährlich 12 Kieserungen à 30 br. Illustrirtes Prachtwerk für Kunst⸗ gewerbtreibende und Architekten. Als das reichhaltigste und wohl⸗ feilste Nusterbuch empfohlen von Bindernagel& Schimpff in Friedberg. 612 Dung⸗Gyps 489 angekommen bei 1 2 Gebrüder Grödel, Friedberg. Die Wittwe eines kürzlich ver⸗ Darmstadt wünscht 2—3 Pensionairinnen, die zu ihrer Ausbildung in eine Stadt sollen, in Kost und Logis zu nehmen. Nähere Auskunft ertheilt die Exped. d. Bl. 546 Dank. 611 Für die große Tbeilnahme, welche uns bei dem schmerzlichen Verluste unseres Sohnes Caspar von so vielen Seiten zugewendet wurde, sowie für die zahl⸗ reiche Bethelligung bei dem gestrigen Leichenbegängniß sagen wir hiermit unsern wärmsten Dank. O berros bach. 0 Im Namen der Hinterbliebenen: Louis Grof. Kirchenbuchs auszug. Getaufte: 5 3. März. Eine uneheliche Tochter Elisabeth Wil ⸗ helmine Marte Karoline, geb. den 6. Februar. Beer digte: 4. März. Chrifiine Walbrach, geb. Petschrai, Witiwe des zu Wetzlar verstorbenen Leinwebermeissers Franz ee 4 Jahre, 8 Monate, 7 Tage alt, F den 5 rz. 5. März. Juliane Kath. Eichamüller, geb. Lang, Witiwe des zu Rödelheim verstorbenen Schuhmachers Bernhard Eichamüller, 67 Jahre, 8 Monate, 8 Tage alt, T den 3. März. 5 Preise verschiedener Gegenstände. Friedberg am 9. März. Butter pr. 2 34 kr.] Eier 3 Stück 4 kr. Brennholz, Buchen⸗Scheith. I., pr. Stecken 6 fl. 40 kr.— 7fl. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. storbenen höheren Beamten in Nach pertretung Staatsassec der Afecur worden it, wird, die zur wilche alede Sie w unter den 1 Kleberger voa 10) August 1 Ordo! von& Mit vom 8.. I) die wird hiermit! Moddern da Oewichn, zu 14 Tag Großherzog handler, u wollen, da Ortes, ar vor dem 2 92 und 16. je fanntmachun außerdem g Ge werber. g Die 0 Kost, als ö werden. Frit! — Hesse liche Regie I. Ges Ian die 0 September Anbeslheile