Augen dand und belnenz — LI tic l kehles u. luths. N, bilppi 1 0 1 9 9 N 9 9 9 5 2 1 4 65% 2 che 1 1867. Dienstag den 10. September. M107. Anzeiger für Oberhessen. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. N Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. — Letreffend: Landwirthschaftlicher Unterricht, insbesondere eth chnft licher Amtlicher Theil. die Ackerbauschule zu Friedberg. — Laubach den 29. August 1867. Guter ri Nachdem der Ausschuß des landw. Vereins von Oberhessen im Büdget pro 1867 eine Summe von 1200 fl. zur Unterstötzung Endw. Unterrichts vorgesehen hat, aus der auch Stipendien an tüchtige, aber unbemittelte junge Landwirthe aus der Provinz, die den Vinterkursus an der Ackerbauschule des Herrn Dr. Henkelmann zu Friedberg besuchen wollen, gewährt werden können, so bringe ich dies inter dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß, daß derartige Unterstützungsgesuche bis längstens zum 1. Oktober d. J. hierher zu richten sind. Der Präfident des Ott o landwirthschaftl. Vereins von Oberhessen. „Graf zu Solms-Laubach. Hessen Darmstadt. Das Großherzogliche gegierungsblatt Nr. 36 enthält: I. Bekanntmachung Gr. Muisteriums des Großher— yglichen Hauses und des Aeußern, die Abhaltung der Edentlichen Session der Rheinschifffahrts-Central-Com⸗ vission im Jahre 1867 betreffend. II. Bekanntmachung Gr. Ministeriums des Innern de Einberufung des Reichstags des Norddeutschen Bun— Us betreffend. III. Oeffentliche Anerkennung einer edlen That. Am 5. Juni l. J. Abends 8 Uhr spielte der zehnjährige nabe Jacob Dalquen von Seligenstadt an dem dortigen inladeplatz am Main, fiel von der senkrechten Mauer uus Einladeplatzes, welche 40— 50 Fuß in den Fluß hinein- ergut ist, in das Wasser und war bei der hefligen Strö⸗ nung dem Ertrinken nahe, als auf den Hilferuf der mit⸗ nwesenden Knaben der in der Nähe befindlich gewesene Fahrkanenier zweiter Klasse Christoph Acker von Seligen⸗ adt herbeieilte, sich in seinen Kleidern in den Fluß zürzte, den Knaben erfaßte und schwimmend glücklich ebend ans Ufer brachte. Se. Königl. Hoheit der Groß— erzog haben dem Fahrkanonier zweiter Klasse Christoph ucker von Seligenstadt für diese muthvolle, mit eigener zebensgesahr verbundene That das allgemeine Ehren- ichen mit ber Juschrift:„Für Rettung von Menschen⸗ eben“ Allergnädigst zu verleihen geruht, 1 bes Bekanntmachung Großherzoglichen Kreisamts Zilbel, den Ausschlag von katholischen Kirchspielskosten in en Gemeinden Altenstadt, Höchst, Oberau und Stamm⸗ eim betreffend. te Erdcennmachung Großherzoglichen Kreieamto Mainz. ie Erhebung einer Umlage in der Gemeinde Nieder- Olm betreffend. VI. Uebersicht der für das Jahr 1867 genehmigten Amlagen zur Tesixeitung der Bedürfnisse in den israel. Keligtonsgemeinden des Kreises Dieburg.. 2 VII. Ermächigungen zur Annahme fremder Orden: Stine Königliche Hoheit der Großherzog haben aller⸗ nädigst geruht! am 26. Juni dem Ober⸗ Medieinalrath Düst die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen des zm von S. K. H. dem Großherzog von Baden ver⸗ hehenen Ritterkreuzes erster Klasse vom Zähringer Löwen⸗ Orden,— am 28. Juni dem Director der Ober ⸗Medi⸗ cual⸗Direction Gebeimerath Goldmann die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen des ihm von Sr. K. P. em Großherzog von Baden verliehenen Commandeur⸗ keuzes zweiter Klasse des Ordeng vom Zähringer Löwen — und am 6. Juli dem Medicinal⸗Assessor Dr. Castees 1 Mainz die Edlaubniß zur Annahme und zum Tragen s ihm von Sr. K. H. dem Großberzog von Baden rliehenen Ritterkreuzes zweiter Klasse des Zähringer wen⸗Ordens zu ertheilen. a VIII. Bekanntmachung, die Vertheilung der Preis⸗ tebaillen in dem philologischen Seminar zu Gießen be⸗ uffend. Folgenden ordentlichen Mitgliedern des philo⸗ sagischen Seminars auf der Landes- Universttät zu Gießen ind für ihre Leistungen während des Wintersemesters 4666/67 und des Sommersemesters 1867 Preise zuerkannt nd ertheilt worden, nämlich: der erste Preis dem Stud. eu. Weihrich aus Benoheim;— der zweite Preis dem Stad. phil. Kieffer aus Kastel;— der dritte Preis dem tud. phil. Windhaus aus Darmftadt. 5 45 IX. Ertheilung von Erfindungopatenten. Seine Kö⸗ agliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: n 4. August dem Techniker Rau zu Darmstadt auf in Nachsuchen ein Erfindungspatent auf die durch Zeich— ung und Beschreibung näher erläuterte Getresdeschäl— laschine, unter dem ausdrücklichen Vorbehalte, daß durch ue ertheilte Patent Niemand in der Anwendung bereits säher bekannt gewesener Theile der Erfindung gehindert gerden soll, während der nüchsten fünf Jahre für den Umfang des Großherzogthums— und am 9. August m Givil- Ingenieur de Vary zu Offenbach auf sein Jachsuchen ein Ersindungspatent auf die durch Zeichnung und Beschreibung näher erläuterte Darre zum Trocknen und Darren des Getreides, unter dem Vorbehalte jedoch, daß durch das ertheilte Patent Niemand in der Anwen— dung bereits früher bekannt gewesener Theile der Er— findung gehindert werden soll, während der nächsten fünf Jahre für den Umfang des Großherzogthums zu ertheilen. X. Dienstnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 10. August den Portier und Wieger auf der Station Groß-Karben der Main-Weser-Bahn Lauser zum Güterwieger auf der Station Gießen dieser Eisenbahn und am 11. den Ministerial⸗Secretär erster Klasse bei dem Ministerium des Innern Knorr zum Kreisrath des Kreises Bensheim zu ernennen;— am 15. den Geheimenrath Dr. Seitz zum General⸗Staatsprocurator bei dem Oberappellations- und Cassalionsgerichte,— den Hofgerichtsrath dei dem Hof— gerichte der Provinz Starkenburg Eigenbrodt zum Ober⸗ appellations⸗ und Cassationsgerichtsrathe bei dem Ober⸗ appellations- und Cassationsgerichte— und den Bezirks⸗ gerichtsrath bei dem Bezirksgerichte Mainz Dr. Röder zum Oberappellations⸗ und Cassationsgerichtsrathe bei dem Oberappellations- und Cassations gerichte in dessen Eigenschaft als Cassationshof— und am 17. dem Lehrer an der ersten Knabenschule zu Butzbach Mitprediger Wollweber die evang. Pfarrstelle zu Dittelsheim zu übertragen;— an demselben Tage Schmulbach von Brauerschwend, Dauernheim von Gießen,— Seim von Heppenheim,— Kräckmann von Bernsburg,— Rettig von Darmstadt,— Lenz von Gießen,— Vogel von Staufenberg,— Jockel von Griesheim,— Oberfeldwebel im 1. Inf.⸗Reg. Wolff von Zahlbach,— Oberfeuerwerker im Gr. Artillexiecorps Ortwein von Reuters— und den Schützen im 1. Inf.⸗Reg. Vogel von Semd zu Expeditionsgehülfen bei der Main Weser⸗Eisenbahn zu ernennen;— am 20. dem Schulamtis⸗ Aspiranten Helfrich aus Mittershausen die 2. evangelische Schulstelle zu Semd zu übertragen;— am 24. den Ministerial⸗Secretär zweiter Klasse Hallwachs zum Mi— nisterial⸗Secretär erster Klasse in dem Ministerium des Innern zu ernennen;— am 25. den Geheimen Staats- raih in dem Ministerlum des Innern v. Bechtold, in Anerkennung seiner langjährigen treu geleisteten Dienste, zum Geheimen Rathe mit dem Prädikat„Excellenz“ zu ernennen;— an demselben Tage den seitherigen Hofgärtner Schniitspahn in der Großherzogl. Hofgärtnerei Auerbach zum Hofgarten⸗Inspector daselbst zu ernennen. XI. Charakterertheilungen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 10. August dem General- Secretär der land wirthschaftlichen Vereine Dr. Krämer den Charakter als„Oekonomierath“,— am 15. dem Dachdeckermeister Heß zu Darmstadt den Charakter als Hofdachdecker,— 17, dem Mechanikus und Pumpen⸗ macher Jung zu Darmstadt den Charakter als Hofbrunnen⸗ meister,— an demselben Tage dem Weißbindermeister Geider zu Darmstadt den Charakter als Hosweißbinder, — am 25. dem Hofmünzmedailleur Schnitzspahn zu Darm- stadt den Charakter als Professor,— dem Ober-Baurath Dr. Müller den Charakter als„Geheimer Ober-Baurath“, dem Hauptstaatskassier bei der Hauptstaatskasse Rechnungs— rath Hansse den Charakter als„Finanzrath“,— dem Ober⸗-Steuer-Registrator Weyland den Charakter als „Steuerrath“, dem Steuercommissär des Steuer- commissariats Höchst Ceßuer den Charakter als„Steuerrath“, — dem Buchhalter bei der Hauptstaatskasse Schneider— und dem Buchhalter bei der Staatsschulden Tilgungskasse Peisch den Charakter als„Rechnungsrath“,— dem Kreis. baumeister des Kreisbaunamts Gießen Holzapfel den Charakter als„Baurath,“ dem Distrtetseinnehmer der Districts— einnehmerei Gießen II. Becker den Character als„Rendant“, — an demselben Tage dem Director der Ober⸗Medieinal Direction Geheimerath Dr. Goldmann den Charakter als „Ober-Medicinal-Präsident“,— dem Kreisarzt des Kreis— medicinalamts Vilbel Dr. Nieß den Charakter als„Medi— einalrath“,— an demselben Tage den Obergerichtsräthen bei dem Obergericht der Provinz Rheinhessen Henco und Uhler den Charakter als Geheime Obergerichtsräthe— und dem Hofgerichtsrath bei dem Hofgerichte der Provinz Starkenburg Schenk den Carakter als Geheimer Hofgerichts— rath— zu verleihen. XII. Dienstentlassungen. Seine Königl. Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 25. Juli den ersten evang. Pfarrer zu Wimpfen und Dekan des evang. Dekanates Wimpfen Ferdinand Zimmermann von seinen genannten Dienststellen, auf sein Nachsuchen, zu entlassen, unter Vorbehalt späterer Wiederverwendung im Dienste der evang. Kirche;— am 24. August den Lehrer an der sechsten evang. Schule zu Pfungstadt, Schiemer, auf sein Nachsuchen, von seiner Dienfistelle zu entlassen. XIII. Versetzungen in den Ruhestand. Seine Köͤnig⸗ liche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 15. August den Oberappellations- und Cassations⸗ gerichtsrath bei dem Oberappellations- und Cassations⸗ gerichte Johann Friedrich Schenck, auf sein Nachsuchen und unter Anerkennung seiner geleisteten langjährigen und vorzüglichen Dienste,— an demselben Tage den General⸗ staatsprocurator bei dem Oberappellations- und Cassations⸗ gerichte August Emmerling auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner geleisteten ausgezeichneten Dienste— und am 20. August den Portier bei der Station Offen⸗ bach Christoph Zimmermann in den Ruhestand zu versetzen. XIV. Gestorben: an 8. August der Militärpensionär Schmelz zu Mainz;— am 13. der Notar Wipfler zu Oppenheim;— am 21. der Hauptzollamtsdiener Finker⸗ nagel zu Mainz. — Das Erkenntniß des Appellhofs gegen die 11 angeklagten Neckarsteinacher wegen Störung des wandernden katholischen Casinos zu Ostern 1865 wurde am 5. d. verkündet; das Urtheil des Be⸗ zirksgerichts Michelstadt wurde dahin reformirt, daß drei der Angeklagten freigesprochen und das für die beiden am meisten Gravirten von dem er⸗ sten Richter bemessene Strafmaß um einen Monat, resp. zwei Wochen herabgesetzt wurde. Betreffs der übrigen sechs Angeklagten wurde das erstin⸗— stanzliche Erkenntniß bestätigt. * Friedberg. Die feierliche Herbstentlassung aus dem evangelischen Predigerseminar dahier ist auf Mittwoch den 25. September, Vormittags um 10 Uhr, angeordnet und werden Freunde der Anstalt zur Betheiligung eingeladen.— Der Wintercursus beginnt am 25. October d. J. Nierstein. Nach einer Mittheilung der „Hess. Ldsztg.“ wäre die Cholera auch in Nier⸗ stein ausgebrochen und bereits ein Niersteiner da⸗ ran gestorben. Mehrere Personen sollen noch an der Cholerine leiden. Preußen. Berlin. Ueber das Resultat der Parlamentswahlen schreibt die„Nordd. Allg. Ztg.“: Von den bis jetzt amtlich gemeldeten 207 Wahlen gehören 67 zur conservativen, 21 zur freiconservativen Partei, 8 zum Centrum, 49 zu den Nattonalliberalen, 9 zu den Polen, 4 zu den Clericalen, 5 zu den Partieularisten und 22 zur Linken. Von 6 Abgeordneten ist die Parteistellung noch unbekannt und in 16 Wahlbezirken sind en- gere Wahlen vorzunehmen. Im Ganzen wird die Physiognomie des neuen Reichstags von der des früheren nicht wesentlich verschieden sein; die liberale Partei hat einige alte Sitze verloren, da⸗ für aber mindestens die doppelte Zahl neuer Sitze erworben. Der Zuwachs kommt fast ausschließlich der Fortschrittspartei zu gute, welche im neuen Reichstage eine ganz stattliche Fraction bilden wird. — Der„Staatsanz.“ publieirt eine königliche Verordnung vom 24. August, das Münzwesen in den neuen Landestheilen betreffend. Dieselbe bestimmt unter Anderen, daß kurhessische Cassen⸗ anweisungen den preußischen gleichgestellt werden und daß die Noten der„Nassauischen Landesbank“ auf nassauischem Gebiete bei den Staatscassen zu— lässig sein sollen. — Nach der„Kreuzzeitung“ ist Graf Otto zu Stolberg-Wernigerode dazu bestimmt, die erste Civilstellung in der Provinz Hannover einzunehmen. — Das Bundesbudget pro 1868 ist Seitens des Bundesraths nunmehr durchberathen und über den in demselben enthaltenen Militär— etat hört man von unterrichteter Seite schon jetzt etwas Näheres. Der Militäretat, d. h. der Etat für das Landheer, sollte oder könnte betragen (300,000& 225 Thaler) 67½ Millionen. Hiervon geht jedoch diejenige Summe ab, welche die kleineren Staaten dadurch ersvaren, daß sie in Folge der von ihnen mit Preußen abgeschlossenen Verträge die verfassungsmäßig festgesetzte Summe von 225 Thalern pro Kopf für's erste noch nicht vollaus zu entrichten haben, welche Ersparniß sich pro 1868 im Ganzen auf etwa 1,200,000 Tha⸗ ler belaufen dürfte. Hiernach ist also die wirkliche Höhe des Bundes-Militäretats pro 1868 zu be⸗ messen. Der Etat für die Marineverwal⸗ tung, welcher sich an den Eta: für das Landhcer selbständig anschließt, beträgt stark 5 Millionen Thaler, und die Ausgaben für Heer und Marine zusammen würden hiernach pro 1868 also die Summe von circa 72 Millionen Thaler erreichen. — Das Gerücht von dem Rücktritte des Gra— fen Bismarck aus dem auswärtigen Amte taucht wieder auf. Derselbe soll fortan nur das Bundes- kanzlerame und das Präsidium des preußischen Staatsministeriums fortführen und als Minister des Auswärtigen durch den Grafen v. d. Goltz ersetzt werden, als dessen Nachfolger auf seinem diplomatischen Posten in Paris man den Prinzen v. Reuß bezeichnet. — Die Nachricht, daß die preußische Regie- rung, im Anschlusse an die Circularnoten Oester— reichs und Frankreichs ein eminent friedliches Rundschreiben an seine auswärtigen Vertreter erlassen hat, wurde an der Börse vielfach bespro— chen und als glaubwürdig bezeichnet; das Börsen⸗ geschäft wurde dadurch günstig beeinflußt. Frankfurt. Ein mit dem 1. d. M. dahier errichtetes telegraphisches Bureau für Mittel-, West⸗ und Süd⸗Deutschland(eine Filiale von Reuter's Bureau in London,) das sich durch Reichhaltigkeit seines Materials und durch eine wahrhaft unglaubliche Billigkeit auszeichnete und dadurch sich der Gunst der Geschäfts- und Handels— Welt erfreute, ist auf Antrag des Civil⸗Commis⸗ sarius Mad ai polizeilich geschlossen worden und ihm die Ausgabe von Depeschen bei 10 Thalern Strafe per Depesche untersagt worden. Warum? — Ein Theil der Arbeiter auf der englischen Gasfabrik hatte wegen Differenzen über die Lohn- ansätze vor einigen Tagen die Arbeit eingestellt, dabei aber eine so drohende Haltung angenommen, daß der Director sich genöthigt sah, die Hülfe der Polizei zu requiriren. Bei dem Erscheinen der Polizei, welche von sechs Soldaten begleitet war, kam es zu Widersetzlichkeiten, in Folge deren ein Arbeiter, welcher einem Soldaten das Gewehr entwinden wollte, einen Bajonnetstich erhielt, der fast augenblicklich den Tod herbeigeführt haben soll. — Der„Frkft. Beob.“ meldet, am 5. d. M. sei eine Verfügung des Finanzministers eingetrof⸗ fen, wonach es bei der angeordneten Schließung der Frankfurter Lotterie sein Bewenden habe. Sachsen. Dresden. Bei der dahier stattgehabten Versammlung der Mitglieder des Vereins der deutschen Strafanstalts⸗Be⸗ amten wurden u. A. folgende Anträge berathen: 1) der Antrag des Regierungsraths d' Alinge, die Gefängnißeinrichtungen für Untersuchungs- und kurzzeitige Strafgefangene betr., Referent: Pastor Scheffer; 2) Antrag des Inspectors Krell, die Beurlaubung der Strafgefangenen betr., Re— ferent: Director Elvers; 3) die Frage, wie soll der Gefangene angeredet werden, Referent: Director Blenkner, Oesterreich. Wien. Zwischen dem Reichs- kanzler v. Beust und dem ungarischen Minister Andrassy soll ein Einklang über die Finanz— frage im Sinne der ungarischen Deputation er— zielt sein. — In Oesterreich scheinen die Ausgleichs- verhandlungen mit Ungarn in den letzten Tagen eine günstigere Wendung genommen zu haben. Wenigstens meldet der„Wanderer,“ daß nach [der Schätzung des Finanzministers Becke der Totalbetrag des Beitrags Ungarns zu den Reichs- ausgaben auf 59 bis 60 Millionen Gulden sich belaufe; eine Schätzung, welche die ungarische nur um 5 Millionen übersteigt. Es wird somit nicht schwer sein, ein Einverständniß zu erzielen. — Die„Neue freie Presse“ erfährt, Herr v. Beust beabsichtige ein neues Ministerium aus folgenden Personen zu bilden: Ministerpräsi⸗ dent: Fürst Carlos Auersperg, Inneres: Giskra, Justiz: Berger, Unterricht: Herbst. Wer Finanz⸗ minister werden soll, ist noch unbekannt. Frankreich. Paris. Der französische Minister des Aeußern hat an die Vertreter Frank⸗ reichs im Auslande eine Note ergehen lassen, welche die Salzburger Zusammenkunft behandelt. Es heißt in derselben u. A.: Die Reise Ihrer Ma- jestäten war einzig durch den Gedanken dictirt, der durch das jüngste Unglück so hart getroffenen kaiserlich österreichischen Familie ein herzliches Zeugniß der Sympathie darzubringen. Sicherlich nicht mehre Tage in vertrauensvoller Intim befinden, ohne sich wechselseitig ihre Eindrück würde. und der Beunruhigung für die anderen Höfe zu betrachten, muß man darin nur ein neues Motiv sehen. — Die„Situation,“ ein von hannoverischen Geldern unterstütztes Blatt, veröffentlicht das Ver— tragsproject, welches Preußen vor der Mission des Grafen Tauffkirchen Oestreich vorgeschlagen haben soll. Dem Projecte nach sollte Oestreich mit seinen deutschen Staaten in die deutsche Föderation ein treten; Preußen verpflichtete sich, die Ausdehnung günstigen und die annectirten Länder ihren frühe⸗ ren Fürsten wieder zurückzugeben, wenn alle deut⸗ schen Staaten und Oestreich den König Wilhelm als Kaiser von Deutschland anerkennen.(2) — Graf v. d. Goltz hat die Ersetzung seines Postens durch den Prinzen von Reuß im Laufe einer gestern von ihm mit Lavalette gehaltenen Conversation Letzterem selbst avisirt. Spanien Die Mittheilungen über den Aufstand in Spanien sind unbestimmt und wider⸗ sprechen sich. Obgleich die offieiellen Nachrichten die Bewegung als gänzlich unterdrückt darstellen, scheint dies doch noch zweifelhaft. Der Courrier Francais sagt, daß die Insurgenten in der Gegend von Gerona das Feld behaupten und die von Bejar und in der Umgegend von Salamanca feste Stellungen in den Bergen einnähmen. Da die telegraphischen Leitungen mit dem Süden und Südwesten unterbrochen sind, so weiß man von dorther nichts. Im ganzen Lande und auch in Madrid wurde das Kriegsgesetz aufrecht erhalten. — Der„Köln. Ztg.“ zufolge ist eine der Ursachen des Mißlingens des neuesten spanischen Aufstandes in dem Umstand zu suchen, daß der General Prim, der über 18,000 Mann verfügen konnte und dem zu folgen noch viel mehr Waffen⸗ fähige bereit waren, sich nirgends zeigte; man weiß heute noch nicht, wo er sich aufhält. — Von 1820 bis 1866 sind in Spanien nicht weniger als 14,600 Personen wegen poli- tischen Vergehen erschossen worden. Man sieht, Spanien ist noch dasselbe Land, wie vor 300 Jahren. Damals war es die Inquisition, welche den Boden dieser unglücklichen Halbinsel mit Blut bedeckte; jetzt sind es die Kriegsgerichte der from⸗ men Könige. 1585 Nidda. Ju dem hiesigen Intelligenzblatt macht Herr K. Roth folgende Miitheilungen über die Preise ver⸗ schiedener Gegenstände u. s. w. zu Nidda vor ungefähr konnten die Beherrscher zweier großen Reiche sich 300 Jahren: 3 Diele kosteten 25 kr. 1 Gebund Korn⸗ der Abfahrt von einem Hafen wird sie genau nach der dortigen Zeit ge⸗ mitzutheilen und ohne über Fragen von allgemei⸗ nem Interesse ihre Gedanken auszutauschen. Aber diese Unterhaltungen hatten weder zum Zweck noch zur Folge, Combinationen festzustellen, die Nichts in der gegenwärtigen Lage Europas rechtfertigen Anstatt also die Salzburger Zusammen⸗ kunft als einen Gegenstand der Präoccupation l 0 des Vertrauens in die Erhaltung des Friedens und Vergrößerung Oestreichs im Oriente zu be Cd 17²⁷ Chresfla feiner pere Flur II. N., 251. Gemarkun abwesenden Se diesen Stücken gefordttl, dit dieser Stücke gegenfalls sei verlrag eric Hungen —— 1963 Nachd Oberhessen Dörfler vo werden sämm Ansptuche in M/ auderaumen! schlußdes von gründen. In demse im Jallt des ausgeblieden, heil der ersc angesehen w Butzba D. A 2015 1055 Don Hr, sol 4 wifers zu öffentlich on Damde. — Minuten (ö) Ist es überall auf Erden gleichviel Uhr? (Schluß.) Solcher Linien, wie die angegebene, nimmt man, um sich auf der Erdoberfläche zurecht zu finden, in der That und zwar 360 an. Alle treffen sich im Nord- und Süd⸗Pol und durchschneiden den Aequator recht- winkelig. Sie heißen Meridiane, Mittagslinien. Der Zwischenraum zwi⸗ schen 2 Meridianen, der am Aegqnator am größten ist(15 Meilen) und nach beiden Polen zu sich allmählich verringert, heißt ein Grad und zwar ein Längengrad. Rings um die Erde zählen wir also 360 Längengrade. Von irgend einem, bei uns Deutschen von dem Meridian, der durch die Insel Ferro(westlich von Afrika) geht, wird zu zählen angefangen, und so unterscheidet man von da an 180 Grad nach Osten(östliche Länge) und ebenso viele nach Westen(westliche Länge.) Da diese 360 Grade in 24 Stunden einmal von der Sonne passirt werden oder eigentlich selbst unter der Sonne vorübermarschiren, so macht das für jeden Grad 24* 60 0 28 81 360 4 Minuten. Daraus folgt: Wer um 1 Grad östlicher wohnt, hat 4 Minuten früher Sonnenaufgang, höchsten Sonnenstand und Sonnenuntergang als sein Nachbar hinter ihm nach Westen, oder die Uhren beider Orte, vorausgesetzt, daß sie genau nach dem Sonnenstand regulirt sind, differiren um 4 Minuten. stellt. Der Chronometer eines von Hamburg nach Neu-Aork gehenden Schiffes zeigt während der ganzen Ueberfahrt Hamburger Zeit. Der Kapitän hat, auf welchem Punkte des Meeres es auch sei, nur den Stund der Sonne(oder der Gestirne) zu messen(mit seinen Instrumenten ist das ein Leichtes,) um die wirkliche Zeit der Meeresstelle zu finden, wo er befindet. Geht nun darnach, z. B. die Schiffsuhr(Hamburger Zeit) be. reits um 5& 4 Minuten früher, so ist sein Schiff schon 5 Grade westlich von Hamburg. Da er ferner nur den Winkel zu messen braucht, 40 Grad 14 Minus gene alss e Morgeng schreliche unter welchem ihm(auf der nördlichen Erdhälste) der Polafstern erscheint, um zu bestimmen, wie weit er sich vom Aequator nach dem Nordpol zu befindet, so kann er auf der vor ihm liegenden Seekarte genau den Punkt bezeichnen, den sein Schiff im Augenblick passirt. Bei Nacht und Nebel freilich, wenn weder Sonne noch Sterne sich zeigen, weiß er sich nur an⸗ nähernd zurecht zu finden. Doch dies nur beiläufig. e Nehmen wir nun die Karte zur Hand, und suchen wir diejenigen Orte auf, die uns in Bezug auf unsere Frage interessiren. Neu-Nork liegt ungefähr unter dem 56. Grad westlicher Länge, also, da Friedberg(oder Frankfurt) unter dem 26 ¼. Grad östlicher Länge sich findet, 56 + 26½= 82½ Grad von uns nach Westen zu macht demnach einen Zeituntersch 30 Minuten. Hat bei uns Morgens um 7 Uhr die Sonne sich schon Der Seefahrer hat auf seinem Schiff eine besonders fein gearbeitete Uhr, Chronometer, auf deren richtigen Gang er sich verlassen darf. Bei um ein hübsches Stück vom Horizont am Himmel erhoben, so ist sie in Neu-Aork noch lange, lange nicht sichtbar, dort ist es erst 1 Uhr 30 je von 82½& 4 Minuten= 5 Stunden Besen 3 hlr., 1 Paar Schuh(für den Schützen) 20 kr., 1 fettes Schwein 9 fl., 1 Maurer erhielt ar einen Tag Arbeit 15 kr., 1 Handlanger 10 kr. Der gürgermeister erhielt jedesmal 25 kr., wenn er im Interesse er Stadt 1 Tag abwesend war. Die Stadischäferei wurde uf 12 Jahre um den jährlichen Pacht von 2¼ fl. und Käse auf das Rathhaus zu liesern verpachtet. Für die eiden Stadtochsen zu balten gab man außer den sonst zblichen Ochsenmorgen jährlich 6 fl. und noch 40 kr. für Salz— und jetzt? Für 2 Klafter Brennholz zahlte man 20 kr. Frankfurt. Die Grossisten klagen sehr über stille Neßgeschäfte. Mehrere Kleluhändler, die die Hoffnung ufgegeben haben, daß der Verkehr ein lebhafterer werde, aben eingepackt und die Messe verlassen. Darmstadt. Die„Hess. Losztig.“ erklärt: Der von ens berichtete Selbsimord eines Frauenzimmers, das sich urch den Güterzug bei Hemsbach überfahren ließ, beruht, die wir aus zuverlässigster Quelle erfahren, auf Wahr— eit und bestätigen die amtlichen Erhebungen die von uns uerst gebrachte Mittheilung. roh 3 hlr., t Darmstadt. Dem Generalsecretäc der landwirth schaftlichen Vereine, Dr. Krämer, ist der Titel Deconomierath verliehen worden. Darmstadt. Den„Hess. Volksbl.“ entnehmen wir olgende Mittheilung: Mit dem gestrigen Abendzug kehrte in Theil des Friedberger Blindeninstisuts von einem Aus Jug wieder nach Friedberg zurück. Die Unglücklichen, die mit dem Director der Anstalt zwei Coupe's füllten, er zegten im hiesigen Bahnhof durch den sehr präcisen Vor⸗ ürag eines Liedes die Aufmerksamkeit des zahlreich ver— ammelten Publikums. lieber über Bremen reisen. Darmstadt. Nach der„M. ⸗Ztg.“ ist am 7. ds. Major Seriba, Beamter im Kriegsministerium, nach nur ganz kurzer Erkrankung an einem typhusartigen Lei— den gestorben. Damit ist unserer in der letzten Zeit so vielfach durch Todesfälle heimgesuchten Division wieder eine tüchtige Kraft entzogen. Der Verstorbene, der(iets als ein höchst strebsamer Offizier bekannt war, hinterläßt auch den Ruf eines humanen und tüchtigen Mannes.— Gu⸗ tem Vernehmen nach ist die jüngste Tochter Heinrichs v. Gagerns, eine durch Anmuth und Geist hervorragende junge Dame, seit eintgen Tagen mit Herrn v. Edels⸗ heim, während des vorigen Krieges badischer Minister, versprochen. Viernheim. In hiesiger Gemarkung wurden inner⸗ halb 9 Tagen nicht weniger als 111,600 Stück Mäuse eingeliefert und für diese per Stück ½ kr., zusammen 420 fl. aus der Gemeindekasse vergütet. * Die„Köln. Ztg.“ enthält aus der Feder von Friedr. Kapp eine Schilderung über die empöeende Be⸗ handlung von Auswanderern, welche auf dem Schiffe „Baccarcich“ die Antwerpener Firma A. Strauß u. Comp. nach New-York befördert wurden. Von 180 Passagieren starben nicht weniger als 20, und zwar wie constatirt wurde, in Folge des schlechten Essens und Wassers. Von einer Familie von 5 Personen blieb nur noch ein Kind am Leben. In Berliner Blättern wird dem Auswande⸗ rungs-Agenten Strauß u. Comp. geradezu vorgeworfen, daß sie die 20 verstorbenen Passagiere des Baccarcich „gemordet“ haben. Die deutschen Auswanderer mögen sich daher vor dem Wege über Antwerpen hüten und Die Bremer Schiffe sind un⸗ bestreitbar die besten; auch die Hamburger sind empfeh⸗ lenswerth. Ein gesandt. H. Friedberg, 8. Sept. Der jüdische Friedhof er⸗ freut sich leider, wie man schon oft die Wahrnehmung gemacht, nicht der diesem Orte schuldigen Achtung, was wohl der Stadt Friedberg gerade nicht zur Ehre gereicht. Zu wiederholtenmalen fand man das Schlüsselloch am Eingangsthor mit Steinen verstopft, was jedesmal nur durch Abbrechen des Schlosses wieder hergestellt werden konnte. Die Einfriedigung an der Seite der Angrenzenden ist stets muthwillig beschäbigt, viele Grabsteine sind durch Steinwürfe bedauernswerth geschändet und dergl. mehr.— Würde das Aussichtspersonal unserer Stabt einem so heiligen Orte gleiche Aufmerksamkeit wie den Obstbäumen schenken, so würden sicherlich die meisten Frevel verhütet, 8 Friedberg. Wir hatten Gelegenheit, das im Sieck⸗ schen Hause ausgestellte Stereoskopencabinet ein⸗ zusehen und können dasselbe nicht genug empfehlen. Es sind in demselben über 150 Bilder, Ansichten von der Pariser Ausstellung aufgestellt, welcht genau alle einzelnen Theile, jedes einzelne Land, das auf der Ausstellung ver⸗ treten ist, jede nationale Eigenthümlichkeit ꝛc. ꝛc. mit wunderbarer Schärfe wiedergeben. Die Bildhauereien, die Galerien, die einzelnen Abtheilungen stehen geradezr plastisch vor dem Besucher. Billiger die Pariser Aus⸗ stellung zu besuchen ist nicht gut möglich und sollte deß⸗ halb Niemand die kleine Ausgabe scheuen. Cdietalladun 1727 Cbristian Ulrich von Wölfersheim hat die mit sseiner verstorbenen zweiten Ebefrau erkaaften Grundssücke Flur II. Nr. 97. V 152. VIII. 119. X. 59. XIII. 251. Gemarkung Wölfersheim, veräußert. Da seinem ubwesenden Sohne Georg das Miteigentbums-Recht an diesen Stücken zusteht, so wird derselbe bier nit auf gefordert, etwaige Einwendungen gegen den Verkauf Dieser Stücke binnen drei Monaten dahier vorzubringen, gegenfalls seine Genehmigung unterstellt und der Kauf; wertrag berichtlich bestätigt werden wird. Hungen den 4. Juli 1867. Großherzogltches Landgericht Hungen Drei. Edictalladung. 1963 Nachdem Großberzogliches Hofgericht der Provinz Overbessen über das Vermögen des Wirtdes Bernhart Dörfler von bier den förmlichen Concurs erkannt hat, werden sämmtliche Gläubiger desselben aufgefordert, ihre Ansprüche in dem auf 5 Mittwoch den 2. October l. J., Vormittags 9 Uhr, anberaumten Liquid ationstermin, bet Meidung Aus- schlusses von der Masse dahier anzumelden und zu be— gründen. In demselben Termin soll die Güte versucht und un Falle des Zuffandekommens eines Arrangements die ausgebliebenen Gläubiger als den Beschlüssen der Mehr⸗ heit der ersckienenen Gläubiger stillschweigend beigetreten angesehen werden. Butzbach den 19. August 1867. Großherzogliches Landgericht Bußbach: Dr. Gilmer, öntiger, Landrichter, Landgerichte ⸗Assessor. Arbeits⸗Versteigerung. 2118 Donnerstag den 12. September, Nachmittags 2 Upr, soll auf dem Bureau des Großherzoglichen Bürger⸗ wisters zu Münzenberg für 40 fl. Chauffirarbeit öffentlich an den Wenigsinehmenden verstesgert werden. Gamboch am 6. September 1867. Schneider, Edictalladung. 1964 Nachdem Großherzogliches Hofgericht der Peo⸗ vinz Oberhessen am 31. v. Mts. gegen den Heinrich Schäfer von Stammbeim den förmlichen Concurs prozeß erkannt bat, so werden alle Diejenigen, welche Forderungen und Ansprüche an die Masse haben, auf gefordert, solche im Liqu'dationstermin Donnerstag den 17. October d. J., Vormittags 9 Ubr. persönlich oder durch gehörig Bevollgächtigte anzumelden und zugleich eiwaige Pfand und Vorzugsrechte geltend zu machen, bei Meidung Ausschlusses. In diesem Termin soll ein Massepfleger und Gläu⸗ bigerausschuß ernannt, nöthigeufalls ein Coutradictor bestellt und ein Stundungs- resp Nachlaßvertrag ver⸗ sucht werden und werden die Nichterschienenen in dieser Dinsicht als den Beschlüssen der Mehrheit beigetreten erachtet werden. Altenstadt den 15 August 1867. Großherzogliches Landgericht Altenstadt e May. Landgerichts ⸗Assessor. Bekanntmachung. 2123 Auf den Antrag des Massecurators, Stadtschreiber Schutt dahter, werden zwei zur Debitmasse des Maurermeisters Heinrich Wolff 1. bier gebörige Kühe, Mittwoch den 11. d. Mts., Vormittags 9 Ubr, auf biesigem Ratbhause öffentlich an den Meistbietenden gegen gleich baare Zahlung versteigert. Nauheim am 6. September 1867. Großherzogliches Ortsgericht Nauheim Rieß. Bekauntmachung. 2119 Vom 8. d. Mts. anfangend wird die Personen- post von Hungen nach Friedberg um 5 Uhr früh ab⸗ gefertigt. Darmstadt den 5. September 1867. Edictalladung. 2005 Als die gesetzlichen Intestaterben des im Jahre 1837 kinderlos verstorbenen Joh. Spettel von Rocken⸗ berg ersche nen 1) dessen Bruder Rupertus Spettel, 2) die Tochter seiner verstorbenen Schwester Eva, verehelichte LTLuwig Bodenröder, Katharina, die Ehefrau des Jacob Decher I. in Rockenberg. Erslerer im Jahre 1783 geboren, is schon seit beiläufig 65 Jahren abwesend und hat in dieser ganzen Zeit nichts von sich hören lassen. Rupertus Spettel oder kessen etwaige Leibes⸗ erben werden daher andurch aufgefordert, binnen 3 Monaten vom ersten Erscheinen dieser Aufforderung an, die ihnen angefallene Erdschaft anzutreten, widrigenfalls der gesammte Nachlaß des Joh. Spettel der ge⸗ dachten Jakob Dechers I. Ehefrau überliefert, be⸗ ziehungsweise im Flurbuch zugeschrieben werden foll. Butzbach den 17. August 1867. Großberzogliches Landgericht Butzbach Dr. ilmer. Edictalla dung. 2122 Forderungen und sonstige Ansprüche an den Nachlaß des am 17. Juli l. J. verstorberen Heinrich Wilbelm Weckerling von Friedberg und seiner schon früher verslorbenen Ehefrau Anna Eva, geb. Hoffmann, find binnen Frist von vier Wochen dahler anzumelden, widrigenfalls solche bei der Nachlaß-Regulirung außer Berückfichtigung bleiben werden. Friedberg am 30. August 1867. Großberzogliches Landgericht Friedberg Reitz, Steinberger, Landtichter. Landgerichts ⸗Assessor. Grummetgras-Versteigerung. 2126 Donnerstag den 12. d. M., Vormittags 10 Uhr, soll im hlesigen Ratbhaus das der Gemeinde gehörende Grummetgras in Abtheilungen öffentlich meistbletend verfteigert werden. Ober- Wöllstadt den 7. September 1867. Großberzogliche Bürgermeisteret Oder-Wöllstadt Bezirks- Bauaufseher. . Der Königliche Ober Post Direktor Va Feuerbach. Minuten nach Mitternacht, in San Franzisko in Kalifornien, das noch 49 Grad weiter nach Westen liegt, ist es in demselben Augenblick 10 Uhr Dort legt man sich also schlafen, wenn wir Mor- 14 Minuten Abends. gens aufstehen. Wenn die mörderische Kugel den Kaiser Maximilian am 19. Juni Morgens 7 Uhr in Queretaro in Mexico traf, schrecklichen Moment bereits 2 Uhr 14 Minuten Ferner ist es buchstäblich wahr, daß man durch den allantischen Telegraphen in Neu-Nork Abends vorher schon wissen kann, was den fol⸗ genden Morgen in London sich ereignet. Angenommen, die Depesche wird Morgens um 5 Uhr abgefertigt, so wird sie beiläufig um Mitternacht in Neu-Nork derselben kann recht gut in einem öffentlichen noch bekannt werden. Ebenso wird eine telegraph 12 Mittags in Berlin abgeht, vor 12 in Frankfurt eintreffen. Bekannt- lich liegt Berlin um 4½ Grad östlicher als Frankfurt, die Uhren werden also da erst 11 Uhr 42 Minuten zeigen, wenn's in Berlin 12 schlägt. In Petersburg dagegen(48 Grad östlicher Länge) ist es 1 Uhr 26 Minuten, in Wien(34 Grad öͤstlicher Länge) 12 Uhr 30 Grad östlicher Länge) erst 11 Uhr 34 Minuten, schlägt. Folgende Orte haben annähernd gleiche 1) Bremen, Frankfurt, Heidelberg, Consta in Italien, in Afrika etwa Tunis. überein, weil sie(die Orte) ziemlich unter demselben Meridian liegen: so hatten wir in dem Nachmittags. anlangen. Der Inhalt Local verspäteten Gästen ische Depesche, die Schlag gut wie Null. Denn nicht, gleich den Meise Raupen befinden. a. g treldefeldern, nie aber Minuten, in Paris(20 derer Beobachter sagt: wenn's in Frankfurt 12 Zeit, ihre Uhren stimmen nz, Mailand und Genua Auch in der Höhe. Die Schaaren der Sperlinge ziehen sich wohl in den Ge— 2) Kopenhagen, Leipzig, München, Venedig, Rom, Tripolis in Afrika. 3) Petersburg und Odessa in Rußland, Constantinopel in der Türkei, Alexandrien und der östliche Theil vom Cap der guten Hoffnung in Afrika. Der Sperling— kein RNaupenvertilger. Von Dr. Curtman. Unter dieser Ueberschrift bringt eine gartenwirthschaftliche Zeitschrift einen Artikel, welcher nähere Prüfung verdient. Nach meinen vieljährigen Beobachtungen, sagt ein Sachkundiger, ist ihre nützliche Wirksamkeit so ihre Jungen füttern sie lediglich mit höchst zarten und großentheils unschädlichen Insectenz haarige Raupen, gerade die schädlichsten, greifen sie niemals an. Ferner durchklettern die Sperlinge u, die schwankenden Zweige, woran sich doch die fressen sie nur in der Nähe des Bodens, nicht in der Nähe der Obstbäume zusammen. Ein an- Der Sperling frißt Käfer, wenn er nichts Anderes hat, und wenn er keine Körner erhaschen kann, Raupen, aber nur als seltene Ausnahme, und, wie es scheint, die allerschädlichsten nicht. 3— 3 ĩů————7˖ꝙ——„—-— e — ——— — 3— * 8 —————„—-— Die Pariser Weltausstellung in 136 stereoscopischen Bildern, die schönsten und bedeutendsten Punkte im Innern und Aeußern des Industrie-Palastes umfassend. Eintrittspreis à Person 12 kr. Kinder unter 10 Jahren und Militär ohne Charge 6 kr. Diese von den berühmtesten photographischen Kuͤnstlern aufgenommenen Ansichten von merk⸗ würdiger Schärfe, Schönheit und Plastik, bieten nicht nur denjenigen, welche verhindert sind die Weltanstellung zu besuchen, hierfür einen billigen Ersatz, sondern sie sind auch für Alle, die an Ort und Stelle waren, von höchstem Interesse. Das stereoscopische Cabinet befindet sich in dem Hause der Frau Wittwe Sieck (Sans-souei) und ist geoffnet von Mittags 2 Uhr an. Zu zahlreichem Besuch ladet ergebenst ein A. Brauneck, Photograph aus Mainz. 2129 Nusverkauf sämmtlicher Waaren 5 3 9 0 5 S. G. Kalsenslein. 0 Versteigerung. 2073 Freitag den 13. September, Nachmittags 2 Uhr, werden dahter öffentlich meistbietend versteigert: 1) verschiedene Apparate und Geräthschaften aus der früher betriebenen Photogenfabrik, insbesondere: 2 große und 1 kleinere Kühlschlange aus Zinkblech, mebrere Ständer von Zinkblech und Blei mit Holzverkleidung, Fässer, Rohre und drgl. mehr, sämmtliches noch sehr gut erhalten, theilweise noch gar nicht gebraucht. 2) Eine große Quantität Braunkohlentheer. 3) Auf den Abbruch ein 60“ langes und 30% breites, massiv aus Lehmsteinen mit steinernen Fenster und Thürgewänden erdautes, mit Dachfilz gedecktes Gebäude. Gegen genügende Bürgschaft wird halbjährige Zahlung sfrist gestaslet. Grube Weckes heim den 1. September 1867. Fürstliche Bergverwaltung K r er. 0 2 a 2 Material-Lieferung. 2074 Dienstag den 17. September, Nachmittags 2 Uhr, wird die Lieferung des Bedarfs der zum Betriebe der Braunkohlengruben zu Weckesheim und Wölfersheim pro 1868 erforderlichen Matertalien, als: Schachtpfähie, Groß- und Kleineisen, Nägel, Rüböl, Talg, Putzwolle und Schmiedegrtes, auf dem Summissionswege verg eben Die Summissionen müssen längstens bis zum angeführten Termin versiegelt, franlirt und mit der Auf schrift:„Lie terung voen. versehen, bet unterfertigter Stelle eingereicht sein, bei welcher auch die Lieferunge bedingungen jederzeit eingesehen werden können. Grube Weckes heim den 1. September 1867. Oeffentliche Ladung 2121 Nachdem Philtpp Holl III. Ehefreu zu Rodheim, Katharina, geb. Höres, die Stcherstellung ihres Vermögens beantragt bat, werden alle Dlefenigen, welche Forderungen an Philipp Holl III. Eheleute zu Rodheim zu bilden haben, aufgefordert, solche durch Einreichung einer specificirten Rechnung auf stempel⸗ freiem Papier im Termin Donnerstag den 19. September 1867, bei unterzeichnetem Gericht zu melden, als sie sonst bei Abschluß des Inventars unberücksichtigt bleiben. Vilbel am 5. September 1867. Großberzogliches Landgericht Vilbel Jäger, Ouvrier, Landrichter. Landgerichts⸗Assessor. Bekanntmachung. 2117 Es wird zur öffentlichen Kenniniß gebrecht, daß die im Fahrplan für die Main⸗Weser⸗Babhn vom 20. Juli d. J. unter 2 der Bemerkungen enthaltene Be⸗ Fürstliche Bergverwaltung Krö ber. Bekanntmachung. 2125 Mittwoch den 11. September d. J., Nachmittags 4 Ubr, soll an Ort und Stelle am städtischen Faselstall der in der Grube vorbandene Dünger öffentlich meist⸗ bietend versteigert werden. Friedberg den 7. September 1867. Großherzogliche Bürgermelsterei Friedberg F Der Großherzogliche Beigeordnete Fo uc ar. Mobiliar⸗-Versteigerung. 2134 Dienstag den 17. d. Mis., Vormittags 9 Uhr anfangend, werden in der Hofratthe des Bürgers und Metzgermeistets Heinrich Weller dahter, verschtedene Mobilien, als: Tische, Stühle, Schränke, Betistellen, Commode, Schreibpult, Sopha, Porcellan, Glaswerk, Wirthschaftsutensilien, Metzgerhandwerksgeschirr, sowle sonstige Haus- und Küchengeräthschaflen, oͤffentlich meist bietend versteigert. Friedberg am 9. September 1867. In Auftrag Groß berzoglichen Landgerichts Friedberg. Oeßberzegliches Degen Friedberg d 5 Der dienstälteste Gerichtsmann Fouc ar. Mobiliar⸗Versteigerung. 2125 Nächsten Donnerstag den 12 d. M., von Morgens 9 Uhr ab, werden die zum Nachlaß des Salzwiegers Phliltpv peß hier gehörigen Mobiliargegenstände, beflehend in Möbeln, Beitwerk, Kleidungsstücken, Haus⸗ und Küchengeräthschaften, in dem Hause Aepfelgasse Nr. 77, öffentlich an den Metstb ietenden versteigert. Nauheim am 7. September 1867. Großherzogliche 1 Nauheim e wvwagaͤt. Schutt. Alle Sorten „die für die Zwischenstattlonen angegebenen „Abfahrtzeiten find nur annähernd und kann bei aden Zügen II, VI, XVI, I, V und XVII bis „zu 15 Minuten, bei den übrigen bis zu 10 „Minuten früher abgefahren werden,“ vom 10. September d. J. an außer Wirksamkelt tritt und von da an die Züge auch auf den Zwischenstationen nicht früher als zu den fahrplanmäßigen Zeiten werden abgesertigt werden. Kassel den 31. August 1867. Die Central⸗Direction der Main⸗Weser Bahn. Bekanntmachung. 2135 Freitag den 13. September d. J., Vormittags 9 Uhr, sollen in der Hofrarthe des Bürgers und Metzger⸗ meifters Heinrich Weller dahier folgende Effecten, als: 2 Pferde, 1 Wagen mit Dunghorden, 3 Pferde⸗ geschirre, 20 Centner Heu, 1 Parthie Mist, 2 Obstkeltern, 1 Aepfelmühle und eine Parthie verschiedene Fässer, öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung verstetgert 0 werden. a 1. Frtedberg am 7. September 1867. Schuhe, S ieft& Pan offe U, 5 In Auftrag 2094 welche ich selbst anfertigen lasse, empfehle ich zu „„ e Friedberg. den billigsten Preisen. oßherzogliche ˖ ‚ 8 roßherz 5 0 57 Friedberg Friedberg. 5 Joseph Butzbach. Der dienstälteste Gerichtsmann 2127 Ein Paar kraftge. ganz egale, c Fouc ar. gerittene und P Schecken), 8 und 6 7 L l 7 fromme fe 1 d 125 obe ant, . 0 17 Fäuste hoch, namentlich zur Oeconomie geeignet e in ehr ing verkauft auf Probe, billig und auch auf Credit 5 2120 kann sofort in ote Lehre treten bei Joh. Balth. oll 2130 wurde in der Burg Friedberg eine goldene Broche. Der sich legttimtrende Eigenthümer kann dieselbe bei der Exped. der Kurfiste in Nauheim in Empfang nehmen. 1 Drei Gulden Belohnung 2132 Demjen igen, welcher smir den Frevler entdeckt, der den Grabstein auf dem Grabe meiner sel. Frau auf so schändliche Weise geschändet. Eduard Hirsch. Haarlemer Blumenzwiebeln 2133 bei Jacob Herrmann. 2131 Allen meinen hiesigen und oußerhalb wohnenden Freunden und Gönnern diene zur Nachricht, daß ich wieder bier und zwar bei Herrn Fritz Müller in der Vorstadt wohne. Indem ich mich in allen in mein Geschäft einschlagenden Arbeiten empfehle, bemerke ich zugleich, daß ich auch außer meiner Wohnung arbeite, und verspreche reellste Bedienung. Frtevberg. Fr. W. Schneider, Herrenkleidermacher. Ein gesitteter junger Mensch, 2075 im Alter von 14 bis 15 Jahren, kann in einem Gasthofe als Kellnerlehrling placirt werden. Näheres bei der Exped. d. Anz. Alle Sorten getragene Kleidungsstücke 2092 werden zu den böchten Preisen angekauft von Friedberg Joseph Butzbach Incarnat⸗Saamen 2101 neuer, billigst bei 25 Pb. Dan Kümmich. Gichtwatte, unfehlbares Mutel ge⸗ emfiehlt à 18 gen Gliederreißen aller Art, und 30 kr. Ph. Dan. 2116 baare Zahlung oder Credit bei Joh. Balth. Noil in Gießen. 2034 Das Spiel der Neuen Malländer Staats- Prämien- Obligationen ist von der Grossherzogl. Hessisehen Regierung gestattet. „Gottes Segen bei Cohn!“ Grosse Capitalien-Verloosungen von nber 2 Mill. 200,00 Mark, Beginn der Ziehung am 1 6ten d. Mes. Nur 2 Thaler kostet ein Original-Staats-Loos, Geine Promesse) aus meinem Debit und werden solche gegen frunkirte Einsendung des Betrages, oder gegen Postvorscehuss, selbst nach den entferntesten Gegenden von mir versandt. Es werden mur Gewinne gezogen. Die Haupt-Gewinne betragen Mark 225,000 — 125,000— 100,000— 50,000 30,000— 20,000, 2 à 15,000. 2 4 12.000, 2 8 10,000, 2 3 8000, 3 3 6000, 3.2 3000, 4 à 4000, 12 3 3000, 72 2 2000, 4 a 1500, 4 4 1200, 106 à 1000106 500, 6 2 300, 100 à 200, 7816 à 100 Mark U. 8. W. Gewinngelder und anstiiehe Ele- humngslisten sende nae Eutscheidung prompt und verschwiegen. 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