iges Ung. Num zutwe, em paig. 1867. Donnerstag den 10. October. 5 M120. nzeiger für Oberhessen. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. * ——— Auf den„Anzeiger“ Friedberger Zutelligenzblatt. Erscheint jeden Dienslag, Donnerstag und Samstag. des Großherzogthums mit 33 kr. und bei der Verlags-Expedition mit 30 kr. kann man noch immer für die Monate October, November und Dezember bei den Poststellen abonniren. Amtlicher Theil. Betreffende Die Beiträge der waldbesitzendeu Gemeinden zu den Oberförsterelbesoldungen. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. In Gemäßbeit Verfügung Großh. Ministeriums der besoldungen im Verhältniß der Flachen der beitragspflichtigen vorläufig und vorbehältlich demnächstiger specieller Re vision auf den Grund der seitherigen aufgestellt worden. Auf desfallsiges Ersuchen Großh. Ober-Forst⸗ Friedberg den 4. October 1867. Finanzen sind die Beiträge der waldbesitzenden Gemeinden zu den Oberförsters⸗ Waldungen und von 6 kr. per Morgen zu berechnen und die erhöhten Beiträge Beitrage nach der unten folgenden Berechnung und Domänen-⸗Direktion geben wir Ihnen daher auf, die neuen Beiträge für 1867 in Ausgabe zu decretiren und soweit dies noch moglich ist in den Voranschlägen pro 1868 zu wahren. Trapp. o r 292 E* riedber g. 19 9 Hoch⸗Wetisel 169 13 29) Gemeinde Ober-Rosbach 203 39 * 5 2 5 5 K 1 8 b 3 8 ö 9 200 5 65 13 30) Ockstadt 85 55 Oberförsterei Münzenberg. Oberförsterei Butzbach. h Maibach 47 25 8 E 5 Münster 81 15 Oberförsterei Altenstadt. 1) Gemeinde Gambach 56 1611) Gemeinde Butzbach 199 10 23) 5 Ostheim 129 6 i N. 2 6 Oppershofen 1 812) Hospital daselbst 5 35 31) Geweinde Bönstadt 145 26 3) 8 Södel 108 31 13 Gemeinde Kirch⸗Göus 59 15 32) Florstadt 265 34 4 8 Steinfurth 4 3614) 5 Hausen ee Oberförsterei Ober-Rosbach. 33) Ilbenstadt. 21 50 5 Wölfersheim 44 3015)„ Nieder⸗Weise!l 273 4 1. 60 2 Wohnbach 115 36 16)„ Pohl⸗Göns 51 34 24) Private zur Burgvorstabt For st Nidda. 79 Mark Gambach 123 34 a Friedberg 5 23 Oberförsterei Bingen heim. 8)„ Griedel 81 58 Oberförsterei Hoch-Weisel. 25) Gemeinde Nieder⸗Mörlen 49 34 2 K. 9)„Rockenberg 350 3 fl. kr. 26) Nieder⸗Rosbach 76 91) Beienheim 30 4 10)„ Trais Münzenberg 22 1917) Gemeinde Bode nrod 45 43 27)„ Obder⸗Möͤrlen 62 542) Reichelsheim 5 61 39 18— Fauerbach J. 157 27 28) Mark Obermörlen 110 56[ 3) Weckesheim f — DVeffeuntlich e Nachricht. In hiesiger Stadt ist ein sog. Trauring von Gold gefunden und an uns abgeliefert worden. uns melden. sich bei Friedberg am 7. October 1867. Wer Ansprüche an diesen hat, wolle Großherzogliches Kreisamt Friedberg Tear a p p. Hessen. Darmstadt. Das Großherzogliche Regierungsblatt Nr. 41 enthält: I. Bekanumachung Großberzoglichen Ministertums des Innern, die mit Allerhöchster Ermächtigung Sr. Königl. Hoheit des Großheczogs genehmigten Statuten der Actien⸗ Gesellschaft„Aclien⸗Baumwollspinnerei in Blitzenrod bei Lauterbach in Oberhessen“ betressend. II. Diensinachrichten. Se. Königl. Hoheit der Groß⸗ herzog haben allergnäbigst geruht: am 10. Sept. den Ge⸗ richtsvollzieher Rube in Pfeddersheim in gleicher Eigen schaft nach Mainz zu versetzen;— an demselben Tage den Aspiranten des Gerichtsvollzieherdienstes Dapper aus Wies⸗ Oppenheim zum Gerichtsvollzieher mit dem Amts⸗ sitze zu Pfeddersheim zu ernennen;— am 14. Sept. dem Pfarramts⸗Candibaten Müller aus Sprendlingen, im Kreise Alzey, die evang. Pfarrstelle zu Nieder⸗Rosbach, im Decanate Friedberg, zu übertragen;— an demselben Tage dem Bezirksgerichtsrathe und seitherigen ersten Untersuchungs⸗ richter bei dem Bezirksgerichte Mainz Ludwig Schön, unter Belassung seines Richteramts, die Funktionen eines Unter⸗ suchungsrichters II. für den Sprengel des genannten Be · zirksgerichts— und dem Bezirksgerichtsrathe und sent⸗ herigen zweiten Untersuchungsrichter bei dem Bezirksgerichte Mainz Friedrich Lehne, unter Belassung seines Richteramts, die Funktionen des Untersuchungsrichters I. für den Sprengel des genannten Bezirksgerichts— Beiden auf die Dauer eines Jahres, vom 17. Oktober d. J. an gerechnet, zu verleihen;— am 17. den Friedrich Kerz aus Mainz zum Gehülfen an dem Naluraliencabinet, unter Verleihung des Charaklers als Conservator, zu ernennen;— an dem⸗ selben Tage dem Schullehrer an der evang. Schule zu Michelbach Otto die evang. Mittelschule zu Schotten zu übertragen;— an demselben Tage den von dem Kreisrath, dem kath. Pfarrer und dem Stabtvorstande zu Dieburg auf die erste kath. Knabenschulstelle zu Dieburg präsentirten Lehrer an ber zweiten kalh. Knabenschule daselbst Peter— mann für diese Stelle zu bestäligen;— an demselben Tage bem Buchhalter bei der Hauptstaatskasse Hahn die Stelle eines Rechners der Chaussee— und Flußbaukasse zu übertragen;— an demselben Tage ben Oberfeldwebel im 2. Inf.⸗Reg. Rullmann aus Darmstadt zum Kanzlisten bei der Direktion der Main⸗Neckar-Eisenbahn— und am 21. den Robert Bauer von Gießen zum Zeichner bei der Centralwerkstätte der Main⸗Neckar⸗Eisenbahn zu ernennen; am 24. dem Schullehrer an der evang. Schule zu Dirlammen Stein die evang. Schulstelle zu Köddingen— dem Schullehrer an der evang. Schule zu Feldkrücken Sommerlad die evang. Schulstelle zu Lauter— und dem Schulamts⸗ Aspiranten Metzger aus Gronau die dritte evang. Schulstelle zu Flonheim zu übertragen. III. Dienstentlassung. Se. Königl. Hoheit der Groß⸗ berzog haben allergnädigst gerubt: am 21. Sept. den Steuerpfandmeister in der Obereinnehmerei Nidda Felger in Schotten seines Dienstes zu entlassen. IV. Gestorben: am 1. Sept. der pens. Großh. Forst⸗ wart Blecher zu Ober⸗Rosbach;— 3. der evang. Schullehrer Listmann zu Stumpertenrod;— 5. der Revisions-Jnspektor Ackermann zu Mainz; 6. der Großh General-Consul zu St. Petersburg Freiherr v. Hauff;— 9. der Kreisdiener bei dem Kreisamt Bensheim Albinus;— 12. der Großh. Hofgerichts⸗Advokat Lauteren zu Darmstadt. — Nach den dem Reichstage gemachten und von diesem bereits genehmigten Vorlagen ist für das nächste Jahr die Ausführung folgender, durch das Großher⸗ jogthum ziehenden Telegraphenlinien vorgesehen: 1) Darmstadt⸗Dieburg-Groß-Umstadt, 2) Darmstadt- Heppenheim⸗Fürth-Erbach⸗Michelstadt, mit Schlei⸗ fen über Pfungstadt nach Gernsheim und nach Lorsch, 3) Frankfurt a. M.⸗ Meerholz⸗Büd ingen ⸗ Ortenberg⸗Nidda-Hungen-Grünberg⸗Gießen mit Schleife nach Schotten, 4) Fulda⸗Schlitz⸗Lauter⸗ bach-Alsfeld⸗Main⸗Weser-Bahn. Auf den Neben- orten werden die Telegraphen⸗Stationen mit den Postexpeditionen verbunden. Boraussetzung der Erbauung der 3 ersten Linien ist jedoch, daß das Eisenbahngestänge unentgeldlich zur Mitbenutzung eingeräumt wird. — Major Kerz von der Gendarmerie ist zum Commandeur derselben ernannt worden. — Ein Bericht der„Darmst. Ztg.“ vom 5. ds. über die Cholera in Fehlheim sagt: Die Choleraepidemie in Fehlheim ist seit dem 1. Oe— tober als erloschen zu betrachten; denn am 29. September kam der letzte Sterbfall vor und eine Cholerine bei einem 1¾ Jahre alten Kinde, das inzwischen genesen ist. Am 2. October Nachmit⸗ tags verließen die barmherzigen Schwestern Fehl- heim und kehrten nach Darmstadt zurück. Die dreitägigen Desinfectionen werden unter ärztlicher Ueberwachung noch einige Zeit fortgesetzt. Nach einer von Dr. Krauß im Bensheimer Anzeigeblatt gegebenen Uebersicht über die Fehlheimer Epidemie erkrankten in der Zeit vom 1.— 30. September an Cholera und Cholerine 60 Personen, wovon 29 starben, nämlich 19 Kinder im Alter von 3 Monaten bis zu 15 Jahren und 10 Erwachsene von 37 bis 80 Jahren. Den Armen Fehlh ims waren von Bensheim aus während der ganzen Dauer durch Vermittlung der Geistlichkeit, des Herrn Kreisraths und des Herrn Dr. Krauß ansehnliche Unterstützungen in Geld, Bettwerk und warmen Kleidungsstücken zugeflossen. — Nach der„Hess. Ldsztg“ soll die hiesige technische Schule eine geeignete Reform er- fahren, in eine polytechnische Anstalt umgewandelt werden und von dem Staate anstatt der bisheri- gen 20,000 fl. nunmehr 28,000 fl. Zuschuß erhalten. — Gießen. Die Jahres-Versammlung der vereinigten evangelischen Conferenzen aus beiden Hessen und Nassau findet am 16. October dahier statt. Angekündigt ist ein Vor- trag von Pfarrer Frickhöfer von Hadamar über die dermalige kirchenpolitische Lage in Preußen mit besonderer Beziehung auf die kirchliche Organisation der neu erworbenen Länder. Dr. Hager aus Darm- stadt wird Thesen über den Materialismus stellen. Preußen. Berlin, 47 Oetober. Reichs- tags⸗Sitzung. Simson referirte über die Ueberreichung der Adresse an den König. In seiner Ansprache an Letzteren hob er hervor, daß von der Burg Hohenzollern die Aufänge des preu— ßischen Königshauses ausgegangen, zu welchem 1 9 N 1 r——....——ůĩj—jçj—jç— — heute die Vertreter von 30 Millionen eines zu Einem Staatskörper geeinigten Volkes ihre Stim⸗ men erheben, eines Volkes, welches das Bewußt · sein hat, Maß und Gesetz seiner Bewegung, Fortbildung und Erweiterung ausschließlich in sich selber zu tragen. Der König erwiderte: Die in der Adresse ausgesprochenen Gesinnungen und Hoffnungen sind auch die meinigen, und daß der Einweihungstag der hergestellten Stammburg der Hohenzollern Zeuge des Ausspruches des Reichs⸗ tags ist, beweist, daß die Vorsehung mit dem hier entsprossenen Geschlechte und mit Preußen war und ist. — Dem Vernehmen nach ist durch Beschluß des Staatsministeriums festgesetzt worden, daß von den Beamten, welche Mitglieder des Reichs⸗ tags sind, keine Kosten für ihre Stellvertretung eingezogen werden sollen. — Der französische General Fleury, der auf einer Vergnügungsreise mit seiner Famil'e Mün⸗ chen, Salzburg, Wien, Dresden und Berlin be— sucht hat, ist von hier wieder abgereist. Er hat hier auch dem Grafen Bismarck, den er von früher her kannte, einen Besuch abgestattet. General Fleury hatte keineswegs eine politische Mission, weder in Wien, noch in Berlin; er nimmt, wie versichert wird, friedliche Eindrücke aus Deutsch⸗ land mit und hat sich in diesem Sinne in Privat- gesprächen ausgesprochen. — Der Reichstag hat in der Sitzung am 7. ds. den gesammten Militäretat angenommen und nach längerer Debatte die Anträge von Götz und Oehmichen auf Verringerung der Militär⸗ lasten und Ausdehnung der Beurlaubungen ver⸗ worfen. Ein Antrag Forckenbeck's, betreffend baldige Vorlegung eines Service-Gesetzes, wurde unter Billigung der Regierung angenommen. Kassel. Dem Obergerichts- und Geheimen Justizrath Eggena in Marburg, dem Ober- gerichtsrahch Baumgard in Kassel und dem Obergerichtsrath Zincke in Marburg ist die nachgesuchte Entlassung aus dem Justizdienste mit Pension bewilligt. Frankfurt. Die„Frkft. Ztg.“ brachte kürz⸗ lich bemerkenswerthe Aeußerungen des Grafen Bismarck, welche derselbe Frankfurter Bürgern gegenüber gethan haben soll. Darnach hat der Minister seine wohlwollenden Gesinnungen für Frankfurt in der wärmsten und eindringlichsten Weise wiederholt ausgesprochen:„Frankfurt müsse ebenso gestellt sein, wie jede andere große preußi⸗ sche Stadt; ja, es habe die Stadt ein Recht, mehr zu verlangen, denn die neuen Verhältnisse hätten ihr große Verluste und Einbußen gebracht; Frankfurt müsse seinen alten Glanz und seinen wohlbegründeten Ruf bewahren; es müßten der Stadt die Mittel belassen werden, um ihre Be⸗ dürfnisse reichlich zu decken. Wenn durch frühere unrichtige Ansichten und Ausfstellungen Irrungen und Zögerungen entstanden seien, die er bedaure, so hege er dagegen die Ueberzeugung, daß bei einer billigen Beurtheilung der Thatsachen ein Einverständniß sich leicht erzielen lassen werde. Ueber die Stadt äußerte sich der Herr Minister⸗ präsident in der freundlichsten Weise. Die Frank- furter seien ihm während seines langjährigen Aufenthaltes bekannt und werth geworden.“ Hanau. Die hiesige Zeitung meldet, daß der Kurfürst damit umgehe, in Prag ein Palais zu miethen, um für den bevorstehenden Winter dort seinen Aufenthalt zu nehmen. Dagegen soll die bestimmte Absicht bestehen, Hanau als eigent⸗ lichen Wohnsitz beizubehalten und namentlich im Sommer hier Residenz zu nehmen. Bayern. In einer am 6. October in Augsburg abgehaltenen Landes ⸗Versammlung der Fortschrittspartei, welche von etwa 1000 Personen besucht war, referirte Professor Mar- quardsen über die Stuttgarter Resolutionen, welche einstimmig angenommen wurden. Von den ge⸗ haltenen Reden heben wir hervor: Crämer aus Doos sprach gegen die Bewegung in der ultra- montanen Partei; Erhard aus Nürnberg schilderte das Unheil, das für das Land aus der Ableh⸗ nung des Zollvereins erwachsen könnte; Völk von hier sprach für den Anschluß an den norddeutschen Bund(Beifallssturm;) Beckh aus Lindau für die Freiheit durch die Einheit und für einiges Zu⸗ sammenstehen gegen das Ausland; Fischer aus Augsburg sprach über die Social-Gesetzgebung in Bayern und vertheidigte erfolgreich die Beschlüsse des Ausschusses gegen die Angriffe, denen sie aus gesetzt waren; Stauffenberg war für die Reform des bayerischen Heeres nach preußischem System. Der Ausschuß wurde wiedergewählt. Die Ver⸗ sammlung sprach sich einstimmig und entschlossen für die Einigung Deutschlands aus, sowie für die energische Abwehr des Auslandes. — Das preußische Königspaar wurde bei seiner Ankunft dahier vom Könige von Bayern im Bahnhof unter großem Jubel des zahlreich versammelten Publikums empfangen. Nach einem im Bahnhofe eingenommenen Diner wurde die Weiterreise nach Nürnberg fortgesetzt. Auch dort hatte sich eine große Volksmenge versammelt und begrüßte die Ankommenden enthusiastisch; Abends fand Fackelbeleuchtung statt. Württemberg. Stuttgart. Am 5. ds. ist das königliche Deeret von Friedrichshafen hier eingetroffen, welches den Landtag auf den 18. October, den Jahrestag der Schlacht bei Leipzig, einberuft, zu einer der wichtigsten Sessio⸗ nen, die je in Württemberg stattgefunden haben. — Nach den letzten Bestimmungen werden der König und die Königin von Preußen am 10. October von Weimar nach Baden⸗Baden reisen. Oesterreich. Wien. Die„Abendpost“ bezeichnet in einer von guter Seite herrührenden Darstellung die Gerüchte über eine durch die Con⸗ cordatsfrage angeblich herbeigeführte Ministerkrisis als unbegründet. Der Reichskanzler sei vielmehr, im vollen Genuß des Vertrauens der Krone be— strebt, die nöthigen Concordats-Reformen vorzu- nehmen. Die Regierung sei entschlossen, den Weg der inneren Gesetzgebung zu betreten, unbehindert von auswärtigen Einflüssen die wichtigsten und nothwendigsten Beziehungen des interconfessionellen Lebens zu regeln, und soll mit der Reform der Schule der Anfang gemacht werden. — Die„Debatte“ vom 8. ds. meldet als verbürgt, daß der Kaiser, dem Ministerverant⸗ wortlichkeits⸗Gesetze entsprechend, das Ministerium beauftragt hat, die bischöfliche Adresse zu berathen und darüber Bericht zu erstatten.— Die„Presse“ und die„Debatte“ melden über⸗ einstimmend, daß die Brüder des Kaisers, die Erzherzöge Karl Ludwig und Ludwig Victor, ihn nach Paris begleiten werden, und daß die Dauer seiner Abwesenheit auf neun Tage festge⸗ setzt ist. N Frankreich. Paris. Marschall Niel hat eine neue Einrichtung für die Uebungen der Reserve getroffen, welcher von Fachmännern große Wichtigkeit beigelegt wird. Die jungen Leute der Reserve aus der Altersclasse von 1866 näm⸗ lich werden nicht, wie sonst, zu gemeinsamen Uebungen unter sich als Keserven zusammengezo gen, sondern vielmehr unter ihre resp. Regimenter und Corps aus der Linie derart vertheilt, daß die Reservisten in Gemeinschaft mit den schon ge⸗ dienten Soldaten ihren Exercitien obliegen. — Die Liberté erfährt, daß der italienische Gesandte, Herr Nigra, dessen Reise nach Biarritz se ungewöhnliches Aufsehen in Paris macht,„von Rattazzi die Mission erhielt, dem Kaiser zu er⸗ klären, das italienische Cabinet könne die Actions; partei nicht länger zurückhalten, eine rasche und gründliche Lösung der römischen Frage sei unum⸗ gänglich geworden.“ — Die„Patrie“ zeigt jetzt auch an, daß der Kaiser von Oesterreich allein zur Aus⸗ stellung kommen werde; die Kaiserin Elisabeth sei durch Gesundheitsrücksichten verhindert, ihn zu be⸗ gleiten. — Wieder ist einer der treuesten Anhänger des Kaisers zu Grabe gegangen. Der frühere Finanzminister des zweiten Kaiserreichs, Achille Fould, starb plötzlich am 6. d. in seinem Schlosse bei Tarbos. Derselbe wurde am 17. November 1800 als Sohn eines reichen jüdischen Banquiers geboren. Er erlernte im elterlichen Hause die Handlung, fand aber auch an den schönen Künsten Geschmack, deren Studium er auf Reisen in Italien und im Orient sich mit vielem Eifer widmete. Nach Frankreich zurückgekehrt, ward er Associé seines Bruders Bénite Fould, des Chefs der Firma„F. Oppenheim u. Co.“ und wurde schon während der Regierung der Julidpnastie vielfach zu öffentlichen Ehrenämtern berufen, auch bei finanziellen Maßregeln von der Regierung vielfach zu Rathe gezogen. Nach der Februarrevolution wurde er für Paris in die constituirende Natio- nal versammlung, später in die Legislative gewählt, und erregte durch seine von anderer Seite ais abenteuerlich bekämpften finanziellen Pläne Auf⸗ sehen. Mit der Bildung des bonaparristischen Cabinets erhielt er das Portefeuille der Finanzen, das er mit geringen Unterbrechungen bis zum vorigen Jahre verwaltete. Seit 1857 war er auch Mitglied der Academie der schönen Künste. — Man versichert aus guter Quelle, daß nach dem vom Kaiser in Biarritz angenommenen Rouher'schen Programm die Nicht⸗Intervention die Basis der auswärtigen Politik Frankreichs sein wird. Der Papst soll bis zu seinem Tode die weltliche Gewalt in Rom behalten, mit seinem Nachfolger aber ein Arrangement getroffen werden, wodurch seine geistliche Autorität garantirt wird. Im Innern sollen die Rüstungen beendet und die Cadres der Armee erweitert werden, ohne den Effektivstand des Heeres zu vermehren. In diesem Sinne soll das Reorganisationsprojekt eine Modi⸗ fication erfahren. f Großbritannien. London. Der Vor⸗ stand des„Deutschen Rechtsschutzvereins in London“ steht sich durch ein Circularschreiben genöthigt, öffentlich zu erklären, daß die Vereinsmitglieder sich nicht für berechtigt hielten, ihre Thätigkeit länger als bis zum 30. November fortzusetzen, wenn nicht vor diesem Datum dem Verein die Mittel zur Weiterverfolgung seiner Zwecke an die Hand gegeben würden. Das einzige Resultat des Hülferufs, welchen der Verein gelegentlich seines letzten Jahresberichtes erließ, um sein ge⸗ fährdetes Bestehen zu sichern, war die Bewilligung eines jährlichen Beitrags von 100 Thlrn. von Seiten des Rathes der Stadt Leipzig. Wenn man bedenkt, daß durch den Verein bereits 300 Civil⸗ und Criminalfälle aufgenommen und bei⸗ nahe alle zu Gunsten der Betreffenden gerichtlich durchgeführt worden sind, außerdem aber noch 900 Fälle, welche vor denselben gebracht wurden, ihre Erledigung durch practischen Rath oder Ver⸗ mittelung auf gütlichem Wege gefunden haben, so kann man wohl die Hoffnung aussprechen, daß genügende materielle Unterstützung das Fortbestehen des Vereins, der namentlich von den in London lebenden Deutschen so oft und erfolgreich in An⸗ spruch genommen wurde, sicher stellen möge. Italien. Depeschen aus Florenz vom 6. ds. melden: Garibaldi hat eine Proclamation erlassen, worin er die Italiener zum Zuge gegen Rom auffordert. In Turin haben Demonstra⸗ tionen für„Rom, dit Hauptstadt Italien's,“ statt⸗ gefunden. a — Ein Versuch Garibaldi's, von Caprera wieder nach dem Festland zu gelangen, ist durch die Dazwischenkunft eines in der Nähe der Insel verweilenden Königlichen Kriegsdampfers vereitelt worden. Garibaldi, der bereits einen Dampfer bestiegen hatte, mußte sich auf seine Insel zurück⸗ begeben, erließ aber vorher noch eine an die Italiener gerichtete Proelamation, in welcher er dieselben auffordert, in jeder Weise in der Er· lösung Rom's fortzufahren, und, wenn sie seiner Mitwirkung bedürftig seien, so zähle er darauf, daß sie daran denken würden, ihn zu befreien. — Die Nachrichten aus Rom bieten nichts Näheres, da die Telegraphen⸗ Verbindungen an verschiedenen Orten zerstört und andere zuverlässige Berichte nicht über die Grenze zu gelangen ver⸗ mögen. Aus allen einlaufenden Nachrichten geht indeß hervor, daß die Invasion Fortschritte macht, überall zeigen sich garibaldianische Corps und be— unruhigen die päpstlichen Truppen. Der Papst soll in Paris haben erklären lassen, daß er in keinem Falle eine italienische Intervention dulden Ameril 1. Stptenbtt nilan i Guß abges Mission de — ganterba Ir Spal und stiebberg un. 100 fl. zugew! Fraukfr meldet: End sonen zu del männlichen Juhten die b derung macht Kisten mit th während ber! — Mi Fir d weilt mit der einet Zahlun = 1 Sid Die bei jedem K Vylung der deins erfor Dor 2404 Wi Wee war ur 28. Oe abgehalte uud dei gtrichtlih ber koch purden, pder Ber 1 baben, n, daß nubestehtn London in An · *. 111 vol danatiol igt gegen denen“ 6, datl⸗ „ Caprera i il durch den Jus A vuttil 1 Daupsa 77 werde; er werde Rom verlassen, falls die Unab- hängigkeit des Römischen Stuhles bedroht sei. Man versichert, daß sich der Papst aber nicht in's Ausland begeben, sondern sich zunächst nach Ci⸗ vita Vecchia zurückziehen werde. — Die Journale verlangen, daß die Regie- rung den Aufständischen in der Besetzung Rom's zuvorkomme. Neueste Nachrichten melden, daß die Insurgenten sich der Stadt Rom nähern. Der biesige spanische Consul verweigert, Pässe nach Rom zu visiren. Amerika. Man meldet aus Mexico vom 7. September: Der Leichnam des Kaisers Maxi- milian ist hier angekommen; er ist nach Vera- Cruz abgesandt worden. Man versichert, die Mission des Admirals Tegethoff sei geglückt. Lauterbach. Die Generalversammlung der Actionäre der Spar- und Leihkasse dahier hat der Blindenaustalt zu Friedberg und dem Invalidenfonds zu Darmstadt je 100 fl. zugewiesen. Fraukfurt. Der wird von hier ge— „M. ⸗ Ztg. meldet: Endlich gelang es, eine Bande von acht: Per- sonen zu verhaften, welche in Verbindung mit vielen männlichen und weiblichen Gehülfen und Hehlern seit Jahren die hiesige Eisenbahn zum Gegenstand ihrer Plün⸗ derung machten. Erst kürzlich stahlen sie acht Koffer und Kisten mit theilweise sehr werthvollem Inhalt, indem sie während der Nacht die auf der Bahn stehenden Waggons unehrenhaft für hundert erbrachen Die meisten Angeschuldigten sollen übrigens dem ehemaligen Frankfurter Bataillon angehört haben. Auch in benachbarten hessischen Orten wurde gestern Haus⸗ suchung vorgenommen. Darmstadt. Die Direction der hitsigen Realschule macht bekannt, daß Montag den 14. Oct. l. J. das neue Schuljahr beginnt. Schüler, welche die 1. Classe dieser Schule mit dem Zeugniß der Reife verlassen, erlangen damit gewisse Berechtigungen für den Civil⸗, namentlich den Postdienst und insbesondere das Recht, als einjährige Freiwillige dienen zu können. Darmstadt. Die neulich etwähnte, am 7. d. ab⸗ gehaltene Versammlung, welche wegen Begründung von Arbeiterwohnungen berieth, war von etwa 50—60 Theil⸗ nehmern besucht. Allseisig wurde das vorliegende Be⸗ dürfniß anerkannt und deßhalb die Erwählung eines aus 10 Personen bestehenden Comités, das einer demnächst einzuberufenden größeren Versammlung die geeigneten Vorlagen machen soll, beschlossen. Alzey. Kürzlich wurde in der Kirche zu Alzey ein⸗ gebrochen. Als der That verdächtig ist nunmehr ein blut⸗ junges Bürschchen in Untersuchung genommen worden, das nach seinem Geständniß durch diese Handlung den Kirchen— diener um sein Amt zu bringen gedachte. „ Zum Genfer Friedenscongreß hatte Frau Fanny Lewald au Karl Vogt als geistigen Beitrag zehn Thesen geschickt, welche lausen: 1) Eine Streitigkeit durch die Faust oder durch den Stock zu entscheiden, ist unwürdig und unehrenhaft. 2) Was für den einzelnen unwürdig und unehrenhaft ist, das ist auch unwürdig und tausend, zehntausend, hundert— 4 tausend. 3) Wenn es unwürdig und unehrenhaft ist, seine eigenen Streitigkeiten durch eine Prügelei zu enischeiben, so ist es noch viel unwürdiger und unebrenhafter, sich auf Befehl eines Dritten und zu bessen Nutzen zu schlagen und Menschen zu tödten, die Euch persönlich nichts zu Leide gethan haben. 4) Zwei Menschen, die sich auf ofsner Straße schlagen, werden von jedem vernünftigen und gebildeten Manne getadelt, und es kommt Nie⸗ mandem bei, den Sieger zu bewundern. 5) Warum be⸗ wundert man den Sieger in einem Kampfe, der von 100,000 Menschen um eines Vortheils willen, der fast niemals ihr eigner ist, geliefert wird? 6) Wenn zwei Menschen auf der Straße sich prügeln, fällt es ihnen nicht ein, Gott zum Zeugen aufzurufen oder zu glauben, daß Gott sich speziell um den Ausgang dieses Kampfes küm⸗ mert. Ganz ebenso wird es mit zehn Menschen sein, die sich unter einander prügeln. 7) Wenn zwei Menschen, welche sich prügeln, sich unterfingen, von dem Gotte der Prügeleien zu sprechen und den Beistand Gottes für ihr unvernünftiges und unwürdiges Thun anriefen, so würde man mit Recht sie Narren oder Gotteslästerer schelten. 8) Ebenso würde man für Narren oder Gotteslästerer die zehn oder zwanzig Mann halten, welche sich auf offner Straße schlügen und den Gott der Prügeleien anriefen, daß er insonderheit der einen oder anderen Seite der Kämpfenden beistehe. 9) Welches ist nun die Zahl, die erforderlich, damit jenes Wesen, das Ihr Gott nennt und das Ihr als den Gott der Liebe anruft, Partei ergreife in den Prügeleien und in den Kämpfen ungebildeter und unvernünftiger Menschen? 10) Glaubt Ihr wirklich, daß Zahl und Masse Eindruck machen könne auf Gott, dessen Wesen die Unendlichkeit ist? Glaubt Ihr nicht, daß es eben so gotteslästerlich ist, von einem Gol der Schlachten wie von einem Gott der Prügeleien zu sprechen? * Zraunkohlenverkauf. 2271 Für die gegen Credit zu beziehenden Braunkohlen beginnt auf dem Großberzoglichen Dorheimer Berg; werke mit dem 1. October 1867 eine neue Credttpersode laufend bis Ende December 1867 und verbunden mit einer Zahlungsfrist bis Ende März 1868. 14 Stück Klötze. Der Preis der Koblenklötze ist wie seither 12 Kreuzer für 1 Centner Die Fuhrleute wollen die Gegenscheine, welche ihnen bei Abgabe des Bürgscheins eingebändigt werden, bei jedem Kohlenbezuge mitbringen, damit die einzelnen Bezüge in dem Gegenschein notirt werden können. Bei Zahlung der Creditsumme an Großherzogliche Bergkasse zu Friedberg ist gleichfalls die Vorzeigung des Gegen- scheins erforderlich. Dorheimer Bergwerk den 21. September 1867. Großherzogliches Bergamt Dorheim Storch. Marktverlegung. 2404 Wir bringen hiermit zur öffentlichen Keuntuiß, daß mit Genehmigung Großherzoglichen Ministeriums des Innern der nach dem Landkalender auf den 14. d. Mts., fallende Krämer— markt und auf den 29. d. Mts. fallende Schweinemarkt hiesiger Gemeinde auf den 28. October verlegt worden sind, an welchem Tage dieselben in diesem Jahre und ferner abgehalten werden. Rodheim am 3. October 1867. Großherzogliche Buürgermeisterei Rodheim eee Kiesernsamen-Versteigerung. 2352 Dienstag den 15. October d J., Vormittags 10 Uhr, kommt in dem Wirthschaftslocal von Karl Hermes dahier die diesjäbrige Kiefernsamen Ernte in den Freiberrlich von Franckenstein'schen Waldungen in der Gemarkung Ockstadt bei Friedberg zur öffentlichen Versteigerung. Ockstadt den 2. October 1867. Fretherrlich v. Franckenstein'sche Oberförsterel Ockstadt Wilbrand. a Lieferung für das Landeszuchthaus Marienschloß. 2347 Mittwoch den 16. October l. J., Vormittags 10 Uhr, wird dahter für 1868 zur Lieferung versteigert: 1) 1000 Stück Weißkraut, 2) 250„ Wrrfiag, 3) 60 Centner Sauerkraut, 4) eirca 76 Centner Ochsenfleisch, 5) 24„ Schweinefleisch, G.„„A deisch 7)„ 25» Schweineschmalz. Mar lenschloß den 2. October 1867. Großherzogliche Landeszuchthaus- Direction Trump ler. Arbeits⸗Versteigerung. 2402 Samflag den 12. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, soll auf dem Bureau des Großberzoglichen Bürger; meisters zu Trals- Münzenberg für 72 fl. Stein⸗ kopferarbelt einer öffentlichen Versteigerung ausgesetzt werden. Gambach am 5. October 1867. Schneider, Bezirks ⸗Bauaufseber. Die Lungenschwindsucht 2276 wird naturge mag, ohne innerliche Medica⸗ mente geheilt. Adresse: Dr. H. mann in Mann- heim.(Gegenselig krango.) not Bekanntmachung. 2371 Bei der diesjährigen Verloosung der Partial— Obligationen der isr. Gemeinde Vilbel wurde die Nr. 29 à 50 fl. zur Rückzablung gezogen. Der In- haber dieser Obligatton wird hierdurch aufgefordert, vorgenannten Betrag am 31. Dezember 1867 bei der hiesigen isr. Gemeindekasse gegen Rückgabe der bde⸗ treffenden Schuldurkunde und der nicht fälligen Zins abschnitte zu erheben. Mit dem 1. Januar 1868 bört die Verzinsung derselben auf. Zugleich werden die Inhaber der Partial-Obligatlonen aus diesem Aulehen davon benachrichtigt, daß die neuen Zinscoupons-Bogen gegen Vorzeigung der Talons bei dem Rechner der hiefigen isr. Gemeinde- kasse, Lehrer Rausch zu Vilbel, in Empfang genommen werden konnen. Vilbel den 30. September 1867. Der Vorstand der isr. Gemeinde Vilbel. Bekanntmachung. 2410 Forderungen an Seminaristen aus dem ver— laufenen Sommetsemester wollen um so gewisser binnen 14 Tagen bet uns angemeldet werden, als sonst auf unsere Mitwirkung zur Berichtigung derselben nicht ge. rechnet werden kann. Friedberg am 8. October 1867. Großherzogliche Seminardirectton Steinberger. Bekanntmachung. 2403 Für hiesige Saline sollen 75 Achtel Korn à 180 Pfund und 35 Achtel Gerste à 160 Pfund Zollgewicht auf dem Submissionswege angekauft werden Lieferungsanerbietungen sind versiegelt und mit der Aufschrift„Fruchtlieferung betreffend“ bis zum 16. d. M. Morgens 10 Uhr anuher einzureichen. Die Lieferungs bedingungen können dapter an den gewöhnsichen Wochen⸗ tagen Vormittags eingesehen werden Nauh elm am 7. October 1867. Großherzogliches Salinenamt Nauheim F. Schreiber, Arbeits- Versteigerung. 2411 Montag den 14. d. Mts., des Morgens 10 Uhr, soll das Zerschlagen der von dem Pflaster in Nieder⸗ Weisel erüberigten Steinen auf dem Rathhaus da⸗ selbst an die Wenigfinehmenden öffentlich in Accord gegeben werden. Friedberg den 8. October 1867. nere Friedberg e u Obligations-Verloosung. 2407 Bei der diesjährigen Odligattons⸗Verloosung der Gemeinde Büdes heim find aus dem Anlehen bet dem Handlungsbaus S. Lindbeimer in Friedberg zur Rückzahlung geiogen worden; Aus dem Anleben von 1835 die Nr. 31, 36, 40, 42 und 44 à 200 fl. und Nr. 85 à 100 fl. Aus dem Anlehen von 1840 die Nr. 8 und 43 à 100 fl. Die Besizer dieser Schuldscheine werden biervon in Kenntntß gesetzt, vaß genannte Beträge am 31. December d. J. bei biesiger Gemeindekasse gegen Rückgabe der quittitten Obligauonen und der noch nicht fälligen Zins. Coupons in Empfang zu nehmen find, da von diesem Tage an deren Berzinsung aufbört. Die Obligationen Nr. 33 à 200 fl. aus dem An⸗ leben von 1835 und Nr. 57 à 100 fl. aus dem Anlehen von 1840 wurden für 1866 zur Rückzahlung gezogen und werden die Befitzer wiederholt aufgefordert diese Beträge, welche seit 1. Januar 1867 unverzinslich steben, in Enipfang zu nehmen. Büdeshelm den 7. October 1867. Großherzogliche e Büdes heim ie ß. Bekanntmachung. 2416 Mit Genehmigung Königlicher Regie- rung wird wegen der israelitischen Festtage der auf den 15. October 1867 fallende Kram⸗ und Viehmarkt dahier auf Donnerstag den 17. October 1867 verlegt. Windecken den 8. October 1867. Der Stadtvorstand Menger. 1 Weinfässer 2171 in allen Größen billigst bei. h. Dan. Kümmich. Vorschußmehl e elan ee 2405 Eine noch ganz neue e lter und eine noch sehr brauchbare Aepf elmühle sind billig zu verkaufen bei Nicolaus Stock in Inheis en. Flaschen- Etiquette pr. 100 Stück 36 kr. bis zu 2 fl. 48 kr, det a Bindernagel& Schimpf. Bindernagel& Schimpff in Friedberg empfehlen sich fßür das kommende Wintersemester zur Besorgung aller im Buchhandel ver⸗ trieben werdenden 8 Versteigerung. 2401 Umzugshalber läßt der Unterzelchnete Donnerstag den 17. October, Vormittags 10 Uhr, verschtedene gut illustrirten, belletristischen& wissenschaftlichen Peitschristen, Feten rale dene Genes e sowie auch aller Modezeitungen u.. w..„ Bestellungen für uns nehmen an für Nidda F. Trebes in Nidda. 1„ für Hungen L. Schneider in Hungen. 7 77 77 Zugleich ersucht er Alle, welche etwa eine Forderung an ihn zu machen daben, die Rechnung alsbald ein⸗ zusenden. Mar tenschloß den 7. October 1867. Trumpler, Oberst. Friedberger Bergbau-Gesellschaft., 2394 Die Herren Actionäre dieser Gesellschaft werden hiermit zu einer außerordentlichen Generalversammlung auf Samstag den 26. October Nachmittags 2 Uhr im Hotel Trapp zu Friedberg eingeladen, um über Abänderung der Gesellschafts⸗Statuten zu berathen. Nach F. 23 der Statuten müssen diejenigen Herren Aktionäre, welche als stimmführendes Mitglied Theil nehmen wollen, ihre Actien wenigstens 3 Tage vor der Zusammenkunft am Sitz der Gesellschaft in Friedberg bei Herrn Verwalter Stifft oder bei dem Bankhause Carl Kalb Sohn in Wiesbaden deponiren und dient die Bescheinigung der Hinter! legung der Titel als Einlaßkarte in die Versammlung. Friedberg den 3. October 1867. Färberei Der Gerant. an Carl Weber„ Mödelheim bei Frankfurt a. M. 2275 effectuirt gefl. Aufträge zum Färben von Leinen und Baumwollen⸗ Garnen in den üblichen Farben, unter Garantie und Zuverläsfigkeit. Muster und Preiscourante stehen bereltwilligst zu Diensten. Hamburg-Amcrikanische Pachttsahrt-Actiengeselschas. Directe Post⸗Dampfschifffahrt zwischen Hamburg und Uew-Hork — 5 anlaufend, vermittelst der Post⸗Dampfschiffe A e Eimbria, Capt. Trautmann, am 19. Oetbr., Germania, Capt Schwensen, am 29. Novb, i„ Ehlers„ 26. Oetbr., Allemannia,, Meier,„ 28. Novb. Hammonia, Die mit» bezeichneten Dampfschiffe laufen Southampton nicht an. Passagepreise: Erste Cajüte preuß. Cour. Rthlr. 165, Zweite Cajüte preuß. Cour. Kthlr. 115, Zwischendeck preuß. Cour. Rthlr. 60. Briefporto von Hamburg 4½ Sgr., vom Inlande 6½ Sgr. Briefe zu bezeichnen„per Hamburger Dampfer⸗ Und zwischen Hamburg und Neu⸗Orleans, Teutonia, Capt. Bardua, am 1. November. Passagepreise: Cajüte preuß. Cour. Rihlr. 150, Zwischendeck preuß. Cour. Athlr. 60. 2412 Näheres bei C h* i st. H e ch t„ Spectal⸗Agent in Friedberg. —— Ausverkauf sämmtlicher Waaren Verloren wurde am vorigen Freitag in hiesiger Stadt ein fülberner Paarpfeil. Der redliche Fisder wolle den⸗ selben gegen eine gute Belehaung an die Exped. d. Bl. abgeben. 2348 Das Spiel der Neuen Mailänder Staats- Prämien- Obligalonen ist von der Grossherzogl. Hessischen Resierung gestattet. 5„Gottes Segen bei Cohn!“ Fbrosse Capitalien-Verloosungen von über 2 Mill. 200, O00 Mark. Beginn der Ziehung am 1 Sten Oetober d. J. Nur 2 Thaler kostet ein Original-Staats-Loos, Geine Promesse) aus meinem Debit und werden solche gegen franklirte Einsendung des Betrages, coder gegen Postvorsehuss, selbst nach den entferntesten Gegenden von mir versandt. Es werden nur Gewinne gezogen. Die Haupt-Gewinne betragen Mark 225,000 — 125,000— 100,000— 50,000— 30,000— 20,000, 2 3 15,000, 2 2 12,000, 2 à 10,000, 2 3 8000, 3 à 6000, 3 2 — 5000, 4 à 4000, 12 à 3000, 72 à 2000, 43 1500, 4 à 1200, 106 à 1000, 106 3 500, 6 à 300, 100 3 200, 7816 3 100 Mark u. s. w. Gewinngelder und anmtliche Zie- nungslisten sende nach Entscheidung prompt und verschwiegen. Meinen Interessenten habe allein in Deutschland die allerhöchsten Haupttreffer von 300,00 0, 225,000, 18 7,500, 152,500, 150,000, 130,000, 125,000, 103, 000, 100,00 0 und jüngst am 11. Septem- ber schon wieder das grosse Loos von 127,000 Mark auf No. 31308 ausbezahlt. Las. Sams. Cohn in Hamburg, Bank- und Wechselgeschäft. Bindernagel& Schimpff in Friedberg und Nauheim empfehlen zur Subseription: Göthe's Werke. Auswahl in 12 Bänden oder 30 Lieferungen. Preis à Heft 7 kr., à Band 18 kr. 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Die trauernden Hinterbliebenen. neu, hat billig aus der Hand zu verkaufen Reichelsheim den 6. October 1867. Georg Philipp Eckhold. Der Tuchfabrikant und Empfehlung. M. Klappert ans Hergseld 2408 Indem ich die Verlegung meines Geschäftes und Wohnungs-Veränderung Fruchtpreise Per Malter. Friedberg, 8. October. Waizen 16 fl. 20 kr.; Korn 10 fl. 30 kr.; Gerste 8 fl. 55 kr.; Haset, 5 fl.— kr. Frankfurt, 8. October. Weizen 17 fl.— kr.; Korn 2413 wird nächsten zu Ortenberg slattfindenden Jahr⸗ Wohnung in meine neu erbaute Behausung gegenüber 13 f. 45 kl.; Gersie— fl.— kr. Hafer 9 fl. 13 lr. markt mit einer reichen Auswahl wollener Stoffe, ale: dem Bahnhofe anzeige, nehme ich Veranlassung außer Tuch en, besonders 5 cw en, hell⸗ und dunkel⸗ der Schr einerei 1 0 grau, Zuppentuch, rleots, Burkins wie 0 0 e r Diagonales besuchen und bittet um recht zahlreichen H 3 8 9 Zuspruch. 1 6 Mein Lager ist an der Firma kenntlich Bedienung wird zugesichert. But bach im October 1867. H. Gescheidt. 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