et Tete el unsern eri abet roch gerbsgenen bent 19. 1 birger t. 11d e 4 ede * 1005 11 2 161 1867. Donnerstag den 11. Juli. M81. Anzeiger für Oberhessen. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. F ritdberger Jutelligemzblatt Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. 3— Abonnements⸗Ein ladung. Mit dem 1. Juli beginnt ein neues halbjährliches Abo dreimal, Dienstag, Donnerstag und Samstag, erscheinen wird. allgemein belehrende und unterhaltende und wichtigsten Tagesbegebenheiten, nnement auf den Anzeiger für Oberhessen, welcher auch ferner wöchentlich Derselbe bringt die kreisamtlichen Erlasse, sodann eine kurze Uebersicht der interessantesten Aufsätze, landwirthschaftliche und gewerbliche Mittheilungen, geschäftliche Nachrichten, Markt- und Cours⸗Berichte, Verloosungen von Staatspapieren und locale Notizen, außerdem wöchentlich einmal in dem beigegebenen Unterhaltungs- Blatt interessante Novellen und Erzählungen, Gedichte, Anekdoten, Räthsel ꝛc. Die stets wachsende Zahl der Abonnenten muß uns die erfreulichste Aufmunterung sein, die Geschäfte der Redaction in der bisher eingehaltenen Weise fortzuführen. Das Abonnement beträgt halbjährlich: für die Abonnenten in hiesiger Stadt 1 fl., bei sämmtlichen Pestämtern des Großherzogthums 1 fl.& kr. . 1 Bestellungen bei der Unterbrechung eintritt. — Den verehrlichen Abonnenten in hiesiger Stadt werden wir das Abbestellung erfolgt. Post beliebe man baldigst zu machen, damit in der Zusendung des Blattes keine Blatt auch für das neue Halbjahr zusenden, wenn nicht ausdrücklich Die Redaetion. Amtlicher Theil. Betreffend: Die Unterhaltung der Ortsstraßen und Vizinalwege. Friedberg den 9. Juli 1867. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Durch die letzten Negengüsse sind wieder an einem großen Theile der Ortsstraßen und Vicinalwege Kanäle, Dohlen, Banquette und Gräben zugeschwemmt und beschädigt worden, oder in anderer Weise in Unordnung gekommen. wirkung der Bezirksbauaufseher sofort dafür zu sorgen, daß Alles wieder in den gehörigen Stand kommt. Betreffend: Die Anschaffung des Holzsamens pro 1867— nun die Berechnung der Preise für denselben. e e ee e ee e Wir geben Ihnen daher auf, unter Mit⸗ Trapp. Friedberg den 9. Juli 1867. an die Großherzoglichen Bürgermeistereien der Wald besitzenden Gemeinden und die Markvorstände. Ueber die aus dem Großherzoglichen Holzsamen-Magazin für 1867 für ihre Waldungen bezogenen Holzsamen gehen Ihnen die Aus zuge gleichzeitig unter Convert mit der Weisung zu, sofort für die Auszahlung der Beträge zu sorgen. Trapp. Hessen. Darmstadt. Am Jahrestage des Treffens von Frohnhofen und Laufach, 13. Juli, findet auf dem Exercierplatze dahier ein Feld- Trauergottesdienst statt, an welchem die ganze Garnison Darmstadt's Theil nehmen wird. — Der Prälat unserer Landeskirche, Dr. K. Zimmermann, soll die neuliche Anwesenheit des Kaisers von Rußland benutzt haben, um den Nothstand der evangclischen Kirche in den balti⸗ schen Provinzen in einer Denkschrift darzustellen. * Friedberg. Der Hauptverein der Gustav⸗ Adolf Stiftung im Großherzogthum Hessen, wird seine diesjährige, die 25. Jahres- Versammlung, Mittwoch den 24. Juli zu Zwingenberg ab- halten. Das Local-Festeomité sichert in seiner Einladung den Festgenossen eine gastfreundliche Aufnahme zu und bittet Alle, welche auf Woh- nungen in Privathäusern reflectiren, dem Comité zu Zwingenberg vor dem 17. d. M. gefällige Benachrichtigung zugehen zu lassen. * Friedberg. Die früher auch in diesem Blatte erwähnte Adresse der evangelischen Geist- lichen an des Großherzogs K. H. ist demselben kürzlich überreicht worden und lautet:„Oeffent⸗ liche Blätter haben zu unserer Kenntniß gebracht, daß die gesammte katholische Geistlichkeit des Groß- herzogthums in einer Immediateingabe bei Ew. königl. Hoheit um Schutz gebeten hat gegen die Angriffe auf die katholische Kirche, welche in einem Aufsatze des diesjährigen Gustav- Adolf⸗Kalenders über bie Jesuiten enthalten sein sollen. Schon seit einer Reihe von Jahren haben wir eine Menge von Verunglimpfungen und Herabwürdi⸗ gungen unseres evangelischen Glaubens erfahren müssen, welche in der katholischen Presse, insbe- sondere selbst in Hirtenbriefen des Bischofs von Mainz, stattgefunden haben; ja, wir mußten es sogar erleben, daß das Oberhaupt der katholischen Kirche Hissens in seinem im Jahre 1855 erlassenen Hirtenbriefe den schweren Vorwurf auszusprechen wagte, es sei dem deutschen Volke in Folge der Reformation die Treue und das Gewissen abhan⸗ den gekommen. Vertrauend auf die siegende Kraft der göttlichen Wahrheit haben wir alle Angriffe bisher geduldig ertragen, aber dem nunmehrigen Auftreten des, katholischen Clerus in seiner Ge sammtheit gegenüber sind wir von der Ueberzeu⸗ gung durchdrungen, daß wir unsere heiligen Pflich⸗ ten gegen unsere evangelische Kirche tief verletzten, wenn wir nicht auch unsererseits vor Ew. könig⸗ lichen Hoheit ein Zeugniß ablegen würden. Wir vermögen in der an Ew. königliche Hoheit ge⸗ richteten Bittschrift des katholischen Clerus keinen andern Zweck zu erkennen, als den Jesuiten die denselben noch fehlende rechtliche Anerkennung in dem Bereiche des Großberzogthums zu verschaffen, wie andererseils das Recht der freien Meinungs- äußerung auf Seiten der evangelischen Kirche, gegen dessen Mißbrauch die Gesetze schützen, durch ein Wort Ew. königlichen Hoheit zu beschränken. Allerdings sucht die katholische Geistlichkeit ihre Bitte dadurch zu begründen, daß sie die Lehre der Jesuiten für die der katholischen Kirche erklärt, allein was die Jesuiten waren, und was sie sind, ist zur Genüge bekannt, und wie namentlich die Bekämpfung unserer evangelischen Kirche ihr Lebens. zweck ist, hat die Geschichte in ihren grauenvollsten Thatsachen kundgethan. Wir können es deßhalb nur schmerzlich beklagen, daß die katholische Geist⸗ lichkeit die Sache der Jesuiten zu der ihrigen gemacht hat, müssen es aber auch zugleich als eine schwere Beleidigung Ew. königlichen Hoheit ausehen, wenn Allerhöchstdieselben als Summus Episcopus unserer evangelischen Landeskirche ge. beten wurden, den Jesulten Allerhöchs⸗Dero Schutz angedeihen lassen zu wollen. Von dieser Ueber⸗ zeugung sind wir um so lebhafter gerade an dem heutigen Tage durchdrungen, da wir an demselben das Gedächtniß Philipp's des Großmüthigen, des großen Ahnherrn Ew. königl. Hoheit, feiern, der fur die evangelische Kirche Hessens und das Werk der Reformation überhaupt so Großes gewirkt und für dies erhabene Streben seines ganzen Le— bens so Schweres erduldet hat. Wir glauben darum auch den heutigen Tag nicht würdiger be— gehen zu können, als wenn wir, dem Beispiele Philipp's des Großmüthigen auf dem Reichstage zu Speyer folgend, mit aller Entschiedenheit Pro- testation einlegen gegen das die Würde und Selb⸗ ständigkeit unserer evangelischen Kirche tief ver— letzende Auftreten der katholischen Geistlichkeit, und Ew. königl. Hoheit allerunterthänigst bitten, daß Allerhöchstdieselben geruhen wollen, die in der Bittschrift der katholischen Geistlichkeit enthaltenen Tendenzen, welche den Frieden in Kirche und Staat im höchsten Grade gefährden, mit aller Bestimmtheit zurückzuweisen. Am 31. März 1867. Die evangelische Geistlichkeit des Großherzogthums.“ * Friedberg. Der Vorstand des deutschen Schützenbundes macht durch ein Ausschreiden be— kannt, daß das nächste deutsche Bundesschießen in Wien stattfinden soll. * Friedberg, 10. Juli. Heute ist Mini- sterialrath v. Lehmann dahier anwesend, um wegen der bei Einführung des dreijährigen Cursus nothwendig werdenden baulichen Veränderungen die Localitäten des Schullehrer Seminars zu besichtigen. Mainz. Am 28. d. M. wird dahier ein Arbeiter tag abgehalten, wozu die Vereine der Umgegend eingeladen sind. Preußen. Berlin. Am 7. d. M. fand dahier am Grabe des großen Meisters der deut⸗ schen Volksschule, Adolph Diesterweg, die feierliche Enthüllung der von politischen Freunden und Verehrern des Verstorbenen errichteten lebens- großen Büste statt. Abgeordnete umstanden das * . . —— — reich geschmückte Grab, die mit dem Verstorbenen gekämpft hatten für Verfassung, Freiheit und Recht, Deputirte der städtischen Behörden, der Lehrer- vereine. Auch von Auswärts waren Lehrerdepu⸗ tationen anwesend. Der Abg. Prediger Nichter hielt die Weiherede. — Französische Blätter wollen wissen, daß Preußen unter dem 20. Juni an seine diplo- matischen Agenten im Auslande ein Rund- schreiben erlassen habe, welches die Anschauun— gen des Berliner Cabinets über die wahrschein— lichen Folgen der Reise des Königs Wilhelm nach Paris darlege. Der preußische Premier spreche die Ansicht aus, daß diese Reise zur Sicherung und„Befestigung“ des europäischen Friedens bei— getragen haben werde. Die diplomatischen Agen ten Preußens seien ermächtigt worden, von diesem Schriftstück den Regierungen, bei welchen sie be⸗ glaubigt sind, Mittheilung zu machen. — In sehr gut unterrichteten Kreisen glaubt man zu wissen, daß der„Moniteur“ in den nächsten Tagen einen Brief des Kaisers Napoleon brin⸗ gen wird, in welchem derselbe alle Vorwürfe, welche ihm in Bezug auf das traurige Ende des Kaisers Max gemacht werden können, zurückweisen würde. Allerdings wird Napoleon(so meint man) in jenem Briefe zugeben, daß er sich in Bezug auf die Verhältnisse in Mexico geirrt habe. Nach Veröffentlichung dieses Briefes wird alsdann Kaiser Franz Joseph in Paris erklären lassen, daß er, sobald die strenge Trauer für seinen Bruder ihr Ende erreicht hat, zur Ausstellung nach Paris kommen werde. Kassel. Die Wahlen zum Reichstage des norddeutschen Bundes sind angeordnet. Bis zum 20. d. M. sollen bereits die erforderlichen Vor- arbeiten, als Aufstellung der Wählerlisten u. s. w. beendet sein. — Man schreibt von hier, daß die Brod— und Fleisch⸗Preise bis zu einer Höhe gestie— gen seien, wie es seit dem Hungerjahr 1846 nicht mehr der Fall war. Das Fleisch von allem Schlachtvieh sei sogar noch theurer geworden, als in jenem traurigen Jahre. Frankfurt. Die Wahlen zum nord⸗ deutschen Reichstage sind nun auch hier angeordnet; das statistische Amt hat bereits seine Thätigkeit mit den Vorarbeiten, Aufstellung der Wählerlisten 1c. begonnen, welche bis zum 20. ds. vollständig erledigt sein müssen. Hanau. Eine mit etwa 1800 Unterschriften bedeckte Petition hiesiger Cigarrenmacher und Tabak⸗ arbeiter, gegen die projectirte Tabaksteuer gerichtet, ist nach Berlin abgegangen. Eine ähnliche Peti⸗ tion, welche an das großherzoglich hessischt Mini⸗ sterium abgehen soll, ist kürzlich jenseits des Mains, in Kleinsteinheim, beschlossen worden, wo sich nicht bloß die Tabaksarbeiter und Tabaksfabrikanten dieses Ortes, sondern auch die Interessenten aus Großsteinheim, Kleinauheim, Kleinkrotzenburg, Seligenstadt, Froschhausen, Dietesheim ꝛc. zu ge⸗ meinsamer Berathung zusammengefunden hatten. Sachsen. Die neuesten Nachrichten aus Lugau lassen keine Hoffnung für das Leben der verunglückten 102 Bergleute(welche 150 Kinder als Waisen hinterlassen) übrig. Sofort sind Geldsammlungen im weitesten Umfange eingeleitet worden, um den zahlreichen Hinterlassenen der Verschütteten beizuspringen. Das Unglück scheint durch Fahrlässigkeit verursacht worden zu sein. Die„Leipziger Zeitung“ läßt sich von Lugau telegraphiren, daß der Bergver walter Müller da⸗ selbst verhastet und nach Chemnitz gebracht worden sei. Die Rettungsversuche werden fortgesetzt. Bayern. München. Die von der Kriegs- lasten⸗Ausgleichungscommission bis Ende Juni d. J. zur Auszahlung angewiesenen Entschädi⸗ gungssummen für Leistungen aller Art an ver- bündete und feindliche Truppen, wie für die durch Kriegsoperationen herbeigeführten Beschädigungen an beweglichem und unbeweglichem Eigenthum entziffern im Ganzen den Betrag von 3,545,628 fl. 24½ kr.; darunter figuriren die Städte: Bay- reuth mit 71,000 fl., Hof 70,000 fl., Aschaffen⸗ burg 271,000 fl., Würzburg 228,000 fl., Ham melburg 994,000 fl., Kissingen 258,000 fl., Lohr 104,000 fl., Miltenberg 183,000 fl., Obernburg 137,000 fl., Ochsenfurt 177,000 fl., Bez. Würz⸗ burg 605,000 fl., zus, in Unterfranken 2,990,000 fl. Oberfranken erhielt 483 000 fl. Frankreich. Paris. Die maßlose Sprache des„Moniteur“ über die Erschießung Maximilians soll in Paris den beabsichtigten Eindruck vollstän⸗ dig verfehlt haben. Man erinnert daran, daß das amtliche Blatt, indem es die Todesnachricht brachte, den Namen Maximilian's seit vielen Mo⸗ naten zum ersten Mal wieder erwähnte. Die Papiere Maximilian's befinden sich nach dem „Journal de Paris“ in London und zwar in den Händen von Louis Blane.() Wäre es möglich, daß der verrathene Prinz oder einer seiner Anhänger diese Rache an Napoleon genommen hätte? — Französische Zeitungen berichten, einem Officier, welcher den mexicanischen Feldzug mit⸗ gemacht, sei ein Brief zugekommen, der die Nach— richt enthalte, Kaiser Maximilian, seine treuesten Generale und Officiere, 40 bis 50 an der Zahl, und einige Diener, seien zwei Meilen von Mexico theils erschossen, theils aufgeknüpft worden. Der letztere Tod wäre über den Kaiser und seine Ge— nerale verhängt worden.(Wird sich hoffentlich nicht bestätigen.) — Das Pariser Blatt„Figaro“ enthält einen längeren Artikel„Die letzten Tage des Kaisers Max,“ der einem mexicanischen Blatte entnommen sein soll. Die Schilderung ist reich an ergreifenden Momenten, jedoch dürfte stark an der Wahrheit und Glaubwürdigkeit des ganzen Artikels zu zweifeln sein, und ist man eher ge— neigt, in ihm eine sog. Sensationsnachricht zu vermuthen, deren Fabrikation gegenwärtig im großartigsten Maßstabe betrieben wird. — Der„Moniteur“ veröffentlicht ein kaiser— liches Decret, durch welches eine große Anzahl von Kriegsplätzen als solche aufgegeben und die Festungsterrains zum größten Theil verkauft werden. Plätze an der deutschen Grenze sind wenig unter den zu demolirenden. Spanien. In Spanien scheint sich ein größerer Aufstand vorzubereiten. Verschiedene, in jüngster Zeit in Scene gesetzte Putsche deuten darauf hin und werden als die Vorläufer eines großen allgemeinen Aufstandes betrachtet. Frankfurt. Das Pferdemarkt Comité hat sich in Activitäl gesetzt und wird der Versandt der Loose nächste Woche vollständig bewerkstelligt sein. Es wird Alles auf⸗ geboten werden, damit der diesjährige Herbstmarkt ebenso befriedigend, wie in früheren Jahren ausfalle. Zur Ver · loosung werden 61 Pferde angekauft, darunter 1 Vier⸗ gespann(Landauer statt Jucker) und 11 Wagen. Die Nachfrage nach Loosen ist sehr stark und hofft man ohne Schwierigkeit auf gänzlichen Absatz derselben. Für Fohlen soll diesmal eine besondere Prämiirung eintreten. Frankfurt. Der zoologische Garten war gestern von 7320 Personen, meistens Landleute aus der Wetterau, besucht. Ein von seinen Eltern aus dieser Gegend zur Stadt geführtes Knäbchen verlor sich und war am Sonntag Abend noch nicht aufgefunden. Darmstadt. Vor einigen Tagen wurde in der Nähe des Oberforsthauses bei Franksurt in dem Stadtwalde eine weibliche Leiche gefunden, an welcher ein Schuß durch die Mundhöhle in den Kopf bemerkt wurde. Eine Waffe in ihrer Nähe wurde nicht gefunden, sodaß sich sogleich die Vermuthung aufdrängte, daß hier ein Verbrechen verübt worden. In der Tasche der Leiche befanden sich zwei Retourbilleis von Worms nach Mainz. Die in Worms in Folge dieses Funds angestellten Nachforschungen er⸗ gaben, daß die Verunglückte die ledige Katharina Wetzel von Worms sei. Diese hatte sich am Sonnabend in Be⸗ gleitung eines Mannes, Namens Raum, von Worms wegbegeben. Beide Personen sind nicht gut beleumundet und lebten im Concubinat. In einem Briefe, den sie vor ihrer Abreise geschrieben, haben sie ihre Absicht, sich das Leben zu nehmen, kundgegeben. Am 4. d. M. wurde in der Gegend von Jugenheim in der Bergstraße der genannte] Raum aufgefunden, durch einen Schuß an Mund und Nase vollständitz verstümmelt. Nach Mainz in, das Rochushospital verbracht, sagte er in der gerichilichen Ver nehmung aus, daß er sich Schulden halber das Leben habe nehmen wollen; in seinem Besitze fanden sich zwei mit Schroten geladene Pistolen. Auf weitere Fragen er⸗ klärte er, daß er sich mit Katharine Wetzel am Montag früh nach Frankfurt begeben und in dem Stadtwalde daselbst spazieren gegangen sei. Dort habe ihm die Wetzel plötzlich gesagt, sie werde sich das Leben nehmen, so fort auch eine Pistole hervorgeholt und sich gegen das Gesicht geschossen. Als er das blutende Gesicht gesehen, habe er sich entfernt. Raum ist verheirathet; seine Frau sitzt in einer hessischen Strafanstalt. Die Untersuchung har aus den bis jetzt klargestellten Punkten den Verdacht geschöpft, daß sich Katharina Wetzel nicht selbst gemordet und man in ꝛc. Raum den Mörder zu suchen habe. Die weiteren Erhebungen werden diesen Verdacht wohl näher begründen. Mittlerweile wird von Mainz berichtet, daß Raum seinen Wunden erlegen ist. Fürth i. O. Hier verlief sich kürzlich ein drei Jahre alter Knabe. Vergebens suchten ihn zuerst die Eltern, dann Nachbarn und Freunde bis Mitternacht. Am folgen— den Morgen rückte die Schuljugend aus— ebenso ver⸗ geblich. Nachmittags wurde amtlich eine Streife der Orts— angehörigen organisirt, und man fand endlich das Kind schlafend in einer Furche eines Kleeackers. Der Knabe befand sich vollständig wohl. Osthofen. Rheinhessische Blätter berichten: Ein Er⸗ eigniß von erschütternder Tragik hat sich dahier zugetragen. Am letzten Mittwoch besuchte der hiesige Kreisarzt Dr. Dalquen mit seinem zukünftigen Schwiegersohn, Dr. Mathias aus Friedberg, zu Wagen eine benachbarte Gemeinde, in der sich der Letztere als practischer Arzt niederlassen würde. Auf dem Wege zwischen Oberflörsheim und Flohborn fiel der an einem Abhang in Schuß ge— rathene Wagen die Böschung hinab und wurde hierbei Dr. Dalquen so bedeutend verletzt, daß er den folgenden Morgen verschied. Seine letzte Handlung im Leben war eben dieser Ausflug im Interesse seiner geliebten Tochter, auf der ihn ein tragisches Geschick für immer seinen Lieben entreißen sollte. Herr Dalquen war als Mensch eben so beliebt und geachtet, wie als Arzt geschätzt. Auch Dr. Mathias trug einige, jedoch minder erhebliche Verletzungen davon. 2 In Hanau macht ein eigenthümlicher Fall von sich neden. Ein Herr v. Schweitzer(wie man sagt, der Vater des bekannten Lassalleauischen Häuptlings) habe Abends im Wirthshause einem Advocaten eine Wette um eine namhafte Summe angetragen: Binnen Jahres- frist seien die Preußen nicht mehr in Hanau. An⸗ dern Abends habe denn der Procurator die Wette in Fo rm eines juristisch correct zu Papier gebrachten Vertrages dem Herrn v. Schweitzer zur Unterschrift präsentirt, dieser dieselbe aber verweigert, und der Anwalt darauf geklagt. Man ist auf die gerichtliche Entscheidung begierig. 2 Von Kissingen wird berichtet, daß der dortige Gasthofbesitzer, welcher bei Gelegenheit des vorjährigen Kampfes sein sämmiliches Silberzeug durch die Preußen eingebüßt und überhaupt 80,000 fl. Schaden erlitten ha⸗ ben wollte(von denen 40,000 fl. anerkannt und ihm ausgezahlt worden seien,) befinde sich jetzt in gerichtlicher Untersuchung, da sich herausgestellt, daß ihm sein Silber nicht geraubt, sondern von ihm selbst bei Seite geschafft — im Keller verborgen— worden sei. Einer seiner Kellner, der mit im Geheimniß gewesen, habe ihn, nach⸗ dem er sich mit ihm überworfen, angezeigt. Man ist auf den Ausgang dieses Handels sehr gespannt. Würzburg. Nach den angestellien Erhebungen sind an der Brod vergiftung Personen, die sich in ärztlicher Behandlung befanden, erkrankt: 83 Kinder, 290 Erwachsene, und zwar unter letzteren 117 männliche und 173 weibliche; die Gesammtzahl der Erkrankungen beträgt 373. Todesfall ist bis jetzt keiner constatirt. Nach Aussage der Chemiker übersteigt die Gesammtmasse des verwendeten Arseniks zwei bis drei Pfund. e Experimente mit Petroleum als Heizungs⸗ material sind neuerdings auf der nordamerikanischen Flotte gemacht worden und haben ein überraschend günstiges Resultat geliefert. Die nothwendigen Ver⸗ änderungen in der Construction der Maschine sind äußerst einfacher Natur und auf derselben Strecke thaten drei Tonnen Petroleum denselben Dienst, wie eine Vorrath von Steinkohlen, der den zwanzigfachen Raum derselben ein⸗ nimmt. Das einzige Bedenken gegen das neuͤe Feuerungs⸗ material liegt in der großen Explosionsgefahr. Die Billigkeit und der Ueberfluß von Petroleum sind so bedeutend, daß selbst jetzt, wo Dreiviertel der Quellen verstopft worden sind, mit dem übrigen Viertel allein der Preis von 4 Gallonen sich auf nur 2 d. stellt. Telegraphischer Bericht. Mitgetheilt von Chr. Hecht in Friedberg, Spec.-Agent. Das Hamburger Postdampfschiff Allemania, Capt. Meier von der Linie der Hamburg- Amerikanischen Packetfahrt⸗ Aktien⸗Gesellschaft trat am 6. Juli wiederum eine Reise direct nach New York an und hatte außer einer starken Brief⸗ und Packetpost 675 Tons Ladung, 70 Passagiere in der Cajüte und 511 im Zwischendeck an Bord. Das Hamburger Postdampfschiff Saxonia, Capt. Haack von der Linie der Hamburg-Amerikanischen Packelfahrt⸗ Aktien Gesellschaft, welches am 22. Juni von Hamburg direct abging, ist nach einer glücklichen Reise von 14 Tagen woblbehalten in New⸗York angekommen. Das Bremer Posidampsschiff Deutschland, Capt. Weßels von der Linie des Norddeulschen Lloyd trat am 6. Juli wiederum eine Reise via Southampton nach New⸗Hork an und hatte außer einer starken Brief und Packeipost 672 Passaqiere und 505 Tons Ladung an Bord. Die Weltausstellung von 1867 a in Paris. (Aus dem Arbeitgeber.) Wer zum ersten Male eine Ausstellung wie die Pariser sieht, wo Kunst und Industrie der ganzen Erde in herrlichem Rahmen dem erstaunten Auge sich darbieten, der kann kaum des über⸗ wiel zu dert unserem Ge Gebäudes Guten gel Schauluft Rechnung! des Lehre Monale lan, Eine J Maschinence des Besucht gewöhnlich die wenigf welche mi zerkniltert, eigenen Au kostet. Ve Werkzeug von Karten Jatquard bis er sein sfehen Hul die man sel den Hergan⸗ 9 Winden kennen gel und auf d Geweben bern Kor fabrikatiot vor die A theilung, wan die g emen, geschnigt, lleinerem Kämme ger gegossen, Buch gedur wie tin 9 Wwonnen, Ditses G — ddt er⸗ Aan 5 11 b 0 14 Jap. wältigenden Eindrucks Herr werden, den sie machen. Die Menge, Größe, Pracht und Mannich⸗ faltigkeit der ausgestellten Gegenstände ist da so gewaltig, daß man sich einen förmlichen Schlacht. plan machen muß, wenn man das Wichtigste oder nur das Nöthigste sehen will. Der Fachmann findet allerdings zusammengestellt, was ihn interessirt, aber das übrige Publikum sieht hier Dinge, von denen es nie etwas gehört, nie eine Ahnung gedabt bat. Wenn man alle die prachtvollen Stoffe, die riesigen Vasen, Thon— und Erzgebilde, Silbergefäße, die gigantischen Spiegel, Scheiben und Kandelaber und die Werke der Kunst überblickt, so fragt man unwillkührlich, ob es auf der Erde Leute genug giebt, die hin— reichend solche Dinge kaufen, um ganze Fabriken zu beschäftigen; denn mit wenigen Ausnahmen sind diesmal nur gangbare Erzeugnisse ausgestellt, keine Meister- oder Kunststücke. Ueberall erkennt man die Absicht, die Ausstellung möglichst praktisch, nützlich und lehrreich zu machen. Nirgends hat man in der That Gelegenheit, in kurzer Zeit so viel zu lernen, als auf dieser Ausstellung. Nach unserem Geschmack ist, namentlich außerhalb des Gebäudes im Park vielleicht etwas zu viel des Guten gethan und der Unterhaltungs- und Schaulust des französischen Volkes etwas zu viel Rechnung getragen, im Ganzen aber ist so viel des Lehrreichen und Nützlichen geboten, daß man Monate lang studiren könnte, ohne fertig zu werden. Eine Menge von Industrien wird hier im Maschinenraum wirklich ausgeübt. Vor den Augen des Besuchers entstehen hier alle die Dinge des gewöhnlichen Bedarfes, deren Anfertigungsweise die wenigsten Menschen kennen. Die schöne Frau, welche mit nachlässiger Hand das seidene Band zerknittert, das ihren Hut schmückt, kann hier mit eigenen Augen sehen, welche Mühe seine Herstellung kostet. Verblüfft wird sie vor dem merkwürdigen Werkzeug stehen und beim Anblick der Hunderte von Karten, Stäben und Fäden einsehen, was es Jacquard für Kopfzerbrechens gekostet haben mag, bis er seinen Webstuhl erfunden hatte. Hier ent— stehen Hüte aus einem Haufen von Hasenhaaren, die man selbst in der Hand hatte und man kann den Hergang des Ganzen genau verfolgen. In 5 Minuten hat man die ganze Hutfabrikation kennen gelernt. Dort wird Baumwolle gesponnen und auf den mannichfachsten Maschinen zu allerlei Geweben verarbeitet. Hier werden von 2 Ara— bern Korke geschnitten, dort die ganze Seiden— fabrikation von der Abhaspelung des Cocon's an vor die Augen geführt. In der französischen Ab; theilung, wo dieß speciell berücksichtigt ist, kann man die ganze Schuhmacherei mit Maschinen sehen, lernen, wie Diamanten geschliffen, Holzbilder geschnitzt, Elfenbein gravirt, Medaillen in ver— kleinertem Maßstabe wieder gegeben, Blumen und Kämme gemacht, Spitzen geklöppelt, Buchstaben gegossen, gesetzt und gedruckt werden, wie ein Buch gebunden wird u.. w., wie man Erz gräbt, wie ein Bergwerk aussieht, wie die Steinkohle gewonnen, Stahl fabricirt, Blech gewalzt wird ꝛc. Dieses Element der Belehrung ist vielfach durch⸗ geführt und theilweise sogar bis zu einer förm⸗ lichen Geschichte der Arbeit ausgegipfelt. Tritt man von dem inneren Hofe aus durch einen der Hauptgänge ein, so trifft man zuerst auf die Werkzeuge der Urzeit, der Steinperiode, Aexte, Messer und Sägen aus Stein, Nähnadeln aus Horn, dann Werkzeuge aus Kupfer oder Bronce, wie man gewöhnlich sagt, dann solche aus Eisen und damit gefertigte Waaren. Und von dieser historischen Ausstellung kommt man sodann zu den Werkzeugen der Neuzeit. In der deutschen (bayrischen) Abtheilung z. B. ist in ähnlichem Sinne in der Vorhalle eine Geschichte des Pfluges in 42 vollständig naturgetreuen Modellen, von dem egyptischen Krummholz an bis zum amerika— nischen Adlerpflug ausgestellt, ebenso eine Ent— wickelungsgeschichte der Lithographie, die bekanntlich in Bayern erfunden wurde. Ein anderes, diesmal neues Element der Aus— stellung auf der man förmlich Kulturgeschichte studiren kann, das ist das Völkergewirr im Park, wo man fast alle Völker der Erde in ihrem häuslichen und öffentlichen Leben kennen lernen kann. Veranlaßt durch Napoleon selbst und die aus politischen Rücksichten hervorgegangene specielle Fürsorge der französischen Regierung für die s. g. Arbeiter, befinden sich hier Muster aller Wohn- häuser der mittleren und unteren Klassen in den Hauptstaaten Europa's, sowie Modelle von Arbeiterwohnungen, wie man sie bei möglichst niederem Preise für die praktischsten hält. Die ersten sind mit allen Geräthschaften der Bewohner ausgestattet und drinnen in der Halle kann man diese selbst in ihrer Landestracht, da und dort auch wohl lebendig herumwandeln sehen. Der ganze Haushalt, das Leben und geschäftliche Treiben der Bewohner tritt Einem hier vor die Augen; man sieht wie der Russe, der Schwede lebt und von was er lebt, wie er seinen Boden bebaut, wie der Lappländer fischt und jagt,(auch ein Ellenthier ist in der deutschen Abtheilung aus— gestellt), wie die Häringe gefangen und zugerichtet werden, wie der Wallfisch ausgebeutet wird. Ferner wie vornehme Türken und Indier leben, die förmliche Paläste errichtet haben. Ihre Gottes— verehrung kann man sogar kennen lernen und ihr öffentliches Leben; hier ein tunesisches Kaffeehaus, dort ein türkisches, da eine deutsche Bierhalle, dort ein chinesisches Theater, da ein egyptischer Tempel mit 2 Reihen Sphinxen, dort ein indischer; und was Täuschung vollständig macht, überall die frappantesten Typen der Völker als Hüter der Tempel oder Häuser, oder selbst als Besucher umherwandelnd. Wir suchen ermüdet von dem vielen Sehen das tunesische Kaffeehaus mit seiner drolligen Musik auf, da traben neben uns hoch in der Luft ragend zwei Beduinen auf flüchtigen Dromedaren an uns vorbei und am Eingang überreicht uns ein Indier im Namen der Bibel— gesellschaft, welche im Park ein besonderes Ver⸗ kaufslokal für Bibeln in allen Sprachen der Erde hat, ein frommes Traktätlein zu unserer Erbauung und etwaigen Bekehrung. Links sitzen am chinesischen Theater 2 Damen mit entschieden schiefen, aber eigenthümlich interessanten Augen, begafft von der französischen Männerwelt; und um nicht nutzlos zu sitzen, verkaufen die klugen Aeltern ringsum die Photographien der asiatischen Huldinnen. Ein fast ständiger Menschenzug deutet die Nähe der Wiener Bierhalle von Dreher an, worin Mädchen in den verschiedenen Landestrachten den edlen Gerstensaft, der beste in der Ausstellung, eredenzen, zum Theil am Schenktisch thronen. Dicht daneben kann man auch die östreichischen Weine kennen lernen und dann treten wir in das türkische Kaffeehaus, wo 6 türkische oder georgische Schönheiten, wie uns scheint, mit goldenen Diademen, Mokka herumreichen. Etwas weiter ist die spanische Kunstausstellung, im maurischen Style, ein wahrer Palast.— So reiht sich in stetem Wechsel Volk an Volk mit dem Sehens- werthesten, das es bieten kann. Um den Eindruck eines Sammelplatzes aller Völker der Erde vollständig zu machen, ist auch das Negerbataillon, welches der Pascha von Egypten Frankreich zur mexikanischen Expedition geliehen und wovon leider nur die Hälfte zurückkam, nach Paris gebracht worden. In weißen Gewändern wandeln diese schlanken und ziemlich großen Söhne Aethiopiens truppweise durch die Ausstellung, mit vieler Theilnahme Alles betrachtend. Viele Fremde, u. A. die jungen Japanesen, welche zur Aus- stellung gekommen sind, haben, belästigt durch das Auffallende ihrer Tracht, europäische Kleider an— gezogen, wobei den Genannten das Unterbringen ihrer langen Zöpfe, die natürlich nicht beseitigt werden dürfen, große Schwierigkeit bot. Glück— licherweise bieten unsere sonst so unbequemen und unpraktischen Hutofenrohre Raum genug, um nicht blos hohle Köpfe, sondern auch die größten Zöpfe zu verbergen. Ganz ist dies zwar nicht gelungen, da hinten der Sitz des Zopfes noch etwas sichtbar bleibt. Aegypten hat einen eigenen Pavillon im Innern der Maschinenhalle, wo den ganzen Tag ein schwarzer Aufseher auf seinem Sessel sitzt, umgeben von einigen Dienern, die etwas gebrochen Französisch sprechen und den Besuchern die Ge— räthe erklären. Um die Täuschung zu vollenden, werden da und dort Früchte aus Afrika, Schachteln mit Eingemachtem aus Südamerika verkauft, süße Pataten, Kokosnüsse ꝛc. und in der Nähe der Küchen kriechen kleine Schildkröten herum, als wandelnde Reklame für die Aechtheit der servirten turtle- soup. Köstlich ist auch die Sprechweise, welche sich bereits herausgebildet hat. Die Orien- tirung im Gebäude ist nämlich ziemlich leicht, wenn man sich nach den Ländern richtet. War man in der englischen Maschinenhalle und will man in Bayern ein gutes Glas Bier trinken oder einen Freund treffen, so antwortet der befragte Aufseher ungefähr so: gehen Sie von England über Amerika nach Afrika, dann kommen Sie von da über Italien und die Schweiz nach Oestreich, an das sich Bayern anschließt. Frankfurt a. M. Aus dem soeben veröffentlichten fünften Jahresberichte der Dr. Steffan' schen Augen⸗ heilanstalt dabter geht hervor, daß die Zahl der im Zet traum vom 1. April 1866 bis 1. April 1867 bde⸗ handelten Augenkranken die Summe von 2120 erreicht hal; davon fanden 950 vollkommen freie Behandlung und insoweit es die Schwere der Erkrankung erforderte, auch freie Verpflegung und Verköstigung. Operationen kamen in dem genannten Zeitraum 159 vor, 149 mit anne Erfolg, 7 mit Besserung und 3 ohne Ecfolg. Die Einrichtung der Anstalt ist der Art, daß Augen- kranke, welche keine unentgettliche Behandlung be⸗ anspruchen, sich in die Privatanflalt des Arztes(Kroͤger⸗ ftraße 8 in Frankfurt, Sprechzeit 3—5 Nachmittags) zu wenden haben, während für Augenkranke, welche unentgelt · lich bebandelt zu werden wünschen, die Augenklinik in Sac ssenbausen besteht(Dreikönigstraße, Eingang Bäcker⸗ gasse 2, Sprechzen ½12 dis ½1 Ubr Mitiags) 1691 Oeffentliche Aufforderung. 1609 Alle bekannte, wie unbekannte Gläubiger des Ortsbüörgers, Land⸗ und früheren Gastwirtbes Jakob Meier von Schwalheim werden zur Eingebung eines Nachlaß⸗ oder Stundungs⸗Vertrags arf zreitag den 26. Jul t d. J., Vormittags 8 Ubr, untet dem Anfügen anher eingeladen, daß die Beschlüsse der Mehrheit der gebörig auftretenden Gläubiger auch für die ungenügend vertretenen oder ausbleibenden Gläubiger als bindend angesehen werden sollen. Nauheim am 20. Juni 1867. Großberzoglsches Landgericht Rauhetm Ur ch, Suppe, Landrichter. Landgerichts⸗Assessor. Roggenbrodmehl, 464% auf Beilangen Zahlungofrist bis 1. October d. J. empfehlen Gebrüder Löb. 8 t Versteigerung. 1689 Die auf Mittwoch den 24. Juli l. J., Vormittags 11 Ubr, in dem Gemeindehause zu Kaichen abzuhaltende Versteigerung der dem Großherzoglichen Domaniaffiscus zusiehenden, in diesem Blatte Nr. 68 näher beschriebenen Hofraithe nebst Oeconemsegebaͤuden und Grabgarten zu Kaichen wird in Erinnerung gebracht. Friedberg am 6. Jult 1867. Großherzogliches Rentamt Frledberg -n. H. Beachtenswerth! 201 Unterzeichneter besitzt ein vortreffliches Mittel gegen nächtliches Bettnässen, sowie gegen Schwächezustände der Harnblase und Geschlechtsorgane. Auch finden diese Kranken Aufnahme in des Unterzeichne ten Peilanstalt. Speclalarzt Dr. Kirchhoffer in Kappel bei St. Gallen.(Schweiz.) Arbeits-Versteigerung. 1694 Samstag den 13. Juli 1867, Nachmittags 2 Ubr, sollen auf dem Büreau des Großherzoglichen Bürger⸗ meisters zu Rockenberg nachstehende Arbeiten einer öffentlichen Versteigerung ausgesetzt werden: 1) Lieferung einer eisernen Pumpe, laut Kosten · üderschlag zu 127 fl. 30 kr. 2) Steinbauerarbeit 10„— 3) Zimmerarbett. 4) Ausräumen des Gemeinde-Brunnens 6„ 30„ Gambach den 8. Juli 1867. Schneider, Bezirks⸗Bauaufseber. w Mineralwasser 1679 als Ludwigs, Selterser, Domburger⸗, Schwal⸗ bacher⸗, Kiffinger⸗, Karlsbader, Wildunger und Friedrichshaller Bitterwasser in stets srtschester Füllung 5 bel Ph. Dan. Kümmich. 2 1 10 0 Nauheimer Mutterlauge und Badesalz 1690 ist fortwährend bei der unterzeichneten Stelle in bester Qualität zu beziehen. wird zu 3 fl. pro Ohm loco Saline verkauft. Glasballons Mutterlauge in Körben oder sehr gut gedichtete Fässer können von den Abnehmern zum Transport gestellt werden. Die Salinenverwaltung berechnet erstere zu 1 fl. 45 kr. und nimmt sie zu 1 fl. 30 kr. franco zurück. B 75 1 oder eingedickte Mutterlauge kostet per Zentner loco Saline Badesalz ꝛ u= 3 fl. 30 kr, w Faß 2½ Thlr.= 4 fl. 22½ kr. Wiederverkauser oder größere Abnehmer erhalten angemessenen Rabatt. Nauheim am 5. Juli 1867. Großberzogliches Salinenamt Nauheim. Kür Unterleibsbruchleidende. Briefauszüge an Gottlieb Sturzenegger in Herisau Schweiz. „Seit 2 Jahren litt ich an einem Toppelleistenbruch, der mir bisweilen unerhörte Schmerzen verursachte. Die zwei Töpfchen Ihrer vorzüglichen Bruchsalbe, die ich den 10. Jan. d. J. von Ihnen erhielt, haben so vortrefflich gewirkt, daß ich keine Schmerzen mehr spüre und vom Bruche fast gar nichts mehr beinerke. Ich bin so zu sagen von neuem geboren! Vorsichtshalber aber bitte ich Sie noch um 2 Töpfchen, denn ich will die Kur vollständig zu Ende führen.“— Treptow en der Rega, Pommern, den 27. Febr. 1867. C. G., Bäckerlebrling. Diese vorzügliche, durchaus keine schädlichen Stoffe enthaltende Bruchsalbe wird einfach Morgens und Abends eingerieben. Die Heilung geschieht ohne die mindeste Unannehmlichkeit,— ohne Entzündung zu verursachen. Einzig zu beziehen in Töpfen zu 1½ Thlr. Pr. Ert. oder fl. 2. 36 kr. Südd. Währg. oder fl. 3. Oe. W. beim Erfinder Gottlieb Sturzenegger in Herisau, Kt. Appenzell. Schweiz. NB. Nach Oesterreich kann keine Nachnahme erboben werden. 1699 Holz ⸗Versteigerung. Verstei erun 1693 Dienstag den 16. d. Mis. soll im blesigen Ge 9 g. meinde walde, im Distrikte Kunzbach, nachbezeichnetes 1692 Mittwoch den 17. d. M., Vormittags um 10 Uhr, Gehölz veistelgert werden. sollen dabier aus der Nachlaß des verstorbenen Grafen 1½ Stecken Erlen⸗Scheitholz, Rudolpb 0 Stolberg⸗Wernigerode Erlaucht 7„ Eichen⸗Prügelholz, gegen gleich baare Zahlung vecsteigert werden: „maden 17 4 bis 5 Wagen, darunter mehrere neue elegante, 15 Erten⸗ 2 Schlitten, 2¾„ Eichen Stockholz, Pferdegeschirr verschiedener Art, tück Buchen, eller, circa 100 Flaschen diverse Weine, Eichen⸗Bitken⸗Wellen, 700 Stück Flaschen verschiedener Art „ Erlen Nadelbolz. Wellen, Kaufliebbaber werden eingeladen zur bestimmten Zeit 27 Stecken geschältes Eichen⸗Prügelbolz, im his figen Schloßhofe fich eiazufinden. 7000 Stück Schälholz⸗Wellen, Gedern am 8. Juli 1867. Eichen Astwellen, Mickel, Kammerrath. 2 Wa en 16 Läste allerlei Holz, 5 5 i i Veröffentlichung. 675 Stück geschälte Eichen Baumstützen. Der Anfang in präcis Morgens 8 Upr. Der Schlag grenzt an die von hier nach Ziegendergf 1698 An Stelle des pensionirten Fürstlichen Kammer- führende Chaussee. raths Derrn Kießling ist der Kammerrath Herr Zahlungstermin Marttinitag l. J. Demme mit der Verwaltung des Reytamts Hungen Ober⸗Mörlen am 9. Jult 1867. betraut, was bierdurch zur allgemeinen Kenntmiß ge⸗ Großherzogliche Bürgermetsterei Ober-Mörlen] bracht wird. Jeckel. Braunfels den 16. Mat 1867 1 5 Fürffliche Rentkammer Arbeits ⸗ Vergebung. Dr. Hüffe ll. 1697 Die zur Herstellung eines schmtedetsernen Ge⸗ Netz. länders auf die neu bergerichtete Mauer am Schloßwal[.» vahler nöthigen Arbeiten, als: Schlosserarbeit, veranschlagt zu 471 fl. 28 kr 1544 Dem Ratbe der vortreiflichen Schrift Weißbinderarbeit 30„ 45„„Keine Hämorrhoiden mehr!“, welche in wotrüder Plan, Voranschlag und Bedingungsbeft auf allen Buchhandlungen für 5 Sgr. zu be⸗ unserem Büreau zur Einsicht offen liegen, sollen auf kommen ist, verdanke ich die völlige Heilung von dem Submisstonsweg vergeben werden Die schrißtlichen memen langen und schweren Hämorrho'dalleiden Offerten sind versiegelt und mit Ausschrift: und bezeuge der Wahrbelt gemäß, daß ich mich „Submission——* 1 5 Herstellung eines jetzt des besten Woblseins erfreue. miedeisernen Geländers ꝛc.“* CE 2 versehen, längslens bis Wütwoch den 16. Juli d. 3. F. Eppener, Keipüvske Vormittags 10 Ubr, bei uns einzureichen. ee 5 Friedberg den 10. Juli 1867. E Kreisbauamt Friedberg Zu verkaufen . N K. 1695 babe ich einen von mir entworfenen und schön Rrullng. Bauaccesfift. ausgehauenen Grabstelr., Derseide ist 10 boch, 2½ breit, 2“ dick, bat fre stehende Säulen, reiche Ber⸗ Einen Lehrling zierungen und ist mit großer Sorg alt gearbeitet. 7 Nauheim den 9. Juli 1867. 1696 mit oder ohne Lehrgeld, sucht D. Mühlhäuser, 0 Ehristoph Ritzel, dosschmied. Sieinbauermeister. Tanzunterricht. 16368 Mit dem 1. August d. J. beginnt mein Tanz- unterricht, zu welchem ich mich bestens empfohlen halte. Anmeldungen werden freundlichst enteegengenommen in meiner Wohnung bet Herrn Peter Mann. Friedberg den l. Juli 1867. H. Moseler, Tanzlehrer. 1542 Endlich geheilt von meinen fürchterlichen Zabnschmerzen, danke ich dies lediglich dem in allen Vuchbandluncen für 5 Sgr. zu bekommenden Buche:„Keine Zahnschmerzen mehr“ und mache alle an hoblen Zähnen und rheumatischen Zahnschmerzen Leiden den darauf aufmerksam. C. Launer, Inspector. Ein kräftiger Junge findet dauernde Beschäftigung in der Buchdruckerei von Bindernagel& Schimpff. Versteigerung. 1688 Montag den 15. d. M., Morgens 9 Uhr, läßt die Unterzeichnete in ihrer Behausung öffentlich meist⸗ bietend versteigern: 1) 3 Hobelbänke, 2) vollständiges Schrelnerhandwerkszeug dazu, 3) etre Partie Pappein⸗, Eschen⸗, und Nußbaum ⸗ Bohlen, J) ein Kinderwägelchen und 5) verschledene Mannskleider. Steinfurth den 8. Juli 1867. Georg Benders Wittwe. ::: H 9 U keiten. Tbeerseife,! Se 18. been f bei all tischen Letden von Gichtwalte, art enter Wildang. 2 Pact . 18 und 30 kr. it Johren bekannt und berühmt, Eis-POmade. ius, Z. ghen unn rafhgen de Haare. à Flac. 18, 27 und 36 kr. von dem berühmten Hause Bergmann& Comp. in Paris. Pe st und Rochlitz i. S., empfiehlt Ph. Dan. Kümmich in Friedberg. 5 1443 Fruchtpreise. Per Malter. Friedberg, 9. Juli. Waizen 15 fl.— kr.; Korn 11 fl. 20 kr.; Gerste 9 fl. 5 kr.; Hafer 5 fl. 40 kr. rankfurt, 8. Juli. Weizen 15 fl. 45 kr.; Korn 12 fl. 20 kr.; Gerste— fl.— kt.; Hafer 9 fl. 40 kr. Grünberg, 6. Juli. Waizen 15 fl. 59 kr.; Korn 12 fl. 4 kr.; Gerste 10 fl. 1 kr.; Hafer 5 fl. 48 kr.; Molter— fl.— kr.; Erbsen 12 fl.— kr.; Wicken— fl. — kr.; Saamen 13 fl. 37 kr.; Kartoffeln 6 fl. 3 kr. Mainz, 5. Juli. Waizen 16 fl. 26 kr.; Korn 11 fl. 42 kr.; Gersie 9 fl.— kr.; Hafer 6 fl. 8 kr.; Kartoffeln 5 fl. 30 kr. Roggenstroh per 100 Gebund 19 fl.— kr. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Oruck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. Mitgetheilt von 8. Lindheimer. Frank(ur ter Cours. Oest. 250 fl. b. R. 1839 1½½ 6. „ 350,„ 1854 61 ½ b. Cours der Staatspapie re. 10 Juli 867. „100 Pr. I. 1858 118 ½ 6. „500. v. 1860% 71¾—72 2 LN 2 8— Oesterr. 0 5% Met. 1859 1, Lst. bg b. 0 Gr. Hess. 4% Obligat. 91 ½ P. 8 5. 95 5 0 6. 50% Nat.-Anl. 1854 0 3½% Obligation,—— Schwed. r. 10-L.. P. 1 50% steuerfreie Oblg. 48% G. 1 Sassau 4½0% Obl. b. th. 948% dez. Bod. 35 fl. Loos“ 53 C rreussen 4½0/ Obrigat. b. Ktn. 98 ½ P. 5 1% do d 89 P. 2 Korb 40 Tbl.-L. b. K 534 6. „ 0 do. do. 90½ 6. Kurhess. 40% Od), b. R. à 105 925 1—— Gr. Hess. 1 I. b. R. 5 10 Bayern o Obligation. 100% 6. Frankf. 3½0% Obligat. 2¼ G.„1 0 gunen 35 P. 1 4½% 1% chr. b. Rth. 94½ 0,. 30 1 40 s 2 Nass. 25 fl. L b. R. 35 P. 5 4% 00 do 90½ 6. Russland 50% Obl. i. L. à fl. 12 S6 G. I Sard. 36 Fr. L., b. B.. Würtemb. 4% Obl. b. Rth. 93½ P. Finnland 4½0%0 Pfdbr. i. R. 105⁵ 1 055 7 s Pütolen F. 9 4440 „ 10 do do—— Schweden 4½%(0. i. R. 3 105 85/ P. 2 5 Doppelte„ 2 5-47 aden 4½ö%/ Obligat. 95 P. 5 4½0/ Pfb. i. R. à 105—— S Preuss. Fried- d'or 9577 58 2 e. 88 6. N.-Amer. 60% St. i. E. 1882 7783/8, õ7t— Holl. fl. 10 Stücke 1 10 2 Noll einbezanlte Eisenbahn- Actien und Prioritäten.** 0 e e 0 9 2 4½% Bayr. Ostbahn 116½ C. ss% Liv. C. P.& b½. fr. A 28 ke. 31¼8, ½ 19 Engl. Sovereigns.„ 11 52—58 Abr. d. Frkf. 102127 8 50% Tosc. Centr.-Eisenb.-Pr. 47 2 Russ. Imperisles„ 9 45-7 ester. St.-Elnenb.-. 49 8 50% Elisabethbahn-Prior. 6% 73 8. Gold pr. Zoll-Pf.(„—— 1 Oest. Süd. St. u. Lomb. E. B. 02 ½ P. 5% do. neueste kmiss.%½ 71 6 S Ucbh. Siid. pr. Z. Pl.—— % Ost. Süd. St. u. Lomb. E. B. 45 P. 4½0% Hess. Ludwigsb.-Prior. 95 G. Preuss. Kassensceh.„ 1 45 I palats in God 6, 2 27— Wiener Wechsel- Cours 94½ G. Für An- und Verkauf aller Werthpapiere empfiehlt sich bestens unter Zusicherung reeller Bedienung und ertheilt gerne jede gewünschte Aunkunst über Verloosungen, Coupons- Zahlungen u. 8. W. S. Lindheimer in Friedborg. Unterbre⸗ Den . Abb —— Be tressend E an die wir unverzüt Betreffend 4 1 In Mandertrag⸗ worden A. Hesse mer. In lungen de Budget die Aufbrit von Eisenb erledigt. Gegenstand. sterum, na 8e Un jährigen Fel Gesegesentn ihm die ar Das Haus dert Woch. angeßellt! Nagdebur