— listen. 0 1 r int d. 81 1— ig. bei Sch, ert vt. . 1867. Samstag den 12. Januar. M6. 8 nzeiger für Oberhessen. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samflag. — 1 Bestellungen auf den„Anzeiger für Oberhessen“ für das erste Halbjahr werden fortwährend bei den auswärtigen Postämtern angenommen, für Friedberg bei der Expedition. Amtlicher Theil. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. betreffend: Maßregeln zur Verhinderung der Verbreitung der Rinderpest. Nachdem Großh. Ministerium des Innern in Kenntniß gesetzt porden ist, daß die Rinderpest aus Holland in die Provin: Rhein— zreußen, Gefahr für das Großherzogthum drohend, vorgedrungen sei dat Gr Ober⸗Medicinal⸗Direction in Ermächtigung und Auftrag der re hohen Behörde, die von ihr beantragten vorläufigen Vor— rhrungsmaßregeln zur Verhinderung der Verbreitung, beziehungsweise ur etwaigen Tilgung dieser fürchterlichen Seuche, sofort zur Aus— Die Großherzogliche Ober-Medieinal-Direction an die In dem Nachbarlande Preußen(Provinz Rheinpreußen) ist die Tinderpest, Gefahr für das Großherzogthum Hessen drohend, ausge— kochen, und da diese fürchterliche Seuche nicht immer von ihrer nächsten Be— Ferzeng weiter vordringt, sondern häufig zwischen liegende Gegenden verspringt und plötzlich an entfernteren Orten ausbricht, was durch Schleichhandel mit Rindvieh, Schaafen, Ziegen und sonstige Ver— leppung des Contagiums(Ansteckungsstoffs) aus verseuchten Ge— genden, leicht möglich ist; so sind nun vorläufig die nöthigen Vor— schtsmaßregeln von den Viehbesitzern schon in ihrem eigenen und in bhrer Mubürger Interesse sireng zu befolgen, wohin namentlich gehort: l 1) daß die Viehbesitzer die größte Aufmerksamfeit auf ihren Piehstand richten, insbesondere bei Erkrankungs fällen ihres Rindviehes, rer Schaafe und Ziegen(nach Poltzeistrafgesetz Art. 367. und 368.), sefort die Enzeige bei der Ortspolizeibehörde machen, damit schleunigst Friedberg den 10. Januar 1867. führung zu bringen, uns ersucht, das Nachfolgende den Viehbesitzern bekannt machen zu lassen.— Sie werden daher angewiesen, dem in der Ihnen geeignet scheinenden Weise, wohl am zweckmäßigsten bei wersaumelten Gemeinden in den Gemeindehäusern, nach besonderer Aufforderung zum Erscheinen, auf das Pünktlichste zu entsprechen. Trapp. Viehbesitzer. ein Veterinärarzt zur Untersuchung und Constatirung der Krankheit herbeigerufen wird; 2) taben die Viehbesitzer mit aller Vorsicht dei dem Ankaufe von ausländischem Rindvieh, Schaafen und Ziegen zu verfahren und es darf insbesondere nur solches Vieh gekauft werden, welches mit amtlichen Gesundheitsscheinen versehen ist, resp. den Ursprung nach⸗ weist, daß es aus Orten und Gegenden kommt, wo keine ansteckende Viehseuche grassirt.“— a In dem unglücklichen Falle, daß die Rinderpest durch Weiter⸗ verbreitung in das Großherzogthum eindringen sollte, sind die erfor⸗ derlichen strengeren Maßregeln zur Verhinderung der Weiterver⸗ breitung und Tilgung derselben zu erwarten. f Darmstadt den 28. December 1866. Goldmann. Klöß. Hessen Darmstadt. de Regierungsblatt Nr. 60 enthält: I. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums Großherzoglichen Hauses und des Aeußern vom J. Dez., welche unter Bezugnahme auf den Art, 12 des E mit Preußen vom 3. Sept. v. J. zur fentlichen Kenntriß bringt, daß in den deutschen Rhein⸗ Eerstaaten die völlige Einstellung der Erhebung der Rhein⸗ Kifffahrts⸗Abgaben vom 1. Januar 1867 an eintritt II. Bekanntmachung desselben Ministeriums vom . Dez., daß nunmehr auch die koͤnigl. sächsische Regierung am 22. August 1864 in Genf abgeschlossenen Ueberein— kuift wegen Verbesserung des Looses der im Felddienst wwundeten Militärpersonen beigetreten ist. III. Bekanntmachung Großberzoglicher Oberpostinspek— hun vom 26. Dez., daß zwischen Höchst und Neusladt ehe zweite tägliche Personenpost hergestellt worden ist. zu versetzen; Ministertum der Finanzen Geheimerath v. Biegeleben zum Bommersheim zu Eichelsdorf in die Oberförsterei Kober⸗ stadt,— 22. den Oberförster Reuß zu Beerfelden in die Oberförsterei Lorsch zu versetzen;— den Obersörster Heß zu Hatzfeld zum Oberförster in Beerfelden zu ernennen;— den Steuercommissär-Lehr zu Gladenbach nach Michelstadt — am 24. Dez. den Ministerialrath im lendes herrlichen und ersten Mitgliede der Direktion der Staatsschulden-Tilgungskasse zu ernennen. V. Versetzungen in den Ruhestand: am 22. Dez. den Oberforst⸗ und Domänen-⸗Präsidenten in Pension Schen in Darmstadt auf sein Nachsuchen als Mitglied des Oberst⸗ bofmarschallamtes und als Administrator der Hofmeierei — den Steuercommissär Lich zu Michelstadt bis zur Her⸗ stellung seiner Gesundheit. VI. Gestorben: am 20. Dez. Geheimerath Eckhardt Das Großberzog- baben allergnädigst geruht: am 18. Dez. den Oberkörster in Gießen;!— 25. Dez. Hanptzollamta- Afsistent 1. Klasse Mooß in Mainz. Das Großherzogliche Nr. 1 vom Jahre 1867 enthält: I. Verordnung, die Wahlen für den Reichstag des norddeutschen Bundes in den nördlich des Mains ge⸗ legenen Gebietstheilen des Großberzogthums beit. II. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums des Innern vom 3. Januar, die Wahlen für den Reichs⸗ tag des norddeutschen Bundes in den nördlich des Mains gelegenen Gebietstheilen des Großherzogthums detr. (Nähere Mittheilung ist bereits in Nr. 4 des„Anzeiger“ gegeden.) — Eine aus den Mitgliedern der Zeughaus⸗ direktion, sowie dem Hauptmann v. Plönnies und Oberlieutenant Pfaff bestehende Commission beräth Regierungsblatt IV. Dienstnachrichten. Se. K. H. der Großberzog zu Dal mstadt:— 22. Oberzoll⸗Inspektor Steuetrath Dietz gegenwärtig über die Verwandlung der Gewehre leber Lebensversicherungen, insbesondere über Lebens— versicherung der Arbeiter. Die Geschichte der Lebensversicherung läßt sich zurückführen bis in's Aittelalter, da die Leibgedinge, das Witthum oder der Altentheil schen auf die mögliche Lebensdauer berechnet war und aus einer gewissen Rente ltand, welche man den Eltern oder den älteren Leuten überhaupt in Deutschland aussetzte. Es waren dies wohl die ersten Anfänge für den 133 Zweck und hatte noch Niemand daran gedacht, die eigentlichen nsversicherungen einzuführen; kurze Zeit darauf finden wir eine schon aus gebildetere Einrichtung bei den Italienern, von welchen auch die Be— lachnung Polise(Polizza) stammt. Alsbald beschäftigten sich die praktischen gländer mit der Durchführung dieser Idee und war es insbesondere 1 Jahre 1705/8 ein englischer Bischof, welcher dieselbe praktisch in's kiden rief Indessen war die Berechnung eine sehr mangelhafte und dem Dahrscheinlichkeitscalcul nicht vollkommen entsprechende. Die eigentliche Rigründung fällt erst in die Mitte und gegen das Ende des vorigen Mrhunderts Da kam man auf den Gedanken, die Wahrscheinlichkeit l Mortalität zu berechnen. Der erste Versuch von Halley in Breslau Werte freilich kein ganz richtiges Resultat, da es sich auf den Unterschied ischen der Anzahl der Gebornen und Gestorbenen stützte. Man hatte ncht in Rechnung gezogen, daß die Sterblichkeit in manchen Altersklassen ine viel größere ist, als in anderen, und daß die an einem Orte sich tushaltenden personen nicht stetes da verbleiben, der Zu- und Abgang aber gar nicht oder doch äußerst schwer zu controliren ist. Die naͤchste große Gesellschaft, welche bessere Berechnungen anstellte, ist die Equitable⸗ Gesellschaft in London. Idre Tabellen stützten sich auf von 1762— 1829 bei ihr vorgekommene 5164 Todesfälle. Ein Franzose Departieux 1746 stellte gleichfalls eine solche Tabelle auf. Die besten Berechnungen aber stellten die 17 englischen Gesellschaften an, deren Zusammenstellung von 1786-1840 nachstebend verzeichnete, auf dem Deeimalverhältniß beruhende Anhaltspunkte geben. Als Normalzahl wird 1000 angenommen; 1000 in demselben Jahre Geborene leben zusammen 28,488 Jahre, d. h. eine Person hat 28,5 Jahre mittlere Lebensdauer, von 1000 in demselben Jahre Geborenen erleben das 2. Jahr nur 750 Personen, zusammen 27613 Jahre, d. h. eine Person hat 36,8 Jahre mittlere Lebensdauer. Von 1000 in demselben Jahre Geborenen erlebten das 3. Jahr nur 661 Personen, d. h. eine Person hat 40,7 Jahre Lebensdauer. Im 10. Jahre hat eine Person 41,9 Jahre mittlere Lebensdauer: Im 20. Jahre hat 1 Person 35,0 Jahre mittlere Lebensdauer 7 30. 77 17„ 7 28, 77 77* 7 40. 7 1 7 22,6 7 7 7 1 45. 76 1 70* 19,7 70* 1 7 50. 77„ 71 16,9 70 7. 7 57 9„„. 7 14,5 77 7 1 7 60. 79„ 7 12,1 7 7 1 7 65. U„„ 77 9.9 1 77 7 77 70. 9„„ 7 8, 1** 0 unserer Infanterie in Hinterlader. Hauptmann v. Plönnies ist eine Autorität auf dem Gebiet der Waffenkunde und ihm verdankt man bedeutende Verbesserungen an dem Gewehr, mit welchem die hessische Infanterie noch jetzt bewaffnet ist. — Die„Mainzeitung“ schreibt aus Darm- stadt: Preußen ist nicht damit zufrieden, daß ihm ein bestimmtes Contingent zur Verfügung gehalten wird, es verlangt die Bildung besonderer ober- hessischen Regimenter, die fortwährend und allein seinen Befehlen unterstehen, deren Verpflegung und Bezahlung es selbst in die Hände nimmt und dafür eine Pauschsumme auf jeden Mann fordert. Die eigentlich bessische Division reducirt sich so thatsächlich auf die Contingente von Starken- burg und Rheinhessen, was ungefähr dem früheren nassauischen Corps entspricht. Vor Allem wird es für die Offiziere wichtig, welchem der beiden Corps sie zugetheilt werden. — Es ist Hoffnung vorhanden, daß die Johanniterkirche zu Niederweisel, ein in Bezug auf Geschichte und Kunst sehr interessantes Gebäude, das unlängst zum Abbruch auf dem Termine stand, vom Staate angekauft werde, als eines der merkwürdigsten, für die Kunstgeschichte sehr bedeutungsvollen Baudenkmale unserer Pro- vinz. Das Großh. Ministerium des Innern hat nämlich an die Stände das Ersuchen gerichtet, dieselben möchten 2500 fl. zur Erwerbung der Johanniterkirche zu Niederweisel aus Staats- mitteln genehmigen. — Wie verlautet, soll unsere zweite Kammer auf den 21. d. M. wieder einberufen werden. Friedberg. Das soeben ausgegebene Re— gierungsblatt Nr. 2, dessen ausführlichen Inhalt wir nachtragen werden, enthält u. A. eine Bekannt⸗ machung Gr. Ministeriums der Justiz vom 4. Jan., wonach das vormals nassauische Amt Reichels⸗ heim— die Orte Reichelsheim und Dornassenheim umfassend— dem Landgerichtsbezirke Fried⸗ berg angehören sollen. Hinsichtlich des Justiz- amtes Nauheim wird verfügt: Das Justiz- amt Nauheim, welches wegen eingetretener Vacanz interimistisch von dem Gr. Landgerichte Friedberg vertreten wird, tritt am 20. l. M. als„Großb. Landgericht Naubeim“ wieder in Function, und dieser neue Landgerichtsbezirk, mit welchem die jetzt dem Gr. Landgerichtsbezirk Friedberg ange— hörigen Orte Ober-Mörlen, Nieder-Mörlen und Wiffelsheim von eben jenem Tage an verbunden sein sollen, wird in den Sprengel des Großh. Bezirksstrafgerichts Gießen aufgenonmen— Es besteht hiernach der neue Landgerichts Bezirk Nauheim aus den Orten: Nauheim, Ober⸗ mörlen, Niedermörlen, Wisselsheim, Rödgen, Schwalheim und Dorheim.— Die übrigen dem Großherzogthum Hessen zugefallenen Landestheile sind schon früher den nächstgelegenen Landgerichten zugetheilt und diese Bestimmungen in Ausführung gebracht worden. — Wir machen auch an dieser Stelle auf einen im Amtlichen Theile der heutigen Nummer befindlichen Erlaß großh. Kreisamtes aufmerfsam, welcher Maßregeln gegen die Weiterverbreitung der Rinderpest, welche von Holland aus in die Provinz Rheinpreußen eingeschleppt wurde, verordnet. W. Aus dem Landbezirke Friedberg. Der Abgeordnete unseres Bezirkes, Steuercommissär Hunsinger in Hungen, hat mehrere Anträge bei der Kammer eingebracht, deren Veröffent- lichung den Wählern desselben von Interesse sein dürfte, weßhalb ich mir erlaube, um deren Ab⸗ druck in Ihrem Blatte zu bitten. Die Anträge sind folgende: 1) hobe zweite Kammer wolle die Erfassung eines Gesetzes über Freizügigkeit und Gewerbfreiheit beantragen, in weichem die noch vorhandenen Beschränkungen auf das kleinste nothwendige Maß reducict würden, und in welchem namentlich die Freigebung des Hausirhandels aus— gesprochen wäre; 2) hehe zweite Kammer der Stände wolle die Er lassung eines Gesetzes beantragen, nach welchem bei slatt⸗ findender Zusammenlegung der Grunostücke, neuer Feld— eintheilung und Anlegung von Gewannwegen 1) die Kosten der Flurvermessung, Gewannvermessung, Bonilirung, Aufstellung der Güterverzeichnisse und Gülergeschosse, Auf— stellung der Reinertrags-(Stegerkapitals—) Berechnung der Grundstücke und der Prüfung sämmtlicher Arbeiten des Geometers auf den Katasterfond zu übernehmen, und 2) die übrigen Kosten den darum nachsuchenden Ge— meinden vom Staate gegen möglichst geringe Verzinsung und mit Gestattung der Tilgung innerhalb 20 Jahren darzuleihen wären; 3) hohe zweite Kammer der Stände wolle die Er⸗ lassung eines Gesetzes beantragen, nach welchem zukünftig die Unterhaltung der ausgebauzen Vicinalwege(mit Aus nahme der innerhalb der Ortschaften liegenden und als Ortsstraßen benutzten Theile derselben) auf die betreffende Provinz zu übernehmen wäre. ... Aus Oberhessen. Aus mehreren Städten unserer Provinz ist eine Vorstellung an die zweite Kammer ergangen, in welcher eine Anzahl Wirthe und Weinhandel treibende Firmen um Aenderung der für den Weinverkauf im Groß- herzogtbum bestehenden Bestimmungen bezüglich der Tranksteuer und Zapfgebühren bitten. Die Eingabe betont, daß für die Provinz Oberhessen die Verhältnisse um so ungünstiger seien, als die— selbe nach den neuesten Territorialgestaltungen vollkommen von königlich preußischen Gebieten eingeschlossen sei. In Preußen aber bestehe eine so hohe und lästige Weinsteuer nicht, und es könnten daher die in dieser Provinz wohnenden Weinverkäufer mit den henachbarten preußischen Wirthen nicht concurriren, da diese den Wein um so viel billiger ablassen könnten, als die Differenz in der Steuer betrage. Unter diesen Unständen sei es daber sicherlich im Interesse der Verkäufer wie der Consumenten zu wünschen, daß durch eine andere Art und vor allen Dingen durch ent— sprechende Ermäßigung der Besteuerung auf den Wein ein Verhältniß hergestellt werde, in welchem die inländischen Weinverkäufer mit den Ausländern auf gleichem Fuße concurriren könnten und gleich- zeitig der lästigen Steuercontrole entbunden seien. Vilbel. Bei der auf dem Heiligenstock, einem zwischen hier und Frankfurt gelegenen Wirthshause, stattgehabten Control-Versammlung der kurhessischen Reservisten kam es zu ernsten Ruhestörungen. Infanterie und Dragoner trafen von Frankfurt auf dem Platz ein um Ruhe zu stiften. Mehrfache Verhaftungen fanden statt. Verwundete soll es mehrere gegeben haben. Rumpenheim. Die letzten Nachrichten über das Befinden der Herzogin von Nassau lauten günstiger. Die Krankheit soll eine Wendung genommen haben, welche eine Wiederherstellung der Patientin erwarten läßt. Mainz. Von dem Bischof Freiherrn v. Ketteler ist eine etwa achtzehn Bogen starke Bro— schüre unter der Presse, die den Titel führt:„Unsere Lage in Deutschland nach dem Kriege von 1866.“ Rheinhessen. Hofgerichts-Advokat Ur. Dernburg von Darmstadt warde bei der kürz⸗ lich stattgehabten Nachwahl zum Abgeordneten für den Bezirk Osthofen gewählt. In Wörrstadt siel die Wahl auf Rudolph Bamberger von Mainz. Preußen. Berlin. In den neuen Landes- theilen soll die Beeidigung der Beamten demnächst erfolgen, woraus man schließen will, daß die Regierung überzeugt sei, überall einer hinreichend beruhigten Stimmung zu begegnen. — Das Abgeordnetenhaus setzte in seiner Sitzung vom 9. die Berathung des Maklergesetzes fort. Der Abgeordnete Gneist bekämpfte die Regierungsvorlage und das Amendement des Ab⸗ geordneten Twesten, als die Autorität des Handels- gesetzbuches gefährdend. Nach längerer Debatte wurde vie Regierungsvorlage und das Amendement Twestens verworfen. — Die Fortschrittspartei wird in einer der nächsten Sitzungen einen Gesetzentwurf einbringen wegen Gewährung der Reisekosten und Diäten für die Mitglieder des nord deutschen Parlaments. Der Abgeordnete v. Bethmann-Hollweg hat Namens der vereinigten Altliberalen und der sog. freien conservativen Fraction den Antrag gestellt, die Staatsregierung zur Vorlage eines Gesetzentwurses für die nächste Session aufzufordern, durch den die Beschränkung des Zinsfußes für hypothekarische Schulden beseitigt wird. Die„Nordd. Allg. Ztg.“ schreibt: „Thüring'sche Correspondenzen haben die Nach⸗ richt verbreitet, daß Herzog Ernst von Coburg entschlossen sei, seine Souveränetätsrechte an Preußen abzutreten. Von einem solchen Ent schlusse ist hier nichts bekannt.“ Frankfurt. Die ständige Bürger ⸗Repräsen⸗ tation beschloß kürzlich in einer Sitzung ein⸗ stimmig, die ihr von der preußischen Regierung übertragenen Funktionen anzunehmen. — Der verantwortliche Redacteur des„Frank— furter Journals“ ist am 10. Januar wegen Beleidigung des Herrn Ministerpräsidenten Grafen v. Bismarck durch die Mittheilung einer Stelle aus der Rede des österr. Abgeordneten Dr. Curanda vor dem Zuchtpolizeigericht erschienen. Die Verhandlung endigte mit Freisprechung. J 1 tine f gerte 5 gwiese* 1 chli en Enlassung. en dit von semselbel kelen Di a lle von Ane einer Opferwil! stönig und 0 ichteit auszuds⸗ lichlei 2 1 enstleistur ilitamlabtu runden, in welche Aufnahme faden e dfflieten, für de kignen. Dit De keen über N Wade Mile Universitäteprost Baben. gesch wächter Gt Fand geiretenen nach seiner Wies minister der Ju Oesterrei ein falserliches Lander dirssale presse⸗Anne den bertis ad, Mechsselgen ert Großbrit Hilffsbedürstigen! Erplostonen der; derschiedenen C 200,000 Thilr — Der E fattgehabten 50 000 Pfd. Altheilungen fi Eine ungeheure dur Bisechügung Türkei dun 26. Dez. Eunschunen der Nach dieser Berechnung des Sterblichkeiisverhältnisses wird dann die Prämie angesetzt, welche den Garantiefond bildet Als Grundsatz wird hiebei aufgestellt, daß jede Person nach der Wahrscheinlichkeit ihrer Lebensdauer resp. ihres Todes einen gewissen Beitrag zu leisten bat. Die oben angeführten Decimalbrüche werden zu diesem Zwecke in Geld, angeschlagen und so bild en sich die Prämientabellen. Hiernach richtet sich auch der Reservefond, aus welchem die Todesfälle gezahlt werden müssen. In England existiren nahe an 200 Gesellschaften, in Amerika fast ebenso viele, in Frankreich circa 50— 60, in Deatschland mit Einschluß Oesterreichs etwa 60. Die geringe Zahl in Deutschland und Frankreich ist nur der Interesselosigkeit zuzuschreiben und doch ist die Lebens versicherung das einfachste, und das vottheilhafteste Geschäft, das man sich denken kann. Sie ist nichts anderes als ein Vertrag des Einzelnen mit einer Gesellschaft, welche gegen einen jährlichen Betrag von Seite des Ver- sicherten nach dessen Ableben an die Erben oder irgend eine von dem Versicherten bezeichnete Person eine gewisse Summe zahlt. Man hört öfter den Einwurf,„ja wenn ich aber sehr alt werde, dann wäre es besser für mich gewesen, ich hätte die Summe als Spargeld angelegt.“ Gegen diesen Einwand müssen wieder die praktischen Eng⸗ länder und Amerikaner angeführt werden, von diesen wird man eine solche Aeußerung nicht hören. Bei diesen ist nicht einmal nöthig, daß die Agenten sich besendere Mühe geben, man ist so einsichtsvoll, daß man aus eigenem Antriebe sich meldet und nicht auf eine besondere Einladung oder Aufforderung wartet. Eine genaue Berechnung wird übrigens auch zeigen, daß der Gewinn aus der jährlichen Versicherungsprämie ein größerer ist, f als jener aus den Spargeldern und vielleicht kann es vorkommen, daß ein oder das andere Ereigniß im Leben des Individuums wie im großen Ganzen die Zurückhalturg von Spargeldern außerordentlich erschwert, ja fast unmöglich macht, während die zahlende Prämie sicher aufzubringen gesucht wird, um nicht fur den Fall des Ablebens Verluste erleiden zu müssen. Gegen einen zweiten Einwurf:„man sei zu jung, um sich schon zu versichern“, ist einzig die Thatsache anzuführen, daß die Prämie desto niedriger, je jünger der Versicherte ist, Ein dritter Einwurf lautet:„ich bin so gesund, ich werde so bald nicht sterben.“ Das kann nur der Leichtsinn äußern und die Sorg⸗ losigkeit, auch ist dagegen noch anzuführen, daß selbstverständlich nur in gesunden Tagen die Aufnahme in die Versicherungsgesellschaft möglich ist und bei eingetretener Krankheit die Aufnahme abgelehnt wird. Von Arbeitern und minder bemittelten Personen im Allgemeinen wird auch oft die Behauptung vernommen, die Prämien seien etwas zu hoch; dem ist nicht so, denn sie sind in der That nicht höher, ale sie unbedingt sein müssen; sie können nach strenger mathematischer Berechnung nicht niedriger gesetzt werden. Wenn der Einzelne ein Sparsystem befolgen und die in die Assecuranz gezahlten Prämien bei sich anhäufen würde, er könnte uit die Summe erreichen, für die er sich mit den Prämien versichern kann, und die er oder seine Erben schließlich erhalten. Dabei ist sehr zu be · zweifelu, ob man für sich die fortdauernde gleichmäßige Sparsamkeit ein- hält, wie es der Fall ist, wenn man in eine Assecuranz zu zahlen sich dada de che Einlage 0 fl., bei 50 Wit ka Erleichierung der Pramir 0 genossen Hilse bewahre Orossenschaff wesche sonfß de umende pr; — Sachsen hat bei der Bundes liguida- nons-Commission eine nachträgliche Forde- sung von 52,739 Thlr. für die Execution in bolstein und Lauenburg wegen eines nöthigen Rebraufwands für unvorhergesehene theure Four— tagspreise eingereicht, wurde aber damit ab— zewiesen.— Von dem württembergischen Bevoll— nächtigten ist die Rückerstattung eines für die letzte Execution in Holstein vorschußweise geleisteten Matricular-Beitrages in runder Summe von 508,880 fl. gestellt worden. — Man soll sich dabier mit dem Gedanken tragen, den früheren preußischen Minister v Bethmann- polweg, einen geborenen Frankfurter, als Candidaten für das Parlament aufzustellen. — Der Kronprinz Friedrich von Preußen sassirte am 10. d. Morgens unsere Stadt. Auf zem Bahnhöfe wurde er von dem Civilgouverneur Frhrn. v. Patow und der Generaliiät empfangen. Bayern. Der König hat bei Bewilligung der Entlassung des Ministers v. d. Pfordten demselben die vollste Anerkennung seiner ausgezeich— zeten Dienstleistung, der von ihm bewährten reichen Fülle von Kenatnissen und Erfahrungen, sowie iner Opferwilligkeit und der Sr. Majestät dem Fönig und dem königl. Hause bewiesenen Anhäng- lichkeit auszudrücken geruht. — Man geht damit um für Bayern eine Militärakademie als höchste Bildungsanstalt zu tründen, in welcher vorzugsweise solche Offiziere Aufnahme finden sollen, welche sich zu Generalstabs⸗ ifsizieren, für hohere Adjutantenstellen u. s. w. signen. Die Vorträge in derselben sollen sich er srecken über Metaphysik, Militärgerichtsbarkeit, jöhere Militärwissenschaften u. s. w. und werden von Aniversitätsprofessoren, bzw. von Offizieren gehalten Baden. Der Großherzog hat den wegen zeschwächter Gesundheit zeitweise in den Ruhe- verlor tand getretenen Staatsminister Dr. Stabel ach seiner Wiederherstellung wieder zum Stagts— ninister der Justiz ernannt. Nork, 7. liche Vorgehen Griechenlands sordert, widrigenfalls die sürkische Regierung sich zu den ernstlichsten Maß- verfolgten nämlich mit furchtbarem Lärmen und Schreien einige in der Maschinenfabrik beschäftigte Arbeiter, Preußen von Geburt, bis zu deren Wohnung, aus welchem Grunbe rege der Vertheidigung gezwungen sehen werde 1 1 6 9.86 5 Idas ist noch nicht bekaunt. Vor dem Hause nun sammelt * 5* 7** 1. ö** . Nufland.. Der russische„Invalide“ sagt: sich die Verfolger und verlangten unter den schwersten Die neuesten Ukase in Betreff der im Königreich Drohungen die Herausgabe der Preußen, welche sterben Polen vorzunehmenden Reformen(die Unter- müßten z. ꝛc. Die Hausthüre sowle die Fenster wurden ordnung der Postverwaltung in Polen unter das* Prügeln und Steinen eingeschlagen und zertrümmert. nech Has ce 3. raume Zeit dauerte der Lärm, bis die Polizei und ein russische N ostministerium, die Eintheilung Polens Piquet ver Schloßwache die Tumultuanten in Verwahrung in 10 Gouvernements, die Einführung des ruffi-napmen... schen Reglements für die polnische Finanzver— waltung ꝛc. 1c.) hätten den Zweck, Polen und Rußland einander zu nähern und gleichzustellen; — Prof Ende Februar geschich te einen starken Dr. Carl Vogt aue Genf wird dahier mit sechs Vorlesungen über„die Ur⸗ der Menschen? beginnen und erwartet man Besuch derselben. die Einheit der Verwaltung werde es möglich! Woems. In diesen Tagen ist ber seither dem kgl. 1. E A have Mer 11 f 1 machen, alle in Rußland eingeführten Verbesse⸗ bayer. Aerar gehörige, in der Gemarkung von Bobenheim zelegene Walddistrilt Nonnenbusch, ca. 750 Mergen, für rungen nun auch in Polen einzuführen. 3 f 9 1 les 9 f d füh 1„„„die Summ 250.000 fl. in den Besitz der Frau — Aus St. Petersburg wird der„Spen. Ilg. Cornelius Heyl Wiw. dahier, Eigenthümerm der bei folgendes Project zur Lösung der orientalischen Ludwigshafen gelegenen Hofgüter Mundendeim und Friesen⸗ Frage mitgetheilt: Ablösung Aegyptens vnn eim, übergegangen und 3 deren Grunbbesitz in der 100 Ne diert 3 f bo fal f beinah 2000 Morgen ge erblicher Herrschaft des Vicekönigs; Befreiung 9. chen Pfalz auf beinah 2000 Morgen gesliegen. N N g 124 97* Ei bah 4 6 0 der Inseln, die sich entweder selbstständig consti- Leipzig. Das Eisendahnunglück bei Zwickau er⸗ 4 1 8. 80 1 folgte nach den neuesten Nachrich en durch unrichtige Weichen⸗ tuiren oder Griechenland anschließen können; Ver- stellung für den von Zwickau abgelassenen Zug. Die beiden einigung von Thessalien und Epirus mit Griechen- Züge stießen mit veller Fahrgeschwindigkeit auf einander land; Unabhängigkeit Montenegros und der Der Zusammenstoß bewirkte eine grauenhaste Ineinander⸗ rumänischen Fürstenthümer; Errichtung eines Her-[hebung ters beiden Züge dergestalt, daß keiner der Wagen 9 N g 8 n dort 12 Ellen hohen Damm herabstürzte. Der in dem zogthums Bosnien mit der Herzegowina unter Zug von Hof befindliche Postwagen ward über die beiden einem österreichischen Erzherzog; Unabhängigkeit] Lecomotiven der Züge hinweg auf den Zwickauer Tender Serbiens; Herstellung eines bulgarischen Staates 0 cleuderl! Mau zählt bie jetzt g Todte. In das Kreis⸗ 8 5 2 ustif zwickg burden t 5 bun unter einem russischen Großfürsten; Beschränkung ankenstist zu Zwicken würden allein 26 vetwundete und 5 3 ae 5** sversengte Beamte und Passagiere gebracht, außerdem be⸗ des türkischen Reiches in Europa auf Rumelien finden sich noch mehrere Beschädigte in Privatpflege. Von und Albanien. jenen 26 starben zwei Locomotivenlehrlinge und ein Post⸗ Amerika. Durch das transatlantische Kabel[begleiter nech in der Nacht vom 29. v. M. im Spflale. 5 ter de Todigebliedene vlen f zwei D 1 ist folgende Nachricht nach Europa gelangt: New— Unter den Ledig uszbenen ellen sich zei Damen un .„ 1 1 beschloß finden, von deren entsetzlicher Zerquetschung und Ver⸗ Jan. Das Repräsentantenhaus beschloß brühung die Berichte sprechen. Viese beiden Unglücklichen mit 108 gegen 38 Stimmen eine Untersuchung wurden aus ihrem Coups zweiter Classe auf den Tender gegen das Verhalten des Präsidenten Johnson 3 deten und dort 2 siedendes Wasser jämmerlich 2. 2— 8 8 5 Der 79 Zug be fi 5 5 Mod der erste Schritt zur Versetzung in den Ankagestand. verbrannt. Der erwähnte im Zuge befindliche Postwagen i 2 a 5 wurde wie Glas zerbrochen, ein Possconducteur sofort ge⸗ — Nach den Listen des Kriegsministeriums lödtet, ein Packgehilfe und der fahrende Postsecretär ver⸗ das militärische Departement der nord- wundet(verbrüht). D r Oberschaffner des einen Zuges amerikanischen Armer während des Krieges 26 Aerzte ward beim Zusammenstoß durch das Fenster seines Wa zen⸗ g 1 l a 1 f Babnkzey eic in der Feuerlinie, 10 starben an erhaltenen Wunden derbauch it auf den Bahnkörper hinaus geschleudert, a g ohne lebensgefährlich beschädigt zu werden. und 12 kamen durch verschiedene Unglücksfälle** 1 r juelle in Württemberg. Der„Schwäb. von e Erd Oesterreich. Die„Amtszestung“ enthält um, während die ungeheurt Anzahl von 271 in Merkur“ enthält Berichte über die Auffindung ener Erd⸗ tin kaiserliches Handschreiben, welches für die der Ausübung ihres Berufes Krankheiten ver- Stguelle in dem württemd. Dorse Döttingen, in känder diesseits der Leitha eine vollständige]schiedener Art erlagen. P. es heißt: Die 8 Untersuchung unserer Erd⸗ 1 1— 8—— 10 114 1 1 80* presse-Amnestie und die Nachsicht aller aus Mexiko. Die„France“ theilt ein Schreiben N 1 188 K des K. e 2— 2** y a 1 2 Ituclicher deise(chte dände kommen. Bei et sen bereits abgebüßten Strafen erwachsenden des Kaisers Maximilian an den Ministerpräsidenten heutigen Nachgrabung gelang es, oberhalb der Ausfluß Rechtsfolgen erläßt. Larez mit, in welchem die Gründe, die für seinen Entschluß, an das Volk zu appelliren, bestimmend gewesen, ausführlich niedergelegt sind. Maximilian dankt nicht ab, aber er gibt mit diesem Schreiben die Souveränität in die Hände des mexikanischen Volkes zurück und beruft eine constituirende Ver- sammlung auf breitester Basis. soll entscheiden, ob das Kaiserthum sortbestehen oder die Republik hergestellt, sowie ferner, ob im Falle der Beibehaltung des Kaiserthums Max als Kaiser bestätigt oder ersetzt werden soll und ob, falls die Republik beliebt wird, Max den Praͤsi⸗ dentenstuhl einnehmen soll. Großbritannien. Zur Unterstützung der hülfsbedürstigen Hinterbliebenen der bei den neulichen Explostionen verunglückten Bergleute sind von den zerschiedenen Cowite's schon 29,20 L.(also fast 200,000 Thlr.) gesammelt worden. — Der Schaden bei dem im Krpystallpalaste tattgehabten Brande beläuft sich auf 200 bis 300,000 Pfd. Sterling. Die nicht beschädigten Abtheilungen sind dem Besuche wieder geöffnet. Eine ungeheure Masse Neugieriger strömen täglich jur Besichtigung der Brandstätte herbei. stelle die Hauptmacht des Wassers zurückzudämmen, worauf das Oel, das einen andern, selbsiständigen Lauf verfolgt, ungefähr fingersdick fortrann, mit nur wenig Wasser ver⸗ mischt. Da jedoch für die dahinterliegenden Keller durch die Aufstauung des Wassers nachtheilige Folgen besorgt werden mußten, so ließ man dem letzteren bald wieder seinen natürlichen Willen. »Die stehenden Heere in Deutlschland kosten so viel Geld, daß viele aus dem Kriege heimkehrende Krieger auf die Priwatwohlthätigkeit angewiesen find. In baprischen Städten wurden Soldaten angetroffen, welche in den Häusern milde Gaben ansprachen; aus den Spitälern ꝛc. entlassene Soldaten genossen die einzige Vergünstigung, daß sie auf der Eisendahn um halbes Geld fuhren: wer kein Geld zum Fahren hatte, kehrte auf dem Schusters⸗ rappen heim. In Berlin finden Haus für Haus Samm⸗ Dieser Congreß Türkei. Die Pforte hat ein Rundschreiben zom 26. Dez. erlassen, worin sie das energischste Darmstadt. Einschreiten der Schutzmächte gegen das bedroh- bedauerlicher Tumult statt. Am Sonntag Abend fand dahier ein Ein Haufen roher Menschen lungen für Reservisten und Landwehrmänner statt, die arbeitslos und in größter Noth sind. Und hierbei sollten Einem nicht immer wieder die Dotationen einfallen! verpflichtet hat. Bei einer Durchschniitsprämie von 2% beträgt die jähr- iche Einlage für die Versicherungssumme von 500 fl. 10 fl., von 1000 fl. 0 fl., bei 5000 fl. 100 fl. u. s. w. Wie kann man nun den Arbeitern zu Hilfe kommen, wie ihnen eine Erleichterung des Beitritts verschaffen? Es ist eine indirecte Erniedrigung der Prämie möglich, wenn Arbeiter sich zu diesem Zwecke vereinigen. Das genossenschaftliche Prinzip muß sich auch hier wieder als einzig wahre Hilfe bewähren. Die Begünstigung besteht darin, daß der Porstand der Genossenschaft sich verpflichtet, einen Theil der Arbeit zu übernehmen, welche sonst der Agent zu besorgen hat, und dann die dem Agenten zu— lommende Provision dem Verein zu Gute kommen läßt. Die Nothwendigkeit und Nützlichkeit der Versicherung für Arbeiter iegt klar zu Tage; sie gründet sich auf die Abwendung der traurigen zage, in welche beim Ableben eines Arbeiters dessen Familie fallen muß, auf das erhöhte Selbstgefühl, die gesteigerte materielle und moralische Thatkraft, die aus dem Gefühle der gesicherten Zukunft der Ueberlebenden trwächst. Es steht zu erwarten, daß in Deutschland die Ueberzeugung von dem Nutzen der Lebeneversicherungen auch bei den Acbeitern immer nehr Boden gewinnt. Es ist aber auch zu erwarten, daß sich das Interesse für die Lebensversicherungen in Süddeulschland mehr und mehr eben wird, denn seit dem Jahre 1828 sind allein 26 neue Versicherungs— gesellschaften entstanden, und obwohl Ende 1863 in Deutschland nur 194,818 Personen versichert waren mit einem Kapital von 203,306,761 Thaler, was im Verhältniß zur Bewohnerzabl Deutschlands immerbin noch wenig is, so ist doch die Hoffnung gerechtfertigt, daß die Einsicht und ein richtiges Verständniß der Vortheile einen steten Zuwachs er⸗ warten läßt. H — r. Alte Geschichten, so heiter zu lesen. (Fortsetzung von Nr. 103). 1577. Sind fünf Straßenräuber in der Freiheit gerichtet worden. 1578. Hat man angefangen die Stadtmauer zu decken, welches die nächst solgende Jahre vollendet worden. 1584. Hats ein reiches Weinjahr geden, und gut worden, daß die alt Maaß in der Burg 4 J.(soll wohl Schilling heißen) gegolten. Deß zl. in der Usergasse— und ein jeder, der zum ersten geholel, hat man zum Gedächtniß einen rothen Nestall(7) gegeben. Da ein Weib oder. Dienstmagd Wein holen sollen, hat sie einen Mantel eingehängt.(Warum wohl?) 1890. In der Wein so trefflich gut worden, so das Jahr über ganz füß ge⸗ blieben, daher ihn die Leut„Hotzelbrüb“ genannt, und hal die Maaß gegolten 4 Schilling. 1591. Auf Laurentti ist M. Johannes Palthonins, Rekior im Augustiner⸗ Kloster, von obenherab in Kreuzgang übel gefallen, und die Hirnschal zersprengt, daß er lange Zeit zu Beit gelegen, daß er also die Tage seines Lebens verirrt(närrisch) und nicht wieder zu Paß kommen. 1595. Den 7. Mal. Sowelt der Stadt Jurisdiktion(Gerichtsbarkeit) und Terminei, ist heut die Gränz umgangen worden. Bei Herrn Nikolaus Dopfen und Best(2) Söllner, Burgermeister, etliche Rott Burger mit Gewehr, und ist Geld aus⸗ geworfen worden(müssen viel gehabt haben) und den Burgern 14 fl. zum— ver⸗ trinken geben worden. 1597. Den 25. Juli ist eine Commedia de Rege Salomons in der Pfarrkirchen gehalten worden und unterdessen ein großes Wetter und Wind sich erhoben, welches hier Hans Dorplatzen einen Wagen mit Frucht umgeschmissen. ausgeführt von Gebrüde Anfang 7 U T c r Söllner aus Karlsbad. hr Abends 103 Wasserdichte Stoffe 33 zu Bettunterlagen bet Jos. Hoffmann. 2761 Dienßag den 15. Januar 1867 läßt die Unter- zeichnete ein Wohnhaus, 59“ lang und 26“ breit, nebst Scheuer. 46“ lang und 357 breit, unter den in dem Termin bekannt gemacht werdenden Bedingungen auf den Abbruch öffentlich verffeigern. Selters den 27. Dezember 1866. Dr. Chr. Heldmann's Wittwe. Kerztlich empfohlen. Dem Gesunden heilsam— 85 In dem Zusammenfallen dieser beiden Cigenschaf der schlagende Beweis, daß derselbe keine Arznei, Arznei. Der Daubitz'sche Kräuter⸗Liqueur“) geschätzies Genußmittel. aber ist 3 Euer Wohlgeboren bitte ich ergebenst wieder thuenden Kräuter-Liqueurs, gegen Post-Nachnahme, Chemisch untersucht. Denn eine solche ist nur für die Heilung von Kranken um umgehende Zusendung von drei großen Flaschen Ihres Durch zahlreiche Consumenten erprobt. 8 N dem Kranken heilkräftig. len des Daubitz'schen Kräbter-Liqueurs liegt sondern etwas Anderes und Besseres ist, als eine dienlich, den Gesunden nicht. ein von Gesunden und Kranken gleich sehr Das nachsichende Attest bezeugt seine erfreulichen Wirkungen. mir so wohl⸗ wie bei der letzen Sendung. Früher entnahm ich meinen Bedarf immer bei Herrr Kaufmann Rieser hier, derselbe hat hier ein Depöt, boch geht demselben seit längerer Zeit dieser Artikel öfters aus, und wird dadurch der mir so wohlthuende Gebrauch öfters unter— brochen. *) Dieser Liqueur ist allein ächt zu ha in Nauheim bei Jaeob Schimpf. in Asse Hämorrhoidal-, Unterleibs- Hochachtungsvoll zeichnet sich ganz ergebenst Zeitz den 15. Januar 1866. von Wolffersdorf. ben: in Friedberg bei J. A. Windecker, ubeim bei Carl Bauer. und Magenbeschwerden! Mobiliar-Versteigerung. 105 Dienstag den 22. Januar 1867, Vormittags 9 Uhr anfangend, werden auf freiwilligen Antrag der Friedrich Carl Berg Wittwe Kinder in deren Be. dausun folgende Mobiltargegenstände, als: Tische, Stühle, Commode, Bettwerk, eine Strob— bank, eine Partie altes Holz, eine Partie Heu und Grummet, Ketten, altes Eisen, eine große und kleine Waage, 8 Hützner und 1 Hahn öffentlich meiftbꝛetend gegen Baarzabtung versteigert. Frledberg den 10. Januar 1866. In Auftrag: Großberzogliches Ortsgericht Irtedberg Walz. Hofraithe- und Güterversteigerung. 106 Montag den 21. Januar l. J., Vormittags 10 Uhr, werden auf sceiwilligen Antrag der Friedrich Karl Berg Wulwe Erden nachfolgende Immobilien als: Gemarkung Friedberg. Flur. Nr.[◻0Klftr. 1 18. 53 Hofroithe in der Stadt, 0 19. 15,7 Grabgarten in der Stadt, 6. 37. 81 Grabgarten vor dem Mainzerthor. Gemarkung Fauerdach b F. Ruttben. 423 18. 54⅜ Acker vor dem neuen Schlag, 697. 9. 35¾ Grasgärten am Biegel, oͤffentlich meistbietend verstelgert. Friedberg den 11. Januar 1867. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg Wa! z 11 * Zwei Eber, 95 der eine 1½ Jahr alt, der andere ½ Jahr alt, bat zu verkaufen Wilhelm Wetz in Griedel. Frucht-Versteigerung. 104 Dienstag den 15. Januar l. J., Nachmittags 2 Ubr, werden in biesigem Rathbaus von den Frucht⸗ vorrätben des vereinigten Armenfonds 100 Malter Korn und 60 Malier Gerste zwetmalterweise öffentlich meist⸗ bletend versteigert. Friedberg den 10. Januar 1867, Großherzogliche e Friedberg a 3. Immobilien-⸗Versteigerung. 107 Montag den 21. Januar d. J., Vormittags 10 Ubr, werden in biesigem Rathbause auf freiwilligen An⸗ trag der Nicolaus Windeckers Wittwe Etcben, nach⸗ folgende Immobilien als: Gemarkung Friedberg. Flur. Nr. UIKlftr. 2. 653. 13¼6ʒ Hofralthe in der Stadt. Gemarküng Fauerbach b. F. Pag. Nr. Ruthben. 68 4 8 40. Acker auf dem Krömer, 74. 53. 22½ Acker daselbst. öffentlich meistbtetend versteig ert. Friedterg den 11. Januar 1867. In Auftrag: e e Friedberg a Rein Leinen& Hildzeng, 100 sowie fertige Brusteinsätze für demden, emfiehlt billigst S. Hirschhorn, Friedberg. Ludwigestraße 118. 99 Ein in dem Hauswesen gewandtes Mädchen, welches Liebe zu Kindern hat, kann auf Pelritag in einer kleinen Familte eintreten. Wo? sagt die Exped. d. Bl. Mel!: O Tannebaum ꝛc. O Rezensent! O Rezensent! Wie faul ist deine Sprache! g Du schimpfst fetzt auf mein Stück, wie sein! Und gingst umsorst doch stets hinein! O Rezensent! O Rezeasent! Erbärmlich ist die Rache. O Rezensent! O Rezensent! Wie oberfaul die Sprache! Er lobt sich selbst, weil er Husar, Stattst in meinem Stücke war!!! O Rezensent! O Rezensent! Wie faul war detne Rache! 96 A. Mackauer. Dr Pattison's Gichtwatte lindert sofort und bellt schnell Gicht, Rheumatismen 2120 aller Art, ais Gesichts-, Brust-, Hals- und Zahnschmerzen, Kopf-, Hand- und Knteglcht, Magen⸗ und Unterleibsschmerz ꝛc. 2c. In Paketen zu 30 kr. und zu 16 kr. bet J. A. Windecker. Eine Köchin 88 wird gegen guten Lobn gesucht von Philipp Windecker. Ochsenfleisch, 3 das Pfund 17 kr., verkauft G. Hanstein. 3 1 Eine Scheuer 102 von gutem eichen Holz, 48“ lang 35“ breit, bat auf den Abbruch zu verkaufen Friedrich Keil zu Melbach. 2372 Gegen Husten und Heiserkeit, Rauhheit im Halse, Verschleimung A. s. w. gibt es nichts Besseres als die Stollwerck'schen Brust-Bonbons. Man findet selbe in Original-Packeten 3 14 kr. in Friedberg bei J. A. Windecker, in Rau heim bei Ph. Jac. Weiß, in Berstadt bei Chr. Eichel⸗ mann Sohn, in Butzbach bei Wilh. Wießler, in Hungen bei A. Buch. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Pfarramtswoche: Herr Diakonus Meyer. 1. Sonntag nach Epiphan., 13. Janngt. Gottesdienst in der Stadtkirche: Vormittags: Herr Pfarrer Diegel. Nachmittags: Herr Candidat Sehrt. Gottesdienst in der Burgkirche: Vormittags: Herr Diakonus Meyer. Nachmittags: Herr Candidat Wind haus. Sonntag Abend um 6 Uhr im Rathhaussaale Missions⸗ vortrag des Herrn Missionsprediger Strobel. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. Mitgetheilt von. 25 8. Lindhelmer. F ran K u 1. E Co Ars.—— 2 3 re 8. Nee 007 N 1 2 100 br. L. 1858 14 P. 11. Januar 1867. Cours der Staatspapiere.— 5 350 0 15 Oesterr. 50% Met. 1859 i. Lst. 58 ½½ P Gr. Hess. 4% Obligat. 94½ P.—„ 100 Pr. v. 186468 6. — 50% Nat.-Anl. 1854 51 ¼½, 5/8 5 3½0% Obligation. 88½ 6. Schwed. Tulr. 10-L. 10 P. 2 5% do. 1864 58 P. Nassau 4½% Obl. b. Rth. 95 P I Bad. 35 fl. Loose 51½ P Preussen 4 ½0% Obligat. b. Rt...— 8 4% do do 88 G 2 Korb. 40 Tbl.-L. b. k. 53 F. 0% do. do.—— Kurhess. 40% Obl. b. R. à 10595 P sr. Hess. 50 fl. L. b. R. 3 Bapen 50% Obligation. 100% P Frankf. 3½% Obligat. 83½ P 2„ 25,„„% 5 4½0% ½ jähr. b. Kth. 95 P.„ 30% do 73½ P. 2 Nass. 25 fl. L. b. R. 37 P. 5 40% do do 90/8 P. Russland J 5% Obl. i. L. à fl. 12 84 6 I Sard. 36 Fr. L. b. B. Wurtemb. 40% Obl. b. Rt. 94½ P Finnland 4½% Pldbr. l. K. 1051—— + Pistolen I. 9 41—43 3 4% do do—— Schweden 4½% O. i. R. à 105 83 P 0 D te 9 42—44 Baden 4½% Obligst. 93½ P N 4½% Pfb. l. R. 4 05—— ee e ee 5 4% Obligat. 39 4 N.-Amer. 60% St. 1. E. 1882 76, ½— Holl. f 10 8 2 9 8.— l Toi einbezahlite Eisenbahn- Aetien und Prioritäten. 2 m„ TiO Bayr. Ostbahn 7 77% Ir. C. P. 7 b. Tr. 25 r. 30 P. Ero 19 4% Pfandbr. d. Frkf. Hyp.-B.— 5% Tosc. Centr.-Eisenb.-Pr. 155 P 8 1 Imperiales e 30% Oesterr. St.-Eisenb.-Prior. 47 b 50% Elisabethbahn-Prior.„ 69½ P. 5 G1 in 9% Oest. Süd. St. u. Lomb. E. B. 88 ½ P. 50% do. neueste Rmiss.% 6 ½ G. 2 Gent, Bib. pr. Z. Pf. 12289 30% Oest. Süd. St. u. Lomb. E. B. 43½ G. 4½% Hess. Lud wigsb.-Prior. 94½ P. Preuss. Kässensch. 2 1 45—/ G Wiener Wechsel-Ceurs 89 ½ G. Für An- und Verkauf aller Werthpapiere empfiehlt sich bestens unter Zusicherung reeller Bedienung und ertheilt gerne jode gewünschte Auskunst über Verloosungen, Coupons- Zahlungen u. 8. w. Dollars in Gold„2 26—27 S. Lindheimer in Friedberg be des„ Unterhaltungsblatt“ wird mit der nächsten Nummer, welche Dienstag den 13. Januar erscheint, ausgegeben. (Hierzu eine Beilage.) 1 62 Montag de sollen in dem ö pelcht von det zur Unterdringut wenig gedtau 0 gegn Baatzasl Ossendet Gio — N U 91 Zur Untsat Lesetung dor 8 Palttois, 9 Submitogswe Die Lesern des Großer. sehen werden Nac mags „Laissermirung Gießen de 8 De! 93 Mitwoch Uhr, ol die d u daper, de auh dem Dur werden, won Sugzbee — Bel 2 tr die llen,% de Preise den un 2 Viel gade länge du 75 ag Deriong Nauß el .— Vegan 1 1 ut dg 8 den 205 1 8 Nackantr. * 1 ben . dag 1nd * N 2 eu- mn Lindecker sch 2 sch, Dansteis let de. tri Hanbons. I K. u n ichel⸗ Weßler, Kilhnttz. nm Welche: tkirchr: Beilage zum Anzeiger für Oberhessen. M6. ——— eee. 45 „Versteigerung in der Oberfoͤrsteret er Rosbach Re* 16. d. M. werden in dem am Forstdaus Wintersteln gelegenen Schlag Nr. XXIII., des Großherzog. Domantalwaldes Burgwald, an die Melstoletenden öffentlich versteigert werden: 6½ Stecken Birken 21½ Stecken Klesenn-Prügelbolz, 1½%„, Eichen 24½„„ Stockbolz, 3706 Wellen Birken, Eichen, 7804 Wellen Kiefern Reiserholz, 3 Eichenstammabschnitte, in 46 Kub. Fuß. * Braunkohlenverhkauf. 2764 Vom 2. Januat 1867 an werden auf dem Großherzoglichen Dorbeimer Bergwerke Braunkohlenklöͤtze zu 12 kr. à Ctr.(= 14 Stück) gegen Baarzablung und gegen Crebit verabfolgt. Für die gegen Elulage vorschriftsmäßlger Bürgscheine vom 2. Januar bis Ende März 1867 bezogenen Braunkoblen wird Zahlungofrist bis Ende Junt 1867 bewilligt. Die Abnehmer auf Credit wollen die Gegen⸗ scheine, welche ihnen del Einlage eines Bürgscheins zugestellt werden, bei jedem Kohlenbezug mitbringen und dem Großherzoglichen Bergkassler Winter vorzeigen, damit der jedesmallge Bezug eingetragen werden kann. Bel der Zahlung der Creditsummen an Großherzoglicher Bergkasse zu Frtedderg sind diese Gegenschelne gleich Anfang Mergens 9 Ubr. falls vorzuzeigen. Ober Rosbach den 5. Januac 1867. Großberzogliche Oberförsterei Ober⸗Ros bach. Dothelmer Bergwerk den 24. December 1866. Oroßherzogliches Bergamt Dorbeim S tot ch. Bing mann. Lieferung von Butter. 59 Dienstag den 15. Januar 1867, Vormittags 10 Uhr, werden 5 Centner frische Butter zur Lieferung dab ier verstelgert. 2 Centner find alsbald und 3 Centner Ende März zu llefern. Marienschloß den 7. Januar 1867. Großherzogliche Landeszuchthaus⸗ Direktion Trump lier. X Braunkohlenverkauf. 20 Mit dem 2. Januar d. 3. beginnt für die beiden Braunkoblenbezirke bei Ossenheim und Bauernheim elne neue Creditperlode, die bis zum 1. Juni, bis zum Verkauf neuer Klötze, dauert. zognen Beaunkohlen wird Zahlungefrist bis Ende September 1867 gestattet. Baueruhelmer Bergwerk den 2. Januar 1867. Für die in dieser Zeit be⸗ Gräflich Solms Rödelheim sche Bergverwaltung Cbelius. Versteigerun 62 Montag den 21. Januar 1867, Vormittage 9 Uhr, sollen in dem Turasaale der Sladtschule dahier citea 150 Strohmatraͤtzen, 350 wollene Teppiche, **. 2 Mobilien⸗Versteigerung. 78 Montag den 14. d. Mis., Vormittags um 10 Ubr, sollen in der Behausung des F. August Huber dahter die zu dessen Concursmasse gebörigen Mobilien, als: 592 leinene Betttücher und Beltwerk, Weib zeug, Kleidungsstücke, Möbel und sonstige 613* Handtücher, Daus haltungsgegenstände, sowie 2 Kühe, 1 Ziege, 1 welche von der blesigen Stadt im Monat Mal d. J. Wagen, 1 Pflug, 1 Egge und sonß allerlei Oeconomle zur Unterbringung von Militär angeschafft und nur unt Wirtbschaftsgerape und Kafergeschlir, meißßbletend wenig gebraucht worden find, öffentlich melfibletend gegen baare Zahlung versteigert werden gegen Baarzahlung versteigert werden. Be lenbeim am 4. Januar 1867. Offendach den 3. Januar 1867. In Auftrag Großberzogliche Bürgermeisteret Offenbach Großberzoglichen Landgerichts Friedberg Di d. Großberzogliches Ortogericht Belenbelm Mu tb. Ma in-⸗Weser⸗Bahn. ee 5 e 91 Zur Untformirung der Wärter und Portters soll die Holzversteigerung un Villinger Gemeinde— Lieserung vor 81 Desen, 88 Mützen, 48 Röcken und walde, District Buchwald. S Paletots, veranschlagt zu 1478 fl. 35 kr. auf dem 82 Mittwoch den 16. Januar 1867, sollen versteigert Submissionswege vergeben werden. werden Die Lieferungsbedingungen können auf dem Büreauf 352 Stämme Nadeibolz 10 bis 85“ lang 8714 des Großherzoglichen Maschinenmelsters dahier einge ⸗ 5„ 13“ Durchm. Ebkiß. sehen werden und find die Gebote bis längstens 22. d. M. 13 Stecken Nadel-Prugelbolz. Nachmittags 3 Ubr, versiegelt und mit der Aufschrift 18 N„ Stockbolz, „Uniformirung betreffend einzureichen. 52 10„ Astreißer. Gießen den 9. Januar 1867. a Großherzogliche Wagazins⸗Commission E lcke meyer. Der Anfang ist des Morgens 10 Ubr nach Pungen. Billingen den 8. Januar 1867. Großberzogliche Büurgermetsterel Villingen am Fußpfad Bekanntmachung. ru 93 Mittwoch den 30. Januar 1867, Vormittags 10 INN 2 2 libr, soll die Lieferung des Polzbedarse für das Gefäng. Lieferung von Straßenlaternen. niß dahler, bestehend in 12 Stecken Buchen Scheitholz 78 Mitwoch den 16. d. Mis, Vormittags 11 Ubr, auf dem Bürcau des unterzeichneten Gerichts versteigert soll in dem Rathbhaus zu Rodheim die Lieferung von werden, wozu Steigliebhaber biermit eingeladen werden Sechs Straßenlaternen mit den dazu gehörigen Petro— Butzbach den 31. Dezember 1866. leum Lampen, nach den eröffuct werdenden Bedingungen Groß herzogliches Landgericht Butz bach und dei vorliegenden Zeichnung, veranschlagt zu 72 fl., J. B. d. L sowie die Lieferung don schmledelsernen Aermen, ver anschlagt zu 25 fl., wenigstnehmend in Accord gegeben werden. Rodhelm am 7. Januar 1867. Großherzogliche Bürgermeisteretl Rodhelm 8 18 er, Landgerichts Assessor. Bekanntmachung. 92 Fir die hlesige Saline sollen 89000 Darmftädter Ellen, ¾ Darmfladter Ellen breites Sackleinen, im Preise von ungefähr 18 fl. für 100 Ellen, angekauft werden. Lieferungslusiige wollen Proben mit Peeisan. gabe längstens bis zum 15. d. M. anher eimelschen. Die Lleferungobedingungen können dahter eingesehen, 8 2 8055 Schwalb, Bezirke Baucklisseher. Holz Versteigerung. 80 Donnerstag den 17. Januar l. J., Vormittags 10 Uhr, sollen im Walddistriete Lüder, nahe bei Ilbenstadt: auf Verlangen auch schriftlich mitgetheilt werden. 59 Stecken Buchen Scheitbo z, Nauheim am 8. Januar 1867. 7„ Buchen Prügelholz, Groß berzogliches Salzamt 2„ Eichen Prügelbolz, F. Schreiber. Zlegler. Welß. 17„ Buchen Stockbolz, 3„ Eichen⸗Stockbolz, Bekanntmach un g. 5%„ Fichten-Stockholz, 81 Für blesige Saline sollen 92 Achtel Korn à 180 1575 Stück Buchen Wellen, pfund und 46 Achtel Gerste à 160 Pfund Zollgewicht 400„Eichen Wellen, auf dem Submissionswege angekauft werden. 75„ Fichten-Wellen, Lieferungsanerbtetungen find versiegelt und mit der 8 Eichstämme, zu Bau- und Werkholz tauglich, von 40 bis 55 Fuß Länge und 9 bis 15 Zoll mittlerem Durchmesser, 4 Buchen Stämme von 20 bis 35 Fuß Länge und 13 bis 17 Zoll mittlerem Durchmesser, Fichtenstämme von 50 bis 60 Fuß Länge und 6 bis 11 Zoll mittlerem Durchmesser, und 3 3 Buchen Stöck, zu Kummethölzer tauglich, öffentlich an die Meistbtetenden versteigert werden. ekanntma ung. Schloß Ilbenstadt eden 9. Januar 1867. 98 Die am 7. 8. und 9. d. Mie. im Distrlet:„Am Oröflich von 8 1 Rentey Blebtrieb- abgehaltene Holzversteigerung wird hler⸗— mit genehmigt und zugleich nochmals darauf aufmerk- Rettigbonbons sam gemacht, daß die polzabsuht bis auf Weiteres nur 28 für Husten und Brustleiden von C. Drescher del Frost oder trockener Wilterung gestattet wer⸗ Ockfladt am 10. Januar 1867. und Fischer in Mainz; Loose per Pfund 56 kr., den wird. Dl f a r Ockstadt Schachteln u 18 b, Paquete 14 kr. bet e Zreiherrl, v. R Oberförsterel Ocksta 1 Pb. Dau. Kümmich. Ausschrift„Fruchtlleferung betreffend“ bis zum 15. d. M., Morgens 10 Uhr, anher einzureichen. Die Lieferungs- bedingungen können dahter an den gewöhnlichen Wochen tagen, Vormittags, eingesehen werden. Nauheim den 8. Januar 1867. 3 Groß berzogliches Salzamt F. Schreiber. Zlegler. Welß. Verkauf eines Faselochsen. 94 Dienstag den 15. l. Mis., Vormittags 11 Ubr, soll dahter ein der Schwerte wegen entbehrlich gewor⸗ dener, 4 Jahre alter Faselochse öffentlich verkauft werden, wozu man Kaufliebhader hiermit einladet. Wölfersheim den 9. Januar 1867. Gtoßberzogliche Bürgermelsteret Wölfersheim Allwohn. 14 Soeben beglunt oder vielmehr hat schon begonnen: Des Lahrer Hinkenden Voten —*— 2* 0 Illustrirte Dorfzeitung. Jahrgang 1867. Monatlich in Heften von 4—5 Bogen zu dem billigen Preise von 3½ Sgr.— 12 kr. Die Dorfzeitung kann zu gleichem Preise auch in Wocheunummern bezogen verden. Alle Abnehmer erhalten eint Prämie in Jarbendruck. Bestellungen auf dieses so beliebte Journat werden in Friedberg del Bindernagel 4 Schimpff an⸗ genommen. n 90 Das goldene Familienbuch oder der köst lichte Hausschatz für sede Haus⸗ und Landwirth⸗ schaft und für Jedermann. Fünfte Auflage 3. Abdruck. Plauen, 1866. Verlag von Aug. Schröter. Preis 1 fl. 48 kr. Fein in engl. Leinwand geb. 2 fl. 15 kr.— Es wat ein glücklicher Gedanke der Verlags⸗ handlung, dieses bereits in 883000 Exeniplaren ver⸗ breitete, überaus nützliche und für Jedermann, insbesondere für jede Haus⸗ und Landwirthschaft nahezu unentbehrliche Werk in einer neuen, dem Zeitbedürfnisse entsprechenden Auflage dem Publikum zu übergeben. Für die Hunderte und Tausende von Fällen und Lagen, in denen Jeder⸗ mann augenblicklich Rath und Hilfe bedarf, ohne erst bei einem Sachverständigen, einem Arzte oder Chemiker zeit⸗ taubende oder kostspielige Belehrungen einholen zu konnen, bietet das goldene Famitienvuch sich ats sofortiger, sach⸗ kundiger Hauefreund und sicherer Rathgeber in allen Ver⸗ legenheiten dar, die in irgend welchem Theile des Haus— wesens und der Wirthschafk in Stadt und Land nur immer vorkommen mögen. In alphabetischer Ordnung, die selbst ohne das deigefügte Register den gesuchten Arfikel leicht finden läßt, giebt es weit über 400 erprobte Mittel für die Hauswirthschaft, über 300 für die Land- und Garten⸗ wirthschaft, während es in seinem dritten Theile als voll⸗ ständiger Hausarzt mehrere Hundert einfache, gediegene Recepte gegen Unfälle des täglichen Lebens, die den Ein⸗ zelnen, wie die Familie heimsuchen, enthält.— Von hohem, moralischen Werthe wird sich, wie bisher, auch in Zukunft der theoretische Theil des Werkes erweisen und des Segens viel in den Familien wirken. Goldene 1— 0 35 1* Worte und Lehren sind es, die das Buch über die Familie, 1 U die Gründung des Familienlebens und Glückes, über die Erziehung, das Selbststillen ꝛc., für das Alter der Jüng⸗ linge und Jungfrauen in ihren besondern Lebensverhält⸗ nissen, wie endlich für Familienväter und Mütter in ihrer Stellung als solche, wie den Dienenden gegenüber und fur diese selbst, an das Herz legt. Der ungemein reiche Inhalt des Vuches auf 35 enggedruckten Bogen zwingt uns, unsere Leser auf das Buch selbst zu verweisen, und wir können dasselbe aus bester Ueberzeugung ale das geeignetste Weihnachts, Neujahrs⸗ Hochzeits- und Geburtstagsgeschenk ange⸗ legentlichst empfehlen. Der Preis ist mit Rülcksicht auf die Menge und Gediegenhelt des Inhalts beispiellos billig und wird die Anschaffung durch die Ausgade, welche nach und nach in 6 Lieferungen à 18 kr. zu bezlehenist, Jedermann moglich.— Somit wünschen wir, daß dieser wirklich köstliche Hausschatz von recht vielen Familien nach seinem Werthe gewürdigt werden möge. Er wird, dessen sind wir gewiß, in jedem Pause Gutes slisten. Abounements⸗Einladung. Indem wir uns zur Beforgung aller im Buchhandel erscheinenden Zeitschriften empfehlen, Bestellungen darauf uns machen wir besonders auf nachstehende aufmerksam, und bitten zukommen zu lasseu. Friedberg.— Dlaͤttet, Münchener Kliegende. 0 n Ilufrirtes Monatsbeft zu Duch, das für Alle. mann. Mit Gratispräm'. Jährlich 12 Hefte Daheim. Ein deutsches Familtenblatt. Jährlich 52 Nummern. Vierteljährlich Dorsbarbier, Alustrirter. Ein Blatt für gemüthliche Leute. Vierteljährlich Dorszeitung, illustrirte, des Lahrer Hinkenden Boten. Vierteljäbrlich Jamilienjournal, Alulustrirtes. Eine Wochenschrift zur Unterhaltung und Belehrung. Gartenlaube, die. Ein illustrirtes Famillendlatt. Vierteljäbrlich gausblätter. Perausgegeben von Packländer und Höfer, Viertelsäbel ich Kladderadatsch. Humoristisch- satprisches Wochenblatt. Vierteljäbrlich Natur, dit. Stände. Vierteljährlich Omnibus. Juuftrirtes Wochenblatt. Vierteljäbrlich Bomanzeitung, deutsche Vicrieljabrlich Sonntagsblatt für Jedermann a. d. Volke. Ueber Land und Mert. Augemeine ilustr. Zeitung. Welt, dit illastrirte. 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Die N zu einer Besptt 1) Komm! uud grace 1a des n f 0 0 lnb B. omen, Ine 8, b. 1 J J wels laberelteten Arder d Zur ve und die wecken Fried! 1 1— Hessen. ber Regierung bie Veröffentlich mungen in den! ntuttworbenen L tationsweist den ages kingtdracht angle Annägt Es sind dies; Möllinger und ban den Dort nag Edinger, entwufje zur Re und Wirhscha die Ag 4 I Vorlage 600 Isewohl das Brig verscherungen hei benich fugrlas Ace 00 Gdasagung der auch Unber d0l amp al, chen kiner 0 eruspiechenden Nummer Aufnahme finden. berge algen