1 Dienstag den 12. Februar. M19. nzeiger für O berhessen. Enthält die amtlichen Exlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. — Bestellungen auf den„Anzeiger für Oberhessen“ für das erste Halbjahr werden fortwährend bei den auswärtigen Postämtern angenommen, für Friedberg bei der Expedition. betreffend: Die Musterung von 1867. Amtlicher Theil. Friedberg den 11. Dezember 1867. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien und den Polizei-Commissär zu Wickstadt. Bringen Sie in Ihren Gemeinden alsbald zur öffentlichen Kenntniß, daß die Hauprbezirksliste der Militärpflichtigen des Kreises friedberg für 1867 vom 13. bis 27. d. M. auf unserem Büreau zu Jedermanns Einsicht offen liegt. betreffend: Die Ausführung des Friedensvertrags mit Preußen. nc 5 Friedberg den 8. Februar 1867. Bekanntmachung. Im Auftrage Großherzoglichen Ministeriums des Innern vom 5. l. Mts. zu Nr. M. d. J. 1713 bringen wir nachstehende Be— HKanntmachungen zur Kenntniß der Interessenten. Großherzogliches Kreisamt Friedberg Trapp. Bekanut machung, ie Erhebung der Zins- und Tilgungs-Annuitäten für die Landescreditkasse zu Cassel in den an das Großherzogthum Hessen abge⸗ tretenen vormals Kurhessischen Gebietstheilen betreffend. Zußfolge der Verhandlungen über Ausführung des Berliner welche bis zum Hoheitswechsel die Erhebung bewirkte, abzuführen friedensvertrags vom 3. September 1866 wird hierdurch zur öffent- haben. chen Kenntniß gebracht, daß diejenigen Grundbesitzer in den von vreußen an das Großherzogthum Hessen abgetretenen, vormals kur— essischen Gebietstheilen, welche an der Landeskreditkasse zu Cassel 1 ioch Zins- und Tilgungs-Annuitäten zu den bestimmten Fälligkeitsterminen oder vagungen zu entrichten haben, bis auf Weiteres diese Schuldigkeiten unverändert Die Abführung sonstige Capitalab— und direct hat pünktlich und auf alleinige Kosten der Schuldner zu geschehen, widrigenfalls dieselben die Kündigung der Kapitalien und die exekutivische Beitreibung der fälligen Schuldig⸗ keiten durch die neue Landesbehörde auf Requisition der berechtigten Receptur zu gewärtigen haben. der Schuldner zu der Credit-Anstalt, von welcher sie noch Capitalien Ueberhaupt tritt in den Verhältnissen en diejenige Königlich Preußische(vormals Kurhessische) Renterei, haben, für jetzt keine Veränderung ein. Bekanut machung, lie Erhebung der Zins- und Tilgungs-Annuitäten für die Landescreditkasse und die Landesbank des vormaligen Herzogthums Nassau in den an das Großherzogthum Hessen abgetretenen vormals Nassauischen Gebietstheilen betreffend. Zufolge Fassauische) Hebestelle und zwar: der Verhandlungen über Ausführung friedensvertrages vom 3. September 1866 wird hierdurch zur öͤffent— chen Kenntniß gebracht, daß diejenigen Grundbesitzer in den von preußen an das Großherzogthum Hessen abgetretenen vormals Nassau— chen Gebietstheilen, welche an die Landescreditkasse oder die Landes— ank des vormaligen Herzogthums Nassau noch Zins- und Tilgungs— Innuitäten oder sonstige Capital-Abtragungen zu entrichten haben, lis auf Weiteres diese Schuldigkeiten zu den bestimmten Fälligkeits— rminen direct an die zuständige Königlich Preußische(vormais des Berliner abzuführen haben. aus dem Amte Reichelsheim an die Receptur zu Usingen, aus dem Gemeindebezirk Harheim an die Receptur zu Höchst Die Abführung hat pünktlich und auf alleinige Kosten der Schuldner zu geschehen, widrigenfalls dieselben die Kündigung der Kapitalien und die exekutivische Beitreibung der fälligen Schuldig— keiten durch die neue Landesbehörde auf Requisition der berechtigten Receptur zu gewärtigen haben. der Schuldner zu der Creditanstalt, von welcher sie noch Kapitalien haben, für jetzt keine Veränderung ein. Ueberhaupt tritt in den Verhältnissen Hessen. Darmstadt. Aus guter Quelle ird versichert, daß der Verkauf des hessischen Intheils der Main-Weser-Bahn noch nicht zum Lbschluß gediehen ist, wenn auch Verhandlungen herüber schweben. — Die erste Kammer wird am 12. d. M. ieder eine Sitzung halten, um die Verordnung, te Wahlen zum Reichstag des norddeutschen Wundes in der Provinz Oberhessen, und die Ver— tednung, die Wahlen zum Reichstage in den Orten Castel und Kostheim betr., zu berathen.— Abg. George hat seinen schon auf dem vorigen kandtag eingebrachten, aber nicht zur Berathung gekommenen Antrag wiederholt, dem Schlußsatz des Art. 1 des Personalsteuergesetzes, welcher dermalen lautet:„Ausländer, welche im Groß— terzogthum wohnen und innerhalb desselben ein nit Erwerb verbundenes Geschäft betreiben, sollen tdenfalls zur Personalsteuer beigezogen werden,“ folgende Fassung zu geben:„Ausländer, welche im Großherzogthum wohnen, werden(bezüglich der Versonalsteuer) wie Inländer behandelt. Mainz. Die Darmstädter Besatzung in liesiger Feslung ist definstiv aufgegeben. Nach ener Bekanntmachung ist das ganze Inventar der Großh. Caserne zur Versteigerung gekommen. Preußen. Berlin. Wie die„Provinzial⸗ Correspondenz“ berichtet, sollen die Gebiete von Kurhessen, Nassau und Frankfurt demnächst in Regierungsbezirke(Kassel und Wiesbaden) und in Kreise eingetheilt werden. Provinzialverbände sollen erst nach vollständiger Eintheilung der Ver— waltungsbezirke von Hannover und den Elbe— herzogthümern gebildet werden. — Nach der„Kreuzzeitung“ dürfe als gewiß angenommen werden, daß es sich bei den Stutt— garter Conferenzen neben den Modalitäten über eine gemeinsame, den Anforderungen unserer Zeit entsprechende Heeresorganisation auch um die künftige politische Haltung der Südstaaten hierbei handelte; das Programm des Fürsten Hohenlohe darf von sämmtlichen Südstaaten als angenommen betrachtet werden. — Der Generalmajor a. D. v. Prittwitz— Gaffron, welcher bis zum 13. Mai 1861 Com- mandant von Thorn gewesen und seitdem als Privatmann daselbst gelebt hat, ist am 24. Jan. nach der Festung Glogau gebracht worden. In Folge eines Artikels im Thorner Wochenblatt vom 16. Mai v. J. ist gegen den Vexfasser, welcher der jetzige Gefangene„angeblich“ sein soll, die kriegsgerichtliche Untersuchung eröffnet worden. Das Kriegsgericht des 1. Armeecorps verurtheilte ihn am 22. Oktober v. J. wegen öffentlicher Anreizung zum Ungehorsam gegen obrigkeitliche Anordnungen und Befehle der Vorgesetzten zu einer einjährigen Festungsstrafe. Das kriegsgerichtliche Urtheil, welches am 12. Januar d. J. die allerhöchste Bestätigung erhalten, wurde dem Generalmajor 2. Prittwitz- Gaffron am 22. Januar durch die königl. Com- mandantur in Thorn mitgetheilt und bereits am folgenden Tage erfolgte die Abführung des nun 71 Jahre alten Kriegers nach der Festung Glogau — trotz des allerhöchsten Amnestie-Erlasses. — Die Candidaten für die 6 Berliner Wahl- kreise stehen nunmehr fest. Es sind aufgestellt im 1. Wahlkreis: Abgeordneter Assessor Lasker, Kriegsminister v. Roon; 2. Wahlkreis: Ober- tribunalrath Waldeck, Minister-Präsident Graf Bismarck; 3. Wahlkreis: Moritz Wiggers, General v. Moltke; 4. Wahltred: Abgeordneter Stadtratb Runge, General Vogel v. Falckenstein; 5. Wahlkreis: Abgeordneter Franz Duncker, General Herwarth v. Bittenfeld; 6. Wahlkreis: Schulze-Delitzsch, Steinmetz und Bismarck, Feistel (Arbeitercandidat). — Am 7. d. Abends fand eine Sitzung der Bundesconferenz, am 8. Vormittags die Schluß— verhandlung und sodann ein Abschiedsdiner unter Theilnahme sämmtlicher Minister statt. — Das Haus der Abgeordneten genehmigte den Gesetzentwurf über die privatrechtliche Stellung der Erwerbs- und Wirthsschaftgenossenschaften, wie derselbe aus dem Herrenhause amendirt herüber⸗ gekommen ist. Der Berichterstatter, Abg. Lasker, hebt die eminente Bedeutung hervor, welche darin liegt, daß dieses wichtige Gesetz endlich zu Stande gekommen sei, und der Abg. Schulze ⸗Delitzsch, der eigentliche Vater des Gesetzes, theilt mit, daß von den Genossenschaften in den neuen Landes- theilen viele Anfragen eingelaufen seien: ob nicht auch sie der Wohlthat dieses Gesetzes bald theil⸗ haftig würden? Er richte deßhalb an die Staats⸗ regierung die dringende Bitte, daß sie dieses Gesetz doch recht bald auch für die neuen Pro; vinzen publiziren möge. Nachdem das Gesetz angenommen ist, was fast mit Einstimmigkeit ge⸗ schieht, eilen viele Abgeordneten zu Hrn. Schulze, um ihn zu beglückwünschen. 1. — Am 9. d. erfolgte im Staatsministerium die Unterzeichnung des Bundesvertrages. Auf den Wunsch Preußens kommen die Bevollmächtigten zur Eröffnung des Parlaments hierher. f — Der König schloß am 9. d. die Session der Kammer mit einer Thronrede, die nach einem Telegramm des Frkf. Journ. im Wesentlichen lautet: Am Schlusse der inhaltsschweren Sitzungsperiode spreche ich Ihnen meinen Dank aus, daß Sie die Regierung bei Erfüllung der an die Session geknüpften Hoffnungen unterstützt baben. Durch die Indemnitäts⸗ Ertheilung haben Sie die Hand geboten zum Ausgleich des Principienstreites, welcher das Zusammenwirken der Regierung und der Landesvertretung früher gehemmt hatte. Ich hege die Zuverficht, daß die gewonnenen Erfahrungen und ein allseitig richtiges Verfländniß in Zukunft ähnliche Zuftände verhindern werden. Durch Bewilligung der Anleihe für die Armee und Marine haben Sie den Entschluß kund gegeden, das Errungene zu wahren. Die Feststellung des Staatshaushalts vor dem Etatsjahr verbürgt die weitere Befestigung ver⸗ fassungsmäßiger Zustände. Die Regierung hat Ihnen durch einftweiligen Verzicht auf einzelne Ausgabe⸗ a d. den neuen Beweis gegeben, welchen Werth e auf das Einverständniß mit der Landesvertretung legt, sie hofft sedoch auf künftige Anerkennung dieser Positionen. Mit lebhaftem Danke erkenne ich Ihre Bereitwilligkelt an zur Gewährung der Mittel für die Invaliden und für die Hinterbliebenen der Gefallenen. Nachdem die Landesvertretung die Ueberleitung der Zuftände der neuen Landestheile in die Gemeinschaft der ält eren Provinzen vertrauensvoll in meine Hände gelegt hat, darf ich zuversichtlich erwarten, daß die Bewohner sich im großen Gemeinwesen bald heimisch fühlen und an den Aufgaben desselben sich hingebend betheiligen werden. Die Deranziehung von deren Ver⸗ tretern zum preußlschen Landtage wird das Bewußtfein der Zusammengehörigkeit befeftigen und die gewissen⸗ hafte Pflege der öffentlichen Wohlfahrt wird die Segnungen der großen Gemeinschaft noch mehr empfinden lassen.— Die Thronrede zäblt sodann die in dieser Sesfion zu Stande gekommenen Verbesserungsgesetze auf und etwähnt schließlich der Thatsache, daß der Verfassungsentwurf des norddeutschen Bundes von allen Regierungen angenommen sei, was zu der Zuversicht berechtige, daß auf Grundlage der einheitlichen Orga ⸗ nisation, welche Deutschland in jahrhundertlangen Kämpfen vergeblich erstrebte, dem deutschen Volke die Segnungen erhalten werde, zu welchem es durch Macht und Gesittung berufen ist. Ich werde es als den höchsten Ruhm meiner Krone ansehen, wenn Gott mich berufen hat, die Kraft meines Volkes zur Herstellung dauernder Einigkeit der dentschen Stämme und Zünften zu ver⸗ werthen, und ich vertraue auf Gott, daß er uns dieses Ziel erreichen lasse. Frankfurt a. M. Nach einer Bekannt⸗ machung des Rechnei⸗ und Rentenamtes beginnt die diesjährige Odermesse für den Großhandel wie für den Kleinhandel om Mittwoch den 10. April und endigt mit Dienstag den 30. April. Das Auspacken der Waaren darf zwar am Montag den 8. und Dienstag den 9. April, jedoch vur in verschlossenen Läden, geschehen. Für Leder beginnt die Messe am Mittwoch den 17. April, an welchem Tage dit öffentlichen Waagen zum Verwiegen desselben geöffnet werden und endigt mit Dienstag den 30. April. Das Einlagern des Leders in die städtischen Magazine ist schon von Montag den 15. April an gestattet. — Vom Zuchtpolizeigericht wurden wieder 4 Nummern auswärtiger Zeitungen, nämlich der Stuttgarter Beobachter Nr. 11 und 12, sowie die N. Bad. Loztg. Nr. 12 und 21 zur Unter⸗ drückung und Vernichtung verurtheilt. Die An⸗ klage lautete auf Verletzung der Ehrfurcht gegen den König und auf strafbare Angriffe gegen die Regierung und deren Anordnungen. Aus Rheinbaiern. Am Nachmittag des 6. nach 1 Uhr tobte in unseren Bergen ein fürch— terliches Gewitter, welches von einem rasenden Sturme und Hagelwetter begleitet war. Der wilde Orkan hat hier und da nicht unerheblichen Scha- den angerichtet. Dächer wurden abgedeckt, Läden und Fensterscheiben zertrümmert, Obst⸗ und Wald— bäume geknickt und entwurzelt. In Neustadt wur- den überdieß einem Manne durch ein einstürzendes Kamin beide Beine abgeschlagen. In unseren Bergen sind die Gewitter meistens furchtbar; allein in solcher Heftigkeit sind sie noch selten aufgetreten. Baden. Karlsruhe. Der Großherzog von Baden hatte mit dem bahyerischen Minister— Prästdenten, Fürsten Hohenlohe, zu Mühlacker eine Unterredung. — Bei Wies loch, bekannt durch seine Galmai— gruben, haben neuerliche Nachforschungen aus— reichende Petroleumquellen zu Tage gefördert, zu deren Ausbeutung bereits die nöthigen Schritte durch Private geschehen sind. Mannheim. Die Heftigkeit des am Nachmit⸗ tag des 6. d. eingetretenen Sturmes nahm gegen Abend in einer Weise zu, daß die telegraphischen Verbindungen nach allen Richtungen unbrauchbar wurden. Ingleichen wurde ein Theil eines auf dem hiesigen Bahnhofe stehenden leeren Güterzugs von dem Winde auf die Bahn und dem der Station zufahrenden, von Basel kommenden Per⸗ sonenzug entgegengetrieben, so daß ein Zusammen⸗ stoß erfolgte, der zwei Güterwagen zertrümmerte und die Maschine des Personenzugs etwas deran- girte. Beschädigungen von Personen sind zum Glücke nicht zu beklagen. Oesterreich. Wien. Die heutige„Amts- zeitung“ enthält ein kaiserliches Handschreiben an den Grafen Belcredi, welches demselben die nach— gesuchte Enthebung bewilligt und ihm das Groß kreuz des Stephanordens verleiht.— Die„Amts- zeitung“ veröffentlicht die Ernennung v. Beust's zum Ministerpräsidenten und die einstweilige Ueber⸗ tragung der Leitung des Staats- und Polizei. ministeriums.— Ein kaiserliches Patent vertagt die Eröffnung der Landtage bis zum 18. Febr. d. J. — Ein neues Prioritäts-Anlehen der öster⸗ reichisch⸗französischen Staatsbahn von 150,000 Obligationen, pr. Obligation à 225 Franken, wird am 11. und 12. Februar zu Wien und Paris zur Zeichnung aufgelegt. — Der Zustand des Schulwesens in Ungarn. Dr. Jul. Schwarz hat nach einer Mittheilung des „Ausland“ in der ungarischen Academie der Wissen⸗ schaften zu Pest im Jahre 1866 zwei Vorträge über das Unterrichtswesen in Ungarn gehalten, welche viel zu denken geben. Von den 16,706 Gemeinden Ungarns sind 5000 gänzlich ohne Schule. Die Zahl der Volksschulen, Privatschulen mit inbegriffen, beläuft sich auf nur 13000, welche 800,000 Schüler unterrichten, während die Zahl der Kinder zwischen dem 6. und 12. Jahre auf 1,800,000 geschätzt wird. Von denjenigen, welche die Volksschulen besuchen, können 10 Procent nicht einmal lesen und schreiben, wenn sie die Schule verlassen, so daß es nicht Wunder zu nehmen braucht, wenn von den Rekruten nur 18 Procent lesen und noch weniger schreiben können. — In ganz Ungarn gibt es nur 33 Bildungs- anstalten für Lehrer, und in diesen befinden sich 800 Zöglinge. Der höchste Gehalt, welchen der Lehrer einer Volksschule erhält, beträgt 60 Gulden. Hundert öffentliche Lehrer bekommen gar keinen Gehalt, mehrere hundert empfangen blos 16, 20, oder 30 Gulden jährlich, nebst einem erbärmlichen Wohnhause. Die meisten sind verabschiedete Sol⸗ daten oder alte Diener von Geistlichen. Sieben tausend römisch⸗katholische oder jüdische Volksschulen stehen unter Oberaufsicht von 5 Regierungsinspek⸗ toren; die Geistlichen, welche die kirchliche Auf⸗ sicht führen sollten, kümmern sich kaum zum zehnten Theil um die Schulen, so daß 700 Volksschulen weder von der Kirche noch von der Regierung beaufsichtigt werden.— Die höheren Schulen be⸗ stehen aus 167 Gymnasien, 29 Realschulen und 27 Handelsschulen. Gymnastalschüler zählt das Königreich 30,000, Realschüler 2700, Handels- schüler 2057. Von den römisch⸗katholischen Gym⸗ nasien sind nur 15 Staatsanstalten, die übrigen gehören den Benediktinern, Franziskanern, Jesuiten u. s. w.— Ungarn besitzt eine Universität in Pest, zwölf Schulen für Rechts wissenschaft, zwei medieinische Schulen, zwei Bergwerksschulen, eine Handelsacademie, eine Veterinärschule und eine polytechnische Schule, außerdem zahlreiche katho— lische Seminarien. Die Hochschule zählt 3000 Studenten, ¼ Juristen. 111 Ungarn studiren auf auswärtigen Universitäten.— Der Staat, (d. h. die österreichische Regierung) verwendet jährlich nur 14,096 Gulden auf den öffentlichen Unterricht des ganzen Königreichs, während er 100,000,000 Gulden Steuern aus Ungarn zieht und mehr als 4,000,000 Gulden jährlich auf Zucht und Abrichtung von Pferden für das Heer ausgibt. Vergleicht man, was regierungsseitig in Ungarn, Lippedetmold und den Sandwich-Inseln für den öffentlichen Unterricht verwendet wird, so ergibt sich, daß der Staat in Lippe ⸗Detmold 18,000 Thaler, auf den Sandwich-Inseln 22,000 Doller, in Ungarn dagegen nur 14,096 Gulden zu dem Unterrichte beisteuert. Schweiz. Bern. Dem ergrauten General Dufour ist unter den ehrenvollsten Ausdrücken von Seiten des Bundesraths die nachgesuchte Dienst— entlassung ertheilt worden. Zürich. In Zürich hielten letzten Samstag gegen 400 Deutsche, denen sich eine Anzahl Schwei⸗ zer angeschlossen hatte, eine Todenfeier Rückert's. Professor Kinkel feierte den edlen Dichter in meister⸗ hafter Rede und Chorgesänge wechselten mit Toasten ab. Gegen 200 Franken wurden zum Rückert⸗ Denkmal gesteuert. Italien. Florenz. Der neu ernannte österreichische Gesandte v. Rübeck ist dahier ein⸗ getroffen und hat sein Beglaubigungsschreiben überreicht. Frankreich. Paris. Der„Moniteur“ bringt ein kaiserliches Decret, worin das Regle⸗ ment über die Beziehungen des Senats und ge⸗ setzgebenden Körpers zum Kaiser und Staatsrathe ungebildet und die durch das Januar-Decret nothwendig gewordenen Veränderungen aufgestellt werden. Der Betrieb der Main⸗Weser⸗Eisen⸗ bahn im Jahre 1865. Dem von der Central⸗Direction zu Cassel er- statteten„Bericht über den Betrieb der Main Weser⸗Bahn im Jahre 1865“ ent⸗ nehmen wir folgende Notizen: Bau und Baukapital. Die im Jahre 1864 begonnene Herstellung des zweiten Geleises von Guntershausen bis Frankfurt wurde im Laufe des Jahres 1865 mit einem Aufwand von 1,6046608 Thaler vollendet. Der Stand des gesammten Baukapitals be⸗ zifferte sich Ende 1865 auf 15,979819 Thaler oder ver Meile auf 591845 Thaler, wovon auf Kurhessen 9,520313 Thaler, auf das Großber⸗ zogthum Hessen 4,834658 Thaler und auf die Stadt Frankfurt 1624848 Thaler kommen. Nach den Voranschlägen war das Baucapital excl. der Kosten des zweiten Geleises zu 15,428000 Thlr. berechnet. Betriebsmaterial. An solchem sind vor⸗ handen; 51 Locomotiven mit 41 Tendern, 112 Personen⸗, 656 Gepäck⸗ und Güterwagen und 34 Arbeitswagen. Personen verkehr. Personen, wobei die seit Mitte des Jahres 1865 ausgegebenen Retour- billets doppelt, also für jede einzelne Fahrt ge zählt sind, wurden 930140 befördert mit einer Einnahme von 751702 Thaler, gegen das Vor⸗ jahr mehr 93035 Personen= 11,11 Procent 69864 Thaler= 10,25 Procent. Die Ge⸗ päckbeförderung betrug im Ganzen 89200 Centner mit einer Einnahme von 47757 Thaler, an Hunden wurden 3624 Stück mit 788 Thaler, an Equipagen 77 Stück mit 1141 Thaler Ein⸗ nahme befördert. Der Güterverkehr belief sich auf 7,747044 Twolet zu Nb 1 Thaler gon für Kurdeh dargogibun Pen Sion Frankfur Das Pet Beamlen N. Thlt. oder de Von den des Betrie“ sonenzuges, w iht Leben der von Passagiert 1865 nicht de —— Fticoberg wüthel bahier, 35 M7 wird die Fuer Verwallungera! auf dem Ber wittelf. Sum angungen zm Frieder Gtoßdetzog 5 60 „ 5 3 5 2 5 8 dd n Jab „ Geltu dt im Len . 0! Centner mit einer Einnahme von 991048 Thaler, gegen das Vorfahr mehr 1,1623601 Gentner 17,65 Procent, dagegen aber an Frachteinnahme peniger 23607 Thaler 2,32 Procent. Für en Transport von Pferden und sonstigen größe- zen und kleineren Thieren ic. wurden 36205 Thaler, für den Postverkehr 19115 Thaler und für Materialtransporte 7884 Thaler eingenommen. Die Betriebs-Einnahmen der Bahn stellten sich im Jahre 1865 auf 1,899256 Thlr. = 71427 Thaler pro preußische Meile oder 36004 Thaler= 1,93 Procent mehr als im Vorjahre. Die Ausgaben dagegen betrugen 927473 Thaler 34880 Thaler per Meile oder im Ganzen 117945 Thaler mehr als im Jahre 1864 und 48,82 Procent aller Betriebs-Einnahmen. Von den Ausgaben entfallen auf Bahndienst und Bahnunterhaltung 389421 Thaler, auf Trans- portverwaltung 487560 Thaler und auf allge— meine Verwaltung 50,492 Thaler. Der Ueberschuß aller Betriebs-Einnahmen gegen alle Betriebs⸗ Ausgaben beträgt 971783 Thaler 51,17 Procent der Einnahme und 6,08 Procent des Baucapitals und 36547 Thlr. per Meile. Von diesem Ueberschuß waren noch weitere Ausgaben für Vermehrung der Material- vorräthe und sonstigen Anschaffungen mit 144979 Thaler zu bestreiten, der an die Staatskassen ab— geführte Ueberschuß stellte sich daher auf 826804 Thaler= 5,27 Procente des Bauecapitals, wo- von für Kurhessen 492586 Thaler, für das Groß- herzogthum Hessen 250148 Thaler und für die Stadt Frankfurt 84070 Thaler entfallen. Das Personal der Bahn bestand in 821 Beamten ꝛc. mit einem Einkommen von 271281 Thlr. oder per Kopf durchschnittlich 330,4 Thlr. Von den besonderen Vorkommnissen des Betriebs ist die Entgleisung eines Per— sonenzuges, wodurch zwei Bedienstete der Bahn ihr Leben verloren, zu erwähnen. Verletzungen von Passagieren sind auch im Laufe des Jahres 1865 nicht vorgekommen. Friedberg. In der Nacht vom 8. auf wüthete dahier, von den heftigsten Regengüssen begleitet, ein orkanartiger Sturm, der Alles mit sich fortreißen zu wollen schien. Die durch rasch abgegangene, bedeutende Schneemassen schon ziemlich angeschwollene, sonst en be denklichem Siechthum kränkelnde Usa war während der Nacht über ihre Ufer getreten und hatte sich in einen rei⸗ ßenden Strom verwandelt, der sich von den Nauheimer Wiesen aus durch Gärten und Felder einen Weg bahnte, bis an den Fuß der Chaussee die Kunstwiese und einen Theil der Wiese nach dem Heß'schen Gartenhause zu unter Wasser setzte, dann vor dem Eisenbahnviaducte eine Aus⸗ dehnung einnahm, daß die Fluthen sich durch 13 Bogen desselben durchdrängten, weithin über die Felder dahin⸗ rauschend. Auch unterhalb der Mühlen nach Fauerbach zu halle die Usa ihr Beet überschritten und breitete sich nach Ossenheim und Bauernheim hin, mit den Gewässern der Wetter vereinigt, gleichsam zu einem großen See aus. Von der Höhe des Burgwalles gewährte die mit mächti⸗ gem Getöse dahinströmende Flulh einen imposanten An⸗ blick. Bis zum Mittag des 9. war das Wasser indessen an den meisten Stellen wieder in die Ufer zurückgetreten — Ducch den Austritt der Lahn wurde hinter Gießen eine Strecke der Main-Weserbahn überschwemmt und ent⸗ behrten wir deßhalb seit Samfag den Verkehr mit dem Norden, da alle Bahnzüge nur bis Gleßen und von da zu- rück befördert werden konnten. Seit Sonntag Abend ist das eine Schienengeleise wieder fahrbar, während das andere noch der Reparatur bedarf.— Friedberg. In dem Abends von hier nach Nidda abgehenden Postwagen befand sich am 8. d. M. eine Frauensperson aus Oberlais, von Echzell aus als ein⸗ ziger Passagier, welche, ehe man noch in Salzhausen angekommen war, Mutterfreuden erlebt hatte. Die Ueber⸗ den Coupé raschung und Verlegenheit des Wagen begleitenden Conducteurs soll, als er das öffnete und die so unerwartet eingetretene Vermehrung seiner Passagiere wahr⸗ nahm, größer gewesen sein, als die Freude über das glück liche Ereigniß, das sich hier per Post vollzogen hatte und für das er sich ohne alle Instruction sah. Mutter und Kind wurden in Nidda untergebracht und befinden sich wohl. Darmstadt. Die hiesige Gendarmerie hat dieser Tage drei junge hiesige Bürschchen festgenommen, welche in verschiedenen Läden durch Erbrechen der Schaufenster Dieb lähle verübt Die Dreistigkeit die jugendlichen, haben. D zu schönen Hoffnungen bercchtigenden Langfinger ging so⸗ wa daß sie am hellen Tag Eisen am Bahnhof mit einem Wagen holten und bei einem Trödler verkauften. Mainz. Da im Jahre 1817 die erste Turngemeinde in hiesiger Stadt in's Leben gerufen wurde, so haben die Turner beschlossen, dieses Jahresgedächtniß zu feiern. Am Nachmittag jenes Gedächtnißtages soll ein Preisturnen für die Miiglieder statthaben, am Abend Unterhaltung mit Ball. Der Tag, an welchem dieses Fest abgehalten werden soll, ist indessen noch nicht bestimmt. Mainz, 9. Febr. In der vorvergangenen Nacht wurde hier ein junger Meusch von 17 Jahren arretirt, der einer russischen Gräfin zu Homburg, in deren Haus er employirt war, die Summe von nicht weniger als 16,000 fl. nebst der Schatulle, worin sich desagtes Geld in Werthpapieren befand, entwendet hatte. Aus Rheinhessen. Eine enisetzliche That beschästigt schon die ganze Woche die Bewohner des Cantons Alzey Ein hoch belagter Müller in der Nähe von Uffhofen, Na⸗ mens Friedr. Zahn, geht am Sonntag Abend von Erbes ein Schuß streckt ihn zu Boden und der alte 75jährige Maun wird nun vollends mit einem Beile, wie es scheint, niedergeschlagen und getödtet, so daß am andern Tage die Leiche, sehr verstümmelt, im Felde aufgefunden wird. Dem Bezirksgerichte zu Alzey wurde am Montag die Anzeige, und dieses hat dann 3 Tage hindurch an Ort und Stelle weitete Nachforschungen angestellt. Darf man dem Ge⸗ rüchte glauben, so ist mit diesem Morde zugleich ein be⸗ deutender Diebstahl in der Mühle, man spricht von meh⸗ reren Tausend Gulden, verbunden. Als muthmaßlicher Thäter ist ein Knecht bereits in den Händen der Justiz und spricht man davon, daß auch bereits Gel Verstecke vorgefunden worden sei. Auch die bereits hinter Schloß unt tiegel. Homburg v. d. H. Gestern Abend annectirte in einem der ersten Hotels ein Kammerdiener seinem Herrn einem russischen Fürsten, Gold und andere Werthsachen, im Gesammtbetrag von eiwa 10,000 fl.(nicht 50,000, n einen Geliebte sitzt oder gar noch mehr, wie das Gerücht geht) und sucht ann das Weste. Doch der sprechende Draht ist geschwin der als ein Kurirzug, und ihm ist zu danken, daß man schon heute Morgen des Diebs in Heidelberg habhaft wurde. % Ein Schneesturm in Graubündten 0 Nacht vom 16. auf den 17 Jan. b. J., schreibt man aus Obersax im Canton Graubündten, war für manchen hie⸗ sigen Einwohner eine Schreckensnacht. Zu ber früheren gewaltigen Schneemasse fiel am 16. bei warmer, feuchter Witterung der Schn n ganzen Tag in dichten Flock, so daß besonders auf Bergen eine seit undenklichen Zeiten nicht gesehene Schneemasse lag. In den Bergen unter der Alp, in einer der mittleren Hütten warteten vier Männer ihres und in traulichem Gespräch und mit dampfender Pfeise saßen sie ahnungslos bis zur neunten Abendstunde bessammen, worauf sich ein Jeder in Um die sein Nachtquartier begab. Da eilfte Stunde der Nacht brach oben auf dem Grad eine Staublawine los, stürzte unter furchtbarem Donner und Getöse herunter, riß einen zu oberst stehenden Stall von Grund sammt 17 Stück Rindvieh, einem Pferde, drei Ziegen, sechs Schafen und zwei Hunden mit dem im liefen Schlafe sich befin⸗ denden Eigenihümer weg, schleuderte Alles kreuß und gZuer, theils seitwärts in eine Vertiefung, theils gegen weiter unten liegenden Stall, in welchem sih 14 Stück Rindvieh und Schafe, so wie der Eigenthümer im ruhigen Schlafe befanden, wälzte den Oberstall weg, drückte theil weise die Diele ein und deckte das Viet bis an die Köpfe zu, und nur mit genauer Noth rettete sich der Eigenthü⸗ met durch einen Sprung aus dem Bette und zur Thür hinaus. Zwischen den bezeichneten beiden Ställen, etwas abseits gelegen, stand ebenfalls ein Stall, in welchem der Eigenthümer und ein bedeutender Viehstand sich befand und der durch Wegreißung der Hütte und Eindrücken Schaden nahm, ohne daß das Vieh berührt oder geschädigt wurde. Welch ein Anblick für die beiden im Freien siehen den unbeschädigten Männer! Zwei Habschaflen mit ihren Eigenthümern gen vor ihnen im Schnee begraben und in nächster Nähe war Niemand, um Hülfe leisten können. Der eine dieser Männer wat vor Schecken wie geläbn; ein Glück, daß der andere seine Geisteswaxt nicht verloren. Mit Muth und Eifer machte sich derfelbe trotz der drohenden Gefahr, ebenfalls verschüttet zu werden, so⸗ fort daran, die zwei anderen Männer aus ihrem kalten [Schniegrabe zu befreien, was ihm auch nach einer Stunde Arbeit gelang. Halb angekleidet eilte er dann durch den den 9. d.] büdesheim nach seiner Mühle zu, wird aber angefallen; hohen Schnee nach den eine halbe Meile entlegenen an⸗ (deren Hösen, um von dort weitere Hülfe zu holen. Un⸗ verweilt begab sich auch von dort eine Schaar rüstiger Männer auf den Schauplatz des Unglücks, wo jetzt das Schaufeln und Suchen nach den verschütteten Thieren de⸗ gann. Aber nur sechs Thiere wurden lebend ausgegraben, 17 waren todt und die übrigen konnten nicht aufgefunden werden. Bei Tagesanbruch wurden denn auch die im unteren Stalle im Schnee eingekeilten 14 Stück Rind vieh und Schafe gereltet. Dieses Ereigniß macht in der dor⸗ tigen Gegend um so mehr Aufsehen, als seit undenklicher Zeit keine Lawinenstürze dei Odersax vorkamen. Lieferung von Halbstiefeln. 325 Mittwoch den 13. d. Mis, Vormittags 14 Ubr, wird die Lieferung von 325 Paar Halbstiefein für den Verwaltungsratb des 2. Bataillons 2. Inf.⸗ Regiments auf dem Verwaltungsbüreau genaunten Batatllons mittelf. Soumission vergeben, woselbst Muster und Be dingungen zur Einsicht der Interessenten offen liegen. Friedberg den 7. Februar 1867. Großhetzoglicher Verwaltungsrath des 2. Bataillons 2. Infanterie Regements Der Präsident: Danesse, Major. Lieferung von Buchen⸗Scheitholz. 324 Donnerstag den 21. d. Mis., Vormittags 10 Uhr, wird dahier die Lieferung von 120 Stecken Buchen Scheitholz I. Classe in Ausgeboten von je 5 Stecken öffentlich versteigert. Martenschloß den 6. Februar 1867. Großherzogliche Landes zuchthaus⸗ Direction Trumpler. Gdictalla dung. Dte Insolvenzanzeige des Melalldrückers C. F. Lang von Friedberg betreffend. 340 Nach em Rubrikat mit der Mehrheit seiner bekannten Oläubiger ein Arrangement, tesp. einen Stundungs⸗ Vertrag abgeschlossen hat, werten alle etwa noch unbekannten Gläubiger unter der Eréffnung, daß ihnen die Einficht der erwachsenen Acten auf dem Actuarlate zu nehmen freistehe, hiermit aufgefordert, ibren Beitritt Eren oder Einwendungen binnen Frist von pier ochen vorzubringen, als sonst dem Vertrage die Be⸗ stätigung erthellt werden wird. Frted erg am 4. Februar 1867. Großbberzogliches Landgericht Friedberg Reltz, Steinberger, Landrichter. Landgerichts Assessor. und derselbe in Vollzug geseßzt Holzversteigerung in den Gräflich Solms-Rödelheim' schen Waldungen. 346 Die auf beute annoneirte Holzversteigerung in dem Forstrevier Wickstadt, Oiftriet Schisfloch, wurde des eingetretenen ungünstigen Wetters wegen ausgesetzt und soll nun Donnerstag den 14. l. M. abgehalten werden. Es kommen zum Ausgebot: 170 Stecken Buchen Scheid holz, 7 1 Elchen⸗„ 58 5 Buchen Prügelholz, 36„ Eichen⸗Prügelholz, 80 3 Buchen Stockbolz, 4⁵ 77 Eichen · 7 220„ Buchen⸗Relsholz. 100 Elchen Die Zusammenkunft ist im Holzschlag und der Anfang der Versteigereng Morgens präcts 9 Uhr, Bemerkt wirv, daß wenn abermald unünstige Witterung eintrrien follte, die Verstrigerung in Mickstadt in dem alten Wirtholocal, Morgens 10 Uhr anfangend, abgehalten werden wird und wollen die Steigltebbaber in diesem Fall das Polz vorber einsehen. Wickstadt den 8. Februar 1867. Schal las, Oderförster. Bekanntmachung. 351 Freitag den 15. Februar d. J., Nachmittags 1 Uhr, sollen auf dem Gemeindehaus zu Ostbeim die durch Anfertigen eines neuen Scheuertbors zur hiesigen Schulscheuer nötbigen Arbelten, als: Schlosserarbest, vorauschlagt zu 20 fl.— kr. Schreinerarbelt 36„ 40„ wenlgstnehmend vergeben werden. Oftherm den 9. Februar 1867. Großherzogliche Bürgermelsteret Osthelm Winter ECdictalla dun Betreffend: Das Schuldenwesen der Wildelm Pehl Eheleute zu Wölfersbeim. 541 Grosberzogliches Hofgericht dat über das Ver⸗ mögen des Wildelm Hebl und dessen Ehefrau zu Wölfers⸗ heim, welches um 363 fl. 8 kr. resp. 435 fl. 48 kr. üder⸗ schuldet ist, den Concurs erkannt. Ansprüche jeder Art an die Masse find deßhald im Termin Mitwoch den 27. März l, J., Vormittags 9 Ubr, dahler anzuzeigen und zu degründen, gegenfalle Aus- schluß von der Masse erfolgt. Hungen den 2. Februar 1867. Großberzogliches Landgericht Hungen nne Hebäudeverkauf zum Abbruch. 347 Montag den 18. d Mts., Vormittags 11 Ubr, soll dabter auf biesigem Rathbaus eine der Gemeinde gehörige Scheuer und Wohndaus unter einem Dach, gut von Eichenholz erbaut, öffentlich meistbtetend verstetgert werden Bönstadt den 9. Februar 1867. Groß berzogliche Bürgermelsterei Bönstadt Gelbe. 348 Freitag den 15. Februar l. J., Vormittags 10 Ubr, soll die der Gemeinde Nieder Florstadt zuffebende an diesem Tag leihfällig werdende Jagd, destebend aus 3976 Morgen, wobei sich 1100 Morgen Waldung befinden, anderwelt auf sechs Jabre in biesigem Natbbause ver pachtet werden. Nieder⸗Zlorstadt am 8. Februar 1867. Großberzogliche Bürgermelsterel Nleder-Florstadt 2708 bet Friedrich neden der Poß, Parlaments- Wahl. Mitbürger in Stadt und Land. f Der Wahltag steht vor der Thüͤre und sei daher ein jeder wahlberechtigte Mann der ganzen Wichtigkeit des Augenblicke, welcher an uns herantritt, eingedenk. Die Pflichten gegen das Vaterland erheischen mit gebieterischer Nothwendigkeit, daß wir uns Alle ohne Ausnahme nächsten Dienstag den 12. Februar an dem Wahlact betheiligen. f Wie Ihr wisset ist der für unseren 2. Wahlkreis aufgestellte Candidat ö Hert Zergrath G. Zuderus in Hirzenhain.. Mitbürger! Wählet Alle, schließe sich Keiner von der Wahl aus, stimmet Mann für Mann für den in Vorschlag gebrachten Candidaten. Friedberg den 7. Februar 1867. 326 Für das Wahlcomite: Ed. Trapp IV., Hofgerichts⸗Advocat, Vorsitzender. Kirchengeschichtliche Vorlesungen. 344 Der nächste Vortrag kann wegen anderweiter Benutzung des Locals nicht Dienstags, sondern erst Donnerstags den 14. d. M., Abends 8 Uhr, stattfinden. 1 Dr. Köhler. An die Bewohner Friedbergs. Mit Bezug auf die in Nr. 9 d. Bl. vom 19. v. M. veröffentlichte Einladung zum Beitritt zu dem„Hilfsverein für die Krankenpflege und Unterstützung der Soldaten im Felde“ bringen wir hiermit zur allgemeinen Kenutniß, daß die Einzeichnungsliste in dieser Woche in hiesiger Stadt circulirt, und bitten im Juteresse des menschenfreundlichen Zweckes, den der Verein verfolgt, um recht zahlreiche Betheiligung. Da eine Anzahl hiesiger Einwohner bereits im vorigen Sommer vor Eintritt der Kriegsunruhen ihren Beitritt zu dem Verein erklart haben,— wo aber, um nicht mit andern Bemühungen zu dem gleichen Zwecke zu collidiren, die Sache nicht weiter verfolgt wurde,— so bemerken wir noch, daß diesen die Einzeichnungsliste nicht noch einmal vorgelegt werden wird, indem man voraussetzen kann, daß die damals geschehene Beitrittserklärung noch als giltig betrachtet werden kann. Das Comité. Zu den bevorstehenden Festtagen mache die ergebenste Anzeige, daß ich eine große Auswahl von Plüsch-⸗ und Straminpantoffeln in den neuesten Mustern, sowie auch Kinderstiefel in allen Sorten und nach neuester Mode anfertigen lasse und alles in dieses Fach Einschlagende stets vorräthig haben werde. Für die Dauerhaftigkeit der Arbeiten wird garantirt, und werde ich stets bemüht sein, meine ge— ehrten Kunden über alle Erwartung zu befriedigen und das geschenkte Vertrauen durch Zu⸗ sicherung reeller Preise und prompter Bedienung zu bewahren und bitte um geneigten Zuspruch ö Louis Leopold, Schuhmachermeister, Judengasse Nr. 227. Bestellungen jeder Art, sowohl in Herren- als Damenschuhen werden auf das Geschmack— vollste nach Angabe ausgeführt. Ausverkauf. 320 sämmtlicher Wollenwaaren wegen Aufgabe dieser Artikel zu außerordentlich billigen Vreisen S. G. Katzenstein Wittwe. Aufforderung. Holz Versteigerung. 345 Mit Bezug auf die in Nr. 15. dieses Blattes 143 Freitag den 15. Februar, Morgens 9 Uhr, soll in angeregte Versammlung wegen der Hospitalfrage ent dem Gemeindewald nachstehendes Holz öffentlich an gegne ich Folgendes: den Meistbietenden versteigert werden: 5 Die biesige Krankenanstalt befindet sich gegenwärtig 19 Stecken Buchen- und Eichen Scheldhol z, in einem geregelten und woblgtordneten Zustande und 74 desgleichen Prügelbolz, die darin aufgenommenen und behandelten Dienstboten 4„ desgleichen Stockholz, sind alle zufrieden und dankbar bei ihrem Weggehen. 13900„ desgleichen Wellen, Um so mehr mus es auffallen, daß abermals eine 3600 Nadelholz Wellen. Agitation gegen mich und meine Dlenstführung in dem Zusammenkunft am Pohlgönserweg an dem Eisenbahn⸗ Hospitale unternommen worden lst.— Ich kann indessen übergang. kaum glauben, daß eine solche Agitation im Sinne des Gambach den 8. Februar 1867. Stadtvorstandes, der Armen⸗Commisston, sowie der Großherzogliche Bürgermeisterei Gambach meisten hiefigen Einwohner geschehen iß, sondern ich a u r. kann nur annehmen, daß dieselbe von ganz Wenigen 7 — Bienen⸗Honig ausgeht. Ich fordere übrigens hierdurch Jeden auf, welcher 262 bester Qualität, zum Füftern der Blenen, bei an. Kümmich. eine Beschwerde gegen meine Dienstführung als 333 Gulden Hospitalarzt hat, dieselbe vorzubringen, damit ich mich 570 Vormundschaftsgeld liegen zum Ausleihen bereit ei welche theils auf Enistellung, theils auf Unwahrheit beruhen,— schützen kann. Friedberg den 9. Februar 1867. Dr. Müller, Fiische Untergährhefe 321 per Maas 3 Kreuzer bet G. Steinhäußer, zum Würtemberger Hof. Meine 5 WMaschmaschine 342 wird nur verliehen per Tag(von Morgens 7 bis Abend 7 Uhr) e Fc 5 zu 30 kr. ohne Waschfrau, zu 1 fl. mit Waschfrau. Die Maschine muß abgeholt und wieder zurück · gebracht werden. Fr. Su pp. Friedberg. Ein goldener Uhrhaken 352 wurde am Sonntag im Saale des Hotel Tra pp gefunden und kann derselbe gegen Erstattung der Inserat⸗ gebühren b. d. Exp. d. Bl. in Empfang genommen werden. Oeffentliche Danksagung. 353 Am 3. Februar entfernte ich mich von meinem Krankenlager und machte Abends in Begleitung meines Mannes zu meiner Erholung einen Spaziergang auf der breiten Straße. Auf dem Rückweg nach Hause wurde mir schlecht, und bewußtlos fiel ich zu Boden. Viele Leute umftanden mich. Da aahte sich ein edel⸗ gefinnter Mann, Heer Kaufmann Becker, wohnhaft neben Herrn Fruchthändler Rappolt, hob mich vom Boden, und nut meines Mannes Beistand half er mich glücklich nach Hause bringen.— Diesem edlen Manne sage ich hiermit öffentlich meinen herzlichen Dank. Ehefrau des Martin Becker, geb. Burkholder von Worms. Gesindeprämie des Hülssvereins. Die Mitglieder des Hülfsvereins, welche für ihre Dienstboten die Gesindeprämie beanpruchen können, wollen die erforderlichen Zeugnisse über Treue, Fleiß und unbescholtenen Lebenswandel während fünffähriger Dienstzeit bis zu Ende dieses Monats dem Unker⸗ zeichneten übergeben. Friedberg am 7. Februar 1867. Baur. Holz ⸗ Ver stei get ung 350 Donnerstag den 15. I. Mts., des Vormittags um 9 Uhr anfangend, soll im Gemeindewald Nieder- Ros dach nachverzeichnetes Gehölz, als: 4. Stecken Buchen⸗Scheitholz, Prügel holz, Eichen⸗ g 77 Buchen ⸗Stockholz, 145 Buchen ⸗Wellen, 281 Eichen⸗„ 87 Kiefern-„ meisibietend versteigert werden. Die Zusammenkunft ist am Hühnerpfad. Nieder- Rosbach den 9. Februar 1867. Großherzogliche. Nieder⸗Rosbach o st. Jagdverpach tuen g. 350 Freitag den 15. Februar d. J., Nachmittags 1 Ubr, soll in biesigem Rathhause die Jagd in der Gemarkung Ober⸗Florstadt auf weitere sechs Jahre ver⸗ pachtet werden. Ober⸗Florstadt am 9. Februar 1867. Großherzogliche Bürgermeisterei Ober⸗Florstadt Schmidt. Aircenbuchgauszug. e, t agu ft e: 3. Februar. Ein unehl. Sohn Valentin, geb. den 19. Januar. 3. Februar.(Zu Naubeim.) Dem hiesigen Bürger und Kaufmann, dermalen zu Nauheim wohnhaft, Richard duber ein Sohn Emil Johannes, geb. den 8. Januar. Beerdig te: 4. Februar. Karl Ludwig Wilbelm Hermann Netz, ehel, lediger Sohn des verstorbenen hies. Bürgers und Gaftwirihs Pytlipp Wilbelm Netz, 34 Jahre, 6 Monate, 19 Tage alt, 1 den 2. Februar. Preise verschiedener Gegenstände. Friedberg am 9. Februar. Butter pr. N 25 kr. Eier 1 Steck r Brennholz, Buchen-Scheitholz I., pr. Stecken 7 f. 20 kr. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. endlich auf dem Rechtswege gegen Beschuldigungen, Georg Philippi. Kreisarzt. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. frühzeitig zukommen 1 Mittwoch, 2 5, e 5 5 Freitag, 7„„ 7 7 7 5 nur des„Anzeiger“ eine rechtzeitige Aufgabe des Blattes zur Post regel- assen zu wollen, daß bis längstens die für die Nummer vom Dienstag, Donnerstag, Samstag in einer folgenden Nummer Aufnahme finden. Die Expedition. (Hierzu Unterhaltungsblatt Nr. 8.) 1867 755 dt bel de! gegenüber J. würden, eine hat, in den Der hiesige einer Comm // bebörden, dle ssd, zu kllle geeigneten V Wahl fel auf Putgosd. — um Ludwig von berschiedene — Uebe man, daß d der ehemalig und Landau werden auf staales nach erhalten wer Babern besel muthlich gemi — Der Oden zu ver Görz eiserne Conthurkreuz Herten Dr. de Uu Blagu in Mainz Ordens; J Frau Ober Bonab. Du Abele pol der Krone; Gehen, das! e heil von 18 Dau Frieden Diedbalte ein